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Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament: Späte Reue eines Verstorbenen?

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Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der PSI-Forschung, der Welt der Paranormalen Phänomene, kursieren seit jeher unzählige Berichte über „Botschaften aus dem Jenseits“. Immer wieder wollen Menschen Zeichen, Nachrichten oder Signale von Verstorbenen bekommen oder „empfangen“ haben. Seltener jedoch mit konkreten und zuvor unbekannten Informationen aus dem „Drüben“, obwohl auch solche Fälle existieren. So wie ein Fall aus dem Jahr 1937, als scheinbar ein ruheloser Geist auf ein verstecktes Testament hinwies, das einen Betrug enthüllte.


Signale aus dem Jenseits

Menschen rund um die Welt berichten immer wieder, dass sie Zeichen oder Botschaften von Verstorbenen empfangen haben wollen. Oft von kürzlich verstorbenen Personen, die den Zeugen nahe standen. Solche „Signale aus dem Jenseits“ sind deshalb seit Jahrhunderten ein viel diskutiertes Thema in der Welt der Paranormalen Phänomene.

Entsprechen Publikationen aus dem Bereich PSI-Forschung, Okkultismus und Esoterik füllen längst ganze Bibliotheken. Vielfach mit dem Ziel durch solche Berichte und Geister-Geschichten nachzuweisen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Eine überirdische Welt und damit eine andere und parallele Welt der Realität. Sogenannte „Spiritisten“ oder „Medien“, die angeblich Kontakt mit Verstorben aufnehmen können, gibt es selbst in den westlichen Industrienationen in nahezu in jeder größeren Stadt.

Wo hierbei die Grenzen zwischen Wunschdenken, Geschäftemacherei und damit Betrug oder realen Kontakten mit der Anderswelt liege, ist kaum zu sage. Spannend wird es aber immer dann, wenn Menschen von handfesten Informationen sprechen, die sie über einen überirdischen Kanal bekommen haben wollen. Wissen aus dem Jenseits, wenn man so möchte, dass der betroffene Zeuge eigentlich nicht haben konnte.

Genau eine solche Erfahrung machte der Jurist Dr. Edmund F. kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Ein spannendes Erlebnis, dass bereits 1974 das Autorenduo Inge Dreecken und Walter Schneider in ihrem Buch „Signale aus dem Jenseits?“ wiedergaben.

Spuk im Gasthaus

Darin berichtet Dr. F., dass er Mitte der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts in einem kleinen Ort in Ostpreußen lebte. Zu jener Zeit war als junger Amtsrichter tätig und musste einmal in der Woche zum Gerichtstag in einen anderen Ort fahren. „Ein Nest“, wie Dr. F. schrieb, das drei Fahrstunden mit „meinem klapprigen Opel P 4“ entfernt lag.

Am 11. September 1937 war es wieder soweit. Doch diesmal sollten seine Pflichten dort länger dauern, so dass Dr. Edmund F. beschloss in dem ihm bekannten Gasthaus „Zum Löwen“ zu übernachten. Einige Wochen zuvor war ein alter Mann mit Namen Lüders in diesem Hotel gestorben und so kam es, dass Dr. F. zufällig das Dachzimmer dieses Mannes zugewiesen bekam.

Bereits in der ersten Nacht kam es dann eben in diesem Zimmer zu sehr sonderbaren Vorfällen. Als Dr. F. sich gegen 23 Uhr schlafen legte, wurde er plötzlich von einem lauten „Knall“ aus dem Schlaf gerissen und vernahm schlurfende Schritte auf dem Flur, die sich offensichtlich seinem Zimmer näherten. Dr. F. hielt den Atem an. Plötzlich aber hörte er deutlich, dass seine Zimmertür geöffnet wurde und sich die Schritte seinem Bett näherten. Er hatte das Gefühl, dass irgendjemand oder irgendetwas über seine Bettdecke strich, bevor „es“ sich wieder entfernte – doch die Tür war die ganze Zeit über von innen verschlossen.

Am folgenden Morgen berichtete Dr. F. dem Wirt Bandow sein nächtliches Erlebnis, der ihm lächelnd gestand, dass seit dem Tode des alten Lüders in diesem Zimmer nicht mehr alles mit rechten Dingen zuginge. Dr. F. hörte den Ausführungen seines Wirtes zu, glaubte aber nicht so recht an einen Geist in seinem Zimmer. Dennoch sprach er mit dem Wirt ab, dass er nun immer, wenn er wieder beruflich hierher kommen müsse, in seinem Hotel und eben diesem Zimmer schlafen wolle.

Das verborgene Testament

In der nächsten Nacht geschah nichts. Doch bereits einen Besuch darauf begann der Spuk erneut. Wieder hörte er die schweren Schritte, spürte eine Berührung der Bettdecke und vernahm das Quietschen der Zimmertür. Doch diesmal entfernten sich die Schritte nicht sogleich wieder aus dem Zimmer, sondern sie machten beim Schreibtisch Halt, von wo Dr. F. sonderbare, nicht erklärbare Geräusche hörte. „So, als ob Erbsen auf den Fußboden prasselten“, wie es der Richter später beschrieb.

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Die vierte Nacht in diesem Dachzimmer wurde mehr als unheimlich. Als Dr. F. wieder mit dem Phänomen konfrontiert wurde, versuchte er den, der da scheinbar nach seine Decke fasste, zu berühren. Doch er griff ins Nichts. Dabei jedoch spürte er einen Stoß gegen die Brust und fiel rückwärts auf sein Bett. Fast im selben Augenblick bildete sich in der Mitte seines Zimmers ein unheimliches und „diffuses Licht“, in dem Dr. F. die schwachen Umrisse des verstorbenen Lüders zu erkennen glaubte. Diese Gestalt, die ein langes weißes Gewand trug, schritt zum Schreibtisch und stieß mit dem Fuß an ein Schubfach. Dann verschwand die Erscheinung.

Lars A. Fischinger: "Der TOD: Irrtum der Menschheit?" - Cover der Printausgabe, November 2020
Buch zum Thema: „Der TOD: Irrtum der Menschheit?“

Dr. F. sprang aus dem Bett und ging zum Schreibtisch, um die Schublade näher zu untersuchen und tastete auch nach eventuellen Geheimböden. Da er nichts finden konnte, schilderte er am Morgen sein Erlebnis wieder dem Wirt Bandow. Beide beschlossen das fragliche Schubfach noch einmal genauer bei Tageslicht zu untersuchen. Als Bandow es heraus zog, fiel es zu Boden. Dabei sprang eine Holzplatte heraus, die tatsächlich ein Geheimfach verborgen hatte und in diesem lag ein Umschlag mit der Aufschrift: „Mein letzter Wille“ …

Die beiden „Geisterjäger“ nahmen das Schreiben heraus und erfuhren so, dass Lüders vor vielen Jahren ein Testament gefälscht hatte, um das seiner Schwester zustehende Vermögen eines Verwandten zu bekommen. Dieser Betrug machte ihn zu einem wohlhabenden Mann.

Doch er gestand in seinem letzten Willen ein, dass er zeitlebens aufgrund dieses Betruges ein schlechtes Gewissen hatte. Ihn eingestehen wollte er aber nicht. Ebenso wenig wie das ergaunerte Geld wieder abgeben. In diesem Testament verfügte der Verstorbene jedoch, dass sein gesamter Besitz an seine noch lebende Schwester und ihre Töchter gehen solle. Nicht an seine gesetzlichen Erben.

Ein „ruheloser Geist“?

Dr. F. legte das Testament einem Notar vor, der es als rechtskräftig anerkannte. Es war Lüders eigenhändig verfasst und trug Ort, Unterschrift und Datum. Damit bekam seine zuvor betrogene Schwester sein Erbe und Vermögen. Dr. F. dazu:

Ich habe später, aus Neugier, noch ein paarmal in dem Giebelzimmer übernachtet. Aber weder ich noch sonst jemand bemerkte dort nochmals irgendeinen Spuk.

Derartige Berichte werfen viele Fragen auf. Hat Dr. F. all das nur geträumt, und wenn ja, wieso meint er, die Gestalt des toten Mannes gesehen zu haben, die ihn auf ein Geheimfach aufmerksam machte? War er vielleicht sensibilisiert, da man ihm nach der ersten Nacht erzählte, dass es in dem Zimmer spuken soll? Also träumte er die Ereignisse und der Fund des Testamentes war reiner Zufall?

Lüders hat im Leben seine Schwester betrogen und diese Tat nie zugegeben. Vielmehr hatte er recht geizig gelebt und sein unrechtmäßiges Vermögen weiter vergrößert. Erst nach seinem Tode hat er als „Geist“ seiner Schwester das ihr zustehende Erbe überschrieben. Sollte die Seele des alten Mannes, wie es gerne genannt wird, „ruhelos“ gewesen sein, da er auf Erden noch eine Untat zu begleichen hatte? Denn genau in diese Richtung wird diese Art von paranormalen Berichten vielfach gedeutet.

Bei dieser Interpretation stellt sich aber die Frage, warum gibt es nicht viel mehr solcher Berichte? Immerhin, davon kann man durchaus ausgehen, nehmen wohl die meisten Menschen unerledigte Dinge mit ins Grab. Ob diese Vergehen jetzt kleine oder große Sünden sind, einmal außen vor gelassen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Absturz des britischen Luftschiff „R 101“ im Oktober 1930 – und angebliche Paranormale Phänomene um das Unglück

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Der Absturz des britischen Luftschiff "R 101" im Oktober 1930: Ein Paranormales Ereignis? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Absturz des britischen Luftschiff „R 101“ im Oktober 1930: Ein Paranormales Ereignis? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der Literatur über Paranormale Phänomene und auch Esoterik kursieren immer wieder Berichte über angebliche Kontakte mit dem Jenseits.  Botschaften aus dem „Drüben“, die meist als Kontakt mit einer Geisterwelt gedeutet werden. So auch rund um dem Absturz des britischen Luftschiffes „R 101“ im Jahr 1930 über Frankreich, der zahlreiche Menschenleben forderte. Eines der seltsamsten Beispiele derartiger paranormaler Ereignisse und Botschaften, der zu einem Klassiker im Bereich „Kontakt mit dem Jenseits“ und „Leben nach dem Tod“ wurde. Was damals geschah und im Zuge der Katastrophe geschehen sein soll, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Paranormale Phänomene und Botschaften aus dem Jenseits

Im grenzwissenschaftlichen Forschungsgebiet der Paranormalen Phänomene oder schlicht PSI-Phänomene greifen viele Themen nahtlos ineinander über. Nicht viel anders bei anderen Gebieten der Grenzwissenschaft.

Bei PSI-Phänomenen scheint aber die Vielfalt der einzelnen und mutmaßlich unerklärlichen Dinge und Ereignisse weitaus größer zu sein, als bei anderen „Pseudowissenschaften“. In dem Buch „Der Tod – Irrtum der Menschheit“ wurden zahlreiche Beispiele dazu genannt und diskutiert. Offenbar gehören sie alle zusammen – zu einem großen Ganzen. Was, so erstaunlich es klingen mag, sogar UFO-Phänomene und „Geisterwelten“ mit einschließt.

Viele Autoren sind sicher, dass es eine überirdische oder übersinnliche Welt gibt. Vor allem in dem sehr weiten Feld der Esoterik ist das eine Art Grundannahme. Mit dieser Welt können man, so die Überzeugung, über Raum und Zeit hinweg sogar in Kontakt treten. Absichtlich oder unabsichtlich, wie etwa bei Erscheinungen von Geistern oder „Botschaften aus dem Jenseits“.

Eines der seltsamsten Beispiele genau solch einer zeitübergreifenden „Jenseitswelt“, sind ominöse Ereignisse und Botschaften, die sich um den Absturz des britischen Luftschiffes „R 101“ drehen. Fraglos ein Klassiker der paranormalen Forschung, seit dieser von dem bekannten Parapsychologen Harry Price aufgezeichnet wurden. So fand dieser Fall unlängst Einzug in die entsprechende populäre PSI-Literatur.

Geschehen sei demnach folgendes.

Im Jahre 1924 beschloss die britische Regierung unter dem Luftfahrtminister Lord Christopher Thomson of Cardington den Bau einer Reihe von gewaltigen Luftschiffen, um in der Welt die Luftherrschaft beim Personen- und Gütertransport zu erlangen. Vorzeigemaschinen sollten die 90 Tonnen Luftschiffe „R 100“ und „R 101“ sein, die von der Firma „Airship Guarantee Company“ gebaut wurden. Aufgrund von befürchteter Industriespionage beschlossen die Verantwortlichen, das Schiff „R 101“ in Cardington in der Nähe von Bedford auf einer militärischen Anlage zu bauen.

Luftschiff „R 101“

Und bei diesem Bau kam es schnell zu Fehlern und Schlampereien, die dem Stolz der Lüfte zum Verhängnis werden sollten. Insgesamt maß das Luftschiff 237 Meter Länge, hatte einen Durchmesser von 40 Metern und sollte in der Spitze bis 115 km/h schnell sein. Angetrieben wurde es von fünf Dieselmotoren, die zusammen rund 3.300 PS erreichten. 100 Menschen hatten auf „R 101“ Platz. Damit übertraf das Luftschiff sogar die damals in Betrieb befindliche „LZ 127“, die als „Graf Zeppelin“ bis heute eine Legende ist.

Ein ehrgeiziges Projekt unter dem Konstrukteur Vincent Richmond, bei dem sich schon während des ersten Erprobungsfluges Schwächen zeigten. Unter anderem war die erste Version des Luftfahrzeuges untermotorisiert und zu schwer. So kam es auch bei weiteren Erprobungen ab dem 1. Oktober zu erneuten technischen Problemen.

Das Schicksal des Luftschiffes „R 101“ wurde nach dem offiziellen Start am Abend des 4. Oktober 1930 besiegelt. Unter Captain H. Carmichael Irwin sollte es über Europa bis nach Karatschi im heutigen Pakistan fahren. Schon über den Ärmelkanal kam es dabei zu Schäden der Außenhülle von „R 101“ und über Frankreich brach in der Nacht zum 5. Oktober der Funkkontakt mit dem Zeppelin ab.

Über dem Gebiet des Departements Oise bei Beauvais in Frankreich kam es letztlich zur Katastrophe. Das Luftschiff geriet außer Kontrolle, stürze ab und explodierte. Unter den zahlreichen Toten war auch Luftfahrtminister Lord Thomson. Nur sechs Menschen überlebten das nächtliche Inferno; 48 Passagiere kamen um. In einer ersten Einschätzung des Unfalls in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), die schon am 6. Oktober 1930 erschien, mutmaßte man über Nachlässigkeiten und unglückliche Umstände, die zum Crash führten. „Alles ist völlig unverständlich“, so die FAZ damals.

Warnung aus dem Jenseits

Doch um „R 101“ ranken sich einige Ungereimtheiten und vor allem auch sonderbare Berichte über paranormale Dinge vor und nach dem Start des Schiffes. So berichtete Sir Arthur Conan Doyle Anfang 1928, dass er während einer Séance, einer spiritistischen Sitzung, die sich damals großer Beliebtheit erfreuten, eine jenseitige Warnung vor dem Bau des Luftschiffes erhalten hatte:

Ich muss etwas über das neue Luftschiff sagen. Es wird die Belastung nicht aushalten“.

Die Bauherren der „R 101“ hatten für derartige paranormale Warnungen aus dem Jenseits allerdings nichts übrig und ignorierten sie schlicht. Der eigentliche Mythos um „R 101“ begann schon zwei Tage nach dem schicksalhaften Absturz über Frankreich erste, konkrete Formen anzunehmen. Da brannte das abgestürzte Wrack sogar noch.

Conan Doyle war in der Zwischenzeit selbst verstorben und am 7. Oktober 1930 wurde deshalb eine Séance mit dem Medium Eileen Garrett abgehalten, um ihn im Jenseits zu kontaktieren. Diese denkwürdige Kontaktaufnahme fand im „National Laboratory of Psychical Research“ in London unter der Leitung des berühmten Parapsychologen Harry Price statt. Der 1948 verstorbene Pionier der PSI-Forschung war ein Freund von Doyle.

Zweck dieser esoterisch-spiritistischen Séance war es nicht, mehr über den Absturz des Luftschiffes zu erfahren. Vielmehr erwartete Price, immer sehr skeptisch was Jenseitskontakte betraf, einen verabredeten Beweis für ein Drüben von seinem verstorbenen Freund Doyle.

Nachrichten aus anderen Welten

Die Séance nahm ihren Verlauf, als das Medium unverhofft ihren meditativen Zustand schlagartig änderte. Es heißt, Eileen Garrett begann plötzlich mit der panischen Stimme von Pilot Irwin zu sprechen, der bei dem schrecklichen Absturz kurz zuvor ebenfalls ums Leben kam. Der jenseitige Luftschifffahrer war offensichtlich von Panik erfüllt, als er folgende „Botschaft“ geäußert haben soll:

Ich muss etwas dagegen unternehmen … dieser riesige Flugapparat ist einfach viel zu schwer, eine zu große Last für die Motoren, die es kaum schaffen können. Selbst die Motoren sind zu schwer. Deshalb habe ich so oft besondere Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen. Unser Schub ist viel zu gering, der Antrieb ist nur mangelhaft. Kontrollstelle informieren … neuen Abstieg versuchen? Daran ist nicht zu denken. Ein Triebwerk ist defekt … die Ölpumpe ist verstopft … wir fliegen viel zu niedrig und können nicht mehr aufsteigen.

Zusatzmotor kann nicht mehr benutzt werden. Die Ladung ist für diesen langen Flug viel zu groß. Die Fluggeschwindigkeit ist mangelhaft und das Schiff schaukelt beängstigend … hohe Reibung an der Außenhaut … sie reibt sich aneinander … etwas scheint mit der Maschine nicht zu stimmen … ist zu schwer … wir können nicht steigen … trotz verzweifelter Versuche erreichen wir nicht die nötige Höhe … immer kürzere Abstände zwischen den verzweifelten Versuchen, wieder an Höhe zu gewinnen. Niemand kennt das Schiff gut genug.

Das Wetter ist für einen langen Flug viel zu schlecht. Die Außenhaut ist vollkommen durchnässt, und das Schiff senkt seine Nase alarmierend. Es ist unmöglich, wieder hochzukommen. Können absolut nichts tun. Fast die Dächer von Achy gestreift. Halten uns an der Eisenbahnlinie entlang … Eine Untersuchung, die sie später durchführen werden, wird zeigen, dass die Plane nicht mehr elastisch genug war … außerdem ist sie viel zu schwer. Das Mittelstück ist völlig falsch angebracht worden … es ist auch viel zu schwer und hat Übergewicht, was die Maschine bei weitem überfordert …“

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Nach dem unvermittelten Ende der Nachricht von Drüben, machte sich Verwirrung breit. Niemand konnte sich so recht erklären, was das Medium soeben empfangen hatte. War es ein Hinweis auf ein Leben nach dem Tod, wie dieser Fall vielfach interpretiert wird?

In der am 10. Oktober 1930 erschienenen „Morning Post“ berichtete der bei der denkwürdigen Séance zugegen gewesene Journalist Ian D. Coster von dieser Jenseitsnachricht. Coster hatte diese zuvor in „Steno“ mitgeschrieben. Und durch den dortigen Artikel „R 101: Remarkable Seance“ fand diese Geschichte Einzug in die einschlägige Literatur.

Technisches Wissen aus dem „Drüben“?

Unter den Lesern der Zeitung sei auch ein Mann namens Will Charlton gewesen, der persönlich an der Konstruktion des Luftschiffes „R 101“ beteiligt war. Aufgrund seiner persönlichen Verbindung zu dem Schiff hatte er großes Interesse an dieser Séance. Er besorgte sich von Price die Originalprotokolle der Sitzung, da ihm schon beim ersten Überfliegen der Mitteilung in der „Morning Post“ interessante Details ins Auge gefallen waren.

Charlton studierte daraufhin die angebliche Jenseits-Durchsage genau, und konnte am Ende etwa 40 Einzelheiten dingfest machen, die technisch korrekt wiedergegeben wurden. Wie aber das Medium Garrett dieses technische Wissen erlangt haben sollte, konnte er sich – wenn nicht tatsächlich eine Paranachricht vorliegt – nicht erklären.

Charlton war beeindruckt und konsultierte einige weitere Experten, die nicht minder erstaunt über diese korrekten Angaben waren. Nach seinen Untersuchungen sah er sich zu folgendem Resümee veranlasst, das beispielsweise der Mystery-Autor Viktor Farkas in seinem Buch „Unerklärliche Phänomene“ 1988 wie folgt wiedergab:

Es scheint eindeutig, dass in dieser Séance Originalinformationen aus der Erfahrung des verstorbenen Kapitäns der R 101, Fliegerleutnant H. Carmichael Irvin, gegeben wurden, so als wäre er persönlich anwesend gewesen. (…) ein erstaunliches Dokument, das mehr als 40 hochtechnische und vertrauliche Einzelheiten darüber enthielt, was an jenem Unglückstag passiert war.“

Die seltsamen Botschaften aus dem Jenseits waren damit aber noch nicht am Ende. Drei Wochen nach dieser Séance wurde Major Oliver Villiers, ein Pilot der Royal Air Force, der beim Absturz der „R 101“ eine Reihe von Freunden verloren hatte, von einem paranormalen Traum überrannt. In tiefer Nacht spürte er plötzlich das in der Parapsychologie bekannte Phänomen, dass er nicht mehr alleine in seinem Zimmer war. Major Villiers war sich sicher, dass sein Freund Carmichael Irwin anwesend war und konnte nur kurz darauf die „Stimme“ des Verstorbenen wahrnehmen.

Der Geist von Captain Irwin?

Irwin, so die Vermutung des Majors, versuchte Kontakt mit ihm aufzunehmen, was aber offenbar nicht gelang.

Also wurde durch einen anderen Freund für den 31. Oktober 1930 ein Treffen mit dem schon bekannten Medium Garrett organisiert. Schnell gelang es, mit dem jenseitigen Irwin über das Medium in Kontakt zu kommen. Dabei entwickelte sich zwischen Irwins „Geist“ und Major Villiers ein hoch interessanter Dialog mit technischen Einzelheiten, die zu diesem Zeitpunkt unbekannt waren. Beispielsweise schilderte Irwin via Medium, dass er einen Tag vor dem Start Schwankungen des Gasdrucks bemerkt hatte, die er auf ein defektes Ventil zurückführte. Dies war bis dahin unbekannt. Auch kam es bei dieser Séance zu einem Kontakt mit dem Offizier Scott(ie), der gleichfalls erstaunliche technische Details offenbarte.

Die wegen des Absturzes ins Leben gerufene Untersuchungskommission verkündete erst im April 1931 die Ergebnisse ihrer Arbeit und den Hergang der Katastrophe von „R 101“. Sie entsprachen den paranormal empfangenen Informationen.

Jahrzehnte später, nach dem Tode des Mediums Garrett im Jahr 1970, machte sich der Forscher Archie Jarman die Mühe, sämtliche Fakten und aufgezeichneten Übermittlungen noch einmal zu überprüfen. Nach einem halben Jahr intensiver Auseinandersetzung und Analyse der technischen Hintergründe und der Informationen der Séancen kam Jarman zu dem Ergebnis, dass hier kein natürliches „Phänomen“ vorliegen konnte. „Meiner Ansicht nach“, schreibt er in dem Fachblatt „Psychic News“, „ist es wirklich absurd, anzunehmen, Eileen habe ihre Informationen durch irdische Quellen erhalten“.

Was genau hier geschehen ist, bleibt natürlich umstritten. Vieles durchaus Spekulation, die nicht mehr überprüft werden können. Waren es die „Geister“ der ums Leben gekommenen Besatzungsmitglieder der „R 101“? Oder aber waren es Botschaften, die die Männer an Bord des Luftschiffes „absetzten“, als sie noch lebten? Kurz vor dem Absturz, dem sicheren Tod vor Augen, und damit Raum und Zeit übergreifend?

Viele Fragen

Tatsächlich könnte die Botschaft von Irwin auch so gedeutet werden. Oder war alles ein Schwindel? Vielleicht auch reine Irrtümer, Verwechselungen und eine gute Portion Wunschdenken? Immerhin wurde bei Katastrophen aller Art, vom Untergang der „Titanic“ bis zu den Anschlägen vom 11. September 2001, vielfach von genau solchen „Botschaften aus der Anderswelt“  gesprochen. Schockierende Krisen, die die Welt in Atem hielten.

Hinzu kommt im Fall des Luftschiffes „R 101“, dass sich die entsprechenden Autoren in kleinen Details widersprechen. So nennt beispielsweise der sehr bekannte Autor des Phantastischen Ernst Mecklenburg in seinem Buch „Wir alle sind unsterblich“ (1997) den Luftschiffskapitän Carmichael Irwin. Wie fast alle anderen Autoren ebenso. Andere jedoch nennen einen Captain Raymond Hinchcliffe und der Pilot habe Carmichael Irwin geheißen. Das steht sogar im deutschen Wikipedia-Eintrag zu diesem Luftschiff.

Ein Blick auf die Crewliste von „R 101“, wie sie beispielsweise auf „Airships online“ dokumentiert ist, zeigt, dass ein Raymond Hinchcliffe überhaupt nicht zur Crew gehörte. ein personal dieses namens war nicht als Teil der Besatzung an Bord. Navigator war ein Ernest Johnston, der ebenfalls bei dem Unglück ums Leben kam.

Wer also war Raymond Hinchcliffe? Wie kam sein Name in die Geschichte und auf Wikipedia? Walter George Raymond Hinchliffe lebte aber tatsächlich. Er war eine Legende der Fliegerei, ein britisches Flieger-Ass im 1. Weltkrieg und machte nach dem Krieg eine steile Karriere in der zivilen Fliegerei und Royal Air Force. Doch er starb bereits am 13. März 1928 beim Versuch einer Atlantik-Überquerung und damit vor der „R 101“-Katastrophe. Ein Geist als Flugkapitän?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Geist, der mit dem Zug kam: Ein unheimliches „Phantom“ 1936 in Großbritannien? +++ Artikel +++

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Der Geist, der mit dem Zug kam: 1936 soll ein Geist oder Phantom am Bahnhof Exeter erschienen sein ... (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Geist, der mit dem Zug kam: 1936 soll ein Geist oder Phantom am Bahnhof Exeter erschienen sein … (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ein Phänomen, dem Mystery-Forscher aus dem Bereich „Paranormale Phänomene“ immer wieder begegnen, sind Erscheinungen von „Krisen-Geister“. Wenn man sie so nennen mag. Dabei berichten Menschen in diesen Fällen, dass sie den „Geist“ oder „Astralkörper“ einer Person sahen, die sich zum fraglichen Zeitpunkt mindesten in einer Krisensituation befanden. Oder, im schlimmsten Fall, dass diese just im Augenblick der Begegnung ums Leben kamen. Oft hunderte Kilometer entfernt und ohne, dass es der Freund oder Familienangehörige über den Tod informiert gewesen sein konnte. Ein solcher interessanter Fall soll sich beispielsweise 1936 in Großbritannien ereignet haben. Ein unheimlicher Bericht, der gleichzeitig viele Fragen aufwirft, wie Ihr in diesem Artikel lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

„Krisen-Geister“

Ein Phänomen, dem Mystery-Forscher aus dem Bereich „Paranormale Phänomene“ immer wieder begegnen, sind Erscheinungen von „Krisen-Geister“. Wenn man sie so nennen mag.

Dabei berichten Menschen in diesen Fällen, dass sie den „Geist“ oder „Astralkörper“ einer Person sahen, die sich zum fraglichen Zeitpunkt mindesten in einer Krisensituation befanden. Oder, im schlimmsten Fall, dass diese just im Augenblick der Begegnung ums Leben kamen. Oft hunderte Kilometer entfernt und ohne, dass es der Freund oder Familienangehörige über den Tod informiert gewesen sein konnte.

Die Berichte über derartige Phänomene sind sehr interessant und erstaunlich weit verbreitet. Kern ist dabei immer, dass der jeweilige Zeuge nicht wissen konnten, was in diesem Augenblick tatsächlich mit der ihm nahestehenden Person geschah.

Ein solcher interessanter Fall soll sich beispielsweise 1936 in Großbritannien ereignet haben (dazu am Ende mehr):

Der Geist, der mit dem Zug kam

Im Juni 1936 erhielt Dr. John Rowley aus Exeter einen Brief seines langjährigen Freundes Dr. Arthur Sherwood aus London. Sherwood war ein in London praktizierender Kollege, weshalb Rowley ihn lange nicht mehr gesehen hatte. Doch das Schreiben war erfreulich, denn darin sagte Sherwood der Einladung zu einem Besuch bei Rowley in Exeter zu. Er würde um 10:30 Uhr am Bahnhof ankommen und gerne einige Zeit bei seinem Freund bleiben.

Rowley traf alle Vorbereitungen und machte sich sehr früh auf, um seinen Freund vom Bahnhof abzuholen. Unterwegs traf er an einer Haltestelle seinen Bekannten Francis Grafton, der dort auf eine Gelegenheit wartete, ins Stadtzentrum fahren zu können. John Rowley lud ihn ein mitzufahren, wollte jedoch zuerst seinen Freund Sherwood vom Bahnhof abholen.

Danach würde er Grafton umgehend in der Stadt absetzten, wo Grafton ein Architekturbüro hatte.

Einige Minuten vor 10:30 Uhr betraten die beiden den Bahnhof und gingen auf eine Gleisüberführung. Nur rund 15 Meter vom Bahnsteig entfernt. Von dort wollten sie Sherwood bei seiner Ankunft begrüßen. Nur kurze Zeit später fuhr dann der Zug ein, dem nur drei Männer und eine Frau entstiegen. Einer der Männer war Arthur Sherwood und Rowley rief ihm freudig von der Überführung aus zu.

Der Mann stellte seine Reisetasche ab, blickte herauf und winkte ebenfalls seinem alten Freund. Rowley und Grafton liefen hinunter, um den Besucher am Bahnhofsausgang in Empfang zu nehmen. Doch sie erlebten Erstaunliches.

Zwei Männer und die junge Frau passierten den Fahrkartenschalter – doch von Dr. Sherwood keine Spur. Rowley informierte sich beim zuständigen Kontrolleur, ob der Mann bereits den Schalter passiert habe. Doch der Beamte erwiderte, dass lediglich das Mädchen und zwei Männer durchgekommen seien. Als Beleg zeigte er die entsprechenden Fahrkarten der Kunden. John Rowley und sein Freund Francis Grafton erhielten daraufhin die Erlaubnis, das Bahngelände abzusuchen, mussten aber nach 30 Minuten resigniert aufgeben Sherwood war nirgends zu finden und so fuhren beide verstört wieder zurück.

Die unangenehme Überraschung erwartete Dr. Rowley jedoch, als er wieder zu hause war. Ein Bote überbrachte ihm ein Telegramm, dem zu entnehmen war, dass sein Freund auf dem Weg zum Bahnhof in London bei einem schweren Unfall ums Leben gekommen war. Ungläubig ließ er sich die schreckliche Meldung telefonisch bestätigen: Ja, tatsächlich, Dr. Arthur Sherwood war vor Antritt der Reise nach Exeter tödlich verunglückt.

Was war hier geschehen?

Hatten sich Rowley und sein Freund Francis Grafton einfach nur am Bahnhof geirrt? Oder sahen beide ein „Phantom“ bzw. hatten sie schlicht eine Halluzination? Ein Hinweis auf ein Leben nach dem Tod?

Man könnte einwenden, dass Dr. Rowley einen anderen Mann mit seinem Freund aus London verwechselte. Grafton ihn deshalb dann auch, da er Sherwood nicht kannte und so den Fremden ebenso für den erwarteten Gast hielt. Doch dies erklärt nicht das Verschwinden des Mannes vom Bahngelände. Und auch nicht die Tatsache, dass die Person auf die Begrüßung des John Rowley eindeutig reagierte.

Francis Grafton indes war sich sicher, dass er sich in keinem Fall getäuscht hatte und gab eine Erklärung an Eides statt ab:

Es war gegen 10.30 Uhr, als ich den Doktor zum Bahnhof  begleitete. Die Sonne schien, und die Lichtverhältnisse waren ausgezeichnet. Wir standen auf der Brücke, knapp 15 Meter vom Bahnsteig entfernt, und warteten auf den Zug. Diesem entstiegen mit absoluter Gewissheit vier Reisende – drei Männer und eine Frau. Ich bin mir dessen völlig sicher. Der älteste von ihnen war ein Mann mit einem Bowler-Hut, der einen Koffer trug.

Dr. Rowley machte mich auf ihn aufmerksam. Es war der Mann, den er erwartete. Als Dr. Rowley ihm zuwinkte, lächelte der Reisende und erwiderte den Gruß auf die gleiche Weise. Wir begaben uns zur Sperre, die allerdings nur drei Personen passiert hatten.

Ich bin sehr skeptisch und glaube nicht an okkulte Dinge. Nichtsdestoweniger fühle ich mich völlig außerstande, diesen Vorfall rational zu erklären. Ich gebe zu, vor einem unlösbaren Rätsel zu stehen.“

Eines ist nach diesem Vorfall sicher deutlich: Dr. John Rowley wird sich kaum einen Scherz erlaubt haben. Zudem hätte er vom Tod seines Freundes wissen müssen. Und wenn wäre es noch immer mehr als fraglich, ob er sich dann einen solchen „Scherz“ erlauben würde.

Fraglich ist auch, dass hier eine Verwechselung vorgelegen hat. Warum sollte der Mann, den Rowley für seinen Freund hielt, seinen Gruß erwidern, wenn sich der Zeuge nur irrte? Auch war Rowley nicht der einzige Zeuge der unheimlichen Begegnung – er hat also nicht einfach nur halluziniert …

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Ist die Geschichte auch wahr?

Hatte John Rowley in Exeter demnach eine Begegnung jenseits der unsrigen Welt? Eine jener paranormalen Erscheinungen, wie sie in zahllosen Beispielen der PSI-Forschung zu finden ist?

Derartige Geister-Erscheinungen von „frisch verstorbenen Menschen“ sind in der einschlägigen Literatur vielfach zu finden.. Zum Beispiel von Angehörigen der Soldaten im 1. und 2. Weltkrieg, deren Lieben zum Zeitpunkt ihres Todes erschienen sein sollen. Und ich bin sicher, dass der ein oder andere Grenzwissenschaft und Mystery Files-Leser im nähren oder familiären Umfeld selber solche Geschichten kennt. An anderer Stelle habe ich umfangreich darüber berichtet

Dieses spezielle Beispiel von 1936 hat der 2008 verstorben Mystery-Autor Ernst Meckelburg in seinem Buch „Traumsprung“ beschrieben. Aber ist die wirklich so geschehen und woher stammt die Quelle? Meckelburg hat in seinem Buch überhaupt keine Quellenangaben genannt. Zu keinem Thema. Das macht eine Bewertung äußert schwierig, zumal Meckelburg mit seinen zahlreichen Büchern immer als recht umstrittener Autor galt und gilt (s. a. Beispiel HIER).

Den Fall aus Exeter nennt er auch in keinem anderen seiner Bücher aus der Welt des Phantastischen und Paranormalen. Einige Themen und Fälle sind bei ihm in mehreren seiner Veröffentlichungen zu finden, so dass darin nach einer Quelle gesucht werden könnte. „Traumsprung“ ist auch dahingehend eine Ausnahme seiner Bücher, da in anderen Werken immer Quellenverzeichnisse zu finden sind.

Auch andere Bücher internationaler Autoren aus dem Bereich Paranormale Phänomene scheinen keinen Dr. Arthur Sherwood und Dr. John Rowley zu kennen. Zumindest fand ich keine zweite oder primäre Quelle.

Woher mag also dieser unheimliche Bericht stammen? Woher die auch hier wiedergegeben Eidesstattliche Erklärung des Francis Grafton? Ist es 1936 wirklich so oder so ähnlich in Exeter geschehen?

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

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Lars A. Fischinger

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Zeitreisen schon vor 2500 Jahren? Wenn ein Mensch unwissentlich mehr als ein halbes Jahrhundert in die Zukunft reist! (Artikel)

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Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

„Missing Time“, die „Fehlende Zeit“, oder Zeitversetzungen sind schon lange feste Begriffe in der UFO- und PSI-Forschung. Im Zusammenhang mit dem Thema der UFO-Entführungen hat dieses „Missing-Time-Syndrom“ weltweite Berühmtheit erlangt. Vor allem seit den Büchern „Die unterbrochene Reise“ von John G. Fuller 1966 und natürlich dem Buch „Missing Time“ von Budd Hopkins 1981 zum Thema Entführungen durch Außerirdische. Doch gleichgültig ob das Phänomen als „neuzeitliche Hysterie“ belächelt wird, so sind auch in der Mythologie, der Märchen- und Sagenwelt und den heiligen Schriften unserer Ahnen solche Phänomene beschrieben und geschildert. So auch zu biblischen Zeiten, als ein Prophet angeblich durch die Zeit reiste – mit Hilfe Gottes.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Phänomen „Zeit“ und ihre Beeinflussung durch fremde Wesen (Engel, Feen, Elfen, „Götter“, Außerirdische etc.) ist in vielen globalen Überlieferungen zu finden. Die mittelalterliche Märchenwelt kennt dies genauso wie verschiedene andere Mythen oder Begegnungen mit „Geistern“ und ähnlichem. So auch der Prophet Baruch, der nach einem alten Text eine Zeitreise am eigenen Leibe erfahren haben will.

Es gibt heute zwei Versionen der nicht in der Bibel zu findenden Schriften „Apokalypse des Baruch“, die zu den sog. Apokryphen zählen. An dieser Stelle interessiert uns aber ein dritter Text, der den Namen des Propheten trägt und als „Restschrift“ des Propheten angesehen wird. Dieser Text wird „Reste der Worte Baruchs“ oder „Nachtrag zum Propheten Jeremias“ genannt. Diese jüdische Schrift ist heute in verschiedenen Sprachen wie unter anderem griechisch, äthiopisch und slawische überliefert und erzählt über das Leben des biblischen Propheten Jeremia (ca. 647 v. Chr. geboren) um die Zeit von Jerusalems Zerstörung. Trotz umfangreicher Quellen-Texte ist allerdings die genaue Entstehungszeit der Schriften bis heute ungewiss.

Wenn Engel hernieder fahren und Gott mit seinem Propheten einen Plan schmiedet

Die Propheten Baruch und Jeremia waren einst gute Freunde und gingen gemeinsam ihren prophetischen Weg im Heiligen Land. Kurz vor der Zerstörung Jerusalems, so heißt es in der „Restschrift“, trafen die beiden gottesfürchtigen Männer sich auf der Stadtmauer der Stadt. Möglicherweise, weil sie dort die Ankunft eines Himmlischen erwartet haben. Zumindest ertönte bei diesem Treffen plötzlich ein „Trompetenschall“ und …

„…aus dem Himmel kamen fromme Engel mit Fackeln in den Händen, und stellten sich auf die Stadtmauern.“ (3,2)

Baruch und sein Freund Jeremia waren sehr traurig über Jerusalems düstere Zukunft. So nutzten sie diese Gelegenheit, die göttlichen Wesen aus dem Himmel um eine persönliche Unterredung mit Gott zu bitten. Mit mehr oder minder guten Erfolg bzg. der Zukunft Jerusalems.

Im Folgenden gab Gott während dieser Besprechung den beiden Männern aber auch die Anweisung, die Heiligtümer des Tempels von Jerusalem vor den nahenden Eroberern zu verstecken.

Jeremia hingegen plagte noch eine weitere Sorge: Das Schicksal eines äthiopischen Mannes mit Namen Abimelech lag ihm persönlich sehr am Herzen. Der Prophet konnte es nicht ertragen, dass dieser Abimelech das nahende Ende Jerusalems mit ansehen muss, und bat Gott etwas zu unternehmen. Dieser zeigte durchaus Verständnis für die Bitte seines Propheten und erklärte ihm:

Modell der Bundeslade (Bild: L. A. Fischinger)
Modell der Bundeslade: Auch sie sollte gerettet werden! (Bild: L. A. Fischinger)

Schick ihn (Abimelech, LAF) zum Weinberg des Agrippa durch den Bergweg! Und ich verberge ihn, bis ich das Volk zur Stadt zurückgeführt.“ (3,10)

Es ist bereits hier zu erkennen, dass der Herr des Himmels einen Plan hatte, um diesen Abimelech vor dem Untergang zu bewahren. Ganz wie es Jeremia sich erhoffte. Aus diesem Grunde soll der Äthiopier in die nahen Berge geschickt werden, wo Gott ihn dann erwarten würde. Nachdem Jeremia mit dem Herrn diesen Plan abgemacht hatte, „ging der Herr von Jeremias in den Himmel“ (3,13) zurück und die zwei Propheten versteckten die Tempelschätze (Stichwort: Bundeslade …) in der Erde (3,14).

Die Zukunft kann kommen!

„Am anderen Morgen schickte Jeremias Abimelech fort“, so beginnt die eigentliche Überlieferung, die hier durchleuchtet werden soll. „Durch den Bergweg“ musste er einen Korb voll Feigen hohlen, um diesen den armen und kranken Einwohnern von Jerusalem zu geben (3,15-16). Also eine ganz normale Aufgabe für den Abimelech als Freund des Propheten. So sagt es auch der alte Text, in dem es heißt, ahnungslos „ging er weg, wie er ihn hieß“. Abimelech konnte auch nicht ahnen, dass sein Prophet Jeremia zuvor mit Gott einen Plan zu seinem eigenen Schutz geschmiedet habe. Dass in dieser Bergregion bereits Gott auf ihn wartete, konnte er nicht wissen.

Es wurde auch Zeit … und Abimelech verließ gerade noch rechtzeitig die Stadt, so dass er deren Zerstörung und Plünderung (inkl. des Tempels) nicht miterleben musste (4,1ff.). Jeremia wurde mit ins Exil nach Babylon verschleppt und Baruch blieb weinend und trauernd in Jerusalem zurück. Hier heißt es unter anderem, dass Engel des Himmels kamen und ihm „über alles Kunde“ brachten. Mit dieser Feststellung beginnt auch die Überlieferung in dem Buch der griechischen Apokalypse des Baruch ab Kapitel 1, Vers 3. Darin steht geschrieben, dass Abimelech irgendwie „durch Gottes Hand errettet ward“. Wie erfahren wir in dieser Schrift aber nicht …

Der Turm von Babylon - himmelhoch! (Bild: WikiCommons, L. A. Fishcinger / NASA/JPL)
VIDEO: Der weltberühmte Turm von Babylon – Zum Himmel hoch! (Bild: WikiCommons, L. A. Fischinger / NASA/JPL)

Anders in den „Resten“, wo wir mehr über die Ereignisse vor rund 2500 Jahre lesen. Dort wird ab Kapitel 5 berichtet, dass Abimelech weisungsgemäß die Feigen besorgte und sich anschließend erschöpft unter einen schattigen Baum „ein wenig ausruhen“ wollte. „Ein wenig“ ist in diesem Fall aber wohl mehr als untertrieben, denn Abimelech schlief mal eben mehr als ein halbes Jahrhundert. Wir erfahren:

Er legte auf den Korb dabei sein Haupt, und schlummerte so sechsundsechzig Jahre und wachte nicht ein einzig Mal aus seinem Schlafe auf.“ (5,2)

Wie soll man diese Aussage interpretieren, deuten, verstehen oder auslegen?

Zeitreisen können sehr verwirrend enden

An Abimelech selber jedenfalls war das Nickerchen von 66 Jahren spurlos vorüber gegangen. Mehr noch: Als er aufwachte wollte er sogar noch etwas weiter schlummern, da er sich noch immer nicht erholt fühlte. Ganz nebenbei warf er dabei einen Blick auf seine gesammelten Feigen. Zum Glück waren diese „noch saftig“, dass er eigentlich noch etwas hätte ruhen können (5,3-4). Jedoch bekam Abimelech Angst. Angst davor, dass Jeremia ihn bestrafen wird, wenn er nicht bald zurück sei, da er der Auftrag offenbar eilig war.

Also ging er nichts ahnend zurück in Richtung Jerusalem und dachte nicht im Traum daran, dass er 66 Jahre fort war. Doch dies sollte sich bald ändern. An Jerusalems Mauern angekommen machte er nämlich eine überaus verstörende Feststellung:

„Doch kennt er weder diese Stadt, noch ihre Häuser, noch seine eigene Familie. (…) Dies ist gar nicht die rechte Stadt.“ (5,7-8)

Was sollte er tun? Sicher zweifelte auch Abimelech langsam an seinem Verstand. Wo war Jerusalem?

Ich bin verwirrt, weil ich den Bergweg ging. Ich bin gerade aus dem Schlaf erwacht. Der Kopf ist mir noch schwer; ich habe noch nicht genug geschlafen; ich bin verwirrt. Verwunderlich! Wie kann ich nur vor Jeremias sagen, ich sei verwirrt!“ (5,9-11)

So, wie es wahrscheinlich jeder von uns in einem solchen Fall getan hätte, ging er vor die Stadtmauern und „schaute nach den Merkmalen der Stadt“. Da er seine Heimat natürlich gut kannte, bemerkte er aber sehr schnell, dass dieser Ort tatsächlich Jerusalem war. Die Stadt hatte er zweifellos an ihren architektonischen „Merkmalen“ identifiziert. Abimelech glaubte lediglich, dass er sich „verirrt“ haben muss. Also ging er wieder hinein und suchte seine Angehörigen. Doch das half ebenso nichts, da Abimelech kein einziges bekanntes Gesicht in Jerusalem antraf. Als seine Verzweiflung wuchs, ging er erneut vor die Stadt und wartete darauf, dass „der Herr mir diesen Schrecken nimmt“ (5,13-16).

Der durch die "Zeitreise" verwirrte Abimelech (Bild: Archiv W.-J. Langbein)
Der durch die „Zeitreise“ verwirrte Abimelech und der alten Mann (Bild: Archiv W.-J. Langbein)

Als ein alter Mann sich dem traurigen Abimelech vor den Mauern der Stadt nährte, er den Greisen nach den Namen dieser Stadt und den Verbleib seiner Einwohner und der Propheten Baruch und Jeremia befragte, verstand er gar nichts mehr. Der Mann war über die scheinbar wirren Fragen mehr als erstaunt und entgegnete ihm, dass Jeremia und das Volk vor langer Zeit nach Babylon deportiert wurden. Ein Umstand, den natürlich jeder Bewohner kennt!

Die Antwort des Greisen gefiel Abimelech indes überhaupt nicht. Er musste sich sogar zügeln, den Mann nicht zu „beschimpfen“ und zu „verlachen“. Selbst wenn die „Wolkenbrüche“ auf die Erde gefallen wären, hätte die Zeit seiner Abwesenheit „für einen Marsch nach Babel einfach nicht gereicht“, so Kapitel 5 ab Vers 23. Abimelech erklärte dem alten Mann, dass er von Jeremia persönlich zum Feigen holen geschickt wurde, und nur in der Mittagshitze eingeschlafen sei. So war schlicht und einfach überhaupt keine Zeit, um das Volk nach Babylon zu verschleppen. Wie zum Beweis für seine Behauptung präsentierte er dem Greisen seinen Korb mit den immer noch saftigen Früchten. Und dieser war daraufhin mehr als nur erstaunt:

Sieh! Heute sind es sechsundsechzig Jahre, seitdem das Volk nach Babylon verschleppt worden ist. Damit du siehst, mein Sohn, dass dieses wahr, schau auf das Ackerland und sieh! Sie Samen keimen erst. Die Zeit für Feigen ist noch nicht gekommen. Bedenk es wohl!“ (5,30-31)

Bei Gott ticken die Uhren halt anders

Abimelech bemerkte laut dieser Überlieferung nicht, was eigentlich mit ihm geschehen war: Er war vor 66 Jahren in den Bergen unterwegs und schlief bei einer Pause ein. Für ihn war das einige wenige Stunden her. Als er wieder erwachte, war auch seine Ernte noch knackig und nichts schien an dem Nickerchen ungewöhnlich gewesen zu sein. Auf den Feldern der „neuen“ und ihm fremdartig erscheinenden Umgebung keimten das Saatgut jedoch erst Er reiste durch die Zeit.

Abimelech war fassungslos. Dankbar betete er zu Gott, bis ein Engel aus dem Himmelreich kam und ihn nach Baruch, der ja nicht im babylonischen Exil lebte, brachte. Unter Tränen sahen sie sich wieder und konnten nicht begreifen, was geschehen war (Ab Kapitel 6, Vers 1). Aber auch Jeremia, hunderte Kilometer von Jerusalem entfernt, sollte von diesem großartigen Ereignis erfahren. Baruch wusste natürlich nicht, wie er seinem Freund im Exil die frohe Nachricht schnell zukommen lassen konnte. Aber Gott wusste es.

Neues Prä-Astronautik Buch von Lars A. Fischinger: "Rebellion der Astronautenwächter"
Engel waren alles andere als „Engel“: Neues Prä-Astronautik Buch von Lars A. Fischinger: „Rebellion der Astronautenwächter“ (Bild: L. A. Fischinger / Archiv / gemeinfrei / Amra Verlag)

So kam erneute „vom Herrn ein Engel“ hernieder, der dem unlängst greisen Propheten erklärte, dass er sich über den Transport der Nachricht keine Gedanken machen soll. Ein „Adler“ werde kommen, der die Botschaft nach Babylon bringen werde. In Kapitel 7, genannt „Der Adler“, ist uns dieser himmlische Botschafter, der übrigens ganz normal „mit Menschenstimme“ sprach, beschrieben. Dieses „Tier“ informierte Baruch, dass er hierher gekommen sei, um die Botschaft nach Babylon zu überbringen. Was er dann auch tat.

Die Erzählung über diese Zeitanomalie aus dem kleinen Baruch-Text ist überaus interessant. Auch und vor allem für uns Prä-Astronautik-Forscher und -Autoren. Leider finden sich in den entsprechenden Kommentaren keinerlei klärende Erläuterungen zu diesem Ereignis. Es bleibt ganz allein dem Leser dieser Schriften überlassen, was er davon hält. Frommes Märchen der jüdischen Mythologie oder eine Sage mit möglicherweise einem realen Kern, wie ich es als Mystery-Jäger vermute?!

Es steht jedoch absolut außer Frage, dass Überlieferungen über Zeitversetzungen etc. in der Mythologie uralt sind und auch in der mittelalterlichen Sagenwelt auftauchen. Bei Letzterem sogar überaus häufig im Zusammenhang mit der sog. „Anderswelt“ jenseits von Zeit und Raum und den Wesen der Folklore. Wenn man es ganz genau nehmen möchte, enthält schon die Bibel einen Hinweis auf eine andere Zeitlinie der Himmlischen. So heißt es im recht bekannten Psalm 90,4 über Gott:

Denn tausend Jahre sind für dich / wie der Tag, der gestrige, der verging, / wie eine Wache in der Nacht.

Abimelech wurde bewusst bei seiner Suche nach Obst von dem Herrn erwartet. Schließlich trug Gott seinem Propheten Jeremia persönlich auf, dass er ihn in die Berge schicken soll. Als der Äthiopier sich dann kurz hinsetzte und einschlief … entrückte der Herr ihn von der Erde oder „aus der Zeit“. Erst unglaubliche 66 Jahre später soll er dann wieder zurückgekommen sein. Für Abimelech waren es ein paar Stunden, für die Welt Jahrzehnte …

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Reiste zwar nicht durch die Zeit aber in das All: Stammvater Abraham. (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

All dies – Reisen in der vierten Dimension – ist heute nicht mehr nur Spekulation, sondern inzwischen vertreten ernstzunehmende Wissenschaftler die Meinung, dass dies durchaus möglich sein könnte. Science-Fiction sind solche Ideen ohne jede Frage. Ebenso Überlegungen zu Zeitmaschinen. Wobei wir seit Einstein von der Relativität der Zeit wissen. Auch der Physiker und Mathematiker Prof. Stephen Hawking (Universität Cambridge) ist sicher, dass „Zeitreisen grundsätzlich möglich sind“, wie er seit Jahrzehnten sagt. „Grundsätzlich“.

Ob auch Hawking bei seinen Spekulationen und Theorien Baruch gelesen hat? Wie sagt das Buch Ezechiel so treffend:

Sie haben Augen um zu sehen, und sehen nichts“ (Ez. 12,2).

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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