^

Search Results for: Mainstreampresse

Mit Erich von Däniken und seinen Lesern in Ägypten: Erstaunlich positives Feedback in der Mainstreampresse

Teilen:
Mit Erich von Däniken in Ägypten: Erstaunlich positives in der Mainstreampresse und interessante User-Kommentare
Mit Erich von Däniken in Ägypten: Erstaunlich positives in der Mainstreampresse und interessante User-Kommentare (Bilder: T. Ingold & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Erich von Däniken gilt als “Vater der Prä-Astronautik“, da er es war, der ab 1968 die Idee “Die Götter waren Astronauten” weltberühmt machte. Inzwischen ist er 84 Jahre und schreibt weiterhin Bücher zum Thema Astronautengötter und hält entsprechende Vorträge. Von Däniken ist auch weiterhin in aller Welt unterwegs und führt auch Reisen mit seinen Lesern und Fans durch, um ihnen die Schauplätze seiner Bücher zu zeigen. Bei einer dieser Leserreisen wurde die Gruppe vor einiger Zeit von einer (freien) Journalistin der “Neuen Zürcher Zeitung” (NZZ) einige Tage begleitet, die darüber einen Podcast und einen Artikel in “NZZ Folio” publizierte. Und entgegen allen negativen Erwartungen, die man häufig hat, wenn es um Berichte der Mainstreampresse über von Däniken oder Prä-Astronautik geht, sieht es diesmal anders aus. Was NZZ im Nachhinein berichtete, und wie die Däniken-Fans darauf teilweise reagierten, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Däniken und die Presse

Nunmehr 51 Jahre ist es her, als Erich von Däniken 1968 sein erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” veröffentlichte und damit einen riesen Hype um Astronauten der Vorzeit auslöste. Bis heute folgten dutzende Bücher (das nächste Buch erscheint im Herbst 2019). Ebenso unzählige Vorträge, TV-Auftritte, Reisen, Interviews, Shows und endlose Debatten von, über und mit von Däniken.

Und selbstverständlich ziehen bis heute von Dänikens Thesen und Spekulationen sehr viel Kritik auf sich. Auch Journalisten und die Mainstreammedien beteiligten sich natürlich schon zu Beginn der Prä-Astronautik daran. Von eher seltenen sachlichen Berichten über Fake-News zum Thema bis Angriffen und Anfeindungen war und ist alles dabei. “Viel Feind – viel Ehr” nannte er es selber einmal, wie in diesem Blog-Artikel HIER dargelegt.

So ist es alles andere als verwunderlich, dass von Däniken Pressevertretern und Journalisten nach jahrzehntelangen Angiftungen mehr als skeptisch gegenüber steht. Dennoch haben er und seine rechte Hand Ramon Zürcher vor einiger Zeit die schweizer Journalistin Gudrun Sachse mit auf eine Leserreise genommen. Sie führte mit etwa 40 Däniken-Fans nach Ägypten. So organisierte Sachse im Zuge dieser Reise selber einen entsprechenden Aufenthalt im Land der Pyramiden, um die Gruppe und von Däniken einige Tage vor Ort begleiten zu können.

In Ihrem Artikel für “NZZ Folio” (Juli 2019) schreibt Sachse dazu unter anderem:

Eine Journalistin mitreisen zu lassen ist mutig. Natürlich weiß Erich schon jetzt, was auf ihn zukommt: Einem Däniken glauben, ‘das dürft ihr doch gar nicht’. Die Presse hat sich auf ihn eingeschossen, seit das Nachrichtenmagazin ‘Spiegel’ 1973 mit dem Titel ‘Der Däniken-Schwindel’ aufmachte.

Die Journalistin reiste mit der Däniken-Gruppe zu den Pyramiden von Gizeh und nach Sakkara, wo unter anderem die unterirdische Totenwelt mit den riesigen Sarkophagen (Serapeum) besucht wurde.

Positiv überrascht

Heraus kam nach er Reise ein überraschend neutraler bis eher positiver NZZ-Artikel von Gudrun Sachse über ihre Erfahrungen mit von Däniken und seinen Lesern. Ein rund 18-minütiges Interview über ihre Erlebnisse folgte am 28. Juni als NZZ-Podcast.

Sachse unterstreicht mehrfach, dass nicht nur Erich von Däniken ein ganz normaler und netter Zeitgenosse sei, sondern auch seine ihn auf der Reise begleitenden Fans. Auch wenn es eigentlich ganz normal klingt, ist es vielfach eben nicht so. Däniken gilt in viele Medien als “UFO-Spinner” (auch wenn er Prä-Astronautiker ist!) und seine Fans und Leser als “Freaks” – um es freundlich auszudrücken.

Es sei ihr gelungen als Mainstream-Journalistin “das Vertrauen des Starautors zu gewinnen”, wie sie sagt. Sie wollte ganz einfach mehr über ihn und seine riesige Fangemeinde erfahren.

Und entgegen ihrer Erwartungen haben von den 40 Reiseteilnehmern nur sieben, “also überraschend wenige, Unbekanntes im Himmel entdeckt”. Der sonst vielfach in derartigen Berichten zu findende Hohn und Spott von Däniken und seiner Leserschaft gegenüber, fehlt in dem NZZ-Artikel sowie dem Podcast mit Sachse völlig. Und das ist überraschend.

So kommentiert ein Leser des Artikels, der selber an der Ägypten-Reise teilnahm zum Beispiel:

Der Bericht ist gut und sachgerecht, nicht hämisch wie in vielen Fällen.

Mein Beweggrund: Ich wollte wissen, wie Erich von Däniken bestimmte archäologische Funde persönlich sieht und interpretiert, denn seine Bücher kenne ich zum großen Teil, vom ersten an. Außerdem interessierte mich der Zugang zu Stätten, die man als Pauschaltourist und auch mit individuellem Führer nicht zu sehen bekommt. Hier gilt halt: Prominenz und Bakschisch machen es möglich. (…)

Frau Sachse gebührt Lob für ihren Artikel. Jedoch ist er nach meiner Auffassung etwas zu esoteriklastig. (…)”

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Stolz und Vorurteil

Im überaus hörenswerten NZZ-Podcast geht Sachse noch ein wenig mehr ins Details. Darin erzählt sie, dass von Däniken ein festes Bild von der Welt hat, sehr offen ist und er durchaus stolz war, dass jemand von der “Neuen Zürcher Zeitung” mit auf seine Reise kommen wolle. NZZ ist bekanntlich auch weit über die Grenze der Schweiz hinweg ein Begriff in der Meinstreampresselandschaft. “Ohne Vorurteile” wollte sie mit nach Ägypten. Und doch traf sie schon bei ihren Vorbereitungen eben auf diese Vorurteile gegenüber von Däniken & Co. Auch bei sich selber.

Lachend erzählt Sachse im Podcast:

Und dann habe ich mir die ersten Bücher ausgeliehen. Und das war mir richtig unangenehm. Ich weiß noch wie ich zu dem Bibliothekar gesagt habe … ich muss die nehmen, das ist beruflich. Also als wollte ich mich irgendwie rechtfertigen, weil ich aus dem Regal über Archäologie ausgerechnet diese Bücher gewählt habe.

Vor Ort bei der Reise seien nicht nur von Däniken und Ramon Zürcher der Journalistin gegenüber “sehr schnell aufgetaut”, sondern auch sie selber. Einige Teilnehmer seien ihr als Pressevertreterin eher zurückhalten gegenüber gewesen, andere vollkommen offen. “Eigentlich denkt man, das ist so eine Freak-Show”, meint Sachse, “ist es aber überhaupt nicht gewesen”. Natürlich haben aber alle “spezielle Ansichten, nämlich den Glauben an Außerirdische”. Ohne Frage stimmt das!

Wäre sie nicht einige Tage mit der Gruppe zusammen gewesen, und konnte so viele Gespräche und intensivere Kontakte mit den Teilnehmern und von Däniken selber aufbauen, “würde die Geschichte komplett anders aussehen”. Da “merkt man wieder, wie der erste Eindruck eigentlich täuschen kann”, so Sachse zu ihrem Erstaunen …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de (s. a. HIER):

Tagged , , , , , <

UFOs: Sind wir allein im Universum? Podcast vom Österreichischen “Kurier” zum UFO-Phänomen

Teilen:
UFOs: Sind wir allein im Universum? Podcast vom Österreichischen "Kurier" (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFOs: Sind wir allein im Universum? Podcast vom Österreichischen “Kurier” (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Themen UFOs, Außerirdische und Leben im All scheinen seit einiger Zeit an Beliebtheit zuzunehmen. Auch und vor allem in den Massenmedien und der Mainstreampresse. Mit durchaus sehr unterschiedlichen Grundhaltungen und Herangehensweise. So publizierte erst kürzlich die Zeitung “Kurier” aus Österreich den Podcast “UFOs: Sind wir allein im Universum?” von einer Gruppe, die sich “Fake Busters” nennt. Zu Gast war auch der UFO-Forscher Mario Rank von der DEGUFO Österreich, der über das Phänomen informiert.


UFOs überall?

Auch wenn das Thema “UFO” an sich viele Jahrzehnte alt ist, so kommt es doch immer wieder in Wellen in die Mainstreammedien und in die Öffentlichkeit. So ist es auch derzeit wieder. Auch wenn die deutschsprachigen Medien das Thema weiterhin lieber mehr oder weniger ignorieren.

Am 11. August erschien online beim “Kurier” aus Österreich dennoch ein erfrischender Podcast zum Thema UFOs und Leben im All. Produziert von den sogenannten “Fake Busters”. Dazu heißt es in der Beschreibung:

Jedes Jahr, melden tausende Menschen Sichtungen von unidentifizierbaren Flugobjekten. Lichter am Himmel, die sich so ganz anders verhalten, als man es von Flugzeugen oder Drohnen kennt. Längst forschen auch Regierungen, was sich hinter den Sichtungen verbirgt. Wissen einige Eingeweihte schon mehr?

Eines ist besonders spannend, nämlich dass die USA tatsächlich außerirdische Phänomene hinter manchen Sichtungen vermuten. Das Pentagon hat zur Untersuchung sogar eine eigene Task Force eingerichtet. Würden die USA die Untersuchungen öffentlich machen, wenn nichts dahinter steckt und sich möglicherweise blamieren? Die Fake Busters fragen nach, was dahinter stecken könnte.”

Obwohl der Name “Fake Busters” danach klingt, dass hier das UFO-Phänomen anhand ausgewählter Fälle und Beispiele ad absurdum geführt werden soll, ist es in diesem Fall nicht so. Als Gast ist der Autor und UFO-Forscher Mario Rank von der Organisation DEGUFO Österreich bei diesem Podcast dabei. Er erklärt für jeden Laien verständlich sehr gut das Thema und berichtet auch über die UFO-Forschung an sich.

Doch hört Euch den Podcast selber an – Ihr findet ihn direkt HIER.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , <

Religiöse Verschwörungstheorien: Corona (COVID-19) als Strafe Gottes für China und die Welt – oder als Teil der “jüdischen Weltverschwörung”

Teilen:
Religiöse Verschwörungstheorien: Corona (COVID-19) als Strafe Gottes für China und die ganze Welt (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Religiöse Verschwörungstheorien: Corona (COVID-19) als Strafe Gottes für China und die ganze Welt (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Offensichtlich gibt es in den Medien längst kein anderen Thema mehr: Corona bzw. COVID-19. Das Corona-Virus hat die Welt, die Mainstreampresse, die Sozialen Netzwerke und die alternativen Medien fest im Griff. Scheinbar kennt die Öffentlichkeit und die ganze Welt kein anderes Thema mehr, wie diese Pandemie. Das hat natürlich längst auch Verschwörungstheorien auf den Plan gerufen, die nicht nur im Netz kursieren. Neben klassischen Fake-News haben sich auch überaus verstörende Behauptungen zu Corona verbreitet. Vor allem auch von der religiösen Seite her. Von einer unter Führung der USA und der „zionistische Lobby“ arrangierte Reduzierung der Bevölkerung bis zu einer Verschwörung gegen den Islam oder eine Rache Gottes ist alles dabei. Was hinter diesen zum Teil unheimlichen Verschwörungstheorien steckt erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Corona (COVID-19) hält die Welt in Atem

In den Medien und der Öffentlichkeit gibt es derzeit fast kein anders Thema als das Corona-Virus. Egal ob Mainstreammedien, unzählige Sondersendungen am TV, alternative Medien, Soziale Netzwerke, Boulevardpresse, der Nachbar von Nebenan oder die Mainstreampresse Corona bzw. COVID-19 ist gefühlt rund um die Uhr in aller Munde.

Vor allem die unmittelbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie bestimmten dabei den Alltag der Berichterstattung. Und natürlich auch die direkten und langfristigen Folgen der COVID-19-Pandemie. Die Frage woher das Virus eigentlich kam, wann und wo es ausbrach, ist längst zweitrangig geworden. Es war Ende Dezember 2019 und der Januar 2020 in der Stadt Wuhan in China, wo es sich zu einer Epidemie ausbreitete.

Für die Medien damals durchaus von Interesse. Doch nicht zu vergleichen mit der aktuellen Situation, seit die Virus-Erkrankung zu einer Pandemie wurde.

Ereignisse mit weltweiten oder weitreichenden Konsequenzen für die Gesellschaft ziehen häufig auch Verschwörungstheorien nach sich. Das zeigt uns die Geschichte seit Jahrtausenden. Nicht anders ist es beim Thema Corona. Wobei man momentan sieht, dass die Mainstreammedien sehr, sehr schnell dabei sind, sämtliche kursierende Fake-News dazu als „Verschwörungstheorie“ zu bezeichnen. Selbst vollkommen belanglose und harmlose Sprüche und Aussagen, die sich vornehmlich in Sozialen Netzwerken oder via Messangerdiensten wie WhatsApp verbreiten.

Eine globale Seuche, eine Pandemie, die längst weltweit zahlreiche Tote forderte wirkt sich aber auch in anderer Hinsicht aus. Und zwar auf religiöse Vorstellungen von Menschen überall um den Globus. Das war schon immer so und wird wohl auch immer so bleiben.

Seuchen als Strafe Gottes

Der Mensch hat schon immer Seuchen aller Art religiös interpretiert. Als „Strafe Gottes“ für Menschen, Ungläubige oder sogar die ganze Menschheit. Man denke an die Millionen Toten, die durch eingeschleppte Krankheiten bei der Eroberung der amerikanischen Kontinente unter den Ureinwohner zu beklagen waren. Oder die „Spanische Grippe“ am Ende des 1. Weltkrieges. Vor allem aber die verschiedenen Ausbrüche der Pest im Mittelalter in Europa mit Millionen Opfern.

Denn vor allem in den Jahrhunderten, in denen immer wieder Pest-Epidemien in Europa wüteten, brachten die Menschen dies mit Gott in Verbindung. Eine Strafe Gottes sei über sie gekommen und allerorts predigten Geistliche und selbsternannte Endzeit-Propheten Buße und Umkehr. Die „Geißel Gottes“ entvölkerte ganze Gebiete in Europa. Tot und Elend war in den Zentren der Epidemien die Folge, und niemand kannte die wahre (biologische) Ursache davon. Also muss Gott sie gesandt haben …

Viele Jahrhunderte sind seit der Pest vergangen. Und die allermeisten Menschen – auch und vor allem die religiösen Gläubigen – haben sich längst von dieser Art Aberglauben abgewandt. Fast niemand sieht in der Pest oder „modernen Seuchen“ etc. noch eine Strafe Gottes für eine ungläubige oder sündige Menschheit. In der Regel auch nicht in der Corona-Pandemie.

Aber keine Regel ohne Ausnahme! Im Fall Corona sind einige (wenige) Verschwörungstheorien im Umlauf, woher dieser Virus „in Wahrheit“ stammen soll. Von Gott heißt es da durchaus ebenso wie von mächtigen dunklen Eliten.

Bill Gates steckt dahinter!

Zum Beispiel kursiert die Idee, dass „Microsoft“-Mitgründer Bill Gates hinter all dem stecken würde. Immerhin habe er schon im März 2015 erklärt, dass eine neue Seuche kommen werde. Das sei nur eine Frage der Zeit und „für den nächsten Ausbruch sind wir nicht vorbereitet“, so Gates damals. Hierbei bezog er sich auf den Ausbruch von Ebola 2014, der „dank Tausender selbstloser Helfer“ nicht zu einer globalen Pandemie wurde.

„Es besteht kein Grund zur Panik“, so Gates, „aber wird müssen anfangen“ uns auf einen zukünftigen Seuchenausbruch vorzubereiten. Vor allem auch mit der Erforschung von Impfstoffen. Und jetzt, wo weltweit Corona um sich greift, vermelden Medien, dass seine Stiftung „Gates Foundation“ 100 Millionen US-Dollar zur Erforschung und Bekämpfung von COVID-19 spendet.

Hauptziel ist natürlich die Entwicklung eines Impfstoffes. Immerhin hat Gates schon am 28. Februar 2020 im „New England Journal of Medicine“ gewarnt, dass sich der Corona-Ausbruch zu einer Jahrhundertseuche entwickeln kann. Hat Gates also diese Seuche selber lanciert, um ach letztlich an ihr (noch mehr) zu bereichern, so einige dunkle Überlegungen.

Folglich, so wird dabei unterstellt, seien Gates Millionen eigentlich keine „Spende“ im eigentlichen Sinn zum Wohle der Menschheit. Vielmehr wäre das Geld eine wohl durchdachte Investition des Milliardärs.

Es geht aber noch unheimlicher in Sachen Corona-Verschwörung. In Wahrheit, so zum Beispiel einige Spekulationen im Iran, ist Corona eine Biowaffe der USA. Absichtlich freigesetzt um Menschen zu töten, was ja auch fast immer der Zweck biologischer Kampfstoffe ist.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

So makaber es sich anhören mag: Für eine biologische Waffe ist der COVID-19-Virus viel zu harmlos. Im Vergleich zu der Anzahl der weltweit infizierten sterben recht wenige Menschen daran. Für Anhänger dieser Verschwörung wäre das sicher kein Problem. Dann wäre diese Corona-Biowaffe halt absichtlich als eine leichte und abgeschwächte Waffe konzipiert worden. Vielleicht, damit sie eben nicht als eine solche erkannt wird.

Corona ist eine jüdische Verschwörung

Im Irak hat diese Verschwörungstheorie der Politologe Muhammad Sadeq Al-Hashemi bereits am 26. Februar 2020 verbreitet. Die „zionistische Lobby“ und die USA wollen mit der Freisetzung des Virus „die Weltbevölkerung reduzieren“, so Al-Hashemi. Dabei würden sie auch nicht vor den eigenen US-Bevölkerungen halt machen, da die jüdische Weltverschwörung Platz für das eigene Volk haben will.

Die jüdische Familie Rothschild habe auch vor, so der irakische Verschwörungstheoretiker weiter, ein Drittel der Bevölkerung Schottlands auszurotten. Dazu besäße der reiche Familien-Clan ein Monopol an entsprechenden geheimen Laboratorien, in denen entsprechende biologische und sogar nukleare Waffen entwickelt würden, behauptet Al-Hashemi. Vor allem zähle auch das gefährliche Anthrax („Milzbrand“) seiner Meinung dazu (in der Tat wurde der Kampfstoff auf der schottischen Insel Gruinard Island 1942 bis 1942 an ca. 80 Schafen getestet).

Sehr ähnliches hat auch Dr. Taha Al-Mutawakkil, der Houthi-Gesundheitsminister des Jemen, behauptete. In seiner am 20. März 2020 im Fernsehen gesendeten Freitagspredigt, schob er den USA die Schuld an Corona in die Schuhe. „Amerika ist in der Lage, alle Nationen der Welt zu massakrieren“ und habe auch „nichts dagegen, seine eigenen Bürger zu töten“. Schließlich hätten sie mit den Anschlägen am 11. September 2001 bereits getan, so Al-Mutawakkil „im Namen“ Allahs.

Bechir Ben Hassen, ein in Frankreich lebender Geistliche aus Tunesien, sind in Covid-19 die Rache Allahs. „Nichts im Himmel oder auf Erden“ können diese Seuche Gottes aufhalten, da auch dieser Virus zu seinen „Soldaten“ gehöre. Für Hassan ist klar, dass dies eine Rache des Himmels gegen die Chinesen selber sei, da sie die muslimischen Volksstamm der Uiguren unterdrücken:

Das Virus ist ein Soldat in Allahs Armee. Heute stürzt es Menschen, als wären sie Insekten. Die chinesischen Behörden haben eine Million uigurischer Muslime belagert, und jetzt werden 50 Millionen Chinesen wegen des Virus belagert, und sie können kein Heilmittel dafür finden, weil dies Gottes Wille ist.“

Die Rache Allahs

„Nachdem China eine Million Uiguren isoliert hat, isoliert Allah China von der Welt“, stimmte der ägyptische Geistliche Ahmed Issa al-Maasrawi von der Al-Azhar-Universität Hassen zu. Scharfe Kritik kam in einem Onlinekommentar eines Gläubigen zu diesen Behauptungen:

Versetze dich nicht an Allahs Stelle. Allah rächt sich nicht kollektiv an einer ganzen Gemeinschaft. Er verbrennt den Weizen nicht mit der Spreu. Wenn du deine Religion gegenüber der Welt verteidigen willst, benimm dich wie ein Mensch.“

Tatsächlich bereitet der Gedanken an einer Strafe des Himmels „muslimischen Geistlichen besondere Probleme, da das Virus in muslimischen Ländern“ bereits weit verbreitet ist. Diese Länder wären im Vergleich darauf auch vielfach westlich schlechter vorbereitet und dagegen ausgerüstet, so Zvi Bar’el in einem Artikel auf „Haaretz“ am 11. März 2020. Corona mache dabei „keinen Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten oder zwischen arabischen und nicht-arabische Muslimen“.

Vielleicht sei es aber nur eine Verschwörung gegen den Iran selbst, wie es Präsident Hassan Rohani glaubt:

Unsere Feinde wollen den Iran aus Angst vor dem Coronavirus zu schließen. Dies ist eine Verschwörung unserer Feinde, und wir dürfen nicht zulassen, dass sie Erfolg haben.“

Christliche Bibelfundamentalisten sehen katastrophale Ereignisse aller Art überaus gerne als Zeichen der Apokalypse. Auch sie sind dabei genauso in der Minderheit, wie fundamentale Prediger im Islam. Es mag allerdings durch auch Bibelfundamentalisten geben, die von der einen oder anderen Art einer Verschwörung sprechen. Überwiegend sehen es aber Anhänger des Christentums „gelassen“, wie es scheint.

Also nicht als Strafe Gottes oder Ähnlichem. Inklusive dem Papst als deren geistliches Oberhaupt im Vatikan.

Ein „geistlicher Corona-Virus“

Der Virus sei wie die „Sünde“. Und wie die Sünde breitet sich auch die Pandemie unter den Menschen aus, sagt zum Beispiel die Webseite „Bibelpraxis“ in einem Podcast. Also soll man sich vor Corana ebenso „schützen und fernhalten“, wie es ein Christ auch von der Sünde tun sollte. Denn die Sünde sei ein „geistlicher Corona-Virus“, doch keine Strafe oder ähnliches von Gott.

In einem Artikel zum Virus heißt auf der christlichen Internetseite auch:

„Die Bibel spricht im Blick auf die Endzeit von Seuchen und Plagen. Die aktuelle Situation zeigt, wie realitätsnah diese biblischen Hinweise sind.

(…) Das ist nicht die einzige Plage, die uns Menschen aktuell beschäftigt. Zurzeit fallen Milliarden von Heuschrecken über Ostafrika und Pakistan her. Die Felder der Bauern sind inzwischen zum Teil vollkommen verwüstet. (…)

Vielleicht sollen das Coronavirus und die Heuschrecken dich aufwecken, damit du in deinem Leben eine geistliche Katastrophe verhinderst.“

Recht ähnlich sieht es auch Reinhold Scharnowski in einem Artikel auf „Livenet“, dem „Webportal von Schweizer Christen“:

Also: Lassen Sie sich grippeimpfen, waschen Sie die Hände gut und husten Sie in den Ellbogen – aber um Gottes willen, heben Sie dann den Kopf hoch! Gott hat die Kontrolle nicht verloren. Das Beste kommt erst noch.“

Es sei zwar verständlich, „dass diese ‚Zeichen der Zeit‘ gern Angst erzeugen, so Scharnowski, aber das hat nichts mit einer „Endzeit“ zu tun. Von einer Verschwörung sprechen so oder so die wenigstens Christen.

So zeigt sich wieder einmal sehr deutlich, dass einschneidende Ereignisse sehr schnell allerlei Verschwörungstheorien nach sich ziehen. Im Fall Corona scheint es aber so zu sein, dass neben den „üblichen Verdächtigen“ auch der Zorn des Himmels eine Rolle zu spielen scheint.

Fehlt eigentlich nur noch die Behauptung, dass COVID-19 von Außerirdischen geschickt wurde. Als Teil einer Alien-Invasion

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , , <

Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer +++ Artikel +++

Teilen:
Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher der Pyramiden-Bauer (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Keine Bauwerke der Vergangenheit regen so sehr zu Spekulationen, Thesen und immer neuen Überlegungen über deren Sinn und Zweck an, wie die Pyramiden von Gizeh in Ägypten. Mächte Monumente einer längst versunkenen Zeit, die noch heute Archäologen, “Laien-Forscher”, Autoren und Besucher faszinieren. Allerlei Geheimnisse sagt man den Bauwerken nach, die laut einigen Berichten sogar schon vor der Sintflut erbaut worden sein sollen. Und man vermutet in ihrem Inneren immer wieder “geheime Dinge”, die hier vor Jahrtausenden verborgen wurden. Was bei diesen Hypothesen allerdings kaum bis gar nicht beachtet wird, ist die Tatsache, dass die Pyramiden-Bauer in ihren Monumenten angeblich auch hunderte von geheimen Büchern versteckt haben. Schriften, die teilweise sogar von den Bauherren selber geschrieben wurden. Und ein berühmter und viel zitierter Geschichtsschreiber will sogar Jahrtausende später noch ein solches Buch persönlich besessen haben. Die Quelle seines Wissens, wie es heißt. In diesem Blog-Artikel soll den Spuren und Aussagen über diese verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer einmal genauer nachgegangen werden. Denn diese sind mehr als erstaunlich,wie Ihr hier lesen werdet!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Schatzkammern in den Pyramiden

In den vergangenen Jahrtausenden haben sich eine Fülle an Sagen, Legenden, Mythen, Spekulationen und Geheimnisse um die Pyramiden in  Ägypten angesammelt. Vor allem um die Pyramiden von Gizeh – und hier speziell um die Cheops-Pyramide. Wohl auch deshalb, dass sie mit ihren rund 147 Metern Höhe die größte ihrer Art in ganz Ägypten ist.

Nicht nur über den Sinn und Zweck oder die Erbauung an sich kursieren verschiedene Überlieferungen, wie man sie von dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot (490 – 430 vor Christus) oder aus dem mittelalterlichen „Hitat“ des arabischen Historikers Muhammad Al-Makrizi (1364 – 1442 nach Christus) kennt. Auch zahlreiche Geschichten wurden überliefert, die nicht nur davon erzählen, dass allerlei wundersame und wertvolle Dinge in der Pyramide verborgen wurden. Sie berichten auch davon, dass innerhalb der Cheops-Pyramide (oder allgemein in den Gizeh-Pyramiden) geheime Bücher und Schriften versteckt worden sein sollen.

Legendär wurde hierbei längst eine Behauptungen des „Hitat“, die hier nur zusammengefasst wiedergegeben soll. Denn darin heißt es, dass ein König mit Namen Saurid 300 Jahre vor der Sintflut in Träumen die nahe Katastrophe kommen sah. Wasser und Feuer werde die Erde vernichten, so seien Vision. So ließ er daraufhin die 130 „Obersten seiner Wahrsagen aus allen Provinzen Ägyptens“ zu sich kommen, um seine Träume zu interpretieren.

In einer „geheimen Besprechung“ mit König Saurid wurde untereinander diskutiert, was zu tun sei. Einstimmig habe man daraufhin den Bau der Pyramiden zur Rettung von Wissen und Weisheit beschlossen. Und so lesen wir im „Hitat“ über das Ergebnis dieser geheimen Tagung der Weisen mit dem König unter anderem:

Darauf ließ er in der westlichen Pyramide 30 Schatzkammern aus farbigen Granit angelegen; die wurden angefüllt mir reichen Schätzen, mit Geräten und Bildsäulen aus kostbaren Edelsteinen, mit Geräten aus vortrefflichen Eisen, wie Waffen, die nicht rosten, mit Glas, das sich zusammenfalten lässt, ohne zu zerbrechen, mit seltsamen Talismanen, mit verschiedenen Arten der einfachen und der zusammengesetzten Heilmittel und mit tödlichen Giften.“

In kaum einen „alternativen Geschichtsbuch“ über die Rätsel der Pyramiden fehlt diese Aussage. Ob sie in irgendeiner Form der Wahrheit entspricht, weiß niemand. Ebenso wenig kann niemand sagen, ob die Araber im 9. Jahrhundert irgendwas davon gefunden haben. Denn sie sollen es unter dem Kalifen Al-Mamun um 820 nach Christus gewesen sein, die „erstmals“ die Cheops-Pyramide  aufbrachen. In der Tat, wie umfangreich in meiner Artikel-Serie HIER aufgezeigt, machten sie dabei eine ganze Reihe von Funden.

Von den so wundersamen Dingen, wie oben zitiert, fanden sie aber scheinbar nichts.

Zauber- und Geheimbücher

Für Archäologen klingen diese Aussagen verständlicherweise so oder so viel zu phantastisch. Obwohl der Gesamtkontext noch weitaus phantastischer ist. Was im Zusammenhang mit dieser Geschichte häufig übersehen wird, ist aber eine spätere Aussage in dieser „Hitat“-Überlieferung:

In die farbige Pyramide endlich ließ er die Leichname der Wahrsager in Särgen aus schwarzem Granit bringen; neben jedem Wahrsager lag ein Buch, in dem seien wunderbaren Künste und Werke, sein Lebenslauf, was er zu seiner Zeit verrichtet hatte, und was vom Anfang bis zum Ende der Zeiten war und sein wird, beschrieben war. (…) Auch gab es keine Wissenschaft, die er (Saurid, Anm. LAF) nicht niederschreiben und aufzeichnen ließ.“

Letztlich wurde für die nachfolgenden Generationen noch eine Art „Bedienungsanleitung“ für alle diese Wissenschaften beigelegt:

Dazu kam eine Beschreibung jeder Fähigkeit, sowie der Art ihrer Ausführung und dessen, was sich dafür brauchen lässt.“

Demzufolge hat der Baumeister von Gizeh – in diesem Fall Saurid – mindestens 130 Bücher mit Geheimwissen in nur einer Pyramide verstecken lassen. Gut behütet von den Mumien ebenso vieler Weissager, denen noch dazu „die Schätze der Gestirne, die diesen als Geschenk dar gebracht worden waren“, mit ins Grab gelegt wurden.

Wo sind all diese Zauber- oder Geheimbücher der Pyramiden-Bauer? Wer hat den Weisen des Saurid „Schätze der Gestirne“ geschenkt – und was soll das gewesen sein? Gerade dies verlockt heute durchaus zu vielen Interpretationen und Deutungen, die von Meteoren bis außerirdischen Dingen reichen könnten …

Obwohl verschiedene Chronisten im „Hitat“ behaupten, dass innerhalb der Cheops-Pyramide unter Al-Mamun Schriftrollen oder Schriften gefunden worden sein sollen, schweigt es in Details. Die Ägyptologie kennt ebenso keine authentischen „Original-Funde“ dieser Art.

Eine gefundene Schriftrolle

Zumindest eines dieser Bücher wurde aber nach den Erzählungen des „Hitat“ tatsächlich gefunden. Oder besser gesagt, es soll erhalten geblieben sei. Im Laufe der Jahre sei dieses ominöse Werk aus der Pyramide immer wieder abgeschrieben und kopiert worden, so dass es die Zeiten überdauerte. Ursprünglich stamme die erste Kopie sogar von einem ägyptischen Überlebenden der Sintflut. So haben man die Schrift „in ununterbrochener Folge von ihm geerbt“, vermerkt der Historiker Kadi Abu Abdallah al-Kuda im „Hitat“.

Eines Tages dann habe ein Ägypter, der „eifrig nach den alten Büchern und Schatzquellen dort forscht“, das geheime Buch wiedergefunden. Ursprünglich stamme es nämlich tatsächlich aus der Cheops-Pyramide, die an dieser „Hitat“-Stelle dem Hermes zugeschrieben wird:

Was die Pyramiden betrifft, so gruben Leute ein Grab im Kloster von Abu Hirmis und fanden darin ein einen Toten in Leichentücher eingehüllt. Auf seiner Brust lag eine Papyrusrolle, die in ein Stück Zeug gewickelt war, als sie die aus dem Stück Zeug heraus nahmen, erblickten sie eine ihnen unbekannte Schrift.“

Was auf dieser Papyrusrolle gestanden haben soll, wird in der arabischen Chronik ebenfalls umfangreich rezitiert. Es war eben die Geschichte des Herrschers Saurid, der von einer Sintflut träumte und daraufhin die Pyramide(n) erbaute. Angefüllt mit Wissen, Weisheit, heiligen Büchern und Schätzen.

„Er habe die beiden Pyramiden in einem Zeitraum von sechs Monaten erbaut“, heißt es im „Hitat“ unter anderem zu dieser gewaltigen Leistung. Für die Ewigkeit war das ganze Projekt allerdings gar nicht gedacht. Nach den Legenden sollten die Pyramiden bzw. ihre „von oben bis unten mit eng zusammenstehenden, parallel laufenden Zeilen in der Schrift ihres Erbauers beschrieben“ Außenverkleidungen „in 600 Jahren zerstört werden“.

All diese angeblichen Bücher oder Schriften und geheimnisvollen Dinge sind heute lange verschollen. Ebenso wie die Außenverkleidungen der Pyramiden. Wobei es interessant ist, dass Ägyptologen wie Mark Lehner in diesen nicht zu entziffernden Inschriften „wahrscheinlich Graffiti von Besuchern, zum Teil sogar aus pharaonischer Zeit“ vermuten.

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, all die überlieferten Geschichten über das Pyramiden-Inventar und andere derartige Mysterien umfangreich zu durchleuchten. Das wir an einer anderen Stelle nachgeholt, denn hier soll sich auf die geheimem Schriften und Bücher konzentriert werden. Immerhin waren sie ein fester und zugleich wichtiger Teil dieser Schätze.

Die Pyramiden-Baumeister

Bezeichnungen wie „Zauberbücher“ oder „Bücher der Weisheit“ sind eigentlich vollkommen nichtssagend. Wie will man sagen, was in ihnen stand oder wer sie überhaupt geschrieben hat? Bis auf die oben zitierte Ausnahme, wissen wir davon nichts. Es gibt jedoch noch ein Ausnahme-Buch in den alten Überlieferungen, das angeblich sogar vom Erbauer der Pyramiden persönlich geschrieben wurde.

Und hier wird es kompliziert.

Es finden sich in der mittelalterlichen Chronik „Hitat“ sowie in anderen Quellen eine ganze Palette an Namen des Pyramiden-Baumeisters genannt. Einige scheinen dieselbe (mythische?) Person zu meinen, andere verwirren mehr, als das sie nutzen. Eine Auswahl aus dem „Hitat“ und anderer Chroniken:

  • Cheops
  • Henoch
  • Saurid b. Sahluk (Saurid b. Sahluk b. Sarjak)
  • („der erste“) Hermes
  • Gannad
  • Idris
  • „Die Ägypter“
  • Agathodaimon
  • Saddad b. Ad
  • Utarid
  • „Die Amalekiter“
  • Souphis

Dass im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende immer mehr Geschichten und damit Namen mit den Pyramiden in Verbring gebracht werden, ist nicht verwunderlich. „Märchenonkel“ Herodot war im 5. Jahrhundert vor Christus mit seinen „Historien“ einer der ersten Chronisten, der bekanntlich Cheops als Auftraggeber nennt. Obwohl er (heute) nachweislich Unwahrheiten über diesen Pharao überliefert hat. Man denke hier an das Heer der Sklaven-Arbeiter, die angeblich die Pyramide bauten. Heute ist das längst widerlegt.

Alle anderen Namen erschienen zum Teil 1.500 und mehr Jahre nach Herodot auf der geschichtliche Bühne der Mythen.

Wusste Manetho mehr?

Schon kurz nach Herodot widersprach ihm jedoch schon ein anderer Geschichtsschreiber mit Namen Manetho. Er lebte um die Mitte des 3. Jahrhundert vor Christus und gilt bis heute als ein ausgezeichneter Chronist, der zu Lebzeiten Zugang zu einem enormen Fundus an Quellenmaterialien gehabt haben muss. Auch wenn seine vollständigen Texte und Werke als verschollen gelten.

In seinem von vielen Historikern kopiertem und zitiertem Werk „Aegyptiaca“ wiederum findet sich auch eine interessante Chronologie der ägyptischen Dynastien. Inklusive der Herrschaft von Göttern und Halbgöttern. Zur 4. Dynastie schreibt er, dass die große Pyramide von Gizeh von einem König mit Namen Souphis erbaut wurde. Dies sei 4.300 Jahre vor dem Perserkönig Kambyses II. (558 bis 522 vor Christus) gewesen. Damit grob zwischen 2838 bis 2802 vor Christus. Ein Unterschied zur Regierungszeit von Cheops von mehreren Jahrhunderten, die von ca. 2620 bis 2580 vor Christus datiert wird. Dieser König Souphis habe auch nicht etwa 23 Jahre wie Cheops regiert, sondern 63 Jahre, wie Manetho schreibt.

Trotzdem setzt die Ägyptologie diesen Souphis mit Cheops gleich. Kleine Abweichungen seien Geschichtsschreibern wie Manetho halt gestattet. So lange sie nicht gleich alles vor die Sintflut verlegen, wie wir es im „Hiat“ gesehen haben, könnte man denken.

Es gibt hierbei ein Problem. Zu finden in der Manetho-Abschrift über die „Vierte Dynastie von acht Königen von Memphis, aus einer anderen Linie“ von dem byzantinischer Mönch und Geschichtsschreiber Georgios Synkellos aus dem 8. Jahrhundert. In seiner Weltchronik „Ekloge chronographias“ lesen wir über Souphis:

Er errichtete die Große Pyramide, die laut Herodotos unter Cheops erbaut wurde.

Er wurde auch gottverachtend und verfasste das heilige Buch. Dies habe ich in Ägypten erworben, weil es ein großer Schatz war.“

Allerhand!

Nicht nur deshalb, da offenbar Cheops und Souphis eben nicht als ein und dieselbe Person beschrieben sind. Zumindest kann man die Aussage zu Herodot so interpretierten. Nein, dieser Bauherr habe auch noch ein Buch verfasst, dass Manetho selber „in Ägypten erworben“ haben will. Kein Wunder also, dass man bis heute dem Geschichtsschreiber ein umfangreiches Quellenwissen zugesteht. Trotz chronologischer Fehler.

Ein Buch von Cheops selbst

Auch wenn Souphis = Cheops entspricht, was war das heilige Buch des „gottverachtenden“ Herrschers? Welche Informationen standen in dem „großen Schatz“ des Manetho niedergeschrieben? Oder hat er sich dieses uralte Buch des Pharao nur als Quelle ausgedacht, um seiner Geschichtsschreibung einen weiteren Anstrich von Seriosität zu verleihen?

Zumindest den berühmten jüdisch-römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus (ca. 37 bis 100 nach Christus) beeindruckte er damit sehr. Josephus, der wichtigste Autor über die jüdische und frühe christliche Geschichte des 1. Jahrhundert, wollte Manetho in Sachen Quellenstudium in nichts nachstehen. Wie sein Vorbild wollte auch er Quellen aus erster Hand. In „Chronologie des Manetho“ (1867) schreibt Georg F. Unger über diese Bemühungen:

„Seine Berühmtheit als Historiker bei den Bibelgelehrten verdankt Manetho dem Josephus (… von dem) sich der Besitz und die Benutzung seines Werkes mit Grund behaupten lässt. (…) Dieselben Motive und der Vorgang des Josephus, in dessen Fußtapfen Africanus als Geschichtsschreiber der Juden trat, machten diesen auf Manetho aufmerksam und bewogen ohne Zweifel den wissbegierigen Sammler, der seinen Aufenthalt in Ägypten, wie er sich rühmt, dazu benutzte, das berühmte Werk des Königs Cheops zu erwerben, auf Manethos Werk zu fahnden. Die Chronographen nach ihm kannten Manetho wahrscheinlich nur aus Africanus. Dies und die Entstehung mehrerer unächter Auszüge und Schriften beweist, dass sein Werk selten und frühzeitig verschollen war.

Trotz alledem sind die dürftigen Auszüge aus Manetho, schon bei dem Mangel eines zweiten vollständigen Kanons der ägyptischen Geschichte, von höchstem Wert. (…) im Ganzen und Großen hat er die Vorzuge, welche man von einem Geschichtsschreiber aus dem Lande, das die Wiege der Historie ist, erwarten darf, vermehrt durch andere, welche er dem Vorbild des Berosus verdankte.“

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Der Erbauer der Großen Pyramide ist damit wohl der einzige ägyptischer Herrscher in all den Jahrtausenden gewesen, der selber ein Buch – ein „heiliges Buch“ – geschrieben hat oder haben soll. Wo es heute ist, weiß natürlich niemand mehr.

Oder vielleicht doch?

Pharao Cheops, wenn wir ihm die Autorenschaft des ominösen Buches zubilligen wollen, starb vor rund 2.600 vor Christus. Etwa 2.300 Jahre später (Manethos Lebzeiten sind nicht bekannt, man datiert ihn zwischen 285 – 246 vor Christus) soll folglich noch ein Buch aus seiner Feder existiert haben, dass Manetho schließlich „in Ägypten erworben“ habe. Und das, obwohl angeblich erst über 1.000 Jahre nach ihm die Cheops-Pyramide durch die Araber „erstmals“ geöffnet und geplündert wurde.

Wer hat wo das Buch des Pyramiden-Bauers so lange verwahrt?

Der Prophet Henoch als “König von Ägypten”

Es geht in diesem Zusammenhang aber noch länger, sehr viel länger. In der Sammlung „Hitat“ des Al-Mamun wird bekanntlich von einigen (wenigen) Chronisten bzw. an verschiedenen Stellen der Bau der Gizeh-Pyramiden vor der Sintflut angenommen. Durch den vor allen in der Grenzwissenschaft viel zitierten Propheten Henoch, zu dem sich folgende Aussage findet:

Es gibt Leute, die sagen: Der erste Hermes, welcher der ‚dreifache‘ in seiner Eigenschaft als Prophet, König und Weiser genannt wurde (es ist der, den die Hebräer Henoch, den Sohn des Jared, des Sohnes des Mahalalel, des Sohnes des Henan, des Sohnes des Enos, des Sohnes Seths, des Sohnes Abraham – über ihm sei Heil – nennen, und das ist Idris), der las in den Sternen, dass die Sintflut kommen werden. Da ließ er die Pyramiden bauen und in ihnen Schätze, gelehrte Schriften und alles, worum er sich sorgte, dass es verloren gehen und verschwinden könnte, bergen, um die Dinge zu schützen und wohl zu bewahren.

Die ist die einzige Stelle im „Hitat“, in der Henoch explizit als Hermes und Baumeister genannt wird. Wobei nicht übersehen werden darf, dass über 30 weitere Historiker in dieser Chronik zu finden sind. Und bei ihnen kommt eine direkte und unmissverständliche Gleichsetzung der vorsintflutliche Personen Henoch und König Saurid nicht vor. Auch wenn König Saurid mehrfach als Herrscher vor der Sintflut bekannt wurde.

Hermes ist bekanntermaßen eine Gottheit. Auch der in Auflistung oben genannte Baumeister „Utarid“ entspricht diesem Gott Hermes. Nach dem „Hitat“-Historiker al-Warrak ist Utarid der, der „in der Sprach der Chaldäer Hermes genannt wurde“. Utarid sei „einer der sieben Torwächter gewesen, die zur Hut der sieben Planeten-Häuser bestellt waren“ und wurde aus „irgendwelchen Gründen“ König von Ägypten.

Demzufolge wäre Henoch alias Hermes einst König von Ägypten gewesen?! Das klingt nicht sehr glaubhaft.

Die Kopten

Obwohl die Mehrzahl der arabischen Historiker vollkommen uneins sind, wer letztlich die Pyramiden erbaut habe (die meisten nennen sogar den arabischen Herrscher Saddad b. Ad, der natürlich Jahrtausende nach Cheops lebte!) sprechen sie immer wieder von diesen „geheimen Büchern“. Wäre Henoch eine reale Person vor der Sintflut gewesen, die die Pyramiden erbaute, müsste er der Autor des von Manetho in Ägypten gefundenen Buches sein.

Tatsächlich gibt es alte Bücher, die Henoch als Autor nennen. Der Prophet lebte laut Bibel vor der Sintflut und schrieb laut den Henoch-Büchern tatsächlich unzählige Bücher auf Anweisungen des „Höchsten“ und seiner „Engel“. Historiker datieren diese Bücher Henochs natürlich lange nach dem Bau der Pyramiden. Sie wurden bereits unter christlichen Einfluss verfasst und stammen in den vorliegenden Fassungen mit Sicherheit nicht aus dem Zeitalter der Pyramiden-Bauer.

Manetho war wohl der letzte, der ein echtes Buches dieser Epoche besaß. Sofern er die Wahrheit sagte. Allerdings beruft sich das „Hitat“ an nicht wenigen Stellen auf die Kopten in Ägypten. Eine christliche Strömung, die naturgemäß erst nach Christus nach Ägypten kam. Im 3. Jahrhundert entstand das Koptische aus dem Ägyptischen heraus, und angeblich seien einige „Hitat“-Überlieferungen Übersetzungen aus koptischen Texten. Der christliche oder biblische Einfluss auf das gesamte „Hitat“ ist zumindest unverkennbar. Auch die in einem „Grab im Kloster von Abu Hirmis“ gefundene Schriftrolle soll in koptisch verfasst gewesen sein.

Sie aber können nicht die Autoren „Bücher der Pyramiden-Bauer“ gewesen sein. Ein koptischer Text, den man in einem Grab in der Cheops-Pyramide, dem Kloster Hermes („Abu Hirmis“), gefunden haben will, kann unmöglich Jahrtausende alt sein. Zumal an einigen Stellen von nicht zu lesenden Schriften gesprochen wird.

In der arabischen Zeit Ägyptens und vor allem in den Tagen der „Hitat“-Historiker waren das alte Ägyptisch und die Hieroglyphen unlängst in Vergessenheit geraten. Nicht ausgeschlossen, dass einige Gelehrte diese Sprache noch lesen und übersetzen konnten. Waren sie es, die alte Bücher und Schriften übersetzten bevor die Ur-Quellen verloren gingen? Stammen diese Quellen wirklich aus den großen Pyramiden und haben eine derart lange Zeit überstanden? Sind damit die gefunden Texte nur Beigaben wesentlich späterer Bestattungen? Ist deren Inhalt in irgendeiner Form korrekt?

Die Geheimbücher des Propheten

Die alten Chronisten sind sich dahingehend einig, dass sie sich nicht einig sind. Zusammenfassend gesagt erzählen sie, man habe die Pyramiden von Gizeh irgendwann zwischen den Tagen vor der Sintflut und Noah mit seiner Arche und Saddad b. Ad errichtet. Saddad b. Ad. ist eine literarische Figur der frühen Araber bei der der Eroberung Ägyptens, der zu einem mythischen Helden wurde. Dementsprechend ist dieser Held vor erst ca. 1.400 Jahre im Land der Pyramiden aktiv gewesen. Der Einfall der Muslime in Ägypten begann schließlich erst ab 640 nach Christus.

Wohl niemand will bestreiten, dass zu diesem Zeitpunkt die Pyramiden alle schon Jahrtausende standen.

Obwohl der Prophet Henoch, der schon laut Bibel „Umgang mit Gott pflegte“, als Bauherr im „Hitat“ die absolute Ausnahme ist, ist er der einzige, von dem bis heute Bücher vorliegen. Geschrieben wurden sie laut Bibelforschung zwischen dem 3. Jahrhundert vor und dem 1. Jahrhundert nach Christus. Auch da standen die Pyramiden schon längst. Die Sintflut, vor der Henoch gelebt haben soll, war da auch schon eine gefühlte Ewigkeit vorbei. Egal ob man sie jetzt 10.000 oder 5.000 vor Christus datiert, als lokales Ereignis (zum Beispiel in Mesopotamien), als Hirngespinst oder als globale Katastrophe.

Es existieren bis heute keine derart alte Schriften/Bücher oder Ur-Quellen, die man den Pyramiden-Baumeistern zusprechen könnte. Auch nicht von Henoch. Obwohl der Autor des slawischen Buch Henoch im 1. Jahrhundert über ihn Spannendes wusste:

Da rief der Herr den Bretil, einen seiner Erzengel, ihn, der weise ist und alle Werte des Herrn aufschreibt. Und der Herr sprach zu Bretil: Nimm die Bücher aus den Behältern! Gib Henoch eine Feder und diktiere ihm die Bücher an! Da brachte mit Bretil eilends die Bücher, die nach Myrrhen duften, und gab mit seine Feder.

Und er beschrieb mir alle Dinge im Himmel, auf Erden und im Meer, die Läufe und Orte aller Elemente, die Jahreszeiten, der Tage Läufe und Änderungen, die Gebote und die Lehren. Und Bretil sprach zu mir dreißig Tage und Nächte; seine Lippen redeten unaufhörlich. Auch ich schrieb, ohne auszuruhen, den ganzen Inhalt nieder. Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben.“ (slawisches Buch Henoch, 22,11-23,6)

Da der vorsintflutliche Patriarch Henoch für die Bibelforschung nur ein mythische und keine reale Person war, hat er auch dies gerade mal knapp 2.000 Jahre alte Buch nicht selber geschrieben. Auch wenn hier in der 1. Person gesprochen wird. Von den 360 Büchern mit himmlischem Wissen will die Bibelforschung schon gar nichts hören. Auch dies sei reine Phantasie eines frühchristlichen Autors, der nur Henoch als Urheber nannte, um seinen Werken eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen. Man denke hier an die fünf Bücher Moses des Alten Testament, die ebenso nicht von Moses geschrieben wurden. (detailliert zu den Überlieferungen und Büchern von Henoch HIER)

Noch mehr Widersprüche

Historisch authentisch ist das mittelalterliche „Hitat“ in keinem Fall. Dafür sind die Widersprüche der einzelnen Chronisten bzw. deren Überlieferungen viel zu gravierend. Wer aber mag Fakt und Fiktion darin zu unterscheiden, da auch offenkundige Tatsachen darin zu finden sind. Beispielsweise wird darin auch von dem Versuch des Sultan von Ägypten berichtet, eine Pyramide von Gizeh abzureisen. Wie heute jeder an der Nordseite der Mykerinos-Pyramide sehen kann, wurde das auch versucht.

Übeltäter und Verursacher der 8 Meter tiefen Beschädigung war Al-Aziz Uthman bin-Yusuf (1171 bis 1198), der eigentlich ganz Gizeh abreißen wollte. Als er aber acht Monate lang kaum Fortschritte machte, seine Arbeiter nur ein bis zwei Steine pro Tag fortschaffen konnten und die Kosten für die Zerstörung explodierten, ließ er von seinem Vorhaben ab. Was ihm aber gelungen sein soll, war die Zerstörung von Nebenpyramiden und der Verkleidungssteine der großen Pyramiden.

Was das „Abrisskommando“ des Sultans aber nicht überlieferte ist die Art der Inschriften eben auf diesen Außenverkleidungen. Ob die „von oben bis unten mit eng zusammenstehenden, parallel laufenden Zeilen in der Schrift ihres Erbauers“ angebrachten Texte wirklich nur Besucher-Graffiti waren, ist eine reine Vermutung der Archäologie. Ausschließen, dass Besucher auf den Pyramiden herum schmierten, kann wohl niemand. Waren das aber wirklich die einzigen „unlesbaren Texte“?

Sehr interessant ist eine weitere Aufzeichnung der arabischen „Hitat“-Chronisten. Es heißt in dieser, dass die Wände der Pyramiden „mit griechischer Schrift bedeckt waren“. Einige berichten, sie seien Gräber, doch die sind nichts Derartiges“, heißt es. Man habe sie zum Schutz vor der Flut gebaut, dass alles, „was nicht Schutz in solchen Bauwerken fände“ auf Erden vernichtet werden würde. Also ließ der Baumeister „seine Schätze und seinen Besitz“ in die Pyramiden schaffen.

Als sich schließlich die Sintflut wieder „verlaufen hatte“ wurden die Kostbarkeiten – was immer es auch gewesen sein mag – wieder aus den Pyramiden genommen und einer Person mit Namen Bisir oder Bisar übergeben. Es sei der „Sohn Miriams, des Sohnes Harns, des Sohnes Noah“ gewesen. Demnach wohl ein Enkel bzw. Nachkomme Noahs, die wir im 1. Buch Moses in Kapitel 10 finden.

Pyramiden-Schätze in Kornspeichern?

Wo aber sind diese Dinge dann hingekommen? „Spätere Könige brachten sie in ihren Kornspeichern unter“, sagt das „Hitat“ über deren Verbleib. „Und Gott weiß es am besten“. Informationsgehalt ist hier wieder einmal Mangelware. Eher scheint es sich hierbei um eine verschwommene Aussage zu handeln, die sich um den biblischen Stammvater Josef und seinem Aufenthalt in Ägypten dreht. Nachzulesen im 1. Buch Moses ab Kapitel 37. Josef habe einst laut Buch Genesis dem Pharao Träume gedeutet, dass sieben Jahre des Wohlstandes kommen, denen sieben Jahre des Hungers folgen werden.

Also ließ der Pharao vorsorglich dank der Traumdeutung des Josefs in den sieben „fetten Jahren“ einen Teil des Getreides für die Jahre des Hungers einlagern. Wie angeblich von Gott beschlossen brach daraufhin die Hungersnot über Land und Volk herein, und so „öffnete Josef alle Speicher und verkaufte Getreide an die Ägypter“ (Genesis, Kapitel 41).

Auch wenn es kaum zu glauben ist, aber genau diese Kornspeicher des Josef sollen die Pyramiden gewesen sein. Ein Märchen, das man sich jahrhundertelang über diese Monumente auch in Ägypten selber erzählte. Vor allem nachdem der römische Autor Julius Honorius (um 500 nach Christus) in „Cosmographia“ und der französische Bischof und Historiker Gregory von Tours in „History of the Franks“ (594 nach Christus) dies behaupteten.

Die Ägypter hätten einfach von oben durch ein Loch in der Spitze das Getreide in die Pyramiden gefüllt. Ein Mythos, der wohl erst durch den frommen deutschen Pilger Bernhard von Breydenbach nach einem persönlichen Besuch 1484 in Gizeh endgültig beendet wurde. In seinem mittelalterlichen Besteller „Peregrinatio in terram sanctam“ schrieb er nämlich 1486, dass diese Idee „eindeutig falsch ist, da diese Pyramiden innen nicht hohl sind“.

Obwohl heute jedem klar sein sollte, dass diese „Kornspeicher-Hypothese“ vollkommener Nonsens ist, vertrat sie beispielsweise der US-Präsidentschaftskandidat Dr. Ben Carson 2015 noch immer.

Die „Kern-Information“ dieser Legende erscheint letztlich recht dürftig. Sie könnte darin bestehen, dass nach der Flut die Nachfahren der Überlebenden (hier Noah), diese Schätze und damit wohl auch Schriften an sich nahmen. Diese „späteren Könige“ hüteten daraufhin das kostbare Erbe, in dem sie es an unbekannten Orten (hier Kornspeicher) verbargen …

Der Vollständigkeit halber sei hier noch einmal Henoch genannt. Die Henoch-Bücher sowie jüdische Sagen über ihn berichten, dass er seine Schriften seinen Nachfahren übergab. Dazu zählt natürlich auch Noah. Sie sollten sie sicher verwahren, da die große Flut naht. So kamen diese Werke mit auf die Arche und überstanden auf diesem Weg die Vernichtung.

Diese und weitere Überlieferungen führten auch zu der Überlegung, dass die Cheops-Pyramide in Wahrheit die Arche Noah war. Dazu finden Ihr HIER auch ein Video auf YouTube.

Fragen, Fragen, Fragen

In diesem Beitrag sollte der Fokus der seltsamen „Hitat“-Erzählungen auf die verschollenen Bücher der Pyramiden-Bauer oder „Weisen“ gerichtet werden. Diese mittelalterlichen Erzählungen sind, wie auch HIER gezeigt, natürlich weitaus komplexer. Und so ergeben sich zusammenfassend viele „Solls“ und „Wenns“, die sich ausnahmslos alle nicht belegen lassen:

  • Die über 30 Chronisten des „Hitat“ sowie andere Historiker widersprechen sich, wer die Gizeh-Pyramiden baute.
  • Wenige sagen, dass sie vor der Flut erbaut wurden und in ihnen Bücher und geheime Schriften verborgen waren.
  • Die Araber sollen im Zuge der „ersten“ Öffnung der Cheops-Pyramide im 9. Jahrhundert tatsächlich Texte oder Schriftrollen gefunden haben.
  • Wenn dem so ist, kann niemand sagen woher sie stammen oder wie alt sie waren.
  • Es soll auch ein Grab (im „Hermes-Kloster“) gefunden worden sein, in dem man eine Schriftrolle fand.
  • Diese sei in Koptisch verfasst gewesen (und von König Saurid und der Sintflut etc. berichtet haben).
  • Das Koptische ist eine relativ „moderne“ Schrift in Ägypten. Damit können die geheimnisvollen Bücher in ihrer Ur-Version nicht in koptisch verfasst worden sein.
  • Der Historiker Manetho soll der letzte Mensch gewesen sein, der angeblich ein authentisches Buch vom Baumeister der Pyramide in seinem Besitz hatte. Mutmaßlich geschrieben von Pharao Cheops selber.
  • Der Prophet Henoch wird mit einem Gott (Hermes) gleichgesetzt, wird allerdings (nur) einer „Hitat“-Stelle konkret als Pyramiden-Bauer (Saurid) genannt.
  • Mindestens 130 geheime Bücher mit Weisheiten sollen in der Pyramide im Auftrag von Saurid vor der Sintflut versteckt worden sein.
  • Henoch schrieb nach einem Buch mit seinem Namen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus sogar 360 Bücher mit göttlichen Weisheiten und Wissen. Auch vor der Flut.
  • Wenn irgendwelche Bücher davon jemals existieren, sind sie ausnahmslos alle verschollen. Ob vor der Flut geschrieben oder „klassisch“ in der 4. Dynastie von Pharao Cheops, spielt dabei keine Rolle.
  • Wenn diese Schriften angeblich in koptisch verfasst gewesen sind, warum waren dann andere nicht zu entziffern?

Verschollen, versteckt, vernichtet – wer kann das schon mit reinem Gewissen sagen? Die Suche nach den Mysterien der Vergangenheit wird wohl noch dann faszinieren, wenn das heute bereits lange Vergangenheit ist.

Video-Auswahl zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Mehr Videos dazu HIER.

Video vom 26. Aug. 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Video vom 28. Sep. 2017 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Video vom 6. Okt. 2018 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <

Der (neue) Däniken-Boom: Erich von Däniken und die Ancient Aliens +++ YouTube-Video +++

Teilen:
VIDEO: Der Däniken-Boom - Erich von Däniken und die Ancient Aliens (Bilder. D. Herper / Fischinger-Online / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Der Däniken-Boom – Erich von Däniken und die Ancient Aliens (Bilder. D. Herper / Fischinger-Online / Montage: Fischinger-Online)

Seit einem halben Jahrhundert ist Erich von Däniken aus der Grenzwissenschaft nicht mehr wegzudenken! Mit seinem ersten Buch 1968 stieß er das Tor in die Welt der Prä-Astronautik weit auf und fragt seit dem “Waren die Götter Astronauten”. Inzwischen folgten über 40 weitere Bücher und unzählige Vorträge und TV-Sendungen und Dokumentationen. Doch seit 2009 die US-Doku-Reihe “Ancient Aliens” startete, ist ein neuer Däniken-Boom ausgebrochen. Ein Hype um ihn und die Prä-Astronautik, von dem wir in Zentraleuropa bzw. Deutschland auf den ersten Blick gar nichts mitbekommen. Denn dieser spielt sich vor allem außerhalb der Öffentlichkeit und der Mainstreampresse hierzulande ab. In diesem YouTube-Video erfahrt Ihr alles über den neuen Däniken-Boom in anderen Teilen der Welt, der hierzulande wohl kaum denkbar wäre.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vor über 50 Jahren veröffentlichte Erich von Däniken sein erstes Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ („Chariots of the Gods“). Seit dem folgten über 40 weitere Bücher von ihm und unzählige TV-Sendungen, Dokumentationen, Vorträge und Serien.

Millionen Leser waren (und sind) in seinen Bann gezogen.

Und Erich von Däniken – heute 84 Jahre – ist noch immer äußerst aktiv bei seiner Suche nach den Göttern aus dem All. So verwundert es auch nicht, dass wohl jeder an Grenzwissenschaft und Mystery sowie an Rätsel der Vergangenheit Interessierte ihn kennt oder bereits von ihn und seinen Thesen hörte.

Doch seit dem Start der US-TV-Serie „Ancient Aliens“ 2009, die nunmehr bereits über 150 Folge umspannt, ist ein neuer Däniken-Boom ausgebrochen. Ein Boom und ihn und seine Überlegungen über Außerirdische, die vor Jahrtausenden hier auf die Erde kamen – und von unseren Ahnen für Götter gehalten wurden.

Dieses neuen Kult, Boom oder Hype bekommen viele Menschen in Zentraleuropa aber so überhaupt nicht mit! Seien es grenzwissenschaftlich auf die eine oder andere Art interessierte Mystery-Jäger oder die Mainstreammedien. Denn er zeigt sich erst auf dem zweiten Blick über die Grenzen Europas hinaus.

In diesem YouTube-Video möchte ich Euch genau über diesen neuen Däniken-Boom berichten. Denn Erich von Däniken ist in anderen Teilen der Welt ein gefeierter „Ancient Aliens“-Star. Geliebt von vielen Fans, Prominenten und Medien. Das genaue Gegenteil wie bei uns.

Bleibt neugierig …

Video vom 29. August 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , <

50 Jahre Erich von Däniken und “Erinnerungen an die Zukunft”: Das sagen seine Fans und Leser heute (+ Videos)

Teilen:
50 Jahre Erich von Däniken und "Erinnerungen an die Zukunft": Das sagen seine Fans und Leser heute (Bilder: L. A. Fischinger & Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)
50 Jahre Erich von Däniken und “Erinnerungen an die Zukunft”: Das sagen seine Fans und Leser heute (Bilder: L. A. Fischinger & Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)

Im Februar 1968 publizierte der ECON Verlag in Düsseldorf das Buch “Erinnerungen an die Zukunft” eines bis dato unbekannten Schweizer Autoren mit Namen Erich von Däniken. Damit wurde von Däniken und mit ihm die Idee der Astronautengötter der Antike schlagartige weltberühmt (detailliert HIER). Über 50 weitere Bücher folgten und der “Vater der Prä-Astronautik” hat bis heute in aller Welt treue Leser und Fans. Vor allem in den USA ist von Däniken ein regelrechter Superstart der “Alien-Szene”. Viele Menschen wurden durch ihn inspiriert, sich mit Grenzwissenschaft und Ancient Aliens auseinander zu setzen. Nicht wenige wurde selber Autoren und Forscher des Unfassbaren. Ein halbes Jahrhundert später denken zum Jubiläum des Weltbestsellers “Erinnerungen an die Zukunft”, Freunde, Weggefährten, Kollegen und Autoren zurück. Was sie heute zum Ideengeber von Däniken sagen, worauf sie zurück blicken und wie seine Bücher von vielen das weitere Leben veränderten und bestimmten, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Däniken die “Hämorrhoide am Hintern der Archäologie”

Es war im vergangenen Jahr 50 Jahre her, dass “Erinnerungen an die Zukunft – Ungelöste Rätsel der Vergangenheit” von Erich von Däniken in Deutschland erschien. Die Folge war die viel zitierte “Dänikenites”, wie es US-Medien nannten. Ein Hype und Run auf von Däniken und sein 1. sowie die folgenden Bücher.

Damit war die Prä-Astronautik zwar nicht geboren, aber plötzlich weltweit bekannt. Jeder sprach nun über die Idee, ob vielleicht die mythologischen Götter usw. in Wahrheit nicht leibhaftige Außerirdische gewesen sein könnten. Götter der Sterne, die in längst vergangenen Zeiten die Erde unserer Vorfahren besuchten. Wesen aus dem Universum also, die hier auf der Erde in menschlichen Mythen, Religionen, Überlieferungen, Bauwerken oder auch Bildnissen ihre Spuren hinterlassen haben.

Fraglos ein spannender Gedanke, der damals Millionen Menschen elektrisierte. Es war das Zeitalter der Mondlandungen und der Auflehnung der jungen Generation gegen das alte Establishment. Von Däniken seine Bücher trafen den Nerv der Zeit – und der etablierten Archäologie, Theologie und Geschichtsforschung vor dem Kopf. Der bekannte Professor Harald Lesch meinte deshalb in einem Interview anlässlich des 80. Geburtstag von von Däniken 2015 (s. Blog-Artikel HIER):

“Erich von Däniken ist eine der Hämorrhoiden am Hintern der Wissenschaft gewesen. Er hat immer wieder gezwickt und damit die Archäologie und die gesamten historischen Wissenschaften ein bisschen herausgefordert. Und das hat ja offenbar das Publikum sehr gemocht.”

Das mag das Publikum immer noch. Vor allem in den USA, wo das Thema Götter aus dem All vor allem durch die TV-Serie “Ancient Aliens” wieder weithin bekannt wurde. Dort ist von Däniken ein Star, dem zehntausende Fans begeistert zuhören, wie er es vor einiger Zeit in diesem sehr interessanten Interview ebenfalls erzählte. Junge und alte Menschen finden seien Ideen spannend und nicht wenige halten sie für durchaus denkbar oder möglich.

Ein halbes Jahrhundert Erich von Däniken und die Götter aus dem All

All das wurde 1968 mit nur einem Buch erstmals ausgelöst. Es folgten rund 55 weitere Bücher des Götter-Jägers. Sachbücher, wenige (Sach-)Romane zum Thema und eine Reihe Anthologien, die er herausgegeben hat. Praktisch alle Autoren, die neben von Däniken heute über Prä-Astroanautik schreiben, wurden irgendwann durch ihn “angefixt”. Nicht unbedingt bereits vor 50 Jahren, doch auch die “junge Generation” kam irgendwann mit dem Schweitzer in Berührung.

Ich persönlich zum Beispiel im September 1989, als ich zufällig zwei Dokumentationen von und mit von Däniken im TV sah. Mein ganz persönlicher “Einstig in die Materie”, wie ich es sehr detailliert in meiner Autoren-Vita HIER schildere.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Was liegt also näher, als anlässlich 50 Jahre “Erinnerungen an die Zukunft” Kommentare und Statements von Menschen zu sammeln, deren Leben durch dieses (oder ein folgendes) Buch verändert wurde?

Genau das hat die “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” (A.A.S.) getan, und nach und nach in dem Magazin “Sagenhafte Zeiten” veröffentlicht. Einige Dutzend dieser Erinnerungen hat die A.A.S. inzwischen als PDF auf deren Internetseite für jedermann veröffentlicht. Für jeden Däniken-Fan und -Leser ein spannender Abriss der unterschiedlichsten Werdegänge. Und obwohl alle Erinnerungen an die “Erinnerungen” unterschiedlich sind, ähneln sie sich doch sehr.

Kritiker, Fans und Ignoranten

Unter den Statements befindet sich auch eines von mir:

Seit Kindesbeinen begeisterten mich der Weltraum, Aliens, Science Fiction, fremde Kulturen und alles ‘Phantastische’.

Doch dann jener Tag im September 1989: Im TV liefen die Dokus ‘Erinnerungen an die Zukunft’ und ‘Botschaft der Götter’ von und mit unserem EvD, von dem ich als Teenager bis dato noch nie etwas vernommen hatte. Ich war von dem, was der Herr mit dem komischen Dialekt dort berichtete, augenblicklich elektrisiert! Umgehend wurde ‘Erinnerungen an die Zukunft’ als mein erstes Buch zum Thema (analog) bestellt und die VHS-Aufzeichnungen der Doku-Wiederholungen von ‘Pro7’ immer wieder angesehen. Weitere EvD-Titel und Bücher anderer Autoren folgten. Wenig später dann die UFOs, die damals in aller Munde waren (belgische UFO-Welle).

Die Begeisterung an den Rätseln der Welt ließ mich von da an nie wieder los. Bis heute, wo ich als Autor und Mystery-Jäger aktiver bin denn je. Danke, Erich!

Es blieb nicht aus, dass bereits vor 50 Jahren Dänikens Bücher von vielen Seiten her hart und harsch attackiert und kritisiert wurden. Das lag und liegt in der Natur der Sache, da in diesen nicht weniger als die gesamte Weltgeschichte auf den Kopf gestellt wird: Aliens kamen zur Erde, wurden von unseren technologisch primitiven Vorfahren gesehen und für Götter gehalten, die Anwesenheit der Fremden fand Niederschlag in der globalen Mythologie, in sakralen Bauten sowie den Weltreligionen und letztlich ist Gott ein Außerirdischer.

Durch die “Dänikenites”, und da die ersten Bücher von Däniken die Bestsellerlisten anführten, mussten Medien und “etablierte Wissenschaften” reagieren. Was folgte war von der einen Seite ein jahrzehntelanger Shitstorm, wie man es heute nennt, und von der anderen Seite pure Begeisterung. Kritiker, Hater, Neider, Fans, “Ungläubige” und “Gläubige” gaben ihr Stelldichein. Andere wiederum ignorierten es einfach. Aus mangelndem Interesse oder da es in ihren Augen eh Unsinn ist.

Auf der Suche nach mehr “Input”

Eigentlich war es damals nicht anders als heute. Der einzig Unterschied bestand nur darin, dass all die Debatten und auch Schlammschlachten über Pro und Contra analog ausgefochten wurden. Recherchen waren überaus mühsam und Quellenmaterial schwer zu bekommen. Vor allem für den Laien war es eine langwierige und auch kostenintensive Arbeit. Und für mehr “Input” in Sachen Astronautengötter und Rätsel der Vergangenheit musste man auf neue Däniken-Bücher, Magazine oder TV-Sendungen warten.

Nicht wenige Sendungen und Medienberichte nahmen sich den Däniken-Aussagen an. Meistens kritisch, in dem dieser oder jener Experte oder Professor gegen die Idee der Prä-Astronautik aussprach. Aber auch von Däniken selber wurde schnell zu einem gefragten Gast im TV oder für Interviews.

Wollte jedoch ein Fan oder Kritiker die Aussagen, Behauptungen und Materialien überprüfen oder selber studieren, wurde es noch schwerer. Und teurer. Immerhin reiste von Däniken stetig in der Welt herum und lieferte spannende Bilder und Geschichten, von denen der Ottonormalverbraucher noch nie etwas gehört hatte. Entsprechende Fachliteratur gab es höchstens durch Fernleihe an Bibliotheken oder Universitäten, die dann womöglich noch in einer Fremdsprache war.

Bei all den Ländern, Kulturen, Stätten, Religionen, Mythen, Völkern, Göttern und vielem mehr, die in den Büchern von Däniken bis heute vorkommen, konnte damals niemand wirklich selber aus erster Hand forschen. Obwohl es schon früh erste kritische Bücher zu den Thesen Erich von Dänikens auf dem Markt gab. Doch die “etablierte Wissenschaft” hatte wahrscheinlich schlichtweg auch keine Lust und Zeit all die unzähligen Einzelthemen zu überprüfen oder sogar zu widerlegen.

Die “Input-Flut”

Heute ist das anders. Ganz anders!

Kritiker wie Fans finden in den Weiten des Internet buchstäblich alles Relevante zu nahezu allen Themen. Und ist es nicht direkt in digitaler Form am PC verfügbar, findet man schnell heraus, wo man es bekommt. Nicht minder schnell findet man auch neuen “Input” zu diesem oder jenem oder einem ganz anderen Rätsel der Welt (oder solche, die es sein sollen) und sehr zügig Gleichgesinnte für einen Austausch.

Das ist bekanntlich Fluch und Segen zugleich.

Aufgrund der heutigen “Input-Flut” im Netz – inklusive unzähliger Fakes, Halbwahrheiten und Falschbehauptungen! – spielt sich die Auseinandersetzung mit von Däniken und der Prä-Astronautik online ab. Meistens anonym prügelt hier die eine Seite auf die andere ein. Neueinsteiger in die Themen werden überschüttet mit angeblichen Mysterien und “Fakten” zur Grenzwissenschaft und die Mystery Files der Welt. Überprüft wird fast nie, genau gelesen oder nachgelesen ebenso wenig. Zur Bildung einer Meinung und zum Erhalt von “Wissen” reicht vielen Menschen allein die Headline eines Beitrages oder Artikels.

Wichtig ist heute oftmals: Bitte wenig Text. Und wenn, dann bitte ganz einfach verfasst. Quellen, sachliche Fußnoten oder sogar der Hinweis auf Bücher sind überflüssig. All das muss spektakulär und vor allem vollkommen kostenlos (und werbefrei) sein. Sensationelle “Enthüllungen” sind gefragt – nicht Fakten!

Wen wundert es da, dass viele Fans und frühe Leser von Erich von Däniken heute fast schon wehmütig auf die “gute alte Zeit” zurückblicken? Das zeigen auch die von der “Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI” veröffentlichten Statements zu 50 Jahren “Erinnerungen an die Zukunft” sehr gut.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Video-Auswahl zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

YouTube-Video vom 21. Nov, 2015

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

YouTube-Video vom 27. Okt. 2014

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Mehr zu Erich von Däniken bei amazon.de (s. a. HIER):

Tagged , , , , , <

UFOs und das US-Militär: Deutsche Mainstreammedien können alles erklären – oder auch nicht (+ Videos)

Teilen:
UFOs und das US-Militär - Deutsche Mainstreammedien können alles erklären (oder auch nicht)
UFOs und das US-Militär – Deutsche Mainstreammedien können alles erklären (oder auch nicht) (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Während in den USA verschiedene Mainstreammedien oder Leitmedien wie “CNN”, “New York Times” oder “Washington Post” ungewohnt offen über UFOs und UFO-Sichtungen von US-Piloten etc. berichten, schweigt die Presse in Deutschland weitestgehend dazu. Es liegt bekanntlich ein Tuch des Unseriösen und Lächerlichen über dem Thema UFO, das damit nichts für die “seriöse” Mainstreampresse ist. Kürzlich hat dennoch “Der Spiegel” online darüber in einem kleinen Video berichtet. Darin äußert sich ein Redakteur des “Spiegel” zu dem aktuellen UFO-Thema und hat auch gleich für scheinbar alles eine Erklärung. Was der “UFO-Forscher” des Politmagazins berichtete und warum er so angeblich mehr weiß als die US-Army, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wenn Mainstreammedien das Thema UFOs und Sichtungen von unbekannten Objekten oder Erscheinungen annehmen, kommst so gut wie immer nichts Gutes dabei heraus. Das zeigen die letzte Jahrzehnten deutlich. Und das zeigt sich jetzt auch in einem kleinen Video, dass “Der Spiegel” am 14. Juni 2019 online gestellt hat.

In diesem Video berichtet der Redakteur “Marco Evers über UFO-Berichterstattung der New York Times – und den Umgang mit unerklärlichen Videos im Internet”. Also eine journalistische Reaktion des “Spiegel” auf die aktuell zahlreichen Presseberichte in den USA über das UFO-Phänomen. Ausgelöst durch die Ankündigung der US-Navy, dass deren Piloten und Angehörige tatsächlich UFOs sehen und das Phänomen vollkommen real sei.

Deshalb, so das Militär weiter, wolle man eine Art “einheitliches UFO-Meldesystem” bei der Navy einführen. Mehr dazu in diesem Video HIER und unten.

“Der Spiegel” und die UFOs

Der “Spiegel”-Redakteur Marco Evers ist beim Nachrichtenmagazin als “Science Reporter” tätig und demnach also für den Bereich Wissenschaft zuständig. Über die aktuelle UFO-Diskussion hat Evers bereits in einem (kostenpflichtigen) Artikel für den “Spiegel” berichtet, in dem er unter anderem titelt:

Eine Gruppe von Ufologen glaubt, Beweise dafür zu haben, dass Außerirdische die nationale Sicherheit der USA gefährden.

Darin heißt es zu Beginn weiter:

Die ‘New York Times’ und die ‘Washington Post’ gelten als beste Tageszeitungen Amerikas, wenn nicht gar der Welt. (…) Umso verblüffender ist, was beide jetzt allen Ernstes berichten: Hoch über den Vereinigen Staaten gingen mysteriöse Dinge vor sich.

Schon hier wird deutlich, dass “Spiegel”-Autor Evers die ganze Thematik und aktuelle UFO-Berichterstattung in den USA alles andere als ernst nimmt. Schon allein gleich “eine Gruppe von Ufologen” ins Spiel zu bringen, ist meiner Meinung nach eine Frechheit!

Natürlich ist Evers nur ein Redakteur bzw. Journalist. Das UFO-Thema ist mit Sicherheit nicht sein Gebiet und es ist darauf zu wetten, dass er sich nie damit wirklich befasst hat. Warum sollte er auch, wenn es ihn nicht privat interessiert? Besonders aber zeigt sich dieses Desinteresse in seinem oben genannten UFO-Video für den “Spiegel”. Denn in dem kurzen Film suggeriert der Redakteur in wenigen Minuten, dass schon er als vollkommener Laie die UFO-Sichtungen der US-Navy am heimischen PC erklären kann.

Ein Ufologe des “Spiegel” klärt auf …

Ganz richtig sagt Evers in seinem “Spiegel”-Film allerdings:

Im Internet finden sich Aufnahmen von UFOs, die sich sehr, sehr schnell selbst aufklären.

Dies stimmt ohne Zweifel. Man muss sich nur man die zahnlosen Videos mit “UFOs” bei YouTube ansehen, die von zahllosen Fakes über Irrtümer und einfach Lichtpunkte bis zu “das ist interessant” reichen. “Spiegel”-Ufologe Marco Evers allerdings zeigt in seinem Film anhand von Beispielen, dass Aufnahmen im Infrarotbereich aufgrund ihrer Fremdartigkeit schnell wie UFOs aussehen können. Die Technik, in der Wärmeabstrahlungen wie beispielsweise von Flugzeugtriebwerken wie massive Objekte erscheinen können, führe seiner Meinung nach oft zu UFO-Falschmeldungen. Oder zu falschen UFO-Videos, die dann im Netz die Runde machen.

Was das aber mit UFO-Meldungen von Piloten oder Angehörigen der US-Navy zu tun hat, verschweigt Evers. Vielmehr wird der eindeutige Eindruck erweckt, dass die Militärs unfähig seinen solche Infrarotaufnahmen richtig zu deuten. Obwohl solche Technologien Alltag sind und zur Routine der Piloten gehören. Würden die US-Navy-Piloten (oder andere) dieses absolute Grundwissen nicht beherrschen, dürften sie wohl kaum starrten dürfen!

Dennoch erweckt das Video des “Spiegel” den Anschein, dass es so ist!

Evers bemängelt aber auch die ungenügende Datenlage bei diesen Navy-UFO-Sichtungen. Welche konkret nennt er nicht. Dies ist ein Problem, dass bei vielen UFO-Meldungen vorliegt. Würden mehr Daten vorliegen, so ist Evers überzeugt, “könnte man ein außerirdisches UFO ausschließen”. Woher der “Spiegel”-Redakteur allerdings wissen will, dass die US-Army nicht genügend Daten zu den einzelnen Meldungen vorliegen hat, verrät er nicht. Was den Mangel an zusätzlichen Daten zu UFO-Videos im Internet angeht, hat Evers natürlich vollkommen recht.

Es gibt weitaus schlimmere Berichte zum UFO-Thema in den Medien und der Presse – positive/spekulative und negative/kritische. Doch dieses Video des Journalisten Marco Evers zeigt einmal mehr, dass das UFO-Thema für die Mainstreammedien in Deutschland schlicht nicht ernsthaft genug ist …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Video zum Thema bei Grenzwissenschaft & Mystery Files

Video vom 3. Mai 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Video vom 17. Mai 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , , , , <

US-Archäologe widerlegt Ancient Aliens und Verschwörungstheorien um die Archäologie – hat er das?

Teilen:
US-Archäologe widerlegt Ancient Aliens und Verschwörungstheorien um die Archäologie - hat er das? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & L. A. Fischinger / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
US-Archäologe widerlegt Ancient Aliens und Verschwörungstheorien um die Archäologie – hat er das? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei & L. A. Fischinger / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Es ist alles andere als ein Geheimnis, dass etablierte Archäologen und andere “Mainstream-Wissenschaftler” seit Jahrzehnten die Ideen der Prä-Astronautik strickt ablehnen. Außerirdische Astronauten gab es nicht. Ancient Aliens waren nie auf diesem Planeten. Die Götter der Antike waren alles – nur keine Raumfahrer aus dem All. Des weiteren existiert auch keine Verschwörung innerhalb der archäologischen Community dazu. So der recht einheitliche Tenor, den sich selbstverständlich auch und vor allem Theologen anschließen. Aktuell sorgt in diesem Zusammenhang ein Interview mit einem Archäologen der Arizona State University für weltweite Schlagzeilen. In diesen Presseberichten heißt es, er habe den “Einfluss von Aliens” in  der Vergangenheit und “Verschwörungstheorien zur Archäologie” “entlarvt”. Aber hat er das tatsächlich? Was hat der Wissenschaftler wirklich gesagt? Und weshalb hat offenbar kaum jemand sein Interview überhaupt gelesen? In diesem Beitrag erfahrt Ihr es.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Prä-Astronautik und Ancient Aliens – “debunekt”

So wie man heute die Prä-Astronautik “Ancient Aliens” nennt, nennt man deren Widerlegung heute “debunked”. “Debunker” sind auch im deutschen Sprachraum “Entlarver” oder “Widerleger” dieser oder jener These, Idee oder Spekulation. Hierbei natürlich vor allem aus dem Bereichen der Grenzwissenschaft und Mystery Files.

Eigentlich sollte heute, wo alles im Netz vollkommen ungeprüft weiter verbreitet wird, jeder Mystery-Interessierte ein “Debunker” sein. Auch wenn dieses Wort schon lange zu einem Kampfbegriff geworden ist. Hater, Neider und Trolle werfen selbst mir vor, dass ich ein solcher bin. Ihnen passt es nicht, dass ich als Grenzwissenschaftler auch Lügen, Fakes und Irrtümer aufzeige und belege. Glauben möchte man – nicht wissen!

Und doch fällt es es in eine andere Kategorie wenn ein Mainstream-Archäologe sich gegen Prä-Astronautik-Ideen oder “Verschwörungen in der Archäologie” wendet. Die Mystery-Gemeinde nennt solche Menschen schnell System-Trolle oder bezahlte Desinformanten. Hinterfragen oder prüfen, was diese Personen genau sagten, macht kaum jemand.

Ein Vorwurf, den man aber umgekehrt genauso auf die Mainstreampresse anwenden kann. Denn auch sie plappert im grenzwissenschaftlichen Themenbereich sehr gerne alles nach. Dabei ist es sogar gleichgültig, ob es pro oder contra ist. So geschieht es aktuell auch mit einem Interview, das der Archäologe Matthew Peeples gegeben hat. Er ist Kodirektor der “School of Human Evolution and Social Change” vom “Center for Archaeology and Society” der Arizona State University. Seines Zeichen auch ein Experte für Feldbilder, den sogenannten Petrogyphen, in den USA.

Und über diesen Assistenz-Professor heißt es, er habe “den Einfluss von Außerirdischen und andere Verschwörungstheorien zur Archäologie entlarvt”.

Teil der Archäologie-Verschwörung

Auf der Webseite der Universität erschien dazu am 14. März ein Interview mit Matthew Peeples. Darin spricht er davon, dass die Idee der Prä-Astronautik bzw. Ancient Aliens nichts weiter als eine Art Popkultur ist. Sie entstand “Anfang des 20. Jahrhunderts in der Science-Fiction-Literatur” und habe so nach und nach ihren Siegeszug angetreten.

Seiner Meinung nach belegen das die zahlreichen TV-Sendungen rund um das Thema Astronautengötter im Altertum. Explizit nennt er die US-TV-Serie “Ancient Aliens”. Ebenso den Science-Fiction-Autoren H. P. Lovecraft. Ein bis heute gefeierter Autor, der tatsächlich bis zu seinem frühen Tode 1937 Bücher und Geschichten mit Elementen der Prä-Astronautik veröffentlichte.

Matthew Peeples:

Diese Ideen werden nicht durch wissenschaftliche Beweise gestützt. Aber sie sind so weit verbreitet, dass viele Leute glauben, dass an ihnen etwas dran sein muss. Am Beispiel der Großen Pyramiden in Ägypten haben Archäologen deutlich gezeigt, wie diese Strukturen in eine breitere Tradition kleinerer Steinstrukturen und früherer Versuche des Pyramidenbaus passen. Auch die Gebäudetechnik ist beeindruckend, aber wir müssen keine Aliens beschwören, um sie zu erklären.

Eine andere populäre Ansicht ist, dass professionelle Archäologen selbst die Wahrheit über die Vergangenheit verstecken. Mich persönlich habe Leute beschuldigt, Teil einer weit verbreiteten Vertuschung oder Verschwörung zu sein.”

Filme wie “Akte X” oder “Stargate” würden seiner Meinung nach solche Ideen einer Verschwörung weiter befeuern. Obwohl es Archäologen lieben würden “ihre Vorstellungen über die Vergangenheit mit neuen Daten und Entdeckungen zu testen”. Immerhin treibe genau das die Wissenschaft voran, so Peeples.

In der Tradition von König Arthur

Weite Teile des Interviews widmet sich Peeples diversen Behauptungen um Felsbilder in den USA. Immerhin ja auch sein Fachgebiet. Beispielsweise, das einige dieser Bilder für Archäologie-Kritiker belegen sollen, dass die Wikinger an diesen Orten waren. Peeples lehnt diese Interpretation aus verschiedenen Gründen ab. Etwa deshalb, da Reproduktionen der fraglichen Bilder in Büchern falsch seien. In Wahrheit sähen sie nämlich anders aus und sind damit alles andere als ein Beleg für Europäer lange vor Kolumbus im Westen der USA.

Derartige Verschwören stünden nach Peeples in einer Art Tradition zu König Arthurs. Denn auch diese mythische Gestalt sei einst, etwa durch die Abtei Glastonbury Abbey in Großbritannien, durch Falschbehauptungen verklärt worden. Diese Abtei behauptete, dass auf deren Grund und Boden das Grab des legendären König Arthur liegen würde. “Für die meisten Historiker ein Werbegag” der Abtei, so Peeples.

Und genau in dieser Tradition von Falschaussagen mit einer Archäologie-Verschwörung stünde heute das Thema Ancient Aliens:

Ich glaube, diese Behauptungen sind aus verschiedenen Gründen immer noch beliebt. Erstens kann mit dem Verkauf pseudowissenschaftlicher Ideen an die Öffentlichkeit viel Geld verdient werden, wie die zahlreichen Bücher und Fernsehsendungen belegen, die immer wieder auftauchen. Viele dieser Ideen hängen auch mit Nationalismus und verschiedenen anderen Arten von Gruppenidentitäten zusammen. Die Menschen haben den Wunsch zu behaupten, dass ihre Vorfahren die ersten waren, die in ein neues Land kamen oder fortgeschrittene Technologien entwickelten. Das wurde sogar sogar dazu benutzt, Krieg und Invasion zu rechtfertigen.

“Nationalismus” ist im Sinne der Götter der Sterne natürlich Unsinn. Immerhin behauptet ja kein Alien, dass seine Nation oder Gruppe dieses oder jenes geschaffen hat. Und Autoren, die über solche Astronautengötter schreiben, können das ebenso wenig behaupten. Die mutmaßlichen außerirdischen Götter stammen ja von keiner irdischen Nation ab.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Vorwürfe der Archäologie und Kritiker

Obwohl die derzeitigen Medienberichte eigentlich ausnahmslos titeln, dass ein Archäologe die Prä-Astronautik & Co. widerlegt habe, stimmt das nicht. Egal ob in Boulevardmedien oder News-Blogs.

Matthew Peeples macht in seinem kurzen Interview nicht einmal den Versuch Verschwörungstheorien oder Aliens zu widerlegen. Jedoch sind derartige Verschwörungen, Behauptungen, TV-Sendungen und Bücher sind für ihn Pseudowissenschaft. Dementsprechend arbeiten die Vertreter dieser Thesen nicht wissenschaftlich. “In der Archäologie geht es um die systematische und wissenschaftliche Erforschung menschlicher Gesellschaften”, so Peeples. “Die von den Forschern in ihrem “hinterlassenen Kontext” erforscht werden.

“Plausible Argumente müssen durch Beweise gestützt und die verwendeten Methoden und Daten sollten zur Prüfung zur Verfügung gestellt werden”, wirft Peeples vor. Jeder solle misstrauisch sein, sobald jemand Verschwörungen aufstellt. Vor allem dann, wenn “die mangelnde Akzeptanz von Wissenschaftlern für ihre Ideen und die Unterdrückung der Wahrheit” genannt werden. Die Verwendung von durch “Experten geprüfte Quellen” muss gegeben sein. Und diese sollten Menschen mit “einschlägigen Fachwissen” nachprüfen können.

Genau das und eigentlich nur das hat Matthew Peeples im Kern gesagt! An keiner Stelle hat er eine Verschwörung der Archäologie gegen unliebsame Funde und die Spekulationen um außerirdische Götter “debunked”. Allerdings ist das im Rahmen eines Interviews auch gar nicht möglich.

Er teilt damit lediglich dieselben Vorwürfe, die Kritiker seit Jahrzehnten diesen Themen gegenüber machen: Mangelndes Quellenstudium, fehlende “seriöse Quellen”, unwissenschaftliches arbeiten, fragwürdige bis erfundene Quellen und ungenügender Blick auf den Kontext der Funde etc. Dies wiederum sind Vorwürfe, sie in der populärwissenschaftlichen Welt allgegenwärtig sind. Immerhin arbeitet niemand der entsprechenden Autoren wissenschaftlich.

Eigentlich nicht verwerflich, solange niemand davon spricht, er habe Beweise und echte Belege für die Prä-Astronautik gefunden. Allerdings mit Blick auf die täglich im Netz erscheinenden zum Teil grausigen Falschbehauptungen der Grenzwissenschaft ein echtes Übel.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <

“Antike Texte sagen, ein außerirdischer Gott baute die Große Pyramide”: Schockierendes über die Anunnaki in der Mainstream-Boulevardpresse

Teilen:
"Antike Texte sagen, ein außerirdischer Gott baute die Große Pyramide": Schockierendes in der Mainstream-Boulevardpresse! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
“Antike Texte sagen, ein außerirdischer Gott baute die Große Pyramide”: Schockierendes zur Prä-Astronautik in der Mainstream-Boulevardpresse! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die Cheops-Pyramide in Ägypten ist seit Jahrhunderten ein magischer Anziehungspunkt für zahllose Menschen. Sie fasziniert Esoteriker, Atlantis-Forscher und Archäologen ebenso wie “alternative Historiker”, Prä-Astronautiker  oder schlicht Mystiker. Und genau zu diesen Spekulationen rund um die Cheops-Pyramide schaffen es immer wieder Meldungen in die Mainstreampresse, die den unbedarften Laien fraglos erstaunen. So auch vor einigen Tagen in einer britischen Boulevardzeitung, die eine angeblich “schockierende Theorie” ihren Lesern präsentierte. Nämlich, dass laut “alter Texte” ein “außerirdischer Gott” die Große Pyramide erbaut haben soll.  Das Problem ist dabei nur, dass diese “alten Texte” reine Erfindung sind. Wieder ein Schaden für die Prä-Astronautik im Mainstream, wie Ihr es hier lesen werdet.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Cheops-Pyramide und die “alternative Geschichte”

Die Idee, dass Bewohner von Atlantis oder sogar außerirdische Besucher vor Jahrtausenden die Große Pyramide von Gizeh in Ägypten erbauten, ist alles andere als neu. Schon vor über 100 Jahren spekulierten die ersten Atlantis-Autoren in ihren Veröffentlichungen in diese Richtung. Selbst die Nazis im 3. Reich nahmen sich dieser Ideen einer “versunkenen Ur-Kultur” als Erbauer der Cheops-Pyramide an.

Ein Tiefpunkt, der an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben soll:

In dem unsäglichen Propaganda-Film “Germanen gegen Pharaonen” (1939) heißt es beispielsweise über die “Ansichten und Theorien um uralte Baudenkmäler der Menschheit” von einem Schauspieler-Ägyptologen:

Die ehrwürdigen Baudenkmäler Ägyptens, und vor allem die Pyramiden von Gizeh, die sie hier vor sich sehen, haben zu allen Zeiten die Phantasie und das Interesse der gesamten Menschheit bewegt. Sind sie doch die leuchtenden Zeigen einer großartigen Kultur, die vor vielen tausend Jahren hier in diesem Lande blühte.”

Dem widerspricht dann ein im NS-Film “Pyramiden-Mystiker” genannter Schauspieler energisch:

Diese große Pyramide ist das älteste Baumwerk der Erde überhaupt. Ihr alter beziffert sich nicht auf die lächerlichen 4.800 Jahre, die die Ägyptologen anhand von unsicheren Angaben errechnet haben. Ihr Alter muss nach zehntausenden von Jahren beziffert werden, und reicht in eine ferne, ferne Zeit zück. Zu einem Kulturvolk das lange vor den Pharaonen lebte und ein Wissen besaß, das sich ruhig neben unserem heutigen Wissen sehen lassen kann.”

Hieraus entwickelt sich dann ein Streitgespräch zwischen dem “Forscher” und dem “Pyramiden-Mystiker”.

Ein brauner Tiefpunkt

Sämtliche Aussagen darin sind bis heute aktuell in der Grenzwissenschaft! Beispielsweise mathematische und astronomischen Bezüge/Berechnungen, die leeren Kammern, der leere Sarg, die enorme Leistung beim Bau usw. Ebenso, dass die lange versunkene “Weisheit” eben durch den Bau der Cheops-Pyramide für die Zukunft erhalten werden sollte. Alle andere Pyramiden seien “Kopien” …

Natürlich ist im Propagandafilm – in dem auch Stonehenge mit einbezogen wird – die Sache braunglasklar: Eine nordische Ur-Rasse hat die Cheops-Pyramide gebaut. Primitive Ägypter seien nicht in der Lage dazu, heißt es. Es waren die angeblichen super Ur-Deutschen, die auf der ganzen Welt ihre Stemple hinterlassen hätten …

Ein Tiefpunkt aller Spekulationen um die Cheops-Pyramide war damit 1939 erreicht. Nicht aber der Endpunkt aller Thesen und Ideen um sie. Immerhin halten die Diskussionen und Überlegungen rund um dieses Monument bis heute unvermindert an. Zu Atlantis-Bewohnern und irgendwelchen Ur-Deutschen in dummen Nazi-Filmen gesellten sich aber irgendwann die Außerirdischen.

Ancient Aliens und die Große Pyramide

Ausnahmslos jeder, der sich für Prä-Astronautik interessiert, weiß, dass Götter aus dem Kosmos selber die Pyramide gebaut haben sollen. Zumindest einigen Ideen nach. Wesentlich verbreiteter ist aber innerhalb der Gemeinde der Ancient Aliens-Interessierten, dass diese Astronautengötter “irgendwie” beim Bau geholfen haben. Oder auch, dass diese Fremden die Errichtung der Pyramide veranlassten und mit Rat und Tat den Menschen unter die Arme griffen (s. a. Posting HIER).

Zu welchem Zweck genau, darüber gibt es in der Grenzwissenschaft ebenso viele Meinungen wie Sandkörner auf dem Gizeh-Plateau. Natürlich gibt es nicht wenige Prä-Astronautiker, die den Bau der Pyramide nicht in direktem Zusammengang mit Ancient Aliens bringen.

Nichtsdestotrotz ist die Idee Cheops-Pyramide = Aliens nicht wegzudenken. Leider vor allem auch in den Mainstreammedien und der Boulevardpresse, weshalb ich es immer wieder aufgreife (s. a. HIER, HIER, HIER & HIER).  Denn – man glaubt es kaum! – die Mainstreampresse selber ist es, die immer wieder mit solchen Sensationen Schlagzeilen macht. Oder machen will.

Verwundert es da noch den Mystery-Interessierten, dass fast jeder grenzwissenschaftliche Laie von diesen Spekulationen schon mal gehört oder gelesen hat? Deshalb sollte man nicht verwundert sein, wenn man von einem Außenstehenden schief angesehen wird, wenn man sagt, man interessiere sich für diese Thematiken.

Und genau das hat jetzt die Regenbogenzeitung “Daily Star” am 6. März 2019 wieder getan. “Basierend auf alte Texte” sei man zu der “schockierenden” Erkenntnis gelangt, dass “die Große Pyramide von einem außerirdischen Gott konstruiert” wurde.

Die “verschollene Quelle”

Jeder Mystery-Jäger ist gespannt auf solche “alten Texte”. Schließlich gehören Überlieferungen, Mythologien und alte Schriften zum täglich Brot eines Prä-Astronautikers. Leider aber ist das einzige wirklich schockierende der Artikel in dem Massenblatt “Daily Star” selbst!

Liest man über diverse Zitate von “Verschwörungstheoretikern” in dem Artikel hinweg, findet man schnell die Quelle dieses “alten Textes”:

Einige argumentieren jedoch, dass ein Gott die Pyramide selbst gebaut hat – und weisen auf eine bestimmte Passage aus dem verlorenen Buch von Enki hin. Der Autor Zecharia Sitchin analysiert und übersetzt alte Texte aus der ägyptischen, babylonischen und assyrischen Zeit.

Zecharia Sitchin ist also wieder der “Übeltäter” dieser Idee. Ein Prä-Astronautik-Autor, über dessen Veröffentlichungen auf Grenzwissenschaft und Mystery Files dutzende Beiträge und Videos zu finden sind.

Was aber den Mainstream-Artikel für einen Jäger des Phantastischen interessant macht, ist die genaue Quelle der angeblich so “schockierenden” Information. Es ist erstaunlicherweise nicht das Buch “Stufen zum Kosmos“, in dem Sitchin 1982 umfangreich und detailliert über die Cheops-Pyramide schreibt. Auch nicht eines seiner zahlreichen anderen Bücher, in der die Pyramide und und seine “Übersetzungen” vorkommen. Vielmehr ist es das Buch “Das verschollene Buch Enki” (2002, dt. 2006), dass die “Erinnerungen und Prophezeiungen eines außerirdischen Gottes” beinhalten soll.

Fake-News aus einer Fake-Quelle

Dieses Buch schildert 14 “Tafeln” mit den Überlieferungen bzw. Erinnerungen dieses “außerirdischen Gottes”. Es ist eine Art Biographie des Anunnaki-Alien Enki, die sich Zecharia Sitchin aber selber ausgedacht hat. Es ist nichts weiter als ein Phantasie-Produkt des Autors und keine Übersetzung irgendeines “verschollenen Buches”. Sitchin höchst persönlich schreibt das umfangreich in seiner zehn-seitigen Einleitung.

Werde auch DU Fan von Grenzwissenschaft & Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Er nimmt nur an, dass es so ein “Buch” gegeben habe. Sitchin glaubt lediglich, dass all die zahllosen Texte und Überlieferungen des Nahen Ostens aus einer solchen Ur-Quelle stammen könnten. Immerhin gaben die Götter des Himmels zahlreichen Menschen den Auftrag Bücher für die zukünftige Menschheit zu verfassen. Tatsache auch, dass viele dieser angeblichen Bücher heute nicht mehr existieren. Auch wenn sie zum Teil ausdrücklich erwähnt wurden.

Das führt auch Sitchin in seinem besagten Buch aus. Doch da eine Ur-Quelle rund um die Anunnaki-Aliens nirgendwo zu finden ist, hat sie Sitchin selber erfunden. Er entwirft quasi eine Biographie seiner eigenen Astronautengötter, indem er alle möglichen und vor allem unmöglichen “Texte” zu seinem “verschollenen Buch Enki” zusammensetzt. Alles nachzulesen auf Seite 7 bis 16 im Enki-Buch von Sitchin.

So heißt es etwa unter anderem in “Das verschollene Buch Enki“:

Sumerische und akkadische Tontafeln, babylonische und assyrische Tempelbibliotheken, ägyptische, hethitische und kanaanäische sogenannte Mythen sowie die biblischen Erzählungen sind der wesentliche Teil der niedergeschriebenen Erinnerungen der Angelegenheiten der Götter und der Menschen.

Zum allerersten Mal wurden die verstreuten und fragmentierten Niederschriften von Zecharia Sitchin zusammengesetzt und dazu verwendet, den Augenzeugenbericht Enkis wiederentstehen zu lassen – die autobiographischen Memoiren und aufschlussreichen Prophezeiungen eines extraterrestrischen Gottes.

Also Fiktion des Prä-Astronautik-Autors. Letztlich ist Sitchin weithin bekannt dafür Texte und Übersetzungen in seinem Sinne zu erfinden. Auch wenn noch immer fälschlicherweise behauptet wird, dass er “Sumerologe” und “Orientalist” sowie “anerkannter Altertumsforscher” war …

Nur ist es ein großes Problem für die Prä-Astronautik an sich, wenn genau solche “schockierenden Erkenntnisse” zum Thema im Mainstream erscheinen.

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , <

Die UFO-Jagd des britischen Verteidigungsministeriums: Skurrile UFO-Zeichnungen und der Alien-Glaube von Winston Churchill (+ Videos)

Teilen:
Die UFO-Jagd des britischen Verteidigungsministeriums - Skurrile UFO-Zeichnungen des MoD in der Mainstreampresse (Bilder MoD/National Archives / Collage: Fischinger-Online)
Die UFO-Jagd des britischen Verteidigungsministeriums – Skurrile UFO-Zeichnungen des MoD in der Mainstreampresse (Bilder MoD/National Archives / Collage: Fischinger-Online)

UFO-Forschung ist in der Hauptsache eine Angelegenheit und Beschäftigung von Privatpersonen. Auch die meisten UFO-Forschungsgruppen weltweit sind keine “staatlichen Organisationen” oder “UFO-Behörden“, sondern privat geführte Gruppen. Trotzdem gab und gibt es  auch mehr oder weniger offizielle Stellen, die sich mit dem UFO-Phänomen beschäftigt haben. Mal im Verborgen – mal ganz offiziell. Viele der UFO-Akten dieser Organisationen sind heute frei zugänglich. So auch die des Jahrzehnte aktiven “UFO-Büro” des britischen Verteidigungsministeriums (MoD), dem aktuell eine deutsche Mainstreamzeitung einen umfangreichen Artikel widmet. Was dahinter steckt und was Kriegspremier Winston Churchill damit zu tun hatte, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Verteidigungsministerium auf UFO-Jagd

“Skurrile UFO-Zeichnungen – Englands ausdauernde Suche im Nichts”, so titelte “Spiegel Online” am 26. Juni 2018 ihren Bericht über “die Geschichte einer seltsamen Jagd” des britischen Verteidigungsministeriums in Sachen UFO-Forschung.

Tatsächlich war die britische UFO-Behörde des “Ministry of Defence” (MoD) eine der am längsten Arbeiteten offiziellen Behörde, die sich UFO-Berichten angenommen hat. Von 1952 bis 2009 existierte “Englands seltsamste Behörde”, wie sie “Spiegel online” nennt. Dann sah der damalige Verteidigungsminister Bob Ainsworth in der Untersuchung von UFO-Meldungen keinen Sinn mehr und schloss das britische UFO-Büro.

Damals, vor rund zehn Jahren, jubelten auch einige deutsche UFO-Skeptiker angesichts der Schließung des UFO-Büros des britischen Verteidigungsministeriums. So sahen diese “Skeptiker” in diesem Schritt doch eine Bestätigung darin, dass an dem UFO-Thema “überhaupt nichts dran sei”. Wenn schon das MoD in Großbritannien nach fast 70 Jahren ihre UFO-Forschung einstellt, dann könne hinter dem Phänomen schlicht nichts stecken. So argumentierten 2009 viele UFO-Gegner.

“Spiegel online” lässt aktuell einige Fallbeispiele aus den britischen UFO-Akten (s. a. Video unten) im dortigen Artikel noch einmal Revue passieren. Und zeigt in einer Fotostrecke “skurrile UFO-Zeichnungen” aus den UFO-Akten des MoD. Das alles soll an dieser Stelle nicht so sehr interessieren, und kann dort nachgelesen werden.

Die “UFO-Task-Force” des Winston Churchill

Interessanter ist der Umstand, warum das britische Verteidigungsministerium überhaupt 67 Jahre lang ein offizielles UFO-Büro betrieben hat. “Spiegel Online” fasst das sehr treffend zusammen:

Denn seit 1952 schon überprüften britische Experten jede noch so abwegige Meldung besorgter Bürger. Manche behaupteten, Außerirdische hätten sie entführt. Andere schwadronierten von Verschwörungen und schwarzgekleideten Agenten, die sie zum Schweigen bringen wollten. Viele beschrieben auf Skizzen die Flugbahnen, Formen, Farben der UFOs und verzeichneten penibel Lichtsäulen und Antennen.

(…) Bis 2009 produzierten die MoD-Spezialisten Aktenberge, ihre Arbeit verschlang wohl mehrere Millionen Pfund.

Als Begründung wird in dem Artikel angeführt, dass der “Zeitgeist” im Zuge des Kalten Krieges für Hysterie am Himmel sorgten. Die Angst vor irgendwelchen dunklen Machenschaften oder Aktivitäten der UdSSR als “Reich des Bösen” habe zur Gründung dieses “UFO-Büro” geführt.

VIDEO: UFO-Boom in Peru: Offizielles UFO-Büro der peruanischen Luftwaffe gegründet (Bild: E. v. Däniken/A.A.S. / Fischinger-Online / WikiCommons)
VIDEO: UFO-Boom in Peru: Offizielles UFO-Büro der peruanischen Luftwaffe gegründet (Bild: E. v. Däniken/A.A.S. / Fischinger-Online / WikiCommons)

UFO-Berichte aus den USA haben einige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg den früherer Kriegspremier Winston Churchill dazu veranlasst 1952 eine “UFO-Task-Force” ins Leben zu rufen. Daraus wurde eine Unterabteilung des Luftwaffenministeriums und ab 1964 eine Abteilung des Verteidigungsministeriums.

Auslöser war 1952 vor allem einen UFO-Welle in Washington in den USA. Im Juli des Jahres kam es zu einer ganzen Reihe von UFO-Sichtungen in der US-Hauptstadt und über oder an dem US-Kapitol. Am Anfang des Kalten Krieges, gerade mal sieben Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges und zu Beginn des Atombombenzeitalters waren das weltweit beachtete Vorkommnisse!

Winston Churchill sah sich deshalb geradezu gezwungen in seinem Land eine “UFO-Task-Force” zu gründen, um auch der wachsenden Zahl von UFO-Sichtungen in seinem Land nachzugehen.

Was viele dabei aber nicht wissen, ist der Umstand, dass Churchill schon vor ca. 80 Jahren glaubte, dass es Außerirdische gibt oder geben könnte. In einer einst verschollenen Abhandlung – siehe das Video dazu unten  – beschäftigte er sich mit der Frage nach Leben im All. Seiner Meinung nach sind wir nicht allein im Kosmos!

Die UFO-Akten des britischen MoD

Die heute auch online zur Verfügung stehenden UFO-Akten der Briten beweisen nicht, dass Churchill seine gegründete UFO-Forschung UFOs als “Alien-Fahrzeuge” oder ähnliches belegen konnte. Sie sind spannende Dokumente für jeden UFO-Forscher aber enthalten keine empirischen Beweise für ein Alien-Phänomen. Eigentlich wie ausnahmslos alle weltweit freigegeben UFO-Files.

Für den Autor und UFO-Forscher David Clarke (Sheffield Hallam University) waren die UFO-Akten des MoD aber Grund genau für ein recht außergewöhnliches Buch: “UFO Drawings From The National Archiv” (2018). Darin abgedruckt finden sich auf 128 Seiten unzählige der im Laufe der Jahrzehnten beim britischen Verteidigungsministerium eingegangene UFO-Zeichnungen und -Bilder von Zeugen. Teils sogar auf Doppelseiten wiedergegeben.

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Für Clarke spiegeln diese Zeugen-Skizzen in seinem Bilderbuch “ein soziales Phänomen, das aus dem Kalten Krieg stammt”, wieder. Keine echte UFO-Jagd nach irgendwelchen Aliens. Weiter sagte er “Spiegel Online” gegenüber:

Die Art, wie Menschen UFOs beschreiben und zeichnen, spiegeln immer zeitgenössische Ängste wider. Geschichten von UFOs befeuerten im Kalten Krieg die Sorgen und Wahnvorstellungen der Bürger über Regierungsverschwörungen und einen möglichen Atomkrieg.

95 Prozent der Meldungen kamen von gewöhnlichen Menschen: Schulkindern, Spaziergängern, Postboten, Hausfrauen.

VIDEO: Invasion der UFOs? UFO-Meldungen beim MUFON in einem Jahr verdoppelt! Was war da los? (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Invasion der UFOs? UFO-Meldungen beim MUFON in einem Jahr verdoppelt! Was war da los? (Bild: Fischinger-Online)

Die Art der UFO-Darstellungen in den MoD-UFO-Papieren sind sind aber kein alleiniges Phänomen der Briten. Aus aller Welt kennt man solche Zeugen-Skizzen, die von kunterbunden Gemälden bis einfachen Strichzeichnungen reichen. Clarke aber will in diesen “faszinierenden” und “wertvollen Quellen” vor allem auch ein Abbild der Psyche ganz normaler Menschen in Großbritannien erkannt haben.

Ebenso aber auch, dass sich unter den über 12.000 von ihm gesichteten UFO-Meldungen viele befanden, die man überhaupt nicht genauer untersucht hat. Zum einen, da das “UFO-Büro” aufgrund der Vielzahl der Berichte schlicht überfordert war. Zum anderen aber auch, da einige aufgrund der vollkommen ungenügenden Angaben der Melder gar nicht zu überprüfen waren. “Manche Hinweise waren so banal, dass sie ihnen gar nicht erst nachgingen”, so Clarke zum Inhalt der von ihm gesichteten 60.000 Seiten zu “Spiegel Online” im Interview. Eine mehr als mühsame UFO-Jagd.

“Bad UFO” vs. “Good UFO”

Das klingt auf den ersten Blick etwas seltsam, was in “Spiegel Online” da behauptet wird: Banale Hinweise in UFO-Meldungen, denen die Mitarbeiter des MoD überhaupt nicht erst nachgingen wollten?

In der Tat kennt aber jeder UFO-Forscher oder auch jede private Organisation diese Tatsache bei den Ermittlungen und Recherchen. Meldet jemand ein Licht am Himmel, dass einfach “hell wie ein Stern” ist, kann man damit nicht willkürlich etwas anfangen. Einige UFO-Forscher nutzen hier die Bezeichnung “Bad UFO”, also ein “schlechtes UFO”, um es so zu kategorisieren. Nichts weiter als mangelnde Informationen zu der gemeldeten UFO-Sichtung sind hier gemeint, die eine Aufklärung oder Identifizierung des UFOs unmöglich machen.

Auch das ist ein Grund, warum UFO-Organisationen ihre entsprechenden UFO-Meldebögen sehr umfangreich gestaltet haben. Auch in Deutschland, natürlich. Je mehr der Melden an Informationen mitteilen kann, je besser kann man damit arbeiten. Das ist mehr als einleuchtend. Ein “Bad UFO” ist damit auch keine “ungeklärte UFO-Sichtung” wie ein sogenanntes “Good UFO”. (s. a. HIER, HIER und HIER)

Solche Meldungen sind lediglich nicht geklärt, weil es mangels Informationen, Angaben und Details nicht möglich ist …

Videos zum Thema

YouTube-Video vom 17. Februar 2017 zum Thema

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

YouTube-Video vom 17. Mai 2016 zum Thema

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

+++ Postet mir Eure Fragen, Anregungen, Kommentare & Meinungen dazu bei YouTube. / Abo & Daumen hoch nicht vergessen … +++

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , <
How to whitelist website on AdBlocker?

How to whitelist website on AdBlocker?

  1. 1 Click on the AdBlock Plus icon on the top right corner of your browser
  2. 2 Click on "Enabled on this site" from the AdBlock Plus option
  3. 3 Refresh the page and start browsing the site