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Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien, seltsame Legenden und unheimliche Monster im Tahoe-See (+ Videos)

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Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wer als Jäger des Phantastischen die Sagen, Mythen und Legenden verschiedenster Kulturen der Welt durchstöbert, findet immer wieder erstaunliche Ähnlichkeiten und sogar Übereinstimmungen. Egal wo auf der Welt und bei welchen Völkern. Das gilt auch für den Mythos von einer Sintflut, der weltweit in Überlieferungen oft verblüffende Parallelen zeigt. Auch was das Geschehen rund um diese Urkatastrophe der Menschheit betrifft. Eine solche Sintflut-Legende aus Kalifornien soll hier einmal vorgestellt werden, da sie eher weniger bekannt sein dürfte. Dann aber doch wieder einiges darin bekannt erscheint. Und sie der Einstieg in einen Stoff ist, aus dem im wahrsten Sinne des Wortes Legenden sind.


Die Sintflut

Jeder kennt aus der Bibel die phantastische Geschichte von der Sintflut. Einer großen Flut als Katastrophe der Menschheit, die Gott laut dem Buch Genesis als Strafe schickte. Diese Überlieferung ist eine der großen Mythen der Menschheit und fasziniert seit jeher die Menschen. Entweder aus religiösen und theologischen Motiven heraus, oder aber, da sie nach greifbaren Spuren einer solchen Sintflut suchen.

Lange ist bekannt, dass der Mythos von der großen Flut im Alten Testament zum Teil sehr viel älteren Schriften aus dem Mesopotamien entlehnt wurde. Vor allem ist hier das Gilgamesch-Epos zu nennen, das eine recht ähnliche Flut-Geschichte erzählt. Einige Passagen in diesem Epos ähneln oder gleichen der biblischen Geschichte so sehr, dass kein Zweifel bestehen kann, das unter anderem dieses Epos den Autoren des Buch Genesis als Vorlage gedient haben muss.

Als der englische Assyrologe George Smith 1872 den Sintflut-Bericht des Gilgamesch-Epos übersetzte, ging ein Aufschrei durch die bibeltreue Gesellschaft. Schlagzeilen im Sinne von „Ist die Bibel abgeschrieben?“ beherrschten die Zeitungen. Ein Unding für bibelfeste Christen. Ein Beweis für die Wahrheit der Bibel-Erzählung für andere Gläubige. Für Archäologen ganz nüchtern nur ein Beleg, dass die Redakteure und Autoren der Bibel sich bei ihrer Arbeit an älteren Mythen und religiösen Texten benachbarter Völker orientierten. Weltanschauungen von Kulturen aus Mesopotamien wurden von diesen adaptiert. Angepasst an ihre Theologie.

Sintflut und Sintfluten rund um den Erdball

Eigentlich sollte das niemanden wirklich verwundern. Die Kulturen und Zivilisationen im Nahen Osten und damit auch Mesopotamien beeinflussten sich alle untereinander. Direkt oder indirekt durch die Jahrtausende hinweg. Geographisch waren es letztlich auch Nachbarn. Und bekanntlich hielten sich auch Teile der hebräischen Bevölkerung in Babylon auf. Während des sogenannten „Babylonisches Exils“, als auch weite Episoden des Alten Testamentes verfasst worden sein sollen. Inklusive Sintflut-Mythos mit Arche Noah, Rettung auf einem Berg usw. im Buch Genesis.

Solche geschichtlichen Werdegänge von Mythologien und theologischen Weltbildern sind für viele Zweige der Wissenschaft spannend. Ein umfangreiches Betätigungsfeld auf den Spuren der Rätsel der Vergangenheit. Das natürlich auch „alternative Historiker“, Mystery-Jäger und Grenzwissenschaftler in ihren Bann zieht. Hier besteht ein kleiner aber feiner Unterschied darin, dass diese derartige Mythologien global betrachten. Weltweit suchen sie nach Verbindungen in Mythen und alten Überlieferungen. Nicht nur bei der Story der Sintflut. Und immer wieder wird man dabei tatsächlich fündig.

Dass es weltweit Sintflut-Mythen gibt, ist seit Jahrhunderten bekannt. Rund um den Erdball erzählen die Völker solche Geschichten von einer großen Flut und/oder einem Weltenbrand. Erst im 19. Jahrhundert haben einige wenige Forscher ihren Blick genauer auf diese Überlieferungen gerichtet. Es erschienen eine handvoll Bücher, die diese globalen Sintflut-Sagen dokumentierten und diskutierten.

Belegen diese Mythologien aus einer Urzeit der Menschheit rund um den Planeten, dass es ein solche Sintflut gab? Wie sonst sollten man erklären, dass beispielsweise Bewohner des Pazifik (s. a. Artikel HIER) derartigen Stoff überlieferten? Die Autoren der Bibel waren tausende Kilometer entfernt. Gelangte das Wissen erst durch christliche Seefahrer in ihre Mythen? Oder kam es sogar vor tausenden von Jahren durch eine heute vergessene, vorzeitliche Seefahrt in andere Regionen der Erde? Oder sind all diese Überlieferungen auf zahllose unterschiedliche Sintfluten zurückzuführen, die nur lokal zu einem „Weltuntergang“ führten?

Sind es letztlich vielleicht doch Beweise für eine globale Flutkatastrophe vor Jahrtausenden?

Die Washoe-Indianer und die Flut vom „großen Geist“

Diese Fragen sind bis heute unbeantwortet. Doch sie verleiten zu spannenden Spekulationen, Ideen, Thesen und Überlegungen. Nicht nur was die (theologische) Ursache der angeblichen Vernichtung betrifft, die sich in vielen Teilen der Erde erstaunlich ähnelt. Etwa eine Rebellion von Himmelswesen gegen ihren obersten Gott oder Führer, worauf ihre Niederkunft auf die Erde und eine sündige Menschheit folgte. Biblische Motive, die überall zu finden sind!

Eine spannende Legende ist von dem Volk der Washoe (Washo) bekannt. Amerikanische Ureinwohner aus Kalifornien, die im Gebiet des Tahoe-See siedeln. Wiedergegeben hat diese Überlieferung  Prof. Dr. Johannes Riem in seinem beachtenswerten Werk „Die Sintflut in Sage und Wissenschaft“. Ein Buch, das als Band IV der theologischen Reihe „Natur und Bibel in der Harmonie ihrer Offenbarungen“ schon 1925 erschien. Insgesamt 268 Flut- und Katastrophen-Berichte dokumentierte und diskutierte Riem darin. Deren Parallelen ebenso, wie deren Unterschiede.

Über den Flut-Mythos der Washoe schreibt er:

Die dortigen Einwohner wurden von einem fremden Stamme unterjocht und zu Sklaven gemacht. Da kam, vom großen Geist gesandt, eine ungeheure Woge vom Meere über das Land und ertränkte die meisten Menschen, so dass nur wenige übrigblieben.

Schon ist auch hier klar, dass die Flut als Strafe Gottes, des „großen Geist“, gesandt worden sein soll. Interessant ist hier aber, dass die Katastrophe als riesige Welle vom Meer über das Land herein brach. Das klingt sehr nach einem Tsunami. Kalifornien als eine der aktivsten Erdbebengebiete der Welt könnte diese Spekulationen untermauern.

Ein schneller Blick auf die Karte zeigt jedoch, dass das Meer (Pazifik) heute rund 310 Kilometer Richtung Westen vom Tahoe-See entfernt liegt. Zwischen dem Pazifischen Ozean und dem See erstreckt sich noch dazu das Hochgebirge der Sierra Nevada bzw. das Kalifornische Küstengebirge. Über 4.000 Meter reichen hier heute die höchsten Gipfel in den Himmel. Für einen angenommenen Tsunami eine gewaltige Barriere auf dem Weg zum Volk der Washoe. Dazu gleich mehr.

Wobei natürlich nicht zu sagen ist, dass sich diese mythische Flut auch tatsächlich im Gebiet des heutigen Sees ereignete, an dem später die Washoe siedelten.

Ein „amerikanisches Zikkurat“?

Nach dem Mythos der Washoe rafften sich die Überlebenden wieder auf. Eine Verbesserung für ihr Volk gab es aber nicht, sie blieben in der Sklaverei. Riem weiter:

Die Sklaven mussten nun einen großen Tempel bauen, in dem ihre Herren bei Einbruch einer neuen Flut Zuflucht finden konnten. Auf der Spitze des Tempels verehrten sie ein ewiges Feuer.“

So unscheinbar diese Aussage auch klingt, um so interessanter wird sie, wenn man einmal nach Mesopotamien schaut. Jene Region zwischen Euphrat und Tigris, in der die Sintflut-Berichte niedergeschrieben wurden, die den biblischen Autoren als Vorlage dienten. Denn hier, dem heutigen Irak aber auch Iran, bauten die Menschen vor tausenden von Jahren ebenfalls solche Tempel. Sie werden Zikkurat genannt und sind eigentlich nichts weiter als Stufenpyramiden mit einem Tempel an der Spitze. Sehr ähnlich wie jene in Mittelamerika. Der „Turm zu Babel“ ist hierbei sicher jedem ein Begriff.

Archäologen haben für diese in ganz Mesopotamien verstreuten Tempel-Pyramiden eine interessante Deutung ins Spiel gebracht. Diese Bauten könnten einigen Vermutungen nach aus Plattformen entstanden sein, die Menschen zum Schutz vor Fluten errichteten. Vor den immer wiederkehrenden Überschwemmungen der Flüsse Euphrat und Tigris, die teilweise katastrophale Ausmaße annahmen. Zugleich als Sinnbild des „Urhügels“ oder „Himmelshügel“, aus dem die Welt einst entstanden sein soll. Auch so ein weltweit wiederkehrenden Motiv, übrigens …

Dort haben schon vor 100 Jahren Ausgrabungen gezeigt, dass ganze Landstriche von Fluten vernichtetet wurde. Danach bauten die Menschen ihre Siedlungen wieder auf. Ganze Stadtstaaten entstanden und mit ihnen die Zikkurate. Ursprünglich seien dies eher Terrassen mit einem Tempel darauf gewesen, aus denen nach und nach schon ab dem 5. Jahrtausend vor Christus die ersten Stufenpyramiden wuchsen. Die erhöhte Lage bot gleichzeitig Schutz vor Fluten.

Durchaus erkenne ich in dem Washoe-Mythos hier eine Parallele.

Der versunkene Tempel

Die Legende der Washoe geht natürlich noch weiter. Denn während die „Herren“ mit ihrem Tempel fortan einen Schutz vor Wassermassen hatten, waren sie vor einer Katastrophe damit nicht geschützt: Vor Erdbeben. Und die sind in dieser Region nicht gerade selten und können verehrend sein.

So kam es laut Washoe dann auch so, wie es kommen musste. Ein Beben traf die Menschen und ängstlich „flüchteten die Herren in den Tempel“. Die „Erdrevolutuion“, wie sie das Erdbeben nannten, war dabei eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Mit nichts zu vergleichen, was wir heute kennen. Es war so stark, „dass die Flammen zum Himmel schlugen und dort die Sterne schmolzen“. Mehr noch, denn im Washoe-Mythos heißt es, „die Sierra erhob sich aus der Ebene“ während dieses Erdbebens.

Geologen werden den Kopf schütteln. Gebirge wachsen in Millionen von Jahren empor. Sie entstehen nicht plötzlich in dieser Größe bei einem Erdbeben, so stark es auch immer sein mag. Zumindest aber haben wir hier eine Art „mythologischer Erklärung“, wie die Sintflut der Washoe als gigantische Welle vom Meer im Westen gekommen sein kann. Die Sierra Nevada des kalifornischen Küstengebirges als Barriere gab es ganz einfach noch nicht.

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Selbstverständlich hatte diese Vernichtung auch Folgen für den Tempel der „Herren“. „Der Tempel versank bis auf seinen Dom im Tahoe-See“, heißt es dazu bei Riem. Auf diesem Dom, die Spitze des von Sklaven erbauten Bauwerkes, kauerten die letzten Überlebenden der „Herren“ zusammen. Ganz zum Missfallen des obersten Gottes, wie es weiter heißt:

„(…) indessen der große Geist war ergrimmt über sie, ergriff sie und warf sie wie Kieselsteine in die Schluchten einer großen Höhle, dort hört man sie noch heulen.“

Damit endet dieser Mythos in der Form, wie ihn Johannes Riem 1925 wiedergegeben hat. Durchaus könnte man ihn mit anderen Indianer-Legenden der Region verglichen, ergänzen und weiter ausbauen. Doch das würde an dieser Stelle zu weit führen. Auch wenn unter anderem Riem selber solche Berichte wiedergibt.

Uralte Spuren

Liegt also im Tahoe-See ein Beweis für diese Erzählung in Form eines versunkenen Bauwerkes? Immerhin soll es in den ganzen USA bzw. Nordamerika in diversen Seen versunkene Ruinen geben, über die auf diesem Blog und auf dem Mystery Files-YouTube-Kanal immer wieder berichtet wurde.

Besiedelt ist dieses Gebiet schon sehr lange. Nur etwas weiter östlich finden sich Felszeichnungen mit einem Alter von bis zu fast 15.000 Jahren. Nahe der Ortschaft Fallon wurde hier auch die älteste bekannte Mumie Amerikas entdeckt. Sie ist als „Spirit-Cave-Mann“ bekannt und wird auf bis zu 10.600 Jahre datiert, so eine am 7. Dezember 2018 in „Science“ (vol. 362, issue 6419) veröffentlichte Untersuchung. Es ist uraltes Land der amerikanischen Ureinwohner in Kalifornien und Nevada, in dem seit Jahrzehnten Archäologen forschen.

Und dieses Land war einst tatsächlich von einer „Flut“ überschwemmt.

Der „Pyramiden-See“

Vor rund 15.000 Jahren bedeckte ein gewaltiger Gletschersee das gesamte Gebiet bis Fallon, der heute Lake Lahontan genannt wird. Nichts als ein paar Seen und erstaunlichen Landschaften blieben von diesem Eiszeit-See übrig. Für heutige Touristen und Indianer-Fans ist das „Große Becken“, wie diese Gegend heißt, ein Highlight jeder USA-Reise. Einer dieser Seen liegt nur rund 80 Kilometer nördlich vom Tahoe-See und heißt heute Pyramiden-See.

Das lässt mit Blick auf die Washoe-Legende aufhorchen. Auch wenn diese klar sagt, dass der Tempel der „Herren“ im Tahoe-See versank. Der „Pyramid Lake“ wiederum hat seinen Namen nicht von archäologischen Spuren, die an seinen Ufern oder sogar auf seinem Grund entdeckt wurden. Namensgeber ist eine sehr auffallende pyramidenförmige Insel im See, die ca. 175 Meter vom Ostufer liegt. Über 100 Meter ragt diese „Pyramide“ aus dem See heraus und misst an der breiteste Stelle mehr als 200 Meter.

Eine mehr als auffällige Formation. Könnte diese Inspiration für den Mythos der Wahsoe von dem versunkenen Tempel gewesen sein, den sie im Tahoe-See lokalisieren?

USOs und ein Seeungeheuer

Der Lake Tahoe lässt sich nicht so einfach nach Beweisen für diesen Flut-Mythos durchsuchen. Er ist bis zu 500 Meter tief (der zweittiefste der USA), rund 500 Quadratkilometer groß und im Durchschnitt geht es dort 300 Meter hinab. Auch nimmt durch eingeschleppte Algen und andere Pflanzen die Sichtweite im See seit vielen Jahren kontinuierlich ab, wie erst im Sommer 2020 Forscher der nahen Universität von Nevada in Reno dokumentierten.

Wo soll man da – wenn man mit einem solchen Gedanken spielt – anfangen nach Belegen für eine indianische Legende suchen?

Ein Problem, dass nicht nur Mythen- und Mystery-Jäger betrifft, sondern auch Kryptozoologen. Denn wie in so vielen Seen der Welt, allen voran Loch Ness in Schottland, soll auch im Tahoe-See ein Monster leben. Dieses Seeungeheuer wird „Tessie“ genannt. Schon Legenden der Wahsoe und der benachbarten Paiute kennen dieses Biest in den Tiefen des Sees. Ähnlich wie Nessie im Loch Ness soll diese Kreatur aussehen und sich in Höhlen verbergen.

Um die Geheimnisse des Sees abzurunden, kursieren hier auch Geschichten über Unbekannten Unterwasserobjekte. Die bekannten USOs als maritimes Gegenstück zu den UFOs am Himmel. Im Januar 2004 wurde deshalb am „Squaw Valley Institute“ unter der Leitung von Dr. Charles Goldman von der „Tahoe Research Group“ eigens eine Konferenz dazu abgehalten. Angeblich hatten sich zu der der Zeit die ungewöhnlichen Sichtungen enorm gehäuft.

Der „Ong“ und der unheimliche Strudel

Die Wahsoe kennen in ihren Mythenschatz aber noch ein weiteres, seltsames Lebewesen, dass in ihrem See hausen soll. Sie nennen es „Ong“. Nach einer Aufzeichnung dieser Legende, die Nonette V. McGlashan am 3. November 1905 im „Sunset Magazine“ veröffentlichte, ist diese Kreatur „ein riesiger Vogel, größer als die Häuser der Weißen“. Er habe den Körper eines Adlers, Flügel länger als Kiefern und das Gesicht eines Indianers. Sein Körper sei „mit harten Schuppen bedeckt, und seine Füße waren mit Schwimmhäuten versehen“.

Sein Nest befindet sich nach dieser Legende „tief unten im Grund des Sees in der Mitte“. Dort stamme auch alles Wasser des Sees her. Alles Leben, dass dem Nest zu nahe kommt, wird hereingezogen und diene dem „Ong“ als Nahrung. Am Liebsten verspeist er dabei Menschen. Legenden berichten davon, wie mutige Krieger den Kampf mit dem Ungeheuer aufgenommen haben sollen:

Hoch am Himmel kreisend wie eine riesige, formlose Donnerwolke, schwarz wie die Nacht, die das Ungeheuer mal hier, mal dort auf der Suche nach Beute fegte.

So sahen die tapferen Indianer laut Sage dieses Fabelwesen aus dem See.

Das „Whirlpool-Loch“ im See

Auch all jene armen Menschen, die im See ertrinken, holt sich der „Ong“ zu sich in die großen, dunklen Tiefen. Wobei sich durchaus die Frage stellt, ob und woher die Wahsoe von der außergewöhnlich großen Tiefe des Sees von bis zu 500 Metern wussten. Maßen sie diesen mit Seilen, an denen Gewichte hingen, einfach aus Neugier aus?

Die Legende, dass ein unheimlicher Strudel Menschen, Tiere und Pflanzen in das Nest des „Ong“ zieht, bekam Mitte des 19. Jahrhunderts neue Nahrung. Ab 1858 brach im nahen Virgina City ein Silberrausch aus und der Bergbau boomte. Lester Williams aus San Francisco fiel dabei eines Tages beim Angeln auf dem mythischen See auf, dass sein Boot sich wie in einem Wirbel zu drehen begann. Ein hineingeworfenes Brett wurde tatsächlich von diesem Wirbel wie durch einen Abfluss in die Tiefe gezogen.

Zusammen mit Williams Speed wollte er diesem „Whirlpool-Loch“ im wahrsten Sinne auf dem Grund gehen. Sie entdeckten, dass der Wirbel mit den nahen „Comstock-Minen“ in Verbindung stand. Diese wurden immer wieder überschwemmt und waren damit eine Gefahr für die Bergleute. Würde es ihnen gelingen, diesen Wassereinbruch zu unterbinden, wären sie reiche Männer geworden. Was sie für einige Zeit auch wurden. Doch sie fanden bei weiteren Versuchen 1869 auf dem See den Tod.

Eine neue Heimat nach der Flut

Kehren wir nochmal zum Sintflut-Mythos der Washoe zurück. Denn die Legende erzählt uns auch, was mit ihnen geschah, als ihre „Herren“ starben und der Rest vom „großen Geist“ vernichtet wurde. Sie hatten damit ihr Dasein als Sklaven überwunden und konnten neu beginnen. Als das Erdbeben kam, flüchteten „die armen Sklaven nach dem Humboldt River“, vermerkt hierzu die Legende.

Dieser gerade mal 483 Kilometer lange Fluss entspringt nahe Wells, rund 500 Kilometer Luftlinie östlich vom Tahoe-See. Er fließt nach Westen in Richtung der „Großen Becken“ und mündest in der „Humboldt Senke“. Einem trockenen Seengebiet, dass einst zum verschwundenen Lahontan-See gehörte. Eine trostlose und öde Gegend heute. Vor 15.000 Jahren jedoch ein Siedlungsgebiet der amerikanischen Ureinwohner, die hier optimale Bedienungen vorfanden.

Die „Humboldt Senke“ liegt nur wenige Kilometer nordöstlich von Fallon mit den dortigen Spuren vorzeitlicher Siedlungen. Und damit keine 130 Kilometer vom Tahoe-See entfernt. Wenn nun aber der Mythos der Washoe sagt, dass ihre Vorfahren nach der Flut und Zerstörung an den Humboldt Fluss wanderten, kann das eine Urerinnerung aus er Eiszeit sein? So wie der gesamte Mythos ans sich? Vor über 10.000 Jahren hätten die Ahnen der Washoe dort ideale und fruchtbare Lebensbedienungen vorgefunden. Mit reichlich Wild, Wasser und Wäldern. Erst der Klimawandel am Ende der letzten Eiszeit zwang sie zur Abwanderung von dort. Ins Gebiet des Tahoe-See, wo sie in alten Legenden ihr Wissen aus der Vorzeit bewahrten.

Der Stoff, aus dem Legenden sind!

Viele Überlegungen, Deutungen und Ideen zu einem einzigen Mythos nur eines Stammes und zu nur einem einzigen See in den USA. Sicher. Würde das Szenario zutreffen, lebte dieses Volk einst in der Sklaverei, wurde von einer Flut heimgesucht, die ihre Peiniger vernichtete (die zuvor einen Tempelturm errichten ließen), und floh dann Richtung Osten. Dort, wo heute Ödnis vorherrscht. Wobei die Legende nicht explizit vom Humboldt Becken als neue Heimat spricht, sondern nur von dem entsprechenden Fluss.

Da der Fluss auch heute weiterhin gemächlich durch Nevada fließt, hätte es aber keinen Grund für die Washoe gegeben, dort wieder zum Tahoe-See zurückzukehren. Wo sie schließlich bei der Ankunft der Europäer bereits (wieder?) lebten. Außer vielleicht aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Völkern. Auch die genannten Nachbarn der Paiute lagen immer wieder mit ihnen im Konflikt.

Dennoch sehe ich hier ein schönes Beispiel für die Faszination bei der Jagd nach dem Unfassbaren. Uralte Mythen, die in Teilen an biblische Erzählungen und weltweite Legenden erinnern, gepaart mit phantastischen Details. Etwa dem plötzlichen Entstehen der Berge. Hinzu kommen Informationen, die man durchaus in wahre Welt und die Realität der Umgebung übertragen kann. Ob es so oder so ähnlich stimmt, ist natürlich unklar.

Und zu guter Letzt ist dieser „Stoff“ im weiteren Sinn noch mit USOs, einem Seemonster und einem mythologischen Vogelwesen innerhalb dieses mysteriösen Sees gewürzt. Genau der Stoff, aus dem Legenden sind.

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Rätselhafte Überlieferungen: Biblische Schöpfungsmythologie auch auf der Osterinsel? (+ Videos)

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Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)
Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel? (Bilder: gemeinfrei & Fischinger-Online)

Kulturen und Völker, die in der Vergangenheit geographisch mehr oder weniger nahe beieinander existierten, weisen immer wieder Parallelen auf. Auch in deren Mythologie, Götterwelten und Weltanschauungen sind diese zu finden, was eher wenig erstaunlich sein dürfte. Erstaunlich wird es immer dann, wenn in Überlieferungen vollkommen unabhängiger Zivilisationen solche Parallelen zu finden sind. Auch über tausende Kilometer und über Ozeane hinweg. So wie auf der Osterinsel im Pazifik. Dort aufgezeichnete Mythen der Schöpfung ähneln der Bibel so sehr, dass das kaum ein Zufall sein kann, wie Ihr in diesem Blog-Artikel erfahrt.


Rätselhafte Mythologien

In der Mythologie finden sich immer wieder große Ähnlichkeiten und Parallelen zwischen den einzelnen Überlieferungen aus vielen Teilen der Welt. Oft werden diese zum Teil eindeutigen Verwandtschaften damit erklärt, dass etwa Völker des Nahen Osten geographisch eng beieinander existierten. Dass diese in ihrer Entwicklung Elemente aus der Mythologie von benachbarten oder vorangegangenen Kulturen übernahmen, ist eindeutig. Auch wenn solche Vorstellungen fast immer von den jeweiligen Religionen oder Völkern „angepasst“ wurden. Was schon bei den Namen einzelner Gottheiten anfing, deren Funktionen dabei auch erweitert und individualisiert wurden.

Verwandte Völker haben überall auf der Erde auch verwandte Mythen in ihren Erinnerungen. Selbst in den weiten Wasserwelten des Pazifiks war und ist das der Fall. Kulte und Glaubenswelten auf oft tausende Kilometer voneinander entfernt liegende Inseln weisen auch identische Kernaussagen auf. Auch wenn man diese auf den ersten Blick nicht unbedingt sofort erkennt. Ihr gemeinsamer Ursprung erschließt sich letztlich doch. Ethnologen und Mythenforscher konnten das in der Vergangenheit immer wieder belegen.

Geht es aber darum, dass beispielsweise Überlieferungen aus Mesopotamien, Afrika, Südamerika oder auch Polynesien deutliche Ähnlichkeiten zeigen, wird es rätselhaft. Diese Kulturen und Zivilisationen trennen tausende oder sogar zehntausende Kilometer und in einigen Fällen auch tausende von Jahren. Sie hatten nach der üblichen Geschichtsschreibung niemals miteinander Kontakt. Sie wussten nicht mal voneinander.

Wie konnten diese sich dann in ihrer mythologischen und spirituellen Weltanschauung gegeneinander beeinflussen? Wenn in Texten des Alten Testament aus der Bibel Einflüsse von älteren Zivilisationen aus Mesopotamien nachweisbar sind, verwundert das heute niemanden mehr. Sind Parallelen dazu aber auch auf der anderen Seite der Erde zu finden, wird er rätselhaft!

Mythen der Osterinsel

So auch bei zwei Legenden, die eine französische Forschungsexpedition auf der Osterinsel im Pazifik aufgezeichnet hat. Das Team startete am 22. November 1962 von Frankreich aus in Richtung Pazifischer Ozean, wo verschiedene Inseln und deren Bewohner erkundet wurden. Unter anderem führte die 20.000 Kilometer lange Reiserute des Schiffes bis nach Tahiti und den Gesellschaftsinsel in Polynesien. Unterwegs wurde natürlich die legendäre und rätselhafte Osterinsel nicht vergessen, auf der die Expedition ebenfalls Halt machte.

Hier erkundete man nicht nur die heute weltbekannten Statuen namens Moai, den „Vogelmann-Kult“ und andere archäologische Zeugnisse der Vergangenheit. Auch Legenden und Mythologien der Einwohner ließen sich die Forscher erzählen, von denen zwei ganz besonders auffallen. Denn bei diesen glaubt man, es handelt sich um eine etwas eigenwillige Übersetzung jener Geschichte über die Schöpfung des Menschen, die man aus dem Buch Genesis der Bibel kennt. Aufgezeichnet hat sie der Expeditionsteilnehmer Francis Mazière, der sie in einem 1965 in Paris erscheinenden Buch eher beiläufig wiedergibt.

„Hier seien zwei Legenden wiedergegeben, die wir sammeln konnten“, so Mazière, und zitiert diese mit den Worten:

Die Lüfte, die Dämpfe, die Leere, das Nichts rundherum, die Meere, die Finsternis, das erste Beben, das erste Wort, das Licht gebar (…). Die Erde entstehe! Das Meer vergehe! Es komme die Sonne, das große Licht! Es komme der Mond, das kleine Licht! Es mögen die Sterne kommen (…). Es komme Make Make, der erste Mensch!

Damit sei „die Erschaffung der Welt“ gemeint, so überschrieb der Autor diese Überlieferung. Durchaus lassen sich hier Vergleiche mit der Schöpfung der Welt durch den biblischen Gott erkennen.

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Make Make (oder Makemake) wiederum ist in dieser Form nur auf der Osterinsel bekannt. Eigentlich als Gott und Schöpfer der Welt. Den Namen oder Ausdruck findet man hingegen in abweichenden Formen durchaus auf einigen Inseln des Pazifiks. Der auf der Osterinsel einmalige und längst legendäre „Vogelmann-Kult“ ist auf diesen Make Make-Gott zurückzuführen. Abbildungen und Figuren von solchen „Vogelmännern“ sind in der gesamten Südsee und sogar in Südamerika zu finden. In diesem Fall soll „der erste Mensch“ gleichfalls diesen bedeutenden Osterinsel-Namen getragen haben.

Die Erschaffung des Menschen

Die zweite von Mazière zitierte Legende dieser rätselhaften Insel ist meiner Meinung ungleich spannender. „Die Erschaffung des Menschen“ hat diese zum Thema, und wir erfahren über diese Folgendes:

Make Make nahm eine Kalebasse, erblickte sich darin, sah sein Gesicht und rief: Make Makes erstgeborener Sohn! Ein weißer Vogel kam, setzte sich auf seine rechte Schulter und rief: Kuihi-Kuaha te anga a makemake! (ein Zauberspruch, Anm. LAF) Make Make tat Erde in eine runde Form, legte die Hand mitten hinein, um ein Loch zu machen, blies dann hinein in das Loch. Hervor kam daraus ein junger Mann, He repa.

Sagte Make Make: Das ist nicht gut. Er schläferte He repa ein. Make Make nahm einen Bananentrieb. Er öffnete den Brustkorb He repas auf der linken Seite. Das Blut floß auf den Bananentrieb. Da hauchte Make Make den blutigen Bananentrieb an. Geboren wurde Uka, die junge Frau.“

Es ist nicht bekannt wann dieser Mythos erstmals erzählt oder sogar aufgeschrieben wurde. Man könnte meinen, die „Erfinder“ dieser Überlieferung kannten die Bibel sehr gut. Die „Zweite Schöpfung“, die Schöpfung des Menschen durch „Gott“, klingt im ersten Buch Moses erstaunlich ähnlich. Im Buch Genesis steht geschrieben:

Dann bildete Jahwe Elohim den Menschen aus dem Staub von dem Erdboden und blies in seine Nase einen Lebenshauch. So wurde der Mensch ein lebendiges Wesen.

(…)

Dann sprach Jahwe Gott: ,Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.‘ (…) Nun ließ Jahwe Elohim einen Tiefschlaf über den Menschen fallen, dass dieser einschlief, und er nahm eine von seinen Rippen und schloss das Fleisch an ihrer Stelle zu. Dann baute Jahwe Gott die Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, zu einem Weibe und führte es zum Menschen.“ (Gen. 2,7-22)

Eine biblische Schöpfungsgeschichte auf der Osterinsel

Die Parallelen zwischen Osterinsel und Bibel sind deutlich erkennbar. Die Kernpunkte, wie das Einhauchen des Lebens, die Erde (Lehm), das Einschläfern des Mannes und die Öffnung seiner Brust sowie die Schöpfung der Frau aus diesem „Material“, liegen auf der Hand. Und selbst Make Make stellte nach dieser Legende fest, dass es „nicht gut“ sei, dass der erste Mensch als Mann allein auf der Welt ist.

Wie bei vielen anderen Kulturen der Welt gibt es unterschiedliche Ausformungen solcher Mythologien. Blickt man in einschlägige Publikationen über die Mythologie Polynesiens oder Schöpfungsmythen der Welt, sind diese leicht zu finden. Jedoch nicht in dieser erstaunlichen „biblischen Form“, wie sie die französische Expedition Anfang der 1960er Jahre auf der Osterinsel aufgezeichnet haben will. Dass Make Make unzufrieden war, dass der von ihm geschaffene Mann allein existierte, und er deshalb eine Frau für ihn schuf, behaupten sie fast alle. Selbst die deutschsprachige Wikipedia gibt einen entsprechen Mythos wieder, nennt aber keinerlei Quelle dazu.

Für Mystery-Jäger, Grenzwissenschaftler aber auch Mythenforscher ist das ein überaus spannendes Betätigungsfeld.

Von den Europäern kontaminiert?

Im Jahr 1963 erreichte das Schiff die Osterinsel, damit also in der Moderne. Und Mazière notierte zu den beiden Überlieferungen, dass sie während dieser Zeit aufgezeichnet wurden. Legenden, „die wir sammeln konnten“, wie er es nennt.

Da verschiedene Elemente der Schöpfungserzählungen auch in anderen Quellen zu finden sind, stellt sich die Frage: Wie authentisch mögen diese beiden Beispiele aus der Urzeit der Menschheit sein? Sind sie in dieser Form bereits erzählt worden, bevor die Europäer die Osterinsel 1722 erreichten und später mit Bibel und Schwert „zivilisierten“? Es wird nicht verraten, wer diese Legenden den Franzosen erzählte oder welche Umstände dazu führten. Mazière verliert nicht mal ein Wort über die Tatsache, dass diese stark an das Alte Testament erinnern. Nur, dass der Gott Make Make an die Götter oder mythischen Herrscher Tiki und Tulpa anderer Inseln erinnert.

Wenn hier nicht biblische Schöpfungsmythen mit ursprünglichen Osterinsel-Legenden vermischt wurden, bleiben diese Überlieferungen ein Rätsel. Es sei denn, dass globale Schöpfungsmythen mit ähnlichen Aussagen eine Urerinnerung an einst reale Begebenheiten darstellen …

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Zwischen den Zeilen gelesen: Moderne Kenntnisse der Astronomie in alten Überlieferungen? +++ Artikel +++

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Moderne Kenntnisse der Astronomie in alten Überlieferungen? (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Moderne Kenntnisse der Astronomie in alten Überlieferungen? (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Schöpfungsmythen und alte Überlieferungen der Menschheit sind ein wichtiger Bestandteil der Prä-Astronautik. Prinzipiell gibt es keinen Autoren aus dem Themenbereich der Ancient Aliens, der nicht auch auf verschiedene Mythen über Götter aus dem Himmel verweist.  Viele dieser Autoren und Mystery-Jäger haben in der Vergangenheit auch immer wieder auf Parallelen zwischen verschiedenen globalen Überlieferungen verwiesen. Auch und vor allem solche Erzählungen, die von der Entstehung der Welt und des Menschen berichten. Aber hierbei zeigt sich auch, dass diese Mythen „zwischen den Zeilen“ scheinbar  „moderne“ Kenntnisse der Naturwissenschaft anklingen lassen. Ein Wissen, dass wir unseren Ahnen in dieser Form gar nicht zugetraut haben. Und einige dieser Aussagen sind dabei offenbar erstaunlich korrekt, wie Ihr in diesem Blog-Artikel lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wo war Moses?

Liest man Mythen und Überlieferung mit der oft zitierten „modernen Brille“, zeigt sich durchaus, dass darin scheinbar „moderne“ Kenntnisse der Naturwissenschaft zu finden sind. Und einige dieser mythologischen Aussagen sind dabei offenbar erstaunlich korrekt. Dabei spielt es keine Rolle wo und wann auf der Erde diese Schöpfungslegenden von Himmel und Erde erzählt wurden.

So habe ich beispielsweise sehr detailliert 1997 in einem Buch und auf diesem Blog (z. B. HIER, HIER & HIER) auf das apokryphe Buch „Ezechiel der Tragiker“ hingewiesen. Eine wenig bekannte aber dennoch sehr spannende Schrift, die von Moses, dem Exodus der Israeliten und den 10 Geboten am heiligen Berg berichtet. Jedoch mit Aussagen, die sich in dieser Form nicht annähernd in der Bibel finden.

So wird in diesem Text die überlange Abwesenheit Moses von seinem Volk (immerhin laut Bibel 40 Tage) damit erklärt, dass er während der Zeit nicht mehr auf der Erde war. Zumindest holte ihn „ein Mann, dem edelstem Geschlecht entsprossen“, mit dem berühmten Thronwagen des Herrn vom Berg ab und entrückte ihn in den Himmel. Bei dieser Himmelsreise  habe Moses dann „der Erde ganze Rundung, zugleich der Erde Tiefen und des Himmels Höhen“ erblickt, wie es in „Ezechiel der Tragiker“ (Verse 68 bis 78) beschrieben wurde.

Sah Moses demnach die Kugelgestalt der Erde, als mit dem Thronwagen von Berg „entrückt“ wurde? Es klingt tatsächlich so.

Wobei hier unterstrichen werden muss, dass bereits verschiedene Gelehrte wie Platon (um 428 bis 348 vor Christus), Thales von Milet (um 624 bis 548 vor Christus) oder auch Plinius der Ältere (um 23 bis 79) die Kugelgestalt der Erde vertraten. Eratosthenes von Kyrene (um 276 bis 194 vor Christus) errechnete sogar den Radius der Erdkugel auf rund 4 Prozent genau aus. Vor fast 2.300 Jahren. Doch gesehen hat keiner der frühen Vordenker der Antike die kugelförmige Erde …

Der Stoff der Schöpfung

Im Alten Testament selber findet sich aber auch ein Hinweis auf die Kugelgestalt der Erde. In Jesaja 40,22 lesen wir unter anderem:

Er ist es, der da thront über dem Kreis der Erde, dass ihre Bewohner wie Heuschrecken erscheinen (…).“

Das hebräische Wort für „Kreis“ in diesem Vers (chug) kann aber auch „Kugel“ bedeuten. Schaut man in verschiedenen Übersetzungen des Buchs Jesaja nach, so finden sich an dieser Stelle auch Bezeichnungen wie „Erdkreis“, „Erdball“ oder „Erdenrund“. Doch Moses war – zumindest nach dem oben zitierten Apokryph – einer der wenigen, die dieses „Erdenrund“ bei seinem Flug in den Himmel selber gesehen hat.

Auch in einer Schöpfungslegende der Römer, die vor rund 2.000 Jahren der Dichter Ovid (41 vor  bis 18 nach Christus) niederschrieb, erfahren wir Erstaunliches. So berichtet Ovid davon, dass am Anfang der Welt das Chaos als „eine rohe und ungegliederte Masse“ und als „nichts als träges Gewicht, und geballt am nämlichen Orte“ existierte. „Nur lose vereinigter Dinge“ sei diese Urmaterie gewesen, so überliefert Ovid.

Weiter heißt es dann:

„Als so der Gott, wer immer es war, die Materie geordnet, so sie zerteilt und die Teile zu wirklichen Gliedern gestaltet, ballte er gleich zu Beginn die Erde, damit sie auf jeder Seite sich gänzlich gleiche, zur Form einer riesigen Kugel.[i]

Während man die Erde als „riesige Kugel“ aus der Schöpfungslegende des Ovid durchaus bei Gelehrten seiner Zeit findet, ist die Erwähnung des Chaos am Anfang der Welt nicht so leicht zu erklären. Eine rohe und unsortierte bzw. chaotische Masse mit „trägem Gewicht“, die sich im All zu „lose vereinigen Dinge“ „ballte“, ist genau das, was Kosmologie über die Entstehung aller Himmelkörper heute sagt.

Bei Ovid wird daraufhin von einem ihm nicht bekannten Gott die lose zusammengefügte Materie geordnet, die Teile zu „Gliedern“ geformt und daraus letztlich die Erde als gewaltige Kugel zusammengepresst. Nichts anders sagt die moderne Astronomie über Gravitation, Materie und die Entstehung der kosmischen Objekte und Strukturen wie Galaxien sowie der Erde an sich.

Natürlich ist auch in der Bibel die Erschaffung von Allem ein Werk Gottes. Eine Schöpfung durch die Gnade und Macht des Allmächtigen, der wie aus dem Nichts im 1. Vers der Bibel sogleich zur Tat schreitet:

Im Anfang schuf Gott (die) Himmel und Erde.“ (Gen. 1,1)

„Öde“ und „leer“ sei diese Ur-Erde anfangs gewesen, bis der Herr nach und nach seine Schöpfung erweiterte und vervollkommnete. Und letztlich nach sieben Tagen Arbeit mit allem fertig war. Nach einer wort-wörtlichen Übersetzung dieses Verses klingt die Schöpfung des Herrn aber weniger spektakulär, als wir sie alle aus der Bibel kennen:

Aus dem, was am Anfang war…“[ii]

Nach dieser wörtlichen Übersetzung existierte also etwas vor der Erschaffung der Welt. Dieses Material diente dann als Rohstoff oder Materie für den Akt der Schöpfung. Das klingt ähnlich wie bei Ovid und ist damit alles anderer als ein Schöpfungsakt aus dem Nichts. Die Vorstellung, dass die Erde aus Staub und anderer Materie durch die Anziehungskräfte zusammengepresst wurde, erwartet man sicherlich nicht in derart alten Schriften!

Als die Erde noch nicht fest war …

Die Ureinwohner im Gebiet des Flusses Noatak in Alaska erzählen in ihren Schöpfungslegenden ebenso einige spannende Details. Wie viele Völker weltweit berichten sie von den ersten Menschen im Himmel (s. a. HIER), die eines Tages von dort auf die Erde kamen. Zuvor aber war unser Planet noch nicht das, was er heute ist. Auch wenn der Himmel schon existierte, so die Überlieferung.

Vielmehr „war auch die Erde schon im Begriff sich zu formen und eine feste Kruste zu bekommen, noch ehe sie zu Land wurde“. Tatsächlich entdeckte der erste göttliche Mensch nach diesem Mythos später ein neues Land, „das gerade begonnen hatte, eine feste Kruste zu bilden“. Es war die Erde, auf der daraufhin nach und nach die Schöpfung erblühte.

Woher stammte das Wissen der Yupik (westliche Eskimos), wenn sie in ihrer Schöpfungslegende davon sprechen, dass unsere Erde erst eine „feste Kruste“ bilden musste, um bewohnbar zu werden? Auch das ist eine moderne naturwissenschaftliche Erkenntnis, die man ebenso nicht in alten Mythen vermutet.

An der Elfenbeinküste in Afrika finden sich ebenso scheinbar moderne Kenntnisse in alten Überlieferungen vom Anfang des Seins. Zu Beginn sei „die Erde nur ein Schlammbrei“ gewesen, aus dem sich langsam Wasser und Land trennten, erzählt man sich in Westafrika. In diesem „Schlammbrei“ existierte zuerst eine Art mythologischer „Urzeit-Frosch“, der vom Himmel kam „als überhaupt noch kein Wasser da“ war:

Man begann gerade erst, die Erde mit Wasser einzuebnen, und es gab nur da und dort einen Haufen Schlamm, dazwischen aber waren große Löcher und Spalten„.[iii]

Eine nicht minder erstaunliche Aussage, die moderne Kenntnisse der Kosmologie unserer Ahnen zeigt, stammt aus Indien.

Sterne sind „große Körper“, die von selber leuchten

In dem großen Epos Mahabharata erfahren wir, dass der Held Ardschuna unter „Donner“ und „im Lichtglanze“ von einem fliegenden Wagen der Göttin Indra in dem Himmel entrückt wurde. Ein „himmlisches Zaubergeblid war es, ein augenraubendes fürwahr“, erfahren wir in dem Epos weite. „Die Weltgegenden anfüllend mit Getöse, dem Donner gleich“, so sei dieser Götterwagen angeflogen gekommen (s. a. HIER).

Die „Finsternis aus der Luft scheuchend, und erleuchtend die Wolken all“, kam dieses göttliche Fluggerät vom Himmel herab, um den Helden mitzunehmen. So bestieg der „Feinde Schreck“ Ardschuna den „sonnen-ähnlichen Wagen“ und flog mit diesem, gelenkt von einem himmlischen Lenker (Piloten) in die Himmelsstadt Indras.

Dabei macht die Überlieferung recht beiläufig eine interessante Feststellung, in dem es darin heißt:

Als er nun dem Bezirke nahte, der unsichtbar den Sterblichen, Erdenwandlern, sah Wagen, wunderschön er zu Tausenden. Dort scheint die Sonne nicht, Mond nicht, dort glänzt das Feuer nicht, sondern im eigenen Glanz leuchtet allda, durch edler Thaten Kraft, was in Sternengestalt unten auf der Erde gesehen wird, ob großer Ferne gleich Lampen, obwohl es große Körper sind.“[iv]

Die Deutlichkeit dieser Aussage ist fast schon erschreckend.

Der oder die Autoren dieser Geschichte haben korrekte Kenntnisse vom Aufbau des Universums festgehalten, die weit über eine Erde in Kugelform hinausgehen: Sterne erscheinen auf der Erde nur wie Lampen, sind aber in Wahrheit „große Körper“, die aus eigener Kraft in der Dunkelheit des Himmels leuchten.

Hier könnte man sogar die Aussage, dass dort kein Feuer brennt, dahingehend deuten, dass vom Vakuum des Alls gesprochen wird. Bekanntlich brennt bzw. „glänzt“ dort ohne Sauerstoff tatsächlich kein Feuer …

In diesem Zusammenhang findet sich auch im äthiopischen Buch des biblischen Propheten Henoch eine seltsame (aber unklare!) Bemerkung.

Das All ist luftleer

Als der Prophet nach dieser Überlieferung in den Himmel zum „Höchsten“ entrückt wurde, kam er dort zu einer Art gläsernem „Haus“. Es war das Haus des Höchsten, das wie „aus Hagelsteinen (oder Kristallsteinen) erbaut war“. „Seine Decke wie die Bahn der Sterne und wie Blitz“ und „flammendes Feuer rings um die Wände“, bemerkt das 1. Buch Henoch dazu unter anderem.

Was aber Henoch bei dieser Reise in den Himmel geradezu in Panik versetzte war der Umstand, dass es dort keinen Sauerstoff gab. In Kapitel 14, ab Vers 13, steht dazu:

Und ich trat ein in jenes Haus, das heiß wie Feuer und kalt wie Schnee war; darin war keine Lebensluft vorhanden; mich umwehte Furcht, und zittern packte mich. Ich ward erschüttert, und zitternd fiel ich auf mein Angesicht.“[v]

Ist die Feststellung Henochs, der nicht vorhandenen Luft (zum Atmen), ein Hinweis auf das Wissen, dass das Universum eben ein luftleerer Raum ist? Konnten sich Menschen vor Jahrtausenden überhaupt vorstellen, dass es außerhalb der Erde im Himmel keinen Sauerstoff bzw. keine Luft zu Atmen gab?

An dieser Stelle darf aber nicht übergangen werden, dass andere Übersetzungen des 1. Buch Henoch diesen Vers anders wiedergeben. Zum Beispiel als „nichts von Lebensfreude war daselbst“[vi] oder „darin war keinerlei Annehmlichkeit vorhanden“[vii]. Wieder andere Übersetzer nennen hier allerdings auch „Lebensluft“ und merken zudem an, dass „Luft und Leben“ gemeint sei.[viii]

Auch in der griechischen Apokalypse des Baruch finden wir einen ähnlichen Hinweis. Darin heißt es, dass der Prophet im Zorn dem Herrn schlimme Vorwürfe machte, so dass dieser einen seiner „Engel“ zu ihm auf die Erde sandte. Baruch solle, so der Abgesandte des Himmels, aufhören „Gott zum Zorne zu reizen“. Als Gegenleistung für sein Schweigen würde dieser dem Propheten „andere Geheimnisse zeigen, die noch größer sind als diese“.

Diesen Deal ging Baruch ein und versprach, dass er dann auch seine Schmähungen gegenüber dem Herrn unterlassen werde. So ging es dann zuerst in den „1. Himmel“ hinauf:

„Da sprach zu mir der Kräfte Engel: ‚Wohlan! So zeig ich dir die göttlichen Geheimnisse.‘

Da nahm er mich und brachte mich dahin, wo fest der Himmel sitzt, und wo ein Fluss dahin fließt, den niemand zu durchschreiten wagt, wo nicht der fernste Windhauch ist von allen gottgeschaffenen Winden.“ (Kapitel 1, ab Vers 8)

Ab hier schildert die Schrift dann den Aufstieg in verschiedene Himmel Gottes und seine Geheimnisse. Ähnlich wie bei anderen Himmelsreisen, bei denen verschiedene Stationen eingelegt wurden, bis der Auserwählte im letzten „Himmel“ auf den Höchsten trifft. Nur: Warum wird hier erzählt, dass bereits im ersten Himmel nicht mal mehr das kleinste Lüftchen wehte?

Eben da es außerhalb der Erdatmosphäre keine Luft und damit keinen „Windhauch“ gibt?

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Am Anfang war das Chaos

Von einem Chaos vor der Entstehung der Erde bzw. des Universums wissen auch fernöstliche Mythologien zu berichten. Uralte Legenden aus China berichten, dass am Anfang der Zeiten das Chaos herrschte.[ix] Aus diesem „stieg das Lichte, Reine hervor und bildete den Himmel; das Trübe, Schwere aber gerann und formte sich zur Erde“. Daraufhin folgte die Entstehung unzähliger Geschöpfe und Arten, die „Anfang, Wachstum und Vollendung haben“. Letztlich sei daraus auch der Mensch hervorgebracht worden.

Wussten die Chinesen von einem Urknall bzw. davon, dass die Materie (das „Schwere“) erst zu Himmelskörpern „gerinnen“ musste?

Später übrigens, so die Überlieferung weiter, kreiste „ein großes Gestirn in der Mitte des Firmaments“ von dem ein „überirdisches Wesen“ zur Erde kam. Dieses menschenähnliche Wesen sei mit einem „glänzenden Strahl zur Erde“ gekommen und habe den ersten Menschen allerlei Dinge gelehrt. Von der Zubereitung von Nahrung bis zum „Lauf der Gestirne“ …

In diesem Beitrag HIER auf Grenzwissenschaft und Mystery Files habe ich über diese rätselhafte Himmelswesen bereits berichtet.

Mythologien mit modern klingendem Wissen kennen auch die Japaner.[x] Etwa in der Chronik „Kojiki“ (dem „Bericht über die alten Dinge“), der 712 nach Christus von Futo no Yasumaro niedergeschrieben wurde. Sie gilt als die älteste Chronik Japans. Yasumaro schreibt darin, dass am Anfang der Welt „das Chaos angefangen hatte, sich zu verdichten“ und sich so die Erde vom Himmel trennte. Damals seien „weder Urkraft noch Form schon offenbar“ gewesen.

Auch das erinnert stark an die Entstehung der Erde aus einem Chaos der Materie, die sich nach und nach zu unserem Planeten verdichtete.

Kosmischer Staub und der Keim des Lebens

Astronomen nennen dies eine „Protoplanetare Scheibe“. Materie aus Staub, Gasen und kleinen Teilchen, die um eine Sonne kreist und sich durch die Gravitation in Millionen von Jahren zu Planeten zusammenballt. Kosmischer Staub und Material, wie ihn moderne Astronomen überall im Universum beobachten können. Und der die Grundbausteine – die Keime – des Lebens enthält.

Das wussten aber schon die Japaner vor über einem Jahrtausend. Ähnliches kennt nämlich auch der Mythos „Nihongi“ aus Japan.

Diese rund 1.300 Jahre alte Chronik weiß sogar davon zu erzählen, dass am Anfang in der „chaotischen Masse (…) ein Keim“ des Lebens vorhanden war. Aus diesem Urzustand des Universums bildeten sich zuerst der Himmel aus dem „leichten“ Material und danach die Erde aus den „schweren und trüben“ Elementen des Chaos. Auch das entspricht unseren Kenntnissen der Astronomie.

Fraglos lohnt es sich bei der Jagd nach den Astronautengöttern in den Mythen der Völker auch „zwischen den Zeilen“ zu lesen. Schon diese wenigen Beispiele zeigen, dass unser modernes Wissen vom Aufbau und der Entstehung des Universums bzw. der Erde so modern gar nicht zu sein scheint.

Das es auch außerhalb der Erde Leben gibt, war hingegen eine Art Grundwissen unserer Vorfahren. Sie nannten sie nur nicht Außerirdische oder Aliens, wie wir heute, sondern Götter, Himmlische, Lehrmeister, Ahnen etc.

Hierzu kann durchaus auch jene sonderbare Geschichte gezählt werden, die über Abraham überliefert ist. Der Stammvater, so sagt es ein Apokryph, sei einst von den Himmlischen von der Erde ins All zu einem sich selbst drehenden Ort geholt worden. Seine Beschreibungen, wie in diesem Video und Blog-Artikel HIER zitiert, erinnern zweifellos an eine sich um die eigene Achse drehende Raumstation …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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[i] Sproul, Barbara C.: Schöpfungsmythen der westlichen Welt. München 1994
[ii] Langbein, Walter-Jörg: Am Anfang war die Apokalypse. Lübeck 2000
[iii] Niederhäuser, Hans Rudolf: Fremde Länder – Fremde Völker. Stuttgart 19620
[iv] Bopp, Franz.: Ardschuna´s Reise zu Indras Himmel. Berlin 1824
[v] nach: Weidinger, Erich: Die Apokryphen. Augsburg 1989
[vi] Flemming, J. & Rademacher, L.: Die griechischen christlichen Schriftsteller der erste drei Jahrhunderte, Band 5: Das Buch Henoch. Leipzig 1901
[vii] Rießler, Paul: Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel. Heidelberg 1928/1988
[viii] Kautzsch, Emil: Die Apokryphen und Pseudepigraphen des Alten Testament. Band 2, Tübingen 1900 (Darmstadt 1975)
[ix] Sproul, Barbara C.: Schöpfungsmythen der östlichen Welt. München 1993
[x] Florenz, Karl: Die historischen Quellen der Shinto-Religion. Göttingen 1919

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Das Mysterium von Agartha: Eine versunkene unterirdische Welt der Vorzeit – oder nichts weiter als Legenden? (+++Gast-Artikel+++)

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Das Mysterium von Agartha: Eine verlorene Welt oder Stadt aus grauer Vorzeit im Inneren der Erde? Oder nur eine Legende? (Bilder: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)
Das Mysterium von Agartha: Eine verlorene Welt oder Stadt aus grauer Vorzeit im Inneren der Erde? Oder nur eine Legende? (Bilder: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)

Nach einer durch tibetanische Lamapriester überlieferten Legende soll es irgendwo an der Nordgrenze Afghanistans einen Eingang zu einer unterirdische Stadt geben, einem ausgedehnten Labyrinth gleich, mit kilometerlangen Tunnels, Gängen, Hallen, Kammern und Sälen in der unbekannten Tiefe der Erde, Agarthi/Agartha genannt. Nach einer indischen Legende soll es irgendwo unter dem Himalaya-Massiv eine unterirdische Stadt oder unterirdische Bibliothek mit dem Namen Agartha geben, die das gesamte Wissen der Menschheit seid Tausenden Jahren verbirgt und hütet.  Was könnte hinter solchen und ähnlichen Sagen und Legenden stecken? Dieser Frage geht der Mystery-Jäger Wilfried Stevens in diesem Gast-Artikel genauer auf den Grund.

 

 

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ein Gast-Artikel von Wilfried Stevens

Legenden über eine unterirdische Welt oder Stadt des Wissens, dessen Eingang sich irgendwo in den Bergen des Himalaja befindet? Tatsächlich erzählen ebenso die Bergleute im Himalaya-Gebiet, das eine alte verborgene Drachenstadt der ersten Menschheit, die noch mit Drachen zusammen lebte, tief unter den Bergen geben soll. Doch der Zugang ist unter einem See versteckt. Im Kaukasus erzählt man die Sage eines Volkes aus dem äußersten Süden, das Zuflucht im äußersten Norden suchte und nie mehr gesehen worden war.

Das Wissen der Menschheit

In dieser Stadt und/oder Bibliothek, so sind sich alle Legenden inhaltlich ähnlich, hätt­en­ sich­ Reste­ einer­ vorsintflutlichen Menschheit erhalten, die noch rechtzeitig von einem versunkenen Kontinent­ geflüchtet­ sei, der vor mehr als 9.000 Jahre unterging. ­Auch­ soll­ dieses Höhlensystem mit anderen Eingängen, in weit entfernten Gegenden, in Verbindung stehen. Das unterirdische Reich Agartha erstreckte sich einst über alle unterirdischen Gänge der Welt, so das Mysterium, doch als sich die Erde wandelte, wurde viele Eingänge verschüttet. In Nepal erklärte mir mal ein Schamane, das im tiefsten Innern das alte Wissen gehütet wird. Das der unbekannten und der bekannten Menschheit/en, das der unbekannten und der bekannten Welten, alle Antworten der unbekannten und der bekannten Fragen, bewacht von Dämonen, Drachen und Kriegern…irgendwann kommen sie zurück zur Oberfläche und werden unsere Richter sein ….

Wie auch immer welche Versionen mit mehr oder weniger Glaubensinhalten es gibt,­ tat­sächlich­ finden­ wir­ auf­ der­ ganzen Welt nicht nur viele unterirdische Anlagen und künstliche Höhlensysteme, sondern auch die vielen Mythen, Legenden und mündlichen Überlieferungen als ständige Begleiter, die das mythische Agartha immer wieder in unserem tiefsten Unbewussten ­aufleben ­lassen.

VIDEO: Im Erdinneren existiert eine uralte Hoch-Zivilisation! Neue Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden oder nur eine Ente? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei/WikiCommons)
VIDEO: Im Erdinneren existiert eine uralte Hoch-Zivilisation! Neue Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden oder nur eine Ente? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei/WikiCommons)

Noch immer gibt es keine endgültige neuen Erkenntnisse bezüglich der vielen Auffassungen und Theorien über Sinn und Zweck der bisher gefundenen Anlagen. Es muss hier wiederum in vieler Hinsicht kritisch differenziert­ werden.­ Vor­läufige­ Interpretationen wie „Schutzbauten“, „Fluchtstätten“, „Geheimbibliotheken“ usw. mögen wohl dem ursprünglichen Sinn solcher Anlagen noch immer am nächsten kommen, wenn man sich die Legenden von Agartha vor Augen führt.

Eine Wiederholung­ oder­ Auflistung­ der teils phantastischen Anlagen, z.B. in Südamerika, in der Türkei, in Südafrika, auf Borneo o.ä. sollte sich erübrigen. Jedermann kann darüber in einem kleinen Sortiment Literatur nach recherchieren. Doch auch dies sollte uns nicht zufrieden stellen. Ebenso wenig kann es uns nicht befriedigen, dass die Gebiete, in denen Agartha am Aussichtsreichsten­ zu­ finden­ wär­e,­ wenn es existiert hatte, noch immer wenig erforschte Gebiete sind: die Tekla-Makan-Wüste, das Altyn-Gebirge, das Kuenlun-Gebirge, die Wüste Gobi, Bhutan, und letztlich das unwirkliche Gebirgsland von Afghanistan. In all dieses Gegenden gibt es ähnliche Geschichten einer unterirdischen vergessenen Welt.

Ortswechsel: Tschufut-Kale

Eine der interessanten Anlagen ist die von Tschufut-Kale auf der Halbinsel Krim.

Die Höhlenstadt Tschufut-Kale gleicht einem Berg, der wie ein Termitenstock von Zellen und Gängen durchlöchert ist. Tschufut-Kale liegt in der Nähe des Ortes Bachtschissarai am Jaila-Gebirge. Zu dem Ort, der als eine urzeitliche Mysterien-Stätte gilt, gelangt man nur unter großer Mühe. Keine Spur von Vegetation scheint die Anlage einer menschlichen Siedlung an dieser Stelle zu rechtfertigen, und doch, so der Volksglaube, soll sich unter der Erde eine Stadt befinden. Nichts spiegelt die einstige zentrale Bedeutung dieses kleinen Areals wider. Sollte Tschufut-Kale nur eine Zufluchtsstätte­ gewesen ­sein,­ obwohl­ die Stadt über Jahrtausende weiter benutzt wurde? Ist Tschufut-Kale ein Vorläufer von Agartha oder gibt es hier einen Zugang?

VIDEO & ARTIKEL: UFO-Basis im Himalaya gefunden? Neues aus den „Google Earth X Akten“ und die Hintergründe. (Bild: Google Earth / L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL: UFO-Basis im Himalaya gefunden? Neues aus den „Google Earth X Akten“ und die Hintergründe. (Bild: Google Earth / L. A. Fischinger)

Tartaren, Avaren, Chazaren, Ostgoten und die nordiranischen arischen Alanen haben hier zeitweise während der letzten beiden vorchristlichen Jahrtausende gehaust. Ebenso die Juden, woran noch der Name des Ortes „Tal Josaphat“ erinnert. Und vor den Juden waren es die Asen (nicht das Göttergeschlecht, mit dem dieses­ Volk­ häufig­ verwechselt­ wird),­ deren Ur-Heimat zu Füßen des Kaukasus am Asowschen Meer gelegen haben sollen. Noch immer ist Tschufut-Kale ein Rätsel und über die Erbauer wissen wir nichts. Selbst die alten Griechen fürchteten die Gegend, herrschte dort doch Totengott Hades.

In der Bibel finden wir einen Hinweis auf das Tal Josaphat. Es ist ein „symbolischer“ Ort, an dem der­ Tag­ des­ Gerichts­ statt finden­ soll.­ Christlich wird er mit dem Kidrontal identifiziert.­ In­ Joel,­ im­ Alten Testament, heißt es ab 3,3:

Ich werde wunderbare Zeichen wirken am Himmel und auf der Erde, Blut und Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag des Herrn kommt, der große und schreckliche Tag.  (…) versammle ich alle Völker und führe sie hinab zum Tal Joschafat (ist identisch mit Josaphat). Die Völker sollen aufbrechen und heraufziehen zum Tal Joschafat. Denn dort will ich zu Gericht sitzen über alle Völker ringsum.

Ist dies vielleicht die Erklärung für einen solchen (Schutz-)Bau? Kann Tschufut-Kale das Tal Josaphat sein oder ist das nur die Urerinnerung an eine urzeitliche Katastrophe, die an das „Jüngste Gericht“ im Tal Josaphat erinnert?

Afghanistan – die Steine von Bamian

Aufbruch in die innere Erde: Deutsche Hohle Erde-Expedition in das Erdinnere wollte „Agartha“ finden – doch die Crowdfunding-Finanzierung scheiterte! (Bild: Google Earth / gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)
Aufbruch in die innere Erde: Deutsche Hohle Erde-Expedition in das Erdinnere wollte „Agartha“ finden – doch die Crowdfunding-Finanzierung scheiterte! (Bild: Google Earth / gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)

Wenn wir der Legende folgen, finden­ wir­ unter anderem im­ Norden­ von­ Afghanistan hochinteressante Spuren! In der Provinz Kapisa, nordwestlich von Kabul, befinden­ sich­ die­ Ruinen­ der­ Stadt­ Bamian (auch Bamiyn). Man schätzt, dass dort rund 12.000 Behausungen in den Fels gehauen wurden. In früheren Zeiten soll dieser Ort „Theben des Ostens“ genannt worden sein. Andere Quellen bezeichnen den Ort als „Theben des Orients“ (Ghulghuleh). Im Jahre 1221 wurde er durch Dschingis Khan geplündert und zerstört. Das ganze Tal, in dem die alte Stadt liegt, ist voller Höhlen und Grotten, in denen buddhistische Mönche viele Jahrhunderte gelebt und viele Manuskripte angehäuft haben. Diesen Texten gesteht man – wie vielen buddhistischen Schriften – ein hohes Alter zu.

Noch heute kann man respektvoll (wenn auch stark zerstört) staunend drei aus dem Felsen heraus gehauene Buddha-Kolossalstatuen betrachten. Die Legende berichtet, das diese Figuren einst anders aussahen und als die „Wächter“ der geheimnisvollen Stadt Bamian bezeichnet wurden, wo es eine Eingang zur Unterwelt geben soll. Die größte Statue ist 53 Meter hoch, also etwa zweieinhalb-mal so hoch wie die vertraute Sphinx von Gizeh. Die zweite Figur misst 35 Meter und die dritte Statue „nur“ noch zehn Meter. Angeblich sollen noch zwei weitere Statuen vorhanden gewesen sein; also insgesamt fünf „Wächter“.

Hier soll einst ein Lamapriester mit dem Namen Tourgout gelebt haben, der angeblich die unterirdische Stadt selber gesehen habe. Er erzählte von dieser geheimnisvollen Welt:

„… die große Bibliothek muss man erst durch 3 Tore, 3 Gänge und dann durch 3 Türen finden, aber nur ein wacher Geist schafft es zum tiefen Eingang…dort findest Du eine großen verlassenen Ort, Gänge und Stollen, für die man Tage braucht um sie zu durchgehen…eiserne Wächter durchwandern das alte Reich…das was Du siehst, wird Deinen Geist verwirren und wenn Du nicht schnell umkehrst, wirst Du den Tod finden…“

Das Tal von Bamian/Bamiyan - Eingang in eine verlorene Welt? (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons)
Das Tal von Bamian/Bamiyan – Eingang in eine verlorene Welt? (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons)

Die Umgebung von Bamian ist nicht weniger rätselhaft. Das nur wenige Kilometer entfernten Ajdartal birgt das Geheimnis einer 250 Meter langen, 80 Meter hohe und etwa zehn Meter dicke Mauer, die aus dem Fels gehauen wurde, und kaum als künstlich bearbeitet auffällt.

Oben in der Mitte klafft eine etwa 40 Zentimeter breite und sehr tiefe Längsspalte, die oft fälschlicherweise als Erdbebenriss erklärt wird. Tief im Innern der Mauer und außerhalb finden sich viele heiße Springquellen, die die einstigen, uns unbekannten Erbauer von Bamian zu nutzen wussten. Viele Kanäle und Spalten führen tief in die Erde, und niemand weiß, wer sie einst erbaut hatte.

Epilog

Agartha oder Agarthi, das unterirdische Reich, Stadt oder Bibliothek, bleibt­ ein­ Mysterium unserer unverstandenen Vergangenheit.

Doch unter der Berücksichtigung, das man vom Kaukasus, über Afghanistan bis nach Nepal die gleichen Legenden und Sagen hört, trotz mancher Ausschmückung, dann scheint es doch so zu sein, das alle auf einen Ort hinweisen, tief unter Erde, der noch unentdeckt scheint …

 

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Video: „Apollo 11“ und der „Palast“ fremder Wesen auf der Rückseite des Mondes – Außerirdische Spuren in der Mythologie Chinas?

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Video: "Apollo 11" und fremde Wesen in einem "Palast" auf der Mond-Rückseite - Außerirdische Spuren in der Mythologie Chinas? (Bilder: NASA/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Video: „Apollo 11“ und fremde Wesen in einem „Palast“ auf der Mond-Rückseite – Außerirdische Spuren in der Mythologie Chinas? (Bilder: NASA/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der UFO-Forschung kommt immer wieder die Frage auf, ob es Spuren von Außerirdischen auf dem Mond gibt. Eine Frage, die sich auch etablierte Wissenschaftler längst stellen und sogar eine Suche danach fordern. Glauben wir allerdings alten Überlieferungen aus China, dann gab es dort „himmlische Wesen“ und sogar außerirdische Bauwerke. Selbst Teile des Raumfahrtprogramms des modernen China sind nach diesen benannt und sogar „Apollo 11“ der NASA sollte – mit einem Augenzwinkern – bei der ersten Mondlandung nach ihnen Ausschau halten. Kuriose Zusammenhänge, wie in diesem Mystery Files-Video zu sehen.


Paläste und himmlische Wesen auf dem Mond

Gibt es Basen von fremden Wesen (Göttern) auf der Rückseite des Mondes? Glauben wir Mythen aus China, dann ja! Und selbst sie Astronauten von „Apollo 11“ der NASA sollten 1969 danach Ausschau halten. Schließlich waren angeblich vor Jahrtausenden schon Menschen auf dem Mond.

So kurios oder sogar bizarr es klingen mag. Denn genau das berichten zahlreichen Legenden und Überlieferungen aus dem alten China. Diese schildern, dass auf der Rückseite des Mondes „Paläste“ oder „Schlösser“ existieren, in denen mythische Wesen lebten. Selbst einige Menschen sollen bis hierher gelangt sein. Durch „Zauber“ und sogar mit Hilfe der überirdischen „Göttin des Mondes“.

Diese Mythologien über „Raumfahrt der Antike“ sind in China so allgegenwärtig, dass die Chinesen ihr Raumfahrtprogramm beziehungsweise ihr Mondprogramm danach benannten. Und selbst die USA und NASA, als diese 1969 mit „Apollo 11“ den Mind erobern wollten, waren diese uralten Mythologien nicht fremd. Denn die Astronauten sollten auf dem Mond nach einem „Jadehasen“ und einer schönen Frau Ausschau halten, die dort seit Jahrtausenden leben würde.

Gemeint war damit die Herrin oder Göttin des Mondes Chang’e (Change). Genau sie ist es auch, von dem China den Namen ihres Programms herleitet.

Bereits Anfang Dezember 2021 waren diese spannenden Überlieferungen im Zusammenhang mit Chinas Mondprogramm in diesem Mystery Files-Video HIER Thema. In diesem Video vom Januar 2022 wollen wir nochmals auf diese verblüffenden Fakten und Legenden schauen.

Bleibt neugierig …

Video auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wundersames Objekt am Himmel über Niedersachsen: Der fliegende „Kessel“ von Ahlshausen – eine frühe UFO-Sichtung? (+ Videos)

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Wundersames Objekt am Himmel über Niedersachsen: Der fliegende "Kessel" von Ahlshausen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Wundersames Objekt am Himmel über Niedersachsen: Der fliegende „Kessel“ von Ahlshausen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Auch wenn „klassische“ UFOs erst seit Ende der 1940er Jahre in die Welt der Moderne kamen, gab es Sichtungen von unbekannten Dingen oder Flugobjekten zu allen Zeiten. Überliefert sind solche Berichte in alten Chroniken ebenso wie in mündlichen Überlieferungen. Und fast immer wird ihre Erscheinungsform oder Äußeres mit etwas verglichen, das die Zeugen aus ihrer Umwelt kannten. Nicht anders wie bei vielen UFO-Fällen heute. So auch in einer Sage aus Niedersachsen, in der ein Mann einen äußerst sonderbaren „fliegenden Kessel“ am Himmel sah. Und der sich bei genauerer Betrachtung durchaus als klassische UFO-Sichtung deuten lässt.


UFO: Heute und gestern

Autoren und Forscher, die nach historischen UFOs oder entsprechenden Sichtungen in der Antike fahnden oder sich der Prä-Astronautik widmen, verweisen immer wieder darauf, dass man bei derartigen „antiken Begegnungen“ nicht alles wortwörtlich nehmen darf. Vor allem da unseren Ahnen der richtige Wortschatz für ein „UFO“ fehlte, wie wir es alle kennen. Gemeint ist damit ein moderner Wortschatz.

Um exakt das zu beschrieben, was sie sahen oder erlebten, kannte sie kein derartiges Kürzel, dass heute allgemein bekannt ist. Das gilt auch für Wörter wie „Alien“ oder „Außerirdische“.

Also bediente man sich in der Vergangenheit realen und greifbaren Beschreibungen und Vergleichen mit Alltagsgegenständen. Eine klassische „fliegende Untertasse“ wird so schnell zu einem „fliegenden Schild“. Ein kugelförmiges UFO eben zu einer „fliegenden Kugel“ und ein zylindrisches Objekt zu einem „Speer“, einer „Lanze“ oder einer „Standarte“.

Unsere Vorfahren nutzen das „Sieht-aus-wie-Prinzip“, was bis zu einem gewissen Grad sicher auch so funktionierte. Für heutige UFO-Sichtungen gilt das durchaus noch nimmer. Auch hier verwenden die Zeugen seit jeher Begriffe wie „Ball“, „Kugel“, „Football“, „Scheibe“, „leuchtende Kugel“, „Ball aus Licht“, „Diamant“, „Bumerang“ oder „Zigarre“ („Flying Saucer Review“, Vol. 9, Nr. 1, Jan./Feb. 1963). Oder man beschreibt mit Worten wie „eine in der Mitte abgeflachte Kugel mit zwei hervorstehenden Stücken auf jeder Seite“ („Surrey Advertiser“, 6. Oktober 1962) einfach nur das, was man sah.

Und durch ein UFO-Video der US-Navy wurde sogar der Vergleich mit einem „Tic-Tac“ weltberühmt. Damit also wurde ein fliegendes beziehungsweise gesichtetes Etwas mit einem winzigen Lutschbonbon am Himmel verglichen. Ohne an dieser Stelle eine Bewertung über die wahre Natur der individuell gesehenen Objekte vornehmen zu wollen.

Ein fliegender „Kessel“

Wenig verwunderlich ist es demnach, dass in den alten Überlieferungen, Aufzeichnungen sowie Märchen und Sagen nahezu alles irgendwo schon einmal herum geflogen sein soll. Details oder „Verhaltensweisen“ dieser Objekte in den Schilderungen machen sie dann erst zu etwas Rätselhaften und damit für die UFO-Forschung interessant.

Von einer solchen Begegnung erzählt eine Geschichte aus Niedersachsen, die der deutsche Germanist und Volkskundler Georg Schambach bereits 1855 veröffentlichte. In dieser sieht ein Topfhändler aus dem Ort Hohenstedt eines Sommertages während einer Dienstreise in das nahe Dorf Sievershausen etwas Ungewöhnliches auf ihn zufliegen. In der Überlieferung heißt es dazu:

Als er abends zurück kam, sah er auf dem Wege zwischen Ahlshausen und Sievershausen, da wo derselbe eine Biegung macht, von Ahlshausen her auf dem Kirchwege eine Leuchte rasch daher kommen. Er dachte bei sich, die Leuchte soll doch nicht eher zu der Biegung kommen als ich, und verdoppelte deshalb seine Schritte. Dennoch war die Leuchte auf einmal unmittelbar vor ihm.

Nun sah er, dass es ein großer Kessel war, inwendig ringsum mit Ringen versehen, worin hell brennende Lampen waren. Er erschrak sehr, als er dies sah, und fing an zu beten; als aber der Kessel trotz dem nicht verschwand, fing er an zu fluchen.

Da erhob sich der Kessel mit einem Male in die Luft und flog nach der hin, nach einem Orte, der Warnecken Rot genannt wird. Am andern Tage ging der Topfhändler wieder nach Sievershausen und erzählte dem dortigen Krüger sein Abenteuer.“

Ungewöhnliche Eigenschaften

Tatsächlich scheint es, dass dem Händler seine Story sogar vom erwähnten Krüger, einem Gastwirt, geglaubt wurde. Denn die Geschichte endete damit, dass dieser dem Händler sagte, dass er den „Kessel“ hätte an sich nehmen sollen, da er sicher voll „Gold und Silber gewesen“ sei. Demnach also einer der legendären Kessel voller Gold, von denen viele Fabeln erzählten. Gerne auch jene, dass am Ende eines Regenbogens ein solcher Schatz von einem Kobold bewacht werde.

Es bleibt dennoch eine mehr als ungewöhnliche Erscheinung oder Beschreibung in der Sage. Folgende Einzelheiten in diesem ausgewählten Beispiel verdienen unsere Aufmerksamkeit. Neben dem Umstand, dass die genannten geographischen Angaben der Realität in Niedersachsen entsprechen. Was längst nicht immer der Fall bei derartigen Erzählungen ist.

Da wäre zuerst natürlich die Form, die der Topfhändler passend zu seinem Beruf als „Kessel“ beschreibt. Also rundlich oder leicht zylindrisch mit einer flachen Ober- wie Unterseite, wobei die Unterseite auch abgerundet sein kann.

Ort des angeblichen Geschehens: "...auf dem Wege zwischen Ahlshausen und Sievershausen, da wo derselbe eine Biegung macht..." (Bild: Google Earth)
Ort der angeblichen Begegnung des Mannes aus Hohnstedt: „…auf dem Wege zwischen Ahlshausen und Sievershausen, da wo derselbe eine Biegung macht…“ (Bild: Google Earth)

Jedoch wissen wir nicht, wie herum dieses Objekt am Himmel geflogen sein soll. Vielleicht sogar so, wie es die freie Interpretationen der Geschichte im Titelbild dieses Postings zeigt. Also die Öffnung nach unten. Immerhin wird behauptet, dass der Mann im Inneren unter anderem Lichter sah. Lichter an der Unterseite des fliegenden Etwas mögen so erschienen sein, als kämen sie von innen.

Über die Größe des Flugobjektes erzählt diese Sage leider nichts, nur, „dass es ein großer Kessel war“. Was grundsätzlich bei der Story keine Rolle spielt, da wir keinerlei angaben über etwaigen Entfernungen oder Höhen dazu haben. Für moderne UFO-Forscher sind das zwei sehr wichtige Faktoren bei der Bewertung oder Identifizierung einer gemeldeten Sichtung. Demnach erschien es nur wie ein großer Kessel in der Luft. So wie ein Unbekanntes Flugobjekt in der Moderne wie ein eigentlich winziges „Tic-Tac“ erscheint.

Eine UFO-Begegnung der II. Art?

Jedoch erfahren wir etwas mehr über das angeblich Innere des fliegenden Kessels, was die Fremdartigkeit der Sichtung weiter unterstreicht.

Denn nach der Sage befanden sich innen mehrere vollständig herumlaufende „Ringe“ und in diesen wiederum „hell brennende Lampen“. Wie ein „Kessel“, den der Topfhändler aus seinem Alltag kannte, klingt das nicht. Auch nicht, dass das Objekt sich in die Luft erhob und davon geflogen sei, nachdem er sich zuvor nur als „Leuchte“ schnell nährte und plötzlich vor dem Mann erschien. Die legendären „Kessel voller Gold“ fliegen normalerweise nicht, sondern befinden sich in der Obhut von Wesen aus der Anderswelt wie Zwergen, Gnomen oder Kobolden.

Mag hier ganz einfach die beleuchtete Unterseite mit ringförmigen Strukturen des Objektes beschrieben worden sein?

Schambach selber hat Mitte des 19. Jahrhunderts diese aufgezeichnete Sage in „Niedersächsische Sagen und Märchen“ der Sagen-Kategorie über „Schätze“ zugeordnet. Heute klingt sie nach einer klassischen UFO-Begegnung der II. Art, wie man spekulieren könnte.

Ist diese „Gold-Kessel-Behauptung“ vielleicht nichts weiter als eine Interpretation der „aus dem Munde des Volkes gesammelten“ (wie es Schambach 1855 vermerkte) Sagen und Märchen einer Sichtung? Demnach die Begegnung mit einem runden und offensichtlich aus Metall bestehenden Objekt, das fliegen konnte und noch dazu Lichter besaß.

Der Vergleich mit einem „Kessel“, also rundlich oder als (kurzer) Zylinder, würde auch der Form eines Fasses entsprechen. Auch wenn ein Fass wohl wahrscheinlicher aus Holz war. Nicht aus Metall wie ein Kessel.

Ein „fliegendes Fass“ über Nürnberg 1550

Und genau ein solches fliegendes Fass erschien im August 1550 „um Nürnberg herum, am heiligten Himmel“, wie es 1680 Erasmus Francisci in „Der wunder-reiche Überzug unserer Nider-Welt oder erd-umgebende Lufft-Kreys“ notierte. An diesem Tage sei die Sonne in „unterschiedlichen Farben gesehen worden, und über ihr ein Fass“, überliefert Francisci.

Dieses fliegende „Fass“ senkte sich einige Zeit später und es lief „Blut“ heraus, weshalb sich die Sonne verfärbt haben soll. Damit nicht genug, denn neben dem angeblichen Himmelszeichen erschien ein „Adler“ mit ausgestreckten Flügeln „doch ohne Füße“. Unter dem ganzen Szenario wiederum „saß ein Regenbogen“, unter dem ein „Mann“ erschien, der ein Pferd und einen Jagdhund mit sich führte. „Der Herr erkläre mir solches!“, notiert Francisci erstaunt dazu.

Ein klassisches Wunderzeichen, über die auf diesem Blog und in einigen Mystery Files-Videos bei YouTube bereits vielfach berichtet wurde. Übrigens seien laut Francisci im selben Jahr nachts über Leipzig „etliche feurige Kugeln erschienen“, die er in seiner Chronik aber nicht genauer beschrieb.

„Fliegende Untertassen“ haben sich seit den ersten Berichten über „moderne“ UFOs seit 1947 als klassische Form etabliert. Sie sind Mainstream. Was allerdings ein Zerrbild der beobachteten Objekte wiedergibt, die heute gesehen und gemeldet werden, da nahezu jede erdenkliche Form bereits beobachtet wurde.

Die „Scheibenform“ ist aber dahingehend „klassisch“, da sie auch in der Antike als „fliegende Schilde“ zu finden ist, die auf Mystery Files bereits mehrfach thematisiert wurden. Folglich flache und runde oder eckige Objekte, die von den historischen Beobachtern optisch mit Schutzschilden der Armee verglichen wurden. Denn es „sieht aus wie“. Das ist heute so, und war schon damals so.

Video-Auswahl zum Thema auf Mystery Files

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Er glich keinem Menschen, sondern den „Gottessöhnen des Himmels“: Sintflut-Held Noah und seine sonderbare Geburt

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Sintflut-Held Noah und seine sonderbare Abstammung - denn angeblich glich er keinem Menschen! (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Sintflut-Held Noah und seine sonderbare Abstammung – denn angeblich glich er keinem Menschen! (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Die Geschichte über den legendären Noah, seiner Arche und der Sintflut ist sicher eine der bekanntesten der gesamten Bibel. Noah als ein gerechter und gottesfürchtiger Mann, der durch Gottes Hilfe mit seiner Familie in einer Arche die große Flut überleben durfte. Kein Wunder, dass gerade auch über diese biblische Figur zahlreiche ausgesprochen kuriose und rätselhafte Legenden und Überlieferungen existieren. Denn glauben wir diesen, war schon seine Geburt alles andere als normal.


Göttliche Herkunft – Himmlische Abstammungen

In der Mythologie sowie Sagen, Legenden und religiösen Schriften wimmelt es von Helden aller Art. Zu allen Zeiten erzählte man sich in aller Welt Überlieferungen von heldenhaften oder göttlichen Herrschern, Anführern oder Königen. Und deren vorgezeichneter Weg begann oftmals schon mit ihrer Geburt, „himmlischen Herkunft“ oder ihrer Abstammung als ein Mischling aus Mensch und Gottheit.

Es gehört in derartigen und zum Teil uralten Erzählungen fast schon zum guten Ton, dass einer entsprechenden Hauptperson eine fantastische Biographie zugesprochen wurde. Schon Gilgamesch, der mythischen König und Held im nach ihm benannten Gilgamesch-Epos, konnte sich auf eine solche Herkunft berufen. Denn nach dem Jahrtausende alten Epos war er eine genetische Mischung aus Mensch und Gott.

Solche mythischen Ursprünge lassen sich durch die gesamte Geschichte der Menschheit verfolgen. Selbst Figuren aus der Welt der Sagen und Märchen Europas haben in diesen nicht selten „himmlische Teile“ in sich vereint. Und sogar in der Moderne beriefen sich gewissen Kaiser in Asien darauf, dass sie in direkter Linie von nicht-irdischen Wesen abstammen würden. Von Ur-Kaisern, die vom Himmel kamen.

Noah

In einigen Fällen muss man jedoch zweimal hinsehen, um entsprechende Überlieferungen über sagenhafte Abstammungen zu finden. Denn Seltsames berichten alten Schriften auch über die Herkunft von Noah aus der Bibel. Jenem Mann also, der mit seiner Familie auserwählt wurde die Sintflut in seiner Arche zu überleben und die Erde anschließend neu zu bevölkern. Zu finden sind die Legenden seiner rätselhaften Herkunft und Geburt aber nicht in den Büchern des Alten Testamentes.

Hier erfahren wir nur, dass Noahs Vater ein Mann namens Lamech war. Dieser wiederum war der Sohn des Methusalem, der laut dem Alten Testament (Gen. 5,27) stattliche 969 Jahre alt geworden sein soll. Es ist der älteste vorsintflutliche Patriarch der Bibel.

Den Bericht über die eigentliche Geburt des Helden Noah finden wir im 5. Kapitel des Buchs Genesis beschreiben. Hier erzählt die Bibel von den vorzeitlichen Patriarchen vor der Sintflut und bemerkt zur Geburt Noahs folgendes:

Lamech war 182 Jahre alt, da zeugte er einen Sohn. Er gab ihm den Namen Noah; denn, sagte er, dieser wird uns Trost verschaffen in unserer Arbeit und der Mühsal unserer Hände aus dem Ackerboden, den Gott verflucht hat.“ (Gen. 5,28-29)

Lamech, der im wahrhaft biblischen Alter von 777 Jahren das Zeitliche segnete, wird uns in diesen Versen unmissverständlich als Vater Noahs genannt. Über die Identität von Lamechs Frau, der Mutter von Noah, schweigt sich das Buch Genesis aus.

Die biblische Familie des Noah

Wir können aber dem 4. Genesis-Kapitel entnehmen, das es einen weiteren Lamech gab, der zu den Nachkommen Kains gehörte. Diese nahm sich zwei Frauen, die Ada und Zilla genannt werden. Ada bekam zwei Söhne, einen namens Jabel, der ein Stammvater der Nomaden geworden sein soll (Gen. 4,20) und seinen Bruder Jubal. Der Knabe von Zilla war Tubal-Kaijn (Kain), der Stammvater der Schmiede, der eine Schwester mit Namen Naama hatte (Gen 4,22).

Die Arche Noah - hier zwei eher "untypische Darstellungen" (Bilder: gemeinfrei)
Die Arche Noah – hier zwei eher „untypische Darstellungen“ (Bilder: gemeinfrei)

Von Noah leider keine Spur, obwohl er gleichfalls einen Vater namens Lamech hatte. Er entstammte jedoch der Ahnenreihe des Seth, des 3. Sohnes von Adam und Eva. Da Noah aufgrund der Ereignisse mit seiner Arche und der Sintflut wohl der berühmteste Patriarch vor der Flut sein dürfte, verwundert dieses Schweigen der Bibel schon sehr.

Wie sollte es anders sein, die apokryphen Schriften des Alten Testamentes liefern weitere Aussagen über Noahs Abstammung. Auch seine Mutter wird in verschiedenen Texten namentlich genannt. So etwa im Buch der Jubiläen, das auch als „Kleine Genesis“ bekannt ist, in dem wir lesen:

In der dritten Jahrwoche des fünfzehnten Jubiläum heiratete Lamech die Betenos, die Tochter Barakiels und seiner Vaterschwester, und sie gebar ihm in dieser Jahrwoche einen Sohn, und er heiß ihn Noe (…)“ (4,28)

Wer Betenos und Barakiel waren, erfahren wir leider an keiner Stelle. Wohl aber in Vers 4,15, dass Barakiel eine weitere Tochter mit Namen Dina gehabt haben soll, die die Mutter von Jared gewesen sei. Sie habe den auch in der Bibel genannten Mahalalel geehelicht, den Vater Jareds. Durchaus sehr erstaunlich, denn Mahalalel war der Ur-Ur-Großvater von Lamech. Und beide hatten demnach Töchter derselben Mutter zur Gemahlin?!

Märchenhafte Familienverhältnisse und ein Frau namens Bat-Enoch

Eine mehr als verworrene Familiengeschichte, die die alten Überlieferungen hier verkünden. Es wird aber noch verwirrender. So erfahren wir in jüdischen Märchen, dass Lamech eine Enkelin von seinem Großvater Henoch zur Frau nahm. Praktisch also seine Cousine. In diesen Märchen heißt es dazu:

Und Lamech, Methusalahs Sohn, war 181 Jahre alt, da nahm er Esmoah, die Tochter Elisas, des Sohnes Henochs, seines Ohmeis, zum Weibe; und sie ward schwanger (…) Wie Lamechs Weib ausgetragen hatte, gebar sie einen Sohn, als das Jahr zu Ende ging.“

Dieser Knabe war Noah. „Er hieß seine Namen Noah-Menahem“, sagt die Legende hierzu auch. Ein Name für Noah, den so wohl kaum jemand kennt. Schon allein die biblischen Abstammungen und angeblichen Verwandtschaften sind verwirrend und nicht leicht zu überschauen. Deshalb habe ich hier einen entsprechenden biblischen Stammbaum angefügt, der meinem Buch „Rebellion der Astronauten-Wächter“ entnommen und an dieser Stelle gekürzt wurde:

Biblischer Stammbaum (Bild: Fischinger-Online aus "Rebellion der Astronauten-Wächter)
Biblischer Stammbaum (Bild: Fischinger-Online aus „Rebellion der Astronauten-Wächter„)

Im äthiopischen Buch Henoch (auch „1. Henoch“ genannt) lesen wir ab dem Vers 106,1 eine weitere Historie über Noah. Teilweise wird seine Mutter hier Bat-Enoch genannt. Glauben wir den Versen in dieser Henoch-Schrift, war Noah sogar ein völlig fremdartiger Mensch, der den Wesen des Himmels ähnlich sah. Selbst Lamech – immerhin sein eigener Vater – fürchtete sich vor ihm und hatte Bedenken, Noah als eigenen Sohn zu akzeptieren. Wir erfahren beim Propheten Henoch:

Nach einigen Tagen nahm mein (Henoch, Anm. LAF) Sohn Metusala ein Weib für seinen Sohn Lamech; sie ward von ihm guter Hoffnung und gebar einen Sohn.“ (1. Henoch 106,1)

Noah: Ein rätselhaftes Baby

Dieser Spross war Noe (Noah), der Überlebende der verheerenden Flut, dem die Überlieferung schon als Neugeborenen äußerst bemerkenswerte Eigenschaften zuschreibt:

Sein Leib war weiß wie Schnee und rot wie eine Rose, sein Haupthaar weiß wie Wolle und seine Augen wie Sonnenstrahlen. Wenn er seine Augen öffnet, dann erleuchtet er gleich der Sonne das ganze Haus, und das ganze Haus ward sehr hell.“ (1. Henoch 106,2)

Eine sonderbare Beschreibung eines Babys, die uns hier erzählt wird! Selbst heute noch würde jede Mutter, die ein solches Kind das Leben schenkt, sicher starr vor Schreck werden.



Doch zum Beispiel in der Offenbarung (Apokalypse) des Johannes in der Bibel stoßen wir auf eine ähnliche Beschreibung. Dort erfahren wir, wie ein sonderbarer „Thron“, der „Thronwagen Gottes“, mit viel Lärm vom Himmel nieder stieg, in dem sich ebenfalls ein solcher „Typ Mensch“ befand:

Sein Haupt und seine Haare waren weiß wie Wolle, leuchtend weiß wie Schnee, und seine Augen wie Feuerflammen.“ (Off. 1,14)

Noah ähnelte also diesem Himmelswesen aus der Offenbarung, wenn man hier eine Verbindung ziehen mag. Bei Noahs Geburt geschah allerdings noch etwas ganz Außergewöhnliches, was seine „göttliche Herkunft“ weiter untermauert:

Darauf richtete er sich in den Händen der Hebamme auf, öffnete seinen Mund und redete mit dem Herrn der Gerechtigkeit.“ (1. Henoch 106,3)

Ein Abbild „Gottessöhne des Himmels“

Lamech wusste daraufhin nicht, wie ihm geschah. Verständlicherweise hatte er keine Ahnung, was er jetzt unternehmen sollte. Er bekam es angesichts dieses ungewöhnlichen Babys mit der Angst zu tun und eilte zu seinem Vater Methusalem. Ihm offenbarte er seine Sorgen, da vielleicht der weise Methusalem Rat wusste. Sicher sehr aufgeregt sprach Lamech zu seinem Vater:

Ich habe einen merkwürdigen Sohn; er gleicht nicht einem Menschen, sondern den Gottessöhnen des Himmels und seine Natur ist verschieden; er ist nicht wie wir; seine Augen gleichen Sonnenstrahlen und sein Antlitz ist majestätisch. Es dünkt mir, dass er nicht von mir abstammt (…)“ (1. Henoch 106,5-6)

Lamech zweifelt verständlicherweise an seiner Vaterschaft. Er unterbreitete seinem Vater deshalb, dass er mit Sicherheit nicht der tatsächliche Erzeuger eines solchen Kindes sein kann. Und er vermutete schon da, dass wohl „in seinen Tagen auf Erden ein Wunder geschieht“. Nun bat er Methusalem, dass er zum Propheten Henoch gehen möge, denn „er wohnt ja bei den Engeln“. Henoch, der umfangreiche Kontakte mit den Gottessöhnen beziehungsweise Wächtern, wie sie auch genannt werden, pflegte, konnte sicher helfen.

Wie gewünscht wand sich Methusalem Rat suchend an Henoch, seinem Vater, und berichtete ihm die „beunruhigende Erscheinung“ und „beängstigende Sache“ über Noahs Geburt. Noahs „Gestalt und Natur“ widerspreche „der eines Menschen“ und deute eher auf ein „ein Abbild der Engel des Himmels“ hin, so erzählte er es Henoch. Genauso, wie es die die Beschreibung aus der Offenbarung schon vermuten ließ.

Ein verzweifelter Vater

Tatsächlich finden sich an anderer Stelle im 1. Buch Henoch (71,1) Beschreibungen von „Wächtern des Himmels“, dessen Antlitz „leuchtete wie Schnee“. Der Verdacht von Lamech lag demnach auf der Hand, dass Noahs wahrer Vater nicht von dieser Welt war.

Henoch, der zu seiner Zeit ein Mann von unermesslichem Wissen war, prophezeite seinem Sohn Methusalem im Folgenden die kommende Sintflut. Er berichtete ihm auch, dass Gottessöhne des Himmels Kinder mit Menschenfrauen zeugten und der Höchste sie deshalb durch die große Flut vernichten wolle (vergl. Gen. 6). Er sollte seinen Sohn Lamech beruhigen, denn sein Kind wäre auserwählt, die Katastrophe zu überleben, und „die Erde nach all der Vernichtung (zu) trösten“.

Eben das, was auch das Buch Genesis über die Flut und die Arche Noah erzählt. Interessant am Rande ist auch, dass Henoch seinem Sohn nebenbei erzählte, dass vor allem die Sünde durch die Flut vertilgt werden solle. Aber „danach wird die Gottlosigkeit noch weit größer werden als die, die zuerst auf Erden begannen ward“. Folgerichtig war die Sintflut als „Strafe Gottes“ schlichtweg überflüssig, da sie nichts nutzte …

„Wirklich sein Sohn“

Die bereits weiter oben zitierten jüdischen Märchen betonen ebenso, dass Noah bei seiner Geburt irgendwie „anders“ war. So wird dort etwa die Frage, woher Lamech und die anderen Menschen wussten, dass in Noahs Tagen ein Wunder oder ähnliches geschehen werde, damit erklärt, dass er bereits bei seiner Geburt beschnitten gewesen sein soll. Dies sei ein Zeichen Gottes gewesen und die Fragen, „wie wusste Lamech das im Voraus“ und ob er „ein Seher“ war, wäre laut Legende damit beantwortet gewesen.

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An einer anderen Stelle wird sogar behauptet, dass alle Menschen vor Noah mißgestaltete Hände hatten. „Ungestaltig und wie geschlossen, und die Finger waren nicht getrennt voneinander“, seien ihre Hände gewesen, wird darin behauptet. Erst bei Noah „waren die Finger einzeln und jeder für sich“.

Noah – dies lässt sich aus diesen Aussagen entnehmen – war ein Mensch mit ganz außergewöhnlichen Eigenschaften, die ihn eigentlich nicht als richtigen Menschen erscheinen lassen. Zumindest in der Mythologie. Dennoch wies Henoch seinen Sohn an, Lamech zu sagen, dass Noah „wirklich sein Sohn ist“, wie es das 1. Buch Henoch sagt. Wie aber konnten Lamech und seine Frau ein derart fremdes Kind bekommen? Und wieso sollen die Menschen zuvor andere Hände gehabt haben? Wie kommt man auf solche Behauptungen?

Fragen, dessen Antworten wohl für immer in den Fluten der Sintflut versunken sind …

Noah – ein Albino?

Schon vor über 60 Jahren fragte sich das auch der britische Medizinprofessor Arnold Sorsby in einem Artikel im „British Medical Journal“. Nach Sorsbys war der Erbauer der rätselhaften Arche Noah einer jener Menschen, denen der Mangel an Hautfarbstoffen ein ungewöhnliches Aussehen verleiht: Ein Albino. Dazu schrieb damals „Der Spiegel“ (Nr. 17/1959, 22. April 1959) unter anderem:

Noahs Erscheinung bei der Geburt, so wie im Buche Henoch geschildert, ist offensichtlich nicht die eines Wunders, sondern die eines Albinos.“

Professor Sorsbys vermutete, dass der genetische Defekt dadurch ausgelöst wurde, dass Noahs Eltern Lamech und Bat-Enosch Blutsverwandte waren. Hierin sah er 1959 die Ursache für den Albinismus. Einen „Engel“, also einen jener außerirdischen „Wächter des Himmels“, wie Henoch sie nennt, schloss der Mediziner als Vater aus. Zehn Jahre bevor alle Welt von der Prä-Astronautik sprach, zitierte „Der Spiegel“ Arnold Sorsby in dem Artikel „Noah: Weiß wie Wolle“ mit den Worten:

„(Es ergeben sich) erhebliche genetische Schwierigkeiten. Man müsste ja dann voraussetzen, dass Bath-Enosch und der Engel nichtverwandte Träger eines Erbfaktors zu einer Zeit waren, da dieser Erbfaktor noch nicht weit verbreitet sein konnte; oder -, noch weniger plausibel -, dass der Albinismus bei den Engeln dominant ist, nicht rezessiv, wie bei den Menschen.“

Des Rätsels Lösung ist möglicherweise ähnlich gelagert wie bei der Geburt Seths, des dritten Sohnes von Adam und Eva. Oder auch bei den biblischen Schöpfungsmythen nach göttlichem Ebenbilde. Bei Seth als Spross des ersten Menschenpaares der Bibel war es so, dass Eva „fremden Samen“ von den Himmlischen eingesetzt bekam. Als Ersatz für ihren Sohn Abel, da dieser von seinem Bruder Kain erschlagen wurde. Doch das ist wieder eine andere Geschichte.

Noah als alter und weiser Mann unter dem Schutz Gottes (Bilder: gemeinfrei)
Noah als alter und weiser Mann unter dem Schutz Gottes (Bilder: gemeinfrei)

Noah in den Schriften von Qumran

Die sogenannte „Lamech-Rolle“ (auch „1Q Genesis Apokryphe“ genannt), ein fragmentarisches Schriftstück aus den Höhlen von Qumran, enthält ebenfalls einen Bericht über Noahs sonderbare Geburt. Recht ähnlich wie im 1. Buch Henoch. Nach der zweiten Kolumne dieser Qumran-Rolle konnte Lamech gar nicht der Vater Noahs gewesen sein. Denn dieser kam nach einer über neun Monate langen Reise zurück zu seiner Frau Bat-Enoch, wo er dann den ominösen Knaben direkt vorfand.

Sofort beschuldigte er sein Frau, sie sei ihm untreu gewesen und das Kind in seinem Haus wäre nicht das seine. Wie sollte es auch nach seiner langen Abwesenheit? Verbittert kam er zu dem Schluss, dass Bat-Enoch ein Kind der „Wächter des Himmels“ bekommen haben müsse. In den Qumran-Schriftrollen vom Toten Meer liest sich das folgendermaßen:

Dann kam ich zu dem Schluss, dass die Empfängnis das Werk der Wächter war, dass der Same von Engeln oder Nefilim gesät worden war. Ich war wegen dieses Kindes in Aufruhr.“ (1QapGen, Kolumne 3, Verse 1-2)

Umgehend konfrontierte Lamech daraufhin seine Gattin mit seinem Verdacht und stellte sie zur Rede:

Dann ging ich, Lamech, eilends zu [meiner] Frau, Bat-Enosch, [und sagte zu ihr]: [‚Ich beschwöre dich bei…] und beim Höchsten, beim Großen Herrn, beim König der Ewigkeit [hast du empfangen] [von einem der] Himmelssöhne? Berichte mir jede Kleinigkeit wahrheitsgemäß (…) Du musst mir die reine Wahrheit sagen, ohne Lügen (…)“ (1QapGen, Kolumne 3, Verse 3-7)

„Weder ein Fremder noch einer der Wächter, auch nicht einer der Söhne des Himmels.“

Bat-Enoch appellierte an das Herz ihres Gemahls. „An meine Wollust“ solle er sich erinnern, „bevor wir uns liebten“ und „wie leidenschaftlich ich reagierte“, entgegnete sie Lamech. Doch dieser bliebt stur, bis sie ihm schließlich antwortete:

Dann hielt sie ihren Unwillen zurück, sprach mit mir und sagte: ‚O mein Herr, mein [Bruder, erinnere dich…] an mein Vergnügen. Ich schwöre beim Großen Heiligen, beim König des Hi[mmels…], dass der Same von Dir kam, die Empfängnis von dir kam, [diese] Frucht von dir gepflanzt ist […Es war] weder ein Fremder noch einer der Wächter, auch nicht einer der Söhne des Himmels.“ (1QapGen, Kolumne 3, Verse 13-16)

Immer wieder wird es deutlich, dass Noah laut diesen Texten kein Abkömmling der Himmelssöhne war. Seine Mutter stritt das mehr als energisch ab. Und auch Henoch sagte laut Qumran-Rolle zu Methusalem, dass Noah „nicht von den Himmelssöhnen, sondern von Lamech, deinem Sohn“ stamme (1QapGen, Kolumne 6, Vers 3). Ob dies alles nur Ausreden in der Mythologie waren, kann natürlich niemand sagen.

Auch in den Texten von Qumran, den Schriftrollen vom Toten Meer, finden sich seltsame Berichte über die Geburt des nicht-menschlichen Noah (Bilder: Fischinger-Online)
Auch in den Texten von Qumran, den Schriftrollen vom Toten Meer, finden sich seltsame Berichte über die Geburt des nicht-menschlichen Noah (Bilder: Fischinger-Online)

In der Prä-Astronautik hält sich seit Jahrzehnten die Aussage, dass Noah von den Göttern aus dem Himmel gezeugt wurde. Von den Wächtern des Himmels, die fromme Deuter als „Engel“ ansehen. Verwunderlich ist das nicht, denn die Schriften und Überlieferungen schildern sehr umfangreich und im Detail, dass es zu solchen sexuellen Beziehungen zwischen den Söhnen des Himmels und den Frauen der Menschen kam. Und so wurden aus diesen Mischehen auch Kinder auf Erden geboren. Im Buch Genesis ist das in den Versen 6,1-4 sehr knapp angeschnitten.

Eigentlich ist das schon eine Ungeheuerlichkeit, die an anderer Stelle von mir detailliert beleuchtet wurde.

Uralte Vorlagen?

Können wir den überlieferten Beteuerungen von Bat-Enoch und Henoch aber trauen? Immerhin ist Noah der einzige Mensch, der wie die Wächter des Himmels ausgesehen haben soll. Nur „Engel“ oder die Söhne der Götter sahen aus wie er. Haben hier ältere religiöse Weltanschauungen diverser Nachbarvölker als Vorlage der gedient? Ungewöhnlich wäre das nicht.

So etwa die Geschichte des Moses im Buch Exodus, in der es heißt, dass er als Kindlein in einem Körbchen auf dem Nil ausgesetzt und dann wundersam gerettet wurde. Sehr ähnliches wird auch von König Sargon von Akkad in Mesopotamien überliefert. Einen heldenhafter Herrscher, dessen Legenden vor den entsprechenden Aussagen im Alten Testament niedergeschrieben wurden. Er lebte bereits um 2300 vor Christus, damit lange vor Moses angeblicher Lebzeiten und der Niederschrift des Buches Exodus.

Man denke bei solchen himmlischen Abstammungs-Legenden auch an die paarweise durch „Geburtengöttinnen“ erschaffenen Menschen der assyrischen Mythologie. Erzählungen einer Schöpfung von neuen Menschen durch die Kreuzung göttlicher Wesen (deren Blut) mit irdischen Menschen. Diese „Geburtengöttinnen“ waren die Göttinnen der „Doppelsieben“, die Menschen quasi wie aus der Retorte das Leben schenkten. Ein vielfach anzutreffendes Motiv der Menschheitsschöpfung in den Mythen der mesopotamischen Kulturen:

„(Von den) [sieben] und sieben Mutterleibern, brachten sieben männliche Wesen, [sieben] brachten weibliche Wesen hervor. (…) Paarweise vollendete er sie, paarweise vollendete sie vor ihr.“

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Lehrmeister aus dem Himmel in Japan: So kamen die Götter zu den Lutschu-Inseln (Okinawa), um die Menschen zu lehren

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Lehrmeister aus dem Himmel in Japan: So kamen die Götter zu den Lutschu-Inseln (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Lehrmeister aus dem Himmel in Japan: So kamen die Götter zu den Lutschu-Inseln (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Götter, Lehrmeister oder Himmelswesen kam laut alten Überlieferungen rund um die Welt einstmals vom Himmel zu den Menschen. Überirdische Wesen aus den Wolken, die dem Menschen allerlei Wissen, Weisheit oder Gesetzte gebracht haben sollen. Und die in der Prä-Astronautik als reale Geschöpfe gedeutet werden. Als antike Raumfahrer. Genau das wird in Japan auch von den kleinen Lutschu-Inseln beziehungsweise Okinawa erzählt. Ein weiterer „Eingriff aus dem Kosmos“?


Götter der Sterne

Seit Anbeginn der Menschheit mit all den unlängst versunkenen Kulturen und Zivilisationen kursieren Mythen von Lehrmeistern aus dem Himmel. Überlieferungen über Götter der Sterne, die dem Menschen Wissen, Gesetzt und Weisheit brachten.

Und seit Anbeginn der Prä-Astronautik werden diese „Kulturbringer“ als antike Raumfahrer interpretiert. Hiernach waren es keine mythischen Wesen, die sich der menschliche Geist erdachte, sondern reale Geschöpfe aus dem Kosmos. Also Außerirdische. Vertreter dieser Idee der vorzeitlichen Besucher aus dem All verweisen seit Jahrzehnten sinngemäß darauf, dass die Mythen der Völker „voll mit entsprechenden Überlieferungen“ wären.

Tatsächlich stimmt diese Behauptung. Denn zu allen Zeiten haben alle Kulturen in allen Teilen der Erde solche Geschichten erzählt oder sogar niedergeschrieben. Zu finden sind sie in alten Schriften, Sagen, Legenden und später aufgezeichneten Überlieferungen. Das Problem dabei ist jedoch, dass konkrete Beispiele scheinbar doch sehr knapp sind. Vielfach werden hier immer wieder dieselben Mythologien mehr oder weniger richtig rezitiert. Oder es wird eben auf diese verwiesen.

„Klassiker“ sind hier fraglos die Mythen rund um die Hopi-Indianer über Katchinas aus den USA und die biblischen Schriften, die von Wächtern und Gottessöhnen handeln. Ebenso die alten Texte der mesopotamischen Völker, wie etwa jene der Babylonier und Assyrer. Wobei diese seit Jahrzehnten vielfach vollkommen übertrieben, falsch oder sogar erfunden wiedergegeben werden. Ein Umstand, der sich immer weiter verbreitet, weshalb diese an anderer Stelle bereits ausführlich im Sinne der Prä-Astronautik betrachtet wurden.

„Vom Himmel herab“ nach Japan

Konkrete Beispiele solcher Legenden von Lehrmeistern aus dem Himmel sind aber durchaus schnell aufzuspüren. Hierzu bedarf es nicht der einschlägigen Prä-Astronautik-Literatur, sondern lediglich Werke mit entsprechenden Schöpfungsmythen, Legenden und Sagen. Veröffentlichungen, die nichts mit den antiken Astronauten zu tun haben.

Meiner Überzeugung nach kann man gar nicht genug derartiger Mythologien in die Thematik einbringen. Egal ob „große“ oder „kleine“ Überlieferungen. Deshalb wurden in der Vergangenheit unter anderem auf diesem Blog immer wieder entsprechende religiöse Erzählungen aus aller Welt thematisiert. So wie im Folgenden eine kurze Sage aus Japan, die von eben solchen Göttern des Himmels berichtet. Auch in dieser kamen die Himmlischen hernieder und lehrten die Menschen. Eine Aussage, die innerhalb der Prä-Astronautik vor allem aus dem äthiopischen Buch Henoch bekannt ist.

Diese japanische Sage berichtet davon, wie die Himmlischen auf die Lutschu-Insel hernieder kamen. Diese liegen südlich des japanischen Kernlandes. Ujnd so erfahren wir in dieser über dieses Ereignis:

Auf den Lutschu-Inseln erzählt man, dass ein Gott und eine Göttin, mit Namen Amamikiu und Schinerikiu, vom Himmel herab auf die Insel Amami-Oschima fielen, welche von dem Gotte ihren Namen erhielt.

Sie zogen aber von dort weiter nach Süden und ließen sich auf der größten der Lutschu-Inseln, Okinawa, nieder und wurden dort in besonderen Tempeln bis in die neueste Zeit verehrt. Sie lehrten die Menschen Gesittung und mancherlei Künste; auch sollen sie Hirse und Reis als Geschenke des Himmels mitgebracht haben.“

Aufgezeichnet hat diese Sage David Brauns schon 1885 in seinem Werk „Japanische Märchen und Sagen“. Und es ist auch hier offenkundig der Fall, dass der „Erfinder“ der Geschichte daran glaubte, dass Himmelswesen Sitte, Weisheit und sogar Nahrungsmittel „vom Himmel herab“ zu den Menschen der Erde brachten.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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