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Bis über 4.000 Jahre alt: Älteste Landkarte Europas in einem Hügelgrab entdeckt! +++ Video +++

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VIDEO: Über 4000 Jahre alt: Älteste Landkarte Europas in einem Hügelgrab entdeckt (Bild: Inrap / C. Nicolas/Y. Pailler)
VIDEO: Über 4000 Jahre alt: Älteste Landkarte Europas in einem Hügelgrab entdeckt (Bild: Inrap / C. Nicolas/Y. Pailler)

Überall in Europa finden sich Hügelgräber oder Hünengräber aus der Vergangenheit, die zum Teil bis in die Steinzeit zurückgehen. In einigen dieser Anlagen stießen die Ausgräber auch auf Gravuren, die zum Beispiel die Grabkammer im Inneren schmücken. Bis heute sind sie unverständlich und werden teilweise als reine Dekoration angesehen. Anders bei einem solchen Grab in der Bretagne, dass 1900 ausgegraben wurden. Eine dort gefundene und über Jahrzehnte verschollene gravierte Steinplatte erwies sich nach einer neuen Studie als Landkarte eines noch heute nachweisbaren Gebietes in Nordwesten Frankreichs. Die älteste Karte Europas überhaupt und ein erstaunlicher Funde, der viele Fragen offen lässt, wie Ihr es in diesem Video erfahrt.


Europas älteste Landkarte in einem Hügelgrab

Im Jahr 1900 wurde in der Bretagne ein uraltes Hügelgrab ausgegraben. Darin fand sich eine gravierte Steinplatte, die später in Frankreich verlorenging. Jetzt entdeckten Archäologen sie wieder und fanden Sensationelles heraus: Es scheint sich um die älteste Landkarte Europas zu handeln!

Die Platte selber ist rund 2.20 Meter lang und wurde bereits etwa 2150 bis 1600 vor Christus mit seltsamen Zeichen, Linien und Formen graviert. Dann bauten unsere Ahnen sie eines Tages in die Wand des Hügelgrabes von Saint-Bélec in Frankreich ein, wo sie erst vor 121 Jahren wiedergefunden wurde. Was die Gravuren bedeuten sollen, wusste bis heute niemand. Zumal die Platte in einem Museum für Archäologie nahe Paris verlorenging.

Nach der Wiederauffindung 2014 im Keller des Museums wurde sie genauer untersucht. Mit dem Resultat, dass die scheinbar sinnlosen Strukturen auf dem Stein wohl die älteste Landkarte Europas ist. Möglicherweise sogar eine “politische Karte”, die sich noch heute auf reale geographische Merkmale übertragen lässt.

Doch viel Forschung ist noch nötig, wie Ihr es in diesem Video vom 8. April 2021 erfahrt. Das im Video erwähnte und verlinkte Video von mir findet Ihr HIER.

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Video vom 8. April 2021 auf Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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"Israel muss von der Landkarte radiert werden": Die Iran-Lüge der Medien und der Israel-Zank

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Israel muss von der Landkarte radiert werden.

Das soll der Präsitend des Iran, Mahmud Ahmadinedschad, am 26. Oktober 2005 gesagt haben.

Aber Fairnes muss sein.
Denn – als wenn der Herr nicht sein eigenes Volk genug quält: Das hat er angeblich nie gesagt und dient wohl nur dazu einen Iran-Krieg “schmackhaft” zu machen. Heisst es. Oder, damit Deutschland einen Waffen-Deal mit unseren Freunden in Irael abschließen kann.
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Ein Blick durch die Zeit in die Anderswelt? Das verschwundene Dorf in Frankreich ( + Video)

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Ein Blick durch die Zeit? Das verschwundene Dorf in Frankreich (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Ein Blick durch die Zeit? Das verschwundene Dorf in Frankreich (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Seit Jahrhunderten oder sogar Jahrtausenden erzählen Mythen, Sagen und Legenden von seltsamen Phänomenen zwischen Zeit und Raum. Immer wieder sollen Menschen eine Art Blick in die Vergangenheit geworfen haben können. Eine Anderswelt, die ihnen vollkommen real vorkam, aber schon lange nicht mehr existiert. Zumindest in unserer Raumzeit nicht mehr. Auch die einschlägige Literatur zu Paranormalen Phänomenen kennt solche Berichte. Sie lassen sich kaum mehr fassen. Doch könnte nicht mehr dahinter stecken, als nur “Halluzinationen” oder “Tagträume”? Lassen wir in diesem Beitrag unter anderem einen Zeugen selber dazu zu Wort kommen.


Reisen durch Raum und Zeit

In der Welt des Paranormalen und Mythologie existieren eine Art von Berichten, die immer wieder faszinieren. Es sind jene Schilderungen und auch zum Teil uralten Überlieferungen, die von Zeitreisen in verschiedenen Formen berichten. Derartige Beispiele finden sich in der klassischen Literatur über Paranormale Phänomene ebenso wie in Sagen, Mythen und Märchen. Selbst auf das scheinbare moderne UFO-Phänomen und Geistererscheinungen lassen sich “Zeitreise-Phänomene” auf die eine oder andere Art übertragen.

Meiner Überzeug nach sind derartige Blicke oder sogar Reisen in die Anderswelt ein eindeutiger Hinweis, dass scheinbar unzusammenhängende Phänomene in Wahrheit doch zusammenhängen. Auf diesem Blog sowie auch in meinem Buch “Der Tod – Irrtum der Menschheit” habe ich eine Vielzahl derartiger Berichte angeführt und diskutiert. Bei diesen Erzählungen gibt es auch eine  mehr oder weniger besondere Art derartiger Erfahrungen oder Erlebnisse mit und in der Anderswelt.

Es sind jene, in denen Menschen Szenen aus der Vergangenheit sehen, wahrnehmen oder beobachten. Vollkommen real kommt diesen das Erlebte dabei vor, so dass sie erst im Nachhinein feststellen, dass sie einen Blick in die Vergangenheit erhaschen konnten. Durch einen Art “Riss in der Matrix”, wie man heute wohl sagen würde. Ein Beispiel aus dem genannten Buch mag dies verdeutlichen, weshalb ich es hier zusammenfassen möchte.

Das Phantomdorf aus der Vergangenheit

An einem Freitagabend im Sommer 1959 befuhr eine Miss Annette, seit Jahren Angestellte des britischen Fernsehens, eine Straße zwischen den Ortschaften Midhurst und Liphook in Großbritannien. Dabei richtete sich ihr Augenmerk plötzlich auf eine altertümliche Kirche, die inmitten von Weilern und Stroh gedeckten Hütten lag. Auch einen Teich und eine Wiese konnte sie erkennen. Eine fast schon romantische Szene, in der die Welt noch in Ordnung schien.

Doch Annette kam das gesamte Szenario irgendwie sonderbar vor, denn nie zuvor hatte sie diese Bauwerke in der idyllischen Lage gesehen. Als sie sich am kommenden Wochenende mit einer Freundin traf,  war auch diese von der schönen Lage des Dorfes begeistert. Auch sie hatte die Bauten gesehen. Doch als die zwei Damen später zusammen an diesem Platz vorbei kamen, hatte sich die gesamte Idylle scheinbar in Luft aufgelöst. Nirgendwo konnten sie etwas davon sehen.

Einige Tage später führte der Weg von Miss Annette zu ihrem Wochenendplatz erneut an der fraglichen Stelle vorbei führte. Und da lag das Dörfchen wieder wie einige Tage zuvor unversehrt vor ihr. Auf einem Verkehrsschild konnte sie den Hinweis auf einen Ort namens “Midhurst” lesen, und folgerte, dass das mysteriöse kleine Dorf zwischen Liphook und eben Midhurst liegen musste. Verfahren hatte sie sich offensichtlich nicht.

Dieser kleine Ort ließ ihr keine Ruhe. Deshalb fuhr sie am Sonntag nach ihrem Wochenendausflug früher zurück, um das Örtchen näher zu begutachten. Doch es war wieder nicht auffindbar. Annette fuhr einige Male die Strecke hin und her, fand aber nichts.

Einige Monate später, im Herbst 1960, stieß sie in einer Antiquariatsbuchhandlung in London auf eine alte Landkarte der fraglichen Gegend. Nach einem kurzen Blick auf die Ortschaften dieser Karte, traute sie ihren Augen nicht: Tatsächlich fand sich hier auf halbem Wege zwischen Midhurst und Liphook ein Dorf verzeichnet, das jedoch ohne Namen war. Es bestand aus acht Bauernhöfen, einer Kirche, einem Weiher und einer Wiese. Der Besitzer des Antiquariates berichtete auch, dass diese kleine Ortschaft bereits 300 Jahre zuvor durch ein schreckliches Feuer bis auf die Grundmauern niedergebrannt sei und nicht wieder aufgebaut wurde. Es war seit drei Jahrhunderten vom Erdboden verschwunden …

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Ein zugegeben sehr sonderbarer Zufall, dass zwei Frauen unabhängig voneinander an derselben Stelle ein längst nicht mehr existierendes Dorf sahen. Oder war es eben kein Zufalle, sondern ein Blick durch die Zeit, durch die Anderswelt? Scheinbar nur ein weiteres Beispiel für die Tatsache, dass unsere Raumzeit zumindest den zahlreichen Berichten nach hin und wieder “reißen” kann. Dadurch wird uns ein Blick in die Vergangenheit und durchaus auch Zukunft gewährt.

Blick in die Vergangenheit

Derartige Erfahrungsberichte lassen sich grundsätzlich nicht belegen. Hier ist man – wie so oft – auf Zeugenaussagen angewiesen. Bei solchen Schilderungen aus alten Mythen oder Sagen ist es mit realen Zeugenaussagen dann aber mehr als problematisch. Diese kennt heute niemand mehr. Indizien für die Wahrheit sind natürlich alte Land- und Flurkarten, die im Nachhinein gesichtet wurden, und an den fraglichen Stellen entsprechende Ansiedlungen oder Gebäude zeigen. Wirkliche Beweiskraft hat aber auch das nicht.

Kritiker könnten einwenden, dass hier ein Schwindel vorliegt. Erst war die Karte – dann die Geschichte mit einem Blick in die Vergangenheit. Und handelt es sich nur um Einzelpersonen, die einen solchen Blick durch die Zeit und vielleicht sogar den Raum werfen konnten, kann der Skeptiker noch immer argumentieren, dass es eine Halluzination war. Oder ein Tagtraum.

Erschwerend kommt folgendes hinzu: Viele dieser zweifellos spannenden Berichte aus der einschlägigen Literatur sind nicht gerade aktuell. Teilweise liegen sie Jahrzehnte zurück und eine exakte erste Quelle ist kaum mehr auffindbar. Bei dem Beispiel oben ist es nicht anders, denn auch hier sind inzwischen rund 50 Jahre vergangen. Zeugin war hier eine Frau mit Namen “Miss Annette”. Doch wer genau war sie? Was ist ihr Hintergrund, außer, dass sie seit Jahren beim Britischen Fernsehen gearbeitet haben soll?

“Eine richtige kleine Idylle”

Anders ist es bei einer sehr ähnlichen Erfahrung, die der deutsche Verleger, Autor und Mystery-Forscher Werner Betz etwa 1983 im Norden von Frankreich gemacht haben will. Dieses schildert er in seinem Buch mit dem treffenden Titel “Portale“, dass er kürzlich mit seiner Koautorin Sonja Ampssler veröffentlichte, und das ich Euch HIER vorgestellt habe. Dazu findet Ihr am Ende ein Video von ihm, in dem er dieses Erlebnis und seine Nachforschungen dazu selber nochmal schildert.

Demnach habe der Kollege Betz damals einen Kurzurlaub in Brügge (Belgien) verbracht. Von dort starteten er und seine Begleiterin einen Ausflug in die nordfranzösische Küstenstadt Calais, die nur knapp 100 Kilometer Luftlinie von Brügge entfernt liegt. Eine vielen bekannte Stadt an der Straße von Dover im Ärmelkanal, von wo aus man die britischen Inseln erreichen kann. Damals mit Hovercraft-Fähren, die sich auch Betz ansehen wollte.

Auf dem Weg nach Calais nahmen die beiden Reisenden die küstennahe Landstraße D119 und trafen kurz vor dem Ziel auf “eine richtige kleine Idylle”, wie Betz schreibt:

Dort zweigte eine Straße ab, an der links und rechts Häuser standen. Es war nur diese Reihe Häuser und sie sahen völlig anders aus als in den Orten, die wir vorher durchquert hatten. Sie waren unverputzt und auf den Dächern zeugten die Kamine von Öfen, welche die Zimmer erwärmten. An den Häuser war Wäsche zum Trockne aufgehängt. Die Straße war weder geteert noch gepflastert, aber es befanden sich Menschen auf ihr. Kinder spielten dort, doch die Kleidung der Menschen, die wir sahen, deutete auf ein ärmliches Leben hin, soweit ich mich erinnern kann, trugen die Kinder zumindest nicht einmal Schuhe. Wir waren an der Straßeneinmündung stehen geblieben und beobachteten das Szenario vom Auto aus. Die Leute schienen uns überhaupt nicht zu beachten (…)”

Betz und seine Begleiterin waren verdutzt über dieses Bild, dass sie dort sahen. Vielleicht ein armes Arbeiterviertel, wie sie damals dachten, und so setzten sie ihre Reise kurz darauf fort.

Das verschwundene Dorf

Ein Jahr drauf wiederholten die beiden Touristen mehr oder weniger diesen Urlaub. Wieder reisten sie nach Calasis und wieder fuhren sie die selbe Strecke. Doch so sehr sie auch diese Ansiedlung wiederfinden wollten, sie war nicht mehr zu sehen. Nicht weil sie sich verfahren hatten, sondern sie war einfach weg. “Wir waren uns ziemlich sicher, die Stelle wieder gefunden zu haben”, schreibt Betz in seinem Buch “Portale”. Aber alles sah anders aus und keine Spuren von Häusern waren zu sehen. Wurde alles spurlos abgerissen?

Das schien die logische Erklärung zu sein.

Verblüfft war Werner Betz jedoch nach seiner Rückkehr aus dem ersten Urlaub, als das kleine Dorf noch stand. Oder besser, als er es gesehen hatte. Er hatte die Szene fotografiert, doch nach der Entwicklung des Filmes (es war 1983!) war auf genau diesem Bild nichts zu sehen. Alle Aufnahmen des Filmes – davor und danach – waren gelungen. Nur genau dieses Bild war “zerstört” oder falsch belichtet. Dieser Umstand ließ ihn keine Ruhe, wie er in dem Video unten auf seinem YouTube-Kanal schildert. Also recherchierte Betz dieses Erlebnis noch einmal nach, um zu seiner Verblüffung festzustellen, dass am fraglichen Platz auf alten Karten tatsächlich ein winziges Dorf eingezeichnet war.

Mehrere Karten aus dem 17. und 18. Jahrhundert zeigten westlich des Dorfes Waldam an der nach Calais führenden D119 eine Ansiedlung mit Namen “Petite Walle”. Gelegen der heutigen Straße “Avenue du Général de Gaulle”.

Von diesem winzigen Nest ist heute nichts mehr zu sehen. Lediglich vier oder fünf etwas abseits der Straße gelegene Bauernhöfe erkennt man heute auf dem Streckenabschnitt via “Google Earth“. Wobei einer nur aus zwei Scheunen oder Stallungen zu bestehen scheint, und nicht wie ein wirklicher landwirtschaftlicher Betrieb  mit Wohnhaus etc. aussieht. Dafür sieht die direkte Umgebung dort aber so aus, dass hier einst mehr Gebäude gestanden haben könnten. Bis in das Jahr 1985 gehen die dortigen Aufnahmen zurück, werden aber letztlich immer schlechter. Ihr könnt es Euch selber ansehen, die Koordinaten sind: 50°58’15.59″N 1°57’52.18″E

Wo “Petite Walle” geblieben? Und wann? “Durfte ich vor etwa 40 Jahren einen Blick in die Vergangenheit werfen?”, schreib Betz zu seinem Video unten. “Hört Euch die Geschichte an und urteilt selbst!”

Video

Video von Werner Betz vom 24. Januar 2021

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Lars A. Fischinger

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Die Hagia Sophia in Istanbul: Geschichte, Mythen und Legenden um das (einst) christliche Gotteshaus

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Die Hagia Sophia in Istanbul: Mythen und Legenden um das (einst) christliche Gotteshaus (Bild: Fischinger-Online)
Die Hagia Sophia in Istanbul: Geschichte, Mythen und Legenden um das (einst) christliche Gotteshaus (Bild: Fischinger-Online)

Die eigentlich christliche Kirche Hagia Sophia in Istanbul in der Türkei sorgt derzeit für Schlagzeilen. der Prachtbau war rund 1.000 Jahre eine Kirche der Christen und teilweise das wichtigste Gotteshaus überhaupt. Bis zum Fall der Stadt 1453 durch die Eroberung durch Sultan Mehmed II., woraufhin die Kirche einige Jahrhunderte zu einer Moschee und ab 1934/35 zu einem Museum wurde. Bis heute, denn seit dem 24. Juli 2020 ist die Hagia Sophia auf Anordnung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wieder eine Moschee. Trotz weltweiter Proteste, über die in den Medien vielfach berichtet wurde. Doch die prachtvolle Hagia Sophia hat auch hinter den Kulissen und ihrer wechselvollen Geschichte vieles zu bedienten. Und zwar Sagen, Legenden und Mythen, die sich um sie ranken. In diesem Beitrag erfahrt Ihr von diesen und von der Geschichte des Bauwerkes. Spannende Hintergründe, die in der aktuellen Berichterstattung der Medien keinen Platz fanden.


Hagia Sophia – “Heilige Weisheit”

Als ich vor 30 Jahren erstmals in Istanbul an der prachtvollen Kirche Hagia Sophia (= “Heilige Weisheit”) stand, war ich als Teenager beeindruckt. Das änderte sich auch bei weiteren Besuchen Jahrzehnte später nicht. Zumal ganz Istanbul in der Türkei ein wundervolle Stadt ist, deren Besuch immer eine Reise wert ist. Kein Ort auf der Welt vereint so viel Geschichte der Antike, Spätantike, des Römischen Reiches und der Religionen, wie das heutige Istanbul.

Eine Stadt, die in der Grenzwissenschaft allerdings fast ausschließlich dafür bekannt ist, dass sich dort die legendäre Landkarte des Piri Reis befindet.

Stellvertretend für diese überaus bewegte Vergangenheit von Istanbul bzw. Konstantinopel, wie die Stadt ursprünglich hieß, steht am Bosporus die Kirche Hagia Sophia. Denn auch sie hat seit ihrer Grundsteinlegung im Jahr 532 nach Christus eine wechselvolle Geschichte erlebt. Gebaut als christliche Kirche auf den Resten ihrer Vorgänger wurde sie vielfach erweitert, umgebaut und renoviert und diente verschiedenen christlichen Konfektionen als Heiligtum. Sie war einstmals das Zentrum der Christenheit. Ein Bau mit außerordentlicher Symbolkraft.

Bis der Islam unter Sultan Mehmed II. die Stadt 1453 eroberte und sie tagelang seinen Truppen zur Plünderung freigab. Ein Gemetzel, das vor der Hagia Sophia nicht stoppte. In der Folge wurden im Inneren christliche Symbole, Bilder und Ausstattungen zerstört, gestohlen oder durch islamische Insignien des Glaubens ersetzt und überdeckt. Flüchtlinge innerhalb der Kirche wurden versklavt, geschändet und ermordet. Ein Vorgehen, dass nur einige Jahrzehnte später die Christen bei der Eroberung Amerikas geradezu “perfektionierten”.

Nach fast einem Jahrtausend christliche Kirche wurde die Hagia Sophia nach er Eroberung durch Mehmed II. zu einer Moschee. Ein erstes Minarett wurde noch im Jahr des Sieges an die ehemalige Kirche angebaut. Weitere folgten und so nahm der Prachtbau nach und nach seine heutige Gestalt an.

Die Hagia Sophia macht Schlagzeilen

Der Islam zerstörte im Inneren längst nicht alle Spuren ihrer ursprünglichen Bedeutung als eine der bedeutendsten christlichen Gotteshäuser der Welt. Bis heute finden sich in der Hagia Sophia (noch) christliche Reliefs, Bilder, Mosaike und ähnliches. Beispielsweise von Engeln, Jesus Christus oder der Mutter Maria. Teilweise wurden diese in späteren Zeiten allerdings wiederhergestellt, da sie nach der Umwandlung des Bauwerkes in eine Moschee lediglich übermalt oder mit Gips überdeckt wurden.

Einen einschneidenden Wendepunkt erlebte das Bauwerk am 24. November 1934: Die Regierung von Mustafa Kemal Atatürk, erster Präsident der Türkei, beschloss an diesem Tag die Hagia Sophia in ein Museum umfunktionieren. Daraufhin wurde die Kirche/Moschee als “Hagia-Sophia-Museum” eröffnet und in ihrem Inneren fanden verschiedene Umbauten, Wiederherstellungen und Renovierungen statt. Sie wurde zu einem der wichtigsten und beliebtesten Ziele für Millionen von Besuchern aus aller Welt, die die Stadt am Bosporus jährlich besuchen.

Das änderte sich von einigen Tagen.

Trotz weltweiter Proteste ordnete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan an, dass ab den 24. Juli 2020 die Hagia Sophia wieder als Moschee umfunktioniert werden solle. Viele sehen hier eine klare Verletzung der Trennung von Kirche und Staat und Kritiker werfen Erdogan vor, dass er die Türkei islamesiere. Auch die Minderheit der in der Türkei ansässigen Christen, vor allem der orthodoxen, sieht diesen Schritt mit Bedenken. Als verfolgte und unterdrückte Christen sehen auch sie diesen Schritt als Islamesierung.

Die Medien haben in diesen Tagen das Thema vielfach aufgriffen. Vor allem auch deshalb, da Erdogan symbolträchtig am ersten Gebet der “neuen” Moschee gleich in der ersten Reihe teilnahm, und bereits einen Tage vorher sich Menschen dort versammelten. Der normale Medien- und Nachrichtenkonsument wird die Hagia Sophia zuvor wahrscheinlich nicht mal gekannt haben. Trotz ihrer überaus bedeutenden Geschichte für das Christentum und während des Zerfalls des letzte Reste des Römisches Reiches.

Sultan Mehmed II.

Die Geschichte des Gotteshauses ist sehr gut dokumentiert und erforscht. Es ist kein Monument aus der “dunklen Vorzeit”, sondern am 23. Februar 532 wurde dort der Grundstein als Römische Reichskiche gelegt. Diesen Zweck erfüllte die erste Kirche auch nach ihrer Eröffnung am 27. Dezember 537 für fast 500 Jahre, bis sie 1054 zu einer orthodoxen Kirche wurde. Nach rund 1.500 Jahren Bautätigkeiten kann man die heutige Moschee natürlich nicht mehr mit der ersten Ur-Kirche vergleichen.

Wie bei eigentlich jedem sakralen Bauwerk, so ranken sich aber auch um die geschichtsträchtige Hagia Sophia Mythen und Legenden. Das fängt eigentlich schon bei der Eroberung der Stadt durch Sultan Mehmed II. 1453 an. Historiker aus Europa behaupteten, dass der Eroberer hoch zu Pferd in die Kirche geritten sein soll. Als Symbol des Sieges über das Christentum und gleichzeitig als deutliches Zeichen der Entweihung der Hagia Sophia.

Ob das den Tatsachen entspricht, ist unklar. Der 1856 verstorbene österreichische Orientalist, Übersetzer und Diplomat Freiherr Joseph von Hammer-Purgstall nannte es in “Geschichte des Osmanischen Reiches” (Bd. I, 1827) ein Märchen der europäischen Geschichtsschreiber.

Doch Märchen und Geschichten werden sich sehr zahlreich um die Hagia Sophia erzählt. Viele wurden von dem Reisenden Antony von Novgorod nach einer Reise in die Stadt im 13. Jahrhundert erst aufgezeichnet und dokumentiert.

Sagen und Legenden um die Hagia Sophia

Nach einer Erzählung soll kurz vor dem islamischen Einfall die Stadt von einem dichten Nebel eingeschlossen gewesen sein. Es dauert bis zum Abend, bis sich der undurchdringliche Nebel lichtete und dabei soll die Hagia Sophia plötzlich in einem rötlichen Licht getaucht gewesen sein. Der unheimliche Lichtschein stieg von der eindrucksvollen Kuppel hoch zu dem darauf stehenden Kreuz. Von da, so eine andere Version der Geschichte, stieg das rote Licht in den Himmel empor. Für die Christen war dies das Zeichen ihres kommendes Untergangs, da es als “Blut” gedeutet wurde.

Eine andere Sage erzählt, dass schon der biblische König Salomon den späteren Bauplatz der Kirche in einem Gebet oder einer Vision vorhergesagt habe. Als “wahre Religion” des biblischen Gottes sieht der Islam darin teilweise die Prophezeiung, dass ihnen die Hagia Sophia zustehe.

In einer islamischen Legende wird gesagt, dass heilige Erde und Wasser aus der Stadt Mekka zum Bau mit verwendet wurde. Hierzu existieren verschiedene Variationen der Legende, die alle zum Kern haben, dass der Prophet Mohammed durch seine wundersamen und göttlichen Kräfte oder Magie für den Kuppelbau verantwortlich ist. Seine “Wunderkraft” habe damit die Hagia Sophia als späteres Gotteshaus des Islam vorherbestimmt.

Als Mehmed II. Konstantinopel eroberte und damit das Ende des osmanischen Imperiums einläutete, soll auch er eine wundersame Spur hinterlassen haben. Und zwar habe er, als er angeblich hoch zu Ross in die Kirche ritt, eine Marmorsäule berührt, auf der sich bis heute sein klar erkennbarer Handabdruck befindet (s. a. Video HIER).

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Eine der beliebtesten Legenden der Christen sagt, dass am Tag der Eroberung sich während des Gottesdienstes in der Hagia Sophia ein Wunder ereignete. Der orthodoxe Patriarch sei durch dieses beim Eindringen der Osmanen in die Kirche während der Messe in einer Wand verschwunden, die sich plötzlich öffnete. Mit ihm verschwanden dort seine zeremoniellen Gegenstände. Etwas abgewandelt wird auch erzählt, dass der Geistliche in einer Geheimtür oder auch Seitentür verschwand. Erst an dem Tag, wenn die Stadt wieder christlich sein wird, komme der Patriarch wieder zum Vorschein, um seine Messe weiter zu führen und zu beenden.

Dazu gibt es eine ähnliche christliche Legende. Nach dieser überlebten zwei Mönche das Massaker der Muslime an den Christen und Einwohnern der Stadt, in dem sie oberhalb der Galerie in einer Wand verschwunden sind. Auch sie kehren wieder, wenn Konstantinopel bzw. Istanbul wieder christlich ist.

Auch einen “übersinnlichen Bewohner” hat das Gotteshaus. Nach einer Legende lebt (oder lebte) nämlich ein Engel Gottes seit mindestens 900 Jahren in dem Gemäuern. “Auf der rechten Seite der Säule, wo der Bogen zur Kuppel aufsteigt”, ist sein Wohnsitz. Der Engel sei der Wächter der Hagia Sophia, der einst während Baumaßnahmen an dem Gebäude erschien. An diesem Tage, so die Legende, wurden die Arbeiten unterbrochen, da die Handwerker zum Kaiser gerufen wurden. Dabei erschien dem Vorarbeiter der Engel, “ein Junge”, der ihm sagte, dass er Wache halten werde, “so wie es mir vom Herrn befohlen wurde”.

Noch mehr Legenden

Orthodoxe Historiker notierten dazu auch eine Erzählung über das “Ende” dieses Engels. Demnach kamen große Feuerflammen “aus der Kirche, schlossen sich zu einer Feuersäule zusammen und das daraus entstandene und unbeschreibliche Licht stieg in den Himmel hinauf”. Im Himmel angekommen “öffneten sich die Himmelstüren und das Licht verschwand dahinter”, was umgehend dem Kaiser berichtet wurde. Der Schutzengel habe nach 900 Jahren die Kirche verlassen und sei wieder in den Himmel aufgestiegen, so der Patriarch zum Herrscher. “Das bedeutet, dass Gott unsere Stadt schutzlos den Feinden überlässt.” Nicht auszuschließen, dass hier eine Variation der Sage um das rote Licht, das kurz vor dem Fall der Stadt über die Kirchen-Kuppel in den Himmel stieg, erzählt wird (s. a. Artikel HIER).

Im Inneren der Hagia Sophia befindet sich eine Säule, die im unteren Bereich mit Kupferblech verkleidet ist. Der Legende nach erschien genau hier der Heilige Gregor einer Reihe von Besuchern, die daraufhin ein Wunder erfuhren. Nachdem der Islam die Kirche in eine Moschee umbaute, änderte sich auch die Bedeutung dieser Marmorsäule. Fortan erfüllt sie jedem, der seinen Daumen in ein Loch in der Säule und durch die Kupferverkleidung steckt und ihn einmal 360 Grad dreht, jeden Wunsch.

Die mächtigen Eingangstüren des sogenannten “Kaisertor”, durch das der Herrscher mit seinem Gefolge das Gotteshaus betrat, soll der Legende nach aus ganz besonderem Holz geschnitzt sein. Hiernach handelt es sich um Holz von der Arche Noah. Jenem biblisches Rettungsboot vor der Sintflut, dass im “Gebirge Ararat” im Südosten der heutigen Türkei nach der Flut gestanden sein soll –  und laut Legenden dort noch immer liegt.

Der byzantinische Kaiser Justinian I., der den Grundstein für die heutige Hagia Sophia legte, soll bei seinem Einzug durch das “Kaisertor” am Tag der Eröffnung freudig und in aller Bescheidenheit ausgerufen haben: “Preis und Ehre sei Gott, der mich für würdig hielt, ein solches Werk zu vollenden. Salomon, ich habe dich übertroffen!” Damit meinte er den legendären ersten Tempel von Jerusalem, den König Salomon als Herrscher für den Gott Israels und seine Bundeslade errichten ließ …

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Lars A. Fischinger

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Neue DNA-Studie veröffentlicht: Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika

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Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika: Neue DNA-Studie veröffentlicht (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Genetiker auf den Spuren versunkener Anden-Kulturen in Südamerika: Neue DNA-Studie veröffentlicht (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der Ursprung und die Vermischung der zahlreichen Völker und Kulturen im Raum der Anden in Südamerika ist bis heute noch in vielen Teilen unbekannt. Mangels schriftlicher Aufzeichnen dieser ist die Forschung hier fast ausschließlich auf archäologische Befunde angewiesen. Helfen könnte hier die Genetik. So hat es in der Vergangenheit bereits einige genetische Untersuchungen dazu in der Anden-Region gegeben. Jetzt aber hat ein internationales Team von Forschern die bisher umfangreichste DNA-Untersuchung der Ur-Bevölkerung der Anden veröffentlicht. Genetisches Material von Nord-Peru bis hinunter nach Argentinien wurde ausgewertet, das aus der Zeit vor der Ankunft der Europäer in Südamerika stammt. Damit also “reine DNA” der präkolumbianischen Einwohner lieferte. Was die Untersuchungen ergaben und welche Fragen sich daraus für die Zukunft ergeben, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Die Rätsel der Anden

Woher kamen die einzelnen Völker und Kulturen in Südamerika, speziell im Gebiet der Anden an der Westküste des Kontinentes? Wie entwickelten und wanderten Angehörige der zahlreichen dort versunkenen Kulturen vor Jahrtausenden? Und wie verlief die Migration untereinander?

Genau solche und ähnliche Fragen versuchen Nicht nur Archäologen seit langer Zeit zu ergründen.

Auch Gen-Untersuchungen der heutigen und früheren Bevölkerung dienten den Wissenschaftlern immer wieder als Instrument der Forschung. Was sich in den letzten Jahren immer wieder als problematisch herausstellt, da durch die spanische Eroberung der Anden-Region im 16. und 17. Jahrhundert die lokalen Bevölkerungen mit den Europäern vermischten. Oder durch eingeschleppte Krankheiten gleich ganz ausstarben.

Jetzt hat internationales Forscherteam die Ergebnisse am 7. Mai in einer neuen DNA-Untersuchung veröffentlicht, die zur Klärung genau dieser Fragen in erheblichem Maß beiträgt. So die Überzeugung der beteiligten Experten aus Archäologie und Genforschung. Denn die größte bisher durchgeführte Untersuchung dieser Art konzentrierte sich auf genetisches Material, das aus präkolumbianischer Zeit aus der gesamten Andenregion stammt. Menschliche Überreste von Personen, die vor der Ankunft der Europäer in der Anden-Region lebten.

DNA der Ureinwohner der Anden

Das Team unter Leitung der „Harvard Medical School“ (HMS) und der Universität von Kalifornien analysierte dazu das Gen-Material von 89 Menschen, die in einem Zeitraum von vor 9.000 bis 500 Jahren lebten und starben. Gewonnen bei Ausgrabungen von Anden-Völkern von Nord-Peru bis hinunter nach Chile und Argentinien. Dabei wurde nicht nur bereits früher gewonnene DNA genutzt, sondern insgesamt 64 Proben mit einem Alter von 500 bis ca. 4.500 Jahre neu sequenziert.

Erstmals seien dabei auch Anden-Völker berücksichtigt worden, die bisher nicht genetisch umfassend beachtet wurden. Etwa jene von Tiahuanaco, Nazca oder den Moche. Der Hauptautor der Studie, Nathan Nakatsuka von der „Harvard Medical School“, nannte deshalb die Untersuchung „ein faszinierendes und einzigartiges Projekt“. Und Professor Lars Fehren-Schmitz der Universität Kalifornien ergänzt:

Es ist die erste detaillierte Studie zur Andenpopulationsgeschichte, die von vorkolonialen Genomen mit weitreichender zeitlicher und geografischer Abdeckung geprägt ist.

Stolz sind die beteiligten Wissenschaftler vor allem auch deshalb, da sich bisherigen genetische Studien dieser Art vor allem auf Europa und West-Asien konzentrierten (s. a. Video HIER). Die Entwicklung und Wanderung der Anden-Kulturen war hier eher ein weißer Fleck auf der genetischen Landkarte. Mangels schriftlicher Aufzeichnungen in Südamerika war man hier bisher auf archäologische Grabungen und entsprechende Funde angewiesen. Dazu kam die Vermischung mit den europäischen Eroberern:

In den Anden war die Rekonstruktion der Bevölkerungsgeschichte auf der Grundlage der DNA-Analyse heutiger Menschen eine Herausforderung, da sich seit dem Kontakt mit Europäern so viele demografische Veränderungen vollzogen haben. Mit alten DNA-Daten können wir eine detaillierte Rekonstruktion der Bewegungen von Menschen durchführen und wie diese sich auf Änderungen beziehen, die aus den archäologischen Aufzeichnungen bekannt sind.“

So Genetik-Professor David Reich vom Blavatnik-Institut der HMS.

Friedliche “Übernahmen”?

Nach den Ergebnissen dieser umfassenden Untersuchungen habe es bis vor 5.800 Jahren in den Anden verschiedene genetische Populationen. Sie entwickelten sich mehr oder weniger autark, bis dann zu diesem Zeitpunkt eine genetische Vermischung einsetzte. Sie dauerte 2.000 Jahre. Diese Wanderbewegungen reichten bis in das Gebiet des Amazonas du sogar von Nord-Peru bis in die südlichen Anden im, heutigen Argentinien. Fehren-Schmitz deutet dies als starkes Indiz, dass im Imperium der Inka ganze Personengruppen umgesiedelt wurden:

„Dies könnte als genetischer Beweis für die Umsiedlung von Personen unter Inka-Herrschaft angesehen werden, eine Praxis, die wir aus ethnohistorischen, historischen und archäologischen Quellen kennen.“

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Warum aber „genau diese Migrationen stattgefunden haben“ müssen zukünftige Untersuchungen zeigen, so Nakatsuka. Er verweist auch darauf, dass verschiedene Kulturen oder Völker dort offenbar nicht durch den Einfall anderer Gruppen untergingen. Für deren Aufstieg oder Untergang muss es andere Gründe geben:

Zu unserer Überraschung beobachteten wir während des Aufstiegs und Niedergangs vieler großer Andenkulturen wie Moche, Wari und Nasca eine starke genetische Kontinuität.

Unsere Ergebnisse legen nahe, dass der Fall dieser Kulturen nicht auf eine massive Migration in die Region zurückzuführen ist, z. B. durch eine eindringende Streitmacht, ein Szenario, das in einigen anderen Regionen der Welt dokumentiert wurde.“

Die legendären Stadt Tiahuanaco hoch in den Anden von Bolivien unweit des Titicaca -Sees scheint eine Ausnahme gewesen zu sein, so die Forscher. Hier scheinen Menschen unterschiedlichster Herkunft nebeneinander gelebt haben. Ähnlich, wie wir es „heute in Orten wie New York City und anderen Großstädten sehen“, so Nakatsuka.

Chachapoya – die rätselhaften „Wolkenmenschen“

Insgesamt entstammt das untersuchte Gen-Material von 22 verschiedenen Volksgruppen und Kulturen der Region. Nur eine Auswahl angesichts der Vielzahl von Völkern in Südamerika. Was in der Studie auffällt ist, was nicht in ihr steht. Und zwar scheinen die Wissenschaftler keine DNA-Untersuchungen der Chachapoya vorgenommen zu haben.

Jenem seltsamen Volk im Norden von Peru, dass die Inka „Wolkenmenschen“ oder „Nebelkrieger“ nannten, und deren kultureller Beginn noch weitestgehend unklar ist. Irgendwann zwischen 400 und 500 nach Christus sei die Chachapoya-Kultur entstanden, vermuten die Anden-Archäologen. Einige datierten sie 2.000 Jahre zurück.

Eine halbe Millionen Chachapoya lebten noch, als die mächtigen Inka etwa 1475 ihre Kultur unterwarfen. Das war bevor die Spanier in den Anden einfielen. Keine 20 Jahre nach der Ankunft der Eroberer dezimierten Krankheiten das Volk, so dass 1549 nur noch 90.000 von ihnen lebten. Von den „weißesten und schönsten Indianer Perus“, wie sie ein spanischer Chronist beschrieb, waren nur kurze Zeit später fast alle Tod.

Um genau dieses Volk aus den Bergen ranken sich aber zahlreiche Mythen. Denn, wie es vor allem der deutsche Autor und Kulturwissenschaften Hans Giffhorn zu belegen versucht, einige vermuten ihre Wurzel in Europa. Ihre Vorfahren waren nach diesen Thesen Kelten oder Seefahrer der Phönizier, die lange vor Kolumbus in Südamerika waren. Entlang der Flüsse des Amazonas zogen diese immer weiter in Richtung Westen, bis aus deren Nachfahren und indigenen Ureinwohnern die Kultur der Chachapoya in den Bergen von Peru erblühte.

Kelten lange vor Kolumbus in Südamerika?

Tatsächlich gibt es durchaus Parallelen zwischen den „weißen Indianern“ und der alten Welt Europa. Zum Beispiel in der Architektur ihrer Bauten. Selbst an Tuberkulose sollen Chachapoya bereits gestorben sein, bevor diese Krankheit überhaupt erst aus Europa nach Südamerika kam. Nachgewiesen sei das an entsprechenden Mumien und Verstorben der „Wolkenmenschen“.

So zumindest die Befürworter dieser These.

Es hat in der Vergangenheit einige genetische Untersuchungen an Überresten der Chachapoya gegeben. Befürworter der europäischen Abstammungsthese halten diese aber nicht für aussagekräftig genug, da es sich vor allem um Genmaterial handelt, das mütterlicherseits vererbt wird. Die mutmaßlichen Einwanderer aus West-Europa waren aber Männer, da solche „Expeditionen“ in der Vergangenheit immer von Männern durchgeführt wurde. Argumentiert beispielsweise Giffhorn in seinen Veröffentlichungen (z. B. HIER).

Somit sollte bei zukünftigen genetischen Forschungsprojekten der jetzt veröffentlichten Art durchaus die Kultur der Chachapoya genauer in den Fokus gerückt werden.

Was übrigens in der Studie vollkommen fehlt – und wohl niemanden wirklich wundern wird! – sind Gen-Analysen und –Vergleiche der angeblichen „Alien-Mumien aus Peru“ aus dem Gebiet Nazca. Jene ominösen Funde, über die auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal bereits vielfach beichtet wurde. Denn genetisches Material der präkolumbianischen Bevölkerung von Nazca wurde natürlich ebenso untersucht …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Falsch datiert und interpretiert: Archäologen identifizieren eine riesige Pyramide in China – und verdoppeln fast ihr Alter

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Archäologen identifizieren eine riesige Pyramide in China - und verdoppeln ihr ursprünglich geschätztes Alter (Bild: Z. Sun & J. Shao)
Archäologen haben in China eine riesige Stufenpyramide identifiziert, die sie zuvor für einen Teil der chinesischen Mauer hielten – in Wahrheit ist das Bauwerk viel älter (Bild: Z. Sun & J. Shao)

Pyramiden in China sind in der westlichen Welt inzwischen lange bekannt. Wo zuvor noch Gerüchte und Spekulationen über chinesische Pyramiden kursierten, liegen heute viele Antworten dazu vor. Doch auch weiterhin sind die Pyramiden im Reich der Mitte von Geheimnissen und offene Fragen umweht, die Archäologen erst nach und nach ans Licht bringen. So auch bei aktuellen Ausgrabungen  unweit der nordchinesichen Stadt Shimao, wo Forscher jetzt eine 4.300 Jahre alte Stufenpyramide identifiziert haben. Über 40 Jahre lang haben Archäologen das Bauwerk falsch datiert und interpretiert, so dass sie jetzt von einer archäologischen Sensation sprechen. Warum, dass erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Pyramiden in China

In Ägypten als “Land der Pyramiden” finden sich rund 100 solcher Monumente der Geschichte im ganzen Land verteilt. Uralte Steinbauten, die Ägyptologen ein Alter von fast 5.000 Jahren zuschreiben und die in der ganzen Welt bekannt sind.

China ist in Sachen Pyramiden aber eher ein weißer Fleck auf der Landkarte. Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung, denn dort stehen nicht weniger Pyramiden als im “Land der Pyramiden” am Nil. Die genaue Anzahl der chinesischen Pyramiden ist heute (noch) unbekannt, wobei einige jedoch davon sprechen, das er dort mehr solcher Bauten als in Ägypten geben könnte.

Geschichtlich, archäologisch und natürlich auch grenzwissenschaftlich interessierte Menschen kennen die Pyramiden von China durchaus. Sie unterscheiden sich allerdings von ihren ägyptischen Verwandten zum Teil gewaltig. Schon beim Baumaterial beginnt dieser Unterschied, da in China solche Monumente aus Erde, Geröll und Schutt errichtet wurden. Nicht wie in Ägypten aus massiven Steinblöcken. Chinesischen Pyramiden sind damit Erd-Pyramiden, die einst Herrscher und der Oberschicht als Grabanlagen dienten.

Pyramiden in China sind auch kleiner als Pyramiden in Ägypten oder auch Mittelamerika. Und sie sind zum größten Teil längst nicht so alt wie die steinernen Monumente am Nil.

All das nimmt den chinesischen Pyramiden aber nicht ihre Faszination und ihre Geheimnisse. Das zeigen die jüngst veröffentlichten Forschungen von chinesischen Wissenschaftlern der “Zhengzhou University”, des “Shaanxi Provincial Institute of Archaeology” (Xian) und dem “Department of Anthropology” (Los Angeles, USA).

Eine riesige Pyramide aus der Steinzeit

Die Forscher Li Jaang, Zhouyong Sun, Jing Shao und Min Li veröffentlichten am 22. August in dem Fachmagazin “Antiquity” (Vol. 92, Issue 364) die neuesten Ergebnisse ihrer Ausgrabungen bei der Stadt Shimao. Sie liegt rund 500 Kilometer westlich der Hauptstadt Peking in der Provinz Shaanxi und wurde bereits 1976 entdeckt. Doch bisher immer falsch eingeschätzt, wie die Forscher in “Antiquity” berichten.

Bisher gingen die chinesischen Archäologen immer davon aus, dass die Ruinen und die Pyramide von Shimao einstmals Teil der weltberühmten chinesischen Mauer waren. Selbst nach Ausgrabungen im Jahr 2011 ging man von dieser Annahme aus. Baubeginn der großem Mauer von China war etwa vor 2.700 Jahren, wobei es “die Mauer” nicht gibt. Zahlreiche Herrscher haben über lange Zeitträume an der Mauer gearbeitet und immer wieder Teile und weitere Mauern hinzugefügt.

Shimao und die dortigen Ruinen galten als Teil dieser Bauten.

Jetzt revidieren die Wissenschaftler um Li Jaang diese Annahmen und Datierungen. Vielmehr handelt es ich hier um eine gewaltige Stufenpyramide mit 11 Plattformen, die bereits zum Ende der Steinzeit bzw. Anfang der Bronzezeit erbaut worden sein muss. Die neue Datierung spricht der Pyramide ein Alter von 4.300 Jahre zu, und macht sie damit mindestens 1.600 älter.

Auch die Größe der chinesischen Pyramide ist beeindruckend: Einst war sie stolze 70 Meter hoch und hatte eine Kantenlänge von einem halben Kilometer. Ein halbes Jahrtausend, von ca. 2.300 bis 1.800 vor Christus war sie sogar das Zentrum einer gewaltigen Metropole aus der Frühzeit Chinas. Rund vier Quadratkilometer habe dieses kulturelle Zentrum in der Blütezeit umfasst. Damit wäre sie eine der größten Städte der damaligen Welt gewesen.

Geschützt wurden dessen Bewohner von einer doppelten Stadtmauer.

Muss die Geschichte Chinas umgeschrieben werden?

Wie andere Pyramiden in China auch, so besteht auch die Pyramide von Shimao aus gestampfter Erde. Hier jedoch mit dem Unterschied, dass sie aus insgesamt 11 Stufen besteht, die ihre Erbauer vor Jahrtausenden mit steinernen Stützpfeilern befestigten. Vielleicht, so vermuten Li Jaang und sein Team, sei es Teil eines religiösen Zentrums gewesen.

Dafür sprechen nach Angaben der Forscher unzählige Darstellungen von Augen-Symbolen, Mensch-Tier-Wesen und mehr auf den Pfeilern der Pyramide. Gleichfalls haben sie eine Vielzahl von menschlichen Schädeln gefunden, die offenbar abgeschlagen wurden. Vielleicht sind sie die grausigen Spuren von Menschenopfern an, auf oder um die Pyramide von Shimao, vermuten Jaang und seine Co-Autoren.

Weiter glauben die Forscher anhand der Befunde, dass auf der Pyramide die Herrscherkasten des Ortes oder sogar der ganzen Region wohnten. Spuren von Bauten (Palästen) und anderen architektonischen Spuren seien Belege für diese Vermutung. Selbst Wasserreservoirs konnten auf der Stufenpyramide gefunden werden.

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Ungewöhnlich ist das nicht. Allerdings sind Pyramidenbauten, auf denen Herrscher oder Priesterkönige ihre Paläste errichteten, eher aus anderen Teilen der Welt bekannt. Etwa aus dem alten Peru oder auch von den Indianern der heutigen USA, die die sogenannte “Mississippi-Kultur” mit ihren pyramidenförmigen Bauten schufen. Solche süd- und nordamerikanische “Herrscher-Pyramiden” sind im Vergleich zu Shimao zum Teile jedoch wesentlich jünger. Vor allem jene der “Mississippi-Kultur”.

Obwohl die mysteriöse Stufenpyramide von Shimao heute eher ein trauriger Anblick ist, sorgen die Arbeiten von Jaang und seinem Team in Archäologen-Kreisen für Diskussionen. Vor allem natürlich in China selber, da die jüngsten Entdeckungen eine andere Entwicklungen des alten China vermuten lassen. Bis dato wurde das heutige Zentral-China als Ursprungsgebiet der chinesischen Kultur angesehen. Jetzt belegen die Arbeiten der Archäologen, dass bereits zu Beginn der Bronzezeit im Gebiet um Shimao eine komplexe wie auch große ausgedehnte Kultur existierte.

Diese Gesellschaft in Nordchina könnte nach Meinung der Forscher durchaus der Kern und Ausgangspunkt der chinesischen Zivilisation gewesen sein.

Auch die heute bekannten aufgeschütteten Pyramiden im Reich der Mitte sind allesamt wesentlich jünger als die Stufenpyramide vom Shimao. Beispielsweise die überaus zahlreichen Erdpyramide um die Stadt Xian, die vor allem auch in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files weithin sehr bekannt sind. Diese Monumente sind gerade mal um die 2.000 Jahr alt. Andere sogar nur knapp über 1.000 Jahre (Tang-Dynastie).

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Ungläubiges Staunen in der Presse und bei Facebook: Wurden uralte Pyramiden im Eis der Antarktis entdeckt? (Update)

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Aufruhr in der Presse und bei Facebook: Wurden Pyramiden im Eis der Antarktis gefunden?
Aufruhr in der Presse und bei Facebook: Wurden Pyramiden im Eis der Antarktis gefunden? (Bilder: Screenshot YouTube)

In den englischen Medien sorgt eine erstaunliche Entdeckung für großes Aufsehen. Das durch die Erderwärmung auch in der Antarktis schwinde Eis habe eine oder mehre Pyramiden “freigelegt”, die auf eine uralte und vollkommen fremde Zivilisation am Südpol hindeuten. Diese Pyramiden in der Antarktis ähneln nicht nur jene berühmten Pyramiden in Gizeh in Ägypten, sondern sind dabei annähernd doppelt so breit. Nachdem auch das bekannte Nachrichtenmagazin “Focus” online über diese Strukturen in der Antarktis berichtet hat, sorgen diese auch im deutschsprachigen Facebook unter Mystery-Interessierte für Staunen – und Kopfschütteln. Eine Analyse der “Pyramiden in der Antarktis” und einige spannende und verblüffende Hintergründe zu diesem Thema erfahrt Ihr hier.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Dass es auch unseren Planeten von Pyramiden nur so wimmelt, ist ein offenes Geheimnis. Selbst in China stehen mehr Pyramiden in Ägypten, an das wohl jeder bei solchen Bauwerken denken muss.

Auch wenn Skeptiker unermüdlich davon sprechen, dass es “echte Pyramiden” nur und ausschließlich in Ägypten gibt, faszinieren Pyramiden-Bauten schon immer die Menschen. Selbst wenn sie eben nicht perfekte geometrische Formen wie eben jene in Ägypten haben. Und sogar dann noch, wenn nicht mal annähernd eine eine Pyramidenform zu erkennen ist, wie es die “Pyramide vor Japans Küste” (Yonaguni-Monument) zeigt.

Pyramiden in der Antarktis

Nachdem seit einigen Tagen in unzähligen (vor allem englischen) Medien über die Entdeckung der Pyramiden in Antarktis berichtet wurde, hat auch “Focus online” am 22. November das Thema aufgenommen. “Schneepyramiden in der Antarktis entdeckt – muss die Geschichte umgeschrieben werden?”, fragt das Magazin. Immerhin sollen “Wissenschaftler auf der ganzen Welt” über diese Fund verblüfft sein.

VIDEO auf YouTube: Sensation oder Phantasie: Die Antarktis auf einer Weltkarte von 1508? (Bild: L.A. Fischinger / Google Earth)
VIDEO auf YouTube: Sensation oder Phantasie: Die Antarktis auf einer Weltkarte von 1508? (Bild: L. A. Fischinger / Google Earth)

Die verschiedenen Berichte zu diesen Pyramiden fragen sich nun, ob hier einst Menschen lebten, die diese Monumente erbaut haben. Auch Außerirdisch, die Ancient Aliens der Prä-Astronautik, sind hierbei unlängst im Gespräch. Ebenso die Nazis und irgendwelche Geheimbasen im Sonne von Neuschwabenland & Co.

Vielleicht existierte hier eine Zivilisation, als die Antarktis noch warm und bewohnbar war, so die Spekulationen weiter. Ein Volk, von wir heute nichts mehr wissen. “Focus online” etwa zitiert dazu Dr. Vanessa Bowmann vom”British Antarctic Survey” mit den Worten:

Vor 100 Millionen Jahren war die Antarktis mit üppigen Regenwäldern überdeckt, ähnlich denen, die es heute in Neuseeland gibt. Die Temperaturen konnten dort bis auf 20 Grad Celsius klettern. Dass der Klimawandel eine ernste Auswirkung auf die Umwelt hat, steht schon lange fest. Wenn sich diese Pyramiden allerdings als künstlich erweisen, verändert das die Geschichte, wie wir sie kennen.”

“Vor 100 Millionen Jahren”? Also dutzende von Millionen Jahren vor den ersten primitiven Menschen! Das würde selbstverständlich die bekannte Geschichte verändern. Wenn denn die Pyramiden der Antarktis auch wirklich solche sind.

Ihr könnt Euch mit Google Earth dieses “Gebilde” unter den Koordinaten -79.977277 und dem Breitengrad -81.961749 selber einmal ansehen. Achtet dabei auch mal auf die alles andere als gleichmäßigen Kanten. Gut auch zu sehen bei diesem Bild (anklicken zur Großansicht):

Ist das wirklich eine Pyramide im Eis der Antarktis? (Bild: Google Earth)
Ist das wirklich eine Pyramide im Eis der Antarktis? (Bild: Google Earth)

Antarktis = Atlantis?

Eine versunkene Kultur am Südpol? Das sind keine neuen Überlegungen.

Nicht wenige Autoren und Forscher, die sich der Suche nach Atlantis verschrieben haben, deuteten bereits unseren Südkontinent als dieses gesucht Reich der Vorzeit. Vor allem die Autoren Rand und Rose Flem-Ath haben diese Idee in ihrem Buch “Atlantis: Der versunkene Kontinent unter dem ewigen Eis” 1996 weithin bekannt gemacht. Ihre Überlegungen haben später auch andere Autoren aufgriffen oder weiter ausgeführt.

Wichtigtuer oder Whistleblower? Ein ehemaliger US-Navy-Pilot will während seines Dienstes in der Antarktis UFOs und eine Alien-Basis gesehen haben (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons)
Wichtigtuer oder Whistleblower? Ein ehemaliger US-Navy-Pilot will während seines Dienstes in der Antarktis UFOs und eine Alien-Basis gesehen haben (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons)

Beispielsweise wurde eine plötzliche Verschiebung der Kontinente als Ganzes als Grund für das Ende der Kultur von Atlantis-Antaktis angeführt. Darum habe man auch alte Landkarten, die die Antarktis zeigen sollen, obwohl man sie damals noch gar nicht gekannt haben soll.

Die Ursache dafür könnte der gewaltige Eispanzer am Nordpol während der letzten Eiszeit gewesen sein. Durch das gigantische Gewicht des Eises und die Rotation der Erde habe dieser Eisschild die gesamte Erdkruste “ruckartig” und plötzlich als Ganzes verschoben.

Die Folgen waren Sintfluten, extreme Klimaveränderungen und letztlich, dass Atlantis zur Antarktis wurde. R. und R. Flem-Ath haben mit diesen Spekulationen vor rund 20 Jahren durchaus viel Aufsehen erregt. Etwa zusammen mit dem bekannten Autoren Graham Hancock, die sich beispielsweise auch auf die weltbekannte Landkarte des Piri Reis stützten.

Die Pyramiden sind längst bekannt

Bei Facebook findet sich die Meldung zu diesen Pyramiden am Südpol in vielen Gruppen und auf vielen Seiten, die sich mit Mystery und Grenzwissenschaft befassen. Was auch nachvollziehbar ist, da in solchen Gruppen eben genau solche Themen zu finden sind. Dafür sind sie schließlich da. Auch ich selber wurde bei Facebook mehrfach auf diese Berichte hingewiesen.

Doch neu ist diese vermeintliche Sensation lange nicht. Nicht nur, dass sie bereits vor einigen Monaten hier und dort erschienen ist, sondern sogar schon vor Jahren. Inklusive den jetzt kursierenden Fotos und YouTube-Videos. Ein Video bei YouTube mit dem Titel “Ancient Pyramids found in Antarctica?” stammt sogar schon vom 2. September 2012. Auch die “Sputnik News” berichteten im Sommer 2013 darüber – und verhalfen so diesen angeblichen Pyramiden zu erster Bekanntheit.

Natürlich kann man mit “guten Willen” hier eine Pyramide erkennen wollen. Etwa 450 mal 420 Meter groß ist dieser “Eisberg” und nimmt somit mehr Fläche als die Cheops-Pyramide in Gizeh mit rund 230 Metern Seitenlänge ein. Und von der Form her sieht der Berg eben aus wie eine Pyramide. Obwohl schon die Bilder zeigen, dass hier natürlicher Fels zu erkennen ist.

VIDEO auf YouTube: UFO-Absturz in der Antarktis entdeckt? Über „Das Ding aus einer anderen Welt“ bei Google Earth (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO auf YouTube: UFO-Absturz in der Antarktis entdeckt? Über „Das Ding aus einer anderen Welt“ bei Google Earth (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Aber der gute Wille hilft eben nicht weiter bei der Jagd nach dem Phantastischen. Man denke dabei an die unzähligen Pyramiden im Meer und Alien-Basen, die angeblich schon mittels Google Earth gefunden wurden. Oder das abgestürzte UFO in der Antarktis. Dies befindet sich übrigens rund 950 Kilometer von der vermeintlichen Pyramide entfernt.

Alien vs. Predator

Pyramiden in der Antarktis als Werk von Aliens, wie es zu diesen Strukturen auch spekuliert wird? Das hatten wir schon mal im Jahr 2004 in einer durchaus spannenderen Variante.

Damals kam im Internet ein sehr sonderbares Gerücht auf, das von der Entdeckung einer Pyramide im ewigen Eis unseres Südkontinentes sprach. Es war vor der Zeit von Facebook & Co. und so wurde die kurze Meldung vor allen in Diskussionen und per E-Mail verbreitet. Das spannende dabei war vor 12 Jahren, dass es Fotos von dieser Pyramide bzw. aus deren Inneren gab. Es waren (trotz der mehr als schlechten Qualität der Bilder) darauf eindeutig künstliche Darstellungen zu erkennen, die aus dieser Pyramide stammen sollen. Einer unbekannten und damit rätselhaften Schrift nicht unähnlich.

Auch bei einem Kongress zur Prä-Astronautik wurde damals diese Internet-Meldung in einigen Pausengesprächen teils hitzig diskutiert. Doch, wenn ich mich recht erinnere, stieß diese “Top-News” auf überaus große Skepsis.

Zurecht, wie sich herausstellte, da sie ein Fake war. Und zwar haben damals die Macher des Hollywood-Filmes “Alien vs. Predator” dieses Gerücht absichtlich im Internet gestreut, um die Werbetrommel für ihren Science-Fiction-Film zu rühren. Denn die Entdeckung einer uralten Pyramide in der Antarktis ist in “Alien vs. Predator” von 2004 der Kern oder Aufhänger, um den sich der Film aufbaut …

Ergänzung 25. November 2016:

Mein Facebook- und Mystery-Freund Alex Schlee hat mich während einer Diskussion zu diesem Thema bzw. diesem Posting auf ein sehr interessantes Video vom 15. März 2016 hingewiesen. Und zwar auf das YouTube-Video “Gibt es Pyramiden in der Antarktis?” von ihm selber, dass Ihr auf seinem grenzwissenschaftlichen Kanal “MOHRsrclik” findet.

Schlee nimmt sich darin genau diesen “Pyramiden” in der Antarktis an. Und das sehr aufschlussreich, wie Ihr hier sehen könnt:

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
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Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab 1960 ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg

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Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)
Wie macht man perfekte UFO-Fotos? Die CIA gab vor ca. 55 Jahren ihren Mitarbeiten dazu 10 nützliche Tipps mit auf den Weg (Bild: gemeinfrei / Heimatverein Lette / Montage: L. A. Fischinger)

UFO-Akten und Dokumente zum Thema UFOs und unbekannte Flugobjekte gibt es in der UFO-Forschung inzwischen zu hunderttausenden. Auch und vor allem solche UFO-Dokumente, die einst als “Top Secret” von verschiedenen Regierungen und Behörden eingestuft waren. Auch der US-Geheimdienst CIA hat unlängst unzählige einstmals als “geheim” eingestufte UFO-Akten freigegeben. Eine dieser UFO-Akten der CIA aus dem Jahr 1960 ist dabei besonders interessant: Die Papiere enthalten Anweisungen und Tipps für die CIA-Mitarbeiter, wie diese die bestmöglichen UFO-Fotos machen können und was dabei zu beachten und zu dokumentieren ist.

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Eine Flut von UFO-Fotos und -Filmen durch Max Mustermann

“Die Jagd nach den UFOs ist eröffnet” so oder so ähnlich klingende Presseberichte habe ich in den letzten Jahrzehnten immer wieder gelesen. Doch in der Tat gibt es bis heute UFO-Jäger, die sich quasi auf die Lauer legen, um unbekannte Flugobjekte am Himmel zu fotografieren und zu filmen.

Legendär ist hier an erster Stelle sicher der “UFO-Hotspot” rund um die “Geheimbasis Area 51” zu nennen. Dort, in Nevada, USA, liegen seit den 1990er Jahren jeden Tag Menschen mit Fotoapparat und Filmkamera in der Wüste auf der Lauer nach UFOs am Himmel.

Das digitale Zeitalter, in dem unlängst mit einem Handy immer besser werdende Digitalfotos und Videos gemacht werden können, gibt es eine Schwämme an UFO-Material. Vor allem auch bei YouTube. Was immer im Einzelfall auch konkret gefilmt worden sein mag.

Vor Jahrzehnten war das anders. Ganz anders! Da hatten Fotos von unbekannten Objekten am Himmel noch eine Art “Aussagekraft”. Analoge UFOs-Fotos inklusive deren Negative waren etwas handfestes, das man analysieren konnte. Fälschungen waren ohne Frage immer möglich – aber im digitalen Zeitalter war es noch nie so leicht vermeintlich echte UFO-Fotos zu faken.

Obwohl auch Digitalfotos analysiert werden können, ist doch die wahre Sintflut an derartigem UFO-Material aufgrund der Verbreitung von Digitalkameras und Smartphones längst nicht mehr fassbar. Echte UFOs (die dem Ersteller des Filmes oder Bildes also wirklich unbekannt waren, aber dennoch beispielsweise nur ein rein irdisches Objekt gewesen sind) ebenso wie echte Schwindeleien.

CIA gibt Anweisungen für die perfekten UFO-Fotos

CIA-Papier von 1960: 10 Tipps für die perfekten UFO-Fotos (Bild: gemeinfrei)
CIA-Papier von 1960: 10 Tipps für die perfekten UFO-Fotos [Großansicht](Bild: gemeinfrei)
Der US-Geheimdienst CIA fertigte im Jahre 1960 eine Anweisung für die eigenen Mitarbeiter an, die ihnen bei der Dokumentation von UFO-Sichtungen helfen sollte.  Für den Falle der Sichtung eines UFO sollte diese Anleitung den Angestellten des Schnüffeldienstes dabei helfen, dieses unbekannte Flugobjekt in der bestmöglichen Art und Weise mit dem Fotoapparat zu dokumentieren.

Das CIA-Papier führte dazu 10 Punkte bzw. Tipps auf, die beim Fotografieren eines UFO zu beachten seinen. Dies liest sich in der “Anleitung um UFO zu fotografieren” so:

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  1. Setzen Sie den Fokus Ihrer Kamera auf ,unendlich’.
  2. Schnelle Film wie Tri-X sind sehr gut.
  3. Bei bewegten Objekten, keine Geschwindigkeit der Blende langsamer als eine Hundertstelsekunde verwenden. Blendenverschluss und Blendenstufen-Kombination ist abhängig von den Lichtbedingungen; Dämmerung; bewölkter Tag, Sonneneinstrahlung usw. Wenn Ihre Kamera nicht über diese Einstellungen verfügt, nehmen Sie einfache Bilder auf.
  4. Kamera während der Belichtung nicht bewegen.
  5. Machen Sie verschiedene Fotos des Objekts; so viele wie Sie können. Wenn Sie können, nehmen Sie auch etwas Erdoberfläche mit ins Bild des UFOs auf.
  6. Wenn das Objekt Ihnen zu nah erscheint, ein paar hundert Fuß oder näher, versuchen Sie, Ihre Position zu verändern, so dass einige Bilder oder jedes Bild aus einer anderen Perspektive erfolgt. Eine Veränderung der Position von 40 oder 60 Fuß ist gut (dies ermöglicht einen sogenannten Referenzpunkt zu erstellen und hilft bei der technischen Analyse Ihrer Fotografien). Wenn das Objekt zu weit weg erscheint, eine Meile oder so, bleiben Sie wo Sie sind und machen Sie weitere Bilder. Eine kleine Annäherung wird hier nicht helfen. Allerdings, wenn Sie ein Auto benutzen können, fahren Sie eine halbe bis ganze Meile heran und machen Sie eine weitere Serie von Bildern, das wäre hilfreich.
  7. Nachdem Sie die UFO-Aufnahmen gemacht haben, bleiben Sie, wo Sie sind. Nun, drehen Sie sich langsam um 360° und nehmen dabei aus Augenhöhe sich überlappende Bilder auf. Durch diese Technik wird auch die umliegende Landschaft fotografiert. Diese Aufnahmen sind für die Analyse des UFO, das Sie gerade fotografiert haben, sehr wertvoll.
    CIA-Papier von 1960: hier sollten weitere Angaben zu gemachten UFO-Fotos eingetragen werden
    CIA-Papier von 1960: hier sollten weitere Angaben zu gemachten UFO-Fotos eingetragen werden [Großansicht] (Bild: gemeinfrei)
  8. Ihre originalen Negative sind wertvoll. Stellen Sie sicher, dass sie mit Sorgfalt behandelt werden.
  9. Wenn Sie können, erstellen Sie ein weiteres Negativ vom Original.
  10. Jede Kopie, die Sie für die technische Untersuchung und Analyse gemacht haben, sollte vom ursprünglichen Negativ erstellt sein und der Ausdruck sollte alle Bilder zeigen, einschließlich der Ränder und es sollte auch die Löcher zeigen, wenn Ihr Film welche hat.

UFO-Bürokram für CIA-Agenten

Was wäre ein UFO-Foto ohne weitere Hintergrundinformationen zu der Aufnahme? Das wissen UFO-Forscher heute ebenso wie 1960 die CIA. Und so gab es zu dem oben zitierten “Guide” für Fotoaufnahmen von UFOs auch ein Informations-Papier, dass die Mitarbeiter auszufüllen haben. Darin (s. Bild rechts oben) finden sich 8 Punkte, die anzugeben oder auszuführen sind:

  1. Informationen zur benutzen Kamera wie Hersteller, Name, Typ etc.
  2. Datum der Aufnahmen.
  3. Datum und möglichst genau Uhrzeit der Aufnahmen.
  4. In welcher Himmelsrichtung die Aufnahmen gemacht wurden.
  5. Wo genau die Aufnahmen entstanden.
  6. Orientierungspunkte in einer 360 Grad Rundumsicht auf dem Boden, die auch auf einer Landkarte angegeben werden können.
  7. Details der Umgebung des Standortes bei der Aufnahme wie Gebäude oder Telefonzellen.
  8. Wo und wann wurden die originalen Negative entwickelt wurden.

Schaut man sich gängige UFO-Meldebögen der einschlägigen UFO-Forschungsgruppen an, sind fast alle Angaben der beiden CIA-Papiere auch heute noch aktuell.

„AKTE X – die unheimlichen Fälle des FBI“: Trailer & YouTube-Video zur Neuauflage der TV-Kultserie „X-Files“ um die FBI-Agenten Dana Scully und Fox Mulde.r (Ab 8. Feb. 2016 auf PRO7) (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO: Mehr zu „AKTE X” rund um die FBI-Agenten Dana Scully und Fox Mulder. (Bild: L. A. Fischinger)

Haben aber nun die CIA-Mitarbeiter 1960 den Auftrag gehabt…UFOs und Außerirdische zu jagen, zu fotografieren und zu dokumentieren? Also eine Art frühes Gegenstück der TV-Serie “Akte X” mit den FBI-Agenten Dana Scully und Fox Mulder nur in der Realität? Nach diesen beiden Papieren zumindest nicht.

Die Bezeichnung “UFO” ist zwar praktisch immer gleichbedeutend mit “Aliens”, jedoch ist das schlicht und einfach falsch. Das wissen auch alle UFO-Forscher.

Ein UFO ist nicht mehr und nicht weniger als ein für den Zeugen bei der Beobachtung unbekanntes Objekt. Das können Flugzeuglichter ebenso sein wie ein Meteor. Ebenso “geheime Militär-Techniken” – und in diesem Beispiel vielleicht sogar der Sowjetunion, die sich 1960 mit der USA im “Kalten Krieg” befand …

(Danke an F. Calvo / Terra Mystica)

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“Die Insel, die zum Himmel sieht” – und die Moai weisen den Weg: Eine “Pyramide” über der Osterinsel und eine geheime Botschaft im Inneren?

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Moai auf der Osterinsel: Weisen sie wirklich den Weg zu einer "versteckten Botschaft? (Bilder: W.-J. Langbein & Fischinger-Online)
Moai auf der Osterinsel: Weisen sie wirklich den Weg zu einer “versteckten Botschaft? (Bilder: W.-J. Langbein & Fischinger-Online)

Die Osterinsel alias Rapa Nui im Pazifik gilt als die “einsamste Insel der Welt”. Zahlreiche Geschichten ranken sich um das winzige Eiland mit seinen hunderten von riesigen Menschenfiguren, den “Moais”. Allgemein werden diese Statuen als Relikte eines Kultes zur Verehrung der Ahnen angesehen. Andere sehen hier Götter oder Ancient Aliens abgebildet und wieder andere “nur” Herrscher. Doch könnte es sein, dass diese Figuren nur zu einem einzigen Zweck errichtete wurden – als versteckter Hinweis auf eine “Botschaft” im Inneren der Osterinsel unter einer “Energie-Pyramide”?


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das “geometrische Geheimnis” der Osterinsel

Vergangene Woche sah ich auf Facebook eine Grafik mit einer mehr oder weniger genauen Karte der Osterinsel. Eine Landkarte, die mich an eine sonderbare Story erinnerte, zu der ich weiter unten kommen werde.

Auf dieser Karte sind vermeintliche geometrische Beziehungen eingetragen, die sich über die ganze Osterinsel erstrecken. War hier ein Geheimnis zu ergründen? Was ist das für eine sonderbare Karte (s. Bild) der Osterinsel?

Ursprünglich scheint dieses Bild von der Facebook-Seite “Art-Tech / Art & Technologies” zu stammen, auf der sich unzählige Bilder dieser Art befinden. Von Pflanzen, Tieren und Kornkreisen bis diversen Artefakten sind dort Aufnahmen zu finden, die durch “geometrische Linien” zu einer Art Kunst gemacht wurden. Könnte also die gesamte Osterinsel geometrisch angelegt bzw. bebaut worden sein.

Auf Facebook schrieb der Historiker Jörg Dendl zu dieser Osterinsel-Zeichnung am 18. Juli 2015:

Geometrie der Osterinsel- reine Fiktion? (Bild: Art-Tech/Facebook)
Geometrie der Osterinsel- reine Fiktion? (Bild: Art-Tech/Facebook)

Das müsste mit Instrumenten vor Ort exakt vermessen werden. Auf eine Landkarte eines beliebigen Maßstabs ein paar Linien zu zeichnen, beweist gar nichts. Da spielt der Maßstab eine erhebliche Rolle, da kann der gezogene Bleistiftstrich in der Natur ein Breite von mehr als hundert Metern haben.

Kritisch argumentierte auch Bernd Grathwohl unter dem Posting:

Zufall! Wenn ich genug die Dreiecke verkleinere treffe ich doch immer was und das zudem noch ungenau.

Zweifellos ist das richtig!

Die Originaldatei der Karte der Insel, auf der kunstvoll scheinbar willkürlich Linien eingezeichnet wurden, um eine sagen wir mal “schöne Geometrie” zu bekommen, stammt aus dem englischen “Wikimedia Commons” hier. Auch sieht man, dass etwa die nördliche Spitze des Dreiecks über der dreieckigen Osterinsel im leeren Raum (Meer) liegt.

Ist es also nur schöne Tech-Kunst? Vielleicht.

Eine verborgene Botschaft unter einer “Osterinsel-Pyramide”?

Die erst 1722 entdeckte Osterinsel mit ihren Geheimnissen, wundervollen Steinfiguren (von denen es einst über 1.000 gegeben haben soll) und ihre abgeschiedene Lage im Pazifik ist zweifelsfrei faszinierend. Seit die Abenteuer-Legende Thor Heyerdahl die Insel durch seine Forschungen weltberühmt machte, ist die Insel an sich schon eine Legende. Einsam, gottverlassen, winzig, (heute) öde und doch voller Relikte einer versunkenen Kultur.

Hat aber diese (oder eine andere) Kultur mit den Moai eine Botschaft verstecken wollen?

Diese “geometrische Karte” von Rapa Nui, wie die Insel auch heißt, erinnerte mich an eine Spekulation, die 1985 in dem Buch “Aus den Tiefen des Alls” veröffentlicht wurde. Eine Spekulation, die sagt, dass alle kolossalen Menschenstatuen der Insel so angelegt sind, dass diese auf eine Art “geheimen Ort” verwiesen. Dort soll sich eine Botschaft oder eben irgendein Mysterium befinden.

1985 schrieb Rudolf Kutzer in der von Johannes und Peter Fiebag herausgegeben Prä-Astronautik-Anthologie einen Beitrag zu “Feststellungen und Gedanken zur Osterinsel”. Dabei berichtete er auch von einem Professor aus Chile, der auf der Insel Forschungen betrieb, und den er angeblich gesprochen haben will. Dieser Forscher habe von dieser “Energie-Pyramide” der Moai gewusst. Kutzer:

Wir hatten (…) einen chilenischen Professor der Univesidad Santago de Chile getroffen, einen jungen Gelehrten, der sich mit den künstlerischen Aktivitäten der alten wie der heutigen Insulaner beschäftigt. Er gab uns eine ,Freiluft-Lehrstunde’ (…)”

Der Professor für Ethnologie, so Kutzer weiter, fragte, ob sie mal die Blickrichtungen der Moai-Figuren einmal genau beachtet hätte. Denn diese blicken bekanntlich alle in Richtung der Insel und leicht nach oben. Nicht etwa auf das Meer. Ein Umstand übrigens, der einst zu der Idee führte, dass die Figuren von Schiffbrüchigen nach einer langen Odyssee über den Pazifik erbaut wurden. Um dem Meer ihre “Verachtung” zu zeigen, richteten sie deshalb die Figuren mit dem Rücken zum Ozean aus …

“Matakiterani”

Was hat es also mit der Ausrichtung auf sich?

Der junge Professor, so der Bericht von 1985 weiter, haben dann auf eine Karte getippt und gesagt “hier treffen sie sich”. Folglich würden sich die gedachten Blicke der Moai und ihrer magischen Augen alle an einem Punkt über der Mitte der Insel treffen bzw. kreuzen. Es gäbe eine gedachte Pyramide, da sie leicht nach oben blicken. Das könnte sogar mit einem anderen Namen der Osterinsel zusammenhängen: “Matakiterani” (Schreibweise variiert), was als “Insel die zum Himmel blickt” oder auch “Auge zum Himmel” übersetzt wird.

Der anonyme Professor, “dessen Namen ich auf seinen Wunsch hier nicht nennen will”, so Kutzer, wusste aber noch weit mehr. Da aber die bekannten Figuren “sieben von Akivi” nicht auf die Insel sondern auf das Meer blicken, sah der Professor hier eine Art weitere Koordinate:

Aber wenn du die Blickrichtung von Akivi nach rückwärts  verlängerst, kommst du auch exakt in dieser  Gegend – allerdings auf dem Boden, also unter dem Schnittpunkt der Strahlen.”

Eine Energie-Pyramide auf der einsamsten Insel der Erde? (Bild: NASA/R. Kutzer / L.A. Fischinger)
Eine Energie-Pyramide auf der einsamsten Insel der Erde? (zur Großansicht anklicken) (Bild: NASA/R. Kutzer / Bearbeitung: Fischinger-Online)

“Eine Strahlen-Pyramide”, die sich über die gesamte Osterinsel legt und durch eine weitere “Koordinate” einen festgelegten Punkt auf dem Boden anzeigt? Vielleicht sogar im Erdreich? Siehe dazu das Bild links und den Ausschnitt mit den rot eingefärbten Linien.

Das “Auge zum Himmel” und seine Koordinaten

Diese Spekulation einer Art Botschaft oder des “Auges, dass zum Himmel sieht” (Matakiterani) ist nun exakt 30 Jahre alt. Nur ist sie auch wahr?

Die Osterinsel-Figuren liegen heute verstreut auf der gesamten Insel herum. Seit Thor Heyerdahl ab 1947 das Eiland berühmt machte, kennt die ganze Welt Moai. Zahllose sind durch Menschen und/oder Erdbeben und Tsunamis umgeworfen worden. Viele liegen und stehen auch im Inneren der Insel und sind nicht etwa ausnahmslos alle an der Küste errichtet worden. Diese Figuren standen zumindest zum Teil auch auf Sockeln oder Plattformen (Ahu genannt) und anderen offenbar nicht.

Damit ist es ist heute wohl unmöglich hier konkret die ursprünglichen Positionen inkl. deren Blickrichtung “leicht nach oben” zu rekonstruieren, um so die “Energie-Pyramide” zu bekommen. Jedoch erkennt man leicht, dass (s. Titelbild) die Figuren selber schon leicht nach oben blicken.

Warum eigentlich “Energie-Pyramide”?

Die Moai-Figuren hatten einst eingelegte Augen aus hellen Korallen. Als “Fenster zur Seele” haben diese Augen die Figuren quasi zum Leben erweckt und gaben ihr Macht und Würde. Zahlreiche diese Augen sowie Reste der Korallen haben die Archäologen auf der Insel unlängst gefunden. Bei einer Reihe von wieder aufgerichteten Figuren sind diese auch wieder eingesetzt worden. Und eben diese “spirituelle Energie” der Figuren sind gemeint, die auf der Osterinsel “Mana” genannt wird.

Gemeint ist aber auch der Umstand, dass Steinen wie Menhire und anderen Megalithbauten auf der ganzen Welt seit je her “Kräfte” und “Strahlungen” nachgesagt werden.

Gibt es also noch weit mehr auf der winzigen Insel zu ergründen, als nur den kulturellen Untergang und das Leben der Moai-Schöpfer?

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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