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Die Bundeslade der Bibel gab es zweimal: Das Original Gottes und die Kopie des Moses – doch wo stand dieses Original – wirklich auf der Erde? (+ Videos)

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Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & L. A. Fischinger / Montage: Fischinger-Online)
Die Bundeslade der Bibel: Das Original Gottes und die Kopie des Moses (Bilder: gemeinfrei & L. A. Fischinger / Montage: Fischinger-Online)

Die Bundeslade der Bibel, die Moses angeblich auf Befehl Gottes baute bzw. bauen lies, ist seit jeher Thema vieler Spekulationen, Interpretationen und Thesen. Auch auf diesem Blog und in Mystery Files-Videos bei YouTube war die „Lade des Herrn“  bereits vielfach Thema. Doch wenigen wird bekannt sein, dass es vor Jahrtausenden in Wahrheit zwei Bundesladen gab. Das zumindest behauptet das die Bibel selber. Woher die andere Lade gekommen sein soll und was sich damals laut den alten Schriften ereignete, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Bundeslade

Inzwischen ist es rund tausende Jahre Jahre her, da gab es im Nahen Osten einen Gegenstand von unglaublicher Macht und göttlicher Kraft. Heute kennt sie spätestens seit „Indiana Jones“ die halbe Welt. Sie war der heiligste und wertvollste Gegenstand des gesamten Alten Testamentes. Angeblich von Moses und dem Volk der Hebräer während ihrer Flucht aus Ägypten selber gebaut und fortan hoch verehrt. Am „Berg Sinai“, wo das Volk beim Exodus bei ihrem Auszug eine Pause einlegte, sei dies alles geschehen, wie es das Buch Exodus schildert.

Immer wieder war diese heilige Kiste auch hier Thema von zahlreichen YouTube Videos, Artikeln und Beiträgen, die Ihr zum Beispiel unter diesem Link HIER findet. Ebenso eine Auswahl an entsprechenden Videos unten. Bereits 1997 zeigte ich umfangreich in „Götter der Sterne“ den Mythos und die Hintergründer der Lade auf.

Hinlänglich bekannt sollte selbst Nicht-Bibellesern sein, dass die Lade des Herrn „nur“ eine Kiste aus Holz und Gold war. Getragen an Stangen von ausgewählten Priestern, verziert mit goldenen Mischwesen auf einem massiv goldenen Deckel. Neben diversen Gegenständen sollen in der rund 120 x 80 x 80 Zentimeter großen Bundeslade auch die Tafeln mit den Zehn Geboten transportiert worden sein. Regeln, die von Gott höchst persönlich formuliert und verfasst wurden. Und zweifellos einer der Höhepunkte der gesamten Bibel.

Das zeigt deutlich, wie heilig und wertvoll diese Lade des Bundes einstmals gewesen sein muss. Sofern es sie je in eine solchen Form gab, war sie die „Verkörperung Gottes auf Erden“, wie es auch Theologen und Bibelforscher deuten. Wie die Kiste letztlich wirklich aussah, ist unklar. Heute hat sich ein Bild von ihr etabliert, dass nicht korrekt ist (auch auf dem Titelbild zu sehen). Auch nicht bei „Indiana Jones“, deren Lade-Modell wohl das bekanntes der ganzen Welt ist. Fromme Bilder vergangener Jahrhunderte wiederum zeigen sie in einer Vielfalt an Darstellungen, die widersprüchlicher nicht sein könne!

Ein Modell der Bundeslade

Und all dies trotz oder gerade weil der zahllosen Ungereimtheiten, Mythen und Spekulationen um diese heilige Truhe der Hebräer. Was schon damit beginnt, dass die Lade bereits als Besitz des Volkes beim Exodus erwähnt wurde, bevor sie am heiligen Berg überhaupt erst gebaut wurde (s. a. 2. Video unten). Oder auch, dass, wie im oben genannten Buch belegt, zumindest nach einer biblischen Erzählung die Tragestangen mindestens zehn Meter lang waren. Ganz nebenbei wurde sie einstmals sogar durch die Luft mit einem Fluggerät transportiert (s. a. 1. Video unten) …

Die „klassische Legende“ der Herkunft der göttliche Truhe ist weithin bekannt. Demnach kamen die Hebräer bei ihrer Reise zum Berg Gottes, da dieser zuvor Moses bereits den Auftrag gab, dass sie bei ihrem Exodus genau dorthin kommen sollen. Hier erklomm der fromme Moses des Berg, bekam die Zehn Gebote seines Herrn und die sogenannte „Bauanweisung für die Bundeslade“. Allerdings längst nicht nur diese.

Liest man die entsprechenden Stellen der Bibel im Buch Exodus genau, waren die Bauanleitungen weit umfangreicher. Auch das Zelt, der mobile Tempel für die Lade (Tabernakel, Stiftshütte) inklusive sämtlichen Inventar, Materialien und allen gestalterischen und baulichen Details wurden von Moses Gott persönlich in Auftrag geben. Eingeschlossen die Kleidung der kommenden Priester der Lade oder auch die Art der Zeremonien. Nachzulesen im Buch Exodus ab Kapitel 25.

Hier konzentrieren sich viele Mystery-Jäger oder „Phantasten“ seit Jahrzehnten auf die Schilderungen zum Bau der Lade selbst (ab. Ex. 25,10). Dabei fällt schon im Vorfeld von Gott selber eine erstaunliche Bemerkung gegenüber seinem Schützling Moses auf dem Berg:

Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne! Genau so, wie ich dir das Vorbild der Wohnung und das Vorbild aller ihrer Geräte zeigen werde, so sollt ihr es machen.“ (Ex. 25,8f.)

Andere Übersetzungen der Stelle nennen hier „genau nach dem Plan, den ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige“. In anderen Fällen lesen wir „nach dem Modell der Wohnung und nach dem Modell all ihrer Gegenstände“ oder wir lesen von einem „Musterbild“. Mit Wohnung ist dabei natürlich kein Haus oder ähnliches im eigentlichem Sinn gemeint, sondern das besagtes Zelt als transportabler Tempel für die Bundeslade.

Alles nach vorbereiteten Plan Gottes

Auch an späterer Stelle, in dem Vers 26,30 im Buch Exodus, wiederholt der Herr, dass Moses alles nach dem Plan oder Modell bauen soll, „wie du es auf dem Berg gesehen hast“. Folgerichtig gab es eine zweite Bundeslade, die wohl Gott selber gehörte. Diese hatte er – wie alles andere auch – vorbereitet als Modell, Plan oder Vorlage für sein Volk „auf dem Berg“ bereitgehalten, bis Moses zu ihm kommen wird.

Selbstverständlich nahm Moses den Auftrag seines Herrn begeistert an. Und der kümmerte sich sogar um entsprechende Handwerker, die seine Pläne korrekt umsetzten konnten. Bezalel und Oholiab hießen die beiden Experten, die der Herr „mit Weisheit, mit Verstand und mit Kenntnis für jegliche Arbeit“ und seinem Geist erfüllte (Ex. 31,3 & 6). Demzufolge kennen wir sogar die Namen der Personen, die die Bundeslade nach dem göttlichen Modell gebaut haben sollen.

Es ist verblüffend, dass die Bibel behauptet, der Herr habe Vorlagen für Moses vorbereitet. Blaupausen oder sogar die Originale, die seine Anhänger am Fuße des mysteriösen Berges nachbauen sollten. Und nimmt man andere Schriften hinzu, so hat der Herr sogar Material zum Bau seiner geforderten Objekte selber erschaffen oder besorgt. Baustoffe für sein Zeltheiligtum, deren Deutung von „Delphinhäuten“ bis „Felle von Einhörnern“ gehen (s. 3. Video unten)

Wie an anderer Stelle genauer ausgeführt, ist der Kontext all dieser Ereignisse noch weit erstaunlicher. Während wir im Alten Testament (Ex. 24,15ff. & Ex. 19,16ff.) lesen, das „die Herrlichkeit des Herrn“ in einer „feurigen Wolke“ vom Himmel auf dem Berg hernieder kam, soll Moses selber in diese „Wolke“ eingetreten sein. Und verschwand daraufhin für 40 Tage und Nächte von seinem Volk, da er sich laut Bibel so lange auf dem Gottesberg aufhielt. „Wie verzerrendes Feuer“ habe sich die „Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn auf dem Gipfel des Berges“ vor dem Volk am Fuße gezeigt haben.

Das Volk, von Gott und Moses verlassen!

So wirklich Angst um Moses hatte wohl niemand, als dieser 40 Tage und Nächste nicht zurück kam. Bis auf ein paar Aufrührer, die von Aaron, dem Bruder des Propheten, während seiner Abwesenheit verlangen, dass ein „Goldenes Kalb“ gefertigt werden muss. Als eine Art neuen Gott oder Ersatz für ihren Herrn und ihren Anführer Moses, der ja wochenlang abwesend war (Ex. 32,1) Ohne zu sehr an dieser Stelle ins Details gehen zu wollen, ist das überaus seltsam.

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Penibel vermerkt das Buch Exodus, dass das ganze Gottesvolk der Hebräer feurig die Erscheinung und Niederkunft auf dem Berggipfel sah (der übrigens zweimal hernieder kam). Es sah aus „wie Rauch aus einem Schmelzofen“, „der ganze Berg bebte gewaltig“, alles war „in Rauch gehüllt“, „gewaltiger Hörnerschall“ ertönte und „im Donner“ habe der Herr zu Moses gesprochen, behauptet das Buch Exodus (19,16-20). Mehr noch, es wurde auf Befehl des Herrn zur Vorbereitung sogar ein „Zaun“ oder eine „Begrenzung“ um den Berg gezogen. Niemand dürfe bei der Niederkunft des Himmlischen den Berg besteigen oder betreten.

Durchaus hatten die Anwesenden Angst vor diesem Phänomen. Aber erst wenn ein Signal zur Entwarnung zu hören ist, ist die Gefahr wirklich vorbei. „Erst wenn das Horn ertönt, dürften sie auf den Berg steigen“, mahnt der Herr in der Bibel (Ex. 19,13). Für den Fall, dass jemand sich dieser Anordnung widersetzten würden, hatte er ebenso vorgesorgt. Der Frevler werde dann „gesteinigt oder erschossen“.

Diese biblischen Schilderungen sollen von einem Vulkanausbruch inspiriert worden sein. So eine sehr geläufige Interpretation der feurigen, donnernden und lärmenden Landung der Wolke. Zynisch ausgedrückt habe demnach ein Haufen Lava Moses die Bundeslade, die Zehn Gebote und alle anderen Gerätschaften gegeben bzw. diese als Vorlage gezeigt. Seltsam nur, dass der Prophet dann 40 Tage (sicher eine symbolische Zahl!) dort oben war. Und ebenso sonderbar ist, warum das Volk am Fuße des Berges plötzlich ihn und ihren Gott vermisste und sich dem „Goldenen Kalb“ als Ersatz zuwandte.

Glauben wir den Beschreibungen der Erscheinung, war diese mehr als deutlich zu sehen und zu hören. (Was auch für einen Vulkan gelten würde.)

Eine Reise in den Himmel

Wäre die Wolken- und Feuersäule eine wirklich sichtbare Erscheinung gewesen, so hätte es niemals zu dem Abfall Israels in der Verehrung des Goldenen Kalbes kommen können.

So bemerkt es auch ein Handbuch zur Bibelforschung. Der Thronwagen des Herrn auf dem Berg wäre folglich nur ein „erzählerisches Bild für die Gegenwart Gottes“ und damit nicht real. Außer man bemüht hier die Prä-Astronautik und geht von einem realen Fluggerät aus, dass hier auf dem Gottesberg landete. Zu diesem ging wie zuvor verabredet Moses herauf, um mit der Besatzung zu sprechen und die geschilderten Anweisungen und Baupläne entgegenzunehmen.

Dafür braucht man aber keine 40 Tage, oder wie lange letztlich das ganze gedauert haben soll oder mag. Was soll der Prophet so lange dort gemacht haben? Dazu fand ich schon vor einigen Jahrzehnten einen eindeutigen Hinweis in einer biblischen Schrift außerhalb der Bibel, die bis dato übersehen wurde. Das Buch „Ezechiel der Tragiker“. In diesem lesen wir, dass Moses auf dem Gipfel des Berges tatsächlich den fliegenden Thronwagen Gottes sah, den man aus zahlreichen biblischen und verwandten Büchern sehr gut kennt.

In oder auf diesem Flugwagen saß dabei nicht etwa Gott, der Herr oder Jahwe. Vielmehr war es nur „ein Mann“. Wörtlich entnehmen wir in dieser Schrift dazu:

Auf einer Bergspitze sah ich (Moses, Anm. LAF) einen großen Thron, der bis zum Himmel reichte. Darauf saß eine Mann, dem edelsten Geschlecht entsprossen. Ein Diadem auf seinem Haupt und in der Linken ein gewaltig Zepter, so winkt er mir mit seiner Rechten. Ich stellt mich vor seinen Thron. Da reichte er mir das Zepter dar und ließ mich seinen großen Thron besteigen. Auch gab er mir sein königliches Diadem; er selber stieg herab.“ (Verse 68-76)

Mit diesem Thron ging es dann scheinbar in den Himmel hinauf, denn weiter erfahren wir:

Darauf erblickte ich der Erde ganze Rundung, zugleich der Erde Tiefen und des Himmels Höhen. Da fiel der Sterne Schar mir vor die Füße und alle zählt ich sie (…)

Du schautest die bewohnte Erde ganz, was unter Gottes Himmel weilt und über ihm das heißt: Du wirst erschauen, was ist, was war und werden wird.“ (Verse 77-80 & 87-89)

Dichtung oder Wahrheiten?

Könnte man diese kryptischen Aussagen so deuten, dass Gott Moses in seinem Flugwagen vom Berg oder sogar von der Erde aus mit nahm? Dann wäre vollkommen klar, warum das Volk des Propheten Moses am Fuße des Berges plötzlich vor dem Nichts stand. Nicht nur ihr Anführer war weg, sondern auch die zuvor sichtbare Erscheinung des Herrn war vom Gipfel verschwunden und nicht mehr zu sehen.

In dieser Schrift wird der „edle Mann“ an anderen Stellen auch klar als „Gott“ bezeichnet. „Es zeigte Gott dir, Fremdling, Herrliches“ (Vers 83), notiert die Schrift. Einer der Himmlischen. Prä-Astronautiker können hier natürlich auch nur spekulieren, wohin der Wagen mit dem Moses flog. Hat er das Modell der originalen Bundeslade und alles andere also gar nicht auf dem Berg selber oder überhaupt auf der Erde gesehen, wie es das Buch Exodus besagt? Eine Bundeslade im All, von wo aus Moses der „ganzen Erde Rundung“ und „der Sterne Schar“ erblicken konnte?

Der Text selber stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und ist damit vergleichsweise alt. Der Autor mit Namen Ezechiel (nicht der Prophet aus der Bibel) lebte vermutlich in der legendären Stadt Alexandria am Mittelmeer in Ägypten. Hier schrieb er dieses Buch nieder, dass heute als bisher ältestes Drama eines biblisches Themas bekannt ist. Das war lange nach den angenommenen Ereignissen rund um die Bundeslade und dem Gottesberg. Wobei unklar ist, wie, wann und in welcher Form ein derartiger Auszug aus Ägypten überhaupt stattgefundenen haben mag.

Was also könnte der Text wirklich bedeuten? Nur eine Dichtung? Oder griff der Autor auf heute längst vergessene Schriften zurück, um sein Drama zu verfassen? Hat Moses oder wer auch immer alles nur geträumt, da in einem Vers bemerkt wird, dass er „aus dem Schlaf“ erwachte und daraufhin seine „Brust von Furcht bewegt“ war (Vers 82)? Sollte es nur eine Prophezeiung sein, da es heißt, Moses werde eines Tages „einen großen Thron“ zum Einsturz bringen „und selber Kampfespreise austeilen und Volkesführer sein“ (Verse 85f.)?

Wäre es so, hätte sich der Autor im 2. Jahrhundert vor Christus sicher gefragt, wann diese „Prophezeiung“ denn Realität werden wird. Immerhin war Moses laut Bibel da schon über 1.000 Jahre tot …

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Grenzwissenschaft Classics, Folge 48: Auf den Spuren von Moses: Forscher suchen Beweise für die Bibel und den Exodus +++ Video +++

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Grenzwissenschaft Classics, Folge 48: Auf den Spuren von Moses: Forscher suchen Beweise für die Bibel (Bilder: Pixabay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Grenzwissenschaft Classics, Folge 48: Auf den Spuren von Moses: Forscher suchen Beweise für die Bibel (Bilder: Pixabay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Gibt es Beweise für die Existenz von Moses aus dem Alten Testament der Bibel? Wo sind die Belege, dass es einst, wie es das 2. Buch Moses sagt, einen Exodus der Israeliten (Hebräer) aus Ägypten gab? Seit Jahrhunderten wird nach unumstößlichen Beweisen gesucht, die die Existenz der Person Moses und vor allem auch den Exodus ins „Gelobte Land“ beweisen. Von Bibelforschern ebenso wie von Abenteurern und Archäologen. Diese Grenzwissenschaft Classics Folge Nr. 48 aus dem Jahr 2000 geht diesen Fragen nach. Eine spannende Folge zu einem der spannendsten und faszinierenden Themen aus der gesamten Bibel!


Moses und der Exodus aus dem Alten Testament – ein zeitloser Mythos!

Gibt es Beweise für die Existenz von Moses aus dem Alten Testament der Bibel? Wo sind die Belege, dass es einst, wie es das 2. Buch Moses sagt, einen Exodus der Israeliten (Hebräer) aus Ägypten gab?

Für viele Bibelforscher, Historiker, Theologen und Archäologen ist der Exodus um die Figur Moses aus dem Buch Exodus reine Phantasie. Sie glauben nicht, dass es einen derartigen Auszug aus Ägypten eines ganzen Volkes vor tausenden von Jahren wirklich gab. Es fehlen die handfesten Fakten und greifbaren Funde, die diese biblische Geschichte untermauern, so argumentiere diese. Vielmehr sei die faszinierende Story eher als eine Art „Gleichnis“ zu interpretieren. Als eine erfundene Historie des Hauses Israel, mit denen sie sich selber quasi eine fundamentale Geschichten gaben.

Wieder andere nehmen den biblischen Bericht wörtlich und glauben, dass es genauso war, wie es darin überliefert ist.

Dennoch wird seit Jahrhunderten nach unumstößlichen Beweisen gesucht, die die Existenz der Person Moses und vor allem auch den Exodus ins „Gelobte Land“ beweisen. Von Bibelforschern ebenso wie von Abenteurern und Archäologen. Hin und wieder wurde in sensationell aufgemachten Meldungen behauptet, dass diese auch gefunden wurden. Wissenschaftlich belegt oder anerkannt ist davon nichts.

Diese Grenzwissenschaft Classics Folge Nr. 48 aus dem Jahr 2000 geht diesen Fragen nach. Eine spannende Folge zu einem der spannendsten und faszinierenden Themen aus der gesamten Bibel!

Damit Euch viel Spaß mit Teil Nr. 48 der “Grenzwissenschaft und Mystery Files Classic Videos“.

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Grenzwissenschaft Classics, Folge 44: Moses und die Wunder und Rätsel des Exodus der Bibel +++ Video +++

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VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 44: Moses und die Wunder und Rätsel des Exodus der Bibel (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 44: Moses und die Wunder und Rätsel des Exodus der Bibel (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Millionen Menschen sind von der Bibel und den Geschichten, die das Alte Testament erzählt, fasziniert. Was ist hier Geschichte und was sind doch nur Geschichten? Was Mythos und was Wahrheit? Das 2. Buch Moses, das Buch Exodus, gehört zweifellos zu einem der bekanntesten und beliebtesten Mythen des Alten Testament. Hier wird erzählt, die das Volk der Hebräer unter Führung von Moses und Gott Ägypten verließ um nach einer Wanderung – dem Exodus – das „gelobte Land“ erreichte. Eine Erzählung voller Fragen, Wunder und archäologischer und historischer Rätsel. Die spannende Folge 44 der Grenzwissenschaft Classic Videos aus dem Jahr 1994 geht diesem Mythos Moses und dem Auszug der Hebräer nach.


Mythos Moses und der Exodus

Moses und der Exodus: Doch die Bibel ist voller Geschichte und auch phantastischer Geschichten. 

Vor allem die Bücher des Alten Testament enthalten zahllose Berichte, Überlieferungen und Erzählungen, die kaum zu glauben sind. Außer dann, wenn man in diesen das „Wirken Gottes“ oder vielleicht nur schlichte Märchen. Erzählungen, die der Phantasie der Bibelautoren vor Jahrtausenden entsprungen sind.

Und das Buch Exodus, das 2. Buch Moses, gehört unzweifelhaft dazu!

Darin finden wir die Geschichte des legendären Moses erzählt. Seinen Begegnungen mit Gott und seinem Wirken vor tausenden von Jahren. Denn vor allem beinhaltet das Buch Exodus die spannende wie umstrittene Geschichte des Auszugs der Hebräer bzw. Israeliten unter Führung des Moses aus Ägypten. Eben dem Exodus in das „gelobte Land“.

Ein Marsch quer durch die Wüste. Vor allem aber ein Marsch voller Wunder und geheimnisvoller Ereignisse, wie es die Bibel erzählt.

Was dabei Wahrheit und was Fiktion ist, darüber streiten sich Bibelforscher, Theologen, Gläubige, Kritiker und Archäologen seit Jahrhunderten. Handfeste Beweise für diese phantastische Geschichte fehlen bis heute.

Die Folge 44 der „Grenzwissenschaft Classic Videos“ aus dem Jahr 1994 geht genau diesem Exodus nach. Einer Wanderung voller Geheimnisse und Wunder unter Führung von Moses und natürlich Gott, der mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet.

Damit Euch viel Spaß mit Teil Nr. 44 der „Grenzwissenschaft und Mystery Files Classic Videos„.

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+++YouTube-Video+++ / Die Bundeslade und die Einhörner Moses: Einhörner als „Sonder-Schöpfung“ Gottes für Mose zum Schutz der Bundeslade und des Tabernakel beim Exodus

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Ein Rätsel der Menschheit: die Bundeslade aus dem Alten Testament., Doch was haben Einhörner mit dem heiligen Schreib zu tun? (Bild: Wikicommons/gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: L. A. Fischinger)
Ein Rätsel der Menschheit: die Bundeslade aus dem Alten Testament., Doch was haben Einhörner mit dem heiligen Schreib zu tun? (Bild: Wikicommons/gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: L. A. Fischinger)

Eines der ganz großen Rätsel der Menschheit ist die Bundeslade aus dem Alten Testament. Eine tragbare Truhe als sichtbares Zeichen der Präsenz Gottes, der schon in der Bibel wundersame Eigenschaften und Kräfte nachgesagt werden. Doch ein scheinbar „belangloses“ Detail bei der Bundeslade und des Tabernakel – des „mobilen Tempel“ für die Lade beim Exodus – wurde bisher übersehen. Ein Detail, das bei genauerem Hinsehen geradezu märchenhaft erscheint. Dieser Spur gehe ich in meinem neuen Video auf YouTube genauer auf den Grund.

Blog-Feed

Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wusstet Ihr, dass das Zeltheiligtum Tabernakel mit der Bundeslade im Inneren von den Hebräern angeblich in vielen Details nach Gottes Plan erbaut wurde?

Doch der Entwurf des Herrn für dieses heiligen Tabernakel enthält einen „Werkstoff“ im Alten Testament, der auch als Schutzabdeckung für die Bundeslade gedient haben soll: Felle oder Häute von eigenes dafür von Gott für Moses geschaffenen – Einhörnern!

Was es mit dieser Haut oder diesem Fell im Alten Testament auf sich hat, von dem es im Buch Ezechiel sogar heißt, dass daraus Schuhe gefertigt wurden, erkläre ich in diesem Video meiner biblischen Spurensuche.

++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen hier bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen 😉 ++

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Gott und die Berufung des Moses am „brennenden Dornbusch“: War in Wahrheit alles ganz anders? (Artikel)

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Moses und der Brennende Dornbusch - War alles ganz anders ( Bild: Archiv W.-J. Langbein)
Fromme Darstellung von der Berufung des Mose am „Brennenden Dornbusch“ ( Bild: Archiv W.-J. Langbein)

Moses ist mit Sicherheit eine der schillerndsten und wichtigsten Figuren der Bibel. Juden, Christen und Muslime berufen sich auf den Mann, dem den Namen nach die ersten fünf Bücher der Bibel und eine Reihe außerbiblischer Schriften zugesprochen werden. Er war es auch, den der Gott Jahwe erstmals seinen Namen verriet und der nach Jesus Christus wohl die Nummer 2 der biblischen Prominenten ist. Eine alttestamentarische Persönlichkeit, auf die sich Milliarden Menschen berufen und dessen geschichtliche Realität alles andere als bewiesen ist. Doch die Berufung und Offenbarung Moses am legendären „brennenden Dornbusch“ können auch in einem vollkommen anderen Licht gesehen werden.


Der rätselhafte Moses

Die Geschichte des Moses beginnt mit seiner Aussetzung als Baby in einem Körbchen auf dem Nil in Ägypten (Ex. 2,3ff.). Eine Überlieferung, die Bibelforscher heute als Erfindung bezeichnen und sich darauf berufen, dass zum Beispiel der mesopotamische König Sargon von Akkad (um 2300 v. Chr.) ein sehr ähnliches Schicksal erlitt.

Er wurde nach den Überlieferungen von seiner Mutter in einem mit Pech abgedichteten Körbchen im Fluss Euphrat (Irak) ausgesetzt. Auch andere „große Persönlichkeiten“ erlitten das Schicksal der Aussetzung. Folglich ist schon allein der Beginn der Überlieferungen über Moses fragwürdig und voller Mysterien.

Zahlreiche Fragen ranken sich um die Person Moses. War er ein ägyptischer Prinz? Hatte er tatsächlich einen Bruder mit Namen Aaron? Übernahm er die Idee des Glaubens an einen Gott (= Monotheismus) von Pharao Amenophis IV. (ca. 1364 – 1347 v. Chr.), der die ägyptischen Götter abschaffte, sich in Echnaton umbenannte und als alleinigen Gott Aton huldigte? War er sogar ein Priester oder Sohn von Echnaton? Gab es diesen Mann überhaupt?

Die Kindheit und Jugend von Moses ist unbekannt – die Bibel schweigt sich aus. Eines Tages jedoch, so erzählen es die alten Texte, erschlug er einen ägyptischen Sklaven-Aufseher, da dieser einen Hebräer misshandelte. Moses musste aus dem Land der Pyramiden fliehen (Ex. 2,11ff.). So kam er in das Land Midian, wo ein Priester mit Namen Jitro, Reguel, Hobab oder schlicht „Priester von Midian“ – je nach Erzählung – ihm seine Tochter Zippora zur Frau gab.

Ein epochales Ereignis!

Hier im fernen Midian übernahm Moses die Arbeit eines Schafhirten und lebte Jahrzehnte in der öden Region östlich des Golfs von Elat. Eine romantisch-friedliche Erzählung, die mit einem Mord an einem Ägypter seine erste dramatische Wendung nahm.

Eines Tages wird diese Story aber durch eines der wichtigsten Ereignisse des Alten Testamentes unterbrochen: Der Gott Jahwe erscheint dem Hirten in einem brennende Dornbusch und beruft Moses zu einem seiner Propheten, Diener und irdischen „Werkzeug“. Und: Jahwe verriet Mose seinen Namen.

Das Alte Testament erzählt dazu im Buch Exodus:

„Moses aber hütete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des Priesters von Midian, und trieb die Schafe hinter die Wüste und kam an den Berg Gottes, Horeb.

Und der Engel des Herrn erschien ihn in einer feurigen Flamme aus dem Busch. Und er sah, dass der Busch mit Feuer brannte und ward nicht verzehrt.

(Moses sprach:) Ich will dahin und beschauen dies große Gesicht, warum der Busch nicht verbrennt.“ (Ex. 3,1-3)

Der einfache Hirte erblickte ein „großes Gesicht“, das in anderen Übersetzungen auch „seltsames Schauspiel“ oder „außergewöhnliche Erscheinung“ genannt wird. Und diese Erscheinung war göttlich! Denn plötzlich war „der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs“ (Ex. 3,6) an diesem Ort zugegen und wandte sich an den staunenden Moses. Er solle, so trug es die Erscheinung ihm auf, seine Schuhe ausziehen, da er auf heiligen Boden stehen würde.

Moses und Gott

Hier bekommt Moses im Folgenden nun den Auftrag von Gott das Volk Israel aus der Knechtschaft des Frondienstes in Ägypten in die Freiheit nach Kanaan zu führen. Auch wird hier angeblich erstmals der Name Gottes genannt, nachdem Moses fragte, was er den Hebräern in Ägypten sagen solle, wer ihm eigentlich erschienen sei: „Ich bin, der ich bin“, „Ich bin der, der ich sein werde“, „Ich bin der, der ist“, „Ich werde sein, der ich sein werde“, „Ich bin der Daseiende“ …

Übersetzungen und Deutungen dieses Höhepunktes des Alten Testamentes in Ex. 3,14 gibt es viele und der Gottesname Jahwe ist bis heute eigentlich nicht zu übersetzten. Von nun an jedoch kannten die Israeliten angeblich den Gottesnamen, den man meist mit Jahwe (JHWH) wiedergibt. Obwohl dieser den Israeliten schon vorher bekannt gewesen sein dürfte, wie es die Bibelforschung glaubt.

Ebenso lässt sich geschichtlich sehr gut nachvollziehen, wie sich Jahwe scheinbar aus lokalen Naturgottheiten heraus entwickelte. Keine Spur vom „wahren Schöpfergott“?!

Die Berufung, die Preisgabe des Gottesnamens und die Sendung des Moses nach Ägypten sind, wie viele Teile des Alten Testamentes, von drei verschiedenen Quellen oder Redakteuren zusammengeschrieben worden. Und zweifellos lässt die Offenbarung des Gottesnamen durch Jahwe selber an seinen Diener den eigentlichen „Dornbusch“ in den Schatten der Erzählung treten.
Was also hat damals der Schafhirte Moses im Gebirge gesehen?

Was geschah am heiligen Berg tatsächlich?

Das „Wunder“ des brennenden Busches erregte schon immer die Gemüter der Theologen und Wissenschaftler und ist ein beliebtes Motiv der Bibelmaler. Nach theologischen Ansichten könnte es sich zum Beispiel um ein reines Symbol handeln. Es soll beispielsweise das „brennende Gewissen“ oder der „Dorn in Moses Herzen“ versinnbildlichen, wie es schon Manfred Barthel in seinem Bestseller „Was wirklich in der Bibel steht“ 1980 schrieb.

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Andere wiederum sehen die Ereignisse so, wie sie im Exodus stehen: Ein brennender, aber nicht verbrennender Busch durch das Wirken Gottes. Oder es wird schlicht als „Zeichen des Feuers“ angesehen, in dem sich der biblische Herr oftmals den Propheten präsentierte. Wieder andere glauben hier an ein „Erzählmotiv“ das „eine dem Elmsfeuer ähnliche elektrische Lichterscheinung“ gewesen sein dürfte, die auch heute noch in der Wüste beobachtet werden kann.

Natürlich nahmen sich auch Botaniker der sonderbaren Überlieferung an, da ein solches Gewächs schließlich in ihr Fachgebiet fällt. Als wenn die theologischen Deutungsversuche nicht ausreichen würden, haben Pflanzenkundler ihre eigene These. Denn es gibt in der Tat eine Pflanze, die von sich selbst aus brennen kann – die „Dictamnus albus“.

Diese Pflanze, bei uns als Spechtwutz bekannt, ist mit zahllosen Öldrüsen versehen, die bei großer Hitze ein Öl/Gas absondern, das sich bei starker Sonnenintensität und Windstille von selbst entzünden kann. Dieser natürliche Vorgang ist dabei so kurzzeitig, dass die nur etwa ein Meter kleine Pflanze dabei nicht verbrennt. Darauf hat bereits Werner Keller in seinem Weltbestseller „Und die Bibel hat doch recht“ im Jahr 1955 hingewiesen.

Ist damit das Rätsel des brennenden Busches des Moses gelöst? Eine Naturerscheinung, erhoben zu einer Offenbarung Gottes? Kaum. Aber um das Rätsel um dieses Gewächs perfekt zu machen, ist in den letzten Jahren noch eine geologische Deutung verstärkt hinzugekommen. So etwa in dem Buch mit dem treffenden Titel „Und der Dornbusch brannte doch“ (2003/2007) von Colin J. Humphreys.

Wäre demnach der Gottesberg ein Vulkan gewesen, so diese Idee, könnte als Ursache für das Feuer Gottes ein Gasaustritt gewesen sein. Oder sogar nur normales Erdgas. Durch eine Spalte im Gestein sei dieses an die Oberfläche gedrungen und habe sich an, nahe oder unter dem Dornbusch entzündet. Warum die Pflanze dabei nicht verbrannte bleibt aber offen.

Von Engeln und Raumfahrzeugen

Moses sah zu Beginn der feurigen Erscheinung einen vermeintlichen „Engel“ bei diesem Dornbusch und nicht etwa Gott selber, der in den Feuerflammen des brennenden Gewächses erschien. Engel werden in der Prä-Astronautik auch als technische Gerätschaften gedeutet. Wie etwa bei dem Propheten Ezechiel, Jesaja und anderen. War also der seltsame Engel vom Himmel keiner der „Söhne Gottes“ oder „Söhne der Götter“, die erstmals direkt in Gen. 6,2 in der Bibel auftauchen? War der Engel des Moses ein technisches Gefährt und so der angeblich brennende Busch ein (feuriges) Leuchten des Fahrzeuges? Oder aber leuchtete der Busch nur im Schein eines „göttlichen“ Fahrzeuges?

Man könnte man sogar behaupten, eine Art „Strahlenschild“ des Fahrzeuges der Götter ließ die Umgebung und den Strauch „brennen“ und leuchten. Das vermutete zumindest schon 1974 der Prä-Astronautik-Forscher und Pionier der Astronautengötter-Idee Peter Krassa in seinem Klassiker „Gott kam von den Sternen“. Für diese Spekulation gibt es vielleicht in einem Buch außerhalb der Bibel einen weiteren Hinweis. So heißt es in der apokryphen Schrift „Esdras viertes Buch“ über dieses Ereignis:

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Ich (= Gott) offenbarte mich am Dornbusch schon einmal und sprach mit Moses, als noch mein Volk in Knechtschaft in Ägypten war.“ (12,3)

Nach diesem Text erschien Gott dem Moses nicht im feurigen Busch, sondern an diesem Busch. Also scheinbar in der Nähe, nachdem zuerst ein Engel des Herrn hernieder kam und sich daraufhin Jahwe offenbarte.

Doch der brennende Busch an sich liefert hier andere spannende Hinweise und Interpretationsmöglichkeiten. Die meisten Bibeln nennen ihn „Dornbusch“ und ältere Ausgaben gerne schlicht „Busch“. Folglich eine Pflanze. Ist das tatsächlich so?

War da wirklich was im Busch?

Seltsam erscheint die Tatsache, dass sich laut Bibel Gott dem Moses an oder im einen ordinären Strauch zeigte um ihn, als einem der Höhepunkte im Alten Testament, seinen Namen zu offenbaren und Moses als Befreier nach Ägypten zu senden. Spätere Propheten innerhalb und außerhalb des Alten Testamentes erfuhren ihre Berufungen und Offenbarungen immer in gewaltigen Erscheinungen mit viel Getöse und Tamtam. Sogar schon in den Tagen von Adam und Eva soll das der Fall gewesen sein.

Im Buch Exodus und an einer entsprechenden Stelle im fünften Buch Moses (Dt. 33,16) wird der fragliche Busch im Original „snh“ – „sneh“ ausgesprochen – genannt. Damit ist aber etwas Spitzes gemeint, da das zugehörige Verb „anspitzen“, „schärfen“ oder „zuspitzen“ bedeutet.

Doch vom selben Wort existiert noch eine zweite Ableitung, die etwas anders ausgesprochen („schen“) wird. Diese bedeutet aber „Zahn“ oder auch „Berggipfel“, „Bergspitze“. Mit diesen zusätzlichen Bedeutungen und Übersetzungen weiter gedacht, erhält der Berufungstext des Moses am vermeintlichen Dornbusch eventuell eine vollkommen andere Bedeutung! Nicht ein strauchiges Gewächs mit Dornen brannte und verbrannte nicht, sondern möglicherweise ein „Berggipfel“.

Ein „(spitzer?) brennender Berggipfel“, der doch nicht verbrennt. Das klingt schon mal weit weniger mysteriös. Etwa vergleichbar mit einem „Alpenglühen“ durch die Sonne? Eigentlich eine Naturerscheinung, die dem Schafhirten Moses im kargen und gebirgigen Land Midian bekannt gewesen sein dürfte.

Ein „seltsames Schauspiel“

Würde er dieses „Glühen“ der Berge als „seltsames Schauspiel“ oder ähnlich bezeichnen? Oder ist es vergleichbar mit einem späteren Höhepunkt am Gottesberg? Nämlich die Landung Gottes während des Exodus am heiligen Berg und die Übergabe der Zehn Gebote an das Volk.

Wir lesen in der Bibel dazu:

Als nun der dritte Tag kam und es Morgen war, da erhob sich ein Donner und Blitzen und ein dicke Wolke auf dem Berg und ein Ton einer sehr starken Posaune; das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.

(…)

Der ganze Berg Sinai aber rauchte, darum dass der Herr herab auf den Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf wie ein Rauch vom Ofen, dass der ganze Berg sehr bebte.“ (Ex. 19,16-18)

Als der Herr Israels später erneut donnernd und rauchend auf dem Berg hernieder fuhr, heißt es im Buch Exodus weiter:

Und das Ansehen der Herrlichkeit des Herrn war wie ein verzehrendes Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel.

Hier ist von einer Bergspitze die Rede, nicht von einem Dornbusch. Und wie beim vermeintlichen Busch verbrennt dieses Feuer nichts, denn es sieht nur so aus „wie ein verzehrendes Feuer“. Hinlänglich sind diese feurigen und tosenden Erscheinungen Gottes der Bibel und der Apokryphen bekannt und im Sinne der Prä-Astronautik interpretiert worden. War es auch bei der Berufung des Exodus-Helden Moses ebenso?

Was ereignete sich an diesem schicksalhaften Tag im Lande Midian tatsächlich? Sah Moses eine helle, feurige, leuchtende und lodernde Erscheinung auf dem Gipfel des Berges, wie später das ganze Volk Israel währen ihrer Flucht? War es ein Wunder? Eine natürliche Erscheinung? Ist alles nur erfunden?

Der Thronwagen des Herrn

Die Erscheinung am Gottesberg vor dem gesamten Volk Israel beim Auszug aus Ägypten ist noch in anderer Hinsicht interessant. Die Erzählung sagt, dass Moses mehrfach auf den Berg stieg, um dort mit Gott zu sprechen, nachdem dieser mit auf dessen Gipfel hernieder gestiegen war. Hier wurde auch der berühmte „Bund mit Gott“ geschlossen (Ex. 34) und die Bundeslade gebaut.

Moses selber verbrachte lange Tage auf dem Gipfel des Berges, und das Volk wurde angesichts der Ungewissheit über Moses Verbleibt mürrisch. Es forderte von Aaron letztlich sogar: „mache uns Götter, die vor uns her gehen“ (Ex. 32,1).

Die Bibel steigert die Ereignisse zum spannenden Drama um das legendäre „Goldene Kalb“, das vielleicht eine Erinnerung an ägyptische Stierkulte oder semitische Fruchtbarkeitsrituale darstellt.

Ein Kalb aus Gold als Götze für die fliehenden Hebräer? Das klingt sonderbar und verwirrend. Liest man die Geschichte des Auszuges, so wird mehrfach in der Bibel betont, dass der Herr immer sichtbar bei seinem Volk war. Er zog sogar vor ihnen her und zeigte den Weg. Und, wie ich es unter anderem in einem Video bei YouTube einmal ausführte, die Menschen sahen und hörten Gott auf dem Berg hernieder kommen.

Und nun soll ein Götze als Ersatz geschaffen werden, obwohl Jahwe sichtbar auf dem Berggipfel weilte? Wie ist das möglich, denn in eindrücklichen Worten beschreibt das Alte Testament, wie Gott auf dem Berg fuhr und dort den Bund mit Israel und die Gesetzte verkündete. Furcht und Angst erfüllte das Volk angesichts der tosenden vom Himmel kommenden Gotteserscheinung.

Das ist überaus widersprüchlich. Das Volk schien plötzlich kein sichtbares Gotteszeichen seiner Anwesenheit, eben die feurige Erscheinung auf der Bergspitze, mehr vor Augen zu haben. Auch beklagten sie Aaron gegenüber, dass sie nicht wissen was mit Moses auf dem Berg geschehen sei und ob er überhaupt noch lebt.

Moses Reise in den Himmel

Die Lösung klingt erstaunlich: Moses wurde von Jahwe vom Berg in seinem Thronwagen in den Himmel entrückt! Dies schildert das nicht in der Bibel zu findende Buch „Ezechiel der Tragiker“ in eindrücklichen Worten:

Auf einer Bergspitze sah ich (= Moses) einen großen Thron, der bis zum Himmel reichte. Darauf saß ein Mann, dem edelsten Geschlecht entsprossen. Ein Diadem auf seinem Haupt (…) Ich stellt mich vor seinen Thron. Da reichte er mir das Zepter dar und ließ mich seinen großen Thron besteigen. Auch gab er mir sein königliches Diadem; er selber stieg herab.“ (Verse 68-76)

Nachdem Moses den Thronwagen des Herrn bestiegen hatte, reiste er in den Himmel und sah von dort die runde Erde. Die Überlieferung berichtet weiter:

Darauf erblickte ich der Erde ganze Rundung, zugleich der Erde Tiefen und des Himmels Höhen.“ (Verse 77-78)

Wenn nun die sichtbare und feurige Erscheinung Gottes sich von der Spitze des Berges mit Moses als Passagier in den Himmel erhob, war sie auch nicht mehr für das Volk am Fuß des Berges sichtbar. Israel war sprichwörtlich von Gott verlassen und auch ihr Führer war verschollen.

So wird verständlich, warum das missmutige Volk von Aaron einen Ersatz für ihren sonst immer präsenten Herrn forderte. Ein neuer Retter in Form eines Kalbes war geschaffen und Israel nahm es mit den Worten „das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägyptenland geführt haben“ (Ex.32,4) dankend an.

Bis Moses wieder zurückkehrte – denn da wurde das aufständische Volk mit aller Härte bestraft …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Stab des Moses und die Bundeslade: ich habe mir den „echten“ biblischen Zauberstab einmal angesehen

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Der Stab des Mose und die Bundeslade (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Moses und die Bundeslade aus dem Buch Exodus der Bibel – ein faszinierendes Thema! (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ich bin heute ein Erbsenzähler! Also einer jener Menschen, von denen die Prä-Astronautik-Legende Erich von Däniken immer sagt, dass nicht sie die Welt verändern, sondern die Phantasten. Von Däniken sagte einst auch „Mythen sind Reportagen“ und als Jäger des Phantastischen sehe ich das durchaus ebenso. Und zu einigen dieser Mythen sollen bis heute greifbare Relikte erhalten sein. So auch der „Stab des Moses“ oder „Gottesstab“, mit dem er und sein Bruder Aaron laut Bibel Wunder vollbrachten. Dieser Stock soll noch immer in der Türkei existieren, denn laut dem Alten Testament wurde der Stab einst als Andenken in die legendäre Bundeslade gelegt. Aber, da die Maße der Lade Gottes überliefert sind,  passen Lade und der „Türkische Gottesstab“ überhaupt zusammen? Ich habe mit den Zauberstab der Bibel in Istanbul einmal angesehen …


Ich habe auf meinen Reisen hin und wieder wirklich „seltsame Dinge“ gesehen. Nein, leider nicht die eingangs erwähnte Bundeslade – aber eine Reliquie, die damit im direkten Zusammenhang steht. Und Reliquien gehören zweifellos zu den „seltsamen Dingen dieser Welt“.

Doch der Reihe nach: Moses Berufung

Im der Bibel steht beschrieben, dass der Herr Moses nach Ägypten schickte um dort das Volk der Hebräer aus der Knechtschaft zu befreien. Diese Berufung geschah während der Begegnung am „brennenden Dornbusch“ im Buch Exodus. Nach den Schriften war Moses mit dieser göttlichen Mission allerdings so gar nicht einverstanden. Er hielt sich für „unwürdig“ oder „unfähig“ persönlich nach Ägypten zu gehen, um dort Gottes Auftrag zu erledigen. Immerhin war er einst von dort sogar nach der Ermordung eines Ägyptens geflohen! Nun lebte er in der Fremde mit seiner Familie als Schafhirte und führte ein neues Leben.

Dass ihm dann ein Gott erschien und eine derartige Aufgabe von Moses fordertet, passte ihn nicht wirklich.

Selbstverständlich gehört zu jedem guten Hirten auch ein Hirtenstab – so auch bei Moses. In der epochalen Berufungsgeschichte am „brennenden Dornbusch“ heißt es zu diesem Stab des Propheten zum Beispiel:

Da antwortete Mose und sprach (Zum Herrn): Und wenn sie mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern sagen: Der Herr ist dir nicht erschienen? Der Herr sprach zu ihm: Was hast du in deiner Hand? Er sprach: Einen Stab! Da sprach er: Wirf ihn von dir auf die Erde! Und er warf ihn auf die Erde; da ward er zur Schlange.

Und Mose floh vor ihr. Aber der Herr sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus und ergreife sie beim Schwanz! Da streckte er seine Hand aus und hielt sie. Und sie ward zum Stab in seiner Hand. (…) (Der Herr sagte:) Diesen Stab nimm in deine Hand! Mit ihm wirst du die Zeichen vollbringen.“ (Ex. 4,1-17)

Mit Stock über Stein zurück nach Ägypten!

Als Moses daraufhin nach Gottes Willen wieder nach Ägypten zog, um seine göttliche Mission zu erfüllen, hatte er den „Gottesstab“ – so nennt ihn die Bibel – in den Händen mit dabei (Ex. 4,20). Das sollte man auch erwarten, wenn der Herr es ihm schon persönlich befiehlt.

Berühmt ist hier vor allem die Geschichte, wie der Stab sich vor den Augen des Pharao und seiner Magier in Ägypten in eine Schlange verwandeln konnte. Weniger jedoch, dass, wie oben gesehen, er diesen Zauber von Gott persönlich während seiner Berufung gezeigt bekam. Es war übrigens auch Aaron, der Bruder des Moses, der dieses Schlangenwunder mit dem Zauberstab vor den Augen des Pharao vollbrachte. Nicht Moses selber (z. B. Ex. 7,12).

In dem weltbekannten monumentalen Spielfilm „Die Zehn Gebote“ (1956)  mit Charlton Heston als Moses wird sogar gezeigt, dass Moses den Stab von einem ägyptischen Prinzen selber bekommen haben soll. Eine Erfindung von Hollywood.

Aber Gleiches wie bei dem Schlangenwunder durch Aaron gilt auch bei den Plagen im Lande Ägypten, die den König dort zur Freilassung der Hebräer zwingen sollten (und letztlich auch zwangen). Zum Beispiel bei der „Mückenplage“, zu der wir im Alten Testament lesen:

„Da sprach der Herr zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub auf der Erde, dass er in ganz Ägyptenland zu Mücken werde.“ (Ex. 8,16)

Auch die beliebte Darstellung, dass Moses beim Exodus aus Ägypten nur seinen Stab erhoben hat, um so einen trockenen Weg durch das Meer zu öffnen, ist eigentlich nicht unbedingt korrekt. Zwar hob er tatsächlich seinen Stab (eigentlich später: „streckte seine Hand“), aber noch im gleichen Vers (Ex. 14,21) erfahren wir, dass der Herr „die ganze Nacht“ den Wind schickte und so das Wasser beim Meerwunder zu teilen.

Im weiteren Verlauf des Exodus spielt der Zauberstab immer wieder eine Rolle, was hier jedoch nicht von Interesse sein soll.

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Im 4. Buch Moses (Kapitel 17) dann wird es spannend: Gott sagt zu Moses, dass er von jedem der 12. Stämme der Kinder Israels einen Stab nehmen und diese vor die Bundeslade legen soll. Auch den Stab Aarons. Jener Stab, der dann neue Triebe austreiben würde, den habe der Herr auserwählt. So sagt es die Bibel. Und, oh Wunder, es war der Stab des Aaron. Er hatte frische Blüten, schlug Wurzeln und trug sogar „reife Mandeln“ (Lev. 14,8).

Studieren wir die Bibel weiter erfahren wir, dass dieser Stab des Aaron in die Bundeslade gelegt wurde. Etwa heißt es in Hebräer, Kapitel 9, Vers 4:

„(…) und die Bundeslade, allenthalben mit Gold überzogen, und in dieser war der goldene Krug mit dem Manna und die Rute Aarons, die geblüht hatte, und die Tafeln des Bundes.“

Dieser Vers (und ein anderer) ist es übrigens auch, der in dem Bundeslade-Abenteuer-Kinofilm von „Indiana Jones“ zu der Aussage führte, dass die Tafeln mit den zehn Geboten in der Lade liegen.

Manna stinkt nicht!?

Einen „Krug mit dem Manna“?

Das ist schon sehr komisch: Manna war laut dem Alten Testament eine wundersame Speise Gottes, die die Hebräer beim Exodus aßen. Beim „Manna-Wunder“ im Buch Exodus (Kapitel 16) steht, das Moses seinen Bruder angewiesen habe, dass ein Krug mit dieser göttlichen Speise in die Bundeslade zu tun sei. Als Erinnerung an das Wunder für die Nachkommenschaft (Ex. 16,32-34). Ein „Gomer“ Manna soll in diesem Krug gewesen sein, was rund vier Litern entspricht.

Auch hier ein Fall zum „Erbsen zählen“: Seltsam ist nämlich dabei nicht nur, dass Vers 20 klar sagt, Manna sei nach einem Tag schlecht und stinkt, sondern auch, dass die Bundeslade zu dieser Zeit laut Bibeltext noch überhaupt nicht existiert haben soll. Sie wurde angeblich erst später beim Exodus nach einem Modell Gottes am heiligen Berg gebaut. Dort, wo es auch die zehn Gebote gab, die dann in die Lade gelegt worden sein sollen.

Also eine Bundeslade in der Bibel bevor sie laut dem Buch Exodus überhaupt gezimmert wurde.

Einfach phantastisch

Das Thema Bundeslade und die Mysterien der Bibel an sich finde ich seit Anbeginn meiner Beschäftigung mit den Rätseln der Welt mehr als spannend. Das zeigt auch mein zweites Sachbuch zu diesen Themen von 2015. Und darum habe ich bereits 1997 in meinem Buch „Götter der Sterne: Bibel, Mythen und kosmische Besucher“ dem Thema Lade Gottes zwei umfangreiche Kapitel gewidmet.

Darum stand bei einer Reise nach Istanbul wieder ein Besuch des berühmten Topkapi-Palast auf dem Plan. Dort finden sich neben vielen wundervollen Schätzen auch heilige Reliquien der Muslime – von Barthaaren des Mohammed bis zu einigen Waffen von ihm. Ähnlich wie das christliche Abendland voller heiliger Reliquien in Kirchen usw. ist.

Auch die in der Prä-Astronautik berühmte Karte des Piri Reis befindet sich dort. Aber es findet sich in diesem Palast auch jener angeblich „echte“ Wunderstab, den Moses bei seiner Berufung am brennenden Dornbusch bekam (oder der von Gott dort „verzaubert“ wurde). Auch wenn laut Bibel der Stab Aarons in die Lade gelegt wurde, wie oben zitiert. Nicht der des Moses.

Jedoch nennt der Koran (7. Sure, Vers 107) beim „Schlangenwunder“ vor dem Pharao auch den Stab/Stock des Mose. Zumindest aber soll in Istanbul einer dieser Stäbe bis heute, Jahrtausende nach dem Auszug der Hebräer, dieser zu bestaunen sein. Das Thema Reliquien, gleich welcher Religion, ist aber immer so eine Sache. Von „Heikel“ über „Heilig“ bis „Humbug“ ist hier ohne Zweifel alles zu finden.

Passt nicht!

Da die Bundeslade laut dem Buch Exodus (25,10) 2,5 Ellen lang und 1,5 Ellen hoch und breit gewesen sein soll – fand ich es spannend, mal in Istanbul nachzusehen, ob denn der Stab des Aaron und/oder Moses überhaupt in die Lade des Bundes gepasst hätte. So, wie es die Bibel überliefert hat. Vorausgesetzt natürlich, dass in Istanbul auch eine echte Reliquie liegt und das Objekt dort wirklich vom Exodus stammt. Denn nicht nur die einstige Existenz von Moses und Aaron selbst ist alles andere als gesichert, sondern auch der Auszug der Hebräer an sich.

Grob gesagt war eine Elle 45 Zentimeter lang und damit wäre die Bundeslade 1,125 x 0,675 x 0,675 Meter groß gewesen. Vor Ort in der Türkei sieht man schnell, dass der dort als Stab des Moses hinter dickem Panzerglas ausgestellte dünne Ast kaum in die Lade gepasst hätte. Auch sieht er überhaupt nicht gerade wie ein typischer Hirtenstab des Nahen Ostens aus (Moses war Schafhirte bei seiner Berufung). Jedoch ist mir die exakte Länge des ausgestellten Stabes unbekannt. Augenscheinlich aber ist er zu groß.

Ebenso ist natürlich die exakte Größe der Lade unsicher.

Auch wäre es spannend zu erfahren, aus welchem Holz diese Reliquie besteht. Immerhin soll der Stab, wie weiter oben zitiert, aus Mandelholz gewesen sein. Von einer C14-Datierung der heiligen Reliquie ganz zu schweigen. Es ist immer heikel Reliquien auf ihre Authentizität hin zu überprüfen. Immer bleiben Fragen über ihre Herkunft, über ihr Alter oder schlicht und einfach über ihren Sinn.

Man denke an Reliquien wie die Windeln oder Vorhaut von Jesus Christus, das Grabtuch von Turin und der Schleier von Manoppello oder auch die Tilma von Guadalalupe

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Ein Professor in Israel ist sicher: Moses und die Israeliten waren „Kiffer“ und sahen Gott nur high im Drogenrausch +++ YouTube-Video +++

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Waren Moses und die Israeliten alles Kiffer bzw. standen unter Drogten?- Zumindest vermutet das ein israelischer Professor (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Waren Moses und die Israeliten alles Kiffer bzw. standen unter Drogen? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Bibel und vor allem das Alte Testament stecken voller „Wunder“ und Rätsel. Auch das Buch Exodus – das 2. Buch Moses. Dort heißt es, dass Moses das Volk Israel aus Ägypten führte (eben der „Exodus„) und dieses Volk von einer Feuer- und Wolkensäule geführt wurde. Weiter ist zu erfahren, dass sich diese „Säule“ gegen das Heer der Ägypter stellte um den Israeliten den Durchzug durch das sog. „Schilfmeer“ zu ermöglichen. Doch ein Wissenschaftler stellte 2008 die These auf, dass das Volk der Hebräer all das nur unter Drogen erlebt haben soll. Mehr dazu in einem neuen  YouTube-Video auf meinem Channel.


Liebe und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Diese „Wolken- und Feuersäule“ beim Exodus gibt schon lange Rätsel auf. Laut Bibel landete diese „Säule“ später tosend auf dem Berg Sinai, wo es zu den Geschichten mit den 10. Geboten, der Bundeslade, dem Goldenen Kalb usw. kam. 2008 aber nun behauptete ein Professor in Israel: Das sei alles gelogen bzw. so nicht wahr. Es gäbe einen recht einfachen Grund für diese Berichte in der Bibel!

In Wahrheit sei Moses bzw. der Autor dieser Bibeltexte high gewesen – er hat all das nur im Drogenrausch erlebt.

Was von ein solcher Thesen zu halten ist, erfahrt Ihr in diesem Video.

Bleibt neugierig …

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VIDEO: SO sah die Arche Noah tatsächlich aus! Oder dann doch wieder nicht?

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VIDEO: SO sah die Arche Noah tatsächlich aus! Oder doch wieder nicht? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: SO sah die Arche Noah tatsächlich aus! Oder doch wieder nicht? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der Mythos von der Sintflut und der Arche Noah, wie im Buch Genesis im Alten Testament zu finden ist, fasziniert seit jeher die Menschen. Laienforscher, Theologen, Archäologen und Bibelforscher gleichermaßen. Und auch fromme Künstler sowie Modellbauer aller Art. Doch wie sah das legendäre Schiff eigentlich aus? Wahrscheinlich vollkommen anders, als die meisten denken. Und wieso haben Maler der Vergangenheit das Boot immer anders dargestellt, obwohl dessen dessen Bauanweisung sich im 1. Buch Moses findet?


Das Rätsel der Arche Noah

Es ist wohl eine der größten Mythen und Überlieferungen der Menschheit überhaupt: Die Geschichte der Arche Noah und der Sintflut aus dem Alten Testament. Fromme Künstler haben dieses unglaubliche Ereignis aus einer dunklen Vorzeit über Jahrhunderte immer wieder in Bilder festgehalten. Eine Schiff, mit dem der Held Noah und seine Familie mit zahllosen Tieren die zerstörerische Sintflut überlebte. Alle anderen gingen unter und starben.

Vielfach habe ich auf diesem Blog, in meinem Büchern und auch in einigen YouTube-Videos über dieses Thema oder Hintergründe und Details um diese Überlieferungen berichtet. Ein überaus spannendes Thema aus der rätselhaften Vergangenheit der Menschheit.

Video vom 16. März 2021 auf Mystery Files

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Doch schaut man auf die (nicht selten sehr kitschigen) Bilder der Arche Noah vergangener Zeiten, fällt schnell eines auf: Die Künstler hatten keine Vorstellung, wie die Arche eigentlich ausgesehen haben soll. Obwohl es mehr oder weniger genau in der Bibel, im 1. Buch Moses, selber steht. Die oft naiven Bilder unterscheiden sich alle. Teilweise ganz enorm.

Nimmt man aber die Urquelle der biblischen Geschichte von der Arche und der Sintflut, sah das Rettungsboot der Menschheit vollkommen anders aus. Und mehr als bizarr, wie Ihr in diesem Video vom 16. März 2021 erfahrt.

Womit aber längst nicht alles zur Arche gesagt ist – denn es gibt noch weitere Beschreibungen der Arche, die sich fast alle widersprechen. Ein Problem für die Bibelforschung, sofern sie nach einer realen Arche Noah sucht. Und blickt man auf die weltweiten Erzählungen über eine Flut etc., dann kann die Arche alles gewesen sein. Nur nicht das, was bibelgläubige Künstler daraus machten.

Erschreckt Euch aber bitte nicht zu sehr über das, was ich Euch gegen Ende des Videos zeige …

Die beiden von mir im Video erwähnten Bücher, in denen ich mich ab 1997 und 2015 detailliert damit auseinander setzte, findet Ihr unter diesen Links bei amazon:

Bleibt neugierig …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Sommer 1550, zwischen Halle und Merseburg: Blut aus dem Inneren der Erde verängstigt die Menschen – und ist doch kein Einzelfall (+ Videos)

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1550 zwischen Halle und Merseburg: Blut aus dem Inneren der Erde verängstigt die Menschen! (Bild gemeinfrei)
1550 zwischen Halle und Merseburg: Blut aus dem Inneren der Erde verängstigt die Menschen! (Bild gemeinfrei)

Etwas Unheimliches soll sich vor fast 500 Jahren in Deutschland zugetragen haben. Nahe Halle und Merseburg unweit von Leipzig tat sich plötzlich eine „Blutquelle“ auf. Hunderte Menschen sahen das seltsame „Blut“ aus dem Inneren der Erde. Ein böses Wunderzeichen Gottes, wie es hieß. Doch solche und ähnliche Berichte von „Blut-Wasser“ sind alles andere als selten und reichen bis weit in biblische Zeiten zurück.


Blut, Zeichen und Bibel

Das Alte Testament erzählt uns im zweiten Buch Moses, dem Buch Exodus, nahezu in jedem Abschnitt phantastische Geschichten. Es sind jene Berichte, die überliefern, wie Moses das Volk der Hebräer aus der Knechtschaft der Ägypter befreite und in Richtung „Gelobtes Land“ zog. Ein „Marsch der Wunder“, wie ich diese Erzählungen 1997 einmal nannte. Denn vor, während und auch nach dem Exodus kam es angeblich zu den erstaunlichsten Wundern und Ereignissen. Einige wenige davon kennen sogar Nicht-Bibelleser. Etwa die Geschichte von den Zehn Geboten und vielleicht noch jene der Plagen, die Ägypten im Vorfeld des Auszuges heimgesucht haben sollen.

Im Buch Exodus lesen wir sehr umfangreich von dieser Flucht der Sklaven aus dem Land der Pyramiden. Moses hat das Land Ägypten und den Pharao demzufolge mit Hilfe seines Bruders Aaron und vor allem durch Rückendeckung und Unterstützung seines Gottes Jahwe erpresst. Der Herr habe, so behauptet es der Bericht, immer neues Leid in Form von Katastrophen – die zehn „Plagen“ – über das ägyptische Volk gebracht. Eine folgte auf die andere, die Menschen litten und starben und letztlich gab der Pharao den Erpressungen und Machtdemonstrationen des Moses-Gottes nach. Die Hebräer konnten das Land verlassen.

Die erste Plage ist zugleich eine der bekanntesten in diesem Kontext. Auch wenn greifbare historische Fakten für diese gesamte biblische Episode bis heute fehlen. Von dieser erste „Plage“ lesen wir im Buch Exodus ab 7,14. Dort erfahren wir, dass Moses und Aaron vom Pharao die Freilassung der Hebräer verlangten, aber dieser ganz und gar nicht daran dachte, diesen Forderungen nachzukommen. Also musste ein Zeichen gesetzt werden.

Wasser zu Blut als Drohung Gottes

Dieses Zeichen war die Verwandlung von Wasser in Blut. Nicht irgendein Wasser in irgendeinem Kelch oder ähnlichem, sondern gleich das gesamte Wasser in Ägypten! Gott befahl, dass Aaron mit seinem Stab, den er von dem Herrn selber erhalten habe, das Wasser verwandeln soll:

Und der Herr sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die Wasser in Ägypten, über ihre Flüsse, über ihre Bäche und über ihre Seen und über alle Wasserbehälter, dass sie zu Blut werden und dass in ganz Ägyptenland Blut sei in hölzernen und steinernen Geschirren.“ (Ex. 7,19)

Gesagt, getan. Und so wurde das Wasser in Ägypten zu „Blut“ und zu einer „stinkende“ Brühe. Nicht nur der Nil, wie viele denken mögen, sondern das gesamte Wasser im Land. „Selbst in den entlegenen Ecken“, wie es die Bibel unterstreicht, und selbst „die Flüsse und Kanäle, die Sümpfe und alle Wasserstellen“. Niemand konnte es mehr trinken und es ekelte die Menschen vor diesem „Blut“, so dass sie neue Brunnen abseits vom Nil gruben. Die Katastrophe dauerte eine Woche, so das Buch Exodus. Doch sie beeindruckte den Herrscher nicht im Geringsten, da seine „Zauberer“ oder „Magier“ dasselbe konnten:

Aber die ägyptischen Magier machten es mit ihren Zauberkünsten nach. Deshalb blieb der Pharao hart und hörte nicht auf Mose und Aaron, wie Jahwe es gesagt hatte. Er drehte ihnen den Rücken zu und ging in seinen Palast zurück. Er nahm es nicht ernst.“ (Ex. 7,22f.)

Wen aber dieses „Blutwunder“ des Herrn beeindruckte, waren nachfolgende Generationen von Bibellesern. „Blut“ ist und war ein fester Bestandteil der Bibel, der sich bis zur Kreuzigung Jesus Christus wie ein blutroter Faden durch die Bibel zieht. Wenn dann plötzlich irgendwo (angebliches) Blut von Himmel als Regen oder Schnee fällt, oder Gewässer zu Blut werden, horchten die Menschen auf. Vor allem im Mittelalter, in dem die Gesellschaft von Aberglauben, ängstlicher Gottesfurcht und den Lehren der katholischen Kirche bestimmt war. Die Angst vor irgendwelchen Strafen Gottes war Alltag.

Blutquellen und blutender Regen

Selbst heute noch tauchen immer wieder Berichte auf, dass es „Blut geregnet“ haben soll. Roter Regen, den Naturwissenschaftler je nach Fall unterschiedlich deuten. Oft zitiert wird hier Sand aus der Sahara, der den Regen rötlich einfärbt. Wobei man bei dieser Färbung eigentlich nicht wirklich von „blutrot“ sprechen kann.

Wenn aber Wasser aus dem Inneren der Erde plötzlich zu Blut geworden sein soll, wurde es ganz unheimlich. Die meisten Menschen hatten vor Jahrhunderten zumindest von ihren Predigern von den blutigen Ereignissen beim Exodus gehört. Selber lesen konnten die wenigsten Menschen. So schwebte die Angst vor Plagen und Strafen des Himmels immer über den Menschen. Alternativ konnten diese auch von Hexen oder bösen Zauberern herbeigeführt werden, die sich mitten unter ihnen im Verborgenen aufhielten.

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So auch geschehen im Juli 1550 in Deutschland zwischen den Städten Halle und Merseburg. Ein Flugblatt berichtet und illustriert (s. Ausschnitt im Titelbild), dass sich hier unverhofft eine „Blutquelle“ in der Erde aufgetan habe. Erschienen ist das Flugblatt in Nürnberg; vermutlich 1550 von Hans Weigel (Hanns weygel), und es wird heute in der Zentrabibliotkek Zürich verwahrt (Archiv-Nr.: PAS II 2/21). Es zeigt die sich geöffnete Blutquelle, um die drei Menschen staunend und sicherlich auch ängstlich herum stehen. Im Begleittext wird in einem Gebet der Herr um Gnade und Barmherzigkeit in Anbetracht des unheilverkündenden Wunders gebeten.

Aberglaube und Naturwissenschaft

„Etlich hundert Personen edel und nobel“ haben dieses „erschrecklich Wunder“ gemeldet, so das Flugblatt. Auch das „Augsburger Wunderzeichenbuch“ (s. a. Videos unten) von 1550 dokumentiert dieses seltsame Ereignis. Illustriert mit einem sehr ähnlichen Bild, so dass den Autoren sicher das Bild von Weigel aus Nürnberg als Quelle und Vorlage diente.

Heute lässt sich natürlich nicht mehr sagen, was 1550 die wahre Natur dieser „Blutquelle“ war. Mit naturwissenschaftlichen Methoden könnte man heute wahrscheinlich sehr einfach durch eine Probe dieses „Blutes“ die Ursachen bestimmen. Vielleicht eine Art Alge oder eine Zerfallsstoff einer solchen? Denn das wird heute zum Teil auch als Ursache für das Blutwasser beim Exodus angeführt.

Interessant ist aber, das solche „Blutquellen“ im Mittelalter alles andere als selten gewesen sein sollen. Alle wurden als böses Zeichen Gottes gedeutet und immer als Warnung interpretiert. Um das Jahr 1000 waren diese „Himmelszeichen“ offenbar besonders häufig anzutreffen. Obwohl kaum ein Jahr verging, in dem nicht irgendwo Blut vom Himmel regnete oder sich Wasserquellen in Blut verwandelt haben sollen. Zumindest wenn man in das Werk „Passat-Staub und Blut-Regen ein grosses organisches unsichtbares Wirken und Leben in des Atmosphäre“ von Dr. Christian G. Ehrenberg schaut. Ein naturwissenschaftliches Werk aus dem Jahre 1849, als rationale Wissenschaft längst göttlichen Aberglauben ablöste.

Unheimliche Wunderzeichen

Ein paar ausgewählte Beispiele:

  • 990: Blut regnete vom Himmel, das „sowohl an dem Fleisch als an Kleidern und Steinen so fest klebte, dass mans mit Wasser nicht abwaschen“ konnte.
  • um 990: Im Vorfeld der Kreuzzüge sollen „ganze Blutströme geflossen“ und „Blut aus frischem Brot“ gekommen sein.
  • 1009: Am Palmsonntag fielen „an verschiedenen Orten rothe Tropfen wie Blut aus der Luft“. Etwas später haben drei Tage lang Sonne und Mond „ein garausenvolles Ansehen“ gehabt, da „ein Höhrauch“ sie verdeckte.
  • 1010: 25 Tage lang sprudelte eine Blutquelle, die im Laufe der Zeit für „jedermann augenscheinlich einen nahen Sumpf“ nährte.
  • 1011 „Ist (…) ein Wasserbrunnen in Blut berwandelt worden“.
  • 1017: Im Juni „fiel ein dreitägiger Blutregen“ nieder, „der wenn er auf die Haut der Menschen oder auf Steine fiel nicht abgewaschen werden konnte, aber von Holz vertilgbar war“.
  • 1056: „Bei heiteren Himmel“ fiel nachts so weit das Auge reichte roter Schnee.

Diese Liste ließe sich endlos fortsetzten. Vor und nach dem Jahr 1000 nach Christus. Bemerkenswerte scheinen neben „Blutquellen“ aber auch jene „Blutregen“ zu sein, die sich nicht abwaschen ließen. Durch Winde herangetragener roter Staub, der sich mit Wasser in der Atmosphäre verbindet und als roter Regen niedergeht, sollte eigentlich einfach abzuwaschen sein. Warum in diesen und vielen anderen Fällen nicht? Oder warum kommt Blut aus frischem Brot? Sind Mikroorganismen der Grund? Oder Insekten, was auch schon im 19. Jahrhundert spekuliert wurde?

Und bei angeblichen Blut aus Brot musste der gottesfürchtige Zeuge fast schon zwangsläufig eine Verbindung zum neuen Testament und Jesus herstellen. Wie sagt man so schön? Wunder gibt es immer wieder …

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Adam und Eva und das UFO: War die erste Frau auch die erste UFO-Zeugin der Menschheit? Hintergründe zu einer seltsamen Überlieferung

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Adam und Eva und das UFO: Die erste Frau auch die UFO-Zeugin der Menschheit? (Bilder: gemeinfrei/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
Adam und Eva und das UFO: War die erste Frau auch die erste UFO-Zeugin der Menschheit? (Bilder: gemeinfrei/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Wann berichteten Menschen erstmals von UFOs? Erst 1947 – oder doch schon vor tausenden oder zehntausenden von Jahren? Anfang 2015 sorgte Erich von Däniken mit einer kleinen Kolumne im Netz für Erstaunen, als dieser schrieb, dass schon Eva, die Frau Adams aus der Bibel, ein UFO sah. Was er damit meinte, legte ich damals in einem YouTube-Video dar. Und so kam aktuell das Prä-Astronautik-Thema „Eva und das UFO“ erneut in einer kurzen Magazin-Kolumne auf. Aber was steckt genau dahinter und welche Überlieferungen oder Texte berichten wo und in welcher Form von diesem vermeintlichen UFO? Hier erfahrt Ihr die exakten Quellen und Aussagen rund um die „Lichtwagen“ oder fliegenden „Thronwagen„, die in unbekannten Tagen (angeblich zu Eva) vom Himmel kamen.


Erich von Däniken: Eva und das UFO

Bereits am 5. Mai 2015 stellte ich auf meinem YouTube-Kanal rund um die Mystery Files das Video „Eva und das UFO“ online. Unten angehangen findet Ihr das nun schon sehr in die Jahre gekommene Video erneut. Darin ging es um die Frage, ob die biblische erste Frau (und durchaus auch Adam) auch die erste UFO-Zeugin der Geschichte war. Alte Überlieferungen bzw. Schriften sollen dies nahelegen.

Denn damals publizierte Erich von Däniken in der Zeitung „Blick am Abend“ in seiner dortigen Mystery-Kolumne diese Story in knappen Worten und Formulierungen. Dafür sind Kolumnen ja auch da. Dabei ist das Thema bei weitem viel komplexer und umfangreicher, wie ich es schon 1997 in meinem Buch „Götter der Sterne“ darlegte. Darin ging es als eines von vielen Themen um den Tod Adams, Gott, seine vermeintlichen „Engel“ usw. sowie um die Begegnung der Eva mit einem „Lichtwagen“. Ein „Thronwagen des Herrn“, der vom Himmel hernieder kam. Das, was von Däniken 2015 provokant als „UFO“ damals bezeichnete.

„Nun dreht Däniken durch“, „der Mann wird senil“ und ähnliche Kommentare fand ich sinngemäßen dazu damals im Netz. Aktuell hat Erich von Däniken dieses Thema erneut in wenigen Worten in seiner Mystery-Kolumne aufgegriffen, die in dem Magazin „Mysteries“ regelmäßig erscheint. Und grundsätzlich klingt das alles vollkommen verrückt. Eva als Zeugin eines UFOs?! Wie kann das sein?

Verrückt ist das natürlich nur dann, wenn man sich nicht mit der Prä-Astronautik befasst hat. Wenn man also nicht annimmt, dass alte Mythen und Schriften auf die einstige Existenz von Außerirdischen hinweisen könnten, wie es eben die Astronautengötter-Idee voraussetzt. Dass es dafür keine Beweise gibt, ist dabei nebensächlich. Denn diese Thematik lebt von der Deutung und Interpretation von Überlieferungen und auch archäologischen Hinterlassenschaften. Dass Theologen und Archäologen dies naturgemäß ganz anders sehen, sollte wohl niemanden verwundern.

„Fliegenden Wagen“ der Astronautengötter

Dennoch sind Texte da, die in der Tat von von fliegenden Wagen und anderen Fluggeräten sprechen, mit den Himmelswesen herum fliegen konnten. Auch und vor allem der biblische Gott. Auch er besaß „Thronwagen“ und feurige, tosende Fluggeräte, die durch die Lüfte flogen und hier und dort mal landeten. Solche mutmaßlichen Technologien der „Alien-Götter“ finden sich auch in biblischen Schriften außerhalb der Bibel. Also altjüdischem Schrifttum und entsprechenden Sagen, die nicht in der Bibel zu finden sind.

Und genau aus solchen Texten stammt die Geschichte des UFO der Eva, das auch wohl Adam gesehen hat. In der Bibel sucht man diese Geschichte vergeblich. Und selbstverständlich nimmt kein Bibelforscher oder Theologe an, dass solche „Thronwagen“ reale Fluggeräte realer und physischer Astronauten aus dem All waren! Das nimmt nur die Idee der Prä-Astronautik an. Dort hat sich in den letzten Jahrzehnten ganz klar die Meinung durchgesetzt, dass diese „Thronwagen Gottes“ oder „Herrlichkeiten des Herrn“ Zubringerfluggeräte waren, die in der Erdatmosphäre mittels Rotoren flogen. Im All hingegen mit einer Art Raketenantrieb.

Ohne hier noch weiter in die Tiefe der Prä-Astronautik eindringen zu wollen: Der Entwurf dieses Vehikels stammt schon aus den 1970er Jahren von einem damaligen NASA-Ingenieur. Mehr dazu erfahrt Ihr unter dem Stichwort „Ezechiel“ HIER und in Mystery Files-Videos HIER. Ebenso HIER. Diese beiden fliegenden „Dinger“ in dem Titelbild dieses Beitrages zeigen diesen Flugwagen, die als „Raumschiff des Ezechiel“ bekannt wurden.

Lars A. Fischinger: "Götter der Sterne"
Buch zum Thema: Lars A. Fischinger: „Götter der Sterne“ – mehr auch HIER

Schaut man sich die unzähligen Schriften und Mythen in und außerhalb der Bibel genauer an, findet man zahlreiche Beispiele dieser fliegenden Wagen des Herrn. Und so ist es dann auch bei diversen Geschichten über Adam und Eva, dem Garten Eden und ihrem späteren Leben der Fall. Nachzulesen nicht im Alten Testament, sondern beispielsweise in dem Buch „Das Leben Adam und Evas“ bzw. „Apokalypse des Moses“.

Adam und Eva – und das „UFO“

Hierzu muss man im Hinterkopf haben, dass diese und andere Überlieferungen und Schriften inklusive des Koran sagen, dass der Garten in Eden nicht auf der Erde lag. Das besagen diese Texte unmissverständlich, wie in diesem umfangreichen Blog-Artikel HIER dargelegt. Er lag, im Sinne der Prä-Astronautik gedeutet, im All. Hier geschah der angebliche „Sündenfall“ und das erste Menschenpaar wurde anschießend von dort auf die Erde verbannt. „Wir aber kamen auf die Erde.“, wie es zum Beispiel in „Apokalypse des Moses“ (Vers 29) an einer Stelle heißt.

Eines Tages jedoch musste auch Adam sterben. Genau hier beginnen die eigentlichen Geschichten um das „UFO der Eva“ in dem Text „Apokalypse des Moses“. Wir erfahren dort (ab Vers 31), dass Eva in Kummer und Trauer nach dem Tod ihres Gatten bitterlich um die Vergebung der Sünden bat. Was auch erhört wurde, da ein Himmelswesen erschien und ihr sagte, sie sollen zusehen, wie Adams „Geist zu seinem Schöpfer fährt und dort vor ihm erscheint.“

So kam es dann auch. Die verängstige Witwe Eva „deckt mit ihrer Hand das Angesicht“ und sah einen fliegen Wagen kommen:

Und Eva blickt zum Himmel auf; da sieht sie einen Lichtwagen heranfahren, gezogen von vier glänzenden Adlern. Kein aus dem Mutterleib Geborener kann ihre Herrlichkeit beschreiben, noch in ihr Antlitz schauen; voraus dem Wagen gingen Engel. Sie kamen zu dem Ort, wo Adam, euer Vater, lag. Da hielt der Wagen und zwischen eurem Vater und dem Wagen waren Seraphim.“ (Vers 33)

Die himmlisches Wesen („Engel„) beteten daraufhin für den verstorben Adam und priesen ihn als Schöpfung des Herrn. Letztlich wurde der Leichnam mitgenommen:

Nach diesem Engelsruf kam einer der sechsflügeligen Seraphim, nahm Adam auf und führte ihn zum acherontischen See (ein See der Unterwelt, Anm. LAF). Er wusch ihn dreimal ab und brachte ihn vor Gottes Angesicht.“ (Vers 37)

Ein „UFO“ holt die Leiche Adams ab!

Drei Stunden später „streckt der Allvater die Hände aus“, nahm Adam und übergab ihm einem seiner Gehilfen mit den Worten „erheb ihn bis zum dritten Himmel in das Paradies„. Danach bat der angebliche „Engel“ seinen Chef „um die Bestattung seiner Überreste“, so das der Herr seinen Hofstaat nach Rangordnung getrennt „vor sein Antlitz kommen“ lies. „Nach seiner Ordnung einen jeden“, wie es formuliert ist, worauf auch „alle Engel kamen“ (Vers 38). Dann machte man sich mit dem fliegenden Wagen auf den Weg:

Da stieg der Herr der Heeresscharen ein; die Winde zogen ihn, von Cheruben gelenkt; des Himmels Engel gingen ihm voran. Sie kamen zu dem Ort, wo Adams Leichnam lag; da nahmen sie ihn mit. So kommen sie ins Paradies und alle Paradiesesbäume blühen und von dem Wohlgeruch entschlummern die Adamskinder alle (…)“ (Vers 38)

Nach einer anderen Übersetzung ließ sich die fragliche Stelle so:

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Und siehe, der Herr, der Starke, stieg ein in den Wagen; vier Winde zogen ihn, die Kerube lenkten die Winde, und die Engel vom Himmel gingen ihm voran. Und sie kamen auf die Erde, dahin, wo Adams Leib lag, und nahmen ihn mit. Als sie nun ins Paradies kamen, bewegten sich alle Blätter des Paradieses, und alle Menschen, von Adam geboren, schlummerten vom Wohlgeruch ein (…)“

Ziel dieser Aktion war der „dritte Himmel“ im Reich des Höchsten. Insgesamt, so schildern es nicht wenige Texte und jüdische Sagen, gab es bekanntlich „sieben Himmel“. Wir kennen noch heute alle den Ausdruck „im 7. Himmel“. Himmel Nr. 3 wird in den Überlieferungen vielfach als Ort angesehen, in dem sich der Garten Enden und/oder das Paradies befunden haben soll. Der Prophet Henoch, als ein Beispiel, bemerkt dazu während seiner Reise durch diese Himmel außerhalb er Erde:

Da nahmen mich die beiden (Himmelswesen/“Engel“, Anm. LAF.), trugen mich in den dritten Himmel und setzten mich hier mitten im Paradiese ab, an einem wunderschönen Ort.“ (Slawisches Buch Henoch 8,1)

Und im Neuen Testament erfahren wir parallel dazu, was sich möglicherweise auf Henoch bezieht:

Ich kenne jemand, einen Diener Christi, der vor vierzehn Jahren bis in den dritten Himmel entrückt wurde (…) Und ich weiß, dass dieser Mensch in das Paradies entrückt wurde (…) Er hörte unsagbare Worte, die ein Mensch nicht aussprechen kann.“ (2. Kor. 12,2-4)

Wer landete im Garten Eden?

Aber was war mit Adam, der, wie eingangs erwähnt, auch ein „UFO“ gesehen haben soll? Dies geschah unmittelbar nach dem „Sündenfall„, als das Pärchen von dem verbotenen Baum aß. Dazu heißt es im Alten Testamt:

„Und sie hörten die Stimme (Schritte) Gottes des Herrn, der im Mittagswind (Tagwind) durch den Garten fuhr; da versteckten sich Adam und sein Weib vor Gott dem Herrn zwischen den Bäumen des Gartens. Und Gott der Herr rief nach Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? – Und er antwortete ihm: Ich habe deine Stimme (Schritte) gehört im Garten und fürchtete mich, weil ich nackt bin, und verstecke mich. (Gen. 3,8-10)

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In der Apokryphe „Apokalypse des Moses“ ließt sich dieses Ereignis folgendermaßen:

Zur selben Stunden hörten wir, wie der Erzengel Michael die Trompete blies und wie die Engel also riefen: So spricht der Herr: Kommt in das Paradies mit mir und hört den Spruch, womit ich Adam richten werde! Als wir den Erzengel trompeten hörten, da dachten wir: Gott kommt ins Paradies, um uns zu richten; deswegen fürchteten wir uns und suchten ein Versteck. Gott aber fuhr zum Paradies auf einem Cherubwagen; die Engel aber priesen ihn. Als Gott das Paradies betrat, da schlugen alle Bäume wieder aus in dem Bezirke Adams, wie im meinen, und Gottes Thron ward aufgestellt beim Lebensbaum. Und Gott rief Adam: (…)“ (Verse 22f.)

Im Kern also dieselbe Geschichte. Mit dem Unterschied, dass hier der Herr mit Trompetenschall auf seinem „Thronwagen“ ins Paradies kam und direkt am Lebensbaum landetet. Oder parkte, denn es ist nicht eindeutig vermerkt, dass er angeflogen kam. Man kann es aber durchaus annehmen.

„Wir“ …?

Aber wieso „hörten wir“ und „dachten wir“? Damit sind natürlich Adam und Eva selber gemeint. Denn nach diesen alten Schriften hat all das Eva höchst persönlich gesagt. Wie ein überlieferter Augenzeugenbericht der ersten Frau der Menschheit, die ihre Erinnerungen an ihr aufregendes und wechselhaftes Leben diktierte. Bei solchen Schriften ist das quasi die Norm, dass hier diese oder jene Person spricht oder diese entsprechenden Bücher selber geschrieben haben soll. Man denke nur an die biblischen Bücher „des“ Moses. Oder jene des „des“ Propheten Henoch.

Niemand will, so hoffe ich, behaupten, dass hier echte Augenzeugenberichte vorliegen. Die mythische Eva also reale Person in Eden betrachten, die ihre Erinnerungen diktierte. Das Buch „Apokalypse des Moses“ stammt aus dem 1. Jahrhundert nach Christus und beinhaltet mit Sicherheit Legenden, Sagen und Mythen, die weit älter sind. Aber bis zu Eva gehen sie kaum zurück! Vielmehr, so deuten es hoffentlich die meisten „Anhänger der Prä-Astronautik„, sind diese Schilderungen ausgeschmückte Mythologien. Erinnerungen an „fliegende Wagen“ aus dem Himmel, in denen sich die Astronautengötter fortbewegten. Schon vor vielen Jahrtausenden – auch in der mythischen Zeit des Garten Eden.

Mit den UFOs, wie sie heute jeder kennt, haben diese feurigen oder donnernden Fluggeräte des Herrn auch nichts gemeinsam. Außer, dass die für die damaligen Zeugen eben tatsächlich „unbekannte Flugobjekte“ waren. Deren reale Existenz vorausgesetzt, natürlich. Und die lehnt die Bibelforschung kategorisch ab. Gleichnisse, Metaphern und theologische Anschauungen sollen hier zugrunde liegen, nicht mehr.  Etwa in dem Sinne, dass Gott als König natürlich einen Thron und einen Hofstaat braucht. Da der „Höchste“ bekanntlich im „Himmel“ wohnt, muss dieser Wagen dann auch fliegen können.

Sein Hofstaat (der hin und wieder auch so oder so ähnlich genannt wird) bilden demnach die Himmelssöhne, „Engel“, Wächter oder Himmlischen, wie sie in den Texten zu finden sind. Dass es wirkliche Technologien von Außerirdischen waren, kann aber auch die Prä-Astronautik nicht nachweisen.

Video zum Thema

Video vom 5. Mai 2015 auf Mystery Files

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