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Im Bann des Mondes: Die ersten Kalender der Menschheit – Von Steinzeit-Uhren und Taschenkalendern der Steinzeit +++ Artikel +++


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ARTIKEL: Im Bann des Mondes. Wann und warum entstanden die ersten Kalender der Menschheit? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / A. Marshack)
ARTIKEL: Im Bann des Mondes. Wann und warum entstanden die ersten Kalender der Menschheit? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / A. Marshack)

Wann und warum entstanden die ersten Kalender der Menschheit? Dienten Megalithbauten oder Ringwallanlagen in Europa (oder anderswo auf der Welt) tatsächlich nur als “Kalender für die Landwirtschaft”? Waren die astronomisch nach den Zyklen von Sonne und Mond ausgerichteten Bauwerke wirklich nichts weiter als “nur” Zeitmesser für die ersten Landwirte und Viehzüchter? Geht es nicht einfacher und steckt nicht weit mehr hinter diesen Hinterlassenschaften der Steinzeitmenschen? Und warum haben unsere Ahnen diese Anlagen über Jahrtausende hinweg immer wieder errichtet und erweitert? Spannende Rätsel unserer Vorzeit, denen in diesem neuen Blog-Artikel einmal genauer nachgegangen werden soll. Denn alle möglichen Antworten führen zu immer neuen Fragen.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sonne, Mond und Sterne in der Steinzeit

Anhand von Megalithanlagen, Steinkreisen oder auch Ringwallanlagen aus der Steinzeit wissen wir heute, dass die Erbauer dieser Anlage ein enormes Wissen auf dem Gebiet der Astronomie besessen haben müssen. Kenntnisse über die Bewegungen der Sterne, des Mondes und der Sonne sowie deren entsprechende Zyklen. Und das vor vielen Jahrtausenden.

So zum Beispiel ist der in der berühmten Megalithanlage Stonehenge „eingearbeitete“ Mondzyklus zwischen seinem südlichsten und nördlichsten Stand nur durch langwierige Beobachtungen der Gestirne zu ermitteln. Er dauert fast 19 Jahre. Andere Bauten, die noch weit älter als Stonehenge sind, zeigen ganz ähnliche Ausrichtungen. Und diese Kosmologie der Urahnen wurde über Generationen weiter vermittelt. Ohne eine Schrift dieser Steinzeitmenschen, da wird bisher keine eindeutigen Belege dafür haben.

Beispielsweise die weltbekannte „Himmelsscheibe von Nebra“ aus Deutschland vor unserer Haustür. Ihre Entstehung wird offiziell vor 3.700 bis 4.100 Jahren angenommen und gilt als eine der ältesten astronomischen Darstellungen des Himmels überhaupt. Sie datiert stammt natürlich nicht mehr aus der (dortigen) Steinzeit, da sie bekanntlich aus Metall ist. Was bei dieser Bronzeplatte nicht minder erstaunt ist der Umstand, dass dieses Wissens auf der Himmelsscheibe bereits tausende Jahre früher bekannt war. Und zwar findet man dieses bereits in der Ausrichtung der Kreisgrabenanlage von Goseck eingebaut (s. Video dazu HIER).

Diese ausgegrabene Kreisanlage gilt als eines der ältesten Sonnenobservatorien der Welt und soll vor fast 7.000 Jahren erbaut worden sein.

Hier in Mitteldeutschland haben also unsere Vorfahren in der Steinzeit astronomisches Wissen über Jahrtausende weiter gegeben. All dies sei ein „Kult“ gewesen, sagen die Forscher, der in ganz Europa blühte. Prinzipiell sogar weltweit.

Der Kult der Ringwallanlagen

Den Ursprung dieses Kultes um derartige Ringwallanlagen siedeln Archäologen vor fast 7.000 Jahren in Ungarn und der Slowakei an. Von hier haben ihn verschiedene Steinzeit-Kulturen und –Völker übernommen und in ganz Europa verbreitet. Mehre Jahrtausende lang überdauerte diese Epoche der Baumeister, und selbst 5.000 Jahre später errichtete man noch solche Ringanlagen. Wobei aber auch die rätselhafte Megalithkultur Europas diesen Sonnen- und Himmelskult übernahm. Auch zahllose ihrer Bauten aus gewaltigen Megalithen sind astronomisch ausgerichtet worden.

Ein Problem haben die Archäologen mit der Interpretation dieser Anlagen. Nicht nur, dass die gefunden Reste Jahrtausende umspannen, sondern sie hatten nicht alle den gleichen Zweck. Einige dienten als „Sonnentempel“, „Versammlungsplatz“ und „Kalender“ der Steinzeit. Andere Ringwallanlagen scheinen hingegen keine kosmischen Bezüge zu haben. Sie werden deshalb als einfache „Verteidigungsanlagen“ interpretiert. Vielleicht auch als geschützter Handelsplatz oder politischer Versammlungsort von Stammesherrschern und Clan-Chefs. Der Übergang ist dabei aber oftmals wohl fließend.

Belegt ist bei vielen Ringanlagen aber eben auch Megalithbauten der Vorzeit der „Himmels-Kult“. Man verehrte hier offensichtlich den Mond und auch die Sonne, da deren periodische Wenden und Bahnen in den Bauwerken durch sogenannte Visierlinien oder Peilpunkte ermittelt und bestimmt werden konnten. Die vorzeitlichen Priester, Herrscher oder spirituellen Führer konnte anhand dieser Anlagen quasi die Zukunft vorhersagen. Geht die Sonne oder der Mond hier oder dort auf, beginnt ein neuer Zyklus. Ein neuer Monat oder die Tage werden wieder länger und die dunkle Jahreszeit geht zu Ende.

Fraglos ein Machtinstrument für all jene Personen, die die Ausrichtung dieser Bauwerke richtig „lesen“ konnten.

Archäologen sehen das grundsätzlich ebenso. Sie sprechen von einem „Sonnenkult“ als Quelle allen Lebens. Vor allem sprechen sie immer wieder davon, dass die ersten Ackerbauern damit einen verlässlichen Kalender für die Landwirtschaft hatten. Die richtigen Zeiten für Aussaat und Ernte wäre ein elementares Wissen in dieser Gesellschaft gewesen. Sie haben kaum der Kultur der Jäger und Sammler den Rücken gekehrt und waren sesshaft geworden. Also beobachteten sie Jahrzehnte den Himmel, gaben ihr Wissen weiter und errichten letztlich Ringanlagen und Megalithbauten als Vorzeit-Kalender.

Vorzeit-Kalender

Soweit – so schlecht.

Die „Kalender-Theorie“ ist auch unter den Archäologen nicht immer unumstritten. Sie verweisen beispielsweise auch auf den Umstand, dass man nicht weiß, woher dieses Wissen eigentlich ursprünglich stammt. Einige Forscher vermuten sogar das frühzeitliche Mesopotamien als Ursprung. Andere verweisen darauf, dass die schriftlichen Aufzeichnungen über Himmelsbeobachtungen in Mesopotamien viele Jahrtausende jünger als die Bauten in Europa sind. Hier klafft eine zu große Lücke. Ausschließen, dass Einwanderer aus dieser Region im Nahen Osten dieses Wissen und die Fähigkeit zur Bestimmung solcher Himmelsbeobachtungen von dort mitbrachten, kann man aber nicht.

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Vielmehr scheint es aber unabhängig voneinander an verschiedenen Orten eine solche Entwickelung gegeben zu haben. Der Mond als das „Licht in der Nacht“ scheint in der Vorzeit möglicherweise den ersten „Kult“ ausgelöst zu haben. Jäger und Sammler verehrten ihn, da er ihnen in der Nacht Licht für ihre Jagd gab. Auch der Menstruationszyklus der Frau könnte damit in Verbindung gebracht werden, vermuten einige Forscher. Als Symbol für Fruchtbarkeit und das Leben.

Erst später gesellte sich der Sonnenkult dazu, als unsere Vorfahren bereits Ackerbau und Viehzucht betrieben. So zumindest eine These.

Die Venus von Laussel

Interessant ist hierbei die rund 25.000 Jahre alte Venus von Laussel aus Frankreich. Ein Relief einer typischen europäischen Venus von 42 Zentimeter Höhe, die in ihrer rechten Hand einen sichelförmigen Gegenstand hält. Dieses Objekt in der Hand erinnert an die Mondsichel, auch wenn es wahrscheinlich das Horn eines Bisons ist. Auf diesem Horn wiederum finden sich 13 Einkerbungen, die als Mondphasen und/oder die Zahl der jährlichen weiblichen Zyklen interpretiert werden. Da die nackte Venus die linke Hand auf ihrem üppigen Bauch liegen hat, wird die Darstellung als Zeichen der Schwangerschaft gesehen. Eben im Zusammenhang mit einem Mondkalender bzw. mit den Mondzyklen.

Ob diese Interpretation als eine Art „Mondkalender“ zutrifft, bleibt Spekulationen.

Eine andere Deutung geht aber ebenso in die Richtung eines „Kalenders“. Dale Guthrie vermutete 2005 in „The Nature of Paleolithic Art“, dass das Horn in der Venus-Hand das Horn eines Steinbock sein könnte. Die 13 eingebrachten Kerben würden seiner Meinung nach für 13 Jahre stehen. Angeblich wäre dies das beste Alter eines Steinbocks, um ihn zu jagen. Wobei es mehr als fraglich ist, wie Jäger vor 25.000 Jahren bei der Jagd erkennen sollen, dass der erspähte Steinbock das perfekte Bejagungsalter hat.

Und haben sie jünger Tiere dann verschont, um sie erst mit Erreichen des 13. Lebensjahrs wieder zu suchen und letztlich zu erlegen?

Die “ersten Wissenschaftler der Welt” und der Mond

Nicht weniger umstritten sind die Thesen von Dr. Phillip J. Stooke von der Universität von Western Ontario zu der rund 5.000 Jahre alten Megalithanlage Knowth. Sie liegt nördlich von Dublin in Irland. Dort finden sich an den Steinen der fast zwei Dutzend Megalithgräber sonderbare Gravuren in Form von Kreisen, Sicheln und Spiralen, die Stooke als Mondumläufe interpretiert. Ähnliches findet sich auch innerhalb der des magalithischen Ganggrabes von Gavinis in der Bretagne. Stooke glaubt nach einem Abgleich mit modernen Mondfotos sogar, dass die Erbauer von Knowth eine Karte der Mondoberfläche skizziert haben. Zumindest so gut, wie sie es damals mit dem Augen sehen konnten.

In seiner Veröffentlichung „Neolithic Lunar Maps at Knowth and Baltinglass, Ireland“, die am 1. Februar 1994 im renommierten „Journal for the History of Astronomy“ erschien, ist Stooke sicher, dass nicht er Leonardo da Vinci die erste Karte des Mondes zeichnete. Die Steinzeitmenschen von Irland kamen ihm rund 6.500 Jahre zuvor. Es seien damit die „ersten Wissenschaftlern überhaupt“ gewesen, denn „deutlich sind seine Oberflächenstrukturen wiederzuerkennen, vom Mare Humorun bis zum Mare Crisium“, schreibt der Forscher.

Dass im sehr dünn besiedelten Europa der Steinzeit sich die ersten hart arbeitenden Viehzüchter und Bauern zusammen schlossen, um Megalithbauten und Ringwallanlagen zu errichten, ist eine erstaunliche Tatsache. Auch und vor allem jene, die offenkundig als Kalender und der Himmelsbeobachtung dienten. Es kann aber nicht zutreffen, dass diese Bauten der Landwirtschaft dienten, wie es immer wieder angenommen wird. Sinn und Zweck müssen wesentlich tiefer liegen, als nur Kalendarien für Aussaat und Ernte.

“Atomuhren der Steinzeit”

Obwohl selbst Stonehenge als klassisches Beispiel solcher Bauten in seiner ursprünglichen Form lediglich als Holz bestand, bedarf es nicht derart gewaltiger Anlagen. Die zuvor über sehr viele Jahre gemachten Himmelsbeobachtungen kann man wesentlich einfacher festhalten. Wenn man sie denn wirklich für die Landwirtschaft nutzen wollte …

Zum Beispiel könnte jede steinzeitliche Dorfgemeinschaft für ihre Landwirte einfache Stöcke an entsprechende Positionen in die erste stecken. Man muss dafür keine riesigen Anstrengungen unternehmen, um die Zeitmesser aller Art mit teilweise erheblichem Aufwand zu bauen. Noch weniger muss man das Jahrtausende lang. Allerdings könnte man spekulieren, dass Ringwallanlagen und Megalithbauten dieser Natur so was wie die „Atomuhren der Steinzeit“ waren. Verbunden mit einer Verehrung der Gestirne. Das heißt, dass man diese Gemeinschaftsprojekte für die Priesterkaste oder eben Herrscherklasse erbaute, an denen das gemeine Volk ihre Kalender und Zeitmesser mehr oder weniger „stellen“ konnte. Boten – quasi Mitarbeiter der Himmelspriester – brachten von dort aus die Kunde in alle Winkel der Region, um die einzelnen Sippen zu informieren.

Dass die Steinzeit-Ackerbauern den beschwerlichen Weg zu einem solchen Mond- und Sonnenkalender auf sich nahmen, um „mal eben auf die Uhr zu sehen“, ist sehr fraglich. Außer, das wird auch durch archäologische Funde bestätigt, zu festlichen Anlässen und sogar regelrechten Gelagen. Zu Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen hochgestellter Persönlichkeiten sicher ebenso.

Die älteste Uhr der Welt

Vor 10.000 Jahren haben unsere Vorfahren den angeblich ältesten Kalender der Welt in Schottland gebaut. Entdeckt wurde er auf einem Feld nahe dem „Crathes Castle“ in Aberdeenshire (s. a. Beitrag HIER) von Forscher der Universität von Birmingham. Dort zeigten sich eine Reihe von dunklen Verfärbungen im Feld, die sich nach Untersuchungen von  Vincent Gaffney und seinem Team mittels Grabungen und Bodenradar schnell als uralte Pfostenlöcher herausstellten. Insgesamt sind es ein Duzend Gruben, von denen die Größten mehr als 2 Meter Durchmesser haben. Computersimulationen und eine Überprüfung der Lage der Funde mit der Umgebung zeigte schnell, dass hier eine Urzeit-Uhr entdeckt wurde.

Unterschiedliche Bahnen und Zyklen von Mond und Sonne wurden hier für die Ermittlung der Zeit verfolgt und markiert, so Gaffney und sein Team in der Veröffentlichung „Time and a Place“ vom Juli 2013. „Als wir merkten, mit was wir es hier zu tun haben“, so der Forscher, „wurde uns schlagartige die Tragweite bewusst“.

Löcher im Erdreich, in denen mal Holzpfosten zur Zeitmessung von Sonne und Mond steckt, sind eine vergleichsweise einfache Technik. Natürlich unter der Voraussetzung, dass vor 10.000 Jahren genügt Experten mit dem Wissen um solche Kalender vor Ort waren.

„Taschenkalender“ für den allgemeinen Bedarf wie eben die Landwirtschaft waren das aber auch nicht. Hier wäre die Himmelsscheibe von Nebra wesentlich geeigneter. Wobei aber auch dieser Fund aufgrund der dafür verwendeten wertvollen Materialien mit Sicherheit der Führungsklasse zuzuordnen ist. Speziell in diesem Fall aus der Region des Fundortes, da die Scheibe an dessen geographische Lage ausgerichtet ist.

Tatsächlich aber gibt es einige Funde, die darauf hindeuten könnten, dass der „Höhlenmensch“ von vor bis zu 38.000 Jahren, die ersten Mondkalender der Welt schuf. Taschenkalender auf Knochen, auf die Alexander Marshack vom Peabody-Museum der Universität Harvard in einer Reihe Veröffentlichungen immer wieder hinwies.

Taschenkalender der Steinzeit

Marshack zählt in seinem Buch „The Roots of Civilization“ (1972) eine ganze Reihe solcher mutmaßlichen Kalender auf. Etwa den Ishango-Knochen, der 1950 in Belgisch-Kongo entdeckt wurde. Ein mindesten 20.000 Jahre alter und nur 10 Zentimeter langer Knochen eines Pavian, auf dem drei Spalten von Einkerbungen zu finden sind. Bei seinen Untersuchungen dieses Artefaktes fand Marshack heraus, dass die Kerben in dem Knochen in unterschiedlicher Tiefe, Art, Richtung und Form eingebracht wurden. Einen Umstand, den er auch an anderen Funden dieser Art aus Europa feststellen konnte.

Für ihn ein eindeutiger Hinweis, dass es sich hierbei um einen Mondkalender handeln muss. Denn auch die Zyklen unseres Trabanten konnte er anhand der Kerben herleiten. Kritiker bezweifeln diese Theorie von einem Urzeit-Kalender. Sie sei nicht nur unwissenschaftlich, sondern die Kerben wären nichts weiter als afrikanische Kunst. So beispielsweise Mark Siegltuch in seiner Studie „Lunar Calendars or Tribal Tattoos?“ (2014) oder Francesco D’Errico in „Current Anthropology“ (Nr. 1/1989). D’Errico bezeichnet die Mondkalender-These von Marshack darin als „einen Fall von Wunschdenken“.

Nichtsdestotrotz hat Marshack in seinen Publikationen zu seinen Untersuchungen eine ganze Sammlung von solchen mutmaßlichen Mondkalendern vorgelegt. Insgesamt mehrere Dutzend.

Ein mit 69 Zeichen oder Symbolen verziertes Knochenstück erwies sich seiner Meinung nach dabei ebenso als Volltreffer. Das nur 5 Zentimeter kleine Stück wurde in der Dordogne in Frankreich gefunden und ist rund 30.000 Jahre alt (s. Titelbild). Die Einkerbungen in diesem Fundstück wurden nach seinen Untersuchungen mit zahlreichen unterschiedlichen Werkzeugen über einen längeren Zeitraum hinweg dort eingebracht. Einige sind deutlich bogenförmig und weisen in verschiedenen Richtungen. Für Marshack ein klarer Hinweis, dass hier von Urmenschen Mondzyklen in den Knochen eingraviert wurden.

Kalender oder sogar Vorläufer der Schrift?

In seiner Veröffentlichung „The Tai Plaque and Calendrical Notation in the Upper Paleolithic“ („Cambridge Archaeological Journal“, April 1991) verweist Marshack auf ein rätselhaftes graviertes Stück eines Rentiergeweihs. Gefunden in der Höhle „La Marche“, Frankreich, in der ab 1937 zahllose Rizzeichnungen von Tieren und gut 155 Menschen entdeckt wurden. Teilweise wirken diese so modern, dass Archäologen sie erst für neuzeitliche Kunst und damit Fälschungen hielten.

Dennoch sind sie bis zu 15.000 Jahre alt. Ebenso wie das Stück Geweih, auf dem neben deutlichen Darstellungen von zwei Tieren eine ganze Reihe von Kerben zu erkennen sind. Auch sie enthalten nach den Interpretationen von Marshack kalendarische Information und stehen mit Mondbahnen in Zusammenhang.

Kritiker, wie der weiter oben bereits erwähnte Francesco D’Errico, sehen das auch hier wieder anders. Sie glauben auch in diesem Fall nicht an die Thesen von den urzeitlichen Zeitmessern und Mondkalendern. Allerdings, und das ist nicht minder spannend, spekuliert D’Errico, dass es sich hierbei vielleicht um den Vorläufer einer Schrift handeln könnte. In seiner Kontroverse mit Marshack im „Cambridge Archaeological Journal“ mutmaßt er über „künstliche Erinnerungs-Systeme“ oder „Speicher-Systeme“, mit denen Informationen weitergegeben werden konnten.

Im Prinzip also der Vorläufer einer Schrift. Vor 15.000 Jahren …

Geheimgesellschaften der Steinzeit

Über den Sinn dieser mutmaßlichen „Kalender“ kann man nur spekulieren. Aber ohne Zweifel lassen diese unsere Vorfahren in einem anderen Licht erscheinen. Primitive Höhlenmenschen, die grunzend mit schwingenden Keulen hinter Tieren her jagten, sind schwerlich mit dem Bild, die uns durch diese Funde vermittelt werden, zu vereinbaren. Dass der Mensch immer den Himmel beobachtete, sollte außer Frage stehen. Ebenso wenig kann man ernsthaft bezweifeln, dass  unsere Vorfahren aus den Zyklen von Sonne, Mond und Sternen versuchten Parallelen für ihre Umwelt abzuleiten. Werden die Tage kürzer – kommt die kalte Jahreszeit. Logisch.

Allerdings konnten das unsere Vorfahren ganz einfach an der sie umgebenen Umwelt ablesen. Kalender in Form von Megalithanlagen oder Ringwallanlagen benötigen sie dafür nicht. Blüht die Natur auf, kommt Frühling. Fällt das Laub, kommt der Herbst bzw. Winter. Dieses Wissen muss kein Steinzeitvolk in Stein meißeln, da es allgegenwärtig zu sehen ist.

Sie musste auch keine gigantischen Arbeitsleistungen für diverse und verstreut errichtete Kalenderbauten vollbringen. Entsprechend gravierte Holzstücke oder Knochen als mobile Taschenkalender funktionieren ebenso. Selbstverständlich nach Unterweisung durch einen kundigen Priester oder Himmelsgucker aus der höheren Gesellschaft. Solche Kalender oder Zeitmesser werden archäologisch heute aber extrem schwer zu finden sein, da der Zahn der Zeit sie zerstört. Anders als entsprechende Bauwerke, die wird heute noch finden oder deren Reste wir entdecken.

Man könnte abschließend aber auch vermuten, dass diese Bauwerke einer Clique von Eingeweihten unterstanden, die ihr astronomisches Wissen nicht weiter geben wollten. Eine Geheimgesellschaft der Steinzeit, die durch ihre Kenntnisse der Gestirne und der Zyklen der Welt sowie deren exakte Vorhersagen ihre Macht festigten konnte. Ziehen wir dann noch die Spekulationen über eine weltweite Ur-Kultur vor 12.000 oder mehr Jahren hinzu, auf die verschiedene Spuren (auch astronomisch ausgerichtete) hindeuten sollen,  passt die “einfache” Kalender-Theorie kaum mehr in diese Überlegung …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Geheime Mondlandungen, Schüsse auf dem Mond und Atombomben gegen Alien-Basen: Seltsames aus der UFO-Forschung +++ Artikel +++


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Geheime Mondlandungen, Schüsse auf dem Mond und Atombomben auf Alien-Basen: Seltsames aus der UFO-Forschung (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Geheime Mondlandungen, Schüsse auf dem Mond und Atombomben auf Alien-Basen: Seltsames aus der UFO-Forschung (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Geht es bei Verschwörungstheorien um den Mond, geht es fast ausschließlich um die Frage, ob 1969 die USA tatsächlich mit “Apollo 11” oder später auf dem Mond landeten. Daneben kursieren jedoch noch weit mehr “Verschwörungen” und Spekulationen rund um unseren Erdtrabanten. Diese reichen von geheimen Mond-Stationen und dortigen Alien-Basen bis zu verschwiegenen Raumfahrtprogrammen zum Mond. Über besonders sonderbare Aussagen in diese Richtung habe ich bereits 2010 in meinem Buch “Verbotene Geschichte” kurz berichtet. Nach diesen waren vor den Amerikanern bereits die Sowjets auf dem Mond, wo sie nicht nur auf außerirdische Basen gestoßen sein sollen. Denn das war nur der Anfang. Was in diesem Zusammenhang noch alles geschehen sein soll und was die genauen Hintergründe dieser Behauptungen im Detail sind, erfahrt Ihr in diesem Artikel.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Verschwörungen um den Mond

Vor genau 50 Jahren war die Welt im Mond- und Raumfahrtfieber.

Grund war natürlich die erste Mondlandung der NASA mit ihrer „Apollo 11“-Missionen 1969 sowie die zuvor erreichen Leistungen der USA und UdSSR in der Raumfahrt. Ob die Amerikaner wirklich auf dem Mond waren, bestreiten einige bis heute. Keiner der insgesamt 12 Astronauten der unterschiedlichen Missionen von „Apollo“, die offiziell den Mond betraten, war wirklich jemals dort. So ein durchaus weit verbreitete Annahme oder Verschwörungstheorie.

Doch andere Verschwörungstheorien gehen bei diesem Thema in eine vollkommen andere Richtung. Demnach seine die Amerikaner sehr wohl auf dem Mond gewesen und haben neben den offiziellen Landungen noch weitere geheime Landungen durchgeführt. In diesem Zusammenhang wird auch von Geheimbasen auf dem Mond (und sogar Mars) gesprochen, die dort errichtet wurden. Und das nicht nur von Menschen – auch Außerirdische sollen auf unserem Erdtrabanten geheime Basen und Stützpunkte haben. Vielleicht sogar mit uns Menschen zusammen, mit denen sie „geheime Weltraumprogramme“ und „Allianzen“ vereinbart haben.

Immerhin soll ja bereits die Besatzung von „Apollo 11“ 1969 mit UFOs auf oder am Mond konfrontiert worden sein.

Die Russen waren die ersten?

Auch kursieren Mutmaßungen und Gerüchte, dass vielleicht schon lange vor der Landung von „Apollo 11“ Menschen den Mond betraten. Nicht nur Amerikaner, sondern im Geheimen auch Kosmonauten der Sowjetunion. Obwohl nach der offiziellen Geschichtsschreibung nie ein Sowjetbürger den Mond betreten haben soll.

All diese und noch mehr Theorien und Spekulationen in Sachen Mondlandungen, Aliens und Raumfahrt kursieren in den Weiten des Internet. Sie scheinen dabei auch auf ein durchaus wachsendes Interesse zu stoßen.  Zumindest verbreiten sich entsprechende „Enthüllungen“ von angeblichen „Whistleblowern“ in der einschlägigen Community sowie auch dem Buchmarkt immer rasend schnell.

Doch solche „Verschwörungstheorien“ sind alles andere als neu und vor allem auch kein Kind der Internetzeitalters. Sie verbreiten sich nur wesentlich schneller wenn mal wieder ein „Informant auspackte“ oder jemand künstliche Strukturen auf dem Mond oder Mars auf Fotos von Raumsonden oder Robotern entdeckt haben will.

Viele dieser Behauptungen klingen einfach zu phantastisch, als das sie wahr sein könnten. Und handfeste Beweise fehlen dabei eigentlich immer völlig.

Geheime Mondlandung der Russen

Nicht anders bei einem angeblich wahrem Ereignis, das bereits vor knapp 45 Jahren von dem spanische Bestsellerautor, UFO-Forscher und Journalisten Juan José Benítez veröffentlicht wurde. Ein Autor von über 50 Büchern, der sich ab 1972 der UFO-Thematik zuwandte.

Bereits 1975 behauptete Benítez in seinem Buch „OVNIS: SOS a la Humanidad“ Unglaubliches. Er behauptete, dass einige Monate vor den USA mit „Apollo 11“ bereits zwei Russen dem Mond einen Besuch abgestattet hätten. In einer streng geheimer Mission, die schlussendlich vollkommen aus dem Ruder lief.

Benítez schrieb damals:

Was aber nun die Mondlandungen betrifft, so ist es bereits einige Monate vor der Landung der Nordamerikaner zwei sowjetischen Kosmonauten gelungen, auf der Erde abgewandten Seite unseres Mondes zu landen. Sie wählten diese Stelle, weil alle Observatorium der Erde – und natürlich auch die der Sowjetunion – ständig eine Vielzahl von Daten über seltsame Heiligkeiten auf dem Mond empfangen haben. Solche hellen Stellen waren schon seit Jahrhunderten aus der Oberfläche des Mondes beobachtet worden. Dies sei (…) einer der Hauptgründe für die Landung der sowjetischen Kosmonauten auf der Erde abgewandten Seite des Mondes gewesen.“

Diese nunmehr 45 Jahre alte Behauptung widerspricht allem, was die offizielle Geschichte der Raumfahrt lehrt. Und wirft gleich zu Beginn viele Fragen auf, die nicht nur eine erste Mondlandung durch die UdSSR betreffen. Vor allem auch der Ort der Landung der ersten Menschen auf dem Mond ist mehr als fraglich. Die Rückseite des Mondes ist bekanntlich immer von der Erde abgewandt, so dass wir sie nicht sehen. Wie können dann aber genau dort seit Jahrhunderten „seltsame Heiligkeiten“ von der Erde aus beobachtet worden sein? Gar nicht. Obwohl „solche hellen Stellen“ tatsächlich bekannt sind. Sie werden „Mondblitz“ oder „Moonblinks“ genannt und sorgen immer wieder für Spekulationen.

Offiziell sind es Einschläge und Explosionen von Meteoren. Das „NASA Marshall Space Flight Center“ hat beispielsweise in knapp zwei Jahren zwischen 2006 und Anfang 2008 insgesamt 102 dieser „Moonblinks“ registriert. Natürlich alle auf der der Erde zugewandten Seite des Mondes.

Ein Mond-Basis der Außerirdischen

Trotzdem behauptete Benítez, dass die Russen deshalb auf der Rückseite landeten. Wie es allerdings den Kosmonauten möglich gewesen sein soll, im Erd-Funkschatten auf der dunklen Seite des Mondes Kontakt mit der Erde halten zu können, darüber schweigt er sich aus (dazu gleich mehr).

Die dunkle Mondseite bietet sich geradezu dafür an, dass man über sie spekuliert und phantasiert. Was wirklich da ist, man aber niemals sehen kann, bietet viel Spielraum für Spekulationen. Zum Beispiel wäre hier der ideale Ort für Aliens, von dem aus sie die Erde und Menschheit im Verborgenen beobachten können. Natürlich nur so lange bis eine Mond-Sonde sie dort entdeckt. Oder die Russen – wie bei J. J. Benítez.

Nach seinen Aussagen waren die beiden Kosmonauten bei ihrer geheimen ersten Mondlandung allerdings nicht allein auf der dunklen Seite! Und „was sie dort sahen erfüllte sie mit Schrecken“, so Benítez weiter:

Einer der Kosmonauten entdeckte nämlich in der Nähe ihrer Landestelle so etwas wie Anlagen und Gebäude, die jedoch auf den ersten Blick verlassen schienen.

Dies (…) überraschte die Russen ungeheuer und machte ihnen schließlich auch Angst. Nachdem sie ihren sensationellen Fund zur Erde gemeldet hatten, beschlossen sie, sich den geheimnisvollen Anlagen zu nähren. Sie kamen näher und näher, bis einer von ihnen glaubte, Bewegungen inmitten dieser Gebäude wahrzunehmen.“

Eine Alien-Basis oder andere außerirdische und künstliche Dinge auf dem Mond ist – ob verlassen oder nicht – ist bis heute in der Grenzwissenschaft ein viel diskutiertes Thema. Die fremde Mond-Konstruktion war nach den weiteren Ausführungen von Benítez jedoch nicht von ihren außerirdischen Erbauern aufgegeben worden, sondern wurde zur Zeit der angeblichen Sowjet-Mondlandung nur nicht genutzt.

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Schüsse auf dem Mond

Es waren nur „Maschinen, eine Art Roboter, die zur Instandhaltung der zu dieser Zeit unbenutzten Anlage zurückgelassen worden waren“ anwesend. Und diese waren wohl mehr als angsteinflößend, denn „in seiner Panik schoss“ einer der Kosmonauten „auf eine sich dort bewegende Gestalt“. Was ein Fehler war:

Offensichtlich ist eines der Geschosse mit solcher Wucht auf den Schützen zurückgeprallt, dass dieser durch den Rückschuss getötet wurde.

Seinen Kollegen ergriff angesichts dieses Dramas eine derartige Panik, dass er nur noch an Flucht dachte und daran, auf schnellstem Wege zum Landemodul zurückzukehren, von wo aus er zu einer anderen russischen Raumfähre flog, die ebenfalls den Mond umkreiste. Mit seinem Kameraden kehrte er dann wohlbehalten zur Erde zurück.“

Nun wissen wir wenigstens, wie die Russen von der dunklen Seite des Mondes mit der Erde in Funkkontakt treten konnten. Schließlich war noch ein anderes russisches Raumfahrzeug in einem Orbit um den Mond. Praktisch als Relaisstation für den Funk. Vielleicht war es auch nur der dritte Kosmonaut, der während der Mondlandung in seinem Raumfahrzeug im All blieb. So wie bei den Missionen von „Apollo“, bei denen von den drei Mond-Astronauten einer immer im Raumschiff im Orbit des Mondes blieb, während zwei auf dem Mond landeten.

Falls nicht, hatte er zumindest ein riesen Glück, dass in der „anderen russischen Raumfähre“ offensichtlich nur ein Kosmonaut saß und dieser noch Platz für ihn hatte. Glücklicherweise waren miteinander kompatible Andocksysteme ebenso vorhanden wie genügend Treibstoff für das Zusatzgewicht des zweiten Mannes, Sauerstoff und Wasser …

Phantastischer können Verschwörungen oder Enthüllungen über Aliens auf den Mond und geheime Raumfahrtprogramme wohl nicht mehr werden. Möchte man meinen. Nicht so in Benítez Veröffentlichung von 1975, in der er auch über geheime Details der „Apollo“-Missionen der NASA berichtet. Nach seinen Aussagen wussten „auch die amerikanischen Astronauten von der Existenz dieser alten Anlagen“ auf unserem Erdtrabanten. „Auch wenn sie natürlich keine Ahnung von diesen Erbauern hatten“, so Benítez.

Atombomben gegen Alien-Basen

Für die Verantwortlichen bei der NASA oder allgemein der USA waren diese außerirdischen Konstruktionen auf dem Mond eine Gefahr. Zumindest war ein geheimes Ziel der Missionen die Vernichtung dieser Bauten der Außerirdischen auf dem Mond, und so …

„… wurden auf der Oberfläche unseres Mondes – von verschiedenen amerikanischen ‚Apollo-Kapseln‘ aus – zahlreiche kleinere Atombomben abgeworfen, nicht etwa nur zum Zweck der Prüfung möglicher Beeinflussung der Mondumlaufbahn, nein, die wirkliche Absicht der Amerikaner bestand darin, die besagten Anlagen, deren Standorte sie genau kannten, zu zerstören.“

Dass die USA vor den Mondlandungen gewusst haben soll, wo auf dem Mond (hier spricht er diesmal nicht von der Mondrückseite) derartige Anlagen von Außerirdischen stehen, ist sehr gut möglich. Unbekannte Raumsonden, Teleskope oder die ersten „Apollo“-Missionen hätten diese durchaus entdecken können.

Doch, dass die winzigen Raumkapseln, die während den Missionen mit einem Astronauten an Bord den Mond umrundeten, „zahlreiche kleine Atombomben“ inklusive Abwurfvorrichtungen mitgeführt haben sollen, ist ein Spekulation kaum zu überbieten.

Einmal vorausgesetzt es wäre so gewesen. Warum hat dann während der Mondlandungen keiner der unzähligen Astronomen und Hobbysternengucker die Atomexplosionen auf dem Mond gesehen? Sofern sie nicht alle auf der dunklen Seite abgeworfen sein sollen. „Moonblinks“ während die Astronauten am oder auf dem Mond sind, hätte kaum jemand während des damaligen Mondfiebers übersehen.

Unzählige Fragen stellen sich bei den Behauptungen von J. J. Benítez. Schon allein der Umstand, dass die Kosmonauten der ersten und geheimen Mondlandung bewaffnet ihre Reise antraten, klingt mehr als absurd. Immerhin sollen sie ja auch zufällig und überraschend auf diese Alien-Basis mit den „Robotern“ gestoßen sein. Hatten also zuvor keine Ahnung, dass dort potentielle Gefahren durch Außerirdische auf sie warten …

Benítez sieht selber ein, dass seine Berichte unglaubhafter kaum sein könnten. So schreibt er unter anderem:

Ich weiß, dass viele Leute empört sein werden über das, was hier berichtet wird – und andere werden sich darüber lustig machen.

(…)

Ich verfüge zwar nicht über Beweise für die Glaubhaftigkeit dieser Behauptungen, hätte solche aber gerne gehabt (…)“

Kontakt mit dem Universum

Als „professioneller Journalist“ (Benítez hat Journalismus an der Universität Navarra studiert) sei er nur von dem überzeugt, „was ich mit eigenen Augen gesehen habe“. Natürlich war er nicht mit auf dem Mond dabei, doch seine Quellen waren damals auch kein UFO-Akten, „Whistleblower“ oder Geheimdokumente. Er schöpfte seine Informationen aus ganz anderen Quellen, die zur damaligen Zeit durchaus beliebt waren: Alien-Kontakte.

Diese Kontakte mit Außerirdischen hatte Benítez nicht selber. Eine Gruppe mit Namen „Instituto Peruano de Relaciones Interplanetarias“ (IPRI) mit Sitz in Lima, Peru, habe diese Erfahrungen gemacht. Zum Teil, so Benítez, haben bis zu 40 Mitglieder des IPRI in Peru gleichzeitig zahlreiche UFOs am Himmel gesehen und Kontakt mit deren Insassen gehabt. Auch er selber sei bei seinen Recherchen zu den UFOs in Peru mit sieben weiteren Personen Zeuge dieser UFOs geworden. „Mit absoluter Bestimmtheit“ kann er sich nur für genau diese UFO-Begegnung „verantwortlich zeichnen“.

Medienberichte über die Mitglieder des „Peruanischen Instituts für Interplanetarische Beziehungen“ im Jahr 1974 haben den Autor nach Peru gelockt. Er wollte diesen Pressemeldungen nachgehen, dass das IPRI in den Anden Kontakt mit Außerirdischen habe. Enttäuscht wurde er bei seinen Recherchen vor Ort nicht, so Benítez, so dass daraufhin sein entsprechendes Buch entstand.

Angeblich haben die Mitglieder dieser Gruppe zu dieser Zeit „telepathischen Kontakt mit Wesen aus anderen Welten“ gehabt. Etwa 30 Mitglieder des IPRI haben ihm dann bei seinen Nachforschungen in Südamerika „nach und nach ihre wahrlich sensationellen Abenteuer“ erzählt. So kamen auch die hier wiedergegeben und fragwürdigen Behauptungen über geheime Raumfahrtmissionen der USA und UdSSR zustande. Die außerirdischen Wesen, mit denen das IPRI in telepathischen Kontakt gestanden haben will, haben diese den Menschen übermittelt.

Zweifellos ist das alles andere als eine seriöse Quelle!

Außerirdische “Meister”?

Einen faden Beigeschmack hat auch die Tatsache, dass diese Außerirdischen „Meister“ oder „Führer“ von den Mitgliedern des IPRI genannt wurden. „Sind es wirklich Forscher und glaubwürdige Leute“, fragt wohl nicht nur Benítez in seinem Buch. Immerhin habe damals diese am 31. Januar 1955 durch Carlos Paz García gegründete Gruppe über 200 Mitglieder gehabt. Hausfrauen, Astronomen, Beamte, Ärzte, Universitätsdozenten, Arbeiter – alles sei dort vertreten.

Für irgendeine Form der Seriosität spricht das erst mal nicht. Lediglich für eine UFO-Gruppe, wie es sie vor allem zur damaligen Zeit unzählige gab. Auch der angebliche Kontakt mit Außerirdische – physisch wie „telepathisch“ gehörte bei vielen dieser Gruppierungen quasi „zum guten Ton“ (detailliert dazu HIER). Das aber irgendwas von diesen Ereignissen tatsächlich auf dem Mond geschah, ist wohl reines Wunschdenken. Hier war eher die Phantasie der Vater der Gedanken.

Angenommen, dass Mitglieder des IPRI tatsächlich in Kontakt mit Aliens gestanden hätten – warum sollen diese Wesen derartige Phantastereien den Menschen mitteilen? Das hier genannte Beispiel der „Botschaften“ an IPRI-Mitglieder ist nur eines einer ganzen Palette von kuriosen Informationen. So finden sich beispielsweise in den vermeintlichen Alien-Nachrichten auch Prophezeiungen für die Erde, wie eine Katastrophe und eine Evakuierung der Menschen, die alle nicht eintrafen. Ebenfalls Behauptungen, dass beispielsweise verschiedene Monde des Jupiter Kolonien und Basen von Außerirdischen sind. Leben auf Mars und Venus existiert. Oder auch, dass die irdischen Kontaktpersonen ihre Informationen erst nach „Prüfungen“ an ganz bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten bekamen.

Hin und wieder erinnert die Form dieser Kontakte auch an Erfahrungen von Schamanen, Reisen in die Anderswelt oder sogar irgendwelche „Dimensionstore“. All dies wird von den angeblichen Außerirdischen mit einer Mission in Verbindung gebrachte, die sie „RAMA“ nannten. Ihr Ziel war nichts anders als die Rettung der Menschheit vor einer Katastrophe. Im Zuge des Bekannt werden dieser Botschaften und Kontakte „bildeten sich Gruppen in ganz Spanien, die darauf warteten, ausgewählt zu werden, um im Atomkrieg anderer Welten zu überleben“, so die Zeitung „El Correo

Auch wenn sich die UFO-Gruppe 1990 offiziell auflöste, wird sie von Sixto Paz Wells, dem Sohn des Gründers García, mehr oder weniger weitergeführt. Zumindest deren „Botschaften“, die auch einige Splittergruppen“ vertreten. Durchaus mit einem sehr neureligiösen Charakter, was man keinesfalls außer Acht lassen darf!

Die Aussage in der Vorbemerkung von Benítez, dass „jeder Leser seine eigenen Schlussfolgerungen daraus ziehen“ soll, ist eher eine Art Freibrief für den Autor.

Unsinn und Wahrheit

Etwas anders sah es der deutsche UFO-Forscher Dr. Johannes Fiebag. Auf seinen Rat hin veröffentlichte 1997 ein großer renommierter deutscher Verlag das Buch von Benítez in Deutschland. Immerhin, so Fiebag damals im Nachwort zur deutschen Ausgabe, sei J. J. Benítez einer „der bekanntesten spanischen UFO-Forscher überhaupt, „der selbst mit einer gesunden Portion Skepsis an diese Sache herangegangen ist“. Auch und obwohl viele der angeblichen „Alien-Botschaften“ darin von vornherein „unsinnig, unverständlich und unglaubwürdig“ wären. Andere wiederum längst widerlegt – etwa Prophezeiungen – und wieder andere „nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen“. Selbst die Namen diverser angeblicher Außerirdischer erscheinen ihm, als seien diese „geradewegs einem Superman-Comic entsprungen“.

Fiebag, der in den 1990er Jahren bis zu seinem Tode 1999 zu den bekanntesten UFO-Forschern und –Autoren im deutschen Sprachraum überhaupt zählte, sieht in den damaligen Kontakten in Peru dennoch eine verborgene Wahrheit. Er warnt zwar zu Recht vor schwarzen Scharfen unter den sogenannten Kontaktlern (s. UFO-Sekten), vermutet aber in den Ereignissen  und Kontakten von IPRI durchaus einen sehr realen Kern! Ganz bewusst habe hier eine außerirdische Intelligenz wahre Informationen gestreut, die mit absurden Behauptungen vermischt worden sein sollen.

Ordnung im UFO-Chaos

Warum diese Aliens das taten, ist für Fiebag deutlich. Es dient bis heute der Vorbereitung für einen Kontakt mit ihnen und zur Vermeidung eines „Kulturschock“ für die Menschheit. Nach Fiebags Thesen würden diese Außerirdischen seit unbekannten Zeiten überall auf der Erde Kontakte herstellen und diverse Informationen mitteilen. In den unterschiedlichsten Erscheinungsformen und mit zum Teil erheblich abweichenden und widersprüchlichen Inhalten:

Blind den Botschaftsoberflächen zu glauben (wie es viele UFO-Spiritisten leider tun) ist daher genauso falsch, wie sie von vornherein ungeprüft und in Bausch und Bogen abzuschlagen. Das gesamte UFO-Phänomen ist ein Sammelsurium aus chaotisch überlagerten Inhalten, und es ist die Pflicht des ernsthaften Forschers, Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Zumindest sollte er versuchen, jene Inhalte zu isolieren, herauszulösen und letztlich natürlich auch zu interpretieren, die sich nach vorsichtiger und gründlicher Abwägung als durchaus sinnvoll erweisen könnten.“

Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Außer die Frage, welcher „ernsthafte Forscher“ was und warum nach welcher „gründlichen Abwägung“ als „durchaus sinnvoll“ sieht …

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Die Mond(f)lüge: 50 Jahre Mondlandung, Leben im All, Verschwörungen und mehr +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Die Mond(f)lüge - 50 Jahre Mondlandung und mehr (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Die Mond(f)lüge – 50 Jahre Mondlandung und mehr (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Genau 50 Jahre ist es nun her, da landeten erstmals Menschen auf dem Mond. Das Zeitalter der Mondlandungen und der ersten Begeisterung für Raumfahrt und alles “Kosmische” war angebrochen. Ein Ereignis, dass heute mehr denn je von Skeptikern und Verschwörungstheoretikern bezweifelt wird – und natürlichen in diesen Tagen auch vielfach gefeiert und geehrt wird. So auch in den diesjährigen Ausstellungen im Galileo-Park Lennestadt, die sich voll und ganz dem Themen 50 Jahre Mondlandung, Raumfahrt, Leben im All und Aliens widmen. Ich habe für Euch kürzlich die “Sauerland-Pyramiden” besucht und dort dieses YouTube-Video zum Thema gemacht.


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Genau 50 Jahre ist es nun her, da landeten erstmals Menschen auf dem Mond. Das Zeitalter der Mondlandungen und der ersten Begeisterung für Raumfahrt und alles “Kosmische” war angebrochen. Ein Ereignis, dass heute mehr denn je von Skeptikern und Verschwörungstheoretikern bezweifelt wird. Und natürlichen in diesen Tagen auch vielfach gefeiert und “geehrt” wird.

So auch in den diesjährigen Ausstellungen im Galileo-Park Lennestadt. Die Ausstellungen in den “Sauerland-Pyramiden” widmen sich voll und ganz dem Thema 50 Jahre Mondlandung, Raumfahrt, Leben im All und Aliens.

Ich habe für Euch kürzlich den Galileo-Park besucht und dort dieses Video zum Thema gemacht.

Bleibt neugierig …

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Eine Reise zum Mond: Seltsames Märchen über “kleine Mondmenschlein” aus Indien +++ Artikel +++


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Eine Reise zum Mond: Seltsames Märchen über kleine Mondmenschlein aus Indien (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Der Mensch ist von jeher von den Gestirnen am Himmel fasziniert. Auch und vor allem von dem “kleinen Licht in der Nacht” – dem Mond. Und noch im 19. Jahrhundert glaubten etablierte Astronomen, dass der Mond möglicherweise bewohnt ist. Dort vermutete man eine Zivilisation von “Mondmenschen”, mit denen man vielleicht sogar Kontakt aufnehmen könnte. Nach einem Märchen aus Indien ist dies auch einem Mann gelungen. Von ihm heißt es, dass er auf geradezu wundersame Weise von der Erde zu den “kleinen Mondmenschlein” geflogen sei, da diese seine Hilfe bedurften. Ist es wirklich nur eine sagenhafte Geschichte, oder könnte da doch mehr hinter stecken? Dieser Frage soll in diesem Blog-Artikel nachgegangen werden.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Mann im Mond

Heute klingt es eher “niedlich”, doch der mehrfach ausgezeichnete deutsche Mathematiker, Astronom und Physiker Carl Friedrich Gauß meinte es Mitte des 19. Jahrhunderts ernst: Er wollte riesige Bepflanzungen auf der Erde in Form des pythagoräischen Lehrsatzes anlegen, um so Mondmenschen zu zeugen, dass auf der Erde intelligente Lebewesen existieren. Es war quasi ein erster Schritt in Richtung SETI – der Suche nach außerirdischen Intelligenzen im All.

Inzwischen wissen wir, dass auf dem Mond keine Mondmenschen – also Außerirdische leben. Wenn man die Spekulationen um UFO-Basen etc. auf dem Mond einmal außen vor lässt.

Doch in der Welt der Sagen und Märchen spielt der Mond seit jeher eine nicht minder interessante und wichtige Rolle. Zahllose Mondmärchen und Mythologien wurden und werden darüber erzählt. Das beginnt natürlich schon bei den weltweiten Schöpfungslegenden, die selbstverständlich oft auch dem Mond einen wichtigen Platz einräumen. Andere Sagen wiederum erzählen davon, dass es auf dem Mond wundersame Lebewesen geben soll, die dann und wann sogar Menschen der Erde kontaktierten oder sogar zum Mond entführten.

Genau eine solche Sage von Mondmenschen stammt aus Indien. Aufgezeichnet ist sie in dem Buch “Mondmärchen” von Wanda Markowska und Anna Milska, das 1979 in Warschau erschien.

Eine geflügelte Kuh vom Himmel

Leider ist nicht zu erfahren, woher genau aus Indien diese Erzählung stammt, da die Herausgeber nur “aus Indien” als Quelle angaben. In dieser Geschichte wird von dem armen Gärtner Nanawati erzählt, der “für eine kümmerliche Handvoll Reis” für seinen habgierigen Herrn arbeitete. Es reichte gerade so zum Überleben und Nanawati galt als “der beste Gärtner im ganzen Land”. Von weither kamen die Leute um staunend den wundervollen Garten seines Herrn zu bewundern.

Doch das Leben von Nanawati änderte sich plötzlich und unverhofft, als er in dem von ihm liebevoll gepflegten Park seltsame Spuren entdeckte:

Eines Tages bemerkte Nanawati, dass die sorgfältig gepflegten, teppichähnlichen Rasenflächen zerdrückt und zertrampelt waren. Zu seiner Verwunderung entdeckte er im lockeren Erdreich tiefe, merkwürdige Spuren, die sahen nicht aus wie die Abdrücke von Pferdehufen, und Büffelklauen glichen sie auch nicht. Kein Tier der Erde hätte solche Spuren hinterlassen.

‘Was kann denn das nur gewesen sein?’ überlegte Nanawati. ‘Der Park war doch bewacht, kein Fremder konnte hier eindringen, erst recht nicht, wenn er auf einem Pferd, Esel oder Büffel geritten wäre.’

Um dem Verursacher der seltsamen Spuren auf die Schliche zu kommen, versteckte sich der leidenschaftliche Gärtner “in einer Nacht, als gerade Vollmond war und ringsum Stille herrschte” in einem Gebüsch. Dort wollte er den vermeintlichen Übeltäter auflauern. Und er wurde nicht enttäuscht, denn plötzlich “vernahm er ein Geräusch” im Park. Also kroch er auf allen Vieren aus seinem Versteck um nachzusehen:

Nanawati schaute hin und mochte seinen eigenen Augen nicht trauen. Welch ein Wunder! Auf dem Rasen graste eine milchweiße Kuh, und aus ihren Seiten wuchsen riesige Flügel! Nun hob sie den gewaltigen gehörten Kopf, stand unbeweglich und sah zum Mond empor.

Der arme Gärtner war starr vor Schrecken und “wagte kaum zu atmen”, da er die wundersame “Kuh” nicht verschrecken wollte. Plötzlich aber begann die geflügelte Kuh “leicht wie im Tanze” den Rasen zu umrunden und “den Kopf zu wiegen”. Sie wollte davon fliegen:

… dann aber entfaltete sie mit lautem Knattern ihre Flügel und begann sich langsam zur Höhe empor zu heben. Nanawati erwachte aus seiner Erstarrung, rannte aus dem Gebüsch, packte den Schwanz des Wundertieres und flog mit der Kuh davon.

“Kleine Mondmenschlein”

Nanawati flog nun immer weiter, schneller und höher “über das Firmament”. So reiste er bis “ans Himmelgewölbe” und vorbei “an Sternen und Sternbildern jagte” die Wunderkuh mit ihm. Dann erreichten sie das dreifache “silberbeschlagene Mondtor” mit einem riesigen Torrahmen. Überall im Himmel hallte es wieder, als die Kuh mit ihren Hörner an das Tor stieß. Es öffnete die “Führerin des Schloss im Mond“, die von ihm wissen wollte, ob er der “berühmte Gärtner von der Erde” sei.

So betrat der Mondreisende das Schloss auf unserem Trabanten, dass von “kleinen Mondmenschlein” bewohnt war. Freundlich nahmen sie ihn auf, denn sie hatte einen Auftrag von ihn. Die wundervollen Gärten, die er auf der Erde für seinen Herrn anlegte, sahen auch die Mondmenschlein. Sie wollten einen ebensolchen Park für ihr Schloss auf dem Mond. Nanawati war gerne hilfreich, da er eine keine Arbeit scheut. Jedoch hatte er bedenken, dass seine Familie auf der Erde von seinem Herrn verstoße werden, wenn er nicht wieder zurück kommen wird.

Schwerwiegender war nach Ansicht des indischen Landschaftsgärtners aber der Umstand, dass auf dem Mond nicht wirklich etwas wachsen kann:

Euer Licht hier ist kalt, ohne Sonne. Frost und Eis lassen eure Scholle erstarren, Samen können darin nicht keimen.

Das betrübte die Mondmenschlein ungemein. Doch der Gärtner wusste dennoch zu helfen, da er Samen auf der Erde habe, die auch unter den Bedienungen des Mondes wachsen würden. Man müsse sie nur eben holen:

Augenblicklich ließen sich mehrere Mondmenschlein an Lichtstrahlen auf die Erde hinab, sie sammelten die Samen und schöpften Wasser aus der Quelle in ihren silbernen Eimer.

Nach getaner Arbeit – die Blumen und Pflanzen wuchsen inzwischen prächtig auf dem Mond – hieß es Abschied nehmen von den dankbaren Mondbewohnern. Es sammelte noch ein paar Edelsteine als Entlohnung ein, die überall auf dem Mond herum lagen, und flog so mit der Wunderkuh zur Erde zurück. Kraftlos vor Müdigkeit schlief Nanawati hier sofort ein, “während die geflügelte Kuh in den Himmel zurückkehrte”.

Der gierige Herr

Am Folgetag entdeckte der Chef seinen Gärtner schlafen im Gras liegen und wurde wütend auf seinen Angestellten. Er warf ihm vor, dass er sich die ganze Nacht herumgetrieben und schamlos betrunken habe, so dass er jetzt am heiligten Tag bei der Arbeit schlafen müsse. Auch den Erklärungen von Nanawati, dass er mit einer Wunderkuh auf dem Mond war, glaubte er nicht. Verständlicherweise. Hirngespinste seien es, und der Mann wurde immer wütender!

Erst als Nanawati ihn die Edelsteine zeigte, die er vom Mond mitnahm, glaubte sein Herr ihm die seltsame Geschichte. Er drohte ihm allerdings damit, dass er ihn als Dieb vor Gericht stellen und eine Tracht Prügel verabreichen wird. Doch die Gier siegte und der zornige Chef des Gärtners wartete nun selber in der Nacht auf die fliegende Kuh, um mit ihr zum Mond zu reisen. So kam es auch.

Bei den Mondmenschlein angekommen raffte er voller Habgier zwei extra mitgebrachte “gewaltige Säcke” mit den Edelsteinen voll. “Nimm dir, so viel nur dein Herz begehrt”, so die Außerirdischen vom Mond zu dem gierigen Herren des Gärtners Nanawati  Auf dem Mond könne man mit diesen Steinen so oder so nichts anfangen. Gesagt und ohne ein Wort des Dankes getan – und so kam es, wie es kommen musste:

Auf dem Rückflug zur Erde waren die Säcke mit den Kostbarkeiten viel zu schwer und er stürzte ab. “Taub wie ein Baumstmpf” und stumm vor Angst fand ihn sein Gärtner “bis zum Hals im Sumpf” stecken und um Hilfe wimmern. Die Edelsteine aber waren verschollen; wahrscheinlich im Sumpf untergegangen.

Der Gärtner und seine Familie wiederum lebten fortan “glücklich und zufrieden”, da er noch einen Rest Edelsteine besaß, “die ihm der reiche nicht weggenommen hatte”. Wehmütig blickten sie von nun an zum Vollmond, ob sie dort die Gärten sehen können, die Nanawati liebevoll für die Mondmenschlein angelegt hatte. Und vielleicht kommt die Wunderkuh vor seinem Tode nochmals wieder, damit er “noch eine Reise zum Mond unternehmen” könne …

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Habgier und Moral

Die Kernaussage dieses Märchen ist eindeutig zu erkennen: Habgier zahlt sich nicht aus, was “der Reiche” der Erzählung bitter zu spüren bekam. Lässt sich zwischen den Zeilen dieser Geschichte aber vielleicht sogar noch mehr erkennen, wie in so viele Märchen und Sagen auch? Immerhin kann man in einer Vielzahl von derartigen “Berichten” durchaus auch Parallelen zum UFO-Phänomen finden oder ziehen (s. z. B. HIER, HIER, HIER, HIER, HIER und HIER sowie Video HIER)

So auch hier.

Da aber Wanda Markowska und Anna Milska 1979 keine Quelle des Märchen nannten, ist es in diesem Fall schwer moderne Ergänzungen und den alten Kern zu finden. Ließt man dieses Mondmärchen vollständig, finden sich darin Passagen und Aussagen, die womöglich sogar von den Herausgebern selber stammen. Sie scheinen mit ihren Worten dies indischen Märchen nacherzählt zu haben. Wörter wie “Hirngespinst”, “besaufen”, “Spitzbube”, “Gauner” und andere lassen diesen Schluss durchaus zu.

Die fraglose Moral-Erzählung erstaunt aber dahingehend, dass diese Wunderkuh mit Lärm (“Knattern”) ihre Flüge ausbreitet und Spuren hinterlassen haben soll, die sich der Gärtner nicht erklären konnte. Kühe waren und sind in weiten Teilen Indiens “göttliche Tiere”. Sie werden bekanntlich verehrt und geehrt. Warum sollten dann Kuhspuren nicht zu identifizieren sein?

Interessant auch der Umstand, dass in dem Märchen klar auf den kalten, dunklen und eisigen Mond verwiesen wird. Schließlich war das auch der Grund, warum einige Mondbewohner mit ihrem “Lichtstrahl” zur Erde reisten, um geeigneten Samen zu besorgen. Eigentlich ist das Wissen über die Beschaffenheit und Natur unseres Mondes eine Errungenschaft des Raumfahrtzeitalters. Frühere Astronomen haben in den dunklen Flecken des Mondes sogar noch Meere gesehen. Andere ganze Wälder und Landschaften.

Weshalb wird dann in dieser indischen Erzählung die Heimat der kleine Mondmenschlein so trostlos und frostig beschrieben? Wir werden es wohl nie wirklich erfahren …

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Weltraum-Bergbau: Die USA und Luxemburg wollen gemeinsam Rohstoffe auf dem Mond und Asteroiden ausbeuten


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Bergbau im All: Die USA und Luxemburg wollen gemeinsam Rohstoffe im All ausbeuten (Bild: NASA)
Weltraum-Bergbau: Die USA und Luxemburg wollen gemeinsam Rohstoffe im All ausbeuten (Bild: NASA)

Die USA und der Kleinstaat Luxemburg wollen zukünftig gemeinsam Weltraum-Bergbau und Rohstoffabbau im All betreiben. Darauf haben sich am 10. Mai der US-Handelsminister Wilbur Ross und der Luxemburgische Wirschaftsminster Etienne Schneider in einem Vertrag geeignet. Zukünftig wollen die beiden Staaten gemeinsam im All wertvolle Rohstoffe ausbeuten und so eine Art kosmisches Handessmonopol schaffen. Etwa durch Bergbau auf dem Mond oder Asteroiden. Hierbei geht es um Billionen von US-Dollar und durchaus auch um die Zukunft des Planeten und der Menschheit. Alle Details zu dieser Vereinbarung und die Hintergründe erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Weltraum-Bergbau

Es klingt wie Science-Fiction aus der Traumfabrik Hollywood – und ist es auch. Noch. Denn Ideen, Konzepte und auch Träumereien über einen Bergbau im Weltraum gibt es schon viele Jahrzehnte. Doch Rohstoffabbau auf dem Mond oder wertvolle Ressourcen auf Asteroiden im All ausbeuten wird es eines Tages fraglos geben. Weltraum-Bergbau ist dafür heute die schlicht Bezeichnung.

Theoretische Pläne dafür liegen durchaus vor. Was jedoch fehlt ist die kostspielige Technologie, um solche Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Vor allem aber fehlt es aber am wirtschaftlichen Nutzen und Sinn für einen realen Weltraum-Bergbau. Genau das wollen die USA und Luxemburg in Zukunft ändern. Zumindest wollen die beiden Staaten für de “Tag X” vorbereitet sein, weshalb sie in Luxemburg eine Kooperation für zukünftigen Bergbau im All vereinbart haben.

Die kommerzielle Ausbeutung bzw. Nutzung des Alls ist bisher eher mager. Steinreiche Touristen können zwar Flüge ins All buchen, aber das war es auch schon. Doch der Kosmos ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Goldgrube, die man “nur” öffnen muss. Sowohl auf den unzähligen Asteroiden unseres Sonnensystems als auch auf unserem Erdtrabanten lagern schier unerschöpfliche Rohstoffquellen. Diese “anzuzapfen” ist das Ziel.

Als einen “historischen Meilenstein” und “Beginn einer außergewöhnlichen Beziehung” bezeichneten die USA und Luxemburg ihre jetzt vereinbarte Zusammenarbeit. Diese Kooperation wäre für die beiden Staaten ein “Billionen-Dollar-Weltraumgeschäft”, so US-Handelsminister Wilbur Ross. In einer offiziellen Erklärung der Regierung in Luxemburg heißt es unter anderem dazu:

Aus diesem Anlass haben Wilbur Ross und der stellvertretende Ministerpräsident, Wirtschaftsminister Étienne Schneider, ein Kooperationsabkommen im Bereich der Raumfahrt zwischen Luxemburg und den Vereinigten Staaten unterzeichnet. Dieses Abkommen wird die Zusammenarbeit zwischen dem Großherzogtum und den Vereinigten Staaten auf dem Gebiet der Raumfahrt verstärken und gestalten und somit zur kontinuierlichen Entwicklung des Luxemburger Raumfahrtsektors auf internationaler Ebene beitragen.”

Goldgrube Weltraum

Bodenschätze müssen nicht zwangsläufig im Erdboden liegen. Sie sind auch auf dem Mond und aus Asteroiden zu finden. Hier wird vor allem gerne auf das Helium 3-Isotop auf unserem Erdtrabanten verwiesen, das vielleicht eines Tages die irdischen Energieprobleme lösen könnte. Und zwar durch eine saubere und umweltschonende Energie. Doch auch Rohstoffe wie Nickel, Eisen, Platin oder Zink finden sich im All vor unserer Haustür. Auch Gold.

Angesicht schwindender Rohstoffe auf unserem Planeten an lohnendes Geschäft der Zukunft. Man muss dieses Material nur von Asteroiden abbauen und zur Erde bringen. Überlegungen aus dem Bereich des Weltraum-Bergbau spielen etwa mit dem Gedanken, dass man Asteroiden einfängt und in eine Umlaufbahn um den Mond oder die Erde bringt. Grundsätzlich technisch machbar.

In diesem Orbit könnten dann automatische Roboter oder sogar Menschen mit den Abbau der Rohstoffe beginnen und sie relativ bequem aufgrund der Nähe zur Erde zu uns bringen. So heißt es beispielsweise zu dieser “Industriellen Revolution 2.0” unter anderem:

Hochrechnungen ergeben, dass schon ein Objekt mit einem Kilometer Durchmesser den Metallbedarf unserer Industrie für Jahrzehnte decken könnte.

Doch jede Hochrechnung verliert ihre Bedeutung, wenn nicht das ‘Wo?’ und ‘Wie?’ geklärt ist – Fragen, die mit unserer derzeitigen Technik tatsächlich nur schwer zu beantworten sind. (…)

Dass sich die Menschheit zukünftig mit Ressourcen aus dem All behelfen wird, scheint also nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die Idee des asteroid mining ist zwar schon mehrere Hundert Jahre alt; doch erst in unserer modernen Welt ist sie keine Utopie mehr.

Ein Technologie-Traum, der trotzdem noch lange zeit Utopie bleiben wird. Auch wenn zum Beispiel bereits vor 10 Jahren in Seattle die Firma ” Planetary Resources” gegründet wurde, die Weltraum-Bergbau betreiben will. Ähnliche Firmen wie etwa “Deep Space Industries” folgten.

Billionen Dollar warten

Das kleine Land Luxemburg will bei diesen (noch) Träumen mitmischen und hat bereits dafür eine gesetzliche Regelung getroffen. Etwa 20 Firmen haben sich bereits in der “Luxembourg Space Agency” (LSA) versammelt. Eine nationale Weltraumagentur des Großherzogtums, die aus dem 2016 ins Leben gerufenen Projekt “Projekt “Space Resources” geboren wurde. Unter dieser Gesellschaft sollen Raumfahrt-Experten den Schritt zum Bergbau im All realisieren.

Luxemburg ist zwar eines der kleinsten Länder in der EU und in der Öffentlichkeit eher als Steueroase bekannt, aber es mischt schon seit Jahren im Weltraum mit. Bereits heute erwirtschaftet das Land zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts im Weltraum bzw. mit Weltraumtechnologien. Selbst die USA können davon nur träumen.

Mit Förderung aus der Staatskasse wurde 1985 die Satellitengesellschaft “SES” in Luxemburg gegründet, die heute der größte kommerzielle Satellitenbetreiber der Welt ist. Das Unternehmen für Kommunikationssatelliten brachte dem Land damit nicht nur Geld sondern auch Ansehen in der Raumfahrt. Ein Land von Vordenkern, deren Investitionen sich auszahlten.

Der Luxemburgische Wirschaftsminster Etienne Schneider dazu:

Schon heute nimmt Luxemburg mehr Platz im Weltraum ein als auf der Erde. Die USA und Luxemburg mögen sich in ihrer Größe unterscheiden. Aber sie haben das gemeinsame Ziel, eine kommerzielle Raumfahrtindustrie zu entwickeln.

Viele wollen an diesen im All wartenden Billionen Dollar mit verdienen. Natürlich und vor allem auch die USA als führende Weltraumnation (obwohl es diesmal nicht im Öl geht …).

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Private Start-Up-Unternehmen und Privatpersonen schließen sich bei diesen zukunftsweisenden Geschäften und Ideen an. Elon Musk, Gründer von “PayPal” und Inhaber des Weltraumunternehmens “SpaceX” sowie der Elektroauto-Firma “Tesla” ebenso wie Google-Gründer Larry Page. Aber auch Hollywood-Regisseur James Cameron, der in Sachen Weltraum-Kommerzialisierung nach seinem Science-Fiction-Horrofilm “Aliens – Die Rückkehr” (1986) gewisse “Erfahrungen” hat …

Wer also in Zukunft im Weltraum Geld mit Rohstoffgen verdienen will, muss frühzeitig die entsprechenden Weichen Stellen. So wie es Luxemburg und die USA jetzt getan haben. Obwohl Vorhaben wie eben die Ausbeutung von Himmelskörpern im All alles andere als unumstritten sind, die in diesen Blog-Artikeln HIER & HIER dargelegt.

Science-Fiction – mit ernsthaften Hintergrund?

Keine Nation oder kein privates Unternehmen kann mal eben zu einem Asteroiden fliegen, diesen einfangen und in Richtung Erde bringen und dann dort beginnen Rohstoffe abzubauen. Hierzu bedarf es noch zahlreicher neuer Technologien und wirtschaftlicher Auslöser.

Die Befürworter des kosmischen Bergbau argumentieren ausnahmslos damit, dass die Menschheit ohne neue Rohstoffquellen keine Zukunft haben wird. Endliche Ressourcen auf der Erde sind eben irgendwann erschöpft. Also muss man neue Quellen erschließen, um die Zivilisation und natürlich die Wirtschaft des Planeten weiter am Laufen halten zu können. Und so bleibt nur der Griff zu anderen Himmelskörpern.

Auch wenn es es sich für den Otto Normalverbraucher vollkommen absurd anhören mag, ist das so. In erster Linie geht es ums Geld, um das reine Geschäft der Zukunft. Das streiten die Beteiligten auch nicht ab. Niemand spricht hier ganz uneigennützig von seinen visionären Plänen, die er “zum Wohle der Menschheit” gerne realisieren möchte. Wie bei allem, was mit Raumfahrt zu tun hat, ist natürlich auch Weltraum-Bergbau in der Kritik.

Warum zu den Sternen greifen, wenn es genug auf dieser Welt zu erledigen gibt, so argumentieren diese Kritiker. Warum nicht andere Materialien, künstliche Rohstoffe und neue Energiequellen auf diesem Planeten entwickeln, bevor man das All ausbeutet? Sollten wir wirklich Milliarden und noch mehr Milliarden investieren, um ein paar Kilo Rohstoffe zu Erde zu bringen?

Rohstoff-Krake Menschheit

Nachvollziehbare und richtige Argumente.

Nur muss man meiner Meinung nach hier weiter und parallel denken. Die Entwicklung und Erschließung neuer Rohstoffe oder Rohstoff-Erfindungen und Technologien wird durch Bergbau im All ja nicht hinfällig. Diese laufen schon viele Jahre und werden weiter laufen. Eine wachsende planetare Zivilisation muss in viele unabhängige Richtungen denken. Viele Quellen ergeben das ganze. Auch ein Ozean wird nicht nur nur aus einer Quelle gespießt.

Bis sich Rohstoffgewinnung im All aber wirtschaftlich rechnen wird, werden noch mindestens Jahrzehnte vergehen!

Google gilt vollkommen zurecht als “Daten-Krake” und die Menschheit ist nun einmal eine “Rohstoff-Krake”. Daran gibt es nichts zu rütteln. Von einer friedlichen Nutzung der Rohstoffe des Alls als eine Spezies sind wir aber noch Lichtjahre entfernt. Ein Blick auf die Konflikte einst und jetzt zeigt das leider sehr deutlich. Und immer geht es um Rohstoffe.

Demnach ist es nur sinnvoll, dass man auch außerhalb der Erde für eine ferne oder vielleicht noch ferner Zukunft nach neuen Rohstoffquellen sucht. Konflikte sind aber wohl auch hier vorprogrammiert …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Von Mondlandungen, Aliens und dem Kosmos: Die Saison 2019 im Galileo-Park Lennestadt (“Sauerland-Pyramiden”) – alle Infos und Tipps

Die Saison 2019 des Galileo-Park Lennestadt hat begonnen - und steht diesmal ganz im Zeichen des Universums (Bilder: NASA/gemeinfrei / Galileo-Park / Montage: Fischinger-Online)
Die Saison 2019 des Galileo-Park Lennestadt hat begonnen – und steht diesmal ganz im Zeichen des Universums und der Mondlandung (Bilder: NASA/gemeinfrei / Galileo-Park / Montage: Fischinger-Online)

Der Galileo-Park in Lennestadt startete am 16. März in die neue Saison 2019. Diesmal stehen die “Sauerland-Pyramiden” ganz im Zeichen der Mondlandungen, der Außerirdischen und des Universums. Auch die Prä-Astronautik und UFOs werden in den drei Hauptausstellungen bis Mitte November thematisiert. Von Fahrten im Mondauto über interaktive Cyber-Reisen durch den Kosmos bis zu Suche nach außerirdischen Zivilisationen (SETI) präsentiert der Galileo-Park zahlreiche Ausstellungsattraktionen. Alle Details dazu  erfahrt Ihr in diesem Beitrag. Ebenso weitere Tipps und Hinweise rund um den Galileo-Park und die Saison 2019.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die “Sauerland-Pyramiden”

Wie es der inoffizielle Name “Sauerland-Pyramiden” verrät, liegt der Galileo-Park im Sauerland (s. a. Tipps unten). Seit der Eröffnung der Anlage in Lennestadt-Meggen finden hier alljährlich Ausstellungen und Veranstaltungen rund um Themen aus der Grenzwissenschaft und Mystery Files statt. Aber auch darüber hinaus.

Vielfach wurde hier und auf YouTube bereits darüber berichtet.

Vor etwa zwei Wochen startete der Park in die neue Saison und bietet diesmal drei Themenschwerpunkte bei den Attraktionen für Groß und Klein:

50 Jahre Mondlandung – Das Abenteuer geht weiter

Sie können ein klein wenig miterleben, was die Pioniere der frühen Raumfahrt beim Start der gewaltigen Raketen empfunden haben müssen, wenn Sie unsere Simulation besuchen. 50 Jahre nach dem großen Abenteuer der ersten Mondlandung durch Astronauten, können Sie jetzt völlig ungefährlich diese Reise selbst beginnen.

Neben vielen interessanten Fakten zu unserem nächtlichen Begleiter – dem Mond – und der Mission, die zu seiner Eroberung führte ist ein wesentliches Highlight das Mondauto, mit dem Sie mit Hilfe virtueller Realität über die Mondoberfläche und durch ihre Krater fahren können. Wer sich nicht selbst traut, kann Beifahrer sein oder einfach nur Zuschauer von der Erde aus.

Mit eigenen Augen können Sie eine betriebsame Mondstation im Krater Tycho beobachten und zusehen, wie Transporter die Station anfliegen und wieder in Richtung Erde verlassen. Sie können noch viele andere Monde des Sonnensystems kennen lernen und der spannenden Frage nachgehen, ob sich auf einigen auch Leben hat bilden können.

50 Jahre Mondlandung im Galileo-Park Lennestadt (Bilder: Galileo-Park)
50 Jahre Mondlandung im Galileo-Park Lennestadt – Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)

Von der Erde zu den Galaxien: Unser Platz im All

Erleben Sie die gewaltigen Ausmaße der Galaxie, in der unser Planet Erde um unseren Stern, die Sonne, kreist. Dirigieren Sie 200 Milliarden Sterne, die vor Ihnen im Raum schweben mit einer kleinen Handbewegung. Betreten Sie unsere Milchstraße und schauen Sie sich in ihrem Inneren um. Lassen Sie sich faszinieren von den atemberaubenden Dimensionen.

Entdecken Sie die Sonne. Sie ist einer von vielen Milliarden Sternen der Galaxie und doch etwas ganz Besonderes. Machen Sie eine virtuelle Reise durch unser Sonnensystem, und versuchen Sie möglichst ohne Crash, durch die Ringe des Saturn zu fliegen.

Sie erfahren viel über unsere kosmische Adresse und werden doch staunen über die Vielfalt und die Schönheit unseres Heimatplaneten.

Lassen Sie sich schließlich ein auf die buchstäbliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen, wenn Sie auf den Spuren der SETI-Forscher versuchen, in einer überschaubare Datenflut die kleinen Hinweise auf unnatürliche Sequenzen zu finden. Keine Angst – wir helfen Ihnen dabei, und es gibt auch eine kleine Belohnung.

Von der Erde zu den Galaxien im Galileo-Park Lennestadt (Bilder: Galileo-Park)
Von der Erde zu den Galaxien im Galileo-Park Lennestadt – Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)

Allein im Universum? Begegnung mit phantastischen Phänomenen

Es gibt zahlreiche Phänomene und Artefakte auf unserem Planeten, die bis heute noch ungeklärt sind und vielleicht Hinweise darauf geben, dass wir Menschen nicht allein sind im Universum. Schauen Sie was Forscher im Dschungel Mittelamerikas oder auf den Hochebenen Südamerikas entdeckt haben und versuchen Sie selbst, Schrift- und Bildzeichen zu enträtseln.

Überzeugen Sie sich selbst von den Beobachtungen sogenannter UFOs und fremdartiger Lebewesen. Kann es sein, dass tatsächlich fremde Raumschiffe unsere Erde besuchen und sogar abgestürzt sind?

Besuchen Sie eine Raumschiffzentrale und versuchen Sie selbst, Beiboote anzudocken oder auf einem Planeten landen zu lassen. Nutzen Sie – vielleicht auch zusammen mit Verwandten oder Freunden – außerirdische Instrumente mit denen Sie fremdartige Klänge erzeugen. Vielleicht gelingt es besser, wenn Sie sich selbst in einen Alien verwandeln. Haben Sie genug Phantasie dazu?

Erleben Sie amüsante, spannende und manchmal auch furchteinflößende Stationen mit Aliens oder Robotern, die Sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellen, aber auf alle Fälle unterhaltsam sind.

Begegnung mit phantastischen Phänomenen im Galileo-Park Lennestadt - Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)
Begegnung mit phantastischen Phänomenen im Galileo-Park Lennestadt – Zur Vergrößerung anklicken (Bilder: Galileo-Park)

(Text vom Galilep-Park, Links von Fischinger-Online)

Tipps zum Galileo-Park von Grenzwissenschaft und Mystery Files

Neben den drei Schwerpunkten bieten die “Sauerland-Pyramiden” über das Jahr verteilt weitere Interessante Veranstaltungen (s. a. HIER).

So zum Beispiel der “Space Day” für die ganze Familie am 21. Juli 2019 von 10 bis 17 Uhr. Inzwischen der dritte Tag im Zeichen des Weltraum im Galileo-Park. Inklusive einer Delegation des von George Lucas anerkanntes STAR WARS-Fan-Club der “German Garrison”. Für alle großen und kleinen Fans von STAR WARS ein must see.

Begleitet wird der “Space Day” von Vorträgen zum Thema Mond durch Manfred Liedtke. Liedtke ist der Ausstellungsgeber der oben genannten Ausstellungen im Park. Dazu heißt es auf der Webseite des Galileo-Park treffend:

Auch wenn Sie zum Galileo-Park nur einen Berg hoch fahren, werden Sie sich fühlen als seien Sie auf einem weit entfernten Planeten angekommen. Zwischen STAR WARS-Kriegern und Science-Fiction-Fans erleben Sie einen unvergesslichen Tag für die ganze Familie.”

Weitere spannende Termine für alle Freunde des Phantastischen sind der 12. Oktober und der 23. November 2019. An diesen Tagen finden in den “Sauerland-Pyramiden” ein “Kryptozoologie-Kongress” bzw. ein “Mystery-Kongress” statt. Nähre Infos dazu werden noch folgen.

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Details für Besucher

Geöffnet hat der Park seit dem 16. März und die Saison 2019 geht bis zum  17. November 2019, 17 Uhr. Außerhalb der Ferien in NRW ist Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr geöffnet (Montag Ruhetag). Innerhalb der NRW-Ferien täglich von 10 bis 17 Uhr.

Ihr findet die “Sauerland-Pyramiden” unter folgender Adresse:

GALILEO-PARK
Sauerland-Pyramiden 4-7
57368 Lennestadt-Meggen
Telefon: 02723-8080
Fax: 02723-808180
E-Mail: Info@Galileo-Park.de
Webseite: www.Galileo-Park.de

Der gesamte Park ist barrierefrei und kostet regulär nur 8 Euro Eintritt (Infos).

Als Tipp, sofern Ihr beispielsweise die beiden oben genannten Kongresse besuchen und übernachten wollt, ist das “Hotel Schweinsberg” sehr zu empfehlen:

Hotel und Restaurant Schweinsberg
Fredeburger Straße 23
57368 Lennestadt–Langenei
Telefon 02723–80990
Telefax 02723– 809964
E-Mail: hotel.schweinsberg@t-online.de
Webseite: hotel-schweinsberg.de

Dort werden wie jedes Jahr die meisten Kongressteilnehmer treffen und übernachten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Totale Mondfinsternis 2019: Der nächste “Blutmond” steht vor der Tür – und was sich einige scheinbar zu Herzen genommen haben

Der nächste Blutmond steht vor der Tür (Bild: PixaBay/gemeinfrei)
Der nächste Blutmond steht vor der Tür (Bild: PixaBay/gemeinfrei)

Gerade erst hat das Jahr 2019 begonnen, doch schon jetzt können sich Astronomie- und Mond-Freunde über neue Himmelsspektakel freuen: Seit dem 1. Januar kann am Himmel der Sternschnuppenschwarm der sogenannten “Quadrantiden” beobachtet (bei klarer Sicht) werden und am 21. Januar kommt erneut eine totale Mondfinsternis über Deutschland. Ganz Ähnlich wie bereits 2018. Der bekannte “Blutmond“, den wir in unseren Breiten erst in zehn Jahren wieder am Himmel bewundern können. Hier erfahrt Ihr alle Details, was uns die Vergangenheit über diesen blutroten Vollmond lehrte und was sich scheinbar einige Menschen seit dem zu Herzen genommen haben.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Abfallprodukte aus dem All

Der aktuelle “Sternschnuppen-Regen” hat bereits seinen Höhepunkt überschnitten. Dieser war in der Nacht vom 3. auf dem 4. Januar und die “Quadrantiden” (auch “Bootiden” genannt) sind alljährlich für Sternengucker ein himmlisches Spektakel. Ähnlich der sehr bekannten Meteorströme der “Perseiden” vom 17. Juli bis 24 August oder auch der”Leoniden” vom 14. bis 21. November.

Meteorströme oder auch Sternschnuppenschwärme sind eine Art Abfallprodukte aus dem All, die in der Erdatmosphäre verglühen. Es ist Material, dass  Kometen bei ihrem Weg durch das All abgeben. Kreuzt die Erde diesen Schweif mit Kometen-Material fängt sie dieses ein, und es kommt zu besagten Sternschnuppen. Bei den “Perseiden” ist der Ursprung beispielsweise der Komet mit den Namen “109P/Swift-Tuttle”. Bei den aktuellen “Quadrantiden” ist es ein Asteroid mit der Bezeichnung “2003 EH1”.

Selbst für die jüngsten Sternengucker ein bekanntes aber dennoch faszinierendes Phänomen am Himmel. Man kann von Glück sprachen, dass nur diese Auflösungsprodukte von Asteroiden und Kometen unsere Erde treffen und nicht ihre Urspungs-Objekte selber. Denn während die Erdatmosphäre diese kleinen Staub- Eis- und Gesteinsobjekte problemlos verbrennen kann, wird es bei größeren Körpern aus dem All schon problematisch. Sind solche “Bomben aus dem All” groß und massiv genug – können sie uns bei einem Einschlag im schlimmsten Fall den Weltuntergang bringen!

Das zeigt die Geschichte der Erde nur allzu gut.

Der Blutmond am Himmel

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Beim “Blutmond” sieht es anders aus, denn dieser fällt bekanntlich nicht vom Himmel. Es ist lediglich eine totale Mondfinsternis bei Vollmond, der allerdings eben dabei blutrot am Firmament erscheint. Grund für diese Art der totale Kernschattenfinsternis ist wieder die Erdatmosphäre. Diese beugt, bricht oder “verschluckt” bei hierbei das Sonnenlicht, so dass das langwellige Rot den Mond erreicht. Der Anteil des kurzwelligen Blau wird von der Atmosphäre gebrochen und schafft es nur sehr schwach bis auf die Mondoberfläche. Ergebnis: Ein Blutmond.

Erst Ende Juli 2018 konnten wir in Deutschland einen solchen “blutenden Mond” am Himmel sehen. Für Mond- und Sternen-Freude ein einmaliges Ereignis, da diese rote totale Mondfinsternis mit 103 Minuten Dauer die längste dieses Jahrhunderts war. Und obwohl dieser Blutmond (und alle seine Vorgänger) ein reines astronomisches Ereignis war, sponnen dennoch nicht nur im letzten Jahr einige “Esoteriker” herum.

Ein drohendes Zeichen der Apokalypse sei der Blutmond. Der Weltuntergang kommt. Jesus Christus bzw. Gott wird uns richten. Solche und ähnliche unsinnige Aussagen von irgendwelchen “Propheten” und “Experten” machten die Runde. Nicht nur auf diversen Internetseiten oder in einigen Boulevardmedien, sondern zum Teil sogar in entsprechenden Büchern.

Wie üblich war das alles Blödsinn und die “Propheten” schwiegen danach zum überwiegenden Teil wieder. Warum trotzdem der Blutmond immer wieder als Zeichen des Untergangs angesehen wird, ist sicher nicht nur mir schleierhaft. Obwohl man natürlich auch ohne dieses Himmelsereignis immer wieder sehr gerne einen kommenden Weltuntergang herbei-weissagt …

Wo sind die “Propheten” geblieben?

Anders scheint es aktuell zu sein. Der jetzt am 21. Januar kommende Blutmond scheint offenbar niemanden zu solchen “Prophezeiungen” direkt inspiriert zu haben. Das ist durchaus ungewöhnlich, da sich sonst irgendwo immer irgendwer findet, dass Ereignisse wie eben dieses für seine “Weissagungen” zu missbrauchen versteht.

Haben diese Menschen etwa dazu gelernt? Haben sie es sich zu Herzen genommen, dass ihre Ankündigungen schlichtweg alle Mumpitz waren/sind? Möglich. Auch wenn selbstverständlich die nächsten Weltuntergänge unlängst angekündigt wurden. Etwa für 2029.

Die totale Mondfinsternis beginnt über Deutschland übrigens um genau 4:34 Uhr am Morgen. Dann nämlich tritt der Mond langsam in den Kernschatten unserer Erde ein und ab exakt 5:41 Uhr ist die totale Mondfinsternis. Sie dauert bis genau 6:44 Uhr und ab 7:51 Uhr begibt sich der Mond wieder aus dem Schatten unseres Planeten. Ohne, dass die Welt untergegangen ist.

In Deutschland haben wir aber dieses Jahr noch eine weitere Mondfinsternis. Eine partielle – also teilweise – Mondfinsternis wird in der Nacht vom 16. zum 17. Juli hierzulande zu sehen sein. Eine totale wie am 21. Januar aber erst in recht genau zehn Jahren. Zu Silvester am 31. Dezember 2028. Hierbei wird die maximale Verdunklung des Blutmondes schon um 17:52 Uhr erreicht sein und etwa um 20:08 Uhr ist dann alles wieder vorbei.

Dazu schreibt die Internetseite mondfinsternis.net übrigens etwas Interessantes:

Die Presse wird sich mit Begeisterung auf das Thema stürzen, denn es gibt an diesem Abend nicht nur einen Roten, sondern auch einen ‘Blauen Mond’ zu sehen. Natürlich wird der total verfinsterte Mond nicht anders als sonst in Erscheinung treten. Es handelt sich lediglich um den zweiten Vollmond im gleichen Kalendermonat – und der wird als ‘Blue Moon’ bezeichnet.”

Ob sich nur Medien und Presse “mit Begeisterung auf das Thema stürzen” werden, soll an dieser Stelle einmal offen bleiben. Immerhin lehrt uns die Geschichte der Weltuntergänge, dass man immer mit dem Unerwarteten rechnen muss. In diesem Fall nicht mit einem unerwarteten Ende der Welt, sondern mit plötzlichen “Esoterikern”, die das vorhersagen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mondlandung: News zum YouTube-Video über seltsame Foto-Details von “Apollo 11” auf dem Mond (+ Videos)

Neues zu meinem YouTube-Video zur Mondlandung von Apollo 11 und den seltsamen Fotos der Landefähre Eagle
Neues zu meinem YouTube-Video zur Mondlandung von “Apollo 11” und den seltsamen Fotos der Landefähre (Bild: NASA / Fischinger-Online)

Vor etwa zwei Wochen, am 4. Juli 2018, stellte ich auf meinem YouTube-Kanal mein Video “Apollo 11 und die Mondlandung: Seltsame Fotos der Landefähre Eagle vom Mond” (HIER) online. Darin ging es um sonderbare Details, die man auf NASA-Fotos vom Mond an der Landefähre der ersten Mondlandung erkennt (aber auch auf “Apollo 12”-Fotos). Irgendwas Seltsames schien sich hier in den Fenstern zu spiegeln. Mehr noch: es scheint, als könne man sogar die US-Flagge sehen, bevor sie eigentlich aufgestellt wurde. Wie kann das sein, stimmt hier was nicht? – fragte ich im genannten Video auf Grenzwissenschaft und Mystery Files. Heute stellte dazu ein anderer Mystery-YouTuber eine Art Antwort-Video online, das ich Euch an dieser Stelle auf keinen Fall vorenthalten möchte!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Stimmt das was nicht mit “Apollo 11”?

Vor einiger Zeit habe ich mir einige Original-Fotos der NASA der 1. Mondlandung von „Apollo 11“ 1969  zufällig einmal angesehen. Und dabei fiel mir etwas überaus Seltsames auf, dass – wenn es denn so wäre! – überhaupt nicht sein kann.

So schrieb ich am 4. Juli auf diesem Blog in meinem Video-Posting zu den “Apollo 11”-Fotos. Das entsprechende Video von mir habe ich weiter unten nochmals eingebunden.

Mein YouTube-Abonnent Alexander P. schrieb mir dazu in einer E-Mail am heutigen Morgen. Darin hieß es, dass der YouTuber “Quipus Paranormal Scanner” heute um 16 Uhr ein Antwort- bzw. Erklärungs-Video auf seinen Kanal hochladen wird. In diesem Video wolle “Quipu” die von mir aufgezeigten (mutmaßlichen) Unstimmigkeiten auf den “Apollo 11”-Fotos der Mondlandung einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Am Ende findet Ihr das interessante Video von “Quipus Paranormal Scanner” von mir eingefügt.

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Fake-Aufdecker “Quipu” bei YouTube

Bis heute morgen kannte ich den Kanal des YouTubers “Quipu” nicht, der sich nach eigenen Worten unter anderem so beschreibt:

Mein Kanal ‘Quipus Paranormal Scanner’ befasst sich mit den auf YouTube auftauchenden, angeblich echten Geistervideos und ähnlichen Filmen wie Dämonen-, Engel-, Monster-, Außerirdischen- und Poltergeist-Videos. Ich werde diese – meist kurzen Clips – auf zwei Ebenen betrachten: Der Logik und der Film- bzw. Fotoanalyse, um die Fakes schonungslos aufzudecken.

In der Tat finden sich auf seinem Mystery-Kanal viele Videos, die für die Themen Grenzwissenschaft, Mystery, Paranormales & Co. wirklich interessant sind. Denn, und ich werde nicht müde, es seit Jahren zu wiederholen, die Fakes in diesem Bereichen fluten schon lange das Netz. Eben auch YouTube.

“Quipu” kennt sich nach eigenen Worten mit Bildbearbeitungen, Fotografie usw. aus. Genau das sei der Grund, warum er mit seinem Channel eben solche “Fakes schonungslos aufzudecken” gedenkt. Angesichts der Fülle solcher Videos im Netz ist dies allerdings eine Aufgabe, für die ein Leben nicht ausreicht.

Hier die Videos

Mein Video vom 4. Juli 2018

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Video-Antwort vom 19. Juli 2018: 'Lars A. Fischinger fragt, Quipu antwortet ...'

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Lars A. Fischinger

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“Apollo 11” und die Mondlandung 1969: Seltsame Fotos von Buzz Aldrin und der Landefähre “Eagle” auf dem Mond +++ YouTube-Video +++

"Apollo 11" und die Mondlandung 1969: Seltsame Fotos der Landefähre "Eagle" auf dem Mond (Bild: NASA)
“Apollo 11” und die Mondlandung 1969: Seltsame Fotos der Landefähre “Eagle” auf dem Mond (Bild: NASA)

Dass nie ein Mensch auf dem Mond war und die NASA-Missionen „Apollo“ und vor allem „Apollo 11“ ein Fake der USA gewesen sein sollen – das ist wohl eine der Verschwörungstheorien schlechthin. Bis heute glauben sehr viele Menschen, dass die 1. Mondlandung von Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins 1969 ein Schwindel war. Alle anderen bis hin zu „Apollo 17“ ebenso. Doch in der Tat gibt es auf einigen bisher nicht beachteten Original-Fotos der NASA von der 1. Mondlandung von „Apollo 11“ etwas scheinbar Sonderbares zu sehen. Etwas, das – wenn es denn so ist – überhaupt nicht sein kann. Was das ist, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video auf meinem Kanal.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Als Argumente für den Mondschwindel oder eine Mond-Lüge der USA wird hierbei auch und vor allem das Bildmaterial der NASA von damals herangezogen. Viele Menschen erkennen hier angebliche Unstimmigkeiten und „Fehler“, die eben darauf hinweisen sollen, dass es keine Mondlandungen der Amerikaner gab.

Vor einiger Zeit habe ich mir einige Original-Fotos der NASA der 1. Mondlandung von „Apollo 11“ 1969  zufällig einmal angesehen. Und dabei fiel mir etwas überaus Seltsames auf, dass – wenn es denn so wäre! – überhaupt nicht sein kann.

Was das ist, erfahrt Ihr in diesem Video des Unfassbaren auf meinem YouTube-Kanal.

Bleibt neugierig …

Video: Apollo 11 und die Mondlandung: Seltsame Fotos der Landefähre auf dem Mond

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Killer-Bakterien vom Mond und die Ängste der NASA bei der ersten Mondlandung: Warum das weiterhin aktuell bleibt und wie die NASA 1969 mit dem Feuer spielte

Killer-Bakterien vom Mond - Die Ängste der NASA bei der Mondlandung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Killer-Bakterien vom Mond – Die Ängste der NASA bei der Mondlandung (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Mitte Mai 2018 veröffentlichte ich auf Grenzwissenschaft & Mystery Files den Artikel “Wem gehört eigentlich der Mond?“, in dem es um “lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All” ging. Vor allem wurde in dem Posting der Frage nach gegangen, wie und ob die Menschheit ihre Aktivitäten in der Raumfahrt untereinander geregelt und vertraglich abgesichert hat. Solche Regelungen und Absprachen bestehen durchaus. Doch im Zuge der ersten bemannten Mondlandungen der NASA ab 1969 stellte sich noch eine ganze andere Frage, die direkte Konsequenzen für das Leben auf der Erde und die gesamte Menschheit hatte: Was machen wir, wenn es entgegen allen Erwartungen auf dem Mond doch fremde und fremdartige Mikroorganismen gibt, gegen die der menschliche Organismus vollkommen schutzlos ist? Welche Ängste die NASA ab der ersten Mondlandung von “Apollo 11” hatte, welche Anstrengungen sie zum Schutz des irdischen Lebens unternahm und warum solche Missionen immer ein Spiel mit dem Feuer bleiben, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Leben im All

Ob es irgendeine Art von Leben im All gibt, wissen wir noch nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Es ist mehr als Wahrscheinlich, dass es existiert. Und es ist ebenso wahrscheinlich, dass es auch intelligente Zivilisation im Universum gibt. Vielleicht sogar hunderttausende oder Millionen Völker von Außerirdischen im Kosmos. Gleichfalls besteht sogar die Chance, dass wir innerhalb unseres eigenen Sonnensystems außerirdisches Leben finden könnten. Auf verschiedenen Monden oder auch dem Mars.

Exobiologen und Astronomen sind unlängst von diesen Aussagen überzeugt. Das Thema “Aliens” hat lange schon sein Schattendasein im Bereich der Verschwörungstheoretiker, UFO-Forscher, Science-Fiction und Grenzwissenschaft und Mystery Files verlassen. Es ist in der sogenannten seriösen und etablierten Wissenschaft in sehr weiten Teilen angekommen.

Natürlich war das nicht immer so. Und der Unterschied zu irgendwelchen Mikroorganismen um All und dem Thema UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder der Prä-Astronautik ist dabei weiterhin gewaltig!

Trotzdem hat die wissenschaftliche Community zum Teil bereits vor Jahrzehnten Regellungen beschlossen, die man mit diesem Leben im All oder sogar intelligenten Aliens umzugehen gedenkt. Das gilt für versehentlich auf der Erde eingeschleppte Bakterien, wie in diesem Posting HIER dargelegt, ebenso, wie für Intelligenzen aus dem All.

All diese Regelungen und Vorsichtsmaßnahmen begannen spätestens mit der ersten Landung des Menschen auf dem Mond akut zu werden.

“Apollo 11”: Sorgen um die Menschheit

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins wurden am 20. Juli 1969 zu Legenden, als sie mit “Apollo 11” der NASA auf dem Mond landeten. Während Collins im Mutterschiff von “Apollo 11” verblieb, landeten Armstrong und Aldrin der Landefähre “Eagle” auf dem Mond. Am 21. Juli 1969 um exakt 02:56:20 UTC (= koordinierte Weltzeit) betrat dann Armstrong den Mond. Aldrin folgte etwas später.

Die Mondlandung und Hollywood: Hat Hollywood-Regisseur Stanley Kubrick die Landung der NASA auf dem Mond für die USA gefälscht? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Mondlandung und Hollywood: Hat Hollywood-Regisseur Stanley Kubrick die Landung auf dem Mond gefälscht? (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Diese offiziellen Fakten werden auch ein halbes Jahrhundert danach noch als Triumph der Menschheit gefeiert. Die Namen Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins brannten sich in das kollektive Gedächtnis der Menschheit.

Was den Amerikanern auf dem Mond erwartete, war der NASA im Vorfeld durch andere Weltraummission weitestgehend bekannt. Wirklich zu 100 Prozent konnte das damals noch kein Wissenschaftler der Welt sagen. Und hier kommt ein vierter Name der “Apollo 11”-Mondlandung ins Spiel, den heute fast niemand kennt: General Samuel Choran Phillips.

Ein Mann der NASA, der sich im Zuge der Mondlandungen Sorgen um den Fortbestand des irdischen Lebens machte.

Killer-Bakterien vom Mond

Obwohl unbekannt, war General Phillips in den Jahren 1964 bis 1969 Direktor des “Apollo Manned Lunar Lander Program”. Und er war nicht nur um das Wohlergehen der Astronauten an sich besorgt, sondern um das der gesamten Menschheit. So verfasste Phillips am 8. Juli 1969 einen 51-seitigen “Mission Operation Report” über die “Apollo 11”-Mission und veranlasste darin unter anderem eine Quarantäne für Besatzung und Material nach der Heimkehr.

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Im Report mit der Nummer M-932-69-11 heißt es dazu:

Um das Risiko einer Kontamination der Biosphäre der Erde durch Mondmaterial zu minimieren, werden Quarantäne-Maßnahmen durchgeführt. Die Besatzung wird für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche unter Quarantäne gestellt.

Außerdem wird das CM (= Kommando-Modul, Anm. LAF) nach der Landung unter Quarantäne gestellt. Die Beendigung der CM-Quarantänezeit hängt von den Ergebnissen der Mondprobenanalyse und den Beobachtungen der Besatzung ab.

“Kontamination der Biosphäre” unseres Planten durch Killer-Bakterien vom Mond? Theoretisch: Ja! Damit war diese Vorsichtsmaßnahme 1969 sicherlich mehr als angebracht. Immerhin, so schrieb es die “Time” am 25. Juli 1969, besteht “die entfernte Möglichkeit, dass sie unbekannte Mondorganismen beherbergen, die das Leben auf der Erde gefährden könnten”.

Neil Armstrong Buzz Aldrin und Michael Collins in Quarantäne nach der Mondlandung (Bild: gemeinfrei)
Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins in Quarantäne auf der “Hornet” – re.: US-Präsident Richard Nixon (Bild: gemeinfrei)

Die Quarantäne und Dekontamination begann sofort nach der Landung von “Apollo 11” am 24. Juli. Nachdem die Kapsel mit den Mond-Astronauten im Pazifik wasserte wurde noch im Wasser damit begonnen, dann die Astronauten zu dem 24 Kilometer entfernen wartenden US-Schiff “Hornet” geflogen und dort in einer mobilen Quarantäneeinrichtung “gesperrt”. Drei Wochen lang.

Heute wissen natürlich, dass all diese Vorsichtsmaßnahmen unbegründet waren, da es auch dem Mond keine Mikroorganismen existieren, die hätten unseren Planeten verseuchen können. Aber hätte es sie gegeben – hätten sie im schlimmsten Fall jeden Menschen des Planeten umbringen können (s. HIER).

Ende April 1971 gab Dr. George Michael Low von der NASA nach drei erfolgreichen Mondlandungen endgültig Entwarnung. Im “Albuquerque Journal” war am 30. April 1971 dazu zu lesen:

Auf der Grundlage dieser Analyse (der Quarantäne-Informationen von Apollo 14 sowie der Ergebnisse der Apollo 11- und 12-Flüge) haben wir festgestellt, dass es keine Gefährdung für Menschen, Tiere oder Pflanzen im Mondmaterial (…) gibt.

Der Ausschuss hat empfohlen, dass weitere Mondmissionen nicht unter Quarantäne gestellt werden dürfen.

Es bedurfte also drei geglückten Mondlandungen und der sicheren Heimkehr von Mensch und Material, bis die NASA eine Gefahr für die irdische Biosphäre ausschließen konnte. Die Mondlandung der Mission “Apollo 13” ging bekanntlich schief, so dass diese nicht mitgezählt werden kann.

Die NASA spielte mit dem Feuer!

Es mag 50 Jahre später naiv erscheinen, was die NASA im Rahmen ihrer Mondlandungen da für einen Aufwand zum Schutz der Erde betrieb. Doch es war alles andere als naiv sondern das genaue Gegenteil. Erstaunlich ist allerdings die Tatsache, dass die NASA erst nach zwei weiteren Landungen sowie der Untersuchung und Quarantäne der beteiligten Astronauten etc. Entwarnung geben konnte.

Das bedeutet nämlich, dass die Flüge von “Apollo 12”, “Apollo 13” (auch wenn nicht auf dem Mond angekommen) und “Apollo 14” durchgeführt wurden, obwohl man da noch immer nicht sicher war, dass unser Planet nicht kontaminiert wird. Den raumfahrttechnischen Wettstreit der Systeme gewannen die USA im Juli 1969 mit “Apollo 11” auf dem Mond. Doch statt abzuwarten, was die Raumfahrer vom Mond theoretisch mitgeschleppt haben könnten, folgte eine bemannte Mondmission nach der anderen.

Unverantwortlich.

Natürlich war die Chance überaus gering, dass auf dem Mond irgendwelche Mikroorganismen leben, doch sie war nicht Null. Vor allem vor 50 Jahren war das eine offene Frage. Heute kennt man die sogenannten Extremophile auf der Erde, die jeden noch so für uns tödlichen Lebensraum besiedelt haben. Gäbe es diese bizarren Organismen auf dem Mond und hätten durch “Apollo” die Erde erreicht, die Konsequenzen wären nicht absehbar.

Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems (Bild: NASA)
Außerirdisches Leben auf der Raumstation ISS! Der kommende Kinofilm “Life” und die Alien-Invasion unseres Immunsystems (Bild: NASA)

Von einer vollständigen Vernichtung der Menschheit, bis hin zu einem Absterben der Mikroorganismen selbst in der Erdatmosphäre, ist alles denkbar.

Welche Inkubationszeiten haben Aliens?

Zum Glück war Samuel Choran Phillips weitsichtig genug. Aber wie weitsichtig eigentlich genau, als er in seinem “Mission Operation Report” 1969 anordnete, “für etwa 21 Tage nach dem Start von der Mondoberfläche” Mannschaft und Gerät in Quarantäne zu stecken? Ehrlicherweise muss man zugeben, dass drei Wochen Isolation der Raumfahrer eine willkürliche Vorgabe war.

Weder vor 50 Jahren noch bei zukünftigen Missionen zum Mars kann ein Biologe verbindlich sagen, wann Entwarnung gegeben werden. Eine “außerirdische Inkubationszeit” von Organismen im All, denen die menschliche Biologie wehrlos gegenüber steht, kennt nun wirklich niemand.

Lepra zum Beispiel, also eine rein irdische (und behandelbare) Krankheit, hat eine Inkubationszeit von 6 Monaten bis zu 20 Jahren! Tuberkulose bis zu 10 Wochen und die verschiedenen Malaria 50 Tage oder einige Monate, um zwei weitere bekannte Beispiele zu nennen.

Nach 21 Tagen Isolation hätte die “Apollo 11”-Crew also zweifelsohne trotz aller Vorkehrungen unbemerkt irgendeine lunare Biologie einschleppen können. Naiv ist es zu glauben, das außerirdische Organismen sich an die Vorschriften der NASA halten. Man kann hier von einem “Restrisiko” sprechen. Und selbstverständlich kann man von den Astronauten nicht verlangen, dass sie nach ihrer Heimkehr bis ans Lebensende in Quarantäne bleiben.

Wie wir wissen, erfreuten bzw. erfreuen sich die Mond-Astronauten einer langen und besten Gesundheit.

Neue Gefahren vom Mond

So ist es auch in der Raumfahrt der Zukunft entscheidet, dass nichts Biologisches irgendwie auf unsere Erde kommt. Offensichtlich kam mit den Amerikanern nichts vom Mond zu uns. Der Mond gilt als toter Himmelskörper. Der Mars, immerhin ein Traumziel für die bemannte Raumfahrt, nicht unbedingt. Obwohl unzählige Sonden auf der Marsoberfläche nach Leben suchten und suchen, wurde es bis dato nicht gefunden. Das heißt aber nicht, dass es nicht da ist. Vielleicht müssen wir an anderen Orten dort weiter suchen, was eben auch genau ein Ziel von Menschen auf dem Mars ist!

Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: Fischinger-Online)

Überall ist Vorsicht geboten. Erstaunlicherweise gilt das prinzipiell erneut für bemannte Flüge zum Mond. Auch wenn er als tot angesehen wird, haben in den vergangenen Jahren immer wieder Entdeckungen von Wasser auf dem Mond für Freude bei NASA & Co. gesorgt. Dieses Mond-Wasser befindet sich im Schatten innerhalb von Kratern, wo es vor Sonnenlicht geschützt ist. So verdampft es nicht und bleibt tief gefroren erhalten.

Hier herrscht ziemliche Einigkeit, dass dieses Mond-Wasser durch Asteroiden und Kometen auf dem Mond gekommen ist. Für feste Mondbasen ein riesiger Glücksfall, da es als Treibstoff (Wasserstoff), Sauerstoff und natürlich Trinkwasser genutzt werden kann. Dank der dauerhaften Schattenlage des Eises wartet es nur darauf von uns in Zukunft genutzt zu werden. Was man vor Ort hat, muss man nicht mehr teuer und mühsam zum Mond schaffen.

Nur sind das gleichzeitig neue Gefahren vom Mond. Asteroiden und Kometen könnten mit dem Wasser auch Biomaterial auf unseren Trabanten gebracht haben, das bis heute in diesem gefrorenen Wasser existiert. So, wie diese “Bomben aus dem All” auch das Leben auf die Erde gebracht haben könnten. Eine These, die schon viele Jahre in der Astronomie und Exobiolgie diskutiert wird.

Damit wäre man so schlau wie 1969 bei “Apollo 11” und es hieße: Alles auf Anfang. Sofern man nicht im Vorfeld von dort Wasserproben untersucht.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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