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„So rasch wie der Wind“: Eine UFO-Entführung vor Jahrtausenden in Irland – durch Feenmänner? +++ Artikel +++

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"So rasch wie der Wind": Eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: L. A. Fischinger)
Gab es eine UFO-Entführung vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden in Irland? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: Fischinger-Online)

Beim Stichwort „Märchen“ denken die meisten Menschen  an „Dornröschen“, „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ oder verschiedene Verfilmungen der Geschichten der Gebrüder Grimm. Wohl keiner der „Mainstream-Märchen-Konsumenten“ denkt dabei an Außerirdische, UFO-Entführungen oder fremde Wesen aus dem All. Anders ist es bei Mystery-Jägern, Prä-Astronautikern oder UFO-Forschern, die teilweise Verbindungen oder Zusammenhänge zwischen Sagen und Märchen und „ihren Mysterien“ sehen. Und in der Tat gibt es diese, wie ich in meinen Arbeiten und Veröffentlichungen immer wieder darlege. So auch in einem Märchen aus Westirland, in dem das Feenvolk einen jungen Menschen entführt und das in diesem Beitrag einmal genauer im Sinne der Astronautengötter durchleuchtete werden soll.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wer sich, aus welchen Gründen auch immer, mit Märchen und Sagen unserer Vorfahren befasst, finden darin immer wieder die gleichen „Kerne“. Wiederkehrende Erzählmotive, die im Zusammenhang mit Feen, Elfen oder Zwergenwesen aller Art in einer ganzen Reihe Märchen vorkommen. Für Mystery-Jäger eine Fundgrube des Phantastischen.

Von Feen und UFOs

Beispielsweise die „Musik“, zu der die Feen oder Kobolde in solchen Geschichten „tanzten“. Diese „Musik“ oder der „Gesang“ wird in den Erzählungen etwa dafür verantwortlich gemacht, dass Menschen plötzlich keinen eigenen Willen mehr haben. Personen, die diese Klänge hörten, wurden durch sie praktisch „gezwungen“ sich einer Ansammlung von Wesen aus der Anderswelt zu nähren. Zum Beispiel einen Kreis der Feen zu betreten, durch den diese Menschen dann in ihre fremdartige Welt gelangten.

Eng verknüpft mit einer solchen „Musik“ von einem Feenhügel sind auch nebelartige Beobachtungen, die Menschen in Sagen und Mythen wahrzunehmen glauben. Auch durch diesen „Nebel“ gelangen sie in die Anderswelt der Fremden.

Es könnte sich bei derartigen Elementen in Märchen & Co. durchaus um Erklärungen für das Unerklärliche handeln. Für die „geistige Umnachtung“ jener Personen, denen in solchen Geschichten die verschiedensten Erlebnisse mit diesen fremden Wesen widerfahren sind. Also für den Verlust des Zeitgefühls, der Orientierung und auch der Willenskraft.

Diese Beschreibungen kennt jeder Folklorist. Sie sind unzählige Male in entsprechenden Märchen zu finden.

Dennoch haben die Aussagen auch in der scheinbar „modernen“ UFO-Forschung einschlägige Parallelfälle. Das heißt, dass auch UFO-Forscher durchaus immer wieder auf Ähnlichkeiten zwischen Märchen, Sagen & Co. und dem modernen UFO-Phänomen verweisen. Zweifellos liegen diese auch vor. Aber ein dritter „Kern“ ist dabei vielfach übersehen worden: Partys, Feste und ganze Gelage mit Feen, Kobolden, Elfen und ihren Artgenossen.

Tatsächlich finden sich nicht wenige Märchen die davon erzählen, dass jene Personen, die von fremden Wesen in die Anderswelt entführt wurden, mit diesen aßen, tranken und feierten. Und ein ganz erstaunliches Beispiels einer solcher „Feen-Entführungen in die Anderswelt“ stammt aus dem alten Irland.

„Mitten unter dem Feenvolk“

In diesem speziellen irischen Märchen heißt es, dass einst ein Junge mit Namen Gulisch von Feen entführt worden sein soll. Und zwar bis nach Frankreich.

Gulisch habe nach dieser Erzählung „in Mayo, im Wilden Westen von Irland“ gewohnt haben. Gleich in seiner Nachbarschaft fand sich ein Feenhügel, der „immer grün, Sommer wie Winter“, war. „Das deutet darauf hin, dass im Inneren des Hügels Feen ihre Wohnstätte haben“, beginnt das Märchen.

VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Eines Tages stand der Junge aus Irland bei seiner Hütte und betrachtete schwermütig den hellen Mond am Himmel. Sehnsüchtig sprach er darüber, dass er gerne mal mit dem Mond seinen Platz tauschen würde, um etwas von der Welt zu sehen. Noch nie sei irgendwo in der weiten Welt gewesen und er „nur einmal an deiner Stelle“ träumte Gulisch vor sich hin.

Und siehe da:

Kaum hatte er diese Worte vor sich hin gemurmelt, da erhob sich vor ihm und hinter ihm, über ihm und unter ihm großer Lärm. Es war, als ob viele Leute beieinander waren, redeten, lachten und ihren Spaß hätten.

Das Geräusch kam heran wie ein Windstoß. Gulisch horchte. Es schien im Inneren des kleinen Hügels nahe seiner Hütte zu verschwinden.“

Schon hier wird es „prä-astronautisch“. Offenbar kam ein Fahrzeug hernieder, da schon diese die Beschreibungen an die biblischen „Visionen“ der Propheten erinnern. Die „Herrlichkeit des Herrn“ oder der fliegende „Thronwagen Gottes“ kündigte in biblischen und verwandten Schriften oft sein Kommen mit dem „Getöse eines Heerlagers“ an. Ähnlich laut und lärmend also, wie in diesem Märchen.

Wenn es ein Objekt war, verschwand es im Inneren des Hügels. Das ist in dieser Geschichte ein spannendes Detail, denn als der Junge, von Neugier getrieben, auf diesen Hügel kletterte, geschah etwas Eigenartiges:

Er kletterte auf die Hügelkuppe. Sogleich gab oben der Boden unter seinen Füßen nach. Und als er wieder wusste, was ihm geschah, befand er sich in einer geräumigen Halle im Inneren des Hügels. Er stand mitten unter dem Feenvolk.“

Ein Objekt ging in einem Hügel nieder, und der Junge „krachte“ dort ein, und gelang so in eine Halle voller Feen.

Vielleicht können wir der Aussage, dass er eine Zeit lang nicht wusste „was ihm geschah“, auch entnehmen, dass der Junge den wahren Weg in das Innere – in die Halle – nicht mitbekam. Quasi so, wie es UFO-Entführungsopfer schildern, wenn sie den eigentlichen Weg in die UFOs, oder in den Raum der „Untersuchung“ im Nachhinein nicht mehr wissen …?

Flug nach Frankreich: „schneller als der Wind und all seine Bräute“

Im Inneren dieses „Hügels“ bemerkte Gulisch „herrschte gerade Aufbruchstimmung“ und alle „Feenmänner liefen aufgeregt durcheinander“ herum. Er bemerkte, „dass die ganze Halle voller Pferde war“ und die Feen mit ihren „Zauberpferden“ verreisen wollten. Nett, wie Feenmänner nun mal so sind, wurde Gulisch gefragt, ob er nicht mitkommen wolle.

Gesagt, getan. Der junge Ire bekam ein eigenes „Zauberpferd“ und flog so mit den Feen zusammen nach Frankreich:

Sie ritten so rasch wie der Wind, schneller als das schnellste Pferd der Sterblichen auf einer Jagd (…)

Bald überholten sie den kalten Herbstwind, der vor ihnen herraste (…) bis sie an die Küste kamen. Da rief einer unter dem Feenvolk: ,Jetzt gibt´s einen großen Sprung! Nur Mut!’ Und im gleichen Moment schwebten sie auch schon durch die Luft über das Meer. Eher Gulisch aber recht bewusst war, wie gefährlich es zuging, ritten sie wieder übers Land dahin, schneller als der Wind und all seine Bräute.“

ARTIKEL: Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte “UFO-Berichte” und Begegnungen mit der Anderswelt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)
ARTIKEL: Das uralte UFO-Phänomen! Jahrhundertealte “UFO-Berichte” und Begegnungen mit der Anderswelt (Bild: gemeinfrei / Collage: L.A. Fischinger)

Als die die Gruppe der Feenmänner mit Gulisch kurz vor ihrem Zielort landeten, hatte er keine Ahnung, wo er sich befindet. „Der kleine Mann“ erklärte ihm daraufhin, dass sie in Frankreich sein würden und dort die Tochter des Königs rauben wollen wollen: „Wir wollen sie entführen. Sie soll eine der Unsrigen werden.“ Dann stiegen sie vom Pferd…

„… und einer der kleinen Männer sprach ein Wort, das Gulisch nicht verstand. Im Augenblick wurden sie hochgehoben, und kurz darauf fand sich Gulisch samt seinen Gefährten in einem Palast wieder. (…)

Das Feenvolk und Gulisch aber konnte niemand sehen, denn als sie eintraten, hatte einer der Feenmänner ein Wort gesagt, dass sie unsichtbar machte.“

Im Folgenden wird überaus umfangreich das opulente Fest in all seinen Details am Hofe des Königs geschildert. Auch die eigentliche Mission, die Feen-Entführung der Prinzessin wurde beendet. Gulisch und die kleinen Feenmänner verschleppten sie und brachten sie nach Irland. Als er den Namen Gottes pries verwandelten sich beispielsweise auch die Zauberpferde in das zurück, was sie vorher waren. Etwa Äste oder Besen. Wie es sich für ein Märchen gehört, verliebte sich Gulisch auch in die Prinzessin und wollte sie vor den Feen schützen.

Nach und nach verschwanden ebenso die Feenmänner wieder in ihrem Hügel und Gulisch soll später mit der Königstochter zusammengezogen sein. Um der Erzählung ein ordentliches „Ende gut, alles gut“ zu verleihen, rettete der Junge die Prinzessin später aus der Hand der Feenmänner …

Das Christentum und die Feenmänner

Die hier wiedergegebenen (wichtigsten Teile) des alten Märchens aus Irland sind für Mystery-Jäger überaus spannend.

Welche Aussagen in diesem sehr reich ausgeschmückten Märchen (die Speisen des Hochzeitsmahl werden beispielsweise sehr ausführlich beschrieben) für eine sachliche Untersuchung relevant sind, ist fraglich. Wie grundsätzlich bei allen Überlieferungen, bei allen religiösen Mythologien und bei allen Sagen und Märchen. Auch finden sich eindeutig christlich geprägte Elemente in vielen dieser Märchen; vor alle hier bei Gulisch und den Feen.

Eindeutig ist das bei der Lobpreisung Jesus Christus zu sehen, mit der der Junge für seine heile Rückkehr dankt. Aber auch, dass später ein Pfarrer zur Hilfe gerufen wird, da die Feenmänner die Prinzessin verzaubert haben. Dieser christliche Geistliche sollt durch Gottes Kraft den Fluch oder die Verhexung der Dame aus Frankreich beenden, wie es das Märchen im weiteren Verlauf erzählt.

Die Nennung der Region „Mayo, im Wilden Westen von Irland“ als Ort des Geschehens zeigt, dass die Geschichte nach dem 7. Jahrhundert nach Christus angesiedelt ist. Hierbei handelt es sich um Grafschaft Mayo in der Provinz Connacht, die ihren Namen von einem Kloster herleitet, dass im 7. Jahrhundert in Balla von St. Colmán gegründet wurde. Die gesamte Region sowie die ganze Provinz Connacht waren bereits im 4. Jahrtausend vor Christus besiedelt und im 5. Jahrhundert hielt hier nach und nach das Christentum bei den dort lebenden Kelten Einzug.

Das Gebiet war und ist allerdings überaus reich an Sagen, Märchen und Geschichten aus der Anderswelt, in denen das Volk der Feen eine große Rolle spielt. Das Märchen um Gulisch und seine Feenmänner zeigt sehr schön, wie hier vorchristliche Erzählungen mit dem Christentum vermengt wurden.

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Bedenken muss man natürlich auch, dass solche Geschichten über Generationen weitererzählt wurden. Damit änderten sie sich inhaltlich immer wieder, bis sie jemand auf schrieb. Wobei auch das kein Schutz vor Veränderungen ist, da praktisch jeder, der solche Geschichten irgendwann nieder schrieb, andere Versionen des jeweils gleichen Märchens festhielt. Je nachdem wann es wo gehört wurde.

Niemand kann also die Herkunft, das Alter oder die „Ur-Version“ solcher Erzählung der Folklore klar bestimmen. Der keltische und mythologische Kern ist dennoch zu erkennen.

Erstaunliche Folklore!

VIDEO: Von Aliens entführt? UFO-Entführungen heute und in der Vergangenheit (Bild: WikiCommons / L. A. Fischinger)

Es kommt auf die erkennbaren Grundaussagen an, die für einen Jäger des Phantastischen nicht als reine Erfindung abgetan werden! Schließlich sind diese in zahlreichen Sagen und Mythen in aller Welt zu finden und bilden so auch einen der Pfeiler der Idee von den Astronautengöttern aus dem Kosmos.

Die in diesem Märchen direkt erkennbaren Parallelen zu „modernen Mythen“ sind meiner Meinung nach folgende:

  • Die „Feenmänner“ werden mehrfach als „kleine Männer“ beschrieben.
  • Die Wesen waren nicht von dieser Welt.
  • Diese wollen eine Frau entführen.
  • Sie konnten durch einen „Zauber“ sehr schnell fliegen.
  • Die Feenmänner „landen“ oder „erscheinen“ mit einem lauten Objekt.
  • In diese „Ding“ kommt der Junge gegen seinen Willen (er brach durch den Boden des Hügels)
  • Gulisch fand sich in einer (scheinbar sehr großen) „Halle“ wieder.
  • Die Feen konnten sich unsichtbar machen und hatten auch eine andere Sprache.

So erfahren wir hier von mehreren Aspekten der UFO-Forschung und der Prä-Astronautik. Schon die „Halle“, in der der Junge zu Beginn seines Abenteuers kam, könnte mit den UFOs in Verbindung gebracht werden. Ein Objekt, mit dem Gulisch letztlich nach Frankreich kam, um dort eine Frau zu entführen. Die Tatsache, dass alte Überlieferungen vielfach von solchen fliegenden Wesen erzählen, dürfte alle Freundinnen und Freunden des Phantastischen bekannt sein. Auch, dass dann und wann mal ein Sterblicher mitfliegen durfte, habe ich an verschiedenen Stellen dargelegt (z. B. HIER, HIER, HIER & HIER).

Eventuell könnte auch das immer grüne Gras des Feenhügels mit der UFO-Forschung in Verbindung stehen. Tatsächlich existieren inzwischen einige Fälle von UFO-Landungen, bei denen botanische Anomalien registriert wurden. Meist sind diese jedoch auf das versenken von Gras beschränkt. Einige Fälle sind jedoch bekannt, die zum Beispiel der UFO-Forscher Jaques Vallée in seinem Buch „Konfrontation“ schildert, bei der das Gras durch ein UFO zu erhöhtem Wachstum angeregt wurde. Diese physikalischen Wechselwirkungen zwischen UFOs und Umwelt werden zwischen UFO-Forschung und UFO-Kritikern mehr als hitzig debattiert.

Mag auch der Feenhügel ein bereits genutzter „UFO-Landeplatz“ gewesen sein?

Unsichtbare Feenmänner

Interessant ist durchaus die phantastische Aussage, dass die Feenmänner sich während der Entführung für andere Menschen unsichtbar machen konnten. Gulisch hingegen konnten die Feenmänner weiterhin ohne jegliche Schwierigkeiten sehen. Lediglich die anderen bei dem Fest anwesenden Menschen sahen – nichts.

Spontan erinnert mich das an die Begegnung des Propheten Daniel mit fremden Wesen aus dem Himmel, die das Alte Testament beschreibt. So heißt es im Buch Daniel, dass der Prophet einst in Trauer am Ufer des Fluss Tigris (Mesopotamien) weilte, wo er fastete und enthaltsam lebte. Bis er am „24. Tag des 1. Monats“ einen vollkommen seltsam aussehenden „Mann“ vor ihn sah, den nur er allein wahrnehmen konnte.

VIDEO: Das uralte Buch “Die Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das All! (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Das uralte Buch “Die Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das All! (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Im Buch Daniel (10,6-7) liest sich das so:

Sein Leib funkelte wie ein Edelstein, sein Gesicht leuchtete wie der Blitz, und seine Augen brannten wie Flammen. Seine Arme und Beine glänzten wir polierte Bronze, und seine Stimme klang wie das Rufen einer vielstimmigen Menschenmenge.

Nur ich allein sah diese Erscheinung; meine Begleiter sahen nichts. Doch packte sie ein großer Schrecken, sie liefen davon und versteckten sich.“

Die Aussage, dass die Menschen in Daniels Umgebung großer Schrecken ergriff, lässt vermuten, dass sie in der Umgebung der Erscheinung irgendetwas „wahrnehmen“. War es auch in der Sagenwelt so, hier speziell bei dem Märchen über Gulisch?

In einem späteren Artikel für diesen Blog werde ich das Thema „Unsichtbarkeit und Sagen“ nochmals aufnehmen.

Aber warum die kleinen Feenmänner überhaupt eine Frau entführen wollten, ist fraglich. Die Behauptung der Feen selber, dass die Prinzessin eine von ihnen werden soll, klingt sehr sonderbar. Zumal das Märchen genau in diesem Zusammenhang, das heißt, mit dem Eindringen der Feen in den Palast des französischen Königs, von erzählerischen Motiven durchzogen ist. Die seitenlangen Beschreibungen des Festes in allen Details „verschleiern“ geradezu den erzählerischen Kern. Dieser wäre die Entführung eines Menschen durch die Feenmänner. Das wiederum haben Kobolde, Feen, Elfen, Gnome, Götter, Aliens … gemeinsam, da alle diese „Kreaturen“ eben Frauen, Männer und Kinder entführen sollen.

Von Irland nach Indien

Viele Mystery-Interessierte und Prä-Astronautiker kennen natürlich diverse Überlieferungen von fliegenden Göttern oder Himmelswesen. Nicht-Irdische, die vom Himmel kamen und – zumindest laut den Mythologien unserer Vorfahren – dann und wann auch mal Menschen mitnahmen. Das war also kein Privileg des Gulisch aus dieser Geschichte aus dem 7. Jahrhundert.

Aber etwas anders fand ich persönlich dann doch in dieser Erzählung interessant. So beginnt das irische Märchen mit folgenden Worten:

Eines Abends nun stand Gulisch vor der Hütte und sah hinauf zum Himmel. Er betrachtete den schönen, weißen Mond. Es wurde ihm ganz sehnsuchtsvoll dabei. Nach einer Weile sprach er zu sich selbst: ,Ach wie schade ist es doch, das ich noch nie von hier fortgekommen bin (…) Ich wünschte, ich wäre nur einmal an deiner Stelle.‘

Just als Gulisch voller Sehnsucht und wünschend gen Himmel träumte, kamen die Feenmänner und sein Flug-Abenteuer begann.

Das erinnert an eine überaus spannende Überlieferung aus den alten Indischen Schriften, die ich an anderer Stelle bereits detaillierter durchleuchtet habe. So veröffentlichte 1824 Professor Franz Bopp eine Arbeit über die Reise des in Indien legendären Helden Ardschuna in den Himmel. Einem Text, der aus dem berühmten, Jahrtausende alten indischen Nationalepos Mahabharata stammt und in dem wir Erstaunliches lesen.

Hinweise in Alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen im Alten Indien? (Bilder: gemein frei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Hinweise in Alten Texten: Gab es schon vor Jahrtausenden Atombomben-Explosionen im Alten Indien? (Bilder: gemein frei / Montage: L. A. Fischinger)

So heißt es darin, dass sich der Held Ardschuna eines Tages wünschte, dass ein fliegender Wagen (ein Vimana) kommen soll – der auch mit viel Tamtam kam:

Als gegangen die Welthüter, wünschte Ardschunas, der Feine Schreck, dass der Wagen ihm nahen möge, Indra´s des Herrn des Himmlischen. Und mit Matali (der göttliche „Pilot“, Anm. L.A.F.) kam plötzlich im Lichtglanze der Wagen an, Finsternis aus der Luft scheuchend, und erleuchtend die Wolken all, die Weltgegenden anfüllend mit Getöse, dem Donner gleich. Der falben Rosse zehn tausend zogen mit Windeseile ihn. Himmlisch Zaubergebild war es, ein augenraubendes fürwahr.

(…)

Auf dem Wagen sodann stieg er (Ardschuna, Anm. L.A.F.), glänzend sowie des Tages Herr. Mit dem Zaubergebild führ er, dem Sonn’-ähnlichen Wagen nun, Dem himmlischen, empor freudig, der weise Spross aus Kuru’s Stamm.“ (nach Bobb 1824, S. 1-3)

Mit diesem fliegenden Wagen nun stieg der Krieger und Held Ardschuna in dem Himmel auf. Dort – scheinbar außerhalb der Erde – sollte den Gott Indra treffen.

Das Mahabharata und die Ancient Aliens

Wie im irischen Märchen kam also auch in diesem indischen Text quasi „auf Wunsch“ etwas vom Himmel. Ein fliegender Wagen der Götter. Die „Schlüsselwörter“ aus der Sage um Gulisch finden sich auch hier. Es war ein „Zauber“, flog in Windeseile, war laut und lärmend und schlicht atemberaubend. Selbst die Pferde (Rosse) fehlen nicht.

Dieses abschließend knapp erwähnte Beispiel der Himmelsreise des Ardschuna aus Indien ist dem ein oder anderen Prä-Astronautik-Interessierten sicher bekannt. Auch aus diesem Grund soll es hier erwähnt werden. Denn Kritiker der Astronautengötter wenden hier sehr gerne ein, dass der Herr Professor 1824 bei seiner Übersetzung schlicht phantasiert hat. Also, diese Überlieferung mit dem Flugwagen der Götter unwahr sei.

Nun, auch wenn es vor bald 200 Jahren keine Prä-Astronautiker gab, lohnt sich doch ein Blick in andere Übersetzungen. Meine fast 5.000 Seiten lange englische Übersetzung von 1883 bis 1896 des Mahabharata von Kisari Mohan Ganguli ist hier hilfreich. Sie verrät nach emsigen suchen auch, wo der Text genau steht. Er findet sich im dritten Buch, dem Vana Parva, Teil 42, (Indralokagamana Parva). Und vor allem: er stimmt!

Nur kleine inhaltliche Abweichungen zwischen der Übersetzung von Bobb aus dem Original ins Deutsche und von Ganguli ins Englische sind zu finden. Was auch zu erwarten ist. Selbst die fliegenden Wagen („celestial car”), das Getöse, die Reise in den Himmel, den man von der Erde nicht sieht, die tausende von Himmelswagen dort und die Aussage über die Beschaffenheit der Sterne sind vorhanden. Letzteres habe ich weiter oben nicht zitiert.

Alles … „Märchen„?

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Alle, von einem beliebigen Beobachter zu einem beliebigen Zeitpunkt an
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und Leuchterscheinungen gegebenenfalls ohne feste Stukturen.
Der Begriff des UFOs im engeren Sinne:
Was nach genauer und sorgfältiger Prüfung durch geschultes,
fachkundiges Personal unter Berücksichtigung aller Fakten und
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Sind dies nicht alles Hirngespinste abgedrehter und ausgeflippter
Egozentriker und Weltverbesserer?
Wenn wir nicht davon überzeugt wären, dass es UFOs im engeren Sinne
gibt, würde es die Degufo nicht geben!
Der Begriff UFO bedeutet ja zuerst nichts anderes als dass es sich dabei
um ein beobachtetes Phänomen handelt, dass in die uns bekannten,
herkömmlichen Raster nicht hinein passt. Also kein Flugzeug, kein
Zeppelin, kein Wetterballon, kein Ultraleichtflieger, kein erklärbares
Naturschauspiel, kein Meteorit, etc.
UFOs demonstrieren erstaunliche Eigenschaften z. B. enorme
Geschwindigkeiten, abrupte Richtungs- und Höhenänderungen,
Verschwinden innerhalb von Sekundenbruchteilen, um dann in kürzester
Zeit an einem anderen Ort wieder aufzutauchen.
UFOs wurden fotografiert, gefilmt, auf Radarschirmen festgehalten. Also
kurz und knapp: Es gibt UFOs – nur wir wissen nicht, was sie sind,
woher sie kommen, welche Intention sie haben.
Es gibt noch eine Fülle anderer Aspekte, die das UFO Thema so
faszinierend erscheinen lassen und die man nicht ignorieren darf, wenn
man wirklich ernsthaft – ohne Scheuklappen und Vorurteile – an dieses
Thema herangehen möchte. Und darum bemühen wir uns tagtäglich. Wir
nehmen jeden Bericht der an uns herangetreten wird ernst. Wir
unterstellen nicht von vornherein, dass der- oder diejenige, die an uns
herantreten, ein Lügner, Spinner, psychisch krank oder sonst verwirrt ist.
Wir garantieren jedem absolute Anonymität. Und wir versuchen, eine
mögliche Erklärung für das jeweilige Phänomen zu geben, soweit dies
möglich ist.
Natürlich versuchen wir zu allererst einmal, alle „natürlich erklärbaren“
Varianten abzuklopfen. Und wenn wir – nach gründlicher Recherche und
Analyse – festgestellt haben, dass es sich nicht um z. B. einen
Hubschrauber, ein Flugzeug, die Venus, einen Zeppelin oder ein
anderes erklärbares Phänomen handelt, erst dann wird die Sichtung
entsprechend eingestuft. Der Sichtungszeuge wird immer auf dem
Laufenden gehalten. Ebenso werden die Fälle und Erklärungen in die
UFO-Datenbank im Internet eingetragen, über die auch jeder
Sichtungszeuge seine Sichtung melden und der jeweiligen UFO
Forschungsgruppe zuordnen lassen kann. (www.ufo-datenbank.de)
Aber es gibt eben auch Fälle, die nicht auf „natürliche Art und Weise“ zu
erklären sind, für die wir auch keine befriedigende Erklärung haben, die
wir aber deshalb nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.
Wirkliche Wissenschaft bedeutet eben nicht an diesem Punkt halt zu
machen, sondern vorurteilsfrei und trotzdem sachlich und kritisch an den
jeweiligen Fall heranzugehen und dabei bewusst auf eigene
Interpretationen zu verzichten. Fakten und Informationen, soweit sie
verfügbar sind zu sammeln, ohne zugleich immer eine Schublade bereit
zu haben, in die man das jeweilige Phänomen einzuordnen hat.
Wir sind gegenüber Aspekten zu einem „höheren Bewusstsein“ und
Kontaktlern offen, aber kritisch eingestellt und bemühen uns auch hier
aufklärend, wenn notwendig auch im Sinne von entlarvend tätig zu
werden.
Eine wichtige Diskussions- und Informationsplattform ist – neben den
persönlichen Kontakten und unserer Homepage und dem
Erfahrungsaustausch untereinander – unsere viermal jährlich
erscheinende Zeitschrift „Deguforum“. Der größte Teil der Artikel
entstammt der Feder unserer Mitglieder. Hierauf sind wir besonders
stolz. Denn dies zeigt, dass ein lebendiger und aktiver Dialog stattfindet,
der die Degufo auszeichnet. Aber auch namhafte Autoren wie Luc
Bürgin, Ernst Meckelburg, Armin Risi, Jaques Vallee und Prof. Walter
von Lucadou gehören, um nur einige Namen zu nennen, zu den Autoren
des Deguforum.
Facetten der UFO Thematik
Historische UFOs
Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte beobachteten unsere
Vorfahren den Himmel und seine Erscheinungen. Viele derartige
Darstellungen sind uns überliefert.
Ebenso war es schon immer ein Menschheitstraum, fliegen zu können.
Doch spätestens seit der griechischen Sage von Ikarus wissen wir von
den damit verbundenen tödlichen Gefahren. Dennoch spornte Mut und
Forschergeist die Flugpioniere immer wieder zu neuen Versuchen an. So
erreichte der Mensch nach nicht einmal 70 Jahren seit den ersten
Motorflügen bereits den Mond.
Lassen sich erste „UFO-Wellen“ 1896/97 in den USA vielleicht noch als
Vorläufer der beginnenden Zeppelin-Ära erklären, so stehen wir doch
fassungslos vor den biblischen Berichten eines Hesekiel! Sein Flugobjekt
und die Rekonstruktion durch den Ex-NASA Ingenieur Josef Blumrich
und die dazu passende, vom deutschen Ingenieur Hans Harald Beier
unabhängig wiederentdeckte Bodenanlage (Tempel Salomon) werfen
noch heute viele Fragen auf, die vor allem Erich von Däniken, aber auch
viele andere Forscher publik gemacht haben.
Der Mythos von den „fliegenden Untertassen“
Sie Sichtung von Kenneth Arnold am 24.06.1947 bescherte uns diesen
Mythos als eine Schöpfung der US-Presse. Da scheinbar herkömmliche
Erklärungen ausgeschlossen waren, inklusive einer als eine deutsche
Geheimwaffe des Dritten Reiches, blieb als UFO-Herkunftsort nur noch
der Weltraum. Niemand vermochte bisher einen Beweis dafür oder
dagegen zu erbringen, dennoch fasziniert uns diese
Erklärungsmöglichkeit bis heute, ungeachtet der uns bekannten
interstellaren Entfernungen. Weiterhin halten sich hartnäckig Gerüchte
von Abstürzen solcher Objekte und der Verschwörung der US-Regierung
und der NASA mit deren Besatzungen. Seit 1970 klagen US Gruppen
zum Teil erfolgreich auf die Herausgabe von geheimen Dokumenten. Bis
zum heutigen Tage spiegelt sich dieser Glaubenskrieg und die Vielfalt
der verschiedenen Meinungen in der überaus zahlreichen Literatur zum
Thema wieder.

Vom Kontaktler zum Entführten
Bald fanden sich Menschen, die quasi als Mittler zu den UFOs auftraten
und sich selbst zum Sprachrohr der Außerirdischen machten, so z. B.
George Adamski als Bindeglied zu den „Venusiern“. Ebenso schnell
uferte diese Bewegung aus und alsbald waren alle Planeten unseres
Sonnensystems von menschenähnlichen Wesen bevölkert. Die „großen
Brüder“ kontakten noch heute „Billy“ Meier in der Schweiz im
malerischen Örtchen Hinterschmidrüti. Seit dem 19.09.1961 bekam
diese Art der Beziehung aber eine neue Dimension: Nun waren
Menschen plötzlich Opfer einer schmerzhaften medizinischen
Untersuchung, was vielen Untersuchten zunächst gar nicht bewusst
geworden war. Erst im Laufe der Zeit und/oder nach
Hypnoserückführungen konnten sie ihre zum Teil erschreckenden
Erlebnisse schildern. Zwar ist nach wie vor sehr strittig, ob diese
Erlebnisse etwas mit Außerirdischen zu tun haben, unstrittig sind aber
die festgestellten posttraumatischen Schockreaktionen.
Die neuesten Sichtungsmeldungen
Seit der Wiedervereinigung in Deutschland ist auch eine Verlagerung der
Aktivitäten der UFOs nach Mitteleuropa feststellbar.
Beherrschten 1988/89 noch Puerto Rico und Gulf Breeze (Florida)
vornehmlich die Schlagzeilen der UFO Presse, so sind seit November 89
über 18 Monate lang die belgischen Dreiecke und im August 1990 die
Lichtbälle über Greifswald in Deutschland darin bestimmend. Hinzu
kommt ein Wust an bekanntwerdenden sowjetischen Materialien von
ganz unterschiedlicher Güte. 2008 überschwemmte eine Welle an
Miniaturheißluftballonen und deren Sichtungen die UFO Gruppen in
Deutschland. Tausende dieser sog. MHBs wurden gemeldet und in
dieser Flut gingen die wenigen UFO Sichtungen, die nicht von diesem
Urheber ausgelöst wurden, fast unter.
Geheimnisvolle Spuren im Korn

Die achtziger Jahre brachten eine wachsende Zahl an Kreisformationen
auf den südenglischen Feldern in die Schlagzeilen. Obwohl mindestens
seit Mitte der sechziger Jahre in australischem Sumpfgras bereits
bekannt, stürzten sich Anfangs die Medien und Fangemeinden auf das
„neue“ Rätsel.
Lösungsvorschläge wurden ebenso schnell geboren wie wieder
verworfen, nur die Kreise blieben. Zwar konnte bisher keine direkte
Verbindung zu den UFOs nachgewiesen werden, aber ein Auftreten
beider Phänomene in gleichen Regionen ist feststellbar. Dann
„exportierten“ sich die Kreise in andere Länder und in Sand, Stein und
Schnee und ab 1990 traten richtiggehende Bodenkunstwerke in das
Rampenlicht einer erstaunten Öffentlichkeit (sogenannte Piktogramme).
Nachdem eine Vielzahl als Fälschung entlarvt wurde, ist die Kornkreis-
Szene heute stark verunsichert. Fest steht definitiv nur eins: trotz aller
Anforderungen und einer unübersehbaren Zahl an Fälschungen sowie
der nachfolgenden Ächtung des Themas durch die getäuschten Medien
bleibt auch dieses Phänomen immanent und ist im Kern nach wie vor
ungelöst!

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Fliegende Scheibe über Costa Rica 1971: Das Problem mit UFO-Bildern und die spannenden Hintergründe des angeblich besten UFO-Foto aller Zeiten

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Fliegende Scheibe über Costa Rica 1971 (Ausschnitt): Das beste UFO-Foto? (Bild: Instituto Geográfico Nacional de Costa Rica / uapmedia.uk)
Fliegende Scheibe über Costa Rica 1971 (Ausschnitt): Das beste UFO-Foto? (Bild: Instituto Geográfico Nacional de Costa Rica / uapmedia.uk)

Ein rund 50 Jahre altes UFO-Foto sorgt derzeit wieder für Schlagzeilen. Aufgenommen wurde es durch Zufall in Costa Rica 1971 aus einem Flugzeug heraus durch eine automatische Kamera. Jetzt wurde von einem Negativ dieser Aufnahme ein hochauflösender Scan angefertigt, der das Foto wieder in den Fokus des Interesses rückt. Und tatsächlich hebt sich dieses Bild von vielen anderen UFO-Fotos der Vergangenheit ab und hat eine überaus spannende Historie vorzuweisen. Dies betrifft den Umstand der Entstehung ebenso, wie die bisher erfolgten Untersuchungen und einen späteren Vorfall am Ort der Aufnahme, der kaum beachtet wurde. Denn UFO-Fotos sind und waren immer ein Problem, weshalb an dieser Stelle einmal genauer dahinter geschaut werden soll.


Streitfall UFO-Fotos

In den vergangenen Jahrzehnten tauchten immer wieder gestochen scharfe Fotos von UFOs oder unbekannten Objekten am Himmel auf. Viele skeptische UFO-Forscher waren und sind angesichts solcher Aufnahmen immer sehr schnell hellhörig. Der Verdachte auf eine Fälschung liegt sehr schnell auf der Hand. Und das sicherlich aus sehr gutem Grund – wenn man auf die Vergangenheit der UFO-Forschung schaut.

Immer wieder war höchste Aufmerksamkeit geboten, wenn privat jemand „rein zufällig“ plötzlich mit einem UFO-Foto daherkam. Nicht minder auch dann, wenn bestimmte esoterische UFO-Gruppen die UFO-Gemeinde mit erstaunlichen „Bildern von außerirdischen Raumschiffen“ geradezu überfluteten. Etwa die UFO-Sekte FIGU um ihren Anführer Billy Meier aus der Schweiz.

Zweifel bekamen UFO-Ermittler auch sehr schnell, wenn ganz normale Menschen plötzlich mit ganzen Serien von UFO-Fotos aufwarten konnten. Umso mehr dann, wenn diese verblüffenden Bilder über eine längere Zeit immer wieder angefertigt wurden, da die entsprechenden Zeugen vorgaben, sie wären von den fremden Flugobjekten immer wieder besucht worden. So geschehen im schon legendären Fall von Ed und Frances Walters aus dem Örtchen Gulf Breeze in Florida in den USA während der dortigen UFO-Welle ab 1987. Dort folgte ein gewaltiger Ansturm an UFO-Forschern und Schaulustigen, der bis heute beispiellos ist.

Bis heute diskutiert die UFO-Forschung diese UFO-Welle immer mal wieder und hier vor allem die Vielzahl von Walters fraglos beeindruckenden Fotografien. Einst galten sie als die besten UFO-Bilder der Welt – oder als die besten Fakes. Und selbst Außerirdische habe er bei diesen angeblichen Erlebnissen selber gesehen, wie in diesem Mystery Files-Video HIER 2014 berichtet.

Was aber macht ein „gutes UFO-Foto“ letztlich aus? Und gibt es wirklich das „beste UFO-Foto der Welt“? Immerhin hat schon der CIA 1960 seinen Mitarbeitern in einem Papier erläutert, was sie bei einer UFO-Begegnung zu tun haben, um gute Fotos zu schießen. Ein durchaus erstaunliches Dokument, wie HIER berichtet.

UFO-Bilder einst und heute

So wurde beispielsweise im Sommer 2015 ein Handy-UFO-Foto als „das beste UFO-Foto aller Zeiten“ in den Medien bezeichnet, das ein 11järiger Junger in Kampur in Indien schoss. Es war eine Aufnahme, die in 2 Sekunden mittels Handy-Applikation hätte gefertigt werden können, wie damals in diesem Mystery Files-Video HIER berichtet.

Der Nachteil solcher Bilder (oder auch Videos) mit einem Smartphone liegt für interessierte UFO-Forscher auf der Hand: Solche Aufnahmen liegen ausnahmslos nur digital vor. Physisch greifbare Negative gibt es heutzutage praktisch nicht mehr (mehr dazu auch HIER). Doch gerade solche real belichteten Fotos sind in vielen Fällen schwerer zu faken. Digital kann man leicht etwas einfügen (und es auch nachweisen!) oder es kommt zu digitalen Störungen bei der Aufnahme, die dann für ein UFO gehalten werden.

Bei echten, also nicht digitalen Fotos, muss man schon etwas vor die Linse hängen oder werfen oder es sonst wie mit abfotografieren, damit es auch auf dem Negativ sichtbar wird. „Notfalls“ geht auch eine Doppelbelichtung.

Wobei in allen Fällen natürlich ein Irrtum nie ausgeschlossen werden kann. Klassisch ist hier das Beispiel eines nahe am Objektiv vorbei sausenden Insektes oder eines mit abgelichteten Vogels im Flug. Letzteres wurde sogar schon von jemanden als „UFO“ im Hintergrund eines meiner Mystery Files-Videos entdeckt. In Wahrheit waren es Möwen über dem Meer vor Sylt.

Von daher sollte es den Laien nicht wundern, dass auch ältere Fotos von Unbekannten Flugobjekten immer mal wieder in der UFO-Forschung neu diskutiert werden. Ähnlich wie in der „etablierten Wissenschaft“ kommt es oft vor, dass mit neuen Fragen, Ideen und Techniken an alte oder sogar sehr alte Themen neu herangegangen wird. Für die UFO-Forschung gilt das ebenso, wie für andere Bereiche der sogenannten „Grenzwissenschaft“. Im Besonderen übrigens für die Prä-Astronautik.

Costa Rica 1971: Das „überzeugendste UFO-Foto aller Zeiten“

Und durch die oben zusammengefasste, grundlegende Problematik bei UFO-Fotos sollte das auch verständlich sein. Bildanalyseverfahren waren beispielsweise 1960 ganz andere als heute.

Deshalb wird aktuell in der Medienlandschaft und vor allem unter UFO-Interessierten ein Foto diskutiert, dass erneut als „bestes“ oder „überzeugendstes UFO-Foto aller Zeiten“ oder ähnlich gehandelt wird. Obwohl es bereits im Jahr 1971 aufgenommen und in der Vergangenheit mehrfach analysiert wurde. Und zwar entstand es am 4. September über Costa Rica in Mittelamerika aus einem Flugzeug heraus, dass eine automatische Kamera mit an Bord hatte. Deutlich sieht man eine klassische Fliegende Untertasse auf dem beeindruckenden Foto. Dazu aber gleich mehr.

Folglich hat das Bild in der UFO-Forschung bereits eine lange Geschichte hinter sich. Hier ist vor allem der bekannte UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée zu nennen, der beispielsweise schon 1990 in seinem Buch „Konfrontationen“ ausführlich über diese Foto aus Costa Rica berichtete. Vallée hielt dieses Foto schon damals für „authentisch“, wie er schreibt. Leider versäumt er es das Bild auch in seinem Buch abzudrucken (zumindest in der deutschen Ausgabe ist es nicht zu finden).

Der deutsche UFO-Forscher Illobrand von Ludwiger holte dies in seinem Standartwerk „Der Stand der UFO-Forschung“ 1992 jedoch nach. Er zeigte darin auf Fotopapier in sehr guter Qualität neben dem besagten UFO-Bild zusätzlich noch eine Ausschnittsvergößerung des „physikalisch realen Gegenstandes“, so Ludwiger.

Erste Analysen

Bereits 1989 veröffentlichte Vallée zusammen mit Dr. Richard F. Haines im „Journal of Scientific Exploration“ (Vol. 3, No. 2, 1989) einen Untersuchungsbericht des Fotos und den Umständen seiner Herkunft und Entstehung. Ihrem umfangreichen Bericht „Fotoanalyse einer Luftscheibe über Costa Rica“ folgte ein Jahr später ein weiter mit „Neuen Beweisen“ im „Journal of Scientific Exploration“ (Vol. 4, No. 1, 1990).

Haines und Vallée kommen in diesen Arbeiten zu dem eindeutigen Ergebnis, dass 1971 ein mehr als ungewöhnliches UFO-Foto durch reinen Zufall entstand, deren Geschichte lückenlos nachweisbar sei. Ihre Untersuchungen begannen schon in den Jahren zuvor und schon 1985 suchte Vallée in Costa Rica die „Zeugen“ selber auf, um mehr zu erfahren und Kopien der Negative der Fotos zu bekommen. Zeugen steht deshalb in Anführungszeichen, da niemand die fliegende Scheibe selber mit eigenen Augen sah. Und gerade diese Tatsache macht die Aufnahme mit der klar erkennbaren Scheibe so besonders.

Sie entstand während eines während eines Fluges über dem See Cote in Costa Rica mit einer automatischen Kamera. Der mehr oder weniger staatliche Auftrag bestand darin, aus dem kleinen Flugzeug heraus das Gebiet für geplante Baumaßnahmen zu fotografieren. Deshalb war unter der Maschine eine (damalige) High-Tech-Kamera vom Typ „R-M-K 15/23“ installiert, die alle 20 Sekunden ein Foto von der Oberfläche schoss. Finanziert sei sie einigen Angaben nach von Deutschland gewesen.

Sämtliche technische Daten waren somit von der Kamera ebenso bekannt, wie von dessen Einstellungen und dem genutzten Film.

Frame 300

Jacques Vallée beziehungsweise Haines und Vallée nennen in ihren Publikationen zum Beispiel eine Belichtungszeit von 1/500 Sekunde, eine Blende von 5.6, den Film Kodak Typ 3665, auf dem die Negative in 23 x 23 Zentimeter gedruckt wurden, den Frame-Zähler (909) und viele weitere Daten. Aufgenommen sei das Bild aus 10.000 Fuß Höhe über dem See, von dem sich das Objekt deutlich abzeichnet. Das „Ding“ selber ist auf den Bild 4,2 Millimeter große und das Foto lichtete ein Gebiet von 11,5 x 11,5 Kilometer Größe ab. Der Stand der Sonne wurde ebenso beachtet, da auf dem Objekt offenbar Reflexionen zu erkennen sind.

Ebenfalls ist bekannt, wer sich an Bord der Maschine im staatlichen Auftrag des „Nationalen Geographischen Institut“ („Instituto Geográfico Nacional de Costa Rica“) befand. Insgesamt waren es mit dem Piloten 4 Personen. Unter ihnen war Sergio L. V. (= Sergio Loaiza), ein Spezialist für Luftbildfotografie, der für die Technik verantwortlich war. Natürlich waren daneben Ort und Zeit (8.25 Uhr) exakt dokumentiert.

Auf den Bildern 299 und 301 ist nichts von einem UFO zu sehen (Bild: Instituto Geográfico Nacional de Costa Rica / uapmedia.uk)
Bilder 299 und 301 der Serie zeigen kein UFO (Bild: Instituto Geográfico Nacional de Costa Rica / uapmedia.uk)

Leider wurde die metallisch schimmernde Fliegende Untertasse nur einmal fotografiert. Der Bildzähler („Frame“) weist für diese Aufnahme die Nummer 300 auf. Auf Nummer 299 und 301, also 20 Sekunden davor und danach, ist indes nichts von einem Objekt über den See zu sehen.

Schon im Jahr 1980 bekam Ricardo Vilchez aus San José Kopien der Negative und vor allem des Bildes Nummer 300 mit dem UFO. Er ist auch die Bildquelle der Fotos in dem oben genannten Buch von Illobrand von Ludwiger. In der Folge kam es zu einer ganzen Reihe Untersuchungen des Bildes. So schrieb schon 1990 Vallée in „Konfrontationen“ zum Beispiel folgendes:

Das Labor in Costa Rica, das die Fotos entwickelte, schätze den Durchmesser des Objektes auf einhundertsiebzig Meter.“

170 Meter Durchmesser?

Mit 170 Meter Durchmesser wäre das UFO riesig. Doch schon Vallée merkte an, dass andere das Objekt auf „nur“ 40 Meter Größe schätzten. Er erwähnt auch eine vierte Analyse vom Dezember 1987, die schon damals von Haines durchgeführt wurde. Nach dieser wurde hier klar ein „dreidimensionales Objekt“ fotografiert. „Die 4,2 mm Länge auf dem Bild entspricht einem Objekt von 210 m Länge oder 683 Fuß“, schrieben Vallée und Haines 1989 in „Journal of Scientific Exploration“.

Dann wurde es still um diese Bild, dass grundsätzlich weiterhin Eigentum des „Instituto Geográfico Nacional de Costa Rica ist. Bis am 10. Mai 2021 „The New Yorker“ einen umfangreichen Bericht darüber brachte „wie das Pentagon begann, UFOs ernst zu nehmen“ und damit „das Tabu überwunden“ habe. In diesem wird ein Besuch bei Leslie Kean in New York geschildert, die in der UFO-Forschung schon seit vielen Jahren ein fester Begriff ist. Dort heißt es:

„An der Wand hinter ihrem Schreibtisch (hängt) ein gerahmtes Schwarzweißbild (…), das wie das Ultraschallbild einer Frisbee aussieht. Das Foto wurde ihr zusammen mit einer Dokumentation über die Aufbewahrungskette von Kontakten in der costaricanischen Regierung übergeben; ihrer Einschätzung nach ist es das beste Bild eines UFOs, das je veröffentlicht wurde.“

Als Herausgeberin eines viel beachteten Buches, in dem „Generäle, Piloten und Regierungsvertreter“ zum Thema UFOs „ihr Schweigen“ brechen, kannte Kean besagtes Foto schon lange. Auch in ihrem Buch ist es zu sehen. Doch durch den Bericht im „New Yorker“ vor ziemlich genau einem Jahr rückte die Aufnahme wieder in den Fokus. Und inzwischen haben in den letzten Tagen zahllose News-Seiten und Medien es aufgegriffen. Vor allen seit dem 8. und 9. Mai boomt das Thema des „besten UFO-Fotos aller Zeiten“ in den Boulevardmedien.

Hochauflösender Scan

Die Gruppe „UAP Media UK“ wurde nach diesem Bericht nämlich auf das Bild aufmerksam und konnte von Esteban Carranza in Costa Rica eine Kopie davon bekommen. Carranza ist im Besitz eines „über 40 Jahre altes 8×10-Negativ“ des UFO-Fotos von 1971, das über seinen Onkel direkt vom „Instituto Geográfico Nacional de Costa Ricastammen soll.

Carranza selber fuhr mit dieser Kopie des Negativ zu Sergio Loaiza, dessen Kamera das Bild damals automatisch schoss. Loaiza ist sicher, dass es um 1975 vom Original-Negativ angefertigt wurde. „Denn als das Negativ in den 80er Jahren berühmt wurde, wies es bereits viele Kratzer auf, die auf seine Bearbeitung zurückzuführen waren“, wie „UAP Media UK“ unter Berufung auf Loaiza schreibt. Und deshalb zeigte er sich auch „ziemlich begeistert“, dass dieses Bildmaterial nun aufgetaucht sei.

Fliegende Scheibe über Costa Rica 1971 - Bild 3
Aus den Untersuchungsberichten von Vallée und Haines 1989 & 1990 (Bilder: Vallée/Haines)

Carranza wiederum nahm das Negativ und schickte es in das Fotolabor „Michael Strickland Photography“ in Kansas in den USA. Hier ließ er mit einem „Tango-Trommelscanner“ einen hochauflösen Scan des Bildes anfertigen, dass letztlich „UAP Media UK“ online stellte. In einer sehr komprimierten Form allerdings, da nach deren Angaben der Spezial-Scan 1,7 GB groß sei. Für ein einzelnes Bild ist das wahrlich gigantisch! Zu diesem Scan schreibt die Gruppe in ihrer Veröffentlichung vom 6. Mai:

Ein Trommelscanner funktioniert im Wesentlichen wie eine Präzisions-Digitalkamera, mit der reflektierende und transparente Materialien mit extrem hoher Auflösung gescannt werden können. Er nimmt das Bild mit analogem Licht auf, wobei er in jedem Farbkanal so viele Details wie möglich erzeugt, und wandelt es dann in eine digitale Datei um.

Ein außergewöhnliches UFO-Foto

Kean zeigte sich nach dem erfolgten Scan ebenfalls begeistert und wird mit folgenden Worten zitiert:

Dieses Foto eines UFOs ist vielleicht das außergewöhnlichste, das jemals von Regierungsbeamten veröffentlicht wurde. Wir haben keine Ahnung, welche vergleichbaren oder noch besseren Bilder in geheimen Akten des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten versteckt sind. Ich bin der Regierung von Costa Rica für ihre Transparenz dankbar. Ich bin auch Esteban dankbar für seine Bemühungen, die bestmögliche Wiedergabe dieses historischen Fotos zu erhalten.“

Auch der „Costa Rica Star“ berichtete über die Foto und schreibt unter anderem:

Der Fotograf Loaiza sagte, dass ihm und seinen Kollegen nach der Entwicklung der Fotos und der Erörterung des Objekts, das auf diesem einen Bild zu sehen war, untersagt wurde, Informationen über das weiterzugeben, was die Wissenschaftler des ICE-Lake Arenal-Projekts für ein UFO hielten.“

Dennoch sei es erstmals 1979 in die Hände der Organisation „Ground Saucer Watch (GSW), die solche Fälle analysiert“, in den USA gekommen. „Es ist eine der überzeugendsten wissenschaftlichen Bestätigungen dafür, dass UFOs real sind“, wird der UFO-Forscher Oscar Sierra aus Costa Rica zitiert. Sehr genau scheint der „Costa Rica Star“ allerdings nicht bei seinen Angaben zu sein, da zum Beispiel auch angeben wurde, dass die Kamera alle 13 Sekunden ein Bild machte. Alle anderen Quellen sprechen ausnahmslos von 20 Sekunden.

Fake oder Fehler?

RTL in Deutschland brachte heute (9. Mai) in deren Online-News ebenso eine Meldung über das UFO-Foto. Anders als viele Boulevardmedien – vor allem aus Großbritannien – nennt RTL aber auch angebliche Erklärungen für das UFO auf dem Bild:

Doch es gibt auch andere Erklärungen dafür, worum es sich bei der ‚Untertasse‘ tatsächlich handeln könnte. Diese reichten von einer zufälligen Reflexion auf der Kameralinse, Doppelbelichtung bis hin zu einer einfachen Fälschung.“

Nichts davon sei bisher belegt, betonten schon UFO-Forscher wie Vallée vor 30 Jahren. Ob der neue und hochauflösende Scan eine Erklärung liefern wird, bleibt zu bezweifeln. Jedoch lassen sich fraglos durch diese Technik weit mehr Details dem Bild entnehmen, als es noch bei den Analysen von Vallée und Haines der Fall war.

Weit weniger bekannt dürfte sein, dass es Jahre nach Entstehung des Fotos laut Zeugen am Cote See zu einer außergewöhnlichen UFO-Sichtung kam. Diese hatten schon Haines und Vallée in ihrer Analyse in „Journal of Scientific Exploration“ 1989 diskutiert. Vallée hatte den Fall vom 25. Oktober 1986 gegen 9 Uhr morgens in seinem Buch „Konfrontationen“ ein Jahr später praktisch identisch erneut aufgegriffen.

Ein zweites Objekt im See?

Demnach gaben vor Ort die beiden Zeugen Joaquin U. A. Ronald-Alberto L. A. zwei Wochen nach dem Vorfall gegenüber Carlos und Ricardo Vilchez an, dass sie zuerst in rund 550 Metern Entfernung „drei oder vier Zylinder, die, Pfählen ähnlich, im Abstand von einem Meter jeweils einen Meter aus dem stillen, spiegelglatten Wasser ragten“, so Vallée. Als die beiden näher kamen, erkannten sie, dass die „Zylinder“ grau oder kaffeefarben waren und konnten sie so einige Minuten aus dem Wasser ragend sehen. Bis sie plötzlich verschwanden:

Nach 5 oder 10 Minuten lösten sich diese Objekte auf, die auftauchenden Teile kippten wieder zusammen, als ob sie an einer einzigen untergetauchten Struktur befestigt wären, und das ganze Objekt verschwand mit erheblichem Aufruhr und Wellen wieder im See.“

Fliegende Scheibe über Costa Rica 1971 - Bild 4
Zeugen-Skizzen der angeblichen Sichtung 1986, wie sie Vallée und Haines 1990 veröffentlichten.

So schilderten es Haines und Vallée 1989, die damals auch zwei entsprechende Skizzen der Zeugen veröffentlichten. Nach den beiden Zeugen sahen sie also kein UFO am Himmel, sondern ein USO – ein „Unbekanntes Unterwasserobjekt“, die der UFO-Forschung ebenfalls nicht fremd sind. Auch wenn sie meistens in den Meeren und Ozeanen gesichtet worden sein sollen, nicht in einem See.

Irgendwelche Beweise, wie etwa Fotos und weitere Zeugen, gab es für diesen USO-Fall von 1986 leider nicht. Ob die Zeugen nur Trittbrettfahrer waren und ihre Sichtung erfanden?

Bis zu 3.199 Stundenkilometer schnell!

Die Geschichte mit dem UFO-Foto von 1971 ist keine UFO-Sichtung im eigentlichen Sinn. Das Objekt hat niemand gesehen. Das Bild von der Scheibe entstand unbemerkt und wurde erst nach der Auswertung der gesamten Fotos entdeckt. So etwas gab und gibt es immer wieder bei Amateuraufnahmen, die später dann „etwas“ auf ihren Fotos finden. Erneut sei hierzu auf den Klassiker eines Insektes verwiesen, dass während der Auslösung vor der Linse her flog.

Da 1971 die belichteten Bilder vor und nach dem eigentlichen UFO-Foto das Objekt nicht zeigten, muss es sehr schnell gewesen sein. Im „Journal of Scientific Exploration“ machten sich Vallée und Haines in ihrem zweiten Bericht von 1990 deshalb auch über die mögliche Geschwindigkeit des Objektes Gedanken.

Da die Flugrichtung auf einem Einzelbild nicht ermittelt werden kann, nahmen sie verschiedene Strecken an, in welche Richtung die Scheibe verschwunden sein könnte, als sie 20 Sekunden später auf dem Folgebild nicht mehr zu sehen war. Im Ergebnis kamen sie auf unglaubliche 3.199 Stundenkilometer (1.988 Meilen pro Stunde). Und wäre es in eine andere Richtung gerast, „so hätte es mindestens 1.425 Meilen pro Stunde zurücklegen müssen“, wie sie schreiben. Also rund 2.293 Stundenkilometer.

Das wäre grob und großzügig als Mittel angenommen doppelte Schallgeschwindigkeit (= 1234,8 Stundenkilometer). Und damit fern jeder Technologie, die damals wie heute von einem solchen runden Objekt bekannt wäre.

Ein UFO-Foto, das ganz anders ist

All die hier nur zusammengefassten und ausgesuchten Einzelheiten machen das „Foto Nr. 300“ so spannend und durchaus zu einem der besten UFO-Bilder, die es gibt. Die lückenlose Historie und die Herkunft beziehungsweise Zufalls-Entstehung im offiziellen Auftrag des Fotos machen den Fall auch Jahrzehnte später interessant. Demnach ist es quasi „ganz anders“ als all jene Aufnahmen, die einleitend erläutert wurden.

Es bleibt nun zu hoffen, das anhand der neuen Digitalisierung neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Oder, dass das einzige Original vom „Instituto Geográfico Nacional de Costa Rica“ oder dem Nationalarchiv von Costa Rica für Untersuchungen zur Verfügung gestellt wird. Und sei es auch noch so zerkratzt, wie es Loaiza erwähnte.

Abschließend sei noch erwähnt, dass praktisch niemand behauptet hat, dass hier 1971 Außerirdische in ihrem Raumschiff über den See in Costa Rica rasten …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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UFOs in der Antike: Was erschien 214 vor Christus bei den alten Römern? Der fliegende „Altar“ des Geschichtsschreiber Livius und seine Insassen

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UFOs in der Antike - was erschien 214 vor Christus bei den alten Römern? Der fliegende Altar des Geschichtsschreiber Livius und seine Insassen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFOs in der Antike – was erschien 214 vor Christus bei den alten Römern? Der fliegende Altar des Geschichtsschreiber Livius und seine Insassen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

UFOs und unbekannte Flugobjekte in der Antike – gab es sie? Glauben wir den alten Chronisten und Geschichtsschreibern, ist die Antwort ein eindeutiges Ja! So haben auch einige UFO-Forscher und vor allem Prä-Astronautik-Forscher in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder entsprechende Beispiele aus historischen Berichten angeführt. Einer ging dabei im Laufe der Jahre allerdings eher unter, obwohl dieser von dem bedeutenden römischen Geschichtsschreiber Titus Livius aufgezeichnet wurde. Demnach sei vor über 2.200 Jahren am Himmel über der Stadt Hadria in Italien ein fliegender „Altar“ erschienen. Mit samt einer „Besatzung“. Grund genug sich dieses UFO der Antike an dieser Stelle einmal genauer anzusehen.


UFOs in der Antike

Die Forscher der Prä-Astronautik und einige UFO-Forscher suchen in alten Chroniken, Schriften und anderen historischen Quellen immer wieder nach Hinweisen auf mutmaßliche UFOs. UFO-Sichtungen der Antike, die sich nicht in irgendwelchen Mythen oder religiösen Texten finden, sondern in konkreten Dokumenten aus eher historischer Zeit. Etwa in mittelalterlichen Berichten auf Flugblättern, in geschichtlichen Chroniken oder auch bei römischen Geschichtsschreibern. „Himmelszeichen“ oder „Wunderzeichen“, wie man diese in christlichen Zeiten gerne nannte. Mehr dazu erfahrt Ihr in den am Ende angefügten YouTube-Videos.

Vielfach sind diese Jäger des Phantastischen in den vergangenen Jahrzehnten dabei auch fündig geworden. Ein Beweis, das „Seltsames“ oder „Etwas“ auch schon von den alten Chronisten dokumentiert wurde. Nicht nur im modernen UFO-Phänomen oder zeitlich nicht fassbaren Mythologien der grauen Vorzeit.

Diese alten Aufzeichnungen erwähnen dabei in den seltensten Fällen Insassen oder Piloten, die in fliegenden Kugel, Scheiben, Schilden oder Zylindern gesessen haben sollen. Sieht man von jenen Berichten ab, in denen wundersame „Menschen“ am Himmel standen, „Ritter“ in den Wolken erschienen oder sogar „Seeleute“ auf „Schiffen“ in eine himmlische Schlacht verwickelt zu sein schienen. Oder natürlich auch die mythisch-religiösen Schriften, in denen Götter und andere Himmelswesen mit „feurigen Wagen“ zu den Menschen hernieder kamen. Von diesem Blog kennt der Interessierte dazu sicher zahllose Beispiele.

Ungewöhnlich ist das erst mal nicht, denn auch heute sehen die wenigstens UFO-Zeugen irgendwelche Wesen bei ihren Sichtungen. Der bei weitem größte Teil der UFO-Sichtungen findet ohne die Begegnung mit irgendwelchen mutmaßlichen Lebewesen aus dem All statt. Wobei es selbstverständlich solche Berichte ebenso gibt.

Ein fliegender „Altar“ am Himmel

Und in der Antike? In seiner Pionierarbeit zum Thema „UFOs der Antike?“ berichtete schon 1963 W. R. Drake in dem Artikel „UFOs over ancient Rome“ in dem Magazin „Flying Saucer Review“ (Januar/Februar 1963) von solchen Sichtungen. Dazu führt er eine ganze Reihe Beispiele an, die der Prä-Astronautik-Pionier in den Werken diverser klassischer Geschichtsschreiber fand. So unter anderem folgendes Ereignis vor über 2.200 Jahren:

In Hadria wurde ein Altar am Himmel und darüber die Gestalt eines Menschen in weißen Kleidern zu sehen.“

Geschehen sei diese Sichtung eines fliegenden „Altar“ mit einem weiß gekleideten Mann im Jahr 214 vor Christus. Ort des Geschehens war die heutige Stadt Atri in den Abruzzen östlich von Rom, die seit 290 vor Christus eine römische Kolonie war. Drake selber wiederum berief sich auf den bekannten Geschichtsschreiber Titus Livius (Buch XXI, Kapitel LXII), der von ca. 59 vor bis 17 nach Christus lebte. Einem der wichtigsten römischen Geschichtsschreiber überhaupt, dessen zahllose Werke zu den bedeutendsten Quellen der frühen Geschichte des Römischen Reiches zählen.

Der bekannte französische UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée übernahm nur zwei Jahre später diesen frühen „UFO-Fall“ von Drake 1965 in seinem Standartwerk „Anatomy of a Phenomenon“. Vallée gibt ihn sehr ähnlich wieder, datiert das Ereignis allerdings auf das Jahr 213 vor Christus:

In Hadria wurde ein ‚Altar‘ am Himmel gesehen, begleitet von der Gestalt eines Mannes in weißer Kleidung.“

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Diese Sichtung fand durch die Erwähnung bei dem UFO-Forscher Vallée sogar Einzug in den UFO-Forschungsbericht der US-Air Force, der unter den Namen „Condon-Report“ in UFO-Kreisen zu einer Legende wurde. Hierbei handelt es sich eigentlich um den Bericht „Scientific Study Of Unidentified Flying Objects“ der University of Colorado von 1968. Mitherausgeber war der namensgebene Edward Condon und der Mitautor Samuel Rosenberg verfasste darin das Kapitel „UFOs in History“. Als Quellen dienten Rosenberg für den Air Force-Bericht einschlägige UFO-Bücher und –Magazine, wie jenes von Vallée. (Mehr dazu in diesem Artikel HIER.)

Ein rechteckiges Flugobjekt vor über 2.200 Jahren

Heute sind der fliegende „Altar“ und der „weiße Mann“ von Hadria in der UFO-Literatur praktisch vergessen. Womit der zugegeben sehr knappen Überlieferung meiner Meinung nach Unrecht getan wird.

Genauer hinterfragt hat ihn aber Jörg Dendl schon 1997 in seiner Studie über „Fliegende Schilde und Schlachten am Himmel“, die, da sie in sehr geringer Auflage in einem kleinen Privatverlag erschien, wohl nur wirklichen Insidern der Thematik bekannt ist. (Eine aktualisierte Neuauflage des Berichtes findet Ihr HIER.) Dendl selber ist als Historiker seit Jahrzehnten auch als Mystery-Forscher tätig. Seine oft auch kritischen Publikationen in verschiedenen Magazinen zu Forschungen aus dem Bereich Prä-Astronautik und Rätsel der Geschichte werden meiner Meinung nach dabei bis heute von vielen weit unterschätzt.

Das von Livius überlieferte Ereignis studierte Dendl in seiner Veröffentlichung im Original und gibt es wie folgt wieder:

„(…) bei Hadria wurde ein Altar im Himmel und Menschengestalten ringsumher mit weißglänzenden Gewändern gesehen.“

Ganz richtig betont auch der Dendl, dass der hier genutzte Vergleich des Aussehens mit einem „Altar“ darauf hindeutet, dass das Objekt rechteckig oder würfelförmig gewesen sein muss. Ein Komet oder Meteor ist hier von Vornherein ausgeschlossen. Im Unterschied zu anderen Übersetzungen (vor allem aus dem englischen Raum), schrieb Dendl hier auch von mehr als nur einer „Menschengestalt“.

Die seltsame „Besatzung“

Bezeichnet sei nach ihm auch die verwendete Wortwahl von Livius zu eben dieser „Besatzung“ des fliegenden Rechteckes als „species hominum“. Damit sind keine „Menschen“ im eigentlichen Sinn gemeint, sondern „Menschengestalten“. Man würde in der modernen UFO-Forschung an dieser Stelle wohl von „menschenähnlich“ oder schlicht „humanoiden Wesen“ sprechen.

Es handelt sich folglich lediglich um einen Vergleich mit dem gewohnten menschlichen Aussehen. Sie sahen uns durchaus ähnlich, wichen aber in ihrer Anatomie von der unseren ab. In welchen Details, können wir daraus nicht entnehmen. Wohl aber zu den „weißglänzenden Gewändern“, die diese Wesenheiten getragen haben sollen. In einigen Fällen wurde das hier verwandte Wort „vestis“/„veste“ nicht nur für „Kleidung“, sondern auch für „Rüstung“ verwendet. Die dabei nicht schlicht nur „weiß“ war, sondern „weiß glänzend“ oder sogar „glühend“, so Dendl. „Candida veste“ nutze Livius in diesem Kontext, woraus Dendl folgerte:

Das ist ein klarer Unterschied zum einfachen albus, was schlicht „weiß“ bedeutet. Hier wollte der Autor also deutlich machen, dass die Kleidung dieser Wesen glänzend war. Durch diesen Umstand wird es dem Beobachter auch möglich gewesen sein, die Wesen zu sehen.“

Strahlende Himmelswesen

Ein sehr deutlicher Unterschied zu einer normalen weißen Farbe. Hier werden Erinnerungen an „Engel“ der christlichen Tradition oder Feen aus der Anderswelt wach. Viele der alten religiösen Schriften und Berichte schildern diese Boten Gottes oder ähnliche Erscheinungen als ungewöhnlich leuchtend weiß. Strahlende Himmelswesen, die als Engel, Marienerscheinungen, Geister, Feen oder „himmlische Meister“ gedeutet wurden und werden (s. a. Link HIER). Attribute, die in der modernen Welt des UFO-Phänomens eher selten sind.

Schon in dem Buch „Götter der Sterne“ zeigte ich 1997 auf, dass dieses leuchtende Weiß offensichtlich von der Kleidung der Himmelswesen ausging, nicht von ihnen selber. Denn wenn ein Mensch sich diese himmlischen Gewänder anzog, sah er genauso aus wie eben jene Himmelswesen. „Ohne Unterschied“, wie es etwa der Prophet Henoch notierte

Wo genau die menschenähnlichen Wesen sich um ihren fliegenden „Altar“ befanden, ist unklar. Irgendwo rings umher, was darauf, darunter oder auch daneben meinen könnte. Wichtiger scheint aber bei dieser Begegnung der III. Art zu sein, dass die Anzahl der Fremden nicht genannt wird. Nur, dass es zwei oder mehr waren. Auch Dauer und Tageszeit der Sichtung sind nicht überliefert.

Ein massives UFO über Italien?

Parallelen zu Fällen aus der UFO-Forschung sind hier durchaus vorhanden. Vor allem, wie ich finde, bei dem Objekt selber, da der Vergleich mit einem „Altar“ nicht nur die Form als viereckig wiedergibt. Gleichzeitig scheint dies zu unterstreichen, dass das Objekt für den oder die Beobachter sehr massiv am Himmel  erschien, da Altäre auch im alten Rom in der Regel aus festem Stein waren. All die „feurigen Himmelszeichen“, von denen alte Berichte erzählen, haben dahingehend eher eine weniger klar umrissene bzw. „massive“ Form. Auch wenn sie vielfach als fliegende Teller oder Schilde oder eben Kugeln beschrieben wurden.

Ob und vor allem was hinter diesem Bericht des Livius steckt? Mit Sicherheit kann man das heute nicht mehr sagen. Außerirdische in einem fremden Flugobjekt am Himmel? – mag sein! Titus Livius als die Nummer 1 der römischen Historiker war selber kein Augenzeuge der Erscheinung. Er muss sich demnach auf andere Quellen gestützt haben, die wir heute nicht mehr kennen. Vielleicht enthielten diese weitere Details.

Nach seiner Untersuchung resümiert auch der Historiker Jörg Dendl:

Aber wie auch die Sichtung von Hadria zeigt, bleibt eine Restunsicherheit, gerade, wenn nur ein recht knapp abgefasster Bericht vorliegt. Für die Antike bestand keine Frage, ob so etwas möglich sei. Erst in der Moderne entstand die Notwendigkeit, solche Berichte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, da übernatürliche Wesen mittlerweile als Verursacher dieser Phänomen ausgeschlossen werden.“

Ein spannendes Ereignis, das wohl niemals wirklich aufgeklärt werden kann. Wie so viele der mutmaßlichen Begegnungen mit dem Unfassbaren aus der Vergangenheit.

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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