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Überreste einer seltsamen Kreatur in Russland angespült: Wal-Baby, Ganges-Delfin, eiszeitliches Seemonster oder sogar ein Mammut?

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Wurde ein "Seemonster" in Russland angespült? (Bild: SakhalinMedia / The Siberian Times)
Wurde ein “Seemonster” in Russland angespült? (Bild: SakhalinMedia / The Siberian Times)

Der Pazifik hat an den Stand der russischen Insel Sakhalin nördlich von Japan die Überreste einer scheinbar sonderbaren Kreatur angeschwemmt. Der stark entstellte Kadaver mit Fell gibt derzeit den dortigen Bewohnern Rätsel auf. Während einige ihn für einen Baby-Wal halten, denken andere sogar an die Reste eines Mammut.

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seemonster, oder solche, die es sein sollen, werden immer wieder an die Stände in aller Welt gespült. Oftmals sind die Kadaver stark verwehst und auch von Meeresräubern angefressen, so dass auf den ersten Blick die Spezies nicht mehr erkannt werden kann. So jüngst auch ganz im Osten von Russland.

Am Strand der Insel Sakhalin spülten die Wellen einen rund vier Meter langen Kadaver an, der scheinbar einen Schnabel und sogar Fell hat. Russische Medien berichteten, dass erste Gerüchte von einem Delfin aus dem Fluss Ganges in Indien sprachen. Dagegen spricht jedoch, dass der Kadaver Fell habe und Ganges-Delfine nicht im salzigen Ozean überlebten können.

Nikolai Kim, der stellvertretende Leiter des Fischerei- und Ozeonographie-Instituts auf der Insel Sachalin, ist ebenso verwundert. Kim vermutet, dass es vielleicht ein Schwarzwal-Baby sein könne. Diese hätten tatsächlich nach der Geburt Fell, was aber im Laufe ihres Wachstums wieder verschwinden würde:

Wir haben alle Versionen untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass die am Strand gefundenen Überreste zu einem Baby-Wal gehören.

Der Meeresbiologe Professor David Smith (Essex University, Großbritannien) glaubt auch nicht an einen Delfin. Jedoch spekulierte er laut der “Daily Mail” vom 30. Juni 2015, das der Kadaver ein „urgeschichtliches Exemplar ist, das im Permafrost eingefroren war“. Professor Alex Rogers von der britischen Oxford University sieht das recht ähnlich. Sogar von einem “verfaulten Mammut” wird spekuliert

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+++YouTube-Video+++ Vortrag von Lars A. Fischinger: “Objekt M” – Ein UFO aus der Eiszeit? Plus neues zum Aluminium-Objekt von Aiud (2012)

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VORTRAG von Lars A. Fischinger 2012: "Objekt M" - Ein UFO aus der Eiszeit? Und: Neues zum Aluminium-Fund von Aiud. (Bild: M. L. Sievers / Montage: L. A. Fischinger)
VORTRAG von Lars A. Fischinger 2012: “Objekt M” – Ein UFO aus der Eiszeit? Und: Neues zum Aluminium-Fund von Aiud. (Bild: M. L. Sievers / Montage: L. A. Fischinger)

Was liegt im Erdreich von Tallinn in Estland? Ist der “Objekt M” genannte Fund tatsächlich ein “UFO aus der Eiszeit” oder doch nur Metallmüll der ehemaligen UdSSR? Und was ist von den Gerüchten zu halten, dass sich in Estland eine unterirdische UFO-Basis befinden soll? Das mysteriöse Thema des “Tallinn-UFO” ist unlängst sehr verschwommen, wie in diesem Vortrag vom Oktober 2012 in Dresden dargelegt, der nun auf meinem YouTube-Kanal der Rätsel der Menschheit online ist.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Im Rahmen des Meetings der A.A.S. (“Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI”) im Oktober 2012 hielt ich einen Vortrag, in dem ich von meinen Recherchen zum Thema “Objekt M” von Estland berichte.

Bis heute ist es offen, was dort in der Erde der Hauptstadt von Estland liegt – und leider sind alle weiteren Recherche-Bemühungen in Estland und Russland (u.a.) aufgrund der dortigen Untätigkeit bisher ergebnislos geblieben. (Nachtrag 12. November 2016: mehr aktuell hier)

Mehr zum angeblich über 10.000 Jahre alten UFO in diesem Vortrag des A.A.S.-Treffen 2012. Ebenso wird darin das Thema “Objekt von Aiud” angesprochen.

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Das "Extraterrestrische Objekt" aus der Eiszeit: Neues vom Aluminium-Objekt von Aiud

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Es gibt Neuigkeiten: Meine Leser kennen das Rätsel des “Aluminium-Objektes von Aiud”, Rumänien, sicher schon aus meinen Büchern “Historia Mystica” (2009) und “Verbotene Geschichte” (2010) oder sogar früheren Veröffentlichungen von mir. Erstmalig berichtete ich bereits 1996 in meinem ersten Buch “Göttliche Zeiten” darüber. In dem Magazin “Sagenhafte Zeiten” der A.A.S. habe ich Ende 2009 ebenso den Stand der Dinge zum Thema “Aiud-Fund” zusammengefasst und diese auch in der Schweiz beim Meeting der A.A.S. 2010 in einem Vortrag dargelegt. Seitdem bereitete mir diese Geschichte immer mehr Kopfzerbrechen. Und ich versprach bei meinem Vortrag vor zwei Jahren im “Jungfrauen Park” in Interlaken auch, mich weiter um die Recherchen zu kümmern. 

von Lars A. Fischinger

Dies ist mir nun endlich gelungen. Ich werde, wie ich es in einem Video auf meinem “Youtube”-Channel “Rätsel & Mysterien der Welt” bereits kürzlich erwähnte, in Deutschland neu analysieren lassen. Der Labortermin steht und ich werde auch auf dem Meeting der A.A.S. am 27. Oktober 2012 in Dresden gerne dazu was sagen. Ich gebe dort gerne Auskunft, da bis dahin die Ergebnisse der neuen Analyse vorliegen sollen.

Es bleibt immer mal wieder spannend in der Grenzwissenschaft…

Übrigens: Wenn Ihr bei Wikipedia in den Hintergrunddiskussionen zu diesen Fund gelesen habt – vergesst bitte einige der dortigen Aussagen. Auch wenn ich “Haus & Hof” eines anonymen User dort eigentlich lange gewonnen habe…

Die Ergebnisse der bisherigen Recherchen findet Ihr umfassend hier:


Links:

Zum Thema:


“Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.”
(Walter-Jörg Langbein, 1993)

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Artikel: "Objekt M" – ein UFO aus der Eiszeit?

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Wenn es vor Jahrtausenden, lange vor der offiziellen Geschichtsschreibung der kulturellen Entwicklung der Menschheit, schon Zivilisationen gab, wo sind ihre Spuren?
Eine gute Frage – vielleicht in Estland? Eine sonderbare Geschichte, der ich bereits vor einigen Jahren auf die Spur gekommen bin …
Ein gut dokumentierter Bericht über einen mehr als rätselhaften Fund ist ebenso erstaunlich wie undurchschaubar. Es scheint, dass vor Jahren im Norden Europas etwas in der Erde gefunden wurde, das nicht nur die Form eines „UFOs“ hatte, offensichtlich künstlich aus Metall geschaffen wurde, sondern noch dazu aus der Eiszeit stammt.
Eine Kultur, die dieses Objekt geschaffen haben könnte, ist bis heute unbekannt. Oder kam die Kultur gar nicht von der Erde?
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Schreiben sensationelle Funde in Mexiko die Geschichte um: Wurde Amerika bis zu 17.000 Jahre früher besiedelt? +++ Video +++

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VIDEO: Sensationelle Funde in Mexiko: Wurde Amerika bis zu 17.000 Jahre früher besiedelt?
VIDEO: Sensationelle Funde in Mexiko: Wurde Amerika bis zu 17.000 Jahre früher besiedelt? (Bilder: Nature/C. F. Ardelean / Montage: Fischinger-Online)

Als die Europäer vor 1.000 Jahren (Wikinger) und 1492 (Christoph Kolumbus) Amerika entdeckten, waren sie dort nicht allein. Der gesamte Doppelkontinent war bereits besiedelt und überall trafen die Eroberer auf unterschiedliche Kulturen. Doch woher kamen diese Menschen und wann betraten deren Ahnen erstmals Amerika? Hier setzte sich die Vorstellung fest, dass die ersten Menschen während der letzten Eiszeit aus Sibirien über die Beringstraße und Alaska einwanderten. Irgendwann vor 13.000 oder vielleicht sogar 18.000 Jahren. Jüngst veröffentlichte Untersuchungen werfen diese Thesen über den Haufen. Demnach könnten schon vor 33.000 Jahren die ersten Menschen Amerika erreicht haben. Dafür sollen archäologische Funde sprechen, die in Mexiko ausgegraben wurde. Muss die Geschichte vollkommen neu geschrieben werden?


Amerika schon vor 33.000 Jahren besiedelt?

Wann betraten Menschen zum ersten Mal amerikanischen Boden? Wann wurde Amerika wie besiedelt?

Scheinbar einfache Fragen, die aber seit Jahrzehnten für hitzige Kontroversen und Diskussionen sorgen. Nachdem in den USA die sogenannten Clovis-Kultur 1937 entdeckt wurde, war für viele Archäologen klar: Clovis waren vor rund 13.000 Jahren die ersten Amerikaner. Eingewandert in der Eiszeit über die trockene Beringstraße, die heute Alaska von Russland bzw. Sibirien (Asien) trennt. Von dort zogen sie durch das heutige Kanada, die USA, Mittelamerika immer weiter in den Süden. Bis sie letztlich ganz im Süden von Südamerika Feuerland erreichten.

Nach weiteren Funden wurde deutlich, so ganz stimmen die Datierungen nicht. Beispielsweise durch Funde menschlicher Spuren in Südamerika, die an die 18.000 Jahre alt sind. Und vielleicht kamen die ersten Amerikaner sogar über den Seeweg. Oder es gab verschiedene Wellen von Siedlern …

Jetzt jedoch sorgen zwei in “Nature” veröffentlichte Studien für Aufsehen unter den Experten. Sie verlegen die Besiedlung Amerikas weit in die Vergangenheit.

Demnach wurden im Hochland von Mexiko in einer Höhle Spuren – Steinwerkzeuge – ausgegraben, die zum Teil bis auf ein Alter von über 33.000 Jahren datiert wurden!

Tausende dieser Hinterlassenschaften brachten die Archäologen ans Licht. Für sie ein Beleg, dass hier bereits rund 17.000 Jahre vor der Colvis-Kultur von Nordamerika Menschen lebten.
Eine schon jetzt umstrittene Studie, da sie direkt nach der Veröffentlichung erste Kritiker auf den Plan rief. Alles sei falsch gedeutet worden, so einige Stimmen!

Alle Details zu dieser spannenden Untersuchung und Ausgrabung erfahrt Ihr in diesem Video auf YouTube.

Bleibt neugierig …

Video vom 23. Juli 2020 auf Fischinger-Online

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Neandertaler: Ein Supercomputer hat jetzt ihr Aussterben simuliert – Hauptschuld an ihrem Verschwinden trägt wohl der Homo sapiens

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Der rätselhafte Neandertaler: Ein Supercomputer hat jetzt ihr Aussterben simuliert - Hauptschuld an ihrem Verschwinden trägt wohl der Homo sapiens (Bilder: A. Timmermann & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Der rätselhafte Neandertaler: Ein Supercomputer hat jetzt ihr Aussterben simuliert – Hauptschuld an ihrem Verschwinden trägt wohl der Homo sapiens (Bilder: A. Timmermann & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Warum starb vor rund 40.000 Jahren der Neandertaler so plötzlich aus? Was waren die genaue Ursachen, dass unser Vetter von der Erde verschwand, nachdem er hunderttausende Jahre allen Widrigkeiten trotzen konnte? Darüber zerbrechen sich Anthropologen seit Jahrzehnte den Kopf. Die Ankunft des modernen Menschen (Homo sapiens) in Eurasien und damit in die Gebiete des Neandertalers steht hier als Ursache schon lange in Verdacht. Diese Vermutung scheinen jetzt Simulationen mit dem Supercomputer “Aleph” zu untermauern, wie Wissenschaftler bekannt gaben. Eine umfangreiche Untersuchung, die aber weiterhin fragen offen lässt, wie Ihr hier erfahrt.


Der rätselhafte Neandertaler

Heute lebt auf diesem Planeten nur eine „Spezies Mensch“: Der Homo sapiens, wir „modernen Menschen“. Sieht man einmal von den Überlegungen aus der Kryptozoologie ab, dass es sich bei „Affenmenschen“ wie Yeti oder Bigfoot um bisher unentdeckte Vetter von und Menschen handelt.

Wir waren aber nicht immer allein auf der Erde. Zahlreiche Menschenarten und „Urmenschen“ lebten bereits auf unserer Welt. Ausgestorbene Cousins und Brüder, von denen zweifellos der Neandertaler die berühmteste Spezies ist.

Diese Verwandte starben erst vor wenigen zehntausend Jahren aus, als der moderne Mensch sich bereits aufmachte, die Welt zu besiedeln. So traf Neandertaler und moderner Mensch an vielen Orten in Europa und dem Nahen Osten auch aufeinander. Sie lebten fortan in einer Koexistenz, nachdem zehntausende von Jahren der Neandertaler diese Gebiet zuvor für sich allein hatte.

Dann verschwand unser Vetter aus der Geschichte. Seine Spezies starb vor rund 40.000 Jahren aus, nachdem er mindestens 300.000 Jahre lang in Europa, Asien und dem Nahen Osten lebte. Warum ist bis heute ein Rätsel der Geschichte, über das seit vielen Jahren diskutiert wird.

Während der Neandertaler in Eurasien den widrigsten klimatischen Bedingungen wie Eiszeiten trotzen konnte, verlief sein Untergang relativ schnell. Ein einschneidendes Ereignis muss deren Ende eingeläutet haben, darin sind sich die Forscher sicher. Vor allem wird hier die Ankunft des modernen Menschen in Europa und anderen Gebieten angeführt, die damit das Ende der Neandertaler einläuteten. Ob durch Vertreibung, Urzeit-Kriege, eingeschleppte Krankheiten, Kampf um die Ressourcen oder andere Faktoren, ist ungewiss.

Ausgerottet durch den modernen Menschen

Sicher hingegen ist, dass auch der heutige Mensch noch Neandertaler-Gene in sich trägt. Es kam also auch zu Vermischungen der Populationen, die zum Beispiel in Europa sehr gut nachzuweisen sind. Doch auch das kann nicht das endgültige Ende der Neandertaler verursacht haben. Auch ein Klimawandel kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Schließlich habe unser Verwandter in den hunderttausenden Jahren zuvor weitaus dramatischere Klimawandel mühelos überlebt. Er passte sich an und sicherte so das Überleben seiner Spezies.

Als gesichert gilt jedoch, dass ein Wandel des Klimas, die Ankunft des Homo sapiens in Eurasien und das Ende der Neandertaler zeitlich zu dicht beieinander lagen, als dass dies nur Zufall sein kann. Dieser relativ zügige Zusammenbruch der weit verstreuten Neandertaler-Populationen ist eines der großen Mysterien der Anthropologie. Es muss, so ist sich die Wissenschaft einig, einen Hauptauslöser gegeben haben.

Obwohl der moderne Mensch als dieser Hauptfaktor für den Untergang angesehen wird, fehlt dafür weiterhin der Beweis. Siedlungs- und Wanderungsbewegungen der beiden Menschenarten, Klimaänderungen, vorhandenen Nahrungsgrundlagen, Temperaturschwankungen, die Vermischung beider Arten und andere Parameter müssen hier berücksichtigt werden. Darauf ergibt sich ein überaus komplexes Modell einer Zeit vor ca. 40.000 Jahren.

Axel Timmermann, der Direktor des „IBS Center for Climate Physics“ an der Pusan National Universität in Südkorea hat nun erstmals genau ein solches Modell vorlegt. Mit Hilfe des Supercomputers „Aleph“.

Timmermann fütterte den Supercomputer dazu mit zehntausenden Zeilen EDV-Code und ließ das Superhirn so eine Simulation berechnen. Gletscherbewegungen der Eiszeit, Kreuzungen der Spezies, Vegetation, Temperatur, genetische Daten und archäologische Funde wurden dazu herangezogen. Im Ergebnis zeigte sich, dass der Homo sapiens am Aussterben der Neandertaler die Hauptschuld trägt. Timmermann:

Die neuen Simulationen im Computermodell zeigen deutlich, dass dieses Ereignis die erste größere Ausrottung war, die durch unsere eigene Spezies verursacht wurde“.

Neandertaler vs. Homo sapiens

Dennoch seien Details weiter unklar, wie der Forscher betont. Zum Beispiel, ob der Homo sapiens im Vergleich einfach besser jagen konnte, ein stärkeres Immunsystem hatte oder vielleicht sogar einfach nur fruchtbarer als der Neandertaler war. Auch wollen Timmermann und sein Team nach dieser ersten Simulation weitere Untersuchungen dieser Art durchführen, die zusätzliche Faktoren berücksichtigen sollen. Etwa detaillierte Klimamodelle und die sogenannte Megafaune der damaligen Zeit.

Doch an ein zufälliges Aussterben unserer Verwandten glaubt der Wissenschaftler nicht:

Dies ist das erste Mal, dass wir die Hauptfaktoren quantifizieren können, die zum Aussterben der Neandertaler führten. Im Computermodell kann ich verschiedene Prozesse an- und ausschalten, zum Beispiel abrupte Klimaveränderungen, Kreuzungen oder Konkurrenz.

Die Neandertaler lebten in den letzten 300.000 Jahren in Eurasien und erlebten und passten sich an abrupte Klimaveränderungen an, die noch dramatischer waren als die, die während der Zeit des Verschwindens der Neandertaler auftraten. Es ist kein Zufall, dass die Neandertaler genau zu der Zeit verschwanden, als der Homo sapiens begann, sich in Europa auszubreiten.

Die neuen Simulationen im Computermodell zeigen deutlich, dass dieses Ereignis die erste größere Ausrottung war, die durch unsere eigene Spezies verursacht wurde.“

Eine lang gehegte Vermutung wurde hier durch den Supercomputer „Aleph“ mathematisch untermauert. Die Studien von Axel Timmermann und seinen Kollegen bestätigen damit in der Theorie zweifellos nur das, was seit Jahrzehnten angenommen wurde. Sie belegen diese allerdings nicht.

Fraglich auch, ob die angekündigten weiteren Simulationen mit zusätzlichen Parametern diese Beweise liefern können. Immerhin können wir keine Neandertaler mehr fragen, was und wie damals wirklich geschah.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Fakten und Wahrheiten in der Archäologie: Alles eine Frage der Interpretation

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Archäologie und Wahrheit: Alles eine Frage der Interpretation (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Archäologie und Wahrheit: Alles eine Frage der Interpretation (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Emsige Archäologen graben seit Jahrhunderten in aller Welt nach den Spuren der Vergangenheit. Zahllose Funde, Artefakte, Ausgrabungen, Monumente und andere Zeugnisse der Geschichte zeigen uns das Bild unserer eigenen Geschichte. Rekonstruiert aus unzähligen Mosaiksteinchen, die unsere Vorfahren zum Teil vor zehntausenden von Jahren hinterlassen haben. Aber wie “wahr” oder “falsch” ist dieses Bild, dass die Wissenschaftler daraus rekonstruieren und ableiten? Oder ist nicht vielmehr unsere Sicht auf die Vorzeit eine Summe von Interpretationen und Deutungen der Archäologen? Zum Teil ja, sagt eine Archäologin in einer Veröffentlichung. Denn die Forschung steht nicht still!


Archäologie und Wahrheit

Was „die Wissenschaft“ sagt, ist für viele Menschen Gesetzt. „Wissenschaftliche Erkenntnisse“ sind quasi in Stein gemeißelt und damit beweisen oder sogar unfehlbar. Archäologie gehört dazu.

Tatsächlich ist das auch in sehr vielen Fällen so. Wissenschaft, vor allem auch die Naturwissenschaften, haben in Jahrhunderten vieles geleistet. Rund um die Welt haben emsige Forscher in Versuchen, Experimenten oder durch Beobachtungen wissenschaftliche Fakten und Zusammenhänge belegt, die jeden Bereich der Realität einschließen. Von Chemie bis Biologie.

Anders sieht es bei den Interpretationswissenschaften aus, wie ich sie gerne nenne. Vor allem in der Psychologie, die keine empirische Wissenschaft ist, sondern vor allem von Deutungen lebt. Noch deutlicher ist dies bei den Geisteswissenschaften, also der Theologie. Einfach formuliert haben Jahrtausende theologischer Forschung noch immer nicht Gott oder ein Leben nach dem Tod wissenschaftlich bewiesen.

Doch auch die Archäologie lebt von Interpretationen der Vergangenheit. Von der Deutung von Fundstücken, archäologischen Orten und Stätten oder ganzen Ausgrabungen. Und je weiter sich die emsigen Archäologen in die Vergangenheit begeben, umso schwieriger werden diesen Interpretationen. Fehlen dann auch noch schriftliche Quellen und Belege, etwa bei Funden der Steinzeit oder Ausgrabungen bei Völkern ohne Schriftsprache, kommt die Phantasie der Archäologen ins Spiel.

Sie versuchen Fundstücke, Artefakte, Ausgrabungen, Bestattungen, Bauwerke aller Art oder auch einzigartige Objekte der Vergangenheit irgendwie sinnvoll zu erklären. Hinzugezogen wird dabei der sogenannte Fundkontext. Also wie genau, wo und in welcher Position wurde dieses oder jenes Entdeckung aus ausgegraben. Vergleiche mit ähnlichen Funden oder Bauwerken werden gezogen und erleichtern so die Arbeit der Wissenschaftler.

Trotzdem wissen sie sehr oft nicht, was unsere Ahnen damit sagen wollten oder wofür ein Fundstück in Wahrheit diente. Oder wie ein Bauwerk wie ein Haus oder Tempel in der Vergangenheit wirklich einmal ausgesehen hat.

Fakt und Fiktion

Ist ein figürliches Artefakt jetzt ein Gott, ein Spielzeug für Kinder, ein verstorbener Vorfahr, ein “Kutobjekt” oder ein “magisches Symbol”? Oder ist es etwas ganz anderes? Wurde eine in Elfenbein geschnitzte Tierfigur in der Eiszeit in Süddeutschland für “magische Zwecke” und für “Kulthandlungen” angefertigt – oder hat der kKünstler damit nur  seiner Angebeteten eine Freude machen wollen?

Erschwerend bei der suche nach dem Verständnis kommt natürlich auch hinzu, dass immer neue Funde gemacht werden. Die Forschung steht nicht still, sondern sie ist mehr so etwas wie ein lebender Organismus, der sich verändert, wächst und hin und wieder auch Teile abstößt oder ergänzt. Wäre das nicht so, gäbe es schließlich auch keine Archäologie oder Wissenschaften als Ganzes mehr.

Schon der Laie wird sich aber bei den unzähligen TV-Dokumentationen über Archäologie und Spuren der Vorzeit oft die Frage gestellt haben: Woher wissen die Wissenschaftler das alles? Ganz einfach: Sie denken sich das teilweise einfach aus, sie erfinden es. Oder, um es freundlicher auszudrücken, die interpretierten die vor- und aufgefundene Faktenlage so.

Genau zu diesem Umstand erschien jetzt der bemerkenswerte Artikel „Archäologische Wahrheiten: Fakt und Interpretation“ der Archäologin Geesche Wilts. Eine junge Archäologin für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie von der Universität Hamburg, die auch den Archäologie-Blog „Miss Jones“ betreibt.

In ihrem Artikel führt sie einige bemerkenswerte Beispiele dafür an, wo Forscher mehr als interpretieren als wissen. Vor allem die „Himmelsscheibe von Nebra“ nennt sie hier mit Blick auf eine entsprechen TV-Doku mit entsprechenden Spielszenen über den Fund als Beispiel. Ein „Fund, der tatsächlich mehr Fragen aufwirft, als die Archäologie beantworten kann“, wie Wilts schreibt. Deutungen archäologischer Funde müssen „allerdings nicht richtig sein“, unterstreicht sie und nennt als Beispiel Rekonstruktion von vorzeitlichen Häusern in Freilichtmuseen.

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Diese werden bekanntlich vor allem durch die Luftbildarchäologie anhand von Verfärbungen des Bodens entdeckt und dann im besten Fall ausgegraben. Aber Nachbauten solcher Häuser „sind Großteiles Interpretation“, so Wilts.

Eindrücklich zeigt sich das sicher an den Pfahlbauten am Bodensee.  Im dortigen Freilichtmuseum „Pfahlbaumuseum Unteruhldingen“ errichteten Archäologen mit zahlreiche Helfern mehr als 20 solcher vorgeschichtlichen Häuser. Rekonstruiert wurden sie aus den Funden von Resten solcher Behausungen, die bis in die Steinzeit vor 6.000 Jahren zurückreichen. Ob diese Bauten am Bodensee aber wirklich so aussahen, weiß niemand mit Gewissheit zu sagen.

Forschung steht nicht still

Wilts verweist auch darauf, dass natürlich die Forschung nicht still steht. In aller Welt sammeln Archäologen neue Kenntnisse und Erkenntnisse, die dann im besten Fall in die aktuelle Forschung mit einfließen. Auch wenn sich dadurch vorherige Ansichten als falsch erwiesen, wie Wilts am Beispiel eines Freilichtmuseums in Groß Raden in ihrem Artikel zeigt. Ein solcher Wandel in der archäologischen Faktenlage und Interpretation kann natürlich jede aktuelle Erkenntnis betreffen:

Ein Schicksal, das jeden archäologischen Forschungsstand betreffen kann. Gerade weil die technischen Möglichkeiten in der Archäologie eine rasante Entwicklung durchleben. Im Grunde genommen ist also vieles von dem, was wir als gegebene Wahrheit über die Menschheitsgeschichte ansehen, eine Frage der Interpretation, und diese basiert wiederum darauf, wie wir als Archäologen und Forscher das Hier und Heute wahrnehmen.“

Die „Schulwissenschaft“ ist hier zweifellos besonders betroffen.

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, da sich die Schulbücher stetig ändern. Wie eben der Stand der Forschung auch. Es wäre auch kaum vorstellbar, dass bei jeder neuen Erkenntnis oder bei jeder Widerlegung althergebrachten Wissens, gleich die entsprechenden Schulbücher eingestampft werden! „Das hat zur Folge, dass jede Schülergeneration mit einem anderen Geschichtsbild im Kopf aufwächst“, so Wilts:

Es ist, als hätte jeder von uns eine Collage im Kopf. Eine Kombination aus den Dingen, die man über die Vergangenheit weiß oder zu wissen glaubt. Ein Informationssammelsurium aus Fernsehdokumentationen, Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften, Erzählungen der Großeltern, eventuell sogar Serien oder Filmen wie jenen von Disney, Onlinemedien, Museumsbesuchen und dem Schulunterricht. Letzterer ist besonders glaubwürdig bei der Vermittlung historischer Zusammenhänge, sollte man meinen. Doch in Bezug auf die Vorgeschichte verändert sich der Inhalt dieses Unterrichts genauso wie der Forschungsstand.“

Gute und schlechte Interpretationen

Und welche neuen Forschungsergebnisse, wie und in welcher Form von der Fachwelt als „wahr“ ansehen werden, steht wieder auf einem anderen Blatt. Immer werden andere Experten das eine oder das andere in Frage stellen und auf andere Deutungen oder Ergebnisse verweisen. Dass ein gedrucktes Schuldbuch hier nicht mithalten kann, sollte mehr als deutlich sein. Jedem sollte klar sein, „wie viele der Zusammenhänge gut oder schlecht belegte Interpretationen sind“.

Vor allem im Bereich Grenzwissenschaft und Mystery Files ist das ein Problem. Ein riesiges Problem sogar, wenn man sich nur einmal die Prä-Astronautik anschaut. Nicht nur, da jeder sein eigenes Süppchen kocht und vollkommen individuell die Dinge sieht, sondern auch, da sehr oft Fakten ganz einfach ignoriert werden. Irgendeine Form von einheitlicher These existiert nicht.

Interpretation ist das eine – davon lebt die Prä-Astronautik -, doch man ist weit davon entfernt neue Erkenntnisse auch zu berücksichtigen. Fakten werden allzu oft nicht interpretiert, sondern phantasiert. Forschungen der etablierten Archäologie werden hierbei sogar teilweise verteufelt oder im Extremfall als Lug, Trug und Verschwörung abgelehnt.

Wilts als Archäologin, die mit grenzwissenschaftlichen Themen somit nichts zu tun hat, resümiert für ihr Fachgebiet:

Dadurch ist die Menschheitsgeschichte nicht statisch, sondern verändert immer wieder ihr Gesicht. In der Schule wird unterrichtet, dass Wissenschaft nie relativ ist. Doch es sollte auch unterrichtet werden, dass es Bereiche der Wissenschaft gibt, die im Spannungsfeld zwischen Fakt und Interpretation liegen. Und das nicht, weil wir angelogen werden, sondern weil jede Idee von unserer Geschichte ein Stück von dem enthält, was wir wissenschaftlich gar nicht untersuchen können.“

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