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Bye bye Papst Benedikt XVI. – Hallo Weltuntergang, Satan & Co.

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Lars A. Fischinger (Bild: Marie L. Sievers)

Der Papst gibt überraschend die Nachfolge Petri frei. Wissen wir alle. Doch vor drei oder vier Tagen las ich die ersten Ängste und Weissagungen, dass nun der Weltuntergang (mal wieder) und/oder der Satan (mal wieder) kommen wird. Ich warte auch auf die ersten Buch-Veröffentlichungen, die hinter allem eine Verschwörung im Vatikan (mal wieder) vermuten …

von Lars A. Fischinger

…obwohl: 

Verschwörungen um den Noch-Papst Benedikt XVI. und der Abgabe seines Amtes gibt es bereits.

In einem PSI-Phänomene-Forum sah ich zum Beispiel bereits vor einigen Tagen etwa Aussagen, dass nun nicht nur “der Satan sein Unwesen treiben” kann, sondern auch, dass der Papst die Nase voll vom Vatikan hat. Einfacher Grund: er studierte ein wenig die “geheimen Dokumente” im Vatikan-Archiv. Die “Verbotenen Bücher”. Diese hätten ihm offenbart, was hinter seinem Glauben tatsächlich steckt.



Und – wie könnte es nur ohne gehen?! – Nostradamus, der angebliche Prophet, wird mal wieder herangezogen. Sagte er was zu diesem Schritt von Bendedikt XVI.? Was ist das mit der Reihe der letzten Päpste, die angeblich vor dem Ende der Welt kommen? Und natürlich noch viel mehr.

Ich weissage es mit den Worten des STAR WARS-Bösewicht “Count Dooku” in Episode II:

“Das ist er der Anfang!”

Ich freue mich auf den kommenden Buchmarkt … auch mit einem weinenden Auge!
 

Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger im Vatikan (hier)
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  Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.

(Walter-Jörg Langbein, 1993 in “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre”)
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Sensation im Vatikan: Papst Benedikt XVI. tritt zurück

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Das Internet – vor allem Twitter, Facebook & Co. – steht kopf: Papst Benedikt XVI. tritt zum Ende dieses Monats zurück. Schwindene Kraft des 85jährigen sei der Grund für diesen Schritt. So die Nachrichtenagentur “ANSA” heute morgen um 11:46 Uhr. Auch ich traf Benedikt XVI. einst bei einer Audienz persönlich …

…und natürlich steht das Web nun Kopf:

 

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Auch Papst Benedikt XVI. bezweifelt das Datum der Geburt von Jesus

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Wer noch immer glaubt, dass die Zeitrechnung “vor/nach Christus” mit der Geburt von Jesus beginnt und dieser in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 0 geboren wurde, wird jetzt auch vom Papst persönlich aufgeklärt: Papst Benedikt XVI. nimmt sich in seinem neuen Buch der “Jesus von Nazareth”-Reihe nun auch den schon seit viele Jahren zweifelhaften Geburtsjahr “Null” von Christus an.

In seinem vor wenigen Tagen veröffentlichten, neuen Buch “Jesus von Nazareth: Prolog – Die Kindheitsgeschichten” streift der Papst auch das in der Wissenschaft schon lang und viel diskutierte Problem der genauen Datierung der Geburt Jesu: Angesichts des Todes von König Herodes im Jahr 4 vor Christus müsse man davon ausgehen, dass die Geburt Jesu eben nicht im Jahr Null unserer auf den Mönch Dionysius Exiguus zurückgehenden Zeitrechnung stattgefunden habe. Das Datum sei – aufgrund eines Rechenfehlers – offenbar bereits “einige Jahre früher anzusetzen”, schreibt Benedikt XVI.

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    Papst-Rücktritt, Verschwörungen, der Antichrist, Satans Manipulationen, der Ural-Asteroid und mehr: Mein “Jahresrückblick 2013” schon im Februar 2013 …

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    Jahresrückblick im Februar: das war 2013
    Jahresrückblick im Februar: das “war 2013” (Bild: L A. Fischinger)

    Mein “Jahresrückblick 2013” – und das schon Ende Februar 2013. Die letzten Wochen des neues Jahres waren bereits sehr spannend. Seit dem Papst-Rücktritt von Benedikt XVI. und dem Asteroiden von Tscheljabinsk im Ural kursieren inzwischen wieder diverse und auch sehr seltsame “Thesen” in der Web-Gemeinde. Auf diesem BLOG wurde bereits mehrfach darüber berichtet. Grund genug für ein “Jahresrückblick-Video” auf meinem YouTube-Kanal.

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    Geld, Korruption, Sex-Treffen und Schwulen-Partys im Vatikan: neue Spekulationen um den Papst-Rücktritt

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    Die Spekulationen, warum Papst Benedikt XVI. zum 28. Februar 2013 sein Amt abgeben wird, weiten sich aus: Angeblich berichtet ein 300-Seiten umfassender “Geheimbericht” an den Heiligen Vater von Sex-Partys, Korruption, Machtspielchen, Homosexuellen-Netzwerken und weiteren “Vatileaks”-Enthüllungen. Laut italienschen Zeitungen seien dies die wahren Hintergründe für den Schritt des Papstes.

    So zumindest berichtet es unter anderem die Zeitung “La Repubblica” in Italien. Auch das TV in Deutschland hat diese angebliche “Enthüllung” heute in seinen News.
    Hier zwei Zeitungsmeldungen dazu aus Deutschland. Bisher gab es dazu keine Stellungnahme aus dem Vatikan:

    Homosex, Geld und Macht im Vatikan als eigentlicher Grund für den Papstrücktritt – es klingt wie eine Räuberpistole, erfunden von einem der zahlreichen Kritiker der katholischen Kirche. Doch was der Bestsellerautor Dan Brown nicht hätte besser erfinden können, ist nach Berichten der Tageszeitung “La Repubblica” Realität.
    Papst Benedikt XVI. ist einem Bericht der römischen “La Repubblica” zufolge wegen des Ausmaßes der “Vatileaks”-Affäre um gestohlene Dokumente, Sex und Korruption im Vatikan zurückgetreten.

    Am 17. Dezember hätten ihm drei Kardinäle ihren nahezu 300 Seiten starken Geheimbericht zu der Affäre  “Vatileaks” vorgelegt, in dem es auch um homosexuelle Beziehungen und Erpressbarkeit gehe, berichtete das Blatt am Donnerstag, ohne genaue Quellen zu nennen. An diesem Tag habe Benedikt seine lange erwogene Rücktrittsentscheidung gefällt.

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    Der Teufel trägt nicht nur Prada: Ich habe mit Satan persönlich gesprochen! Der Papst als Antichrist und warum ich so oder so in die ewige Verdammnis komme.

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    Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger - Angeblich ist der Papst der Satan in Person (Bild: Archiv L.A. Fischinger)
    Papst Benedikt XVI. und Lars A. Fischinger – Angeblich ist der Papst der Satan in Person (Bild: Archiv L.A. Fischinger)

    Am 20. Oktober 2007 erhielt ich ein Schreiben von Mons. James Havery, Präfekt des vatikanischen Hauses. Darin lud der Präfekt mich zu einer Generalaudienz am 5. Dezember 2007 beim Heiligen Vater im Vatikan ein Dabei gab es mir die Möglichkeit anschließend Papst Benedikt XVI. persönlich zu “treffen” um dem Heiligen Vater mein damaliges Buch “Das Wunder von Guadalupe” zu übergeben. Und damit habe ich angeblich dem Satan persönlich meine Aufwartung gemacht. Nicht nur mir ist nun die Hölle sicher …

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    Rätsel und Mysterien der Welt: Podcast-Interview mit Lars A. Fischinger 2013 (Neuschnitt vom Mai 2021!) +++ Video +++

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    VIDEO: Die Rätsel und Mysterien der Welt: Podcast-Interview mit Lars A. Fischinger 2013 - Neuschnitt vom Mai 2021 (Bild: Fischinger-Online)
    VIDEO: Die Rätsel und Mysterien der Welt: Podcast-Interview mit Lars A. Fischinger 2013 – Neuschnitt vom Mai 2021 (Bild: Fischinger-Online)

    Bereits im Mai 2013 gab ich ein etwa einstündiges Podcast-Interview rund um die grenzwissenschaftlichen Themen meiner Arbeit und Bücher und darüber hinaus. Es geht thematisch quasi einmal “quer durch die Grenzwissenschaft” Und trotz des Alters ist natürlich noch sehr vieles in dem Interview auch im Jahr 2021 noch aktuell. Darum findet Ihr das Interview ab sofort als Neuschnitt auf meinem YouTube-Kanal online.


    Die Lust an der Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik

    Grenzwissenschaft und die großen und kleinen Rätsel und Mysterien der Menschheit: Von Antiken Astronauten, Leben nach dem Tod, Außerirdische und UFOs bis Atlantis. Das waren die Themen eines Podcast-Interview mit Fischinger-Online.

    Schon Mitte Mai 2013 hat Tobias Raff in seiner Podcast-Reihe „Gedankenfieber” mit mir via Skype dieses Interview geführt. Natürlich möchte ich Euch das nicht vorenthalten und wahrscheinlich kennen es die treuen Leser und YouTube-(Premium-)Abonennten von mir bereits. Doch hierbei handelt es sich um einen vollkommen neuen Schnitt des Interviews, das vor allem durch Bildmaterial und Videos illustriert wurde.

    Der 1. Schnitt aus dem Jahr 2013 enthielt überhaupt keine Visualisierungen!

    Themen sind natürlich die Bereiche meiner Arbeit als Autor des Phantastischen und Mystery-Schriftsteller rund um die Rätsel & Mysterien der Welt und darüber hinaus.

    Von Roswell, Verschwörungen, Ancient Aliens & Prä-Astronautik und UFOs über die Marienerscheinung von Guadalupe in Mexiko 1531, Papst Benedikt XVI. und meine Audienz bei ihm, UFOs aus anderen Dimensionen der Wirklichkeit bis hin zu Leben nach dem Tod, Genmanipulationen der Astronautengötter und die Frage warum denn die Aliens überhaupt hier sein sollen. Ebenso aktuell auch kurz zum “Atacama Alien” (“Ata”) von Steven Greer und vielem mehr.

    Es geht damit einmal “quer durch die Grenzwissenschaft”. Und trotz des Alters des Podcast ist natürlich noch sehr vieles in dem Interview aktuell!

    Bleibt neugierig …

    Video von 2013/2021 auf Mystery Files

    Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
    Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

    Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

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    Der Schleier von Manoppello: Das “Jesus-Foto” und was das ZDF (passend zu Ostern) 2007 unterschlug (Artikel)

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    Das Jesus-Foto und was das ZDF seinen Zuschauern unterschlug! (Bild: Fischinger-Online)
    Das “Jesus-Foto” von Manoppello und was das ZDF seinen Zuschauern 2007 unterschlug! (Bild: Fischinger-Online/Archiv)

    Dass man nicht alles glauben soll, was das Fernsehen den Zuschauern präsentiert, dürfte kein Geheimnis sein. Der Übergang von bewusster Manipulation, dem “verschweigen” oder “vergessen” von Fakten und Meinungen und kleinen und großen Irrtümern dürfte dabei wohl fließend sein. Das gilt prinzipiell für alle Medien. Und es galt auch schon lange bevor Bezeichnungen wie “Lügenpresse” oder “Lückenpresse” scheinbar salonfähig wurden. So wie Ostern 2007, als das ZDF passend zum höchsten Fest der Christen eine Dokumentation über eine Tuchreliquie in Italien sendete. Dem “Schleier von Manoppello“, den einige als “Jesus-Foto” bezeichnen. Angeblich zeige es das Abbild von Jesus Christus und gilt unter Gläubigen als “nicht von Menschenhand” gemacht. Für andere ist es ein frommer Schwindel. Und genau diese Vermutung wurde damals auch im ZDF verbreitet. Wie Ihr in diesem Artikel erfahren werdet, wurde in der TV-Dokumentation allerdings das ein oder anderer “vergessen” …


    Das “Jesus-Foto” von Manoppello

    Anfang Dezember 2007 übergab ich auf Einladung des Vatikan Papst Benedikt XVI. persönlich mein Buch „Das Wunder von Guadalupe“. Darin befasse ich mich umfassend mit dem „Wundertuch“ von Guadalupe in Mexiko und seiner Geschichte seit 1531, über das Ihr HIER mehr erfahren könnt.

    Doch ein Kapitel darin widmete ich einer ganz anderen Tuch-Reliquie, die angeblich ebenfalls „nicht von Menschenhand“ stammen soll: Dem Schleier von Manoppello in Italien, östlich von Rom. Es ist das angebliche „Schweißtuch Jesus Christus“ oder sogar die heilige „Veronika“, die im Vatikan gestohlen worden sein soll. Medienwirksam wird es auch als „Das Jesus-Foto“ bezeichnet.

    Ein christlicher Gegenstand, der nach katholischer Tradition von Jesus Christus selber stammen soll. Im Vergleich zum weltberühmten Turiner Grabtuch ist das „Schweißtuch von Manoppello“ aber kaum jemanden bekannt. Außerhalb der Gläubigen oder einiger Mystery-Forscher haben selbst die wenigsten Christen oder Katholiken jemals von dieser Reliquie gehört.

    Aber, um dies vorweg klar zu betonen, eindeutige Beweise, dass es “echt” und damit von Jesus vor 2.000 Jahren stammt, gibt es nicht. Nicht anders als beim Grabtuch von Turin und den zahllosen anderen Objekten dieser Art in der christlichen Welt!

    Papst Benedikt beim “Jesus-Foto”

    Das Tuch befindet sich in einer Kapelle in dem Dorf Manoppello in den Abruzzen in Italien, rund 130 Kilometer östlich von Rom. Die fragliche Reliquie ist sehr klein, nur etwa 17,5 mal 24 Zentimeter groß, und war sehr lange unbekannt.

    Erst im September 2006 wurde es weiteren Kreisen bekannt, als Papst Benedikt XVI. – den zahlreichen Kritikern zum Trotz – Manoppello und die Reliquie persönlich besuchte. „Angezogen vom Glanz Deines ersehnten und verborgenen Angesichts“, so begann der Papst sein Gebet am Bildnis am 1. September 2006.

    Vor allem für die Gläubigen vor Ort in Manoppello war das ein Highlight. “Und jetzt kommt der Papst”, schrieb beispielsweise im Vorfeld des Besuches die “Berliner Morgenpost am 27. August 2006. Und Armin Schwibach berichtete in “Die Tagespost” am 27. Juli 2006 von dem Tuch als “eine verehrungswürdige Ikone ungewisser Herkunft”.

    Ob diese Ehrung der Reliquie durch den persönlichen Besuch des damaligen Papstes gerechtfertigt war, ist bis heute Streitthema unter den Christen. Immerhin, so kritische Katholiken, seit die Tuch-Reliquie durch den Papst-Besuch natürlich nicht anerkannt worden. Es war eher so was wie ein Antrittsbesuch bei einem verehrten Bildnis von Jesus, wie es so viele in der Welt des Glaubens gibt. Im Vatikan habe schließlich auch niemand das Tuch als Wunder des Himmels oder von Jesus selbst für die Christen “freigegeben” …

    Das Heilige Gesicht von Jesus

    Heute hängt das Tuch aus extrem seltener und schwer herzustellender Muschelseide in der Kapelle in einem prunkvollen Rahmen für die Besucher. Es wird schlicht als „Volto Santo“ oder in Deutsch als das „Heiliges Gesicht“ bezeichnet. Das Gesicht von Jesus Christus am Tage seiner Kreuzigung, so der fromme Glaube.

    Dies sagt schon alles über das Tuch aus: Es zeigt aus der Ferne nur unscheinbare Schatten. Doch nährt man sich dem prachtvoll verzierten Bilderrahmen mit der Krone obenauf, erkennt man sehr schnell ein klares, farbiges und deutliches Gesicht eines Mannes auf dem sehr dünnen Stoff. Unvermittelt bekommt der Betrachter den Eindruck, dieses Antlitz zeigt Jesus Christus. Es ähnelt im starken Maß all den unzähligen Jesus-Bildern, die wir heute aus der Vergangenheit kennen.

    Längst ist es gleichgültig, worauf und wie genau ein Künstler Jesus malte oder abbildete: Die Menschen erkennen sofort, wer da zu sehen sein soll. Sein Gesicht, oder besser: sein vermeintliches Portrait, hat sich seit Jahrhunderten in das kulturelle Gedächtnis der Menschheit eingebrannt.

    Was zeigt der Schleier von Manoppello?

    Die Augen des abgebildeten Mannes sind offen. Auch der Mund steht leicht offen und man kann sogar Zähne erkennen. Er hat langes Haar, einen dünnen Bart und blickt irgendwie teilnahmslos auf den Betrachter. Mit nur etwas gutem Willen kann man in dem Antlitz durchaus einen leidenden und geschundenen Menschen erkennen.

    Das Bildnis wirkt weder gestickt noch gemalt.

    Und tatsächlich haben Untersuchungen bei diesem angeblichen Schweißtuch keinerlei Spuren irgendwelcher Farben gefunden. Professor Vittori von der Universität in Bari und der Professor Fanti von der Universität Bologna haben zumindest bei ihren Untersuchungen mit dem Mikroskop keinerlei entsprechende Spuren auf dem Abbild entdecken können.

    Wohl aber fanden sie in den Pupillen schwarze Stellen, als seien diese durch Hitzeeinwirkung irgendwie angesengt worden. Und das alles, obwohl das Bild, ganz anders als das Turiner Grabtuch, farbig ist und plastisch ist. Pinselstriche sind ebenso nicht vorhanden, wie andere Zeichen einer Malerei, so Fanti und Bari nach ihen Analysen.

    Das Bild selber ist erstaunlicherweise durchsichtig, was bei einer “normalen Malerei” kaum möglich wäre. Ursache hierfür ist vor allem das Material des Tuches. Überall hat das sehr feine seidenartige Gewebe dieselbe Durchsichtigkeit. So kann der Betrachter auch von beiden Seiten das Bildnisses des Mannes auf dem Stoff sehen. Dabei ist es erstaunlich, dass beide Seiten sich geringfügig unterscheiden.

    Keine Spuren in der Bibel

    Das seltsame Tuch aus Italien soll, so die Gerüchte, das legendäre „Schweißtuch der Veronika“ sein. Es wird eigentlich bis heute im „Veronika-Pfeiler“ hinten links in Petersdom im Vatikan verwahrt.

    Nach einer christlichen Legende hat die heilige Veronika dem gepeinigten und mit dem Kreuz beladenen Jesus Christus ihr Schweißtuch gereicht, als dieser auf seinen Weg zur Kreuzigung unter der Last stürzte. Jesus wusch sich damit sein Gesicht ab und auf wundersame Weise sei daraufhin auf Veronikas Tuch das Bildnis des Messias entstanden. In der Bibel steht diese Geschichte nicht.

    Doch der Vatikan zeigt jedes Jahr ein „Schweißtuch der Veronika“ für wenige Sekunden dem gläubigen Volk. Laut Vatikan ist also das Tuch der Veronika noch immer im Besitz der Kirche in Rom.

    Dennoch hat die Geschichte beim Leidensweg Christi ihren festen Platz mit der Nummer VI. Besucht man Kirchen mit wachem Auge, ist in zahllosen Gotteshäusern dieser Leidensweg mit den einzelnen Stationen bildlich auf die eine oder andere Art dargestellt. Station sechs zeigt dabei immer die Legender um Veronika, ihr Tuch und Jesus. Meist mit dem Abbild Christi darauf. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass kein einziges Worte darüber im Neuen Testament zu finden ist.

    Für Gläubige kein Problem. In Jerusalem besuchte ich bei Recherchen sogar das angebliche Wohnhaus der Veronika auf der Via Dolorosa. Heute eine französische Veronikakirche und natürlich die sechste Station des angeblichen Kreuzweges Jesu. Ob dies Frau überhaupt jemals lebte und in diesem Gebäude wohnte, weiß niemand.

    Alles nur ein Irrtum, ein frommes Märchen? Woher stammt dann der Schleier? Es gab bisher auch keine Altersbestimmung des Schweißtuches, wie etwa mit der C14-Methode. Das Alter ist demnach vollkommen unbekannt. Kirchenkritiker könnten skeptisch einwenden, dass der Vatikan überhaupt kein Interesse an einer Datierung der Reliquie habe. Wohlweislich, dass das Ergebnis nicht ein alter von rund 2.000 Jahren ergeben würde.

    Ganz Unrecht haben diese kritischen Stimmen dabei mit Sicherheit nicht.

    Von einem “Engel” gebracht

    Doch wie kam das verehrte Stück Tuch in das Kloster in dem kleinen italienischen Städtchen? Auch das soll ein Wunder gewesen sein. Und auch das ist eine Legende:

    Im Jahre 1506 hielt sich der Physiker und Kunstkenner Dr. Giacomo Antonio Leonelli auf dem Vorplatz der Kirche von Manoppello auf. Plötzlich trat ihm ein fremder Mann gegenüber und sprach ihn an. In den Händen hielt er ein sorgsam verpacktes Bündel und überreichte es Leonelli. Der Fremde unterstrich mit deutlichen Worten den Umstand, dass er etwas sehr wertvolles und überaus Heiliges in den Händen halte. Es soll sicher verwahrt und verehrt werden, darum übergebe er es Leonelli in Manoppello.

    Neugierig packte Leonelli das seltsame Geschenk aus und hielt das Tuch mit dem Antlitz eines Mannes in den Händen. Doch kaum, als er fragen wollte, was es mit dem Bildnis auf sich habe und wen es zeige, war der Fremde wieder verschwunden. Die Suche nach dem Überbringer blieb erfolglos und die Legende weiß zu berichten, dass es möglicherweise ein Engel war, der das Tuch überreicht hat …

    Das Schweißtuch Christi blieb im Besitz Leonellis und seiner Nachfahren für rund 100 Jahre. Dann brauchte eine gewisse Maria Leonelli im Jahr 1620 dringend Geld, um ihren Mann aus dem Gefängnis von Chieti frei zukaufen.

    Für vier Skudi veräußerte sie den kostbaren Familienbesitz an einem gewissen Dr. Donato Antonio de Fabritijs. Dieser behielt das Tuch bis ins Jahr 1638 und schenkte es dann den Mönchen vom Orden der Kapuziner. Kapuzinerpater Clemente da Castelvecchio stutzte den ausgefransten Rand des Tuches in dem er die Rändern abschnitt, lies es 1646 einrahmen und hinter Glas geschützt in der Kirche aufstellen. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Das Schweißtuch hat demnach erst eine 500 Jahre andauernde Geschichte vorzuweisen. Vor dem Jahr 1506 gibt es keine offiziellen Spuren des Heiligtums. Wie bei so vielen – eigentlich so gut wie allen – Reliquien.

    Das Antlitz Jesus Christus?

    Die Ordensschwester Blandina Schlömer ist sicher, dass das Tuch in Manoppello und das Grabtuch von Turin nicht nur authentisch sind, sondern sogar ein und denselben Ursprung haben: Jesus Christus. Nach umfangreichen Analysen teilt auch Dr. Markus van den Hövel, Autor einer Reihe Bücher zu dieser Reliquie, diese Idee: „Wer Manoppello verstehen will, muss Turin verstehen.“

    Schlömer stellte schon vor Jahren zahlreiche Vergleiche des Gesichtes auf dem Grabtuch und auf dem Schweißtuch an und ist sicher, dass beide ein und denselben Mann zeigen. Schwester Blandina, die in Manoppello selber wohnt und seit Ende 2009 Ehrenbürger ist, berichtete mir in einem Gespräch 2006 auch, dass sie ihrer Sache sehr sicher sei. Die Übereinstimmungen der Tücher seien einfach zu deutlich.

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    Die biblische Überlieferung im Evangelium des Johannes (20,1ff.) berichtet davon. Zumindest lässt das Neue Testament hier Spielraum für Spekulationen, die vor allem auch das Turiner Grabtuch mit einschließen.

    Bei Johannes heißt es unter der Überschrift „Das leere Grab“, dass Maria von Magdala in den frühen Morgenstunden als erste an das Grab Jesus gekommen sein. Sofort sah die, dass der Sperrstein weg gerollt wurde und das Grab selber leer war. Eilig lief sie zu den Jüngern Jesus und berichtete ihnen ihre Entdeckung. Petrus und ein namentlich nicht genannter zweiter Jünger machten sich daraufhin auf den Weg, um sich das selber anzusehen. Der „andere Jünger“ kam als erster an das Grab und sah „die Binden daliegen“, ging aber nicht hinein. Erst Petrus wagte es das Grab zu betreten.

    Im Neuen Testament heißt es dazu:

    Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.“ (Joh. 20,6-8)

    Von irgendwelchen Abbildungen des Messias auf den Leichentüchern ist in der Bibel mit keinem Wort die Rede. Es war jedoch Sitte bei jüdischen Begräbnissen – und Jesus war natürlich Jude – den Körper einzuwickeln und das Gesicht mit einem Tuch zu bedecken. So etwa heißt es bei Johannes 19,40:

    Sie nahmen den Leichnam Jesu und umwickelten ihn mit Leinenbinden, zusammen mit den wohlriechenden Salben, wie es beim jüdischen Begräbnis Sitte ist.

    Auch die berühmte Geschichte der Erweckung des Lazarus von den Toten (zum Beispiel Johannes 11,44) enthält ein solches Detail. Waren solche Aussagen Ansporn für mittelalterliche Fälscher Schweißtücher wie auch das Grabtuch von Turin zu fälschen?

    Der “Moment der Wahrheit” am ZDF

    Pater Professor Dr. Heinrich Pfeiffer und Schwester Blandina Schlömer sind nach ihren Forschungen sicher hier authentische Zeugen der Passion Christi vorliegen zu haben. Fakt bleibt, dass die Bibel im Neuen Testament erzählt, dass im leeren Grab Jesus zwei Tücher gefunden wurden. Die Bibel spricht im Johannes-Evangelium (20,7) deutlich von einem „Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte“. Folglich lagen zwei Tücher über den Kopf des Gekreuzigten.

    Das Manopello-Tuch unterscheidet sich dabei erheblich vom Turiner Grableinen. Es ist farbig, prachtvoll und klar erkennbar. Und vor allem ist es im Vergleich bis heute wesentlich unbekannter. Das schien der TV-Sender ZDF zu Ostern 2007 mit einer Dokumentation ändern zu wollen. Passend zum Fest der Auferstehung Jesus für die Christen.

    Am Karfreitag den 6. April 2007 zur besten Sendezeit berichtete das ZDF in einer einstündigen Berichterstattung von neuen Untersuchungen des Bildes in Italien. Ergebnis der sensationell und aufwändig gestalteten Sendung: Das Tuch von Manoppello ist ein Schwindel und wurde gemalt! So wurde erst am Ende der Sendung von einer Untersuchung am 25. Januar 2007 berichtet. Als „der Moment der Wahrheit“ wurden dabei den Zuschauern diese Ergebnisse präsentiert – und der Mythos des Schleiers angeblich entzaubert.

    Die Sendung war plötzlich zu ende, nachdem man festgestellt haben will, das Farbe auf dem Bildnis ist. Niemand kam mehr zu Wort.

    War das alles so die Wahrheit, die das ZDF einem großen Publikum präsentierte? Nein – war sie nicht.

    Zweifel am ZDF-Bericht

    Professor Giulio Fanti aus Padua habe bewiesen, so die Kernaussage der Sendung, dass das Bild ein Gemälde ist. Das war aber irreführend, denn Professor Fanti zweifelte selber daran, dass das Bild gemalt wurde.

    Die gefundenen Farben bzw. Hinweise auf Farbpikmente, könnten „von einem mittelalterlichen Maler hinzugefügt worden sein“, so Fanti. Er stellt selber klar, „dass ich der Idee, das Bild könnte übernatürlichen Ursprungs sein, positiv gegenüberstehe.“ Weiter stellte er deutlich fest, dass das extrem fein gewebte Gewebe leere Zwischenräume zwischen den winzigen Fäden habe. Es sind keine Farbverlaufspuren in den Gewebe-Zwischenräumen zu sehen. Nur einen Tag nach der “ZDF-Untersuchung” betonte Fanti bei einem Vortrag in Padua erneut, dass das Tuch „nicht von Menschenhand“ gemacht worden ist.

    Diese Aussagen ihres Hauptuntersuchers vom 25. Januar 2007 verschweigt das ZDF komplett. Ebenso, dass Schwester Blandina anregte, die rein visuell entdeckten mutmaßlichen Farbpigmente naturwissenschaftlich zu analysieren. Es folgten eine Reihe böser und kritischer Briefe an das ZDF. Der Kunsthistoriker Professor Pfeiffer beispielsweise schrieb Dr. Helmut Pflüger, der am 27. April 2007 in einem umfangreichen Leserbrief die ZDF-Sendung kritisierte, am 8. Mai 2007:

    Es ist noch schlimmer als Sie denken, das ZDF hat Professor Fanti Dinge in den Mund gelegt, die er nie gesagt hat. (…)

    Von Malerei hat er nie gesprochen und hält das Christusbild eindeutig für ein acheiropíetos (nicht von Menschenhand, Anm. LAF). (…)Unglücklicherweise hat er von ,Pigmenten’ gesprochen und meinte damit jeden mikroskopisch kleinen Partikel, der auf den Fäden zu finden ist. Niemand vom Fernsehen, der beim Minikongress in Manoppello dabei war, verstand genügend Italienisch.

    So konnten kühn falsche Behauptungen aufgestellt und falsche Schlussfolgerungen gezogen werden.

    Pfeiffer, der unter anderem als Berater für die “Päpstliche Kommission für die Kulturgüter der Kirche” tätig ist, war mit seiner Kritik damals nicht allein.

    Am 30. April 2007 wurde das Bild erneut umfassend untersucht. Da war die Dokumentation des ZDF natürlich längst abgedreht und gesendet worden. Sie bestätigten jedoch die ersten Analysen über die unklare “Natur” des Tuches von Manoppello.

    Weitere Untersuchen

    Durchgeführt hatte die zweite Untersuchung der Chemiker Professor Pietro Baraldi von der Universität Modena. Unter anderem mit einem „Raman“-Mikroskop für spektroskopische Untersuchungen der Tuchoberflächen. Damit können Material- und Substanzanalysen anhand der vorkommenden Moleküle ermittelt werden. Das Ergebnis, das zum Beispiel auf antlitz-chrtisti.de und in dem Magazin „Veronica“ (Nr. 1/2008) veröffentlicht wurde, war diesmal, dass überhaupt keine bekannten Farbsubstanzen nachzuweisen sind. Das Spektrum zeigte nur Eiweiß an, da Muschelseide selber aus Eiweiß besteht.

    Entweder sind die Farben im Laufe der Jahrhunderte „verschwunden“ (verblasst), so Professor Baraldi abschließend, oder sie liegen „unterhalb des für seine Identifizierung mit dieser Technik notwendigen Minimums“. Das Bild bleibt also auch der irreführenden und unvollständigen Dokumentation des ZDF von Ostern 2007 bisher ein Rätsel. „Es handelt sich um ein anderes, bisher nicht geklärtes Phänomen“, notierte Schwester Blandina am 30. April 2007 nach den neuen Untersuchungen in ihr Tagebuch.

    Erstaunliches wurde aber über das Material selber dabei herausgefunden. Üblicherweise wird angenommen, dass es aus extrem feiner und dünner Muschelseide besteht, wie es auch der Name “Muschelseidentuch” besagt. Die Analysen zeigten allerdings, dass das Gewebe noch erheblich feiner war, als man bisher dachte (“Heritage”, Nr.  1/2018, 25. Oktober 2018). Fäden aus Muschelseite sind etwa 0,2 bis 0,3 Millimeter stark, doch das Material des Schleiers von Manoppello wie eine durchschnittlich Stärke von nur 0,12 Millimeter auf.

    Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist im Durchschnitt 0,05 bis 0,08 Millimeter stark.

    Dass die Reliquie von Manoppello eine fromme Fälschung und damit gemalt wurde, ist reine Spekulationen. Es könnte sein, der Beweis steht aber noch aus. Es ist gleichzeitig aber ebenso spekulativ, dass es 2.000 Jahre als ist und von Jesus stammt!

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

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    Die Madonna von Guadalupe: Gerüchte und wilde Spekulationen um die Tilma von Guadalupe (Artikel)

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    Die Madonna von Guadalupe: Gerüchte und wilde Spekulationen um die Tilma von Guadalupe (Bild: Fischinger-Online)
    Die Madonna von Guadalupe: Gerüchte und wilde Spekulationen um die Tilma von Guadalupe (Bild: Fischinger-Online)

    Im Dezember 1531 soll es im heutigen Mexiko-City zu einer Reihe von Marienerscheinungen gekommen sein, die der Azteke Juan Diego dort erlebte. Höhepunkt war ein ein Wunder – das Wunder von Guadalupe. Vor den Augen einer Reihe von Zeugen soll sich farbiges Bildnis der Jungfrau Maria auf einem Kleidungsstück des Diego aus dem Nichts gebildet haben: Die heute als Tilma von Guadalupe verehrte Reliquie in dem gleichnamigen Wallfahrtsort in Mexiko. Die größte ihrer Art weltweit. Für Gläubige ein Wunder des Himmels, zu dem Millionen Menschen pilgern. Doch es gab schon im 16. Jahrhundert Kritiken und mehr Gerüchte über die Tilma von Guadalupe, als je zuvor. Was genau es damit auf sich hat und welche frommen Spekulationen dazu seit Jahren kursieren, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


    Das Wunder von Guadalupe 1531

    Im Jahre 1531 soll mitten im heutigen Mexiko-City ein Wunder geschehen sein: Mehrfach begegnete der Indio Juan Diego auf einem kleinen Hügel einer rätselhaften Erscheinung, die „vom Himmel“ kam. Die Frauengestalt sprach mit ihm, erteilte ihm Botschaften bzw. Aufträge, die er unter anderem dem damaligen Bischof überbringen sollte. Letztlich kündigte die Erscheinung ein großes Wunder an. „Damit alle glauben“.

    Vorgestellt hatte sich die schöne Dame vom Himmel als Mutter Maria – die Gottesmutter.

    Dieses angekündigte Wunder zum Abschluss der Marienerscheinungen von Guadalupe, wie die Ereignisse heute bekannt sind, war ein plötzlich erscheinendes Bild der Jungfrau Maria auf dem Umhang des Diego. Vor den Augen des Bischofs Juan de Zumárraga und anderer Anwesenden „manifestierte“ sich diese Abbildung auf der sogenannten „Tima“ (eine Art Poncho der Azteken) des Juan Diego. Zumárraga, 1531 der erste Bischof von Mexiko-City, dem damaligen Tenochtitlan, der Hauptstadt der Azteken, war durch dieses Wunder überzeugt. Hier wirkte wirklich die Mutter Gottes, war er sich sicher.

    In dem Text „Nican Mopohua“ (1540 – 1550), dem Urtext zu den Ereignissen von Guadalupe, heißt es zu diesem Höhepunkt der Erscheinungen:

    Und als der regierende Bischof es sah, und alle die dort waren, knieten sie nieder, bewunderten sie es sehr, sie standen auf, um es zu sehen, sie waren traurig, sie betrübten sich, das Herz, die Gedanken erstaunt.

    Und der regierende Bischof bat ihn mit Weinen, in Betrübnis, er begehrte von ihm Verzeihung, dass er nicht gleich ihren Willen, ihren ehrwürdigen Hauch, ihr ehrwürdiges Wort ausgeführt hatte.“ (Verse 185-187)

    In den Folgejahren wurde der Ort der Marienerscheinungen immer weiter ausgebaut und mit Kapellen und Kirchen versehen. Heute ist dieser Hügel mit dem Namen Tepeyac in Mexico-City die größte Wallfahrtsstätte der Welt – Guadalupe. Und die wundersamen Erscheinungen der Madonna sind als „Unsere Liebe Frau von Guadalupe“ unter Gläubigen weltweit bekannt. Genauer gesagt ist ihr Abbild darunter bekannt. Denn das Bild der Mutter Gottes, das 1531 durch ein himmlisches Zeichen oder Wunder auf der Tilma des Juan Diego erschien, wird dort bis auf den heutigen Tag verehrt.

    Herkunft? Der Himmel!

    Mehr als 20 Millionen(!) Pilger reisen jedes Jahr nach Guadalupe, um das 142,24 Zentimeter hohe Bildnis der Madonna zu sehen und dort zu beten. Ein sogenanntes „Gnadenbild“ der Katholischen Kirche, das sich von allen anderen in der Welt enorm unterscheidet.

    Zu einem durch die angebliche Herkunft von Gott, dem Himmel oder eben durch die Mutter Gottes selbst. Durch ihre überirdische – göttliche – Macht hat sie bewirkt, dass das Bildnis auf der Tilma erschien. Inklusive einer Vorankündigung.

    Dann unterscheidet es sich vor allem dadurch, dass die genaue Herkunft der Tilma lückenlos bis heute dokumentiert ist (sofern nicht längst heimlich durch eine Kopie ausgetauscht): Erschienen am 12. Dezember 1531 im Bischofssitz von Mexiko-Stadt, von dort kam sie später in eine erste dafür erbaute Kapelle auf dem Tepeyac und 1709 in die erste Basilika. Seit 1976 befindet sich das Abbild in der neu errichteten Basilika von Guadalupe. Eine der größten Kirchen der Welt, in der 40.000 Menschen (stehend) Platz haben! Das unterstreicht sehr deutlich den Stellenwert der Madonna von Guadalupe in der Kirche.

    Nicht weniger wie die Tatsache, dass Papst Johannes Paul II. zwischen 1979 und 2002 fünfmal den Wallfahrtort besuchte. Mit den Worten „sei gegrüßt, du Mutter Lateinamerikas“, eröffnete Johannes Paul II. am 27. Januar 1979 seine Rede an der Wallfahrtsstätte. Dabei sprach er von einem „entscheidenden Einfluss auf das christliche Leben des mexikanischen Volkes“, den die Marienerscheinungen und das Wunder von Guadalupe ausgeübt hätten.

    Die im 16. Jahrhundert auf 167,64 mal 94,15 Zentimeter zugeschnittene Tilma unterscheidet sich letztlich auch von ihrer „Machart“ her von allen anderen Reliquien dieser Art. Man denke hier an das Grabtuch von Turin, den Schleier von Manoppello oder auch das Schweißtuch von Oviedo. Oder auch an die unzähligen angeblichen Abbildungen der Mutter Gottes oder Jesus, die überall auf der Welt immer wieder entdeckt werden. Denn was man auf dem Tuch sieht, ist eindeutig. Hier gibt es keinen Spielraum für Interpretationen. Zu sehen ist klar und deutlich die Madonna in prachtvollen Farben.

    Azteken “sind keine Menschen”

    Die Bedeutung der Madonna von Guadalupe und ihres Heiligtums in Mexiko-City innerhalb der katholischen Kirche kann man nicht deutlich genug unterstreichen. Selbst der Umstand, dass nach dem Wunder rund zehn Millionen Azteken zum Christentum übertraten, wird mit diesen Erscheinungen in Verbindung gebracht. Die spanische Eroberung und die Zerschlagung des Aztekenreiches durch die Spanier waren zu diesem Zeitpunkt erst genau zehn Jahre her.

    Hierzu muss man sagen: Die spanischen Eroberer, die Konquistadores unter Hernán Cortés, wüteten bei der Eroberung Mexikos und der Vernichtung des Aztekenreiches im ganzen Land. Raub, Vergewaltigung, Mord, Zerstörung und Plünderung der Heiligtümer waren an der Tagesordnung. Die Gier nach Gold war ihr Antrieb. Sogar Cortés selber wurde wegen zweifachen Mordes 1528 angeklagt und musste nach Spanien zurück, um sich vor Kaiser Karl V. zu verteidigen – wurde aber freigesprochen.

    Cortés selber sah in den Indios keine Menschen, sondern Tiere ohne Seele. So könne man die Bewohner Mittelamerikas eben auch so behandeln. Dies sei, so heißt es immer wieder, der Grund warum so viele Azteken mehr oder weniger freiwillig Christen wurden. Jedoch hat der damalige Papst Paul III. bereits versucht dem Treiben Einhalt zu gebieten. Er erließ am 12. Juni 1537 die Bulle „Sublimis Deus“. Eine offizielle päpstliche Erklärung, in der der Papst deutlich machte, dass die Indios sehr wohl vernunftbegabte Menschen mit Seele sind.

    Heute unvorstellbar. Nun könnte man meinen, dass für die Katholische Kirche das Abbild der Jungfrau Maria auf der Tilma eben eines Azteken gerade zur rechten Zeit kam. Im Prinzip stimmt das auch. Doch auch das sorgte für Streit. Alonso de Montufar, der Zumárraga als Bischof in Mexiko-City folgte, hielt als erster eine Predigt unter der Tilma – um sogleich harsche Kritik anderer Christen auf sich zu ziehen. Der aus Europa auch in Mexiko angekommene Protestantismus sprach von Götzendienst. Die Anbetung von Bildern und anderen Objekten dieser Art war nichts als Teufelsanbetung. Eben ein heidnisches Treiben, wie bei den Azteken mit ihren Götzen.

    Streit um die Tilma von Guadalupe

    Angesichts des dadurch um sich greifenden Streites ist es fraglich, aus welchen Gründen genau Millionen „Heiden“ zum Christentum übertraten. Für Protestanten blieben sie Götzendiener …

    Natürlich ist neben den Marienerscheinungen auch das Abbild auf der Tilma selbst bis heute umstritten. Innerhalb des Christentums genauso wie bei den Skeptikern. Während die einen sagen, dass sind Wunder Gottes und des Himmels, lehnen andere Christen die Verehrung von solchen Reliquien und den Kult um die Jungfrau Maria bis heute rund weg ab. Dass in der Vatikanischen Krypta unter dem Petersdom, dort, wo die Päpste ihre letzte Ruhe finden, auch nur ein Bild – und zwar das von der Madonna von Guadalupe in einer Altarnische – hängt, macht die Sache nicht besser.

    Andere Kritiker aus dem nicht religiösen Bereich sehen das alles noch weitaus fragwürdiger. Das Bild der Madonna sei nichts als ein Gemälde und damit ein Fake der Kirche. Vielleicht strategisch angefertigt, damit die Azteken konvertieren. Juan Diego selber als Auserwählter der „vollkommenen heilige Jungfrau Maria, die Mutter des einzigwahren Gottes“, wie sie sich ihm laut „Nican Mopohua“ (Vers 26) unter anderem vorstellte, habe auch nie existiert. So die nüchternen Zweifler.

    Dass Johannes Paul II. Diego am 31. Juli 2002 Heilig sprach, ist dabei Öl im Feuer der Kirchenkritiker. Nicht minder wie der Umstand, dass die Katholische Kirche Guadalupe und all die Wunder natürlich als eben solche längst anerkannt hat.

    Die Ereignisse von 1531 bis heute rund um diese Marienerscheinungen sind sehr vielschichtig. Auch diesem Blog habe ich mehrfach in Artikeln darüber berichtet. Ebenso in meinem Buch „Das Wunder von Guadalupe“ (2007), in dem sämtliche Details umfangreich dargelegt wurden.

    Trotz aller Skepsis und obwohl niemand beweisen kann, dass hier „der Himmel“ am Werk war, verleiten Objekte dieser Art viele Menschen zu Spekulationen. Und das schließt ausdrücklich die Gläubigen mit ein. Gerade bei Reliquien aller Art werden immer wieder und sehr gerne die verschiedensten Querverbindungen gezogen. Ergänzt mit dem Glauben, dass solche Objekte der Verehrung Wunder bewirken können. Bei der Madonna von Guadalupe war und ist das nicht anders, wie ich es im oben genannten Buch aufzeige.

    Die himmlische Frau und der Drache

    Doch die „Liebe Frau von Guadalupe“ soll auch in direkten Zusammenhang mit der Apokalypse des Johannes stehen. Jenem rätselhaften letzten Buch der Bibel, in dem wir unter der Überschrift „Vision von der Frau und dem Drachen“ folgendes lesen:

    Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupte eine Krone mit zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.“ (12,1-2)

    Diese „Vision“ aus der Offenbarung wird hin und wieder mit der Madonna auf der Tilma von Guadalupe verglichen. (Übrigens auch mit diversen „Prophezeiungen“ vom Ende der Welt und diversen Sternenkonstellationen…)

    Warum?

    Die vermeintliche „Vision“ der Offenbarung spricht von einer im Licht der Sonne gekleideten Frau, unter deren Füßen sich der Mond befindet. Das stimmt mit der Tilma und den Erscheinungen des Juan Diego auf dem Tepeyac durchaus überein. Bedenken muss man aber, dass die Mondsichel auf der Tilma auch eine nachträgliche Malerei sein könnte. Es ist nicht ganz klar, ob die ursprüngliche Frauengestalt auf der Tilma tatsächlich auf einer Mondsichel stand. Untersuchungen zeigten, dass genau an dieser Stelle Farbe nachweisbar ist (an vielen anderen wiederum findet sich nichts dergleichen).

    Nicht ausgeschlossen ist aber auch, dass es Ausbesserungen sind. Zum Beispiel nachdem 1791 bei einem Unfall Salpetersäure über das Bild lief. Es ist ja nicht einmal klar wann genau und warum durch wen die Tilma im 16. Jahrhundert auf ihre heutigen Maße zugeschnitten wurde.

    Ein “schwangeres Bild”?

    Dennoch haben schon die Gläubigen im 16. Jahrhundert diese biblischen Verse auf die Erscheinungen der Gottesmutter in Guadalupe übertragen. Doch es gibt einen klaren Unterschied zwischen biblischer Überlieferung und der Tilma-Abbildung. Die Bibel spricht von einer schwangeren Frau, ja, sie berichtet sogar, dass die himmlische Dame in den Wehen liegen würde. Betrachten wir uns die prachtvolle Madonna auf der Tilma in Guadalupe, so ist von einer Schwangerschaft eindeutig nichts zu sehen.

    Etwas ganz anderes besagen dazu aber fromme Gerüchte, die seit Jahren im Internet kursieren. Denn schon vor über 20 Jahren soll bei der Tilma eine neuerliche und sensationelle Entdeckung gemacht worden sein. Forschungen sollen laut der bis heute online kursierenden Meldung bewiesen haben, dass die Madonna auf der Tilma schwanger ist.

    Hier die Meldung im Wortlaut, die auf verschiedenen Webseiten im Internet noch immer zu finden ist:

    Maria in Erwartung

    Die Jungfrau von Guadalupe hat jene sieben typischen schwarzen Schleifen über ihren Schoss, die alle Azteken sofort zu deuten wussten: Diese Frau ist in Erwartung. Um das zu bestätigen, wurde 1991 die mexikanische Bischofskonferenz gebeten, ein Phonogramm, eine Geburtshilfeuntersuchung zur Aufzeichnung der Herztöne eines Ungeborenen, am Bild vorzunehmen zu lassen. 1995 machte P. Maria Rojas, Professor der Päpstlichen Universität Mexikos, daraufhin mit Hilfe der Herztonuntersuchung die unglaubliche Entdeckung: auf dem Bild waren im Bereich des Schoßes Mariens eindeutig Herztöne hörbar. Zudem zeigten Videoaufnahmen des Regisseurs John Bird an derselben Stelle Bewegungen wie bei einer Frau im letzten Schwangerschaftsstadium.

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    Nach dieser revolutionierenden Entdeckung untersuchte der bekannte Gynäkologe Dr. Carlos Fernandez del Castilo im Auftrag von Professor Rojas erneut das Bild der Tilma. Dabei konnte er in einem abschließenden Gutachten die bereits vorliegenden Befunde bestätigen. Demnach erwartet die Frau auf dem Guadalupebild eindeutig ein Kind, das mit dem Kopf nach unten in so genannter linker Position in ihrem Schoß liegt. Der Arzt schließt seinen Bericht mit dem Hinweis, dass es sich um eine normale, gesunde Schwangerschaft handelt und die Geburt des Kindes nahe bevorsteht.“

    Ohne Frage klingt die Aussage dieser Meldung nach einer Sensation. Ein Tilma-Bild, auf dem die Bewegung eines Ungeborenen nachweisbar ist, ist fraglos mehr als nur spektakulär.

    Die Herzschläge von Jesus

    Damit nicht genug, denn spätestens am 27. Februar 2016 verschärfte die „The American Society of the Defense of Tradition, Family an Property“ dieses Gerücht. In einem Artikel für die Gesellschaft schrieb Norman Fulkerson unter anderem:

    Die schwarze Schärpe mit Schleife, die sie (die Madonna auf der Tilma, Anm. LAF) um die Taille trägt, war unter aztekischen Frauen üblich, um anzuzeigen, dass sie ein Kind erwartet. Diese Tatsache wurde auf wundersame Weise von Carlos Fernandez del Castillo, einem führenden mexikanischen Gynäkologen, bestätigt. Nachdem er das Bild untersucht hatte, beschloss er, ein Stethoskop direkt unter der Schärpe zu platzieren. Er war erstaunt, die rhythmische Herzfrequenz von 115 Schlägen pro Minute zu hören. Die gleiche wie die eines Babys im Mutterleib.“

    Herztöne eines Ungeborenen aus dem Leib eines Frauenbildes? Wenn das nicht spektakulär ist, was dann?

    Die einschlägige Tilma-Literatur indes schweigt sich über diese Berichte weitestgehend aus. Eine Ausnahme ist der Geistliche Johannes Dieter Becker, der diese 2014 in seinem Buch „Das Lied von Guadalupe“ beiläufig erwähnt. Nach Becker, der unter dem glühenden Marienverherer Papst Johannes Paul II. Kaplan war, seien diese Entdeckungen an der Tilma 1995 gemacht worden. Eine exakte Quelle benennt der Träger des Deutschen Bundesverdienstkreuzes und von Papst Benedikt XVI. 2008 sogar zum „Apostolischen Protonatar“ ernannte Becker nicht. Er schreibt lediglich:

    Forscher der Universität Mexiko untersuchten das Gnadenbild und sind sicher, Herztöne eines Ungeborenen im Bauchbereich der Jungfrau Maria zu vernehmen, sie ist schwanger: Geburt Jesu 25. Dezember!

    Filmaufnahmen des Wissenschaftlers Jon Bird sollen Bewegungen eines Ungeborenen auf dem Tilmabild zeigen und der Gynäkologe Dr. Carlos Fernandez del Castilo bestätigt die Entdeckung. Ist es ein Gerücht? – Abwarten!

    Fromme Märchen?

    War Becker als tief religiöser und erfolgreicher Kirchenmann einem Irrtum aufgesessen? Immerhin ist er offenkundig auch ein Verehrer der Madonna von Guadalupe, wie es eine Passage in seinem Buch deutlich macht. Darin schreibt er, dass er 1999 ein Benediktinerkloster in Santa Rosa, Brasilien, zu Ehren der Gottesmutter gründete. „Die Klosterkirche ist Unserer Frau von Guadalupe – Mutter Amerikas geweiht“, so Becker.

    Auch die Quelle des oben zitierten Artikels der „The American Society of the Defense of Tradition, Family an Property“ ist sehr zweifelhaft. Denn darin wird sich auf den Artikel „Miraculous Image of Our Lady of Guadalupe“ berufen, der am 2. April 2012 auf dem Blog „Infallible Catholic“ („Unfehlbarer Katholik“) erschien. Ohne Quellenangabe heißt es dort:

    Carlos Fernandez del Castillo, ein Gynäkologe, untersuchte das Bild und hat festgestellt, dass die gynäkologischen Messungen Unserer Lieben Frau (zeigten), dass sie schwanger ist. Vollkommen im Einklang mit dem Stadium der Schwangerschaft am 9. Dezember für Jesus Geburt am Weihnachtstag auftreten.

    Ein Stethoskop wurde unter dem schwarzen Band an der Taille Unserer Dame (ein Zeichen, dass sie schwanger ist) gelegt und man hörte rhythmische wiederholende Takte bei 115 Schlägen pro Minute. Die gleichen, wie die eines Baby im Mutterleib.“

    Zum genannten Datum 9. Dezember ist zu sagen, dass dies der Tag war, als Juan Diego 1531 zum ersten Mal auf dem Tepeyac der Erscheinung der Gottesmutter begegnet ist.

    “Wahrheit und Lüge”

    Solche religiösen Aussagen waren auch auf dem Blog „Infallible Catholic“ einem Priester namens Anthony Gerber zu viel. Zumindest nannte sich diese Person am 13. Dezember 2014 so, als sie den dortigen Artikel kommentierte. Hier seien „Wahrheit und Lüge“ vermischt worden, da niemals solche Herztöne durch ein Stethoskop nachgewiesen worden sind, so Gerber. Er selber habe mit Verantwortlichen bzw. nahen Beteiligten der Heiligsprechung des Juan Diego gesprochen, die solche Entdeckungen dementierten. Konkret nennt er Pater Eduardo Chavez, dem Postulator der Heiligsprechung von Juan Diego und Mitgründer sowie Dekan des „Instituts für Guadalupe-Studien“ („INTERLUPE“) und Ehrenkanon der Basilika von Guadalupe.

    Anonyme Folgekommentare warfen auf dem Blog dann wieder Gerber vor, er sei ganz einfach ein Ungläubiger. Dass er „diese wundersamen Tatsachen“ ignoriert, solle „Schande“ über ihn bringen, da sein Vorwurf der Unwahrheit eine „Todsünde“ sei.

    Abgesehen von der sicher nicht unberechtigten Frage, wie man auf die Idee kommt, mit einem Stethoskop ein Bild abzuhören, ist die Quellenlage also sehr fragwürdig. Mich erinnert das an eine Szene aus dem ersten Teil der erfolgreichen Kinokomödie „Ghostbusters“ von 1984, als einer der Geisterjäger mit eben genau so einem Stethoskop den Geräuschen eines Geistes in einem Tisch lauscht …

    Spätestens im Jahr 2000 verbreitete sich diese religiöse Sensationsmeldung im Internet. Eine – wenn nicht die – erste Verbreitung erfolgte um 2000 durch die Webseite der „Br.-Thomas-Apostolatsgemeinschaft“. Dahinter steckt ein „Bruder Johannes-Markus“, der seit 1998 selber ein Seher ist und Botschaften von Maria und Gott persönlich empfangen will. Auslöser war eine Pilgerreise nach Medjugorje in Bosnien und Herzegowina. Ebenfalls ein Ort von Marienerscheinungen, wie es von den Gläubigen heißt (s. auch HIER). Von diesem angeblichen Seher stammt die oben zitierte Meldung, die von dort aus viral unter den Gläubigen ging.

    Die Tilma schweigt

    Die Mystery-Autorin Gisela Ermel, die unter anderem 2002 ein Buch über die Tilma von Guadalupe veröffentlichte, schrieb in dem Magazin „Sagenhafte Zeiten“ (Nr. 5/2005) dazu, dass Bruder Johannes-Markus diese Erkenntnisse auch nur aus einer Sekundärquelle habe. Auf Nachfrage teilte er ihr mit, dass er „die Informationen aus einer Broschüre während eines ‚Bischöflichen Projekts‘ abgeschrieben (habe); wo und wann war nicht zu erfahren“, so Ermel. Und weiter:

    Auch Anfragen bei der für Forschung zuständigen Stelle der Basilika von Guadalupe und verschiedenen Forschungsgesellschaften wie INTERLUPE (Zentrum für Guadalupe-Studien in Mexico-City) ergaben nichts anderes. Nirgends hatte man von einer derartigen Entdeckung oder Beobachtung auch nur andeutungsweise gehört.

    Auffindbar ist jedoch der in der Meldung erwähnte Film von John Bird, der angeblich diese Beweise zeige. Dieser wurde für 65 Dollar im Rahmen einer Videoreihe in vier Teilen über Orte in Portugal, Spanien, Afrika, USA und Mexiko, die für Marienerscheinungen bekannt sind, vertrieben. Die Serie nennt sich „River of Light“ und wurde unter anderem in den USA von der „Mary´s Media Foundation“, New York, vertrieben. Die Foundation ist eine gemeinnützige Vereinigung, die es sich zu Aufgabe gemacht hat Informationen über die Jungfrau Maria zu verbreiten. Finanziell wird die Foundation von der katholischen Kirche getragen. Und im Rahmen dieser Videoreihe taucht tatsächlich auch der Film von Bird und der Tilma von Guadalupe auf. Enthalten im 4. Teil der Filmreihe.

    Doch der Film von Bird zeigt keinerlei Bewegung auf der Tilma; nicht die Spur einer schwangeren Maria und eines ungeborenen Jesus-Baby sind nachweisbar. John Bird selber bestätigt, dass er und auch keiner aus seinem Mitarbeiterteam jemals ein Ungeborenes bei ihren Filmarbeiten zur Tilma beobachtet haben. Ermel dazu schon 2005:

    Eine schriftliche Anfrage bei dem Regisseur John Bird ergab, dass er und sein Team etwas Derartiges weder beim Filmen noch beim Bearbeiten des Filmmaterials bemerkt hätten.“

    Für Ermel ist das erneut ein Beweis, „wie kritisch man mit derartigen Berichten umgehen muss“, wie sie ganz richtig schreibt.

    Ein Zeichen der Jungfrau von Guadalupe …

    Kritik und Skepsis sind aber in der Religion und beim Glauben sehr oft Mangelware. Da hilft auch nicht der geflügelte Ausspruch „Gottes Wege sind unergründlich“ etwas. Außer für die Gläubigen, natürlich.

    Das zeigte sich auch 2007. In seinem kritischen Buch „Belichtete Augen“ (2011) schreibt Bernd Stiegler über dieses angebliche Mysterium des Glaubens:

    Und der Gynäkologe Dr. Carlos Fernandez del Castillo kann schließlich sogar die Lage des Kindes identifizieren: Es liegt mit dem Kopf nach unten in linker Position. Und solche Bilder sind nicht ohne klare Botschaft: In den diversen Diskussionsforen zur Jungfrau von Guadalupe findet sich ein weiteres Dokument einer vermeintlichen visuellen Offenbarung, das nun einen Lichtreflex als Zeichen für den Schutz des ungeborenen Lebens deutet: Am 24 April 2007, just zu dem Zeitpunkt, als der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche in Mexiko legalisiert wird, erblickten viele Pilger eine besondere Lichterscheinung auf dem Gnadenbild.“

    Wirklich eine Warnung des Himmels bzw. der Jungfrau von Guadalupe? Oder doch eben nur ein religiös umgedeuteter Lichtreflex, wie es auch Stiegler sieht? Weiter zitiert Stiegler dazu von einer heute nicht mehr erreichbaren Webseite:

    Ein Fotograf hat das Bild untersucht und festgestellt, dass das Licht, das einen Embryo im Mutterschoß zeigt, kein Reflex ist, sondern aus dem Bild selbst herauskommt.“

    Eine erstaunliche “Analyse”

    Diese „Analyse“ des Fotografen wäre schon eine erstaunliche Leistung. Denn besucht man die Basilika von Guadalupe mit der Tilma wird man sehr schnell feststellen, dass man das Objekt aus verschiedenen Gründen überhaupt nicht genau sehen geschweige denn fotografieren kann. Es hängt in luftiger Höhe über dem Altar, und die Besucher fahren auf Laufbändern hinter und unter dem Altar an dem Bild vorbei. So werden Staus durch den Andrang der Betenden und natürlich auch all jener vermieden, die es fotografieren wollen.

    Mit einem guten Objektiv im Inneren der Basilika ist aber das kein Problem. Dabei hängt das Abbildung natürlich nicht frei in seinem Rahmen, sondern ist hinter einer dicken Glasscheibe zum Schutz gesichert (am 14. November 1921 gab es einen Bombenanschlag auf die Tilma). Und was eignet sich besser für eine Lichtreflexion als (Panzer)glas? Und wie sieht ein derartiger Reflex eigentlich aus, dass man darin „einen Embryo im Mutterschoß“ erkennen kann, der „aus dem Bild selbst herauskommt“, wie es Stiegler zitiert?

    Somit scheint es sich abzuzeichnen, dass die Meldung eine Ente ist. Auch wenn sie noch immer auf unterschiedlichen Seiten im Internet zitiert wird.

    Bedenken muss man auch, dass in der Meldung davon die Rede ist, dass „die Geburt des Kindes nahe bevorsteht“. Angeblich ermittelt durch die Frequenz des Herzschlages. Schon ein flüchtiger Blick auf die kunstvolle Abbildung der „Königin des Himmels“ auf der Tilma zeigt, dass von einem „Babybauch“ nichts zu sehen ist.

    Ebenso ist vollkommen unklar, was der Bericht mit den „sieben typischen schwarzen Schleifen über ihren Schoß“ meint (mehr HIER). Diese finden sich nicht auf der Tilma. Zumindest ich zähle dort, direkt unter den Händen, nur fünf schwarze „Bänder“.

    Wie also sollten 1531 „alle Azteken sofort“ gewusst haben, dass dies ein Zeichen für die Schwangerschaft der abgebildeten Gottesmutter ist?

    Video zum Thema

    Das Wunder von Guadalupe - Vortrag von Lars A. Fischinger von 2009

    Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
    Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

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    Die anonyme “Denunzianten-Seite” Psiram: Jetzt hat es auch Lars A. Fischinger erwischt! Doch was steht drin – und was nicht?

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    Lars A. Fischinger: jetzt auch auf der umstrittenen anonymen "Hetz-Seite" Psiram vertreten (Bild: Fischinger-Online)
    Lars A. Fischinger: jetzt auch auf der umstrittenen anonymen “Hetz-Seite” Psiram vertreten (Bild: Fischinger-Online)

    Das Online-Lexikon Wikipedia kennt zweifellos jeder in der Netzgemeinde. Es ist fraglos die (erste) Anlaufstelle für den Suchenden, der zu diesem oder jenem Thema mehr Informationen möchte. Nahezu jeder schaut hier vorbei – Schulkinder, Mainstreammedien, Autoren und einfach nur Menschen, die mehr erfahren wollen. Obwohl Wikipedia bekanntlich auch immer wieder in der Kritik steht. Doch es gibt noch ein anders kleines Lexikon, dass sich ausschließlich mit Grenzwissenschaft, Pseudowissenschaft & Co. befasst: Psiram. Für viele nichts weiter als eine anonyme Hetz-Seite von Denunzianten. Jetzt wurde auch ich – Lars A. Fischinger von Grenzwissenschaft und Mystery Files – in Psiram mit einem anonymen Eintrag “geehrt”. Was die “Verleumdnungsplattform” über mich schreibt, behauptet, weiß oder zu wissen glaubt, erfahrt Ihr diesem Beitrag. Denn das ist durchaus sehr erstaunlich.


    Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

    Psiram: Das anonyme Wikipedia der “Pseudowissenschaften”

    Wikipedia ist ohne Frage die erste Anlaufelle für Informationen im Netz. Ein Online-Lexikon-Gigant, in dem der Interessierte gefühlt jedem Thema der Welt einen Eintrag findet. Mal sehr umfangreich, mal nur kurz und knapp. Mal sehr detailliert mit Quellen und Fußnoten versehen, mal aber auch mit unbelegten Aussagen angefüllt.

    Wikipedia-Artikel und -Aussagen zu grenzwissenschaftlichen Themen werden bekanntlich von sehr vielen rund weg abgelehnt. Vor allem aufgrund der (meistens) anonym schreibenden Wiki-Autoren dahinter. Aber auch und vor allem mit einem teilweise fraglichen Umganges mit Quellen und deren Anerkennung. Ein Problem, dass aber auch außerhalb der dortigen “Mystery-Themen” immer wieder für Streit und negativen Schlagzeilen sorgt. Offensichtliche Spaßvögel treiben sich dort ebenso rum.

    Eine Art “Abklatsch” von Wikipedia ist das Lexikon Psiram, das sich selbst als “Wiki der irrationalen Überzeugungssysteme” versteht. Ein Online-Lexikon mit Wikipedia-Technik, in dem sich ausschließlich Einträge zu Themen aus Grenzwissenschaft, Esoterik, Pseudowissenschaft und verwandte Gebiete befinden. Das alles vollkommen anonym. Die Autoren der Einträge sind ebenso anonym, wie die gesamte Webseite auch.

    Online ist dieses Nachschlagewerk im Prinzip schon seit 2007, wo es noch unter den Namen “EsoWatch” zu finden war. Derzeit sind dort nur knapp über 3.400 Einträge zu finden. Ein Winzling im Vergleich zu Wikipedia.

    Vollkommen absichtlich wollen die Psiram-Autoren und Hintermänner ihre Identitäten verbergen. Nicht mal ein Impressum findet sich auf der im Ausland gehosteten Seite. Laut Psiram geschieht das alles aus guten Grund. Man möchte so “die Autoren vor Belästigungen und Schlimmerem schützen”, da bereits Autoren belästigt wurden. Weiter heißt es im “Impressum“:

    Es ist uns klar, dass Anonymität erst mal der Glaubwürdigkeit nicht dienlich ist. Aber sie sollen uns ja nicht glauben. Sie sollen sich ein eigenes Urteil bilden. Entsprechend ist Psiram bemüht, zu allen Beiträgen genügend Quellenmaterial anzugeben, damit dies möglich ist.

    Für viele ist das eine faule Ausrede.

    Denunzieren und dunkle Hintermänner

    So hat die Skeptiker-Seite Psiram längst den Ruf eines reinen Denunzianten-Lexikons. “Andersdenkende” aus Grenzwissenschaft, Esoterik, Alternativ-Medizin und all den anderen Gebieten des weiten Feldes der “Pseudowissenschaft” sollen dort schlicht verleugnet werden. Gleichgültig ob es sich um Personen aus diesen Bereichen handelt oder das Thema an sich. So die mehrheitliche Kritik an Psiram.

    Psiram greift Themen aus der Esoterik, den Grenzwissenschaften und der alternativen Medizin auf und berichtet darüber aus kritischer, aufgeklärter Sicht.”

    So stellt sich die kleine Plattform selber vor. Und im FAQ-Bereich heißt es unter anderem zu den Hintermännern:

    Psiram wird von einer Gruppe von Leuten betrieben. Zum Teil haben wir uns im Internet kennengelernt, einige kannten sich aber auch schon vorher. Die meisten von uns sind Akademiker. Ein akademischer Grad ist aber keine Voraussetzung, um mitmachen zu dürfen.

    “Wir wissen schon, warum wir anonym sind”, so das Lexikon. Belästigungen oder Bedrohungen sollen dadurch von vornherein ausgeschlossen werden. Kein Wunder, dass immer wieder vermutet wird, das irgendwelche dunklen Hintermänner dahinter stecken. Wer anonym im Netz in einer derart intensiven Art und Weise agiert, muss was zu verbergen haben. So denken viele. Die geheimen Köpfe dahinter brüsten sich aber damit, dass es bisher nicht oft passierte, “dass wir was zurücknehmen mussten, weil wir uns geirrt hatten”.

    Und die Autoren mobben auch nicht Unschuldige, wie sie meinen:

    Alle unsere ‘Opfer’ sind von sich aus mit ihren Ideen in die Öffentlichkeit gegangen. So wie sie ihre Ansichten äußern dürfen, äußern wir unsere eben auch. Wenn wir Aussagen treffen, dann sind die aber mit Zitaten und Verweisen belegt. Es kann sich also jeder selbst ein Urteil bilden, ob stimmt, was wir sagen.

    In einem Artikel in der “Saarbrücker Zeitung” vom 12. Dezember 2017 wird das Lexikon als Online-Pranger bezeichnet. Es “werden Menschen für ihr Verhalten oder ihre Äußerungen öffentlich bloßgestellt”, so die Zeitung. “Auf die persönlichen Datenschutzrechte nehmen die Betreiber dieser Seiten keine Rücksicht”, wird kritisiert. Gemeint sind dabei allerdings auch andere Internet-Pranger.

    Meine “Adelung” bei Psiram

    Diese Hintergründe geben all jenen, die Psiram nicht kennen, einen ersten Überblick dazu. Denn ein neues “Opfer” bin nun auch ich geworden, wie mir am 13. August 2019 mein Mystery-Freund Sven P. bei Facebook mitteilte.

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    Ehrlich gesagt sehe ich selber sehr selten bei Prisam rein und kenne kaum Artikel dort. Kann sie also auch nicht beurteilen. Es liegt einfach daran, dass mich der bei weitem größte Teil der Einträge thematisch nicht interessiert. Jedoch wunderte ich mich schon hin und wieder, warum ich als Jäger des Phantastischen und einer der aktivsten Grenzwissenschaftler im deutschen Sprachraum dort nicht vertreten bin.

    Irgendwann werden die anonymen Autoren dort aber sicher auch mich “auf den Kieker haben”. Immerhin bewege ich mich eindeutig in der Grenzwissenschaft und passe somit als “Opfer” dazu.

    Je mehr “Pseudowissenschaft” etc. man öffentlich verbreitet, je schneller landet man dort. Das ist klar. Ober irgendeinem der anonymen Autoren und angeblichen “Akademiker” dort passt schlicht deine Nase nicht. Im Forum des Lexikon fand ich zumindest im Bereich “Hinweise und Vorschläge für Psiram-Artikel” keinen Vorschlag zu meiner Person. Da ich keinen Account habe, kann ich allerdings auch nicht das dortige Forum detailliert durchsuchen.

    Trotzdem wurde mein Eintrag am 26. Juli 2019 von einem User mit Namen “Abrax” in dem Nachschlagewerk angelegt. Ein anonymer Autor, der offensichtlich YouTube-Videos zu “Verschwörungstheorien” geradezu hasst. Und all jene, die sich diese ansehen, sind nach seiner Meinung “Idioten”, wie es in seinem Nutzer-Profil zu lesen ist:

    Du ‘forscht’ nicht, wenn du Verschwörungsvideos auf YouTube guckst. Du bist nicht ‘skeptisch’, wenn du den Unsinn in diesen Videos glaubst. Du ‘philosophierst nicht, wenn du diesen Unsinn jedem ungefragt erzählst. Du bist einfach nur ein ganz normaler Idiot.”

    Starke Worte. Eine Erklärung oder Differenzierung, was nach seiner Meinung “Verschwörungsvideos auf YouTubegenau sind, verrät er nicht. Man kann aber anhand des Beitrages erahnen, warum ich jetzt bei den Skeptikern von Psiram “geadelt” wurde.

    Was Psiram über mich zu sagen hat (oder auch nicht)

    Mein Eintrag im “Online-Pranger” Psiram verwundert mich persönlich wirklich sehr! Auch die Länge des Artikel zu meiner Person.

    Selbstverständlich fiel mir als Autor diverser Sachbücher zur Grenzwissenschaft sofort auf, dass dort nicht alle meine Bücher unter “Werke” aufgeführt sind. Schwamm drüber. Auffällig ist ebenso, das dort ungefragt und ohne Quellenangabe ein Foto von mir mit Papst Benedikt XVI. aus dem Jahr 2007 geklaut wurde. Oder, dass unter “Links” oder “Quellennachweisen” nicht ein Link zu mir zu finden ist. Keine einzige (bzw. nur eine einzige!) Aussage innerhalb des Eintrages, wurde mit einer exakten Quelle zu mir belegt.

    Klares Fazit an dieser Stelle: Unsachlich und absolut unprofessionell. Aber schauen wir mal genauer in meinen Eintrag, um uns ein Urteil zu erlauben. Darin heißt es, dass ich angeben würde “Mitglied im Autorenforum ‘Montsegur’ zu sein. Das suggeriert, ich würde das einfach so (warum?) behaupten. Obwohl ich Jahre dort nicht aktiv war, ist es aber so. Mein Name dort ist “Spacelars”.

    Dann ist dort zu lesen “ein wissenschaftliche Rezeption der Veröffentlichungen von Fischinger ist in Datenbanken unauffindbar”. Es bleibt zwar geheim, in welchen “Datenbanken” hier gesucht wurde, aber was will der anonyme Autor damit sagen? Von mir wird man keine wissenschaftliche Veröffentlichung (falls das gemeint sein sollte) finden, da es sie nicht gibt. Wurde auch nie behauptetet.

    Weiter lese ich dort, dass Sebastian Bartoschek mich der “2. Generation von Prä-Astronautikern” zuordnet. Ich würde zwar schon 3. Generation sagen, aber das ist nicht so wichtig. Interessanter ist der genannte Bartoschek selbst, auf dem sich in meinem dortigen Eintrag an einigen Stellen berufen wird. Er ist quasi die Hauptquelle dort. Sebastian Bartoschek ist Mitglied der Skeptiker-Vereinigung GWUP, die im Kreise der Grenzwissenschaft nicht weniger unterbliebt ist, wie Psiram selbst. Und er ist mir wohl bekannt.

    Psiram “übersieht” und “vergisst” gerne

    Bartoschek besuchte mich vor einigen Jahren, um mit mir ein Interview rund um meine Arbeit zu führen. Ein Gespräch mit einem sympathischen und gut vorbereiteten Skeptiker, an das ich mich gerne erinnere. Darum habe ich sein Video des umfangreichen Interviews für Euch unten eingebunden. Denn Psiram hat es natürlich nicht auf YouTube verlinkt.

    Mehr noch, denn im dortigen Eintrag ist überhaupt nichts(!) über meine Arbeit im Detail zu finden. Es fehlt nicht nur die Erwähnung meines YouTube-Kanal. Auch dieser Blog hier wird nicht erwähnt – wobei ich aber auch als “Blogger” vorgestellt werde. Von Verlinkungen, etwa zur eigenen Meinungsbildung, auf die das Lexikon laut Selbstverständnis ja wert legt, ganz zu schweigen (mit einer Ausnahme – s. unten).

    Eintrag zu Lars A. Fischinger auf der anonymen Seite Psiram (auf eine Gesamtansicht verkleinerter Screenshot)
    Eintrag zu Lars A. Fischinger auf der anonymen Seite Psiram (auf eine Gesamtansicht stark verkleinerter Screenshot)

    Was aber in dem Eintrag irreführend zu lesen ist, ist, dass ich “Betreiber eines ‘Online-Shops zur Grenzwissenschaft'” und “Mitarbeiter des Internet-Projekts NuoViso” bin. Das wäre demnach meine Arbeit, so Psiram suggestiv. Nun, den besagten Shop findet Ihr HIER – schaut mal hinein. Bei NuoViso bin ich bin der Tat mit Videos zu finden, ganz richtig. Aber als “freier Mitarbeiter”. Ein kleiner und sehr feiner Unterschied. Ein einfacher Blick in dieses entsprechende Video HIER zum Thema der Zusammenarbeit hätte gereicht …

    Indirekt findet sich aber mein Blog dann doch in dem Lexikon-Artikel. Es wird ein Screenshot dieses Blogs gezeigt, auf dem mein Beitrag bzw. Video zur “Alien-Autopsie” im Santilli-Film vom 23. Juli 2019 zu sehen ist. Darunter der Text:

    Blog von Lars A. Fischinger 2019: gefälschte Filme von Ray Santilli über angebliche Aliens in der Area 51 sollen echt sein.”

    Der der anonyme Autor “Abrax” laut Eigenbeschreibung YouTube-Zuschauer zum Thema Verschwörungen für “Idioten” hält, hat er offensichtlich mein Video zum “Alien-Autopsie-Video” des Santilli nicht gesehen. Denn dann wüsste er, dass ich nicht behauptet, dass der Film echt ist. Es geht im Beitrag um etwas anderes und ich sage darin nicht, dass der Film doch authentisch ist. Alles zu sehen in diesem Video HIER von mir.

    Die Bildunterschrift erweckt also einen falschen Anschein.

    Suggestiv oder nur unklar ausgedrückt?

    Eine indirekte Unterstellung folgt beim Thema “Black Knight Satellit“. Dazu heißt es über mich:

    Fischinger ist Verbreiter von Behauptungen zu einem hypothetischen Black-Knight-Satellit. Dabei soll es sich um einen angeblichen künstlichen Erdsatellit außerirdischen Ursprungs handeln, der die Erde seit ca. 13.000 Jahren umkreisen soll. Belege für die Existenz eines solchen Objektes existieren nicht, häufig präsentierte Fotos des angeblichen Satelliten stammen von der NASA und zeigen eine von einem Astronauten des Endeavour-Fluges STS-88 im Jahr 1998 verlorene und abgedriftete Decke zur Wärmeisolierung, die auf der einen Seite schwarz, auf der anderen silbern aussieht.”

    In diesem Fall wird von Psiram auf meinen Beitrag und Artikel “Der Black Knight Satellit der Ancient Aliens und ein 1955 explodiertes UFO im Erdorbit: Die Fusion zweiter Mysterien” auf diesen Blog (mit einem Link inkl. kleinen Tippfehler) verwiesen. Immerhin, da ich dort in der Tat sehr umfangreich das Thema behandelt habe. Falsch ist aber die Behauptung, ich sei ein “Verbreiter von Behauptungen” zu diesem “Black Knight Satellit”. Außer natürlich wenn ein Artikel (entlehnt aus einem meiner Bücher) auf diesem Blog einen Autoren schon zu einem “Verbreiter von Behauptungen” macht …

    Psiram schreibt ausgesprochen unklar, was diese “abgedriftete Decke zur Wärmeisolierung” betrifft, und von der ein NASA-Foto als Bild des “Black Knight Satellit” im Netz kuriert. Hier wird der Anschein erweckt, dass auch ich dieses Bild in Zusammenhang mit dem Thema bringe. In Wahrheit ist das genaue Gegenteil der Fall und im besagten Artikel steht kein Wort drüber.

    Ich verweise immer wieder selber darauf, dass das Bild nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Erst kürzlich habe ich auf Facebook dazu geschrieben, dass dieses Bild “zum Thema dazu erfunden wurde – warum auch immer”.

    Am Thema absolut vorbei!

    Der anonyme Schreiber meines Eintrages dort widmet dem meisten Raum einen vollkommen belanglosen Thema aus meiner Arbeit. Es ist geradezu verwunderlich, dass 99 Prozent ignoriert wurden, und ein Thema, das ich einmal in all den Jahrzehnten behandelt habe, bei Psiram die größte Aufmerksamkeit bekam. Dazu weiter unten aber mehr. Als Thema hat sich der Autor meiner “Adelung” meinen Beitrag “Ältestenrat der Inuit: Es gibt keinen Klimawandel durch Menschenhand – die Erdachse ist gekippt!” ausgesucht, den ich am 20. November 2018 online stellte.

    Wie meine treue Leserschaft und Community weißt, ist wohl kaum eine Veröffentlichung ungeeigneter meine Arbeit vorzustellen, als dieser Ausnahmebeitrag. Was den Lexikon-Mitarbeiter dazu bewogen haben mag, kann man nur vermuten. Wohl um mich in die Ecke der Klimawandel-Leugner zu stellen. Ist zwar Unsinn, aber nicht so dramatisch wie ein Vermerk innerhalb des Absatzes, dass “viele Nibiru-Anhänger” etwas ähnliches sagen, wie in meinem Posting behauptet. Auch dazu unten mehr.

    Worum geht es in dem Beitrag, der ja den Großteil dort ausmacht? Kurz gesagt darum, dass die Inuit “eine plötzliche Verlagerung der Erdachse bemerkt hätten und nun Sonne und Sterne an anderen Orten zu finden seien als zuvor”. Das wäre ein oder sogar der Grund für den Klimawandel. Hier habe ich “inhaltlich einen Bericht der Scharlatanerie-Seite Natural-News” irgendeines Mike Adams übernommen, heißt es dort.

    Das stimmt.

    Angeblich habe ich in diesem Beitrag unter anderem allerdings “die Präzession der Erdachse mit dem Wandern des magnetischen, arktischen Nordpols” verwechselt. Wo genau im besagten Beitrag, weiß ich aber nicht. Weiter heißt es, dass ich “spekulativ eine angebliche Änderung der Drehachse der Erde als mögliche Ursache für die aktuelle Klimaerwärmung” nennen würde. Stimmt so nicht, denn ich sage nicht (auch nicht spekulativ), dass das eine “mögliche Ursache” für die Klimaerwärmung ist. “Wäre die Erdachse verschoben” schrieb ich unter anderem.

    Allerdings heißt es im besagten Beitrag von 2018 von mir eindeutig:

    Ergebnis wäre weniger Sonnenenergie und somit Wärme, damit sinkende Temperaturen und damit mehr Eis. Genau das Szenario, dass die Klimaforscher beobachten …

    Durchaus kann man daraus ableiten, dass ich hier eine “mögliche Ursache” vermute.

    Was Psiram verschweigt

    In meinem Inuit-Beitrag finden sich einige kritische Anmerkungen zu dieser Story, die Psiram nicht benennt. Trotzdem sollte man sehr kritisch sein, was die Aussagen der Inuit in diesem Zusammenhang betrifft. Die angebliche “Scharlatanerie-Seite” war nicht die einzige Quelle, die ich verlinkte. Psiram nennt aber Argumente, die die Aussagen der Inuit in einem fragwürdigen Licht erscheinen lassen. Diese habe ich in der Tat nicht beachtet. Aus diesem Grund ist ab sofort der Beitrag passwortgeschützt. Das Passwort für Euch ist: “Inuit“.

    Mein Eintrag bei Psiram verrennt sich in einem Großteil in belanglosen Kram. Eben diese Inuit-Sache. Verständnis habe ich dafür nicht, da es meine Tätigkeiten ganz einfach falsch darstellt. Falsch in dem Sinne, dass eigentlich keine meiner Hauptthemen dort erwähnt wurden. Erstaunlicherweise nicht mal die kritischen, mit denen ich mir in den letzten Jahrzehnten auch viele Hater eingefangen habe.

    Nicht erwähnt wurde beispielsweise meine Kritiken und sehr häufigen Warnungen von UFO-Esoterikern und UFO-Sekten. Schon vor zwei Jahrzehnten habe ich mit Roland M. Horn dazu das gleichnamigen Buch “UFO-Sekten” veröffentlicht. Seit dem werde nicht müde, solche Gruppen von der UFO-Forschung klar zu trennen. Gleiches gilt für meine Veröffentlichungen und Videos, in denen ich immer wieder auf die nicht zu zählenden Fakes, Lügen, Falschbehauptungen, Unwissenheiten und Irrtümer in Sachen Prä-Astronautik und angelehnte Themen verweise. Weite Teile meiner Online-Arbeiten handeln immer wieder davon. Wie ich weiß, schätzt unter anderem genau das meine aufgeschlossene und treue Community an mir.

    Auf Psiram findet sich davon kein Wort. Gleichgültig ob zu UFO-Sekten, den erfundenen Planeten Nibiru mit den dort lebenden Aliens oder all die tägliche “Sensation” aus der Welt des Unfassbaren. Ebenso nicht der Bereich “christliche Mystik”, wie Wikipedia ihn nennt, die Themenwelt des Paranormalen, der (wissenschaftlichen) Suche nach Leben im All oder auch allgemein “Religion und Aliens”.

    “Prä-Astronautik, Mythologie antiker Göttervorstellungen (‘Astronautengötter’) und Ufologie” seien meine Schwerpunkte, ist dort zu lesen. Stimmt sogar – findet sich nur nicht im dortigen Eintrag.

    Verschwiegen wird im Lexikon auch, woher genau die dort von mir aufgelisteten Zitate stammen. Wahrscheinlich deshalb, da man dort sonst hätte auf meinen Blog verlinken müssen. Ob die Zitate von mir alle stimmen, weiß ich so nicht. Ich denke aber schon.

    Erbsenzählereiresümee

    Viele werden jetzt denken: Was eine Erbsenzählerei zu einem Eintrag in einem Skeptiker-Lexikon, in das so oder so kaum jemand hineinsieht. Zumindest niemand aus der Gemeinde rund um die Themen aus Grenzwissenschaft und Mystery Files. Immerhin liegen zwischen Wikipedia und Psiram Welten.

    Das stimmt. Ich wäre aber kein Autor des Unfassbaren … wenn ich nicht immer und mit großer Leidenschaft “zwischen den Zeilen” lesen würde. Und quasi alles rund um “meine Themen”, wie ich es immer wider betone. Geht es dann um meine Person an sich, ist die Sache klar.

    Der Eintrag zu “Lars A. Fischinger” wurde mit Stand heute zuletzt am 26. Juli 2019 bearbeitet oder geändert. Und er ist – entgegen dem Ruf von Psiram als Denunzianten-Seite von Skeptikern! – wertneutral verfasst. Der anonyme Autor “Abrax” hat sich sichtlich Mühe bei der Erstellung des Textes gegeben. Schaut man über die irreführenden oder suggestiven Teile sowie fehlenden und unwichtigen Informationen hinweg, ist dort nichts Falsches zu finden.

    Zahlreiche Details und Aussagen zu meiner Person und meinem Werdegang als “Jäger Phantastischen” sind vollkommen korrekt. Ihr könnt sie in meine Autoren-Vita HIER sehr umfangreich selber nachlesen. Vieles scheint auch der Verfasser von dort übernommen zu haben. Ebenfalls von Wikipedia, was dort auch verlinkt wurde. Leider eben alles ohne Links zu mir. Da der Autor “Abrax” offensichtlich ein “Feind” entsprechender Mystery-Videos bei YouTube ist, wundert mich allerdings, dass er meine dortigen Arbeit mit keinem Sterbenswörtchen erwähnt. Schließlich hätten entsprechende Verweise der Philosophie von Psiram entsprochen:

    Sie sollen sich ein eigenes Urteil bilden. Entsprechend ist Psiram bemüht, zu allen Beiträgen genügend Quellenmaterial anzugeben, damit dies möglich ist.”

    Selbstverständlich möchte jeder in einem “glänzenden Licht” dastehen. Nur ist das als anerkannter Grenzwissenschaftler oder Prä-Astronautiker prinzipiell kaum möglich. Das liegt schon in der Natur der Thematik und der Sache an sich.

    Der Autor “Abrax” scheint mich aber zu “mögen”. Auf welche Art auch immer. Denn mein Eintrag dort ist der längste aller entsprechenden Autoren aus dem Bereich Prä-Astronautik und Grenzwissenschaft. Weit mehr als doppelt so lang wie der selbstverständlich dort ebenso vertretene Eintrag zu Erich von Däniken. Und um Längen umfangreicher als der Psiram-Artikel zum Thema “Prä-Astronautik” an sich.

    Und das finde ich am Erstaunlichsten.

    Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

    Video zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

     

    YouTube-Video vom 9. Oktober 2013 auf Fischinger-Online

    Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
    Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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    Euer Jäger des Phantastischen

    Lars A. Fischinger

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