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Die Abtei von Glastonbury: Halfen Phänomene aus dem Jenseits einem Archäologen bei seinen erfolgreichen Ausgrabungen? (Artikel)

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Die angeblichen Geister der toten Mönche von Glastonbury - helfen einem Archäologen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die angeblichen Geister der toten Mönche von Glastonbury – helfen einem Archäologen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Glastonbury Abby in Großbritannien gilt als einer der mystischen Orte des Landes. Wenn nicht der ganzen Welt. Hier sei angeblich Jesus als Kind gewesen, der Heilige Gral liege dort und auch der legendäre König Artus sei dort bestattet. Ein angeblicher Kraftort voller Sagen und Geschichten. Dabei ist ein erstaunliches Ereignis eher in Vergessenheit geraten: Die erfolgreichen Ausgrabungen eines Archäologen vor knapp 110 Jahren, der angab, dass er aus dem “Jenseits” Informationen bekomme. Aus einer anderen Welt oder sogar von verstorbenen Mönchen der Glastonbury Abtei, die ihm “sagten”, wo er graben soll. Was damals geschehen ist, was die Kirche als Auftraggeber der Grabungen letztlich dazu sagte und welche Kritiken es schon früh gab, lest Ihr in diesem Blog-Artikel.


Glastonbury: Ort der Sagen und Legenden

Einer der der mystischsten und legendären Orte in Großbritannien überhaupt, sind sicher die Ruinen der Abteil von Glastonbury und das berühmte Glastonbury-Tor in Somerset in England. Ein alter Ort, um den sich zahllose uralte und moderne Sagen und Legenden ranken.

So heißt es etwa, dass der berühmte Josef von Arimathäa mit samt dem Jesuskind vor 2.000 Jahren in Glastonbury gewesen sei. Dabei habe dieser sogar nach dem Tod von Jesus in Jerusalem den Heiligen Gral per Schiff nach Glastonbury gebracht haben. Bis heute sucht man dort nach dem Heiligen Gral oder Beweisen, dass tatsächlich Jesus als junger Knabe hier war. Glastonbury Abby selber wiederum soll durch Jünger von Jesus Christus gegründet worden sein.

Als Josef von Arimathäa, so die Legenden über ihn weiter, dort angekommen sei, habe er einen Stab in den Boden gerammt, der in nur einer Nacht zu einem Baum heranwuchs. Der legendäre „Heiligen Dornbusch von Glastonbury“, der im Mittelalter viele fromme Pilger anzog. Glastonbury sei ein wundersamer Kraftort, heißt es bis heute.

Nicht viel anders als die Legenden um König Artus. Diese identifizieren (unter anderem) Glastonbury als Avalon aus der berühmten Sage um König Artus, dem wundersamen Zauberer Merlin und den Rittern der Tafelrunde. Tatsächlich behaupteten im 12. Jahrhundert fromme Mönche der Abtei von Glastonbury, dass man das Grab des nebulösen wie weltberühmten Königs Artus dort gefunden habe. Das damals entdeckte Grab wird bis heute als Grab von Artus ausgegeben und von zahllosen Touristen besucht.

Glastonbury, Avalon und König Artus

Glastonbury, der Heilige Gral, Avalon und die Artus-Saga  wird heute immer wieder von modernen Grals-Autoren ins Blickfeld gerückt. Vor Ort selber werden die Legenden für die Touristen durchaus gepflegt. Etwa, dass auf dem rund 160 Meter hohen, pyramidenartigen Hügel, wo heute das Glastonbury-Tor aus dem 14. Jahrhundert steht, einst Avalon lag. Damals sei dies eine Insel gewesen. Tatsächlich wurde der Hügel schon in der Steinzeit genutzt und vor fast 2.500 Jahren siedeln an seiner Spitze bereits Kelten. Ob dies später Avalon von König Artus war – niemand weiß es. Zumindest will man in Glastonbury selber der wahre Ort von Artus sein.

Auch sollen unterirdische Kraftlinien, die bekannten Ley-Lines, sich an diesem Platz treffen, kreuzen und schneiden. Ein magischer Ort mit einer bewegten Geschichte durch das Mittelalter hinweg. Archäologen wollen von solchen Sagen nichts wissen. Sie datieren die Anfänge der Ruinen der Abtei auf frühestens das 6. Jahrhundert nach Christus. Wer sich mit mythischen Orten in Großbritannien beschäftigt, kommt dennoch nicht um Glastonbury Abby herum. Auch wenn die dortigen Ruinen und sagenhaften Ereignisse viele tausend Jahre jünger sind, als die zahlreichen Megalithanlagen und vorzeitlichen Stätten der britischen Inseln.

Legenden sind nicht selten dazu da, um an ihnen weiter zu stricken. Aus einer Sage wird so schnell ein ganzer Sagenschatz, dem immer neue Details hinzugefügt werden. Oder aus dem weitere seltsame Geschichten und Erzählungen hervorgehen. Bei Glastonbury war es ganz genauso. Und selbst mit der versunkenen Welt von Atlantis wurde dieser Ort schon in Verbindung gebracht., Wie so viele andere Plätze und Regionen der Erde.

In Vergessenheit geriet bei all den Sagen und Geschichten um die Abtei von Glastonbury nicht minder unheimlicher Bericht. Es geht um die archäologischen Arbeiten des englischen Architekten, Archäologen und „Mystery-Forscher“ Frederick Bligh Bond. Einem verwandten Nachfahren des berühmten Kapitän William Bligh, auf dessen Schiff „Bounty“ es 1789 wohl zur berühmtesten Meuterei zur See der Weltgeschichte kam.

Ausgrabungen in Glastonbury-Abby

Bond sprach bereits 1899 dafür aus, dass Glastonbury nach einer heiligen und verborgenen Geometrie erbaut wurde. Auch andere Bauwerke, so Bond in einer Veröffentlichung 1917, beruhen auf dieser geheimen Architektur, die heute weithin als „heilige Geometrieb“ bekannt ist. Für die englische Kirche war er damit scheinbar der richtige Mann für Ausgrabungen in Glastonbury. So wurde er 1908 zu Grabungsleiter der Glastonbury-Abtei ernannt. Ein lohnendes Forschungsprojekt, das die Kirche bereits 1539 unter Herrschaft von König Henry VIII. völlig zerstört und nie wieder aufgebaut.

Als die englische Kirche im Jahr 1907 für 36.000 Pfund das Gelände erwarb, kannte man die Lage der einzelnen Bauelementente schon lange nicht mehr. Die gesamte Abtei war in einem erschreckenden Zustand und Vandalismus hatte ihr gleichsam schwer zugesetzt.

Nun aber wurde Bond mit der Ausgrabung der Abtei beauftragt. Bond war aber nicht nur ein begnadeter Architekt, sondern befasste sich nebenher auch intensiv mit der Parapsychologie. Doch dies hielt er damals noch mehr oder weniger geheim. Immerhin war sein Auftraggeber die britische Kirche, und die würde seine Aktivitäten im Bereich okkulter Praktiken sicher nicht befürworten.

Seine Befürchtungen stellten sich später als wohlbegründet heraus …

Da Bond praktisch ohne große Geldsummen seine Arbeit beginnen musste, war er auf schnelle Erfolge angewiesen. Und so beschloss er, mit dem Schreibmedium John Allan Bartlett zusammenzuarbeiten. Einem pensionierten Kapitän der Marine mit angeblich übersinnlichen Fähigkeiten. Solche angeblich medial begabten Menschen gab es damals durchaus sehr zahlreich. Es sind Personen, die angeblich medial Kontakt mit dem Jenseits oder „anderen Dimensionen“ haben. In „Trance“ schreiben diese dann die empfangenen Informationen nieder. Unter der Bezeichnung „automatisches Schreiben“ kennt man dies bis heute in der Parapsychologie. Was übrigens auch nicht nur auf Schreiben begrenzt ist. Auch Malen und Komponieren gehört dazu, wie HIER ausführlich dargelegt.

Hilfe aus dem Jenseits

Am 7. November 1907 trafen sich die Bond und Bartlett in Bristol zu einer ersten Séance, die gleichzeitig den Anfang einer unglaublichen Geschichte darstellte. Die Sitzung selber verlief im Grunde genommen sehr einfach. Bond legte leicht seinen Finger auf die Hand des Mediums Bartlett und dieser begann sich zu konzentrieren. Dabei hielt er einen Stift in der Hand, der locker auf einem leeren Blatt ruhte. So wollte man einfach versuchen mit dem angeblichen Jenseits in Kontakt zu treten, um etwas über die Abtei von Glastonbury zu erfahren. Auf die Frage „Könnt ihr (die Geister, Anm. LAF) uns irgendetwas über Glastonbury sagen?“ begann das Schreibmedium langsam eine Grundrisskarte zu zeichnen. Es stellte sich schnell heraus, dass dieser die besagte Abtei darstellte.

Am östlichen Ende jedoch zeichnete das Medium ein längliches Rechteck, das Bond nicht einordnen konnte. Er forderte nun seine paranormalen Quellen auf, ihm mehr zu diesem Teil der Karte zu sagen. So zeichnete Bartlett nun einen zweiten Grundriss, diesmal von dem östlichen Teil, und schnell erkannte Bond, dass es sich hierbei um eine Kapelle handeln müsse. Auch die Frage nach dem Erbauer dieser unbekannten Kapelle bekam Bond eine Antwort, denn es soll der Abt Bere gewesen sein.

Nachdem Bond und sein Medium Bartlett am 11. November eine zweite Séance hielten, die von ebenso erfolgreichen Informationen begleitet wurde, beschloss er fortan regelmäßig mit diesem Medium zu arbeiten.

1908 gab es endlich die für die Ausgrabungen erforderlichen Gelder von der Kirche, so dass 1909 damit begonnen werden konnte. Bond wollte als erstes versuchen, die Informationen seines Schreibmediums zu überprüfen. Dabei stellte sich heraus, dass diese tatsächlich zutrafen. Die Kapelle existierte wirklich. Der „Informant“ aus dem „Jenseits“, der sich als Ego Johannes Bryant vorstellte, gab aber auch mittels Medium an, dass sich in der Nähe der Kapelle zwei Türme befanden. Als Bond im Mai 1909 mit den konkreten Ausgrabungen begann, fand er auch diese zwei Türme. Niemand hatte erwartet, an dieser Stelle die Überreste solcher Bauten zu finden. Seine Geldgeber waren mehr als zufrieden.

Paranormale Aktivitäten: Ein Schock für die Kirche

Bond arbeitete heimlich auch weiter mit dem Medium Bartlett zusammen und führte eine Reihe spiritistischer Sitzungen durch. Sämtliche Informationen des Schreibmediums erwiesen sich bei den nachfolgenden Grabungen als zutreffend. So erfuhr Bond zum Beispiel, dass die Decke der Edgar-Kapelle einstmals golden bemalt und verziert war und die Scheiben in einem untypischen azurblau gefasst waren. Die Grabungen legten Reste goldener Bemalung ebenso frei, wie Splitter azurblauer Fenster.

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Frederick Bond startete eine beispiellose, aber sehr kurze, Karriere. Seine Arbeitgeber waren mit den Ergebnissen seiner Arbeit mehr als zufrieden und staunten immer wieder über seinen Spürsinn, an Orten fündig zu werden, an denen andere nie gesucht hätten.

Nachdem auch andere Informationen der angeblich paranormalen Art sich als korrekt erwiesen, entschloss sich Bond, mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. So veröffentlichte er 1918 das Buch „The Gate of Remembrance“, in dem er die Quelle seiner sensationellen Erfolge bei den Grabungen preisgab. Es seit die „Geschichte eines parapsychologischen Experimentes“ mit samt den Ergebnissen und Entdeckungen, die daraus resultierten, wie er schrieb. Das Vorwort schrieb Bartlett.

Mit diesem Schritt waren die beispiellose Karriere und der gute Ruf Bonds zerstört. Vor allem mit seinem Arbeit- und Auftraggebern der katholischen Kirche, die mit solchen okkulten Praktiken nichts zu tun haben wollen. Kontakt mit dem Jenseits und Botschaften von “Drüben”? Das war zu viel für die Kirche. Bond, dessen Grabungen in Glastonbury Abby in der Archäologie durchaus geschätzt werden, wurden die Gelder gestrichen und er durch alle erdenklichen Hürden bei seiner Arbeit behindert. Man setzte ihn nun dafür ein, Funde zu reinigen und zu katalogisieren, bis man ihn 1922 endgültig von den Grabungen in Glastonbury ausschließen ließ und entließ.

Natürlich wurden auch seine Bücher, darunter Arbeiten, die nichts mit seinem paranormalen Jenseitsaktivitäten zu tun hatten, aus den Regalen genommen. Der Versuch, durch andere Geldgeber seine Ausgrabungen wieder zu beleben, wurde durch die Kirche vereitelt.

Kontakt mit anderen Welten oder historische Aufzeichnungen?

Bond selber war immer der Auffassung, er würde nicht mit Wesen im Jenseits kommunizieren, sondern sich einer Art „kollektivem Gedächtnis der Menschheit“ bedienen. Auch immer wieder verstorbene Mönche der Abtei genannt werden, die aus dem „Drüben“ ihr Wissen übermittelten. In diesem „Kollektivgedächtnis“ jedenfalls sollen alle Ereignisse aus allen Zeiten gespeichert sein. Eine übersinnliche Bibliothek des Wissens aus Vergangenheit, Gegenwart und sogar Zukunft. Vergleichbar mit der „Akasha-Chronik“ aus esoterischen und okkulten Kreisen, die man als übersinnliches Gedächtnis des Universums bezeichnen könnte. „Weise Meister“ oder „spirituelle Menschen“ sollen in der Lage sein, diese anzuzapfen.

War das auch vor über 100 Jahren in Glastonbury durch Bartlett so?

Das sah natürlich nicht nur die Kirche in Großbritannien anders, sondern auch die Kritiker. Schon 1922 veröffentlichte der Geistliche H. J. Wilkins eine erste Kritik zu den Behauptungen von Bond und Bartlett („The Spectator“, 9. Juni 1922). Die beiden haben ganz einfach „falsche parapsychologische Behauptungen“ aufgestellt, wie Wilkins Veröffentlichung überschrieben war. Denn, so war sich der Skeptiker sicher, alle Informationen konnten auf vollkommen irdischem Wege erlangt werden. Bond habe demnach die Situation vor Ort ausgezeichnet eingeschätzt und in einer emsigen Fleißarbeit sämtliche vorhandenen alten Aufzeichnungen studiert:

Alles, was in der Schrift (gemeint ist das Buch von Bond, Anm. LAF) wahr ist, konnte aus historischen Daten gewonnen oder durch intelligente Beobachtung bestehender Fakten und Bedingungen vernünftigerweise vermutet werden. Die historischen Daten für die Edgar-Kapelle und die Loretto-Kapelle waren für erfolgreiche Ausgrabungen ausreichend (…)“

“Alles Mist”

Heute teilt auch der Archäologe Kenneth L. Feder diese Ansichten. Historische Dokumente und Zeichnungen der Abtei, die „Bond mit ziemlicher Sicherheit bereits gesehen hat“, hätten ihn den Weg gezeigt, wo er graben soll. Bei dem übersinnlichen Aufzeichnungen selber der beiden habe es damals auch „keinerlei wissenschaftliche Kontrollen“ gegeben. Wer weiß da schon, wie und ob diese Kontakte mit dem Jenseits stattfand, so Feder in einem Beitrag in dem Werk „The Encyclopedia of the Paranormal.“ (1996).

Feder als Professor für Archäologie ist zumindest im englischen Sprachraum sehr bekannt. Nicht nur als Autor von Büchern, die sich gegen die Ideen der Prä-Astronautik, entsprechende „Betrügereien“, „Pseudarchäologie“ und Erich von Dänikens Bücher richten. Und, dies am Rande, selbst als Lehrbuch für einige Studiengänge verwendet werden.

Auch in zahlreichen TV-Dokumentationen trat er bereits auf, um gegen diese Spekulationen und wilden Ideen zu argumentieren.  Es sei „Mist“ und machte ihn „richtig sauer“, wie er in seinem Buch „Frauds, Myths, and Mysteries: Science and Pseudoscience in Archaeology“ schon 1990 schrieb. Seit dem erschien sein persönliches Standartwerk in mehreren, immer erweiterten Auflagen. Ebenso ist er Mitglied in einer Reihe Skeptiker-Organisationen.

In diesem Video HIER auf Mystery Files habe ich über Feder und eine seiner „Kritiken“ zu einer Prä-Astronautik-Idee bereits vor Jahren berichtet. Sie stammt aus einer britischen TV-Dokumentation, sie seit vielen Jahren auch im deutschen Fernsehen immer mal wieder zu sehen ist. Ihr werdet staunen …

Dennoch haben die Kritiker der Arbeiten von Bond natürlich damit Recht, das er nicht belegen kann, dass er Hilfe aus einem Anderswo bekam. Niemand hat die spiritistischen Sitzungen mit dem „automatischen Schreiben“ wissenschaftlich dokumentiert oder sie beobachtet. Stammen die Informationen also tatsächlich aus historischen Aufzeichnungen, die Bond in einer Fleißarbeit auszuwerten verstand? Verbunden mit purem Glück?

Ein Leben für das Paranormale

Bond selber scheint jedenfalls bis zu seinem Tode 1945 von der Welt des Paranormalen überzeugt gewesen zu sein. Schon vor seinen Ausgrabungen in Glastonbury war er Mitglied entsprechender Gruppen und Vereine, die sich mit  Okkultismus und grenzwissenschaftlichen Phänomenen beschäftigten. 1889 wurde er sogar bereits Freimaurer und 1895 Mitglied der bekannten „Theosophischen Gesellschaft“. Von 1921 bis 1926 war Blond auch Herausgeber einer entsprechenden Zeitschrift, die noch heute unter den Namen „Psychic Science“ existiert. Dann ging er in die USA, wo er bereits im Jahr 1930 das „Journal of the American Society for Psychical Research“ herausbrachte und auch in entsprechenden Vereinigungen Mitglied war. 1933 wurde er sogar zum Bischof der „Old Catholic Church of America“ geweiht (schon sein Vater war Geistlicher).

Ein Lebenslauf der darauf schließen lässt, dass Bond an die Macht und Welt des Übersinnlichen glaubte. Ob er in diesem Zusammenhang aber glaubte, dass das Jenseits ihn bei seinen Ausgrabungen unterstützte, wissen wir natürlich nicht. Hat er vielleicht tatsächlich jene Aufzeichnungen von Glastonbury gesehen, von denen die Skeptiker immer sprachen, und diese „Informationen“ dann (unbewusst) bei den Séancen seinem Scheibmedium buchstäblich an die Hand gegeben? Oder hat er ganz einfach betrogen, obwohl er sicher sein konnte, dass er seinen Job verliert?

Wir wissen es nicht. Fragen können wir da wohl nur das Jenseits …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Von Freimaurern bis Kraftorte: Die seltsame Geschichte und die Geheimnisse der Pyramide von Rapa in Polen +++ YouTube-Video +++

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Video: "Die Pyramide von Rapa" - sie verbirgt bis heute viele Geheimnisse und hat eine interessante Hintergrundgeschichte (Bild: WikiCommons/gemeinfrei)
Video: “Die Pyramide von Rapa” – sie verbirgt bis heute viele Geheimnisse und hat eine interessante Hintergrundgeschichte (Bild: WikiCommons/gemeinfrei)

Pyramiden stehen nicht nur in Ägypten, auch wenn man natürlich beim Stichwort „Pyramide“ sicher als erstes an das Land am Nil denkt. Weltweit stehen Pyramiden, da zahllose Völker und Kulturen zu unterschiedlichen Zeiten pyramidenförmige Bauten errichteten. Doch längst nicht alle dieser Monumente sind auch uralt oder stammen aus einer fernen und dunklen Vergangenheit. So auch eine Pyramide im Osten von Polen. Denn diese “Pyramide von Rapa” hat eine sehr interessante Geschichte und verbirgt interessante Hintergründe. Welche das genau sind, erfahrt Ihr in diesem Video auf meinem YouTube-Kanal.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Im Osten von Polen findet sich in einem einsamen Waldstück die erst knapp über 200 Jahre alte “Pyramide von Rapa”, die auch unter dem Namen “Mausoleum der Luschnitz” bekannt ist.

Eine auf den ersten Blick eher unscheinbare Pyramide aus der neueren Zeit. Kaum zu vergleichen mit den gewaltigen Bauwerken in Ägypten oder denen der Maya in Mexiko. Dennoch ist sie nicht minder spannend oder interessant. Es ist das Grabmal einer reichen Familie, dem einst ein wirklich sehr trauriges Schicksal widerfahren ist …

Genau diese polnische “Pyramide von Rapa” als eine Art “Lost Places” hat eine interessante Geschichte und verbirgt ebenso spannende Hintergründe. Sie reichen von Kraftorten und Freimaurern über Spukorte, Kraftlinien der Erde und den Sowjets bis zur Cheops-Pyramide in Gizeh und verschollenen Schätzen …

Welche das genau sind erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.

Bleibt neugierig …

YouTube-Video vom 17. Jan. 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Lars A. Fischinger

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Alien-Suche bei “Wer wird Millionär?” und der spannende Hintergrund der eine Millionen Euro-Frage bei Günther Jauch

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"Wer wird Millionär?" vom 14. September 2012: auf der Suche nach Außerirdischen (Bild: rtl-now.rtl.de)
“Wer wird Millionär?” vom 14. September 2012: auf der Suche nach Außerirdischen (Bild: rtl-now.rtl.de / Montage: L. A. Fischinger)

Am 14. September 2012 scheiterte der Kandidat der beliebten “RTL”-Sendung “Wer wird Millionär?” an dieser eine Millionen Euro-Frage: “Mit der Drake-Gleichung berechnet man die Wahrscheinlichkeit von…?” Und diese “Drake-Gleichung” ist sicher vielen Freundinnen und Freunden des Phantastischen und natürlich allen Astronomen bekannt. Aber was genau steckt hinter dieser “Mathematik der Alien-Suche”? Wieso gibt es eine mathematische Formel, mit der man intelligente Alien-Zivilisationen im All berechnen oder besser gesagt deren Wahrscheinlichkeit bestimmen kann?


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Die Antwort “D” bei “Wer wird Millionär?” war und ist heute (14. September 2012) bei “RTL” richtig gewesen: Mit der “Drake-Gleichung” oder auch “Drake-Formel” berechnet man die Anzahl von außerirdischen Zivilisationen im Universum.

Der Show-Kandidat schloss diese Antwort jedoch als erstes aus und musste so letztlich passen. Das ist mit Sicherheit keine Schande.

Es gibt also tatsächlich eine Formel, mit der man Aliens im All mathematisch dingfest machen kann? Ja, die gibt es und Günther Jauch hat diese auch sehr gut in knappen Worten anschließend in der Show erklärt.

Die Drake-Gleichung ist eigentlich sogar ein uralter Hut, den mit Sicherheit die meisten Freunde von Astronomie, Leben im All aber auch Mystery & Co. und meine Leser aus meinen Büchern kennen. In diversen Facebook-Gruppen ist die Formel nach der Sendung “Wer wird Millionär?” von heute nun auch zum Thema geworden.

Was man sich darunter vorzustellen hat

Aufgestellt hat die Formel der berühmte Astrophysiker Professor Frank Drake schon im Jahre 1961 auf einer Konferenz in Green Bank in den USA. Sie soll die Möglichkeit von intelligentem Leben in unserer Galaxis berechenbar machen. Drake gilt als Vater von SETI, der Suche nach Aliens mit Hilfe von Radioteleskopen auf der Erde, die der Masse durch den Kinofilm “CONTACT” (1997) mit Jodie Foster in der Hauptrolle bekannt wurde.

Vorlage war ein gleichnamiger Roman des Astronomen Professor Carl Sagan. Sagan war nicht nur vielfach ausgezeichneter Autor, Astronom und Physiker, sondern schickte auch 1974 eine Radionachricht an mutmaßliche Aliens zusammen mit Frank Drake in das All (Arecibo-Nachricht) um auf die Menschheit auf der Erde hinzuweisen.

Wie im Film “CONTACT” geht die Radioastronomie davon aus, dass technische Zivilisationen im All Radiosignale (bewusst oder wie wir hauptsächlich als “Müll”) aussenden. Diese mit rund 300.000 km/s (Lichtgeschwindigkeit) durch das All rasenden Signale könnten wir Menschen auf der Erde von diesen Außerirdischen heute auffangen. Eben mit dem Projekt SETI – der “Search for Extraterrestrial Intelligence”. Und auf der ersten SETI-Konferenz 1961 wurde eben die Drake-Formel ins Leben gerufen.

Eine Millionen Dollar Preisgeld für die beste SETI-Nachricht an Außerirdische ausgeschrieben (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Wissenschaftler starten einen Aufruf an die Menschheit: Eine Million Dollar Preisgeld für die beste SETI-Nachricht an Außerirdische ausgeschrieben! (Bild: NASA / gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

So sieht sie aus: N = R Fp Ne Fl Fi Fc L

Diese Gleichung stellte Professor Drake vor über 50 Jahren auf. Zu dieser Zeit gab es unter den Namen “Ozma” ein Radioteleskop-Programm, um eben vermutete außerirdische Signale aufzufangen.

Die bei diesem SETI-Meeting erstellte Gleichung ist bis heute in vielen Büchern, Artikeln und TV-Berichten über extraterrestrisches Leben zu finden. Für all jene, die sich für Astronomie und vor allem Leben im All interessieren, ist diese Formel schon zu einer Art “Legende” geworden. Eine Legende, die immer wieder für Spekulationen und neue Wahrscheinlichkeitsberechnungen sorgt.

Was heißt das alles?

Die Parameter der Formel im Detail:

  • N = Ergibt die Anzahl der intelligenten Alien-Zivilisationen
  • R = durchschnittliche Entstehungsrate von Sternen
  • Fp = Anzahl der Sterne in der Milchstraße, die tatsächlich Planeten besitzen
  • Ne = Anteil der Planeten je Sonnensystem, die irdischen Lebensbedingungen entsprechen bzw. in der einer lebensfreundlichen Zone um ihrer Sonne kreisen.
  • Fl = Anzahl der Planeten mit Lebensformen
  • Fi = Menge der Planeten mit intelligenten Lebensformen
  • Fc = Menge der Planeten mit intelligenten Zivilisationen, die die technische Fähigkeit für eine interstellare Kommunikation entwickelt haben
  • L = die Lebensdauer, die eine derartige außerirdische Kultur überhaupt erreichen kann

Jedem sollte dabei aber sofort auffallen, dass das Ergebnis “N” aus entweder unbekannten oder nur vermuteten Angaben gebildet wird. Und vor 50 Jahren wusste man nicht einmal, ob es überhaupt irgendwelche Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gibt. Seit etwa 20 Jahren kennen wir aber tausende solcher fremden Welten

Die “Erde 2.0” aber bisher nicht. Die aktuelle NASA-Teleskop-Mission “Kepler” im Erdorbit ist eifrig auf der Suche nach dieser. Optimisten glauben, dass es keine zehn Jahre mehr dauern wird, bis wir die zweite Erde im All unter all den Exoplaneten nachweisen können (ob es da intelligente Aliens gibt ist eine andere Frage).

Aktiv SETI - Sollten wir wirklich versuchen Kontakt mit Aliens aufnehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
“Active SETI”: Sollten wir selber versuchen Kontakt mit Aliens aufnehmen? (Bild: L.A. Fischinger / Archiv / NASA/JPL [Hubble])
Nachdem Drake einst diese Gleichung vorge­stellt hatte, begannen die dort Anwesenden (unter anderem eben auch Professor Carl Sagan) Zahlen für die einzelnen Punkte zu suchen. Nachdem jede einen Wert zugeteilt bekam stellte sich heraus, dass N = L ist. Somit hängt die Anzahl intelligenter Zivilisa­tionen in unserer Galaxis einzig allein von der Lebenserwartung dieser ET-Kulturen ab.

Professor Drake vermutete, dass es trotzdem zwischen 100 und 1000 oder Millionen bewohnte Welten allein in unserer Milchstraße gibt. Andere sprechen von Milliarden außerirdischen Zivilisationen. Und wieder andere, dass es in unserer Milchstraße nur uns alleine gibt.

Bis heute wird diese Gleichung immer mal wieder neu berechnet und analysiert. Immer mit verschiedenen Ergebnissen. Anhand solcher Angaben dürfen wir also schlicht sagen: es ist jedem selber überlassen, wie viele Alien-Zivilisationen er im All haben möchte.

Intelligenzen im All = Eine oder …?!

Da N = L sein könnte, stellt sich selbstverständlich die Frage, wie lange eine technische Zivilisation überhaupt existieren kann. Der deut­sche Astrophysiker Sebastian von Hoerner legte einst diese durchschnitt­liche Lebenserwartung auf rund 4.500 Jahre fest. Entweder nimmt eine Zi­vilisation diese Hürde oder sie geht vorher unter. Die Gründe hierfür sind unserer irdischen Gesellschaft wohl bekannt: Um­weltzerstörung, Übervölkerung, Kriege, Ausbeutung der planetaren Ressourcen etc. Aber auch und natürlich kosmische Katastrophen, wie der Einschlag eines Kometen, können zum Untergang eines Planeten und somit einer Kultur führen.

Von Hoerner hatte übrigens auch eine einfach-geniale Erklärung, warum bisher keine Außerirdischen ihre Signale bewusst zur Erde sandten: Bei den “Informationsmüll“, den die Menschen durch Fernseh- Radio- Radar- und Funkstrahlungen in das All senden, denn solche Strahlungen bewegen sich bekanntlich mit Lichtgeschwindigkeit von der Erde weg, werden die Außerirdischen einfach kein Interesse an uns haben.

Von Hoerner:

Würden sie uns allein an den Krieg- und Terrorberichten der TV-Nachrichten messen, dürfen wir uns über ihr Schweigen wohl kaum wundern.”

Stephen Hawking sucht nach Aliens - und warnt vor einer Eroberung der Erde durch Außerirdische (Bild: NASA / L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)
Stephen Hawking sucht nach Aliens – und warnt vor einer Eroberung der Erde durch Außerirdische (Bild: NASA / L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L.A. Fischinger)

Aber wie groß ist die Chance, dass solche außerirdischen Superwesen von uns entdeckt werden können? Welche Möglichkeiten stehen uns heute dafür zur Verfügung? Nur Radiosignale? Die Frage wird von Wissenschaftlern schon seit langem diskutiert. Ebenso, ob wir die Erde sogar im All vor den Außerirdischen “verstecken” sollten – wofür es aber eigentlich schon lange zu spät ist.

SETI: Ein nostalgischer Rückblick

Bereits im Jahr 1820 entwarf der Mathematiker Karl Gauss eine Methode, um sich fremden Wesen im All bemerkbar zu machen. Er schlug vor, in Sibirien ein riesiges und rechtwinkliges Dreieck aus Weizen anzulegen, an deren Seiten Pinienwälder gepflanzt werden sollten. Diese Wälder würden den Satz des Pythagoras darstellen, welcher von Au­ßerirdischen dann klar als intelligentes Signal identifiziert wer­den kann.

Da zu Lebzeiten von Gauss vermutet wurde, dass der Mars und sogar der Mond von Wesen bewohnt seien, ist der Vorschlag von ihm (zu seiner Zeit) in der Tat sehr sinnvoll gewesen. Starke Teleskope der grünen Männchen oder des Mann im Mond würde solche geometrischen Formation entdecken und als künstlich erkennen.

Heute nennt man die Methode, absichtlich Signale an Außerirdische zu senden, “Active SETI”. Karl Gauss fand 1820 allerdings keinen Sponsor für sein “Active SETI“-Projekt. Gespartes Geld, wie wir heute wissen.

Einen weiteren Vorschlag machte 1840 der Physiker Joseph von Littrow. Seine Idee bestand darin, in der Sahara Löcher von 20 Meilen Durchmesser zu graben, sie dann mit Kerosin zu füllen und mit Hilfe eines Streichholz(!) zu entzünden. Somit sollten in un­serem Sonnensystem brennende, geometrische Figuren auf eine Intelligenz auf der Erde aufmerksam machen. Selbstmord und Rohstoff­vergoldung im Zeichen der heute kindlich klingenden Wissenschaft damaliger Tage …

Der erste vernünftige Schritt folgte 1899 durch den Elektroin­genieur Nikola Tesla. Er entwarf einen Radiosender (“Tesla-Spirale” genannt und von vielen Esoterikern für allerlei angebliche Zwecke herangezogen) mit 23 Metern Durchmesser, den er in Colorado Springs installierte. Mit der finanziellen Hilfe von J. Pierpont Morgan sendete er nicht nur, sondern es gelang ihm sogar Signale zu emp­fangen. Diese waren aber leider keine außerirdischen Rufsignale, sondern, wie es heute heißt, Niederfrequenzwellen, die sich auf den Kraftlinien der Erde bewegen.

Prof. Stephen Hawking warnt in einem Interview vor dem Untergang der Menschheit - Und spekuliert auch, wie wir den Weltuntergang überleben können ... (Bild: NASA/JPL / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Stephen Hawking warnt vor dem Untergang der Menschheit (Bild: NASA/JPL / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Heute ist die Technik natürlich sehr viel weiter. Vor allem den rasant fortschreitenden Computertechnologien verdankt SETI überaus viel. Aber weder SETI noch die Drake-Gleichung haben bisher eindeutige Aliens gefunden. Vielleicht ist es auch gut so, dass wir noch keine Außerirdischen gefunden haben. Oder besser gesagt: Dass diese uns noch nicht gefunden haben.

Denn wie sagte der weltbekannte Physiker Professor Stephen Hawking in einem Interview am 25. September 2015 mit einer spanischen Zeitung zur Frage nach den Aliens:

Wenn Aliens uns besuchen, könnte das wie bei der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus enden: Den Ureinwohnern erging es nicht gut. Die Außerirdischen könnten Nomaden sein und versuchen, alle Planeten, die sie erreichen können, zu erobern und zu kolonialisieren. Für mein mathematisches Gehirn reichen die Zahlen bereits als Begründung aus, um über Aliens nachzudenken. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, herauszufinden, was Außerirdische tatsächlich sind.“

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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