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Fake-News im Namen Gottes? Die Fälschung des Markus-Evangelium, die Auferstehung Jesus Christus und Manipulationen in der Bibel

Die Fälschung des Markus-Evangelium und weitere Manipulation um Jesus Christus - niemanden scheint es zu stören! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Fälschung des Markus-Evangelium und weitere Manipulation um Jesus Christus – niemanden scheint es zu stören! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Falschmeldungen, unwahre oder manipulierte Aussagen, erfundene Fakten und Begebenheiten sowie weit verbreitete Irrtümer gab es schon immer und wird es immer geben. Neudeutsch ist all das inzwischen unter dem Sammelbegriff „Fake-News“ weithin bekannt geworden. Kleine und große Unwahrheiten oder Manipulationen, die seit Jahrtausenden die Welt prägen. Was aber, wenn solche Fake-News Milliarden Menschen in ihren religiösen Grundfesten betreffen – und zwar alle gläubigen Christen und Bibelgläubige der Welt? Eine derart weitreichende Manipulation gibt es neben vielen weiteren Irrungen und Wirrungen in der Bibel tatsächlich. Dabei betreffen diese biblischen Fake-News nichts Geringeres als die Auferstehung und die Erscheinung des gekreuzigten Jesus Christus in den Evangelien! Alles über diese manipulierte oder sogar erfundene Aussage und weitere Schwindeleien im Neuen Testament erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Machen wir uns nichts vor, und die Bibelforschung macht es sich auch nicht: Die Bibel ist kein historisches Geschichtsbuch. Diese Ansichten sind – bis auf bei einigen Glaubensgemeinschaften – schon sehr lange veraltet.

Wahrheiten, Widersprüche und geschichtlich durchaus korrekte Angaben geben sich mit religiöser Propaganda, Erfindungen und Unwahrheit in den Büchern der Bibel den Federkiel in die Hand. Zehntausende Korrekturen, Änderungen und Umschreibungen sind in den bisher ältesten Bibelhandschriften heute bekannt. Den Wert des Buches der Bücher schmälert das natürlich nicht. Wohl aber die Art und Weise, wie Menschen die Texte lesen und verstehen (wollen).

An einigen unauslöschlichen Irrtümern sind dabei nicht mal die Bibel bzw. ihre Verfasser schuld. Ehre die Leser oder besser gesagt die Nicht-Leser der Bibel. Und das beginnt schon am Anfang des Buches der Bücher.

Etwa die entzückende Vorstellung, dass Adam und Eva im Garten Eden einen Apfel vom Baum nahmen. Sei es auf religiösen Gemälden, Fresken, Bibelillustrationen oder in Büchern, überall begegnen wir diesem Apfel der Sünde. Im Buch Genesis ist nur leider dieser Apfel gar nicht erwähnt. Es gab ihn überhaupt nicht, sondern nur eine “Frucht”.

Was es aber in diesem Zusammenhang gab, waren zwei Bäume in Eden, die Gott für Adam anpflanzte. Nicht nur einer. Auch das wird gerne überlesen. Einer davon sei der „Baum des Lebens“ gewesen und der andere der berühmte „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ (Gen. 2,9). Und nur von dem letztgenannten Baum durfte Adam nicht essen, wie Gottes es ihnen befohlen hatte. Vom „Lebensbaum“ indes schon, da für diesen im Buch Genesis ein solches Verbot überhaupt nicht ausgesprochen wurde.

Wohin das Verbot, vom „Baum der Erkenntnis“ zu essen, letztlich führte, „wissen“ alle Christen: Zum Sündenfall durch Adams (zweite) Frau Eva. Auch wenn das, wie ich es in diesem Artikel HIER deutlich gemacht habe, eine reine Unterstellung bzw. Erfindung ist.

Vom öffentlichen Irrtum zu echten Fake-News

Dass die ersten Menschen im Garten Eden einen knackigen Apfel eines verbotenen Baumes verspeisten, ist eher als eine öffentliche Legende anzusehen. Weitergetragen durch unzählige sog. „Christen“, die selber die biblischen Schriften nicht aufmerksam genug gelesen habe. Wenn überhaupt. Von einer „Dramatik des nicht vorkommenden Apfel“ kann hier selbstverständlich keine Rede sein.

Dramatischer aber wird es, wenn in der heutigen heiligen Schrift etwas zu lesen ist, was dort ursprünglich gar nicht stand. Also eine nachträgliche Einfügung und wenn man so will ein absichtlicher Betrug an den Gläubigen. Hierbei kann dieser „Schwindel“ kaum schwerwiegender sein, als das, was die Bibelschreiber im Evangelium des Markus machten: Sie erfanden darin Jesus Christus Auferstehung und leibliche Erscheinung nach seinem Tod.

Kann man durch DNA-Untersuchungen tatsächlich Verwandte von Jesus Christus finden? (Bilder: gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)
Wissenschaftler wollen durch DNA-Analysen Verwandte von Jesus Christus finden: Ein Fakten-Check und die Hintergründe (Bilder: gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)

Ein reiner Irrtum mit einem Apfel in Eden fällt angesichts einer solchen Tat der Bibelautoren mehr als nur weit in den Hintergrund. Immerhin beten beispielsweise die Gläubigen der römisch-katholischen Kirche in der Messe das sogenannte „Geheimnis des Glaubens“:

Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“

Hergeleitet ist dies aus dem zwischen 80 und 90 nach Christus abgefassten Brief an die Hebräer (4,14-16) des Neuen Testament und die Grundlage aller Christen. Gleich welcher Konfession.

Warum sollte man als Christ daran zweifeln? Weil eifrige Bibelschreiber diese Kernaussage des Glaubens – Tod und Auferstehung – im Markus-Evangelium erfunden haben. Jenes Evangelium, das in diesem Zusammenhang immer zitiert wird und heute als das älteste der vier Evangelien gilt.

Das Markus-Evangelium

Im Neuen Testament in das erste Evangelium das des Matthäus, gefolgt von Markus. Das hat einen einfachen Grund, da früher angenommen wurde, dass die Schrift von Matthäus von allen vier Evangelien die älteste ist. Von dieser Ansicht ist die Bibelforschung unlängst abgewichen, so dass heute Markus als der erste Evangelist angesehen wird, der das Wirken des Jesus von Nazareth dokumentierte. Entstanden ist es etwa 63 bis 70 nach Christus; vielleicht in Rom.

Hierbei ist es natürlich offen bis fraglich, was in dem Markus-Evangelium wirklich authentisch „dokumentiert“ ist. Die Bücher des Neuen Testamentes, wie eben die Evangelien, unterscheiden sich da in Nichts von den Schriften des Alten Testamentes. Historische Wahrheiten sind auch hier mehr oder weniger schwer fassbar. Das gilt natürlich auch für die Identität der Verfasser der Evangelien. Als sicher gilt aber inzwischen, dass andere Evangelisten die Markus-Schrift als Quelle nutzten. Einige Bibelforscher sprechen sogar davon, dass sie Aussagen von Markus einfach in ihre Evangelien übernahmen.

Allerdings ist es unstrittig, dass kein Evangelium als Augenzeugenbericht des Leben Jesu verstanden werden darf. Erstens, weil diese offenkundig über Jahrzehnte nur als mündliche Überlieferung nach dem Tod Jesus weitergegeben wurden, bevor man sie niedergeschrieben hat. Und zweitens, da es unbekannt ist, ob die Evangelisten bzw. Evangelien-Autoren überhaupt Jesus zu Lebzeiten begegnet sind.

Prinzipiell gilt das für alle Überlieferungen der ganzen Welt. Wenn es also niedergeschriebene Erzählungen aus der x-ten Hand vom Leben und Wirken des Jesus von Nazareth sind, was soll man glauben?

Die Auferstehung bei Markus

Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)
Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)

Markus 16,1ff. erzählt von der Auferstehung Jesus. Die weithin bekannte Geschichte von der Entdeckung des leeren Grabes durch Maria Magdalena, Maria und Salome mit dem davor weggerollten Felsen und wie ein „Engel“ ihnen im Grab sagte, sie sollen „Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten“ hier nicht suchen. Er sei auferstanden, so der „mit einem langen, weißen Gewand“ bekleidetet „junge Mann“ im Grab zu den drei Frauen. Sie sollen das Wunder der Auferstehung allen anderen verkünden, heißt es weiter. Niemand aber konnte und wollte das glauben, was die Frauen da behaupteten.

Wer mag es ihnen verübeln?

Erst als Jesus Christus verschiedene Male seinen Anhängern und Jüngern leibhaftig erschienen bzw. „offenbarte“, glauben auch sie alle. „Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung“, so der Auferstandene zu seinen Jüngern. Daraufhin wurde er „aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes“. Seine treuen Gläubigen wiederum folgten dem Auftrag und „gingen hinaus und verkündigten überall“ das Wunder der Auferstehung.

Das alles sind Szenen und Erzählungen vom leeren Grab Jesu, die jeder Christ zumindest vom Hörensagen her kennt. In dem legendären und berühmten Jesus-Monumentalfilm „Die größte Geschichte aller Zeiten“ („The Greatest Story Ever Told“) von 1965 ist dieses Schlüsselereignis sogar die Schlussszene. Epochal in Szene gesetzt von Hollywood.

Bewusst habe ich diese Ereignisse des Markus-Evangeliums hier zusammengefasst, um sie nochmals in Erinnerung zu rufen. Im Evangelium selber umfasst dieser Bericht insgesamt 20 Verse, von Markus 16,1 bis 16,20.

Leider ist fast alles darin eine Erfindung oder religiöse Propaganda.

Betrug im Namen des Herrn

Jeder, der sich eine Bibel zur Hand nimmt, um diese wunderbare Geschichte bei Markus nachzulesen, liest manipulierte Fake-News! Nicht weil uns etwas verschwiegen wird, sondern weil die Redakteure des Markus-Evangeliums sich das einfach ausgedacht und am Ende des Buches ergänzt haben. Eigentlich endet der Text alles andere als glorreich mit dem Vers 8 in Kapitel 16. Also ganze 12 Verse früher, als es in allen heutigen Bibeln zu lesen ist.

Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert - Haben dann er oder ich das Copyright ? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert – Haben dann er oder ich das Copyright? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Das beweisen die ältesten Niederschriften des Evangeliums, die bisher gefunden wurden.

Zum einen natürlich der weltberühmte in Altgriechisch verfasste „Codex Sinaiticus“, den  Konstantin von Tischendorf 1844 im Katharinenkloster am Sinai gefunden. Eine der bedeutendsten Handschriften der Bibel überhaupt und zugleich die älteste vollständig erhaltene Abschrift des Neuen Testaments. Entstanden ist das unschätzbar kostbare Werk etwa zischen 330 bis 360 nach Christus. Doch von den Versen 9 bis 20 ist darin keine Spur!

Im Katharinenkloster wurde 1892 noch ein weiterer unschätzbarer Codex von Agnes und Margaret Smith entdeckt: Der „Codex Syriacus“, der wie der „Codex Sinaiticus“ auf das vierte Jahrhundert datiert wird. Dieser kostbare Text-Schatz ist die zweitälteste Niederschrift des Neuen Testaments, die wir bis heute kennen. Und auch darin fehlen die  wichtigen Passagen, die heute in jeder modernen Bibel am Ende von Markus-Evangelium stehen.

Bei dem im Vatikan streng gehüteten „Codex Vaticanus“ aus der Zeit von 325 bis 350 nach Christus Endet Markus ebenfalls mit Vers 8. Ebenso fehlen die letzten 12 Verse von Mk. 16,9 bis 20 im „Codex Bobiensis“, der um etwa das Jahr 400 entstand und das Texte des Markus- und Matthäus-Evangelium umfasst.

Die Kirche wäre aber nicht die Kirche, wenn es später nicht zu einem „Wunder“ gekommen wäre. Geschehen beispielsweise in dem in griechischer Handschrift verfassten „Codex Washingtonianus“ aus dem fünften Jahrhundert. In diesem Codex finden wir aus dem Evangelium des Markus die Verse 5,31 bis 16,20.

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Irgendwer hat also am Ende des vierten oder zu Beginn des fünften Jahrhunderts die Erzählung der Auferstehung und Erscheinung von Jesus nach der Kreuzigung einfach hinzugeschrieben. Erfunden quasi, da die älteren Handschriften diese Verse eben nicht enthalten.

Man könnte sagen, all das macht doch nichts. Es ist ja bekannt, dass die Bibel von unzähligen Menschen immer wieder umgeschrieben und verändert wurde. Unsere moderne Bibel wird so schon wohl richtig sein, wie man sie kennt.

Ja und Nein. Denn was hier von einem emsigen Bibelschreiber zum Markus-Evangelium hinzuerfunden wurde, ist inhaltlich nicht gerade belanglos. Anhand der Zusammenfassung weiter oben sollte das klar sein.

Die erfundene Auferstehung bei Markus

Wer nicht bei Markus nachlesen möchte, was exakt im Markus-Evangelium hinzugedichtet wurde, der möge das jetzt nachholen. In den bisher vorliegenden „Ur-Texten“ endet das Evangelium nämlich mit den unrühmlichen Worten:

Die Reliquie der heilige Anna: Auf den Spuren der Großmutter von Jesus Christus (Bild: hessen.de / Bearbeitung:_ Fischinger-Online)
VIDEO: Die Reliquie der heilige Anna: Auf den Spuren der Großmutter von Jesus Christus (Bild: hessen.de / Bearbeitung: Fischinger-Online)

„(Der „Engel“ sagte zu den drei Frauen im Grab) Aber gehet hin, saget seinen Jüngern und dem Petrus, er gehe euch voran nach Galiläa. Daselbst werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft; denn ein Zittern und Entsetzen hatte sie befallen; und sie sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich.“ (Mk. 16,7-8)

Maria Magdalena, Maria (Mutter des Jakobus) und Salome Spezereien flohen entsetzt und zitternd vor Furcht aus dem Jesus-Grab. „Und sie sagten niemand etwas“, dass das Grab leer war und sie darin einen „Jüngling, bekleidet mit einem langen, weißen Gewand“ gesehen haben, wie es heißt. Eben der angebliche „Engel“, wie man diesen deutet. Obwohl sie es eigentlich Petrus und den Jüngern auf Anweisung des Jünglings sagen sollten.

Irgendeinem Redakteur des Evangeliums nach Markus gefiel vor grob 1.500 Jahren das ganz und gar nicht. Ein anders Ende und weitere Ereignissen wurden ausgedacht. Das sehr bekannte christliche Bild, das Jesus letztlich sogar allen Jüngern gleichzeitig erschien, als diese zu Tisch saßen, gehört übrigens auch zu diesen Fake-News bei Markus. Und, wie erwähnt, sogar die mysteriöse Himmelfahrt des Messias selbst!

Tod und Auferstehung des Jesus von Nazareth

Jesus wurde in Jerusalem gekreuzigt, zu Grabe getragen, stand dann von den Toten auf, erschien seinen Anhängern und fuhr daraufhin in den Himmel. Für diese fundamentalen Lehren des Christentums gibt es nicht nur die erfundenen Aussagen im Markus-Evangelium als Quelle. Zum Glück für alle gläubigen Christen, könnte man meinen.

Es ist aber so, dass die drei anderen Evangelien des Neuen Testamentes alle nach Markus verfasst worden sind. Sie enthalten solche Aussagen über Jesus Auferstehung – aber nicht das älteste Evangelium der vier kanonischen Bücher. Zweifellos hat das einen sehr faden Beigeschmack für Bibelgläubige, sofern sie sich darüber überhaupt Gedanken machen.

Doch totgeschwiegen wird die Tatsache nicht, dass man bei Markus ein verlängertes Ende einfach erfand. Im Gegenteil, denn als im 19. Jahrhundert die bisherigen „Ur-Handschriften“ ohne die fraglichen Verse gefunden wurden, entflammten genau darüber hitzige Debatten. Was ist überhaupt authentisch und was ist das „Wort Gottes“ in der Bibel? Eine Diskussion, die eigentlich nie endete.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: Fischinger-Online / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)

Grundsätzlich sagen die Experten, dass der vermeintliche „Engel“ im leeren Grab zu den drei Frauen ja alles wichtige sagte. Dass Jesus auferstanden sei („er gehe euch voran nach Galiläa“) und der Nazarener alsbald erscheinen werde. Es wäre also kein erfundener Schluss mit weiteren Details aus späteren Evangelien nötig gewesen.

Andere argumentieren, dass das Markus-Evangelium schlicht und einfach nicht fertig geschrieben wurde. Oder, dass das Ende in den Wirren der ersten Christen irgendwie verlorengegangen sei.

Das mag alles richtig und durchaus möglich sein. Ändert aber nichts daran, dass der Markus-Schuss der modernen Bibeln ein Nachtrag ist! „Sekundärer Schluss“ oder „kanonischer Schluss“ nennt man diesen heute wohlklingend in der Bibelforschung. US-Präsident Donald Trump würde es sicher “alternative Fakten” nennen. Gläubige Christen hinterfragen das jedoch nicht.

„Vater vergib ihnen…“

Mindestens 400 Jahre nach dem Leben Jesus wurde der Kirche die „göttliche Inspiration“ gesandt, ein neues Ende des Markus-Evangeliums hinzuzufügen. Doch nicht nur da. Zahlreiche Passagen und Aussagen sind nachträgliche Erfindungen der frühen Christen. Dass das keinen der heutigen Gläubigen (wenn sie denn überhaupt welche sind und nicht nur Christen „aus Tradition“!) stört, ist schon überaus verwunderlich. Vermutlich wissen sie es einfach nicht, obwohl es zum Teil fundamentale Manipulationen sind.

So zu finden auch beim „Vaterunser“, das fraglos das höchste Gebet der Christen ist. Immerhin stammt es ja von Jesus selber, wie es im Lukas-Evangelium ab 11,1 geschildert wird. Nur ist das Ende von Vers 2 in dem Gebet mit der Aussage „dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ ebenfalls erfunden. In diesem Fall muss man aber sagen, dass nicht wenige heute verfügbare Bibelausgaben diese nachträgliche Ergänzung des „Vaterunser“ tatsächlich nicht oder nicht mehr enthalten. Trotzdem beten es täglich unzählige Menschen mit diesem Zusatz in den Kichern rund um den Globus. Warum?

Es wird noch unheimlicher: In Lukas 24,51 lesen wir, wie sich Jesus schlussendlich verabschiedetet und in Himmel aufgefahren sei. Wörtlich heißt es in modernen Bibeln:

Und während er sie (die Jünger, Anm. LAF) segnete, wurde er von ihnen weggenommen und zum Himmel emporgehoben.“

Auch das ist ein Fake. Die ältesten Handschriften wie der „Codex Sinaiticus“ sagen an dieser Stelle nur „und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen“. Keine Rede von einer Himmelfahrt …

ARTIKEL: Das “Jesus-Grab” von Talpiot und die Jäger der Gebeine Jesu (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)
ARTIKEL: Das “Jesus-Grab” von Talpiot und die Jäger der Gebeine Jesu (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)

Ebenfalls ist beim Lukas-Evangelium in 22,43 der Nachtrag zu finden: „Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn“, als Jesus bat, dass der Kelch an ihm vorübergehen möge. Eine überaus bekannte Erzählung der Leidensgeschichte Jesu, die aber ursprünglich ohne die erwähnte Hilfe eines himmlischen Engels niedergeschrieben wurde.

Bei Lukas findet sich auch die letzten Worte Jesus „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (23,34), die er bei der Kreuzigung gesagt haben soll. Wohl kein Christ der Welt kennt diese Aussage von Jesus Christus am Kreuz nicht. Im „Codex Sinaiticus“ aber findet sich genau an dieser Stelle der Vermerk, dass diese Worte zweifelhaft seien. Später wurde das von einem anderen Bibel-Redakteur wieder zurück genommen.

Und so finden sich in zahlreichen Bibeln von heute tatsächlich genau an dieser Stelle die letzten Worte Jesus in Klammern eingefügt. Etwa auch in der Luther-Bibel 2017. Oder wir finden teilweise den Vermerk „dieser Halbvers fehlt in einigen der wichtigsten Handschriften“ oder ähnlich. Beispielsweise in der Einheitsübersetzung von 2016 oder der bekannten Zürcher Bibel.

Irgendwie erschreckend!

Heutige Christen sind vielfach nichts weiter als „Karteileichen der Kirche, wie in diesem Posting HIER ausgeführt. Menschen, die halt irgendwie christlich getauft sind, dann und wann mal bei Hochzeiten oder Beerdigungen in die Kirche gehen aber sonst halt nur „irgendwie an Gott“ glauben. Mit der Bibel an sich befassen sich die allerwenigsten. Man ist halt Christ wenn man mal in die Kirche geht, dort dem Prediger zuhört oder irgendwelche (vermeintlich) christlichen Traditionen begeht. Schließlich „macht man das so“.

In meiner Heimat, dem oft streng katholischen Münsterland, ist das nicht anders. Wirklich gläubige Christen, die auch in der Bibel lesen, zweifeln so oder so nicht an dem Text.

Ist es da nicht erschreckend, dass von Anfang an in der Bibel bis zur Auferstehung und Himmelfahrt Jesus so viele Manipulationen, Nachbearbeitungen, Fake-News und Erfindungen stehen? Gerade wenn es fundamentale christliche Lehren und Dogmen betrifft, die alltäglich von den Gläubigen gebetet werden?

Ich finde schon!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Prophet Esra, “der Schreiber der Wissenschaft des Höchsten”: Technische „Visionen“ und Geheimschriften der Astronautengötter +++ Artikel +++

Der Prophet Esra, "der Schreiber der Wissenschaft des Höchsten", und seine rätselhaften Überlieferungen im Sinne der Prä-Astronautik gesehen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der Prophet Esra, “der Schreiber der Wissenschaft des Höchsten”, und seine rätselhaften Überlieferungen (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Prä-Astronautik-Forscher suchen seit Jahrzehnten auch und vor allem in alten Texten und Mythologien aus aller Welt nach möglichen Spuren der Götter aus dem All. Getrieben von der ganz richtigen Annahme, dass, wenn diese Astronautengötter hier auf der Erde waren, ihre Anwesenheit eben in solchen alten Überlieferungen Spuren hinterlassen haben muss. Weltweit werden dahingehend alten Schriften durchleuchtet. Natürlichkeit auch die Bibel und verwandte Texte, die man als Apokryphen kennt. Doch ein überaus rätselhaftes Buches außerhalb der Bibel wurde dabei eher weniger beachtet: Das 4. Buch des Propheten Esra. Und das, obwohl diese Jahrtausende Überlieferung ganz erstaunliche Aussagen und “Visionen” enthält. Von einen Gottesmann, der angeblich sogar fast 100 Bücher im Auftrag des Herrn verfasste – und von denen der Großteil geheimgehalten werden sollte! Wie Ihr in diesem Artikel lesen werdet, könnten die “Visionen” aber mehr als Phantastereien eines frommen Propheten sein. Kein Wunder also, dass genau dieses Buch des Esra nicht in der Bibel zu finden ist …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Propheten der Astronautengötter

Bei der Suche nach Spuren von möglichen Astronautengöttern in alten Schriften dient oftmals die Bibel als eine Art „erste Anlaufstelle“, da praktisch jeder ein solche besitzt. Von da aus ist es auch nur ein kleiner Schritt zu den alten biblischen Texten, die nicht im Kanon der Bibel zu finden sind

Hier sind die klassischen Beispiele natürlich die außerbiblischen Bücher des viel zitierten Propheten Henoch und die Apokalypse des Abraham. „Dieser Henoch ist mein Freund, ich bin ihm auf den Versen“, schrieb schon Erich von Däniken 1977 in seinem Buch “Beweise” über die Henoch-Bücher. Die Apokalypse des Abraham wiederum ist jene Schrift, in der die erstaunliche „Himmelsreise des Abraham“ zu einer „Raumstation der Götter“ beschrieben wird, über die Ihr HIER ein YouTube-Video findet.

Ein weiterer Name, der sich durchaus mit anderen Propheten und ihren „himmlischen Erscheinungen“ messen kann, ist der Prophet Esra. Auch dieser Mann Gottes wurde Zeuge ungewöhnlicher Ereignisse und ist der (theologischen) Bibelforschung wohl bekannt.

Esra war in der Zeit des Königs Artaxerxes II. (404 bis ca. 359 vor Christus) im persischen Babylon am königlichen Hof Priester und Schriftgelehrter. Dort regelte er jüdische Angelegenheiten, und führte im Jahr 458 vor Christus 1496 Juden aus dem babylonischen Exil zurück nach Jerusalem. Dort organisierte er die Rückkehr weiterer Menschen aus dem Exil. Durchaus also eine Ikone der biblischen Historie, dessen biblisches Buch etwa zwischen 400 und 200 vor Christus aus älteren Schriften und Urkunden von dem Autor der Chronikbücher verfasst worden sein soll.

VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Neben seinem kanonisierten Werk, tragen auch einige Apokryphen den Namen des jüdischen Priesters Esra. Eine Apokalypse, ein „Gesicht des Esdras“ und das 3.  bis 6. Buch Esra vor. Und vor allem das 4. Buch des Esra enthält einige überaus erstaunliche Schilderungen, die eine Deutung im Sinne der Ancient Aliens durchaus nahe legen.[6]

Rätselhafte “Visionen” des Esra

Dieses Buch war im Altertum die am weitesten verbreitete Apokalypse und entstand in der heutigen Form um das Jahr 120 nach Christus. In sieben Visionen („Gesichte“ genannt) schildert der Autor darin seltsame und interessante Erlebnisse und Ereignisse. Gleichfalls auch von seinen Begegnungen mit dem Herrn, der ihn letztendlich in den Himmel „entrückte“.

So lesen wir etwa im fünften Gesicht „Der Adler“, wie ein angeblicher „Adler“ aus dem Meer emporstieg. Ein Vogel, der seltsamer kaum aussehen könnte:

Und in der zweiten Nacht sah ich ein Traumgericht: Da stieg vom Meer ein Adler auf; zwölf Flügel hatte er, dazu drei Häupter.“ (9,1)

Einen natürlichen Adler sah der Beobachter wohl nicht; dies geht aus der Beschreibung deutlich hervor. Einen dreiköpfigen Adler mit 12 Flügeln gibt es nicht. Wir kennen aber einen sonderbaren Adler bereits aus dem mesopotamischen Etana-Epos, mit dem der Held Etana in den Himmel reiste. Es liegt eher der Gedanke nahe, dass hier etwas Technisches der Astronautengötter beschrieben worden sein könnte.

Im weiteren Verlauf werden bei Esra dann Vorgänge dieses „Adlers“ beschreiben, die durchaus an flugtechnische Manöver erinnern. So war das „Tier“ beispielsweise dazu in der Lage, seine Flügel nach Belieben ein- und wieder auszufahren. Über diesen windigen und wolkigen Vorgang heiß es:

Ich schaute, wie er die Flügel über die ganze Erde breitete, wie all des Himmels Winde auf ihn bliesen und Wolken sich um ihn zusammenballten. Dann schaute ich, wie aus den Flügeln Unterflügel wuchsen; sie wurden kleine und geringe Flügelchen.“ (9,2-3)

Seltsam: Aus welchem Adlerflügel können kleinere, geringfügigere Flügel hervor kommen? Die Aussage scheint eher einen technischen Ursprung zu haben: Das Fluggerät, pardon, der „Adler“, besaß kleine, ein- und ausfahrbare Stabilisatoren (insgesamt acht). Auch Stabilisatoren sehen aus wie Flügel(chen). Diese Vermutung wird auch durch spätere Verse erhärtet.

Der Adler ist gelandet

Der Prophet sah das Fluggerät am Himmel wie es „mit den Flügeln flog“, wobei er festgestellte, dass von den drei Köpfen der Mittlere „größer als die beiden anderen“ war. (9,4-5). Dann landete das „Objektes“ (auf den „Krallen“) und einen ungewöhnlichen Vorgang folgte:

Dann sah ich, wie der Adler, auf seinen Krallen aufgerichtet, zu seinen Flügeln also sprach: Macht nicht zusammen alle! Schlaft, jegliches an seiner Stätte, wacht nur zu eurer Zeit! (…) Ich sah, dass diese Stimme nicht aus seinen Häuptern kam, vielmehr aus seines Leibes Mitte.“ (9,7-10)

Nach der Ladung des „Adler“ soll eine Stimme gesprochen haben, die „aus seines Leibes Mitte“ kam. Erstaunlicherweise also nicht aus einem der drei Köpfe, wie man annehmen sollte. Wer also sprach da und befand sich dabei in diesem gelandeten „Gerät“?

VIDEO: Das “Raumschiff des Ezechiel”: Warum besaßen sie Ancient Aliens vor 2.500 Jahren derartige “Billig-Technik”? (Bild/Montage: Fischinger-Online / gemeinfrei / E. v. Däniken)
VIDEO: Das “Raumschiff des Ezechiel”: Warum besaßen sie Ancient Aliens vor 2.500 Jahren derartige “Billig-Technik”? (Bild/Montage: Fischinger-Online / gemeinfrei / E. v. Däniken)

Interessant auch die Aussage zu den Flügeln des vermeintlichen Wesens an sich. Nicht alle der 12 Flügel sollten nach der Landung zusammengeklappt bzw. eingefahren werden, sondern ein Teil an ihrem Platz „schlafen“. Ruhen, bis sie wieder benötigt werden …

So kam es dann auch. Esra beobachtete einige Zeit später, „wie auf der rechten Seite der erste Flügel aufwachte“. Erkennbar wurde dieser eingezogen, denn es ging mit ihm „zu Ende, und er verschwand, und seine Stätte war nicht mehr zu sehen.“ (9,12-13)

Auch der linke Flügel wurde eingezogen, „und er verschwand ganz wie der vorherige“, so 9,14. Genau ist hier folglich überliefert, wie ein Flügel nach dem anderen sich „erhob“ und verschwand (9,18ff.):

Und so ergings den anderen Flügeln allen (…) Da sah ich hin. Verschwunden waren die zwölf Flügel mit zwei Flügelchen. Am ganzen Adlerleib war nichts mehr übrig, als nur drei ruhende Häupter und nur sechs Flügelchen.“ (9,19-23)

Als der „Adler“ auf seinen Krallen fest auf dem Boden stand, fuhr er seine Flügel ein, bis sie nicht mehr zu sehen waren. Einem tatsächlichen Adler wird dies nie gelingen. Klar. Jedoch benötigt eine technische Flugmaschine natürlich keine Flügel mehr, wenn sie gelandet ist. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, hat Esra hier eine korrekte Beschreibung gegeben.

Die interessanten Vorgänge, die Esra geschaut haben will, gehen noch sehr viel weiter. So etwa berichtet er uns, wie „die vier Unterflügel planten, sich aufzurichten und das Regiment zu führen“ (9,25). Aber auch die drei Häupter konnten Erstaunliches vollführen: In 9,29-30 wird beschrieben, wie der mittlere, große Kopf erwachte – und „die beiden Häupter mit sich selbst verband“. Später verschwand der mittlere Kopf wieder, und die beiden kleineren verbanden sich miteinander (9,33-35).

Nur “göttliche Visionen” und Eingebungen?

Die übliche Auslegung dieser „Vision“ des Propheten ist die, dass der „Adler“ aus dem „Meer“ für das Römische Reich am Mittelmeer stehe. Alles sei rein symbolisch und in einer Art Gleichnis zu verstehen. Die 12 Flügel wären dabei Symbole für 12 griechische Könige, und die acht „Unterflügel“ entsprechen dabei „Gengenkaisern“, die nach Kaiser Neros Tod (68 n. Chr.) vielfach ausgerufen wurden. Wobei diese Interpretation aber als unklar oder nicht sicher angesehen wird.

Auch die drei Häupter werden mit römischen Herrschern gleichgesetzt (Titus, Domitian und in der Mitte, der große, Vespasian), die zwischen Juni 69 bis 96 nach Christus an der Macht waren.

"Missing Time" bei den Gebrüdern Grimm: Ein seltsames Märchen und Männchen (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Astronautengötter und die Gebrüder Grimm: Ein seltsames Zeitreise-Märchen und ein noch seltsameres “Zwerglein” (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Auch wenn diese Interpretation (hier nur in Kürze) von Seiten der Exegeten und des Übersetzers durchaus interessant klingt, so stellt sich doch die Frage, ob nicht auch eine technische Deutung möglich ist.

Wenn wir die Beschreibungen nicht als Symbole für Machtkämpfe politischer Größen ansehen, so liegt eine Ähnlichkeit zu flugtechnischen Begebenheiten auf der Hand. Auch wenn der Beobachter nichts davon verstanden hat, sondern versuchte, diese durch seinen Wissensstand zu begreifen.

Der fliegende “Mensch” aus dem Meer

Doch die „Adler-Vision“ ist nicht das einzige Kuriosum in den Schriften des Esra. So etwa das „sechste Gesicht“, in dem es heißt, dass der Prophet „einen Traum bei Nacht“ träumte (11,1), der heute als Vision des Messias oder die Ankunft des Heilands in der Endzeit angesehen wird. Wobei die Frage erlaubt sein muss, warum sollte der Messias am Ende aller Tage aus dem Meer (und nicht vom Himmel) kommen? So heißt es in dieser angeblichen Endzeit-Prophezeiung wörtlich:

Ein ganz gewaltiger Sturm erhob sich von dem Meer und regte alle seine Wogen aus. Ich sah, da führte jener Sturmwind aus des Meers Herzen, was einem Menschen glich. Ich sah und dieser Mensch flog mit den Himmels Wolken. Wohin er nur sein Antlitz wandte und blickte, erbebte alles, was er angeschaut.“ (11,2-3)

So, wie zuvor ein „technischer Adler“ aus dem Meer aufsteigen war, so beobachtete Esra nun erneut, wie sich etwas aus dem Wasser erhob. Vollkommen richtig erwähnt er zuerst, dass ein „gewaltiger Sturm“ aus „des Meeres Herzen“ erschien und dabei die Wasseroberfläche aufwühlte. Deutlich sei sogar zu erkennen gewesen, dass jemand „wie ein Mensch“ mit diesem Sturm und Wolken flog.

Wohin dieser „Mensch“ auch blickte, erbebte die Erde. Dies ist eine bekannte Begleiterscheinung solcher Flüge, Erscheinungen oder auch Niederkünfte, die vielfach in solchen Zusammenhängen beschrieben wurde.

Den mutmaßlichen „Antrieb“ des Gefährt bezeichnet der Text als „Mund“. Tatsächlich ist Lärm und Getöse bei solchen Begegnungen wiederum nichts  Ungewöhnliches. Die jeweiligen Propheten bzw. Texte aus biblischen und jüdischen Schriften sahen darin meist die tosende, donnernde und auch feurige „Stimme Gottes“. Zumindest wurde es damit verglichen und assoziiert.

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So auch bei Esra, was in folgender Aussage anschaulich wird:

Wohin die Stimme seines Mundes ging, zerschmolzen all, die seine Stimme hörten, wie Wachs zerfließt, wenn dieses Feuer sprüht.“ (11,4)

Hier zeigt sich deutlich, dass die „Stimme“ keine normale oder sogar sprechende Stimme gewesen sein konnte. Noch weniger die Stimme des Messias. Aber ebenso zeigt sich, dass die Stimme aus dem Mund „Feuer sprüht“, weshalb es sich gut um die lärmende Antriebseinheit handeln könnte.

In Esra 11,10-11 nutzt dieser „Mensch“ sogar seinen „Mund“ und das daraus hervor kommende Feuer als Waffe. Dazu aber gleich.

Ungleiche Kämpfe

„Ein unzählbares Heer von Menschen“, so 11,5, stürmte nun auf diesen Menschen zu, um ihn zu bekämpfen. Dabei flog er auf einen „Berg“ zu, den der vermeintliche Messias zuvor „losgeschlagen“ hatte. Auch dieser „Berg“ war kein gewöhnlicher, da Esra festhält:

Ich aber wünschte, die Gegend oder jenen Ort zu kennen, woraus der Berg war losgeschlagen; doch ich vermochte es nicht.“ (11,7)

“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube
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Der Prophet versuchte in seiner „Vision“ also selber zu ergründen, woher der „Berg“ plötzlich auf/über dem göttlichen Schlachtfeld erschienen war. Er konnte es sich aber schlicht und einfach nicht erklären.

Warum dies Fluggerät auf den „Berg“ zuflog, ist nicht beschrieben. In Esra 11,12 wird lediglich gesagt, dass er von diesem hernieder stieg, nachdem er alle Feine niedergemetzelt hatte …

Als die Menschenmenge den Berg sah, bekamen sie zwar Angst, aber dennoch „wagten sie den Kampf“ (11,8). Der Prophet war spätestens an dieser Stelle endgültig verwirrt. Zu seinem Entsetzen sah er, dass dieser Mensch mit seinem Fluggerät keine Hand erhob, kein Schwert benutzte, „noch eine andere Waffe“ (11,9), um die Menschen zu bekämpfen. Er nutzte allein den Rückstoß seines „Mundes“ um die unliebsamen Angreifer allesamt zu – verbrennen:

Ich sah nur das, wie er aus seinem Munde etwas ausgestoßen, das einem Feuerstrome glich, von seinen Lippen einen Flammenhauch. Von seiner Zunge lässt er Glutwind strömen, und alles mischt sich ineinander: Der Feuerstrom, der Flammenhauch, der große Sturm. Das überfällt im Ansturme das kampfbereite Heer, verbrennt es ganz.“ (11,9-11)

Ist das die Beschreibung einer Waffe oder des Rückstoßes eines Antriebes? Recht genau konnte Esra diese Ereignisse sehen und schildert sie mit seinen einfachen seinen Worten überaus treffend. Für die Angreifer war dieses Feuer der Astronautengötter zumindest absolut tödlich. Das gesamte Heer war ausgelöscht, es blieb nichts als Asche und Gestank zurück. Für Esra ein entsetzlicher Anblick:

Im selben Augenblick war von dem unzählbaren großen Heer nichts mehr zu sehen, als Aschestaub und Rauchgeruch. Bei diesem Anblick kam ich in Entsetzen.“ (11,11)

Nach diesem ungleichen Kampf stieg der siegreiche Mensch von seinem „Berg“ herunter und wurde von zahlreichen menschlichen Gestalten jubelnd empfangen. Andere hingegen, wahrscheinlich die Anhänger des getöteten Heeres, waren „traurig“, über das, was da passiert ist, wie es Esra 11,13 beschreibt.

Nachfrage bei Gott

Die Flugwagen des König Salomon
ARTIKEL: Die Flugwagen von König Salomon aus der Bibel: Spannende Märchen ohne Wahrheit? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wie andere Propheten auch, so hatte natürlich aus Esra Kontakt mit seinem Gott, nicht nur „Visionen“.

Bei dieser Gelegenheit ließ er es sich später auch nicht nehmen, ihn zu fragen, „weshalb ich den Mann aus dem Herzen des Meeres habe aufsteigen sehen“ (11,51). Gottes Antwort:

Wie niemand das erforschen und nicht erfahren kann, was in des Meeres Tiefen ist, so kann niemand von den Erdenbewohner je meinen Sohn erblicken, noch die Genossen , es sei denn nur zur Stunde seines Tages.“ (11,52)

Mit Genossen oder Gefährten ist das Heer der himmlischen Engel gemeint, die erst am Ende aller Tage zu sehen sein werden. Nur widerspricht dieses Bild eines „Mannes“ aus dem Meer klar der christlichen Tradition eines Messias vom Himmel. Auch die vermeintliche Erklärung “Gottes” ändert daran nichts. Es könnte sich hier eher um mythologische Aussagen handeln, die eigentlich nicht den Messias meinen.

Das sah schon der deutsche Theologieprofessor Dr. Hermann Gunkel vor über 100 Jahren so. Er fand das nicht nur, sondern merkte 1899 in einer Übersetzung von Apokryphen zum Alten Testament dazu an:

Ob dies wirklich die ursprünglich im Stoffe angelegte Deutung ist, erscheint sehr zweifelhaft. Dass der Zug überliefert ist, mag man daher vermuten, weil er sehr seltsam ist: nach der eschatologischen Dogmatik kommt der Christus vom Himmel, nicht aus dem Meere. Wenn der Stoff mythologischer Art ist, so liegt der Gedanke an einen Gestirngott nahe, der aus dem Meer auftaucht, zum Himmelsberg emporsteigt, seine Feinde mit seinen glühenden Strahlen verbrennt und dann sein Friedensreich stiftet.“ (in: Kautzsch, Emil: “Die Apokryphen und Pseudepigraphen des Alten Testaments”. Bd 2, Freiburg i. Br., S. 400)

Ein „Gestirngott“ aus mythologischen Quellen ist alles andere als der verheißene Messias beim Jüngsten Gericht.

Im Auftrag der Astronautengötter

Esra bekam in guter prophetischer Tradition natürlich von seinem Herrn auch einen Auftrag. Er sollte Bücher mit göttlichem Wissen verfassen, dass dieser ihm offenbaren werde. Einige dieser Schriften dürfe er danach veröffentliche, andere müsse er geheim halten bzw. „den Weisen insgeheim übergeben“, wie es bei Esra 12,26 heißt. Sei das erledigt, würde Esra aus den Reihen der Menschen „entrückt“ und in den Himmel aufgenommen werden. „Bei meinem Sohn und seinesgleichen“ werde er verweilen, versprach Gott ihm.

ARTIKEL: Zeitreisen schon vor 2500 Jahren? Wenn ein Mensch unwissentlich mehr als ein halbes Jahrhundert in die Zukunft reist! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Zeitreisen schon vor 2500 Jahren? Wenn ein Mensch unwissentlich mehr als ein halbes Jahrhundert in die Zukunft reist! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: Fischinger-Online)

Für die Vorbereitung dieser göttlichen Mission und seiner anschließenden Himmelsreise sollte der Prophet sein Haus bestellen und nochmals das Volk zur Treue etc. ermahnen. Auch dürfe niemand den Propheten in den kommenden Wochen irgendwo suchen. So bekam er schließlich die himmlische Anweisung:

„Geh heim! Versammele dir das Volk und sprich zu ihm, es solle vierzig Tage dich nicht suchen! Du aber mache dir viele Tafeln fertig und nimm Saraja, Dabria, Selemia, Ethan und Asiel, fünf Männer! Denn sie verstehen, schnell zu schreiben. Dann komm hierher. Alsdann entzünde ich der Wahrheit Licht in deinem Herzen (…) bis du mit Schreiben fertig bist.

Bist du dann fertig, alsdann veröffentliche das eine! Das andere aber übergib den Weisen insgeheim.“ (12,23-26)

Daraufhin nahm der Gottesmann die fünf ausgesuchten Männer mit, um am Folgetag mit ihrer Arbeit zu beginnen. Hierfür bekam Esra einen wundersamen Kelch mit einem Trunk gereicht, der wie Wasser erschien, „doch seine Farbe glich dem Feuer“. Wie bei anderen Überlieferungen dieser Art (Johannes, Henoch usw.) verlieh ihm das wundersame Getränkt Einsicht und Weisheit, die er den fünf Schreibern in den kommenden 40 Tagen diktierte. In der theologischen Deutung heißt es dazu, „der Becher ist voll des heiligen Geistes; Esra wird inspiriert“ (Dr. Hermann Gunkel, S. 400).

“Der Schreiber der Wissenschaft des Höchsten”

In seltsamen „Zeichen, die sie nicht verstanden“ (12,42), schrieben sie fortan alles nieder. Das Ergebnis der Schreibarbeit: 94 göttliche Bücher! Bedauerlich ist nur, dass die meisten dieser Schriften nicht für das Volk, sondern für die Eliten der damaligen Zeit bestimmt waren. So heißt es in Esra 12,45-47:

Die vierundzwanzig Bücher, die du zuerst geschrieben, sollst du veröffentlichen, den Würdigen und Unwürdigen zum Lesen! Die letzten siebzig aber halte zurück und gib sie nur den Weisen deines Volks. In diesen fließt der Born der Einsicht, der Quell der Weisheit, der Strom der Wissenschaft.

Ein merkwürdiger Auftrag Gottes an seinen treuen Diener, der direkt nach der Erledigung der Arbeit „entrückt und an den Ort zu seinesgleichen aufgenommen“ wurde.

70 Geheimschriften, die nur in die Hände der Weisen gelangen sollten?

Mord und Totschlag im Namen Gottes: Wie das ZDF die Bibel für die Zuschauer schön redet (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Mord und Totschlag im Namen Gottes: Wie das ZDF die Bibel für die Zuschauer schön redet (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Das klingt fast schon so, als habe der Herr hier etwas vor dem einfachen Volk zu verbergen versucht. Wissen, dass nicht in falsche Hände geraten soll. Untermauert wird das nochmal deutlich im letztens Vers des 4. Buch Esra, in dem es heißt, dass Esra bis in alle Ewigkeit den Titel „der Schreiber der Wissenschaft des Höchsten“ tragen solle.

Einen solcher Titel oder Ehre kennt man eigentlich nur von dem Propheten Henoch! So heißt es in 1. Henoch 12,4, dass der Prophet von den Wächtern des Himmels mit den Worten „Henoch, du Schreiber der Gerechtigkeit“, gerufen und angesprochen wurde. Im slawischen Buch Henoch 22,11 ist es sogar ein Engel mit Namen Bretil, „der weise ist und alle Werke des Herrn aufschreibt“. Und obwohl moderne Bibel kein Buch Henoch enthalten, preist ihn die Bibel fast schon über alle Maßen. Beispielsweise im Buch Genesis in 5,24, in dem wir lesen:

Und Henoch wandelte mit Gott und war nicht mehr, weil Gott ihn zu sich genommen hatte.”

Doch auch das Neue Testament huldigt Henoch und seine Taten in Hebräer 11,5 mit den Worten:

Durch Glauben wurde Henoch entrückt, so dass er den Tod nicht sah, und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung wurde ihm das Zeugnis gegeben, dass er Gott wohlgefallen habe.

Solche biblischen Lobpreisungen eines Propheten, der nicht in der Bibel mit einer eigenen Schrift vertreten ist, zeit den enormen Stellenwert des Henoch, des “Schreiber der Gerechtigkeit“.” Esra ist folglich als “Schreiber der Wissenschaft des Höchsten“ Teil dieser ganz besonderen Auserwählten und später “entrückten”.

Es fragt sich nur, ob die technisch anmutenden „Visionen“ des Propheten zu den Büchern für die „Würdigen und Unwürdigen“ oder den im Geheimen den Weisen des Volkes übergebenen gehören. Das wissen wohl nur die Astronautengötter …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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UFOs, Aliens, Prä-Astronautik und diese “krassen Sachen”: Zwei YouTuber entdecken ihre Faszination für die Grenzwissenschaft +++ YouTube-Video +++

UFOs, Aliens, Prä-Astronautik und die "krassen Sachen": zwei YouTuber entdecken ihre Faszination für die Grenzwissenschaft (Bilder: Screenshot YouTube/Oli Uncut / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UFOs, Aliens, Prä-Astronautik und die “krassen Sachen”: zwei YouTuber entdecken ihre Faszination für die Grenzwissenschaft (Bilder: Screenshot YouTube/Oli Uncut / gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

“UFOs, Aliens, Prä-Astronautik” – das sind grundsätzlich die Kernthemen dieses Blog und meines YouTube-Channel Grenzwissenschaft und Mystery Files. Spekulative und umstrittene Themen, für die sich weltweit Menschen interessieren. Mal mehr – aber auch mal weniger. Ob “anerkannter” Grenzwissenschaftler und Mystery-Forscher oder nur Konsument der Themen: Grundsätzlich sind aber alle diese Interessierte nur Laien, da niemand solche Thematik studieren oder lernen kann (s. HIER). So stieß ich kürzlich im Netz auf zwei solcher Laien, die eigentlich auf YouTube einen Kanal zum Thema Science-Fiction- und Horror-Filme und entsprechende Aktion-Figuren betreiben. Diese haben jetzt ihre neu entdeckte Leidenschaft für Außerirdische und Prä-Astronautik in einem Video online gestellt, dass ich Euch nicht vorenthalten möchte. Nicht nur, da auch ich die beiden YouTube mit meinen Videos dazu “inspiriert” habe. Aber schaut selbst!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Laien, Amateure, Experten, Anfänger & Co.

Auf diesem Blog habe ich verschiedene Postings veröffentlicht, in denen ich die Frage nach “Laien” und “Experten” in Sachen Mystery, UFOs, Aliens & Co. diskutierte. Der grundsätzliche Tenor ist dabei immer gleich: es gibt keinen “anerkannter Experten” in diesen Gebieten der Grenzwissenschaft. Nicht einen.

Das ist vor allem an der Thematik an sich geschuldet. Grenzwissenschaft ist keine anerkannte und etablierte Wissenschaft, die strengen Regeln folgt. Jeder “anerkannte Grenzwissenschaftler” kocht im Grunde genommen sein eigenes Süppchen, wie ich es in diesem Posting erläutert habe. Man kann aber durchaus zu einem Experten und Kenner der unterschiedlichen Materien werden, wenn man sich nur intensiv und lange genug damit befasst. Wann jemand dann den Status “Experte” erreicht hat, ist wieder eine ganz andere Sache.

Aus Jahrzehnten meiner persönlichen und intensiven Tätigkeit und Beschäftigung mit solchen Themen weiß ich aber sehr gut, dass  viele der Interessierten ein Problem gemeinsam haben: Fast keiner will ihnen im privaten Umfeld zuhören und mit ihnen über solche Dinge wie Prä-Astronautik diskutieren. Unzählig Gespräche und Kontakte von mir mit diesen “interessierten Laien” in den letzten 25 Jahren zeigen das sehr deutlich. Mir ging (und geht) es da nicht anders.

Hier stimmen sicher viele Freunde der Grenzwissenschaft und Mystery Files uneingeschränkt zu!

So auch die beiden YouTuber Oli und Klaus.

UFOs, Aliens und Prä-Astronautik: “Kasse Sachen!”

Dieser Oli betreibt den YouTube-Kanal “Oli Uncut”, den Ihr HIER findet. “Der Kanal für Film- und Figurensammler”, wie es in der Beschreibung heißt. Ein offenkundiger Fan von Science-Fiction- und Horror-Filmen sowie Sammler von entsprechenden Aktion-Figuren. Vielleicht in dieser Hinsicht ein sogenannter “Nerd”, wobei dieser Begriff ursprünglich für Computer-Freaks Verwendung fand. Auch ich bin so ein Film- und Sammel-Nerd, wie es meine Vita verrät.

Blog-Serie: "10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss - über Erich von Däniken" (Bild: Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)
Blog-Serie: “10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss – über Erich von Däniken (Bild: Archiv E. v. Däniken / Montage: Fischinger-Online)

Darum habe ich mir das unten eingebundene Video von den beiden “Mystery-Einsteigern” Oli und seinem Freund Klaus auch ganz angesehen. Immerhin ist ein Video mit dem Titel “UFOs, Aliens, Prä-Astronautik” für mich als Jäger des Phantastischen immer spannend. Wenn dann noch mein eigener Kanal von den beiden als Tipp verlinkt und genannt wird, sie ohne Frage wirkliche Laien sind und sie Videos von Erich von Däniken als ihren Einstige in die Materie genannt werden, werde ich hellhörig.

“Zwei Minuten Däniken und man glaubt es sofort”, so die YouTuber in ihrem Video. Eine Aussage, die zahllose Prä-Astronautik-Interessierte bis heute immer wieder in dieser oder ähnlicher Art und Weisen wiederholen. Beispielsweise auf verschiedenen Facebook-Seiten, auf denen es immer wieder heißt, dass Bücher oder Filme von EvD sie an diese Themen führten. Auch das war bei mir im Herbst 1989 genauso.

In einem Video vom 28. Mai 2018 kündigte “Oli Uncut” sein Video zu Prä-Astronautik, UFOs und Aliens an. Es mag “für den ein oder anderen uninteressant” sein, aber das Thema liege ihm am Herzen. Doch Arbeitskollegen & Co. winken dabei immer immer ab. Hier liegt eher das Interesse an Gesprächen über Fußball, was ihn wiederum nicht interessiert.

Und auch hier erkennt sich der ein oder andere Neueinsteiger oder eben Laie der Grenzwissenschaften sicher wieder!

“Wir sind ganz normale Leute”

Das sagen Oli und Klaus über sich selber in dem Video zu ihrer neu entdecken Leidenschaft Außerirdische in der Vorzeit, Mysterien der Vergangenheit, UFOs & Co. Doch das “Thema brennt sich ins Hirn”, obwohl man sich selber “ein bisschen albern vorkommt”, darüber auf YouTube zu sprechen, wie sie sagen.

Zwei YouTuber sprechen als absolute Laien mit Bier in der Hand und Tattoos auf dem Körper über die großen Mysterien der Menschheit, Prä-Astronautik, Leben im Kosmos, Gott usw. Das wirkt nicht seriös – soll es aber auch nicht.

Und auch genau hier erkennen sich nach meiner Erfahrung viele Freundinnen und Freunde des Phantastischen wieder. Denn man glaubt es kaum, wer, wo und wie einem plötzlich “offenbart”, dass er sich für Prä-Astronautik oder dem UFO-Phänomen interessiert. Es muss nicht der Herr im Anzug sein. Die Realität sieht eben ganz anders aus!

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Das Video von “Oli Uncut” zeigt aber auch eine andere Realität. Nämlich die, wie heute junge Menschen oder eben Neulinge heutzutage in die Materie einsteigen oder mit ihr in Berührung kommen: Wenn nur durch das Fernsehen, dann vor allem durch Videos im Netz. “Empfohlene Videos” auf YouTube heißt die Zauberformel. Eben jene thematisch ähnlichen Video-Tipps, die die Videoplattform den Nutzern aufgrund deren Stichwortsuche zeigt. Auch wenn sie oftmals nun wirklich uninteressant für den jeweiligen User sind, bleiben sie immer ein wichtiger Teil dort.

So wurde auch eben “Oli Uncut” durch diese Empfehlungen mit Videos von Erich von Däniken quasi angefixt.

“Däniken ist der Wichtigste”

Fast eine Stunde und 40 Minuten geht das Video unten, das Ankündigungs-Video zuvor nochmals rund 23 Minuten. Mit Sicherheit ist es auch kein Video von der Art, die ich hin und wieder von anderen – wenn eben nicht von mir selber – hier poste und einbinde. Man merkt aber während des gesamten Videos die grenzenlose Begeisterung von Oli und Klaus, die die Grenzwissenschaft und Erich von Däniken bei ihnen entfacht haben.

Wer von den Neueinsteigern in die Welt des Unfassbaren kann das nicht nachvollziehen?

Was man auch bemerkt, wenn man sich alles ansieht, ist die heillose Überforderung der YouTuber. Als völlige Laien sind sie angesichts der Flut an Themen, Spekulationen, Aussagen, Beispiele, Hypothesen, Funde und vielem mehr, die im grenzwissenschaftlichen Bereich und natürlich in entsprechenden Videos vorkommen, überfordert. Auch das kann jeder neue Interessierte uneingeschränkt nachvollziehen. Selbst alten Hasen der Materie ergeht es oft so, da auch immer wieder neue Aussagen und Spekulationen hinzu kommen.

“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube
Der Channel “Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube HIER

Obwohl der Oli von sich selbst sagt, er hat selber die ein oder andere seltsame Erfahrung gemacht, wie  er sie später von Menschen aus dem Bereich der UFO-Entführungen gehört habe. Deuten kann er sie nicht.

So zeigt sich diese “heillose Überforderung” gut in diesem Beispiel:

Die Zwei verwechseln das biblische Buch Ezechiel und das “Raumschiff des Ezechiel” mit der spannenden Geschichte der Himmelfahrt des Abraham aus der Abraham-Apokalypse. Ein Buch, das nicht in der Bibel steht, und deren Inhalt mit dem Buch Ezechiel von Klaus und Oli vermischt wurde. Solche Vermischungen kommen in der Grenzwissenschaft oft vor. Mehr als oft sogar. Nur werden diese vermischten Themen dann oft als “Fakten” oder “wahr” veröffentlicht oder im Netz diskutiert.

Bei “Oli Uncut” ist das natürlich nicht so. Hier wollen nicht zwei Film-Fans irgendwas belegen, untermauern oder den Zuschauern als von ihnen überprüfte Tatsachen verkaufen. Sie wollen lediglich ihre neue Begeisterung auf ihre Art und Weise via YouTube verkünden. Daran ist nicht das Geringste auszusetzen. Sie berufen sich dabei auch auf “namhafte Leute”, wie sie nennen, die sie auch verlinken und immer wieder erwähnen.

Diese tragen die “Schuld” an der Faszination Mystery.

Zum einen natürlich Erich von Däniken, da er “der Wichtigste” in Sachen Prä-Astronautik ist. Zweifellose richtig. Dann auf Robert Fleischer von Exopolitik, der bekanntlich mit hohem Einsatz Videos und vor allem zur UFO-Thematik dreht. Als drittes auf meinen YouTube-Channel Grenzwissenschaft und Mystery Files, den Ihr hoffentlich alle kennt …

Hier “UFOs, Aliens, Prä-Astronautik” von “Oli Uncut”:

Bitte auf das “Play-Symbol” klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft [klick] hier.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Himmelsreise des Abraham: Wie der biblische Stammvater mit Ancient Aliens in das All flog +++ Artikel & Video +++

Die Himmelsreise des Abraham - War der biblische Stammvater im All? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Himmelsreise des Abraham – War der biblische Stammvater im All? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Forscher und Autoren der Prä-Astronautik suchen weltweit in alten Schriften und Überlieferungen nach Spuren möglicher außerirdischer Besucher vor Jahrtausenden. Vielerorts wird man hierbei in den Mythologien unserer Vorfahren fündig, da diese in aller Welt von Göttern und Himmelswesen berichten. Ein solcher Text ist die außerbiblische “Apokalypse des Abraham”, die von dem biblischen Stammvater Abraham aus dem Alten Testament erzählt. Darin findet sich eine derart erstaunliche Geschichte über eine Himmelfahrt zu einem fremden Ort außerhalb der Erde, dass Skeptiker teils sogar dachten, diese 2.000 Jahre alte Erzählung wären “erfunden”. Grund genug sich in diesem Artikel und einem entsprechenden YouTube-Video die “Abraham-Apokalypse” und die entsprechen Passagen einmal genau anzusehen. Denn sie klingen sehr deutlich wie ein Flug von der Erde zu einer Raumstation der Ancient Aliens ins All – vor mindestens zwei Jahrtausenden!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Stammvater Abraham

Abraham ist legendär. Christen, Muslime und Juden berufen sich bis heute auf den religiösen Stammvater, dessen Nachfahren der Herr in gewaltiger Zahl hervorbringen wollte.

In der Bibel taucht Abraham am Ende der Patriarchenliste nach der Sintflut im Buch Genesis (Kapitel 11) auf. Er war der Sohn des Terach und hatte zwei Brüder. Außerdem erfahren wir, dass der legendäre Lot der Neffe Abrams alias Abraham war.

Die Familie lebte in Untermesopotamien in der berühmten Stadt Ur, die es tatsächlich gab. Diese Stadt ist durch den archäologischen Forschungsdrang von John E. Taylor, britischer Konsul in der Stadt Basra, im Jahr 1854 gefunden bzw. identifiziert worden. Zuvor war sie eher ein Mythos der Bibel, doch die Stadt selber war bereits im zweiten Jahrtausend vor Christus ein wichtiges Handelszentrum.

Und von hier zog Abraham einst fort nach Kanaan, da Gott es von ihm verlangte (Gen. 11,31).

Die weitere Geschichte Abrahams aus dem Alten Testament ist weltberühmt. Ab Genesis Kapitel 12 beginnt die eigentliche Geschichte des Stammvaters. Sogleich erfahren wir ab dem ersten Vers, dass Gott ihn persönlich ansprach und „zu einem großen Volk machen“ werde. Es ist die „Berufung Abrahams“, wie die verschiedenen Bibeln das Kapitel nennen.

Abraham lebte da schon in Haran (nordwestlich von Mesopotamien), zu dem seine Heimat Ur Wirtschaftsbeziehungen hatte. Das alles war etwa 1900 bis 1850 vor Christus.

Kannte man vor Jahrtausenden schon alle Planeten unseres Sonnensystems? (Bild: L. A. Fischinger/Archiv)
VIDEO: Kannten die Sumerer bereits vor 4.500 Jahre alle Planeten unseres Sonnensystems? (Bild: Fischinger-Online/Archiv)

Aber die ganze „Abraham-Story“ hat weit mehr zu bieten, als es die Bibel berichtet. Abraham schloss einen Bund mit dem Herrn und auch die Beschneidung gehörte dazu. Ebenso die Vernichtung der Städte Sodom und Gomorrha, wo Abrahams Neffe Lot lebte, sind bekannt und gehören in Abrahams Epoche. Abraham war der Stammvater des „auserwählten Volkes“. Ursprünglich war er jedoch natürlich kein Jude, denn es gab keine Juden in seinen Tagen. Er war Sumerer, denn seine Heimatstadt Ur ist eine berühmte sumerische Stadt.

Doch es gibt weitere Informationen zu Abraham, als in der Bibel stehen. Das Buch „Apokalypse des Abraham“ (ca. erstes Jahrhundert) zum Beispiel.

Der „Gott der Götter“

Nach diesem Text war Terach, der Vater von Abraham, ein Handwerker, der Götzenfiguren herstellte. Mesopotamien war bekannt für seinen Vielgötterei (= Polytheismus) und der Sumerer Abraham war mit dieser Religion nicht einverstanden. Es kam laut der Schrift deshalb zwischen Abraham und seinem Vater zu Streitigkeiten.

Die Tätigkeit seines Vaters war gleichzeitig aber auch sein Todesurteil! Kapitel 8 beschreibt, wie ein „Feuerwolkenbruch“ plötzlich erschien und „da fiel die Stimme eines Starken vom Himmel“. Die Fremde Stimme aus dem Himmel gab sich als „Gott der Götter“ zu erkennen und forderte Abraham auf seinen Vater zu verlassen.

Abraham gehorchte, verließ das Haus seines Vaters und da…

„…kam eines großen Donners Schall, und Feuer fiel vom Himmel, und dies verbrannt ihn, sein Haus und alles darin bis auf den Grund an vierzig Ellen.“ (8,7)

Nach dem Mord durch den „Gott der Götter“ verlangte dieser, dass Abraham eine Prüfung zu bestehen habe und fasten müsse. Danach wird er „Großes“ erleben und sehen, dass er „bisher nie geschaut“ habe (9,6).

„Nicht eines Menschen Atem“

"Waren die Götter der Heiden wirklich Astronauten?" fragt sich ein Bibelfundamentalist in einem Vortrag (Bilder: gemeinfrei/L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
Video: “Waren die Götter der Heiden wirklich Astronauten?” Ein Bibelfundamentalist “widerlegt” die Prä-Astronautik anhand der Bibel (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Und jetzt wird es richtig spannend, denn die rund 2.000 Jahre alte „Apokalypse des Abraham“ lässt uns nicht im Unklaren, was dies für „Wunder“ sein sollen. Im Gegenteil.

Jetzt wurde Abraham aber erst mal neugierig, wer da überhaupt mit ihm spricht – und er seinen Vater Terach eigentlich ermordet hat. Es war kein Mensch, denn es heißt:

Als ich die Stimme hörte, die solche Worte zu mir sprach, sah ich bald hierhin und bald dorthin. Nicht eines Menschen Atem war’s, und so erschrak mein Geist, und meine Seele floh aus mir. Ich wurde wie ein Stein und fiel zu Boden, weil ich nicht mehr zum Stehen die Kraft besaß.“ (10,1-2)

Ein „Engel“ des Herrn mit Namen Javel (Jaoel) half dem verschreckten Sumerer wieder auf die Beine. Ein Wesen, das „eines Mannes Ähnlichkeit“ besaß (10,5), aber demnach kein wirklicher Mensch war. Als Abraham das Engelwesen Gottes genauer sah heißt es in der Schrift über seine Gestalt und Aussehen:

Sein Leib glich einem Saphir, sein Antlitz einem Chrysolithe  und seines Hauptes Haar dem Schnee und seines Hauptes Diadem dem Regenbogen und sein Gewand dem Purpur; ein goldener Zepter war in seiner Rechten.“ (11,2)

Javel begleitet Abraham die folgenden 40 Tage während seiner Prüfung, Fastenzeit und Opferung. All das bestand er mit Bravour, so dass Abraham nun bereit war die Erde zu verlassen.

Abrahams Reise in den Himmel

Ihr habt richtig gelesen – hoch hinaus ging es. „Abrahams Luftreise“ heißt das entsprechende Kapitel 15 treffend und bei Sonnenuntergang ging es los:

„(…) da gab es Rauch, wie Rauch aus einem Ofen. Die Engel (…) stiegen von des rauchenden Ofens Spitze auf. Mich nahm der Engel an der rechten Hand und setzte mich der Taube auf den rechten Flügel; er selber setzte sich der Turteltaube auf den linken.“ (15,1-3)

VIDEO: War der Prophet Ezechiel im Alten Testament “der erste”, der einen Thronwagen Gottes sah? (Bild: gemeinfrei / Fischinger-Online / Archiv E. v. Däniken)
VIDEO: War der Prophet Ezechiel im Alten Testament “der erste”, der einen Thronwagen Gottes sah? (Bild: gemeinfrei / Fischinger-Online / Archiv E. v. Däniken)

Es ging mit dieser rauchende „Taube“ sehr weit in den Himmel. So hoch, dass dort nicht einmal mehr Feuer brennen kann. Das verwundert nicht, wissen wir doch alle, dass das All luftleer ist und keinen Sauerstoff für eine Verbrennung enthält.

Die „Abraham-Apokalypse“ beschreibt das so:

So trug er mich bis an der Feuerflammen Grenzen. Dann stiegen wir hinauf so, wie mit vielen Winden, zum Himmel, der da ob dem Firmament befestigt war.“ (15,4-5)

Bis über das Firmament hinaus ging diese Himmelsreise. Dort erblickte er ein rätselhaftes Licht und „eine große Schar von mächtigen Gestalten“ die „Worte rufen, wie ich sie nicht kannte“, bemerkt Vers 6.

Sprachlos fragte Abraham seinen himmlischen Engel-Begleiter, warum er überhaupt hier in den Himmel gebracht wurde. Er könne überhaupt nichts sehen und habe ganz einfach Angst:

Ich sprach zum Engel: Warum hast du mich jetzt hierhergebracht? Ich kann ja gar nichts sehen; denn ich bin schwach geworden; mein Geist ist von mir fort.“ (16,1)

„Bleib bei mir“, sagte der Engel daraufhin zu ihm, „hab keine Angst!“. Es nützte nichts, denn eine Stimme die donnerte und toste wie des „Meeres Tosen in der Brandung“ wandte sich plötzlich an den Erdling. Offenbar war es der sogenannte “Gott” persönlich, der ihn hier außerhalb der Erde begrüßte.

Abraham in der Raumstation

Verständlich, dass Abraham – oder wer auch immer das Erlebnis hatte – angesichts der Fremdartigkeit vor Furcht geradezu erstarrte. Angesichts der fremden Erfahrungen im Himmel heißt es in der dazu in der „Abraham-Apokalypse“:

VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild & Montage: Fischinger-Online / gemeinfrei)
VIDEO: UFOs in der Bibel? Die “fliegende Buchrolle” des Sacharja: Ein zylindrisches Flugobjekt der Astronautengötter? (Bild & Montage: Fischinger-Online / gemeinfrei)

Ich aber wünschte auf die Erde niederwärts zu fallen; der hohe Ort, worauf wir standen, bald stand er aufrecht da; bald aber drehte er sich abwärts. (…)

Es war ja keine Erde mehr vorhanden, um darauf zu fallen.“ (17,3-4)

Kein Zweifel, Abraham war nicht mehr auf der Erde sondern im „Himmel“ in einem Ort, der sich drehte. Auch Raumstationen á la „2001 – Odyssee im Weltraum“ drehen sich um an der Außenseite ein Art „künstliche Gravitation“ zu schaffen. Beschreibt der alte Text genau das, eine Station von Ancient Aliens, die um die Erde kreiste? Es wäre phantastisch!

Es dauerte nicht lange und der Oberste bzw. Gott kam persönlich herbei geflogen. In einem mächtigen, tosenden und feurigen „Thronwagen“, wie es heißt. Das „unbeschreibliche Feuer“ dieses Flugwagens betont die alte Schrift immer wieder (z.B. 18,12) und der Pilot fordert den Auserwählten auf:

Er sprach: Beschaue jetzt die Fläche unterm Firmament, worauf du stehst! Sieh, wie auf keiner einzigen Fläche, noch irgendwo ein anderer ist, als Er, den du gesucht oder der dich liebgewonnen! Wie er noch spricht, tun sich die Flächen auf und unter mit der Himmel.

Und auf dem Firmament, worauf ich stand, sah ich ein Feuer ausgebreitet und Licht und Tau und eine Menge Engel und eine Pracht von unsichtbarer Herrlichkeit war über jenen Lebewesen, die ich sah; doch irgendjemand andern sah ich nicht daselbst“ (19,3-5)

Abraham war nach diesem alten Text „auf dem siebten Firmament“ hoch über der Erde. Ein sich drehender Ort …

Abraham und Henoch: Die Alexander Gerst vor Vorzeit!

Ein seltsamer Ort und für die Menschen des Vor-Raumfahrtzeitalters schlicht unerklärlich. Wenn sie tatsächlich die Erde verließen und in einer rotierenden Raumstation der Astronautengötter waren.

Es ist auch sehr interessant, dass der legendäre Prophet Henoch in seinem slawischen Buch (ab 20,1) schreibt, dass auch er dorthin geflogen worden sei. Zu einem „leuchtenden Ort“ hoch im Himmel, wo Henoch ebenfalls den „Höchsten“ traf, der ihm dort allerlei Geheimnisse offenbaren wollte.

Im äthiopischen Buch Henoch (zum Beispiel in Kapitel 14) wird ebenso beschrieben, wie er in den Himmel zu einem Ort Gottes auffuhr („Sie trugen mich in den Himmel“, Vers 8). Dort betrat er ein fremdes „Haus“ und sah den fliegenden „Höchsten“ auf seinem „Thronwagen“. Das „Haus“ selber sah aus wie aus „Kristall“ gebaut und die Decke „glich der Bahn der Sterne und der Blitze“. So zumindest heißt es bei Henoch, als ihn Engel in den Himmel brachten

VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Ähnlich wie bei Abraham, der hoch in fremden Gefilden aufgefordert wurde „beschau von oben doch die Sterne, die unter dir sich finden“ (20,3). Jeden Zweifel darüber, wo Abraham war, räumt Kapitel 21 aus. Ein Kapitel, das beispielsweise der Übersetzer 1928 mit „Der Blick auf die Erde“ mehr als treffen überschrieben wurde. Der beliebte deutsche Astronaut Alexander Gerst lässt grüßen.

Wir lesen darin:

„(Der Höchste sprach:) Schau unter deine Füße auf das Firmament! Erkenn auf dieser Fläche jetzt die dargestellte Schöpfung, die Kreaturen, die in ihr, und die für sie bereitgestellte Welt!

Ich schau hinab und seh sechs Himmel, und alles, was darin, daselbst die Erde und ihre Früchte und alles, was sich darauf bewegt (…) Ich sah daselbst das Meer und seine Inseln (…) Dort sah ich Ströme, ihre Quellen, ihre Kreise.“ (21,1-5)

Das alles klingt zweifellos erstaunlich.

Man muss immer wieder bedenken, dass der Text rund 2.000 Jahre alt ist. Wie alt die Geschichte wirklich ist, wissen wir natürlich nicht. Vielleicht gab es schon zuvor Niederschriften oder mündliche Erzählungen von dieser Reise in das All.

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Skeptiker: Alles Phantasie!

Ein Astronom und Blogger aus Österreich, der laut Kritikern im Internet einen „Kreuzzug“ gegen Esoterik, Ancient Aliens und Grenzwissenschaft führt, stieß einst ebenfalls auf diesen Text.

Mehr oder weniger, denn er besuchte vor rund zehn Jahren den Vortrag „Götterdämmerung“ von Erich von Däniken nach seinem gleichnamigen Buch. Darin erwähnt von Däniken sehr knapp auch den oben von mir zitierten Text. Für den GreWi-Kritiker klangen diese Zitate bei dem Vortrag „wirklich beeindruckend“, wie er schrieb. Wenn sie denn überhaupt stimmen bzw. von Däniken in seinem Vortrag korrekt zitiert, hieß es.

Denn daran hatte der Astronom seine Zweifel. Er war auch nicht in der Lage über „Google“ den Ursprungstext der Däniken-Zitate zu finden. Dennoch fand er eine englische Ausgabe der „Abraham-Apokalypse“ und berichtete in den Magazin „Skeptiker“ 2009 von seinem Vortragsbesuch.

VIDEO: “Auf der Jagd nach den Nephilim” – Von Ancient Aliens, Riesen, Anunnaki und Göttersöhnen (Bild: L.A. Fischinger)
VIDEO/VORTRAG: “Auf der Jagd nach den Nephilim”: Von Ancient Aliens, Engeln, Riesen, Anunnaki und Göttersöhnen (Bild: Fischinger-Online)

Sein Resultat nach seinen mehr als mangelhaften „Recherchen“: Alles Phantasie!

Doch die Texte sind seit 1928 auch in Deutsch nachzulesen, was über ein bisschen „googlen“ wohl weniger zu erfahren ist. Sie sind da, die Zitate stimmen. Worauf ich den Prä-Astronautik-Kritiker damals auch aufmerksam machte. Ohne Erfolg, denn er verbreitete seinen „Skeptiker“-Artikel auch mit großem Erfolg als Blogger im Netz.

Die „Abraham-Apokalypse“

Die „Abraham-Apokalypse“ oder auch „Apokalypse des Abraham“ ist 70 nach Christus niedergeschrieben worden. Demnach grob 2.000 Jahre nach Abrahams angenommener Lebenszeit, sofern es eine solche Person einst überhaupt gab.

Zwar sind die ursprünglichen Quellen dieses Textes unbekannt, aber Abraham wird dies Buch kaum geschrieben haben. Teilweise sind hier vielleicht tatsächliche mündliche Überlieferungen über ihn eingeflossen, aber der Redakteur des Buchs lebte lange nach ihm.

Diese Tatsache, dass Abraham nicht der Autor ist, ändert jedoch nichts an dem Inhalt. Und auf diesen kommt es an!

Egal wer nun diese Dinge sah, irgendjemand sah sie scheinbar. Reiste wirklich jemand vor Jahrtausenden in das All zu einem sich drehenden Ort über der Erde? Ein Ort, den man als radförmige und rotierende Raumstation von Ancient Aliens deuten könnte.

Die Theologie bzw. Textforschung sagt natürlich klar nein.

So zum Beispiel wird der Vers „der hohe Ort, worauf wir standen, bald stand er aufrecht da; bald aber drehte er sich abwärts“ als „göttliche Donnerstimme“ gedeutet. Gottes donnernde Stimme würde durch seine Erschütterung den Himmel zum Schwanken bringen.

Natürlich sind die Themen Abraham und die Apokalypse mit seinen Namen weitaus komplexer, wie an anderer Stelle umfangreich dargelegt. Nichtsdestoweniger lohnt sich für einen aktiven Jäger des Phantastischen immer der genau Blick in alte Schriften. Vor allem, wenn man darin Hinweise auf die Götter aus dem All in ihrer Gesamtheit nachliest, also nicht nur als bereits ausgewählte Zitate in Mystery-Büchern.

Einiges mag sich dabei als Irrtum oder verfälschte Zitate herausstellen – anderes, wie in diesem Fall, aber eben nicht.

YouTube-Video vom 12. Juni 2012 zum Thema

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Der Bibel ist zu glauben! Von Fake-Propheten, echten Gottesworten und der Inspiration und Manipulation durch Gott

Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)
Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)

In einem früheren Posting ging es um die Frage, ob Jesus Christus einem Menschen an Buch diktiert haben kann und er damit auch das Urheberrecht daran hat. Eine “spitzfindige Frage”, wenn man es so nennen mag, die eher aus dem Bereich Esoterik stammte. Und doch führt diese zu wesentlich weiter reichenden Überlegungen, Spekulationen, Problemen und  Ideen, wenn wir auf die Bibel, Jesus und die Propheten darin blicken. Woher kommen diese Inhalte und Aussagen, wie hat Gott die Bibel aus theologischer Sicht “geschrieben” und wer bestimmt das eigentlich wie? Und was sagt der biblische Herr zu den viel zitierten “falschen Propheten”? Spannende Gedanken mit nicht minder interessanten und zugleich erschreckenden Antworten, wie Ihr es in diesem Artikel erfahren werdet …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 16. April 2018 berichte ich auf diesem Blog über ein Gerichtsverfahren 2014 in Deutschland, in dem es zu klären galt: “Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert: Haben dann er oder ich das Copyright?”

Ein Thema bzw. juristischer Streit am Oberlandesgericht Frankfurt am Main, was sich fraglos absurd anhören mag. Genauer betrachtet war diese Urheberrechtsfrage um ein angeblich von Jesus selbst einem Mensch “spirituell” als Stimme im Kopf diktierst Buch aber durchaus sehr aufschlussreich, wie es der Beitrag zeigte.

Wenn Jesus Christus, Gott und Heiliger Geist (was nach Dreifaltigkeit-Lehre Eins ist) aber irgendwas “diktieren” oder “aufschreiben” lassen, kommt man an der Bibel nicht herum. Wie sieht es mit deren angeblich vom Herrn stammenden Inhalten aus?

Die Bibel: „Alle Rechte vorbehalten“?

“Die Bibel ist das Buch Gottes”, “Die Bibel hat der Herr geschrieben” oder sie ist “Das Wort Gottes” – das haben sicher viele Menschen bereits gehört. Bibelfundamentalisten glauben das teilweise genau so. Eben, dass das Buch der Bücher die unveränderlichen Worte Gottes und natürlich Jesus Christus enthält. Eine Art Faktenbuch, diktiert vom Herrn an seine Propheten und Schreiber.

Theologen, Bibelforscher, Kirchen-Kritiker, Historiker und viele andere Menschen sehen das vollkommen anders. Eben als das, was die Bibel auch wirklich ist: Ein Sammelsurium von Texten, Textabschnitten und Büchern, die zu unterschiedlichen Zeiten von unterschiedlichen Autoren verfasst und später “zusammengesetzt” wurden. Ein Sammelband von älteren und in der Bibel veränderten Überlieferungen anderer Religionen, “Märchen”, Tatsachen und “Gleichnissen”.

Das heilige Buch ist zwar durchaus das “Wort Gottes”, nicht aber von ihm geschrieben. Es wäre auch eine absurde und mittelalterliche Vorstellung, das anzunehmen!

(c) Copyright by Gott?

"Waren die Götter der Heiden wirklich Astronauten?" fragt sich ein Bibelfundamentalist in einem Vortrag (Bilder: gemeinfrei/L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
“Waren die Götter der Heiden wirklich Astronauten?” fragt sich ein Bibelfundamentalist (Bilder: gemeinfrei/L. A. Fischinger / Montage: Fischinger-Online)

“Wort Gottes” wird von den Theologen aber nicht unbedingt als Worte aus Gottes Mund an des Menschen Ohr verstanden. Sie sehen darin Niederschriften, die der Schreiber durch Gottes Hilfe und Eingebung “empfangen” hat. Also als eine indirekte Beeinflussung der Schreiber und Propheten durch himmlische Mächte. In diesem Zusammenhang wird in der Theologie von der Inspiration der Propheten durch den heiligen Geist des Herrn gesprochen.

Beispielsweise wurde aber im 16. Jahrhundert auch der Standpunkt vertreten, dass die Bibel das unfehlbare “Gotteswort” sei. So etwa bilden Kunstwerke jener Epoche die vier anerkannten Evangelisten nicht bloß als Augenzeugen der Himmelfahrt Jesus Christus ab, sondern legten ihnen gleich Schreibzeug und Bücher in die Hände. Die Evangelisten haben nach dieser Vorstellung das unmittelbar Gesehene direkt notiert, wobei ihre Hände teilweise – auf den Gemälden –  von einem Engel geleitet wurden.

Erst am 24. April 1870 wurde auf der dritten Sitzung des ersten vatikanischen Konzils ausdrücklich festgelegt, dass nur Schriften, die “unter Eingebung des heiligen Geistes geschrieben, Gott zum Urheber haben und als solche der Kirche übergeben worden sind” (EB 77) als “heilig”, sprich echt, gelten dürfen. Also hat nach diesen Worten auch eine inspirativ erlangte Erkenntnis, die sich eben in der Bibel wiederfinden soll, “Gott zum Urheber”.

Ist dies der Fall, müssen, so, als hätte Gott persönliche gesprochen, die Berichte und Ereignisse dennoch von Gott stammen. So heißt es dazu im Beschluss des ersten vatikanischen Konzils vom 24. April 1870, EB 79:

Wenn einer die Bücher der Heiligen Schrift, vollständig mit all ihren Teilen, wie sie die heilige Kirchenversammlung von Trient aufgezählt hat, als heilig und kanonisch nicht annimmt oder wenn er leugnet, dass sie göttlich inspiriert sind (divinitus inspiratos esse), so sei er im Banne!

Klipp und klar sagt dies auch ein theologisches Handbuch zum Alten Testament, das ich in einem Buch 1997 bereits zitierte:

Gott ist Verfasser der heiligen Schrift.

Die göttliche Urheberschaft macht die heilige Schrift zum Wort Gottes, und die Kirche hat sie immer als solche betrachtet; dieser Aspekt der Bibel ist in letzter Instanz Ursache ihrer absoluten Geltung und unfehlbaren Wahrheit. Es kann daher gesagt werden, dass die heilige Schrift auf die Weise inspiriert ist, dass Gott ihr Verfasser ist (…)”

Biblische Fake-News sind zu glauben

Hinsichtlich des Alten und Neuen Testament, den Worten von Jesus Christus, den Propheten und all den anderen Inhalten der heutigen Bibel, ist der Fall also eindeutig: Die katholische Kirche hat nicht nur bestimmt, was genau in die Bibel hinein gehört und was nicht, sondern auch, dass der Inhalt in Gott seinen Ursprung hat.

VIDEO: Die Vatikanverschwörung: Geld, Intrigen, Macht und Sex: dunkle Machenschaften am Heiligen Stuhl in Rom? ( (Bild: WikiCommons / S. Ampssler / Fischinger-Online)
VIDEO: Geld, Intrigen, Macht und Sex: dunkle Machenschaften am Heiligen Stuhl in Rom? (Bild: WikiCommons / S. Ampssler / Fischinger-Online)

Die Schreiber, Propheten und alle dazugehörigen Redakteure der Heiligen Schrift standen bei ihrer Arbeit und in ihrem Handeln unter “geistigem Einfluss” Gottes. Dieser habe sie spirituell, wie man heute sagen würde, kontaktiert und sie veranlasst dieses oder jenes zu tun und zu schreiben.

All dies ist heute von ganz oben in der Kirche im Vatikan in Rom wortwörtlich abgesegnet. Und glaubt eine Person nicht an die göttliche Herkunft und Urheberschaft der Heiligen Schrift, “so sei er im Banne”! Sagt die Kirche.

Starke Worte, zweifellos. Folgerichtig muss der Gläubige auch alle in der Bibel zu findenden Fake-News als vom Himmel gegeben, eingegeben oder inspiriert anerkennen. Einem Dogma oder einer Vorgabe dieser Art und Weise ist aber nicht nur in diesem Fall zwingend Folge zu leisten. Praktisch ausnahmslos alle Sekten und Religionen bedienen sich dieser manipulativen Vorgehensweise. Entweder glauben oder – untergehen.

Selbst bei Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files ist das so. Viele Interessierte glauben bereitwillig alles, was sie hören. Vor allem natürlich bei UFO-Sekten. Teilt man nicht deren Alien-Lehren, ist man “im Banne” oder wird zu Saulus. Wie erst vor einiger Zeit ich selber, als man mir das in einem Kommentar zu meinem YouTube-Video zur Alien-Relgion um Ashtar Sheran vorwarf …

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Ein Fall für die Psychiatrie

In der Copyright-Streitigkeit um das Buch “A Course in Miracles” von Helen Cohn Schucman bzw. Jesus Christus war die Rechtslage klar. Das Oberlandesgericht  Frankfurt am Main sah in Jesus als angeblichen Urheber des Buches ein “außerirdisches Wesen”. Das stimmt per Definition schon, da Jesus eben nicht in oder auf dieser Welt physisch lebt und damit außerirdisch ist. “Überirdisch” eben, der seiner angeblich auserwählten Schreiberin Schucman seine Worte spirituell eingab oder diktierte.

Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert - Haben dann er oder ich das Copyright ? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert – Haben dann er oder ich das Copyright? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Nach Ansicht von Schucman habe sie also Kontakt mit dem Himmel und Jesus Christus bzw. Gott, dem Herrn. Das sagten und behaupteten auch all die Propheten in der Bibel. Die, wie oben dargelegt, einer göttlich inspirierten Eingebung folgten, wodurch “Gott ihr Verfasser” wäre. Wer aber kann das überprüfen? Niemand!

Hier bestimmen Glaube und kirchliche Lehren und Dogma die “Wahrheit”.

Warum aber haben wir heute keine Propheten mehr, die mit dem Herrn sprechen oder die Gott inspiriert? Ist Gott tot, nachdem Jesus vor 2.000 Jahren in Jerusalem starb? Oder hat Gott alles gesagt oder besser schreiben lassen, was von Bedeutung ist?

Oder ganz anders: Sitzen die “echten Propheten Gottes” heute alle in der Psychiatrie, da sie behaupten, dass Gott mit ihnen spricht oder sie beim Schreiben ihrer Werke inspiriert?

Schucman behauptete nur, dass sie eine himmlische Korrespondenz mit Jesus pflegte. Eine Stimme in ihrem Inneren habe angeblich mit ihr gesprochen, die sich dann als Christus zu erkennen gab. Oder sie hatten Erscheinungen des Himmels, die ursprünglich von Gott kamen.

Das behaupteten tatsächlich nicht wenige Menschen auf der ganzen Welt. Nicht nur in fernen biblische Zeiten oder in vergangenen Jahrhunderten, sondern bis heute ist das so. Extremfälle steigern sich sogar soweit in ihren angeblichen Kontakt mit dem Himmel hinein, dass sie sich letztlich selber für Jesus halten. Ein trauriges  und sehr bekanntes Beispiel waren die “Branch Davidians” (“Davidianer”) um Vernon Wayne Howell, der sich später David Koresh nannte. Im Februar 1993 kamen über 80 Davidianer in Waco, Texas, nach einer Belagerung des Anwesens durch die US-Behörden um …

Nimmt sich der Heilige Stuhl in Rom aber all dieser Schriften und Texte von heute und der Vergangenheit an, die von Gott “inspiriert” sein sollen? Überprüft die Kirche sie grundsätzlich überhaupt, um deren Inhalte auf ihre von Gott inspirierte Herkunft zu überprüfen? Wohl eher weniger.

Propheten, Verrückte und das Konsortium der Heiligen

Unzählige solcher Schriften existierten und werden seit Jahrhunderten geschrieben. Befinden sich darunter auch “echte Worte Gottes”?

Das "Blutwunder" des heiligen Januarius von Neapel: Es trat auch 2017 ein (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das “Blutwunder” des heiligen Januarius von Neapel: Es trat auch 2017 ein (Bilder: gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Vielleicht möchte der “Heilige Geist” heute überhaupt keine neuen Propheten berufen – oder sie sitzen alle als Verrückte in der Psychiatrie, da wir sie nicht erkennen? Wo sind die neuen Propheten des Herrn, wenn es sie gibt? Und gab und gibt es sich nicht: warum gibt es sie nicht?

Es ist schon ein sehr verlockender Gedanke, über den sich wunderbar debattieren und spekulieren lässt. Bekanntlich sind in den letzten 2.000 Jahren zahllose Personen als Gottes Sprachrohr und des Herrn Schreibknecht aufgetreten. Bis heute sind diese “falschen Propheten” der Nährboden für allerlei Sekten, Kulte und religiöse Untergruppen, wie es das traurige Beispiel von David Koresh 1993 zeigte.

Die katholische Kirche hat ein mehr als breit gestreutes Konsortium an sogenannten “Heiligen” im Angebot. Ein Fundus an verstorben Menschen,die in den Augen des Vatikan heilig und gottergeben in ihren Taten, Werken und Worten waren.

Auch diese “heiligen Menschen” haben nicht selten Schriften hinterlassen, die inhaltlich selbstverständlich den Lehren des Vatikan entsprechen. Sonst wären sie in den Augen der Kirche auch nicht heilig. Hier kann sich der gläubige Mensch in einem umfangreichen Katalog einen oder mehrere Heilige aussuchen und diese verehren, anbeten sowie deren eventuell vorhandenen Texte lesen.

Für jeden ist etwas dabei und der Gläubige kann frei wählen und deren entsprechenden Feiertage ehren (auch wenn diese nicht überall gleich sind). Das beste Beispiele ist hier natürlich der Heilige Nikolaus am 6. Dezember und natürlich die Heiligen Drei Könige am 6. Januar, obwohl es von diesen keine vom Herrn inspirieren Texte gibt.

Ist Gott tot?

Man könnte durchaus die kirchlichen Heiligen als die neuen Propheten Gottes ansehen. Sofern sie Bücher und Schriften verfasst haben, wären das folglich die neuen vom Heiligen Geist inspirierten Worte Gottes. In die Bibel kommen diese natürlich nicht, da diese quasi “voll” ist. So wie viele andere Evangelien und biblische Bücher (= Apokryphen), die zum Teil 2.000 Jahre und älter sind. Solche uralten Texte außerhalb der Bibel sind angeblich nicht von Gott inspiriert, da sie kirchlichen Ansichten teils entschieden widersprechen …

Setzten wir aber einmal mit kindlichem Gemüt Folgendes voraus:

Der biblische Gott, sein Heiliger Geist und Jesus Christus in der kirchlich behaupteten “Dreifaltigkeit” ist der wahre Gott ist. So, wie man sich ihn vorstellt, wenn man an ein solches metaphysisches Wesen als Schöpfer glaubt. Nehmen wir weiter an, dieser Herr von Allem inspiriert und beruft heute einen Menschen als Schreiber und Sprachrohr auf unserem Planeten.

ARTIKEL: "Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium" der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen Lehren (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: “Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium”! Angeblich bin ich ein satanischer Verführer mit meinen “Alien-Lehren” (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wer würde diesem Menschen seine göttliche Mission und himmlische Inspiration glauben? Und warum sollte man der Person eigentlich nicht glauben?

“Falsche Propheten” ist hier der biblische und kirchliche Slogan- Ein Blick in das Neue Testament offenbart sehr schnell, dass es hier vor Warnungen vor diesen “falschen Propheten” nur so wimmelt. Jesus selber und andere Propheten warnen an sehr vielen Stellen in der Bibel vor diesen Verführern.

“Es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten” (Mk 12,22), heißt es da beispielsweise. Oder auch „böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen“ (2Tim 3,13).

Beliebig ließen sich diese Warnungen und Mahnungen fortsetzten. Ein geschickter Schachzug der Heiligen Schrift und damit auch der Kirche. So etwa soll Jesus zu seinen Anhängern folgende wichtige Aussage zu den Fake-Christussen und Fake-Propheten gemacht haben:

Ihr aber, habt acht! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt.“ (Mk 13,23).

Mit dieser “Prophezeiung”, dass Menschen kommen werden, die seine Lehren in Frage stellen, leugnen oder auch “ausbauen”, hat sich Jesus abgesichert. Jeder zukünftige Mensch dieser Art ist ein (vom Satan gesandter) Verführer. Man muss kein Prophet sein, um so eine Weissagung zu machen. Aber schon sehr schlau, um allen Anhängern zu sagen, dass niemand nach ihm kommen wird, der auch wirklich von Gott gesandt und inspiriert ist.

Ist also Gott seit der Kreuzigung tot? Warum kommt kein Prophet mehr, der in seinem Namen handelt?

Tod den Ungläubigen

Bereits im Alten Testament heißt es nach dem Vorfall mit dem “Goldenen Kalb” am Berg Sinai (mehr HIER, HIER & HIER), das all jene, die versuchen Gläubige vom Herrn abzubringen, ermordet werden müssen. Egal ob die eigenen Kinder oder auch die Mutter. So lesen wir im 5. Buch Moses (12,7-11):

Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lasst uns hingehen und andern Göttern dienen, die du nicht kennst noch deine Väter, von den Göttern der Völker, die um euch her sind, sie seien dir nah oder fern, von einem Ende der Erde bis ans andere, so willige nicht ein und gehorche ihm nicht.

Auch soll dein Auge ihn nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht erbarmen und seine Schuld nicht verheimlichen, sondern sollst ihn zum Tode bringen. (…) Du sollst ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich abbringen wollen von dem Herrn (…)”

Das gilt auch für Bewohner ganzer Orte und Städte inklusive den Tieren darin, die nach getaner “Arbeit” dann vollständig abgebrannt werden sollen. Sagt Gott.

VIDEO: Jahwe der Kriegsherr! Das geheime “Buch der Kriege Gottes”: Verschollen oder versteckt?(Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Jahwe der Kriegsherr! Das geheime “Buch der Kriege Gottes”: Verschollen oder versteckt? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Gott ist aber nicht tot, denn auch dafür wurde im Zusammenhang mit den “falschen Propheten” gesorgt. Und das, wie ich finde, auf eine ganz und gar perfide Art und Weise von Paulus selber. Also von eben jenem Paulus von den Jüngern Jesus, auf dessen “Stuhl” bis heute die Päpste in Rom sitzen.

Im 2. Brief des Paulus an die Thessalonicher im Neuen Testamt steht diese interessante Warnung vor dem “Mensch der Bosheit” und den teuflischen Verführern. Gesetzlose und Abgefallene würde der Herr bei seiner herrlichen Wiederkehr durch den “Hauch seines Mundes vernichten”, heiß es darin (2. Th, 2,1-12).

Und weiter, dass jene, die die Wahrheit Jesu durch Satans Verführungskünste nicht annahmen, verloren und verdammt seien:

“(…) ihn, dessen Ankunft gemäß der Wirksamkeit des Satans erfolgt mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge und mit jedem Betrug der Ungerechtigkeit für die, welche verloren gehen, dafür, dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Rettung nicht angenommen haben.”

Gott ist nicht tot!

Warne Aussagen dieser Art sind typisch für die Bibel und auch anderen Religionen. Schließlich führt der Weg zum ewigen Leben und zu Gott durch Jesus, wie er selber gesagt haben soll. Nicht durch Satan oder seinen Helfern. Fällt man von diesen Lehren ab, und begibt sich auf einen dunklen Pfad, ist man verloren und damit verdammt. Aus religiöser Sicht ist das nachvollziehbar und logisch.

Was dann aber kaum mehr nachzuvollziehen ist, ist der Vers nach diesem über die “Verdammten”. Denn Gott höchst selber sendet eine “Kraft”, damit Menschen eben genau diesen Irrlehren, vor denen Jesus und die Bibel warnt, glauben. Sie sollen es durch die Kraft Gottes, damit sie alle verdammt werden. Es heißt:

Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Kraft des Irrwahns, dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit.

"Grenzwissenschaft und Mystery Files" von Lars A. Fischinger auf YouTube
“Grenzwissenschaft und Mystery Files” von Lars A. Fischinger auf YouTube

Gott ist also auch nicht tot. Nein, er ist vielmehr damit beschäftigt bis zum Jüngsten Gericht bzw. seiner Rückkehr “eine wirksame Kraft des Irrwahns” oder Irrglaubens zu senden, um die von ihm so manipulierten Menschen dann zu richten!

Mit der oft rezitierten biblischen Aussage “an ihren Taten sollt ihr sie erkennen” kommt man demnach auch nicht weiter. Woher will das gläubige Individuum denn auch wissen, dass man nicht durch die “Kraft des Irrwahns” von dem Herrn manipuliert wurde?!

Unglaublich, dass Anhänger von eben diesen neuen und falschen Propheten und boshaften Menschen durch des Herrn mit Absicht “falsch inspiriert” werden. Durch seine magische Zauberkraft, “dass sie die Liebe der Wahrheit zu ihrer Rettung nicht angenommen haben”.

Folglich ist die weiter oben genannte göttliche Kraft der Inspiration ein zweischneidiges Schwert. Der Herr inspiriert “echte Schreiber” und gleichzeitig bis heute auch Menschen, damit sie den falschen Lehren folgen …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“Phantastische Phänomene”: 22. Meeting zur Grenzwissenschaft im März 2017 in Bremen – Programm und alle Infos

Tagung "Phantastische Phänomene": Der Meeting-Klassiker zur Grenzwissenschaft zum 22. Mal in Bremen Programm und Infos (Bild: L. A. Fischinger)
Tagung “Phantastische Phänomene”: Der Meeting-Klassiker zur Grenzwissenschaft zum 22. Mal in Bremen Programm und Infos (Bild: L. A. Fischinger)

Alle Jahre wieder findet am ersten Wochenende im März in Bremen-Vegesack das Seminar “Phantastische Phänomene” statt. Am Wochenende um den 4. März  2017 bereits  zum 22. Mal und wie seit über zwei Jahrzehnten in der Mystery-Autor Walter-Jörg Langbein der Organisator es Meeting. “Die Vorbereitungen für “Phantastische Phänomene” laufen auf Hochtouren”, so Langbein, und “das umfangreiche Programm steht inzwischen fest”. Das Vortrags-Programm, Tipps sowie alle weitere Informationen zu der von vielen grenzwissenschaftlich Interessierten als “Kult” bezeichneten Tagung finde Ihr ab sofort hier online.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am Samstag, den 4. März 2017 sowie am Sonntag (5. März) wird in Bremen das 22. Seminar “Phantastische Phänomene” stattfinden. Erneut im “Atlantic-Hotel” im Stadtteil Bremen-Vegesack.

Dabei empfiehlt sich eine Anreise bereits am Freitag, den 3. März 2017, da alle Referenten und fast alle Teilnehmer wie jedes Jahr sich bereits am Freitag-Abend im Lokal “Cordoba” treffen. Das “Cordoba” befindet sich nur wenige Schritte vom Tagungshotel entfernt und wird von den Gästen für das dortige Essen im wird immer sehr gelobt.

Am Samstag wird es den ganzen Vorträge und Diskussionen geben, am Sonntag halbtags. Auch ich selber werde wie jedes Jahr dort teilnehmen. Walter-Jörg Langbein schreibt dazu in seiner Seminar-Einladung:

Ich hoffe sehr, dass ich auch Sie bald in Bremen-Vegesack begrüßen darf. Kommen auch Sie zum 22. Seminar nach Bremen, zu Vorträgen mit Beamer-Präsentationen, zu Diskussionen und Gesprächen mit kompetenten Buchautoren, zum Meinungsaustausch untereinander?


"Phantastische Phänomene" in Bremen: seit 21 Jahren ein fester Seminar-Termin (Bild: NASA / W.J.- Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
“Phantastische Phänomene” in Bremen: YouTube-Video zum Seminar 2016 (Bild: NASA / W.J.- Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Veranstaltungsort:

Atlantic Hotel Bremen-Vegesack
Sagerstraße 20
D – 28757 Bremen
Telefon: +49 (0421) 66 05-0
Fax: +49 (0421) 66 47 74
E-Mail: vegesack@atlantic-hotels.de

Programm

(Änderungen im Programmablauf sind möglich!)

Anreise zur Tagung “Phantastische Phänomene” ist der Freitag vor dem Seminar: Freitag, 3. März 2017. Am Abend erstes Treffen im Restaurant/Bistro “Cordoba”. Dies liegt direkt gegenüber vom Hotel und es ist für uns reserviert.

Tag 1/ Samstag, 4. März 2017

  • 9.00-9.45 Uhr: Walter-Jörg Langbein – Begrüßung und Vortrag: Schwarze Madonnen, Himmelfahrten und mysteriöse Kirchen I
  • 9.45-9.50 Uhr: Fragen an Walter-Jörg Langbein
  • 9.50-10.35 Uhr: Peter Hoeft – Geister, UFOs, Aliens: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
  • 10.35-10.45 Uhr: Fragen an Peter Hoeft

 10.45- 11.00 Uhr: Kaffeepause

  • 11.00 -11.45 Uhr: Marie-Luise Sievers – Geh nicht dort hin! Schreckliche Ereignisse am Djatlow-Pass
  • 11.45-11.55 Uhr: Fragen an Marie-Luise Sievers

Mittagessen/Pause 11.55-13.30

  • 13:30- 14:15 Uhr: Peter Koehncke – Oldendorf: Hünengräber und Megalithen
  • 14.15-14.20 Uhr:  Fragen an Peter Koehncke
  • 14:20- 15.05 Uhr: Alexander Knörr: Das Rätsel der vergessenen Terrakotta Armeen Chinas
  • 15.05-15.10 Uhr: Fragen an Alexander Knörr

 15.10-15.30: Kaffeepause

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  • 15.30-16.15 Uhr: Hans Werner Sachmann: Talisman Horusauge – Die Pharaonen kannten Flugzeuge
  • 16.15-16.20 Uhr: Fragen an Hans-Werner Sachmann
  • 16.20- 17.05 Uhr: Hubert Berghaus – Die Große Pyramide: Schnittmengen zwischen Wissenschaft und Paläo-SETI
  • 17.05-17.15 Uhr: Fragen an Hubert Berghaus
Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik: Von falschen Behauptungen, Desinformationen über Facebook und Geheimdiensten bis Majestic 12 und Internet-Hatern (Bild: L. A. Fischinger)
YouTube-VIDEO: Interview-Talk mit Robert Fleischer von Exopolitik am Rande der Tagung “Phantastische Phänomene” 2016 (Bild: L. A. Fischinger)

17.15-17.30 Uhr: Kaffeepause

  •  17.30-18:15 Uhr: Hans-Dieter Gau – Santuário de Panóias / Aufstieg in die “Unterwelt”? Neues aus dem alten Portugal
  • 18.15-18.25 Uhr: Fragen an Hans-Dieter Gau
  • 18.25-19.10 Uhr: Dieter Bremer: Die Manna-Maschine (in alten Texten)
  • 19.10-19.15: Fragen an Dieter Bremer
  • 19.15-19.45 Uhr: Lars A. Fischinger: Von alten Steinen und alten UFOs
  • 19.45-19.50 Uhr: Fragen an Lars A. Fischinger

Anschließend: Gemütliches Beisammensein im “Cordoba”, das reserviert wurde.

 Tag 2/ Sonntag, 5. März 2017

  • 9.00-9.45 Uhr: Walter-Jörg Langbein – Schwarze Madonnen, Himmelfahrten und mysteriöse Kirchen II
  • 9.45-9.50 Uhr: Fragen an Walter-Jörg Langbein
  • 9.50-10.35 Uhr: Gunnar Kaltofen  – Fledertiere: Mythen, Anekdoten und Kuriositäten
  • 10.35-10.40 Uhr: Fragen an Gunnar Kaltofen

 10.40-11.00: Kaffeepause

  •  11.00-11.45 Uhr: Alexander Knörr – Größenwahn im Alten China – oder: wer entdeckte Amerika wirklich?
  • 11.35-11.40 Uhr: Fragen an Alexander Knörr
  • 11.40-11.45 Uhr: Abschließende Worte von Walter-Jörg Langbein
Lars A. Fischinger & Walter-Jörg Langbein bei den "Phantastischen Phänomenen" in Bremen 2012 (Bild: L.A. Fischinger)
Lars A. Fischinger & Walter-Jörg Langbein bei den “Phantastischen Phänomenen” in Bremen 2012 (Bild: L.A. Fischinger)

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Lars A. Fischinger

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Erich von Däniken: “Was ist falsch im Maya-Land? Versteckte Technologien in Tempeln und Skulpturen” (DVD)

Eine Archäologie zum Staunen!

Was stimmt nicht in der Vergangenheit Mittelamerikas?

Die Kultur der Maya zählt bis heute zu den großen Mysterien der Menschheitsgeschichte. Ihr Reich in Mittelamerika erstreckte sich über Mexiko, die Halbinsel Yucatan bis ins heutige Guatemala und Belize. In den Städten voller Tempel, Pyramiden und Paläste wohnten bis zu 200.000 Menschen. Um die zu versorgen, gab es perfekte Bewässerungssysteme für den Anbau von Mais und Gemüse. Die Maya hatten ihre eigene Schrift mit rund 800 Zeichen und waren große Architekten und Astronomen. Die Maya-Pyramiden sind exakt ausgerichtet. Einige stehen in genauer Relation zu bestimmten Planeten- und Sternenkonstellationen und sie bergen noch immer viele Rätsel. An einer Pyramide finden sich Bilder von der Rückseite des Mondes, diese ist von der Erde aus nicht sichtbar. Ebenso ist unbekannt, warum die Maya riesige Städte errichteten, nur um sie dann wieder zu verlassen und Hunderte Kilometer entfernt neue zu bauen. Geschah dies auf Befehl ihrer Götter?

Bisher konnte niemand erklären, wer die Lehrmeister dieser jahrtausendealten Hochkultur waren. Wer hat den Maya beigebracht, astronomisch exakt ausgerichtete Tempel und Pyramiden zu errichten, die bis heute die Menschen in Staunen versetzen? Da erweist sich die gigantische Ruinenstadt Teotihuacan als perfektes Modell unseres Sonnensystems. Aber woher sollen die Erbauer von der Existenz des Pluto oder erst recht des Asteroidengürtels gewusst haben?

Die Grabplatte von Palenque mit einem "Astronautengott"!? Als Leinwand-Druck: hier im Shop erhältlich!
Die Grabplatte von Palenque mit einem “Astronautengott”!? Als Leinwand-Druck: hier im Shop erhältlich!

Warum sehen die Abbilder ihrer Götter aus wie moderne Raumfahrer, die zur Erde geflogen kommen? Sie tragen Schutzhelme mit Schläuchen, die in Beuteln und Kästen enden. Sie stecken in Anzügen und schweren Stiefeln, obwohl die Maya nur Sandalen kannten. Und sie bedienen alle möglichen Arten von technischem Gerät. Anhand der Grabplatte von Palenque erklärt Erich von Däniken die jahrzehntelange Irrfahrt der Wissenschaft, die sich jetzt zögerlich seiner Auffassung von der Himmelfahrt König Pakals annähert.

Und Erich von Däniken räumt auf mit der unsinnigen Behauptung, die Maya hätten all ihre großartigen Tempel errichtet, ohne den Straßenbau, geschweige denn das Rad gekannt zu haben. Diese DVD mit Erich von Däniken liefert zahlreiche spannende Fakten, die die Entstehung der Maya-Kultur in ganz neuem Licht erscheinen lassen.

In einem Kurzporträt gewährt Erich von Däniken erstmals den exklusiven Zugang zu seinem Archiv und liefert spannende und sehr persönliche Einblicke in sein Leben und Schaffen.

Zusätzlich findet sich auf der DVD sein Vortrag über den Maya-Kalender und die Rückkehr der Götter aus dem All.

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War Gott ein Außerirdischer? Der Prä-Astronautik-Buchklassiker “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book erschienen! (+++Plus YouTube-Video+++)

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger als eBook erschienen! (Bild: Reichel Verlag / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book erschienen! (Bild: Reichel Verlag / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Auch und eigentlich vor allem die “Götter der Sterne” machen nicht vor dem Fortschritt der modernen Technologie halt. Doch wie “modern” unsere Techniken von heute sind, das fragen sich Prä-Astronautik-Autoren und -Forscher seit Jahrzehnten. So auch ich in meinem Buch “Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher” aus dem Jahr 1997. Damals mein zweites Sachbuch zu den Rätseln der Welt überhaupt und ein Klassiker der Thematik. Nun ist es dank des Reichel Verlages, der damals auch die Papierausgabe verlegt hat, genau 20 Jahre nach der 1. Ausgabe als E-Book erschienen. Im neuen Gewand aber noch immer auf den Spuren der Ancient Aliens des Alten Testamentes und paralleler Überlieferungen.

 

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Beginnen wir mit einer Geschichte aus dem Leben eines Mystery-Autoren.

Astronautengötter sind ko(s)misch …

Bei der Arbeit an “Götter der Sterne” bastelte ich vor nun rund 20 Jahren mit Bildmaterial der NASA auch die Idee des Buchcovers. Bildmaterial übrigens, das ich dank meines gepflegten Archivs für das leicht veränderte und mir sehr gut gefallene E-Book-Cover dem Reichel Verlag natürlich zwei Jahrzehnte später umgehend erneut liefern konnte …

Auch den Titel und Untertitel des Buches überlegte ich mir, und faxte meinen entsprechenden Vorschlag voller Begeisterung zum Verlagshaus. Die Antwort auf meine brillant erdachte Titel-Idee kam via Telefonanruf von meiner Verlegerin Frau G. Reichel. Doch dieser Anruf verwirrte mich!

Ob ich sie mit dem Buchtitel auf den Arm nehmen wolle, fragte sie mich höflich aber bestimmt am Telefon. Keineswegs, entgegnete ich natürlich – denn als Jungautor der Prä-Astronautik war ich auf mein kommendes zweites Sachbuch und selbstverständlich auf meinen mühsam erdachten Buchtitel mehr als stolz. Wie konnte da der Verlag bzw. meine Verlegerin Frau Reichel nur behaupten, ich wolle sie angesichts meines sorgsam ausgearbeiteten Titelvorschlages verschaukeln wollen?!

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
“Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger 1997

In Anbetracht dieser “verlegerischen Ungeheuerlichkeit” mir gegenüber war der Groschen während des Telefonats jedoch schnell gefallen: Es hatte sich der Fehlerteufel in meinen Untertitel von “Götter der Sterne” eingeschlichen. Statt richtigerweise “Bibel, Mythen und kosmische Besucher” schlug ich dem Reichel Verlag in meiner schreibenden Unachtsamkeit den Untertitel “Bibel, Mythen und komische Besucher” vor. Der Fehlerteufel schien den fehlenden Buchstaben “s” in ein Paralleluniversum gesogen zu haben …

Ein kosmisch-komischer Irrtum, über den langjährige Weggefährten von mir und ich immer wieder gerne lachen. Sicher hat jeder Autor so seine Geschichten und Erfahrungen sammeln können, die auf Tagungen/Meetings immer wieder für Heiterkeit sorgen.

Doch nun zu den sogenannten “Göttern” – den “Götter der Sterne”

Auf diesen Internetseiten oder auch auf meinem Kanal bei YouTube nenne ich die Ancient Aliens, Astronautengötter, Lehrmeister des Himmels etc. immer mal wieder auch “Götter der Sterne”. Grund ist eben diese Buchveröffentlichung von 1997, zu der thematisch 2015 eine sehr detaillierte weitere Veröffentlichung erschien.

Das Thema des E-Book ist schnell umrissen: “Gott und seine Helfer waren Außerirdische!”

Eine Spekulation, die schon seit den ersten Jahren der Prä-Astronautik im Raume steht. Bis “Götter der Sterne” 1997 erschien standen diese Ideen jedoch zusammenhanglos und ohne den legendären “roten Faden” im weiten Feld der Astronautengötter-Überlegungen, was ich eben mit diesem Buch ändern wollte. “,Götter der Sterne’ – meine 2. Arbeit – ist überfällig gewesen”, schrieb ich genau deshalb damals. Und weiter:

Cover: "Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger als E-Book 2016
Cover: “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger als E-Book 2016

“Es behandelt in sehr detaillierter und analytischer Form das Alte Testament und viele andere Texte. Was ist der Sinn dieser Mythen? Viele Autoren der Grenzwissenschaft haben behauptet, die Bibel würde von Außerirdischen sprechen, aber keine lieferte hierzu eine detaillierte Arbeit. Ich denke, diese habe ich mir Götter der Sterne nun endlich vorgelegt!

 

Im Verlagstext liest sich das wie folgt:

Dieses Buch enthält genaue und kritische Untersuchungen der Aussagen und Rätsel der Bibel und der Apokryphen von der Schöpfung bis zu den Propheten. Lars A. Fischinger analysiert hier detailliert die alttestamentarischen Schriften und andere uralte Mythen. Erstaunliche Entdeckungen werden offenbart und liefern uns ein neues, phantastisches Bild der Bibel und der frühen Menschheit. Besucher aus dem All kamen als “Götter” zur Erde, schufen den Menschen und vollbrachten hier Dinge, die uns zwar detailliert überliefert, aber bislang unverstanden geblieben sind.

Bibeltexte, Mythen und entsprechende Überlieferungen sind zum Teil uralt. Deshalb ist auch der Inhalt des E-Book “zeitlos aktuell” bei der Jagt nach den Mysterien und Göttern der Vorzeit.

Einblick in die “Götter der Sterne“: Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Prolog

Teil I Mythen der Schöpfung, Überlieferungen der Urzeit

Kapitel I Genesis: Das Buch der Ursprünge

Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

I.1 Im Anfang war Etwas

I.2 Monotheismus oder Polytheismus in der Genesis?
I.3 Die Schöpfung der Himmel
I.4 „Lasset uns den Menschen machen…“ – die zweite Schöpfung
I.5 Adam und seine „Rippe“ Eva
I.6 Als der Mensch wie „Götter“ wurde
I.7 Die Vertreibung aus dem Garten der „Götter“
I.8 Lag das Paradies in Südmesopotamien?
I.9 Das himmlische Paradies und weitere Paradies-Schriften

Kapitel II Schöpfungsmythen anderer Völker

II.1 Mesopotamische Überlieferungen wissen mehr
II.2 Der Mensch aus dem Himmel
II.3 Parallelen in globalen Schöpfungslegenden!
II.4 Adams Kinder und erste Frau
II.5 Himmlische Schwangerschaften – sonderbare Abstammungen
II.6 „Monster“ – genetische Fehlversuche?
II.7 Adam und Eva – Mythos oder Wahrheit?
II.8 Problematische Überlieferungen

Kapitel III Als die Sintflut kam

III.1 Zeit der himmlischen Sünde – Sex mit den Gottessöhnen
III.2 Der „Herr“ greift ein
III.3 Die Arche des Helden Noah – ein unmögliches Projekt
III.4 Sintflut in mesopotamischen Mythen – die Urquellen
III.5 Die Welt trocknet
III.6 Turmbau zu Babel – ein neuer Anfang, der „Gott“ missfällt

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Die “Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das “All”. (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Kapitel IV Die Abraham-Apokryphe

IV.1 Abraham der Normade
IV.2 Engelkontakte
IV.3 „…bis an der Feuerflammen Grenzen“
IV.4 Der Thron „Gottes“
IV.5 Abraham sah „Verborgenes“
IV.6 Die Erde aus dem All
IV.7 Weitere Offenbarungen „Gottes“

Kapitel V Vernichtender Zorn „Gottes“

V.1 Spione der Zerstörung
V.2 Himmlische Reize
V.3 Der Countdown der Zerstörung läuft
V.4 Atomare Vernichtung vor Jahrtausenden?
V.5 Hinweise moderner Waffen in anderen Quellen
V.6 Archäologische Indizien

Kapitel VI Mose, ein Mann Gottes

VI.1 Ein Kind namens Mose
VI.2 Mord und Flucht in die Wüste
VI.3 Moses Berufung am Brennenden Dornbusch
VI.4 Ein Pharao wird erpresst
VI.5 Der Auszug – die Israeliten plündern Ägypten
VI.6 Marsch der „Wunder“
VI.7 Sinai – wichtige Ereignisse am heiligen Berg
VI.8 Israels Rückfall zum Götzendienst

VIDEO: Indiana Jones und der „Jäger des verlorenen Schatzes“ – ist das Aussehen der Bundeslade à la Hollywood eigentlich korrekt? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Indiana Jones und der „Jäger des verlorenen Schatzes“ – ist das Aussehen der Bundeslade à la Hollywood eigentlich korrekt? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

VI.9 Die Lade Jahwes – eine bemerkenswerte Konstruktion
VI.10 Eigenschaften und Geschichte der Bundeslade

Teil II Propheten und himmlische Erscheinungen

Kapitel VII Die unverstandenen Worte Henochs

VII.1 Henoch – kein Prophet der Bibel
VII.2 Der Fall der Engel – wertvolle Ergänzungen zum Genesis!
VII.3 Diplomat zwischen Himmel und Erde
VII.4 Von Himmel zu Himmel zum „Herrn“
VII.5 Henoch starb nicht auf Erden

Kapitel VIII Elija, ein treuer Diener Jahwes

VIII.1 Elija, der wundersame Prophet ohne Vorleben
VIII.2 Ein Mann mit himmlischen Verbindungen
VIII.3 Flucht in Berge – Begegnung mit Jahwe
VIII.4 Der Mörder im Namen „Gottes“
VIII.5 Elijas Auftrag ist beendet – die Himmelfahrt
VIII.6 Abstecher zu anderen Himmelfahrtsberichten

Kapitel IX Der perfekte Berichterstatter: Ezechiel

IX.1 Historische Daten und ihre Probleme
IX.2 „Und ich sah, und siehe“ den Thronwagen Jahwes
IX.3 „Gott Gütiger“…?
IX.4 Ein Prophet mit Auftrag

Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Teil III Weitere Geschehnisse

III.1 Jesaja schaut den „Thronwagen Gottes“
III.2 Jakob, Hiob, Sacharja und Jeremia – alles Träumer?
III.3 Baruch, ein biblischer und apokrypher Prophet
III.4 Esdras himmlische Gesichte
III.5 Daniel, der visionierende Prophet
III.6 Politik des Todes
III.7 Johannes´ geheimnisvolle Offenbarungen
III.8 Fehlende Zeit

Teil IV Anhang

• Epilogische Schlußbetrachtung: Gott nur ein Wunschtraum?
• Nachwort von Dr. Johannes Fiebag
• Ein Dankeswort
• Quellen (Bibeln, allgemeine Quellen, Fachartikel und Zeitungen)
• Zeitschriften und Magazine zum Thema
• Bildnachweis (Abbildungen im Text und Bildteil)
• Namen- und Sachregister
• Biblisches Stellenregister
• Apokryphes Stellenregister
• Übriges Stellenregister (Koran, Gilgamesch-Epos, Sohar, Enuma Elisch und Mormon)

Alles weitere zum neuen E-Book plus YouTube-Video hier:

  • Produktform: E-Book
  • Auflage: 1. Auflage der EPUB Ausgabe
  • Seiten der gedruckten Ausgabe: 375
  • Verlag: Reichel Verlag
  • Erschienen: 23.02.2016
  • Format: 21,0 x 14,5 cm
  • ISBN-13: 978-3-946433-12-5
  • GTIN: 9783946433125

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Die Apokalypse des Abraham und die Prä-Astronautik – Reiste der Stammvater mit den Astronautengöttern in das All?

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
Das uralte Buch “Die Apokalypse des Abraham” erzählt: Engel brachten Abraham in das “All”. (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Das alt-jüdische Buch “Die Apokalypse des Abraham” überliefert bis heute, dass der Stammvater Abraham angeblich durch vermeintliche “Engel” des Himmels aufgesucht wurde und mit diesen die Erde verlassen habe. Von dort habe er die Erde aus dem All gesehen. Das klingt mehr als nur nach Prä-Astronautik. Zu dieser Überlieferung ein neues Video auf meinem Mystery-Kanal des Unfassbaren bei YouTube.

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“Wissenschaft oder Phantasie? Sendboten aus dem Kosmos”: Der vollständige Kult-Artikel von Wjatscheslaw Saizew von 1968

Titelbild des Artikels "Wissenschaft oder Phantasie? Sendboten aus dem Kosmos" von Wjatscheslaw Saizew aus Sputnik 1/1967, Frankreich (Bearbeitung: Fischinger-Online)
Titelbild des Artikels “Wissenschaft oder Phantasie? Sendboten aus dem Kosmos” von Wjatscheslaw Saizew aus Sputnik 1/1967, Frankreich (Bearbeitung: Fischinger-Online)

Ein absoluter Klassiker ist dieser Artikel von Wjatscheslaw Saizew aus dem Jahr 1968. Zahllose Veröffentlichten der frühen Prä-Astronautik führten genau diesen Artikel im Quellenverzeichnis an. Angefangen von Erich von Däniken in “Zurück zu den Sternen” (1969) oder auch “Aussaat und Kosmos” (1972) bis Peter Krassa in “Als die Gelben Götter kamen” von 1973. Vor allem natürlich rund um die Steinteller aus dem Baian-Kara-Ula (auch Bajan-Kara-Ula), die dort neben “Alien-Skeletten” 1938 gefunden worden sein sollen. Ein Mythos – bis heute. Doch die Geschichte um die vor 12.000 Jahren angeblich auf der Erde abgestürzten Aliens mit Namen “Dropa” war in diesem Artikel vor 50 Jahren nur ein Thema von vielen. Saizew schrieb schon damals von biblischen “Engeln” in Raumschiffen, von UFO-Bildern auf christlichen Fresken im damaligen Jugoslawien, den rätselhaften Dogu-Figuren aus Japan, UFOs bei der Geburt Jesus Christus und vielem weiteren mehr. Doch lest selbst, denn hier findet Ihr diesen Kult-Artikel vollständig online.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ein absoluter Klassiker ist dieser Artikel von 1968 bis heute. Aus dem einfachen Grund, dass es genau dieser Artikel, von Wjatscheslaw Saizew in “Sputnik” Nr. 1/1968 war, der vor Jahrzehnten die Quelle vieler Spekulationen der Prä-Astronautik war. Vor allem natürlich rund um die Steinteller aus dem Baian-Kara-Ula (auch Bajan-Kara-Ula), die dort neben “Alien-Skeletten” 1938 gefunden worden sein sollen.

Zahllose frühe Veröffentlichten der Prä-Astronautik führten genau diesen Artikel im Quellenverzeichnis an. Angefangen von Erich von Däniken “Zurück zu den Sternen” (1969) oder auch “Aussaat und Kosmos” (1972) bis Peter Krassa “Als die Gelben Götter kamen” von 1973.

Ausgegraben hat den Artikel  einst mein Kollege Jörg Dendl aus Berlin bei seinen Recherchen.

Wie war das also zum Beispiel nochmal mit den “Steinscheiben von Baian-Kara-Ula” in China und den dort vor 12.000 Jahren angeblich abgestürzten Außerirdischen mit Namen “Dropa”? Ein Thema, das ich inzwischen eher als Ente denn als Fakt ansehe. Solange wir bei diesem Thema (seit mindestens 1968) praktisch auf der Stelle treten.

Zusammengefasst habe ich zum Beispiel  die “Dropa-Sache” 2010 in meinem Buch “Verbotene Geschichte”. Auch um die Aussagen dazu in meinem 1.  Buches von 1996 zu korrigieren. Ebenso mit zahlreichen weiteren Informationen in diesem Blog-Artikel HIER.

Die französische Version des Artikels von Wjatscheslaw Saizew, die bereits in “Sputnik” Nr. 1/1967 erschien, findet Ihr übrigens als Bilddateien im Netz HIER. Das Bild der Startgrafik dieses Postings ist von dort übernommen worden. Es ist übrigens ein Gemälde und keine authentische Höhlenzeichnung, wie oft zu lesen war und ist.

Mehr als nur die außerirdischen “Dropa”!

Wie in dem unten stehenden Artikel “Wissenschaft oder Phantasie?” zu lesen ist, war die Geschichte um die “Dropa” vor 50 Jahren darin nur ein Thema. Fraglos aber das bekannteste.

Allerdings schrieb Saizew schon damals von biblischen “Engeln” in Raumschiffen und damit von Ancient Aliens in der Bibel. Gleiches gilt für die These, dass der “Stern von Bethlehem” vor 2.000 ein UFO gewesen sein könnte, die legendären “Raumschiffbilder” im Kloster Desani, die auf einem Bild mit der Kreuzigung Jesu am Himmel fliegen und viele weitere Spekulationen mehr. Wir finden darin sogar bereits die seit einigen Jahren wieder aktuellen Felsbilder aus den Alpen in der Schweiz und Italien, die Astronauten aus dem All darstellen sollen oder eben könnten.

Wjatscheslaw Saizew hat all das in seinem Artikel damals sogar mit Fotos illustriert, die heute wohl jeder Grenzwissenschaft & Mystery Files-Interessierte in aller Welt kennt. Beispielsweise die “Steinzeit-Astronauten”, wie der Autorenkollege Reinhard Habeck sie in seinem gleichnamigen Buch zum Thema 2014 nannte, auf Felszeichnungen in den Alpen.

Dazu schrieb Saizew als Bildunterschrift vor einem halben Jahrhundert:

Vor 4.000 Jahren entstanden in den Schweizer Alpen die Felszeichnungen dieser Wesen mit eigenartigen Kopfhüllen, die wie kosmische Helme aussehen.

Doch lest selbst …


Wjatscheslaw Saizew: “Wissenschaft oder Phantasie? / Sendboten aus dem Kosmos”

(aus “Sputnik” Nr. 1/1968, S. 44 – 63)

Die Nachfahren der Marsbewohner sind unsere Nachbarn – Die Peruaner sahen vor 12.000 Jahren Raumschiffe – Anhand von Bibellegenden und Apokryphenforschungen stellt ein sowjetischer Wissenschaftler gewagteste Hypothesen auf!

Wjatscheslaw Saizew, Kandidat der philologischen Wissenschaften (Fachgebiet serbische Literatur) ist am Institut für Literatur der Akademie der Wissenschaften der Belorussischen SSR tätig.

Von Schriften der russischen Gelehrten Konstantin Ziolkowski und Nikolai Rynin angeregt, kam Saizew auf den Gedanken, dass unser Planet sich seit undenklichen Zeiten in der Sphäre innergalaktischer Kontakte befindet.

Dreißig Jahre lang trug Saizew Beweismaterial zusammen, das diesen Standpunkt bestätigt. 1959 stellte er in den Studien ‚Kosmische Reminiszenzen in alten Schriften‘ und ‚Die Evolution des Weltalls und die Vernunft‘ die Hypothese auf, dass die Erde von Abgesandten anderer Zivilisationen aufgesucht wurde.

Je umfassender unsere Erkenntnisse werden, je mehr wir die Welt erschließen, desto mehr Rätsel sehen wir uns gegenüber; ihre Zahl ist größer als die der Lösungen und Entdeckungen. Jedes gelüftetes Geheimnis bringt neue Zweifel.

Raumschiff auf dem Himalaja

Die Zeitschrift ‚Das vegetarische Universum’ berichtete 1964 über die Entdeckung eines chinesischen Archäologen. An der Grenze zwischen China und Tibet liegt die Gebirgsgegend Bajan-Kara-Ula mit ihren zahlreichen Höhlen. Seit etwa 25 Jahren finden Archäologen in diesem Gebiet seltsame Steinscheiben mit rätselhaften Mustern und Hieroglyphen. Vor Tausenden von Jahren dürften Höhlenbewohner mit unbekannten Werkzeugen diese Scheiben aus dem Stein gemeißelt haben; die Zahl der bisher aufgefundenen Werkzeuge beträgt 716 Stück.

Alle Scheiben haben wie Schallplatten ein Loch in der Mitte, von dem sich spiralförmig eine Doppelrille bis zum Rand hinzieht. ‚Das vegetarische Universum’ schreibt über diese Rillen. „Offenbar handelt es sich nicht um Tonrillen, sondern um Schriftzeichen, um die seltsamsten Hieroglyphen, die jemals in China, ja in der ganzen Welt entdeckt worden sind.“

Archäologen und Fachleute für alte Schriftzeichen zerbrachen sich 20 Jahre lang den Kopf, um hinter das Geheimnis dieser Spiralen zu kommen. Die Lösung erwies sich mittlerweile als so verblüffend, dass die Pekinger Akademie für Prähistorische Forschungen dem Professor zunächst untersagte, etwas darüber zu publizieren. Als der chinesische Archäologe schließlich die Erlaubnis erhielt, veröffentlichte er zusammen mit seinen vier Kollegen eine Abhandlung unter dem Titel ‚Rillenschriftzeichen, die über Raumschiffe berichten, die den Scheibeninschriften zufolge vor 12.000 Jahren existierten’.

In den Gebirgshöhlen von Bajan-Kara-Ula leben die kleinwüchsigen Volksstämme der Dropa und der Cham, deren Stammesangehörige nur etwa 1,30 m groß werden. Bisher konnte die Wissenschaft sie noch keiner ethnischen Gruppe zuordnen, zumal es über diese Stämme nur höchst spärliche Informationen gibt.

Bei der Entzifferung der Schriftzeichen auf den seltsamen Scheiben stießen der chinesische Archäologe und seine Kollegen auf eine Erwähnung der Dropa und der Cham: „Die Dropa glitten mit ihren Luftfahrzeugen aus den Wolken herab. Zehnmal bis zum Sonnenaufgang versteckten sich Männer, Frauen und Kinder in der Höhlen. Schließlich verstanden sie die Zeichen und sahen ein, dass diesmal die Dropa mit friedlichen Absichten gekommen waren…“

In einer deutschen Zeitschrift wird an dieser Stelle der Einwand erhoben, es sei wohl anzunehmen, dass ein Schriftkundiger aus dem Volksstamm der Cham sich einen Scherz über die Raumschiffe erlaubt habe; vielleicht sei das Ganze aber auch nur ein Aberglaube. Der Autor des Beitrags wiederlegt aber diese Mutmaßungen, denn es gibt noch andere Schriftzeichen der Cham, in denen das Bedauern über den Untergang ihrer Luftfahrzeuge bei der Landung in den unbewegsamen Bergen und darüber geäußert wird, dass es ihnen nicht gelingen wollte, neue Raumschiffe zu bauen!

Nach Ansicht der chinesischen Archäologen sind die Schriftzeichen von Bajan-Kara-Ula so geheimnisvoll, dass ihre Auslegung und wissenschaftliche Verwendung größter Umsicht bedürfen.

Um die Scheiben gründlicher zu erforschen, übersandte man Gesteinsproben zur Analyse nach Moskau. Hier wurde eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Die Scheiben enthalten viel Kobalt und ein anderes Metall. Weitere Untersuchungen ergaben einen ungewöhnlichen Vibrationsrhythmus, als seien die Scheiben geladen oder einer elektrischen Ladung angeschlossen worden.

Die Scheiben von Bajan-Kara-Ula sind immer noch ein Rätsel, das auf Geschehnisse vor 12.000 Jahren zurückgeht.

Alte chinesische Sagen künden von kleinen schmächtigen gelben Menschenwesen, die angeblich aus den Wolken herabgestiegen seien. Sie sollen äußerst hässlich gewesen sein: riesige Köpfe und spindeldürre Leiber. Ihre Hässlichkeit habe bei den irdischen Stämmen Abscheu erregt, sie seien von allen gemieden und von irgendwelchen „Menschen auf fliegenden Rossen“ sogar geprügelt worden.

Soweit die Sagen. Die Wirklichkeit gibt ihnen aber bis zu einem gewissen Grade recht: Archäologen und Höhlenforscher fanden in den Höhlen von Bajan-Kara-Ula Überreste von Grabstätten und Skeletten; ihr Alter wird auf 12.000 Jahre geschätzt. Das waren Menschen mit Riesenschädeln und schwachem Knochenbau. Die ersten chinesischen Expeditionen, die diese Grabstätten entdeckten, schrieben in ihren Berichten von einer „verschwundenen Affenart“. Bisher hat aber noch niemand Affengräber oder Scheiben mit Schriftzeichen prähistorischer Affen gefunden.

Daran ist zweifellos viel Sinnwidriges und Verworrenes. Hinzu kommt, dass die Höhlenwände vielerorts Darstellungen der aufgehenden Sonne, des Mondes und der Sterne aufweisen mit zahlreichen Punkten (oder kleinen Gegenständen?) von Erbsengröße dazwischen, die sich gleichsam nach und nach den Bergen und der Erdoberfläche nähern.

Himmlische Eier

In einer peruanischen Sage heißt es, dass einst Menschen des Landes aus bronzenen, goldenen und silbernen Eiern geboren wurden, die vom Himmel fielen.

Diese Sage wird von Jean Jacques Elisée Reclus in seinem bekannten Buch ‚Die Welt und die Menschen’ erwähnt, doch nicht erörtert.

Die Zeit brachte ein Pendant zu dieser Sage in der Malerei. Das berühmte „Eiersujet“ kommt in den berühmten Tassili-Fresken vor. Sie wurden im Inneren der Sahara von dem französischen Leutnant Brennan entdeckt. Auf seinen Spuren traf aus Frankreich eine spezielle Expedition unter der Führung von Henri Lhote ein, der später das Buch ‚Auf der Suche nach den Tassili-Fresken’ herausgab. Der französische Wissenschaftler entdeckte auf den Fresken neben Tierbildern und Jagdszenen seltsame Figuren mit skapahnderartigen Anzügen und runden Helmen. Auf den Fresken sieht man deutlich, wie die Helme mit den Skaphandern verbunden sind. Die Skaphander weisen aber keine Ähnlichkeit mit Ritual- oder Jagdkleidung auf, noch weniger mit Jägern, die Straußeneierschalen als Helme benutzten, wie einige Wissenschaftler annehmen. Ein Straußenei hat nämlich einen Durchmesser von höchstens 15 cm. Henri Lhote bezeichnete die rätselhaften Figuren bedingt als „Marsbewohner“.

Der französische Forscher, der die seltsamen Kompositionen in den Tassili-Höhlen beschreibt, hebt eine Zeichnung hervor. Sie stellt ein „Wesen“ dar, das einem eiförmigen, mit konzentrischen Kreisen bedeckten Gegenstand entsteigt, welche entweder an ein Ei oder – was wahrscheinlicher ist – an eine Schnecke erinnert.

Besteht hier wohl ein Zusammenhang zwischen der peruanischen Sage und den Tassili-Fresken?

Dabei hat es aber nicht sein Bewenden. Später fand diese Motiv in der altgriechischen Skulptur seinen Niederschlag. Die Dioskuren, Kastor und Pollux, sowie Helena und die Nemesis wurden von einigen Bildhauern mit Eierschalen auf dem Kopf dargestellt. In griechischen Sagen heißt es, dass diese Gestalten aus himmlischen Eiern geschlüpft seien.

Wie entstand die ungeheuerliche Vorstellung, dass ein Mensch aus deinem Ei schlüpfen könnte? Hatte jemals ein Mensch derartiges in der Natur beobachten können? Vielleicht entstand diese Vorstellung durch den Vergleich mit der Geburt von Vögeln oder Fischen? Was hat dann der Himmel, von dem die Eier gefallen seien, damit zu tun?

In einer Variante der südamerikanischen Sage heißt es, dass die Eier mit Löwenzahn vom Himmel gefallen seine…

Es gibt keine einzige Auslegung dieses Motivs, und deshalb kann man nur eine Variante annehmen, so phantastisch diese auf den ersten Blick auch scheinen mag.

Das Motiv er himmlischen Eier konnte wie jeder andere Mythos, jede Legende unter Mythos, jede Legende unter dem Eindruck konkreter Erscheinungen entstehen, die offensichtlich mit dem Himmelsraum zusammenhingen. Es ist anzunehmen, dass der Beobachter aus uralten Zeiten eine Kapsel mit einem Lebewesen vom Himmel herabsteigen sah. Man kann sich sogar vorstellen, was sich dieser Beobachter dabei dachte: Vor seinen Augen wurde ein Mensch aus einem himmlischen Ei geboren.

Die „Visitenkarten“ der Sendboten aus dem All

Bei zeitlich voneinander unabhängigen Ausgrabungen in den Präfekturen Aomori und Iwate stießen japanischen Archäologen auf kleine Figuren, die Menschen oder menschenähnlichen Wesen in seltsamen, skaphanderartigen Anzügen und mit großen Helmen darstellten. Die Helme zeigen deutlich eine mit Schlitzen versehene Schutzbrille, Atmungsfilter, Antennen und Hörvorrichtungen. Die Skaphander sind sogar mit „Visiergeräten“ ausgerüstet. Die Figuren sind als Dogu bekannt. Die Zeitschrift „Freie Welt“ (Heft 12/1966) brachte einen Beitrag über die jüngsten Erkenntnisse der sowjetischen kosmischen Wissenschaft und fasste eine Serie von Felszeichnungen und Dogu-Fotos unter dem Scherztitel „Visitenkarten“ zusammen. Das Blatt betrachtet diese Zeichnungen und Figuren als etwaige Zeugnisse von Sendboten aus dem Kosmos.

Wissenschaftler haben bis heute schon viele Höhlenzeichnungen entdeckt. Bekannt sind die Kosmonauten-Höhlenzeichnungen von Val Camonica (Schweizer Alpen), bei Fergana, in Australien, in der Nähe von Nawoi (Usbekistan).

Mag sein, dass sich auf unserer Erde viele Spuren von anderen Planeten finden ließen. Für gewöhnlich misst man ihnen aber keine Bedeutung bei, und wenn man sie schon beachtet, dann gibt man sich nicht die Mühe, sie zu erklären.

Besonders viele Rätsel, die vielleicht kosmische Aufschlüsse geben, sind in Sagen und Mythen enthalten. Volksmythen aus Australien, dem Nahen Osten, aus Süd- und Mittelamerika und dem Fernen Osten schildern die Herkunft von Göttern aus himmlischen Gefilden. Ihre Weltauffassung enthält viele Begriffe, Gestalten und Äußerungen, die sich auf herkömmliche Art nicht aufschlüsseln lassen. Betrachtet man sie aber unter „kosmischen“ Gesichtspunkten, so beflügeln sie die Phantasie.

Der Stern von Bethlehem

Diese Legende ist mindestens 2.000 Jahre alt. Man kann sich zu ihr unterschiedlich verhalten. Man kann sie als Dichtung, als abstrakte Konstruktion ohne materiellen Gehalten betrachten, man kann aber auch überlegen, ob in den Worten „Stern von Bethlehem“ nicht doch etwas Konkretes steckt. Schon vor 350 Jahren suchte der große deutsche Astronom Johannes Kepler diese Frage zu beantworten. Vor kurzem haben sich Wissenschaftler in einem internationalen Symposium mit dem Problem des „Sterns von Bethlehem“ auseinandergesetzt.

Aber weder der deutsche Astronom noch unsere Zeitgenossen konnten eine eindeutige Antwort geben. Betrachtet man jedoch das Problem von einer etwas ungewöhnlichen Seite, so ergeben sich einige Überraschungen.

Im Altertum und im Mittelalter wurde die Phantasie der Menschen von diesem Stern angeregt, der kein fixer Stern und auch keine Sternschnuppe, sondern ein gleitender, leitender Stern gewesen sein soll. Das Erstaunlichste daran ist, dass der Stern nicht nur leiten, sondern auch innehalten konnte. Hier sei uns eine Abschweifung auf die Apokryphen gestattet, d.h. die Schriften, die im Kanon nicht anerkannt wurden und die von der Kirchenzensur für den Gottesdienst oder für erbauliche Literatur nicht zugelassen sind. Darin äußert sich das forschende Denken von Menschen, die eine Erklärung für unerklärliche Rätsel des menschlichen Seins suchten. Die apokryphischen Schriften sind umfangreich, und einige enthalten Dinge, die sich von den kanonisierten Kirchenschriften stark unterscheiden.

Unter den Apokryphen aus der frühen Zeit des Christentums ist auch die Sage von den drei Magiern; das lateinische Original entstand offensichtlich um die Mitte des 3. Jh. Später wurde die Sage in verschiedene Sprachen übertragen. In der belorussischen Übertragung aus dem 15. Jh., also 500 Jahre vor dem Raumzeitalter, in dem wir jetzt leben, findet sich eine ungewöhnliche Interpretation des Sterns von Bethlehem.

Es heißt dort, dass der Stern in vielen orientalischen Ländern beobachtet worden sei; zu diesem Zweck seien auf den Bergen „Warten“ gebaut worden, in denen sich „Astronomen“ befanden. Das Nachts habe der Stern das ganze Firmament „einer Sonne gleich“ erleuchtet. Einen ganzen Tag sei der Stern, ohne die Luft zu erschüttern, über dem Berg Wans geschwebt. Als am Abend die Sterne aufflammten, habe der große Stern so hell geleuchtet, dass zwischen ihm und der Sonne kein Unterschied gewesen sei. Von seinem Abstieg auf dem Berg heißt es: „Leicht wie ein Adler glitt er auf den Berg hinab.“ Das Apokryph enthält den Hinweis auf „einige Bücher“, in denen behauptet wurde, dass Christus von diesem Stern gestiegen sei. „Jener Stern war aber nicht so, wie man ihn in unseren Ländern in den Kirchen malt, sondern, er hatte Schwingen wie ein Adler und viele lange Strahlen“, die den Stern „im Kreis bewegten“, als er auf dem Berg Wans niederging. Beim Lesen dieses Apokryphs drängt sich ein anderer Sinn auf als der, den man von den kanonischen Kirchenbüchern her kennt.

Diese Apokrpyhen-Lesart ist natürlich höchst phantastisch. Ist sie aber wirklich so viel phantastischer als die kanonische? Und worauf beruht die Phantasie des Autors dieser Lesart? Auch das ist ein Rätsel. Vielleicht würde eine kosmische Interpretation aber auch dieses Rätsel lösen helfen.

Engel in Raumschiffen

In Kosovo-Metohija (Südjugoslawien) steht das Kloster Desani (l. Hälfte 14. Jh.). Gegen 1350 wurde das Innere der Klosterkirche mit zahlreichen Fresken, hauptsächlich zu Themen des Alten und des Neuen Testaments, ausgemalt. Im Frühjahr 1964 wurde in Desani bisher unbekannte Fresken entdeckt. Die jugoslawische Zeitschrift „Svijet“ betitelt die Fotos dieser Fresken folgendermaßen: „Raumschiffe an der ‚Passion von Desani’?“, „Sputniks auf unseren Fresken“, „Sollten die Ikonenmaler in Desani Raumschiffe dargestellt haben?“. Diese Titel waren keine bloßen Hirngespinste jugoslawischer Journalisten. Es hat in der Tat den Anschein, dass die Fresken von Desani Engel darstellen, die mit Raumschiffen, modernen Sputniks gleich, fliegen.

Auf den Fresken sieht man zwei raumschiffähnliche Gebilde, die hintereinander von West nach Ost fliegen. Im ersten sitzt ein Wesen ohne Heiligenschein. Seine Hand ruht auf einem unsichtbaren Hebel: sein Blick ist nach hinten gerichtet, als achte es auf den Raumflieger hinter ihm. Dieser sieht dem ersten ähnlich und hat auch nichts mit den herkömmlichen Engelsfiguren gemein. Seine Hand liegt ebenfalls auf dem Steuer.

Die beiden Raumschiffe sind stromlinienförmig. Man sieht deutlich die Düsenspuren, die die große Geschwindigkeit noch mehr betonen. Die Zeitschrift meint: „In den Flugapparaten sitzen Heilige in den Posen von Piloten.“

Andere Engel, die den Flug von unten verfolgen, schrecken, die Hände schützend vor Augen und Ohren haltend, zurück, als fürchteten sie, dass dieser Anblick sie blind und das Rauschen der fliegenden Körper taub machen könnte.

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Darunter sind zwei Menschengruppen dargestellt. Aus ihren Gesichtern sprechen Bestürzung und Angst. In der Mitte die Figur des Gekreuzigten.

Seltsam wirkt auch die Freske „Auferstehung“ unterhalb der „Kreuzigung“. Die Zeitschrift meint dazu, im Augenblick der Auferstehung scheint der Messias in einer Rakete zu sitzen, die noch nicht abgeflogen ist. In der Tat, die Ähnlichkeit mit den Umrissen eines Raketenraumschiffs ist frappant; hinzu kommt, dass der obere Teil des Raumschiffs zwei Stabilisierungsflügel aufweist. Christus reißt mit der rechten Hand einen Menschen, der auf der Erde steht, mit zur Reise ins Himmelreich.

Als Fachleute die Mönche von Desani um Aufklärung über die „Raumschiffe“ ersuchten, sagten sie, dort seien wohl Sonne und Mond dargestellt. Im Neuen Testament heiße es, während der Kreuzigung Christi habe es eine Sonnenfinsternis gegeben. Die Frage, warum die Sonne im Westen aufgehe, konnten sie jedoch nicht beantworten.

Eine Publikation über das Wunder von Desani enthält einen Hinweis auf die Hypothese, Christus sei ein Sendbote aus dem Kosmos gewesen. Die Zeitschrift nennt derartige Ideen „zu gewagt“ und nimmt an, dass die Bestätigung dieser Hypothese die Christuslegende grundsätzlich verändern würde. Es wird ferner hervorgehoben, dass die Fresken sowohl für Laien als auch für Fachleute überraschend seien, da die Ähnlichkeit mit Erdsatelliten unverkennbar ist.

Das „Wunder von Desani“ ist keine Ausnahme. Im Kabinett für Kirchenarchäologie der Moskauer Geistlichen Akademie hängt die Ikone „Auferstehung“ aus dem 17. Jh. Sie stellt Christus in einem stromlinienförmigen Gehäuse dar, das an ein auf der Erde ruhendes Raumschiff erinnert. Das Gehäuse strömt unten zu beiden Seiten Dampf aus, der die Beine der flankierenden Engel verdeckt. Ebenso wie im Fresko von Desani zieht Christus mit seiner Rechten einen Menschen mit sich (nach der kirchlichen Lesart soll das Adam sein). Auf der anderen Seite wartet Eva, mitgenommen zu werden.

Diese Ikone ist zweifellos apokryphisch. Es ist anzunehmen, dass es ein schriftliches Apokryph gab, das die Auferstehung und die Himmelsfahrt Christi ganz anders als die kanonische Lesart behandelte. Was mit diesem Apokryph geschah, ist unbekannt. Es dürfte von der Kirchenzensur vernichtet oder einfach verschollen sein. Vielleicht wird es noch einmal irgendwo entdeckt werden. Dieses Apokryph könnte die Ikonen- und Kirchenfreskenmaler zu ihren kosmischen Sujets inspiriert haben. Jedenfalls lassen sich interessante Betrachtungen über die mögliche Interpretierung des Apokryphensujets anstellen.
Himmel ohne Mond

Einige Rätsel lassen sich durchaus analysieren, wenn man sie anhand moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse betrachtet.

In alten tibetanischen Chroniken, die von „vorsintflutlichen Zeiten“ handeln, heißt es, dass es einst am Firmament keinen Mond gab. Diese Betrachtung kommt auch in einigen slawischen Märchen vor. (‚Märchen und Erzählungen aus Podoli in Aufzeichnungen von 1850-1860, zusammengestellt von Nikola Lewtschenko’, Kiew. 1928. S. 6. Märchen Nr. 17)

Zur damaligen Zeit betrachtete man den Inhalt dieser Märchen als müßige Phantasterei. Jetzt bietet sich aber die Möglichkeit, den mythischen Hinweis auf das Fehlen des Mondes anders aufzufassen. Der österreichische Ingenieur und Mathematiker Hans Hörbiger hat ausgerechnet, dass der Mond ungefähr vor 12.000 Jahren durch die Anziehungskraft der Erde zum Trabanten wurde. Nach Hörbigers Ansicht hatte dieses Phänomen den Untergang von Atlantis und die Sintflut bewirkt, die vor kurzem noch als Ausgeburt der Phantasie aus alten Zeiten galten. Hörbigers Hypothese ist in dem Buch ‚Das Mythos von Atlantis’ von Henry Bellamy eingehend erörtert.

Kinder Gottes oder Enkelkinder des Mars?

Mit der Frage nach dem Ursprung des Menschengeschlechts hängt eine der geheimnisvollsten Probleme der Gegenwart zusammen. Es gibt dreierlei Antworten auf diese Frage: Der Mensch ist ein Ergebnis der Evolution auf Erden; der Mensch ist eine Schöpfung Gottes; der Mensch ist ein Kettenglied in der langwierigen Entwicklung, die einst auf einem anderen Planeten begann und auf der Erde fortgesetzt wurde.

Die erste Antwort ist logisch und wissenschaftlich fundiert. Sie hat aber eine Lücke, die bis heute noch nicht geschlossen ist: Sie betrifft den Zeitpunkt, in dem die Spezies Mensch sich aus dem Affenreich absonderte. Der berüchtigte Pithekanthropus ist ja immer noch nicht entdeckt worden.

Die zweite Antwort – der Mensch ist ein Geschöpf Gottes – lässt sich, vom heutigen Stand der Wissenschaft gesehen, wiederlegen. Es ist nahezu unmöglich, sie die Entstehung des Menschen als einen augenblicklichen Schöpfungsakt vorzustellen.

Es gibt eine dritte Antwort, die ebenso alt ist wie die zweite. Einigen Mythen zufolge hat der Mensch seine anfängliche Entwicklung auf einem anderen Planeten durchgemacht. Dann geriet er in irdischen Verhältnisse und veränderte sich auf Erden weiter. Übrigens besteht auch heute die Ansicht, dass unser Planet viel zu jung ist und die Evolution viel zu langsam vor sich geht, als dass das vernünftige Leben auf Erden sich spontan von den einfachsten bis zu den kompliziertesten Organismen entwickeln konnte.

In dem slawischen Märchen ‚Wie der Mensch auf Erden erschien’ heißt es, dass der Mensch „nicht auf Erden geschaffen wurde, sondern vor sehr langer Zeit irgendwo in einer anderen Welt. Und als diese Welt unterging, befahl Gott, um das Angedenken des Menschengeschlechts zu bewahren, den Engeln, einige Menschenpaare zu nehmen und auf die Erde zu bringen, damit sie sich vermehrten. Mag sein, dass Gott, wenn auch diese Welt vor dem Untergang steht, wieder einmal die Menschen irgendwohin bringen lässt, damit sie sich vermehren.“

Verblüffend in diesem Märchen ist der Rationalismus der Verfassers, wenn von einem Verfasser überhaupt die Rede sein kann. Kann man den Inhalt dieses Märchens als sinnlose Erfindung abtun? Erfindung wohl, aber sinnlos? Der Inhalt berechtigt zu der Annahme, dass die Menschheit in alten Zeiten eine Vorstellung von der Herkunft des Menschen hatte, die mit der kanonischen Ansicht nicht übereinstimmte. Man begnügte sich nicht mit dem fertigen Dogmen der Kirche und war bestrebt, seine Erkenntnis von der Welt zu erweitern. Schließlich enthält das Märchen die Gedanken, dass die Menschheit nicht das erste vernünftige Geschlecht auf Erden sei, dass vorher andere bestanden hätten, die jedoch durch Kataklysmen untergegangen seien.

Den alten Glauben von Völkern Süd- und Mittelamerikas zufolge habe es vor den Menschen auf Erden Wesen aus Ton und Holz gegeben. Eine Variante dieses Gedankens kommt auch in einem slawischen Apokryph vor, das sich in der Leningrader Bibliothek der Akademie der Wissenschaften befindet. Das Apokryph beginnt mit den Worten: „Es gab einen Menschen, der vor Adam erschaffen wurde.“ Es heißt dort, dieser Vorfahre Adams habe ein „Herz aus Holz“ gehabt.

Man darf nicht alle Einzelheiten dieses Mythos ernst nehmen. Erstaunlich ist aber, wie logisch der Grundgedanke und die Fragestellung ist, dass die Evolution eine Reihe von Versuchen und Fehlern ist, dass alles fließt und sich verändert, dass nichts ewig ist unter den Gestirnen, zumal der Mond selbst nicht von Urzeiten an am Firmament prangte, will man den alten Überlieferungen glauben.

Einstein war nicht der erste

Inwieweit kann man den Kenntnissen der Menschen von einst glauben? Wie soll man sich zu den alten Begebnissen im Licht der neuen Erkenntnisse verhalten? Es ist natürlich vorauszusetzen, dass die Kenntnisse, über die die Menschheit verfügt, nicht nur durch die Evolution des Menschengeschlechts und seine Geschichte entstanden. Es ist möglich, dass einige Tatsachen und Vorstellungen das Erbe einer vergangenen Zivilisation sind und ein Teil der Kenntnisse von Kontakten der Erdbewohner mit einer anderen, kosmischen Welt herrühren.

Auch die Vorstellung unserer Vorfahren von der Relativität des Zeitablaufs ist von der Wissenschaft stiefmütterlich behandelt worden. In alten Zeiten und im Mittelalter waren die christlichen Völker der Ansicht, dass im Himmel die Zeit langsamer dahinfließe als auf Erden. Der Volksmund drückte diesen Gedanken so aus: „Gottes Augenblick ist ein Menschenalter.“ In einem japanischen Märchen aus der Sammlung Nippon Mukashi Banashi heißt es, der Mensch sei von einer Himmelfahrt jung zurückgekehrt und habe daheim seine Nachfahren nicht mehr angetroffen. Ähnliches findet man auch in einem russischen Märchen aus der Sammlung von A.N. Afanasjew und in einem ukrainischen Märchen aus der obenangeführten Sammlung („Märchen und Erzählungen aus Podolien“, S. 65, Märchen Nr. 131 „Gottes dreihundert Jahre wie drei Jahre“).

Seltsam sind auch die Worte des Apokryphs von Enoch, über den es in den religiösen Schriften heißt, er sei zu Lebzeiten in den Himmel berufen worden: „Enoch lebte vor der Sintflut und ist noch heute am Leben.“

Ein gleiches ist auch in dem Apokryph „Die Geschichte Jesajas“ (2. oder 3. Jh.) zu lesen: Dem Propheten Jesajas kamen Zweifel über die Wahrheit seines Glaubens und die Größe des Allmächtigen, und er wurde auf dessen Willen in den Himmel berufen. Dort sah Jesajas, wie groß die Ewigkeit ist, und gestand seine Zweifel ein. Der Engel, der den Propheten in den Himmel gebracht hatte, wollte ihn auf die Erde zurückbringen. Jesajas wunderte sich: „Warum so schnell? Ich bin nur zwei Stunden hier gewesen.“ Der Engel antwortete: „Nicht zwei Stunden, sondern 32 Jahre.“

Der Prophet war ganz verblüfft. Er begriff, dass die Rückkehr auf Erden für ihn entweder den Tod oder tiefes Alter bedeuten würde, denn die 32 Jahre im Himmel waren im Nu verflogen. Und er fragte Bang: „Warum soll ich in mein jämmerliches Fleisch zurückkehren?!“ Und er ward traurig. Der Engel tröstete ihn jedoch: „Trauere nicht, du wirst nicht alt sein“.

Erst Anfang des 20. Jh. Erfuhren wir aus der Entdeckung Albert Einsteins von den etwaigen Kuriositäten der Zeit im Zusammenhang mit der Bewegung des Körpers mit lichtnahen Geschwindigkeiten. Diese These ist vorläufig nur anhand von Mesonen labormäßig bestätigt worden, utopische Schriftsteller (u.a. Jules Vernes) beschreiben aber schon längst Raumfahrten, bei denen die Helden ähnliches wie Jesajas erlebten.

Es ist anzunehmen, dass die uralten Vorstellungen von einer Unsterblichkeit des Menschen nicht nur von dem Sehnen nach ewigem Sein herrühren, sondern auch von der Ansicht, dass die Zeit unter gewissen Umständen ihren Ablauf verändert.

Wie wir die Ursachen des Entstehens derartiger Begriffe auch erklären mögen, wir müssen mit sehr vagen Annahmen vorliebnehmen, wenn wir nicht den kosmischen Koeffizient mit einbeziehen.

Was ist ein „Himmelstempel?“

In den religiösen Schriften kommt ein „Himmelstempel“ oder ein „Haus des Herrn“ vor. Die Kommentatoren der Heiligen Schrift verweisen das gewöhnlich in die Kategorie des Abstrakten, Überirdischen. In der judäischen und christlichen Literatur fällt aber eine „kosmische“ Auffassung des Himmels-“tempels“ auf. In der Offenbarung des Johannes (Kap. 11, 19) wird dieser „Tempel“ mit himmlischen Erscheinungen, mit Donner und Blitz in Zusammenhang gebracht: „Und der Tempel Gottes ward aufgetan im Himmel… Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und Erdbeben und ein großer Hagel.“ Nach alten Überlieferungen soll im „Tempel“ Gott aus dem All herabgestiegen sein. Eine andere Bibelstelle lautet: „Da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke auf dem Berg Sinai aber rauchte, darum, dass der Herr herab auf den Berg fuhrt mit Feuer, und sein Rauch ging auf wie ein Rauch von Ofen, dass der ganze Berg bebte.“ (Kap. 19, 16-18; 20, 18). Ebendort heißt es: „Und der Herr sprach zu Mose: ‚Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen, dass ihr nicht auf den Berg steiget, noch seine Ende anrühret, denn wer den Berg anrühret, soll des Todes sterben’“ (19, 12). „Steig hinab und bezeuge dem Volk, dass sie nicht durchbrechen zum Herrn, ihn zu sehen, und viele aus ihnen fallen“ (19, 21).

Eine „vulkanische“ Interpretation dieser Stellen kommt nicht in Frage, da darin nachdrücklich auf eine himmlische Herkunft hingewiesen wird. Ebenso kann auch von keiner Vision die Rede sein, da nicht der geringste Präzedenzfall vorhanden ist.

Man kann dem „Himmelstempel“ oder den „Tempel Gottes“ auch als eine Art Raumschiff auffassen, das die Menschen einst gesehen hatten. Es ist vielleicht sogar anzunehmen, dass die Vorstellung von dem „Himmelstempel“ in gewisser Hinsicht den Tempelbau beeinflusst hat. In alten Quellen ist der Gedanke an die Kontinuität des „himmlischen“ und des „irdischen“ Tempels sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Im 1 Paratipomenon (28 6, 11-12) heißt es, dass König David auf Gottes Geheiß seinen Sohn Salomon auftrug, auf Erden einen „Tempel Gottes“ nach der Gestalt des himmlischen zu erbauen. In einem Apokryph wird ausführlich dargelegt, wie David im Himmel das Bild eines Tempels gezeigt wurde. Der Bau des „Gottehauses“ war für den Fall vorgesehen, dass Gott auf Erden erscheinen könnte. „Wenn Gott zu uns kommt, dann wird er bei uns wohnen.“

Die Maya in Mexiko glaubten, dass die Götter einst auf Spinngeweben zu ihnen herabgestiegen seien. Darauf verwies seinerzeit N.A. Rynin (‚Interplanetarische Kontakte. Raumschifffahrt. Chronik und Bibliographie’. Leningrad, 1932, S. 110-111).

In indirekter Verbindung mit dieser Legende steht wohl auch Jakobs Traum vom Tempel Gottes auf dem Berge und den der Himmelsleiter im Kapitel 28 der Genesis.

Unter dem kosmischen Gesichtswinkel bieten sich Aufschlüsse über die Majalegenden und das alttestamentarische Sujet.

Nichts kann aus nichts entstehen

Ob richtig oder nicht. Hypothesen standen schon immer an der Wiege der Forschung. Die Hypothese von heute ist die Wissenschaft von morgen. Allerdings wird nicht jede Hypothese zur Theorie. Es gab solche, die drei Jahrhunderte hindurch nicht bewiesen werden konnten.

Selbst eine wiederlegte Hypothese ist nützlich, denn um etwas zu negieren, muss man viele positive Kenntnisse sammeln.

Die bekannte Hypothese von Sendboten aus dem Kosmos, davon, dass die Erde sich in der Sphäre intergalaktischer bzw. interplanetarischer Kontakte befindet, hat Chancen, mit der Zeit Theorie zu werden. Darüber kann man freilich bisher nur nach Legenden und Ausgrabungen urteilen und zunächst mag das unglaubwürdig erscheinen. Nil posse crean de nihilo: Nichts kann aus dem nichts entstehen. Diese alte Weisheit stimmt. Der chinesische Gelehrte Juan Ke schreibt: „Viele sind der Ansicht, dass Mythen eine Ausgeburt der Phantasie sind und mit der Wirklichkeit nicht gemein haben. Das ist ein schwerer Irrtum.“ Den gleichen Gedanken äußerte Maxim Gorki: „Überhaupt gibt es nichts Märchenhaftes auf der Welt. Alles, was wundersam zu sein scheint, hat in Wirklichkeit eine ganz bestimmte reale Grundlage. Es gibt nichts, was der Mensch erfunden hätte und was in der Wirklichkeit nicht begründet wäre.“

Es hat keinen Sinn, vor dem Rätsel des Mythos fassungslos dazustehen. Die Wissenschaft entwickelt sich und erhält immer mehr Möglichkeiten, uralte Geheimnisse zu enträtseln.

Da in den letzten Jahren der Mensch immer tiefer in den Weltraum vorstößt, wird die Hypothese von den Sendboten aus dem Kosmos immer beweiskräftiger. Mag sein, dass mit der Zeit diese Vermutungen widerlegt werden, es ist aber, um mit dem russischen Chemiker Mendelejew zu sprechen, „besser, sich an eine Hypothese zu halten, die vielleicht mit der Zeit berichtigt wird, als an gar keine“.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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