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Kon-Tiki und die Seefahrt vor Jahrtausenden: Zu Besuch im Thor Heyerdahl Museum in Oslo / +++YouTube-Video+++

Kon-Tiki und die Seefahrt vor Jahrtausenden: Zu Besuch im Thor Heyerdahl Museum in Oslo (Bilder: L. A. Fischinger)
Kon-Tiki und die Seefahrt vor Jahrtausenden: Zu Besuch im Thor Heyerdahl Museum in Oslo (Bilder: L. A. Fischinger)

Konnten unsere Vorfahren vor Jahrtausenden schon die Ozeane mit Schiffen überqueren? Eine Frage, die vor allem schon der Norweger Thor Heyerdahl mit seinen spektakulären Seefahrt-Expeditionen mit Schilfbooten und Holzflößen ab 1947 zu beweisen versuchte. Ich war deshalb im Kon-Tiki Museum in Oslo, in dem die Arbeiten und Projekte von Heyerdahl gewürdigt werden. Mehr dazu in meinem neuen YouTube-Video, dass ich für Euch in Norwegen gemacht habe.

 

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Eine Legende war der 2002 verstorbene “Expeditions-Archäologe” Thor Heyerdahl schon zu Lebzeiten. Daran besteht sicher kein Zweifel.

Das zeige ich Euch auch in diesem Video, dass ich vor Ort im Kon-Tiki Museum zu Ehren des Abenteuers in Oslo im Februar 2017 für Euch gedreht habe.

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“Kon-Tiki 2”: Experimental-Segler auf den stürmischen Spuren des Thor Heyerdahl von 1947: Schiffbruch nach 114 Tagen im Pazifik

"Kon-Tiki 2" - Auf den stürmischen Spuren des Thor Heyerdahl (Bild: gemeinfrei / www.kontiki2.com)
“Kon-Tiki 2” 2016: Auf den stürmischen Spuren des Thor Heyerdahl. Kleines Bild: Die “Kon-Tiki” von Heyerdahl im Jahre 1947 (Bild: gemeinfrei / kontiki2.com)

Er war schon zu Lebzeiten eine weltweite Legende: Der 2002 im Alter von 87 Jahren verstorbene Norweger Thor Heyerdahl. Sein alles andere als normales Leben wurde im Jahr 1947 schlagartig bekannt, als Heyerdahl und seine fünf Mann starke Crew mit einem Holzfloß von Peru, Südamerika, nach Polynesien fuhren. Weitere Expeditionen folgten und bis heute sind seine Fahrten Ideengeber für so machen “alternativen Geschichtsschreiber” bzw. Experimental-Archäologen. Die Thesen von kulturellen Kontakten über die Ozean lange vor der “christlichen Seefahrt” solchen so untermauert werden. Das wollten auch die 14 Teilnehmer der Expedition “Kon-Tiki 2” im Fahrwasser des Thor Heyerdahl. Doch nach 114 Tagen auf dem Pazifik mussten sie von einem Frachter aus Seenot gerettet werden.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 7. November 2015 machte sich die Expedition “Kon-Tiki 2“, bestehend aus zwei Flößen und insgesamt 14 Teilnehmern aus verschiedenen Ländern, von Callao in Peru auf dem Weg den Pazifik zu bezwingen. Wie auch Thor Heyerdahl 1947, der ebenso in Callao aus seine ehrgeizige Expedition startete. Auch das “Kon-Tiki 2”-Team wollte die Thesen untermauern, dass südamerikanische Indianer schon vor den Zeiten der bekannten Inka in der Lage waren mit einfachen Booten bis in die Inselwelt Polynesiens zu segeln.

Technisch belegt hat das eigentlich schon Heyerdahl vor rund 70 Jahren mit seiner 1. Expedition. Doch begeisterte Experimental-Forscher sind selten zu bremsen. Zum Glück!

Schiffbruch für die die beiden “Kon-Tiki”.

Nach dem Start der Expedition Anfang November 2015 erreichten die unter anderem aus Norwegen, Russland, Peru und Neuseeland stammenden Forscher nach 43 Tagen die legendäre und weltbekannt Osterinsel. Die “einsamste Insel der Welt”, die durch ihre hunderten von gigantischen Steinfiguren (Moai genannt) bekannt ist.

Von der Osterinsel aus wollten die Expeditions-Teilnehmer am 6. Januar zurück nach Peru fahren. Doch das Team verfehlte ihr Ziel und geriet aufgrund des sich verschlechternden Zustandes ihrer beiden Flöße in Seenot. Die drohende Gefahr lies den 14 Seglern letztlich keine andere Wahl, als am 16. März einen Notruf abzusetzen. Der Frachter “Hokuetsu Ushaka” nahm daraufhin die Mannschaften am 17. März wohlbehalten auf.

Im Fahrwasser des Thor Heyerdahl: Bericht über den Kongress "Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät?" und Video(Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
Im Fahrwasser des Thor Heyerdahl: Bericht über den Kongress “Kam Kolumbus 15.000 Jahre zu spät?” und Video (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

Mit Sicherheit bitter für die ehrgeizigen Teilnehmer der Expedition. Aber Sicherheit geht vor!

Anerkennung von anderen Heyerdahl-Enthusiasten

Thor Heyerdahl hat mit seinem Experiment 1947, dem darauf folgenden Buch und dem preisgekrönten Dokumentarfilm zu “Kon-Tiki” vor rund 70 Jahren, die Welt fasziniert. Diese Begeisterung hält bis heute an. Zumal auch deshalb, da Heyerdahl es nicht bei dieser einen Expedition im Pazifik belassen hat. Nein, vielmehr war es der Anfang einer ganzen Reihe von Expeditionen der Schifffahrt der Antike.

Mein Freund und Kollege Dr. Dominique Görlitz, den regelmäßige Leserinnen und Leser dieser Webseiten natürlich kennen, hat beispielsweise ebenso derartige Expeditionen im Kielwasser des Thor Heyerdahl unternommen. Seine “Abora”-Schifffahrt-Expeditionen sind nicht minder ehrgeizig gewesen, wie es aktuell “Kon-Tiki 2” war.

Und so schrieb Görlitz am 19. März 2016 bei Facebook zu dem Projekt “Kon-Tiki 2” auch anerkennend:

Meine Sympathie für unsere Kollegen von dem norwegischen Floß Kon-Tiki 2!

Von einem Floß-Segler zu einem Floß-Segler – Ich möchte meine Anteilnahme über das vorzeitige Ende der Kon-Tiki 2-Expedition zusenden.

In der Gnade der Elemente ist es immer schwer, den richtigen Kurs zu finden. Selbst wenn ein solches Experiment letztlich nicht mit einem Erfolg endet, helfen uns diese Erfahrungen zu verstehen, wie die alten Seefahrer ihren Kurs über den Ozean fanden.

Gab es Seefahrt über die Ozeane schon vor Jahrtausenden? (Bild: L. A. Fischinger / Reto Stöckli, NASA Earth Observatory)
VIDEO: Gab es Seefahrt über die Ozeane schon vor Jahrtausenden? Es scheint tatsächlich so! (Bild: L. A. Fischinger / Reto Stöckli, NASA Earth Observatory)

Wir haben die selben Erfahrungen mit Abora III im Jahr 2007 gemacht. Ab er das war nicht das Ende unserer Forschungen.

Ich wünsche der Mannschaft von Kon-Tiki 2 alles Gute bei ihrer Rückkehr zu ihren Familien.

Viel Glück!

Heyerdahl fasziniert ohne Frage viele Menschen auch nach Jahrzehnten. Mich ebenso. Auch der beeindruckende Kinofilm “Kon-Tiki” von 2012 zeigt diese Faszination eindringlich. Es steht für viele “alternative Geschichtsforscher” außer Frage, dass es Kulturkontakte über die Ozeane gab, als Kolumbus oder auch die Wikinger noch nicht mal existierten …

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Neue Forschungen zu den Moai der Osterinsel veröffentlicht: Ist das Rätsel von Rapa Nui damit wirklich gelöst? +++ YouTube-Video +++

VIDEO: Das Rätsel der Moai-Figuren der Osterinsel - ist es wirklich gelöst? (Bilder: gemeinfrei & W.-J. Langbein / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Das Rätsel der Moai-Figuren der Osterinsel – ist es wirklich gelöst? (Bilder: gemeinfrei & W.-J. Langbein / Montage: Fischinger-Online)

Etwa 4.000 Kilometer vor der Westküste von Südamerika liegt einsam mitten im Pazifik die Osterinsel. Auch bekamt als Rapa Nui, wie sie eigentlich heißt. Seit ihrer Entdeckung 1722 durch Europäer rätseln Archäologen wie Laien über die (heute) fast 900 riesigen Statuen mit Namen Moai. Denn überall auf der winzigen Insel sind sie zu finden. Eines der bekanntesten Rätsel der Archäologie, welches US-Forscher vielleicht gelöst haben. Zumindest sagt es eine jetzt veröffentlichte Studie der Wissenschaftler. Aber welche Rätsel und Geheimnisse verbirgt die Osterinsel alias Rapa Nui noch? Welche Spekulationen und Thesen kursieren? Was haben die Wissenschaftler genau herausgefunden? Das erfahrt Ihr wie immer detailliert in einem Video, das jetzt auf meinem YouTube-Channel online ist.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Rapa Nui gilt als die einsamste Insel der Welt, denn sie liegt rund 4.000 Kilometer vom nächsten Festland entfernt mitten im Pazifik. Dennoch ist die Osterinsel weltweit bekannt.

Bekannt durch die fast 900 riesigen Steinstatuen namens Moai. Diese Moai stehen auf der ganzen Insel verteilt und faszinieren bis heute. Wissenschaftler wie Laien sind von diesen tonnenschweren Moai auf der kleinen Osterinsel begeistert, seit die Insel 1722 erstmals von Europäern betreten wurde. Und vor allem seit sie der Thor Heyerdahl 1947 mit seinem Floß „Kon Tiki“ weltberühmt machte.

Denn diese einst über 1.000 Moai geben der Wissenschaft noch immer Rätsel auf. Nicht nur Heyerdahl vor über 70 Jahren, als er mit seiner „Kon Tiki“ den Pazifischen Ozean bezwang. Bis heute werden diese Moai, die Insel und die einstige Kultur von Rapa Nui erforscht.

Jetzt stellte ein Forscherteam eine Studie vor, in der sie dem Mysterium um die Moai auf dem Grund gingen. Demnach sind sie sicher, dass sie Hinweise dafür gefunden haben, warum die Insulaner einst diese kolossalen Steinfiguren aufstellten: Süßwasserquellen!

Doch ist das wirklich alles so einfach?

Welche Rätsel und Geheimnisse verbirgt die Osterinsel alias Rapa Nui noch? Welche Spekulationen und Thesen kursieren? Und was haben die Wissenschaftler herausgefunden? Das erfahrt Ihr wie immer detailliert in einem Video auf meinem Channel.

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YouTube-Video vom 22. Jan. 2019 auf Grenzwissenschaft & Mystery Files

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Die Osterinsel möchte die von Thor Heyerdahl “gesammelten” archäologisch Artefakte von Norwegen zurück – und nicht nur die (plus Video)

Die Osterinsel möchte die von Thor Heyerdahl "gesammelten" Objekte von Norwegen zurück (Bild: Fischinger-Online)
Die Osterinsel möchte die von Thor Heyerdahl “gesammelten” Objekte von Norwegen zurück (Bild: Fischinger-Online)

Die Museen der ganzen Welt sind voll mit Artefakten und archäologischen Objekten aus aller Herren Länder. Gesammelt – oder besser: eingesammelt – von den ersten Forschern der sich neu entwickelnden Wissenschaft der Archäologie, die sich vor allem im 18., 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts schamlos an fremden Ländern und deren Kulturen bedienten. Man denke an Ägypten, deren Relikte und Schätze die ersten Grabräuber-“Archäologen” Schiffsladungenweise nach Europa und in alle Welt schafften. Nicht viel anders war es auf der Osterinsel im Pazifik, die durch den Norweger Thor Heyerdahl berühmt wurde. Auch er schaffte archäologische Relikte und Funde von der Insel fort, die heute im weltbekannten “Kon-Tiki-Museum” in Oslo zu bestaunen sind. Doch jetzt möchte die Osterinsel ihr von Heyerdahl gesammeltes Eigentum von Norwegen zurück. Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Posting und einem YouTube-Video aus dem “Kon-Tiki-Museum”. Aber auch, was sich hinter dieser scheinbar einfachen Bitte der Osterinsulaner für Abgründe auftun …


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Plündernde “Archäologen”

Wohl die wenigstens Besucher eines archäologischen oder ethnologischen Museums irgendwo auf der Welt fragen sich, woher eigentlich all die Ausstellungsobjekte ferner Länder kommen. Egal ob in Paris, Berlin, London oder New York: Museen sind voll von Diebesgut, das Hau-Ruck-Archäologen einst in der ganzen Welt zusammen klauten oder sich schenken ließen.

Auch den jeweiligen Museen hinterlassene Privatsammlungen gehören dazu. Sammlungen, die zum Teil beträchtlichen Umfang haben und selbst in kleinen Dorf-Museum zu finden sind (zum Beispiel in Waldenburg in Deutschland). Die Herkunft solcher Objekte ist dabei fast immer “unklar”, um es politisch korrekt auszudrücken. Auf den Punkt gebracht ist es jedoch so gut wie immer Raubgut.

Vor allem zu Beginn der heutigen Ägyptologie wurde es den ersten Raub-Archäologen aber auch mehr als leicht gemacht, an solche Stücke zu kommen. Ein regelrechter Wettbewerb im Land der Pharaonen entbrannte, wer im Auftrag seines Museums oder Landes die spektakulärsten Hinterlassenschaften “besorgen” konnte. Zum Teil konnte sogar bequem direkt aus dem Keller des Ägyptischen Museums heraus Artefakte, Mumien und Kunstgegenstände kaufen. Wenn nicht, dann nahm sich einfach, was man will.

Einige der ersten Entdecker sprengten sich übrigens einfach ihre Wege in diverse Altertümer frei. Selbst in der Cheops-Pyramide

Das begann schon mit der Eroberung Ägyptens durch Napoleon ab 1798. Beziehungsweise durch seine “Ägyptische Expedition” wurde Ägypten und alles, was aus dem Land stammt, in ganz Europa schick und populär. Der 250 Tonnen schwere und 23,5 Meter hohe Obelisk auf dem Place de la Concorde in Paris ist bis heute ein Zeugnis dieser Epoche, denn dort steht er erst seit 1836.

Eigentlich gehörte er dem weltberühmten und legendären Pharao Ramses II.,der ihn vor fast 3.200 Jahren an seinem Tempel in Luxor aufstellen ließ. Genau jenem Pharao, den das biblische Buch Exodus als Herrscher benennt, unter dessen Regierung die Israeliten unter Moses das Land verließen. Ali Pascha, damals Vizekönig von Ägypten, schenke den Ramses-Obelisken einfach dem französischen König. Auch wenn die Osmanen da schon längst die Franzosen aus Ägypten geworfen hatten.

Auf diese Weise plünderten Europäer und Nordamerikaner die alten Kulturländer wie eben Ägypten  aus. Aber auch Mittelamerika (Maya, Azteken etc.), Südamerika (Inkas etc.) oder auch Mesopotamien (Assyrer, Babylonier etc.). Das legendäre “Ischtar-Tor” von König Nebukadnezar II. (605 bis  562 vor Christus) aus Babylon, das heute im Pergamonmuseum in Berlin zu bestaunen ist, ist zum Beispiel kein Nachbau. Es ist das Original aus dem Irak, dass in Bruchstücken in an die 1.000 Kisten verpackt ab 1927 nach Berlin geschickt wurde. Mit Erlaubnis der Altertümerverwaltung des damaligen Osmanien in Istanbul.

König Nebukadnezar II. ist wiederum selbst eine Legende: Seine Truppen waren es, die 597 vor Christus Jerusalem und den heiligen Tempel zerstörten und die Bewohner in das babylonische Exil verschleppen. Dorthin, wo dann im laufe der Jahre das Alte Testament und die fünf Bücher Moses in ihrem Kern niedergeschrieben wurden. Aber vor allem ist seit dem die Bundeslade spurlos verschwunden, wie zum Beispiel in diesem YouTube-Video HIER erläutert.

Heute sind solche “Besorgungen” undenkbar!

Und doch ließe sich eine mehr als endlose Liste solcher erlaubten, gestohlenen, geschenkten und (damals) legal gekauften Objekte anführen. Große und kleine, schwere und leichte, kostbare und “wertlose”.

Thor Heyerdahl und die Osterinsel

Vor diesem Hintergrund und geschichtlichen Fakten muss man auch Thor Heyerdahl und seine Expeditionen ab 1947 zur Osterinsel (“Kapa Nui” bei den Einheimischen) sehen.

Auch wenn Heyerdahl Jahrzehnte und Jahrhunderte nach diesen ersten “Alles-Meins-Archäologen” lebte und arbeitete, nahm auch er unzählige Objekte von der Osterinsel (und anderswo) mit nach Norwegen. Nicht nur kleine Vasen oder irgendwelche Alltagsgegenstände, sondern er packe sogleich auch einige der weltweit bekannten Moai-Figuren ein. Jene menschlichen Statuen, von denen heute noch fast 900 auf der kleinen Insel verteilt stehen und liegen, und die der Insel ihren legendären Ruf einbrachten.

Eine steht übrigens auch im Britischen Museum in London. Dazu aber gleich mehr.

Alle diese von Heyerdahl seit seiner ersten Expedition mit dem Holzfloß “Kon Tiki” (s. z. B. HIER, HIER oder auch HIER) mitgenommenen “Andenken” befinden sich heute im “Kon-Tiki-Museum” in Oslo (s. Video unten). Ein zweifellos überaus beeindruckendes Museum, dass sich nicht nur der Osterinsel und Heyerdahl seiner ersten Expedition “Kon Tiki” von 1947 widmet, sondern allen Forschungen und Projektes von ihm.

Im Museum selber wimmelt es aber eben auch und vor allem an Artefakten und Objekten, die der norwegische Abenteurer auf der Osterinsel einsammelte. Inklusive Moai-Figuren als schwergewichtige Mitbringsel. Darunter sind gleichfalls auch überaus wertvolle da seltene Stücke wie Schrifttafeln mit der Schrift “Rongo Rongo”. Ebenso zahllose steinerne Schätze wie diese, die sich im Keller des “Kon-Tiki-Museum” befinden:

"Sammlerstücke" von Thor Heyerdahl im Keller des Kon-Tiki-Museum in Oslo (Bild: Fischinger-Online)
“Sammlerstücke” von Thor Heyerdahl im Keller des Kon-Tiki-Museum in Oslo (Bild: Fischinger-Online)

Chile und die Osterinsel bitten um Rückgabe!

Heute gehört die Osterinsel politisch zu Chile. Roberto Ampuero, Außenminister von Chile, erklärt laut einer “APA”-Meldung vom 2. November 2018, was sein Land bzw. die Osterinsel gerne alles von Norwegen zurück haben möchte:

Archäologische und ethnografische Stücke, Skulpturen, genetisches Material sowie eine große Anzahl Fotos aus den 1950er Jahren.

Demnach eigentlich – alles.

Übrigens auch von den Briten, denn die im Britschen Museum befindliche Moai-Statue möchte Chile auch zurück. Sie trägt heute den Namen “Hoa Hakananai’a”, was soviel wie “verlorener” oder “gestohlener Freund” bedeutet. Obwohl sie mit nur 2,42 Metern Höhe und einem Durchmesser von nur 47 Zentimetern recht klein ist, ist sie aufgrund von eingeritzten “Vogel-Männern” und anderen Abbildungen auf der Rückseite eine Besonderheit unter den einst fast 1.000 Moai. Zeugnis der “Vogel-Mann-Religion” (“tangata manu”) auf der einsamsten Insel der Welt, wie die Osterinsel gern genannt wird.

“Hoa Hakananai’a” ist auch eines jener fragwürdigen “archäologischen Souvenirs” aus dem 19. Jahrhundert. Eine britischen Osterinsel-Expedition nahm sie 1868 als Geschenk für Königin Victoria mit, die sie ein Jahr später dem Britischen Museum überließ.

“Hoa Hakananai’a”

Für die Osterinsulaner ist der Moai in London durch seine direkte Verbindung zum einstigen “Vogel-Mann-Kult” spirituell und historisch sehr bedeutsam. Schon länger hätten sie ihr kulturelles Erde vom Britischen Museum zurück. So zitiert zum Beispiel der britische “The Telegraph” bereits am 8. August 2018 eine Museumssprecherin mit den Worten:

Wir haben hier im British Museum keinen offiziellen Antrag auf Rückgabe der Statue auf die Osterinsel erhalten.

Laut “APA” hat sich das nun geändert. Wobei das Museum in London das einstige Geschenk von Königin Victoria in einen etwas anderem Licht sieht, wie “The Telegraph” im August zitierte:

Die Moai-Skulptur, die wir im Museum haben, ist für die sechs Millionen Menschen, die jedes Jahr durch unsere Türen gehen, permanent ausgestellt. Wir glauben, dass es von großem öffentlichen Nutzen ist, sie für alle Menschen hier zu sehen und zu schätzen.

Wir glauben auch, dass es wichtig ist, die Geschichte der indigenen Gemeinschaft der Osterinseln im Britischen Museum darzustellen.

Wer möchte schon ein beliebtes bzw. so besonderes Museums-Stück freiwillig wieder abgeben? Vor Ort ist “Hoa Hakananai’a” als Blickfang für die Millionen Touristen des Museums in Szene gesetzte.

Übrigens auch der weltberühmte und archäologisch kaum zu bedeutend einzustufende “Stein von Rosette”, mit dem es einst gelang, die ägyptischen Hieroglyphen zu übersetzten. Mitgebracht als “Andenken” von Napoleon aus Ägypten, wo er am 15. Juli 1799 gefunden wurde und heute das Glanzstück des Museum. Als wertvollstes Objekt des Museum steht es im Eingangsbereich fast schon im Weg und ist als Motiv auf zahllosen Dingen im Museums-Shop zu kaufen. Vom Maus-Pad für den PC bis zu kleinen Kopien für die Wohnzimmerwand.

In Ägypten selber steht am Fundort des Stein bei Rashid ein Denkmal mit einer Kopie …

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Verhandlungen …

In seiner Funktion als Außenminister von Chile hat sich Roberto Ampuero bereits mit seiner norwegischen Amtskollegin Ine Eriksen Soreide getroffen, um die Rückführung der Objekte aus dem “Kon-Tiki-Museum” zu besprechen. Es hieß hierzu, dass das Museum in Oslo dazu durchaus auch bereit wäre. Wobei es fraglos noch zahlreicher weiterer Verhandlungen bedarf, bis Norwegen das kulturelle Erde der Insulaner wieder abgeben wird. Sollten sie es letztlich denn auch tun.

Sicher wird auch das “Kon-Tiki-Museum” nicht gerne Highlights ihrer Dauerausstellung zurück geben wollen. Zum Beispiel die beiden großen ausgestellten Original-Moai. Tarita Alarcon, Gouverneurin der Osterinsel, “trifft sich in zwei Wochen mit dem Direktor des Kon-Tiki-Museums, Martin Biehl, um ihn um die Rückgabe der Kollektion zu bitten”, heißt es in der aktuellen Meldung.

Felipe Ward wiederum, Minister für Nationalgüter von Chile, wird die Rückgabe der in London stehenden Moai “Hoa Hakananai’a” in Angriff nehmen. Am 15. November wird er deshalb nach Großbritannien reisen, um mit dem Britischen Museum “die Verhandlungen aufzunehmen”. Leicht sind solche Verhandlungen entgegen aller menschlichen Logik ganz und gar nicht. Man denke an die gigantischen Goldmengen und Schätze, die die Spanier bei ihrer Eroberung Südamerikas raubten.

“Wie die Affen”

Zum Beispiel ein Fall von 2007:

Da wurde von der US-Firma “Odyssey” in einem 200 Jahre alten spanischen Schiffswrack ein Schatz von 23 Tonnen(!) Gold, Silber und anderen Kostbarkeiten im Atlantik gefunden. Was folgte war ein Rechtsstreit, wem die Kostbarkeiten im Wert von ca. 380 Millionen Euro jetzt gehören…den Spaniern oder der Bergungsgesellschaft. Recht bekamen die Spanier vor einem US-Gericht und wessen Antrag erst gar nicht zur Debatte stand, war jener der Peruaner. Das Gold und Silber stammte nämlich ursprünglich aus ihrem Land und war Eigentum ihrer Vorfahren.

Es wurde von den Spaniern, dessen Kolonie Peru damals war, von den Inka und anderen Kulturen Perus brutal geraubt. Wer sein Gold in Peru und anderswo den Spaniern nicht freiwillig schenkte, der wurde gefoltert, verbrannt, zerstückelt, geköpft, massakriert, versklavt oder direkt ermordet. Nach solchen Argumenten und “netten Bitten” der christlichen Europäer schenkten die Inka ihnen natürlich “gerne” ihre heiligen Schätze.

Bei den Azteken in Mexiko war es im 16. Jahrhundert exakt dasselbe. “Wie die Affen”, so eine zeitgenössische Chronik wörtlich (mehr HIER), rafften die spanischen Eroberer selbst dann noch Gold zusammen, wenn sie vor den Azteken um ihr Leben rennen mussten. Unglaublich. Das Kulturgut des Volkes der Inka & Co. wurde daraufhin eingeschmolzen, in Münzen und Barren gegossen und nach Europa verschifft. Ganz zur Freude des spanisches Königshauses. Peru ging 2007 trotzdem leer aus …

Was denkt Ihr? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

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Rätselhafter Fund: Waren Afrikaner lange vor Kolumbus bei den Maya in Mittelamerika? +++ YouTube-Video +++

YouTube-Video: Waren Schwarz-Afrikaner lange vor Kolumbus bei den Maya in Mittelamerika? (Bild: M. Warnholtz/Lübbe Verlag / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
YouTube-Video: Waren Schwarz-Afrikaner lange vor Kolumbus bei den Maya in Mittelamerika? (Bild: M. Warnholtz/Lübbe Verlag / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Gab es Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende vor Christoph Kolumbus und den Wikingern Kontakte über die Ozeane? Waren europäische Seefahrer des Altertums bereits in Amerika und umgekehrt? Darüber zerbrechen sich seit Jahrhunderten zahlreiche Menschen den Kopf. Gerne zieht man auch das Thema Atlantis dabei heran. Oder die Seefahrt-Experimente des Thor Heyerdahl mit seinen Booten sowie Parallelen bei Funden in der Alten und in der Neuen Welt. Im folgenden YouTube-Video wollen wir einen dieser erstaunlichen Funde der alten Maya einmal genau ansehen …

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Parallelen in Kunst, Kult und Kultur zwischen der Alten Welt und Amerika findet man ohne Frage. Mal mehr als deutlich, wie etwa die berühmten Steinkugeln von Costa Rica, die es in dieser Form auch in Südost Europa gibt, oft aber eben weniger deutlich.

In diesem Video soll genau einer dieser „seltsamen Funde“ genauer betrachtet werden, der bis dato oftmals übersehen wurde: Gemälde der alten Maya aus Mexiko in Mittelamerika, die scheinbar eindeutig Schwarz-Afrikaner zeigen …

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Sensationelle Funde der Archäologie auf der Insel Kreta: Vor 130.000 Jahren gab es offenbar bereits Seefahrt im Mittelmeer! +++Artikel+++

Vor 130.000 Jahren gelangten unsere Ahnen auf die Insel Kreta - per Boot (Bild: Google Earth / The Plakias Project / WikiCommons / Montage: L. A. Fischinger)
Vor 130.000 Jahren gelangten unsere Ahnen auf die Insel Kreta – per Boot (Bild: Google Earth / The Plakias Project / WikiCommons / Montage: Fischinger-Online)

Wann begannen Seefahrt, Handel und Besiedlung der Welt wirklich? Das fragen sich nicht nur verschiedene Autoren, die beispielsweise meinen, dass vor vielen Jahrtausenden schon die Ozeane befahren wurden, sondern immer wieder auch Archäologen. Funde aus der Archäologie auf den Mittelleerinseln Kreta und Zypern scheinen nun die Welt der Geschichtsbücher auf den Kopf zu stellen. Archäologen entdeckten dort Spuren einer Besiedlung, die vor rund 130.000 Jahren stattgefunden haben muss. Und diese frühen Siedler konnten nur auf einem Weg gekommen sein: Per Boote über das Mittelmeer. Alle Details über diese spannenden Entdeckungen erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Jedes Schuldkind kennt Christoph Kolumbus, der 1492 Amerika wieder entdeckte. Diese Leistung des frühen Entdeckers ist gerade erst bescheidene 525 Jahre her und damit im Vergleich zu anderen mutmaßlichen Seefahrten gerade erst gestern gewesen.

130.000 vor Christus: Die ersten Seefahrer?

Hypothesen, dass Jahrtausende vor Kolumbus schon die Menschen die Ozeane der Erde befuhren und sogar Handel trieben, sind längst nicht neu. In der grauen Vergangenheit, als der Mensch noch einfach und primitiv die Erde bewohnte, sollen schon Menschen beispielsweise bis Amerika gefahren sein. Aber auch spätere Kulturen wie etwa den Phöniziern, Europäische Kelten oder sogar Ägypten soll dies gelungen sein. Anerkannt ist davon nur die Entdeckung Nordamerikas durch die Wikinger rund 500 Jahre vor Kolumbus.

Was aber Archäologen seit etwa acht Jahren auf der Mittelleerinsel Kreta ausgraben, katapultiert den Beginn der Seefahrt in eine Vorzeit, die kulturgeschichtlich überhaupt nicht greifbar ist. Steinwerkzeuge von Menschen, die aufgrund ihres Alters so eigentlich nicht auf Kreta gehören, da sie zum Teil über 130.000 Jahre alt sein sollen. Damit wären unsere sehr sehr frühen Vorfahren in Booten von Nordafrika (dem heutigen Libyen) aus in dieser phantastisch lange zurück liegenden Zeit über das Mittelmeer bis auf die Insel Kreta gekommen.

Davon sind Wissenschaftler um Dr. Curtis Runnels, Professor für Archäologie von der Boston University und Teamleiter Dr. Thomas Strasser, Assistenz-Professor für Kunstgeschichte am Providence College überzeugt.

Nicht erst vor rund 8.000 Jahren betraten Menschen die Insel Kreta, wie es allgemein bisher angenommen wird, sondern weit über 100.000 Jahre früher. In einer Zeit also, als unsere frühen Vorfahren gerade einmal Afrika als die Wiege der Menschheit (über den Landweg!) verließen und den Planeten eroberten. Und, da sind sich die Forscher sicher, eine Landverbindung zu der Insel Kreta gab es in jener Epoche der Menschheit nicht, so dass nur der Weg über das Meer blieb.

Diese Verbindung mit dem Festland existierte nur vor über drei Millionen Jahren, als von “Menschen” noch keine Rede sein konnte.

Handel und Kolonisierung der Erde vor der Zivilisation

Die an der Südküste Kretas gefundenen Steinwerkzeuge stammen aus der Altsteinzeit und Mittelsteinzeit und beweisen nach Runnels und Strasser eindeutig, dass unsere Geschichtsbücher umgeschrieben werden müssen.

Der Homo erectus, unser Vorfahre (s. Rekonstruktion im Titelbild), war einer jener Ahnen, die Afrika verließen und bis nach Europa gekommen sind. Er verließ jedoch in Gruppen und Wellen den Kontinent und kam so vor rund 1,5 Millionen Jahren erstmals auch nach Europa. Obwohl dem Homo erectus abgesprochen wird jemals zur See gefahren zu sein, glauben Strasser und sein Team, dass die gefunden Steinwerkzeuge wie Faustkeile und Äxte dieses Bild ändern könnten.

Bis dato haben die Wissenschaftler rund 2.100 Steinartefakte in Plakias am Südufer der Insel seit 2008 ausgegraben. Diese müssen auf dem Seeweg entweder von Süden (Afrika) oder Norden (Europa) vor über 130.000 Jahren nach Kreta gelangt sein.

Doch auch am Nordufer der Insel machten die Forscher in entsprechenden geologischen Erdschichten vergleichbare Funde. So erscheint Kreta geradezu als eine Art “Brücke” zwischen Europa und Nordafrika. Vielleicht gab es sogar Handel, wobei verschiedene Besiedlungen zu unterschiedlichen Zeiten dieser Frühzeit wohl wahrscheinlicher sind.

“Riesiges Handelsnetzwerk in der Ägäis”

Immerhin kann man als Vorzeit-Europäer seine Faustkeile und Steinäxte auch selber auf dem Kontinent anfertigen. Man muss diese nicht extra über das Mittelmeer importieren.

Handel über das Meer hat es aber wesentlich später auf Kreta gegeben, so Strasser. Ab etwa 9.000 vor Christus müssen die Bewohner Kretas Obsidian importiert haben, wie es Funde des vulkanischen Glassteins belegen. Dieses kommt nicht auf der Insel vor und könnte von der 100 Kilometer entfernten Insel Milos stammen. Diese 2011 gefundenen Obsidian-Werkzeuge zeigen einen Seehandel vor “nur” 11.000 Jahren im Mittelmeer. Diese belege nach Strasser, “dass die Menschen auf Kreta Teil eines riesigen Handelsnetzwerkes in der Ägäis waren”.

Ob es solchen Handel schon 120.000 Jahre früher gab oder die Insel besiedelt war, sollen auch Pollenanalysen in Zukunft zeigen. Knochen wurden bisher nicht gefunden, was auf den Säuregehalt des Bodens an den Ausgrabungsstätten liegt, in dem sich diese nicht erhalten. Auch möchten die Forscher wissen, ob der Mensch oder sogar ein Vorfahr wie der Homo erectus mitverantwortlich für das Aussterben lokaler Tierraten sein könnte. Auf Kreta lebten so exotische Tiere wie Zwergelefanten oder auch Riesenhirsche.

Doch man muss klar bedenken, dass die erste Auswanderung des Homo erectus aus Afrika und die Steinwerkzeuge von Kreta bei Weitem zeitlich nicht zusammen passen.

Wirklich gleich ein Handelsnetz?

Auch wenn die Funde von importierten Obsidian auf Kreta deutlich auf einen Import des Glasgesteins hindeuten, gehen Dr. Strasser und sein Team noch weiter. Die 130.000 Jahre alten Kreta-Steinwerkzeuge, die das angesehene Fachmagazin “Archaeology” (Vol. 64, Nr. 1/2011) zu den “Top 10 Entdecken 2010” zählt, könnten nicht allein dastehen. Auch ähnliche Funde auf der Insel Zypern, die bereits 1992 gemacht wurden, wollen die Wissenschaftler in diesem Sinne einer Seefahrt in der Altsteinzeit neu bewerten.

In einer Veröffentlichung in dem Magazin “Antiquity” (Issue 350, April 2016) schreiben Strasser, Runnels und Claudio Vita-Finzi (Naturhistorisches Museum, London), dass die 14 Zentimeter lange Kholetria-Ortos Steinaxt, die auf Zypern gefunden wurde, durchaus mit den Fundstücken auf Kreta im Kontext gesehen werden könnte. Doch ob es tatsächlich gleich ein “Handelsnetz” gab, ist doch fraglich. Immerhin ist die kürzeste Strecke zwischen Kreta und dem östlich gelegenen Zypern über das Mittelmeer (heute) rund 550 Kilometer Luftlinie weit.

Aber auch ohne ein ganzes Netz von Urzeit-Händlern im östlichen Mittelmeer sind Besiedelungen vor 130.000 Jahren mit einem primitiven Boot eine Sensation. Eine Sensation, die uns erneut zeigt, dass die Neugier des Menschen tiefe Wurzeln hat …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Die Insel, die zum Himmel sieht” – und die Moai weisen den Weg: Eine “Pyramide” über der Osterinsel und eine geheime Botschaft im Inneren?

Moai auf der Osterinsel: Weisen sie wirklich den Weg zu einer "versteckten Botschaft? (Bilder: W.-J. Langbein & Fischinger-Online)
Moai auf der Osterinsel: Weisen sie wirklich den Weg zu einer “versteckten Botschaft? (Bilder: W.-J. Langbein & Fischinger-Online)

Die Osterinsel alias Rapa Nui im Pazifik gilt als die “einsamste Insel der Welt”. Zahlreiche Geschichten ranken sich um das winzige Eiland mit seinen hunderten von riesigen Menschenfiguren, den “Moais”. Allgemein werden diese Statuen als Relikte eines Kultes zur Verehrung der Ahnen angesehen. Andere sehen hier Götter oder Ancient Aliens abgebildet und wieder andere “nur” Herrscher. Doch könnte es sein, dass diese Figuren nur zu einem einzigen Zweck errichtete wurden – als versteckter Hinweis auf eine “Botschaft” im Inneren der Osterinsel unter einer “Energie-Pyramide”?


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das “geometrische Geheimnis” der Osterinsel

Vergangene Woche sah ich auf Facebook eine Grafik mit einer mehr oder weniger genauen Karte der Osterinsel. Eine Landkarte, die mich an eine sonderbare Story erinnerte, zu der ich weiter unten kommen werde.

Auf dieser Karte sind vermeintliche geometrische Beziehungen eingetragen, die sich über die ganze Osterinsel erstrecken. War hier ein Geheimnis zu ergründen? Was ist das für eine sonderbare Karte (s. Bild) der Osterinsel?

Ursprünglich scheint dieses Bild von der Facebook-Seite “Art-Tech / Art & Technologies” zu stammen, auf der sich unzählige Bilder dieser Art befinden. Von Pflanzen, Tieren und Kornkreisen bis diversen Artefakten sind dort Aufnahmen zu finden, die durch “geometrische Linien” zu einer Art Kunst gemacht wurden. Könnte also die gesamte Osterinsel geometrisch angelegt bzw. bebaut worden sein.

Auf Facebook schrieb der Historiker Jörg Dendl zu dieser Osterinsel-Zeichnung am 18. Juli 2015:

Geometrie der Osterinsel- reine Fiktion? (Bild: Art-Tech/Facebook)
Geometrie der Osterinsel- reine Fiktion? (Bild: Art-Tech/Facebook)

Das müsste mit Instrumenten vor Ort exakt vermessen werden. Auf eine Landkarte eines beliebigen Maßstabs ein paar Linien zu zeichnen, beweist gar nichts. Da spielt der Maßstab eine erhebliche Rolle, da kann der gezogene Bleistiftstrich in der Natur ein Breite von mehr als hundert Metern haben.

Kritisch argumentierte auch Bernd Grathwohl unter dem Posting:

Zufall! Wenn ich genug die Dreiecke verkleinere treffe ich doch immer was und das zudem noch ungenau.

Zweifellos ist das richtig!

Die Originaldatei der Karte der Insel, auf der kunstvoll scheinbar willkürlich Linien eingezeichnet wurden, um eine sagen wir mal “schöne Geometrie” zu bekommen, stammt aus dem englischen “Wikimedia Commons” hier. Auch sieht man, dass etwa die nördliche Spitze des Dreiecks über der dreieckigen Osterinsel im leeren Raum (Meer) liegt.

Ist es also nur schöne Tech-Kunst? Vielleicht.

Eine verborgene Botschaft unter einer “Osterinsel-Pyramide”?

Die erst 1722 entdeckte Osterinsel mit ihren Geheimnissen, wundervollen Steinfiguren (von denen es einst über 1.000 gegeben haben soll) und ihre abgeschiedene Lage im Pazifik ist zweifelsfrei faszinierend. Seit die Abenteuer-Legende Thor Heyerdahl die Insel durch seine Forschungen weltberühmt machte, ist die Insel an sich schon eine Legende. Einsam, gottverlassen, winzig, (heute) öde und doch voller Relikte einer versunkenen Kultur.

Hat aber diese (oder eine andere) Kultur mit den Moai eine Botschaft verstecken wollen?

Diese “geometrische Karte” von Rapa Nui, wie die Insel auch heißt, erinnerte mich an eine Spekulation, die 1985 in dem Buch “Aus den Tiefen des Alls” veröffentlicht wurde. Eine Spekulation, die sagt, dass alle kolossalen Menschenstatuen der Insel so angelegt sind, dass diese auf eine Art “geheimen Ort” verwiesen. Dort soll sich eine Botschaft oder eben irgendein Mysterium befinden.

1985 schrieb Rudolf Kutzer in der von Johannes und Peter Fiebag herausgegeben Prä-Astronautik-Anthologie einen Beitrag zu “Feststellungen und Gedanken zur Osterinsel”. Dabei berichtete er auch von einem Professor aus Chile, der auf der Insel Forschungen betrieb, und den er angeblich gesprochen haben will. Dieser Forscher habe von dieser “Energie-Pyramide” der Moai gewusst. Kutzer:

Wir hatten (…) einen chilenischen Professor der Univesidad Santago de Chile getroffen, einen jungen Gelehrten, der sich mit den künstlerischen Aktivitäten der alten wie der heutigen Insulaner beschäftigt. Er gab uns eine ,Freiluft-Lehrstunde’ (…)”

Der Professor für Ethnologie, so Kutzer weiter, fragte, ob sie mal die Blickrichtungen der Moai-Figuren einmal genau beachtet hätte. Denn diese blicken bekanntlich alle in Richtung der Insel und leicht nach oben. Nicht etwa auf das Meer. Ein Umstand übrigens, der einst zu der Idee führte, dass die Figuren von Schiffbrüchigen nach einer langen Odyssee über den Pazifik erbaut wurden. Um dem Meer ihre “Verachtung” zu zeigen, richteten sie deshalb die Figuren mit dem Rücken zum Ozean aus …

“Matakiterani”

Was hat es also mit der Ausrichtung auf sich?

Der junge Professor, so der Bericht von 1985 weiter, haben dann auf eine Karte getippt und gesagt “hier treffen sie sich”. Folglich würden sich die gedachten Blicke der Moai und ihrer magischen Augen alle an einem Punkt über der Mitte der Insel treffen bzw. kreuzen. Es gäbe eine gedachte Pyramide, da sie leicht nach oben blicken. Das könnte sogar mit einem anderen Namen der Osterinsel zusammenhängen: “Matakiterani” (Schreibweise variiert), was als “Insel die zum Himmel blickt” oder auch “Auge zum Himmel” übersetzt wird.

Der anonyme Professor, “dessen Namen ich auf seinen Wunsch hier nicht nennen will”, so Kutzer, wusste aber noch weit mehr. Da aber die bekannten Figuren “sieben von Akivi” nicht auf die Insel sondern auf das Meer blicken, sah der Professor hier eine Art weitere Koordinate:

Aber wenn du die Blickrichtung von Akivi nach rückwärts  verlängerst, kommst du auch exakt in dieser  Gegend – allerdings auf dem Boden, also unter dem Schnittpunkt der Strahlen.”

Eine Energie-Pyramide auf der einsamsten Insel der Erde? (Bild: NASA/R. Kutzer / L.A. Fischinger)
Eine Energie-Pyramide auf der einsamsten Insel der Erde? (zur Großansicht anklicken) (Bild: NASA/R. Kutzer / Bearbeitung: Fischinger-Online)

“Eine Strahlen-Pyramide”, die sich über die gesamte Osterinsel legt und durch eine weitere “Koordinate” einen festgelegten Punkt auf dem Boden anzeigt? Vielleicht sogar im Erdreich? Siehe dazu das Bild links und den Ausschnitt mit den rot eingefärbten Linien.

Das “Auge zum Himmel” und seine Koordinaten

Diese Spekulation einer Art Botschaft oder des “Auges, dass zum Himmel sieht” (Matakiterani) ist nun exakt 30 Jahre alt. Nur ist sie auch wahr?

Die Osterinsel-Figuren liegen heute verstreut auf der gesamten Insel herum. Seit Thor Heyerdahl ab 1947 das Eiland berühmt machte, kennt die ganze Welt Moai. Zahllose sind durch Menschen und/oder Erdbeben und Tsunamis umgeworfen worden. Viele liegen und stehen auch im Inneren der Insel und sind nicht etwa ausnahmslos alle an der Küste errichtet worden. Diese Figuren standen zumindest zum Teil auch auf Sockeln oder Plattformen (Ahu genannt) und anderen offenbar nicht.

Damit ist es ist heute wohl unmöglich hier konkret die ursprünglichen Positionen inkl. deren Blickrichtung “leicht nach oben” zu rekonstruieren, um so die “Energie-Pyramide” zu bekommen. Jedoch erkennt man leicht, dass (s. Titelbild) die Figuren selber schon leicht nach oben blicken.

Warum eigentlich “Energie-Pyramide”?

Die Moai-Figuren hatten einst eingelegte Augen aus hellen Korallen. Als “Fenster zur Seele” haben diese Augen die Figuren quasi zum Leben erweckt und gaben ihr Macht und Würde. Zahlreiche diese Augen sowie Reste der Korallen haben die Archäologen auf der Insel unlängst gefunden. Bei einer Reihe von wieder aufgerichteten Figuren sind diese auch wieder eingesetzt worden. Und eben diese “spirituelle Energie” der Figuren sind gemeint, die auf der Osterinsel “Mana” genannt wird.

Gemeint ist aber auch der Umstand, dass Steinen wie Menhire und anderen Megalithbauten auf der ganzen Welt seit je her “Kräfte” und “Strahlungen” nachgesagt werden.

Gibt es also noch weit mehr auf der winzigen Insel zu ergründen, als nur den kulturellen Untergang und das Leben der Moai-Schöpfer?

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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