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Maria Reiche und die Linien von Nazca: Verdienter Mainstream-Bericht über die vergessene Gringa, die die Wüste in Peru fegte

Maria Reiche und die Linien von Nazca: Die Gringa, die die Wüste in Peru fegte (Bilder: latinamericanstudies.org)
Maria Reiche und die Linien von Nazca: Die Gringa, die die Wüste in Peru fegte (Bilder: latinamericanstudies.org)

Es existiert wohl kein an Prä-Astronautik sowie Grenzwissenschaft und Mystery Files Interessierter auf diesem Planeten, der nicht die Linien und Scharrbilder von Nazca in Peru kennt. Zu verdanken haben die Nazca-Linien ihre Berühmtheit ohne Zweifel Erich von Däniken und seinen Thesen über die Raumfahrer des Altertums. Nazca ist seit nun 50 Jahren Teil seiner Argumentationen. Vergessen wurde darin nie Dr. Maria Reiche aus Deutschland, die als Pionierin der Nazca-Forschung ihr Leben der Entschlüsselung der Hochebene in Peru widmete. “Die Gringa, die die Wüste fegte”, wie sie einst in Peru belächelt wurde. Vergessen wurde Reiche aber vielfach in der Öffentlichkeit. Ein jüngst erschienener Artikel in der Mainstreampresse ruft die Nazca-Forscherin jetzt gebührend ins Gedächtnis zurück. Genau 20 Jahre nach ihrem Tod am 8. Juni 1998 in Peru. Ein Beitrag, der natürlich um von Däniken nicht herum kommt, weshalb das Thema bzw. Maria Reiche an dieser Stelle ebenso einmal genauer betrachtet und gewürdigt werden soll.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Bilderbuch der Götter

Nazca ist jener Ort in Peru, in dem sich die legendären Scharrbilder, Pisten, Linien und Figuren in der Wüste befinden, die nur aus der Luft wirklich in ihrem Ausmaß zu erfassen sind. Diese mysteriösen Nazca-Linien und ihre “Verwandten” in aller Welt, waren bereits vielfach Thema unterschiedlicher Beiträge auf diesem Blog. So gut wie jeder an den Rätseln der Geschichte Interessierte kennt sie. Jeder Erich von Däniken-Leser kennt sie fast schon “in und auswendig”, da sie bereits in seinem 1. Buch 1968 ein wichtiges Thema waren.

So ist auch von Däniken zu verdanken, dass die Bilder in der Wüste heute weltweit bekannt sind. Natürlich nicht nur in der Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik. Vor nicht einmal 100 Jahren war das ganz anders!

Erst im Jahre 1927 wurden von dem peruanischen Archäologen Toribio Mejia Xesspe die Geoglyphen von Nazca wieder entdeckt. 13 Jahre später berichtete er erstmals über die sonderbaren Bodenstrukturen in der Ebene in einem Artikel und auf einer Pressekonferenz in Peru. Beachtung fand er dabei eher weniger. Ebenso die wohl erste wissenschaftliche Beschreibung Nazca-Linien von Alfred Kroeber aus den USA, der auf einer Peru-Reise 1926 über die Eben “stolperte”.

Als aber im Juni 1941 der Historiker Paul Kosok aus New York mit einem Flugzeug über den Ebene flog und darüber in “Natural History” 1947 berichte, war Nazca aus dem Winterschlaf der Geschichte endgültig geweckt. Seit diesen Tagen ist die Ebene von Nazca mit ihren rund 1.500 Scharrbildern Archäologen und Forschern aus aller Welt ein Begriff.

Paul Kosok wiederum hatte bei seiner Arbeit in Peru eine Assistentin, die heute untrennbar mit Nazca in Verbindung steht: Maria Reiche aus Dresden.

Maria Reiche und die Linien von Nazca

Kosok sah in der Hochebene von Nazca “das größte Astronomie-Buch der Welt”. Eine Art von gigantischen astronomischen Kalender der Ureinwohner von Peru. In den folgenden Jahren verfiel seine deutsche Assistentin Maria Reiche dem Zauber der Nazca-Linien und verfolgte die Thesen von Kosak in Peru weiter. Sie wurde so geradezu zu einer Ikone der Nazca-Forschung, die bis zum ihrem Tod 1998 unermüdlich die ebene erforschte und dokumentierte.

Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein "Nazca Europas" ...? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein “Nazca Europas” …? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Im fernen Peru ist Maria Reiche bis heute unvergessen. Sie war zu Lebzeiten eine Frau, die buchstäblich bis zum letztem Atemzug für Nazca lebte und arbeitete. Der Erhalt der Linien und Figuren ist zu einem großen Teil allein ihrem Einsatz zu verdanken. Eine seltsame Frau aus Europa, eine “Gringa”, die die Einheimischen vor Ort misstrauisch beäugten.

Einige hielten sie für eine “Hexe”, andere schlicht für ein wenig verrückt. Nicht nur, da die Deutsche ohne Mann und Kinder in spärlichen und geradezu ärmlichen Verhältnissen in Nazca in einer Hütte lebte und täglich bis zu 14 Stunden die Scharrbilder erkundete. Reiche pflegte es auch die Wüste mit einem Besen zu fegen. Ein Bild, das sich vielen Menschen vor Ort eingebrannt hat. Natürlich war Reiche nicht als einsame Hütten-Hausfrau einem Reinigungswahn verfallen, sondern sie legte auf diese Weise zugewehte Scharrbilder der Wüste frei. Eine einfache aber eben effektive Methode.

Bis zu 14 Stunden am Tag versuchte sie das Mysterium der Scharrbilder von Nazca zu ergründen. Entdeckte und dokumentierte unzählige dieser sogenannten Geoglyphen, schlief auch mal einsam in der Wüste oder fuhr mit ihrem “VW Käfer” durch die Pampa und Berge Perus. Immer auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, die die etwa 500 Quadratkilometer große Ebene von Nazca an sie stellte. Selbst als die Forscherin ab 1987 nach und nach erblindetet sowie Krebs und Parkinson bekam, arbeitete sie weiter: Sie ließ sich mit einem Gestell auf dem Rücken von Helfern in der Wüste tragen …

Die Jahre und Jahrzehnte gaben der Leidenschaft von Maria Reiche recht. Fünf Ehrendoktortitel erhielt sie, in Nazca steht eine Staue von ihr und eine Allee trägt dort ihren Namen. Ihr es es auch zu verdanken, dass die UNESCO 1994 die “Linien und Bodenzeichnungen von Nasca und Pampa de Jumana” zum Weltkulturerbe ernannte. Bereits 1978 gelang es ihr in Peru Nazca als archäologische Schutzzone ausweisen zu lassen. Angesichts der Tatsache, dass man die Scharrbilder da schon Jahrzehnte kannte, eine überfällige Notwenigkeit.

Als Zeichen der Würdigung ihrer Leistungen erhielt sie mit 90 Jahren die Staatsbürgerschaft von Peru. Ebenso verlieh der Staat ihr 1993 den “Orden der Weisen der Inka” – die höchste Auszeichnung des Landes Peru. Zehn Jahre zuvor erhielt sie das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Auch Dresden, der Heimatstadt Maria Reiches, würdigt inzwischen verschiedentlich ihrer 1903 dort geborenen Tochter der Stadt.

Heute gibt es nicht nur Museen, Vereine und Organisationen zu ihren Ehren, sondern auch der kleine Flughafen von Nazca trägt ihren Namen. Jener kleine Airport, von dem heute die unzähligen Touristen aus der ganzen Welt zu Rundflügen über die Nazca-Linien starten.

VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)
VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)

Das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” veröffentlichte zum 20. Todestag der außergewöhnlichen Nazca-Forscherin am 8. Juni 2018 den Artikel “Wie eine Deutsche die Nazca-Linien rettete”. Darin wird Ana Maria Cogorno, die Adoptivtochter von Maria Reiche, mit den Worten zitiert:

Aus Deutschland gab es keine Hilfe. Nur in den Achtzigerjahren interessierte sich ein deutscher Botschafter für die Arbeit. Es ist eine Schande.

In diesen Worten von Cogorno scheint “Verbitterung mitzuschwingen” so Matthias Lauerer in seinem “Spiegel”-Artikel. Verwunderlich ist das wirklich nicht, da wohl kein anderer Name als eben Erich von Däniken mit Nazca in Verbindung gebracht wird.

Maria Reiche und Erich von Däniken

Erich von Dänikens spektakuläre Thesen über Zeichen für Außerirdische auf der Ebene, machten die Region letztendlich im öffentlichen Bewusstsein erst bekannt. Ebenso aber auch der Franzose Robert Charroux drei Jahre später.

Die Autoren Dietrich Schulze und Viola Zetzsche schreiben in ihrer Maria Reiche-Biographie “Bilderbuch der Wüste” (2005) zu Däniken/Charroux:

Ihre phantastischen Ideen wirkten auf die Pampa wie das Licht eines Scheinwerfers.

Fraglos klingt es auch viel faszinierender, dass die Bilder, Linien und Pisten von Nazca für Besucher aus dem All gedachte waren, als dass sie ein “astronomischer Kalender” waren, wie es Reiche annahm. Von Däniken wiederum hat 1968 in seinem Weltbesteller “Erinnerungen an die Zukunft” Maria Reiche auch nicht (direkt) erwähnt. Was er aber sagte ist Folgendes:

Uns vermittelt die 60 km lange Ebene von Nazca – aus der Luft betrachtet – eindeutig die Idee eines Flugplatzes!

Damit war die Geschichte, von Däniken hält die Ebene in Peru für den Rest eines UFO-Flughafen der Vorzeit, geboren. Eigentlich ist das aber eine Aussage von – Maria Reiche. Nicht von ihm, wie ich es 2009 in meinem Buch “Historia Mystica” aufgezeigt habe. Das mag viele Prä-Astronautik-Interessierte an dieser Stelle mit Sicherheit verwundern, ist aber eine Tatsache.

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So hat EvD in seinem ersten Buch im Anhang zwei Veröffentlichungen von Maria Reiche angeführt. Das von ihr erstmals 1949 in drei Sprachen im Eigenverlag veröffentlichte Büchlein “Mystery on the Desert” ist eine davon. Darin heißt es von Reiche zu den Pisten und ebenen Flächen von Nazca: „Einige könnte man für Flugplätze halten“. Eine Aussage, die man heute kennt …

Zum Thema “von Däniken und Nazca als UFO-Flughafen” wird hier auf Grenzwissenschaft und Mystery Files noch ein gesonderter Artikel folgen, in dem das Thema genauer durchleuchtet werden soll. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel vorweg greifen …

Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)
Däniken widerlegt? Im Gegenteil: ZDF-Historiker Guido Knopp “bestätigt” (versehentlich) die Prä-Astronautik (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / D. Herper / Fischinger-Online)

Von Däniken hat seine Ideen und Thesen zu Nazca in seinem zweiten Buch “Zurück zu den Sternen” 1969 wesentlich weiter ausgebaut. Auch Maria Reiche wird darin mehrfach erwähnt und zitiert. “Das Phänomen auf der Pampa von Nazca”, so schreib EvD, “ist von der Wissenschaft bisher viel zu wenig beachtet worden”. Maria Reiche sei dabei die Person, “die sich am längsten und intensivsten um die Enträtselung des Geheimnisses der Nazca-Ebene bemüht”. Und weiter schreibt von Däniken in “Zurück zu den Sternen”:

Ich weiß, dass Maria Reiche meine Deutung der geometrischen Zeichnungen von Nazca nicht teilt, da ihre bisherigen Versuchsergebnisse solche kühnen Schlüsse nicht rechtfertigen würden. Trotzdem sei es mir gestattet, meine Theorie zu erläutern:

Im Artikel des “Spiegel” lesen wir, dass Reiche “seine unwissenschaftliche Arbeit nicht ausstehen” konnte und “ihm wütende Postkarten” aus Peru geschrieben habe. “Däniken wurde mit seinen Fantastereien reich”, als er Mitte der 70ger Jahre seine Ideen publik machte, so der Autor im “Spiegel”. “Sie blieb arm”, was ihr nichts ausgemacht haben soll.

Nazca als Kampfplatz der Meinungen

Tausende Artikel, Bücher und Studien sind in den vergangenen fast 100 Jahren  über Nazca veröffentlicht worden. Ohne Maria Reiches unermüdliche und obsessive Arbeit in Peru, wäre Nazca nicht das, was es heute noch ist. Es wäre sicher zu weiten Teilen achtlos zerstört worden. Vielleicht sogar schon vor Jahrzehnten, wie Ana Maria Cogorno erklärt:

In den Fünfzigerjahren sollte ein großes Bewässerungsprojekt das gesamte Areal überfluten, die Zeichnungen wären verloren gewesen. Sie verhinderte das.

So kann man die Arbeit und den Einsatz von Reiche in diesem Zusammenhang eigentlich nicht deutlich genug unterstreichen. Auch die Prä-Astronautik hat, ungeachtet aller Meinungsverschiedenheiten über den Sinn der Scharrbilder, Pisten und Linien, ihr folgerichtig bis auf den heutigen Tag viel zu verdanken. Auch wenn sie hierzulande kaum jemand kennt. So schreibt auch Matthias Lauerer in “Der Spiegel”:

Die 1.500 rätselhaften Scharrbilder im Süden Perus sind weltberühmt. Maria Reiche, Forscherin aus Leidenschaft, bewahrte die Nazca-Linien vor der Auslöschung. In Deutschland kennt die gebürtige Dresdnerin fast niemand.

Das rätselhafte "Band der Löcher" in Peru: ist hier tatsächlich alles geklärt? (Bilder: GoogleEarth / American Museum of Natural History)
Das rätselhafte “Band der Löcher” in Peru: ist hier tatsächlich alles geklärt? (Bilder: GoogleEarth / American Museum of Natural History)

Deutlich muss man dabei aber auch sagen, dass es vor rund 50 Jahren eben “Der Spiegel” selber war, der Erich von Däniken und seien Bücher zu einem derart gewaltigen Erfolg verholfen hat. Zwar unabsichtlich, aber auch schlechte Presse ist eben Presse, wie ich es in diesem Blog-Posting HIER vom 30. Mai 2018 zusammengefasst habe.

An der Auseinandersetzung zwischen der klassischen Archäologie von und in Nazca mit den Ideen der Prä-Astronautik hat sich bis heute nichts geändert. Seit einem halben Jahrhundert erscheinen regelmäßig Meldungen zu der Ebene, die groß die Widerlegung von EvD & Co. verkünden. Nazca ist ein Kampfplatz der Meinungen. Hervorheben kann man an dieser Stelle durchaus den bekannten Historiker Guido Knopp und seine “Widerlegung” der Prä-Astronautik im Rahmen der Sendung “Die großen Rätsel der Archäologie” des ZDF.

Knopp hatte darin verkündet, dass “hartnäckige Rätsel um die sogenannten Nazca-Linien” inzwischen gelöst und von Däniken widerlegt sei. Nur “ging der Schuss” in der ZDF-Sendung nach hinten los, da er als “Widerlegung” im Grunde ganz genau das über die Scharrbilder sagt, was auch von Däniken sagt: Nazca sei “Graffiti für die Götter”. In diesem Posting HIER vom 5. Juni 2012 erfahrt Ihr die genauen Details dazu und findet das entsprechende ZDF-Video …

Hassliebe?

Da kommt ein schweizer Hotelier ohne akademische Ausbildung aus dem Nichts, schreibt einen Weltbesteller nach dem anderen, wird damit über Nacht weltberühmt und plötzlich kennt jeder die Ebene von Nazca. Was folgte waren nach und nach immer mehr Besucher aus aller Welt, die selber diese Scharrbilder sehen wollten.

Dass das Maria Reiche im fernen Peru aufgrund ihrer jahrzehntelangen Leidenschaft und Liebe zu der Ebene durchaus sauer auf stieß, kann man sich durchaus vorstellen. Ein Mann mit Thesen von Astronautengöttern in “ihrem” Nazca, stellte so ihre Arbeit udn die Arbeiten aller anderen Forscher sehr weit in den Hintergrund. Aber gab es deshalb eigentlich einen regelrechten “Krieg” zwischen von Däniken und Reiche in der damaligen Zeit? Eine Behauptung, die bis heute von Kritikern und Skeptikern immer wieder erhoben wird.

Die Alien-Leichen von Nazca in Peru: Ist der "Spaß" um Alien-Mumien bald vorbei? (Bilder: Gaia.com / Screenshots YouTube / WikiCommons)
Die “Alien-Leichen” von Nazca in Peru:Maria Reiche würde sich im Grabe umdrehen! (Bilder: Gaia.com / Screenshots YouTube / WikiCommons)

Im Jahr 1978 erschien das Buch “Erich von Däniken im Kreuzverhör” in seinem damaligen Verlag. Ein Buch, in dem eine Auswahl zahlreicher Fragen der Zuschauer der Däniken-Vorträge in aller Welt und seine entsprechenden Antworten veröffentlicht wurden. Eine dieser Fragen bezog sich auf einen Artikel über Nazca in dem Magazin “GEO”, in dem auch Maria Reiche zu Wort gekommen war. Sie nannte EvD darin angeblich “einen Schwindler”, so dass der Fragestelle gerne wüsste, was von Däniken dazu sagt.

Seine umfangreiche Antwort auf die Publikumsfrage:

“Gleich nach Lektüre schrieb ich an Frau Reiche, bekam aber bis heute keine Antwort. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die alte Dame das gesagt hat! Sie hätte zu dieser Diffamierung auch nicht den geringsten Anlass, weil ich über die Ebene von Nazca nichts veröffentlicht habe, was man als ‘Schwindel’ bezeichnen könnte. Und dass ich zu Nazca eine andere Meinung vertrete als Frau Reiche und die offizielle Archäologie, das ist doch wohl mein gutes Recht, besonders deswegen, weil sich die Gelehrten selbst wieder mal nicht einig sind.

Zwanzig Personen, alles Bekannte von mir, darunter der Präsident der ‘Ancient Astronaut Society’, Rechtsanwalt Gene Philipps aus Chicago, unterhielten sich Mitte Juli ’77 mit Frau Maria Reiche. Diese Unterhaltung fand im Hotel Touristas in Nazca statt, wo Frau Reiche ihre Zelte aufgeschlagen hat. Die Tonbänder dieser Unterhaltung habe ich abhören können. Frau Reiche war außerordentlich freundlich und humorvoll und äußerte sich sehr positiv über mich!

Das klingt eher nach einer “Hassliebe”. Von Däniken hat ebenso nie die Leistungen von Maria Reiche irgendwie in Frage gestellt. Im Gegenteil: In seinem 1997 erscheinenden Buch “Zeichen für die Ewigkeit- Die Botschaft von Nazca” nennt er sie “die große alte Dame von Nazca”, würdigt mehrfach ihre “epochale Leistung” und schreibt unter anderem über sie:

Maria Reiche hat sich redlich alle Verdienste erworben, die in Peru nur möglich sind.

Dem ist nichts weiter hinzuzufügen!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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UFO-Boom in Peru: Offizielles UFO-Büro der peruanischen Luftwaffe gegründet, die Linien von Nazca und die Prä-Astronautik +++ YouTube-Video +++

In Peru boomen die UFOs (Bild: E. v. Däniken/A.A.S. / L. A. Fischinger / WikiCommons)
In Peru boomen die UFOs (Bild: E. v. Däniken/A.A.S. / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Im Jahre 2001 gründete Peru die offizielle UFO-Meldestelle OIFAA, das “Oficina de Investigación de Fenómenos Anómalos Aérea” (Büro zur Erforschung anomaler Phänomene im Luftraum), die nach einigen Jahren wegen Verwaltungsproblemen geschlossen werden musste. Doch aufgrund der wachsenden Zahl von UFO-Sichtungen und -Meldungen in dem südamerikanischen Land, wurde nun das Büro nun unter den Namen DIFAA, das “Departamento de Investigación del Fenómeno Anómalo Aérea” (Department zur Erforschung anormaler Phänomene im Luftraum), reaktiviert. Aber warum sind Archäologen beim DIFAA dabei? Und warum wurde bei der offiziellen Eröffnung des UFO-Büros ein Vortrag über die weltberühmten Linien von Nazca und Außerirdische gehalten? Mehr dazu auf meinem YouTube-Kanal.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die peruanische Luftwaffe hat wieder ein offizielles UFO-Büro – denn es herrscht eine Art UFO-Boom in Südamerika. Doch was haben die Ancient Aliens damit zu tun?

Ein offizielles UFO-Büro in Peru, das von der dortigen Luftwaffe geleitet wird, mag seltsam klingen. Aber auch Brasilien, Chile oder Agentinnen unterhalten solche staatliche Meldestellen für UFOs. In Südamerika begegnet man Themen wie „Außerirdische” und „UFOs” wesentlich offener als bei uns in Deutschland. Brauchen also auch wir ein derartiges Büro?

Schon Professor Harald Lesch forderte vor bald 20(!) Jahren ein derartiges “UFO-Büro”. Ein offizielles Institut in Deutschland, so Lesch in der “NDR”-UFO-Doku “UFOs, Erklärungen über Unerklärliches” (ich glaube vom 27. September 1994?!) des öffentlich-rechtlichen TV, an das sich Zeugen wenden können und das quasi “ehrenamtlich” arbeitet.

Doch wieso begleitete die offizielle UFO-Meldestelle-Eröffnung des Kommandos der Luftwaffe Perus am 18. Oktober 2013 ein derart „seltsamer Vortrag” zu Ancient Astronauts und den Linien von Nazca? Den Vortrag bzw. das Symposium „Las Lineas de Nazca y los Seres Extraterrestres” leitete der Archäologe Professor Manuel Aguirre („School of Archaeology”, Uni San Marcos) …

Alles dazu in diesem YouTube-Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files.

Bleibt neugierig …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Video-Interview mit Erich von Däniken: Von Däniken über die neuen Forschungen in Nazca in Peru und die Hintergründe

Video-Interview mit Erich von Däniken 2019 (Bilder: E. v. Däniken & Hangar 18b / Montage: Fischinger-Online)
Video-Interview mit Erich von Däniken 2019 (Bilder: E. v. Däniken & Hangar 18b/Screenshot / Montage: Fischinger-Online)

Ende Oktober 2019 fand in Hannover die Jahrestagung der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) statt. Neben zahlreichen weiteren Referenten aus dem Bereich der Prä-Astronautik war natürlich auch Erich von Däniken dabei. Er hielt nicht nur traditionell den Abschlussvortrag, sondern gab auch den Kollegen von “Hangar 18b” ein kurzes Interview. Vor allem über die von ihm mit initialisierten neuen Forschungen auf der Hochebene von Nazca in Peru. Dieses Video-Interview ist jetzt online und soll hier mit weiteren Hintergrundinformationen vorgestellt werden.


Erich von Däniken und Nazca

Wie jedes Jahr Ende Oktober hat die “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) auch 2019 ihres Jahrestagung veranstaltet (s. Link HIER). Im vergangenen Jahr fand diese in Hannover statt. In diesem Jahr soll das sogenannte “One-Day-Meeting” des Vereins sie in Leipzig stattfinden.

Mit bei dem Treffen 2019 waren auch die geschätzten Kollegen von “Hangar 18b“. Unter anderem hat das Team von “Hangar 18b” alle Vorträge der Tagung gefilmt und kostenlos auf ihren YouTube-Kanal online gestellt. Ihr findet diese all für jeden kostenlos HIER.

Im Rahmen der Tagung fand aber auch Erich von Däniken Zeit für ein Interview, das Ihr unten angefügt findet. Geführt hat es “Prisma TV”. Von Däniken berichtet in diesem vor allem über die neuen Fragen an das alte Nazca. Jene rätselhafte Wüste in Peru, die von Linien, Pisten und Figuren übersät sind, und seit ihrer Entdeckung für Spekulationen und Rätselraten sorgen. Deshalb hat Erich von Däniken bzw. die “von Däniken Stiftung” ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen.

Dieses Projekt, genannt “Nazca III”, soll vor Ort in Peru Untersuchungen, Messungen und Forschungen in Nazca durchführen, und wird von verschiedenen Forschungsinstituten und Wissenschaftlern begleitet. Ein Forschungsprojekt, dass mit ganz anderen Fragen an die Hochebene von Nazca herangeht, als es die klassische Archäologie macht. So unterstreicht es von Däniken auch in diesem Interview.

Bekanntlich ist die Hochebene von Nazca seit Jahrzehnten ein fester Teil der Thesen und Ideen von Däniken. Kaum ein anderes Thema zieht sich so sehr durch seine Bücher, Vorträge und TV-Dokumentationen wie diese seltsame Landschaft in Südamerika.

“Nazca III”

In diesem Beitrag HIER auf Fischinger-Online wurde das Projekt “Nazca III” und die gesetzten Ziele bereits vorgestellt. Um diese kostspieligen Forschungen in Peru realisieren zu können wurde ein Teil der Kosten mittels Crowdfunding gesammelt. Und es gelang auch die Finanzierung zu sichern, nachdem die “Däniken-Stiftung” in den Jahren zuvor bereits zwei Nazca-Expeditionen in die Tat umsetzte.

Vor allem sollen mit “Nazca III” folgende Fragestellungen untersucht werden:

  • Aus welchem Material bestehen die breiten, pistenähnlichen Linien?
  • Gibt es unterschiedliche Minerale oder geochemische Elementverbindungen zwischen dem Wüstenboden und den “las Pistas”?
  • Existieren Hinweise auf irgendeine verborgene Technologie, die bei den bisherigen Untersuchungen nicht entdeckt wurde, weil gar nicht danach gesucht wurde?
  • Gibt es Informationen, die sich unterhalb der Scharrlinien und Figuren im Wüstenboden befinden?
  • Sollten neue Messinstrumente eingesetzt werden?

Ein überaus ehrgeiziges und vor allem umfangreiches Projekt, dass Erich von Däniken in dem unten stehenden Interview in der Kürze der zeit nicht umfassend vorstellen konnte. Denn das Team der internationalen Wissenschaftler, die sich an “Nazca III” beteiligen, hat viel vor:

  • Geophysikalische Messungen vornehmen, und auch das neue “Gesteinsradar” soll zum Einsatz kommen.
  • Laboruntersuchungen der Bodenchemie, Bodenphysik und der Mineralogie durchführen.
  • Altersdatierungen erstellen.
  • Luft-und Satellitenbildauswertung einsetzen. Auch deshalb, um verschiedene Zeitepochen der letzten 70 Jahre miteinander zu vergleichen und zu erfahren, ob Einflüsse von Klimaveränderungen, Umweltverschmutzungen und Massentourismus auf die sensiblen Bodenzeichnungen zu erkennen sind. Unter anderem wird Upscaling eingesetzt. Das heißt, durch modernste Berechnungsverfahren wird die Bildqualität oder Bildstärke hochskaliert. Zum Beispiel bei der Pampa de Nasca.

Auf die Ergebnisse dieser neuen Forschungen können wir gespannt sein. Denn die beiden vorherigen Projekte in Nazca erbrachten “Anomalien des Magnetfeldes auch geoelektrische Unregelmäßigkeiten”. Ebenfalls konnten erheblich abweichende Ergebnisse bei elektrischen Messungen zwischen den Pisten der Ebene und der Umgeung gemessen werden. “In Nazca stimmt etwas nicht”, so von Däniken.

Interview mit Erich von Däniken

Video vom 1. Jan. 2020 auf dem Kanal von Hangar 18b

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Auf den Spuren der großen Rätsel von Nazca in Peru: Das Crowdfunding-Projekt “Nazca III” (+ Videos)

Auf den Spuren der Rätsel von Nazca in Peru: Das Crowdfunding-Projekt "Nazca III" (Bilder: D. Renner / E. v. Däniken / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Auf den Spuren der Rätsel von Nazca in Peru: Das Crowdfunding-Projekt “Nazca III” (Bilder: D. Renner / E. v. Däniken / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Die Nazca-Linien von Peru gehören seit Jahrzehnten zu den großen Rätseln und Themen der Prä-Astronautik. Archäologen, Grenzwissenschaftler und Laien sind fasziniert von den Scharrbildern, Linien, Pisten und Figuren auf der Hochebene in den Anden von Südamerika. Vor allem Erich von Däniken machte diese Nazca-Linien weltweit und außerhalb der archäologischen Community bekannt. Und so plant die Erich von Däniken-Stiftung zur interdisziplinären Erforschung der Anomalien der Wüstenfläche von Nazca ein drittes Forschungsprojekt mit den Namen “Nazca III”. Die Erich von Däniken-Stiftung möchte neueste wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag geben. Die Stiftung hat bisher zwei Nazca-Expeditionen finanziert. Durchgeführt von einem internationalen Team von Wissenschaftlern, verbunden über die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Und die dabei von den Experten entdeckten Anomalien sollen mit dem Projekt “Nazca III” weiter erforscht werden. In diesem Beitrag erfahrt Ihr alle Details zu diesem Forschungsprojekt: Die Ziele, die Fragestellungen an Nazca, die teilnehmenden Institute und die Forschungsergebnisse der beiden vorherigen Untersuchungsprojekte.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Forschungsprojekt Nazca III”

Das geplante Projekt “Nazca III” wird eine umfangreiche Untersuchung der Rätsel, Anomalien und Mysterien der Hochebene von Nazca sein. Ein drittes Forschungsprojekt, dass Erich von Däniken zu diesem Thema ins Leben gerufen hat.

Die bisherigen Forschungsergebnisse findet ihr HIER als PDF-Dokument kostenlos online. Ebenso detailliert in der Veröffentlichung “Also doch: In Nazca stimmt was nicht”, die Ihr kostenlos HIER als PDF-Dokument findet.

Doch Forschung ist teuer, sehr teuer. Und so sucht die Erich von Däniken-Stiftung weitere 65.000 Euro zur Realisierung der Untersuchungen und Analysen. Ein Großteil der Kosten ist bereits durch die beteiligten Institute, Universitäten und Organisationen abdeckt. Jedoch nicht alles. Deshalb soll der Rest der anfallenden Forschungskosten durch Crowdfunding mittels des renommierten Anbieters “Startnext” gesammelt werden.

Aber was will sie Stiftung mit 65.000 Euro? Und was sind die Ziele?

Worum geht es in dem Projekt?

Nazca fasziniert. Denn Nazcas gigantische Landschaftsmarkierungen sind viele Jahrhunderte alt. Hier wurde das Wissen einer untergegangenen Kultur eingraviert in den dunklen, ockerfarbenen Untergrund nahe der Pazifikküste Perus. Diese Tierdarstellung von mehr als 60 Metern Größe, Trapezformen mit zwei Kilometern Länge, rätselhafte Markierungen, schnurgerade Linien hinweg über Bodenspalten und einplanierte Bergspitzen haben ihr Geheimnis noch immer nicht preisgegeben.

Die Erich von Däniken-Stiftung möchte jetzt neueste wissenschaftliche Untersuchungen in Auftrag geben.

Was um alles in der Welt ist denn in Nazca so wichtig? Zuerst einmal: Dieses Nazca ist rätselhaft, geheimnisvoll und unheimlich. Die Wüste von Nazca ist überschaubar und undurchsichtig zugleich. Sie ist zauberhaft, verführerisch, logisch und gleichzeitig absurd. Die Botschaft von Nazca ist verhüllt und verworren, viele Theorien darüber sind widersprüchlich. Für Nazca gibt es keine einfachen Lösungen. Die Wissenschaft – in Nazca die Archäologie – versucht, unser gegenwärtiges Wissen und Denken auf Menschen zu übertragen, die vor langer Zeit lebten und deren Weltbild nicht das unsrige war. Über Jahrzehnte entstanden Nazca-Theorien, die am Ende allesamt nichts Überzeugendes aussagten.

Wer Nazca näher kommen will, muss umdenken. Eine andere Fragestellung muss her – eine an die Naturwissenschaften. Nur so können wir hinter die Geheimnisse der Linien und Figuren in der Steinwüste kommen.

Fragen an die Hochebene von Nazca

Deshalb finanzierte die Erich von Däniken-Stiftung bisher zwei Nazca-Expeditionen. Durchgeführt von einem internationalen Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Frau Dr. K. Hartsch und Prof. Dr. G. Reppchen, verbunden über die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Die Wissenschaftler entdeckten neben Anomalien des Magnetfeldes auch geoelektrische Unregelmäßigkeiten. Über Elektroden im Boden wurden schwache Impulse von Wechselstrom ausgestrahlt. Dann wurde der elektrische Widerstand gemessen.

Und siehe, an den Schnittstellen von Linien und elektrischen Messprofilen übertrafen die Messwerte das erwartete Resultat gleich um das Vielfache. Bald war klar: In Nazca gibt es Anomalien. Doch weshalb?

  • Aus welchem Material bestehen die breiten, pistenähnlichen Linien?
  • Gibt es unterschiedliche Minerale oder geochemische Elementverbindungen zwischen dem Wüstenboden und den “las Pistas”?
  • Existieren Hinweise auf irgendeine verborgene Technologie, die bei den bisherigen Untersuchungen nicht entdeckt wurde, weil gar nicht danach gesucht wurde?
  • Gibt es Informationen, die sich unterhalb der Scharrlinien und Figuren im Wüstenboden befinden?
  • Sollten neue Messinstrumente eingesetzt werden?

Jetzt hat sich ein wissenschaftliches Team aus drei Ländern gefunden, das den alten Rätseln mit neuen Methoden auf den Grund gehen will. Welche Hochschulen forschen mit? Wer ist beteiligt?

  1. Pontificia Universidad Catolica del Peru (Mineralogie und Geochemie)
  2. Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld (Geophysik)
  3. Universität Lausanne, Schweiz (Geochemie und Altersdatierungen)
  4. Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (Photogrammetrie, Satellitenbild- Auswertung)
  5. IPRO-Consult Dresden GmbH (Geowissenschaftliche Leitung)
  6. Erich von Däniken-Stifung (Auftraggeber und Fragesteller).

Was sind die Ziele? Wer ist die Zielgruppe?

Das Thema “Anomalien” der Hochebene von Nazca soll auf unterschiedlichen Ebenen eingehend analysiert werden:

  • Der stofflichen (Geochemie und Mineralogie),
  • Der räumlichen (in der Vertikalen und Horizontalen – Bezug 1: Linien und Pistas. Bezug 2: Upscaling, s. weiter unten.)
  • Die zeitliche Einordnung (Altersdatierungen).

Die Zielgruppe sind alle Menschen, welche Antworten über die ungelösten Rätsel in Nazca wünschen. Seit Jahrzehnten wimmelt es von Spekulationen und archäologischen Meinungen zu Nazca, zum Sinn und Zweck seiner Bodenbilder und den gewaltigen Planierungsarbeiten. Was fehlt, sind wissenschaftlich messbare Daten. Und genau diese sollen mit “Nazca III” endlich erbracht werden.

Warum sollte jemand das Projekt unterstützen?

Die Archäologie konnte das Rätsel Nazca nie lösen, weil ausschließlich nach archäologischen Denkmustern vorgegangen wurde. Exakte wissenschaftliche Forschungen, welche messbare und jederzeit wiederholbare Daten liefern, die belastbar und transparent sind, fehlen weitgehend. Dies soll durch unser Projekt Nazca III geschehen. Bislang ist keine derartige Initiative ergriffen worden.

Deshalb tun wir es – außer uns tut es ohnehin niemand, und die alte Schwärmereien geistern weiter herum. Helfen Sie mit, dieses einzigartige Projekt zu verwirklichen. Es wird ein Meilenstein in der Erforschung Nazcas werden, dem großen Weltkulturerbe der Menschheit.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Das gesamte Projekt “Nazca III”, wird 208.800 Euro kosten!

Zwei Drittel dieser Summe wurden von den beteiligten Hochschulen verbindlich zugesagt. Es fehlen 65.000 Euro, welche über die Erich von Däniken-Stiftung durch Crowdfunding generiert werden sollen.

Die beteiligten Wissenschaftler von Projekt “Nazca III”, die über drei Länder hinweg kooperieren, werden methodisch-systematisch das Gebiet von Nazca erforschen. Sie werden:

  • Geophysikalische Messungen vornehmen, und auch das neue “Gesteinsradar” soll zum Einsatz kommen.
  • Laboruntersuchungen der Bodenchemie, Bodenphysik und der Mineralogie durchführen.
  • Altersdatierungen erstellen.
  • Sogar die Luft-und Satellitenbildauswertung einsetzen. Auch deshalb, um verschiedene Zeitepochen der letzten 70 Jahre miteinander zu vergleichen und zu erfahren, ob Einflüsse von Klimaveränderungen, Umweltverschmutzungen und Massentourismus auf die sensiblen Bodenzeichnungen zu erkennen sind. Unter anderem wird Upscaling eingesetzt. Das heißt, durch modernste Berechnungsverfahren wird die Bildqualität oder Bildstärke hochskaliert. Zum Beispiel bei der Pampa de Nasca.

Wer steht hinter deinem Projekt?

Die Forschungsaufgaben übernehmen:

  • Die Fakultät für Geochemie und Mineralogie der Pontificia Universidad Catolica del Peru, Lima, Peru.
  • Die Fakultät für Geochemie und Altersdatierungen der Universität Lausanne, Schweiz.
  • Die Fakultät für Geoinformation der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Deutschland.
  • Die Fakultät für Geophysik der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld, Deutschland.

Für die wissenschaftliche Leitung, Planung und Koordination zuständig ist die IPRO-Consult Dresden GmbH aus Deutschland. Die Erich von Däniken-Stiftung, Schweiz, ist Auftraggeber und Fragesteller.

Erich von Däniken schreibt dazu (PDF HIER):

Die Archäologie hat das Rätsel Nazca nie lösen können, weil nur nach archäologischen Denkmustern vorgegangen wurde. Das wollen wir ändern und wissenschaftlich unanfechtbare Daten ermitteln. Außer uns tut es ohnehin niemand, und alles bleibt beim Alten. Helfen Sie mit, dieses wichtige Projekt möglich zu machen. Es wird ein Meilenstein in der Forschung von Nazca werden.”

Das Projekt findet Ihr bei “Startnext” HIER.

(Text von Startnext, Links von Fischinger-Online)

Videos zum Thema Nazca

Video von Erich von Däniken zum Projekt Nazca III auf YouTube

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Nazca und die Prä-Astronautik: Längst von Archäologen widerlegt? YouTube-Video auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Nazca-Linien, Ancient Aliens und Prä-Astronautik: Erich von Däniken von Archäologen längst widerlegt? Im Gegenteil! +++ YouTube-Video +++

Nazca-Linien, Ancient Aliens und Prä-Astronautik: von Archäologen ständig widerlegt? Im Gegenteil! (Bild: E v. Däniken/History Channel / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Nazca-Linien, Ancient Aliens und Prä-Astronautik: von Archäologen ständig widerlegt? Im Gegenteil! (Bild: E v. Däniken/History Channel / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Die Hochebene von Nazca in Peru, die dortigen legendären Scharrbilder, Posten und Linien, sind legendär. Seit Anbeginn der Prä-Astronautik (Ancient Aliens) gehören diese Nazca-Linien zu einem der „Kern-Mysterien“ des Themas „waren die Götter Astronauten“. Auch die Archäologie ist von den rund 1.500 Bildern und Formen in der Wüste fasziniert. Was mögen vor rund 2.000 Jahren die Menschen von Nazca damit bezweckt haben? Doch für die Archäologie sind all die Thesen von Astronautengöttern in Nazca lange widerlegt, und der Mainstream wiederholt dies seit Jahrzehnten ständig in Presse und TV. Mainstream-Presse und –TV haben nach Jahrzehnten der Wiederholung noch immer nicht gemerkt, dass sie ihrem Publikum das genaue Gegenteil verkaufen! In diesem Video auf meinem YouTube-Channel erfahrt Ihr, warum Archäologen unbeabsichtigt die Prä-Astronautik-Thesen zu den Nazca-Linien nicht „widerlegt“ sondern „belegt“ haben.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Für viele Prä-Astronautiker ist Nazca ein klarer Hinweis auf die „Götter am/vom Himmel“. Hier in Peru haben Menschen einen Stempel für die Astronautengötter hinterlassen, sind viele Menschen überzeugt.

Archäologen sehen das im wahrsten Sinne des Wortes trocken: Nichts mit Außerirdischen vor Jahrtausenden. Kein „Weltraumbahnhof für UFOs“ und kein „Flughafen der Ancient Aliens“. Dies sei alles längst durch archäologische Forschungen widerlegt worden. Deshalb wissen man inzwischen genau, dass das alles nichts mit (realen) Göttern der Sterne zu tun hat.

Gebetsmühlenartig wiederholen Archäologen, dass die Nazca-Linien nichts mit irgendwelchen phantastischen Thesen von Aliens in der Antike zu haben. Alles sei „Kult“ und „Religion“ der Nazca-Kultur gewesen. Die Massenmedien des Mainstream wiederholen diese Ansichten nun schon an die 20 Jahre im TV und in Presse-Artikeln.

Was die ständigen Wiederholungen im Mainstream aber verschweigen … ist, dass die archäologischen Forschungen die Prä-Astronautik zu Nazca nicht widerlegt haben. Das Gegenteil ist der Fall: Sie haben sie eigentlich bestätigt. Selbst die Medienberichte sagen das „zwischen den Zeilen“ immer wieder – nur erkennen sie es mangels Kenntnisse der Thematik selber nicht.

In diesem YouTube-Video erfahrt Ihr, warum Archäologen unbeabsichtigt die Thesen der Astronautengötter oder auch von Erich von Däniken zu den Nazca-Linien nicht „widerlegt“ sondern „belegt“ haben. Absichtlich provokant ausgedrückt!

Mainstream-Presse und –TV haben nach Jahrzehnten der Wiederholung der archäologischen „Widerlegungen“ noch immer nicht gemerkt, dass sie ihrem Publikum das genaue Gegenteil verkaufen

Bleibt neugierig …

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Rätselhafte Bodenzeichnungen und Geoglyphen in Schottland: Ein “Nazca Europas” und ein Rätsel der Archäologie? +++ YouTube-Video +++

Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen in Schottland? Ein "Nazca Europas" ...? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
Was bedeuten die Rätselhaften Bodenzeichnungen und Geoglyphen in Schottland? Ein “Nazca Europas” …? (Bilder: Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Liegt im Nordosten von Schottland ein Rätsel der Archäologie verborgen, dass bisher mehr oder weniger übersehen wurde? Mysteriöse Spuren der Vergangenheit, die aussehen wie die weltberühmten Scharrbilder in der Ebene von Nazca in Peru, die ebenso bis heute ein Mysterium sind? Man könnte tatsächlich daran denken, wenn man sich die zahllosen geometrischen Figuren, Strukturen, Bilder, Kreisformen usw. aus der Luft ansieht, die dort in der Landschaft liegen. Was sich genau kaum beachtet in Schottland befindet, was für Hintergründe, Erklärungen, Deutungen und Spekulationen es dazu gibt, erfahrt Ihr in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal der Grenzwissenschaft & Mystery Files


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ein „Nazca in Europa“? Ein Mekka für die Luftbildarchäologie und ein Rätsel der Archäologie? Oder nur Wikinger, Holzfäller mit Langeweile, mittelalterliche Bauern, “Barbaren-Stämme” ?

Zumindest könnte man daran denken, wenn man sich die zahllosen geometrischen Spuren, Bilder, Kreisformen usw. auf der Luft ansieht, die hier in Schottland im Norden Großbritanniens in der Landschaft liegen. Zum Teil überaus sonderbare Bodenzeichnungen, auf die mich über meine Facebook-Seite mein Mystery-Freund André Tetsch vor geraumer Zeit hingewiesen hat.

All das ist sehr gut via Google Earth zu bestaunen (zum Beispiel bei 57°33’6.99″ N / 3°16’28.37″ W).

Aber was mögen alle diese Geoglyphen dort bedeuten? Wie alt sind diese und wer fertigte sie wann in der uralten Kulturlandschaft Schottlands an? Die Experten selber wissen zum Teil nichts von diesen Bildern in der Landschaft – und Anwohner haben teilweise sehr „sonderbare Erklärungen“ …

Was sich hier bisher recht unbemerkt in Schottland befindet und was für Hintergründe, Erklärungen, Deutungen und Spekulationen es dazu gibt, erfahrt Ihr in diesem Video!

Bleibt neugierig …

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6.000 Löcher hintereinander: Das rätselhafte “Band der Löcher” in Peru – ist hier tatsächlich alles geklärt?

Das rätselhafte "Band der Löcher" in Peru: ist hier tatsächlich alles geklärt? (Bilder: GoogleEarth / American Museum of Natural History)
Das rätselhafte “Band der Löcher” in Peru: ist hier tatsächlich alles geklärt? (Bilder: GoogleEarth / American Museum of Natural History)

Wenn es um Mysterien und Rätsel der Vergangenheit in Südamerika geht, fällt den meisten Menschen umgehend die Eben von Nazca in Peru ein. Ein Gebiet in den Anden mit zum Teil riesigen Linien, Figuren und geometrischen Formen, die inzwischen weltberühmt sind. Obwohl solche gewaltigen Scharrbilder (Geoglyphen) in vielen Teilen der Welt vorkommen und für Rätselraten sorgen, wird ein archäologisches Phänomen in Peru oftmals übersehen: Das “Band der Löcher” in den peruanischen Bergen. Abertausende Löcher wie ein Lochstreifenband in der Erde, deren Sinn und Zweck für eine Reihe von Archäologen als geklärt gilt. Aber sind diese Erklärungen der Wissenschaft tatsächlich so sicher, wie vielfach behauptet wird?


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Scharrbilder in der Erde existieren in ganz Peru und weit darüber hinaus. Die Ebene von Nazca ist kein Einzelfall aber mit Sicherheit die “Königin der Geoglyphen”, die immer wieder Menschen faszinierend. Auch und vor allem die Grenzwissenschaft und Prä-Astronautik kennt diese Bilder in der Wüste, die nun schon Jahrzehnte für Spekulationen sorgen.

Weniger bekannt aber dennoch den meisten Mystery-Interessierten ein Begriff, ist der “Dreizack von Pisco” an der Pazifikküste von Peru. Dieser liegt auf der Halbinsel Paracas, auf der einst die Kultur der Paracas beheimatet war. Ein Volk, dass fast 3.000 Jahre in die Vergangenheit reicht und das heute vor allem auch durch seine gruseligen Mumien bekannt ist. Überaus viele dieser Mumien sorgen in der Prä-Astronautik aufgrund der Tatsache, dass diese auffallende Schädeldeformationen aufweisen, immer wieder für Gesprächsstoff.

Der etwa 170 Meter lange “Candelabro de Paracas (= Kerzenleuchter von Paracas) wird jünger datiert, als die Zeichnungen auf der Nacza-Ebene und deren Umgebung. Dennoch ist er durchaus als eines der bekanntesten Symbole für die archäologischen Rätsel Perus bzw. Südamerikas zu sehen.

Genau das kann man von den ca. 48 Kilometer Luftlinie nordöstlich des “Kerzenleuchters” gelegenen “Band der Löcher” leider nicht sagen. Obwohl dieses “Band” bis dato nicht minder spannend ist.

Ein “Lochstreifenband” ohne Sinn?

Dieses “Band der Löcher” liegt scheinbar sinnlos in der Erde Perus im Tal von Pisco und kann am Besten aus der Luft in seiner Vollständigkeit bestaunt werden. Zum Beispiel bequem mit Google Earth unter den am Ende angefügten Koordinaten, da die Ausmaße der Löcher heute noch zu gewaltig sind. Immerhin, so die Schätzungen, besteht das Band aus bis zu 6.000 oder sogar 7.000 Löchern oder Gruben.

Das "Band der Löcher" in Peru: Dieses Foto machte den Ort weithin bekannt (Bild: American Museum of Natural History)
Das “Band der Löcher” in Peru: Dieses Foto von 1931 machte den Ort weithin bekannt (Bild: American Museum of Natural History)

Das Band verläuft in Nord-Süd-Richtung, ist ca. 1,5 Kilometer lang und ist durchschnittlich um die 20 Meter breit. Die schmalste Stelle der Lochstreifen misst aber immerhin noch 14 Meter. Jede der tausende von Gruben für sich betrachtet, ist vollkommen unspektakulär. Ein jedes der Löcher hat nur eine Tiefe von 50 bis 100 Zentimetern, ist nur einen Meter im Durchmesser und wurde einst durch Steine und Geröll an den Rändern “verstärkt”. Erst die Menge und Anordnung der Gruben in dem unwegsamen Gelände machen sie zu einem Rätsel der Archäologie.

Wie auch die Linien von Nazca wurde auch das Lochband im Pisco-Tal erst durch die moderne Fliegerei weithin bekannt. Der Pilot Robert Shippee war es, der 1933 in “National Geographic” (Nr. 63) das erste weltweit bekannt gewordene Luftbild (von 1931) des Bandes in seinem Artikel “Air Adventures in Peru” veröffentlichte. Seitdem wird um diese “seltsamen und geheimnisvolle Pockennarben”, die Shippee sie nannte, gestritten.

Deutungen der Löcher in Peru gibt bzw. gab es in der Archäologie inzwischen einige. Sie reichen von Lagerstätten, Grabanlagen, Verteidigungsstellungen für Inka-Krieger, Gruben von Grabräubern, Probegrabungen nach Edelmetallen oder auch unbenutzte, also vorbereitete, Gräber. Richtig zufriedenstellend erklärt klingt das nicht. Gefunden wurde innerhalb dieser sonderbaren Löcher bisher auch nichts.

Der Archäologe John Hyslop schrieb zum Beispiel in seinem Standartwerk “The Inka Road System” 1984, dass diese Gruben für “die für die Lagerung verwendet wurden”. Hyslop schrieb dazu:

Wenngleich deren Rolle unbestimmt ist, ist eine Hypothese für die Forschung, dass sie für die Lagerung verwendet wurden. Sie befinden sich zwischen zwei wichtigen Inka-Stätten (Tambo Colorado und Lima la Vieja) und ganz in der Nähe der Stelle, wo die Inka-Küstenstraße die Straße zum Hochland kreuzt. Sie könnten einer der größeren Lagerstätten des Imperiums sein.

Also ist das 1,5 Kilometer lange Lochstreifenband ein Speicher oder eine Lagerstätte er alten Inka von Peru?

Ein Anruf beim Professor

Ich habe noch nie etwas ähnliches gesehen. Es ist wirklich einzigartig.”

Mit diesen Worten kommentierte der Archäologe Prof. Charles Stanish , ein Experte für Peru, Chile und Bolivien von der Universität Kalifornien in Los Angeles, das Gruben-Band in Peru. Das erstaunliche dabei ist, dass Stanish, obwohl er selber seit 30 Jahren in der Region arbeitet, von diesen Löchern bis 2014 noch nie gehört hatte. Ebenso erstaunlich ist, dass das Loch-Band keine 20 Kilometer von seinen eigenen Ausgrabungen im Chincha-Tal in Peru entfernt liegt.

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Das erstaunlichste ist für einen Grenzwissenschaftler aber, wie der Archäologe auf dieses Band der Löcher aufmerksam wurde. Nicht durch das Studium verstaubter Fachliteratur in Bibliotheken, sondern durch einen Zuschauer der US-Serie “Ancient Aliens”. Eine Prä-Astronautik-TV-Reihe, die sicher jeder Mystery-Fan kennt.

In dem Artikel “An Overlooked Inca Wonder” von Eric A. Powell in dem Magazin “Archaeology” vom 5. April 2016 heißt es dazu:

Ancient Aliens im deutschen Free TV (Bild: History Channel/USA)
“Ancient Aliens” jetzt auch im deutschen Free TV (Bild: History Channel/USA)

Vor zwei Jahren erhielt Stanish einen Anruf von einem Mann aus Pittsburgh, der gerade ein Programm sah, in dem behauptet wurde, dass Aliens eine große Rolle im Leben der frühen Menschen spielten. Er war daran interessiert, dass Stanish sicher einer bestimmten peruanische Stelle annahm, von der behauptet wurde, dass sie von Außerirdischen gemacht wurde. ‘Ich versuche immer nett zu den Leuten zu sein’, sagt Stanish. ‘Aus welchem Grund sie sich auch immer für die alte Vergangenheit interessieren, ich teile ihnen mit, was die Archäologen über das Thema wissen.’

In diesem Fall fragte der Mann Stanish, was er über die Idee denkt, dass Außerirdische die seltsam ausgerichteten Gruben bauten, die im Volksmund als Band der Löcher in Perus Pisco-Tal bekannt seien. Obwohl er mehr als 30 Jahren in der Gegend gearbeitet hat, hatte Stanish noch die von dieser Stelle gehört.”

Die Neugier von Prof. Stanish an diesem archäologische Stätte war dank der Serie “Ancient Aliens” geweckt, so dass er selbe vor Ort Nachforschungen anstellen wollten. Tatsächlich wurde er vor Ort nicht enttäuscht und bot später auch eine Erklärung oder besser Interpretation des Bandes der Löcher an.

Alles geklärt?

Zehn Arbeiter, so rechnete es Charles Stanish durch, hätten das gesamte “Band” mit allen Gruben in 300 Tagen bauen können. 100 Arbeiter in nur einem Monat. Angesicht der Art und Weise, wie diese doch recht niedrigen und kleinen Löcher in die Erde gegraben wurden, ist das grundsätzlich keine Meisterleistung.

Der Archäologe fand bei seinen Untersuchungen vor Ort auch Reste einer Straße der Inkas sowie einige Ruinen von “Colas”. Das Waren Lagerhäuser der Inkas, in dessen Umfeld Stanish auch Töpfereien der Inka fand. Ausgehend von diesen Funden vermutete Stanish, dass das Lochband aus dem 15. Jahrhundert stammen könnte, als das Imperium der Inka das Volk der dortigen Chincha unterwarf.

VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)
VIDEO: Sensationelle Entdeckungen in Kasachstan: Ein “zweites Nazca” mit dutzenden Geoglyphen in Asien gefunden (Bilder: Google Earth)

Das Inkareich war in Südamerika bekannt dafür, dass sie zahlreiche andere Völker und Stämme eroberten und sich ihrem eigen Reich einverleibten. So vermutete Stanish, dass “die Löcher einmal verwendet wurden, um etwas zu speichern, aber genau das und warum war noch nicht klar”, so Eric A. Powell in seinem Artikel 2016. Erst ein Vortrag des Archäologen Gary Urton von der Harvard Universität schien Stanish weiter zu helfen.

In diesem Vortrag berichtete Urton von schachbrettartigen Rechtecken, in denen Bauern Tribute für die Inkas abliefern mussten. Tatsächlich hatten Urton und seine Kollegen in diesen als Khipus bekannten Strukturen die Reste von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Nüssen gefunden. Mit Hilfe dieser “Schachbretter” konnte dann ein Steuereintreiber bzw. Buchhalter die genaue Menge des Tribut bestimmen, die ein Bauer, eine Sippe oder oder Familie entrichtet hat.

Charles Stanish zu den Vermutungen von Urton:

Sie hatten eine wirklich gute Erklärung dafür, wie diese Quadrate verwendet wurden, um Tribute zu messen. Es erschien mir wahrscheinlich, dass die Löcher am Monte Sierpe auch dafür verwendet worden sein könnten, um Tribut zu messen.”

Die Abgabe von Steuern in Form von Naturalien an die Herrscherkasten der Inka war für alle eroberten Völker zwingend. Eigentlich nicht anders wie 1.500 Jahre führer bei den Römern oder bei “modernen Expansions-Imperien”.

Obwohl die Idee der “Mess-Löcher für Tributzahlungen” inzwischen als Erklärung des Löcher-Bandes vielfach akzeptiert wird, ist das keineswegs gesichert! gt werden muss.Selbst Charles Stanish betont, dass das bisher nur eine Spekulation ist, die erst noch belegt werden muss. Erst Pollen oder Kieselsäure von pflanzlichen Materialien innerhalb diesen Löchern könnte das beweisen, so der Archäologe. “Es ist spekulativ” aber es könnte der Anfang eines “ganz neuen Verständnisses der Buchhaltung der Inka sein”.

YouTube-Video: Waren Schwarz-Afrikaner lange vor Kolumbus bei den Maya in Mittelamerika? (Bild: M. Warnholtz/Lübbe Verlag / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Waren Schwarz-Afrikaner lange vor Kolumbus bei den Maya in Mittelamerika? (Bild: M. Warnholtz/Lübbe Verlag / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Obwohl das Imperium der Inka in den Anden-Gebieten Südamerikas im 15. und 16. Jahrhundert gewaltige Ausmaße und zehntausende Kilometer befestigter Straßen hatte, ist die Verwaltung des Reiches tatsächlich bis heute rätselhaft. Die Inka hatten keine Schrift und konnte folglich auch nicht schreiben. Alles, was wir heute beispielsweise schriftlich über die Mythologie, das Leben und Region der “Könige der Sonne” haben, ist von den spanischen Eroberern aufgezeichnet worden.

Es fehlt also (bisher) der Beweis, dass das spektakuläre Lochstreifenband einst tatsächlich als ein Hilfsmittel zur Mengenbestimmung von Abgaben an die Inka diente.

Zum Beispiel hat Jean-Pierre Protzen, ein Kenner der Architektur der Inka an der Universität von Kalifornien, so seine eigenen Theorien zu dem Gruben-Band. Vielleicht waren es auch Lagerstätten für Guano, also Dünger für die Landwirtschaft, so Protzen. In den oft kargen Gegenden der Region ist Dünger zweifellos überaus wichtig, “aber wir wissen noch nicht viel darüber”.

Vorteilhaft an diesen Thesen zum Lochband von Peru ist, dass sie sich verhältnismäßig leicht überprüfen lassen. Laboratorien können von Archäologen genommene Proben aus den Gruben mir recht wenig Aufwand auf Pollen, Sporen, Pflanzen- und Samenreste oder Guano-Spuren untersuchen. Auch Prof. Charles Stanish hofft, dass zukünftige Forscher genau das machen werden.

  • Googel Earth Koordinaten des “Bandes der Löcher”: 13°42’28.96″S / 75°52’30.56″W

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? +++YouTube-Video+++

Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)
Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)

Sensationelle Funde in Peru? Alien-Mumien und Teile von außerirdischen Leichen in einer Höhle entdeckt? Tatsächlich kursiert vor allem im spanischen Internet seit einigen Monaten eine sehr seltsame Geschichte und sonderbare Bilder aus Südamerika. Angebliche Beweise für die Existenz von Aliens und sogar einem dort gefundenen UFO. Doch die Geschichte aus Peru ist sogar noch weit „verrückter“, wie Ihr es in meinem neuen Video auf YouTube erfahrt.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Was da so alles in Peru seit einigen Monaten gefunden worden sein soll, klingt mehr als phantastisch!

Von einer mumifizierten Alien-Hand über eine ganze Höhle voller Alien-Leichen unterschiedlicher Rassen bis zu einem “abgestürzten UFO” ist für jeden Mystery-Fan was dabei.

Mehr dazu in diesem Video.

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Versunkene Kultur in Südafrika gefunden? Seltsame Boden-Bilder in der Karoo-Halbwüste geben Rätsel auf und lassen an ein “Nazca in Südafrika” denken.

Ein Nazca in Südafrika - oder doch eher moderne Spuren? (Bild: Google Earth)
Ein Nazca in Südafrika – oder doch eher moderne Spuren? (Bild: Google Earth)

Die Hochebene von Nazca in Peru ist weltweit bekannt. Bis heute rätseln Wissenschaftler wie auch Laien über denn wahren Sinn und Zweck der dort vorkommenden Bodenzeichnungen (Geoglyphen) im Riesen-Format von Tieren, geometrischen Pisten und Linien. Nun soll ein “zweites Nazca” nahe der Halbwüste Karoo südöstlich der Kalahari-Wüste im südlichen Afrika gefunden worden sein. Doch sind die auf “Google Earth” zu sehenden Strukturen wirklich aus dem Altertum?

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Versunkene Kultur in Südafrika gefunden? Seltsame Boden-Bilder in der Karoo-Halbwüste geben Rätsel auf und lassen an ein “Nazca in Südafrika” denken. weiterlesen

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Archäologen gegen die Pseudoarchäologie: Archäologische Mysterien, die in Wahrheit keine sind? (+ Videos)

Archäologen gegen die Pseudoarchäologie: Archäologische Mysterien, die in Wahrheit keine sind? (Bilder: Google Earth & Fischinger-Online)
Archäologen gegen die Pseudoarchäologie: Archäologische Mysterien, die in Wahrheit keine sind? (Bilder: Google Earth & Fischinger-Online)

Archäologen der “Schulwissenschaft” und Autoren und Forscher aus dem Bereich der Prä-Astronautik, Atlantis oder “Pseudoarchäologie”, waren noch nie Freunde. Sie werden wohl auch keine mehr werden. Denn glaubt man einem gerade erschienenen Zeitungsartikel sind etablierte Archäologen “den Missbrauchs ihre Fachs” jetzt leid und “wehren sich” dagegen. Durch Bücher, Vorträge und in den Sozialen Netzwerken würden diese Fakten von Fiktionen trennen. Doch stimmt das überhaupt und wie sieht deren Verteidigung im Detail eigentlich aus? Ich habe für Euch den Artikel einmal genauer beleuchtet. Mit recht erstaunlichen Ergebnissen, wie Ihr hier lesen werdet.


Archäologie vs. “Pseudoarchäologie”

Dass die etablierte Archäologie, die “Schulwissenschaft“, und die Grenzwissenschaft wohl keine Freunde mehr werden, ist kein Geheimnis. Während Archäologen und Altertumsforscher in aller Welt versuchen die verschiedenen Kulturen und ihre Hinterlassenschaften zu finden und zu interpretieren, macht es sich die “Pseudoarchäologie” da leichter. Hier werden einfach Spuren der Vergangenheit genommen und fast schon nach Belieben interpretiert.

Ob Bauwerke, Artefakte oder sonstige Hinterlassenschaften der Vorzeit: Überall sieht die “Pseudoarchäologie” ungelöste Rätsel und Mysterien, die irgendwie das althergebrachte Weltbild der Schulwissenschaft infrage stellen. Oder sogar widerlegen sollen. Und vielfach wird dabei auf irgendwelche längst versunkenen Kulturen wie Atlantis verwiesen, die für die unterschiedlichen Rätsel der Menschheitsgeschichte verantwortlich sind. Vielleicht sogar Außerirdische, die vor Jahrtausenden als “Götter” auf der Erde waren, wie es die Prä-Astronautik sagt.

So oder so ähnlich sehen etablierten Archäologen die Grenzwissenschaft. Vor allem die Spekulationen rund um “Ancient Aliens” oder angeblich uralte – viel zu alte! – und deshalb von der Wissenschaft ignorierte Funde.

Deshalb sprechen etablierte Forscher hier von einer “Pseudoarchäologie”. Sie bestünde praktisch nur aus Spekulation, Phantasie, Irrtümern und vollkommen falschen “Beweisen”, die von deren Vertretern verbreitet werden. Für die anerkannte Archäologie sind sie deshalb ein Dorn im Auge ihrer eigenen Arbeiten und Forschungen. Meistens jedoch ignorieren sie diese grenzwissenschaftlichen Ideen. Und das seit Jahrzehnten.

Es gab in der Vergangenheit durchaus immer mal wieder “Stimmen der Vernunft” innerhalb der Mainstreamforschung. Sie erreichten jedoch nie die Massen, wie es populärwissenschaftliche Bücher mit derartigen Rätseln der Menschheit taten. Überlegungen zu Außerirdischen vor Jahrtausenden auf der Erde, die für viele ungelöste Phänomene der Geschichte verantwortlich sind, sind schlicht spannender …

Missbrauch der Archäologie

Darum sehen und sahen viele Archäologen, Historiker oder Geschichtswissenschaftler allgemein es auch als Zeitverschwendung sich mit Thesen um Raumfahrer der Antike zu beschäftigen. Was im Umkerhschluß wieder den Eindruck vermittelt, diese Forscher verheimlichen oder vertuschen die entsprechenden Mysterien oder Erkenntnisse. Bis auf unzählige kurze Statements entsprechender “Schulwissenschaftler” in Interviews, Fernsehsendungen oder TV-Dokumentationen machen sie sich scheinbar überaus rar.

Doch glauben wir einem in der “Neuen Zürcher Zeitung” am 6. März erschienen Artikel zum Thema, “wehren” sich immer mehr Wissenschaftler gegen die “Pseudoarchäologie”:

Heute wird jeder noch so simple Hügel zu einer geheimnisvollen Pyramide verklärt: Die Pseudoarchäologie boomt. Doch jetzt wehren sich Forscher gegen den Missbrauch ihres Fachs.

Eine sicherlich sehr übertreibe Aussage der Zeitung, da bis auf Ausnahmen aus dem Mainstream davon keine Rede sein kann! Vor allem nicht im Sinne von “geschlossen gegen die Pseudoarchäologie”. Auch in dem Beitrag der “NZZ” selber wird das deutlich. Darin werden als erstes Beispiel für diese Form der Grenzwissenschaft die “Bosnischen Pyramiden” (s. a. Video HIER & HIER) genannt.

“Die angeblichen Bauwerke sind natürliche Hügel aus Gestein, die zufällig eine recht geometrische Form haben”, so die NZZ. Und vor 34.000 Jahren gab es “keine Pyramiden und keinen Beton”. Dennoch gäbe es “jede Menge solcher pseudoarchäologischer Geschichten” und die etablierte Forschung fühle sich deshalb geradezu missbraucht:

Von diesem Missbrauch ihres Fachs haben Archäologen nun genug: In Büchern, sozialen Netzwerken oder Vorträgen fangen sie an, sich zu wehren.”

Wo und wie konkret sich Archäologen fortan verteidigen, verrät der Artikel nicht. Obwohl es geradezu nach einem Zusammenschluss, nach einer “geschossenen Front”, gegen die “Pseudoarchäologie” klingt.

Außerirdische vor Jahrtausenden

Weitere Beispiele in dem “NZZ”-Artikel für den Missbrauch der Archäologie sind auch Themen wie Atlantis, “die Lokalisierung der Bundeslade oder von Resten der Arche Noah”. Natürlich auch “die Nazca-Linien in Peru als Landebahn für Außerirdische” und Pyramiden in Ägypten und in aller Welt. In Blogs, Vorträgen, Büchern und Vereinen werden solche “Zielsetzungen” intensiv verfolgt.

Vor allem durch die US-Doku-Serie “Ancient Aliens” werden diese Themen gefördert, wie die “NZZ” spekuliert. Aber auch durch die Sendereihe “Terra X” des ZDF, womit der Artikel zweifellos auf einige Folgen der Serie über Rätsel der Archäologie anspielt, die HIER sehr umfangreich diskutiert wurde. Mit dem klaren Fazit, dass diese Folgen von “Terra X” unter anderem alles andere als spekulativ waren.

Die Autorin des Artikels, Esther Widmann, hat demnach die fraglichen Folgen von “Terra X” nicht selber gesehen. Sie zitiert auch nur einen Satz aus der Pressebeschreibung des ZDF über “Felszeichen, die Astronauten zeigen, oder Menschen in Taucheranzügen” dazu. Hätte sie die entsprechenden Teile der Sendereihe aufmerksam selber gesehen, wüsste sie, dass darin “Pseudoarchäologie” mehr schlecht als recht wegkommt.

Natürlich wird konkret als Beispiel für diese Themen Erich von Däniken namentlich genannt. Den Widmann ebenso wenig gelesen hat, wie sie die “Terra X“-Sendungen gesehen zu haben scheint. Sonst würde sie mit Bezug auf Dänikens erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” von 1968 nicht folgendes behaupten:

Prominentestes Beispiel ist wohl Erich von Däniken, sozusagen der Godfather of Pseudoarchaeology. 1968 veröffentlichte der Koch aus Zofingen erstmals seine Theorie, Angehörige einer technisch fortgeschritteneren Zivilisation hätten die Erde besucht und die Pyramiden in Ägypten errichtet.”

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Die Pyramiden – also von Außerirdischen erbaute! Eine Falschaussage, die seit Jahrzehnten kursiert und belegt, dass Widmann (wie so viele anderer “Kritiker”) nicht selber die entsprechenden Aussagen bzw. Bücher gelesen hat. Lediglich ungeprüfte Behauptungen der “Skeptiker” werden zum x-Male wiederholt. Wahren werden sie dadurch natürlich nicht. Das gilt auch für die ständig wiederholte Lüge, dass “die Nazca-Linien in Peru als Landebahn für Außerirdische” gedient haben sollen (s. a. das 1. Video unten).

Ebenfalls ein Falschbehauptung, wie zum Beispiel HIER aufgezeigt.

Die Rätsel der Pyramiden

Natürlich kann oder darf man von Zeitungsjournalisten keine tiefen Recherchen zur Prä-Astronautik & Co. erwarten. Wie man sieht reichen falsche Behauptungen, die man wiederholen kann. Beim Thema Mysterien der Pyramiden heißt es in dem “NZZ”-Artikel aber sehr richtig:

Nur darum, weil zwei Dinge ähnlich aussehen, bedeutet das noch nicht, dass ein Zusammenhang zwischen ihnen besteht. Pyramiden, die echten, aus Stein gebauten, zum Beispiel: Es gibt sie in Ägypten, und es gibt sie in Mittelamerika (und auch in Indonesien). Daraus abzuleiten, dass es die gleiche Gruppe war, die sie errichtet hat, missachtet jedoch alles andere, was über diese Gebäude bekannt ist – ihre Funktion (in Ägypten sind es Grabanlagen, in Mittelamerika Plattformen für kultische Handlungen), ihre Entstehungszeit (in Ägypten 3. Jahrtausend vor, in Amerika 1. Jahrtausend nach Christus).

Ein Kritikpunkt, der nicht nur von der etablierten Schulwissenschaft gerne angeführt wird. Auch innerhalb der Prä-Astronautik wird das kritisiert.

Der kritische Artikel bekannt als einen jener Archäologen, die begonnen haben, sich zu wehren, Dr. Stefan Baumann. Der “Ägyptologe an der Universität Trier, hat das bisher einzige deutschsprachige Buch zur Pseudoarchäologie herausgegeben”, wie es darin heißt. Auch das ist schlichtweg falsch. Es erschienen seit Ende der 1960ger Jahre zahlreiche deutschsprachige Bücher zur “Pseudoarchäologie”.

Allein in meinem Archiv befinden sich sicher über ein Dutzend entsprechende Publikationen. Geschrieben wurden sie aber fast ausschließlich nicht von Ägyptologen, wie Baumann einer ist. Sein Buch “Fakten und Fiktionen – Archäologie vs. Pseudowissenschaft” erschien 2018 und ist damit allerdings wohl das letzte Werk dieser Art auf dem Buchmarkt. Zuvor erschien beispielsweise 2008/9 das Buch “Pyramidengeheimnisse?” von Frank Dörnenburg, der sich darin jedoch auf die Rätsel des Alten Ägypten spezialisierte.

Und dieses Buch von Dörnenburg diente Baumann übrigens als eine der wichtigsten Quellen für seinen Buchbeitrag über “Mysterien und pseudowissenschaftlicher Mystifizierungen” in Ägypten. Dies zeigen seine Quellenangaben eindrücklich.

Fakten, Fakes und Fiktionen

Stefan Baumann ist Herausgeber von “Fakten und Fiktionen” sowie Autor von lediglich zwei Beiträgen in dem Sammelband. “NZZ” zitiert ihn mit den Worten:

Im Grunde geht es da um essenzielle Fragen: Wo kommen wir her? Und natürlich ist es auch die Lust am Mysteriösen, die die Leute fasziniert.”

Eine Aussage, die wohl die meisten Mystery-Interessierten sofort unterschreiben würden. Und eben der Grund warum solche Themen beim breiten Publikum besser ankommen als nüchterne Archäologie.

Baumann selber kam aus ähnlichen Gründen auf die Idee ein solches Buch herauszugeben, wie er in seinem Vorwort schreibt. Auf einem von ihm an der Universität Tübingen im Wintersemester 2015/2016 abgehaltenen Seminar mit dem Titel “‘Rätsel’ und ‘Mythen’ der (Vor-)Geschichte. Pseudoarchäologie vs. Wissenschaft”. “Eine Brücke zwischen der Wissenschaft und der archäologisch-historisch interessierten Öffentlichkeit” solle durch diese Publikation geschlagen, so der Herausgeber.

Gelungen ist das mehr oder weniger gut. Da das Buch in dem renommierten Fachverlag “Philipp von Zabern” erschien, ist es überaus teuer. Für das breite Publikum damit alles andere als interessant. Inhaltlich enthält es eine mehr als große Vielzahl an unterschiedlichen Themen aus der “Pseudoarchäologie”. Sie reichen von Atlantis über die Nibiru-Lüge bis zu Einhörnern. Aufgemacht wie die unzähligen Mystery-Themen-Sammelbände, die vor allem in den 1990ger Jahren den Buchmarkt überschwemmten.

Wobei man diese nicht miteinander vergleichen darf und kann, was schon allein durch die umfassenden Quellenangaben in “Fakten und Fiktionen” offensichtlich ist. Teilweise werden darin dennoch Themen nur auf einer Seite von den verschiedenen Autoren abgehandelt, sehr gekürzt dargestellt und alles andere als umfassend erläutert. Vor allem die Ausführungen und “Widerlegungen” zum Thema Atlantis in dem Sammelband stehen in der Kritik der Leser. Autor ist hier Dr. Stephan W. E. Blum von “Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters” der Universität Tübingen.

Keine Gegenwehr!

Diese Erläuterungen zu dem meiner Meinung nach fraglos lesenswertem Buch von Baumann waren notwendig. Denn die Behauptung von “NZZ”, dass Archäologen inzwischen von dem “Missbrauch ihres Fachs” genug haben, und sich “wehren”, bezieht sich zu weiten Teilen offenbar genau auf diese Publikation. Inklusive des genannten Seminars von Baumann an der Universität Tübingen vor einigen Jahren.

Das ist mehr als mager. Mit der Gegenwehr in “Sozialen Netzwerken” ist es auch nicht viel besser. Hier bezieht sich die Autorin Widmann nur auf einen Tweet eines Archäologen zum Thema weltweite Ähnlichkeit von Pyramiden:

Und warum sich ihre Konstruktionsweise ähnelt, erklärt Archäologe David S. Anderson aus den USA sehr einprägsam in einem Tweet: Es gebe nur eine Art, ein großes Gebäude aus Stein ohne Stahlträger zu errichten. Dazu zeigt er beschriftete Fotos von gestuften Pyramiden: ‘Mexiko’, ‘Ägypten’, ‘Indonesien’ – und, auf einem Bild mit bunten, zur Pyramide gestapelten Bauklötzen, ‘Baby’“.

Sich wehren sieht ohne Frage anders aus!

Schon eher so, wie es der Archäologe und Historiker Mirko Gutjahr macht, der unter anderem zwei kritische Podcast zu solchen Themen betreibt. Ein Kritiker, der zur deutschen Skeptiker-Szene gehört und unter anderem in der Skeptiker-Organisation GWUP aktiv ist. Zu einem entsprechenden Skeptiker-Vortrag von ihm heißt es in der Ankündigung unter anderem:

Glühbirnen in der Antike? UFO-Landeplätze in Peru? Pyramiden auf dem Balkan? Glaubt man Autoren wie Erich von Däniken oder TV-Serien wie ‘Ancient Aliens’, dann verheimlichen uns die Archäologen die wichtigsten Funde der Menschheit. Denn die monumentalen Bauten der Vergangenheit stammen demnach nicht von den damaligen Menschen, sondern seien in Wirklichkeit von Außerirdischen oder Dimensionsreisenden errichtet. Da dies aber auf keinen Fall an die Öffentlichkeit kommen dürfe, würden vom Staat bezahlte Archäologen damit beauftragt, diese Funde wegzuschließen oder ganz zu beseitigen.

Solche und ähnliche Themen sind immer wieder Teil seiner interessanten Podcast.

Die Nazikeule muss her

In dem “NZZ”-Artikel holt Gutjahr sogleich die Nazikeule gegen die “Pseudoarchäologie” heraus. Zumindest heißt es in dem Artikel:

‘In meiner Wahrnehmung sind es auch nationalistische und völkisch-ideologische Tendenzen, die in der Pseudoarchäologie zunehmend gefährlich werden’, sagt der Archäologe Mirko Gutjahr. Hinter vielen pseudoarchäologischen Geschichten stecken seiner Ansicht nach sehr oft bewusst oder unbewusst rassistische Motive: ‘Den Bau der Pyramiden oder von Machu Picchu traut man nicht den indigenen Völkern vor Ort zu.’ Als wahre Erbauer müssen dann Außerirdische herhalten oder eine andere überlegene Gesellschaft.

Solche Ideen sind in rechtsextremen Kreisen populär, und das hat Tradition: Adolf Hitler sprach oft davon, die Griechen der klassischen Antike müssten Nachfahren der Germanen gewesen sein. Das Phänomen Pseudoarchäologie ist also keineswegs neu. Bleibt die Frage, ob das eine gute oder eine schlechte Nachricht ist.

Das “baune Todschlagagument” wird hier aus dem Hut und selbst Adolf Hitler muss hierzu herangezogen werden. Eine durchaus beliebte Masche von Seiten der Kritiker, um gegen die Prä-Astronautik oder ähnlich gelagerte Themen vorzugehen. Und natürlich ist das fast immer vollkommen absurd. Allerdings gab und gibt es diese Ansichten durchaus; auch schon Jahrhunderte vor dem Dritten Reich. Zum Beispiel bezüglich der Pyramiden in Ägypten, der Kultur der Maya in Mittelamerika oder auch Ruinenstätten in Afrika (wie etwa Zimbabwe).

Es suggeriert eindeutig, dass die Prä-Astronautik mit ihrer Idee der Lehrmeister und Götter aus dem All “sehr oft bewusst oder unbewusst rassistische Motive” beinhaltet. Da eben Wissen und Weisheit zu unseren Vorfahren sprichwörtlich vom Himmel kam. Wobei niemand etwas dafür kann, dass die alten Mythologien und Überlieferungen eben genau das zum Teil berichten. Sind diese also rassistisch? Haben die entsprechende Religionen deshalb “rassistische Motive”?

Sind nach dieser Lesart Missionare oder Aufbauhelfer und Förderprogramme der Industrienationen in der Dritten Welt rassistisch?

“Nationalistische und völkisch-ideologische Tendenzen” sind dabei meistens etwas anders. Sie besagen ja, dass ein bestimmtes Volk (der Erde) dieses Wissen zu den “Primitiven” brachte. Wie es in der Tat der wirre “Germanen-Kult” einiger Nationalsozialisten im Dritten Reich verbreitet (s. a. Artikel HIER).

Freunde werden die etablierten Archäologen und die “Pseudoarchäologie” nach einem solchen Artikel wohl nie mehr …

Auswahl an YouTube-Videos zum Thema

Video vom 14. Nov. 2018 auf Fischinger-Online

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Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Video vom 29. Aug. 2019 auf Fischinger-Online

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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