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VIDEO: Die „Mystery Sphere“ der Familie Betz: Paranormale Phänomene und eine Metallkugel, die es angeblich in sich hatte

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Video von Oktober 2021: Die "Mystery Sphere" der Familie Betz - eine Metallkugel voller Rätsel oder nichts als Schrott? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Video von Oktober 2021: Die „Mystery Sphere“ der Familie Betz – eine Metallkugel voller Rätsel oder nichts als Schrott? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

1974 fand eine Familie in Florida nach einem Buschfeuer mitten im Bandgebiet etwas Sonderbares: Eine Metallkugel, die scheinbar wundersame Eigenschaften hatte und das Haus der Familie in ein Spukhaus verwandelt haben soll. Der Fund wurde zu einem Presseereignis, das sogar den weltberühmten und legendären UFO-Forscher Dr. Allen Hynek interessierte. Eine äußerst wunderliche Geschichte, die nie wirklich aufgeklärt werden konnte. Trotz Jahre später bekannt gewordener Hinweise auf die Herkunft der Kugel.


Eine mysteriöse Kugel im Busch

Ungeklärte oder vermeintlich ungeklärte Artefakte gibt es in der Mystery-Forschung sehr zahlreich. Nicht nur die bekannten „Out of Place Artifacts“ aus der Archäologie, sondern auch angeblich außerirdische Objekte. So wie die sogenannte „Mystery Sphere“, die 1974 von einer Familie gefunden gefunden wurde.

Hierbei handelt sich dabei um eine silberne Kugel aus Metall von etwa 20,2 Zentimetern Durchmesser, die die Familie Betz auf George Island in Florida Ende März 1974 nach einem Buschfeuer fand. Sie lag ihren Angaben mitten auf dem verbrannten Gebiet und wurde kurz darauf zu einem kleinen medialen Ereignis.

Denn, so die Berichte über diese wundersame Kugel, die im Laufe der Jahrzehnte offenbar immer phantastischer ausgebaut wurden, das Objekt zeigte rätselhafte Eigenschaften. Diese riefen selbst Dr. Allen Hynek auf den Plan. Er ist wohl bis heute der bekannteste UFO-Forscher überhaupt und längst eine Legende.

Paranormale Phänomene

Wirklich gelöst wurde das Mysterium um diese Kugel nie. Auch wenn überzeugende Hinweise gibt, dass sie nichts weiter als Industrieschrott war, wie sich Jahre später erst herausstellte.

Weniger bekannt ist aber, dass das Wohnhaus der Familie Betz in den USA offenbar ein Spukhaus war oder ist. Dort trugen sich Paranormale Phänomene zu, die an einen „klassischen Poltergeist“ erinnern. All dies geschah in einem rund 100 Jahre alten Haus, dessen Bauherr familiäre Schicksalsschläge erleiden musste …

Was es mit dieser mysteriösen Kugel damals auf sich gehabt haben soll, und welche Hintergründe das Wohnhaus der Familie Betz hat, erfahrt Ihr in diesem Video vom 14. Oktober 2021.

Bleibt neugierig …

Video vom 14. Oktober 2021 auf Mystery Files

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VIDEO: Verloren in der Geschichte: Sagen, Paranormales, Mythen und die NVA auf Rügen

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VIDEO vom 19. September 2021: Rügen - Mythen, Legenden und die NVA (Bild: Fischinger-Online)
VIDEO vom 19. September 2021: Rügen – Mythen, Legenden und die NVA (Bild: Fischinger-Online)

Wohin man auch geht: Überall gibt es Mysterien, Sagen, Legenden Mythen und spannende Orte der Vergangenheit oder sogar Steinzeit. So auch auf Rügen in der Ostsee, wo ich im Spätsommer 2021 erneut war. Nur einen Steinwurf neben einem Lost Places, wie es der Zufall so wollte. Über diesen „verwunschenen Ort“ und spannende Legenden der Insel erfahrt Ihr in diesem Video.


Unbekannte Seiten von Rügen

Kürzlich war ich erneut auf Rügen in der Ostsee. Genauer gesagt im September 2021 in der dortigen Hafenstadt Sassnitz zum ABORA-Segeltraining (s. a. Videos HIER und die Dokumentationen HIER).

Und wie es der Zufall wollte, befand sich nur wenige hundert Meter neben meinem Quartier ein „verwunschener Ort“. Ein ehemaliger Prunkbau aus dem 19. Jahrhundert, der nach dem Ende des 2. Weltkrieges von den Russen gesprengt wurde. Kaum mehr etwas blieb von dem prächtigen Adelssitz erhalten. Vielmehr wurde das ganze Sperrgebiet der NVA der DDR.

Für Euch habe ich diesen Platz einmal besucht und berichte von dort über Sagen, Mythen und auch dunkle Legenden, die auf der Insel Rügen kursieren. Und wer weiß, ob sich dahinter nicht der berühmte Funken Wahrheit verbirgt…

Doch schaut selbst in diesem Video vom 19. September 2021. HIER findet Ihr ein weiteres Video von der Insel.

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Der Absturz des britischen Luftschiff „R 101“ im Oktober 1930 – und angebliche Paranormale Phänomene um das Unglück

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Der Absturz des britischen Luftschiff "R 101" im Oktober 1930: Ein Paranormales Ereignis? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Absturz des britischen Luftschiff „R 101“ im Oktober 1930: Ein Paranormales Ereignis? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der Literatur über Paranormale Phänomene und auch Esoterik kursieren immer wieder Berichte über angebliche Kontakte mit dem Jenseits.  Botschaften aus dem „Drüben“, die meist als Kontakt mit einer Geisterwelt gedeutet werden. So auch rund um dem Absturz des britischen Luftschiffes „R 101“ im Jahr 1930 über Frankreich, der zahlreiche Menschenleben forderte. Eines der seltsamsten Beispiele derartiger paranormaler Ereignisse und Botschaften, der zu einem Klassiker im Bereich „Kontakt mit dem Jenseits“ und „Leben nach dem Tod“ wurde. Was damals geschah und im Zuge der Katastrophe geschehen sein soll, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Paranormale Phänomene und Botschaften aus dem Jenseits

Im grenzwissenschaftlichen Forschungsgebiet der Paranormalen Phänomene oder schlicht PSI-Phänomene greifen viele Themen nahtlos ineinander über. Nicht viel anders bei anderen Gebieten der Grenzwissenschaft.

Bei PSI-Phänomenen scheint aber die Vielfalt der einzelnen und mutmaßlich unerklärlichen Dinge und Ereignisse weitaus größer zu sein, als bei anderen „Pseudowissenschaften“. In dem Buch „Der Tod – Irrtum der Menschheit“ wurden zahlreiche Beispiele dazu genannt und diskutiert. Offenbar gehören sie alle zusammen – zu einem großen Ganzen. Was, so erstaunlich es klingen mag, sogar UFO-Phänomene und „Geisterwelten“ mit einschließt.

Viele Autoren sind sicher, dass es eine überirdische oder übersinnliche Welt gibt. Vor allem in dem sehr weiten Feld der Esoterik ist das eine Art Grundannahme. Mit dieser Welt können man, so die Überzeugung, über Raum und Zeit hinweg sogar in Kontakt treten. Absichtlich oder unabsichtlich, wie etwa bei Erscheinungen von Geistern oder „Botschaften aus dem Jenseits“.

Eines der seltsamsten Beispiele genau solch einer zeitübergreifenden „Jenseitswelt“, sind ominöse Ereignisse und Botschaften, die sich um den Absturz des britischen Luftschiffes „R 101“ drehen. Fraglos ein Klassiker der paranormalen Forschung, seit dieser von dem bekannten Parapsychologen Harry Price aufgezeichnet wurden. So fand dieser Fall unlängst Einzug in die entsprechende populäre PSI-Literatur.

Geschehen sei demnach folgendes.

Im Jahre 1924 beschloss die britische Regierung unter dem Luftfahrtminister Lord Christopher Thomson of Cardington den Bau einer Reihe von gewaltigen Luftschiffen, um in der Welt die Luftherrschaft beim Personen- und Gütertransport zu erlangen. Vorzeigemaschinen sollten die 90 Tonnen Luftschiffe „R 100“ und „R 101“ sein, die von der Firma „Airship Guarantee Company“ gebaut wurden. Aufgrund von befürchteter Industriespionage beschlossen die Verantwortlichen, das Schiff „R 101“ in Cardington in der Nähe von Bedford auf einer militärischen Anlage zu bauen.

Luftschiff „R 101“

Und bei diesem Bau kam es schnell zu Fehlern und Schlampereien, die dem Stolz der Lüfte zum Verhängnis werden sollten. Insgesamt maß das Luftschiff 237 Meter Länge, hatte einen Durchmesser von 40 Metern und sollte in der Spitze bis 115 km/h schnell sein. Angetrieben wurde es von fünf Dieselmotoren, die zusammen rund 3.300 PS erreichten. 100 Menschen hatten auf „R 101“ Platz. Damit übertraf das Luftschiff sogar die damals in Betrieb befindliche „LZ 127“, die als „Graf Zeppelin“ bis heute eine Legende ist.

Ein ehrgeiziges Projekt unter dem Konstrukteur Vincent Richmond, bei dem sich schon während des ersten Erprobungsfluges Schwächen zeigten. Unter anderem war die erste Version des Luftfahrzeuges untermotorisiert und zu schwer. So kam es auch bei weiteren Erprobungen ab dem 1. Oktober zu erneuten technischen Problemen.

Das Schicksal des Luftschiffes „R 101“ wurde nach dem offiziellen Start am Abend des 4. Oktober 1930 besiegelt. Unter Captain H. Carmichael Irwin sollte es über Europa bis nach Karatschi im heutigen Pakistan fahren. Schon über den Ärmelkanal kam es dabei zu Schäden der Außenhülle von „R 101“ und über Frankreich brach in der Nacht zum 5. Oktober der Funkkontakt mit dem Zeppelin ab.

Über dem Gebiet des Departements Oise bei Beauvais in Frankreich kam es letztlich zur Katastrophe. Das Luftschiff geriet außer Kontrolle, stürze ab und explodierte. Unter den zahlreichen Toten war auch Luftfahrtminister Lord Thomson. Nur sechs Menschen überlebten das nächtliche Inferno; 48 Passagiere kamen um. In einer ersten Einschätzung des Unfalls in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), die schon am 6. Oktober 1930 erschien, mutmaßte man über Nachlässigkeiten und unglückliche Umstände, die zum Crash führten. „Alles ist völlig unverständlich“, so die FAZ damals.

Warnung aus dem Jenseits

Doch um „R 101“ ranken sich einige Ungereimtheiten und vor allem auch sonderbare Berichte über paranormale Dinge vor und nach dem Start des Schiffes. So berichtete Sir Arthur Conan Doyle Anfang 1928, dass er während einer Séance, einer spiritistischen Sitzung, die sich damals großer Beliebtheit erfreuten, eine jenseitige Warnung vor dem Bau des Luftschiffes erhalten hatte:

Ich muss etwas über das neue Luftschiff sagen. Es wird die Belastung nicht aushalten“.

Die Bauherren der „R 101“ hatten für derartige paranormale Warnungen aus dem Jenseits allerdings nichts übrig und ignorierten sie schlicht. Der eigentliche Mythos um „R 101“ begann schon zwei Tage nach dem schicksalhaften Absturz über Frankreich erste, konkrete Formen anzunehmen. Da brannte das abgestürzte Wrack sogar noch.

Conan Doyle war in der Zwischenzeit selbst verstorben und am 7. Oktober 1930 wurde deshalb eine Séance mit dem Medium Eileen Garrett abgehalten, um ihn im Jenseits zu kontaktieren. Diese denkwürdige Kontaktaufnahme fand im „National Laboratory of Psychical Research“ in London unter der Leitung des berühmten Parapsychologen Harry Price statt. Der 1948 verstorbene Pionier der PSI-Forschung war ein Freund von Doyle.

Zweck dieser esoterisch-spiritistischen Séance war es nicht, mehr über den Absturz des Luftschiffes zu erfahren. Vielmehr erwartete Price, immer sehr skeptisch was Jenseitskontakte betraf, einen verabredeten Beweis für ein Drüben von seinem verstorbenen Freund Doyle.

Nachrichten aus anderen Welten

Die Séance nahm ihren Verlauf, als das Medium unverhofft ihren meditativen Zustand schlagartig änderte. Es heißt, Eileen Garrett begann plötzlich mit der panischen Stimme von Pilot Irwin zu sprechen, der bei dem schrecklichen Absturz kurz zuvor ebenfalls ums Leben kam. Der jenseitige Luftschifffahrer war offensichtlich von Panik erfüllt, als er folgende „Botschaft“ geäußert haben soll:

Ich muss etwas dagegen unternehmen … dieser riesige Flugapparat ist einfach viel zu schwer, eine zu große Last für die Motoren, die es kaum schaffen können. Selbst die Motoren sind zu schwer. Deshalb habe ich so oft besondere Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen. Unser Schub ist viel zu gering, der Antrieb ist nur mangelhaft. Kontrollstelle informieren … neuen Abstieg versuchen? Daran ist nicht zu denken. Ein Triebwerk ist defekt … die Ölpumpe ist verstopft … wir fliegen viel zu niedrig und können nicht mehr aufsteigen.

Zusatzmotor kann nicht mehr benutzt werden. Die Ladung ist für diesen langen Flug viel zu groß. Die Fluggeschwindigkeit ist mangelhaft und das Schiff schaukelt beängstigend … hohe Reibung an der Außenhaut … sie reibt sich aneinander … etwas scheint mit der Maschine nicht zu stimmen … ist zu schwer … wir können nicht steigen … trotz verzweifelter Versuche erreichen wir nicht die nötige Höhe … immer kürzere Abstände zwischen den verzweifelten Versuchen, wieder an Höhe zu gewinnen. Niemand kennt das Schiff gut genug.

Das Wetter ist für einen langen Flug viel zu schlecht. Die Außenhaut ist vollkommen durchnässt, und das Schiff senkt seine Nase alarmierend. Es ist unmöglich, wieder hochzukommen. Können absolut nichts tun. Fast die Dächer von Achy gestreift. Halten uns an der Eisenbahnlinie entlang … Eine Untersuchung, die sie später durchführen werden, wird zeigen, dass die Plane nicht mehr elastisch genug war … außerdem ist sie viel zu schwer. Das Mittelstück ist völlig falsch angebracht worden … es ist auch viel zu schwer und hat Übergewicht, was die Maschine bei weitem überfordert …“

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Nach dem unvermittelten Ende der Nachricht von Drüben, machte sich Verwirrung breit. Niemand konnte sich so recht erklären, was das Medium soeben empfangen hatte. War es ein Hinweis auf ein Leben nach dem Tod, wie dieser Fall vielfach interpretiert wird?

In der am 10. Oktober 1930 erschienenen „Morning Post“ berichtete der bei der denkwürdigen Séance zugegen gewesene Journalist Ian D. Coster von dieser Jenseitsnachricht. Coster hatte diese zuvor in „Steno“ mitgeschrieben. Und durch den dortigen Artikel „R 101: Remarkable Seance“ fand diese Geschichte Einzug in die einschlägige Literatur.

Technisches Wissen aus dem „Drüben“?

Unter den Lesern der Zeitung sei auch ein Mann namens Will Charlton gewesen, der persönlich an der Konstruktion des Luftschiffes „R 101“ beteiligt war. Aufgrund seiner persönlichen Verbindung zu dem Schiff hatte er großes Interesse an dieser Séance. Er besorgte sich von Price die Originalprotokolle der Sitzung, da ihm schon beim ersten Überfliegen der Mitteilung in der „Morning Post“ interessante Details ins Auge gefallen waren.

Charlton studierte daraufhin die angebliche Jenseits-Durchsage genau, und konnte am Ende etwa 40 Einzelheiten dingfest machen, die technisch korrekt wiedergegeben wurden. Wie aber das Medium Garrett dieses technische Wissen erlangt haben sollte, konnte er sich – wenn nicht tatsächlich eine Paranachricht vorliegt – nicht erklären.

Charlton war beeindruckt und konsultierte einige weitere Experten, die nicht minder erstaunt über diese korrekten Angaben waren. Nach seinen Untersuchungen sah er sich zu folgendem Resümee veranlasst, das beispielsweise der Mystery-Autor Viktor Farkas in seinem Buch „Unerklärliche Phänomene“ 1988 wie folgt wiedergab:

Es scheint eindeutig, dass in dieser Séance Originalinformationen aus der Erfahrung des verstorbenen Kapitäns der R 101, Fliegerleutnant H. Carmichael Irvin, gegeben wurden, so als wäre er persönlich anwesend gewesen. (…) ein erstaunliches Dokument, das mehr als 40 hochtechnische und vertrauliche Einzelheiten darüber enthielt, was an jenem Unglückstag passiert war.“

Die seltsamen Botschaften aus dem Jenseits waren damit aber noch nicht am Ende. Drei Wochen nach dieser Séance wurde Major Oliver Villiers, ein Pilot der Royal Air Force, der beim Absturz der „R 101“ eine Reihe von Freunden verloren hatte, von einem paranormalen Traum überrannt. In tiefer Nacht spürte er plötzlich das in der Parapsychologie bekannte Phänomen, dass er nicht mehr alleine in seinem Zimmer war. Major Villiers war sich sicher, dass sein Freund Carmichael Irwin anwesend war und konnte nur kurz darauf die „Stimme“ des Verstorbenen wahrnehmen.

Der Geist von Captain Irwin?

Irwin, so die Vermutung des Majors, versuchte Kontakt mit ihm aufzunehmen, was aber offenbar nicht gelang.

Also wurde durch einen anderen Freund für den 31. Oktober 1930 ein Treffen mit dem schon bekannten Medium Garrett organisiert. Schnell gelang es, mit dem jenseitigen Irwin über das Medium in Kontakt zu kommen. Dabei entwickelte sich zwischen Irwins „Geist“ und Major Villiers ein hoch interessanter Dialog mit technischen Einzelheiten, die zu diesem Zeitpunkt unbekannt waren. Beispielsweise schilderte Irwin via Medium, dass er einen Tag vor dem Start Schwankungen des Gasdrucks bemerkt hatte, die er auf ein defektes Ventil zurückführte. Dies war bis dahin unbekannt. Auch kam es bei dieser Séance zu einem Kontakt mit dem Offizier Scott(ie), der gleichfalls erstaunliche technische Details offenbarte.

Die wegen des Absturzes ins Leben gerufene Untersuchungskommission verkündete erst im April 1931 die Ergebnisse ihrer Arbeit und den Hergang der Katastrophe von „R 101“. Sie entsprachen den paranormal empfangenen Informationen.

Jahrzehnte später, nach dem Tode des Mediums Garrett im Jahr 1970, machte sich der Forscher Archie Jarman die Mühe, sämtliche Fakten und aufgezeichneten Übermittlungen noch einmal zu überprüfen. Nach einem halben Jahr intensiver Auseinandersetzung und Analyse der technischen Hintergründe und der Informationen der Séancen kam Jarman zu dem Ergebnis, dass hier kein natürliches „Phänomen“ vorliegen konnte. „Meiner Ansicht nach“, schreibt er in dem Fachblatt „Psychic News“, „ist es wirklich absurd, anzunehmen, Eileen habe ihre Informationen durch irdische Quellen erhalten“.

Was genau hier geschehen ist, bleibt natürlich umstritten. Vieles durchaus Spekulation, die nicht mehr überprüft werden können. Waren es die „Geister“ der ums Leben gekommenen Besatzungsmitglieder der „R 101“? Oder aber waren es Botschaften, die die Männer an Bord des Luftschiffes „absetzten“, als sie noch lebten? Kurz vor dem Absturz, dem sicheren Tod vor Augen, und damit Raum und Zeit übergreifend?

Viele Fragen

Tatsächlich könnte die Botschaft von Irwin auch so gedeutet werden. Oder war alles ein Schwindel? Vielleicht auch reine Irrtümer, Verwechselungen und eine gute Portion Wunschdenken? Immerhin wurde bei Katastrophen aller Art, vom Untergang der „Titanic“ bis zu den Anschlägen vom 11. September 2001, vielfach von genau solchen „Botschaften aus der Anderswelt“  gesprochen. Schockierende Krisen, die die Welt in Atem hielten.

Hinzu kommt im Fall des Luftschiffes „R 101“, dass sich die entsprechenden Autoren in kleinen Details widersprechen. So nennt beispielsweise der sehr bekannte Autor des Phantastischen Ernst Mecklenburg in seinem Buch „Wir alle sind unsterblich“ (1997) den Luftschiffskapitän Carmichael Irwin. Wie fast alle anderen Autoren ebenso. Andere jedoch nennen einen Captain Raymond Hinchcliffe und der Pilot habe Carmichael Irwin geheißen. Das steht sogar im deutschen Wikipedia-Eintrag zu diesem Luftschiff.

Ein Blick auf die Crewliste von „R 101“, wie sie beispielsweise auf „Airships online“ dokumentiert ist, zeigt, dass ein Raymond Hinchcliffe überhaupt nicht zur Crew gehörte. ein personal dieses namens war nicht als Teil der Besatzung an Bord. Navigator war ein Ernest Johnston, der ebenfalls bei dem Unglück ums Leben kam.

Wer also war Raymond Hinchcliffe? Wie kam sein Name in die Geschichte und auf Wikipedia? Walter George Raymond Hinchliffe lebte aber tatsächlich. Er war eine Legende der Fliegerei, ein britisches Flieger-Ass im 1. Weltkrieg und machte nach dem Krieg eine steile Karriere in der zivilen Fliegerei und Royal Air Force. Doch er starb bereits am 13. März 1928 beim Versuch einer Atlantik-Überquerung und damit vor der „R 101“-Katastrophe. Ein Geist als Flugkapitän?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Grenzwissenschaft und Mystery Classics, Folge #35: Visionen der Zukunft, Geister, UFOs von Greifswald und Paranormale Phänomene +++ Video +++

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Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #35: Mysteries - Geister Phänomene UFOs Kraftorte (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Grenzwissenschaft Classics Videos, Folge #35: Mysteries – Geister, Phänomene, UFOs, Kraftorte und mehr (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Themen zu „Mystery“, wundersame Erscheinungen, UFOs und Aliens, Paranormale Phänomene und alles, was irgendwie „nicht von dieser Welt“ zu sein scheint, waren in den 1990ger Jahren allgegenwärtig. Auf dem Buchmarkt, in den Mainstreammedien der Presse sowie im Fernsehen. Gerade am TV erfreuten sich diese Themen besonders großer Beliebtheit. Die Folge Nr. #35 meiner Grenzwissenschaft Classics Videoszeigt, ähnlich wie die kürzlich online gestellte Folge #33, eine dieser damaligen TV-Reihen aus dem Jahr 1997. Eine damals überaus beliebte und bekannte Sendereihe, die in zahlreichen Folgen gesendet wurde. In dieser Show wurde Woche für Woche dem Zuschauer unterschiedliche Themen aus Esoterik, Grenzwissenschaft und Parapsychologie  präsentiert. Heute eine wahre Fundgrube für alle Mystery-Fans, wie Ihr sehen werdet.


Geister, UFOs von Greifswald und Paranormale Phänomene und mehr!

Themen aus der Grenzwissenschaft hatte in den 1990ger Jahren Hochkonjunktur. Es waren regelrechte Boomjahre.

Ob UFOs, Geister, Kontakt mit dem Jenseits, Leben nach dem Tod und andere „spirituelle Themen“, Aliens und Prä-Astronautik, Paranormale Phänomene … alle Themen aus der Welt des Unfassbaren waren überaus beliebt. Auf dem Buchmarkt ebenso wie in den Mainstreammedien von Presse und Fernsehen. Eine Zeit, in der auch und vor allem am TV entsprechende Sendungen, Talkshows, Dokus und Berichte sich großer Beliebtheit erfreuten.

Die Folge Nr. #35 meiner Classics-Videos zeigt eine dieser damaligen TV-Reihen aus dem Jahr 1997. Eine damals sehr beliebte und bekannte Sendereihe, die in zahlreichen Folgen gesendet wurde (einige Teile sind in der „Classic“-Playlist bereits zu finden).

In dieser Folge geht es neben vielen anderen Themen schwerpunktmäßig auch um die legendären UFOs von Greifswald aus dem Jahr 1990. Eine Formation seltsamer Lichterscheinungen über der Ostsee, die von mehreren Kameras damals gefilmt wurde. Bis heute sicher ein Klassiker der deutschen UFO-Forschung.

Euch damit viel Spaß mit Folge Nr. #35 der „Grenzwissenschaft und Mystery Files Classics Videos„.

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Seltsame Sagen aus dem Münsterland: Das Wunder von Lette – Paranormale Phänomene vor der eigenen Haustür? +++ Video +++

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VIDEO: Das Wunder von Lette: Paranormales vor der Haustür (Bilder & Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Das Wunder von Lette: Paranormales vor der eigenen Haustür? (Bilder & Montage: Fischinger-Online)

Grenzwissenschaftler, Mystery-Jäger oder ganz allgemein all jene, die sich mit der Welt des Unfassbaren beschäftigen spüren auf der ganzen Welt dem Unglaublichen nach. Paranormale Phänomene, Rätsel der Geschichte und vieles mehr, das sich irgendwann einmal irgendwo auf diesem Planeten ereignet haben soll. Doch warum immer in die Ferne schweifen, wenn es solche „Wunder“ auch vor der Haustür gegeben haben soll? So auch in meinem Heimatdorf, wo sich vor Jahrhunderten etwas „Paranormales“ ereignet haben soll. Seltsame Ereignisse um einen Eremiten, einem frommen und gottergebenen Einsiedler, die sogar in einem indirekten Zusammenhang mit der Bundeslade aus dem Alten Testament gebracht wurden. Was hier in meinem Dorf im Münsterland geschehen sein soll, und welche Spuren es davon hier noch heute gibt, erfahrt Ihr in diesem „Lokal-Video“ bei YouTube.


Paranormale Phänomene im Münsterland

Wunder gibt es immer wieder“ – sagen der Volksmund und ein bekannter Schlager aus dem Jahr 1970. Und oft hört der Mystery-Interessierte auch von solchen Wunder, Paranormalen Phänomen oder rätselhaften Ereignissen, die sich irgendwann irgendwo auf der Welt ereignet haben sollen.

Auf meinem YouTube-Kanal, in meinen Büchern und auf diesem Blog berichte ich bekanntlich immer wieder von derartigen Berichten den Unfassbaren. Doch warum immer in die Ferne schweifen? In irgendwelche weit entfernten Länder und zu unbekannten und fremden Völkern und Kulturen?

Denn auch direkt vor meiner Haustür in meinem Heimatdorf soll sich vor Jahrhunderten etwas „Paranormales“ ereignet haben. Seltsame Ereignisse um einen Eremiten, einem frommen und gottergebenen Einsiedler, namens „Johannes von Merfeld“. Und dabei wurde sogar in der Legende ein indirekter Zusammenhang mit der Bundeslade aus dem Alten Testament hergestellt.

Was hier im Münsterland geschehen sein soll, und welche Spuren es davon hier noch heute gibt, erfahrt Ihr in diesem „Lokal-Video“ bei YouTube.

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Paranormales im Münsterland? Der WDR unterwegs mit Geisterjägern im Wasserschloss Senden

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Paranormales im Münsterland: Der WDR begleitet Geisterjäger im Wasserschloss Senden (Bild: Schloss-Senden.de)
Paranormales im Münsterland: Der WDR begleitet Geisterjäger im Wasserschloss Senden (Bild: Schloss-Senden.de)

Viele Menschen glauben an Phänomene wie Geister, Spuk oder paranormale Erscheinungen. Oftmals in Verbindung mit der Überzeugung, dass es ein Leben nach dem Tod oder schlicht ein „Danach“ gibt. Einige von ihnen wollen über solche Phänomene und Erscheinungen aber mehr erfahren und sie dokumentieren und erforschen. Sie nennen sich treffend Geisterjäger und suchen an Spukorten und anderen prädestinierten Plätzen unter anderem mit technischen Hilfemitteln dem Unerklärlichen. So auch kürzlich eine Gruppe aus Nordrhein-Westfalen, die zusammen mit einem Reporter des WDR das Wasserschloss in Senden im Kreis Coesfeld besuchten. Diese WDR-Sendung wurde jetzt online gestellt. Alles weitere dazu erfahrt Ihr hier.


Geisterjäger auf den Spuren des Paranormalen

Alte Burgen, Schlösser, Ruinen oder auch verlassenen Anwesen vielerlei Art gibt es in Deutschland sehr zahlreich. Auch im Münsterland in Nordrhein-Westfalen. Eine Region die aufgrund ihrer zahllosen Wasserschlösser auch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist. Aber gibt es in diesen alten Gemäuern auch Paranormale Phänomene wie Spuk oder Geistererscheinungen?

Solchen Fragen gehen auch hierzulande verschiedene Gruppe und Vereine in ihrer Freizeit nach. Sie besuchen verschiedene historische Orte – mal verlassene und mal weiterhin bewohnte – an denen es angeblich zu solchen Phänomen kommen soll. „Geisterjäger“ nennt man diese Mystery-Interessierten allgemein. Und von denen gibt es auch in Deutschland erstaunlich viele.

Eine dieser Gruppierungen sind die in Wuppertal gegründeten „Ghosthunter-NRWUP & RLP“. Ein Team von rund einem Dutzend Mitgliedern, die sich zum Teil nach eigenen paranormalen Erlebnissen zusammengefunden hatten. Seit dem bieten sie auch all jenen Menschen, die glauben, dass bei ihnen „Seltsames“ vor sich geht, ihre Hilfe an. Wie die meisten Geisterjäger kostenlos.

Auf ihrer Internetseite schreiben sie dazu unter anderem:

Bei unseren paranormalen Untersuchungen kommt qualitativ hochwertiges Fotoequipment zum Einsatz, welches fachmännisch entsprechend unserer Anforderungen modifiziert wurde, so dass wir in unterschiedlichen Wellenbereichen Foto- und Videoaufnahmen machen können. Auch arbeiten wir mit den üblichen Ghosthunter-Gerätschaften (Mess-/Diktiergeräte) und eigenen weiter entwickelten unterschiedlichen Verfahren.

Wir sind Ihr seriöser, offener und erfahrener Ansprechpartner, wenn es um die Aufklärung von möglichen paranormalen Vorfällen in Ihrem Umfeld geht. Vertrauensvolle und diskrete Bearbeitung Ihres ‚Falles‘ ist uns sehr wichtig!

Spuk und ähnliche Erscheinungen sind fraglos das sensibelste Thema innerhalb der Grenzwissenschaften. Wenn Personen „Stimmen und das Lieblingsparfum eines Verstorbenen wahrnehmen“, wie es die NRW-Geisterjäger schreiben, ist Diskretion fraglos ein oberstes Gebot. Immerhin, so eine Studie vor einigen Jahren, „fühlten“ 60 Prozent der Probanden, dass sie “Kontakt” mit ihren verstorbenen Partnern hatten.

Das Wasserschloss Senden

Geisterjäger werden aber nicht nur von Betroffenen oder Zeugen gerufen. Sie besuchen in ihrer Freizeit auch all jene Orte, von denen Menschen behaupten, dass es dort spuken soll oder sie einen Geist gesehen haben. Die Leidenschaft für das Thema treibt diese Mystery-Jäger an. Und so besuchte die „Ghosthunter-NRWUP & RLP“ zusammen mit dem Radiosender WDR 5 vor einiger Zeit im Münsterland das Wasserschloss Senden im Kreis Coesfeld. Nicht um dort gemeldeten Spuk zu „vertreiben“, sondern um diesen Ort erstmals zu untersuchen.

Das Wasserschloss in Senden hat dabei eine eher traurige Geschichte. Zumindest was die Historie der Neuzeit betrifft. Ludeke Droste (1405 – 1466), Spross eines adeligen Rittergeschlechts, und sein Sohn Sander II. Droste zu Senden erbauten das später mehrfach erweiterte Wasserschloss vor rund 600 Jahren. Im Laufe der Geschichte widerfuhr dem Anwesenden mehrfach Plünderung, Zerstörung und Brandschatzung. Zuletzt gegen Ende des 2. Weltkrieg, als britische Soldaten es plünderten und zum Teil zerstörten.

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Es folgten Nutzungen als Hotel, Internat, Künsterschule und Altenheim sowie ein Brand des Daches. Fortan verfiel das leerstehende Schloss Senden zusehends, so dass der Eigentümer 2014 drohte es vollständig abzureisen. Die Kosten für den Erhalt und die Sanierung (6 – 9 Millionen Euro!) waren schlicht und einfach nicht zu bezahlen. Private Vereine, Initiativen, Denkmalschutz-Stiftungen und Fördermittel des Landes und Bundes konnten schließlich das Schlimmste verhindern. 2018 wurde es sogar „Denkmal des Jahres“.

Leben nach dem Tod

Ein Wasserschloss diese Art zieht Geisterjäger natürlich magisch an. Ob es dort Geschichten von unerklärlichen Vorgängen gibt oder nicht. Bei den „Ghosthunter-NRWUP & RLP“ war es nicht anders, als ihre Mitglieder Tom O. und Hagen M. die Burg zusammen mit dem WDR 5- Radio-Reporter Jean-Pierre Fellmer besuchten.

Zuvor nur für eine Erstbegehung, um den Ort erst einmal kennenzulernen, wie sie am 31. Oktober 2019 in der Radiosendung „Auf Geisterjagd im Münsterland“ berichten.

Bei einem 2. Besuch in Senden folgte dann eine Art „paranormale Untersuchung“, bei denen zwei weitere Teammitglieder anwesend waren. Mit diversen technischen Hilfsmitteln erkundeten die Geisterjäger daraufhin das Wasserschloss und erklärten ihre Gerätschaften. Reporter Fellmer selber hat keine „Anzeichen für paranormale Aktivitäten bemerkt“. Doch das Thema bzw. diese Phänomene stimmten ihn durchaus nachdenklich, wie er berichtet.

Vor alle als einige Woche später der Geisterjäger Tom sich erneut bei ihm meldete. Auch einem Tonbandmitschnitt aus dem Schloss glauben er und andere Mitglieder des Teams eine Stimme zu hören. Kein Beleg für irgendwelche Geister, wie Tom selber sagt, aber ein Beweis für die Faszination an diesem Thema. Denn auch er ist (wie eigentlich alle Geisterjäger oder jene Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigen) davon überzeugt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. „Es wird von uns irgendwas geben, wenn der leiblicher Körper nicht mehr ist“, so Geisterjäger Tom im WDR.

Ihr findet den Radiomitschnitt des Sendung in der WDR-Mediathek HIER online.

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Paranormales aus dem 19. Jahrhundert: Das dämonische Spukhaus von Dublin und die zwei Studenten

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Paranormales im 19. Jahrhundert: das Spukhaus von Dublin (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Paranormales im 19. Jahrhundert: das Spukhaus von Dublin (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Paranormale Phänomene wie Geister-Erscheinungen oder Spukorte sind Klassiker in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files. Denn auch der Glaube an solche Phantome, Seelen Verstorbener und übersinnliche Kreaturen an sich ist sie alt wie die Menschheit. Ein interessantes Beispiel einer solchen „Heimsuchung“ wurde im Jahr 1862 in Irland veröffentlicht. Dabei handelt es sich um unheimliche Spuk-Erscheinungen, die zwei Studenten der Universität während ihres Studiums in Dublin selber erlebten. Erlebnisse in einem scheinbar „verfluchten Haus“, die heute bereits in den Bereich der Märchen gefallen sind. Was damals geschehen und was der Auslöser gewesen sein soll, lest Ihr in diesem Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Welt des Unfassbaren

Die Welt des Paranormalen gehört wohl zu den ältesten Themen der Grenzwissenschaft an sich. Egal ob man sie Paranormale Phänomene, Spuk, Geistererscheinungen, Parapsychologie oder kurz PSI nennt, beschäftigen sich seit Jahrhunderten Menschen mit diesen Phänomenen. Lange bevor es die „modernen“ grenzwissenschaftlichen Themen wie Prä-Astronautik, UFOs oder die populäre Form der Esoterik gab.

Geisterjäger“ sind dabei natürlich auch keine moderne Erfindung. Ebenso wie Erscheinungen von mutmaßlichen Geistern, Dämonen oder anderen unheimlichen Wesen und Entitäten. Immer schon gab es Menschen und durchaus auch Orte, die von  solchen Phänomenen und Erscheinungen „heimgesucht“ worden sein sollen.

Ein sehr interessantes Beispiel einer solchen „Heimsuchung“ wurde im Jahr 1862 im „Dublin University Magazin“ veröffentlicht. Dabei handelt es sich um paranormale Ereignisse oder Spuk-Erscheinungen, die nicht genau datiert wurden. Erfahren haben sie zwei Studenten der Universität, die während ihres Studiums in der Aungier Street in Dublin (Irland) lebten.

Das vermeintliche Märchen „Bericht über einige seltsame Turbulenzen in der Aungier Street“ stammt von Joseph Sheridan LeFanu. Er lebte mit seinem Cousin Tom Ludlow während seines Medizinstudiums in einem scheinbar „verfluchten“ Haus in Dublin.

Mehrfach, so LeFanu, erschienen ihm und Ludlow Geister in dem Gebäude, deren Manifestationen von paranormalen Begebenheiten begleitet worden sein sollen. Seltsame Fratzen, „Dämonen“ und erschreckende Erscheinungen spukten hier herum. Und beide Studenten wurden im Schlaf von sonderbaren Träumen und Emotionen geschüttelt. Ein, wie in dem über 20 Seiten umfassenden Bericht betont wird, sehr altes Haus, in dem es offenkundig spukt.

Heimsuchungen!

Eines Tages nahmen die „Heimsuchungen eine regelmäßige Form an“, schreibt LeFanu. Er durchlebte „immer wieder denselben schrecklichen Traum“. „Trotzt tiefster Dunkelheit“ und „mit widerwärtiger Genauigkeit“ erschien permanent eine erschreckende Fratze am Fenster. LeFanu war sich nach einiger Zeit sicher:

Dort ging in unbekannten Räumen, und aufgeführt von unbekannten Wesen, etwas vor sich, was wohl dazu gedacht war, mich zu quälen.

Eines Tages dann konnte der gequälte Zeuge dieses Gesicht am Fenster genauer sehen. Er beschreibt dieses Dämon mit den Worten:

Nach einer Pause von einer bestimmten Länge folgt ein Bild auf das Fenster und blieb dort wie ein Magnet angezogen haften. Bei dem Bild, das auf so geheimnisvolle Weise auf die Scheibe geheftet wurde, handelte es sich um das Porträt eines alten Mannes in einem scharlachfarbenen, mit Blumen bedruckten Morgenmantel. Der Gesichtsausdruck des Mannes stellte eine seltsame Mischung von Verstand, Sinnlichkeit und Kraft dar. Er war düster und voll Bösartigkeit. Die Nase war wie bei einem Raubvogel gebogen. Die Augen, grau und kalt, blickten mit einer tödlichen Grausamkeit drein.

(…) Ich erinnere mich an jede Linie, jeden Schatten, jede Pore dieses steinernen Gesichts. Der Blick dieser höllischen Visage ruhte auf mir, und ich schaute zu dem Gesicht hin, angezogen von der unerklärlichen Faszination, die von solch einem Schreckensbild ausgehen kann.

Was war das für eine „höllische Visage“, nur ein Traum?

Die „höllische Visage“

Diese paranormal anmutende Erzählung erinnert zum Teil durchaus an das bekannte Phänomen der „Bedroom-Visitors“ aus der UFO-Forschung. Das sind jene Berichte aus dem Gebiet der UFO-Entführungen, bei denen mutmaßliche Außerirdische nachts in die Schlagzimmer ihrer Opfer eindringen. Auch sie – die angeblichen Aliens – werden den Berichten/Erzählungen nach häufig als fremdartig-menschlich bis dämonisch geschildert …

Auch LeFanu assoziierte das Gesicht mit etwas Bösem und Sturem, da, so kann man vermuten, die Fratze fremdartig und nicht-menschlich, aussah.

Die seltsame Aussage „angezogen von der unerklärlichen Faszination“ ist heute umso interessanter. Wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass heutige UFO-Entführungsopfer bzw. Zeugen einer nahen Begegnung berichten, sie seien von den Fremden irgendwie „paralytisch“ angezogen worden. Kaum jemand der angeblich in ein UFO verschleppten Menschen konnte sich den hypnotischen Blicken der „Anderen“ entziehen.

Am anderen Morgen, so heißt es weiter, sei der Beobachter dieser Fratze „zerschlagen und nervös“ gewesen, was ihm Probleme bereitete „den Pflichten des Tages nachzukommen“. Die Erklärung war für ihn, dass dies wohl irgendwie „mit der Ausstrahlung von Angst zusammenhing, die von diesem seltsamen Phantasiemagorie ausging“.

Und obwohl es zwischen paranormalen Erscheinungen wie eben Geister & Co. und dem UFO-Phänomen Parallelen gibt, entwickelt sich dieser Bericht zu einer klassischen Spuk-Erzählung.

Der skeptische Mitbewohner

Der Mitbewohner Tom Ludlow bekam von diesen schaurigen Erscheinungen udn Phänomenen nichts mit. Allerdings machte er sich „stets über meine Ängste lustig“, wie LeFanu notiert. „Ein Skeptiker, wie er es war, musste einmal ein Lektion erteilt bekommen, und wie das zuging.“ Und die bekam er auch, da auch er das dämonische Wesen sah. Doch, so stellte sich später heraus, nachdem beide das Spukhaus lieber wieder verlassen hatten, es soll der Geist eines Richters Horrock gewesen sein.

Ein Richter, der wie kein anderer Angeklagte zum Galgen brachte und sich letztlich in dem Haus erhängt habe. Durch diesen Suizid wurde das Haus zu einem jener seit undenklichen Zeiten bekannten Spukhäuser. Denn auch nach dem Freitod des Richters hatten zahllose weitere Bewohner und Mieter in der Aungier Street alles andere als Glück. Mehrere Menschen kamen hier ums Leben. Unfälle, Morden und Selbstmorde häuften sich.

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Dreimal will der Skeptiker Ludlow selber den teuflischen Geist gesehen haben, wie er es später erst seinem Cousin umfangreich schilderte. Anders als bei LeFanu war es bei ihm aber so, dass die Gestalt als Ganzes in seinem Zimmer schien. Mal saß sie mit ihrer unheimlichen Fratze nachts in einem Sessel, mal schritt sie für ihn eindeutig und klar erkennbar durch das Zimmer. Ein schreckliches Gesicht, das ich nie vergessen werde“ habe der Geist gehabt. Dieser „teuflische Anblick“ schockierte ihn.

Nach einer Begegnung mit dem „schrecklichen Phantom“ im Treppenhaus, bei dem es eine Galgenschlinge trug, stand fest: In diesem Geisterhaus kann man nicht mehr weiter leben und arbeiten – und so wurde ein neue Wohnung gesucht.

Laut dem Artikel von 1862 haben die beiden erst einige Zeit später erfahren, was es mit dem Haus auf sich hatte. Erst ihre frühere Haushälterin in Dublin erzählt ihr von dem Richter und all den anderen Unglücken, die sich in diesem Anwesen ereignet haben sollen.

Nächtliche und dabei deutliche Schritte, „Monster-Erscheinungen“ (etwa eine riesige „Ratte“ mit menschlichem Gesicht), die Erscheinungen des dämonischen Geistes – all das machte das Haus für die beiden Studenten unbewohnbar.

Gruselhäuser und unruhige Seelen

Die Veröffentlichung mit den Ereignissen ist überaus umfangreich und an dieser Stelle natürlich sehr zusammengefasst. Zweifellos ist sie aber eine klassische Geschichte eines ebenso klassischen Spukhauses. Inklusive unruhiger Seelen, wie Geister-Erscheinung klassische interpretiert werden.

Doch entspricht sie auch der Wahrheit? Das kann niemand sagen. Der Autor des Berichtes betont mehrfach, dass man sie gar nicht beweisen will. Man wolle nur erzählen, was man in diesem Haus als Studenten erlebt habe.

Der Richter, „der in dem Ruf stand, besonders viele Angeklagte zum Galgen geschickt zu haben“, sei hier der Auslöser für all die Ereignisse. „In einem Anfall von geistiger Umnachtung, wie der Leichenbeschauer schrieb“, habe er sich am Treppengeländer des Hauses erhängt. Wurde er so zu einer der viel zitierten  verlorenen Seelen?

Die Geschichte wurde zwar erst vor 157 Jahren von den Augenzeugen selber veröffentlicht, aber eines ist jetzt schon bemerkenswert: In einem Buch mit irischen Sagen und Märchen ist sie wie ganz selbstverständlich neben Erzählungen über Feen, Riesen und anderen Fabelwesen bereits heute zu finden …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Geister, Spuk und Paranormale Phänomene: Mit Geisterjägern unterwegs und warum „Ghosthunter“-Gruppe mehr schaden als helfen könnten

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Mit den Geisterjägern von NRW auf den Spuren des Unfassbaren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Mit den Geisterjägern von NRW auf den Spuren des Unfassbaren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

In Deutschland gibt es eine ganze Reihe von Gruppen, Einzelpersonen und Vereinigungen, die sich mit der „Geisterjagd“ befassen. Das heißt, dass diese Menschen versuchen Meldungen über Geistererscheinungen, Spuk oder schlicht paranormalen Erscheinungen mit den unterschiedlichsten Methoden auf den Grund zu gehen. Von Untersuchungen bzw. Messungen mit technischem Equipment bis zu medialer Kontaktaufnahme mit den Geistern ist hierbei alles vertreten. Weltweit ist das fast schon als Boom anzusehen. In Nordrhein-Westfalen gibt es beispielsweise die Gruppe der „Ghosthunter NRW“. Ein gutes Beispiel dafür, wie man sich solche Geisterjäger vorstellen kann – denn der Trend ist ungebrochen und kann auch zu ernsthaften Problemen führen.

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Auf der Internetseite der „Ghosthunter NRW“ stellt sich das seit sechs Jahren bestehende Team in knappen und klaren selber vor:

Sie sind der Meinung ein paranormales Phänomen/Spuk zu erleben und möchten dies von einem seriös arbeitendem Geisterjäger Team untersuchen lassen? 

Dann sind Sie bei uns genau richtig. Wir nehmen Sie, Ihre Anfrage und Ihre Schilderungen ernst und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Seien Sie sich sicher, wir finden heraus was in Ihren Räumlichkeiten vor sich geht.

Unsere Arbeit ist diskret und kostenlos.“

Das klingt schon mal nach sehr großem Selbstbewusstsein, dass das „starke Geisterjäger-Team in Sachen Spuk und paranormalen Phänomene“, wie es auf deren Webseite zu lesen ist, offenbar besitzt. Immerhin geben diese an, dass sie sicher herausfinden werden, was hinter dem jeweiligen „Phänomen“ steckt.

Geisterjäger im Dauereinsatz!

Praktisch kein einziger Geisterjäger ist von Beruf wirklich ein Geisterjäger. Wie auch, da man diese Tätigkeit nicht klassisch im Rahmen einer Berufsausbildung studieren oder lernen kann und sich jeder so nennen darf. Das sieht man auch an der Gründerin der NRW-Gruppe, Melanie Schindler, die ihres Zeichens Bürokauffrau ist. Auch ich selber unterschreibe ja meine Postings auf diesem Blog auch mit „Euer Jäger des Phantastischen“. Auch das ist kein klassischer Beruf, das ist eine Berufung! Das gilt auch für das Team um Schindler und eigentlich für fast alle anderen ähnlichen Gruppierungen überall auf der Welt.

Das solche Tätigkeiten mehr Berufung als Beruf sind, sehen wohl auch die NRW-Spuk-Jäger so, wie es am 10. Mai 2016 die „Rheinische Post“ in einem doch sehr umfangreichen Artikel über die Gruppe berichtet hat. Monate im Voraus seien sie ausgebucht und jedes 2. Wochenende auf der Jagd nach dem Paranormalen. Weiter heißt es:

VIDEO auf YouTube: YouTuberin "Noobaffairstalk" im Interview mit Lars A Fischinger Gott, Leben nach dem Tod, Aliens und Geister/Spuk (Bild: Noobaffairs / YouTube-Sceenshot)
VIDEO auf YouTube: YouTuberin „Noobaffairstalk“ im Interview mit Lars A Fischinger Gott, Leben nach dem Tod, Aliens und Geister/Spuk (Bild: Noobaffairs / YouTube-Sceenshot)

Schindler und ihr Team sind Selfmade-Geisterjäger. Schon seit ihrer Kindheit interessierte sich die Rheinländerin für ungewöhnliche Phänomene. Geisterjägergruppen gibt es tatsächlich mehrere in Deutschland – nachdem Schindler als Erwachsene in keinem der bestehenden Teams aufgenommen wurde, beschloss sie kurzerhand, selbst eines zu gründen. Seitdem ist sie Pressesprecherin, Managerin und Geisterjägerin in Personalunion. Als erstes offizielles Mitglied folgte Dunja Kutschat, Schindlers langjährige Freundin und Nachbarin, die als Medium Geister im Raum erspüren können will. Schnell bekamen die zwei Spuk-Expertinnen Anfragen von Freunden und Fremden zur Teamerweiterung. Seit 2014 bestehen die ,Ghosthunter NRW‘ in ihrer aktuellen Konstellation.

Das könnte man durchaus als einen „klassischen Werdegang“ von Geisterjägern bezeichnen. Doch es gibt auch Kritik an solchen Gruppen. Nicht nur von Seiten der Skeptiker, die paranormale Erscheinungen wie eben Spuk oder Geistererscheinungen rund weg für Mumpitz halten, sondern auch von dem einzigen „echten Ghosthunter“ Deutschland: Dr. Walter von Lucadou.

Hobbyjäger des Paranormalen vs. Wissenschaft

Die kritischen Einwände des Parapsychologen Walter von Lucadou zum Hobby der Geisterjagd, hat die „Rheinische Post“ in ihrem Artikel nicht verschwiegen. So lesen wir dort unter anderem, dass er „für Geisterjäger trotz seines ungewöhnlichen Lebenslaufs kein Verständnis hat“. Von Lucadou wird mit den Worten zitiert:

Wenn man sich an solche Gruppen wendet, dann ist das, als ob man mit einem entzündeten Blinddarm zu jemanden geht, der sich hobbymäßig für Chirurgie interessiert, statt zu einem richtigen Arzt. Diese Menschen sind oftmals psychisch labil oder leiden gar unter einer Psychose. Geisterjäger haben aber keine psychologische Ausbildung und können großes Unheil anrichten.

(…)

Aufruf von Lars A. Fischinger auf YouTube: Habt Ihr bereits paranormale Erfahrungen gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)
VIDEO-Aufruf von Lars A. Fischinger auf YouTube: Habt Ihr bereits paranormale Erfahrungen gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)

Wenn Menschen ein Problem haben, das sie nicht bewusst wahrnehmen, zeigen sie häufig psychosomatische Reaktionen. Ich glaube, dass ein Spuk ganz ähnlich funktioniert. Nur äußert sich das Problem nicht als Störung des eigenen Körpers, sondern als Störung der Umgebung.

Und jetzt stellen Sie sich vor, jemand glaubt, in seiner Wohnung gibt es Geister. Dann kommen die Geisterjäger und sagen, es handle sich dabei um den verstorbenen Ehemann… Wenn sich das Ehepaar im Leben gut verstanden hat, ist das kein Problem, aber wenn der Ehemann ein Tyrann war, kann das einen enormen Schock auslösen.“

Solche Bedenken sind nicht unbegründet. Nur das Problem ist meiner Meinung auch, dass wohl kaum jemand, der glaubt, dass es bei ihm spukt, damit öffentlich hausieren geht! Hier bekommt man sicherlich genauso schnell den „Spinner-Stempel“ aufgedrückt, als würde man herum erzählt, dass man ein UFO gesehen habe.

Was soll der oder die Betroffene also tun?

Gerade die Jagd nach Geistern als mutmaßliche „Verstorbene“ oder Seelen aus dem Jenseits ist überaus sensibel anzusehen und anzugehen! Nur leider gibt es hier keine Standards und so wird mit Sicherheit jeder selbsternannte Geisterjäger anders mit sensiblen Themen umgehen. Das gilt ausnahmslos für alle „Ghosthunter-Gruppen“ weltweit, die keine psychologisch ausgebildeten Teammitglieder haben. Von daher sind die Bedenken von Walter von Lucadou ernstzunehmen.

Dr. von Lucadou ist übrigens auch am 25. Juni 2016 auf der 2. Tagung der GEgP, der „Gesellschaft zur Erforschung grenzwissenschaftlicher Phänomene“, einer der teilnehmenden Referenten. Sein Vortrag wird den „Stand der parapsychologischen Forschung“ zum Thema haben.

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Spontane menschliche Selbstentzündung: Ein ungeklärtes Phänomen des Paranormalen oder „nur“ gruselige Unfälle und Missverständnisse? +++Artikel+++

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Spontane Selbstentzündung - ein ungeklärtes Phänomen oder nur gruselige Unfälle? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Wenn Menschen plötzlich brennen: „Spontane Selbstentzündung“ – ein ungeklärtes Phänomen oder nur gruselige Unfälle? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Seit Jahrhunderten rätseln Parapsychologen, Mediziner, Kriminalbeamte  und Mystery-Jäger über das Phänomen der so genannten „Spontaneous Human Combustion“ (SHC ), der „spontanen menschlichen Selbstentzündung“. Einem offenbar überaus seltsamen und (fast) immer tödlichen Rätsel des Menschen, bei dem sich ahnungslose Personen wie aus dem Nichts von selber entzünden. Plötzlich geht ein Mensch in Flammen auf und stirbt! Die Erklärungen für diese „Selbstentzündungen“ reichen von Kugelblitzen über zu viel Alkoholkonsum nahe einer offenen Flamme bis hin zu elektrostatische Entladungen oder sogar „chemischen Explosionen“ im Inneren des Körpers. Eine wirkliche Erklärung, die von Parawissenschaftlern ebenso wie von Gerichtsmedizinern akzeptiert wird, fehlt bis heute.

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Man mag der vorsichtigste Mensch der Welt sein, ja, man mag sogar den Straßenverkehr bewusst meiden und man mag auch nicht nicht rauchen oder trinken. Man mag jedwede Gefahr im Haushalt bestmöglich beseitigt haben oder gar sämtliche Tätigkeiten, die irgendwelche Gefahren verbergen könnten, nicht ausführen …

… aber dennoch ist jeder Mensch in jeder Situation einer tödlichen Gefahr ausgesetzt, vor der kein Entrinnen und keinerlei Schutz gibt: Die eigene Verbrennung bei lebendigem Leib durch mutmaßlich „unbekannte Kräfte“.

Spontane menschliche Selbstentzündung

So etwa geschehen in St. Petersburg in Florida, USA,  am 1. Juli 1951:

Am Abend dieses Tages sah Richard Reeser, wie schon unzählige Male zuvor, bei seiner allein lebenden 67 Jahre alten und kerngesunden Mutter Mary Reeser vorbei. Im Nachthemd saß sie in ihrem Sessel und las ein Buch – wie so oft. Aber einen Tag später war sie tot.

John E. Heymer - The entrancing flame
Das Buch von John E. Heymer gilt als ein „Klassiker“ zum Thema „Spontane menschliche Selbstentzündung“: „The entrancing flame“

Der Hausmeister und ein Handwerker öffneten die Tür zu ihrem Zimmer und fanden einen seltsamen Anblick vor: Das Zimmer war heiß und der Sessel der alten Damen vollständig verkohlt. Ebenso wie Mary selber, von der nur noch Asche und ein Fuß in ihrem Pantoffel über blieb. Seltsam war am Tatort, dass nur an der Decke über dem Sessel Ruß zu finden und lediglich der Boden unter dem Sessel war verbrannt. Einige Zeitungen nahe dem Brandherd waren unversehrt, aber Mary Reeser war vollständig zu Asche verbrannt.

Der Fall wurde nie eindeutig aufgeklärt, und gilt bis heute als der „Klassiker“ dieses „paranormalen Phänomens“ (PSI-Phänomene).

Ein anderes Rätsel dieser Art ist der Tod von Henry Thomas aus Ebbw Vale in walischen Gwent vom Januar 1980, den der Kripobeamte John E. Heymer untersuchte. Der Ort des Todes von Thomas bot dem Beamten einen Anblick des Schreckens. Vor ihm auf dem Teppichboden lag eine Anhäufung von weißer Asche. Aus diesem Haufen guckten eine verbrannter Menschenschädel und zwei Füße mit weißen Socken heraus. Die gruseligen Reste von Henry Thomas!

Thomas ereilte das unwirkliche Todesschicksal wahrscheinlich auf seinem Sessel, denn dieser war zu rund zwei Drittel verbrannt. Aber alle anderen Objekte in der Umgebung des Geschehens waren in Ordnung und überall fand sich ein Schmierfilm, der den Raum rötlich erhellte, da er sich auch auf den Lampen befand. Ein fraglos unheimlicher Anblick. Unterhalb der Asche des Verstorbenen waren der Teppichboden und eine Fußmatte vom Feuer zwar angesengt worden, aber nicht verbrannt. Doch welches Feuer, das einen Menschen zu Asche verbrennt, lässt leicht entzündliche Gegenstände annähernd intakt?

Die verantwortlichen Gerichtsmediziner stellten fest, dass der Armsessel nur über so lange Zeit brannte, wie sich der Körper des Henry Thomas auf ihm befand. Auch meinte die Gerichtsmedizin, dass Thomas unglücklich in den Kamin stürzte, sich dann mit brennendem Haar in den Sessel schleppt und dort lebendig verbrannte. Dieser These stimmte auch Kommissar Kenneth Treasure, Leiter der Untersuchung, zu. Ganz zum Ärger von Heymer, der den Fall deshalb wieder aufrollte, und seinen Vorgesetzten abschließend mitteilte, dass der unglückselige Thomas Opfer einer SHC wurde. Kein normales Feuer kann als Ursache in Betracht gezogen werden, da Thomas Asche schneeweiß war Dazu aber bedarf es Temperaturen von rund 2.500 Grad, so John E. Heymer in seinem Buch „The entrancing flame“.

Wenig blieb auch von einem 58 Jahre alten Mann aus New York über, der 1986 in seiner Wohnung verbrannte. Zwei Kilogramm Asche und ein paar Knochen waren alles, was nach dem Ereignis gefunden wurde. Und auch hier war die Wohnung des Opfer fast vollkommen unbeschädigt.

Die „BBC“ und „The Telegraph“ berichteten am 23. September 2011 von einer Selbstentzündung in Irland. Nach dem Feuertod des Rentners Michael Faherty (76), wurde von Dr. Kieran McLoughlin als Todesursache SHC „diagnostiziert“. Spuren dieses tödlichen Feuer konnten lediglich auf dem Boden und an der Decke seines Wohnzimmers in Galway gefunden werden.

Ganz erstaunlich ist das grausame Ende der 51 Jahre alten Helen Conway aus Pensylvania, USA, die fast vollkommen zu Asche verbrannt war. Lediglich ihre Beine waren erhalten. Erstaunlich gut erhalten sogar, was ein Foto von Larry Arnold vom „Tatort“ belegt. Auch sie wurde Opfer einer spontanen Verbrennung. John Heymer meint sogar, dass in Großbritannien jedes Jahr „etwa 20 Menschen an spontaner Selbstentzündung sterben“. Unglaublich, sollten diese Zahlen tatsächlich zutreffen.

Der unheimliche Tod der Gräfin Bandi 1731

Johann Andreas Eerdmann Maschenbauer: "Der aus dem Reiche der Wissenschafften" 1750 (gemeinfrei)
Bericht über die Grafin Bandi in Johann Andreas Erdmann Maschenbauer: „Der aus dem Reiche der Wissenschafften“ von 1750 (gemeinfrei)

Einer der ersten Fälle von einer solchen spontanen menschlichen Selbstentzündung betrifft das Ableben der Gräfin Cornelia Bandi aus der Umgebung von Verona. Ein Vorfall, der ebenso in der Mystery-Literatur über derartige Phänomene nicht wegzudenken ist und der bereits 1750 in dem Buch „Der aus dem Reiche der Wissenschafften wohlversuchte Referendarius, oder auserlesene Sammlungen von allerhand vermischten Schrifften und Versuchen aus der Naturlehre, Arzeneiwissenschafft, natürlichen Theologie und Rechtsgelehrsamkeit“ geschildert wurde.

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Es geschah am 4. April 1731:

Ein Zeuge berichtet, dass die Gräfin nach dem Abendessen in ihre Gemächer verschwand, wo sie noch eine Weile mit ihrer Zofe plauderte. Dann schlief sie ein und wurde am anderen Morgen von eben dieser Zofe tot aufgefunden. Das Blatt „Gentlemans Magazine“ beschrieb diese unheimliche Entdeckung der verbrannten Gräfin wie folgt:

„Der Boden dick mit klebriger, feuchter Masse verschmiert, die wegzukratzen schwierig war (…) und vom unteren Rand des Fensters tropfte eine fettige, gelbliche, gar widerliche Flüssigkeit herab, die einen höchst ungewöhnlichen Gestank verströmte.“

Auch im oben genannten Todesfall von Thomas wurden Stellen auf dem Teppich gefunden, die von offenbar geschmolzenem Fett durchnässt waren und auch in diesem Fall wurde eine seltsame Masse an den Wänden gefunden. So auch bei dem Tod der Gräfin. Das ganze Gemach der Gräfin war nach den Berichten mit Asche- oder Rußpartikel verschmutzt, die sich auf allen Gegenständen im Raum befanden. Aber die Gräfin Bandi starb nicht in ihrem Bett, denn es heißt weiter:

„Vier Fuß vom Bett entfernt lag ein Aschehaufen, aus welchem zwei Beine ragten, unversehrt, noch mit Strümpfen, dazwischen der Kopf, das Gehirn, die hintere Hälfte der Schädelschale und das Kinn. Ansonsten war alles zu Asche verbrannt, lediglich drei schwarz verkohlte Finger ließen sich noch mit Mühe identifizieren.“

Rund 30 Jahre später, am 3. Juli 1782, ereignete sich ebenfalls ein solch schauriger Tod. Dieser Fall wurde von dem Chirurgen Merille in Caen näher untersucht und später im „Essay on Drunkenness“ erwähnt. Als Merille 1782 von den königlichen Beamten gerufen wurde, um den Tod der Dame Mademoiselle Thaurs zu untersuchen, die nach dem überschwänglichen Genuss von einer Flasche Schnaps und drei Flaschen Wein einer Selbstverbrennung zum Opfer fiel, berichtete er abschließend:

„Der Schädel des Toten befand sich (…) 35 cm von Feuer entfernt; der übrige Körper lag schräg vor dem Kamin, vollständig zu Asche zerfallen. Selbst die härtesten Knochen hatten ihre Form und Konsistenz verloren. Der rechte Fuß war bis auf eine verkohlte Stelle oberhalb des Gelenks unversehrt geblieben, der linke war schwerer verbrannt. Es war ein kalter Tag, aber auf dem Kaminrost lagen nur zwei oder drei 2 cm dicke Holzscheite, die in der Mitte angekohlt waren.“

Auch in diesem ungeklärten Todesfall, war „nicht ein einziges Möbelstück im Zimmer beschädigt“ worden. Dr. Wilton Krogman, ein Kenner der Technologie von Krematorien, meinte, dass er „erst bei 1.500 Grad Celsius (…) jemals einen Knochen verbrennen bzw. so zerschmelzen gesehen (hat), dass er sich auflöste und verflüchtigte“.

Mademoiselle Thaurs Tod reiht sich damit in die Liste der der rätselhaften Selbstverbrennungen ein.

Eine spontane Selbstentzündung überlebt?

"Der Tod - Irrtum der Menschheit" von Lars A. Fischinger (Bild: L. A. Fischinger)
Mehr über paranormale Phänomene auch in diesem Buch: „Der Tod – Irrtum der Menschheit“ von Lars A. Fischinger – alle Infos HIER(Bild: L. A. Fischinger)

Einer der interessantesten Fälle der unheimlichen SHC-Vorkommnisse ist ohne jeden Zweifel das Erlebnis von Jack Angel aus Georgia, USA, vom November 1974. Angeles nämlich überlebte eine „angefangene“ oder „wenig intensive“ Selbstverbrennung. Es heißt zu diesem Fall, den beispielsweise Joe Nickell in seinem Buch „Real-Life X-Files“ (2001) beschreibt, dass Jack Angel wie gewohnt abends in sein Bett ging – und dabei eigentlich nichts Ungewöhnliches bemerkte oder fühlte.

Doch er wachte erst vier volle Tage später wieder auf und bemerkte zu seinem Entsetzten, dass sein rechter Unterarm durch derart intensive Verbrennungen zerstört worden war, dass man ihm diesem amputieren musste. Das Bettlacken und sogar der Schlafanzug von Angel waren unversehrt, keine Spuren einer Verbrennung waren zu sehen und das Opfer selber fehlten jeglicher Erinnerungen an dies Ereignis.

Hatte er Glück im Unglück?

Weniger Glück hatte Dr. John Lea Irving aus Coudersport in Pennsylvania, USA. Der einstige Arzt lebte in einer Erdgeschosswohnung in einem größeren Apartmenthaus und wurde am 5. Dezember 1966 von Don Gosnell von der North Pan-Gasgesellschaft fast vollständig zu Asche verbrannt aufgefunden. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass ein solcher „Feuerunfall“ offenbar überall geschehen kann. Und Jack Angel ohne Zweifel enormes Glück hatte. Was immer auch die Ursache für diesen „Brand“ war.

Don Gosnell jedenfalls bot sich 1966 ein Bild des Schreckens, als er das Haus betrat, um dort das Gasometer abzulesen. Sofort nach dem Betreten der Wohnung  wurde er von einem sehr seltsamen Rauch und Geruch überrascht, der ihn entgegen schlug. Auch etwas Asche fand er vor. Gosnell suche nun nach Dr. Irving, den er jedoch nirgends finden konnte – vorerst nicht.

Doch auch im Schlafzimmer des Doktors schwebte der unheimliche Rauch, und als Gosnell das Badezimmer betrat, fand er dort die schrecklichen Reste von Dr. Irving: Asche, einen Unterschenkel und ein Loch im Boden, durch das die Balken und Rohre zu sehen waren. Erschrocken beschrieb der Finder Gosnell später, was er dort unter anderem sah:

„(…) ein bräunliches Bein, vom Knie abwärts, wie das von einer Schaufensterpuppe. Weiter hab´ ich nicht hingesehen.“

Die zuständigen Gerichtsmediziner diagnostizierten, dass Dr. Irving erstickt sei, was von vielen Para-Forschern stark in Zweifel gezogen wird. Auch die Idee, dass ein Kugelblitz dem Mann den Tod brachte, wurde in Betracht gezogen. Wobei aber „Tod durch ersticken“ die häufigstes Todesursache bei normalen Feuerunfällen ist. Auch bei den mittelalterlichen Hexenverbrennungen starben die vermeintlichen „Ketzerinnen“ und „Ketzer“ wahrscheinlich überwiegend durch Ersticken.

Ursachen …?!

Spontane Verbrennung von Menschen ist heute, im Gegensatz zu früheren Forschungen, als Tatsache durchaus ernst genommen worden. Was aber die wirkliche und verbindliche Ursache ist, weiß niemand. Ebenso wenig weiß niemand, wie „spontan“ eine solche spontane Selbstentzündungen von Menschen sind und ob nicht in jedem Einzelfall eine Erklärung hätte gefunden werden können.

Dr. Mark Benecke (gemeinfrei)
Dr. Mark Benecke (gemeinfrei)

Zu einfach oder besser gesagt ernüchternd sieht der durch das Fernsehen bekannte Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke die spontane Selbstentzündung von Menschen. Dr. Benecke bezeichnet sich in einem interessanten Interview selber als Skeptiker, der die Dinge hinterfragen möchte und er gehört gleichzeitig der Skeptiker-Gruppe „GWUP“ an. Einer Vereinigung, die in den Kreisen der Grenzwissenschaft mit Sicherheit vielen Bekannt sein dürfte.

Und so heißt es auf seiner Internetseite von Dr. Benecke zum Thema SHC:

Im vorliegenden Fall wurde in mehreren deutschen und amerikanischen Zeitungen, Zeitschriften und Büchern wiederholt über die angebliche Selbstentzündung von Menschen berichtet. Die Zeugenberichte sind mit augenscheinlich nicht gefälschten Fotos belegt, die in der Regel verkohlte Beine ohne den dazugehörigen Oberkörper bzw. Torso zeigen. Die populären Theorien zur Erklärung des Phänomens reichen von der Entzündung im Körper enthaltenen Alkohols bis hin zu Funkenschlägen angeblicher interzellulärer Mikroströme.

Eine daraufhin angestellte Literaturdurchsicht rechtsmedizinischer und populärer Veröffentlichungen aus den vergangenen 200 Jahren zeigte, dass bereits Justus von Liebig dem Glauben an spontane Selbstentzündungen experimentell begegnete, dass viele der modernen Belegfotografien von (echten) Wohnungsbränden – und hier zum Teil aus rechtsmedizinischen Lehrbüchern – stammen, dass die Interpretation der oft ungewöhnlichen Verbrennungsmuster durch den sogenannten Dochteffekt (Komponenten: Unterhautfettgewebe/Kleidung/Brandrichtung) erklärt werden kann, der bereits von Prokop dargestellt wurde, dass einige Belegfotografien aus dem in der Originalveröffentlichung berichteten situativen Kontext gerissen und dadurch missverständlich wurden, dass insbesondere behauptete Beschädigungen innerer Organe in vielen Fällen nicht mit experimentellen Verbrennungen korrespondieren.

Dieses Problem der fragwürdigen, unzureichenden oder ungenauen Quellenlage zu den SHC, dass Mark Benecke in einem Artikel für das „GWUP“-Magazin „Skeptiker“ (4/2000) genauer ausführte, ist auch hier wieder ein Knackpunkt. Ohne eine gut dokumentierte spontane Selbstentzündung, bleiben nur Spekulationen. Und wenn es tatsächlich einen „inneren Auslöser“ für solche Feuer/Verbrennungen geben soll, bleibt auch die Frage, wo und was dieser ist. Immerhin besteht der menschliche Körper aus rund 75 Prozent Wasser. Und Wasser brennt bekanntlich schlecht …

Warum brennt mein Hund nicht?

Hier wird oftmals eben der übermäßige Konsum von Alkohol angeführt. Ein Erklärungsvorschlag, der schon lange kursiert. Beispielsweise wird hier der Ritter Polonus Vorstius genannt. Dieser soll im Jahre 1470 in Mailand nach einem ausschweifenden Trinkgelage in Flammen aufgegangen sein.

Supernase HUND: Der beste Freund des Menschen im Einsatz in der Krebs-Früherkennung (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / L.A. Fischinger)
VIDEO: Supernase Hund: „Ärzte mit der kalten Schnauze“ – Hunde und ihre Supernasen im Einsatz für die Krebsvorsorge? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / L.A. Fischinger)

Wäre diese Erklärung einer der Auslöser (etwa mit Alkohol durchtränkte Kleidung), würde das auch erklären, warum es keine spontane Selbstverbrennung von Tieren zu geben scheint. Zumindest sind mir solche Fälle unbekannt. Denn eine chemische (Ketten-)Reaktion aus Sauerstoff und Wasserstoff, die den Körper praktisch von innen heraus explodieren lassen, so wie es der oben genannte John E. Heymer in seinem Buch „The Entrancing Flame“ schildert, sollte doch auch Tieren heimsuchen können.

Letztlich sei auf den Pharao Tutanchamun hingewiesen, der derzeit wieder in aller Munde ist. Eine Studie aus dem Jahre 2013 spekulierte, dass durch die Einbalsamierung des Tutanchamun sich Harze und Öle im Sarkophag entzündet haben könnten. Dieser „Schwelbrand“ der Leichentücher durch eine „unglaubliche chemische Reaktion“ habe die Mumie des Königs in seinem Sarg angebrannt. Der Ägyptologen Chris Naunton, der mit seinem Team damals die Untersuchungen an der Mumie des Tutanchamun durchführte, wir hier mit den Worten ziert:

„Die Möglichkeit, dass eine verpfuschte Mumifizierung zur spontanen Verbrennung des Körpers kurz nach seiner Beisetzung geführt hat, ist vollkommen unerwartet. Es handelt sich tatsächlich um eine Offenbarung.

Eine fraglos interessante Überlegung. Aber nicht vergleichbar mit echten SHC – wenn es sie denn im Sinne eines „paranormalen Phänomens“ gibt.

Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

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