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Mars-Rover “Curiosity” fotografierte einen “Knochen” auf dem Mars: Die NASA dementierte aus gutem Grund

Zeigt das Bild einen Knochen auf dem Mars? (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
Zeigt das Bild einen Knochen auf dem Mars? (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Wieder macht der Mars mobil. Zumindest in einigen Online-Medien, die eine kleine Meldung verbreiten, dass das kleine Mars-Auto “Curiosity” der NASA einen vermeintlichen “Knochen” auf dem Mars fotografiert habe. Das Bild von der Oberfläche unserem Nachbarplaneten stammt von Anfang August 2014 und zeigt in der Tat ein “Objekt”, das eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Oberschenkelknochen eines Menschen hat. Diese NASA selber hat unlängst die Spekulationen zu diesem Stein dementiert. Aber immer wieder sorgen Bilder vom Mars für zahlreiche Spekulationen.

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Von Lars A. Fischinger

HALLO, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Über diese Aufnahme rätselt die UFO-Gemeine”, schrieb heute.at am 22. August 2014, da die “UFO-Fans rätseln” würden, was der Mars-Rover “Curiosity” da Seltsames auf der Oberfläche des Mars am 8. August 2014 fotografiert hat.

Das fragliche Bild wurde von der rechten Mast-Kamera des Rovers fotografiert, der seit rund zwei Jahren des Mars erforscht. Die Aufnahme vom Missionstag 719 zeigt angeblich einen menschlichen Oberschenkelknochen und wird derzeit in einigen Online-Medien präsentiert:

NASA/JPL-Caltech/MSSS
Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS [klick] auf das Bild zur Großansicht
Bereits vor einigen Tagen hat meine Facebook-Freundin Angelika R. mich auf eine entsprechende Meldung über diese Aufnahme vom 19. August auf einer englischen Website aufmerksam gemacht: “Was ist das?”

Und tatsächlich: eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Oberschenkelknochen eines Menschen bzw. Humanoiden hat das fragliche “Objekt” oben in der der Bildmitte:

Oberschenkelknochen eines Menschen (gemeinfrei / bearbeitet)
Oberschenkelknochen eines Menschen (gemeinfrei / bearbeitet)[klick] auf das Bild zur Großansicht
Die NASA dementierte unlängst, dass ihr Rover auf unserem Nachbarplaneten einen Knochen gefunden habe. “Manchmal nehmen Dinge auf dem Mars”, so die NASA”, wie auch auf der Erde, seltsame Formen und Erscheinungen an”. Das sehe ich ebenso.

Immerhin ist es seit sehr vielen Jahren in der Welt der Rätsel, Mysterien und Phänomen eine Art “Mystery-Sport” geworden, quasi überall auf ungezählten Aufnahmen vom Mars oder auch auf dem Mond “künstliche Spuren” zu finden.

Darüber habe ich auch auf diesen Seiten und in verschiedenen Videos auf meinem Kanal bei YouTube immer mal wieder berichtet. Selbst auf dem Mars herumlaufende Außerirdische oder sogar die Leichen abgestürzter Aliens wurden beispielsweise schon auf Bildern vom Roten Planeten gesehen. Oder Körperteile, wie etwa ein Finger eines Marsmenschen oder eben jetzt ein vermeintlicher Knochen.

Könnten auf dem Mars nicht doch Außerirdische sein?

Mars macht mobil - Seltsame Struktur auf der Oberfläche gibt Rätsel auf (Bilder: L. A. Fischinger / NASA/JPL / ESA/Hubble & NASA / Acknowledgement: Judy Schmidt)
VIDEO: Mars macht mobil – Seltsame Struktur auf der Oberfläche gibt Rätsel auf (Bild: L A. Fischinger / NASA/JPL / ESA/Hubble & NASA / Acknowledgement: Judy Schmidt)

Es ist – da besteht kein Zweifel! – auch sehr verlockend, die von der NASA publizierten Aufnahmen ihrer Missionen dahingehend abzuklopfen, ob sich dort Spuren von intelligenten Außerirdischen finden lassen. Wenn man (wie ich) überzeugt ist, dass die Götter der Vorzeit Astronauten von den Sternen waren, warum sollten diese nicht auch auf dem Mars gewesen sein?

Würde das fragliche Bild von “Curiosity” oben tatsächlich einen Knochen zeigen, dann aber nicht von einem Menschen, wie der Bildvergleich zeigt. Oder, wenn man darauf besteht, vielleicht einen deformierten Knochen. Oder ganz einfach der Knochen eines Aliens.

So etwa fragte auch “Focus Online” (ironisch?!) in einem kleinen Video zu diesem “Knochenfund” am 22. August, ob dieser vielleicht einem vermeintlichen Mars-Wesen gehört, dass auf einer Aufnahme des Mars-Rovers “Spirit” von 2008 zu sehen sein soll.

Was mir aktuell bei diesem “Fund” aufgefallen ist, dass vor allem die Medien die Diskussion selber anheizen. Die Nachrichtenportale selber sind es wieder, die den angeblichen Alien-Beweis verbreiten. Die Mystery-Szene selber sieht es zum allergrößten Teil vollkommen gelassen.

Ich frage mich bei der vermeintlichen Diskussion zu diesem “Knochen” aber auch: Wie soll ein humanoider Knochen einsam und verlassen in der Wüste des Mars erhalten bleiben? Die Sandstürme unseres Nachbarplaneten sind legendär und hätten ihn sicher unlängst zu Staub zerrieben. Es sei denn, er wäre erst in jüngster Zeit an seinem Platz gelangt …

Das Thema “Anomalien auf dem Mars” war auch Thema eines Videos auf meinem YouTube-Kanal des Unfassbaren am 22. April 204:

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Vertuschung, Sensation oder Schwindel? Hat der NASA-Mars-Rover Curiosity auf dem Mars sechs Alien-Leichen entdeckt? +++ YouTube-Video +++

Hat der NASA-Mars-Rover Curiosity 2012 sechs Alien-Leichen auf dem Mars gefunden? (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Hat der NASA-Mars-Rover Curiosity 2012 sechs Alien-Leichen auf dem Mars gefunden? (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Außerirdische oder eine ehemalige Zivilisation auf dem Mars sind immer wieder Thema in der Grenzwissenschaft. Aber wurden im Dezember 2012 von dem Mars-Rover “Curiosity” der NASA sogar sechs Alien-Leichen auf dem Mars gefunden? Genau das will ein Video belegen. Ich habe mir das fragliche und im Netz sehr erfolgreiche Video vor einiger Zeit angesehen und ohne Frage: es ist ein Fake. Und dazu noch ein sehr schlechter, weshalb die vielen “Klicks” des Filmes schon erstaunen. Hier nun meine genaue “Film-Analyse” des Videos “6 Aliens body’s found on Mars (NASA cover up)” auf meinem YouTube-Kanal zu den Mysterien der Menschheit.

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Liebe und Freundinnen und Freunde des Phantastischen!

Vorab möchte ich mich für Eure sehr rege Teilnahme an meinem Mystery-Channel auf YouTube herzlich bedanken!

Viele von Euch haben mich gefragt, was ich von dem hier genannten Mars-Video mit den vermeintlichen Alien-Leichen halte, das seit Anfang 2013 weite Kreise zieht. Vor allen in Diskussionsforen und den Sozialen Netzwerken im Internet.

Der erste Upload des mehr als fragwürdigen Videos war wohl am 11. Dezember 2012 und es soll zeigen, dass die NASA auf dem Mars bei ihrer Mission mit dem Rover “Curiosity” die Körper von sechs toten Aliens fand!

Angeblich, so heißt es, sei auf dem Mars ein UFO abgestürzt und so kamen die Fremden dort hin. Es kommt ja immer wieder vor, dass mutmaßlich außerirdische Gebilde oder Objekte auf dem Mars oder Mond auf NASA-Fotos entdeckt werden, aber dieser Alien-Leichen-Fall ist schon etwas anders.

Ich habe mir das Video nun einmal genauer angesehen und ohne Frage: es ist ein (erfolgreicher) Fake. Aber dazu ein sehr schlechter, wie sich belegen ließ. Meine genaue Analyse zeige ich Euch in diesem Video.

Bleibt neugierig …

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Mars-Rover "Curiosity" entdeckt Glitzer-Objekt auf dem Mars

Das Weltraumauto “Curiosity” hat auf dem Mars ein merkwürdiges silbernes Objekt fotografiert. Vermutlich handele es sich um ein abgefallenes Teil des Rovers, meinen Fachleute. Das Forschungsprogramm der Mars-Mission wurde unterbrochen, um das Teil näher zu untersuchen.

Das Weltraumauto “Curiosity” hat zum ersten Mal mit seinem Greifarm Sand vom Mars aufgehoben – und auf den Fotos tauchte prompt ein merkwürdiges Objekt auf. Bisher stehen die Experten vor einem Rätsel. Es könnte vom Rover abgefallen sein, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa mit. Eine genaue Erklärung könne aber erst nach einer genauen Untersuchung abgegeben werden.


Das Objekt der NASA-Begierde (bitte anklicken):

NASA / JPG

Und eine neue Nahaufnahme:

NASA / JPG

Dazu sagte die NASA am 10. September 2012 auf ihren Webseiten zum Mars-Mission, dass das Objekt kein Material des Mars sondern wohl ein Stück Kunstoff ist. (Quelle)

Link:

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Ein Alien-Fan ist sich sicher, dass der Mars-Rover "Curiosity" einen Finger auf dem Mars fotografierte …

Nasa-Roboter Curiosity sendet seit Tagen Fotos vom Mars. Das interessiert auch Verschwörungstheoretiker. Ein selbst ernannter Alien-Forscher glaubt jetzt, den Beweis für eine außerirdische Zivilisation gefunden zu haben.

Beweise für eine außerirdische Zivilisation auf dem Planeten Mars will der britische Alien-Forscher Stephen Hannard auf Fotoaufnahmen des Rovers „Curiosity“ entdeckt haben. Der Mann hatte früher bereits behauptet, auf Bildern Ufos gesehen zu haben. Nun will er auf einem Nasa-Bild einen Finger samt Fingernagel erkennen. Ist es tatsächlich ein Finger – womöglich der einer Statue? Oder handelt es sich einfach nur um einen seltsam aussehenden Stein? Das bleibt dem Betrachter überlassen.
(Bild: NASA)

Hat bisher nicht jede abr auch wirklich jede Mars-Mission angeblich irgendwas “Künstliches” auf dem Mars gefunden?! Mich überzeugt das nicht. Auch wenn es klasse wäre!

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UFO-Crash auf dem Mars? Eine seltsame Anomalie bei “Google Mars” +++ YouTube-Video +++

VIDEO: UFO-Crash auf dem Mars? Eine seltsame Anomalie bei Google Mars (Bilder: Google Earth / Fischinger-Online)
VIDEO: UFO-Crash auf dem Mars? Eine seltsame Anomalie bei Google Mars (Bilder: Google Earth / Fischinger-Online)

Spätestens seit die Mars-Sonden “Viking” der NASA Mitte der 1970ger Jahre in der Cydonia-Region auf dem Mars vermeintliche “Pyramiden” und das legendäre “Marsgesicht” fotografiert haben, suchen UFO- und Mystery-Forscher weltweit nach solchen Anomalien. Durch die inzwischen zahlreichen Raumsonden, Rover und Lander steht bei dieser Suche auch eine Flut an Bildmaterial zur Verfügung. Und das vor allem online in oftmals nie gekannter Qualität. Mit zum Teil sehr viel Phantasie und guten Willen erkennt man auf den meisten dieser Bildern von Mars-Anomalien irgendetwas “ungewöhnliches”. Und doch gibt es einige wenige Mars-Bilder, die durchaus interessant aussehen. So wie eine Orbiter-Aufnahme von Ende 2006. Auf dieser erkennt man unschwer ein scheibenförmiges oder halbrundes Etwas, dass an wie ein abgestürztes UFO aussieht. Inklusive einer hunderte Meter lange “Bremsspur” des UFO-Crash im Marsboden. Was mag das sein? Schaut selbst in diesem Video bei YouTube!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Spätestens seit die Mars-Sonden “Viking” der NASA Mitte der 1970ger Jahre in der Cydonia-Region auf dem Mars vermeintliche “Pyramiden” und das legendäre “Marsgesicht” fotografiert haben, suchen UFO- und Mystery-Forscher weltweit nach solchen Anomalien. Durch die inzwischen zahlreichen Raumsonden, Rover und Lander steht bei dieser Suche auch eine Flut an Bildmaterial zur Verfügung. Und das vor allem online in oftmals nie gekannter Qualität.

So verwundet er nicht, dass in den letzten Jahrzehnten eifrige Jäger des Phantastischen unter anderem auf Fotos vom Mars immer wieder Anomalien gefunden haben wollen. Strukturen oder Gebilde, die nach deren Meinung künstlich sind oder sein sollen. Spuren einer untergegangen oder fremden Zivilisation, wie es heißt.

Bei vielen dieser vermeintlichen Eindeckungen von Mars-Anomalien muss man mehr als nur zweimal hinsehen, um da überhaupt mit viel Phantasie irgendwas “komisches” zu erkennen.

Und doch gibt es einige wenige Bilder vom Mars, die durchaus interessant aussehen. So wie eine Orbiter-Aufnahme von Ende 2006. Auf dieser erkennt man unschwer ein scheibenförmiges oder halbrundes Etwas, dass an wie ein abgestürztes UFO aussieht. Inklusive einer hunderte Meter lange “Bremsspur” des UFO-Crashs im Marsboden.

Was mag das sein? Schaut selbst!

Bleibt neugierig …

(Die Koordinaten auf dem Mars sind: 6°25’43.04″S / 76°53’53.01″W)

Video vom 28. Juli 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Vulkanausbruch auf dem Mars? Wurde nach Millionen Jahren Ruhe eine astronomische Sensation von “Mars Express” fotografiert? +++ YouTube-Video +++

Sensation nach 100 Millionen Jahren auf dem Mars fotografiert? (Bilder: NASA/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Sensation nach 100 Millionen Jahren von der ESA-Sonde “Mars Express” auf dem Mars fotografiert? (Bilder: NASA/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der „Rote Planet“ zieht seit jeher Astronomen, Alien-Fans und Sternengucker in aller Welt in seinem Bann. Von der Frage nach Leben auf dem Mars, über eine einstige Zivilisation dort, bis hin zur Frage, ob die Menschheit unseren Nachbarn eines Tages besiedeln wird – der Mars ist und bleibt spannend. Auch aufgrund einer neuen Entdeckung, die Mitte September die Mars-Web-Cam der Sonde „Mars Express“ der ESA machte. Denn auf diesem Fotos ist eine an die 2.000 Kilometer lange „Rauchfahne“ zu sehen, die aus dem Vulkan Arsia Mons zu steigen scheint. Einem riesigen Schildvulkan, der eigentlich seit Millionen von Jahren als erloschen gilt. Ist der Mars also gar nicht so geologisch tot, wie es die Mars-Forschung annimmt? All das und noch viel mehr erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


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Kein anderer Planet in unserem Sonnensystem fasziniert die Menschen so sehr wie unser roter Nachbar.

Ein Planet, der immer wieder für spannende Entdeckungen und viel Diskussionsstoff sorgt. Wie aktuell durch Mars-Fotos von Raumsonde “Mars Express” von der ESA, die den Planeten umrundet. Hier scheint die Kamera etwas fotografiert zu haben, dass es seit 100 Millionen Jahren nicht mehr auf dem Roten Planeten gegeben haben soll: Einen Vulkanausbruch!

Wie alle Vulkane des Planeten, der als geologisch „tot“ angesehen wird, soll auch Arsia Mons erloschen sein. Aber ist der Mars tatsächlich so tot, wie bisher immer angenommen?

Belegen die Mars-Bilder der ESA mit dem „Vulkanausbruch“ nicht das genaue Gegenteil? Warum schweigen ESA und auch NASA bisher zu den seltsamen Mars-Fotos? Oder gibt es noch andere Erklärungen für die gewaltige „Rauchfahne“ aus dem Vulkan Arsia Mons?

All das und noch viel mehr erfahrt Ihr in diesem Video.

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Sensation nach 100 Millionen Jahren auf dem Mars entdeckt? YouTube-Video auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Haben Aliens auf dem Mars einen Atomkrieg geführt – und dabei eine ganze Zivilisation vernichtet? Ein Blick hinter die Schlagzeilen der Regenbogenpresse

Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kein anderer Planet in in unserem Sonnensystem fasziniert die Menschen so sehr, wie unser Nachbar Mars. Kosmologen und Laien sind von unserem “kleinen Bruder im All” ebenso begeistert, wie es einst auch unsere Vorfahren vor Jahrtausenden waren. Aber auch in der Grenzwissenschaft und vor allem der Prä-Astronautik spielt der Mars seit jeher eine große Rolle. Immer wieder wurden und werden auf ihm angebliche “außerirdische Spuren” gefunden, die für eine versunkene Mars-Zivilisation sprechen sollen. Das glaubt auch der Autor und Physiker Dr. John E. Brandenburg aus den USA. Er meint, dass auf dem Mars eine Zivilisation durch eine nukleare Katastrophe absichtlich ausgelöscht wurde und hat es jetzt mit dieser Behauptung bis in die deutsche Boulevardpresse geschafft. Dahinter verbirgt sich aber eine spannende Story mit vielen Fragen, wie ich es für Euch hier zusammenfasse …


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Die Mars-Zivilisation

Eigentlich wurde bereits im 18. und 19. Jahrhundert spekuliert, dass es auf die Mars eine fremde Zivilisation gibt. Selbst etablierte Astronomen nahmen bis vor nicht mal 100 Jahren an, dass unser Nachbar im All bewohnt ist und dort eine technologische Alien-Kultur existiert. Frühe Science-Fiction-Autoren nahmen diese Themen gerne auf. Allen voran natürlich H. G. Wells mit seinem Buch “The War of the Worlds”, “Der Krieg der Welten” aus dem Jahr 1898.

Bei solchen Überlegungen über eine Mars-Zivilisation gab es drei Hauptideen:

Entweder, diese Marsianer existieren als eine ganz normale und “gesunde” Zivilisation und bei ihnen ist alles friedlich und in Ordnung. Oder zweitens, diese Mars-Aliens sind momentan dem Untergang geweiht. Beispielsweise durch das Austrocknen ihres Planeten, wogegen sie mit allen Mitteln ankämpfen. Drittens die Überlegung, dass diese Mars-Zivilisation einst existierte, aber schon lange – sehr lange – vernichtet ist.

Vernichtete Marsianer

Gerade der letzte Punkt ist bis heute weiterhin in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files aktuell. Dass es augenblicklich ein außerirdische Zivilisation auf dem Roten Planeten gibt, und kämpfe sie auch gegen ihren eigenen Untergang, vermutet heute praktisch niemand ernsthaft mehr. Außer vielleicht im Bereich der Esoterik.

Hauptgrund für die Annahme einer aus dem Mars vernichteten Zivilisation sind angebliche Spuren dieser Außerirdischen, die immer wieder gerne auf Fotos vom Mars “gefunden” werden. Diese “Mars-Anomalien” sind zum Teil schon legendär geworden. Spätestens als die ersten Bücher über Pyramiden auf dem Mars etc. in den 1980ger Jahren mit entsprechenden NASA-Bildern vom Mars erschienen, erhielt die Frage nach Marsianern neuen Zündstoff.

Ein US-Kongressabgeordner wollte von der NASA wissen, ob es einst eine Zivilisation auf dem Planten Mars gab (Bild: NASA / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
“Gab es eine Zivilisation auf dem Mars?” US-Abgeordneter fragt die NASA nach Mars-Bewohnern und verwirrt die Medien (Bild: NASA / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Bis heute hält diese Spekulation an, da zahllose neue Mission zum und auf dem Mars unzählige neue und sehr gute Fotos von dem Planten lieferten. Viele glauben, dass diese Bilder der NASA hier und da klare Spuren oder Relikte dieser nicht mehr existierenden Mars-Zivilisation zeigen.

Ein Thema das wohl nie enden wird, da eben aufgrund der Vielzahl der Fotos und der Mars-Missionen ein steter Strom von neuem Material zu Erde kommt. Leider aber sind alle diese “Beweise” für künstliche Mars-Anomalien auch bei noch so gutem Willen eben nicht beweiskräftig, wie vielfach bereits dargelegt (s. z. B. HIER, HIER, HIER oder HIER).

Atomkrieg auf dem Mars?

Beweiskräftig sind solche Spuren auf dem Mars aber durchaus für Dr. John E. Brandenburg aus den USA. Bereits 1988 veröffentlichte er zusammen mit Vincent DiPietro und Gregory Molenaar das Buch “Unusual Mars Surface Features” über anormale oder sogar künstliche Strukturen auf dem Mars. Sie plädierten darin dafür, dass man diese “Gebilde” auf dem Mars unvoreingenommen untersuchen muss.

Molenaar und DiPietro waren jene beiden Mars-Forscher, die das “Marsgesicht” und die “Pyramiden auf dem” Mars damals weltberühmt machten. Brandenburg legte aber 2011 und 2015 zwei Mars-Bücher nach. In “Life and Death on Mars: The New Mars Synthesis” und “Death on Mars: The Discovery of a Planetary Nuclear Massacre” formulierte er seine Ideen aus, dass ein Atomkrieg auf dem Roten Planeten die dortige Zivilisation vollständig vernichtet habe.

In seinem Buch “Death on Mars” von 2015 führte Dr. Brandenburg seine Ideen der zerstörten Mars-Zivilisation weiter aus. Da der Mars einst durchaus lebensfreundlich war, Wasser trug und eine Atmosphäre hatte, so Brandenburg, existierte doch auch eine Zivilisation. Zwar sprechen Mars-Forscher und Kosmologen davon, dass diese “feucht-warme Epoche” des Mars vielleicht sogar Milliarden Jahre zurück liegt, aber Brandenburg sieht das anders.

Nach den Überlegungen von ihm sei diese Mars-Zivilisation erst vor grob 200 Millionen Jahren zugrunde gegangen. Auf unserem Planten war da an Menschen noch nicht zu denken, denn es fällt in die irdische Urzeit. Viele der heute berühmten Dinosaurier gab es da noch nicht mal auf der Erde. Auf dem Mars nach Meinung von Brandenburg aber eine humanoide Zivilisation.

Gewaltige thermonukleare Explosion hätten nach seiner Meinung den Mars verwüstet. Die gesamte Biosphäre des Planeten wurde dabei zerstört und die Atomwaffen hätten den gesamten Planten verwüstet und die Marsianer letztlich vernichtet. Es waren seiner Meinung nach aber nicht die Mars-Bewohner selber, die sich gegenseitig umbrachten und ihren Heimatplaneten verwüsteten, sonder Außerirdische von anderswo. Eine andere Alien-Rasse sei für diese Nuklear-Angriffe verantwortlich, deren Herkunft aber auch Brandenburg nicht kennt …

Phantastische Vergangenheit

Pyramide auf dem Mars entdeckt: Was fotografierte der NASA-Rover “Curiosity” auf dem Roten Planeten? Eine Analyse (Bild: NASA)
Pyramide auf dem Mars entdeckt: Was fotografierte der NASA-Rover “Curiosity” auf dem Roten Planeten? Eine Analyse (Bild: NASA)

John E. Brandenburg schrieb zwar unter Pseudonym auch Science-Fiction-Romane, aber seine Thesen über einen marsianischen Atomkrieg vor Jahrmillionen sind ihm ernst. Dabei geht er soweit, dass er diesen Atomangriff auf die Marsianer auch Auswirkungen auf unsere Erde gehabt haben könnte.

Hier denkt Brandenburg an das gigantische Massensterben am Ende des irdischen Zeitalters des Perm. Eines der größtes Massensterben auf diesem Planten überhaupt, das allerdings laut Datierungen nicht vor 200 Millionen Jahren stattfand. Dies große irdische Sterben ereignete sich vor rund 252 Millionen Jahren, und ist die Grenze der Zeitalter Perm und Trias sowie des Erdaltertum und des Erdmittelalter.

Allerdings ereignete sich im Erdmittelalter, dem Mesozoikum, erneut ein Massensterben, dass auf etwa 201 Millionen Jahren datiert wird. Es bildet die Trias-Jura-Grenze und war ein Massenaussterben, bei dem annähernd 70 bis 75 Prozent der irdischen Arten verschwanden. Nach Brandenburg könnten das Folgen des Atomkrieges auf dem Mars gewesen sein.

Eine derart phantastische Vergangenheit des Mars sind keine neuen Gedanken in der Science-Fiction und auch Grenzwissenschaft. Neu ist aber, dass John E. Brandenburg seit Jahren meint, er habe Belege für seine Atom-Thesen gefunden. Der Boulevardzeitung “BILD”, die bekannt ist, nicht gerade sachlich über Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files zu berichten, war es am 22. Februar trotzdem einen Online-Artikel wert.

Beweise für einen Mars-Atomkrieg?

Die “BILD-Zeitung” schreibt, dass Brandenburg als Beweise für seine spektakulären Behauptungen “physikalischen Daten, die bei den Mars-Missionen der NASA entstanden” habe. Und dabei verweist die “BILD” auch auf die sicher vielen bekannte Webseite Atlantisforschung.de. Ein Seite, deren Macher und Autoren ich gut kenne, und die vor allem bei ihren lexikalischen Begriffen auf der Online-Präsenz sehr wertneutral berichtet.

So ist es auch bei dem Eintrag zu John E. Brandenburg, der seine Mars-Ideen ausgezeichnet zusammenfasst. Denn vor allem kam Brandenburg durch “außergewöhnliche regionale Konzentrationen von radioaktivem Uran, Thorium und Kalium in zwei Gebieten des Mars” diesen angeblichen Atomschlägen auf die Spur.

Weiter heißt es bei Atlantisforschung.de:

Diese Anomalien versuchte er zunächst mit der vormaligen Existenz mindestens eines ‘natürlichen Atomreaktors’ auf dem Mars zu erklären, vergleichbar demjenigen, der 1972 auf der Erde in Gabun entdeckt wurde. Diese Entdeckungen präsentierte er 2011 auf der Lunar and Planetary Science Conference.

Zwei Kerngebiete dieser atomaren Verwüstungen bzw. radioaktiv verseuchten Gebiete will Brandenburg bei seinen Untersuchungen der NASA-Mars-Daten gefunden haben. Eine liegt nahe der Cydonia-Region – dort, wo sich auch das Marsgesicht und die Pyramiden befinden.

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Hier wurde er bei seinen Untersuchungen hellhörig, dass der Mars einen gewaltigen Überschuss von Xenon-129 besitzt. Dieses aber entstehe in einer derartigen Konzentration nur bei Kernexplosionen, wie wir es durch die Atomtests auf der Erde wissen. Schlussfolgerung, so Brandenburg weiter, auf dem Mars muss es gewaltige Atomexplosionen gegeben haben, die in ihrem Ausmaß nur künstlich herbei geführt sein konnten!

Der strahlende Planet

Nach den Ergebnissen von Brandenburg weisen auch andere Isotope auf dem Mars auf derartige Nuklearexplosionen hin. Etwa die Verteilung von Krypton und Argon. Alle diese nuklearen Spuren, deren Zerfallsraten und Verteilungen auf dem Mars seine Belege für einen Atomkrieg auf dem Mars. Anders bzw. natürlich ließe sich das nicht erklären, so Brandenburg.

ARTIKEL: Mars-Rover “Curiosity” fotografierte einen “Knochen” auf dem Mars: Die NASA dementierte aus gutem Grund (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
ARTIKEL: Mars-Rover “Curiosity” fotografierte einen “Knochen” auf dem Mars: Die NASA dementierte aus gutem Grund (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Selbst mögliche Orte dieser Detonationen will der Physiker klar auf dem Mars lokalisiert haben. Mein Mystery- und Autoren-Kollege Roland M. Horn, der in einem Artikel Brandenburgs Thesen sehr gut zusammenfasste, schreibt etwa:

Die beobachtete Region konzentrierten Thoriums läge in der nordwestlichen Arcadia-Region des Mars und sei eine dunkle ringförmige Region innerhalb eines großen dunklen Gebiets mit wenig Rückstrahlvermögen. Das Auftreten von einer Region aus erhöhten Mengen an Thorium und radioaktivem Kalium-40 würde auf Abbildungen von kurzlebigen Eisen- und Silizium-Isotopen nicht reflektiert und lege nahe, dass das Ereignis vor einigen Millionen Jahren (…) stattfand.

Das Vorhandensein von Thorium im offensichtlichen Zentrum der Explosion sei besonders aufschlussreich, denn Thorium sei in größeren Mengen vorhanden als Uran, aber wie Uran-238 nur in Gegenwart von 14 MeV Neutronen bemerkbar. (…) Die Explosion müsse eine Luftdetonation gewesen sein, da im Zentrum der radioaktiven Muster keine Krater zu sehen sind.

Der Atomschlag gegen die Mars-Zivilisation hätte nach den Berechnungen von Brandenburg einer Milliarde Megatonnen entsprochen. Eine planetare Katastrophe wäre die Folge gewesen und hätte das Leben auf dem gesamten Mars so gut wie vollständig vernichtet. Natürlich auch die Zivilisation der Mars-Bewohner. Zurück blieb der öde und lebensfeindliche Mars, wie wir ihn alle kennen

Relikte der Mars-Zivilisation

Ein zweifellos unfassbares Szenario, das der Plasmaphysiker Brandenburg in seinen Veröffentlichungen entworfen hat. Leider aber hat es mindestens drei grundsätzliche Probleme:

Als erstes die Alien-Relikte und-Beweise der Mars-Zivilisation, die er benennt. Hier sind eben vor allem die angeblichen Pyramiden und Bauten sowie das nahegelegene Marsgesicht der Cydonia-Region weithin bekannt. Ob diese aber wirklich künstlich sind, ist mehr als zweifelhaft. Vor allem neue Fotos des Marsgesicht nach den ersten NASA-Bildern Mitte der 1970ger Jahre zeigen, dass da eben kein künstliches Gesicht ist. Nur ein Berg, nichts weiter. Wenn man den neuen hochauflösenden Fotos der NASA traut, was bei Weitem nicht jeder Mystery-Interessierte macht.

Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Der zweite Punkt wäre die Entwicklung einer humanoiden Spezies auf dem Mars, die Millionen Jahre vor den ersten menschlichen Urahnen auf der Erde existiert haben soll. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte. Zwar gab es sehr wahrscheinlich Meere, Seen und ein erdähnliches Ur-Klima auf dem Mars – doch ob diese Epoche für ein solche komplexe Evolution reichte, ist mehr als fragwürdig.

Natürlich wäre ein Evolution auf dem Roten Planten denkbar, nur wissen wir nicht im Geringsten in welcher Art und Geschwindigkeit diese abgelaufen sein soll. Verglichen mit unserer Erde wäre es auf dem Mars eine “Turbo-Evolution“, wenn dort schon vor 200 Millionen Jahren eine Zivilisation gelebt haben soll. Aber, um es den Marsianer doch noch eine Chance zu geben, vielleicht verlief die Entwicklung dort eben vollkommen anders. Ungestört von Massenaussterben wie auf der Erde und damit eben schneller.

Eine reine Spekulation. Wie es auch der dritte Punkt in Brandenburg seinem Modell der Mars-Bewohner ist: Der nukleare Vernichtungsschlag gegen die Marsianer durch eine fremde Alien-Zivilisation. Nach dieser Annahme gab es folgerichtig nicht nur auf Erde und Mars Leben – beim Mars sogar eine Zivilisation – sondern es waren Außerirdische von “irgendwo her” damals in unserem Sonnensystem.

Brandenburg mutmaßt, dass die Mars-Zivilisation in den Augen dieser Alien-Rasse eine “Bedrohung” oder “Gefahr” darstellte, weshalb man sie nuklear vernichtete.

Science-Fiction vor 200 Millionen Jahren

Es war also nicht vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis, sondern vor unserer Haustüre im All. Hier zeigt sich, dass Dr. Brandenburgs Thesen wohl nicht mal den begeisterten Prä-Astronautik und Grenzwissenschafts-Fan überzeugen können. Warum sollte eine technologische Alien-Zivilisation in unser Sonnensystem kommen und in den Marsianern eine Gefahr sehen, die sogleich beseitigt werden muss?

Gleichzeitig muss man sich fragen, welche Art diese Mars-Kultur überhaupt gewesen sein soll. Brandenburg vermutet anhand der mutmaßlichen Reste diese Aliens auf dem Mars, dass sie der irdischen durchaus ähnlich war. Inklusive aller Probleme und Schwierigkeiten. All das ist aber erneut nur Spekulation. Und selbst wenn diese Marsianer den Stand einer technologischen Gesellschaft hatten, waren sie immer noch keine “Gefahr”. Für wen auch immer.

Auch die Menschheit kann  man wohl kaum als “Bedrohung” für Außerirdische ansehen, so dass diese uns gleich auslöschen wollen oder sogar müssen.

Allerdings ist die “BILD”-Schlagzeile “US-Forscher glaubt an Atomkrieg auf dem Mars” wiedereinmal ein schönes Beispiel dafür, dass sich hinter so manchem Artikel der Regenbogenpresse durchaus spannende Geschichten verbergen können …

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Zuversicht bei der NASA: “In 20 Jahren finden wir außerirdisches Leben!” Voller Optimismus in die Zukunft

Die NASA glaubt, dass sie in 20 Jahren außerirdisches Leben finden wird (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die NASA glaubt, dass sie in 20 Jahren außerirdisches Leben finden wird (Bilder: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Zuversicht und Optimismus sind bei der Suche nach Außerirdischen und Leben im All auch in der Wissenschaft keine schlechten Voraussetzungen. Immerhin suchen Astronomen eigentlich schon seit Jahrhunderten Leben außerhalb der Erde und fanden es noch immer nicht. Doch die Forscher der NASA sind mehr als zuversichtlich, dass dieses Leben bald gefunden wird, wie sie es jüngst in einem offiziellen NASA-Bericht veröffentlichten. In 20 Jahren könnte es schon soweit sein, dass die US-Weltraumbehörde die Entdeckung von außerirdischen Leben verkünden kann. Angesicht der bereits schier endlos langen Suche nach diesen Aliens sind zwei Jahrzehnte tatsächlich mehr als als nur bald. Wie aber kommen die Wissenschaftler der NASA auf diese optimistische Einschätzung? Das erfahrt Ihr wie immer hier.

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Außerirdische in nur 20 Jahren

In 20 Jahren, so behauptet es zumindest das Geburtsdatum in meinem Ausweis, bin ich 63 Jahre alt. Werde ich also in meinen 60ger Jahren die Entdeckung von außerirdischem Leben feiern können? Richte ich mich nach dem “Zeitplan” der NASA für eine solche Entdeckung  – dann Ja!

Offensichtlich sind die Wissenschaftler der NASA Optimisten, die voller Zuversicht in die Zukunft ihrer Organisation und deren Forschung blicken. Immerhin hat die NASA am 15. November 2017 auf ihrer offiziellen Internetseite einen Beitrag und ein Video (s. unten) veröffentlicht, in dem erläutert wird, wann und wo Leben außerhalb der Erde zu finden sein wird bzw. könnte.

Carol Rasmussen vom ” NASA’s Earth Science News Team” schreibt darin einleitend:

Leben. Das ist die eine Sache, die bisher die Erde unter den Tausenden anderer Planeten, die wir entdeckt haben, einzigartig macht. Seit dem Herbst 1997 haben NASA-Satelliten kontinuierlich und weltweit das gesamte Pflanzenleben an der Oberfläche und in den Ozeanen beobachtet. (…) Die NASA berichtet  in Geschichten und Videos darüber, wie diese Sicht auf das Leben vom Weltraum aus das Wissen über unseren Heimatplaneten und die Suche nach Leben in anderen Welten fördert.

Die Astronomen, Biologen und Exobiologen der NASA sind also überzeugt, dass jahrzehntelange Beobachtungen der Biologie unseres Planeten Erkenntnisse darüber liefert, wie sich außerirdischen Leben entwickelt. Und damit haben sie natürlich Recht.

Lernen von der Erde

VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)

Bekanntlich haben wir nur unseren Planeten und damit unsere irdische Biologie, um das Leben an sich zu erforschen und verstehen zu lernen. Damit haben wir auch nur unsere Biosphäre um die Rätsel des Lebens und die Mysterien seiner Entstehung zu ergründen. Wäre dem nicht so, und wir besäßen eine zweite Biologie zum Vergleich – dann hätten wir auch bereits Leben im All gefunden, das eben diese zwei Biologie sein würde …

Biologen und damit auch die Exobiologen, als jene Forscher, die sich mit außerirdischer Biologie befassen, haben durch unseren Heimatwelt in den vergangenen Jahrzehnten bereits weitreichende Kenntnisse über das Leben gewonnen. Kenntnisse, die zum Teil vor einigen Jahren noch nicht mal denkbar waren. Auch die Jahrzehnte der Raumfahrt, die sich stetig verbessernde Technologie sowie Sonden und Landefahrzeuge zu anderen Planeten und Asteroiden trugen natürlich nicht unerheblich zu diesem wachsenden Wissen bei.

Grundsätzlich und vereinfacht kann man sagen, dass sich Leben auch entwickelt/ansiedelt, sobald es geeignete Voraussetzen vorfindet. Ebenso wissen wir heute, dass das Leben weit mehr übersteht und aushalten kann, als es einst von Biologen gedacht wurde. Es existieren Organismen auf der Erde, die teilweise früher noch unbekannt waren, und die sich in den unwirklichsten Umgebungen putzmunter fühlen.

Diese irdischen Lebewesen werden Extremophile genannt und leben und vor allem überleben zum Beispiel in Säure, an radioaktiv Verstrahlten Orten, in weit über 100 Grad heißem Wasser unter enormen Druck, an Plätzen ohne Sauerstoff oder auch im Vakuum des Alls. Sie verspeisen Gestein, toxische Substanzen, Öl oder auch Giftgase und Methan am Meeresgrund. Hart gesottene Kleinstlebewesen, die so auch auf anderen Himmelskörpern existieren können. Auch in unserem eigenen Sonnensystem.

Leben im All

Die “Bausteine des Lebens” oder auch Wasser sind im gesamten Kosmos vorhanden. Nicht nur “zwischen den Sternen” in Wolken, sondern auch auf Asteroiden, Kometen oder fremden Planten. Und solche fremden Planeten haben Astronomen inzwischen auch zu tausenden außerhalb unseres eigenen Sonnensystems gefunden. Dass die NASA-Wissenschaftler angesichts dieser Erkenntnisse und Entdeckungen voller Zuversicht und Optimismus in die Zukunft der Weltraumforschung blicken, ist nachvollziehbar.

In 20 Jahren finden wir sie also, die Aliens? In dem NASA-Beitrag heißt es dazu:

Jeder Wissenschaftler, der an der Suche nach dem Leben beteiligt ist, ist überzeugt, dass es da draußen ist. Ihre Ansichten unterscheiden sich aber, wann wir es finden werden.

Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich? (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Zu diesen Wissenschaftlern gehört auch Tony del Gonio vom Goddard Institut für Weltraumforschung der NASA in New York City. Er ist einer der Co-Leiter der interdisziplinären Forschungs-Initiative “Nexus for Exoplanet System Science” (NExSS) der NASA, deren erklärtes Ziel nicht weniger als der Nachweis von Leben im All und bewohnbaren Exoplanten ist. Dazu heißt es auf der Website von NexSS:

Basierend auf unserem Verständnis unseres eigenen Sonnensystems und unseres bewohnbaren Planeten Erde, wollen die Forscher des Netzwerks herausfinden, wo bewohnbare Nischen am wahrscheinlichsten vorkommen und welche Planeten am wahrscheinlichsten bewohnbar sind.

Durch die Nutzung aktueller NASA-Einsätze in Forschung und Missionen wird NExSS die Entdeckung und Charakterisierung anderer potenziell Leben tragender Welten in der Galaxie beschleunigen, wobei ein system-wissenschaftlicher Ansatz verwendet wird.

Del Gonio ist dabei sicher, dass “das Leben in Formen und an Orten existieren kann, die so bizarr sind, dass sie sich von der Erde wesentlich unterscheiden könnten”. Und hier müssen die Forscher eben “von der Art von Leben ausgehen, das wir kenne”, so del Gonio in dem Beitrag auf der NASA-Webseite:

Bevor wir nach Leben suchen, versuchen wir herauszufinden, welche Arten von Planeten ein Klima haben können, das dem Leben förderlich ist. Wir verwenden die gleichen Klimamodelle, mit denen wir den Klimawandel des 21. Jahrhunderts auf der Erde entwarfen, um damit Simulationen von bestimmten bereits entdeckten und von hypothetischen Exoplaneten anzufertigen.

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Die Entdeckung eines solchen Exoplaneten, auf dem es Leben gibt und der vielleicht sogar die berühmte Erde 2.0 ist,  ist der Goldene Gral der Astronomie. Und del Gonio ist hier mehr als zuversichtlich, dass solches Leben bald gefunden wird, wie er sagt:

Ich denke, dass wir in 20 Jahren einen Kandidaten gefunden haben, der es ist. Aber meine Erfolgsbilanz bei der Vorhersage der Zukunft ist nicht so gut.

Am 7. April 2015 zitierte die „Los Angeles Times“ genau zu dieser Frage bereits die NASA-Chef-Wissenschaftlerin Ellen Stofan mit den optimistischen Worten:

Ich glaube, wir werden starke Hinweise auf Leben außerhalb der Erde im nächsten Jahrzehnt und den definitiven Beweis in den nächsten 10 bis 20 Jahren haben. Wir wissen, wo wir schauen müssen, wie wissen wie wir schauen müssen und in den meisten Fällen haben wir die Technologie.

(…)

Wir sprechen nicht von kleinen grünen Männchen. Wir sprechen über kleine Mikroben.

Warum in die Ferne schweifen?

Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: “Die Frage ist nicht ob, sondern wann.” (Bild: Mission zum Jupier-Mond “Europa” / NASA)
Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: “Die Frage ist nicht ob, sondern wann.” (Bild: Mission zum Jupiter-Mond “Europa” / NASA)

Ellen Stofan sprach 2015 gegenüber der „Los Angeles Times“ nicht von Zivilisationen im Kosmos, für die wir den “definitiven Beweis in den nächsten 10 bis 20 Jahren haben” werden. Stofan sieht diesen ersten Nachweis in außerirdischen Bakterien irgendwo in unserem Sonnensystem.

Auch der Report der NASA schweift bei der Frage nach Leben im Universum nicht nur in die Ferne. Einfacher als der Nachweis von außerirdischen Leben auf irgendwelchen unendlich weit entfernten Exoplaneten sind Aliens eben tatsächlich vor unserer Haustür zu finden.

Bekanntlich gibt es in unserem eigenen Sonnensystem Monde und Planten, auf denen es theoretisch tatsächlich Leben geben kann, wie ich es zum Beispiel auch hier diskutierte. Diese Himmelskörper reichen von Monden wie Jupiters Mond Europa oder dem Saturn-Mond Enceladus bis hin zum Planeten Mars. Dazu heißt es von der NASA beispielsweise:

Während Missionen zu diesen Monden entwickelt werden, benutzen Wissenschaftler die Erde als Testumgebung. So wie Prototypen für die Mars-Rover der NASA ihre Probeläufe in irdischen Wüsten durchführen, testen Forscher sowohl ihre Hypothesen als auch Technologien auf unseren Ozeanen und in extremen Umgebungen.

Während außerirdisches Leben in unserem Sonnensystem Jahrzehnte ausgeschlossen wurde, sieht das dank neuer Forschungsergebnisse heute ganz anders aus. So haben etwa NASA-Raumsonden wie “Cassini”, “Galileo” oder auch die legendäre “Voyager” den staunenden Wissenschaftlern gezeigt, dass es eben doch auf scheinbar “lebensfeindlichen” Himmelskörpern in unserem System Leben geben könnte.

Genau dieses Leben ist es, das wahrscheinlich am ehesten nachgewiesen werden wird. Vielleicht sogar in nicht mal 20 Jahren. Ein “Beweis” für Aliens auf Lichtjahre entfernten Exoplaneten wird immer einen “faden Beigeschmack” haben, da wir ein solches Exo-Leben weder vor Ort noch hier auf der Erde wiederholbar und “greifbar” untersuchen und sehen können. Dazu müssten wir überhaupt erst einen derartigen belebten Exoplaneten erreichen können und entsprechendes Material auch zur Erde bringen können …

VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / Archiv)
VIDEO: NASA-Chef: Außerirdische existieren und wir finden sie. Doch versteckte Aliens und UFOs in der Basis Area 51 gibt es nicht! (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei / Archiv)

Es ist viel einfacher sich Proben von Leben aus untererem Sonnensystem zu beschaffen. Viel einfacher sogar. Wobei einfach nicht gleich einfach ist, wie es die Weltraumforschung natürlich weiß. Zum Beispiel durch die NASA-Missionen “Viking 1” und “Viking 2”, die Leben auf dem Mars finden sollten. Vor rund 40 Jahren, 1976, landeten diese beiden unbemannten Raumfahrzeuge der USA auf dem Mars und verhalfen der Mars-Forschung damit zu einem bahnbrechenden Erfolg.

Was wir brauchen, ist ein bisschen mehr Optimismus

Die beiden Wikinger auf dem Mars waren High-Tech-Labore ihrer Zeit, die unter anderem durch chemische und biologische Experimente prüfen sollten, ob im Boden des Roten Planten Leben existiert. Doch sie fanden nichts, die Resultate der Lander der Missionen waren unklar bzw. lieferten eben keinen klaren Beweis für Mars-Leben.

Und das zeigt eben, dass es gar nicht so einfach ist kleine Aliens auf dem Mars zu finden, wie es auf dem ersten Blick den Anschein haben mag. Die beiden Missionen von “Viking” sind 41 Jahr her und waren damit technologisch das Beste, was Mitte der 1970er Jahre der NASA zur Verfügung stand. Es folgten nach “Viking” bekanntlich zahlreiche weitere Lande-Missionen auf dem Mars, die ebenso nach Lebensspuren suchen sollten. (Zwei) Jahrzehnte technologischer Fortschritt, neue Missionen, neue Labore, bessere Ausrüstungen, fahrende Rover, genauere Messmethoden … all das brachte in zwei Jahrzehnten noch immer keinen Beweis für Marsianer.

Das ist durchaus erstaunlich und vielleicht gibt es sie ja tatsächlich nicht. Eventuell gab es dort vor Millionen oder sogar Milliarden Jahren Leben, als unser Nachbarplanet feuchter und wärmer war und (flüssige) Meere und Flüsse seine Oberfläche bedeckten. Doch auch dieses untergegangene Mars-Leben ist de facto bisher nicht nachgewiesen worden.

Die “Wikinger auf dem Mars” waren nur ein Anfang: Die Suche nach außerirdischem Leben bei unseren Nachbarn (Bild: JPL/NASA)
Die “Wikinger auf dem Mars” waren nur ein Anfang: Die Suche nach außerirdischem Leben bei unseren Nachbarn (Bild: JPL/NASA)

In 20 Jahren, also gerade die halbe Zeitspanne von der ersten Landung auf dem Mars bis heute, sind optimistisch. Aber eben nur ein Schätzung. Aus der Luft gegriffen ist diese Vermutung der NASA bzw. deren Mitarbeiter natürlich nicht, da sie sich auch und vor allem an zukünftige Projekte und Missionen der Raumfahrt orientiert. Darunter solche, dass Bodenproben vom Mars zur Erde gebracht werden oder Raumsonden auf fernen Monden landen werden, auf denen es potentiell Leben geben könnte.

Das wollten allerdings schon die Mars-Wikinger 1976 …

Was genau auf den an anvisierten Lebens-Kandiaten in unserem Sonnensystem so alles keucht und fleucht (wenn überhaupt) ist natürlich pure Spekulation. Aber es werden primitive Organismen sein und kein intelligenten Aliens, die man tatsächlich nur auf fernen Exoplaneten entdecken wird. Vielleicht sogar eines Tages durch die Radioastronomen von SETI, die nicht minder zuversichtlich sind, dass sie eines nicht allzu fernen Tages ein Signal einer außerirdischen Intelligenz auf der Erde empfangen werden.

Auch SETI profitiert natürlich von der rasanten Entwicklung der Technologie. Etwa von Satelittenantennen oder Computern und deren Software zur Auswertung der Signal-Frequenzen, die vor Jahren noch undenkbar waren. Millionen Signale aus dem All können heute automatisiert und vor allem parallel von den SETI-Rechnern nach intelligenten Signal-Mustern von Außerirdischen abgesucht werden. Das war für die ersten SETI-Forscher ein Traum und so sind auch viele dieser “Alien-Sucher” voller Optimismus, dass bald ein Alien-Signal gefunden werden kann.

Nur glaubten das die SETI-Forscher auch schon vor Jahrzehnten …

Das NASA-Video zum Thema:

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Seltsames Foto vom Mars: Hat die NASA Beweise für (einstiges) Leben auf dem Mars übersehen? (Update)

Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

An “kleine grüne Männchen vom Mars” glaubt heute – anders als früher – kein Wissenschaftler mehr. Doch ob es wirklich nie Leben auf dem Mars gab oder sogar heute dort noch Leben existiert, weiß die Weltraumforschung bis heute immer noch nicht. Tatsächlich wird unter anderem von der NASA schon seit Jahrzehnten nach solchen Spuren von Leben auf unserem Nachbarplaneten gesucht. Trotz Roboterlabore, Rover und Raumsonden bisher ohne Ergebnis. Ein offizielles NASA-Foto, aufgenommen von einem solchen fahrenden Labor auf der Marsoberfläche, gibt jedoch Anlass zu Spekulationen. Könnte es sein, dass hier die Versteinerung eines primitiven Meerestieres unbemerkt fotografiert wurde?


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Update 30. März 2019: Video zu diesem Thema HIER.

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Anomalien auf dem Mars

Alle paar Tage werden Fotos von der Marsoberfläche verbreitet, auf denen angebliche Beweise für Leben auf dem Mars zu sehen sein sollen. “Mars-Anomalien” werden diese vielfach genannt.

Obwohl die Fotos von solchen “Mars-Anomalien” in den seltensten Fälle Fälschungen und Fakes sind, zeigen sie eigentlich alles und nichts. Fast keines dieser “Beweisfotos” für Aliens oder Spuren von Leben auf dem Mars hat Aussagekraft. Im Gegenteil, da oft die genaue Herkunft des Bildes im Archiv der NASA ungenannt bleibt und man in irgendwas “Verschwommenen” etwas “Künstliches” oder “Seltsames” sieht. Beziehungsweise sehen möchte.

Eine Thematik, die in zahlreichen Blog-Postings und YouTube-Videos von mir bereits diskutiert wurde. Allerdings ist mir bisher ein solches Foto der NASA von einer “Mars-Anomalie” entgangen, das in der Tat interessant ist und Fragen aufwirft.

Ein Tier-Fossil auf dem Mars?

Die meisten Planetenforscher, die dem Mars Leben durchaus zutrauen, gehen davon aus, dass dieses primitive Bakterien wären. Entweder Mikroben, die in der Vergangenheit des Planeten dort einmal existierten, oder aber solche, die bis heute in “lebensfreundlichen Nischen” noch heute leben. Hier spricht man oft von “extremophile Bakterien”, die Wikipedia sehr gut so erklärt:

Als extremophil werden Organismen bezeichnet, die sich extremen Umweltbedingungen angepasst haben, die im Allgemeinen als lebensfeindlich betrachtet werden. Dabei handelt es sich meist um einzellige Mikroorganismen.”

Solche Organismen auf dem Mars sind aber weit entfernt von dem, was ein offizielles Foto der NASA zeigen soll oder könnte.

Es handelt sich um eine spiralförmige Struktur in einem Felsen auf dem Mars, den der NASA-Rover “Curiosity” aufgenommen hat. Das Bild entstand schon 2014 auf dem unserem Planten-Nachbarn und wurde zum Beispiel bereits in einem Forum für (irdische) Fossiliensammler im April 2014 diskutiert. Aufgenommen wurde es von der rechten Mast-Kamera des Mars-Rovers “Curiosity” am Tag Sol 551 (23. Februar 2014). Um es ganz genau zu nehmen um 07:21:41 UTC:

Das Originalbild der NASA mit dem "Fossil" auf dem Mars (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS )
Das Originalbild der NASA mit dem “Fossil” auf dem Mars (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS )

Auch in einigen Web-Foren wurde diskutiert, was oben links in oder an diesem Stein zu sehen ist. Zeigt das Bild vom Mars ein versteinertes Meerestier, dass vor Millionen oder Milliarden von Jahren auf dem Mars lebte?

Ausschnitt & Vergrößerung des "Mars-Fossil" (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS )
Ausschnitt & Vergrößerung des “Mars-Fossil” (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS )

Der belebte Mars

Unser Nachbar im All war einst von Seen, Flüssen und Meeren bedeckt und damit “erdähnlich”, weshalb eben auch Mikroben dort nicht ausgeschlossen werden. Auf diesem Foto der NASA erkennt man hingegen eine Form, die an einen versteinerten Ammonit aus der Urzeit unserer Erde erinnert. Das waren Schalentiere, die vor rund 350 Millionen Jahren quasi die Meere der Erde beherrschten.

Diese “Kopffüßer” waren auf unserem Planeten in jener fernen Vergangenheit enorm verbreitet und noch heute überaus häufige Fossilien. Für ein oder zwei Euro kann man bereits solche Versteinerungen kaufen.

Diese Kreaturen der Urzeit wurden meist nicht größer als 30 Zentimeter im Durchmesser. Wobei es auch hier Ausnahmen gab. So wurde der größte Ammonoit der Welt am 22. Februar 1895 nur wenige Kilometer von meinem Heimatdorf Lette im Münsterland in einem Steinbruch gefunden. Er wiegt 3,5 Tonnen, hat rd. 1,75 Meter Durchmesser und befindet sich heute im Naturkundemuseum Münster.

Und genau das ist mit Blick auf das “Mars-Fossil” ein Problem.

Höheres Leben auf dem Mars?

Ammonit in Münster (Bild: L. A. Fischinger)
1,75 Meter groß: Der Ammonit in Münster (Bild: L. A. Fischinger)

Ammoniten waren vor hunderten Millionen Jahren auf unserem Planeten lange Zeit in allen Meeren zahlreich zu finden. Bis auch sie letztlich an der Kreide-Tertiär-Grenze vor 65 Millionen Jahren aussterben. In jenem bekannten Massensterben vor 65 Millionen Jahren, in dem auch die Saurier untergingen.

Diese Tiere konnten also auf eine bereits seit Milliarden Jahren andauernden Evolution des Lebens auf der Erde zurückblicken. Sie waren damit alles andere als Mikroorganismen, die Wissenschaftler auf dem Mars vermuten. Schon allein die Größe dieser Tiere zeigt dieses klar.

Wäre also diese Struktur auf dem oben gezeigten Mars-Foto tatsächlich ein Fossil nach Art eines Ammoniten, wäre auch hier eine lange evolutionäre Entwicklung vorausgegangen. Zwischen Ammoniten und zu eventuell auf dem Mars entstandenen Mikroorganismen liegen sprichwörtlich Welten. Obwohl man nur anhand des NASA-Bildes die Größe des “Fossil” nicht genau bestimmen kann, ist die Ähnlichkeit zu irdischen Kopffüßern der Urzeit trotzdem verblüffend.

Auch die auf dem Mars-Foto erkennbare “Schalenstruktur” des “Objektes” ist typisch für diese Tiere, wie beispielsweise an dem Ammonit im Titelbild erkennbar. Ob es sich aber wirklich um ein Fossil handelt, ist kaum zu sagen. Fraglich aber auch, ob die Bildanalysten der NASA dieses 2014 übersehen hätten. Zumindest aber ist es interessanter als viele der kursierenden “Mars-Anomalien“, auf den UFOs, Städte, Knochen und allerlei mehr gefunden worden sein soll …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Gab es eine Zivilisation auf dem Mars?” US-Abgeordneter fragt die NASA nach Mars-Bewohnern und verwirrt die Medien

Ein US-Kongressabgeordner wollte von der NASA wissen, ob es einst eine Zivilisation auf dem Planten Mars gab (Bild: NASA / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
Ein US-Kongressabgeordner wollte von der NASA wissen, ob es einst eine Zivilisation auf dem Planten Mars gab (Bild: NASA / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Für Teile der grenzwissenschaftlichen Community und auch UFO-Forschung ist es schon lange spannend auf Mars-Fotos verschiedener NASA-Missionen nach Spuren einer versunkene Mars-Zivilisation zu suchen. Mars-Anomalien, die angeblich irgendwie nicht natürlich sein sollen und deshalb wohl von Aliens oder einstigen Marsianer stammen, entdeckten diese Spurensucher fast schon täglich. Sprichwörtlich alles, was man sich denken kann, wurde angeblich schon auf Mars-Bildern gefunden. Jetzt aber wollte der US-Kongressabgeordnete Dana Rohrabache quasi “offiziell” von der NASA wissen, ob es auf unserem Nachbarplaneten einst eine Zivilisation gab. Immerhin habe der Mars ja einmal unserer Erde geähnelt. Was genau damit gemeint ist, erkläre ich Euch hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ob der Mars einst Leben beherbergte, dass fragen sich Planetenforscher und natürlich die NASA seit Jahrzehnten. Die unzähligen Raumsonden, Roboter-Rover und auf dem Boden gelandeten Sonden sollten diese Frage schon in den 1970er Jahren klären. Gelungen ist dieser Nachweis bisher (offiziell) nicht.

Sieht man von den in der Grenzwissenschaft immer wieder präsentierten “Beweisfotos” für Leben auf dem Mars ab, gibt es bisher keine eindeutigen Belege für Leben auf unserem Nachbarn.

Diese Fotos des Mars, auf denen emsige Alien-Jäger immer wieder künstliche Mars-Strukturen zu erkennen glauben, sind ausnahmslos fragwürdig. Von Pyramiden über Versteinerungen und Roboter bis Knochen und Gebäudereste wurde bereits alles auf dem Roten Planten “nachgewiesen“. Und das leider sogar oftmals auf Fotos in mehr als schlechter Qualität und Auflösung …

Anders sieht es bei der ernsthaften Suche von NASA & Co. nach Spuren von Leben auf dem Mars. Seien es nun Spuren von vergangenen Leben oder sogar von noch immer existierenden Mars-Bewohnern. Tatsächlich ist die Frage offen, ob der Mars früher oder noch heute Leben beherbergt. Aber solche Bewohner unseres roten Nachbarn sind – wenn – Mikroorganismen. Bakterien, die entweder schon lange ausgestorben sind oder aber in Nischen auf dem Mars bis auf den heutigen Tag überleben konnten.

Planetenforscher sind sich fast alle einig, dass der Mars ein feuchtes Klima, flüssiges Wasser und eine schützende Atmosphäre besessen hat. Voraussetzungen für die Entstehung von einfachen Leben auf ihn. Ob es so war, wissen wir noch nicht. Noch nicht.

Diese Fruchtperiode des Mars ist allerdings Milliarden Jahre her. Auch wenn es danach durchaus zur Bildung von Seen oder Flüssen gekommen sein kann, verursacht durch schmelzendes Eis, ist der Mars au seiner direkten Oberfläche unlängst eine trockene Einöde. Möglicherweise mit Spuren bakteriellen Lebens. Von einer dort einst existierenden Mars-Zivilisation spricht kein Forscher.

“Gab es eine Zivilisation auf dem Mars?”

Der US-Kongressabgeordnete Dana Rohrabacher wollte die Frage jedoch aus erster Hand beantwortet haben. Im Rahmen einer Debatte über die zukünftigen Pläne und Missionen der NASA zum Mars fragte Rohrabache den NASA-Wissenschaftler Professor Kenneth A. Farley:

“Sie haben angedeutet, dass der Mars vor Tausenden Jahren ganz anders war. Ist es möglich, dass es vor Tausenden von Jahren eine Zivilisation auf dem Mars gab?

Das Video mit der Frage des Abgeordneten Rohrabacher geht seit dem durch die Medien und sorgt für Verwirrung. Ob Rohrabacher bei seiner Frage die unzähligen “Alien-Artefakte” etc. im Kopf hatte, die immer wieder auf NASA-Fotos vom Mars entdeckt werden, glaube ich weniger. Eher scheint der Politiker hier ganz einfach etwas durcheinander geworfen zu haben. Das der Mars vor einigen tausend Jahren “ganz anders war”, davon spricht kein Planetenforscher.

Und so antwortete ihn auch Kenneth Farley vom “California Institute of Technology” deutlich:

Also, es gibt Hinweise, dass der Mars vor Milliarden von Jahren anders aussah. Aber nicht vor Tausenden von Jahren.”

Video: „Aliens Body´s found on Mars“? Eine Analyse eines sehr zweifelhaften Alien-Leichen-"Beweisvideos" auf YouTube
Video: „Aliens Body´s found on Mars“? Eine Analyse eines sehr zweifelhaften Alien-Leichen-“Beweisvideos” auf YouTube

Farley, der zum NASA-Team des Projektes “Mars 2020 Rover“, der Landung eines Rovers im Rahmen des “Mars Exploration Program”, gehört, schießt Lebensspuren auf dem Mars nicht aus. Immerhin gehört auch die Suche nach Lebensspuren auf dem Mars zur Rover-Mission 2020, bei der Farley als “Projekt-Wissenschaftler” beteiligt ist. Doch von einer Zivilisation auf dem Mars haben er und die NASA nie gesprochen. Gleichgültig wann diese existiert haben soll.

Die NASA und alle Wissenschaftler sprachen von einer “eventuellen Existenz von Leben auf dem Mars” vor Millionen oder sogar Milliarden Jahren. Damit sind Bakterien gemeint. Trotzdem fragte Rohrabacher hier nochmal nach. Er wollte wissen, ob es eine solche Zivilisation von Mars-Bewohnern denn vielleicht vor Milliarden von Jahren gegeben haben könnte, wenn schon nicht vor Jahrtausenden.

Auch das verneinte Farley. Er selber kenne keine Spuren oder Hinweise, die darauf schließen lassen würden, so der Wissenschaftler zu dem Abgeordneten. Kenneth Farley  halte jedoch die Existenz einer Mars-Zivilisation vor Milliarden von Jahren auch für mehr als unwahrscheinlich. Auch wenn es ein feuchtes und mildes Klima gab.

Die NASA sucht nach lebenden und/oder toten Mikroben – nicht nach archäologischen Spuren einstiger Marsianer …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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