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Wo ist die Nase der Sphinx wirklich geblieben? (+ Videos)

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Wo ist die Nase der Sphinx wirklich geblieben? (Bild: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Wo ist die Nase der Sphinx wirklich geblieben? (Bild: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Die riesige Sphinx von Gizeh ist heute eigentlich nur noch ein Schatten ihrer selbst. Trotz vieler Restaurierungen ist deutlich zu sehen, dass der Zahn der Zeit arg an ihr nagte. Aber nicht nur der, denn offensichtlich wurde ihr irgendwann von irgendwem die Nase abgeschlagen. Wer aber war wann genau dafür verantwortlich? Was sagen die Ägyptologen und haben sie Beweise? Eine Spurensuche nach dem berühmtesten, fehlenden Riechorgan der Welt.


Die Nase der Sphinx in französischen Aufzeichnungen

Stolz steht sie dank zahlreicher Ausgrabungen und Restaurierungen vor den Pyramiden von Gizeh: Die große Sphinx! Und groß ist sie mit 73,5 Metern Länge inklusive 15 Metern Vorderbeinen, rund 20 Metern Höhe und ihren etwa 6 Meter breiten Kopf (mit Kopftuch) tatsächlich. Erbaut hat sie, so die übliche Zuordnung der Archäologen, der Pharao Chephren, der die gleichnamige Pyramide von Gizeh baute.

Doch die Statue hat offensichtlich ein Schönheitsmakel, da ihr die Nase fehlt. Wo aber ist die Nase der großen Sphinx von Gizeh geblieben? Wer hat sie wann und warum so entstellt?

Historisch bewanderte Gesichts- und Archäologie-Interessierte kennen die Antwort: Die Sphinx stand mindestens 2.500 Jahre samt ihrer Nase vor den Pyramiden von Gizeh. Unter der legendären Königin Kleopatra kam es jedoch um das Jahr 50 vor Christus auf dem Gizeh-Plateau zu einem Vorfall, der der Statue die Nase kostete. Drei Gallier aus dem Norden Frankreichs erreichten Ägypten, da sie im Auftrag einer verdeckten Operation der berühmten Herrscherin Kleopatra und ihrem Baumeister mit ihrem Können bei einem Bauprojekt helfen sollten.

Diese Fremden waren ein Stammeskrieger, ein Magier, ein sogenannter Druide, der in der weltbekannten Bibliothek von Alexandria heute verschollene Dokumente einsehen wollte, und ein Megalithbauer. Letzterer, der laut den Aufzeichnungen der französischen Chronisten Goscinny und Uderzo den Namen „Obelix“ trug, bestieg ohne Erlaubnis die Sphinx – und brach dabei die Nase ab. Eine von dem Megalithbauer vorgeschlagene Reparatur war nicht mehr möglich. Um diese Tat zu vertuschen, verscharrten zwei der nordfranzösischen Germanen die abgebrochene Sphinx-Nase im Sand vor der Statue und behielten es für sich. „Hier macht bestimmt keiner Ausgrabungen“, war man sich sicher.

Kritiker behaupten, dass dieser alten Quelle nicht zu trauen ist, und die Anwesenheit der drei Gallier nicht belegt sei. Sie sehen hier ein Legende.

Zurück zur Wirklichkeit(?)

Mir persönlich ist die oben zusammengefasste Legende die liebste. Und sicher kennt sie jeder Mystery-Fan. Die einzige augenscheinliche Tatsache ist in dieser Geschichte natürlich die fehlende Nase. Dass „bestimmt keiner Ausgrabungen“ vor der Sphinx bzw. zwischen ihren Vorderpranken macht, hatte sich natürlich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil, denn dort sowie im gesamten Umfeld wird seit jeher gegraben.

Unter anderem tauchte bei diesen Ausgrabungen 1816 bis 1818 ein Stück des Bartes der Sphinx auf, das heute im Britischen Museum in London zu sehen ist. Von der Nase aber keine Spur.

Lange hielt sich der Mythos, dass Napoleon bei seinem Ägyptenfeldzug 1798 bis 1801 für die Beschädigung der Sphinx verantwortlich sei. Seine Soldaten hätten bei „Schießübrigen“ mit Kanonen die Nase der Statue abgeschossen. Eigentlich ein Unding, denn bekanntlich war Napoleon ein Freund der Kultur des Alten Ägypten. Nicht nur, dass er zahllose Wissenschaftler und Zeichner mit ins Land brachte, sondern diese „Expedition“ gilt heute für viele als der Beginn der Ägyptologie. Das Land am Nil sei die „Wiege der Wissenschaften“ der Menschheit, so Napoleon Bonaparte. Letztlich verdanken wir dieser Expedition durch den Fund des Steins Rosette im Sommer 1799 sogar die Entzifferung der Hieroglyphen rund 23 Jahre später. Und einen regelrechten Boom des Interesses an Ägypten in Europa.

Die Nase war zu Napoleons Zeiten aber bereits weg. Christian VI., König von Dänemark und Norwegen, schickte bereits vor Napoleon eine „Expedition“ nach Ägypten. Es war der Künstler Frederik Norden, der in seinem Auftrag 1737 und 1738 das Land bereiste und dabei unter anderem zahlreiche Bilder anfertigte. In Band 1 seines Berichtes „Voyage d’Egypte et de Nubie“, der 1752/55 erschien, finden sich auf mehreren Bildtafeln ab Seite XLV auch Zeichnungen der Sphinx. Hier fehlte die Nase bereits, so dass sie unmöglich von Napoleons Truppen zerstört worden sein konnte.

Bilderstürmer

Wo also ist die Nase und wann wurde sie zerstört?

Erstaunlicherweise können das die Ägyptologen nicht mit absoluter Gewissheit sagen. Zumal sie eben nie gefunden wurde oder auch nur Reste von ihr auftauchten. Sie verweisen aber häufig auf einen arabischen Historiker mit Namen al-Maqrizi, den treue Leser dieses Blog sicher kennen werden. Er verfasste unter anderem das mittelalterliche Geschichtswerk „Hitat“, das in Artikeln und YouTube-Videos bereits vielfach thematisiert wurde. Die darin enthaltenen Legenden und Überlieferungen sind, auch wenn das Werk erst rund 600 Jahre alt ist, in der Grenzwissenschaft und „alternativen Geschichtsforschung“ immer wieder Thema.

Etablierte Ägyptologen nehmen die Sagen und angeblichen „Märchen aus 1001 Nacht“ aus dem „Hitat“ nicht wirklich ernst. Ernst nehmen sie aber eine andere Aussage des Historikers al-Maqrizi, in der er über den Verlust der Sphinx-Nase berichtete. Dies sei 1378 geschehen, also zu Lebzeiten des Chronisten al-Maqrizi, als ein vernarrtischer Moslem als „Bilderstürmer“ gegen den Kult um diese Statue ankämpfte. Denn diese wurde in der ägyptischen Bevölkerung zum Teil noch damals als Gottheit verhert. Ein Unding für den strenggläubigen Scheich Mohammed Sajim al-Dahr.

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In ihrem Buch „Mythos Ägypten“ (2006) schreibt die britische Ägyptologin Joyce Tyldesley zu der Überlieferung des al-Maqrizi:

Er (Pharao Thutmosis IV., dem die Sphinx einst im Traum erschienen sein soll, Anm. LAF) hätte jedoch keinerlei Verständnis für die mutwilligen Attacken des Sufi-Scheichs Sajim al-Dahr, des allzeit Fastenden, gehabt, der 1378 Gesicht und Ohren des Sphinx zu zerstören trachtete. Wiederum griff Horemachet („Horus im Horizont“, den die Sphinx nach einigen Deutungen verkörpern soll, Anm. LAF) ein, um seine Statue zu schützen, und diesmal ließ er einem Sandsturm über ein benachbartes Dorf hereinbrechen. Die vom Sand heimgesuchten und über diesen Lauf der Ereignisse äußert aufgebrachten Dorfbewohner rächten sich, indem sie den Übeltäter lynchten.

Anders als viele andere Aufzeichnungen des al-Maqrizi wird dieser von vielen Forscher Glauben geschenkt. Auch wenn natürlich wohl niemand annimmt, dass „Horus im Horizont“ als Rache einen Sandsturm schickte. Eher scheint es so, dass die lokale Bevölkerung noch damals die Statue ehrte, und diese den religiösen Bilderstürmer aus Wut über seine Tat erschlug. Vielleicht stimmt die Geschichte ja…

Abd al-Latif al-Baghdadi, ein 1163 in Bagdad geborener Gelehrter und Reiseschriftsteller, bereiste ab 1189 mehrere Jahren den Nahen Osten. Unter anderem auch Ägypten, als dieser ein paar Jahre in Kairo zu brachte. Er beschrieb unter anderem die Sphinx wie sie halb im Sand vergraben war und bemerkte nichts von einer fehlenden Nase. Sie schien also damals noch soweit intakt gewesen zu sein.

April, April

Während die Überlieferung des al-Maqrizi vielleicht zutrifft, haben Ägyptologen dafür keinen Beweis. Deshalb sorgte 2010 eine Meldung in ihren Kreisen für (kurzes) Aufsehen, die hierzulande unter anderem von „Spektrum der Wissenschaft“ verbreitet wurde. Eine seit Jahrzehnten angesehenes Wissenschaftsmagazin. In dieser Meldung hieß es, dass man die Nase der Sphinx gefunden habe. Und zwar nahezu intakt in der Rosslyn-Chapel bei Edinburgh in Schottland.

Das ist eine weltbekannte Kirche, über die seit Jahrzehnten zahllose Spekulationen kursieren. Von Tempelrittern, einer dort versteckten Bundeslade und christlichen Geheimtexten bis zu der Aussage, dass ihre Gründer von dort später nach Nordamerika segelten. Fast 100 Jahre vor Kolumbus. Hier erreichten sie unter anderem die Insel Oak Island an der Küste Kanadas, in der sie bzw. die Templer ebenfalls Schätze versteckten. Möglicherweise kam letztlich sogar die Bundeslade dorthin. Offenbar ist die Kaptelle ein sehr geeigneter Ort für die Nase der Sphinx.

Denn den Berichten von damals nach befindet sie sich an einer Stelle an der Außenwand als „Nase Gottes“ eingebaut und wurde lange Jahre nicht als das erkannt, was sie ist. Erst geologische Untersuchungen und neue Verfahren der Steinanalyse hätten durch einen Abgleich mit entsprechenden Datenbanken ergeben, dass diese Nase in Wahrheit die Sphinx-Nase ist. Herausgefunden habe dase ein Forscherteam um einen Geologen namens Samuel Gawith, wie es 2010 zu lesen war. Die Ergebnisse dieser „induktorhinalen Kernspinresonanzphlogoskopie“ wurden damals angeblich auf einer Pressekonferenz von Gawith bekannt gegeben.

Das alles war ein Fake, der zum 1. April erschien. Also ein April-Scherz. Auch das Foto der Nase an der Fassade der Rosslyn-Kapelle war ein Schwindel. Ein Bildvergleich zeigte sehr schnell, dass hier überhaupt keine „Nase Gottes“ angebracht ist. Sie wurde mittels Grafikprogramm einfach eingefügt.

Doch wer weiß: Vielleicht findet sich eines Tages das steinerne Riechorgan oder Reste von diesem doch noch. Irgendwo.

Video-Auswahl zum Thema

Video vom 11. März 2020 auf Mystery Files

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Video vom 3. September 2020

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Das Rätsel der Wikingerburgen: Waren die Wikinger auf der Sinai-Halbinsel im Heiligen Land? +++ Video +++

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VIDEO: Das Rätsel der Wikingerburgen: Waren die Wikinger auf der Sinai Halbinsel im Heiligen Land? (Bilder: Google Earth & Pixabay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Das Rätsel der Wikingerburgen: Waren die Wikinger auf der Sinai Halbinsel im Heiligen Land? (Bilder: Google Earth & Pixabay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Verteilt im  Norden Europas stehen die sogenannten Wikingerburgen. Kreisanlagen bzw. Ringwälle, die sich vor allem in Dänemark und Schweden finden. bekannt sind vor allem die dänischen Anlagen Aggersborg und Trelleborg, die heute viele Besucher anziehen. Die heute vielfach romantisieren Wikinger waren Bauern, Plünderer, Entdecker, Piraten und Räuber zugleich und wurden sicher auch mit der Entdeckung Nordamerikas vor rund 1.000 Jahren zur Legende. Aber waren die Nordmänner auch im Heiligen Land im Norden der Halbinsel Siani? Denn dort findet sich nahe eines alten Handelszentrums der „Weihrauchstraße“ eine riesige Ringanlage, die in dieser Form eins zu eins nach einer Wikingerburg aus Dänemark aussieht. Eine überaus sonderbare mutmaßlich archäologischer Stätte, der in diesem YouTube-Video einmal auf den Grund gegangen werden soll.


Wikinger im Heiligen Land?

Im Norden Europas – vor allem in Dänemark – standen einst sogenannte Wikingerburgen. Besonders bekannt ist dabei Aggersborg und Trelleborg. Nach letzter Anlage ist ein ganzer Typ derartiger Ringwallanlagen in Dänemark und Schweden benannt.

Erbaut wurden diese Anlagen laut Archäologenmeinung von den Wikingern, wie es der Name unschwer erkennen lässt. Vor allem ab etwa 850 nach Christus und zum Teil auf älteren Heiligtümern der Germanen. Durchaus lassen sich aber solche und sehr ähnliche Ringwallanlagen bzw. „Wikingerburgen“ auch in anderen Teilen Europas finden. Kreisanlagen an sich sogar weltweit.

Die heute oft romantisch verklärten Wikinger aus Skandinavien waren einst mehr als eine Geisel für Europa. Neben Plünderungen, brutalen Überfällen, Piraterie und Raubzügen waren die meisten Nordmänner einfache Bauern. Und weltberühmte Entdecker und Händler, die bekanntlich vor 1.000 Jahren bereits Nordamerika entdeckten. Wie weit aber gingen ihre Fahrten, ihre Entdeckungen, ihr Handel und eventuell ihre Bautätigkeit?

Kamen sie vielleicht sogar bis in den Süden des heutigen Israel auf die Halbinsel Sinai?

Denn dort findet sich nahe einer alten Ruinenstätte eines einstigen Handelszentrums der „Weihrauchstraße“ eine riesige Ringanlage, die in dieser Form eins zu eins nach einer Wikingerburg aus Dänemark aussieht. Waren Wikinger die Bauherren, der so fehl am Platz erscheinenden Ringwallanlage auf der Sinai-Halbinsel? Oder ist sie lediglich modernen Ursprungs?

Eine überaus sonderbare mutmaßlich archäologischer Stätte, der in diesem YouTube-Video auf den Grund gegangen werden soll. Denn selbst die Ancient Aliens, die antiken Raumfahrer, wurden bereits mit den Wikingerburgen in Verbindung gebracht, wie Ihr hier erfahrt.

Die Koordinaten der Anlage in Israel für Google Earth sind: 30°52’53.57″N / 34°36’45.75″E

Bleibt neugierig …

Video vom 26. Juni 2020 auf Fischinger-Online

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Grüße aus Doggerland: 8.000 Jahre alte Bootswerft aus der Steinzeit auf dem Grund der Nordsee entdeckt

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8.000 Jahre alte Bootswerft aus der Steinzeit auf dem Grund der Nordsee entdeckt (Bild: Maritime Archaeological Trust)
8.000 Jahre alte Bootswerft aus der Steinzeit auf dem Grund der Nordsee entdeckt (Bild: Maritime Archaeological Trust)

Forscher haben auf dem Grund der Nordsee einen sensationellen Fund gemacht. In 11 Metern Meerestiefe stießen sie an der britischen Insel Isle of Wight im Ärmelkanal aus hölzerne Strukturen, die sie für eine Bootswerft aus der Steinzeit halten. Versunken vor rund 8.000 Jahren, als der Meeresspiegel durch die Reste der der letzten Eiszeit anstieg. Weite Teile Nordeuropas versanken in den Fluten und das riesige Doggerland genannte Gebiet (das „Atlantis der Nordsee“) versank in der Nordsee und im Atlantik. Die Unterwasserarchäologen sprechen unlängst von einem „bedeutenden Fund“. Alle Details und die Hintergründe erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Steinzeit-Werft auf dem Grund der Nordsee

Unterwasserarchäologen haben vor der Küste der britischen Insel Isle of Wight im Ärmelkanal eine sensationelle Entdeckung gemacht. In 11 Meter Meerestiefe stießen die Forscher auf hölzerne Plattformen und Strukturen, die sie für eine 8.000 Jahre alte Werft aus der Steinzeit halten.

Möglicherweise sei dies die älteste Anlage dieser Art, die weltweit jemals gefunden wurde, so die Archäologen von „Maritime Archaeological Trust“(MAT). Nach der Entdeckung 2005 hielt man die Holzstrukturen zuerst für Gehwege oder anderen zusammengebrochene Plattformen, aber nicht für eine Bootswerft.

Garry Momber, Direktor der „Maritime Archaeological Trust“, ist begeistert über die Art und den Umfang der Funde:

Diese neue Entdeckung ist besonders wichtig, da die Holzplattform Teil eines Standorts ist, der die Menge des in Großbritannien gefundenen bearbeiteten Holzes aus einer Zeitspanne von 5.500 Jahren verdoppelt.

Der Standort enthält eine Fülle von Beweisen für technologische Fähigkeiten, die seit ein paar tausend Jahren nicht mehr weiterentwickelt wurden. Zum Beispiel fortgeschrittene Holzbearbeitung.“

Die geborgenen Reste vom Grund der Nordsee befinden sich inzwischen „in einem Kühlhaus und werden feucht gehalten, damit sie stabil sind“, so das MAT. Die Hölzer sollen im „National Oceanography Centre“ in Southampton weiter untersucht und rekonstruiert werden. Immerhin handele bei dieser Entdeckung um „die intakteste mesolithische Holzkonstruktion, die jemals in Großbritannien ausgegraben wurde“.

Als das zusammenhängendste archäologische Artefakt seiner Art ist es auch das bedeutendste. Als solches wird es vollständig konserviert, so dass es in einem Museum für alle sichtbar ausgestellt werden kann.“

Schon jetzt sind sich die Experten sicher, dass diese Funde belegen, dass die steinzeitlichen Menschen dieser Region Kontakt mit anderen Menschen weit im Süden gehabt haben müssen. Vor 8.000 Jahren war die Isle of Wight noch keine Insel wie heute. Erst durch das Abschmelzen der Gletscher zum Ende der letzten Eiszeit lies den Meeresspiele nach und nach ansteigen. Um mindestens 120 Meter.

Doggerland – das „Atlantis der Nordsee“

Auch den Ärmelkanal gab es in der heutigen Form nicht und riesige einst trockene und bewohnte Landflächen liegen heute auf dem Grund der Nordsee.

Diese versunkene Welt wird heute Doggerland genannt – ein Atlantis der Nordsee, von dem immer wieder Spuren und Artefakte auf dem Meeresgrund gefunden werden. Auch verschiedene Steinzeitbauten an den (heutigen) Küsten Nord- und Westeuropas, die ganz und teilweise im Meer versunken sind, zeigen eindrücklich den Anstieg des Meeresspiegels.

Neue Untersuchungen, die 2012 von der britischen „Royal Society“ vorgestellt wurden, zeigen zudem, dass das versunken Doggerland einst wesentlich größer war als bisher angenommen wurde. Richard Bates, Geochemiker an der University von St. Andrews, und sein Team haben 15 Jahre lang nach diesen Spuren von Doggerland gefahndet. Neben Daten von Ölbohrfirmen und archäologischen Objekten vom Grund der Nordsee wurden auch Pollenproben untersucht und der Meeresboden systematisch gescannt. (mehr dazu im Video HIER)

Vor Jahrtausenden konnte man von der heutigen Nordseeküste Deutschlands oder Dänemarks bis weit über den heutigen Norden Schottlands über trocknendes Land laufen. Selbst die Shetland Inseln waren keine Inseln sondern Teil von Doggerland.

Die Bootswerft zeigt eindrücklich, dass in der Steinzeit vor 8.000 Jahren unserer Ahnen offensichtlich auch Seehandel trieben. Auch dann noch, als Doggerland vor 8.000 Jahren von der Nordsee verschluckt wurde, wie es zum Beispiel von Helgoland auf das Festland importierte Funde zeigen. Noch führen Handel und sogar Hochseefahrt gab es offenbar bereits vor 130.000 Jahren im östlichen Mittelmeer, wie in diesem Beitrag HIER berichtet.

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Tierregen in China: Es regnete Seesterne, Schnecken und Garnelen vom Himmel – Über seltsame „Regenschauer“

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Tierregen in China: Es regnete Seesterne, Schnecken und Garnelen vom Himmel (Bild: Screenshot Twitter)
Tierregen in China: Es regnete Seesterne, Schnecken und Garnelen vom Himmel (Bild: Screenshot Twitter)

„Forteanische Phänomene“, so bezeichnet man verschiedene seltsame und mysteriöse Begebenheiten nach dem Pionier des Unerklärlichen Charles Fort. Zu diesen Erscheinungen gehört auch sonderbare Regenfälle, bei denen es plötzlich Tiere, Pflanzen oder allerlei unerwartete Dinge vom Himmel regnet. Solche „Tierregen“ sind weltweit bekannt und es wird immer wieder von diesen berichtet. So auch aktuell aus China, wo es bei einem Unwetter vor einigen Tagen an der Ostküste Meerestiere auf die Stadt Qingdao regnete. Ein uraltes und immer wieder auftretendes Phänomen. Was in China vorgefallen ist und was es sonst noch für ungewöhnliche „Regenarten“ in anderen Teilen der Welt gibt, lest Ihr in diesem Beitrag. Ergänzt durch ein Video von 2014 meines YouTube-Kanal zum Thema.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Meeresfrüchte vom Himmel

In diesem Augenblick regnet es in meinem Heimatdorf. Aber es kommt, soweit ich das sehen kann, ganz normales Wasser vom Himmel. Kein Fischregen. Anders war es vor wenigen Tagen in der Küstenstadt Qingdao im Osten von China. Denn dort fielen während eines Gewitters plötzlich verschiedene Meeresbewohner auf die Stadt nieder.

Schnecken, Garnelen (Crevetten) und Seesterne regneten auf die Hafenstadt, die bei diesem Vorfall von einem sehr schweren Unwetter heimgesucht wurde. Begleitet von Hagelkörnern, die so groß wie Golfbälle gewesen sein sollen. Für die Zeugen dieses „Niederschlag“ in der riesigen Metropole Qingdao mit ihren fast acht Millionen Einwohnern ein sicherlich unvergessliches Ereignis.

Im Bereich Grenzwissenschaft und Mystery Files sind solche Tierregen bzw. Fischregen oder weitere Regen dieser Art alles andere als fremd und unbekannt. Auch wenn es bis heute vollkommen unklar ist, wie genau diese seltsamen Regen-Phänomene zu erklären sind, kamen und kommen sie weltweit vor. Es wird sicherlich eine natürliche Erscheinung sein, doch alle bisherigen Erklärungen haben ihre Schwächen, wie ich es an anderer Stelle 2009 darlegt habe.

Die gängigste Ursachen-Theorie ist die der Windhosen oder kleine Tornados während eines Unwetters. Diese Winde ziehen oder „saugen“ die Tiere, Pflanzen oder Objekte in die Luft und lassen sie an anderer Stelle wieder fallen. In Qingdao scheint das während des schweren Unwetters tatsächlich der Fall gewesen zu sein.

Einleuchtend aber auch nicht einleuchtend

Man kann Mysterien der Welt und Rätsel der Menschheit „erfinden“. Keine Frage. So schrieb schon mein Freund und Autorenkollege Walter-Jörg Langbein 1992 in seinem Bestseller “Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre“ treffend

Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Mache Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.“

Letzte Aussage von Langbein trifft auf die Erklärung von derartigen Regenfällen als Ergebnis von Windhosen etc. zu (s. dazu Video unten). Immerhin, und Charles Fort hat das in seinen Büchern vor rund 100 Jahren schon belegt, gibt es da feines aber wichtiges Detail: Bei vielen solcher Tierregen & Co. fällt nur eine Art oder Sorte vom Himmel! Das heißt, dass ein kleiner Tornado beispielsweise nur Frösche vom Boden oder aus einem Gewässer „aufsaugt“, dabei aber andere Tiere und Pflanzen quasi liegen lässt. Auch beim Klassiker des Fischregen ist das so wenn nur eine Fischart vom Himmel fällt.

Aufregung und Panik in einem Dorf in Indien über nachts aufgetauchte Fußspuren - waren es Aliens oder der Bigfoot? (Bild: WikiCommons / Archiv / L. A. Fischinger)
VIDEO: Aufregung und Panik in einem Dorf in Indien über nachts aufgetauchte Fußspuren – waren es Aliens oder der Bigfoot? (Bild: WikiCommons / Archiv / Fischinger-Online)

Also nicht wie in aktuell in China, in dem es eine Auswahl ein Meereslebewesen gab. So, wie man es von einer starken Windhose auch erwarten sollte. Ein windiger Sog nach oben trifft auf der Erde keine Auswahl, was er denn nun alles mit sich reisen wird.

Fischregen und Phantastisches

Die Liste solcher „Mono-Regen“ ist lang. Es sollen hier ein handvoll außergewöhnlicher Beispiele ausreichen:

In dem Dorf Rákóczifalva in der Puszta von Ungarn regnete es innerhalb einer Woche gleich zweimal Frösche! Am 18. und 20. Juni 2010. Laut der ungarischen Zeitung „Szoljon“ vom 21. Juni war es ein „dreckiger gelber Regen“, was auf Sahara-Sand zurückzuführen sei. Es wurde darin auch spekuliert, dass „Tornados und dioe Wolken der letzten Tage“ die Frösche in die Luft zogen. Aber zweimal in einer Woche und nur Frösche …?

Anfang Mai 2014 fielen laut „BBC News“ vom 6. Mai 2014 hunderte wenn nicht tausende Fische auf der Insel Sri Lanka im Indischen Ozean vom Himmel. Betroffen war der Hafenort Chilaw, dessen Bewohner nach einem Unwetter die Tiere fanden. Das seltsame ist hierbei, dass die meisten der nur 5 bis 8 Zentimeter kleine Tierchen nach dem Fischregen noch lebten.

Eleanor Beal vom Police Department in Jennings im US-Bundesstaat Louisiana wurde am 11. Juli 2007 Zeugin, wie plötzlich Regenwürmer vom Himmel fielen. Erdwürmer die vom Himmel regnen kennt man aber auch in Norwegen, wo dies bereits mehrfach beobachtet wurde. „Ich sah Tausende von Regenwürmern auf der Schneeoberfläche liegen“, zitiert zum Beispiel „Independent“ am 16. April 2015 den Zeugen Karstein Erstad.

David Ludlum, Herausgeber des Wettermagazins „Weatherwise“ (USA) trug zahlreiche solcher Berichte zusammen. Beispielsweise stieß er auf einen Bericht über gefrorene Enten, die 1933 in Worcester, Massachusetts, plötzlich vom Himmel regneten! Und die Engländerin Sylvia Mowday erlebte am 12. Juni 1954 in einem Park in Sutton Coldfield, Birmingham, etwas Unglaubliches.

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Nachdem ein Gewitter aufzog suchten sie und ihre Kinder Schutz unter den Bäumen des Parks. Mowday berichtete:

Bei genauerem Hinsehen stellten wir erstaunt fest, dass es Frösche regnete. Sie vielen zu Hunderten vom Himmel, lagen auf dem Schirm und auf unseren Schultern, und als wir nach oben blickten, sahen wir sie wie Schneeflocken herunterkommen.

Der Boden ringsum war im Umkreis von etwa 40 Quadratmetern so dicht mit den Tieren bedeckt, dass wir Angst hatten, sie zu zertreten. Es waren lauter winzige, rund 1 bis 2 Zentimeter lange, wie frisch aus dem Laich geschlüpfte sandfarbene Frösche mit kleinen gelben Flecken.“

„It’s raining Men“ …

„Es regnet Männer“, trällerten die „Weather Girls“ in den 1980er Jahren. Das geschah zwar bisher (soweit bekannt) nicht, aber sehr bekannt ist hierzulande der Ausspruch „Es regnet Katzen und Hunde“ für Starkregen und Unwetter. Woher diese Redensart kommt, ist nicht ganz geklärt. Aber in vielen Ländern und Sprachen der Erde gibt es recht kuriose Ausdrücke für starke Regengüsse.

Beispiele:

  • „Es regnet Stuhlbeine“ (Griechenland)
  • „Es regnet alte Weiber mit Keulen“ (Afrikaans/Afrika)
  • „Es regnet Nägel“ (Frankreich)
  • „Es regnet Schubkarren“ (Tschechien)
  • „Es regnet Bindfäden“ (Deutschland)
  • „Es regnen Schuster-Lehrlinge“ (Dänemark)
  • „Es regnet Frösche“ – sagt man treffend in Polen und Rumänien

Schon die Historiker Plinius der Ältere (Mitte des 1. Jahrhundert) oder auch Athenäus bzw. Athenaeus (um 200 nach Christus) kennen solche Phänomene des Himmels wie eben Fischregen. Plinius der Ältere, ist unter anderem Autor des Mammutwerkes „Naturgeschichte“ in 37 Büchern, das um 77 nach Christus verfasst wurde. Darin schildert der römische Gelehrte neben Fischregen sogar, dass im Jahr 49 vor Christus Wolle vom Himmel regnete. Und, damit nicht genug, selbst Backsteine.

Das fraglos natürlich erklärbare Ereignis in China zeigt uns einmal mehr, dass wird technologischen Menschen noch immer die Natur um uns herum nicht ganz verstehen.

Am 29. Juli 2014 nahm ich Hai-Hype um den Film „Sharknado“ zum Anlass, um über „den wahren Kern“ hinter dem C-Movie ein Video auf meinem YouTube-Kanal online zu stellen.

Eben ein Video über das Phänomen der Fisch- und Tierregen:

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Größtes Projekt der Welt – Die wohlmöglich älteste Pyramide der Erde in Bosnien sorgt international für Aufsehen

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Die „Mondpyramide“ (WikiCommons)

Am 03.09. – 06.09.2012 interviewte der Lehrämtler Sercivan Ungan von der Justus-Liebig-Universität Dr. Sam Osmanagich, dem Entdecker der bosnischen Pyramide. Etliche energetische Anomalien sowie ausgedehnte, unterirdische Anlagen geben Rätsel auf, die in im Rahmen einer internationalen, stark interdisziplinären Forschungsarbeit entschlüsselt werden sollen und der Student Sercivan Ungan machte sich ein persönliches Bild vom größten und spannendsten Projekt der Welt!

 von Sercivan Ungan

Jedes Jahr kommen weltweit 500 Volunteere aus USA, Kanada, Spanien, Usbekistan, Rumänien, England, Italien, Dänemark, Türkei, Schottland, Portugal etc. und einige bekannte TV-Sender wie BBC oder Euro-News berichteten über die Neuentdeckung, wie auch der österreichische TV-Sender „Servus“, der am 03.09.2012 in die Stadt der Pyramiden angereist ist und vorort gedreht hat. 

In meinem kommenden Buch „Rebellion der Astronautenwächter“ gehe ich auch auf dieses spannende Thema der „versunkenen Zivilisation auf dem Balkan“ ein … es bleibt interessant, aber auch sehr umstritten.

Zum Thema:


„Es muss nicht alles so sein, es kann auch ganz anders sein. Manche Rätsel sind Scheinrätsel, manche werden zu welchen gemacht, manche aber widerstehen ziemlich hartnäckig allzu glatten Erklärungsversuchen.“
(Walter-Jörg Langbein, 1993)
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Artikel: Pyramiden in Europa – eine Übersicht

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Von Ulrich Magin in Mysteria 3000
Die vorgeblichen Pyramiden von Bosnien, Dänemark und Österreich sind nicht die einzige sensationelle „Entdeckung“ von vorgeschichtlichen Pyramiden, die in den letzten Jahren von Hobbyforschern in Europa gemacht wurden. Es gibt allerdings auch eine große Zahl echter – selbst antiker und prähistorischer – Pyramiden auf unserem Kontinent. 
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