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Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament: Späte Reue eines Verstorbenen?

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Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Zeichen aus dem Jenseits und das gefälschte Testament (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der PSI-Forschung, der Welt der Paranormalen Phänomene, kursieren seit jeher unzählige Berichte über „Botschaften aus dem Jenseits“. Immer wieder wollen Menschen Zeichen, Nachrichten oder Signale von Verstorbenen bekommen oder „empfangen“ haben. Seltener jedoch mit konkreten und zuvor unbekannten Informationen aus dem „Drüben“, obwohl auch solche Fälle existieren. So wie ein Fall aus dem Jahr 1937, als scheinbar ein ruheloser Geist auf ein verstecktes Testament hinwies, das einen Betrug enthüllte.


Signale aus dem Jenseits

Menschen rund um die Welt berichten immer wieder, dass sie Zeichen oder Botschaften von Verstorbenen empfangen haben wollen. Oft von kürzlich verstorbenen Personen, die den Zeugen nahe standen. Solche „Signale aus dem Jenseits“ sind deshalb seit Jahrhunderten ein viel diskutiertes Thema in der Welt der Paranormalen Phänomene.

Entsprechen Publikationen aus dem Bereich PSI-Forschung, Okkultismus und Esoterik füllen längst ganze Bibliotheken. Vielfach mit dem Ziel durch solche Berichte und Geister-Geschichten nachzuweisen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Eine überirdische Welt und damit eine andere und parallele Welt der Realität. Sogenannte „Spiritisten“ oder „Medien“, die angeblich Kontakt mit Verstorben aufnehmen können, gibt es selbst in den westlichen Industrienationen in nahezu in jeder größeren Stadt.

Wo hierbei die Grenzen zwischen Wunschdenken, Geschäftemacherei und damit Betrug oder realen Kontakten mit der Anderswelt liege, ist kaum zu sage. Spannend wird es aber immer dann, wenn Menschen von handfesten Informationen sprechen, die sie über einen überirdischen Kanal bekommen haben wollen. Wissen aus dem Jenseits, wenn man so möchte, dass der betroffene Zeuge eigentlich nicht haben konnte.

Genau eine solche Erfahrung machte der Jurist Dr. Edmund F. kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Ein spannendes Erlebnis, dass bereits 1974 das Autorenduo Inge Dreecken und Walter Schneider in ihrem Buch „Signale aus dem Jenseits?“ wiedergaben.

Spuk im Gasthaus

Darin berichtet Dr. F., dass er Mitte der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts in einem kleinen Ort in Ostpreußen lebte. Zu jener Zeit war als junger Amtsrichter tätig und musste einmal in der Woche zum Gerichtstag in einen anderen Ort fahren. „Ein Nest“, wie Dr. F. schrieb, das drei Fahrstunden mit „meinem klapprigen Opel P 4“ entfernt lag.

Am 11. September 1937 war es wieder soweit. Doch diesmal sollten seine Pflichten dort länger dauern, so dass Dr. Edmund F. beschloss in dem ihm bekannten Gasthaus „Zum Löwen“ zu übernachten. Einige Wochen zuvor war ein alter Mann mit Namen Lüders in diesem Hotel gestorben und so kam es, dass Dr. F. zufällig das Dachzimmer dieses Mannes zugewiesen bekam.

Bereits in der ersten Nacht kam es dann eben in diesem Zimmer zu sehr sonderbaren Vorfällen. Als Dr. F. sich gegen 23 Uhr schlafen legte, wurde er plötzlich von einem lauten „Knall“ aus dem Schlaf gerissen und vernahm schlurfende Schritte auf dem Flur, die sich offensichtlich seinem Zimmer näherten. Dr. F. hielt den Atem an. Plötzlich aber hörte er deutlich, dass seine Zimmertür geöffnet wurde und sich die Schritte seinem Bett näherten. Er hatte das Gefühl, dass irgendjemand oder irgendetwas über seine Bettdecke strich, bevor „es“ sich wieder entfernte – doch die Tür war die ganze Zeit über von innen verschlossen.

Am folgenden Morgen berichtete Dr. F. dem Wirt Bandow sein nächtliches Erlebnis, der ihm lächelnd gestand, dass seit dem Tode des alten Lüders in diesem Zimmer nicht mehr alles mit rechten Dingen zuginge. Dr. F. hörte den Ausführungen seines Wirtes zu, glaubte aber nicht so recht an einen Geist in seinem Zimmer. Dennoch sprach er mit dem Wirt ab, dass er nun immer, wenn er wieder beruflich hierher kommen müsse, in seinem Hotel und eben diesem Zimmer schlafen wolle.

Das verborgene Testament

In der nächsten Nacht geschah nichts. Doch bereits einen Besuch darauf begann der Spuk erneut. Wieder hörte er die schweren Schritte, spürte eine Berührung der Bettdecke und vernahm das Quietschen der Zimmertür. Doch diesmal entfernten sich die Schritte nicht sogleich wieder aus dem Zimmer, sondern sie machten beim Schreibtisch Halt, von wo Dr. F. sonderbare, nicht erklärbare Geräusche hörte. „So, als ob Erbsen auf den Fußboden prasselten“, wie es der Richter später beschrieb.

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Die vierte Nacht in diesem Dachzimmer wurde mehr als unheimlich. Als Dr. F. wieder mit dem Phänomen konfrontiert wurde, versuchte er den, der da scheinbar nach seine Decke fasste, zu berühren. Doch er griff ins Nichts. Dabei jedoch spürte er einen Stoß gegen die Brust und fiel rückwärts auf sein Bett. Fast im selben Augenblick bildete sich in der Mitte seines Zimmers ein unheimliches und „diffuses Licht“, in dem Dr. F. die schwachen Umrisse des verstorbenen Lüders zu erkennen glaubte. Diese Gestalt, die ein langes weißes Gewand trug, schritt zum Schreibtisch und stieß mit dem Fuß an ein Schubfach. Dann verschwand die Erscheinung.

Lars A. Fischinger: "Der TOD: Irrtum der Menschheit?" - Cover der Printausgabe, November 2020
Buch zum Thema: „Der TOD: Irrtum der Menschheit?“

Dr. F. sprang aus dem Bett und ging zum Schreibtisch, um die Schublade näher zu untersuchen und tastete auch nach eventuellen Geheimböden. Da er nichts finden konnte, schilderte er am Morgen sein Erlebnis wieder dem Wirt Bandow. Beide beschlossen das fragliche Schubfach noch einmal genauer bei Tageslicht zu untersuchen. Als Bandow es heraus zog, fiel es zu Boden. Dabei sprang eine Holzplatte heraus, die tatsächlich ein Geheimfach verborgen hatte und in diesem lag ein Umschlag mit der Aufschrift: „Mein letzter Wille“ …

Die beiden „Geisterjäger“ nahmen das Schreiben heraus und erfuhren so, dass Lüders vor vielen Jahren ein Testament gefälscht hatte, um das seiner Schwester zustehende Vermögen eines Verwandten zu bekommen. Dieser Betrug machte ihn zu einem wohlhabenden Mann.

Doch er gestand in seinem letzten Willen ein, dass er zeitlebens aufgrund dieses Betruges ein schlechtes Gewissen hatte. Ihn eingestehen wollte er aber nicht. Ebenso wenig wie das ergaunerte Geld wieder abgeben. In diesem Testament verfügte der Verstorbene jedoch, dass sein gesamter Besitz an seine noch lebende Schwester und ihre Töchter gehen solle. Nicht an seine gesetzlichen Erben.

Ein „ruheloser Geist“?

Dr. F. legte das Testament einem Notar vor, der es als rechtskräftig anerkannte. Es war Lüders eigenhändig verfasst und trug Ort, Unterschrift und Datum. Damit bekam seine zuvor betrogene Schwester sein Erbe und Vermögen. Dr. F. dazu:

Ich habe später, aus Neugier, noch ein paarmal in dem Giebelzimmer übernachtet. Aber weder ich noch sonst jemand bemerkte dort nochmals irgendeinen Spuk.

Derartige Berichte werfen viele Fragen auf. Hat Dr. F. all das nur geträumt, und wenn ja, wieso meint er, die Gestalt des toten Mannes gesehen zu haben, die ihn auf ein Geheimfach aufmerksam machte? War er vielleicht sensibilisiert, da man ihm nach der ersten Nacht erzählte, dass es in dem Zimmer spuken soll? Also träumte er die Ereignisse und der Fund des Testamentes war reiner Zufall?

Lüders hat im Leben seine Schwester betrogen und diese Tat nie zugegeben. Vielmehr hatte er recht geizig gelebt und sein unrechtmäßiges Vermögen weiter vergrößert. Erst nach seinem Tode hat er als „Geist“ seiner Schwester das ihr zustehende Erbe überschrieben. Sollte die Seele des alten Mannes, wie es gerne genannt wird, „ruhelos“ gewesen sein, da er auf Erden noch eine Untat zu begleichen hatte? Denn genau in diese Richtung wird diese Art von paranormalen Berichten vielfach gedeutet.

Bei dieser Interpretation stellt sich aber die Frage, warum gibt es nicht viel mehr solcher Berichte? Immerhin, davon kann man durchaus ausgehen, nehmen wohl die meisten Menschen unerledigte Dinge mit ins Grab. Ob diese Vergehen jetzt kleine oder große Sünden sind, einmal außen vor gelassen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Abtei von Glastonbury: Halfen Phänomene aus dem Jenseits einem Archäologen bei seinen erfolgreichen Ausgrabungen? (Artikel)

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Die angeblichen Geister der toten Mönche von Glastonbury - helfen einem Archäologen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die angeblichen Geister der toten Mönche von Glastonbury – helfen einem Archäologen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Glastonbury Abby in Großbritannien gilt als einer der mystischen Orte des Landes. Wenn nicht der ganzen Welt. Hier sei angeblich Jesus als Kind gewesen, der Heilige Gral liege dort und auch der legendäre König Artus sei dort bestattet. Ein angeblicher Kraftort voller Sagen und Geschichten. Dabei ist ein erstaunliches Ereignis eher in Vergessenheit geraten: Die erfolgreichen Ausgrabungen eines Archäologen vor knapp 110 Jahren, der angab, dass er aus dem „Jenseits“ Informationen bekomme. Aus einer anderen Welt oder sogar von verstorbenen Mönchen der Glastonbury Abtei, die ihm „sagten“, wo er graben soll. Was damals geschehen ist, was die Kirche als Auftraggeber der Grabungen letztlich dazu sagte und welche Kritiken es schon früh gab, lest Ihr in diesem Blog-Artikel.


Glastonbury: Ort der Sagen und Legenden

Einer der der mystischsten und legendären Orte in Großbritannien überhaupt, sind sicher die Ruinen der Abteil von Glastonbury und das berühmte Glastonbury-Tor in Somerset in England. Ein alter Ort, um den sich zahllose uralte und moderne Sagen und Legenden ranken.

So heißt es etwa, dass der berühmte Josef von Arimathäa mit samt dem Jesuskind vor 2.000 Jahren in Glastonbury gewesen sei. Dabei habe dieser sogar nach dem Tod von Jesus in Jerusalem den Heiligen Gral per Schiff nach Glastonbury gebracht haben. Bis heute sucht man dort nach dem Heiligen Gral oder Beweisen, dass tatsächlich Jesus als junger Knabe hier war. Glastonbury Abby selber wiederum soll durch Jünger von Jesus Christus gegründet worden sein.

Als Josef von Arimathäa, so die Legenden über ihn weiter, dort angekommen sei, habe er einen Stab in den Boden gerammt, der in nur einer Nacht zu einem Baum heranwuchs. Der legendäre „Heiligen Dornbusch von Glastonbury“, der im Mittelalter viele fromme Pilger anzog. Glastonbury sei ein wundersamer Kraftort, heißt es bis heute.

Nicht viel anders als die Legenden um König Artus. Diese identifizieren (unter anderem) Glastonbury als Avalon aus der berühmten Sage um König Artus, dem wundersamen Zauberer Merlin und den Rittern der Tafelrunde. Tatsächlich behaupteten im 12. Jahrhundert fromme Mönche der Abtei von Glastonbury, dass man das Grab des nebulösen wie weltberühmten Königs Artus dort gefunden habe. Das damals entdeckte Grab wird bis heute als Grab von Artus ausgegeben und von zahllosen Touristen besucht.

Glastonbury, Avalon und König Artus

Glastonbury, der Heilige Gral, Avalon und die Artus-Saga  wird heute immer wieder von modernen Grals-Autoren ins Blickfeld gerückt. Vor Ort selber werden die Legenden für die Touristen durchaus gepflegt. Etwa, dass auf dem rund 160 Meter hohen, pyramidenartigen Hügel, wo heute das Glastonbury-Tor aus dem 14. Jahrhundert steht, einst Avalon lag. Damals sei dies eine Insel gewesen. Tatsächlich wurde der Hügel schon in der Steinzeit genutzt und vor fast 2.500 Jahren siedeln an seiner Spitze bereits Kelten. Ob dies später Avalon von König Artus war – niemand weiß es. Zumindest will man in Glastonbury selber der wahre Ort von Artus sein.

Auch sollen unterirdische Kraftlinien, die bekannten Ley-Lines, sich an diesem Platz treffen, kreuzen und schneiden. Ein magischer Ort mit einer bewegten Geschichte durch das Mittelalter hinweg. Archäologen wollen von solchen Sagen nichts wissen. Sie datieren die Anfänge der Ruinen der Abtei auf frühestens das 6. Jahrhundert nach Christus. Wer sich mit mythischen Orten in Großbritannien beschäftigt, kommt dennoch nicht um Glastonbury Abby herum. Auch wenn die dortigen Ruinen und sagenhaften Ereignisse viele tausend Jahre jünger sind, als die zahlreichen Megalithanlagen und vorzeitlichen Stätten der britischen Inseln.

Legenden sind nicht selten dazu da, um an ihnen weiter zu stricken. Aus einer Sage wird so schnell ein ganzer Sagenschatz, dem immer neue Details hinzugefügt werden. Oder aus dem weitere seltsame Geschichten und Erzählungen hervorgehen. Bei Glastonbury war es ganz genauso. Und selbst mit der versunkenen Welt von Atlantis wurde dieser Ort schon in Verbindung gebracht., Wie so viele andere Plätze und Regionen der Erde.

In Vergessenheit geriet bei all den Sagen und Geschichten um die Abtei von Glastonbury nicht minder unheimlicher Bericht. Es geht um die archäologischen Arbeiten des englischen Architekten, Archäologen und „Mystery-Forscher“ Frederick Bligh Bond. Einem verwandten Nachfahren des berühmten Kapitän William Bligh, auf dessen Schiff „Bounty“ es 1789 wohl zur berühmtesten Meuterei zur See der Weltgeschichte kam.

Ausgrabungen in Glastonbury-Abby

Bond sprach bereits 1899 dafür aus, dass Glastonbury nach einer heiligen und verborgenen Geometrie erbaut wurde. Auch andere Bauwerke, so Bond in einer Veröffentlichung 1917, beruhen auf dieser geheimen Architektur, die heute weithin als „heilige Geometrieb“ bekannt ist. Für die englische Kirche war er damit scheinbar der richtige Mann für Ausgrabungen in Glastonbury. So wurde er 1908 zu Grabungsleiter der Glastonbury-Abtei ernannt. Ein lohnendes Forschungsprojekt, das die Kirche bereits 1539 unter Herrschaft von König Henry VIII. völlig zerstört und nie wieder aufgebaut.

Als die englische Kirche im Jahr 1907 für 36.000 Pfund das Gelände erwarb, kannte man die Lage der einzelnen Bauelementente schon lange nicht mehr. Die gesamte Abtei war in einem erschreckenden Zustand und Vandalismus hatte ihr gleichsam schwer zugesetzt.

Nun aber wurde Bond mit der Ausgrabung der Abtei beauftragt. Bond war aber nicht nur ein begnadeter Architekt, sondern befasste sich nebenher auch intensiv mit der Parapsychologie. Doch dies hielt er damals noch mehr oder weniger geheim. Immerhin war sein Auftraggeber die britische Kirche, und die würde seine Aktivitäten im Bereich okkulter Praktiken sicher nicht befürworten.

Seine Befürchtungen stellten sich später als wohlbegründet heraus …

Da Bond praktisch ohne große Geldsummen seine Arbeit beginnen musste, war er auf schnelle Erfolge angewiesen. Und so beschloss er, mit dem Schreibmedium John Allan Bartlett zusammenzuarbeiten. Einem pensionierten Kapitän der Marine mit angeblich übersinnlichen Fähigkeiten. Solche angeblich medial begabten Menschen gab es damals durchaus sehr zahlreich. Es sind Personen, die angeblich medial Kontakt mit dem Jenseits oder „anderen Dimensionen“ haben. In „Trance“ schreiben diese dann die empfangenen Informationen nieder. Unter der Bezeichnung „automatisches Schreiben“ kennt man dies bis heute in der Parapsychologie. Was übrigens auch nicht nur auf Schreiben begrenzt ist. Auch Malen und Komponieren gehört dazu, wie HIER ausführlich dargelegt.

Hilfe aus dem Jenseits

Am 7. November 1907 trafen sich die Bond und Bartlett in Bristol zu einer ersten Séance, die gleichzeitig den Anfang einer unglaublichen Geschichte darstellte. Die Sitzung selber verlief im Grunde genommen sehr einfach. Bond legte leicht seinen Finger auf die Hand des Mediums Bartlett und dieser begann sich zu konzentrieren. Dabei hielt er einen Stift in der Hand, der locker auf einem leeren Blatt ruhte. So wollte man einfach versuchen mit dem angeblichen Jenseits in Kontakt zu treten, um etwas über die Abtei von Glastonbury zu erfahren. Auf die Frage „Könnt ihr (die Geister, Anm. LAF) uns irgendetwas über Glastonbury sagen?“ begann das Schreibmedium langsam eine Grundrisskarte zu zeichnen. Es stellte sich schnell heraus, dass dieser die besagte Abtei darstellte.

Am östlichen Ende jedoch zeichnete das Medium ein längliches Rechteck, das Bond nicht einordnen konnte. Er forderte nun seine paranormalen Quellen auf, ihm mehr zu diesem Teil der Karte zu sagen. So zeichnete Bartlett nun einen zweiten Grundriss, diesmal von dem östlichen Teil, und schnell erkannte Bond, dass es sich hierbei um eine Kapelle handeln müsse. Auch die Frage nach dem Erbauer dieser unbekannten Kapelle bekam Bond eine Antwort, denn es soll der Abt Bere gewesen sein.

Nachdem Bond und sein Medium Bartlett am 11. November eine zweite Séance hielten, die von ebenso erfolgreichen Informationen begleitet wurde, beschloss er fortan regelmäßig mit diesem Medium zu arbeiten.

1908 gab es endlich die für die Ausgrabungen erforderlichen Gelder von der Kirche, so dass 1909 damit begonnen werden konnte. Bond wollte als erstes versuchen, die Informationen seines Schreibmediums zu überprüfen. Dabei stellte sich heraus, dass diese tatsächlich zutrafen. Die Kapelle existierte wirklich. Der „Informant“ aus dem „Jenseits“, der sich als Ego Johannes Bryant vorstellte, gab aber auch mittels Medium an, dass sich in der Nähe der Kapelle zwei Türme befanden. Als Bond im Mai 1909 mit den konkreten Ausgrabungen begann, fand er auch diese zwei Türme. Niemand hatte erwartet, an dieser Stelle die Überreste solcher Bauten zu finden. Seine Geldgeber waren mehr als zufrieden.

Paranormale Aktivitäten: Ein Schock für die Kirche

Bond arbeitete heimlich auch weiter mit dem Medium Bartlett zusammen und führte eine Reihe spiritistischer Sitzungen durch. Sämtliche Informationen des Schreibmediums erwiesen sich bei den nachfolgenden Grabungen als zutreffend. So erfuhr Bond zum Beispiel, dass die Decke der Edgar-Kapelle einstmals golden bemalt und verziert war und die Scheiben in einem untypischen azurblau gefasst waren. Die Grabungen legten Reste goldener Bemalung ebenso frei, wie Splitter azurblauer Fenster.

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Frederick Bond startete eine beispiellose, aber sehr kurze, Karriere. Seine Arbeitgeber waren mit den Ergebnissen seiner Arbeit mehr als zufrieden und staunten immer wieder über seinen Spürsinn, an Orten fündig zu werden, an denen andere nie gesucht hätten.

Nachdem auch andere Informationen der angeblich paranormalen Art sich als korrekt erwiesen, entschloss sich Bond, mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. So veröffentlichte er 1918 das Buch „The Gate of Remembrance“, in dem er die Quelle seiner sensationellen Erfolge bei den Grabungen preisgab. Es seit die „Geschichte eines parapsychologischen Experimentes“ mit samt den Ergebnissen und Entdeckungen, die daraus resultierten, wie er schrieb. Das Vorwort schrieb Bartlett.

Mit diesem Schritt waren die beispiellose Karriere und der gute Ruf Bonds zerstört. Vor allem mit seinem Arbeit- und Auftraggebern der katholischen Kirche, die mit solchen okkulten Praktiken nichts zu tun haben wollen. Kontakt mit dem Jenseits und Botschaften von „Drüben“? Das war zu viel für die Kirche. Bond, dessen Grabungen in Glastonbury Abby in der Archäologie durchaus geschätzt werden, wurden die Gelder gestrichen und er durch alle erdenklichen Hürden bei seiner Arbeit behindert. Man setzte ihn nun dafür ein, Funde zu reinigen und zu katalogisieren, bis man ihn 1922 endgültig von den Grabungen in Glastonbury ausschließen ließ und entließ.

Natürlich wurden auch seine Bücher, darunter Arbeiten, die nichts mit seinem paranormalen Jenseitsaktivitäten zu tun hatten, aus den Regalen genommen. Der Versuch, durch andere Geldgeber seine Ausgrabungen wieder zu beleben, wurde durch die Kirche vereitelt.

Kontakt mit anderen Welten oder historische Aufzeichnungen?

Bond selber war immer der Auffassung, er würde nicht mit Wesen im Jenseits kommunizieren, sondern sich einer Art „kollektivem Gedächtnis der Menschheit“ bedienen. Auch immer wieder verstorbene Mönche der Abtei genannt werden, die aus dem „Drüben“ ihr Wissen übermittelten. In diesem „Kollektivgedächtnis“ jedenfalls sollen alle Ereignisse aus allen Zeiten gespeichert sein. Eine übersinnliche Bibliothek des Wissens aus Vergangenheit, Gegenwart und sogar Zukunft. Vergleichbar mit der „Akasha-Chronik“ aus esoterischen und okkulten Kreisen, die man als übersinnliches Gedächtnis des Universums bezeichnen könnte. „Weise Meister“ oder „spirituelle Menschen“ sollen in der Lage sein, diese anzuzapfen.

War das auch vor über 100 Jahren in Glastonbury durch Bartlett so?

Das sah natürlich nicht nur die Kirche in Großbritannien anders, sondern auch die Kritiker. Schon 1922 veröffentlichte der Geistliche H. J. Wilkins eine erste Kritik zu den Behauptungen von Bond und Bartlett („The Spectator“, 9. Juni 1922). Die beiden haben ganz einfach „falsche parapsychologische Behauptungen“ aufgestellt, wie Wilkins Veröffentlichung überschrieben war. Denn, so war sich der Skeptiker sicher, alle Informationen konnten auf vollkommen irdischem Wege erlangt werden. Bond habe demnach die Situation vor Ort ausgezeichnet eingeschätzt und in einer emsigen Fleißarbeit sämtliche vorhandenen alten Aufzeichnungen studiert:

Alles, was in der Schrift (gemeint ist das Buch von Bond, Anm. LAF) wahr ist, konnte aus historischen Daten gewonnen oder durch intelligente Beobachtung bestehender Fakten und Bedingungen vernünftigerweise vermutet werden. Die historischen Daten für die Edgar-Kapelle und die Loretto-Kapelle waren für erfolgreiche Ausgrabungen ausreichend (…)“

„Alles Mist“

Heute teilt auch der Archäologe Kenneth L. Feder diese Ansichten. Historische Dokumente und Zeichnungen der Abtei, die „Bond mit ziemlicher Sicherheit bereits gesehen hat“, hätten ihn den Weg gezeigt, wo er graben soll. Bei dem übersinnlichen Aufzeichnungen selber der beiden habe es damals auch „keinerlei wissenschaftliche Kontrollen“ gegeben. Wer weiß da schon, wie und ob diese Kontakte mit dem Jenseits stattfand, so Feder in einem Beitrag in dem Werk „The Encyclopedia of the Paranormal.“ (1996).

Feder als Professor für Archäologie ist zumindest im englischen Sprachraum sehr bekannt. Nicht nur als Autor von Büchern, die sich gegen die Ideen der Prä-Astronautik, entsprechende „Betrügereien“, „Pseudarchäologie“ und Erich von Dänikens Bücher richten. Und, dies am Rande, selbst als Lehrbuch für einige Studiengänge verwendet werden.

Auch in zahlreichen TV-Dokumentationen trat er bereits auf, um gegen diese Spekulationen und wilden Ideen zu argumentieren.  Es sei „Mist“ und machte ihn „richtig sauer“, wie er in seinem Buch „Frauds, Myths, and Mysteries: Science and Pseudoscience in Archaeology“ schon 1990 schrieb. Seit dem erschien sein persönliches Standartwerk in mehreren, immer erweiterten Auflagen. Ebenso ist er Mitglied in einer Reihe Skeptiker-Organisationen.

In diesem Video HIER auf Mystery Files habe ich über Feder und eine seiner „Kritiken“ zu einer Prä-Astronautik-Idee bereits vor Jahren berichtet. Sie stammt aus einer britischen TV-Dokumentation, sie seit vielen Jahren auch im deutschen Fernsehen immer mal wieder zu sehen ist. Ihr werdet staunen …

Dennoch haben die Kritiker der Arbeiten von Bond natürlich damit Recht, das er nicht belegen kann, dass er Hilfe aus einem Anderswo bekam. Niemand hat die spiritistischen Sitzungen mit dem „automatischen Schreiben“ wissenschaftlich dokumentiert oder sie beobachtet. Stammen die Informationen also tatsächlich aus historischen Aufzeichnungen, die Bond in einer Fleißarbeit auszuwerten verstand? Verbunden mit purem Glück?

Ein Leben für das Paranormale

Bond selber scheint jedenfalls bis zu seinem Tode 1945 von der Welt des Paranormalen überzeugt gewesen zu sein. Schon vor seinen Ausgrabungen in Glastonbury war er Mitglied entsprechender Gruppen und Vereine, die sich mit  Okkultismus und grenzwissenschaftlichen Phänomenen beschäftigten. 1889 wurde er sogar bereits Freimaurer und 1895 Mitglied der bekannten „Theosophischen Gesellschaft“. Von 1921 bis 1926 war Blond auch Herausgeber einer entsprechenden Zeitschrift, die noch heute unter den Namen „Psychic Science“ existiert. Dann ging er in die USA, wo er bereits im Jahr 1930 das „Journal of the American Society for Psychical Research“ herausbrachte und auch in entsprechenden Vereinigungen Mitglied war. 1933 wurde er sogar zum Bischof der „Old Catholic Church of America“ geweiht (schon sein Vater war Geistlicher).

Ein Lebenslauf der darauf schließen lässt, dass Bond an die Macht und Welt des Übersinnlichen glaubte. Ob er in diesem Zusammenhang aber glaubte, dass das Jenseits ihn bei seinen Ausgrabungen unterstützte, wissen wir natürlich nicht. Hat er vielleicht tatsächlich jene Aufzeichnungen von Glastonbury gesehen, von denen die Skeptiker immer sprachen, und diese „Informationen“ dann (unbewusst) bei den Séancen seinem Scheibmedium buchstäblich an die Hand gegeben? Oder hat er ganz einfach betrogen, obwohl er sicher sein konnte, dass er seinen Job verliert?

Wir wissen es nicht. Fragen können wir da wohl nur das Jenseits …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Invasion von Aliens: In unserer Milchstraße könnten vier „bösartige außerirdische Zivilisationen“ existieren – so eine Studie (+ Videos)

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Invasion von Aliens: In unserer Milchstraße könnten vier "bösartige außerirdische Zivilisationen" existieren - so eine Studie (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Invasion von Aliens: In unserer Milchstraße könnten vier „bösartige außerirdische Zivilisationen“ existieren – so eine Studie (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Hollywood macht es uns seit Jahrzehnten vor: Eine Invasion von Aliens auf unseren Planeten, die nichts Gutes im Schilde führen. Wie viele solcher boshaften Alien-Zivilisationen in unserer Galaxis aber tatsächlich existieren könnten, versuchte eine wissenschaftliche Studie zu berechnen. Ebenso die Wahrscheinlichkeit, dass diese Außerirdischen uns tatsächlich eines Tages angreifen oder sogar vernichten werden. Ein Thema voller Spekulationen, wissenschaftlichen Theorien und unendlichen Fragen.


Böse Außerirdische

Bösartige Außerirdische, die plötzlich an oder auf der Erde erscheinen, um unseren Planeten zu erobern und die Menschheit zu vernichten, sind seit über 100 Jahren in der Science-Fiction ein beliebtes Thema. Vor allem angefacht durch den Roman „Der Krieg der Welten“ von H. G. Wells aus dem Jahr 1898. Ein Klassiker des Science-Fiction, in dem aggressive Marsmenschen mit ihrem Raumschiffen beziehungsweise UFOs die Menschheit überfallen.

Seit dem ist der erste Kontakt der Menschheit mit den Außerirdischen ein beliebter Stoff. Und fast immer sind sie bösartig und der menschlichen Zivilisation weit überlegen. Gerne gipfelt es in Materialschlachten, die vor allem Hollywood bildgewaltig in Szene setzt. Die Gründe, warum die Aliens die Erde erobern oder unsere Spezies vernichten oder versklaven wollen, sind dabei vielschichtig.

Einige Videos zum Thema findet Ihr am Ende angehangen.

Und trotz der wenigen Ausnahmen von liebevollen oder friedlichen Besuchern aus dem Kosmos, ist das Bild recht einheitlich: Kommen eines Tages die Außerirdischen – steht es um uns schlecht! Stoff, aus dem Aktionfilme sind.

Wie „ticken“ Außerirdische?

Dabei haben vor allem unter etablierten Wissenschaftlern wie auch „Alien-Forschern“ solche Filme, Serien und Bücher durchaus zahlreiche Kritiker. Hauptargument ist hierbei vielfach, dass Außerirdische, die zu interstellare Reisen fähig sind, ihre „Gewalttätigkeit“ im Laufe ihrer Entwicklung längst abgelegt hätten. Sonst wären sie gar nicht im Stande solche Weltraumreisen durchzuführen, die einen gewaltigen Aufwand an Technologie und Ressourcen voraussetzten.

All das aber wissen wir nicht. Wir haben grundsätzlich nicht den Hauch einer Ahnung, wie außerirdische Zivilisationen im Kosmos „ticken“. Wir können nur „von uns auf andere schließen“. Wenn man an dieser Stelle die diversen Thesen, Aussagen und Überlegungen der UFO-Forschung, die hinter dem Phänomen eben solche Intelligenzen vermutet, einmal außen vor lässt. Hinzu kommt, dass vollkommen unbekannt ist, wie viele intelligente Alien-Zivilisationen im Weltraum überhaupt existieren.

Und von dieser unbekannten Anzahl an technologischen Zivilisationen wissen wir noch weniger, welche individuelle Entwicklung diese durchliefen. Oder wann (und ob) sie anfingen das Universum zu bereisen. Die einen vielleicht vor 100 Millionen Jahren – die anderen erst vor 100 Jahren. Im wahrsten Sinne des Wortes ein Universum voller Fragen. Eines scheint aber gewiss. Nämlich, dass diese fremden Spezies im All einen Grund haben müssen, um den Weltraum zu bereisen.

Generationsraumschiffe von Aliens

Genau bei dieser Frage setzt nicht nur Hollywood an, sondern auch die etablierte Wissenschaft. Denn aufgrund der gigantischen Entfernungen im Kosmos würden diese Völker hunderte oder tausende von Jahren im All in ihrem Raumschiffen unterwegs sein. Sofern sie nicht – was ebenso diskutiert wird – die Lichtjahre mit Hilfe „exotischer Antriebe“ in kürzester Zeit überwinden können. Dann kämen die Fremden mal kurz hier vorbei – und reisen dann wieder zurück …

Das gerne gewählte Mittel zur Fortbewegung im Weltraum ist hierbei ein Generationenraumschiff. Gigantische Weltraum-Archen, in denen Generationen von Aliens durch das Universum fliegen, bis sie eines Tages eine neue Welt für sich finden. Selbst „Alien-Forscher“ Erich von Däniken spricht seit Jahrzehnten davon, dass „seine“ außerirdischen „Götter“ auch mit solchen Generationenraumschiffen vor Jahrtausenden längst hier gewesen sein könnten. Theoretisch sogar vor Millionen von Jahren.

Warum aber sollten sie dann wieder verschwinden? Wenn diese Aliens in ihrem Weltraum-Archen hunderte oder tausende Jahre durch den leeren Raum reisen, dann endlich einen für sie attraktiven Planeten finden – würden diese dann wieder verschwinden und weiterziehen?

Es gibt nur sehr wenige Gründe, warum Außerirdische derartige Reisen antreten sollten. Vielleicht ist ihre Welt längst unbewohnbar. Jedenfalls wäre der Hauptgrund die Suche nach neuen Lebensraum und auch Ressourcen. Genau das, wo all die zahllosen Filme über Alien-Invasionen ansetzten. Träfen sie dann eines Tages genau mit solchen Raumfahrzeugen hier ein, dann stünde die Menschheit sicher im Weg.

Wie der Mensch, so der Außerirdische?

All dies sind Spekulationen, die Grenzwissenschaftler, UFO-Forscher, Hollywood wie auch Astronomen und Science-Fiction-Fans seit Jahrzehnten diskutieren. Einfache Forscher, außerirdische Ethnologen, reisen wohl nicht Jahrtausende durch das All. So wird meist argumentiert. Natürlich auch wieder ohne zu wissen, wie diese Wesen fühlen und denken.

Und ignoriert man die Überlegung, dass Aliens so was wie einen „Warp-Antrieb“ haben, um durch Abkürzungen von Raum und Zeit zu reisen, bleiben in der Tat nur Generationenraumschiffe. Und deren Besatzungen würden nicht einfach mal eben die Erde besuchen. Sofern unsere Welt für diese Wesen geeignet ist, würden sie sicher gerne bleiben wollen. Wir als Menschheit hätten das nachsehen. Dazu weiter unten mehr.

Genau diese Fragen stellte sich auch Alberto Caballero von der spanischen Universidade de Vigo in einer Studie. In dieser versucht er zu ermitteln, wie viele „bösartige außerirdische Zivilisationen“ in unserer Galaxis leben. Wie alle Forschern beziehungsweise „Alien-Theoretikern“ nimmt auch Caballero unsere Spezies als eine Art Ausgangspunkt. Er schreibt unter anderem:

In diesem Papier wird versucht, die Häufigkeit feindseliger außerirdischer Zivilisationen abzuschätzen, indem die Wahrscheinlichkeit extrapoliert wird, dass wir als menschliche Zivilisation einen bewohnten Exoplaneten angreifen oder erobern, sobald wir eine Zivilisation vom Typ 1 auf der Kardaschew-Skala geworden sind, die in der Lage ist, interstellare Reisen in der Nähe durchzuführen.

Die Schätzung basiert auf der weltweiten Geschichte der Invasionen im letzten Jahrhundert, den militärischen Fähigkeiten der beteiligten Länder und der globalen Wachstumsrate des Energieverbrauchs.

Nur vier „bösartige außerirdische Zivilisationen“

„Um die geschätzte Wahrscheinlichkeit einer außerirdischen Invasion durch eine Zivilisation“ zu ermitteln, so Caballero, wird also unsere Vergangenheit bemüht. Natürlich auch verschiedene theoretische Berechnungen, wie viele technologischen Zivilisationen es überhaupt gibt. Allen voran werden diese mit der „Drake-Gleichung“ bestimmt. Gleichfalls aber auch unsere Bemühungen Radiosignale ins das All zu senden, um andere auf uns aufmerksam zu machen.

Denn die Ergebnisse seiner Studie „könnten als Ausgangspunkt für eine internationale Debatte über das Senden der ersten ernsthaften interstellaren Funksprüche an nahe gelegene, potenziell bewohnbare Planeten dienen“. Ein Thema, das auf diesem Blog und dem Mystery Files-Video-Kanal bereits viele Male behandelt wurde. Sollen wir Botschaften in das All senden und uns der Gefahr aussetzten, dass die falschen Außerirdischen sie empfangen? Ein Frage mit dem Potential noch über Generationen diskutiert zu werden.

In dem er aggressive und kriegerische Invasionen von Länder hier auf der Erde in andere Staaten in das All überträgt, kommt Caballero aber zu einem durchaus erfreulichen Resultat in seiner Untersuchung. Demnach gäbe es in unserer Galaxis nur vier kriegerische Alien-Zivilisationen, die für unser Spezies zu einer Bedrohung werden können. Und damit ist die Gefahr überaus gering:

Die Ergebnisse zeigen, dass diese Wahrscheinlichkeit um zwei Größenordnungen geringer ist als die Einschlagswahrscheinlichkeit eines Asteroiden, der einen Planeten zerstört.

Damit wäre unsere Existenz also kaum in Gefahr.

Vorsicht bei Signalen ins All!

Ob es nur vier solcher Zivilisationen gibt, oder letztlich doch 40, es wird kaum etwas daran ändern, wohin wir Botschaften in das All senden. Auch wenn Caballero meint, dass sein Ergebnis für eine Kontakt-Aufnahme der Menschheit mittels Funksignalen „an nahe gelegene, potenziell bewohnbare Planeten dienen“ könnte. Das ist mehr als nur vage.

Woher soll man im Vorfeld wissen, ob diese Welt von bösen Wesen bewohnt wird (oder überhaupt wem), um genau dorthin eben kein Signal zu senden? Und wie soll man solche Signale gezielt in den Kosmos senden, damit keine aggressive Spezies sie zufällig empfängt und von uns erfährt? Denn Warnungen, dass man sehr vorsichtig sein soll, was man in das All sendet, sind nicht neu. Und längst auch kein Thema mehr, dem sich nur Phantasten widmen.

Sitzen solche Invasoren in ihrem Generationenraumschiff und reisen durch das All, wissen wir nicht im Geringsten wo sie wann entlang fliegen. Oder ob eine dieser vier „Krieger-Rassen“ nicht längst auf dem Weg zum uns ist. Möglicherweise reist eine dieser Spezies schon seit 10.000 Jahren in ebenso vielen Weltraum-Archen durch unsere Galaxis. Ausgebreitet durch eine ständige Expansion und Invasion. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, dass an Bord eines dieser Raumschiff durch einen unglücklichen Zufall unsere ins All gesendete Visitenkarte der Menschheit und Erde entdeckt wird.

Auch wenn es nur vier Völker sind und damit wohl die meisten Außerirdischen uns nicht gleich versklaven oder ausrotten wollen, sind solche Spekulationen immer verlockend. Und es ist immer spannend zu sehen, wie immer wieder wissenschaftliche Studien oder Untersuchungen erscheinen, die im Grunde auch nur spekulieren können. Wenn auch auf einer mehr oder weniger wissenschaftlichen Grundlage. Denn ausnahmslos keine einzige solcher Publikationen kann alles berücksichtigen und bedenken.

Wie lang ist eine Generation?

Kommen wir nochmal zurück zu einem Generationenraumschiff.

Sobald eine Spezies den Plan fasst, dass sie ein solches Raumfahrzeug bauen will, steht sie vor einer riesen Aufgabe. Um tausende oder sogar hunderttausende ihrer Art in diesem Raumschiff das Überleben zu sicher, müssen sie quasi ihre Heimatwelt darin im Kleinen nachbauen. Sofern sie nicht alle in Tiefschlafkammern liegen, die man aus diversen Science-Fiction-Filmen kennt. Auch nicht, wenn diese Rasse längst technologische Lebewesen sind. Als „Roboter“ oder „Cyborgs“ wären unendliche lange Raumflüge bei weitem leichter zu überstehen, als für rein biologische Lebensformen.

Hier könnte man leicht spekulieren, dass diese überhaupt kein Interesse daran haben, einen erreichten Planeten als neue Heimat zu erobern. Ihre Welt in einem solchen Raumfahrzeug reicht ihnen. Gleiches gilt durchaus auch für biologische Lebensformen in einer derartigen Arche. Sinn und Zweck eines Generationenraumschiff ist es ja, dass dort Generationen geboren werden. Sie leben und sterben dort und eine neue Generation folgt.

Kommt dann aber eine der unzähligen Folgegenerationen an einer für sie bewohnbaren Welt vorbei, könnten diese längst kein Interesse mehr an einer Invasion oder ähnliches haben. Sie kennen als Heimat nur ihr Raumschiff. Hierbei spielt es auch eine Rolle, wie lange eine solche Spezies lebt. Werden diese Aliens 1.000 Jahre alt, ist es in Sachen „Generationen“ auch schon wieder ganz anders. Würden Menschen so alt und wir hätten ein solches Raumfahrtzeug, dass zum Beispiel mit nur einem Zehntel der Lichtgeschwindigkeit reist, dann wären wir in nur 43 Jahren bei unserem Nachbarsternsystem Alpha Centauri.

Für Aliens könnten derartige Reisezeiten absolut annehmbar sein.

Mehr als zwei Seiten der Medaille

Wenn Außerirdische solche Raumfahrzeuge bauen, da sie das All kolonisieren wollen oder ihre Heimat tatsächlich untergegangen ist, müssen sie dennoch nicht feindselig sein. Trotz dieses enormen Schrittes, den ihre Spezies damit geht.

Ja, sie müssen nicht einmal überhaupt in ihrer Entwicklung jemals aggressiv und feindselig gewesen sein. Krieg und Gewalt haben sie niemals gesehen und erfahren. Was wir Menschen als „Kolonisation“ verstehen, ist leider bekannt. Die Erschließung und Eroberung von neuem Lebensraum und neuen Rohstoffen, muss längst nicht auch hinter ihren Absichten stecken. Vorstellbar wäre es dennoch.

Doch sind sie vielleicht nicht schon lange hier im Sonnensystem angekommen? Einige denken das. Einige sogar, dass eine heimlicher Invasion längst im Gange ist, wie beispielsweise in diesem Mystery Files-Video HIER gezeigt.

Ein derart gigantisches Raumschiff kann sich durchaus seit tausenden oder Millionen von Jahren innerhalb unseres Sonnensystem vor unseren Augen verbergen. Beispielsweise eine Alien-Heimat von 10 Kilometern Länge, dass sich direkt vor unserer Haustür verborgen oder getarnt hält. In diesem Falle wären die Bewohner dieser kosmischen Arche offensichtlich nicht auf die Eroberung unserer Erde aus. Vielleicht könnten sie hier nicht mal dauerhaft überleben.

Oder ganz anders. Sie denken sich, warum sollten wir unser Raumfahrzeug verlassen, um die Menschheit zu beseitigen und auf der Erde zu leben, wenn es uns doch in unserer Archen-Welt glänzend geht? Wir sind Forscher, also bleiben wir und schauen mal, was aus denen da auf der Erde so wird.

Viele Wenns und Abers, was bei diesem höchst theoretischen Thema nicht ausbleibt. Dennoch hat, wie man an der Studie von Caballero erneut sieht, gerade bei diesem Thema die Medaille nicht nur zwei Seiten. Sie hat auch einen Rand, der sich drehen beziehungsweise rollen lässt. Und damit fast unendliche Möglichkeiten, Modelle und Meinungen zulässt.

Video-Auswahl zum Thema auf Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wissenschaftler wollen eine Nachricht an mögliche Aliens bei dem Stern Trappist-1 senden (+ Video)

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Wissenschaftler wollen eine Nachricht an mögliche Aliens bei dem Stern Trappist-1 senden (Bild: NASA/JPL)
Wissenschaftler wollen eine Nachricht an mögliche Aliens bei dem Stern Trappist-1 senden (Bild: NASA/JPL)

Anfang Oktober wollen Wissenschaftler eine Botschaft an mutmaßliche Außerirdische senden. Ziel ist das Sternsystem Trappist-1 in etwa 40 Lichtjahren Entfernung. Ein Stern, um den bereits sieben Planeten bekannt sind und um den es theoretisch Leben geben könnte. Doch die Forscher verfolgen damit noch ein ganz anders Ziel.


Trappist-1, bitte melden!

Der Stern Trappist-1 ist bisher ein Glücksfall für die Astronomen. Denn aktuell sind um den Stern sieben Exoplaneten bekannt, von denen einige Leben beherbergen könnten. Dennoch ist der Stern nicht mit unserer Sonne zu vergleichen, da es sich bei Trappist-1 um einen Roten Zwergstern handelt. Ein sehr kleiner und kühler Stern, dessen Planeten teilweise 100-mal näher um ihn kreisen, wie unsere Erde um die Sonne.

Dennoch befinden sich drei Planeten dort im richtigen Abstand um Trappist-1, so dass es dort möglicherweise sogar Leben geben könnte. Ob auf diesen Welten intelligentes Leben überhaupt möglich wäre, ist dabei dennoch fraglich. Trotzdem möchte eine Gruppe von Astronomen am 4. Oktober eine Botschaft zu diesen fernen Sternsystem senden. Das Team von „METI International“ gab dazu bekannt, dass die Botschaft von der „Goonhilly Satellite Earth Station“ in Südengland abgeschickt werden soll und „Musik und wissenschaftliche Anleitungen enthalten (werde), die das Bewusstsein für Umweltbedrohungen schärfen sollen“.

METI (Messaging to Extraterrestrial Intelligence) ist der Versuch Außerirdische durch absichtlich ins All geschickte Botschaften auf uns aufmerksam zu machen. Anders als SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence), dass nach intelligenten Signalen und Nachrichten aus dem All sucht.

Werbung für den Umweltschutz

Ziel dieser Botschaft in das All ist es vor allem, die Menschheit hier auf Erde auf den Klimawandel und die Umweltzerstörung aufmerksam zu machen.

„Unsere Botschaften werden langlebige Zivilisationen daran erinnern, wie es in ihrer Jugendphase war, als sie noch darum kämpften, sich zu nachhaltigen Gesellschaften zu entwickeln“, so Douglas Vakoch, der Präsident von „METI international“. In dieser Botschaften soll „die Umweltkrise der Menschheit mit Hilfe universeller chemischer Prinzipien“ erklärt werden, „angefangen mit dem Periodensystem der Elemente“.

„Damit die Menschheit noch lange genug leben kann, um eine Antwort von Trappist-1 zu erhalten, müssen wir die Klimakrise heute in Angriff nehmen“, so Vakoch weiter. Und darum werde man auch Musik mit in das All senden, die vom „Stihia-Musikfestival“ stammt. Dieses findet in Muynak in Usbekistan statt. Ein Ort, der bezeichnend für Umweltzerstörung und Misswirtschaft ist, denn dieser lag einst am Ufer des Aralsees, das heute rund 100 Kilometer von Muynak liegt.

„Astrophysiker, Ingenieure, Musiker und Produzenten führen dieses Experiment durch, um der zukünftigen Generation die Stimme der Verantwortung der Menschheit und die innere Sehnsucht nach dem großen Unbekannten zu verdeutlichen“, sagte Otabek Suleimanov, Chefproduzent des „Stihia-Musikfestival“. Douglas Vakoch geht aber noch einen Schritt weiter. So zitiert ihn „New Scientist“ mit den Worten:

Wir testen eine Version der Zoo-Hypothese – dass es sie tatsächlich gibt, dass sie bereits wissen, dass wir hier sind, aber um Zugang zum galaktischen Club zu erhalten, müssen wir einen Antrag stellen und vielleicht sogar ein wenig Beitrag zahlen. Das ist also unser Versuch, unsere Beiträge zu zahlen und zu sehen, ob sie uns im Club willkommen heißen.“

Ob das wirklich reichen wird, wird sich zeigen. Denn auch zu anderen Sternen soll in Zukunft diese Botschaft in das Universum geschickt werden.

Video

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Absturz des britischen Luftschiff „R 101“ im Oktober 1930 – und angebliche Paranormale Phänomene um das Unglück

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Der Absturz des britischen Luftschiff "R 101" im Oktober 1930: Ein Paranormales Ereignis? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Absturz des britischen Luftschiff „R 101“ im Oktober 1930: Ein Paranormales Ereignis? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der Literatur über Paranormale Phänomene und auch Esoterik kursieren immer wieder Berichte über angebliche Kontakte mit dem Jenseits.  Botschaften aus dem „Drüben“, die meist als Kontakt mit einer Geisterwelt gedeutet werden. So auch rund um dem Absturz des britischen Luftschiffes „R 101“ im Jahr 1930 über Frankreich, der zahlreiche Menschenleben forderte. Eines der seltsamsten Beispiele derartiger paranormaler Ereignisse und Botschaften, der zu einem Klassiker im Bereich „Kontakt mit dem Jenseits“ und „Leben nach dem Tod“ wurde. Was damals geschah und im Zuge der Katastrophe geschehen sein soll, erfahrt Ihr in diesem Blog-Artikel.


Paranormale Phänomene und Botschaften aus dem Jenseits

Im grenzwissenschaftlichen Forschungsgebiet der Paranormalen Phänomene oder schlicht PSI-Phänomene greifen viele Themen nahtlos ineinander über. Nicht viel anders bei anderen Gebieten der Grenzwissenschaft.

Bei PSI-Phänomenen scheint aber die Vielfalt der einzelnen und mutmaßlich unerklärlichen Dinge und Ereignisse weitaus größer zu sein, als bei anderen „Pseudowissenschaften“. In dem Buch „Der Tod – Irrtum der Menschheit“ wurden zahlreiche Beispiele dazu genannt und diskutiert. Offenbar gehören sie alle zusammen – zu einem großen Ganzen. Was, so erstaunlich es klingen mag, sogar UFO-Phänomene und „Geisterwelten“ mit einschließt.

Viele Autoren sind sicher, dass es eine überirdische oder übersinnliche Welt gibt. Vor allem in dem sehr weiten Feld der Esoterik ist das eine Art Grundannahme. Mit dieser Welt können man, so die Überzeugung, über Raum und Zeit hinweg sogar in Kontakt treten. Absichtlich oder unabsichtlich, wie etwa bei Erscheinungen von Geistern oder „Botschaften aus dem Jenseits“.

Eines der seltsamsten Beispiele genau solch einer zeitübergreifenden „Jenseitswelt“, sind ominöse Ereignisse und Botschaften, die sich um den Absturz des britischen Luftschiffes „R 101“ drehen. Fraglos ein Klassiker der paranormalen Forschung, seit dieser von dem bekannten Parapsychologen Harry Price aufgezeichnet wurden. So fand dieser Fall unlängst Einzug in die entsprechende populäre PSI-Literatur.

Geschehen sei demnach folgendes.

Im Jahre 1924 beschloss die britische Regierung unter dem Luftfahrtminister Lord Christopher Thomson of Cardington den Bau einer Reihe von gewaltigen Luftschiffen, um in der Welt die Luftherrschaft beim Personen- und Gütertransport zu erlangen. Vorzeigemaschinen sollten die 90 Tonnen Luftschiffe „R 100“ und „R 101“ sein, die von der Firma „Airship Guarantee Company“ gebaut wurden. Aufgrund von befürchteter Industriespionage beschlossen die Verantwortlichen, das Schiff „R 101“ in Cardington in der Nähe von Bedford auf einer militärischen Anlage zu bauen.

Luftschiff „R 101“

Und bei diesem Bau kam es schnell zu Fehlern und Schlampereien, die dem Stolz der Lüfte zum Verhängnis werden sollten. Insgesamt maß das Luftschiff 237 Meter Länge, hatte einen Durchmesser von 40 Metern und sollte in der Spitze bis 115 km/h schnell sein. Angetrieben wurde es von fünf Dieselmotoren, die zusammen rund 3.300 PS erreichten. 100 Menschen hatten auf „R 101“ Platz. Damit übertraf das Luftschiff sogar die damals in Betrieb befindliche „LZ 127“, die als „Graf Zeppelin“ bis heute eine Legende ist.

Ein ehrgeiziges Projekt unter dem Konstrukteur Vincent Richmond, bei dem sich schon während des ersten Erprobungsfluges Schwächen zeigten. Unter anderem war die erste Version des Luftfahrzeuges untermotorisiert und zu schwer. So kam es auch bei weiteren Erprobungen ab dem 1. Oktober zu erneuten technischen Problemen.

Das Schicksal des Luftschiffes „R 101“ wurde nach dem offiziellen Start am Abend des 4. Oktober 1930 besiegelt. Unter Captain H. Carmichael Irwin sollte es über Europa bis nach Karatschi im heutigen Pakistan fahren. Schon über den Ärmelkanal kam es dabei zu Schäden der Außenhülle von „R 101“ und über Frankreich brach in der Nacht zum 5. Oktober der Funkkontakt mit dem Zeppelin ab.

Über dem Gebiet des Departements Oise bei Beauvais in Frankreich kam es letztlich zur Katastrophe. Das Luftschiff geriet außer Kontrolle, stürze ab und explodierte. Unter den zahlreichen Toten war auch Luftfahrtminister Lord Thomson. Nur sechs Menschen überlebten das nächtliche Inferno; 48 Passagiere kamen um. In einer ersten Einschätzung des Unfalls in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), die schon am 6. Oktober 1930 erschien, mutmaßte man über Nachlässigkeiten und unglückliche Umstände, die zum Crash führten. „Alles ist völlig unverständlich“, so die FAZ damals.

Warnung aus dem Jenseits

Doch um „R 101“ ranken sich einige Ungereimtheiten und vor allem auch sonderbare Berichte über paranormale Dinge vor und nach dem Start des Schiffes. So berichtete Sir Arthur Conan Doyle Anfang 1928, dass er während einer Séance, einer spiritistischen Sitzung, die sich damals großer Beliebtheit erfreuten, eine jenseitige Warnung vor dem Bau des Luftschiffes erhalten hatte:

Ich muss etwas über das neue Luftschiff sagen. Es wird die Belastung nicht aushalten“.

Die Bauherren der „R 101“ hatten für derartige paranormale Warnungen aus dem Jenseits allerdings nichts übrig und ignorierten sie schlicht. Der eigentliche Mythos um „R 101“ begann schon zwei Tage nach dem schicksalhaften Absturz über Frankreich erste, konkrete Formen anzunehmen. Da brannte das abgestürzte Wrack sogar noch.

Conan Doyle war in der Zwischenzeit selbst verstorben und am 7. Oktober 1930 wurde deshalb eine Séance mit dem Medium Eileen Garrett abgehalten, um ihn im Jenseits zu kontaktieren. Diese denkwürdige Kontaktaufnahme fand im „National Laboratory of Psychical Research“ in London unter der Leitung des berühmten Parapsychologen Harry Price statt. Der 1948 verstorbene Pionier der PSI-Forschung war ein Freund von Doyle.

Zweck dieser esoterisch-spiritistischen Séance war es nicht, mehr über den Absturz des Luftschiffes zu erfahren. Vielmehr erwartete Price, immer sehr skeptisch was Jenseitskontakte betraf, einen verabredeten Beweis für ein Drüben von seinem verstorbenen Freund Doyle.

Nachrichten aus anderen Welten

Die Séance nahm ihren Verlauf, als das Medium unverhofft ihren meditativen Zustand schlagartig änderte. Es heißt, Eileen Garrett begann plötzlich mit der panischen Stimme von Pilot Irwin zu sprechen, der bei dem schrecklichen Absturz kurz zuvor ebenfalls ums Leben kam. Der jenseitige Luftschifffahrer war offensichtlich von Panik erfüllt, als er folgende „Botschaft“ geäußert haben soll:

Ich muss etwas dagegen unternehmen … dieser riesige Flugapparat ist einfach viel zu schwer, eine zu große Last für die Motoren, die es kaum schaffen können. Selbst die Motoren sind zu schwer. Deshalb habe ich so oft besondere Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen. Unser Schub ist viel zu gering, der Antrieb ist nur mangelhaft. Kontrollstelle informieren … neuen Abstieg versuchen? Daran ist nicht zu denken. Ein Triebwerk ist defekt … die Ölpumpe ist verstopft … wir fliegen viel zu niedrig und können nicht mehr aufsteigen.

Zusatzmotor kann nicht mehr benutzt werden. Die Ladung ist für diesen langen Flug viel zu groß. Die Fluggeschwindigkeit ist mangelhaft und das Schiff schaukelt beängstigend … hohe Reibung an der Außenhaut … sie reibt sich aneinander … etwas scheint mit der Maschine nicht zu stimmen … ist zu schwer … wir können nicht steigen … trotz verzweifelter Versuche erreichen wir nicht die nötige Höhe … immer kürzere Abstände zwischen den verzweifelten Versuchen, wieder an Höhe zu gewinnen. Niemand kennt das Schiff gut genug.

Das Wetter ist für einen langen Flug viel zu schlecht. Die Außenhaut ist vollkommen durchnässt, und das Schiff senkt seine Nase alarmierend. Es ist unmöglich, wieder hochzukommen. Können absolut nichts tun. Fast die Dächer von Achy gestreift. Halten uns an der Eisenbahnlinie entlang … Eine Untersuchung, die sie später durchführen werden, wird zeigen, dass die Plane nicht mehr elastisch genug war … außerdem ist sie viel zu schwer. Das Mittelstück ist völlig falsch angebracht worden … es ist auch viel zu schwer und hat Übergewicht, was die Maschine bei weitem überfordert …“

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Nach dem unvermittelten Ende der Nachricht von Drüben, machte sich Verwirrung breit. Niemand konnte sich so recht erklären, was das Medium soeben empfangen hatte. War es ein Hinweis auf ein Leben nach dem Tod, wie dieser Fall vielfach interpretiert wird?

In der am 10. Oktober 1930 erschienenen „Morning Post“ berichtete der bei der denkwürdigen Séance zugegen gewesene Journalist Ian D. Coster von dieser Jenseitsnachricht. Coster hatte diese zuvor in „Steno“ mitgeschrieben. Und durch den dortigen Artikel „R 101: Remarkable Seance“ fand diese Geschichte Einzug in die einschlägige Literatur.

Technisches Wissen aus dem „Drüben“?

Unter den Lesern der Zeitung sei auch ein Mann namens Will Charlton gewesen, der persönlich an der Konstruktion des Luftschiffes „R 101“ beteiligt war. Aufgrund seiner persönlichen Verbindung zu dem Schiff hatte er großes Interesse an dieser Séance. Er besorgte sich von Price die Originalprotokolle der Sitzung, da ihm schon beim ersten Überfliegen der Mitteilung in der „Morning Post“ interessante Details ins Auge gefallen waren.

Charlton studierte daraufhin die angebliche Jenseits-Durchsage genau, und konnte am Ende etwa 40 Einzelheiten dingfest machen, die technisch korrekt wiedergegeben wurden. Wie aber das Medium Garrett dieses technische Wissen erlangt haben sollte, konnte er sich – wenn nicht tatsächlich eine Paranachricht vorliegt – nicht erklären.

Charlton war beeindruckt und konsultierte einige weitere Experten, die nicht minder erstaunt über diese korrekten Angaben waren. Nach seinen Untersuchungen sah er sich zu folgendem Resümee veranlasst, das beispielsweise der Mystery-Autor Viktor Farkas in seinem Buch „Unerklärliche Phänomene“ 1988 wie folgt wiedergab:

Es scheint eindeutig, dass in dieser Séance Originalinformationen aus der Erfahrung des verstorbenen Kapitäns der R 101, Fliegerleutnant H. Carmichael Irvin, gegeben wurden, so als wäre er persönlich anwesend gewesen. (…) ein erstaunliches Dokument, das mehr als 40 hochtechnische und vertrauliche Einzelheiten darüber enthielt, was an jenem Unglückstag passiert war.“

Die seltsamen Botschaften aus dem Jenseits waren damit aber noch nicht am Ende. Drei Wochen nach dieser Séance wurde Major Oliver Villiers, ein Pilot der Royal Air Force, der beim Absturz der „R 101“ eine Reihe von Freunden verloren hatte, von einem paranormalen Traum überrannt. In tiefer Nacht spürte er plötzlich das in der Parapsychologie bekannte Phänomen, dass er nicht mehr alleine in seinem Zimmer war. Major Villiers war sich sicher, dass sein Freund Carmichael Irwin anwesend war und konnte nur kurz darauf die „Stimme“ des Verstorbenen wahrnehmen.

Der Geist von Captain Irwin?

Irwin, so die Vermutung des Majors, versuchte Kontakt mit ihm aufzunehmen, was aber offenbar nicht gelang.

Also wurde durch einen anderen Freund für den 31. Oktober 1930 ein Treffen mit dem schon bekannten Medium Garrett organisiert. Schnell gelang es, mit dem jenseitigen Irwin über das Medium in Kontakt zu kommen. Dabei entwickelte sich zwischen Irwins „Geist“ und Major Villiers ein hoch interessanter Dialog mit technischen Einzelheiten, die zu diesem Zeitpunkt unbekannt waren. Beispielsweise schilderte Irwin via Medium, dass er einen Tag vor dem Start Schwankungen des Gasdrucks bemerkt hatte, die er auf ein defektes Ventil zurückführte. Dies war bis dahin unbekannt. Auch kam es bei dieser Séance zu einem Kontakt mit dem Offizier Scott(ie), der gleichfalls erstaunliche technische Details offenbarte.

Die wegen des Absturzes ins Leben gerufene Untersuchungskommission verkündete erst im April 1931 die Ergebnisse ihrer Arbeit und den Hergang der Katastrophe von „R 101“. Sie entsprachen den paranormal empfangenen Informationen.

Jahrzehnte später, nach dem Tode des Mediums Garrett im Jahr 1970, machte sich der Forscher Archie Jarman die Mühe, sämtliche Fakten und aufgezeichneten Übermittlungen noch einmal zu überprüfen. Nach einem halben Jahr intensiver Auseinandersetzung und Analyse der technischen Hintergründe und der Informationen der Séancen kam Jarman zu dem Ergebnis, dass hier kein natürliches „Phänomen“ vorliegen konnte. „Meiner Ansicht nach“, schreibt er in dem Fachblatt „Psychic News“, „ist es wirklich absurd, anzunehmen, Eileen habe ihre Informationen durch irdische Quellen erhalten“.

Was genau hier geschehen ist, bleibt natürlich umstritten. Vieles durchaus Spekulation, die nicht mehr überprüft werden können. Waren es die „Geister“ der ums Leben gekommenen Besatzungsmitglieder der „R 101“? Oder aber waren es Botschaften, die die Männer an Bord des Luftschiffes „absetzten“, als sie noch lebten? Kurz vor dem Absturz, dem sicheren Tod vor Augen, und damit Raum und Zeit übergreifend?

Viele Fragen

Tatsächlich könnte die Botschaft von Irwin auch so gedeutet werden. Oder war alles ein Schwindel? Vielleicht auch reine Irrtümer, Verwechselungen und eine gute Portion Wunschdenken? Immerhin wurde bei Katastrophen aller Art, vom Untergang der „Titanic“ bis zu den Anschlägen vom 11. September 2001, vielfach von genau solchen „Botschaften aus der Anderswelt“  gesprochen. Schockierende Krisen, die die Welt in Atem hielten.

Hinzu kommt im Fall des Luftschiffes „R 101“, dass sich die entsprechenden Autoren in kleinen Details widersprechen. So nennt beispielsweise der sehr bekannte Autor des Phantastischen Ernst Mecklenburg in seinem Buch „Wir alle sind unsterblich“ (1997) den Luftschiffskapitän Carmichael Irwin. Wie fast alle anderen Autoren ebenso. Andere jedoch nennen einen Captain Raymond Hinchcliffe und der Pilot habe Carmichael Irwin geheißen. Das steht sogar im deutschen Wikipedia-Eintrag zu diesem Luftschiff.

Ein Blick auf die Crewliste von „R 101“, wie sie beispielsweise auf „Airships online“ dokumentiert ist, zeigt, dass ein Raymond Hinchcliffe überhaupt nicht zur Crew gehörte. ein personal dieses namens war nicht als Teil der Besatzung an Bord. Navigator war ein Ernest Johnston, der ebenfalls bei dem Unglück ums Leben kam.

Wer also war Raymond Hinchcliffe? Wie kam sein Name in die Geschichte und auf Wikipedia? Walter George Raymond Hinchliffe lebte aber tatsächlich. Er war eine Legende der Fliegerei, ein britisches Flieger-Ass im 1. Weltkrieg und machte nach dem Krieg eine steile Karriere in der zivilen Fliegerei und Royal Air Force. Doch er starb bereits am 13. März 1928 beim Versuch einer Atlantik-Überquerung und damit vor der „R 101“-Katastrophe. Ein Geist als Flugkapitän?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Auf den Spuren der Mystery Files: Drei neue Bücher von Lars A. Fischinger erschienen!

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Auf den Spuren der Mystery Files: Drei neue Bücher von Lars A. Fischinger erschienen!
Auf den Spuren der Mystery Files: Drei neue Bücher von Lars A. Fischinger erschienen!

Liebe Mystery-Fans: Wie sicher treue Freunde des Phantastischen mitbekommen haben, erschien jüngst nicht nur ein neuer Blog von mir, den Ihr unter www.MysteryFiles.de erreichen könnt. Ebenso veröffentlichte ich im November 2020 gleich drei neue Bücher auf den Spuren des Unfassbaren, die ab sofort überall erhält sind. Alle Details dazu erfahrt Ihr in diesem zusammenfassenden Posting.


Liebe Freundinnen und Freunde des Phantastischen – und liebe Mystery-Jäger!

Wahrscheinlich haben es einige treue Leserinnen und Leser bereits mitbekommen. Zum Beispiel durch Postings auf meiner Facebook-Seite „Mystery Files“, auf diesem Blog oder meinem neuen Blog MysteryFiles.de: Im November diesen Jahres erschienen drei neue Bücher von mir!

Alle drei Titel sind ab sofort überall erhältlich und Ihr findet sie selbstverständlich zusätzlich in meiner umfangreichen Liste mit Buchtipps zum Thema „Rätsel der Welt“ und mehr für Euch bei Amazon, die Ihr HIER findet.

Erschienen sind im Einzelnen aus meiner Feder:

Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘

Eine detaillierte Spuren- und Quellensuche, wie sich der anscheinend unauslöschbare Mythos von Nazca als „Flughafen für Außerirdische“ oder sogar „UFO-Raumfahrtzentrum“ entwickelte.

Denn in nahezu jeder Veröffentlichung – sei es online, im TV oder Print – zum Thema Nazca-Linien in Peru heißt es im Mainstream, dass „UFOlogen“, „Esoteriker“ oder „Phantasten“ in der Ebene von Nazca einen „UFO-Flugplatz“ sehen. „Landebahnen von Außerirdischen“. Dabei haben die meisten der Journalisten, Kritiker „Entlarver“ oder auch etablierten Archäologen und Reporter nie selber diese Thematik bzw. Behauptung recherchiert. So kommt es, dass seit Jahrzehnten „etablierte Medien“ unablässig diese Behauptungen weiter verbreiten. Ungeprüft und teilweise mit vollkommen falschen Aussagen und Unterstellungen, die hierbei sogar bis zu absichtlichen Falschaussagen und Lügen reichen.

Das zeigt dieses Buch in all seinen Facetten klar auf.

Eine Suche nach den unzähligen Mythen, die sich um den „UFO-Flughafen der Aliens“ von Nazca ranken, und die heute so gerne ungeprüft und verfälscht weiter in den Massenmedien verbreitet werden. Dabei reichen diese „Alien-Behauptungen“ rund um Nazca bis weit in die Vergangenheit. Zurück in Zeiten, als noch niemand über die Prä-Astronautik sprach, wie man sie heute unlängst kennt. Denn die Linien und Figuren von Nazca wurden mit zum Teil den irrwitzigsten Thesen als Werk von Außerirdischen bzw. Marsmenschen versucht zu erklären. Jahrzehnte bevor unter anderem Erich von Däniken die Ebene weltbekannt machte.

Lars A. Fischinger: "Nazca und der Flughafen der Außerirdischen"
Lars A. Fischinger: „Nazca und der Flughafen der Außerirdischen“

Zahlreiche heute unbekannte und seit vielen Jahrzehnten vergessene Quellen zeigen detailliert auf, wie genau sich der Mythos des Alien-Airport von Nazca entwickelte. Und regen rückblickend nicht selten zum Schmutzen an.

Inhalt:

  • Vorwort
    • Mythos Nazca
    • Nazca und der Mainstream
    • Der „UFO-Flughafen“
    • Astronauten aus dem All
    • Außerirdische „Götter“ in den Anden
    • Frühe Kritiker
    • Nazca, der Kalender und die UFOs
    • Von „Fliegenden Untertassen“ und Marsbewohnern     
    • Ein verschollener Ideengeber?
    • „Landmarken für Raumschiffe und Wesen, auf deren Rückkehr die Inkas warten“
    • „Sternenmenschen“
    • Ansturm auf Nazca und die Botschaft der Venusianer
    • Der Flughafen von Maria Reiche und „Marskanäle“
    • Noch mehr Kritiker und das Fernsehen
    • Ein Blick in das Internet
    • Kondor versus Landebahnen
    • Science-Fiction und die „Landung in den Anden“
  • Nachwort: Was bleibt vom „UFO-Flughafen“ in Peru?
  • Nachgedanken und die neuen Nazca-Projekte
  • Über den Autor
  • Quellen und Fußnoten

Lars A. Fischinger: „Nazca und der ‚Flughafen der Außerirdischen‘: Auf der Suche nach dem Mythos vom ‚UFO-Flugplatz in Peru‘“

  • Ancient Mail Verlag 2020
  • Paperback / 11.9 x 1 x 18.8 cm
  • 180 Seiten inkl. ca. 20 Abbildungen und Fotos
  • ISBN-10 : 395652294X
  • Nur 14,90 Euro

Erschienen als Research Paper Nr. 2 der „Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI“ (A.A.S.)


Meine zweite Buchveröffentlichung erschien zeitgleich:

Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?

Wann entdeckte wer zuerst Amerika? Wann begannen unsere Vorfahren die Weltmeere und Ozeane zu befahren und legte dabei weite Strecken zurück, bis sie andere Erdteile errichten?

Fragen, die schon seit sehr langer Zeit diskutiert werden und bei denen sich die Geister zum Teil enorm scheiden!Dass nicht erst Christoph Kolumbus 1492 die „Neue Welt“ entdeckte, gilt hingegen heute als gesichert. Ihm kamen – ganz offiziell – Wikinger aus Grönland rund 500 Jahre zuvor. Doch war es das? Ist damit die Entdeckungsgeschichte der amerikanischen Kontinente in Stein gemeißelt? Viele Forscher und Autoren widersprechen diesen heute belegten Tatsachen nicht. Sie verweisen vielmehr darauf, dass auch schon Seefahrer der Antike und sogar Steinzeit die Meere befuhren und zum Teil bis Amerika kamen.

Die Hochseefahrt begann sehr viel früher, als allgemein angenommen wird, so argumentieren diese „alternativen Historiker“. Sie sind sicher, dass schon Jahrhunderte und Jahrtausende vor Kolumbus Seefahrer nach Amerika fuhren. Hier sprach man früher sehr gerne von Bewohnern von Atlantis. Heute eher von einer „Ur-Kultur“, einer verschwunden Zivilisation.

Aber auch andere Abenteurer der Meere oder schlicht Schiffbrüchige sollen bereits den Weg über die Ozeane gefunden haben. Darauf lassen archäologische Funde, Spuren und Mythologien schließen, die immer wieder in die Diskussion eingebracht werden. Sie alle sind umstritten – aber deshalb nicht weniger spannend. Und neuste Forschungen zeigen zudem, dass bereits vor 130.000 Jahren Menschen sehr weitere Strecken über das Meer zurücklegen konnten. Lange bevor es irgendwo auf der Welt sesshafte Zivilisationen oder Kulturen gab. Selbst Seefahrten über den Pazifik, wie sie Thor Heyerdahl vor allem ab 1947 annahm und dafür nur Spott erntete, gelten heute dank DNA-Untersuchungen als beweisen.

Das neue Buch von Lars A. Fischinger: “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden”
Lars A. Fischinger: “Globale Seefahrt vor Jahrtausenden”

Inzwischen füllen Bücher und Publikationen zu diesen Themen ganzen Bibliotheken. Eine ständig wachsende Anzahl von Veröffentlichungen, in denen die Autoren die Besiedlung Amerikas oder die Geschichte der ersten Seefahrer „umschreiben“ wollen. In diesem Buch  sollen die wichtigsten Thesen, Funde, Hinweise und Überlegungen dazu zusammengefasst werden. Eine Arbeit, indem die klassischen Argumente und Indizien ebenso vorgestellt werden, wie die neusten Entdeckungen zu diesen Fragen.

Inhalt:

  • Vorwort
    • Teil II: Seefahrt in der Antike?
    • Teil III: Biblischen Mythen in Amerika?
    • Teil IV: Eindeutige Parallelen und Hinweise?
    • Teil V: Hochseefahrt vor 130.000 Jahren?
  • Nachwort
  • Hinweis
  • Abbildungen und Fußnoten

Lars A. Fischinger: „Globale Seefahrt vor Jahrtausenden: Hatten die frühen Hochkulturen weltweit Kenntnis voneinander?“

  • Independently published 2020
  • Paperback / 12.7 x 0.51 x 20.32 cm
  • ca. 88 Seiten inkl. 28 Abbildungen und Fotos
  • ISBN-13 : 979-8563901544
  • Nur 5,50 Euro

Erschienen als Printausgabe und als günstiges E-Book für nur 2,99 Euro!


Meine dritte Veröffentlichung im November erschien auf vielfachen Wunsch der letzten Jahre, da das Buch bisher in dieser Form nur als E-Book erhältlich war. Jetzt ist es überall als Paperback zu bekommen.

Der Tod – Irrtum der Menschheit: PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben: Hängt alles mit allem zusammen?

Kommunikation mit Überwelten, Multiversen, Todesvorstellungen in aller Welt, Nah-Tod-Erfahrungen, Botschaften aus dem Jenseits, Erlebnisse außerhalb von Zeit und Raum, PSI-Erscheinungen, UFO-Phänomene, Leben nach dem Tod, Reinkarnation, Geister …

Sind alle diese „Para-Phänomene“ der Grenzwissenschaft unabhängig von einander zu betrachten? Oder hängen diese alle miteinander zusammen?

„JA! – alles hängt mit allem zusammen!“ – vermutet der bekannte Mystery-Autor Lars A. Fischinger und zeigt in „Der Tod – Irrtum der Menschheit“ auf, dass die Welt des Unerklärlichen wesentlich komplexer und auch vernetzter ist, als es bei oberflächlicher Betrachtung den Anschein zu haben scheint.

Zwischen all diesen „Phänomenen“ gibt es Parallelen, Schnittpunkte und Zusammenhänge – aber auch bisher nicht zu deutende Fragen und Widersprüche. Widersprüche, die zumindest wir Menschen heute noch nicht verstehen.

Etwa, ob „Außerirdische in Raumschiffen“ (UFOs) tatsächlich das sind, als was sie im Allgemeinen meistens angenommen werden…und warum diese Phänomene dann mit dem mutmaßlichen „Leben nach dem Tode“ zusammenhängen könnten.
Oder auch, warum der Glaube an eine Wiedergeburt (Reinkarnation) offenbar dem Glauben an ein Leben im „Jenseits“ nach dem Tod widerspricht.

„Freuen Sie sich auf Ihren Tod?“, fragt dieses Buch provokant.

Lars A. Fischinger: "Der TOD: Irrtum der Menschheit?" - Cover der Printausgabe, November 2020
Lars A. Fischinger: „Der TOD: Irrtum der Menschheit?“

Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie nicht nur die Welt der Grenzwissenschaft mit anderen Augen sehen, sondern auch die Welt und das Leben überhaupt. Wir wissen – nichts! Bis wir selber sterben …

Inhalt:

  • Auftakt
  • Vorwort des Autors: Freuen Sie sich auf ihren Tod?
    • Teil 1 – Der Tod
    • Teil 2 – Dem Tod ein Schnippchen geschlagen: Nah-Tod-Erfahrungen
    • Teil 3 – Zeichen und Einflüsse von der „anderen Seite“?
    • Teil 4 – Transkommunikation: Wenn das „Jenseits“ anruft
    • Teil 5 – PSI-Phänomene jenseits von Raum und Zeit
    • Teil 6 – UFOs, PSI und Nah-Tod-Erlebnisse: Hängt alles mit allem zusammen?
    • Teil 7 – Anhang
  • Nachwort des Autors: Ich bin dann mal tot – ein Multiversum voller Überwelten?
  • Klassische Einwände zur Realität von Nah-Tod-Erfahrungen und deren Kontra
  • Zusätzliche Literaturauswahl
  • Glossar
  • Zum Autor
  • Fußnoten und Quellen

Lars A. Fischinger: Der TOD: Irrtum der Menschheit?: PSI-Phänomene, Nah-Tod-Erfahrungen, UFOs und das Leben nach dem Leben

  • Independently published 2020
  • Paperback / 13.97 x 3.58 x 21.59 cm
  • ca. 620 Seiten
  • ISBN-13 : 978-1520102993
  • Nur 18,50 Euro

Erschienen jetzt als Printausgabe und weiterhin als günstiges E-Book für nur 9,99 Euro erhältlich!

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

 
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SETI und die Suche nach Außerirdischen: „Breakthrough Listen“ veröffentlicht die größte Menge SETI-Daten in der Geschichte (+ Videos)

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SETI und die Suche nach Außerirdischen: Breakthrough Listen veröffentlicht die größte Menge SETI-Daten in der Geschichte (Bilder: gemeinfrei/Fischinger / Montage: Fischinger-Online)
SETI und die Suche nach Außerirdischen: Breakthrough Listen veröffentlicht die größte Menge SETI-Daten in der Geschichte (Bilder: gemeinfrei/Fischinger / Montage: Fischinger-Online)

Die Suche nach Leben im All – sie macht gigantische Fortschritte. Nicht nur bei der Suche nach bewohnbaren Exoplaneten (einer „Erde 2.0“) oder bei der Fahndung nach möglichem Leben in unserem eigenen Sonnensystem. Auch bei SETI, der Suche nach außerirdischer Intelligenz mittels Radioteleskopen und anderen Technologien. Wie berichtet, ist das ehrgeizigste SETI-Projekt derzeit die privat finanzierte Forschungsinitiative „Breakthrough Listen„. Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die systematisch das Universum nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen absuchen. Jetzt hat „Breakthrough Listen“ ihre bisher gewonnenen Daten ihrer Suche nach den Außerirdischen öffentlich zugänglich gemacht. Und die Menge der Daten ist gigantisch!


Außerirdische und SETI

Seit Jahrzehnten sucht die Menschheit mit Radioteleskopen nach Signalen aus dem All, die von intelligenten Außerirdischen stammen. Diese Projekte unter dem Kürzel SETI („Search for Extraterrestrial Intelligence“) gehen dabei von drei ganz einfachen Voraussetzungen aus:

  1. Es gab oder gibt technologische außerirdische Zivilisationen im Universum
  2. Diese Außerirdischen nutzten oder nutzten zumindest zeitweise Radiowellen
  3. Da Radiowellen sich mit Lichtgeschwindigkeit im All ausbreiten, könnte man diese auf der Erde mit Radioteleskopen empfangen

Über 50 Jahre horcht die Menschheit nun ins All und fand – nichts. Absolutes Schweigen im Universum. Kein Signal aus den Tiefen des Kosmos konnte je eindeutig einem intelligenten außerirdischem Absender zugeordnet werden. Doch vielleicht haben haben wir die Signale der Außerirdischen auch nur verpasst. Um 100, 1.000 oder 100.000 Jahre.

Es besteht unter SETI-Astronomen aber ungebremster Optimums, dass doch eines Tages ein derartiger Beweis für Intelligenzen im All empfangen wird. Man muss nur lange und intensiv genug danach suchen. Um so mehr Sterne und Funkfrequenzen man abhört, um so wahrscheinlicher wird es, dass der große Treffer dabei sein wird. Eine Mammutaufgabe angesichts der Größe des Kosmos und der Vielzahl an möglichen Frequenzen.

Hinzu kommt natürlich der Faktor Zeit. Das Signal muss (absichtlich oder unabsichtlich) in Richtung Erde geschickt worden sein, dass es genau jetzt bei der Menschheit ankommt. Eine außerirdische Zivilisation in 100 Lichtjahren Entfernung, die vor 10.000 Jahren Funksignale in das All und vor allem Richtung Erde abstrahlte, finden wird nicht. Deren Signal wäre vor 9.900 Jahre an unserem Planten angekommen …

„Breakthrough Listen“

Breakthrough Listen„, ins Leben gerufen von dem russische Milliardär Milner, soll diese Signale der Aliens finden. Mit mehreren Radioteleskopen sucht das Projekt den Himmel nach diesen ab. Geleitet von der Hoffnung, dass der große Treffer dabei ist, und wir den ersten Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation haben. Dieser „Kontakt“ würde zwar recht einseitig ausfallen, da beispielsweise ein Absender in 1.000 Lichtjahren Entfernung unsere Antwort erst in 1.000 Jahren empfangen könnte, doch immer wüsste wir dann, dass wir nicht allein sind.

Die Initiative hat in den letzten vier Jahren bei ihrer intensiven Suche nach diesen Signalen gigantische Datenmengen angesammelt. Dank der fortgeschrittenen Technologie ist SETI heute nicht mehr mit entsprechenden Projekten zu vergleichen, die in den 1960ger oder auch 1990ger Jahren durchgeführt wurden. Die Automatisierung hat hier längst Einzug gehalten.

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Und so hat „Breakthrough Listen“ jetzt bekannt gegeben, dass sie die Öffentlichkeit bei der Auswertung der gewonnenen Datenmengen mit einbeziehen will. Nicht nur ein paar Astronomen und „Künstliche Intelligenz“ (KI). Unglaubliche zwei Milliarden Megabyte (= zwei Petabyte) gilt es auszuwerten und nach künstlichen Signalen von Außerirdischen hin abzusuchen. Gleichzeitig muss diese Datenmenge auch von Störsignalen „gesäubert“ werden. Also jene Daten, die nicht von Aliens stammen können, da sie beispielsweise von Satelliten und astrophysikalischen Phänomenen stammen (s. a. Video unten).

Damit sind die gewonnen Daten auch für die Astrophysik spannend, die darin beispielsweise natürliche Radioquellen nachweisen können. „Fast Radio Burst“ zum Beispiel. Sich sehr schnell und periodisch wiederholende „Radioblitze“, die Astronomen noch immer vor ein Rätsel stellen. Über 70 solcher schnellen „Radioblitzen“ haben die Forscher bereits gefunden. Systemadministrator Matt Lebfosky dazu:

Seit der ersten Veröffentlichung der Breakthrough Listen-Daten im vergangenen Juni haben wir die Menge der erfassten und öffentlich verfügbaren Daten verdoppelt“, sagte Matt Lebfosky, leitender Systemadministrator von Breakthrough Listen. „Wir sind begeistert von den vielen Anwendungsfällen für diese Informationen und hoffen, dass diese Datensätze letztendlich neue Erkenntnisse liefern – sei es ein Beweis für ein anderes intelligentes Leben im Universum oder noch unentdeckte natürliche astronomische Phänomene.

Der Großteil der Daten stammt von dem Parkes-Observatorium in Australien und dem Radioteleskop von Green-Bank in den USA, wie „Breakthrough Listen“ dazu mitteilte. Sie umfassen ein Frenquenzbreite zwischen 1 und 12 Gigahertz.

Riesige Datenmengen aus dem All

Das Green-Bank-Observatorium ist hierbei so was wie eine Legende der SETI-Forschung. Dort fand 1961 der erste Konferenz zum Thema SETI und die Suche nach Leben im All der Geschichte statt. Auf dieser Tage entwickelte der Astronomen Frank Drake die nach ihm bekannte „Drake-Gleichung“ oder „Drake-Formel“, mit der man theoretisch die Anzahl von außerirdischen Zivilisationen berechnen kann. Die Gleichung ist heute ebenso Legende, wie der SETI-Pionier Frank Drake selber (s. a. HIER, HIER & HIER).

„Das ist die größte Veröffentlichung von SETI-Daten in der Geschichte“, so Andrew Siemion von der Universität von Kalifornien und Chefwissenschaftler von „Breakthrough Listen“. Und auch Juli Milner ist begeistert:

Für die gesamte Menschheitsgeschichte hatten wir eine begrenzte Datenmenge, um nach Leben jenseits der Erde zu suchen. Daher konnten wir nur spekulieren. Jetzt, wo wir eine große Menge Daten erhalten, können wir echte Wissenschaft betreiben – und mit der Bereitstellung dieser Daten für die breite Öffentlichkeit auch jeder, der die Antwort auf diese tiefe Frage wissen möchte .

„SETI@home“ von der Universität von Kalifornien in Berkeley kann ebenso zur Auswertung der Daten genutzt werden, so Siemion. Dazu bedarf es nur einen Computer mit Internetzugang, der irgendwo auf diesem Planeten steht. Da aber die gewonnenen Datenmassen so umfangreich sind, können diese nicht mehr so einfach online über das Internet an die Nutzer von „SETI@home“ verschickt werden. Supercomputer rechnen diese erst herunter, ohne dass die Sensibilität im Signalspektrum verringert würde, wie die „Breakthrough Listen“ mitteilte.

Seit der ersten Veröffentlichung der Breakthrough Listen-Daten im Juni letzten Jahres haben wir die Menge der erfassten und öffentlich zugänglichen Daten verdoppelt. Wir sind begeistert von den vielen Anwendungsfällen für diese Informationen und hoffen, dass diese Datensätze letztendlich neue Erkenntnisse liefern – sei es ein Beweis für ein anderes intelligentes Leben im Universum oder noch unentdeckte natürliche astronomische Phänomene.

 „Wir haben noch keine Außerirdischen gefunden, aber wir setzen dem Vorhandensein einer technologisch fähigen Spezies sehr strenge Grenzen, indem wir zum ersten Mal nach Daten zwischen 4 und 8 Gigahertz im Funkspektrum suchen“, so Siemion.

Ob sich jetzt darunter ein Signal von Aliens befindet – wird sich zeigen.

Videoauswahl zum  Thema

Mehr Videos zur Suche nach Leben im All und SETI HIER.

Video vom 20. Juni 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 29. Jan. 2019 auf Fischinger-Online

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Lars A. Fischinger

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Kann der Mensch seinen Körper verlassen – und was wiegt eigentlich unsere Seele? Offene Fragen, bizarre Experimente und seltsame Antworten +++ Artikel +++

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Kann der Mensch seinen Körper verlassen - und was wiegt eigentlich unsere Seele? (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Kann der Mensch seinen Körper verlassen – und was wiegt eigentlich unsere Seele? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Nah-Tod-Erfahrungen (NTE) sind in der Grenzwissenschaft, Esoterik und vor allem Parapsychologie ein fester Begriff. Jene seltsamen Erlebnisse, die Menschen an der Schwelle zum Tode machen und die für viele Hinweise oder sogar Beweise für ein Leben nach dem Tod sind. Unsere Seele, unser Ich oder unser Selbst ziehen nach dem Tod in einem unbestimmten „Jenseits“, wenn der Mensch seinen Körper verlässt. Solche „außerkörperlichen Erfahrungen“ am Ende des Lebens bieten seit jeher Stoff für hitzige Diskussionen. Zumal dazu Schilderungen von Erlebnissen außerhalb des physischen Körpers kommen, die nicht mit Nah-Tod-Erfahrungen in Verbindung zu stehen scheinen. Wie ist das zu verstehen – und kann man das überhaupt verstehen?  Was ist das eigentlich, diese „Seele“? Und kann man sie tatsächlich physikalisch messen und wiegen, wie es Experimente vor langer Zeit belegt haben sollen? Ein äußerst komplexes und vielschichtiges Thema, dass mehr Fragen als Antworten – aber auch erstaunliche Gedanken liefert, wie Ihr es in diesem Artikel lesen werdet. Einem Artikel, den sensible Tierfreunde vielleicht besser nicht ganz lesen sollten …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Angst vor dem Tod: Spielball aller Religionen

Es gehört zu den fundamentalen Lehren der Religionen, Kulte und uralter Glaubensvorstellungen der Menschheit: Der Glaube, dass der Mensch nach seinem irdischen Leben in irgendeiner Art und Weise weiter existiert. In Form einer „Wiedergeburt“ (Reinkarnation) auf Erden, in einem „Paradies“, einer „Hölle“ oder irgendwo in einem unbestimmbaren „Jenseits“. Vielleicht auch in einer Wiedergeburt als „Geist“ in der Geisterwelt der Ahnen oder in den Reihen der Götter, wie es zahllose Kulturen der Vorzeit aber auch Gegenwart propagierten.

Die Auswahl an Angeboten, was der jeweilige Mensch glauben möchte, ist also überaus umfangreich. Für jeden ist etwas dabei. Die Tatsache, dass wir Menschen sterben, ist das Fundament ausnahmslos aller Religionen. Gäbe es keinen Tod, müssten auch nicht unzählige Religionen, Sekten und Glaubensgemeinschaften um die Gunst der Menschen und ihrer Seelen wetteifern.

Wozu jemanden das Seelenheil oder ewiges (oder ein neues) Leben versprechen, wenn es keinen Tod gäbe? Ohne unsere Angst von der eigenen Sterblichkeit hätte wohl keine Religion der Erde eine Daseinsberechtigung.

Alle religiösen Modelle können zwar nicht in der jeweiligen Form Recht haben, aber fester Bestandteil dieser Weltanschauungen ist der Glaube, dass der Mensch – seine Seele – den physischen Körper verlassen kann.

Der Mensch – außerhalb seines Körpers?

Den Körper verlassen – ein Glaube, der heute noch aktuell ist und auch in der Esoterik und Parawissenschaft diskutiert wird.

Hier spricht man allgemein von OBE („Out of Body Experience“), den „Außerkörperlichen Erfahrungen“ (= AKE). Besonders bei den oftmals hitzig und leidenschaftlich diskutierten Nah-Tod-Erfahrungen (NTE), soll es zu diesen Erlebnissen kommen. Menschen auf der ganzen Welt berichten von solchen Erfahrungen. Und schon die alten Ägypter glaubten fest daran, dass der Mensch eine Seele, Ka genannt, hat, die sich vom Körper trennen kann. Ein durchweg weit verbreiteter Glaube in vielen Teilen der Erde.

Bei den Nah-Tod-Erfahrungen berichten einige Betroffene im Nachhinein, dass sie ihren physischen Körper am Ort des Geschehens von Oben sehen konnten. Die „klassische Situation“ ist die, dass ein Mensch im Operationssaal oder auf der Intensivstation liegt und dort mit dem Tode ringt. Während Ärzte und Schwestern um das Leben des Patienten kämpfen, verspürt dieser plötzlich das Gefühl seinen eigenen Körper zu verlassen. Wie schwerelos gleitet dabei seine mutmaßliche Seele aus dem Körper heraus.

Der Patient sieht und hörte das gesamte Szenario, dass sich um seinen irdischen Körper abspielt. Eine klassische außerkörperliche Erfahrung also.

Solche Erfahrungen sind nicht nur spannend, sondern auch sehr umstritten. Ist es Tatsache? Hat der Mensch einen allgemein als Seele bezeichneten, nicht greifbaren Körper? Viele Menschen glauben das. Ebenso viele Autoren behaupten das auch immer wieder. Letztere sprechen dabei auch gerne von „Beweisen“, die sie in ihren jeweiligen Büchern vorlegen würden. Wissenschaftlich bewiesen ist das aber keineswegs! Sicher zur Freude der Religionen …

Verlassen Menschen aber erst nach dem Tod ihren irdischen Körper? Also erst an der Schwelle zum Tod bzw. dann, wenn alles zu spät ist? So, wie es die meisten Religionen in ihren frohen Botschaften verkünden: „Wenn Du stirbst, geht Deine Seele nach XY!“

Nicht unbedingt.

Betroffene wollen ihren Aussagen nach auch in anderen Extremsituationen wie Unfällen oder Folter eine AKW gemacht haben. Situationen also, bei denen das Leben eigentlich gar nicht in unmittelbarer Gefahr war. Oder anders ausgedrückt, während Ereignissen, die nicht als Nah-Tod-Erfahrungen betrachtet wurden und werden.

„Bilokation“

„Spiritisten“ wie auch ernsthafte Grenzwissenschaftler nennen diesen Körper auch „Astralkörper“. Eine Loslösung der Seele oder des „Astralkörpers“, um der physischen Situation zu entfliehen.

Teilweise gehen einige Forscher und Autoren sogar noch einen großen Schritt weiter. Sie vertreten die These, dass einige Menschen ihre Körper verlassen und dabei ihren „Astralkörper“ an einem anderen Ort wieder erscheinen lassen können. Ausgelöst durch Extremsituationen oder sogar – was ganz besonders interessant ist – vollkommen bewusst und beabsichtigt.

Man spricht hierbei auch von „Bilokation“; also der „Doppelten Anwesenheit an zwei Orten“. Man könnte es auch als „Astral-Projektion“ bezeichnen. Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Beispielen und Berichten in der einschlägigen Literatur. Prominenteste Person, die diese Fähigkeiten besessen haben soll, ist der der im Sommer 2002 vom Vatikan heiliggesprochene Pater Pio aus Italien. Ein religiöser Nationalheld.

Eines darf man bei diesen fraglos komplexen Thematiken aber nicht vermischen: „Bilokation“ bedeutet, dass eine Person an zwei Orten zur selben Zeig gesehen wird. Eine „Astral-Reise“ des Selbst außerhalb des physischen Körpers, erfolgt für den Außenstehenden unsichtbar.

Als „Geist“ durch die Straßen von San Francisco

Einer, der bei einer Folterung seinen Körper verlassen haben will, ist beispielsweise der 1946 verstorbene Edward H. Morrell aus den USA. In der Welt der Paranormalen Phänomene heute als Ed Morrell hin und wieder noch ein Begriff.

Morrell war ein Verbrecher, der mit seiner Bande in den USA diverse Raubüberfälle etc. verübte. Das brachte ihm 1894 eine Verurteilung zu lebenslanger Haft, wobei er aber 1908 begnadigt wurde. Fünf Jahre verbrachte er dabei in Einzelhaft.

In seinem Buch „The Twenty-Fifth Man“ (1924) schildert Morrell seine Erlebnisse in den Gefängnissen der USA. Auch die Misshandlungen und Folterungen, die er über sich ergehen lassen musste. Unter anderem im bekannten Gefängnis „San Quentin“. Grund genug übrigens, dass er nach seiner Entlassung als einer der engagiertesten Kämpfer für eine Gefängnisreform in den USA auftrat.

Bei diesen harten Misshandlungen wiederum machte er die seltsamen (paranormalen) Erfahrungen, wie er seinen Körper verlassen habe. Morrell berichtet unter anderem, dass sein „Astralkörper“ während dieser Folterungen sogar durch San Francisco gewandert sei. Er selber nannte diese Erfahrungen „die Wanderungen im ‚kleinen Tod‘“.

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Als man den Häftling in eine Zwangsjacke steckte und diese mit Wasser übergoss, damit sie sich beim Trocknen immer mehr zusammenzieht, hatte er nicht nur das Gefühl, er würde zerquetscht werden. Plötzlich, so Morrell, stand er neben seinem Körper. Er sah, wie die Folterknechte um ihn herum standen und mit fragenden Blicken seinen Körper beugten. Er lag da, als würde er schlafen.

Der „Astralkörper“ von Morrell machte sich nun auf, durch die Straßen von San Francisco zu reisen. Dabei sah er in der Bucht ein Schiffswrack, von dem er unter normalen Umständen im Gefängnis nichts hätte wissen können. Heißt es zumindest. Regelrecht Wanderungen durch Raum und Zeit habe Morrell unternommen.

Tatsächlich bestätigte George W. P. Hunt, Gouverneur von Arizona, später, dass Ed Morrell eine Vielzahl an Informationen besaß, die er nicht im Gefängnis erfahren haben konnte. Vor allem nicht in Einzelhaft.

Morrell schrieb in seinem Buch „The Twenty-Fifth Man“ über diese mysteriösen Vorgänge zum Beispiel:

Es leben tatsächlich Männer, die diese geheimnisvollen Fähigkeiten in vollem Funktionszustand haben. Sie sind in der Lage, diese zu nutzen, um eine Vielzahl wichtiger Informationen über die Natur und Geschichte des Menschen und über die Welt, die die meisten von uns nicht sehen können, zu erhalten.

Es ist kein Bild oder eine reine Vision vor den Augen dieser Ermittler, kein unwirkliches Panorama, das sich auf einer Bühne enthüllt. Es ist ein wirkliches Leben in der sogenannten Vergangenheit.“

Sicher ist das kein Beweis, dass der Mensch seinen Körper verlassen kann. Aber es ist eines von vielen Beispielen, die ich an anderer Stelle umfangreich diskutiert habe. Kritsch könnte man beispielsweise einfach sagen, dass Morrell sich in einer Art Selbsthypnose aus den jeweiligen Situationen „hinausdachte“. So konnte er den Misshandlungen aber auch dem Schrecken des Kerkers an sich entkommen …

Reisen außerhalb des Körpers?

Kritiker des Themas Nah-Tod-Erfahrungen wenden ein, dass diese Erfahrungen des Verlassens des Körpers eine reine Schutzfunktion des Gehirns sei. Das menschliche Gehirn setzt eine AKE lediglich als eine Art Schutzmechanismus ein. Die betroffene Person unterliegt so dem Gefühl, sich nicht mehr in ihrem von Schmerzen gepeinigten Körper zu befinden. Die Ausschüttung der Glückshormone Endorphine begleitet diesen Vorgang, wodurch der Betroffene zusätzlich das Gefühl grenzenloses Glückes und Friedens erfahre. Auch diese ist fester Bestandteil von Nah-Tod-Erfahrungen.

Für viele Menschen – vor allem jene, die selber eine derartige Erfahrung machten – sind die medizinischen und biochemischen Einwände gegen eine NTE als Beleg für ein Leben nach dem Leben nur Firlefanz. Sie glauben weiter fest daran, dass sie an der Schwelle zum Tod und Jenseits standen oder sogar „wirklich tot waren“.

In der Tat gibt es gegen die vielen und unterschiedlichen Erklärungen der Medizin wiederum Gegenargumente, wie sehr umfangreich HIER dargelegt. Das einzige, was wirklich einheitlich akzeptiert ist, ist, dass es diese Phänomene gibt. In der Welt des Paranormalen sind die übrigens das beherrschende Thema auf dem Buchmarkt, wie es die Veröffentlichungen seit Jahrzehnten beweisen.

Aber wenn eine Person nach einer solchen fraglos einschneidenden außerkörperlichen Erfahrung im Nachhinein davon zu berichten weiß, sollte man diese doch leicht beweisen können? Könnte man meinen.

Experimente mit der Seele

Vor rund 20 Jahren dachte sich genau das auch Medaille Lowrence und entwickelte dazu ein einfaches wie erstaunliches Experiment. Bei verschiedenen Gelegenheiten berichtete zum Beispiel auch die „BBC“ 1999 über diese Versuche und Lowrences Versuche fanden weltweit Nachahmer. Hierbei waren der Aufbau und die Grundidee so simpel wie genial:

Über einem Operationstisch wurde eine Leuchtschrifttafel montierte, die nach dem Zufallsprinzip Wörter aufleuchten ließ. Diese Tafel und vor allem die dort zu lesenden Wörtern waren aber nur dann zu sehen, wenn sich der Betrachter oberhalb des Tisches/Bettes, also an der Decke, befindet. Er müsste schweben und dabei nach unten blicken.

Der Gedanke hinter diesem Versuch ist klar: Ein Mensch, der eine außerkörperliche Erfahrung durchlebt haben will, sollte die Wörter lesen können. Im Nachhinein hätte die Person von diesen gewusst und sie benannt.

Ein Jahr lang blieb der Versuch aufgebaut und in dieser Zeit verloren 24 Patienten vollkommen das Bewusstsein. Doch das Ergebnis war leider mehr als ernüchternd. Keiner jener Menschen, die meinten eine solche Nah-Tod-Erfahrung gemacht zu haben (es waren nur drei), konnte sich an irgendwelche Wörter auf der Tafel erinnern.

Wenn „Astralkörper“ Tiere erschrecken

Auch andere Versuche mit vorgeblichen AKW sind interessant.

Die berühmte Parapsychologie-Legende D. Scott Rogo wohnte solchen Versuchen des Psychologen Dr. Robert Morris von der „Psychological Research Foundation“ in Durham, USA, bei. Durchgeführt wurden diese mit dem sogenannten „Medium“ Keith „Blue“ Harary aus den USA. „Blue“ behauptete nämlich, dass er nicht nur seinen Körper bewusst verlassen kann, sondern auch mit seinem „Astralkörper“ eine Wirkung auf Tiere wie Ratten, Katzen, Schlangen und Hunde habe.

Scott Rogo war immer skeptisch, wenn es um jegliche Art von paranormalen Experimenten und Berichten ging. In diesem Fall allerdings war auch der Parapsychologie-Pionier und Autor verblüfft.

So berichtet Rogo von einem Experiment mit dem AKE-Medium Harary, bei dem dieser eine Schlange in einem Käfig beeinflussen sollte. Harary wurde dazu in einem anderen Raum gebracht und die Schlange in ihrem Käfig im Versuchslabor verwahrt.

Rogo über das Experiment:

Als sich Harary außerhalb seines Körper befand und in diesem Zustand zu der Schlange kam, hörte sie auf, in ihrer typischen Art im Käfig umherzukriechen, und unternahm buchstäblich einen Angriff. Bösartig schien sie nach etwas in der Luft zu schnappen

 Das ganze dauerte ca. 20 Sekunden, die genau mitten in dem Zeitraum lagen, in dem Keith behauptete, sich außerhalb seines Körpers bei der Schlange zu befinden, ohne dass er wusste, was im Labor vor sich ging.

Verblüffend, zweifellos. War es ein Zufall, dass die Schlange exakt zu der Zeit ihr Verhalten änderte, als sich das Medium bei ihr befunden haben will?

Zu dem bis heute im Kreis der parapsychologischen Forschung hoch geachteten Rogo sei noch angemerkt, dass er Mitte August 1990 in seiner Wohnung ermordet wurde. Laut Polizei hab es keinen Kampf und ein 1992 verurteilter Tatverdächtiger wurde 1996 wieder freigelassen. Somit gilt der Mord bis heute als ungelöst und sein Mörder als unbekannt. Stoff für viele Spekulationen im Sinne von „wusste er zu viel?“, die sich um seine paranormalen Forschungen drehen …

Unsere Seele wiegt (bis zu) 69,5 Gramm

Die Liste von Experimenten und Versuchen, die Nah-Tod-Erfahrungen, AKE, ein Leben nach dem Tod usw. belegen wollten, ist endlos. Eher weniger bekannt sind aber Experimente „mit der Seele“, die wir heute sicher als „bizarr“ bezeichnen würden.

Zum Beispiel jene von Medizinern in den Niederlanden und Großbritannien. Sie versuchten mit Experimenten nachzuweisen, dass die Seele ein fassbares Etwas ist, das man auch sehen kann.

Dr. R. A. Watters etwa versuchte in einigen Versuchsreihen mit Fröschen, Hühnern und Mäusen deren astrale Seele im Moment des Sterbens zu fotografieren. Hierzu konstruierte er Vakuumbehälter, die zum Teil mit Öl oder Wasserdampf gefüllt wurden, und in die er die Tiere streckte – um sie dann zu töten.

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Tatsächlich gelang es ihm im Moment des Todes der Tiere „etwas“ zu fotografieren. Irgendwelche „Gebilde“, die an kleine Wolken oder Nebel erinnerten. Waren das sie Seelen der von ihn getöteten Tiere?

Das physikalische Gewicht der Seele wollen die niederländischen Physiker Dr. G. J. Zaalberg van Zelst und Dr. J. L. Malta einst sogar ermittelt haben. In einigen Versuchen in Den Haag wogen sie sterbende Menschen und ermittelte dabei im Moment des klinischen Todes einen nicht zu erklärenden Gewichtsverlust der Personen von bis zu 69,5 Gramm.

Ähnlich der amerikanische Arzt Dr. Duncan MacDougall im Jahr 1902. Er hing Sterbende mit samt ihrem Bett an eine Waage und wiederholte diese Messung, als seine „Versuchsobjekte“ später verstorben waren. Genau gesagt, während sie starben. Das wiederholte er mit insgesamt sechs seiner Patienten, und ermittelte so ein Gewichtsverlust von 8 bis 35 Gramm zwischen dem lebendem und dem dann totem Menschen.

Um seinen Wissensdurst bei der Jagd nach der Seele zu stillen, besorgte sich MacDougall zusätzlich noch 15 Hunde. Hier wartete er nicht auf ihren natürlich Tod, sondern vergiftete alle. Da aber bei den ermordeten Tieren keine Gewichtsabnahme wie bei seinen menschlichen Probanden zu messen war folgerte er, dass Hunde keine Seele haben. So seine Schlussfolgerungen in zwei Artikeln in „American Medicine“ im April und Juli 1907.

MacDougall erregte mit seinen erstaunlichen Experimenten und Schlussfolgerungen durchaus auch das Interesse der Medien. „Die Seele hat ein Gewicht“, schrieb beispielsweise die „New Work Times“ am 11. März 1907 dazu in einem Beitrag.

Derartige Versuche waren in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts nicht ungewöhnlich. Inspiriert durch MacDougall hat in den 1930ger Jahren zum Beispiel Harry LaVerne Twining in Los Angeles solche Versuche mit Mäusen durchgeführt. Er jedoch war sicher, dass nach der Vergiftung der Nager diese im Augenblick des Todes Gewicht verloren.

Haben also Mäuse und Menschen eine messbare Seele und Hunde nicht …?

Ob wir heute diese Experimente als wissenschaftlich fundierte Forschungen betrachten sollten, ist mehr als fraglich. Ethisch sind sie so oder so nicht vertretbar.

Was wiegt das Himmelreich?

Habe ich mit meiner Wiegevorrichtung den Stoff der Seele entdeckt? Ich denke schon, und ich werde es bestätigen und wieder und wieder bestätigen, wenn ich lange genug lebe.

So MacDougall damals voller Optimismus in einem Brief, den Len Fisher in dem Buch „Der Versuch, die Seele zu wiegen“ (2007) zitiert.

Obwohl die Messungen längst als unwissenschaftlich angesehen werden, bleiben doch die Ergebnisse. Es gibt die unterschiedlichsten Interpretationen und Erklärungen, warum diese Gesichtsverluste gewogen wurden. Wirklich einstimmig und einheitlich erklären kann man sie rund 100 Jahre später nicht mehr.

Wenn die Seele eine physikalisch messbare und erfassbare Größe ist, die nach dem Tod eines Menschen den Körper verlässt, öffnen sich ungeahnte Fragen. Vor allem jene, wie viel dann eigentlich das Himmelreich, das Jenseits, das Paradies oder schlicht die Welt der Verstobenen Seelen wiegen mag. Materielle Seelen müssen, auch wenn sie nur einige wenige Gramm wiegen, doch irgendwo abgeblieben sein. Schweben sie einfach „für immer“ um uns herum? Laufen wir ständig gegen sie?

Milliarden Seelen von all den Menschen, die auf diesem Planeten bereits gestorben sind? Oder schweben sie im All umher? Können wir sie dann nicht in ihrer Gesamtheit messen bzw. wiegen?

Eine Seele mit einem messbaren Gewicht von knapp unter 10 bis rund 70 Gramm wiegt für sich genommen nicht viel. Immerhin aber so viel wie 10 bis 70 Stück Würfelzucker.

Damals sprach Duncan MacDougall von einem Durchschnittsgewicht von 21 Gramm pro Seele. Ein Durchschnittswert, der sich schon damals „einbürgerte“. Der Spielfilm „21 Gramm“ aus dem Jahr 2003 bezieht sich genau auf diese Experimente von damals. Sprüche wie „schweren Herzens“ und ähnliche sollen von diesen Experimenten herrühren.

Letztlich haben schon die eingangs erwähnten Alten Ägypter geglaubt, dass das Herz als Sitz der Seele im Jenseits auf eine Waagschale gegen eine Feder aufgewogen wird. So wollten die Götter der Unterwelt die „Reinheit“ und „Tugend“ der Seele zu Lebzeiten des Verstorbenen ermitteln …

108.470.690.115 Seelen um uns herum

Dazu ein Gedankenexperiment:

Laut der Berechnungen in der Studie „Population Reference Bureau“ von 1995, die 2002 und 2011 aktualisiert wurde, gab es 2017 insgesamt 108.470.690.115 Menschen, die jemals auf der Erde geboren wurden. Ausgehend vom Beginn der Menschheit 50.000 vor Christus. Natürlich eine theoretische Angabe, auch wenn zahlreiche Faktoren und Statistiken in dieser Studie berücksichtig wurden.

Gegen wir einfach von 100 Milliarden Menschen aus, die bisher auf unserem Planeten lebten und inzwischen tot sind.

Wo sind all ihre Seelen, wenn sie doch gewogen werden können? 2,1 Millionen Tonnen Seelen müssten bei einem Durchschnittsgewicht von 21 Gramm „um uns herum“ existieren. Bei einem „Seelegewicht“ à 70 Gramm wären es 7 Millionen Tonnen Seelen oder 70.000.000.000 Stück Würfelzucker. Wenn mir keine Kommastelle verrutscht ist.

Allein die irdischen Bewohner des Jenseits wiegen also Millionen von Tonnen. Hinzu kommen, vermutlich, die Seelen von Außerirdischen. Tiere sind hier bewusst außen vor gelassen. Derer Seelen sind nicht zählbar oder deren Anzahl auch nur annähernd zu schätzen.

Es mag albern klingen. Nur wenn die Seele des Menschen wirklich etwas physisch fass- und messbares wäre, muss es auch das Jenseits und seine Bewohner sein. Wo ist dieser materielle Ort, da wir ihn offensichtlich nicht sehen. „Zahlenspielerein“, die meiner persönlichen Überzeugung nach klar belegen, dass alle Aussagen, der Mensch habe eine in Gramm messbare Seele, ab absurdum führen. Denn bis heute steht die Behauptung im Raum, dass das Ich des Menschen ein greifbares Etwas ist.

Es ist eines der großen Mysterien der Religionen, Menschheit und Grenzwissenschaft – die Seele und/oder der Astralkörper. Immerhin hängt mit diesem Thema auch die Frage zusammen, ob der Mensch nach dem irdischen Tode in irgendeiner Form weiter lebt. Eine Frage, die sich ausnahmslos jeder von uns stellt oder stellen wird, sobald die Zeit gekommen ist!

Und bis heute streiten sich die Geister – die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach offen. Kein Wissenschaftler, Autor, Journalist und auch kein Experiment hat sie bisher beweisbar beantwortet.

Den Religionen freut es …

Was denkt Ihr? Diskutiert gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Gelesen im Buch der Erinnerungen: Erster Pressebericht über den damals 22jährigen Autoren Lars A. Fischinger und die Grenzwissenschaft von 1996

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Erinnerungen an die Zukunft ... (Bild: L. A. Fischinger / NASA/JPL)
Erinnerungen an die Zukunft … der junge Lars A. Fischinger und die Grenzwissenschaft (Bild: L. A. Fischinger / NASA/JPL)

„Wie kam es dazu, Lars, dass Du angefangen hast zu schreiben?“ – solche und sehr ähnliche Fragen bekomme ich ebenso oft gestellt, wie sicher viele andere Autoren auch. Passend zum Thema hielt ich dieser Tage den ersten Zeitungsbericht in den Händen, der jemals über mich  als Autor des Phantastischen erschienen ist. Anlass war damals die anstehende Erscheinung meines ersten Buches zur Prä-Astronautik und der Grenzwissenschaft im Sommer 1996. Da war ich erst 22 Jahre jung. Diesen Artikel möchte ich quasi als Abwechslung hier einmal vollständig online stellen. Denn wer liest nicht gerne mal im Buch der Erinnerungen …?

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Lange ist es her – bevor ich Autor und Jäger des Phantastischen wurde wurde.

Wie genau ich begann mich mit Phänomenen und Grenzwissenschaft zu befassen, habe ich umfangreich in meiner Vita auf diesem Bloggeschildert. Ebenso in einem längeren Video auf meinem YouTube-Kanal. Denn in der Tat ist es so, dass wohl jeder Autor häufiger gefragt wird, wie er denn zum Schreiben kam. Gleich ob nun „Mystery-Autor“ oder „Liebesroman-Autorin“ …

Wer kramt also nicht auch dann und wann einmal gerne in den eigenen „Erinnerungen an die Zukunft“, in dem Buch der Erinnerungen?!

Der weiter unten zitierte Berichte einer inzwischen nicht mehr existierenden lokalen Zeitung bzw. Wochenzeitschrift stammt vom 31. Mai 1996. Ich habe ihn einmal aus meinem Archiv gesucht, abgeschrieben und ein paar Links und Absätze eingefügt. Auch zur Erscheinung meines zweiten Buches „Götter der Sterne“ ein Jahr später erschien ein ähnlicher Zeitungsbeitrag 1997.

Dieser lokale Beitrag „Botschaften aus dem All“ erschien nur wenige Woche vor meinem ersten Sachbuch zu den Göttern der Vorzeit, Prä-Astronautik, Grenzwissenschaft UFOs und den Rätseln der Menschheit im Sommer 1996. Da war ich 22 Jahre alt.


Hier der erste Artikel vom Mai 1996 zu meinem ersten Buch:

Botschaften aus dem All

Jungautor Lars A. Fischinger aus Lette mit Erstlingswerk

von Frauke Fischinger

“Botschaften aus dem All – Jungautor Lars A. Fischinger mit Erstlingswerk” (1996) (Bild: L. A. Fischinger / F. Fischinger)
“Botschaften aus dem All – Jungautor Lars A. Fischinger mit Erstlingswerk” (1996) (Bild: L. A. Fischinger / F. Fischinger)

Mit seinem ersten Buch “Göttliche Zeiten – die vergangene Zukunft der Erde” wendet sich der Jungautor Lars A. Fischinger aus Lette gegen all jene, die einer Theorie der Beeinflussung unserer erdgeschichtlichen Entwicklung durch außerirdische Intelligenz keine Chance lassen wollen. Er bezichtigt sie der bloßen Ignoranz und Unwissenheit, aber er differenziert sich dabei von den sogenannten “UFO-Freaks”.

Der Inhalt seines “Erstlings”, der am 21. Juni diesen Jahres erscheint, ist folgender: “Vergangene Völker überliefern uns durch ihre Mythen, Religionen, Bauwerke, Schriften und anderen Hinterlassenschaften von überlegenen, technischen Wesen, die einst vom Himmel stiegen. Ihnen verdankten die Menschen ihr Wissen und Können. “Botschaften” dieser Jahrtausende alten Lehrmeister reichen bis in die heutige Zeit hinein, und weisen uns den Weg in das All.” (Verlagstext)

Bereits in der Kindheit hat sich der Autor für Archäologie, Rätsel und für “alles was alt ist” interessiert, so Lars A. Fischinger. Die Anregung sich mit diesen Thesen zu beschäftigen gab ihm der Film “Erinnerungen an die Zukunft” von Erich von Däniken.

“Erst mal hab’ ich das Thema im Fernsehen gesehen. Das fing’ eigentlich alles ganz blöde an. Total durcheinander und sinnlos”, beschreibt Lars A. Fischinger seine Anfänge vom eigenen Buch, das er bereits 1991 begann. “Eigentlich hab’ ich das Buch aber erst letztes Jahr geschrieben, indem ich alles neu bearbeitet habe. Vorher war es nur so aus Lust gewesen”; kommentiert er weiter. Dies war auch die Zeit in der er sich wissenschaftlich intensiver mit seiner Thematik auseinandersetzte. Somit vertiefte der Autor sein angelesenes Wissen aus Büchern und Zeitschriften und knüpfte schon bald persönliche Kontakte zu bekannten Schriftstellern wie Erich von Däniken und Dr. Johannes Fiebag, über den er auch Kontakt zur NASA bekam.

Hiermit stellte er das Gesehene in Frage und setzte sich enger damit auseinander. Weiterhin besuchte er zahlreiche Seminare und Vorträge, u.a. über Theologie und Archäologie.

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“Dann hab’ ich drauflos geschrieben”, meint der 22jährige Jungautor. Nachdem er bereits als Mitglied der AAS (Ancient Astronaut Society) u.a. Artikel für die Fachzeitschriften “New Scientific Times” und “Jenseits des Irdischen” geschrieben hat, die durchweg positive Resonanz fanden, war der Wille sein Buch zu veröffentlichen groß. Danach war er als freier Mitarbeiter tätig. Der Verlag XXX aus XXX stimmte dem Auftrag schließlich begeistert zu, nachdem im Vorfeld bereits einige Absagen von anderen Verlagen “ins Haus flatterten”.

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Dazu meint Lars A. Fischinger: “Anfang letzten Jahres bemühte ich mich um eine Veröffentlichung, schließlich hatte ich soviel Arbeit damit. Während Gleichaltrige in ihrer Freizeit lieber an Autos basteln und an Motorrädern schrauben, schreibe ich lieber.” Nun kann sich der Autor glücklich schätzen, denn “was lange währt wird endlich gut”! Nach allen Strapazen und zwischenzeitlich einem Jahr Pause, zu dem Lars A. Fischinger sagt: “Da hab’ ich gar nichts gemacht, noch nicht einmal gelesen”, hofft er auf Erfolg bei der Veröffentlichung seines Erstwerkes.

Nicht nur an seinem zweiten Buch schreibt der gelernte Energieanlagenelektroniker momentan, er hat auch bereits einige Angebote von anderen Autoren bekommen an ihren Büchern als Co-Autor mitzuwirken. Zudem bekam er Einladungen als Referent bei Seminaren zu sprechen. Hat der Autor dann endlich seine derzeitige Wehrzeit beendet, weiß er noch nicht genau wie es in beruflicher Hinsicht weitergehen soll. Auf jeden Fall wird er sich auch in Zukunft mit dem Thema Paläo-SETI (vorzeitliche Suche nach außerirdischer Intelligenz) auseinandersetzen und darüber schreiben.

Selbst meint Lars A. Fischinger zur Thematik: “Das ist ganz schön schwer zu erklären, besonders für Außenstehende!” Aus diesem Grund ist sein Anliegen durch sein Buch mehr Menschen zu informieren und zu interessieren, um den weit verbreiteten Vorurteilen ein Ende zu setzen.


Lange ist es her. Heute bin ich sage und schreibe bereits 43, also 21 Jahre älter – und noch immer begeisterter Jäger des Phantastischen!

Ihr könnte gerne unten in der Kommentarfunktion meines Blog posten, wie Ihr selber zur Grenzwissenschaft oder allgemein den Mysterien der Menschheit kamt.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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