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Masterarbeit an der Uni Frankfurt/Oder über UFOs & Co. sorgt für Hohn und Spott

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Zeitreisen, Telepathie und Kontakt zu Außerirdischen? Eine Masterarbeit der Viadrina-Uni will Belege fürs Hellsehen gefunden haben. Die Uni will die Ergebnisse jetzt sogar publizieren – und erntet damit Spott im Internet.

Esoterische Masterarbeit Ich sehe was, was du nicht siehst

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Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und die “Science-Fiction-Archäologie” von “Ancient Aliens”: Immer nur Feinde in den Mainstreammedien?

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Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und "Science-Fiction-Archäologie" in den Mainstreammedien: immer nur Feinde? (Bilder: LAF/E. v. Däniken/Archiv / Montage: Fischinger-Online)
Prä-Astronautik, Mysterien der Vergangenheit und “Science-Fiction-Archäologie” in den Mainstreammedien: immer nur Feinde? (Bilder: LAF/E. v. Däniken/Archiv / Montage: Fischinger-Online)

Die sogenannten Mainstreammedien standen schon vor 50 Jahren der Prä-Astronautik meistens “feindlich” gegenüber. In den Boomjahren der Idee, dass die Götter der Vergangenheit Raumfahrer aus dem All waren, hagelte es Kritik in den Massenmedien an diesen Spekulationen. Das ebbte mit dem Rückgang des öffentlichen Interesses an diesen Ideen ab. Bis vor rund 10 Jahren die TV-Serie “Ancient Aliens” aus den USA ins Fernsehen kam und damit dieser Thematik eine neue Beliebtheit verschaffte. Für die Medien erneut ein gefundenes Fressen, da seit dem die fragwürdige Serie “Ancient Aliens” als “die” Prä-Astronautik gilt. Sind sich also etablierte Medien und Themen aus der Welt der Rätsel der Archäologie erneut spinnefeind? Ja und nein, wie es zwei Beispiele aus ein und derselben Zeitung hier zeigen werden.


Ancient Aliens und der Mainstream

Die Idee, dass irgendwann vor Jahrtausenden Außerirdische auf der Erde waren, ist seit rund 50 Jahren weltweit als Prä-Astronautik bekannt. Seit den 1990ger Jahren auch häufig Paläo-SETI genannt und heute vor allem als „Ancient Aliens“ weithin ein Begriff. Hergeleitet von der erfolgreichen TV-Dokuserie aus den USA.

Gerade die TV-Dokumentationen von „Ancient Aliens“ sind es, die der Prä-Astronautik in den letzten 11 Jahren eine unverhoffte neue Bekanntheit bescherten. In bisher 15 Staffeln mit aktuell 191 Folgen seit dessen Start 2009. Ein neuer Boom, der das Thema für eine neue Generation kostenlos in das TV brachte, die sich dadurch über allerlei Mysterien der Welt und den Raumfahrern der Antike „informieren“ könne. Ohne, dass sie teure Bücher kaufen müssen.

Natürlich geht der Erfolg der Serie nicht unbemerkt an der etablierten Archäologie und den Mainstreammedien vorbei. Mit einem praktisch ausnahmslos kritischen Grundtenor gegenüber der Dokuserie. Vor allem online finden sich deshalb für jeden frei zugänglich diverse Kritiken und Beiträge, die der Fernsehserie mehr als skeptisch gegenüber stehen.

Auch auf diesem Blog war in der Vergangenheit „Ancient Aliens“ immer wieder Thema. (Link dazu HIER)

Innerhalb der „Anhänger“ der Prä-Astronautik sieht wohl die Mehrheit diese US-Serie ebenfalls mehr als kritisch. Zumal sie sich inhaltlich schon sehr lange vom eigentlichen Thema – kamen die Götter au dem All? – entfernt hat. Längst werden dort sämtliche Rätsel und Mysterien der Welt thematisiert. Angereichert mit oftmals nicht mehr nachvollziehbaren Spekulationen, Behauptungen und Aussagen rund um Außerirdische in der Vergangenheit und diverse ungelöste Rätsel der Menschheit.

Prä-Astronautik = „Ancient Aliens“

Für sehr viele „alte Hasen“ und offen an der Thematik interessierte Menschen ist deshalb die US-Dokuserie längst indiskutabel geworden. Befürworter der Überlegungen um Aliens in der Vorgeschichte sahen die 1. Staffel der Reihe (s. Link unten) noch vielfach mit Wohlwollen. Was sich aber im Laufe der Serie schnell änderte, wie man zumindest sehr deutlich im deutschen Sprachraum innerhalb der Interessierten erkennt.

Obwohl sicher Zuschauer der Sendung erst durch diese  ihr Interesse für Prä-Astronautik, UFOs und ähnliche Themen entdecken werden. Denn ein immer wiederkehrender Vorwurf ist, dass „Ancient Aliens“ das gesamte Feld der Grenzwissenschaft und der „Raumfahrt im Altertum?“ nur noch ins Absurde führt. Das heißt, dass dadurch eine sachliche Beschäftigung damit nicht mehr möglich ist. Die Öffentlichkeit und damit vor allem der Mainstream sehen nur noch: Prä-Astronautik = „Ancient Aliens“.

Tatsächlich zeigt sich in den letzten Jahren, dass die sogenannten „etablierten Medien“ ihr „Wissen“ rund um solche Phänomene vielfach aus genau dieser Serie herleiten. Was übrigens im wesentlich stärkerem Maße für die „neue Generation“ der Prä-Astronautiker gilt!

Objektive und neutrale Berichte, Artikel und Meldungen rund um Mythen und Rätsel der Menschheit waren schon immer Mangelware. Hier wird gerne schwarz-weiß gedacht. Entweder ist alles rund weg Quatsch von Phantasten oder eine „sensationelle Enthüllung“, wie es Boulevardmedien gerne anpreisen.

Ausnahmen sucht man meistens vergeblich. Und doch findet man sie – man muss nur lange genug nach ihnen suchen. Umso mehr freut es alles Freunde des Phantastischen, der Grenzwissenschaft und vor allem der Prä-Astronautik, wenn eine solche Ausnahme in den Mainstreammedien gefunden wird.

Rätselhafte Vergangenheit

So wie der Artikel „Rätselhafte Vergangenheit“ der Redakteurin Christina Mondolfo, der am 22. Mai in der „Wiener Zeitung“ erschien. Immerhin eine österreichische Tageszeitung mit einer über 300-jährigen Geschichte.

Offensichtlich ist die Autorin des umfangreichen Beitrages um Neutralität bemüht, während sie diverse Rätsel der Archäologie und Vergangenheit thematisiert. Aufgrund der dort ausgewählten Beispiele lässt sich erkennen, dass hier mehrere Quellen herangezogen wurden. Unter anderem entsprechende Dokus des ZDF, die bereits HIER vorgestellt wurden.

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Doch auf den so oft üblichen Hohn und Spott wurde hier verzichtet. Auch gegen die „Anhänger der Prä-Astronautik“, wie es dort heißt. Eine neutral verfasste Vorstellung großer und kleiner Mysterien, zu denen Mondolfo abschließend schreibt:

Die Liste mit rätselhaften Bauwerken, Artefakten oder Schriftstücken könnte vermutlich eine vielbändige Enzyklopädie füllen und da man vermutet, dass bisher erst ein kleiner Teil aller möglichen archäologischen Funde ausgegraben ist, kann dieses Lexikon des Geheimnisvollen noch viel umfangreicher werden. Doch schon Albert Einstein wusste: ‚Das Schönste, das wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle.‘ So gesehen können wir nur hoffen, dass Wissenschaft und Forschung noch viel Rätselhaftes finden.

Die Science-Fiction-Archäologie

Wer jetzt aber glaubt, dass die „Wiener Zeitung“ die Prä-Astronautik nicht auch ganz anders darstellen kann, der irrt. Geschehen bereits 2014 in dem Artikel „Die Science-Fiction-Archäologie“ von Edwin Baumgartner. Dessen scharfe Kritik an den Ideen der Prä-Astronautik leitet sich augenscheinlich von der Serie „Ancient Aliens“, da er dazu schreibt:

Prinzipiell wäre diese Science-Fiction-Archäologie kein Wort wert, würde sie nicht, nach merklichem Abflauen in den Achtzigerjahren, derzeit wieder an Boden gewinnen. Nicht nur das Internet macht’s möglich, wo ohnedies jede Verschwörung, jede fliegende Untertasse und selbstverständlich auch der Yeti Anhänger findet – die Präastronautik hat es sogar in einen Wissenschaftskanal des Fernsehens geschafft: ‚Ancient Aliens‘ (…)

Die totale Desinformation jenseits aller Wissenschaftlichkeit und Wahrheit ist dem History Channel im Grunde fremd. ‚Ancient Aliens‘ ist die Ausnahme.

Baumgartners Artikel beschreibt in weiten Teilen den Anfang der Prä-Astronautik und einige ihrer Vertreter bzw. Ideengeber um dann direkt festzustellen:

Damit sind wir bei der Gretchenfrage: Was ist dran an der Präastronautik? Die Antwort ist einfach: nichts.

Nicht, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, sondern, weil die gesamte Präastronautik auf einem Konglomerat von ignorierten Fakten und ignorierter Wissenschaft beruht – und auf einer fehlerhaften Erkenntnisfindung: Statt die beim Ansatz unbekannte These aus den Fakten abzuleiten, werden zur als Wahrheit angenommenen These Beweise gesucht.“

Hierzu nennt er einige wenige Beispiele, die er offensichtlich aus der Serie „Ancient Aliens“ hat. Zum Beispiel die Fakes des Autors Zecharia Sitchin, die auf diesem Blog bereits mehrfach zur Sprache kamen. Ebenso angeblich fragwürdige Interpretationen „der Präastronautiker“ von alten Darstellungen als Astronauten oder die Behauptungen um die Ruinenstätte von Puma Punku unweit des Titicacasee in Bolivien.

Alles in einen Topf?

Obwohl der Artikel nur am Ende leicht spezielle Themen der Prä-Astronautik anspricht, steht für den Autor fest, dass „Ancient Aliens“ und damit schlicht und einfach die gesamte Prä-Astronautik nichts als Unsinn ist:

Nicht ein einziger dieser sogenannten Beweise der Präastronautik hält auch nur diesem genauen Hinschauen stand. Unsere Vorfahren waren vielmehr clevere Kerlchen, die zu erstaunlichen Leistungen fähig waren. Sie waren weder eine tumbe Sklavenrasse noch brauchten sie Entwicklungshilfe von Raumfahrern aus hintergalaktischen Gefilden.“

An diesem nunmehr sechs Jahre alten Artikel in der „Wiener Zeitung“ sieht man sehr schön, wie aufgrund einer TV-Serie das gesamte Feld der Astronautengötter samt und sonderst im Mainstream „verteufelt“ wird. Auch wenn in Baumgartners Artikel nur im letzten Drittel auf das eigentliche Thema eingegangen wurde. Schon 2014, als der Artikel von Baumgartner erstmals auf diesem Bog in einem Posting vorgestellt wurde, schrieb ich:

Damit ist leider (zumindest in diesem Zeitungsartikel) genau das passiert, was ich immer mit Argwohn sehe: Die Ancient Aliens-Serie wurde mit der ‘eigentlichen Prä-Astronautik’ in einen Topf geworfen! Somit ist es auch kein Wunder, dass in dem Beitrag auch darauf hingewiesen wird, dass die Prä-Astronautik sehr oft an völlig überholten Ideen festhält. Es dürfte sicherlich ja auch kein Geheimnis sein, dass es wirklich neue große Themen bei den Ancient Astronauts schon lange nicht mehr gibt. Zumindest für all jene Mystery-Freunde, die sich schon lange mit diesen Ideen befassen oder sich intensiv diesem Hobby widmen …

Besser wurde es in den letzten sechs Jahre dabei nicht!

Zwei Veröffentlichungen in ein und derselben Zeitung „des Mainstream“ – und doch mit zwei vollkommen unterschiedlichen Grundaussagen. Und damit ein ausgezeichnetes Beispiel, dass der Mystery-Jäger oder „der“ Prä-Astronautiker immer alle Seiten der Medaille lesen sollte.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Nach der Freigabe von UFO-Videos der US-Navy durch das Pentagon: Seltsame Reaktionen und irreführende Behauptungen in den deutschsprachigen Medien

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Nach der Freigabe von UFO-Videos der US-Navy durch das Pentagon: Seltsame und falsche Aussagen in den Medien (Bild: US-Navy/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Nach der Freigabe von UFO-Videos der US-Navy durch das Pentagon: Seltsame und falsche Aussagen in den Medien (Bild: US-Navy/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Nachdem das Pentagon vor wenigen Tagen drei UFO-Videos von Piloten der US-Navy freigab und veröffentlichte, berichten auch die Medien erneut über das Thema. Allerdings mehr als zurückhaltend. Zumindest was die deutschsprachige Presselandschaft angeht. Ein Umstand, der bei vielen am UFO-Phänomen interessierten Menschen durchaus Verwunderung auslöst. Nicht nur aufgrund der Tatsache, da das US-Verteidigungsministerium diese Videos bzw. die dort zu sehenden “Objekte” weiterhin als “nicht identifiziert” bezeichnet. Schaut man sich auch die wenigen Medienberichte dazu genauer an, sieht man schnell, dass hier offenbar Fake-News in diesem Zusammenhang verbreitet werden, wie Ihr hier lesen werdet. Und blickt man genau auf das Verhalten und die Aussagen des Pentagon, sieht man deutlich, dass hier etwas nicht stimmen kann. Was das ist, was die UFO-Videos zeigen könnten, und warum das Pentagon in keinem gutem Licht dasteht, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Was zeigen die UFO-Videos der Navy?

Am 27. April hat das “Department of Defense” der USA drei UFO-Videos der US-Navy offiziell freigegeben und veröffentlicht, wie kürzlich in diesem Video HIER berichtet.

Nach Meinung des Verteidigungsministeriums zeigen diese eindeutig UFOs bzw. UAPs (etwa: “unidentifizierte Phänomene im Luftraum”), wie sie das Pentagon nennt. Videos, die in der UFO-Community lange bekannt sind und seit einigen Jahren für viel Diskussionsstoff sorgen (Videos dazu findet Ihr auf meinem YouTube-Kanal HIER).

Da bisher unklar ist, was die Piloten der US-Navy von ihren Maschinen aus mittels Infrarot-Technologie aufgezeichnet haben, zeigen die Videos zweifellos UFOs. Also unbekannte Flugobjekte, die grundsätzlich erst mal nichts mit Außerirdischen oder “Raumschiffe von Aliens” zu tun haben, wie jeder UFO-Forscher weiß. Natürlich hat auch die US-Navy oder das Pentagon im Zusammenhang mit diesen UFO-Videos nie von irgendwelchen außerirdischen Objekten oder Aliens gesprochen. Oder auch nur, dass jemand “da drin” sitzt und diese Objekte direkt steuert. Stichwort: Drohnen.

Was das Pentagon aber zugab, ist, dass man dort keine Ahnung hat, was auf den Aufnahmen zu sehen ist. Offiziell zumindest heißt es:

Die in den Videos beobachteten Luftphänomene bleiben als ‘nicht identifiziert’ gekennzeichnet.

Ein eindeutiges Zugeständnis der angeblich mächtigsten Streitmacht der Welt, dass entweder

a) eine andere Nation Technologien entwickelt hat und nutzt, die die “Supermacht Nr. 1” bisher nicht kennt und die auch deren Spionageapparat scheinbar entgangen ist.

b) sie selber geheime Technologien nutzen, über die intern längst nicht alle informiert sind.

c) Außerirdische die Erde besuchen.

d) die Technologie ihrer Kampfflugzeuge fehlerhaft ist, falsche Daten liefert und die Piloten zum Narren hält.

e) die Piloten (und spätere Ermittler und Analytiker der Daten) selbst mangelhaft ausgebildet sind, da sie diese Funktionsstörungen in der Elektronik nicht erkennen.

Vertuschung?

Punkt b wäre sicher die einfachste Erklärung für die Videos. Besser eigene Geheimtechnologien vor der Welt verschweigen und weiter als “UFO” deklarieren, als diese Entwicklungen zuzugeben. Eine Vorgehensweise, die alles andere als neu ist, wie es die Geschichte der UFO-Forschung belegt. Auch im Kalten Krieg wurden geheime Flugzeug-Entwicklungen, deren Tests von Zeugen als “UFO” gemeldet wurden, lieber nicht aufgeklärt.

Vielmehr war es sogar gewünscht, dass entsprechende Zeugen lieber von irgendwelchen UFOs und sogar Außerirdischen sprachen. Sie konnten so der Lächerlichkeit preisgegeben werden, wie es die UFO-Historie zeigt. Immer noch besser als öffentlich die eine oder andere geheime Raketen- und Flugzeug-Entwickung öffentlich bekannt zu machen. Schließlich lauschte der “Klassenfeind” UdSSR und der Kommunismus überall.

Warum sollte es in diesem Fall anders sein?

Ebenso wäre es für das Pentagon wohl nicht hinnehmbar zuzugeben, dass ihre militärischen Technologien versagt haben. Oder sogar ihre Piloten selber, da sie zum Beispiel Überbelichtungen oder Bewegungsparallaxen nicht erkannten, wie es sehr gut ein Artikel auf syfy.com erklärt. Schließlich war es nicht nur ein Fall sondern mehrere, die weltweit längst bekannt waren. Verschweigen und vertuschen konnte man diese UFO-Videos längst nicht mehr. Und irgendeine der 5 rein hypothetisch angenommenen Erklärungen oder Ursachen für diese Sichtungen einzugestehen, wäre verständlicherweise für das Pentagon undenkbar.

Da bleibt man lieber bei der Aussage, dass sie eben “nicht identifiziert” sind. Auch wenn es auf die “Supermacht Nr. 1” ein fragwürdiges Licht wirft, da sie offensichtlich nicht mal selber weiß, was am Himmel ihrer Piloten oder in deren Flugzeugtechnologie selbst vor sich geht. Wie super ist da die Supermacht eigentlich …?

Ein Thema für die Weltpresse?

Gleichgültig welche Erklärung oder Interpretation man für die UFO-Videos bevorzugt, alle lassen das US-Militär und das Pentagon nicht sonderlich gut aussehen. Zugleich stellt sich die Frage, ob es sich bei dem freigegeben Material um Einzelfälle handelt. Sehr wahrscheinlich nicht. Zugegeben und freigeben wurde nur das, was seit Jahren durch die Medien und UFO-Forschung geht.

Ein Thema für die Weltpresse, sollte man meinen. Tatsächlich haben nach der Freigabe international die Medien über diese UFO-Videos mehr oder weniger umfangreich berichtet. Meistens waren es nur kleine Meldungen der Online-Redaktionen. In den Jahren zuvor war es ähnlich, wenn es um die UFO-Forschung des Pentagon und eben diese Videos ging. Auch wenn es natürlich Ausnahmen gab.

Diese Ausnahmen waren und sind aber bisher nicht in den deutschen Mainstreammedien zu finden. Im Gegenteil, denn die deutsche Nachrichtenlandschaft ist (und war!) auffallend still. Warum das so ist, kann man nur raten. Wie jeder weiß, bestimmt schon lange das Corona-Virus (COVID-19) die mediale Welt der News und Berichterstattungen. In den TV-Nachrichten fand sich rein gar nichts über diesen Schritt des Pentagon. Mit Ausnahme einer Meldung früh am Morgen in den TV-Nachrichten von SAT1.

Soweit ich persönlich das mitbekommen habe, da ich täglich fast alle TV-Nachrichten oder TV-News sehe. Was übrigens immer einen schönen Vergleich dieser zulässt …

Online sieht es da schon anders aus, da hier einige wenige “etablierte Medien” dieses Thema aufgriffen haben. Dort war es scheinbar von “allgemeinen Interesse”. Die dortigen Meldungen oder Berichterstattungen halten sich allerdings sehr in Grenzen. Bis auf Boulevardmedien wird auch dort meistens geschwiegen. Der “Spiegel” als einer der bekanntesten Nachrichtenplattformen Deutschlands ist eine der wenigen Ausnahmen und ignorierte das Thema zum Beispiel nicht. Dort wurde ein kleines News-Video am 28. April online gestellt.

Fake-News in den Medien

Beim “Spiegel” hieß es, dass das Pentagon die UFO-Videos veröffentlichte, da man dadurch “auf Hinweise zur Identifikation der Objekte” hofft. Eine Aussage, die sich in einer ganzen Reihe von Meldungen wiederholt. Nur stimmt sie nicht, da davon kein Wort in der Erklärung des Pentagon steht (s. a. Video HIER).

Selbst auf mimika.at, einer Webseite, die es sich eigentlich zur Aufgabe gemacht hat, Fake-News etc. im Netz richtig zustellen, ist zu lesen:

Das Wichtigste zu Beginn: Durch die Veröffentlichung der Videos möchte die US-Navy herausfinden, ob diese echt sind und was genau hinter den Aufnahmen steckt. Besuche durch Außerirdische schließen Militär und Geheimdienste aus.

Sue Gough, Sprecherin des Pentagon, erklärt, dass das von der Navy veröffentlichte Material von drei UFO-Sichtungen helfen soll, festzustellen, ob die Videos echt seien und was genau hinter den Aufnahmen stecke.”

Als Quelle benennt “mimika” einen Artikel auf “Der Standard” vom 28. April. Dort ist in der Tat in der Überschrift zu lesen, dass sich das Militär “von Verbreitung der unscharfen Aufnahmen Hinweise auf Ursprung und Natur der ‘ungeklärten Luftphänomene'” erhofft. Und weiter:

Das nun von der Navy offiziell veröffentlichte Material von drei weiteren UFO-Sichtungen soll nach Angaben der Pentagon-Sprecherin Sue Gough dabei helfen, Antwort auf die Frage zu finden, ob die Videos echt seien und ob noch mehr hinter den Aufnahmen stecke.”

Quasi als “Beleg” wird von “mimika” und “Der Standard” aus dem Statement des US-Verteidigungsministeriums zur der Veröffentlichung der Videos zitiert, in dem es nach ihren Worten heißt:

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Die in den Videos beobachteten Luftphänomene bleiben als ‚unidentifiziert‘ charakterisiert. Nach einer gründlichen Überprüfung hat die Abteilung festgestellt, dass die autorisierte Veröffentlichung dieser nicht geheimen Videos keine sensiblen Informationen enthalten und keine nachfolgenden Untersuchungen von militärischen Luftraumverletzungen durch nicht identifizierte Luftphänomene beeinträchtigt.”

Kein einziges Wort davon, dass sich das Pentagon mit der Freigabe “Hinweise zur Identifikation der Objekte” (“Spiegel”) erhofft. Vielmehr heißt es nur einen Satz weiter in deren Statement selbst:

DOD ( “Department of Defense”, Anm. LAF) veröffentlicht die Videos, um etwaige Missverständnisse der Öffentlichkeit darüber auszuräumen, ob das im Umlauf befindliche Filmmaterial echt war oder ob die Videos mehr enthalten oder nicht.”

Das ist eine vollkommen andere Aussage als jene, die von diversen Nachrichten-Portalen verbreitet wurde und wird!

Vielmehr möchte das Verteidigungsministerium nach dieser nicht zitierten Aussage für die Öffentlichkeit klarstellen, dass die Videos echt sind. Nicht dem Pentagon soll geholfen werden, sondern der Öffentlichkeit, sofern sie Zweifel an dem Videomaterial hat. Ein kleiner aber sehr feiner Unterschied zu der Behauptung, dass das Pentagon damit quasi die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Identifizierung bittet. Denn so kann man die kursierenden Behauptungen eindeutig verstehen.

“UFOs und Corona”

Unter dieser Überschrift erschien am 3. Mai ein Beitrag in der “Saarbrücker Zeitung”.

In diesem wird der Frage nachgegangen, was UFOs in den USA “in Zeiten von Corona” eigentlich bedeuten. Auch wenn es keine Nachrichtenmeldung ist, sondern klar als “Glosse”, also eine Art satirische Meinung, gekennzeichnet ist, ging dieser vollends daneben. Zumal die “Saarbrücker Zeitung” im Vorfeld überhaupt keinen Beitrag zu den Pentagon-Video-Freigaben veröffentlichte. Lediglich ältere Meldungen zum Thema sind dort zu finden. Zum Beispiele vom 17. Dezember 2017, nachdem die UFO-Forschung des Pentagon öffentlich wurde.

Das war ja klar. Ausgerechnet jetzt, wo Kontaktbeschränkungen gelten, kommen die Außerirdischen zu Besuch. Auch das noch! So zeigten jetzt Videos der US-Marine angeblich Flugobjekte, die UFOs sein könnten. Allerdings gibt es angesichts der unklaren Bilder noch Hoffnung. Vielleicht handelt es sich ja doch nur um einen herumschwirrenden Gedanken des US-Präsidenten, der von der Schwerkraft der Logik befreit durchs All schwebt.

So die Glosse der “Saarbrücker Zeitung”. Falls “tatsächlich Außerirdische im Anflug” sind, heißt es dort weiter, “müssen Regelungen her”. Und zwar Abstandsregeln zu den Aliens. Sofern “es sich um verirrte Exemplare wie E.T. handelt” sei auch fraglich, ob deren “nach Hause telefonieren” nicht Videokonferenzen im derzeit viel genutztem Home Office stören würde.

Es soll sich zwar um “Satire” handeln, aber welches Bild wirft das auf die Leser der “Saarbrücker Zeitung”, wenn sich ansonsten kein Beitrag dazu dort findet? Satirische Kommentare sind eigentlich eher eine Kolumne, die parallel zu entsprechenden News-Meldungen oder Artikeln erscheinen. Hohn und Spott sieht man so oder so in zahllosen Kommentaren auf den Online-Seiten diverser Medien unter entsprechenden Beiträgen reichlich genug. Etwa unter dem kurzen Video des “Spiegel“.

Ob die Navy-Videos letztlich nur Fehlfunktionen der Bordtechnologie der Flugzeuge sowie mangelhafte Kenntnisse des Militärpersonals sind, oder eigene geheime Entwicklungen der USA, wird sich so schnell wohl nicht eindeutig aufklären. Zumindest aber bleibt das Thema spannend. Auch wenn niemand, weder das Pentagon noch die seriöse UFO-Forschung, hier von Außerirdischen spricht.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Mit Erich von Däniken und seinen Lesern in Ägypten: Erstaunlich positives Feedback in der Mainstreampresse

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Mit Erich von Däniken in Ägypten: Erstaunlich positives in der Mainstreampresse und interessante User-Kommentare
Mit Erich von Däniken in Ägypten: Erstaunlich positives in der Mainstreampresse und interessante User-Kommentare (Bilder: T. Ingold & PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Erich von Däniken gilt als “Vater der Prä-Astronautik“, da er es war, der ab 1968 die Idee “Die Götter waren Astronauten” weltberühmt machte. Inzwischen ist er 84 Jahre und schreibt weiterhin Bücher zum Thema Astronautengötter und hält entsprechende Vorträge. Von Däniken ist auch weiterhin in aller Welt unterwegs und führt auch Reisen mit seinen Lesern und Fans durch, um ihnen die Schauplätze seiner Bücher zu zeigen. Bei einer dieser Leserreisen wurde die Gruppe vor einiger Zeit von einer (freien) Journalistin der “Neuen Zürcher Zeitung” (NZZ) einige Tage begleitet, die darüber einen Podcast und einen Artikel in “NZZ Folio” publizierte. Und entgegen allen negativen Erwartungen, die man häufig hat, wenn es um Berichte der Mainstreampresse über von Däniken oder Prä-Astronautik geht, sieht es diesmal anders aus. Was NZZ im Nachhinein berichtete, und wie die Däniken-Fans darauf teilweise reagierten, lest Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erich von Däniken und die Presse

Nunmehr 51 Jahre ist es her, als Erich von Däniken 1968 sein erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” veröffentlichte und damit einen riesen Hype um Astronauten der Vorzeit auslöste. Bis heute folgten dutzende Bücher (das nächste Buch erscheint im Herbst 2019). Ebenso unzählige Vorträge, TV-Auftritte, Reisen, Interviews, Shows und endlose Debatten von, über und mit von Däniken.

Und selbstverständlich ziehen bis heute von Dänikens Thesen und Spekulationen sehr viel Kritik auf sich. Auch Journalisten und die Mainstreammedien beteiligten sich natürlich schon zu Beginn der Prä-Astronautik daran. Von eher seltenen sachlichen Berichten über Fake-News zum Thema bis Angriffen und Anfeindungen war und ist alles dabei. “Viel Feind – viel Ehr” nannte er es selber einmal, wie in diesem Blog-Artikel HIER dargelegt.

So ist es alles andere als verwunderlich, dass von Däniken Pressevertretern und Journalisten nach jahrzehntelangen Angiftungen mehr als skeptisch gegenüber steht. Dennoch haben er und seine rechte Hand Ramon Zürcher vor einiger Zeit die schweizer Journalistin Gudrun Sachse mit auf eine Leserreise genommen. Sie führte mit etwa 40 Däniken-Fans nach Ägypten. So organisierte Sachse im Zuge dieser Reise selber einen entsprechenden Aufenthalt im Land der Pyramiden, um die Gruppe und von Däniken einige Tage vor Ort begleiten zu können.

In Ihrem Artikel für “NZZ Folio” (Juli 2019) schreibt Sachse dazu unter anderem:

Eine Journalistin mitreisen zu lassen ist mutig. Natürlich weiß Erich schon jetzt, was auf ihn zukommt: Einem Däniken glauben, ‘das dürft ihr doch gar nicht’. Die Presse hat sich auf ihn eingeschossen, seit das Nachrichtenmagazin ‘Spiegel’ 1973 mit dem Titel ‘Der Däniken-Schwindel’ aufmachte.

Die Journalistin reiste mit der Däniken-Gruppe zu den Pyramiden von Gizeh und nach Sakkara, wo unter anderem die unterirdische Totenwelt mit den riesigen Sarkophagen (Serapeum) besucht wurde.

Positiv überrascht

Heraus kam nach er Reise ein überraschend neutraler bis eher positiver NZZ-Artikel von Gudrun Sachse über ihre Erfahrungen mit von Däniken und seinen Lesern. Ein rund 18-minütiges Interview über ihre Erlebnisse folgte am 28. Juni als NZZ-Podcast.

Sachse unterstreicht mehrfach, dass nicht nur Erich von Däniken ein ganz normaler und netter Zeitgenosse sei, sondern auch seine ihn auf der Reise begleitenden Fans. Auch wenn es eigentlich ganz normal klingt, ist es vielfach eben nicht so. Däniken gilt in viele Medien als “UFO-Spinner” (auch wenn er Prä-Astronautiker ist!) und seine Fans und Leser als “Freaks” – um es freundlich auszudrücken.

Es sei ihr gelungen als Mainstream-Journalistin “das Vertrauen des Starautors zu gewinnen”, wie sie sagt. Sie wollte ganz einfach mehr über ihn und seine riesige Fangemeinde erfahren.

Und entgegen ihrer Erwartungen haben von den 40 Reiseteilnehmern nur sieben, “also überraschend wenige, Unbekanntes im Himmel entdeckt”. Der sonst vielfach in derartigen Berichten zu findende Hohn und Spott von Däniken und seiner Leserschaft gegenüber, fehlt in dem NZZ-Artikel sowie dem Podcast mit Sachse völlig. Und das ist überraschend.

So kommentiert ein Leser des Artikels, der selber an der Ägypten-Reise teilnahm zum Beispiel:

Der Bericht ist gut und sachgerecht, nicht hämisch wie in vielen Fällen.

Mein Beweggrund: Ich wollte wissen, wie Erich von Däniken bestimmte archäologische Funde persönlich sieht und interpretiert, denn seine Bücher kenne ich zum großen Teil, vom ersten an. Außerdem interessierte mich der Zugang zu Stätten, die man als Pauschaltourist und auch mit individuellem Führer nicht zu sehen bekommt. Hier gilt halt: Prominenz und Bakschisch machen es möglich. (…)

Frau Sachse gebührt Lob für ihren Artikel. Jedoch ist er nach meiner Auffassung etwas zu esoteriklastig. (…)”

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Stolz und Vorurteil

Im überaus hörenswerten NZZ-Podcast geht Sachse noch ein wenig mehr ins Details. Darin erzählt sie, dass von Däniken ein festes Bild von der Welt hat, sehr offen ist und er durchaus stolz war, dass jemand von der “Neuen Zürcher Zeitung” mit auf seine Reise kommen wolle. NZZ ist bekanntlich auch weit über die Grenze der Schweiz hinweg ein Begriff in der Meinstreampresselandschaft. “Ohne Vorurteile” wollte sie mit nach Ägypten. Und doch traf sie schon bei ihren Vorbereitungen eben auf diese Vorurteile gegenüber von Däniken & Co. Auch bei sich selber.

Lachend erzählt Sachse im Podcast:

Und dann habe ich mir die ersten Bücher ausgeliehen. Und das war mir richtig unangenehm. Ich weiß noch wie ich zu dem Bibliothekar gesagt habe … ich muss die nehmen, das ist beruflich. Also als wollte ich mich irgendwie rechtfertigen, weil ich aus dem Regal über Archäologie ausgerechnet diese Bücher gewählt habe.

Vor Ort bei der Reise seien nicht nur von Däniken und Ramon Zürcher der Journalistin gegenüber “sehr schnell aufgetaut”, sondern auch sie selber. Einige Teilnehmer seien ihr als Pressevertreterin eher zurückhalten gegenüber gewesen, andere vollkommen offen. “Eigentlich denkt man, das ist so eine Freak-Show”, meint Sachse, “ist es aber überhaupt nicht gewesen”. Natürlich haben aber alle “spezielle Ansichten, nämlich den Glauben an Außerirdische”. Ohne Frage stimmt das!

Wäre sie nicht einige Tage mit der Gruppe zusammen gewesen, und konnte so viele Gespräche und intensivere Kontakte mit den Teilnehmern und von Däniken selber aufbauen, “würde die Geschichte komplett anders aussehen”. Da “merkt man wieder, wie der erste Eindruck eigentlich täuschen kann”, so Sachse zu ihrem Erstaunen …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Netzfundstück: Die Steinscheiben von Baian-Kara-Ula und die Dropa: “Stammen Chinesen von Aliens ab?” +++ Artikel zu einem YouTube-Video +++

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Netzfundstück: Video "Verbotene Archäologie: Dropa Steine - Stammen Chinesen von Aliens ab?" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Netzfundstück: Video “Verbotene Archäologie: Dropa Steine – Stammen Chinesen von Aliens ab?” (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ob einstmals tatsächlich Außerirdische auf der Erde waren und von unsere Vorfahren für vermeintliche “Götter” gehalten wurden, dafür gibt es keine handfesten Beweise oder Belege. Was es aber gibt sind spannende Hinweise und Spekulationen für diese Idee. Ebenfalls gibt es im Bereich der Prä-Astronautik klassische Themen, die schon viele Jahrzehnte immer wieder diskutiert werden. Ein solches Thema sind die “Steinscheiben von Baian-Kara-Ula” in China. In diesem Gebirge nahe Tibet seine angeblich vor 12.000 Jahren Aliens mit Namen “Dropa” abgestürzt, wovon eben diese Steinscheiben berichten sollen. Jetzt hat ein grenzwissenschaftlicher YouTube-Kanal genau dieses Thema erneut aufgenommen. Grund genug sich das Netzfundstück rund um die “Alien-Skelette der Dropa”, das entsprechende Video und das Thema an sich einmal etwas genauer anzusehen.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFO-Absturz vor 12.000 Jahren

Die Geschichte, dass vor 12.000 Jahren in China Außerirdische mit einem UFO in China abgestürzt sind, habe ich an anderen Stellen ausführlich dargelegt und Fakten von Fiktionen getrennt. Darum hier nur eine möglichst kurze Zusammenfassung:

Es heißt diesem Klassiker der Prä-Astronautik, dass 1938 eine archäologische Expedition in dem chinesischen Gebirge Baian-Kara-Ula (auch Bayan-Kara-Ula) eine mehr als mysteriöse Entdeckung machte. Der Archäologe Tschi Pu-tei und sein Team haben dabei Skelette gefunden, die nur maximal 130 Zentimeter groß waren und bei denen diese 716 “Steinteller” lagen.

Auf den “Tellern” aus Granit wiederum befanden sich seltsame Schriftzeichen, die schlussendlich übersetzt werden konnten. Diese Übersetzungen sollen von eben diesen Aliens mit Namen “Dropa” künden, die mit ihrem Raumfahrzeug im Baian-Kara-Ula abstürzten und so quasi auf der Erde gestrandet waren. Tschi Pu-tei und sein Kollege Professor Tsum Um-Nui sahen sich so einer Sensation gegenüber, die unsere gesamte Geschichtsschreibung auf den Kopf stellte!

Außerirdische, die vor 12.000 Jahren “mit ihren Luftfahrzeugen aus den Wolken herab glitten”, wie es angeblich auf den Steinschreiben unter anderem zu lesen war, im fernen China? Für die Prä-Astronautik eine mehr als spannende Geschichte, für die es bis heute keinen einzigen Beweis gibt. Mehrheitlich sehen Kritiker und Fans sie allerdings als Fake, Schwindel, Fälschung oder Witz an.

“Stammen Chinesen von Aliens ab?”

Die Story von den “Dropa” ist spannend, keine Frage. Aber nunmehr bereits Jahrzehnte ohne neue Hinweise oder Belege dann und wann in der Prä-Astronautik erneut zu finden. Vor allem natürlich bei den Kritikern und Skeptikern, die aber immer wieder die “Sachlage” falsch darstellen. Wie durch “Copy & Past” hat sich unlängst auch bei ihnen ein Wiederholungs-Fehler eingeschlichen, der permanent weitergegeben wird.

So auch in einem kritischen YouTube-Video zu den “Dropa-Aliens”, das am 1. Oktober 2018 hochgeladen wurde, und das ihr HIER online findet. Das Video “Verbotene Archäologie – Dropa Steine – Stammen Chinesen von Aliens ab” stammt von einem YouTuber mit Namen “Eburd”, der seinen Kanal unter anderem mit folgenden Worten vorstellt:

Science-Fiction Filme handeln immer wieder um gleiche Themen. Das stört mich denn es gibt tausende interessante Stories die man super verfilmen könnte. Mein Ziel ist es, packende Videos zu machen über Science-Fiction Themen die im Kino selten oder nie gezeigt werden. Leider ist es notwendig dies zu erwähnen, aber einige Menschen scheinen nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden zu können. Eburd ist ein Unterhaltungskanal bei dem es hauptsächlich um Zeitreisen geht. (…)

Natürlich gibt es auf Eburd neben Zeitreisen auch andere beliebte Science-Fiction Themen zu rätselhaften Phänomenen und Geheimnissen. Ich bediene mich dabei verschiedenster dramaturgischer und filmischer Elemente.”

In der Tat hat “Eburd” eine ganze Reihe entsprechender Videos online, die allerdings nur teilweise Prä-Astronautik über Mysterien der Vergangenheit behandeln. Hierbei werden Prä-Astronautik-Interessierte allerdings auch Themen finden, die mit Sicherheit viele nicht folgen können. Zum Beispiel, dass die Cheops-Pyramide 800.000 Jahr alt ist etc.

“Eburd” geht in seinem knapp über 20 Minuten gehenden Video zu den “Steinscheiben von Bayan-Kara-Ula” auf nahezu alle Aspekte des Themas an. Macht aber einige Aussagen, die grundsätzlich falsch sind und eigentlich eher einen neuen Teil-Mythos des Themas bilden.

Die außerirdischen “Dropa” und ihre Herkunft

YouTuber “Eburd” beginnt leider mit der unrichtigen Aussage, dass die Story aus dem Buch “Sungods in Exile” aus dem Jahr 1978 stammt.

Darin habe David A. Gamon unter dem Pseudonym “David Agamon” die Geschichte in die Welt gesetzt. In dem Buch wird von einem Forscher mit Namen Dr. Karyl Robin-Evans erzählt, der einst von der “Dropa”-Geschichte erfahren habe und sich deshalb ab 1947 selber auf den Weg ins Baian-Kara-Ula nach China machte. Dr. Robin-Evans wollte vor Ort Nachforschungen über diese abgestürzten Aliens anstellen – und wurde er laut dem Buch von Agamon tatsächlich auch fündig.

Das Buch “Sungods in Exile” ist aber reine Fiktion, so “Eburd”. Und auch der vor rund 40 Jahren darin genannte Dr. Karyl Robin-Evans ist eine reine Phantasiefigur. Ihn hat es nie gegeben und damit auch all seine Forschungen, Ergebnisse, und Expeditionen nicht. David Agamons sein Buch ist reine Unterhaltung und kein Sachbuch, berichtet “Eburd” weiter, sei aber die Quelle der Geschichte des UFO-Absturzes vor und Aliens 12.000 Jahre in China in der Prä-Astronautik.

Leider stimmt das aber in keinster Weise!

“Sungods in Exile”

Praktisch kein einziger Autor der Ancient Aliens-Thematik nutze “Sungods in Exile: Secrets of the Dzopa of Tibet” als Quelle. Das Buch mit seinen unwahren Geschichten um die Forschungen des imaginären “Dr. Karyl Robin-Evans” aus dem Jahre 1978 machte damit die Story auch keineswegs in der GreWi-Szene bekannt. Das wäre auch gar nicht möglich, denn als das Buch erschien, waren die “Dropa” und ihr angeblich Crash vor 12.000 Jahren schon mehr als 15 Jahre bekannt und veröffentlicht.

“Eburd” fasst in seinem Video den Inhalt von “Sungods in Exile” zwar umfangreich zusammen, begeht aber eben den weit verbreiteten Fehler der Kritiker zu behaupten, dass das die Quelle der Story sei. Schon Erich von Däniken hat aber 1968 in seinem ersten Buch darüber geschrieben. Andere folgten, wobei hier an erster Stelle ganz klar der Wieder Autor Peter Krassa zu nennen ist.

Krassa veröffentlichte Beispielsweise schon 1973 das Buch “Als die Gelben Götter kamen” oder auch 1984 sein Buch “…und kamen auf feurigen Drachen“. Weitere Bücher zu China folgten im Laufe der Jahre von ihm. In diesen beiden genannten Büchern ging es unter anderem um verschiedene Prä-Astronautik-Themen, die eben vor allem im fernen China zu finden seinen. Natürlich auch die Steinteller der Dropa. So berichtet Krassa bereits 1973 von seinen Bemühungen im Mai 1972 vor Ort in China mehr über dieses Mysterium zu erfahren. Im März 1973 flog er deshalb sogar nach Moskau in die UdSSR, um sich mit der Prä-Astronautik-Legende Alexander Kasanzew zu treffen.

Quellen?

Kasanzew selber hegte gegenüber Peter Krassa damals selber Zweifel, dass sie von seinem Freund und Kollegen Wjatscheslaw Saizew (auch Vyacheslav Zaitsev) bereits 1968 in dem Magazin “Sputnik” veröffentlichte Geschichte authentisch sei. Und genau dieses Magazin “Sputnik” (Nr. 1/1968) mit dem Artikel “Wissenschaft oder Phantasie?” war die erste Ur-Quelle der Geschichte, die Ihr vollständig HIER auf diesem Blog findet. Nicht das Fantasy-Buch “Sungods in Exile”, das zehn Jahre später in englisch erschien!

Spätere Nachforschungen durch den Kollegen Jörg Dendl erbrachten letztlich auch den “Urtext” des Berichtes ans Licht: Das Magazin “Das vegetarische Universum”. Von dem war zwar bekannt, dass hier in der Juli-Ausgabe 1962 über die “Dropa” & Co. in allen bekannten Details berichtet wurde, aber aufzufinden war diese Quelle im Original vorerst nicht. Auch Wjatscheslaw Saizew selber hat in seinem Artikel “Wissenschaft oder Phantasie?” im Jahre 1968 “Das vegetarische Universum” namentlich genannt und zitiert.

Darüber hinaus erschien der Artikel von Saizew vor der deutschen Ausgabe von “Sputnik” 1967 in der englischen und auch französischen Ausgabe des Magazins (Nr. 1/1967, S. 106 – 119). Über die Magazine “Sputnik”, “Das vegetarische Universum”, “UFO-Nachrichten” (Juli 1964) sowie die belgische UFO-Zeitschrift “BUFOI” (4/1965) begann der Siegeszug der seltsamen Story.

Falsche Quellenangaben

Jene Leser, die in den 1960ger Jahren “Sputnik” in Deutsch oder auch Englisch lasen, kannten sicher die Geschichte. Selbst die Menschen, die in den USA russische Magazine lasen.

Denn trotz des Kalten Krieges gab es in Amerika russischsprachige Zeitungen. So etwa das russische Magazin “Current Digest of the Russian Press”, in der der UFO-Absturz vor 12.000 Jahren angeblich bereits in der Ausgabe des 30. März 1960 (vol. 12, Nr. 9., ab S. 24) zu finden war. Geschrieben von Valentin Isaakovich Rich und Mikhail Borisovy Chernenko. Der Artikel von Rich und Chernenko trug den Titel “Hypothesen, Annahmen und Vermutungen: Führt der Weg ins All?”

Da er aber 1960 erschien, müssen diese Übersetzungen da schon bekannt gewesen sein, sagen die Kritiker. Zumindest dann, wenn die Quellenangabe, wie sie beispielsweise in dem Buch “The Mammoth Book of Unexplained Phenomena” (2013) von Roy Bainton zu finden ist, zutreffend wäre.

Ist sie aber – nicht!

Die in dem Buch von Bainton oder auch in einem Artikel von 2011 auf der Kritiker-Seite “Bad Archaeology” genannte Veröffentlichung von Rich und Chernenko aus dem Jahre 1960 erwähnt die Baian-Kara-Ula-Story mit keiner Silbe. Das fand der Historiker Jörg Dendl heraus, als es ihm gelang, auch diese Publikation zu überprüfen. Dendl wies mich am 3. Oktober 2018 darauf hin, und schrieb unter anderem:

Die Artikel von 1960 haben ich alle vorliegen und habe sie auch übersetzen lassen, es fand sich keine Hinweis auf Baian Kara Ula. Behauptet wird das lediglich auf einer amerikanischen Website, ist aber Unsinn.”

Auch dieses Beispiel zeigt, wie mangelhaft die Quellenlage bei diesem Thema ist. Und leider auch, dass sie durch falsche oder fehlerhafte Behauptungen – wie sie eben in diesem Posting aufgezeigt werden sollen – mit Sicherheit nicht besser wird.

Die “Steinscheiben” und die “Dropa” werden weltberühmt!

Weltbekannt wurde das Thema erst durch das zweite Buch von Erich von Däniken, das 1969 unter dem Titel “Zurück zu den Sternen” erschien. Es wurde sofort ein internationaler Bestseller. In diesem Buch schildert von Däniken ausführlich die “Dropa”-Geschichte und führt als Quelle den Artikel von Wjatscheslaw Saizew aus “Sputnik” (Nr. 1/1968) an.

Ebenso schildert von Däniken seinen Besuch bei Alexander Kasanzew in Moskau, von dem er sich zu den angeblichen “Alien-Funden” von 1938 austauschte. Mehr erfahren konnte EvD aber nicht, wie Peter Krassa im März 1973 bei Kasanzew, der Krassa gegenüber auch sein Treffen mit von Däniken erwähnte. Nachdem dann von Däniken in seinem dritten Weltbesteller “Aussaat und Kosmos” 1972 seine Recherchen zum Baian-Kara-Ula-Thema in China und Taiwan schildert, war das Mysterium fest in der Prä-Astronautik etabliert.

Der Roman “Sungods in Exile: Secrets of the Dzopa of Tibet” war da noch Zukunftsmusik und ist damit als Quelle ganz einfach falsch.

Verwirrende Kritik

In dem Video des YouTubers “Eburd” sind diese Fakten aber nicht alle unerwähnt geblieben. So sagt er im Video zum Beispiel ab Minute 9:45 selber, dass schon 1962 “Das vegetarische Universum” diese Geschichte veröffentlichte. Auch von Däniken, Peter Krassa und Hartwig Hausdorf werden von ihm im Video genannt. Dass keiner der drei Autoren einst den Roman von David Agamons als Quelle nahm, bleibt leider in dem Video vollkommen unerwähnt.

Ab Minute 13:55 erwähnt “Ebuird” aber einen Umstand, den er ebenso unrichtig wiedergibt. Er sagt, dass von Däniken “mit Geologen” nachgewiesen habe, dass die Granit-Teller “einen hohen Gehalt an Kobalt und Metall haben” würden. Das hat EvD natürlich nie nachgewiesen und auch nie behauptet, dass er das nachgewiesen habe. Vielmehr ist das eine Aussage, die schon bei Saizew und den anderen ersten Quellen steht. Auch müsste von Däniken damit selber eine oder mehrere der angeblich 716 “Steinscheiben” aus dem Baian-Kara-Ula in den Händen gehalten haben. Zumindest Proben von diesem.

Wie aber in den ersten Büchern von Erich von Däniken (oder auch Peter Krassa) zu lesen ist, scheiterten ausnahmslos alle Versuche vor Ort echte Exemplare der angeblich 1938 gefunden Granit-Objekte zu finden. Wie kann dann überhaupt irgendein Mystery-Autor eine Untersuchung verlasst haben, wie es das Video auf YouTube sagt?

Analysen in von Dänikens Auftrag?

Woher die Behauptung von “Eburd” kommt, ist nicht ganz klar. Allerdings vermute ich einen Irrtum, da von Däniken 1972 in “Aussaat und Kosmos” auf Seite 101 schreibt:

Analysen von Geologen wiesen einen erheblichen Gehalt an Kobald und Metall nach (…).”

Eine Aussage aus dem Artikel von Wjatscheslaw Saizew von 1968, den EvD ja als Quelle im Anhang angeführt hat. Ebenso ist es damit natürlich eine Behauptung aus dem Vegetarier-Magazin von 1962, in dem es unter anderem hieß:

Man hat Gersteinspartikel von den Schrifttellern geschabt und zur Analyse mit einer Kohlestoffuhr nach Moskau geschickt. Dabei wurde eine sensationelle Entdeckung gemacht: Die Rillenplatten sind stark kobald- und metallhaltig.

Beim ohnehin fragwürdigen Thema der “Steinscheiben von Baian-Kara-Ula sollte man jede Aussage und Behauptung durchaus auf die berühmte Goldwaage legen. Irrtümer oder falsche Informationen dazu machen diesen Mythos nicht gerade salonfähiger! Das gilt auch und vor allem für die von den Kritikern immer weitere verbreitete Falschaussage, dass erst der Roman “Sungods in Exile” aus dem Jahr 1978 die kosmischen “Dropa” und ihr Schicksal auf der Erde bekannt machte. Der Autor David Agamon nahm nur ein schon Jahre verbreitetes und bekanntes Thema der Grenzwissenschaft und Mystery Files, um daraus seine Story um die Phantasiefigur “Dr. Karyl Robin-Evans” zu schaffen.

Bekannt war das Buch von Agamon übrigens auch nicht in der Prä-Astronautik-Szene. Zumindest soweit ich es weiß.

Und die Fakten?

“Keinen einzigen physischen Beweis” habe man für den UFO-Absturz vor 12.000 Jahren in China, den angeblich gefunden Alien-Skeletten oder von den Scheiben vorliegen, resümiert YouTuber “Eburd” in seinem Video. Und damit hat er vollkommen recht.

Er zweifelt – wie die meisten Skeptiker – auch die Existent der beiden Hauptpersonen Tschi Pu-tei und Tsum Um-Nui an. Sie habe es seiner Meinung nach wohl niemals gegeben. In der Tat sind diese beiden Wissenschaftler udn Professoren ein Mythos. Sie kommen zwar schon in den ersten Berichten und allen folgenden Wiedergaben vor, aber nicht selten in unterschiedlicher Schreibweise. Das liegt nach meiner Überzeugung aber an den “hin-und-her-Übersetzungen” der Geschichte. Belgisch, Russisch, Deutsch, Englisch … und wieder zurück. Hinzu kommen angeblich noch Japanisch und natürlich Chinesisch.

Allerdings kann man pauschal nicht sagen, dass “Das vegetarische Universum” sich diese beiden Personen aus den Fingern gesogen hat.

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So ist es mir gelungen die Existenz eines chinesischen Archäologen und eines Geologen nachzuweisen, die in einer anderen seltsamen Geschichte aus China vorkommen. Auch diese wurde von “Das vegetarische Universum” im September 1961 verbreitet und sorgt seit Jahrzehnten für Spekulationen. Darin hieß es, dass in China ab 1959 “Rundpyramiden” am Dongting-See gefunden wurden, die angeblich 45.000 Jahre alt und einst über 300 Meter hoch gewesen sein sollen. Hier wird ein Archäologe mit Namen Professor Tschi Pen-lao (in leicht variierenden) Schreibeisen immer genannt. Dieser habe die Ruinen und die dort angeblich gemachten seltsamen Funde untersucht und erkundet etc.

Obwohl auch dieser Professor Tschi Pen-lao laut Kritiker ein Fantasieprojekte und damit die ganze Dongting-See-Geschichte erstunken und erlogen sein soll,  gab es diesen Mann. Ebenso den Geologen mit Namen Thuinli Lynn aus Taiwan, der später durch das Buch “Aussaat und Kosmos” von von Däniken in diesem Zusammenhang ins Spiel gebracht wurde. Wie ich es in meinem entsprechenden eBook “Rätsel um den Dongting-See” 2017 nachgewiesen habe, gab es beide Personen zur fraglichen Zeit in der entsprechenden Position tatsächlich (s. a. Video HIER).

Ergänzend dazu konnte Jörg Dendl belegen, dass schon drei Jahre bevor “Das vegetarische Universum” 1961 die Dongting-See-Geschichte mit den Pyramiden “erfunden” hat, diese bereits 1958 veröffentlicht wurde.

Zwei verschollene Forschungsberichte?

Was bedeutet das für “Eburd” und seinem kritischen YouTube-Video zu den “Dropa-UFO-Absturz” vor 12 Jahrtausenden? Grundsätzlich erstmal – nichts! Es zeigt aber, dass vielleicht doch eines Tages neue Fakten zu diesem Mysterium auftauchen könnten. Wer weiß, ob beispielsweise die in der Story handelnden chinesischen Forscher/Archäologen nicht doch lebten. Oder, ob nicht in einem verstaubtem Archiv in China, Japan oder der ehemaligen UdSSR die echten Quellen gefunden werden.

Denn was oftmals übersehen wird, ist folgende Behauptung von “Das vegetarische Universum”: “In ersten chinesischen Archäologie-Gutachten” seien die Skelette als “ausgestorbene Gebirgsaffenart” bezeichnet worden und “im Jahre 1940 ist der Archäologe Tschi Pu-tei für diese Theorie in ganz Asien verhöhnt worden”. Tschi Pu-tei habe sich dahingehend geäußert, dass die 716 “Rillenschriftplatten” erst von einer späteren Kultur in jene Höhle gelegte wurden, in der sich die Affen-Skelette befanden.

Ferner heißt es weiter, dass es über 10 Jahre dauerte, bis die Schriften auf den Scheiben übersetzt werden konnten. Der Inhalt der Übersetzung, eben die Überlieferung der Abgestürzten Aliens, sei aber so erstaunlich gewesen …

… dass die Akademie für Vorgeschichte in Peking den Bericht des Gelehrten Prof. Tsum Um-nui anfangs gar nicht veröffentlichen wollte. Dann tat sie es doch. Mit vier Kollegen kam Archäologe Tsum Um-nui überein (…).”

Folgerichtig muss es zwei Veröffentlichungen in China dazu geben geben haben. Eine aus dem Jahr 1940 von Tschi Pu-tei mit seiner These der Affen-Skelette, die ihm sogar angeblich “in ganz Asien” Hohn und Spott einbrachte. Und eine zweite Publikation der chinesischen “Akademie für Vorgeschichte”, die der Archäologe Tsum Um-nui “mit vier Kollegen” veröffentlicht habe.

Das geschah frühestens 1958, da es “über zwei Jahrzehnte” dauerte “bis Archäologen und Wissenschaftler alter Schriften und Hieroglyphen die Schriftrillen entziffern konnten”.

Verlacht “in ganz Asien”?

Und gibt es Spuren dieser Forschungsberichte? Nein. Zum Beispiel haben schon Erich von Däniken und Peter Krassa vor Ort in China nach diesen angeblich existierenden Veröffentlichungen gesucht. Doch sie waren und sind verschollen. Oder gingen im Chaos der kommunistischen Kulturrevolution schlicht verloren bzw. wurde wie so vieles damals zerstört. Auch das wurde schon vor Jahrzehnten nicht ganz unbegründet vermutet.

Oder ganz einfach: Sie hat es nie gegeben. Klar vor Augen halten sollte man sich nämlich auch, dass Tschi Pu-tei 1940 “in ganz Asien” wegen seiner Veröffentlichung verlacht worden sein soll. Wenn dem so gewesen sein soll, muss “ganz Asien” auch davon gewusst und gelesen haben. Zum Beispiel durch Artikel in chinesischen Zeitungen oder sogar durch entsprechende Berichte in anderen asiatischen Ländern. Wo aber sind diese Quellen, die Asien damals so amüsierten?

Man kann heute – sage und schreibe 80 Jahre nach den mutmaßlichen Erkundungen 1938 in der ominösen Gebirgshöhle! –  noch immer keine Fakten und Belege dazu vorlegen. An Bemühungen scheiterte es nicht, nur verliefen bisher alle im Sande. Das macht das Mysterium für einen Jäger des Phantastischen nicht minder spannend  … und wer weiß, eines Tages …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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10 (erstaunliche) Dinge, die man wissen muss – über: Erich von Däniken +++ Blog-Serie, Teil #2 +++

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Blog-Serie: "10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss - über Erich von Däniken" (Bild: Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)
Blog-Serie, Teil #2: “10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss – über Erich von Däniken” (Bild: Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)

“10 (erstaunliche) Dinge, die man über wissen muss” – zweiter Teil der meiner Blog-Serie auf Grenzwissenschaft und Mystery Files für Euch. Teil #2 der erstaunlichen “10 Dinge, die man wissen muss” widmet sich diesmal der Person Erich von Däniken. Als bekanntester Autor und Pionier der Thesen um Ancient Aliens bzw. Prä-Astronautik jeden grenzwissenschaftlich interessierten Menschen seit 50 Jahren ein Begriff.

Hier also “10 (erstaunliche) Dinge, die man über Erich von Däniken wissen muss”!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

10 (erstaunliche) Dinge, die man über Erich von Däniken wissen muss

Wissen zum Angeben, Mitreden, Auffrischen und Nachdenken!

1.:

Erich von Däniken (EvD) hat heute weit über 60 Millionen Bücher in über 30 Sprachen auf der ganzen Welt verkauft. Dabei begann seine Karriere als Schriftsteller alles andere als vielversprechend: Die Erstausgabe seines 1. Buches „Erinnerungen an die Zukunft“ erschien im Februar/März 1968 mit überaus bescheidenen 6.000 Exemplaren in einem recht kleinen Verlag.

Rund zwei Dutzend Verlage lehnten seine Ideen vorher ab, so dass EvD 1967 persönlich in seinem alten „VW“ und dem Manuskript in der Tasche von Davos in den Schweizer Bergen nach Düsseldorf zu seinem späteren Verlag fuhr.

2.:

EvD plante einst nicht Schriftsteller zu werden. Er war während der Entstehung seines 1. Buches Direktor des Hotels „Rosenhügel“ in der Schweiz. Als Hotelier schrieb er einige Zeitungsartikel zu den Themen seiner späteren Bücher und sprach im Zuge des damaligen Wettlauf ins All zwischen den USA und der UdSSR mit Hotelgästen immer wieder über Außerirdische, Raumfahrt und das Universum. In jenen Jahren überall präsente Themen.

Einer dieser Hotelgäste schlug dann vor, dass er ein Buch über seine Aliens der Antike schreiben solle.

3.:

Das Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ bzw. die englische Ausgabe „Chariots of the Gods?“, mit dem EvD bis heute immer genannt wird, ist heute nicht das, was von Däniken damals schrieb.

Sein 1966 fertiggestelltes Manuskript hatte in der Ur-Version dicke 434 Textseiten plus 40 Seiten mit Bildern. Geschrieben hat es der spätere Bestsellerautor in einem ungeheizten Lagerschuppen hinter seinem gepachteten Hotel, um als Leiter des „Rosenhügel“ und junger Vater und Ehemann (seit 1960) ungestört zu sein. Auf Wunsch seines Verlages wurde „Erinnerungen an die Zukunft“ soweit gekürzt, “vom Schwyzerdütsch bereinigt” und bearbeitet, wie es seine Fans heute kennen.

Damals war von Däniken 33 Jahre alt.

4.:

In seinem Erstlingswerk dankt von Däniken in seinem Vorwort einigen Personen für „die aufmunternde Mithilfe“ an dem Buch. Namen, die niemand (mehr) kennt. Ein gewisser „Herr Dr. Stehlin“ fällt hier auf, da nur bei ihm kein Vorname genannt wurde.

Dr. Stehlin war der Besitzer des von EvD geleiteten Hotels und eigentlich Bankier in Basel. Als wohlgesonnener Besitzer des Hotels drückte dieser auch mal ein Auge zu, was von Däniken ihm damit danken wollte. Direkt nach seiner Frau Elisabeth dankt er auch einen gewissen Hans Neuner. Das war ein Hotelangestellter und guter Freund von von Däniken, der ihn auf allen damaligen Reisen begleitete. Bis auf über 4.000 Meter hohe Berge in Peru.

ARTIKEL: Erich von Däniken, die Prä-Astronautik und die Geschichte eines Mystery-Phänomens: Wie die Ancient Aliens wurden, was sie sind (Bild: Archiv E. v. Däniken / L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Erich von Däniken und die Prä-Astronautik – die Geschichte einer astronauten-göttlichen Idee (Bilder: Archiv E. v. Däniken / Fischinger-Online)

5.:

Als bekanntester Vertreter der Thesen der Prä-Astronautik, also, dass die Götter aus dem All kamen, wurde Erich von Däniken bekanntlich bereits mit seinem ersten Buch 1968 weltberühmt. Dies zog sogleich Spötter, Kritiker und Neider auf dem Plan, die ihm die absurdesten Dinge vorwarfen. So etwa, dass er sich das „von” in seinem Namen selber gab. Oder auch, dass er Schuhe mit doppelt so hohen Absätzen und Sohlen trage, um größer zu erscheinen. Heute würde man solche Menschen “Hater” oder “Trolle” nennen.

In Wahrheit heißt er genau genommen Dr. h.c. Erich Anton Paul von Däniken und der Stammbaum seiner Familie “von Däniken” lässt sich väterlicherseits bis ins Jahr 1570 zurückverfolgen.

Bei einem Vortrag bot EvD auch an, dass ein Zuhörer selber auf die Bühne kommen kann, um seine Schuhe zu überprüfen. Dieser hatte ihn zuvor auf diese “Schuh-Kritik” angesprochen.

6.:

Auf einer Pressekonferenz in Griechenland bezichtigte ein anwesender Journalist Erich von Däniken, dass er Mitglied des „Mossad“. Das ist der Geheimdienst von Israel. Von Däniken musste bzw. sollte auf der Pressekonferenz allen Anwesenden offiziell bestätigten, dass er kein Mitglied des israelischen Geheimdienstes ist. Was er auch umfangreich tat.
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7.:

Nachdem „Erinnerungen an die Zukunft“ erschien, veröffentlichte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ angesichts des Bucherfolges bereits zwei Monate später ein Artikel darüber. Der „Spiegel“-Artikel vom 13. Mai 1968 überzog das gesamte Buch und die Thesen von EvD an sich auf zwei Seiten mit Hohn und Spott, der bis heute seinesgleichen sucht.

Die Einleitung liest sich so:

In grauer Vorzeit entdeckten fremde Raumfahrer die Erde und brachten den Affen Anstand und Sitte bei. Durch künstliche Befruchtung weiblicher Erdbewohner mit Astronauten-Sperma und radikale Ausrottung der misslungenen Exemplare mittels einer Sintflut gelang ihnen die Züchtung des Homo sapiens. Die veredelten Affen verehrten die Astronauten fortan als Götter.“

Ergebnis: Einstig des Buches in die „Spiegel“-Bestsellerliste am 22. Juli auf Platz 9 und in der Ausgabe vom 9. Dezember 1968 auf Platz 1. Passend zum Weihnachtsfest.

8.:

Das 2. Buch von Erich von Däniken, „Zurück zu den Sternen“, stieg 1969 auf Platz 4 der Bestsellerliste des “Spiegel” ein. Auch dank weiterer Berichte in „Der Spiegel“, obwohl ausnahmslos alle negativen Inhaltes über EvD und seine Thesen waren!

Geschrieben hat von Däniken dieses Buch ganz ohne vorliegende Sekundärliteratur, da er während der Arbeit daran im Zuchthaus in U-Haft saß. Später verurteilt wegen angeblicher Untreue und in einem schon damals überaus fragwürdigen Prozess verurteilt. Dieses juristische Verfahren hatte – entgegen allen heutigen Behauptungen! – nichts seiner Arbeit bzw. den Themen seiner Bücher zu tun.

Die Verurteilung wurde vom Gericht in Graubünden rund fünf Jahre nach dem Verfahren aus dem Strafregister von Dänikens entfernt. Auch die Prozessordnung des Kanton Graubründen wurde im Nachhinein geändert, was heute vor Ort „Lex Däniken“ genannt wird.

+++YouTube-Video+++ Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit
VIDEO: Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit

9.:

Apropos Schuhe:

Mitte der 1990er Jahre macht EvD zusammen mit dem damaligen Formel 1-Star Michael Schuhmacher TV-Werbung für einen Sportschuhe-Hersteller. Ein 45 Sekunden dauernder TV-Spot (HIER), den der Sportartikel-Hersteller 1996 voll und ganz auf Weltraum, UFOs, Aliens und von Däniken zugeschnitten hatte.

10.:

Von Däniken lebte früher in Feldbrunnen in der Schweiz. Als er und seine Familie sich verkleinerten und nach Beatenberg zogen, entsorgte er bei dieser Gelegenheit über eine Millionen alphabetisch in Ordner sortierte Briefe. Sie landeten im Müll.

Gleichzeitig trennte er sich aus Platzmangel von einer Vielzahl von Büchern etc. aus seinem riesigen Archiv. Dafür gab EvD eine Zeitungsanzeige auf, in der er schrieb, dass sich jeder holen kann, was er will. Er stellte also für die Interessierten Bücherkisten an die Stresse – die allesamt blitzschnell weg waren …

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Frage: “Gibt es eine Religion, welche Außerirdische anbetet?” – ein interessantes Netzfundstück und warum Milliarden Menschen zu Aliens beten

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Gibt es Menschen, die Außerirdische anbeten? - eine interessante Frage aus dem Netz (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Gibt es Menschen, die Außerirdische anbeten? – eine interessante Frage aus dem Netz (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Jesus Christus, Gott, Allah, Heilige, Buddha, die Mutter Gottes, Engel, Shiva, Jehova … die Palette an Namen ist lang, zu denen Menschen heute beten und die sie verehren. Dabei haben die drei großen “Buchreligionen”, Christentum, Judentum und Islam, ein und denselben Gott, zu denen die Gläubigen beten. Der Gott der Thora, der Bibel inkl. Jesus und des Koran ist demnach eine Art “Hauptgott” der Menschheit auf diesem Planten, da Milliarden Menschen an diesen glauben. Aber längst nicht alle Menschen der Erde glauben an diesen Gott. Und so tauchte im Netz kürzlich eine scheinbar seltsame Frage auf: Die Frage, ob es Menschen gibt, die Aliens “anbeteten”. Eine kleine Frage, die durchaus Sprengstoff birgt! Warum und was es mit dieser Frage genau auf sich hat, erkläre ich hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Netzfundstücke sind grundsätzlich nichts besonders. Je nachdem, wofür sich eine Person im Internet interessiert, findet diese zu seinem Interesse immer interessante Fundstücke im Netz.

Doch auf diesem Blog geht es um die Grenzwissenschaft und die Mystery Files, die bekanntlich auch Mythen, Religionen, Aliens, Götter-Sagen, Sekten und Überlieferungen einschließen. Und so stieß ich bei meinen “Streifzügen auf den Spuren des Unfassbaren” kürzlich wieder auf die Webseite gutefrage.net. Das ist jene Internet-Seite, auf der immer mal wieder auch ein Mystery-Jäger interessante Fragen und dazugehörigen Antworten/Diskussionen findet. Beispielsweise jene, wie man ein UFO erkennt und was man dann machen soll. Oder auch die Frage nach einem “Erich von Däniken-Instiut” und wo man Prä-Astronautik studieren kann.

Obwohl auf dieser Webseite praktisch aus allen erdenklichen Bereichen Fragen an die dortige Community gestellt werden, ist eine vom 2. August 2017 sehr spannend für einen Grenzwissenschaftler:

Gibt es eine Religion, welche Außerirdische anbetet?

Das klingt auf den ersten Blick mehr als bizarr! Aber nur auf dem ersten Blick, da diese Frage wie kaum eine andere in der Mystery-Welt Sprengstoff birgt.

Menschen, die Aliens “anbeten”?

Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“
ARTIKEL: Die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Im Jahr 1999 veröffentlichten mein Freund und Autorenkollege Roland M. Horn und ich unser gemeinsames Erfolgsbuch “UFO-Sekten”. Darin schildern wir sehr umfangreich esoterisch-religiöse Strömungen innerhalb der UFO-Szene, in denen (teilweise) tatsächlich Außerirdische angebetet wurden. Und werden. Solche UFO-Sekten waren und sind deshalb auch immer wieder Thema auf diesem BLOG und bei meiner Arbeit als Mystery-Jäger.

Diese sektenartigen UFO-Gruppen sind “ein Irrsinn”, wie ich es bereits 1998/99 in meinem Buch “Begleiter aus dem Universum” in einem entsprechenden Kapitel ausführte. Leider gibt es also tatsächlich Menschen, die Außerirdische quasi “vergöttlichen” und anbeten. Keine Religionen im eigentlich Sinn, aber Gruppen und Menschen, die in solchen Aliens weit mehr als nur Wesen aus Fleisch und Blut sehen.

Ein Problem, dass sich auf die gesamte Szene der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft negativ auswirkt. So schrieb ich in einem Artikel für das Magazin “Sagenhafte Zeiten” (Nr. 1/2002) vor über 15 Jahren zu solchen UFO-Sekten warnend:

Die rasant wachsende Anzahl derartiger und zahlreicher anderer Weltanschauungen in den letzten Jahren hat leider zur Folge, dass nicht nur immer mehr Menschen diesen Gruppen verfallen, sondern das die breiten Medien eben vorzugsweise über eben jene Anhänger dieser Lehren berichten. TV-Sendungen und vor allem die Massenprintmedien schildern meist genau diese wirren Thesen.

Die breite Öffentlichkeit muss aufgrund dieser irrationalen Aussagen in den Medien zu der Meinung kommen, die Thesen der UFO-Forschung und der Prä-Astronautik sind nichts als Unfug! Leider ist die Wirkung der Medien auf die Meinungsbildung der Öffentlichkeit enorm. Vor allem deshalb, da es offensichtlich keinerlei Unterscheidung der jeweiligen Redaktionen zwischen seriöser Beschäftigung und esoterischen UFO-Gruppierungen gibt.”

Damit ist klar, dass es Menschen gibt, die in Außerirdischen geradezu “Götter” sehen und sie entsprechend verehren. Jedoch auf den unterschiedlichsten Art und Weisen und dabei selten sogar gefährlich. Aber diese Gruppen sind höchstens Sekten und damit keine “echten” Religionen. Obwohl nicht selten auch Jesus, Moses, Buddha oder welche religiöse Person in deren außerirdischen Weltanschauung integriert sind.

Auch bei gutefrage.net kam eine entsprechende Antwort auf die oben zitierte Frage. Darin heißt es:

Es gibt eine sehr hoch intelligente Spezies,die mit Gott in Verbindung steht,und irgendwann zur seiner Zeit werden sie dabei helfen, die Erde zu evakuieren.”

Damit ist die Lehre der UFO-Sekte Ashtar Command gemeint. Eine mehr fragwürdige UFO-Gruppe, die an göttliche Außerirdische glaubt, die eines Tages die Menschheit retten und über die auf diesen Seiten bereits mehrfach berichtet wurde. Folglich eine Gruppierung, die UFOs, Aliens und Gott/Jesus miteinander vermischt hat.

Dumme Frage? Dumme Antwort?

"Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium" der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen Lehren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das “teuflische Evangelium der Aliens” und “die dämonischen Lehren der Prä-Astronautik” (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Die Frage nach “Religion, welche Außerirdische anbeteten” in der gutefrage.net-Community mag kindisch klingen. Ist sie aber ganz und gar nicht.

So sind auch die Antworteten dort bisher frei Hohn und Spott gegen den Fragesteller. Eine Antwort nennt beispielsweise “so ziemliche jede” Religion:

Weil alles was da so vorkommt ist doch (außerirdisch) Engel z. B. kommen ja nicht von hier…

Mehrere Antworten nennen die Scientology als eine Religion, deren Mitglieder Aliens anbeten. Ein User ist sogar überzeugt:

Aliens haben die Religionen erfunden, um die Masse zu kontrollieren.

Doch eine Antwort sticht in der dortigen Community heraus. Sie wird von der Online-Plattform derzeit auch als “Hilfreichste Antwort” zu der Frage geführt. Obwohl es darin nur kurz und knapp heißt, dass “alle drei monotheistischen Religionen” Außerirdische anbeten. Folglich, dass gläubige Juden, Christen und Muslime in Wahrheit zu Aliens beten.

Mit Blick auf die Ideen der Prä-Astronautik, der Ancient Aliens-Überlegungen der Astronautengötter, ist das sogar vollkommen – richtig.

Allerdings ist dieser Umstand so etwas wie ein “rotes Tuch” innerhalb der Vertreter der Idee, dass die Götter aus dem All kamen. Zwar ist jedem überzeugten Prä-Astronautiker dies bewusst, aber so wirklich direkt und unmissverständlich beim Namen nennen mag man es dann doch nicht.

Gott ist ein Außerirdischer und Jesus war ein Alien-Mensch-Hybrid

Als in den 1960er Jahren Erich von Däniken mit seinem Manuskript zu seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” auf der Suche nach einem Verlag war, hagelte es Absagen. Das kennen alle Autoren bis heute. Bekanntlich erschien dieses Buch im Jahr 1968  im ECON Verlag in Düsseldorf letztlich doch noch und wurde ein Erfolg.

+++YouTube-Video+++ Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit
VIDEO: EvD im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade und Astronauten in der Bibel (Bild: YouTube-Screenshot / Archiv / Montage: L. A. Fischinger)

Das wissen die Fans und Leser von EvD. Weniger bekannt ist aber die Tatsache, dass “Erinnerungen an die Zukunft” damals von einem Redakteur bearbeitet wurde. Dieser hieß Wilhelm Roggersdorf und ist auch vorne in den jeweiligen Büchern namentlich benannt. Das ist also kein Geheimnis. Doch noch weniger bekannt ist, dass ursprünglich in dem Manuskript von Erich von Däniken auch das Thema Jesus Christus und Außerirdische Thema war. Also das Neue Testament als “Spurengeben” auf außerirdische Götter.

“Zu heikel” hieß es damals – und so wurden Jesus und die Astronautengötter gestrichen. Zu vielen Menschen wäre das damals viel zu weit gegangen, da es ein direkter und ungeschönter Angriff auf ihren Glauben gewesen wäre. Jesus…der Sohn von Aliens? Ein beispielloses Sakrileg. Obwohl von Dänikens Erstling  zur Hochzeit der Weltraum-Begeisterung und auch der Hippie-Ära erschien, waren solche Ideen viel heikel. Man denke beispielsweise auch an den Jahrzehnte später erschienenen Roman “Sakrileg” von Dan Brown. Obwohl “Sakrileg” ein Roman ist, was das Echo der Medien und auch der Kirche gewaltig.

Allerdings, dies sei der Vollständigkeit halber erwähnt, veröffentlichte der Prä-Astronautiker Gerhard R. Steinhäuser im Zuge des “Däniken-Boom” 1973 sein Buch “Jesus Christus – Erbe der Astronauten Die Religion aus der Retorte”. Hier war der Titel Programm.

Aber nur weil ein Thema zu irgendeiner Zeit als “zu heikel” angesehen wurde, um es zu publizieren, verschwindet es nicht einfach. Es steht im Raum. Die obige Aussage, dass “alle drei monotheistischen Religionen” Aliens anbeten, ist von Seiten der Prä-Astronautik ganz einfach wahr. Milliarden Menschen auf diesem Planten glauben an einen Gott, der keiner ist.

In den meisten Büchern über vorzeitliche Raumfahrer von den Sternen finden sich Zitate oder Verweise auf Überlieferungen des Alten Testament. Mal mehr und mal weniger umfangreich werden in diesen Veröffentlichungen verschiedene Berichte der Bibel über “Gott” und seine “Engel” als mythologische Zeugen der einstigen Astronautengötter benannt. Der Gott es Alten Testament war demnach nicht der Gott, wie ihn der Großteil der Menschheit heute verehrt. Nein! – er war ein Außerirdischer.

Da “alle drei monotheistischen Religionen” im Alten Testamt wurzeln, die Prä-Astronautik in dem Gott dieser Texte nicht den Gott sieht, beten Juden, Muslime und Christen demzufolge Außerirdische an.

Jesus wiederum, der nach dem Neun Testament auf wundersame Weise von Maria empfangen wurde, war ein Hybridwesen. Das ist ganz einfach die logische Konsequenz, wenn man als Prä-Astronautiker im Alten Testament das Wirken von Astronautengöttern sieht.

VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Der Jesus aus dem Neuen Testament wurde von einer Menschenfrau geboren, wie es die Weihnachtsgeschichte erzählt. Aber er wurde von Außerirdischen “in” diese Menschenfrau mit Namen Maria “eingepflanzt”. Klar sagt das Neue Testament schließlich, dass sein Vater kein Mensch war.

Jesus war damit eine Kreuzung aus Mensch und Alien. Weltweit gibt es Überlieferungen von Personen, die eine irdische Mutter und einen göttlichen Vater gehabt haben sollen. Frühere Religionen kennen diese Geschichten zu alten Zeiten rund um die Welt. Und das schon Jahrtausendelang. Jesus Christus reiht sich da nur ein.

In der Konsequenz ist der Fall eindeutig: Alle Muslime, Juden, Christen und wer sich sonst noch auf das Alte Testament beruft, beten nicht zu Gott, sie beten zu Außerirdischen. Zum Beispiel preisen auch die Zeugen Jehovas oder die Mormonen in ihren Gebeten einem Alien bzw. Aliens. Und wer zu Engel betet, etwa um von ihren Schutz zu erbitten, bittet in Wahrheit Außerirdische um Beistand, die einst auf der Erde waren.

Das alles setzt natürlich voraus, dass die Spekulationen der Prä-Astronautik um vorzeitliche Besuche von Wesen aus dem All, auch stimmt …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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