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„5 Fragen an …“: Facebook-„Interview“ mit Lars A. Fischinger von Mystery Files nun auch hier online

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5 Fragen an ... Interview mit Lars A. Fischinger von Mystery Files (Bilder: NuoFlix/MysteryFiles.de & I. Komuda / Montage: Fischinger-Online)
5 Fragen an … Interview mit Lars A. Fischinger von Mystery Files (Bilder: NuoFlix/MysteryFiles.de & I. J. Komuda / Montage: Fischinger)

Auf Facebook wurde ich kürzlich gebeten für eine dortige Gruppe rund um die Mysterien der Welt ein Interview zu geben. Für eine dortige Rubrik „Fünf Fragen an …“. In diesem Falle also Lars A. Fischinger. Für alle, die keinen Zugang zu Facebook haben, stelle ich Euch dieses Frage-Antwort-Interview rund um die Welt des Unglaublichen auch an dieser Stelle für Euch online.


Mystery auf Facebook

Auf Facebook gibt es zahllose Gruppen und Seiten, die sich mit Themen der Mystery Files, Grenzwissenschaft, UFOs, Aliens, Prä-Astronautik und sehr vielem aus des Phantastischen mehr befassen. Und so findet Ihr eine entsprechende Seite zu diesem Blog und dem Mystery Files-YouTube-Kanal beispielsweise HIER. Ebenso gibt es eine entspreche Facebook-Gruppe, die Ihr HIER findet.

In diesen Gruppen und auf solchen Seiten tummeln sich die verschiedensten Charaktere, die sich aus unterschiedlichen Gründen für derartige Themen interessieren. Dabei stehen die meisten dieser Gruppen jedem User offen und sind nicht etwa „geheime Gemeinschaften“. So wie die 2014 von Hermann Homberg gegründete Gruppe „Prä-Astronautik, UFOs, Dinosaurier und mehr …“, in der auch ich Mitglied bin.

Dort ist der Gruppenname Programm. Und vor einiger Zeit wurde dort eine Rubrik im Sinne von „Fünf Fragen an …“ von dem Kollegen Homberg eingeführt. Dazu erscheinen in unregelmäßigen Abständen Beiträge zu dieser Rubrik, in denen verschiedene Personen aus der Welt der Mysterien und Grenzwissenschaft diese Fragen beantworten. Diese sind:

  • Frage 1: Wie stehst du zur Prä-Astronautik?
  • Frage 2: Was denkst du über heutige UFO-Sichtungen?
  • Frage 3: Was fasziniert dich an Dinosauriern?
  • Frage 4: Werden Kryptozoologen noch Beweise für Bigfoot und Co finden?
  • Frage 5: Verstecken sich hinter Sagen und Legenden teils wahre Geschichten

Kürzlich dufte auch ich diese Fragen für die Gruppe beantworten. Und für alle, die keinen Zugang zu Facebook haben (wollen), stelle ich Euch dieses Frage-Antwort-Interview auch an dieser Stelle online.

Fünf Fragen an … Lars A. Fischinger

Hermann Homberg: Wie stehst du zur Prä-Astronautik?

Ich bin begeistert von der Prä-Astronautik! Und das nun in diesem September seit genau 33 Jahren. Denn im September 1989 sah ich auf dem TV-Sender Pro7 erstmals 2 Dokumentationen über dieses Thema. Ich war fasziniert und begeistert.

Diese Spekulationen über Außerirdische im Altertum schienen fast alle meine Interessen in einem großen Thema zu „komprimieren“. Schon von den kleinsten Kindesbeinen an begeisterte mich das Unbekannte, Alte, Unentdeckte, der Weltraum, Außerirdische, fremden oder versunkene Kulturen und vieles mehr.

Und so wollte ich schon mit 6 Jahren nach dem Film „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ nach dem großartigen Jules Verne diesen ebenso finden. Es war meine erste „Expedition“ auf den Spuren des Unentdeckten.

Jedoch endete diese „bescheidene“ und unternehmerisch nach bestem Wissen und Gewissen vorbereitete „Forschungsreise“, noch bevor sie eigentlich begann … und ich wurde nach nur etwa einem Expeditions-Kilometer mit meinem Kettcar und Reisegepäck von meinen Eltern wieder „eingesammelt“.

Im selben Alter erzählte mir auch ein 2 Jahre älterer Verwandter beim Familienspaziergang von einer (ausgedachten!) UFO-Landung im Wald nahe unserem Dorf. Für ein „Mystery-Jägerchen“ faszinierend. Nicht minder wie all die kindgerechten Bücher, die den Kleinen die Welt und das Universum verständlich machen wollten. Oder archäologische Ausgrabungen im Zentrum unseres Dorfes zu dieser Zeit. Ebenso kam ich recht zeitnah auch mit der Welt von „Star Wars“ (übrigens Prä-Astronautik-Filme) in Berührung, der ich bis heute treu blieb.

Diese kindliche Begeisterung hielt all die Jahre durchgehend an. Selbst einige „Ausgrabungen“ folgten immer mal wieder mit Freunden. Und diese Freude am Unbekannten wurde immer weiter vertieft, wobei Besuche von Burgen oder Museen, die wohl alle Kinder begeistern, nur einen kleinen Teil weiter dazu beitrugen.

Verschlossene Türen in Museen, Burgen, Kellern, alten Scheunen in meinem Dorf und anderswo mussten einfach geöffnet werden. Was mag sich dahinter verbergen – dort, wo der normale Besucher oder Tourist eben nicht hinter schauen kann? Ein Geheimversteck? Ein Schatz? Ist es vielleicht eine Gruseltür? Wohnen dort fremde Gestalten oder sogar unheimliche Gesellen? Wird hier etwas Geheimnisvolles vor uns versteckt?

Zeitgleich zu meinen ersten Prä-Astronautik-Dokus ab Herbst 1989 boomte auch die „UFO-Welle von Belgien“ in den Medien. Und schon damals begann ich sämtliche Zeitungsartikel usw. zu diesen Themen zu Sammeln (Bild HIER). So wurde ich buchstäblich gleichzeitig mit UFOs und der Prä-Astronautik „infiziert“ und sogleich folgten die ersten Bücher dazu. Nur kurz darauf begann ich selber darüber in der Schülerzeitung zu schreiben, bis 1994 mein erster Artikel in einem „Mystery-Magazin“ in der Schweiz erschien. Nur 2 Jahre später folgte ein erstes Sachbuch.

All das ist Jahrzehnte her. Und noch immer bin ich begeistert von der Idee der „Götter der Sterne“. Doch längst nicht mehr mit der „kindlichen Naivität“ wie einst. Denn seit vielen Jahren ist zu beobachten, dass thematisch die Prä-Astronautik immer schlimmer wird! Themen werden wahllos vermischt und zu neuen gerührt. Meist, so hoffe ich, aus Unwissenheit. Das ist nicht immer falsch. Doch leider hat das inzwischen nicht selten groteske Züge angenommen. Und leider werden die Meinungen oder Argumente der Kritiker oder Skeptiker zu wenig beachtet.

Die Prä-Astronautik ist und bleibt reine Spekulation! Es gibt Hinweise – aber keine Beweise. Hinweise, die man so deuten kann, dass einst Götter aus dem All hier waren. Muss man aber nicht. Doch persönlich bin ich überzeugt, dass sie hier waren. Und grundsätzlich entdeckt man immer wieder für sich neues von alten Kulturen, fremden Orten und uralten Stätten. Plötzlich ist man wieder 6 Jahre alt und sucht den Mittelpunkt der Erde, um es einmal überspitzt zu sagen.

(Hinweis: Detailliert findet Ihr diesen „Werdegang“ HIER auf diesem Blog.)

Hermann Homberg: Was denkst du über heutige UFO-Sichtungen?

Hier ist es sehr ähnlich wie mit dem Thema der „Raumfahrt im Altertum“. UFO-Sichtungen sind real, das bezweifelt niemand (hoffe ich). Und persönlich bin ich überzeugt, dass sich hinter diesem Phänomen eine absolut fremdartige und außer-dimensionale Intelligenz verbirgt. Das absolut Fremde. Auch wenn mit Abstand die meisten UFO-Sichtungen rational und ohne Aliens erklärt werden können.

Eine rein persönliche Vermutung, die ebenso niemand beweisen kann. Vor allem, da wohl keine einzige UFO-Sichtung der Moderne sich blitzsauber als „nicht-menschlich“ beweisen lässt. Auch Aussagen irgendwelcher hochrangigen Militärs oder sonst wem „Wichtiges“ zu UFOs im Sinne von ETs sind keine Beweise im eigentlichen Sinn. Noch nicht, wie ich hoffe.

Ich vermute (und nur das), dass es aber mehr als eine fremde Spezies gibt, die hinter all den Mysterien steckt. Und dies seit unbekannten Zeiten.

Hermann Homberg: Was fasziniert dich an Dinosauriern?

 „Alle Kinder lieben Dinosaurier“, sage ich immer gerne. Und im Grundsatz ist das ja auch so. Schon damals – wie unter Frage 1 zusammengefasst – begeisterten mich diese Bestien der Urzeit sehr. Ein Kind in einem Museum voller alter Knochen und Rekonstruktionen von Urzeit-Wesen wird mit genau dem konfrontiert, was mich bis heute antreibt: Versunkene und unbekannte Welten.

Bis heute gibt es kindgerechte Bücher, die in bunten Bildern und auf Zeitlinien die Welt der Urzeit darstellen. Nicht selten sogar bis heute. Und allein anhand solcher Kinderbücher sollte jedem klar werden: Was ist denn da schon diese neumodische Spezies Mensch auf diesem Planeten?

Hermann Homberg: Werden Kryptozoologen noch Beweise für Bigfoot und Co finden?

„Bigfoot & Co.“ ist eine sehr dehnbare Aussage. Auf jeden Fall steht fest, dass „& Co.“ von Forschern wie auch Kryptozoologen ständig entdeckt werden. Immer neue und vor allem noch lebende Arten, die bisher niemand in der akademischen Welt kannte.

Mit dem „Monster von Loch Ness“ zum Beispiel konnte ich mich hingegen nie wirklich anfreunden. Ich glaube nicht, dass es im Loch Ness eine ganze Population von Nessies gibt, die bisher niemand entdeckte.

Bei „Affenmenschen“ wie Bigfoot sieht das anders aus. Ich bin überzeugt, dass irgendwo auf der Welt eines Tages tatsächlich ein „Bigfoot“ gefunden wird. Wie immer man auch diese „Affenwesen“ lokal dann letztlich auch nennt.

Hermann Homberg: Verstecken sich hinter Sagen und Legenden teils wahre Geschichten?

Auf jeden Fall, ganz sicher! Und das sagen nicht nur Phantasten oder Prä-Astronautiker. Legenden, Sagen und auch Märchen haben sehr oft einen realen Kern, der schon lange Gegenstand von Forschern ist, die nichts mit Themen aus der Welt von irgendwelchen Aliens zu tun haben.

Ganze Studien existieren, die solche alten Überlieferungen untersuchen und mit anderen entsprechenden Mythologien und Legenden vergleichen. Wahre Kerne sind bei einigen solcher Sagen sehr schnell zu finden und im Grunde nicht spektakulär. Zum Beispiel wenn es zu einem bestimmten Ort heißt, hier sei einstmals eine „heidnische Burg“ versunken – und dort tatsächlich eine solche nachgewiesen werden kann.

Spannender ist es bei Legenden, Sagen und sogenannten Märchen, wenn es um fremde Wesen geht. Wie immer sie jeweils heißen oder in lokalen Dialekten genannt werden. Immer sind es jedoch Wesen aus einer Anderswelt. Einer anderen Welt, die gleichzeitig zu der unsrigen existiert … aber doch „anders“ ist. Quasi eine Parallelwelt, Überwelt oder ein Teil einer Multiwelt.

Aus genau einer solchen Welt sollen laut so vieler Legenden & Co. fremde Wesen in unsere Welt eingreifen. Und diese Bewohner agieren dabei oft absolut unsinnig, bizarr und oftmals schon Paranormal. Ob sie nun Feen, Trolle, Zwerge, Elfen, Elben, Gnome oder sonst wie genannt werden. Ich sehe hier einen direkten Zusammenhang zu dem, was heute pauschal als Außerirdische oder Aliens bezeichnet wird.

Unzählige dieser Märchen und Erzählungen gehen in Kernen sehr, sehr weit in die Vergangenheit zurück. Das haben Studien unlängst belegt. Doch praktisch alle, nicht nur in Europa, sind mit christlichen Glaubens- und Moralvorstellungen durchzogen. Nicht immer ist es leicht darin den „wahren Kern“ zu finden. Und letztlich bleibt es dann fraglich oder spekulativ, ob der gefundene „wahre Kern“ auch wirklich einer ist.

Problematisch ist es auch, dass viele solcher Geschichten hunderte oder tausende Jahre mündlich weiter erzählt wurden. So finden sich unzählige Varianten ein und derselben Story in ganz unterschiedlichen Regionen (und Religionen). Und ich bin sicher, dass einige dieser Überlieferungen auch aus mehreren „zusammengesetzt“ und dann weiter erzählt wurden.

Weitere Interviews mit Lars A. Fischinger (Auswahl)

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Bigfoot und die UFOs: Ein bizarrer Zusammenhang und eine „starke und große Herausforderung“ an die Forschung? (+ Videos)

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Der Bigfoot und die UFOs: Ein kurioser Zusammenhang? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Bigfoot und die UFOs: Ein kurioser Zusammenhang? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ein Zusammenhang zwischen UFOs und dem Bigfoot, gibt es den überhaupt? In der Tat existieren Berichte und Fälle, in denen beide so unterschiedliche Bereiche aus der Welt des Unfassbaren zusammentreffen. Ist das reiner Zufall oder steckt mehr dahinter? Und wie könnten solche bizarren Geschichten zukünftig genauer erfasst werden?


Bigfoot versus UFOs

Bigfoot und UFOs, wie passt das zusammen? Immerhin gelten beide Themen als zwei vollkommen unterschiedliche Gebiete der (grenzwissenschaftlichen) Forschung. UFO-Forscher ermitteln bekanntlich zu „Unbekannten Flugobjekten“, die vielfach als Fahrzeuge oder Technologien gedeutet werden, die nicht von dieser Welt sind. Die wohl jedem geläufigste, klassische Deutung ist jene, dass sich hinter dem UFO-Phänomen Außerirdische verbergen.

Ein Bigfoot hingegen ist ein Lebewesen, dass gerade deshalb für viele von Interesse ist, da es eben von dieser Welt stammt. Aber bisher nicht wissenschaftlich belegt, klassifiziert oder dokumentiert wurde. Ein Tier – eine Art Affenmensch – nach dem Kryptozoologen seit Jahrzehnten suchen. So wie nach anderen „affenartigen Humanoiden“, die in vielen Teilen der Erde bisher unentdeckt leben sollen.

Unterschiedlicher können zwei Gebiete der Erforschung des Unbekannten wohl kaum sein. Und doch gibt es erstaunlicherweise durchaus immer wieder Berührungspunkte zwischen UFOs und Bigfoots. Darauf verweist auch der UFO-Forscher und Autor André Kramer von der „Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens“ (GEP e.V.) in seinem Online-Vortrag „Der Bigfoot und die UFOs“ vom 28. Mai 2022. Dieser ist als 1. Video am Ende eingefügt. Denn Kramer ist gleichzeitig auch aktives Mitglied des „Netzwerk für Kryptozoologie„.

„Affen-Wesen“ in UFOs

Wie aber kann man sich einen solchen „merkwürdigen Zusammenhang“, wie Kramer es in seinem Vortrag nennt, vorstellen?

In der Tat wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder mysteriöse Fälle berichtet oder dokumentiert, in dem beide Phänomene, UFOs wie Bigfoots, mehr oder weniger gemeinsam auftraten. Entweder, dass bei einer Bigfoot-Begegnung zeitnah oder sogar gleichzeitig auch UFOs oder „Lichter am Himmel“ gesehen wurde. Oder aber, dass Zeugen von UFO-Nahbegnungen affenartige Wesen sahen, die man als Bigfoot bezeichnen könnte. Auch bei den sogenannten UFO-Entführungen.

Das Autorenduo Janet und Colin Bord hat solche Fälle beispielsweise in ihren Büchern „Der amerikanische Yeti“ und dem aktualisierten Folgeband „Bigfoot Casebook“ dokumentiert. Sie weisen hierbei darauf hin, dass auf solche sonderbaren Zusammenhänge bereits vor rund 50 Jahren hingewiesen wurde. Eine rationale und von UFO-Forschern wie Kryptozoologen akzeptierte Erklärung, wie diese scheinbar unterschiedlichen Erscheinungen zusammenhängen, steht bis heute aus.

Ein sehr interessantes Beispiel für ein Zusammentreffen beider Phänomene geschah im Juli 1983 in Mount Vernon in Missouri in den USA. Die UFO-Forscherin, Autorin und Journalistin Linda Moulton Howe hat diesen in ihrem Buch „Glimpses of ther Realities – Volume 1: Facts and Eyewitnesses“ schon 1994 geschildert. Demnach habe das Ehepaar Paula und Ron Watson eine gelandetes UFO auf einem nahen Feld ihres Nachbarn stehen sehen, dass sogleich ihre Aufmerksamkeit erregte.

Eine Kreatur vom „Bigfoot-Typ“

Mit einem Fernglas sahen sie zwei kleine Wesen in silbernen Anzügen, die sich an einer auf dem Boden liegenden Kuh zu schaffen machten. Plötzlich schienen diese Wesen mit samt der Kuh in Richtung des konisch geformten UFOs zu schweben. Direkt neben dem Objekt stand ein menschliches Wesen, dass sie als „Eidechsen-Typ“ bezeichneten.

Deutlich sahen die Watsons dabei auch, dass sich auf der Außenseite des fremden Objektes sogar die Umgebung spiegelte. „Die Bäume, das Gras und der Himmel spiegeln sich in einer perfekten Tarnung wider“, so die Watons zu Howe bei ihren Recherchen zu dem Fall. Doch dann verschwanden die Wesen mit der Kuh in dem Objekt, dass daraufhin ebenso verschwand. Was sie aber noch beobachtet haben wollen, stand etwas weiter rechts neben dem UFO. Es war ein riesiges, menschliches Wesen, das die Zeugen als „Bigfoot-Typ“ bezeichneten und das grüne Augen gehabt haben soll. Ein echtes Monster!

Einige Zeit später erfuhr das Ehepaar Watson, dass tatsächlich der Nachbar das Fehlen einer seiner Kühe beklagte. Für die UFO-Sichtung beziehungsweise Geschichte des Ehepaares mit seinem vermissten Tier hatte er aber kein Verständnis. Für Howe zeigte dieser Fall sehr eindrücklich das Zusammenspiel oder sogar die Zusammenarbeit unterschiedlicher Kreaturen, die im Rahmen von UFO-Nahbegegnungen immer wieder beschrieben wurden und werden.

Und dieses Phänomen ist keinesfalls auf Nordamerika oder die USA beschränkt. Denn auch in Russland beziehungsweise der ehemaligen Sowjetunion wurden derartige Fälle gemeldet, wie es Beispiele Dr. Marina Popowitsch in ihrem Buch „UFO Glasnost“ berichtet.

Ein Stelldichein des Bizarren

In dem unten eingebetteten Kurz-Vortrag zum Thema UFOs und Bigfoots bezeichnet der UFO-Forscher Kramer diesen Zusammenhang als „starke und große Herausforderung“ für die Forschung. Und zwar für UFO-Forscher und Kryptozoologen gleichermaßen. Diese stehen „vor einem ziemlich großen Dilemma“, so Kramer, denn all das „mutet unglaublich bizarr an“.

Sicherlich wird niemand abstreiten, dass all dies „unglaublich bizarr“ erscheint und auch klingt. Warum sollte der Bigfoot, der, sofern er real existiert, Teil der irdischen Fauna ist, irgendwas mit UFOs zu tun haben? Oder diese UFOs sind in der Nähe dieser bisher unentdeckten Tiere aufhalten? Oder waren das alle Zufälle? Leuchtende Kugeln, Lichter am Himmel oder klassische UFOs, die nur zufällig zeitnah unweit einer Bigfoot-Sichtungen beobachtet wurden? Oder sind, so könnte man spekulieren, Außerirdische in UFOs ganz einfach an allem hier auf Erden interessiert; einschließlich Menschen und Bigfoots?

Denn kaum jemand wird wohl behaupten wollen, das Affenmenschen wie der Bigfoot Teil einer UFO-Besatzung sind. Oder vielleicht doch?

In den vergangenen Jahrzehnten gab es in der UFO-Forschung zahllose Statistiken, die sich mit dem Aussehen jener Kreaturen befassten, die an oder in UFOs gesehen worden sein sollen. Vor allem im Rahmen des Phänomens der UFO-Entführungen sowie bei Nahbegegnungen nach UFO-Landungen. Heraus kam dabei grundsätzlich ein Stelldichein des Bizarren! Nahezu jede denkbare und undenbare Form wurde dabei schon beschrieben.

„Exotische Wesen“

Die berühmten „Kleinen Grauen“ sind nur ein Teil jener Kreaturen, die Zeugen gesehen oder gesehen haben wollen. Vor allem ab Anfang der 1990er wurde dieser Typ durch den Boom von UFO-Themen im Fernsehen und den Medien weltweit bekannt. Auch wenn er in den Jahrzehnten davor in einschlägigen Kreisen alles andere als neu war. Es war eine Zeit, in der auch die Diskussionen um UFO-Entführungen eine neue Höhe erreichten.

So kam es schon sehr früh zu dieser Zeit zu verschiedenen Erhebungen und Kongressen, die sich vor allem mit Entführungen durch Aliens befassten. Eine davon fand im Juni 1992 am berühmten „Massachusetts Institue of Technology“ (MIT) statt. Teilnehmer waren hochkarätige UFO-Forscher und Wissenschaftler, die ihre Forschungen vorstellten. Und zwar Pro und Contra, die später in dem Buch „Alien Discussions – von Außerirdischen entführt“ auch in Deutschland in Buchform erschienen. Auch nach 30 Jahren ein Standartwerk zu diesem Thema.

Darin befindet sich auch eine Umfrage unter UFO-Forschern in Zusammenhang mit ihrer Arbeit am Entführungs-Phänomen. Ein Anhang voller statistischer Erhebungen zu zahlreichen Einzelfragen zu diesem Phänomen. Unter anderem auch eine „Typeneinteilung der Wesen“ sowie ihre „körperlichen Merkmale“, die von den Zeugen beschrieben wurden. Bei den Stichproben in den Befragungen war sprichwörtlich alles dabei. Von den „Kleinen Grauen“, über insektenartige Wesen, die wie eine Gottesanbeterin aussehen, bis Roboter.

Weiter heißt es zu den von Thomas E. Bullard zusammengetragen Daten:

Exotische Wesen, wie Riesenhirne, Monster, Roboter und Affen oder Bigfoot-Kreaturen, sind noch seltener; sie erreichen lediglich ein paar Prozentpunkte in nur fünf Stichproben.

Eine Bigfoot-Datenbank

Offensichtlich sind „Bigfoots in UFOs“ also nur ein kleiner Teil des Ganzen. Zumindest bei jenen Menschen, die glauben, dass sie in ein UFO (oder an sonst einen fremden Ort) entführt wurden. Selbst Zwerge oder Gnome mit Kapuzen, die man aus Legenden, Märchen und Sagen kennt, werden im Kontext mit UFOs erwähnt. Bei diesem Phänomen ist demnach alles anzutreffen, was sich der menschliche Geist ausmalen kann. Und deshalb „zeigen“ sich vielleicht sogar die mutmaßlichen Urheber dieses Phänomens, Wesen aus der über-irdischen „Anderswelt„, entsprechend. Letztere Überlegung würde an dieser Stelle aber zu weit führen.

Es scheint eher so zu sein, dass „Bigfoot-Kreaturen“ bei UFO-Nahbegegnungen und der eigentliche Bigfoot als von Kryptozoologen gesuchtes Tier, zwei verschiedene paar Schuhe sind. Hier wäre eine Umfrage oder Statistik von Kryptozoologen spannend, die Bigfoot-Sichtungen erforschen und dokumentieren. Denn ob überhaupt ein Zusammenhang zwischen UFOs und Bigfoots besteht, könnte nur eine solche Datenerfassung erklären.

Viele tausend Berichte über Begegnungen mit einem Bigfoot haben Kryptozoologen in Jahrzehnten erfasst und dokumentiert. Bei den unzähligen Berichten wäre es hoch interessant herauszufinden, bei wie vielen auch wirklich UFOs gesehen wurden. Unmittelbar und mittelbar.

Hierzu bedürfte es unter den zahlreichen „Bigfoot-Jägern“ eine einheitliche Datenbank. Und diese müsste dann auch noch mit einer entsprechenden UFO-Sichtung-Datenbank synchronisiert werden. Schließlich ist nicht jedes gemeldete UFO auch wirklich etwas Unbekanntes und Rätselhaftes. Längst nicht jedes seltsame Licht am Himmel nach einer Bigfoot-Sichtung ist auch gleich ein „außerirdisches Raumschiff“. Vielleicht käme dabei heraus, dass dieses Zusammentreffen statisch reiner Zufall war.

Umgekehrt lässt sich kaum eindeutig bewerten, welcher Bigfoot-Zeuge wirklich ein fremdes Lebewesen sah. Vielleicht irrte er sich – oder erzählte sogar nur eine Schwindelstory …

Video-Auswahl zum Thema

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Nahuelito, das Monster im Nahuel Huapi-See in Patagonien: In Argentinien lebt angeblich ein Cousin von Nessie – und feiert 2022 sein 100jähriges

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Nahuelito: Nessies Cousin in Argentinien (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Nahuelito: Hat Nessie einen Cousin in Argentinien? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Im Loch Ness in Schottland lebt angeblich das Ungeheuer Nessie. Ein weltberühmtes Monster, ein Wirtschaftsfaktor und ein legendären Mythos. Doch solche Seeungeheuer soll es auch in anderen Gewässern der Erde geben. Und eines davon ist das Biest Nahuelito in dem See Nahuel Huapi in Argentinien. Dort in Patagonien lebe es ebenso unentdeckt wie Nessie in Schottland. Doch Nahuelito kennt fast niemand, obwohl es genau wie Nessie aussehen soll. Da das Seeungeheuer 2022 seinen 100. Presse-Geburtstag feiert, soll an dieser Stelle einmal auf die Jagd nach Nessies Cousin gegangen werden.


Nahuelito, Nessie von Argentinien

„Nahuelito“, so heißt ein Seemonster, das in Argentinien zu hause sein soll. Angeblich handelt es sich hierbei um einen Cousin von Nessie aus dem See Loch Ness in Schottland. Denn Zeugen wollen genau eine solche Kreatur in dem See Nahuel Huapi im nördlichen Patagonien immer wieder gesehen haben. Ein einsames Gewässer im Westen von Argentinien unweit der Grenze zu Chile.

Und diese Kreatur ist längst zu einem lokalen Mythos geworden, von der Einheimische gerne verirrten Touristen erzählen. So beispielsweise der deutschen Weltreisenden Alexandra Frank, die mit ihrem Mann, Kleinkind und sogar ihrem Baby fünf Monate mit dem Rucksack die Welt bereiste. Dabei führte sie ihr Weg auch durch Patagonien beziehungsweise Südamerika, wo ihnen zwei Frauen von Nahuelito erzählten. „Die Indios sagen, dass es Nahuelito heiße“, zitiert Frank sie in ihrem Buch „Vier um die Welt„. Es sei „ein schwanenhalsiges Seeungeheuer mit krokodilähnlichem Leib“. Und damit wohl „eine lateinamerikanische Variante von Nessie“, so Frank.

Tatsächlich soll das „Monster von Loch Ness“ längst nicht allein auf diesem Planeten sein. In verschiedenen Seen rund um die Welt leben angeblich derartige Kreaturen. Doch keine davon hat auch nur annähend die Bekanntheit von Nessie in Schottland erlangt. Im Gegenteil: Die meisten dieser Seeungeheuer sind fast völlig unbekannt. Lediglich Kryptozoologen kennen diese und die entsprechenden Berichte und Aussagen über die jeweiligen Tiere.

Eine Stelldichein der Plesiosaurier

Bei Nahuelito in Argentinien in Südamerika ist es nicht anders. Und das, obwohl mindestens drei Tatsachen alle diese unbekannten Kreaturen in den diversen Seen gemeinsam haben:

  1. Ihre Beschreibungen ähneln sich – sie folgen fast schon dem „klassischen Vorbild“ von Nessie
  2. Keines dieser Ungeheuer wurde jemals eindeutig belegt und nachgewiesen
  3. Fast immer werden sie mit einem Plesiosaurus in Verbindung gebracht

Vor allem der Umstand, dass solche Lebewesen gerne für Plesiosaurier gehalten werden, macht das Thema „Seemonster“ für die etablierte Forschung wenig attraktiv. Denn diese Wassertiere sollen vor rund 66 Millionen Jahren vollständig ausgestorben sein. Zusammen mit den weltweiten Dinosauriern und vieler anderer Tierarten. Wie können dann solche Tiere in diversen Seen noch heute existieren, fragen Biologen zu recht.

Bei solchen Spekulationen darf man auch nicht vergessen, dass diese Urzeit-Tiere im Salzwasser lebten. Seeungeheuer wie Nessie leben aber bekanntlich in Seen, die Süßwasser enthalten. Hinzu kommt, dass es von diesen Kreaturen ganze Publikationen in solchen Seen geben muss. Die genetische Vielfalt ist beispielsweise überlebensnotwendig und kann wohl kaum durch eine handvoll Tiere in einem kleinen See gewährleistet werden.

Meist wird auch vergessen, dass jene Seen, in denen entsprechende Monster leben sollen – eben wie vor allem Loch Ness – erst zum Ende der letzten Eiszeit entstanden. Es sind damit sehr junge Gewässer, die vielleicht erst 10.000 oder 15.000 Jahre existieren. Wo waren die Monster davor? In den Ozeanen, von wo sie zum Ende der Eiszeit und dem Abschmelzen der Eisschichten in solchen Seen „eingeschlossen“ wurden?

1922: Ein Brief an den Zoo-Direktor

Nichtsdestotrotz soll Nahuelito im bis zu 460 Meter tiefen Nahuel Huapi-See leben. Ein malerischer See von rund 530 Quadratkilometern Größe, deren lokales Monster bisher nicht touristisch vermarktet wird. Anders wie Nessie in Schottland, wo die Kreatur am Loch Ness längst ein Wirtschaftsfaktor ist.

Und irgendwie scheint man sich nicht einmal einig zu sein, wie groß Nahuelito genau sein soll. Die Beschreibungen reichen von 5 oder 6 Metern Länge bis sage und schreibe 45 Metern. Und wie bei Nessie kursieren hier die unterschiedlichsten Bilder und Videos, die das Tier im See zeigen sollen.

So hat betreibt beispielsweise Austin Whittall aus Argentinien einen Blog namens „Patagonian Monsters“, auf dem er unter anderem immer wieder über Nahuelito berichtet. Über aktuelle Sichtungen und Bilder ebenso, wie über verschiedene Spekulationen zu diesem Biest. Besonders Augenmerk richtet Whittall hierbei auch auf die historische Entwicklung des Mythos um dieses Seemonster. Vor allem auch durch die Diskussion entsprechender Zeitungsberichte von vor rund 100 Jahren.

Denn Nahuelito ist ein relativ junger Mythos eines Seemonsters, der in diesem Jahr genau 100 Jahre alt wird. Erst ab 1922 wurde das unentdeckte Lebewesen weithin bekannt. Auslöser war unter anderem ein Martin Sheffield, der Clement Onelli, damals Direkter des Zoos von Buernos Aires, über dieses Seemonster informierte. Und bei Onelli traf er damit auf offene Ohren, da dieser seit 1897 immer wieder ein einem rätselhaften Tier in einem See (und anderswo) hörte.

Sheffield stammte aus den USA und lebte in Patagonien als Goldsucher und Jäger in der Wildnis. Und offenbar hat er selber dieses Tier gesehen, was ihn so beeindruckte, dass er am 19. Januar 1922 einen entsprechen Brief an Onelli schickte.

„Ein riesiges Tier“

„Ich bitte Sie, Ihre Aufmerksamkeit auf das folgende Phänomen zu lenken, das sicherlich Ihr lebhaftes Interesse wecken wird“, schrieb Sheffield damals. „Ein bisher unbekanntes Tier“ habe er entdeckt und wollen „nun über diese Tatsache berichten“, wie er Onelli mitteilte. Und weiter schrieb der Glücksritter vor 100 Jahren:

Vor einigen Nächten konnte ich die Spur im Gras in der Nähe der Lagune, wo ich meinen Jagdposten eingerichtet habe, aufzeichnen, die Spur ähnelt einem sehr schweren Pfotenabdruck. Das Gras ist plattgedrückt und richtet sich nicht mehr auf, was mich vermuten lässt, dass das Tier, das dorthin gekrochen ist, von enormem Gewicht sein muss.

 In der Mitte der Lagune konnte ich ein riesiges Tier mit einem schwanenähnlichen Kopf und einer riesigen Gestalt sehen, und die Bewegung des Wassers ließ mich vermuten, dass es der Körper eines Krokodils war.

Onelli tat diesen Brief offensichtlich nicht als Phantasterei irgendeines Verrückten ab. Und so wurde eine Suchexpedition nach diesem gewaltigen, unbekannten und seltsamen Tier ausgeschickt. Gefunden wurde es nicht. Woran sich bis heute nicht viel änderte, auch wenn mehr oder weniger gute Fotos des Tieres immer wieder auftauchen. Selbst verschiedene TV-Sender in Argentinien berichten immer mal wieder von aktuellen Meldungen und Sichtungen des Tieres und zeigen die entsprechenden Aufnahmen.

Erst am 3. Juni 2022 berichtetet der Sender „América TV“ beispielsweise von einer erneuten Nahuelito-Sichtung im See. Wie bei den unzähligen Fotos und Videos von Loch Ness erkennt man aber auch hier fast nichts. Unscharfe Wellen auf dem See, mehr nicht. Doch schon die Expedition von 1922 erregte mediales Interesse. So etwa berichtete die „The New York Times“ am 16. März 1922 von Onellis Expedition nach dem „Anden Plesiosaurus“, wie die „Times“ titelte.

„Nach ein paar Minuten war das Monster verschwunden“

Keine drei Monate, nachdem Sheffield seine Sichtung in einem Brief an Onelli schilderte, machte das Monster bereits im weit entfernten Kanada Schlagzeilen. Am 6. April 1922 erschien dort in der Zeitung „Toronto Globe“ ein Zeugenbericht eines George Garrett. Unter dem Titel „Ein Einheimischer behauptet, einen riesigen Plesiosaurier gesehen zu haben“ zitierte damals die Zeitung Garrett mit den Worten:

Ein Objekt, das einen Durchmesser von 4,5 bis 6 Meter (15 oder 20 Fuß) zu haben schien und sich vielleicht 1,8 Meter (6 Fuß) über dem Wasser befand. Nach ein paar Minuten war das Monster verschwunden. Als ich meinen Nachbarn von meinen Erlebnissen erzählte, sagten sie, dass die Indianer oft von riesigen Wassertieren sprachen, die sie von Zeit zu Zeit gesehen hätten„.

Angeblich war diese unheimliche Begegnung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon 12 Jahre her. Denn Garrett habe das Wesen bereits im Jahr 1910 gesehen, wie er behauptete. Oder wurde er vielleicht sogar (unter Vorbehalt!) von dem „Times“-Artikel vom 16. März 1922 zu seiner Geschichte „inspiriert“? Denn auch am 8. und 11. März 1922 erschienen bereits in der „Times“ ebenso entsprechende Artikel. Über eine Expedition „um lebende Plesiosaurus“ zu fangen, wie es am 8. März dort zu lesen war. Gemeint war damit die Suche von Onelli in Argentinien.

Wenn laut Garrett in „Toronto Globe“ schon 1910 beziehungsweise 1922 „die Indianer oft von riesigen Wassertieren sprachen“, scheinen Sichtungen von Nahuelito weit in die Vergangenheit zu reichen. Zumindest erweckt diese Aussagen einen solchen Eindruck. Immerhin ist es kein Geheimnis, dass Eingeborene oder Einheimische rund um die Welt den westlichen Entdeckern immer wieder von verschiedenen Tieren berichteten, die ihnen bekannt waren. Erst später fanden dann westliche Forscher tatsächlich diese bisher unbekannten Tiere.

Nahuelito 2022: 100 Jahre argentinische Nessie

Es ist aber offen, ob schon in vergangenen Jahrhunderten im Nahuel Huapi-See irgendwann ein unbekanntes Monster gesehen wurde. Von Ureinwohnern oder etwa von den spanischen Eroberern. Darauf verweist auch Austin Whittall auf seinem Blog.

In einem Beitrag vom 30. September 2009 schrieb er bereits über mutmaßliche Sichtungen der Vergangenheit:

In vielen Büchern und Artikeln wird behauptet, dass die Legende von Nahuelito auf die Zeit vor der Ankunft der Spanier (vor 1540) zurückgeht. Diese Konquistadoren hörten dann von den Eingeborenen am Nahuel Huapi-See davon und schrieben es in ihre Chroniken.

Dies ist falsch. Vor dem frühen 20. Jahrhundert findet sich kein einziger Hinweis auf das Tier in gedruckter Form. Keiner der Chronisten der Kolonialzeit oder der Priester (Laguna, Guglielmo, Mascardi und Menendez), die in den späten 1600er und frühen 1700er Jahren Missionen rund um den See gründeten, erwähnt es. Auch die ersten Entdecker (Moreno, Fonck, Steffen und Cox), die tatsächlich über den See ruderten und seine Buchten, Fjorde und Inseln erkundeten, erwähnten ihn nicht.

Es ist aufschlussreich, dass Onelli während der Plesiosaurier-Welle mehrere angebliche Sichtungen seltsamer Kreaturen in Patagonien erwähnte, aber keine einzige vor den 1880er Jahren datiert wurde; und am Nahuel Huapi-See wurde keine einzige aufgezeichnet.

Das ist eine eindeutige Aussage von Whittall. Es wären seiner Meinung nach „sensationslüsterne Artikel“, die solche Behauptungen verbreiten würden. Ob es deshalb wirklich keine Berichte „vor den 1880er Jahren“ gibt, sei dahingestellt. Vielleicht kennen wir diese nur noch nicht. Denn offenbar hat Mystery-Jäger Whittall die Aufzeichnungen von zahlreichen Entdeckern, Geistlichen und Chronisten genau danach durchsucht. Und fand nichts.

Somit kann – zumindest vorerst – 2022 mit gutem Gewissen als 100jähriges Jubiläum der argentinischen Nessie gefeiert werden. Sofern nicht eine absurde Spekulation in der „New York Post“ vom 17. Februar 1960 zutrifft: Angeblich sei Nessie aus Loch Ness abgehauen und bis nach Patagonien in den Nahuel Huapi-See geschwommen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Rätselhafte Figur: Kannten die Sumerer vor fast 5000 Jahren Tiere, die damals eigentlich schon längst ausgestorben waren?

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Rätselhafte Figur: Kannten die Sumerer vor fast 5000 Jahren Tiere, die damals eigentlich schon längst ausgestorben waren? (Bilder: E. H. Colbert)
Rätselhafte Figur: Kannten die Sumerer vor fast 5000 Jahren Tiere, die damals eigentlich schon längst ausgestorben waren? (Bilder: E. H. Colbert)

Jene Forscher, die sich mit der Kryptozoologie befassen, suchen nicht nur heute nach Tieren, die als ausgestorben oder unbekannt gelten. Sie verweise auch immer wieder auf Tierdarstellungen der Vergangenheit, die an ausgestorbene Tiere erinnern. Hierzu gehört eine fast 5000 Jahre alte Bronze-Figur der Sumerer, die vor rund 100 Jahren in den Ruinen der Stadt Kish in Mesopotamien entdeckt wurde. Vergleiche zeigen, dass das dargestellte Tier starke Parallelen zu einer Gattung zeigt, die eigentlich tausende Jahre zuvor schon ausstarb. Wie kann das sein? Oder wurde hier nur ein normaler Hirsch mit Phantasie vermischt?


Kryptozoologie

Die uralte Zivilisation der Sumerer aus Mesopotamien verbindet heute wohl kaum jemand mit der Kryptozoologie. Denn der zoologische Forschungszweig der Kryptozoologie sucht nach Tieren, die als längst ausgestorben gelten. Oder solche, die bisher noch nicht für die Wissenschaft entdeckt wurden.

So hat wohl jeder schon mal von dem Bigfoot und dem Yeti gehört. Große „Affenmenschen“, von denen in vielen Regionen der Erde immer wieder Exemplare gesehen worden sein sollen. Entdeckt, belegt und wissenschaftlich klassifiziert hat diese offenbar nahen Verwandten des Menschen bisher niemand. Und doch sind viele Forscher sicher, dass es sieht gibt.

Tatsächlich wurden und werden immer wieder Tierarten entdeckt, die der Forschung zuvor unbekannt waren. Oder die als unlängst ausgestorben galten. So spektakulär wie ein riesiger behaarter Affenmensch wie etwa der Bigfoot sind diese natürlich nicht.

Kryptozoologen und auch Autoren des Phantastischen verweisen in ihren Veröffentlichungen aber auch immer wieder auf sonderbare Tierdarstellungen aus längst vergangenen Zeiten. Diese scheinen Wesen zu zeigen, die es heute nicht oder nicht mehr gibt. Selbst Darstellungen von Kreaturen oder „Monstern„, die sehr an Dinosaurier erinnern, sind darunter. Und das in aller Welt, wo solche Abbildungen oder sogar Figuren von den unterschiedlichsten Völkern hinterlassen wurden.

Sie alle sind meistens eine Frage der Interpretation und des Deutungs-Willens. Während die einen beispielsweise solche Tiere auf Felszeichnungen als „Fabelwesen“ oder „mythische Tiere“ interpretieren, sehen andere hier Hinweise, dass sie reale Lebewesen zeigen. Zum Beispiel Saurier, die von Menschen selber gesehen wurden und damit nicht vor 65 Millionen Jahren ausstarben.

Andere Funde – vor allem von eindeutigen Dinosaurier-Figuren und –Abbildungen – werden meist pauschal als Schwindel bezeichnet.

Kryptozoologie, Dinosaurier und Huftiere

Und so hat man bei all den mutmaßlichen Hinweisen, dass unsere Ahnen vor zum Teil Jahrtausenden Tiere abgebildet haben, die es eigentlich nicht mehr gegeben haben kann, seit Jahrzehnten eine nie endende Diskussion. Darstellungen von eindeutigen Dinosauriern werden dabei von der etablierten Forschung meist pauschal als Fake beiseite geschoben. Menschen und Saurier verpassten sich um fast 65 Millionen Jahre auf diesem Planeten, so die übliche Lesart der Erdgeschichte.

Damit kann kein Mensch diese Giganten der Urzeit mit eigenen Augen gesehen haben, da diese lange vor den ersten Menschen vom Antlitz der Erde verschwunden waren. Oder überlebten sie doch bis in historische Zeiten, fragen andere Autoren.

Zweifellos sollte jeder skeptisch werden, je spektakulärer die vorgezeigten Funde erscheinen. Vor allem dann, wenn sie als „Beweise“ angepriesen werden – und dann eine mehr oder weniger fragwürdige Fundgeschichte ausweisen. So etwa bei vielen der „Steine von Ica“ aus Peru, zu denen HIER ein Mystery Files-Video eines Vortrages online ist.

Sind also alle angeblichen Beweise, dass Menschen vermeintlich ausgestorben Tiere in der Vergangenheit gesehen haben, hinfällig? Ich denke nicht.

Kryptozoologen dokumentieren immer wieder interessante Tiere und die nicht minder spannenden Hinweise auf diese. Einer von ihnen ist der bekannte Forscher und Autor Dr. Karl Shuker. Er legte unter anderem schon 1995 das Standardwerk „In Search of Prehistoric Survivors“ vor, das seit dem in verschiedenen Auflagen erschien.

In diesem Buch berichtet er unter anderem von einem „rätselhaften Wagenring sumerischen Ursprungs“. Dieser sei „mit der Skulptur eines großen Geweihtieres verziert ist, dass eine verblüffende Ähnlichkeit mit einer sehr großen asiatischen und afrikanischen Sivathere, dem Sivatherium, aufweist“, so Shuker. Dieser Fund sei „fesselnd“ aber auch „umstritten“.

Rätselhafte Figur: Kannten die Sumerer vor fast 5000 Jahren Tiere, die damals eigentlich schon längst ausgestorben waren? (Bilder: Field Museum of Natural History/ CC BY-NC 4.0 & deviantart.com/nankeyike)
Rätselhafte Figur: Links die fats 5000 Jahre alte Darstellung der Sumerer, rechts eine Rekonstruktion einer „Rindergiraffe“ (Bilder: Field Museum of Natural History/CC BY-NC 4.0 & deviantart.com/nankeyike)

Vor 8000 Jahren ausgestorben

Hierbei hat Shuker nicht untertrieben. Auch wenn ein Sivatherium alles andere als ein Dinosaurier ist.

Dieses Tier gehört zu den „Rindergiraffen“, die eine Art Mischung aus Giraffe, Kuh und Hirsch waren. Heute gibt es sie nicht mehr, denn diese Huftiere lebten vor etwa 12 Millionen Jahren und starben offiziell vor 8000 Jahren aus. Sie leben in Asien ebenso wie in Afrika und den warmen gebieten Europas. Durchaus beeindruckende Tiere, da sie bis zu drei Meter groß wurden und einige aus der Familie an die 400 Kilogramm auf die Waage brachten. Aktuellere Schätzung sprechen sogar von einem Gewicht von über 1,2 Tonnen.

Unsere Vorfahren haben dieses Tier also noch mit eigenen Augen sehen können. Die genannte Figur von Shuker passt aber ganz und gar nicht zu der üblichen Datierung dieser Tiere. Sie stammt von den Sumerern und heutige Irak und entstand erst tausende Jahre nachdem das Sivatherium angeblich ausstarb.

Deutlich ist nach all den Jahrtausende ein Huftier („Paarhufer“) zu erkennen, dass vier Hörner am Kopf trägt. Zwei große und nach außen abstehende Hörner seitlich am Hinterkopf und zwei kleine direkt über den Augen auf dem Schädel. Seitlich abstehend erkennt man die Ohren und in der Nase so was wie ein Ring mit einem Strick, der zu einem der Vorderbeine führt. Das dargestellte Tier war demnach offensichtlich domestiziert.

Gefunden wurde diese Figur bereits 1928 bei Ausgrabungen des „Field Museum of Natural History“ (Chicago) und der Universität Oxford in der uralten sumerischen Stadt Kish. Vor Jahrtausenden war das rund 18 Zentimeter große Fundstück aus Bronze ein dekoratives Teil eines Schreitwagens der alten Sumerer. Ersten Datierungen nach war das vor 5500 Jahren. Wobei nachfolgende Untersuchungen des Fundes die Figur auf 2800 bis 2750 vor Christus datieren, so David S. Reese 1990 in dem Magazin „Cryptozoology“ (Nr. 9).

Nur ein normaler Hirsch der Sumerer?

Da diese Tierart vor 8000 Jahren ausgestorben sein soll, macht eine jüngere Datierung das Objekt in diesem Fall sogar noch interessanter.

Erstmals beschrieben wurde die Figur schon 1930 und 1931 von den Forschern Dr. Berdhold Laufer („Field Museum News“, Vol. 1, No. 3, 1930) und Henry Field („Art and Archaeology“, Vol. 31, No. 5, 1931). Laufer, der ehemalige Kurator für Anthropologie am „Field Museums“, schrieb damals unter anderem:

„(…) ein langes und schweres Seil von der Schnauzte des Tieres deutet darauf hin, dass Hirsche von den frühen Sumerern lebend gefangen und gezähmt worden sein müssen.“

Somit war die Identifizierung des Tieres mit seinem Geweih als Hirsch beziehungsweise Dammhirsch „in trockenen Tüchern“, wie man so schön sagt.

Jedoch nicht sehr lange, denn bereits 1936 meldete der Paläontologe Edwin H. Colbert in dem Fachmagazin „American Anthropologist“ (Nr. 38) Zweifel an der Deutung als Hirsch an. In seinem Artikel stellte er die Frage ob „existierende Sivatherium den frühen Sumerern bekannt“ waren und listet insgesamt 7 Punkte auf, die seiner Meinung gegen einen Hirsch sprechen. Und damit für eine Darstellung eines Sivatherium.  Er glaubt nicht, dass „der sumerische Künstler seiner Fantasie freien Lauf ließ und zufällig ein Tier schuf, das Sivatherium verblüffend ähnlich sieht“.

Rätselhafte Figur: Kannten die Sumerer vor fast 5000 Jahren Tiere, die damals eigentlich schon längst ausgestorben waren? (Bilder: Field Museum of Natural History/ CC BY-NC 4.0 & deviantart.com/nankeyike)
Nur ein Hirsch? (Bilder: Field Museum of Natural History/CC BY-NC 4.0)

Vor allem sind es die vier erkennbaren Hörner der Figur. Kein lebendes Huftier in dieser Größe hat solche Merkmale. Ein Hirsch so oder so nicht. Damit ähnelt das Artefakt in seinen Details weit mehr einem Sivatherium, was kaum Zufall sein kann, so Colbert. Diese Tiere wären folglich noch in den Zeiten der Sumerer, die als erste Zivilisation der Menschheit gelten, über die Erde gestreift. Und von diesem Volk gefangen und domestiziert worden.

Überlebt und vergessen?

Was allerdings wieder erstaunlich ist. Denn egal ob Hirsch oder riesige „Rindergiraffen“: Warum versah man das Tier mit einer „Leine“ und wozu dienten die Geschöpfe letztlich den Menschen? Hielten die Sumerer es in Gehegen, vielleicht als Nahrung?

Colbert verwies schon damals auf Funde in Afrika, die darauf hindeuten könnten, dass diese Sivatherium dort noch in mehr oder weniger historischer Zeit lebten. Eingewandert von Indien über den Nahen Osten beziehungsweise Mesopotamien und damit quer durch das Land der Sumerer. Und so resümiert Colbert am Ende seiner Untersuchung folgendes:

Ist es also nicht möglich, dass irgendwo in Kleinasien Sivatherium bis in die jüngste Zeit überlebt hat? Diese Frage ist gegenwärtig mehr oder weniger im Bereich der Spekulation, aber sie muss nicht als völlig hypothetisch verworfen werden hypothetisch verworfen werden, vor allem angesichts der Beweise, die die kleine Figur, die an einem Zügelring in Kish gefunden wurde.“

„Ob die Ähnlichkeiten echt oder nur zufällig sind, ist eine höchst umstrittene Frage“, unterstreicht Colbert in seiner Untersuchung. Das sieht auch Shuker so, den die Ähnlichkeit dennoch beeindruckt. So schreibt er in „In Search of Prehistoric Survivors“:

„(…) aber die morphologische Übereinstimmung zwischen der Figürchen und der wahrscheinlichen Aussehen von Sivatberium (basierend auf Rekonstruktionen aus fossilen Beweisen) ist überzeugend genug, um diesen Gedanken ernsthafte Erwägung zu ziehen.“

Dann wurde es bis 1977 still um diesen außergewöhnlichen Fund. Bis der Doktorand Michael Miiller-Karpe von der Universität Heidelberg eine „bemerkenswerte Entdeckung“ im „Field Museum“ machte.

„Fabelwesen“ der Sumerer?

So berichtete das „Field Museum of Natural History Bulletin“ (Vol. 48, No. 10, November 1977) in einer kleinen Notiz, dass Miiller-Karpe „in einer kleinen Kiste mit getrocknetem Schlamm in einem Field Museum-Lagerraum“ zufällig bei der Durchsicht von „hunderten Metallgefäßen aus dem Alten Orient“ Stücke der Tierfigur wiederfand. Es war „das korrodierte Geweih des Hirsches“, so das Museum in seiner Mitteilung.

Durch diesen Zufallsfund konnten die Experten die Figur der Sumerer wieder komplettieren. Heraus kam ein Huftier mit einem Geweih, das nicht den meisten früheren Interpretationen und Rekonstruktionen eines Sivatherium entsprach. Diese verzweigten Hörner erinnern nun wieder an einen Hirsch.

Rätselhafte Figur: Kannten die Sumerer vor fast 5000 Jahren Tiere, die damals eigentlich schon längst ausgestorben waren?
Ruinen von Kish und Karte von Mesopotamien (Bilder: gemeinfrei & Archiv Autor)

Die Diskussion war damit aber noch lange nicht beendet.

So erschien beispielsweise 1990 in „Cryptozoology“ (Nr. 9) der Beitrag „Sivatherium defended“ von Christine Janis, in dem sie die Deutung der Figur als ausgestorbenes Vorzeit-Tier verteidigte. Denn der massive Körperbau der Figur entspräche nicht dem eines Hirsches. Und natürlich haben Hirsche keine doppelten Hörner zusätzlich auf dem Schädel über den Augen. Außerdem gab es Variationen der großen Hörner oder des Geweihs von „Rindergiraffen“, wie es Fossilienfunde aus Afrika beweisen.

Auch spätere Veröffentlichungen diskutierten den Fund weiter. Einheitlich und vor allem verbindlich einigen, was man da letztlich sieht, konnte man sich bisher nicht. Auch Argumente wie „künstlerische Freiheiten“ oder einfach „Fabelwesen“ der Sumerer wurden ins Spiel gebracht. Demnach habe der Künstler sich von realen Tieren seiner Umgebung inspirieren lassen und so ein Phantasiewesen erschaffen.

Ob diese Deutung zutreffen ist, bleibt dahingestellt. Nicht weniger wie der Erklärungsversuch, dass der sumerische Schöpfer der Figur von tausenden von Jahren seine Vorlage nicht genau gesehen hat. In diesem Fall also einen Hirsch. Er habe das Tier deshalb mit zwei zusätzlichen Hörnern und einem derart massiven Körper angefertigt.

Vielleicht ja, vielleicht nein …

Was in der Folge bleibt, ist, dass niemand bisher diese Figur erklären kann. Jede Interpretation hat ihr Für und Wider.

Die Figur selber wurde auf etwa 4800 Jahre datiert. Demnach wurde sie rund 3200 Jahre nach dem angenommenen Aussterben der „Rindergiraffen“ in Sumer geschaffen. Sicher muss deshalb die „Geschichte der Menschheit“ nicht umgeschrieben werden, wie es vielfach bei archäologisch sonderbaren Funden heißt. In diesem Fall wäre es so oder so eher die Geschichte der Zoologie.

Eigentlich jedoch klingt es durchaus nachvollziehbar, dass wenige oder kleine Populationen dieser Spezies ihr eigenes Aussterben „verpasst“ haben. Auch das Mammut, ein Gigant der Eiszeit und wohl das bekannteste Tier der damaligen Welt, verpasste in einer einsamen Region der Welt das große Aussterben seiner Art.

Ihr Aussterben begann vor 14.000 Jahren und in den heutigen USA verschwand es vor rund 12.000 Jahren. Ganz anders erging es dem Wollhaarmammut auf der Wrangelinsel im Osten von Sibirien, wie dort gefundene Fossilien belegen. Hier lebten noch vor 3700 bis 4000 Jahren Mammuts. So das Ergebnis einer Studie um Anthony J. Stuart von der Durham University über „die letzten Wollhaarmammuts“, die in „Quaternary Science Reviews“ (Vol. 21. Issues 14-15, August 2002) erschien.

Demnach lebten noch 2000 oder 1700 vor Christus Mammuts in Sibirien, als viele tausend Kilometer weiter in Ägypten die Pharaonen bereits in der 11. und 12. Dynastie herrschten. Und die Pyramiden von Gizeh bereits mindestens 500 Jahre standen. Da erscheint die Szene aus dem Spielfilm „10.000 BC“ von Roland Emmerich von 2008, in der Mammuts beim Pyramidenbau eingesetzt werden, in einem anderen Licht. Auch wenn hier von 10.000 vor Christus erzählt wird …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien, seltsame Legenden und unheimliche Monster im Tahoe-See (+ Videos)

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Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Indianische Mythologie: Eine Sintflut in Kalifornien und das Monster im Tahoe-See (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wer als Jäger des Phantastischen die Sagen, Mythen und Legenden verschiedenster Kulturen der Welt durchstöbert, findet immer wieder erstaunliche Ähnlichkeiten und sogar Übereinstimmungen. Egal wo auf der Welt und bei welchen Völkern. Das gilt auch für den Mythos von einer Sintflut, der weltweit in Überlieferungen oft verblüffende Parallelen zeigt. Auch was das Geschehen rund um diese Urkatastrophe der Menschheit betrifft. Eine solche Sintflut-Legende aus Kalifornien soll hier einmal vorgestellt werden, da sie eher weniger bekannt sein dürfte. Dann aber doch wieder einiges darin bekannt erscheint. Und sie der Einstieg in einen Stoff ist, aus dem im wahrsten Sinne des Wortes Legenden sind.


Die Sintflut

Jeder kennt aus der Bibel die phantastische Geschichte von der Sintflut. Einer großen Flut als Katastrophe der Menschheit, die Gott laut dem Buch Genesis als Strafe schickte. Diese Überlieferung ist eine der großen Mythen der Menschheit und fasziniert seit jeher die Menschen. Entweder aus religiösen und theologischen Motiven heraus, oder aber, da sie nach greifbaren Spuren einer solchen Sintflut suchen.

Lange ist bekannt, dass der Mythos von der großen Flut im Alten Testament zum Teil sehr viel älteren Schriften aus dem Mesopotamien entlehnt wurde. Vor allem ist hier das Gilgamesch-Epos zu nennen, das eine recht ähnliche Flut-Geschichte erzählt. Einige Passagen in diesem Epos ähneln oder gleichen der biblischen Geschichte so sehr, dass kein Zweifel bestehen kann, das unter anderem dieses Epos den Autoren des Buch Genesis als Vorlage gedient haben muss.

Als der englische Assyrologe George Smith 1872 den Sintflut-Bericht des Gilgamesch-Epos übersetzte, ging ein Aufschrei durch die bibeltreue Gesellschaft. Schlagzeilen im Sinne von „Ist die Bibel abgeschrieben?“ beherrschten die Zeitungen. Ein Unding für bibelfeste Christen. Ein Beweis für die Wahrheit der Bibel-Erzählung für andere Gläubige. Für Archäologen ganz nüchtern nur ein Beleg, dass die Redakteure und Autoren der Bibel sich bei ihrer Arbeit an älteren Mythen und religiösen Texten benachbarter Völker orientierten. Weltanschauungen von Kulturen aus Mesopotamien wurden von diesen adaptiert. Angepasst an ihre Theologie.

Sintflut und Sintfluten rund um den Erdball

Eigentlich sollte das niemanden wirklich verwundern. Die Kulturen und Zivilisationen im Nahen Osten und damit auch Mesopotamien beeinflussten sich alle untereinander. Direkt oder indirekt durch die Jahrtausende hinweg. Geographisch waren es letztlich auch Nachbarn. Und bekanntlich hielten sich auch Teile der hebräischen Bevölkerung in Babylon auf. Während des sogenannten „Babylonisches Exils“, als auch weite Episoden des Alten Testamentes verfasst worden sein sollen. Inklusive Sintflut-Mythos mit Arche Noah, Rettung auf einem Berg usw. im Buch Genesis.

Solche geschichtlichen Werdegänge von Mythologien und theologischen Weltbildern sind für viele Zweige der Wissenschaft spannend. Ein umfangreiches Betätigungsfeld auf den Spuren der Rätsel der Vergangenheit. Das natürlich auch „alternative Historiker“, Mystery-Jäger und Grenzwissenschaftler in ihren Bann zieht. Hier besteht ein kleiner aber feiner Unterschied darin, dass diese derartige Mythologien global betrachten. Weltweit suchen sie nach Verbindungen in Mythen und alten Überlieferungen. Nicht nur bei der Story der Sintflut. Und immer wieder wird man dabei tatsächlich fündig.

Dass es weltweit Sintflut-Mythen gibt, ist seit Jahrhunderten bekannt. Rund um den Erdball erzählen die Völker solche Geschichten von einer großen Flut und/oder einem Weltenbrand. Erst im 19. Jahrhundert haben einige wenige Forscher ihren Blick genauer auf diese Überlieferungen gerichtet. Es erschienen eine handvoll Bücher, die diese globalen Sintflut-Sagen dokumentierten und diskutierten.

Belegen diese Mythologien aus einer Urzeit der Menschheit rund um den Planeten, dass es ein solche Sintflut gab? Wie sonst sollten man erklären, dass beispielsweise Bewohner des Pazifik (s. a. Artikel HIER) derartigen Stoff überlieferten? Die Autoren der Bibel waren tausende Kilometer entfernt. Gelangte das Wissen erst durch christliche Seefahrer in ihre Mythen? Oder kam es sogar vor tausenden von Jahren durch eine heute vergessene, vorzeitliche Seefahrt in andere Regionen der Erde? Oder sind all diese Überlieferungen auf zahllose unterschiedliche Sintfluten zurückzuführen, die nur lokal zu einem „Weltuntergang“ führten?

Sind es letztlich vielleicht doch Beweise für eine globale Flutkatastrophe vor Jahrtausenden?

Die Washoe-Indianer und die Flut vom „großen Geist“

Diese Fragen sind bis heute unbeantwortet. Doch sie verleiten zu spannenden Spekulationen, Ideen, Thesen und Überlegungen. Nicht nur was die (theologische) Ursache der angeblichen Vernichtung betrifft, die sich in vielen Teilen der Erde erstaunlich ähnelt. Etwa eine Rebellion von Himmelswesen gegen ihren obersten Gott oder Führer, worauf ihre Niederkunft auf die Erde und eine sündige Menschheit folgte. Biblische Motive, die überall zu finden sind!

Eine spannende Legende ist von dem Volk der Washoe (Washo) bekannt. Amerikanische Ureinwohner aus Kalifornien, die im Gebiet des Tahoe-See siedeln. Wiedergegeben hat diese Überlieferung  Prof. Dr. Johannes Riem in seinem beachtenswerten Werk „Die Sintflut in Sage und Wissenschaft“. Ein Buch, das als Band IV der theologischen Reihe „Natur und Bibel in der Harmonie ihrer Offenbarungen“ schon 1925 erschien. Insgesamt 268 Flut- und Katastrophen-Berichte dokumentierte und diskutierte Riem darin. Deren Parallelen ebenso, wie deren Unterschiede.

Über den Flut-Mythos der Washoe schreibt er:

Die dortigen Einwohner wurden von einem fremden Stamme unterjocht und zu Sklaven gemacht. Da kam, vom großen Geist gesandt, eine ungeheure Woge vom Meere über das Land und ertränkte die meisten Menschen, so dass nur wenige übrigblieben.

Schon ist auch hier klar, dass die Flut als Strafe Gottes, des „großen Geist“, gesandt worden sein soll. Interessant ist hier aber, dass die Katastrophe als riesige Welle vom Meer über das Land herein brach. Das klingt sehr nach einem Tsunami. Kalifornien als eine der aktivsten Erdbebengebiete der Welt könnte diese Spekulationen untermauern.

Ein schneller Blick auf die Karte zeigt jedoch, dass das Meer (Pazifik) heute rund 310 Kilometer Richtung Westen vom Tahoe-See entfernt liegt. Zwischen dem Pazifischen Ozean und dem See erstreckt sich noch dazu das Hochgebirge der Sierra Nevada bzw. das Kalifornische Küstengebirge. Über 4.000 Meter reichen hier heute die höchsten Gipfel in den Himmel. Für einen angenommenen Tsunami eine gewaltige Barriere auf dem Weg zum Volk der Washoe. Dazu gleich mehr.

Wobei natürlich nicht zu sagen ist, dass sich diese mythische Flut auch tatsächlich im Gebiet des heutigen Sees ereignete, an dem später die Washoe siedelten.

Ein „amerikanisches Zikkurat“?

Nach dem Mythos der Washoe rafften sich die Überlebenden wieder auf. Eine Verbesserung für ihr Volk gab es aber nicht, sie blieben in der Sklaverei. Riem weiter:

Die Sklaven mussten nun einen großen Tempel bauen, in dem ihre Herren bei Einbruch einer neuen Flut Zuflucht finden konnten. Auf der Spitze des Tempels verehrten sie ein ewiges Feuer.“

So unscheinbar diese Aussage auch klingt, um so interessanter wird sie, wenn man einmal nach Mesopotamien schaut. Jene Region zwischen Euphrat und Tigris, in der die Sintflut-Berichte niedergeschrieben wurden, die den biblischen Autoren als Vorlage dienten. Denn hier, dem heutigen Irak aber auch Iran, bauten die Menschen vor tausenden von Jahren ebenfalls solche Tempel. Sie werden Zikkurat genannt und sind eigentlich nichts weiter als Stufenpyramiden mit einem Tempel an der Spitze. Sehr ähnlich wie jene in Mittelamerika. Der „Turm zu Babel“ ist hierbei sicher jedem ein Begriff.

Archäologen haben für diese in ganz Mesopotamien verstreuten Tempel-Pyramiden eine interessante Deutung ins Spiel gebracht. Diese Bauten könnten einigen Vermutungen nach aus Plattformen entstanden sein, die Menschen zum Schutz vor Fluten errichteten. Vor den immer wiederkehrenden Überschwemmungen der Flüsse Euphrat und Tigris, die teilweise katastrophale Ausmaße annahmen. Zugleich als Sinnbild des „Urhügels“ oder „Himmelshügel“, aus dem die Welt einst entstanden sein soll. Auch so ein weltweit wiederkehrenden Motiv, übrigens …

Dort haben schon vor 100 Jahren Ausgrabungen gezeigt, dass ganze Landstriche von Fluten vernichtetet wurde. Danach bauten die Menschen ihre Siedlungen wieder auf. Ganze Stadtstaaten entstanden und mit ihnen die Zikkurate. Ursprünglich seien dies eher Terrassen mit einem Tempel darauf gewesen, aus denen nach und nach schon ab dem 5. Jahrtausend vor Christus die ersten Stufenpyramiden wuchsen. Die erhöhte Lage bot gleichzeitig Schutz vor Fluten.

Durchaus erkenne ich in dem Washoe-Mythos hier eine Parallele.

Der versunkene Tempel

Die Legende der Washoe geht natürlich noch weiter. Denn während die „Herren“ mit ihrem Tempel fortan einen Schutz vor Wassermassen hatten, waren sie vor einer Katastrophe damit nicht geschützt: Vor Erdbeben. Und die sind in dieser Region nicht gerade selten und können verehrend sein.

So kam es laut Washoe dann auch so, wie es kommen musste. Ein Beben traf die Menschen und ängstlich „flüchteten die Herren in den Tempel“. Die „Erdrevolutuion“, wie sie das Erdbeben nannten, war dabei eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes. Mit nichts zu vergleichen, was wir heute kennen. Es war so stark, „dass die Flammen zum Himmel schlugen und dort die Sterne schmolzen“. Mehr noch, denn im Washoe-Mythos heißt es, „die Sierra erhob sich aus der Ebene“ während dieses Erdbebens.

Geologen werden den Kopf schütteln. Gebirge wachsen in Millionen von Jahren empor. Sie entstehen nicht plötzlich in dieser Größe bei einem Erdbeben, so stark es auch immer sein mag. Zumindest aber haben wir hier eine Art „mythologischer Erklärung“, wie die Sintflut der Washoe als gigantische Welle vom Meer im Westen gekommen sein kann. Die Sierra Nevada des kalifornischen Küstengebirges als Barriere gab es ganz einfach noch nicht.

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Selbstverständlich hatte diese Vernichtung auch Folgen für den Tempel der „Herren“. „Der Tempel versank bis auf seinen Dom im Tahoe-See“, heißt es dazu bei Riem. Auf diesem Dom, die Spitze des von Sklaven erbauten Bauwerkes, kauerten die letzten Überlebenden der „Herren“ zusammen. Ganz zum Missfallen des obersten Gottes, wie es weiter heißt:

„(…) indessen der große Geist war ergrimmt über sie, ergriff sie und warf sie wie Kieselsteine in die Schluchten einer großen Höhle, dort hört man sie noch heulen.“

Damit endet dieser Mythos in der Form, wie ihn Johannes Riem 1925 wiedergegeben hat. Durchaus könnte man ihn mit anderen Indianer-Legenden der Region verglichen, ergänzen und weiter ausbauen. Doch das würde an dieser Stelle zu weit führen. Auch wenn unter anderem Riem selber solche Berichte wiedergibt.

Uralte Spuren

Liegt also im Tahoe-See ein Beweis für diese Erzählung in Form eines versunkenen Bauwerkes? Immerhin soll es in den ganzen USA bzw. Nordamerika in diversen Seen versunkene Ruinen geben, über die auf diesem Blog und auf dem Mystery Files-YouTube-Kanal immer wieder berichtet wurde.

Besiedelt ist dieses Gebiet schon sehr lange. Nur etwas weiter östlich finden sich Felszeichnungen mit einem Alter von bis zu fast 15.000 Jahren. Nahe der Ortschaft Fallon wurde hier auch die älteste bekannte Mumie Amerikas entdeckt. Sie ist als „Spirit-Cave-Mann“ bekannt und wird auf bis zu 10.600 Jahre datiert, so eine am 7. Dezember 2018 in „Science“ (vol. 362, issue 6419) veröffentlichte Untersuchung. Es ist uraltes Land der amerikanischen Ureinwohner in Kalifornien und Nevada, in dem seit Jahrzehnten Archäologen forschen.

Und dieses Land war einst tatsächlich von einer „Flut“ überschwemmt.

Der „Pyramiden-See“

Vor rund 15.000 Jahren bedeckte ein gewaltiger Gletschersee das gesamte Gebiet bis Fallon, der heute Lake Lahontan genannt wird. Nichts als ein paar Seen und erstaunlichen Landschaften blieben von diesem Eiszeit-See übrig. Für heutige Touristen und Indianer-Fans ist das „Große Becken“, wie diese Gegend heißt, ein Highlight jeder USA-Reise. Einer dieser Seen liegt nur rund 80 Kilometer nördlich vom Tahoe-See und heißt heute Pyramiden-See.

Das lässt mit Blick auf die Washoe-Legende aufhorchen. Auch wenn diese klar sagt, dass der Tempel der „Herren“ im Tahoe-See versank. Der „Pyramid Lake“ wiederum hat seinen Namen nicht von archäologischen Spuren, die an seinen Ufern oder sogar auf seinem Grund entdeckt wurden. Namensgeber ist eine sehr auffallende pyramidenförmige Insel im See, die ca. 175 Meter vom Ostufer liegt. Über 100 Meter ragt diese „Pyramide“ aus dem See heraus und misst an der breiteste Stelle mehr als 200 Meter.

Eine mehr als auffällige Formation. Könnte diese Inspiration für den Mythos der Wahsoe von dem versunkenen Tempel gewesen sein, den sie im Tahoe-See lokalisieren?

USOs und ein Seeungeheuer

Der Lake Tahoe lässt sich nicht so einfach nach Beweisen für diesen Flut-Mythos durchsuchen. Er ist bis zu 500 Meter tief (der zweittiefste der USA), rund 500 Quadratkilometer groß und im Durchschnitt geht es dort 300 Meter hinab. Auch nimmt durch eingeschleppte Algen und andere Pflanzen die Sichtweite im See seit vielen Jahren kontinuierlich ab, wie erst im Sommer 2020 Forscher der nahen Universität von Nevada in Reno dokumentierten.

Wo soll man da – wenn man mit einem solchen Gedanken spielt – anfangen nach Belegen für eine indianische Legende suchen?

Ein Problem, dass nicht nur Mythen- und Mystery-Jäger betrifft, sondern auch Kryptozoologen. Denn wie in so vielen Seen der Welt, allen voran Loch Ness in Schottland, soll auch im Tahoe-See ein Monster leben. Dieses Seeungeheuer wird „Tessie“ genannt. Schon Legenden der Wahsoe und der benachbarten Paiute kennen dieses Biest in den Tiefen des Sees. Ähnlich wie Nessie im Loch Ness soll diese Kreatur aussehen und sich in Höhlen verbergen.

Um die Geheimnisse des Sees abzurunden, kursieren hier auch Geschichten über Unbekannten Unterwasserobjekte. Die bekannten USOs als maritimes Gegenstück zu den UFOs am Himmel. Im Januar 2004 wurde deshalb am „Squaw Valley Institute“ unter der Leitung von Dr. Charles Goldman von der „Tahoe Research Group“ eigens eine Konferenz dazu abgehalten. Angeblich hatten sich zu der der Zeit die ungewöhnlichen Sichtungen enorm gehäuft.

Der „Ong“ und der unheimliche Strudel

Die Wahsoe kennen in ihren Mythenschatz aber noch ein weiteres, seltsames Lebewesen, dass in ihrem See hausen soll. Sie nennen es „Ong“. Nach einer Aufzeichnung dieser Legende, die Nonette V. McGlashan am 3. November 1905 im „Sunset Magazine“ veröffentlichte, ist diese Kreatur „ein riesiger Vogel, größer als die Häuser der Weißen“. Er habe den Körper eines Adlers, Flügel länger als Kiefern und das Gesicht eines Indianers. Sein Körper sei „mit harten Schuppen bedeckt, und seine Füße waren mit Schwimmhäuten versehen“.

Sein Nest befindet sich nach dieser Legende „tief unten im Grund des Sees in der Mitte“. Dort stamme auch alles Wasser des Sees her. Alles Leben, dass dem Nest zu nahe kommt, wird hereingezogen und diene dem „Ong“ als Nahrung. Am Liebsten verspeist er dabei Menschen. Legenden berichten davon, wie mutige Krieger den Kampf mit dem Ungeheuer aufgenommen haben sollen:

Hoch am Himmel kreisend wie eine riesige, formlose Donnerwolke, schwarz wie die Nacht, die das Ungeheuer mal hier, mal dort auf der Suche nach Beute fegte.

So sahen die tapferen Indianer laut Sage dieses Fabelwesen aus dem See.

Das „Whirlpool-Loch“ im See

Auch all jene armen Menschen, die im See ertrinken, holt sich der „Ong“ zu sich in die großen, dunklen Tiefen. Wobei sich durchaus die Frage stellt, ob und woher die Wahsoe von der außergewöhnlich großen Tiefe des Sees von bis zu 500 Metern wussten. Maßen sie diesen mit Seilen, an denen Gewichte hingen, einfach aus Neugier aus?

Die Legende, dass ein unheimlicher Strudel Menschen, Tiere und Pflanzen in das Nest des „Ong“ zieht, bekam Mitte des 19. Jahrhunderts neue Nahrung. Ab 1858 brach im nahen Virgina City ein Silberrausch aus und der Bergbau boomte. Lester Williams aus San Francisco fiel dabei eines Tages beim Angeln auf dem mythischen See auf, dass sein Boot sich wie in einem Wirbel zu drehen begann. Ein hineingeworfenes Brett wurde tatsächlich von diesem Wirbel wie durch einen Abfluss in die Tiefe gezogen.

Zusammen mit Williams Speed wollte er diesem „Whirlpool-Loch“ im wahrsten Sinne auf dem Grund gehen. Sie entdeckten, dass der Wirbel mit den nahen „Comstock-Minen“ in Verbindung stand. Diese wurden immer wieder überschwemmt und waren damit eine Gefahr für die Bergleute. Würde es ihnen gelingen, diesen Wassereinbruch zu unterbinden, wären sie reiche Männer geworden. Was sie für einige Zeit auch wurden. Doch sie fanden bei weiteren Versuchen 1869 auf dem See den Tod.

Eine neue Heimat nach der Flut

Kehren wir nochmal zum Sintflut-Mythos der Washoe zurück. Denn die Legende erzählt uns auch, was mit ihnen geschah, als ihre „Herren“ starben und der Rest vom „großen Geist“ vernichtet wurde. Sie hatten damit ihr Dasein als Sklaven überwunden und konnten neu beginnen. Als das Erdbeben kam, flüchteten „die armen Sklaven nach dem Humboldt River“, vermerkt hierzu die Legende.

Dieser gerade mal 483 Kilometer lange Fluss entspringt nahe Wells, rund 500 Kilometer Luftlinie östlich vom Tahoe-See. Er fließt nach Westen in Richtung der „Großen Becken“ und mündest in der „Humboldt Senke“. Einem trockenen Seengebiet, dass einst zum verschwundenen Lahontan-See gehörte. Eine trostlose und öde Gegend heute. Vor 15.000 Jahren jedoch ein Siedlungsgebiet der amerikanischen Ureinwohner, die hier optimale Bedienungen vorfanden.

Die „Humboldt Senke“ liegt nur wenige Kilometer nordöstlich von Fallon mit den dortigen Spuren vorzeitlicher Siedlungen. Und damit keine 130 Kilometer vom Tahoe-See entfernt. Wenn nun aber der Mythos der Washoe sagt, dass ihre Vorfahren nach der Flut und Zerstörung an den Humboldt Fluss wanderten, kann das eine Urerinnerung aus er Eiszeit sein? So wie der gesamte Mythos ans sich? Vor über 10.000 Jahren hätten die Ahnen der Washoe dort ideale und fruchtbare Lebensbedienungen vorgefunden. Mit reichlich Wild, Wasser und Wäldern. Erst der Klimawandel am Ende der letzten Eiszeit zwang sie zur Abwanderung von dort. Ins Gebiet des Tahoe-See, wo sie in alten Legenden ihr Wissen aus der Vorzeit bewahrten.

Der Stoff, aus dem Legenden sind!

Viele Überlegungen, Deutungen und Ideen zu einem einzigen Mythos nur eines Stammes und zu nur einem einzigen See in den USA. Sicher. Würde das Szenario zutreffen, lebte dieses Volk einst in der Sklaverei, wurde von einer Flut heimgesucht, die ihre Peiniger vernichtete (die zuvor einen Tempelturm errichten ließen), und floh dann Richtung Osten. Dort, wo heute Ödnis vorherrscht. Wobei die Legende nicht explizit vom Humboldt Becken als neue Heimat spricht, sondern nur von dem entsprechenden Fluss.

Da der Fluss auch heute weiterhin gemächlich durch Nevada fließt, hätte es aber keinen Grund für die Washoe gegeben, dort wieder zum Tahoe-See zurückzukehren. Wo sie schließlich bei der Ankunft der Europäer bereits (wieder?) lebten. Außer vielleicht aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Völkern. Auch die genannten Nachbarn der Paiute lagen immer wieder mit ihnen im Konflikt.

Dennoch sehe ich hier ein schönes Beispiel für die Faszination bei der Jagd nach dem Unfassbaren. Uralte Mythen, die in Teilen an biblische Erzählungen und weltweite Legenden erinnern, gepaart mit phantastischen Details. Etwa dem plötzlichen Entstehen der Berge. Hinzu kommen Informationen, die man durchaus in wahre Welt und die Realität der Umgebung übertragen kann. Ob es so oder so ähnlich stimmt, ist natürlich unklar.

Und zu guter Letzt ist dieser „Stoff“ im weiteren Sinn noch mit USOs, einem Seemonster und einem mythologischen Vogelwesen innerhalb dieses mysteriösen Sees gewürzt. Genau der Stoff, aus dem Legenden sind.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 3. April 2020 auf Mystery Files

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„Auf der Suche nach mysteriösen Wesen in Afrika und Neues von Mokele-Mbembe“: Kryptozoologie-Tagung in Berlin 2022 – Erste Infos (+ Videos)

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"Auf der Suche nach mysteriösen Wesen in Afrika - Neues von Mokele-Mbembe": Kryptozoologie-Tagung in Berlin 2022 - Erste Infos (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
„Auf der Suche nach mysteriösen Wesen in Afrika – Neues von Mokele-Mbembe“: Kryptozoologie-Tagung in Berlin 2022 – Erste Infos (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Im Jahr 2019 fand im Galileo-Park Lennestadt die Tagung „Auf der Suche nach Mokélé Mbembé“ des „Netzwerk für Kryptozoologie“statt. Diese Veranstaltung soll nun fortgesetzt werden, wie das Netzwerk jetzt bekannt gab. Diesmal jedoch in Berlin im kommenden Jahr und auf zwei Tage verlängert. Erste Informationen und Details zur kommenden Tagung des Kryptozoologen-Netzwerkes findet Ihr schon jetzt in in diesem Beitrag.


Mokele-Mbembe und die Kryptozoologie

Am 12. Oktober 2019 fand in Kooperation mit dem „Netzwerk für Kryptozoologie“ und dem Galileo-Park Lennestadt die Tagung „Auf der Suche nach Mokélé Mbembé – Sind die Dinosaurier wirklich ausgestorben?“ statt (s. a. Videos unten). Eine Veranstaltung rund um das angeblich noch in Zentral-Afrika existierende unentdeckte Lebewesen namens Mokele-Mbembe (mehr HIER), über die auf diesem Blog damals berichtet wurde.

Was aber ist diese Kreatur Mokele-Mbembe, über die immer wieder berichtet wurde? Gibt es sie überhaupt? Ist es ein überlebender Saurier, wie einige einnehmen? Oder nur ein Mythos? Viele Fragen und Legenden ranken sich um dieses seltsame Lebewesen in den den unzugänglichen Urwäldern Afrikas.

Deshalb soll die Veranstaltung von 2019 im kommenden Jahr fortgesetzt werden, wie das „Netzwerk für Kryptozoologie“ aktuell mitteilte. Unter dem Titel „Auf der Suche nach mysteriösen Wesen in Afrika“ und „Neues von Mokélé Mbembé 2022“ am 7. und 8. Oktober 2022. Veranstaltungsort ist diesmal Berlin.

„Diese Veranstaltung ist der zweite Teil der Veranstaltung ‚Auf der Suche nach Mokélé Mbembé'“, wie das Netzwerk am 27. August mitteilte. Denn „es blieben noch viele Fragen offen“, so Hans-Jörg Vogel vom „Netzwerk für Kryptozoologie“. Unter anderem die Frage, „welche anderen Kryptiden gibt es in Afrika noch“? Wie das Netzwerk auf Nachfrage mitteilte, soll es bei der Veranstaltung, wie schon zuvor während der Tagung 2019, auch 2022 in Berlin begleitend eine Ausstellung zum Thema Kryptozoologie geben. Inklusive neuer Exponate.

Ein Zweitages-Event am 7. und 8. Oktober 2022 in Berlin

Dazu teilen die Kryptozoologen auf ihrer Internetseite mit:

In diesem zweiten Teil wollen wir versuchen, auf einige der Fragen näher einzugehen. Auch der Forscher und Kryptozoologe Michel Ballot, wird wieder über die aktuellen Forschungsergebnisse seiner Expeditionen im Zeitraum 2019 bis 2022 berichten. Im Mittelpunkt stehen aber diesmal andere afrikanische Kryptide, die Suche nach ihnen und mögliche Erklärungen über ihre Existenz oder Nichtexistenz.

Diesmal haben wir zwei Tage für die Durchführung der Veranstaltung geplant. Am 7. Oktober wird es in der Zeit von 16 Uhr bis 19 Uhr eine kurze Einführung zum Event geben, es wird der Film: „The Explorer“ von Alexandre Brecher gezeigt, in dem der Forscher Michel Ballot vorgestellt wird. Anschließend Gespräche und Diskussionen.

Der zweite Tag, der 8. Oktober, beinhaltet in der Zeit von 10 Uhr bis 19 Uhr fünf Vorträge, persönliche Gespräche und eine Podiumsdiskussion. Die konkreten Vortragsthemen und die dazugehörigen Referenten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Der Veranstaltungsort ist eine kleine Eventlocation mit dem Namen „Petit Palais“, innerhalb der Schlossanlage Schönhausen in Berlin. Hier kann man sich schon einmal mit der Örtlichkeit vertraut machen:

Die Vorbereitungen laufen und Nachfragen können über folgende Emailadresse gestellt werden: event2022dkr@gmx.de

Aufgrund der notwendigen langfristigen Planungen sind Änderungen im Ablauf der Veranstaltung nicht auszuschließen. Wir werden aber rechtzeitig informieren, sollten Änderungen eintreten! Bei Interesse an einer Teilnahme können Sie sich schon jetzt über die oben genannte Emailadresse anmelden.

Nach Absprache mit der Eventlocation stehen uns aufgrund der noch immer geltenden Coronavorschriften nur 50 Plätze zur Verfügung. Wir hoffen sehr, dass sich das perspektivisch zahlenmäßig noch erhöht.

Soviel also als Vorabinformation zu diesem Event.

Über alle aktuellen Informationen berichten wir auf der Website des Netzwerks für Kryptozoologie und auf der Website des Kryptozoologie Report digital.

Erste Details

„Auf der Suche nach mysteriösen Wesen in Afrika“ und „Neues von Mokélé Mbembé 2022“

Datum

7. und 8. Oktober 2022

Veranstaltungsort

„Petit Palais“ im Schlosspark Niederschönhausen

Ossietzkystrasse 44-45

13187 Berlin

Tele.: 030-40046581

eMail: Info@petit-palais.de

Tagungsgebühr

  • beide Tage: 70 Euro
  • nur Freitag: 20 Euro
  • nur Samstag: 50 Euro

Inklusive alkoholfreier Getränke und Imbiss!

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 17. Oktober 2019 auf Mystery Files

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Video vom 1. Dezember 2019 auf Mystery Files

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Durchquert hier ein Sasquatch einen Fluss? Neues Video eines angeblichen Bigfoot aufgetaucht (+ Video)

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Durchquert hier ein Sasquatch einen Fluss? Neues Bigfoot-Video aufgetaucht (Bild: YouTube-Screenshot)
Durchquert hier ein Sasquatch einen Fluss? Neues Bigfoot-Video aufgetaucht (Bild: YouTube-Screenshot)

Wieder sorgt der Bigfoot für Diskussionen. Auslöser ist ein Video, das klar ein stämmiges, braunes Wesen bei der Durchquerung eines Flusses in Michigan zeigt. Dem Aussehen nach offenbar ein Bigfoot bzw. Sasquatch. Gäbe es bei der Herkunft des Videomaterials nicht einige Ungereimtheiten, wie Ihr hier erfahrt.


Der Bigfoot um Cass River

Am 7. Juli 20211 veröffentlichte die „Rocky Mountain Sasquatch Organisation“ (RMSO) auf ihrem Blog ein neu aufgetauchtes Video mit einem angeblichen Bigfoot. Entstanden ist es am Cass River in Michigan. Nur knapp 120 Kilometer nordwestlich von Detroit und etwas südlich des Lake Huron.

Zu sehen ist deutliche eine robuste Gestalt mit scheinbar bräunlichem Fell, die durch das Wasser des Flusses geht. Etwa bis zu den Knien reicht der Gestalt dabei das Wasser des Cass River an dieser Stelle. Klar zu erkennen ist die Bewegung des Bigfoot (Sasquatch), seine kräftigen Beine und die teilweise angewinkelten Arme. Das Video selber ist offenbar echt. Die Gestalt spiegelt sich im Flusswasser und die Schatten scheinen korrekt zu fallen. Außerdem verursacht die Gestalt vor den Beinen und hinter sich Wellen, wie man sie erwartet, wenn jemand durch das Wasser geht.

Einige glauben, dass das Wesen weiblich ist, da sie eine Brust zu erkennen meinen. Andere vermuteten sogar, dass der Bigfoot ein Baby auf dem Arm trägt. Einer kommentierte, dass es „aussieht wie ein Typ, der ein totes Reh trägt“. Was meiner Meinung nach aber von den Größenverhältnissen nicht passen würde. „Ich glaube auch nicht, dass es jemand in einem Kostüm ist“, so kommentierte ein anderer User das zu sehende Wesen.

Kryptozoologen sind von dem Video durchaus begeistert. Zumindest zeigen sie sich naturgemäß sehr interessiert. Auch wenn niemand weiß, was da gefilmt wurde. Wie bei vielen anderen Begegnungen der fremden Art auch, so soll auch dieses Video zufällig entstanden sein. Auf dem Blog der RMSO wird die Quelle der Aufnahmen mit den Worten zitiert:

Mein Cousin ist hier in Michigan auf dem Cass River Kajak gefahren,  als er dieses Bild machte. Ich bin mir nicht sicher, was es ist, aber ich habe es einigen Leuten geschickt, um zu sehen, was sie sagen. Manche sagen, es ist Bigfoot, der ein Baby-Bigfoot trägt. Andere sagen, es ist Bigfoot, der ein Reh trägt.

Einige Tage später wurde das Video auch auf dem YouTube-Kanal der RMSO online gestellt (s. unten). Weitere folgten, in denen auch Analysen gewagt wurden. In den hunderten Kommentaren der Videos herrscht alles andere als Einigkeit darüber, was hier zu sehen ist. Verständlich, da man alles und nichts in das Bildmaterial deuten kann.

Kein Zweifel dürfte allerdings darin bestehen, dass hier ein menschliches Wesen durch den Fluss schreitet. Eine humanoide Gestalt, die exakt wie ein Bigfoot nach den zahllosen Augenzeugenberichten aussieht. Ebenso gut kann es ein Witzbold sein, der in einem Kostüm steckt. Oder eben doch ein derartiges Tier …

Mehr Zweifel als Fakten

Denn Zweifel an der Herkunft des Filmes sind überaus berechtigt. Was schon allein bei dem Umstand beginnt, dass das Filmchen nur 4,7 Sekunden lang ist. Sekunden, nicht Minuten.

Das „Netzwerk für Kryptozoologie„, ein Verbund verschiedener Interessierter und Kryptozoologen (mehr HIER), sieht das Bildmaterial ebenfalls sehr kritisch. In einer ersten Analyse dort bemängelt auch Tobias Möser die Kürze des Materials:

Angeblich ist der Film länger, aber die Filmer haben technische Probleme, so große Dateien zu versenden.

Das als Ausrede erscheint mir zu Zeiten von Dropbox, Wetransfer, Cloud-Speicher oder der Möglichkeit, eine Speicherkarte per Post zu verschicken, ohne sich direkt in immense Kosten zu stürzen, unwahrscheinlich. Wir werden also über den tatsächlichen Grund spekulieren müssen, und den Rest des Videos möglicherweise niemals zu Gesicht bekommen.

Dieser Einschätzung kann man nur zustimmen.

Noch ein weiteres Detail ließ Möser „misstrauisch werden“. Und zwar die Brust des „Affenmenschen„, die er und auch andere zu erkennen glauben. Wenn es eine weibliche Brust ist, so Möser, „stimmt mit der Sache höchstwahrscheinlich etwas nicht“. Er führt weiter aus:

Alle nicht-menschlichen Primaten-Weibchen tragen vergleichsweise kleine, flach anliegende Brüste, selbst wenn sie stillen. Nur beim Menschen sind sie außerhalb der Stillzeit in der Silhouette deutlich sichtbar, so war es vermutlich auch bei unseren näheren Verwandten. Mangels Skelettbestandteile ist das aber nicht überliefert. Da aus geologischen Gründen der Bigfoot (sofern es ihn gibt) den Menschenaffen und nicht den Menschen im weiteren Sinne zugeordnet werden müsste, ist eine pralle Brust nicht zu erwarten. Dies könnte auf einen Fehler des Kostümbauers und damit auf einen Hoax hinweisen.

In der Tat spricht mehr für einen Gag als für einen echten Bigfoot. Zumal ein gut gemachtes und von einer entsprechenden Person richtig in Szene gesetztes Kostüm in einem Video wohl niemals als genau das erkannt würde. Umgekehrt würde wohl ein tatsächlich existierender und gefilmter Bigfoot schnell als „Mann im Affenkostüm“ angesehen werden. Außer der Filmer ist nahe genug an dem „Biest“ dran, so dass kein Zweifel an der wahren Natur des Tieres bestünde.

Darauf ist weiter zu warten …

Video

Video vom 12. Juli 2021

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„Mwe Mwe und Mokele Mbembe: Frühe deutsche Forscher auf der Suche nach seltsamen Lebewesen in Afrika“ – Vortrag von Hans-Jörg Vogel +++ Video +++

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VIDEO: Mwe Mwe und Mokele Mbembe: Frühe deutsche Forscher auf der Suche nach seltsamen Lebewesen in Afrika - Vortrag von Hans-Jörg Vogel (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Mwe Mwe und Mokele-Mbembe: Frühe deutsche Forscher auf der Suche nach seltsamen Lebewesen in Afrika – Vortrag von Hans-Jörg Vogel (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wie in diesem Posting HIER auf Fischinger-Online und in einem YouTube-Video HIER berichtet, fand kürzlich im Galileo-Park Lennestadt der „Kongress für Kryptozoologie“ statt. Unter dem Titel „Auf der Suche nach Mokele-Mbembe“ lag dabei der Schwerpunkt eben auf diese Kreatur. Ein Wesen in Zentralafrika, dass den Beschreibungen nach wie ein Saurier aussehen soll. Ich war für Euch vor Ort und stelle Euch in diesem YouTube-Video den Vortrag des Kryptozoolgen Hans-Jörg Vogel vom „Netzwerk für Kryptozoologie“ online.


Mokele-Mbembe: Ein Dinosaurier im Urwald von Afrika?

Forscher, Abenteuer, Entdecker und vor allem (heutige) Kryptozoologen suchen in Zentralafrika seit über 100 Jahren nach einem unbekannten Lebewesen mit Namen Mokele-Mbembe.

Den Beschreibungen der dortigen Ureinwohner nach soll es Ähnlichkeit mit einem kleinen Sauropoden haben. Einer Art von Dinosaurier, die es nach Ansicht der Naturwissenschaft seit Millionen von Jahren nicht mehr geben dürfte.

In diesem Vortrag begibt sich der Kryptozoolge Hans-Jörg Vogel auf die Spuren der ersten Berichte von deutschen Forschern rund um Mokele-Mbembe. Einem Tier, um das sich seit dem 19. und 20. Jahrhundert viele Legenden und Erzählungen ranken – doch das bis heute niemand im Urwald Afrikas aufspüren konnte.

Denn Tiere, die einst als Legende angesehen wurden, fanden die „Monster-Jäger“ in Afrika tatsächlich. Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Vortrags-Video des Kongresses im Galileo-Park.

Bleibt neugierig …

Video vom 31. Okt. 2019 auf Fischinger-Online

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Die Jagd nach Mokele Mbembe: Haben Dinosaurier bis heute überlebt? (Kryptozoologie Kongress 2019) +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Mokele Mbembe - Haben Dinosaurier bis heute überlebt? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Mokele Mbembe – Haben Dinosaurier bis heute überlebt? (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Existiert im dichten Dschungel von Zentralafrika ein großes und bisher unentdecktes Tier, dass von den Ureinwohner Mokele Mbembe genannt wird? Ein Lebewesen, das nach den Beschreibungen wie ein überlebender Dinosaurier – ein kleiner Sauropod – aussehen soll, und von dem seit Jahrhunderten berichtet wird. Für die Kryptozoologie ein ebenso spannendes wie schwieriges Forschungsgebiet, über das sie kürzlich auf dem Kongress für Kryptozoologie im Galileo Park in Lennestadt berichtet haben. Ich war für Euch auf der Tagung der Kryptozoologen. Alle Details dazu erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Forschungsbereich der Kryptozoologie ist jener, der weltweit nach verborgenen und noch unerkannten Tieren sucht. Auch solche, die von der Wissenschaft als ausgestorben angesehen wurden oder werden. In der Tat finden Naturwissenschaftler wie Zoologen oder eben Kryptozoologen immer wieder Tiere, die der Wissenschaft bis dato vollkommen unbekannt waren.

Doch in der Kryptozoologie wird auch nach Lebewesen gesucht, die viele für pure Phantasie halten. Das fängt bei Bigfoot an und hört bei Mokele Mbembe in Afrika auf.

Dieser Mokele Mbembe im Dschungel von Zentralafrika (Kongo) ist faszinierend. Nach den Beschreibungen von Ureinwohnern ähnelt dieses bisher unentdeckte Tier einem Dinosaurier. Einer Art Brontosaurus in klein, der sich bis heute im dichten Urwald Afrikas verborgen halte.

Ein Sauropod, der der Wissenschaft entgangen ist?

Genau zu diesem „Biest“ Mokele Mbembe fand kürzlich vom Netzwerk für Kryptozoologie (s. a. HIER) und dem Galileo-Park Lennestadt ein Kongress statt, wie bereits HIER berichtet.

Ich war für Euch dort und berichte Euch in diesem YouTube-Video von der Veranstaltung auf den Spuren des „Dinosauriers in Afrika“ und unbekannter Tiere.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 12. Okt. 2019 auf Fischinger-Online

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