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Verschwörungstheorien: Rund ein Drittel der Deutschen glaubt laut Umfrage an geheime Mächte im Hintergrund – schon vor Corona

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Verschwörungstheorien: Rund ein Drittel der Deutschen glaubt laut Umfrage an geheime Mächte im Hintergrund (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Verschwörungstheorien: Rund ein Drittel der Deutschen glaubt laut Umfrage an geheime Mächte im Hintergrund (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Gerade in diesem Jahr und diesen Zeiten hat der Kampfbegriff “Verschwörungstheorien” eine neue Dimension erreicht. Grund dafür ist die medial überall und rund um die Uhr vertretene Corona-Pandemie, worüber auf Fischinger-Online mehrfach berichtet wurde. Auch über eine entsprechende Umfrage, dessen Ergebnisse in einer Zeitung manipulativ wiedergegeben wurde (Video dazu am Ende dieses Beitrages). Umfragen zu Verschwörungstheorien gibt es allerdings seit Jahren. Sie sind nicht neu und unlängst Gegenstand der Forschung geworden. Jetzt aber hat die “Konrad-Adenauer-Stiftung” eine neue Studie zu diesem Thema veröffentlicht, die sich von anderen aktuellen Erhebungen unterscheidet. Warum erfahrt Ihr hier.


Verschwörungstheorien – ein alter Hut!

“Verschwörungstheorien” und “Verschwöngstheoretiker” sind seit Jahrzehnten Kampfbegriffe. Oftmals werden sie dazu genutzt, um irgendwelche Themen, Personen oder Thesen gleich im Keim als “lächerlich” und “absurd” zu diskreditieren. Ein Rundumschlag, der dabei sicher nicht immer die falschen trifft!

Während Verschwörungstheorien einst nur ein Thema für Außenseiter, “Spinner” oder sogar Grenzwissenschaftler waren, sieht es längst anders aus. Ganz anders. Selbst der normale Medienkonsument und damit Bürger wird damit konfrontiert. Die Presse und Medienlandschaft berichtet im Zuge der Corona-Pandemie inzwischen nahezu täglich davon. Von irgendwelchen Verschwörungstheoretikern, die dieses oder jenes sagten oder gesagt haben sollen.

Diese gewaltige mediale Berichterstattung findet dadurch auch ihren Niederschlag in entsprechende Umfragen zu Verschwörungstheorien. Auch wenn – was jeder wissen sollte! – die Welt dieser Ideen längst thematisch so komplex ist, das keiner sie mehr zur Gänze erfassen kann. Leider wirkte sich das auch auf eine entsprechende Umfrage aus, deren Ergebnisse im Mainstream falsch dargestellt wurden.

Unten findet Ihr dazu ein Video von meinem YouTube-Channel.

Verschwörungstheorien vor Corona

Anders ist da ein Umfrage bzw. Studie die am 6. September 2020 von der “Konrad-Adenauer-Stiftung” veröffentlicht wurde. Sie trägt den Namen “Sie sind überall” und stammt von Dr. Jochen Boose von der Abteilung “Abteilung Wahl- und Sozialforschung” der Stiftung. “Eine repräsentative Umfrage zu Verschwörungstheorien“, da “die Verbreitung von Verschwörungstheorien” mehr und mehr “mit Sorge betrachtet” werde.

Das interessante dabei ist die Tatsache, dass diese Studie vorCorona-Zeiten” erstellt wurde. Und so wird hier direkt klargestellt, dass bereits “vor der Pandemie” etwa ein Drittel der Bevölkerung zu Verschwörungstheorien neigte. Zu der Studie – die Ihr HIER findet – heißt es einleitend:

Mehrfach demonstrierten Anhänger von Verschwörungstheorien gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. (…) Es entsteht der Eindruck einer ganz neuen, massenhaften Verbreitung von Verschwörungstheorien, die es in dieser Weise vorher nicht gab.

Dieser Eindruck täuscht. Bereits vor der Corona-Krise hielt ein erheblicher Teil der Bevölkerung eine geheime Weltverschwörung für wahrscheinlich. In einer repräsentativen Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung gaben drei von zehn Befragten an, die Welt werde sicher oder wahrscheinlich von einer geheimen Macht gesteuert.”

Durchgeführt wurde die Umfrage zwischen Oktober 2019 und Februar 2020 unter 3.250 Personen in Deutschland. Und damit also Monate vor dem riesigen Hype um Corona mit all seinen Folgen wie Dauerberichterstattung, Demos und natürlich den Vorsichtsmaßnahmen bis hin zum “Lockdown”. Das macht die erst jetzt veröffentlichte und fast 40-seitige Studie so interessant.

In Wahrheit regieren Außerirdische die Welt – oder wer auch immer

Für Interessierte an den Mystery Files und Grenzwissenschaften ist eine Frage dieser Erhebung von besonderem Interesse:

Es gibt ja einige Behauptungen, bei denen man manchmal nicht so sicher ist, ob sie stimmen. Wie sehen Sie das bei den folgenden Behauptungen?

Es gibt geheime Mächte, die die Welt steuern.

Hier stimmten 11 Prozent mit “sehr richtig” und 19 Prozent mit “wahrscheinlich richtig” zu. Also 31 Prozent der Bevölkerung. Nicht gerade wenig, wenn man sich die Umfrage genauer anschaut. Denn es heißt in einer Anmerkung weiter:

“(…) Befragte, für die es sicher oder wahrscheinlich ist, dass geheime Mächte die Welt steuern, wurden anschließend gefragt, an welche Mächte sie dabei denken.

Und diese Antworten sind dann wieder bezeichnet für so viele Verschwörungstheorien. Denn man weiß es schlicht nicht.

Jeder Sechste konnte überhaupt nicht sagen, wer denn in Wahrheit die Strippen zieht. Antworten waren beispielsweise Geheimdienste aus Russland, den USA oder Israel, wobei NSA und CIA überwiegen. 12 Prozent gaben das an. Nur ein Prozent mehr vermuten Banken und mächtige Wirtschaftskonzerne. Andere dachten an “reiche Familien”, Lobbyisten, Freimaurer, Mafia- oder Clan-Organisationen, Juden, Illuminaten oder schlicht Geheimbünde (Logen) oder sogar Außerirdische.

Mit Sicherheit wäre die Studie von Jochen Boose heute in “Corona-Zeiten” anders ausgefallen! So findet sich beispielsweise darin nichts von einer Art Pharama-Verschwörung oder ähnlichem, was ja seit einigen Monaten scheinbar verstärkt präsent ist. Allerdings geht Boose in seiner Untersuchung auch auf Impfungen gegen Masern und die entsprechenden Ansichten dazu ein. Von Corona (COVID-19) findet sich nichts darin.

Boose kommt damit zu dem Ergebnis, das es für “die Unterstützung von alten oder neuen Verschwörungstheoretikern (…) schon lange ein Potenzial” in der deutschen Bevölkerung gab.

Video zum Thema

Video vom 1. Juli 2020 auf Fischinger-Online

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Über 50 Prozent mehr UFO-Meldungen in Kanada im 1. Halbjahr 2020 – Grund: Corona und “Starlink”

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Bis zu 50 Prozent mehr UFO-Sichtungen in Kanada 2020 - Grund - Corona und Starlink! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
50 Prozent mehr UFO-Sichtungen in Kanada 2020 – Grund – Corona und Starlink! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Wer hätte das gedacht: Während in Kanada die gemeldeten UFOs seit Jahren zurück gehen und 2019 einen Tiefstand erreichten, sind UFO-Meldungen 2020 sprunghaft angestiegen. Bis zu 50 Prozent allein im ersten Halbjahr, wie kanadische UFO-Forscher melden. Zwei Gründe für den Anstieg lieferten die Forscher gleich mit. Die Menschen haben durch Corona (COVID-19) “zu viel Zeit” und das Projekt “Starlink” von Elon Musk. Die Hintergründe erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


UFO-Meldungen und Statistiken

UFO-Forscher und -Organisationen in aller Welt führen selbstverständlich auch Statistiken über ihre UFO-Meldungen. Datensammlungen, in denen nicht nur die Anzahl der gemeldeten “unbekannten Flugobjekte” erfasst werden, sondern zahlreiche weitere Parameter. Diese reichen von der Art der Sichtung bis zur erfolgten oder nicht erfolgten Identifizierung einer Sichtung oder eines Objektes.

In den Massenmedien spielt – wenn überhaupt – dabei fast immer nur der “Grundwert” eine Rolle. Also wie viele UFOs gemeldet wurden und ob diese Meldungen anstiegen oder abnahmen. Zum Beispiel im Vergleich zum Vorjahr. Wirklich aussagekräftig sind diese Daten nicht immer. Das liegt daran, dass in unterschiedlichen Ländern auch unterschiedliche UFO-Forschungsoragansiationen aktiv sind, die nicht immer zusammenarbeiten und ihre Daten miteinander abstimmen.

So kann es sein, dass die eine Organisation mehr UFOs gemeldet bekommt, während die andere einen Rückgang ihrer Meldungen verzeichnet. Das Zeugen ihre Sichtung auch gleichzeitig verschiedenen Gruppen melden, kommt hier noch hinzu.

Eine solche “Gruppe” ist die kanadische “Ufology Research” des UFO-Forschers Chris Rutkowski, der derzeit Schlagzeilen in der englischsprachigen Presse macht.

UFO-Meldungen explodieren

Rutkowski veröffentlichte am 13. Juli die neusten Zahlen von UFO-Sichtungen in der “kanadischen UFO-Umfrage” (PDF) 2019. “Die Anzahl der im Jahr 2019 gemeldeten UFO-Sichtungen ist die niedrigste seit 2009“, so der Bericht. Wobei ein Abwärtstrend schon seit einigen Jahren zu erkennen war So wurden beispielsweise 2018 937 Sichtungen gemeldet, während es 2019 nur noch 849 waren. 2012 war mit 1982 Meldungen ein Höhepunkt.

Drei Prozent der im vergangenen Jahr gemeldeten UFO-Sichtungen blieben übrigens ungeklärt.

Es seine, so schreibt Rutkowski, die “Anzahl der UFO-Sichtungen, die offiziellen Behörden und zivilen Organisationen in Kanada gemeldet wurden”. Und das trotz der enorm gestiegenen “Aufmerksamkeit von UFO-Fans und einer zunehmenden Berichterstattung in den Medien über das Eingeständnis des US-Militärs, dass einige Navy-Piloten” ebenfalls UFOs gesehen haben (mehr dazu in diesen Artikeln und Videos HIER).

Dabei verweist Rutkowski aus seinem Bog uforum.blogspot.com auch auf weitere UFO-Organisationen und deren eingegangen Meldungen. So habe beispielsweise das “Mutual UFO Network” (MUFON) zwischen Januar und Juni 2020 ” einen Anstieg der UFO-Meldungen um etwa 55 Prozent” verzeichnet. Das “National UFO Reporting Center” (NUFORC) in den USA im gleichen Zeitraum sogar um 70 Prozent! Rutkowski:

Die kanadische UFO-Umfrage von 2019 ergab, dass etwa 40 Prozent aller UFO-Sichtungen einfache Lichter am Himmel waren. Vergleichsweise wenige hatten etwas mit Struktur oder endgültigen Formen. Nur 23 Fälle oder etwa 2,8 Prozent wurden als enge Begegnungen eingestuft, von denen die meisten entweder nicht genügend Informationen für die Bewertung enthielten oder auf andere Weise mögliche Erklärungen hatten.

Erklärungen

Rutkowski sieht für dieses Jahr schon jetzt einen Trend der Meldungen nach oben. “In den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Fälle um 30 bis 50 Prozent gestiegen”, schreibt “Global News” am 27. Juli unter Berufung auf den UFO-Forscher.

Gründe dafür seinen die “Starlink”-Satelliten, die das Unternehmen SpaceX von Elon Musk gestartet hat. Tausende von Mini-Satelliten sollen in Zukunft die Erde umrunde und so global für ein schnelles Internet sorgen, was auch hierzulande immer wieder für mediale Aufmerksamkeit sorgte und sorgt. “Wir erhalten Berichte aus ganz Kanada” über diese Satelliten, so Rutkowski.

Ebenfalls werden auch deutschen bzw. europäischen UFO-Organisationen Sichtungen dieser “Starlink”-Satelliten als UFOs gemeldet. Wie Perlen an einer Schnur erscheinen sie als Lichtpunkte am Nachthimmel, was bereits vielfach für Irritationen sorgte. Auch in Sozialen Netzwerken wie Facebook waren vor allem vor einigen Monaten unzählige Postings zu finden, in denen die User fragten, was sie da am Himmel gesehen haben könnten.

Ein weiterer Grund für den enormen Anstieg der UFO-Meldungen sei nach Rutkowski die Corona-Pandemie. Seit COVID-19 grassiert und weltweit für Entlassungen, Zeitarbeit und Homeoffice sorgt, haben viele Menschen mehr Zeit. Sie blicken folglich auch öfter zum Himmel und sehen damit auch öfter etwas.

Der Komet Neowise (a. Artikel HIER), der mit bloßem Auge am Himmel zu beobachten ist, ist ein dritter Auslöser für den Anstieg der gemeldeten UFOs. Nicht Neowise selber, sondern viele Menschen schauen nachts bzw. am frühen Morgen bewusst und vermehrt in den Himmel, um ihn zu sehen. So sehen sie auch mehr UFOs, die daraufhin gemeldet werden.

Wie lange der Trend 2020 noch anhalten wird, ist schwer zu sagen. Naturgemäß wird eine vollständige Statistik für dieses Jahr erst 2021 vorliegen können.

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Lars A. Fischinger

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Tennisstar Novak Djokovic zu Besuch bei den “Bosnischen Pyramiden” – denn die helfen laut ihrem Entdecker gegen Corona-Viren (+ Videos)

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Tennisstar Novak Djokovic zu Besuch bei den Bosnischen Pyramiden - denn die können Corona heilen (Bilder: gemeinfrei PixaBay & Google Earth / Montage: Fischinger-Online)
Tennisstar Novak Djokovic zu Besuch bei den Bosnischen Pyramiden – denn die können Corona heilen (Bilder: gemeinfrei PixaBay & Google Earth / Montage: Fischinger-Online)

Novak Djokovic ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Tennisspieler der Welt. Ein Star, der zahlreiche große Turniere für sich entscheiden konnte. Nachdem er vor geraumer Zeit weltweit negative Schlagzeilen durch wilde Partys bei einer Adria-Tour machte – bei den auf jeglichen “Corona-Schutz” verzichtet wurde, wodurch es zu zahlreiche Infektionen kam -, ist er nun zurück in den Medien. Wieder mit Negativschlagzeilen. Denn er besuchte die “Bosnischen Pyramiden” bei Visoko in Bosnien und Herzegowina, die nach ihrem Entdecker Sam Osmanagich ein “Gegenmittel” gegen das Corona-Virus sind.


Novak Djokovic und die “Bosnischen Pyramiden”

Novak Djokovic ist ein großer Name im Sport. Im Profitennis sind seine Leistungen und zahlreichen Siege (unter anderem 17-mal Grand-Slam-Gewinner) unbestritten und schon legendär.

Vor einiger Zeit machte der Sportstar aber weltweit durch Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Bei einer Tour durch die Adria, bei der auch andere Größten des Sport (Tennis) anwesend waren, kam es zu einer ganzen Reihe von Corona-Infektionen. Ohne Schutzmaßnahmen, die wir seit Monate alle nur zu gut kennen, haben die Sportler und ihre Gäste bei dieser Reise gefeiert, so dass sich letztlich auch Djokovic mit COVID-19 infizierte.

Ein Aufschrei ging durch die Medienlandschaft. “Unverantwortlich” sei diese Adria-Tour gewesen, da war sich die Presse einig. Letztlich musste die Reise sogar abgebrochen werden. Der Tennisstar ist nun jedoch wieder wohlauf und genesen ä- und erneut in den Schlagzeilen.

Wie verschiedene Zeitungen und vor allem die Boulevardmedien berichten, besuchte Novak Djokovic die “Bosnischen Pyramiden“. Jene Berge unweit des Ortes Visoko, die von ihrem Entdecker (oder Promoter) Dr. Sam Osmanagich als archäologische Sensation angesehen werden. Grenzwissenschaftlich interessiere kennen diese “Pyramiden von Bosnien” bereits seit vielen Jahren. Und auch auf diesem Blog und meinem YouTube-Kanal wurde immer mal wieder über sie berichtet.

Inzwischen sind sie ein Magnet für Touristen. Der Fremdenverkehr um die “Pyramiden” boomt wie die zuvor, wie Ihr im 1. Video unten erfahrt. Nun hat sich auch Tennisstar Djokovic offensichtlich diesem Touristenstrom angeschlossen und gleich auch Fotografen mitgebracht. Mit auf dem Programm stand auch ein Treffen mit Osmanagich persönlich, der auch Bilder davon bei Facebook veröffentlichte.

Die “Pyramiden von Bosnien” als “Heilmittel” gegen Corona

Novak Djokovic sein Besuch bei Osmanagich und dessen “Bosnischen Pyramiden” ist offensichtlich rein privater Natur. Zumal der Sportler selber aus der Region stammt, da er 1987 in Belgrad geboren wurde. Damals noch die Hauptstadt von Jugoslawien, heute von der Republik Serbien.

“Der beste Tennisspieler der Welt, Novak Djokovic, besucht die Pyramiden in Visoko”, schrieb beispielsweise die “Sarajevo Times” am 13. Juli über diesen Besuch. Mit dabei seien seien Eltern und der Ausflug wäre bereits seit zwei Monaten geplant gewesen, so die Zeitung weiter. Worauf sich aber die Medien und die Boulevardpresse vor allem aktuelle stürzen, sind Aussagen von Osmanagich selber über die angebliche “Heilkraft” des Ortes.

Die Pyramiden und die dortigen Tunnel sollen “elektromagnetische, Ultraschall- und ionisierte Energien mit heilenden Eigenschaften haben”, wie es “Sarajevo Times” unter Berufung auf Osmanagich schreibt:

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Konzentration negativer Ionen, die die Atmosphäre von Bakterien und Viren befreien, im Tunnel signifikant höher ist als gewöhnlich, was die vorteilhafte Wirkung des Tunnels auf den menschlichen Körper erklärt.

Und Osmanagich wird mit den Worten zitiert:

Eine Heilkammer befindet sich 220 Meter vom Eingang zum unterirdischen Tunnellabyrinth Ravne entfernt. Menschen mit Problemen wie Asthma, Bluthochdruck, erhöhtem Zuckergehalt und ähnlichen Problemen können sie genau lösen, indem sie in dieser Heilkammer bleiben. Wenn wir den Tunnel betreten, hat unser Körper keine Feinde und unsere Zellen können in Ruhe arbeiten und unseren Körper ohne Störungen erneuern.

Damit nicht genug, denn Osmanagich behauptete in einem TV-Interview mit “FaceTV”, dass die “Pyramiden von Bosnien” ein “Heilmittel” gegen Corona sind.

Wir haben in Bosnien zwei Heilmittel gegen das Corona-Virus. Du (der TV-Moderator, Anm. LAF) sagst, das Virus habe keine Gegner. Das hat es aber. Der Fein des Virus sind negative Ionen.

 Sam Osmanagich: “Guru” und “Wunderheiler”?

Für verschiedene Zeitungsredakteure ist das Treffen von Osmanagich mit Djokovic damit ein gefundenes Fressen. Wie ein Blick in den Blätterwald zeigt, geht es nicht um die anderen Spekulationen des Osmanagisch um die Berge bei Visoko, sondern es wird sich auf diese “Heilungen” konzentriert. Auch wenn der Hinweis, dass Archäologen die “Pyramiden von Bosnien” als Unsinn ablehnen, nirgendwo fehlt.

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Sam Osmanagich sei ein“Guru” und “Wunderheiler”, so ist es den Berichten zu entnehmen. Fraglos klingt es auch mehr als fragwürdig, dass seien “Pyramiden” bzw. unterirdische “Heilkammer” solche Zauberkräfte besitzt. Zumal es mehr als unklar ist, was der “Guru” mit seinen “negativen Ionen” genau meint.

Ein Ion ist nichts weiter als ein Atom oder Molekül, dass entweder mehr oder weniger Elektronen hat, als im Normalzustand. Ionen mit ein oder mehr Elektronen zu wenig sind positiv geladen, während man bei zu vielen Elektronen von einer negativen Ladung spricht. Einfache Grundlagen der Physik aus der Schule. Warum aber Ionen mit zu vielen Elektronen Corona-Viren heilen oder besser gesagt unschädlich machen sollen, bleibt wohl das Geheimnis von Osmanagisch. Ein “Wunderheiler”, wie ihn die Presse bezeichnet, ist er damit meiner Meinung nach aber noch lange nicht.

“Ein Zufall, dass Djokovic den Ort nach seinem positiven Coronafall besucht”, fragt zum Beispiel die Zeitung “Blick” in diesem Zusammenhang. Immerhin ist den Meldungen zu entnehmen, dass der Tennisspieler bereits in der Vergangenheit “steile” oder “krude” Thesen verbreitet haben. Hierbei wird er vielfach mit dieser Aussage zitiert:

Ich kenne einige Leute, die durch energetische Transformationen, durch die Kraft von Gebeten, durch die Kraft von Dankbarkeit, das giftigste Essen oder vielleicht das giftigste Wasser in das Wasser mit der größten Heilkraft verwandelt haben, weil Wasser reagiert. Wissenschaftler haben bewiesen, dass die Moleküle im Wasser auf unsere Emotionen, auf das, was gesagt wurde, reagieren.

Fragelos eine Anspielung auf die “Heilkraft des Wassers“, wozu in den letzten Jahren immer wieder Bücher erschienen sind. Vor allem nach den Experimenten des “Alternativmediziner” Masuro Emoto aus Japan, der angeblich belegt haben will, dass Wasser “Gefühle” hat. Das sogenannte “belebte Wasser” ist hierbei ebenso in vielerlei Munde.

Wissenschaftlich anerkannt ist davon nichts. Vielmehr hat die Skeptiker-Gruppe “James Randi Educational Foundation” bereits 2003 eine Millionen Dollar Preisgeld für den wissenschaftlichen Nachweis für Emotos Behauptungen ausgeschrieben …

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YouTube-Video vom 2. Feb. 2020 auf Fischinger-Online

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YouTube-Video vom 12. März 2019 auf Fischinger-Online

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Corona: Freiwillige Grabungen an den “Bosnischen Pyramiden” für die Saison 2020 noch fraglich (+ Videos)

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Corona: Freiwillige Grabungen an den "Bosnischen Pyramiden" für die Saison 2020 noch fraglich (+ Videos)
Corona: Die geplanten freiwillige Grabungen an den “Bosnischen Pyramiden” sind für 2020 noch offen (Bild: Die “Mondpyramide” / J. de Zordo)

Seit Monaten bestimmt das Corona-Virus (COVID-19) Wirtschaft, Medien und öffentliches Leben. Und so hat die Pandemie längst nahezu alle Bereiche der Gesellschaft erreicht und mehr oder weniger fest im Griff. Das gilt auch für archäologische Grabungen in Deutschland, wie jüngst auf diesem Blog berichtet. Aber auch die Ausgrabungen freiwilliger Helfer in der Saison 2020 an den “Bosnischen Pyramiden” nahe des Ortes Visoko in Bosnien und Herzegowina sind betroffen. Laut einer offiziellen Mitteilung der “Bosnische Pyramid of the Sun Foundation” sei vollkommen unklar, ob und wann die Freiwilligen an den “Pyramiden” dieses Jahr ihre Arbeit aufnehmen können. Alles dazu erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Corona und die “Bosnischen Pyramiden”

Jedes Jahr kommen freiwillige Helfer zu den “Bosnischen Pyramiden” unweit von Visoko, um dort an Ausgrabungen rund um ihren Entdecker Dr. Sam Osmanagich (Sam Osmanagic) teilzunehmen. Die Freiwilligen graben dort jede Saison an, aus und um den “Pyramiden”, die nach Osmanagich eine archäologische Sensationen sein sollen, aber von der etablierten Archäologie abgelehnt werden.

Mehr dazu in den YouTube-Videos auf Fischinger-Online unten.

Doch Corona (COVID-19) hat natürlich auch Bosnien und Herzegowina und damit die “Pyramiden von Bosnien” erreicht. Damit sei vollkommen unklar, ob in diesem Sommer wie gewohnt dort Grabungen mit Freiwilligen aus aller Welt durchgeführt werden können, so die “Bosnische Pyramid of the Sun Foundation” in einer Bekanntmachung. Der “archäologische Park” um die dortigen Berge sei aber für Besucher Interessierte und Neugierige geöffnet.

Archäologischer Park bleibt geöffnet

In der Mitteilung hieß es am 20. Mai dazu an “alle, die 2020 freiwillig zu den bosnischen Pyramiden kommen wollten”:

Archäologischer Park: Die bosnische Pyramide der Sonne Foundation bedankt sich herzlich für Ihren Plan, an unserem Freiwilligenprogramm in Visoko teilzunehmen und bei unserer edlen Sache zu helfen.

Aufgrund der unglücklichen Ereignisse angeblicher Pandemien auf der ganzen Welt und ihrer Folgen bleiben die Grenzen vieler Länder geschlossen. Gleiches gilt für Bosnien-Herzegowina. Derzeit dürfen nur bosnische Staatsbürger in das Land einreisen, jedoch mit 14 Tagen Selbstisolation als obligatorisches Verfahren.

Das mögliche Datum für die Öffnung unserer Grenzen ist der 1. Juni, aber das Erfordernis einer zweiwöchigen Selbstisolation könnte weiterhin aktiv bleiben.

Daher können wir einigen von Ihnen, die sich fragen, ob im Jahr 2020 noch Freiwilligenarbeit geleistet wird, immer noch keine genauen Antworten und Anweisungen geben.

Wir werden Sie weiter informieren, sobald wir weitere Informationen haben, höchstwahrscheinlich Anfang Juni. Im Moment können wir mit Sicherheit sagen, dass die Freiwilligenarbeit in der ersten Junihälfte nicht aktiv sein wird. Planen Sie es also nicht.

Alle unsere archäologischen und touristischen Stätten (Ravne-Tunnel, Ravne 2-Park, Ravne 3- und Ravne 4-Tunnel, bosnische Sonnenpyramide, bosnische Mondpyramide und Tumulus) sind jeden Tag der Woche von 8 bis 20 Uhr geöffnet . Wir freuen uns, Sie als Besucher oder Gäste mit unseren Reiseleitern und deren Präsentationen begrüßen zu dürfen.

YouTube-Videos zum Thema auf Fischinger-Online

YouTube-Video vom 2. Feb. 2020 auf Fischinger-Online

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Erich von Däniken im Video-Interview: Über Verluste in Corona-Zeiten, seinen 85. Geburtstag, die Außerirdischen und sein kommendes Buch (Videos)

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Erich von Däniken im Video-Interview - Über Verluste in Corona-Zeiten, seinen 85. Geburtstag und die Außerirdischen (Bild: Screenshot Jungfrau Zeitung)
Erich von Däniken im Video-Interview – Über Verluste in Corona-Zeiten, seinen 85. Geburtstag und die Außerirdischen (Bild: Screenshot Jungfrau Zeitung)

Am 14. April dieses Jahrs wurde die Prä-Astronautik-Legende Erich von Däniken 85 Jahre alt. Seit seinem ersten Weltbesteller vor 52 Jahren ist er “das Gesicht” der Prä-Astronautik und der Welt der Ancient Aliens. Und er arbeitet derzeit an seinem 43. Buch, das im Herbst 2020 erscheinen soll. Wie auf diesem Blog bereits berichtet traf Corona auch von Däniken und seine Arbeit, so dass viele Pläne gestrichen werden mussten. So nutze die “Jungfrau Zeitung” aus der Schweiz die Anwesenheit des unermüdlichen Astronautengötter-Jägers in seinem Büro für ein Video-Interview. Ein fast halbstündiges lockeres Gespräch mit der Talkmaster-Legende Matthias Mast, das nun online erschienen ist. Zusätzlich findet Ihr hier ein Video, das anlässlich seines Geburtstages am 14. April bei Fischinger-Online auf YouTube erschien.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

85 Jahre: Erich von Däniken

Wer hätte im Februar 1968, als Erich von Däniken sein erstes Buch “Erinnerungen an die Zukunft” erschien, gedacht, dass er 52 Jahre später noch immer “seinen Göttern der Sterne” nachjagt? Am wenigsten wohl von Däniken selber, der derzeit an seinem 43. Buch arbeitet. Schwerpunkt sollen die Rätsel und offenen Fragen der Evolution sein, wie er verschiedentlich bereits anklingen ließ.

Wie HIER berichtet, traf das Corona-Virus bzw. die damit verbundenen Maßnahmen und Einschränkungen auch die Arbeit von Däniken. Und das härter als gedacht, wie er jetzt in einem Video-Interview mit der Schweizer “Jungfrau Zeitung” verriet.

Das Interview ging am 17. April online. Dazu heißt es:

Einer der bekanntesten Autoren der Schweiz stellt sich in seinem Unterseener Büro den Fragen von Matthias Mast. Erich von Däniken spricht von persönlichen finanziellen Verlusten in der aktuellen Krise, dem ‘Blob’ oder dem speziellen Geburtstagsbrief aus dem Vatikan.

Wer keine Probleme mit dem Schwizerdütsch hat, findet das Video HIER.

Nachstehend findet Ihr auch ein Video von meinem YouTube-Kanal, das anlässlich seines 85. Geburtstages erschien, und bisher nicht auf diesem Blog zu sehen war.

Bleibt neugierig …

Video vom 14. April 2020 auf Fischinger-Online

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Corona: Große Sonderausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” wird auf 2021 verschoben (+ Videos)

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Corona: Große Ausstellung "Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra - Neue Horizonte" wird auf 2021 verschoben (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Corona: Große Ausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” wird auf 2021 verschoben (Bilder: gemeinfrei/PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Die 1999 auf dem “Mittelberg” nahe des Ortes Nebra in Sachsen-Anhalt gefundene “Himmelsscheibe von Nebra” gehört mit ihren mindestens 3.700 Jahren zu einem der bedeutendsten Funde der Archäologie. Nach dem das durch Raubgräber gefundene Artefakt 2002 in den Besitz der Landesarchäologie von Sachen-Anhalt in Halle überging, ist es Gegenstand zahlreicher Untersuchungen, Debatten und Forschungen. Und auch Herzstück diverser Ausstellungen. Doch jetzt gab das “Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt “bekannt, dass die geplante Sonderausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte” für 2020 abgesagt wurde. Grund sei das Corona-Virus (COVID-19). Auch der weitere Verlauf einer Ausstellungsplanung in Kooperation mit dem Britischen Museum in London sei ungewiss. Alle Einzelheiten erfahrt Ihr hier.


Sonderausstellung zur “Himmelsscheibe von Nebra”

Am 20. November 2020 sollte feierlich die Ausstellung “Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte”  im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) eröffnet werden. Geplant war sie bis zum 16. Mai 2021. Danach sollte die “Himmelsscheibe” im Britischen Museum in London ausgestellt werden, wie es bereits 2019 ausgehandelt wurde.

Als Gegenleistung sollten wertvolle Artefakte und Ausstellungsstücke des berühmten Londoner Museums nach Deutschland kommen und in Halle gezeigt werden. Zu der seit Jahren gelpanten Sonderausstellung heißt es vom “Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie”:

Wir präsentieren die Ergebnisse der Forschungen rund um die Himmelsscheibe der vergangenen 20 Jahre, in einer einzigartigen Verknüpfung von Naturwissenschaft, Archäologie, Gesellschaftstheorie und Kunst.

Neue Funde und Befunde aus Sachsen-Anhalt werden durch hochrangige Objekte von über 50 Leihgebern aus dem In- und Ausland (wie zum Beispiel dem goldenen Cape von Mold oder dem Goldhut von Schifferstadt) ergänzt und in bewährt exklusiver Gestaltung in Szene gesetzt. Den roten Faden bildet die zeitliche Ordnung des archäologischen Kulturguts vom Ende der Steinzeit bis in die mittlere Bronzezeit, etwa 1.400 Jahre Menschheitsgeschichte.

Eine mehr als lohnende Ausstellung für alle an der Archäologie und der Geschichte unserer Vorfahren interessierten Menschen. Schwerpunkte sollen “das Ende der Steinzeit”, die “Himmelsscheibe” an sich sowie die Handesnetze und -Wege unserer damaligen Vorfahren sein. Ein Fernhandel von Zinn, Gold, Kupfer und Bernstein über tausende Kilometer, der von Skandinavien über Deutschland bis Mesopotamien und Ägypten reichte.

Damit einher ging der Austausch von Ideen, Weltanschauungen und religiösen oder spirituellen Vorstellungen, die sich zum Teil auch auf der “Himmelsscheibe von Nebra” niederschlugen.

Corona-Absage der “Himmelsscheiben-Ausstellung” für dieses Jahr

Daraus wird nun leider vorerst nichts, wie die Archäologen aus Halle mitteilten. Schuld ist auch hier das Corona-Virus, dass bereits die archäologische Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und Halle an der “Kreisgrabenanlage von Pömmelte” nahe Magdeburg behindert. Dem 115 Meter großen “Stonehenge von Deutschland”, wie in diesem Beitrag HIER Anfang April berichtet.

So sahen sich die Verantwortlichen dazu gezwungen die Sonderausstellung der “Himmelsscheibe” und anderer Funde in Halle auf das kommende Jahr zu verschieben. Sie soll nach den derzeitigen Plänen Ende Mai oder Anfang Juni 2021 eröffnet werden und bis zum Januar 2022 gehen. In einer Pressemitteilung vom 22. April hieß es zu dieser Entscheidung:

Angesichts der Tatsache, dass vielerorts Großveranstaltungen bis weit in den Herbst hinein abgesagt werden müssen, hat sich das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle in enger Abstimmung mit seinen Partnermuseen entschlossen, die große Landesausstellung zur Erforschung der Himmelsscheibe von Nebra zu verschieben.

Bei dem zu erwartenden starken öffentlichen Interesse an der Schau ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht absehbar, inwieweit die notwendigen Sicherheitsbestimmungen Einschränkungen für die Besucher erfordern würden.

Zudem erschwert der international wie national stark eingeschränkte Personen- und Warenverkehr derzeit auch die für eine Ausstellung nötige Logistik erheblich. Momentan ist die rechtzeitige Verfügbarkeit vieler herausragender Ausstellungsexponate nicht zu gewährleisten. Hier sind insbesondere die zahlreichen Leihgaben aus verschiedenen Museen des Vereinigten Königreiches, Italiens und Frankreichs zu nennen. Sie bieten einen umfassenden und einzigartigen Einblick in die Welt der Himmelsscheibe von Nebra vor über 3.600 Jahren – mit Fundstücken, die teilweise noch nie in Deutschland zu sehen waren.

Ein notwendiger Schritt, denn was nützt eine Sonderausstellung, bei der die Exponate nicht gezeigt werden können, oder die keiner besuchen kann?

Video-Auswahl zum Thema auf YouTube

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Video vom 26. Feb. 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 28. Aug. 2019 auf Fischinger-Online

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Video vom 23. Sep. 2019 auf Fischinger-Online

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Ringheiligtum Pömmelte, das “deutsche Stonehenge”: Ausgrabungen gehen trotz Corona noch diesen Monat in Deutschlands “sakraler Landschaft” weiter (+ Videos)

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Ringheiligtum Pömmelte, das "deutsche Stonehenge": Ausgrabungen gehen trotz Corona noch in diesem Monat weiter (Bild: WikiCommos / T. Maue / CC BY-SA 2.0)
Ringheiligtum Pömmelte, das “deutsche Stonehenge”: Ausgrabungen gehen trotz Corona noch in diesem Monat weiter (Bild: WikiCommos / T. Maue / CC BY-SA 2.0)

Trotz der zahlreichen Einschränkungen, die das grassierende Corona-Virus COVID-19 auf das öffentliche Leben derzeit hat, scheint das “Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt” in Halle davon nicht betroffen zu sein. Wie jetzt mitgeteilt wurde, startet noch im April die neue Ausgrabungssaison 2020 am bzw. um das Ringheiligtum Pömmelte nahe Magdeburg. Unweit der auch “deutsches Stonehenge” genannten Ringanlage haben die Archäologen bereits zuvor ein rund 4.000 Jahre Siedlung entdeckt, die nach Ansicht der Forscher mehr über den Gesamtkontext Anlage von Pömmelte und ähnlichen Bauten der Region verraten könnte. Auch über die “Himmelsscheibe von Nebra“. Was sich die Archäologen erhoffen, welche Entdeckungen bereits gemacht wurden und warum sie von einer mit Stonehenge vergleichbaren “sakralen Landschaft” sprechen, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.


Die Kreisgrabenanlage von Pömmelte

Das “Kreisgrabenanlage von Pömmelte” genannte Ringheiligtum aus dem Ende des 3. Jahrtausend vor Christus wurde erst 2005/2006 durch Luftbildaufnahmen entdecken. Nachforschungen am Boden bestätigten, dass hier im Erdreich eine uraltes Heiligtum in Form einer Kreisanlage befindet, die daraufhin in den Folgejahren systematisch ausgegraben wurde. Wie auch die steinzeitliche Anlage von Goseck der Region (s. 1. Video unten) wurde auch die Ringanlage von Pömmelte 2016 als Rekonstruktion wieder aufgebaut.

Die Kreisanlage von Pömmelte geht bis in die Steinzeit zurück, hat 115 Meter Durchmesser und ist in sieben einzelne Ringanlagen unterteilt. Die bisherigen Ausgrabungen zeigten, dass dieser “Kultplatz” offensichtlich über sehr lange Zeiträume hinweg genutzt und auch umgebaut wurde. Knochen von Menschen, Tiere sowie Reste von Gefäßen und entdeckte Steinwerkzeuge lassen vermuten, dass hier nicht nur Bestattungen eines Totenkult vorgenommen wurden. Auch “rituell” sollen die Nutzer der Kreisgrabenanlage hier vor Jahrtausenden Gegenstände vergraben haben.

Als eine Art von Opfer an spirituelle, himmlische oder jenseitige Mächte und/oder Ahnen. Ein Brauch an sakralen Bauten und Plätzen, der weltweit nachweisbar ist. Von der Steinzeit bis heute. Der Kult an dem Heiligtum von Pömmelte sei allerdings mehr oder weniger einzigartig, da die entsprechenden vorgefunden Schachtlöcher erst am Ende der Bronzezeit und zum Beginn der Eisenzeit “in Mode” kamen.

Die Archäologen des “Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt” in Halle sowie britische Kollegen sind überzeugt, dass ab 2800 vor Christus hier ein heiliger Platz existierte. Eine Ringanlage, die an verschiedene Kulturen weitergegeben wurde, da durch die Ausgrabungen dessen Nutzung von unterschiedlichen Kulturen nachweisbar ist. Besonders auffällig ist dabei, dass in der Zeit zwischen 2135 bis 1985 vor Christus das Heiligtum gezielt abgebaut wurde. Warum unsere Vorfahren das taten, bleibt offen.

Ein deutsches Stonehenge für den “Kult”

Geklärt ist aber, dass auch diese Ringanlage einst astronomischen Zwecke diente. Auch hier wurden in der Architektur der umgebenen Palisaden spezielle Auf- und Untergängen der Sonne berücksichtigt. Ein Brauch, der bei nahezu allen archaischen Bauten dieser Art nachweisbar ist. Inklusive Stonehenge in England, als bekanntestes Beispiel aus der Steinzeit.

Wirklich verstehen, warum unsere Vorfahren in Mitteldeutschland und zahllosen anderen Orten derartige Heiligtümer errichteten, kann bis heute niemand. Irgendwelche “Kulte” waren sicher der Grund. Hier reichen die Interpretationen von Kultstätten für Verstorbene, dem Mond, die Sonne, dem Himmel mit den Sternen, dem Kalender bis zu spirituellen Machtplätzen einer Herrscherkaste. Letztes in dem Sinne, dass diese Eingeweihten durch solche Anlagen Himmelszeichen deuten und vorhersehen konnten.

Wahrscheinlich war der Sinn in den meisten Fällen eine Kombination aus alle diesen “kultischen Nutzungen”. Zumal solche Anlagen über Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende hinweg genutzt wurden. Auch von verschiedenen Kulturen, wie man es bei der “Kreisgrabenanlage von Pömmelte” belegen konnte. Weltanschauungen, Religionen und damit die Verwendung entsprechender Bauten ändern sich dadurch durchaus.

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Die gefundene Anlage von Pömmelte steht nach Ansicht der Archäologen auch nicht allein in der Gegend. Sie ist eingebettet in eine riesige “sakrale Landschaft”, wie es die Archäologen bezeichnen. Verschiedene Stätten seien Teil dieses fast schon religiösen Gebietes der Vorzeit, was damit die Forscher an das englische Stonehenge erinnert. Es sei einst “eine mit dem Umfeld von Stonehenge vergleichbare sakrale Landschaft” gewesen, die “hier irgendwo im heutigen Nirgendwo” vor tausenden von Jahren entstand, so Franziska Knoll von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Auch sei ein Vergleich von Pömmelte zu Stonehenge trotz der augenscheinlich vollkommen unterschiedlichen Bauweise durchaus gerechtfertigt. So schreibt “Deutsche Welle” unter Berufung auf die Archäologin Knoll:

Der Blick zum weltberühmten Monument in Südengland ist durchaus nachvollziehbar, denn beide Ringheiligtümer – Stonehenge wie Pömmelte – wurden von Vertretern der Glockenbecher-Kultur vor über 4.300 Jahren erbaut, also am Ende der Jungsteinzeit.

Beide Anlagen haben einen sehr ähnlichen Grundriss, in beiden wurden astronomische Bezüge entdeckt, in Stonehenge zur Winter- und Sommersonnenwende, in Pömmelte zu den Mittviertelfesten, Mitte Februar und Ende Oktober/Anfang November, wenn die Sonne in den zentralen Einlässen auf- bzw. unterging. Zwar fehlen in Pömmelte die tonnenschweren Steine, aber kulturhistorisch ist das Ringheiligtum Pömmelte südlich von Magdeburg durchaus mit Stonehenge vergleichbar.

Großflächige Ausgrabungen geplant

Da ein Vergleich mit Stonehenge und Umgebung nicht gescheut wird, arbeiten die deutschen Forscher auch mit Kollegen aus Großbritannien zusammen. Die Archäologen der der Universität Southampton arbeiten und graben seit Jahren im Gebiet von Stonehenge und so profitieren beide Seiten von der Zusammenarbeit. Ob sie allerdings in der jetzt beginnenden Saison 2020 so reibungslos funktioniert,  wie in den Jahren davor, ist noch unsicher. Durch die Corona-Pandemie sei es unklar, ob ab Juli auch Studenten der Universität Southampton in Deutschland bei den Ausgrabungen dabei sei können.

Dennoch startet dieser Tage die weitere Erforschung des Gebietes um die Ringanlage durch die deutschen Forscher. Hauptaugenmerk der Archäologen aus Halle liegt dabei auf eine Siedlung, die bereits vor einigen Jahren unmittelbar bei dem Heiligtum gefunden wurde. Das unterscheidet Pömmelte von Stonehenge, wie sie betonen. Denn in England liegen zwar zahllose Gräber, Grabhügel und weitere Anlagen um den Steinkreis verteilt, aber keine ganzen Dörfer wie hier.

Etwa 29.000 Quadratmeter sei nach Angaben der Archäologen diese Siedlung groß. Und 37 sogenannte “Langhäuser” Bewohner konnten bereit gefunden werden. Weiter werden sicher folgen, ist sich Knoll sicher. Für Mitteleuropa ist das bisher einzigartig. Wofür dieses Dorf aber errichtet wurde, sei weiterhin vollkommen unklar. Ebenso, was die Bewohner dort eigentlich machten. Vielleicht, so spekulieren die Ausgräber, “kümmerten sie sich um das Heiligtum oder versorgten Besucher des Ringheiligtums bei Ritualen”, so “Deutsche Welle”.

Offensichtlich wird es auch nicht die letzte große Grabung in diesem Gebiet sein, da auf Luftbildaufnahmen südlich der Ringanlage eine weitere Anlage dieser Art entdeckt wurde. Sie stamme von der Baalberger-Kultur und sei angeblich 6.000 Jahre alt. Unweit der rund 4.000 Jahre alten Kreisgrabenanlage bei Schönebeck, nur ca. 1,3 Kilometer von Pömmelte entfernt, wurden ebenfalls Umrisse von Gebäuden auf Luftbildern nachweisen. Auch die sollen jetzt genauer untersucht werden.

Auf den Spuren unserer eigenen Wurzeln in Pömmelte

Bereits 2019 schrieb Dr. Alfred Reichenberger vom “Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt” in einer Pressemitteilung zu den damaligen Ausgrabungen:

Auf eben jene Glockenbecher Leute geht die Anlage des Ringheiligtums zurück. Auch zeitgleiche Bestattungen konnten dokumentiert werden. Die Verstorbenen wurden teils aufwändig in Holzkammern oder Baumsärgen bestattet. (…) Auch Stonehenge wurde durch die Glockenbecher Leute erbaut. Sie trugen die Kenntnis über die Metallverarbeitung über ganz Europa und legten so den Grundstein für die Kommunikationsnetzwerke der folgenden Bronzezeit. 

Das Areal in und um das Ringheiligtum in Pömmelte bietet damit einen einzigartigen Einblick in das kulturelle Gefüge des 3. Jt.s v. Chr. Diese Epoche prägten Migration und Innovation maßgeblich. Eben jene Glockenbecher Leute und Schnurkeramiker verliehen uns heutigen Europäern einen Großteil unseres Gensatzes.

Die Befunde und Funde aus Pömmelte ermöglichen aber auch, das soziale und religiöse Umfeld der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur, für das die Himmelsscheibe von Nebra das eindrücklichste Beispiel bietet, besser zu verstehen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen in Pömmelte sind Teil des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Projektes ‘Kontextualisiertes Erleben der Himmelsscheibe von Nebra’. (…)

Das Ringheiligtum ist neben der unweit gelegenen Kreisgrabenanlage von Schönebeck Teil einer Rituallandschaft an der Elbe und spielt für das Verständnis der kulturgeschichtlichen Grundlagen am Ende der Jungsteinzeit und für den Beginn der sozialen Komplexität in der frühen Bronzezeit eine zentrale Rolle.”

Eine deutsche “Rituallandschaft”

Eine “Rituallandschaft an der Elbe” mitten in Deutschland. Vor wenigen Jahren noch hätte daran kein hiesiger Archäologe geglaubt. Von daher ist es auch wenig verwunderlich, dass Archäologen diese “Rituallandschaft” mit der “Himmelscheibe von Nebra” in Verbindung bringen. Als “Jahrtausendfund” der Archäologie mitten in eben genau diesem Gebiet wurde sie unlängst selbst zu einem “Heiligtum” der deutschen Archäologen.

Betrachtet man diese heilige Region in Sachsen-Anhalt in ihrer bisherigen Gesamtheit, wirft sie unzählige Frage auf. Von denen werden Archäologen viele wohl niemals eindeutige beantworten können. Das fängt bereits bei dem eigentlichen Grund an, warum Menschen der Steinzeit überhaupt damit anfingen solche Ringanlagen, Kreisbauten und Steinkreise zu errichten. Weiter stellt sich die Frage, warum sich dieser Brauch über ganz Europa und darüber hinaus ausbreitete. Auch wenn es lokale Abweichungen in der Art und Weise dieser Kathedralen der Steinzeit gibt.

Offen ist auch, warum tausende von Jahren an dieser “Religion” festgehalten wurde. Beispielsweise ist das immer wieder in diesem Zusammenhang genannte Sonnenobservatorium von Goseck als Teil dieser “Rituallandschaft” rund 7.000 Jahre alt. Die viel zitierte und nach Meinung der Archäologen dazugehörige “Himmelsscheibe von Nebra” indes nur 3.700 bis 4.100 Jahre. Die “Kreisgrabenanlage von Pömmelte” bis zu 4.800 Jahre. Und jene bei Schönebeck sogar nur 4.000 Jahre.

Dass die Parallelen beispielsweise zwischen Goseck und Pömmelte trotz des Altersunterschied eindeutig sind, steht außer Frage. Warum das so ist, wird sich wohl niemals belegen lassen.

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Lars A. Fischinger

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