^

Search Results for: Gibraltar

Spuren der letzten Neandertaler? Forscher entdecken in Gibraltar eine seit 40.000 Jahren verschlossene Höhle (+ Videos)

Teilen:
Spuren der letzten Neandertaler? Forscher entdecken in Gibraltar eine seit 40.000 Jahren verschlossene Höhle (Bild: cadenaser.com)
Spuren der letzten Neandertaler? Forscher entdecken in Gibraltar eine seit 40.000 Jahren verschlossene Höhle (Bild: cadenaser.com)

Unser Verwandter der Neandertaler ist heute von der Erde verschwunden. Als eine der letzten Lebensräume gilt dabei Gibraltar im Süden der iberischen Halbinsel. Dort haben Archäologen immer wieder Spuren dieser „Eiszeit-Menschen“ in Höhlen entdeckt. Doch vielleicht liegt dort noch weit mehr. Denn wie Archäologen aus Gibraltar jetzt bekannt gaben, entdeckten sie dort eine seit 40.000 Jahren versiegelte Höhle.


Auf den Spuren der Neandertaler

Vor einigen zehntausend Jahren lebte unsere Spezies in Europa zusammen mit unseren Vettern, den Neandertalern. Heute sind unsere Verwandten verschwunden, obwohl sie über sehr lange Zeiträume hinweg vor allem in Europa den widrigsten Umweltbedienungen trotzen. Es war die Epoche der letzten Eiszeit, in der sich der Neandertaler hier erfolgreich behauptete. Warum genau er ausstarb, ist bis heute ein Rätsel, das zu vielen Spekulationen führte.

Als sicher gilt, dass sich der Neandertaler in Europa mehr und mehr zurück zog. Als einer der letzten Orte, an denen diese Spezies überlebte, gilt dabei Südspanien und vor allem Gibraltar. Hier fanden Archäologen in der Vergangenheit immer wieder Spuren unserer Cousins. Eine letzte Zufluchtstätte der Neandertaler, so die vielfachen Deutungen dieser Funde.

Dort liegt ein Höhlensystem, das aus vier verschiedenen Komplexen besteht, in denen Archäologen seit Jahren nach den Spuren der Neandertaler suchen. Heute zählen diese zum Weltkulturerbe der UNESCO. Eine der dortigen Höhlen ist der „Gorham-Komplex“ am Governers Beach im Südosten von Gibraltar, die erst im Jahre 1907 entdeckt wurde. Seit 2012 graben auch dort Archäologen des Gibraltar National Museums im Zuge eines ganz besonderen Forschungsprojektes.

Sie wollen ermitteln, ob es in dem verzweigten Höhlensystem noch weitere Kammer, Gänge und Durchgänge gibt, die bisher unentdeckt blieben. Jetzt wurden sie fündig, wie unter anderem spanische Medien berichten.

Unentdeckte Relikte der Neandertaler?

Demnach konzentrieren sich die Forscher darauf, ob es in dem System Höhlen gibt, die durch später eingedrungene Sedimente und Geröll verschlossen wurden. Fast zehn Jahre dauern diese Arbeiten bisher. Jetzt wurde bekanntgegeben, dass sie im hinteren Teil der sogenannten „Vanguard-Höhle“ fündig wurden. Hier entdeckten die Archäologen bei ersten Untersuchungen eine 13 Meter große Kammer, die seit 40.000 Jahren verschlossen ist.

Erste Funde stammen von verschiedenen Tieren wie Hyänen oder Luchse. Besonders spannend waren entdeckte Muscheln bzw. Meeresschnecken, die nach Meinung der Wissenschaftler nur von Menschen oder eben eiszeitlichen Neandertalern in die Höhle gebracht worden sein können. Das Meer liegt heute zwar in der Nähe der Höhle, aber reicht längst nicht an sie heran. Auch lag der Strand vor 40.000 Jahren wesentlich weiter entfernt, als es heute der Fall ist.

John Cortes, Zoologe und Minister in Gibraltar, zu den Funden:

Dies sind aufregende Funde, die ein neues Kapitel in unserer reichen Geschichte aufschlagen. Da ich die Vanguard-Höhle gut kenne, habe ich mich oft gefragt, was sich hinter dem Sand verstecken könnte, und jetzt beginnen wir, einen ersten Blick darauf zu werfen. Die Arbeit in dieser Kammer wird mit der Aussicht auf spannende Funde fortgesetzt, die seit mehr als 40.000 Jahren versiegelt sind.

Bisher haben die Forscher des National-Museums von Gibraltar keine Spuren oder Artefakte von Neandertalern entdeckt. Was aber wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit ist, da die Grabungen erst am Anfang stehen. Außerdem wurden in den umliegenden Höhlen im Laufe der Jahre zahllose Artefakte und Spuren der Neandertaler entdeckt. Werkzeuge, Feuerstellen und Knochen.In der neu entdeckte Kammer mag noch so manche Überraschung auf ihre Entdeckung warten.

Und dass Neandertaler für solche immer gut sind, beweist die älteste Kultstätte der Menschheit in Form eines Steinkreies inmitten einer tiefen, dunklen Höhle. Erbaut von unseren Vettern vor rund 175.000 Jahren – mehr dazu im 2. Video unten.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 12. März 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Video vom 2. März 2021 auf Mystery Files

Bitte auf das „Play-Symbol“ klicken.
Mehr Videos zur Grenzwissenschaft HIER

Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema bei amazon.de:

Werde auch DU Fan Mystery Files!

Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++

Tagged , , , <

10 (erstaunliche) Dinge, die man wissen muss – über: Atlantis +++ Start der neuen Blog-Serie +++

Teilen:
Blog-Serie: "10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss - über Atlantis" (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Blog-Serie: „10 (erstaunliche) Dinge die man wissen muss – über Atlantis“ (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

„10 (erstaunliche) Dinge, die man über wissen muss“, so der Titel dieser neuen Blog-Serie auf Grenzwissenschaft und Mystery Files für Euch. In Zukunft werdet Ihr in unregelmäßigen Abständen auf Fischinger-blog.de diese „10 Dinge-Reihe“ zu den unterschiedlichsten Themen aus der Mystery-Welt und darüber hinaus finden. Kurzweilige und zusammenfassende Postings zum jeweiligen Thema, die sich an Laien und Neueinsteiger dieser Gebiete ebenso richten, wie an die Experten und Kenner. Auf eine Bewertung der individuellen „10 Dinge, die man wissen muss“, wird im jeweiligen Teil der Blog-Reihe ausdrücklich verzichtet.

Hier also „10 (erstaunliche) Dinge, die man über Atlantis wissen muss“!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

10 (erstaunliche) Dinge, die man über Atlantis wissen muss

Wissen zum Angeben, Mitreden, Auffrischen und Nachdenken!

1.:

Platon, ein Griechischer Philosoph, schrieb um das Jahr 360 vor Christus erstmals die Geschichte des versunkenen Reich Atlantis auf. Aber sie soll aber in Wahrheit aus Ägypten stammen.

Dort habe sie einige Jahrhunderte vor Platon der athenische Staatsmann und Lyriker Solon (ca. 640 v. Chr. – 560 v. Chr.) in der Stadt Sais von einem Priester erfahren. Dieser Priester der Göttin Neith, eine Muttergöttin und auch Schöpferin, habe die Atlantis-Geschichte aus „heiligen Texten“ vorgelesen. Schriften, die bisher in Ägypten nie gefunden wurden.

2.:

Im „Kritias“ schreibt Platon, dass in der Mitte der Insel Atlantis eine riesige Ebene gelegene habe. Diese sei 3.000 mal 2.000 „Stadien“ groß gewesen, was 540 mal 360 Kilometer betragen würde, da ein „Station“ bei den Griechen 180 Meter sind. Wären jedoch ägyptische „Stadien“ gemeint (= rund 211 Meter), wäre die Atlantis-Ebene sage und schreibe 633 mal 422 Kilometer groß gewesen.

Dort lag auch die Hauptstadt, die von ringförmigen Kanälen umgeben war, die bis zum Meer führten.

3.:

Nach den Schriften von Platon sei Atlantis etwa 9.600 vor Christus binnen 24 Stunden versunken. Eine Datierung, die bis heute für Streitigkeiten unter den Atlantis-Forschern sorgt, da Platon weiter schreibt, dass die Bewohner von Atlantis Krieg mit Athen führten: Athen und andere Städte Griechenland gab es vor rund 11.600 Jahren noch sehr lange nicht.

4.:

Fast alle Historiker sehen den Mythos von Atlantis als Erfindung Platons an. Eine solche Zivilisation habe es nach deren Meinung nie gegeben. Aber: Platon hat alle seine erfundenen Schriften immer ausdrücklich als „Mythos“ und damit erdacht ausgegeben. In den Atlantis-Schriften betont er hingegen immer wieder, dass diese Ereignisse „logos alēthēs“ (= „ein wahrer Bericht“) seien.
VIDEO: Liegt im Meer vor den Azoren eine Pyramide unter Wasser? Atlantis im Atlantik, die Pyramide auf dem Meeresgrund und andere Mysterien … (Bild: Google Earth / Fischinger-Online / gemeinfrei)
VIDEO: Liegt im Meer vor den Azoren eine Pyramide unter Wasser? (Bild: Google Earth / Fischinger-Online / gemeinfrei)

5.:

Nach der Entdeckung Amerikas bzw. der versunkenen Kultur der Maya in Mexiko kamen Ideen auf, dass diese Nachfahren der Atlanter waren. Überlebende, die sich nach Mittelamerika retten konnten, und so den dortigen „Primitiven“ die Kultur brachten. Tatsächlich aber fand diese Idee erst 1882 durch das Buch eines US-Kongressabgeordneten weltweite Beachtung.

Der 1901 verstorbene Ignatius Loyola Donnelly war es, der in seinem Bestseller „Atlantis, the Antediluvian World“ diese Thesen aufstellte. Atlantis sei versunken, die Azoren seien der Rest davon und weltweit haben die Flüchtlinge von Atlantis andere Völker „befruchtet“. Bis heute werden die Kernaussagen von Donnelly in der Atlantis-Forschung diskutiert.

6.:

Als einer der großen Mythen der Menschheit haben sich inzwischen zahllose Privatforscher und Autoren auf die Suche nach Atlantis gemacht. So existieren bis heute bereits über 100 Hypothesen, wo es einst gelegen haben soll oder könnte.

Diese Lokalisierungs-Hypothesen reichen von der Antarktis über Nigeria bis zum Nordpol. Und von Indonesien über Spanien und den Atlantischen Ozean bis Chile in Südamerika. Die meisten Menschen suchen die untergegangene Welt allerdings in Europa, dem Mittelmeerraum und im Atlantik.

Werde Fan von Grenzwissenschaft und Mystery Files auf Facebook+++ Blog-Newsletter HIER abonnieren +++Grenzwissenschaft und Mystery Files auf YouTube

7.:

Es gibt bis heute Menschen, die behaupten sie stammen selber ursprünglich aus Atlantis. Ebenso solche, die angeben, dass sie Kontakt mit Atlantern haben. Solche angeblichen „Kontakte“ finden entweder über die „geistige Ebene“ statt oder aber ganz real und physisch, da die überlebenden Atlanter heute im Inneren der Erde wohnen sollen.

Einige halten sie auch für Außerirdische – und Atlantis sei eine irdische Kolonie dieser Aliens gewesen. Das sind moderne Formen der Esoterik und des Okkultismus, da bereits im 19. Jahrhundert Menschen von ähnlichen „Kontakten“ erzählten.

8.:

In dieser Zeit kam auch die antisemitische und rassistische „Völkische Bewegung“ auf. Im Zuge dieser Lehren von den „Übermenschen“ und Ariern wurde auch Atlantis vereinnahmt und als Urheimat der „arisch-germanischen Rasse“ angesehen.

So kam es auch, dass der Okkultismus-gläubige Heinrich Himmler in seiner Funktion als SS-Reichsführer 1938 und 1939 im Gebiet der Insel Helgoland nach Beweisen für Atlantis suchen ließ. Diese deutsche Insel (aber auch die Insel Sylt) galt als ein Rest des versunkenen Reiches der „Ur-Arier“ in Nordeuropa.

VIDEO: Haben James Cameron und ein TV-Team von National Geographic Atlantis entdeckt? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Haben James Cameron und ein TV-Team von National Geographic Atlantis entdeckt? (Bild: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

9.:

Der deutsche Autor Johannes von Buttlar vermutete (wie andere auch), dass Atlantis und das Paradies bzw. der Garten Eden der Bibel in Zusammenhang stehen. Von Buttlar lokalisierte diese Welt auf einen anderen Planeten zwischen Mars und Jupiter. Heute existiert dieser nicht mehr und der dortige Asteroidengürtel seien die Reste dieses Atlantis-Paradieses.

Walter Cloos, ebenfalls ein deutscher Autor, siedelte diese versunkene Welt auf einen inzwischen nicht mehr vorhandenen Mond der Erde an. Der Autor Dieter Bremer aus Deutschland wiederum sieht in Atlantis eine Raumstation von frühen Außerirdischen, die auf die Erde stürzte.

10.:

Atlantis wird in Popkultur und Hollywood gerne als eine versunkene Stadt dargestellt, was aber nicht den Texten des Platons entspricht. Im „Kritias“ schreibt dieser, dass Atlantis größer als Asien und Libyen zusammen gewesen sein soll. Vor rund 2.400 Jahren galt Vorderasien, soweit man es kannte, als „Asien“ und ganz Nordafrika mit Ausnahme von Ägypten als „Libyen“.

Trotz dieser kleinen Abstriche wäre das Reich „vor den Säulen des Herkales“ (Meerenge von Gibraltar = Atlantik) damit riesig gewesen. Da eine so gewaltige Insel im Atlantik, wo sie laut Platon lag, kaum Platz hat, vermuten einige, dass hier Kolonialgebiete mitberechnet wurden.

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

Interessantes zum Thema „Atlantis“ und „versunkene Welten“ bei amazon.de:

Tagged , , , , , , , , , , , , , <