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Nakhon Sawan, die „Stadt des Himmels“ in Thailand: UFO-Hotspot und Pilgerstätte eines neuen Alien- und UFO-Kultes

Nakhon Sawan, die „Stadt des Himmels“ in Thailand: UFO-Hotspot und Pilgerstätte eines neuen UFO-Kultes (Bild: UFOkaokala / Montage: Fischinger-Online)
Nakhon Sawan, die „Stadt des Himmels“ in Thailand: UFO-Hotspot und Pilgerstätte eines neuen UFO-Kultes (Bild: UFOkaokala / Montage: Fischinger-Online)

Relativ unbemerkt vor der westliche UFO-Forschung hat sich in Thailand ein neuer UFO- und Alien-“Hotspot” entwickelt. Oder besser gesagt ein Pilgerort eines neuen UFO-Kultes, der 1997 in Nakhon Sawan nördlich von Bangkok seinen Anfang nahm. Hier sollen laut den Anhängern nicht nur regelmäßig UFOs und Außerirdische erscheinen, sondern diese Aliens würden den Gläubigen auch mediale Botschaften und Lehren übermitteln. Seit dem ist ein dortiger Hügel zu einem Zentrum dieses buddhistischen UFO-Kultes geworden. Was diese UFO-Gruppe glaubt, wie sie entstand und warum die Behörden sie teilweise mit Argwohn sehen, erfahrt Ihr detailliert in diesem Beitrag.


UFO-Kult in der “Stadt des Himmels”

Erstaunliches geht seit rund 20 Jahre in Thailand vor sich. Hier hat sich in dem Ort Nakhon Sawan (= “Stadt des Himmels”) nördlich von Bangkok rund um eine Buddha-Statue auf einem Hügel ab 1997 ein regelrechter UFO- und Alien-Kult entwickelt. Ein Hotspot, an dem nicht nur UFOs erscheinen sollen, sondern auch Außerirdische die Botschaften, Lehren und Weisheiten mitteilen.

Die buddhistische Anhängerschar des Kultes um Außerirdische von den beiden Planeten Loku und Pluto wächst seit dem rasant. Auch zum Ärger der Behörden, da die Pilgerstätte der zahlreichen UFO-Anhänger in einem Naturschutzgebiet liegt. Inzwischen berichten vermehrt weltweit Medien über diesen Kult bzw. die dortige UFO-Gemeinde „Kaokala UFO“, wie sie sich auf Facebook nennt. Nach dem Namen des Hügels, auf dem die Buddha-Statue steht.

Hier sollen die Außerirdischen sich immer wieder in UFOs und real zeigen. Sie würden den dort versammelten Menschen dabei auch immer wieder medial Botschaften senden, die sie „in ihren Köpfen“ empfangen. Inhaltlich seien diese Informationen vor allem „Ratschläge zu ‚Karma‘, ‚Reinkarnation‘, ‚Gier‘, ‚Angst‘ und anderen buddhistischen Anliegen“, so beispielsweise CNN über diese Gruppe. Denn Buddha sei nach den Worten der Außerirdischen „der größte menschliche Geist“ gewesen.

Botschaften also, die in einem Land, in dem mehr als 95 Prozent Buddhisten sind, natürlich gut angekommen. In Meditation versunken würden die Anhänger dieses UFO-Kultes aber auch Warnungen vor dem Ende der Welt bekommen. Inklusive tröstender Worte:

Das sie sich keine Sorgen machen sollten über die Erdapokalypse durch Atomkrieg, Klimawandel, mutierte Krankheiten oder andere ‚Katastrophen‘.

Technisch überlegene, wohlwollende Aliens versprechen, sich um ausgewählte ‚Überlebende‘ zu kümmern.“

Botschaften von Außerirdischen

Begonnen hat der Kult um diese Alien- und UFO-Kontakte bereits 1997 durch den pensionierte Sergeant-Major Cherd Chuensamnaun. Während einer Tiefenmediation in seinem Haus habe er plötzlich die ersten Botschaften dieser Außerirdischen medial empfangen. Als er aber seiner Familie von diesem Erlebnis berichtete, habe niemand seinen Aussagen geglaubt. Vielmehr haben seine Angehörigen ihn „verspottet“, bis seine Tochter Wassana Chuensamnaun nach Beweisen verlangte:

Ich habe meinen Vater gebeten, den Außerirdischen zu sagen, dass sie sich zeigen sollen. Am nächsten Tag sandten die Außerirdischen Energie, um meinen Bruder und Schwager zu drehen.“

Und genau so soll es am anderen Tag gekommen sein. Jaroen Raepeth, der anwesende Schwager, dazu:

Ich hatte das Gefühl, meine Beine und Arme müssten sich drehen. Ich konnte mich vier oder fünf Minuten lang nicht unter Kontrolle halten. Ich hatte keine Angst. Wir haben uns beide nach draußen gedreht.“

Bei diesem „Umherwirbeln“ sei ihm nicht mal schwindelig geworden, wie er CNN gegenüber beteuerte. Hinzu kam die Sichtung eines UFOs, das in Höhe der Baumkronen flog und 10 bis 15 Meter lang gewesen sein soll. Von da an erhielt Cherd Chuensamnaun nach eigenen Angaben regelmäßig geistige Nachrichten von den Außerirdischen. Jedoch nur bis zum Jahr 2000, denn da verstarb er.

Fortan übernahm seine Tochter Wassana seinen Platz als Kontaktler zu den Außerirdischen ein und kündigte ihre Arbeit als Krankenschwester. So könne sie sich voll und ganz den Aliens der beiden fremden Welten widmen. Denn auch nach dem Tod von Cherd Chuensamnaun hielten sie weiterhin Kontrakt und nutzen sogar den nahe gehenden See Bueng Boraphet als eine Art „Dimensionsportal“ für sich und ihre UFOs. So käme es immer wieder zu UFO-Sichtungen, Kontakten mit ihnen und Sichtungen der Aliens rund um den Hügel Kao Kala (Khao Kala). Die Anhänger dieser Gruppe sind sicher, dass sie immer wieder Außerirdische in den umgebenen Feldern landen und herumlaufen sehen.

Liebevolle Aliens in Sorge

Vor seinem Tod lernte Wassana die Kunst oder Technik des Kontaktes mit dem Fremden von ihren Vater, behauptet sie. Womit sie aber nicht allein ist. Inzwischen würden ihren Worten nach mehr als 100 Personen diese Fähigkeiten von ihr gelernt haben und selber Kontakt mit den Außerirdischen haben.

Die UFOs selber, die immer wieder erscheinen sollen, beschreiben die Anhänger nahezu klassisch. Silberne Objekte bzw. Scheiben mit bunten Lichtern, die sicher das stereotypische Bild einer „Fliegenden Unterasse“ sind.

Auch die Aliens an sich entsprechen einen klassischen Typus, der allerdings sehr an die früheren B-Movie-Filme aus der Science-Fiction der 50ger und 60ger Jahre erinnert. Die großen und kahlen Köpfe erinnern wiederum an die bekannten Greys mit ihren riesigen Augen. Jedoch tragen sie in den Zeichnungen der angeblichen Augenzeugen sehr oft eine Antenne auf dem Kopf und silberne „Raumanzüge“ über ihre dünnen Körper.

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Ein Bild von Aliens oder UFO-Besatzungen, das auch aus den frühen Jahren der UFO-Forschung durchaus bekannt ist.

Die Anhänger dieses UFO-Kultes sind aber gleichzeitig überzeugt, dass es zwei unterschiedliche Spezies von Aliens sind, mit denen sie in Kontakt stehen. Eben von den beiden unterschiedlichen Planeten namens Pluto und Loku. Wobei mit Pluto scheinbar nicht der Ex-Planet Pluto hinter Neptun in unserem Sonnensystem gemeint ist. Zu diesen Fremden aus dem All sagt die „UFO-Gruppenleiterin“ Wassana Chuensamnaun gegenüber CNN:

Pluto-Aliens bestehen aus Energie, können in physischer Form auftreten und sind in der Lage, Menschen zu unterrichten. Loku-Aliens haben einen physischen Körper und Wissen über Hochtechnologie. Sie arbeiten zusammen.

Pluto-Aliens sorgen sich um etwas so verheerendes, auf der Erde geschehenes, wie Krieg oder Umwelt, dass es sich auf ihren Planeten auswirken könnte. Sie möchten auch einigen Menschen die Möglichkeit geben, mit ihnen zu kommunizieren, wenn Menschen also alles in einem Atomkrieg zerstören, können die Außerirdischen den Überlebenden helfen, die menschliche Zivilisation wieder aufzubauen.“

Der Anführer der Außerirdischen von Pluto wiederum ist ein uraltes Wesen. „Ich lebte 10.000 Jahre“, habe er angeblich Wassana Chuensamnaun mitgeteilt. Ein Raumschiff benötigt er eigentlich nicht, denn:

Ich reise durch Dimensionen. Es ist fortgeschrittene Physik. Ich reise mit meinem Verstand.“

Spiritueller UFO-Hotspot

Die Gläubigen dieses UFO-Kultes sehen den Hügel Kao Kala unweit von Nakhon Sawan längst als ihr spirituelles Zentrum an. Immer wieder versammeln sie sich dort zur Meditation und vor allem zur Kontaktaufnahme mit den Außerirdischen. Einige dieser UFO-Treffen fallen für die Behörden allerdings immer wieder zu groß aus. Zumal dann, wenn rings um das UFO-Zentrum im Naturschutzgebiet Zelte aufgebaut werden. Erst im September mussten rund 30 Beamte eine solche Versammlung von etwa 60 UFO-Anhängern auflösen, die sich hier versammelten. Friedlich seien diese dann zum Fuß des Hügels gezogen und haben dort in den folgenden Stunden ihre UFO-Mediation weitergeführt.

Damit hätte die Gruppe rechnen müssen. Schon Mitte August haben ca. 40 Beamte sowie das Forstministerium eine solche Versammlung auf der Spitze des „UFO-Hügel“ aufgelöst und ein Versammlungsverbot erteilt. Erstaunlich erscheint die hohe Anzahl der Einsatzkräfte gegenüber die UFO-Jüngern. Soll hier etwa der Alien-Kult und deren wachsende Beliebtheit mehr oder weniger brachial verhindert werden?

Pinit Laoyuu vom örtlichen Forstamt betonte, dass hier allein der Schutz der Natur im Vordergrund steht:

Das Forstamt wird mithilfe von Satelliten-GPS prüfen, ob und wie viel sich das Zentrum im Wald befindet. Wir werden nach dem Gesetz vorgehen. Wir werden vorerst nicht zulassen, dass Menschen hier Zelte aufschlagen oder Aktivitäten abhalten, da ein Fall noch nicht abgeschlossen ist.“

Der Polizeibeamte Damrong Petpong wiederum sah die Sache im August 2019 eher humorvoll. Er würde gleich alle dort landenden Aliens verhaften:

Wenn wir jemanden des Fehlverhaltens für schuldig halten, werden wir ein Strafverfahren gegen ihn einleiten. Wenn ein UFO herunterkommt und hier parkt, ist das noch besser. Wir werden sie alle festnehmen.“

Eine “buddhistische UFO-Sekte”

Welche Faszination diese „buddhistische UFO-Sekte“ auf einzelne Menschen ausüben kann, zeigt das Beispiel der Gläubigen Ploy Buranasiri aus Bangkok. Sie komme seit nunmehr 9 Jahren regelmäßig zu diesem UFO-Zentrum. Nicht anders eine Sukwasa Mukprom, die 2018 mehr als 10-mal zu diesem Hügel pilgerte.

Der Anhänger Dusadee Prasonsuk wiederum gab seine Arbeit als Tontechniker in Bangkok auf, um sich ganz der UFO-Gruppe zu widmen. Inzwischen ist er sicher, dass die UFO-Gruppe von den Außerirdischen auserwählt sein. So zitiert ihn die „Bangkok Post“ bereits 2015 mit den Worten:

Jeder von uns wird von den Außerirdischen mit einer anderen Aufgabe beauftragt. Die Hauptaufgabe besteht darin, zu lernen, wie man mit der bevorstehenden Katastrophe umgeht, die die Hälfte der Menschen auf der Welt vernichtet.

Wir bereiten uns auf diesen Tag vor.“

Eine Aussage, die erneut unterstreicht, dass hier in Thailand eine neue UFO-Sekte entstanden ist. Und zwar nach ganz klassischen Strukturen, die natürlich auch auf andere Kulte und sogenannte „religiöse Sondergruppen“ zutrifft.

So bleibt zu hoffe, dass die Einschätzung eines Anwohners auch in Zukunft zutrifft, den die „Bangkok Post“ mit den Worten zitiert:

Ich weiß nicht, ob UFOs oder Aliens echt sind oder nicht, aber die Gruppe ist harmlos. Für mich sind es nur Menschen, die zusammen meditieren, was gut ist.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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UFO-Sekte Rael-Bewegung und ihr Botschaftsgebäude für die Aliens: Jetzt sollen die Vereinten Nationen helfen

UFO-Sekte Rael-Bewegung und ihr Botschaftsgebäude für die Aliens: Jetzt soll es die UN regeln (Bilder: Fischinger-Online / gemeinfrei / Real.org / Montage: Fischinger-Online)
UFO-Sekte Rael-Bewegung und ihr Botschaftsgebäude für die Aliens: Jetzt soll es die UN regeln (Bilder: Fischinger-Online / gemeinfrei / Real.org / Montage: Fischinger-Online)

Die UFO-Sekte Rael-Bewegung oder auch Raelianer ist eine Gruppe, die aus der Idee der Prä-Astronautik heraus entstanden ist. Deren Anhänger glauben, dass gott-gleiche Aliens die Menschheit erschufen und mit ihrem geistigen Führer Rael (eigentlich Claude Vorilhon) in direktem Kontakt stünden. Eine Alien-Sekte, die in den 1970ger Jahren ausschließlich aus den Themen rund um die Astronautengötter entstand und bis heute sehr aktiv ist. Vor allem auch in den Medien. Dort sorgt die UFO-Sekte immer wieder (absichtlich) durch “sensationelle” Aussagen für Schlagzeilen. Ein Kernthema der UFO-Sekte um den Guru Rael ist auch immer wieder die Absicht ein “Botschaftsgebäude für Außerirdische” bauen zu wollen. Dort wolle sie ihre Götter auf Erden empfangen, sobald sie wieder zur Erde kommen. Bisher aber waren die Bemühungen der auch “Klon-Sekte” genannten Gruppe vergeblich. Darum sollen es jetzt laut einer Erklärung der Sekte die Vereinten Nationen regeln. Zumindest wenn es nach ihren Wünschen geht …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

UFO-Sekten und echte Alien-Götter

Sekten, neu-religiöse Gruppen und esoterische Religionen, die Außerirdische in UFOs als echte Götter verehren und anbeten, gab und gibt es tatsächlich. So absurd es sich auch anhören mag, dass erwachsene Menschen sich derartigen Alien-Lehren von irgendwelchen Gurus und “Botschaftern der Außerirdischen” hingeben!

In zahlreichen Beiträgen auf diesem Blog habe ich das zum Teil überaus unheimliche Thema aufgriffen. Mein Autorenkollege Roland M. Horn und ich legte dazu bereits 1999 eine umfangreiche Analyse in Buchform vor. Denn so naiv und verrückt sich solche UFO-Sekten und deren Alien-Lehren auch anhören mögen, so sind sie doch präsent. Und nicht nur das. Religiöse und dabei sehr oft fanatische UFO- und Alien-Gläubige sind (leider) seit über einem halben Jahrhundert Teil der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft.

Im Prinzip haben alle diese Alien-Sekten einen Kernglauben: Außerirdische gibt es, sie waren und sind auf der Erde und der jeweilige Guru der einzelnen Gruppen steht mit diesen in direkten Kontakt. Der entsprechende Führer ist damit ein Sprachrohr oder Botschafter dieser Aliens und die Anhänger sind Auserwählte und “Wissende”.

Gerne werden auch religiöse Figuren der “etablierten Religionen” in deren Alien-Religion integriert. Moses, Jesus Christus, Buddha, Mohammed, Jungfrau Maria, Elija … alles in den Augen solcher Gruppen entweder Aliens oder auserwählte Botschafter dieser.

Nicht viel anders ist es bei der UFO-Sekte Rael-Bewegung. Die Sekte um den Franzosen Claude Vorilhon, der sich selber Rael nennen lässt. Der Alien-Priester Rael und seine Gläubigen wollen aber auch ganz real etwas für Ihre Götter tun. Sie versuchen schon sehr lange eine Botschaft der Aliens zu bauen, in denen sie ihre UFO-Götter eines Tages empfangen können.

Ein Botschaftsgebäude für Götter in in UFOs

Wenn die von der Rael-Bewegung vergöttlichten Aliens zur Erde kommen – so wie es Ihr Führer vereist – dann muss man diese auch standesgemäß empfangen. Das ist die Grundidee der Gruppe wenn sie von ihrer Idee eines “Botschaftsgebäudes für Außerirdische” sprechen. Erst 2015 wollten sie deshalb auch die Bundesregierung in Berlin um Hilfe und ein Grundstück bitten, wie in diesem Blog-Artikel HIER berichtet. Als Dankeschön würde Deutschland dann bei der Ankunft der Alien-Götter deren Wissen und Weisheit bekommen …

Auch andere “Ansprechpartner” für diese Botschaft wurden von der UFO-Sekte bereits ausgesucht. Doch ergeben hat sich bisher – nichts. Vielleicht auch deshalb, da niemand diese “Religion” wirklich ernst nimmt.

Doch die Bewegung gibt ihren Plan natürlich trotz bisheriger Misserfolge nicht auf. Zumindest scheint es so, wenn man deren Mitteilungen und Veröffentlichungen verfolgt. Denn am 2. April veröffentlichte die “Religion” eine Presseerklärung von dem Rael-Anhänger Daniel Turcotte, die direkt forderte:

Raelianer fordern die Vereinten Nationen auf, eine internationale Konferenz zu organisieren, um die diplomatischen Vorkehrungen für eine Botschaft zu erörtern, um eine ET-Zivilisation auf der Erde willkommen zu heißen.

Gemeint ist damit natürlich deren Wunsch nach einem Botschaftsgebäude. Jetzt soll es also die UN in die Hand nehmen. Bei aller Kritik an der kindischen UFO-Religion der Raelianer ist das eigentlich gar nicht so dumm. Die UN ist immerhin auf diesem Planeten das, was man am Ehesten als “Sprachrohr der Menschheit” bezeichnen könnte, wenn eines Tages wirklich Außerirdische hier zur Erde kommen. Irgendwer auf diesem Planeten muss dann ja für die Menschheit sprechen.

Ob allerdings die “Vereinten Nationen” dann auch von der gesamten Menschheit als ihr Sprachrohr akzeptiert werden, sei einmal dahingestellt. Mehr dazu beispielsweise in diesem YouTube HIER von mir.

Die UN ist gefordert!

Der Rael-Anhänger Turcotte fordert in der Pressemitteilung, dass “an der Zeit ist”, dass sich die UN engagiert. Deshalb habe der Sekten-Führer Rael für den “ersten Samstag im April den “ET-Botschaft-Tag” ausgerufen …

um auf das Hauptprojekt der Raelian Movement aufmerksam zu machen: den Bau einer Botschaft eine außerirdische Zivilisation – bekannt als Elohim – auf der Erde willkommen zu heißen.

Begleitet werden soll diese Forderung oder der Wusch der Gruppe von einer Sozial Media-Kampagne. Damit wollen man alle Menschen der Welt die Chance geben ihre Unterstützung für diese Idee gegenüber der UN auszudrücken.

Hierzu sollte man wissen, dass die UFO-Sekte der Rael-Bewegung medial schon immer überaus aktiv war. Nicht wie “klassische Sekten”, die bekanntlich oft Radio, Internet, Presse usw. ablehnen und ihren Anhängern sogar verbieten. Für Rael ist Presserummel mehr als willkommen und er und seine Anhänger nutzen durch Provokationen geschickt die Medien aus.

Hier sind zweifellos die besten Beispiele Schlagzeilen um die Raelianer, dass sie Menschen sowie Hitler und Jesus genetisch klonen wollen oder auch Berichte über “Sex-Lehren” und eben deren Idee einer Botschaft für Aliens. Dabei macht ihr Oberhaupt Claude Vorilhon auch kein Geheimnis daraus, dass solche Schlagzeilen der Presse seiner Gruppe zugute kommen.

Es heißt in der Pressekonferenz weiter:

Während der Vorbereitung unseres Botschaftstages beabsichtigen wir, die Vereinten Nationen zu beauftragen, die erste internationale Konferenz zu veranstalten, um ein neues Protokoll zum Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen zu erörtern, das vorläufig als ‘Fakultativprotokoll betreffend Botschaften für Außerirdische’ bezeichnet wird, erklärte Turcotte .

Er erklärte, dass viele Länder auf ihre Bitte um Aufnahme einer solchen Botschaft geantwortet haben, und mehrere von ihnen haben ein echtes Interesse an diesem vielversprechenden und wichtigen Projekt gezeigt. ‘Immer mehr Länder zeigen Interesse, denn es wird offensichtlich, dass eine außerirdische Zivilisation unsere Menschheit auf einen offiziellen Kontakt vorbereitet, durch immer mehr UFO-Auftritte und sehr komplexe Kornkreise auf der ganzen Welt'”

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Welche Länder “echtes Interesse an diesem vielversprechenden und wichtigen Projekt” in der welcher Art und Weise gezeigt haben sollen, wird leider nicht verraten.

Die Aliens bringen das “Goldene Zeitalter”

“Wir sind zuversichtlich, dass die UNO die wachsende Zahl von Menschen hören und anerkennen wird, die sich für einen ordentlichen und formellen Empfang einer weltlichen Zivilisation interessieren”, so Turcotte in der Erklärung weiter.

Für die Rael-Bewegung würden die Alien-Götter und Schöpfern der Menschheit “eine Ära des Friedens” einläuten. Diese Wesen würden die Menschheit in ein “Goldenes Zeitalter führen”, sind sich die Gläubigen sicher. UFO-Invasionen und kriegerische Aliens, die wir nur zu8 gut aus Hollywood kennen, seien für die UFO-Sekte Unsinn:

Während einige Länder zu Unrecht eine Invasion einer bewaffneten außerirdischen Zivilisation vorhersehen und sich darauf vorbereiten, in den Krieg gegen sie zu ziehen, müssen wir eine derart veraltete und kriegerische Position mit einer weltweiten Friedensbewegung ausgleichen und die Menschen dazu erziehen, dass nur Frieden von den Sternen kommen kann.

Also, so die Raelianer, müssen die Vereinten Nationen endlich handeln. Es muss endlich ein Botschaftsgebäude für die Götter der Sekte gebaut werden. Falls aber auch die UN kein Interesse an den Plänen der UFO-Sekte und ihres Führers zum Wohle der ganzen Menschheit haben, dann plane man quasi einen Alleingang. Dazu heißt es in der Mitteilung der Gruppe:

Und wenn die Vereinten Nationen nicht die Führung übernehmen, dann werden die Länder, mit denen wir diskutieren, einen Willen haben.”

Persönlich glaube ich nicht, dass die UN sich auf diesen Deal mit der Rael-Bewegung einlassen wird. Wobei es schon verwunderlich ist, dass nach all den Jahren die Gruppe noch immer kein solches Botschaftsgebäude gebaut hat. Bei deren angeblich so zahllosen Mitgliedern und Niederlassungen in zeitweise über 80 Ländern der Erde sollte doch jemand für diesen hören Zweck ein Grundstück organisieren können …

Was denkst DU darüber? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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1977: Aliens senden die bis heute ungeklärte “Vrillon-Botschaft” im britischen TV – die Hintergründe +++ YouTube-Video inkl. Botschaft auf Deutsch+++

1977 kam es am britischen Fernsehen zu einer "sonderbaren Störung": Ein angeblicher Alien schickte eine Botschaft über das TV in die englischen Wohnzimmer (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
1977 kam es am britischen Fernsehen zu einer “sonderbaren Störung”: Ein angeblicher Alien schickte eine Botschaft über das TV in die englischen Wohnzimmer (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Die “Southern Television broadcast interruption”, die vom “südlichen Fernsehen ausgestrahlte Unterbrechung”, aus Großbritannien von 1977 kennt sicher niemand. Eher ist diese damalige TV-Störung unter dem Namen “Vrillon-Botschaft” bekannt, die immer mal wieder in der UFO-Community zum Thema gemacht wird. Immerhin war diese vom britischen TV ausgestrahlte Bild- und Tonstörung des laufenden Sendebetriebes nichts anderes als eine Botschaft von Aliens an die gesamte Menschheit. Das behauptete zumindest eben jene Stimme, die während der Unterbrechung an den Fernsehgeräten zu hören war. Und auch 40 Jahre später ist Herkunft der Botschaft bzw. TV-Störung unbekannt. In diesem YouTube-Video und Posting erfahrt Ihr interessante Hintergründe zu der vermeintlichen Alien-TV-Botschaft und dem angeblichen Außerirdischen dahinter, die so heute kaum einer mehr kennt …


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

TV-Hijackers aus dem Kosmos

Vor nicht allzu langer Zeit lebte die Welt noch im Prä-Internet-Zeitalter. Massenmedien und damit Meinungsmacher und Informationsquellen waren in jenen Tagen Fernsehen, Radio und gedruckte Zeitungen aus Papier. Es war nicht leicht mit seinen Ansichten und Ideen jeglicher Art die Massen zu erreichen. Es sei denn, man war ein Medienmogul oder eine TV-Größe.

Heute kann jeder ganz einfach über das Netz seine Meinungen, Thesen, Ideen oder auch “Wahrheiten” weltweit verbreiten und so theoretisch Milliarden Menschen erreichen. Alles das vollkommen ungeprüft, was “uns” beim Thema Grenzwissenschaft und Mystery Files tagtäglich Fakes, Irrtümer, Lügen und Schwindel beschert. Jeder kann bewusst Falschaussagen und Fälschungen verbreiten, die neudeutsch inzwischen Fake-News genannt werden.

Im Vorzeitalter des Internet war das gar nicht so einfach.

26. November 1977, 17.10 Uhr

Um so interessanter ist das, was 1977 in Großbritannien geschehen ist. Das laufende TV-Programm wurde plötzlich für knapp fünf Minuten von einer “Störung” unterbrochen und die Fernsehzuschauer sahen nur noch verzerrte Fernsehbilder auf ihren Geräten. Dazu hörten sie eine seltsame, dunkle Stimme, die den Empfang überlagerte und behauptete – ein Alien zu sein!

Ashrar Sheran, der angebliche Alien-Kommandeur von Millionen UFOs: "Ich klage an!" (Bilder: gemeinfrei / NASA / Montage: Fischinger-Online)
“Ich klage an!”: Alien Ashtar Sheran klagt über die Menschheit und Erde (Bilder: gemeinfrei / NASA / Montage: Fischinger-Online)

Dieser Alien und seine außerirdischen Freunde gekaperte quasi die TV-Ausstrahlung, um der gesamten Menschheit eine Wichtige Botschaft zu übermitteln. Wie die Stimme behauptete.

Der kosmische TV-Hijacker selber nannte sich Vrillon, wobei aufgrund der Sendequalität dieser Name nicht ganz klar verständlich war. Trotzdem wurde diese TV-Störung vom 26. November 1977 um 17.10 Uhr als “Vrillon-Botschaft” bekannt.

Warum die angebliche Aliens das Massenmedium Fernsehen gehackt haben, wurde in der Botschaft schnell deutlich: Das Schicksal der gesamten Menschheit und unseres Planeten steht auf dem Spiel. Davor sollte 1977 durch diese TV-Überlagerung der Aliens gewarnt werden, die im Auftrag von einem “galaktischen Kommando” von Außerirdischen um ihren Führer Ashtar (Sheran) stamme.

Die “Vrillon-Botschaft”

Anders, als vielfach behauptet wird, war am 26. November 1977 kein Außerirdischer am britischen TV zu sehen, der seine Botschaft der Aliens an die Menschheit verkündete. Es handelte sich vielmehr um eine Überlagerung des laufenden Programm mit einem Tonsignal – also nur einer Stimme.

Und diese Stimme aus dem All teilte uns als Bewohner der Erde damals folgendes mit:

Dies ist die Stimme von Vrillon, ein Vertreter des galaktischen Kommandos von Ashtar die zu euch spricht. Seit vielen Jahren schon habt ihr uns als Lichter am Himmel gesehen. Wir sprechen nun zu euch in Frieden und Weisheit, wie wir es bereits vor euch zu euren Brüdern und Schwestern auf diesem Planeten gesprochen haben.

ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die UFO-Sekte “Ashtar Command” und die “Galaktische Föderation des Lichts”: Wie man an einen imaginären Alien-Gott glaubt (Bild: NASA/JPL / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Wir sind gekommen um euch vor eurem zukünftigen Schicksal für eure Rasse und eure Welt zu warnen, damit ihr zu euren Mitmenschen sprecht welchen Kurs ihr einschlagen müsst um diese Katastrophe zu vermeiden, die all die Wesen auf eurer Welt, all die Menschen und Tiere, und all die Wesen die mit euch in Verbindung stehen und sich um eure Welt herum befinden betrifft. Teilt ihnen mit das sie alle Teil des großen Erwachens sind, wenn euer Planet in das Zeitalter des Wassermannes wechselt.

Das neue Zeitalter kann eine Zeit von großem Frieden und Entwicklung für euch sein, aber nur wenn eure Herrscher darüber erfahren und es verstehen von welch bösen Kräften sie beherrscht werden. Geht nun in euch und denkt genau nach über die einzige Möglichkeit die euch noch bleibt.

All eure todbringenden Waffen müssen entfernt werden. Die Zeit der Kriege ist nun vorbei und die Rasse, von der auch ihr ein Teil seid, muss zu höheren Stufen der Evolution aufsteigen. Ihr habt nur noch wenig Zeit um in Frieden und gutem Willen miteinander zu leben.

Kleine Gruppen überall auf eurem Planeten beginnen es zu verstehen und sie sind dazu geboren um das Licht und das Wissen über euch allen auszubreiten. Ihr seid frei in eurem Willen um das übermittelte Wissen zu akzeptieren oder abzulehnen, aber nur jene die lernen in Frieden miteinander zu leben werden die nächste Evolutionsstufe erreichen.

Hört jetzt genau zu, Vrillon, ein Vertreter des galaktischen Kommandos von Ashtar spricht zu euch. Seid euch darüber im klaren das viele falsche Propheten und Führer in eurer Welt sprechen und agieren. Sie saugen euch eure Lebenskraft aus. Die Energie, die ihr mit dem Namen Geld bezeichnet, investieren sie ihre bösen Machenschaften um euch dafür nur Dreck und Abfall zu geben.

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Dies ist unsere Botschaft an unsere geliebten Freunde. Wir haben euren Wachstum genauso lange beobachtet wie ihr unsere Lichter am Himmel. Ihr wisst nun das wir hier sind und außer uns noch viele Wesen mehr als eure Wissenschaftler euch mitteilen wollen.

Wir sind zutiefst um euch und euren Werdegang ins Licht besorgt und wir werden tun was in unserer Macht steht um euch zu helfen. Habt keine Angst, versucht nur euch selbst zu verstehen und lebt in Harmonie mit eurer Erde. Wir vom galaktischen Kommando von Ashtar danken euch für eure Aufmerksamkeit.

Wir verlassen nun eure Existenzebene. Seid gesegnet mit all der Liebe und Weisheit des Kosmos.”

Warnende Worte aus dem All

ARTIKEL: Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)
ARTIKEL: Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei / NASA/JPL)

Nachrichtensprecher Andrew Gardner war es damals, dessen News-Sendung von diesen Aliens des “Ashtar-Command” gehackt wurde. In meinem Video unten erläutere ich genauer, was dieses “galaktische Kommando” und den Alien-Führer Ashtar Sheran genau ist. Kurz gesagt: Es ist eine esoterische UFO-Sekte, die an eben diesen imaginären Alien Ashtar Sheran glaubt.

Dieser überaus kitschig dargestellte Alien Ashtar stammt angeblich von dem außerirdischen Volk der Santiner ab. Einer liebevollen Alien-Rasse, die zusammen mit Jesus Christus, Gott (ja, der Gott), Buddha, “aufgestiegenen Meistern” etc. in großer Sorge um unseren Planeten und uns Menschen lebt. Schon viele Jahre sendet dieser Ashtar seinen Fans, Anhängern und Gläubigen angeblich liebevolle Botschaften mit Licht und Frieden. Botschaften, die fast immer warnende Worte der Aliens enthalten, um uns Menschen auf den “richtigen Weg” zu führen. Eben wie es auch die “Vrillon-Botschaft” von 1977 tat.

Die US-Lokalzeitung “Eugene Register-Guard” schrieb am 15. Dezember 1977 zu dieser TV-Störung:

Spaßige Sache – Niemand schien zu denken, dass ‘Asteron’ wirklich real gewesen sein könnte. Oder, dass das was er gesagt hat, sehr sinnvoll ist.

So kann man es auch sehen. Als Spaß mit sinnlosem Inhalt. Für die Anhänger dieses imaginären Führers Ashtar Sheran sind solche Botschaften aber alles andere als spaßig. Für sie ist dieses Alien-Kommando im Ashtar real – die “galaktische Föderation des Lichts” und die liebevollen Außerirdischen der Santiner eine Tatsache. Auch wenn sie niemand sieht …

Evakuierung in den Weltraum

ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die Sekte “Fiat Lux” und die kaum beachteten UFO- und Alien-Lehren der Führerin “Uriella” (Bild: YouTube-Screenshot/KEYSTONE Video / Montage: Fischinger-Online)

Wie in meinem Video unten auch erklärt, sind die Anhänger dieses Ashtar-Command auch davon überzeugt, die Santiner werden die Menschen (notfalls) retten. Durch eine “Evakuierung in den Weltraum” mit UFOs, wie die Gläubigen es schon jahrzehntelang sagen. Kleine UFOs würde im Fall des Falles die Menschen  der Erde einsammeln und in Raumschiffe bringen, die schon jetzt im Erdorbit auf ihren Einsatz warten.

Allerdings sind diese UFOs der Santiner – 17 Millionen sollen es sein – unter dem Kommando von Ashtar Sheran unsichtbar, weshalb wir sie eben nicht sehen. Doch sie würden bereit sein der Menschheit notfalls bei ihrem “Aufstieg” zu helfen.

Was hierbei ganz besonders interessant ist, ist die Tatsache, dass diese und andere Elemente des Ashtar-Sekte andere UFO-Sekten übernommen haben. Roland M. Horn und ich haben das in unserem gleichnamigen Erfolgsbuch “UFO-Sekten” 1999 umfangreich ausgeführt.

Ein Beispiel wäre die Sekte “Fiat Lux“, dessen Lehren in weiten Teilen von diesem Kommando um die Santiner stammen. Inklusive der Evakuierung in das All, Jesus, Channel-Botschaften etc.

Für die UFO-Forschung an sich aber auch UFO-Interessierte sind solche Aussagen und Gruppen bis heute ein echtes Ärgernis. Sie bringen, da sind sich die meisten Interessierten einig, das ganze Thema in Verruf! Selbst entsprechende Gruppen rund um Grenzwissenschaft und Mystery Files bei Facebook möchten keine Postings rund um Ashtar & Co.

Mehr dazu sowie die “Vrillon-Botschaft” im Original im folgenden YouTube-Video

Bleibt also neugierig …

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Lars A. Fischinger

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Frage: “Gibt es eine Religion, welche Außerirdische anbetet?” – ein interessantes Netzfundstück und warum Milliarden Menschen zu Aliens beten

Gibt es Menschen, die Außerirdische anbeten? - eine interessante Frage aus dem Netz (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Gibt es Menschen, die Außerirdische anbeten? – eine interessante Frage aus dem Netz (Bilder: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Jesus Christus, Gott, Allah, Heilige, Buddha, die Mutter Gottes, Engel, Shiva, Jehova … die Palette an Namen ist lang, zu denen Menschen heute beten und die sie verehren. Dabei haben die drei großen “Buchreligionen”, Christentum, Judentum und Islam, ein und denselben Gott, zu denen die Gläubigen beten. Der Gott der Thora, der Bibel inkl. Jesus und des Koran ist demnach eine Art “Hauptgott” der Menschheit auf diesem Planten, da Milliarden Menschen an diesen glauben. Aber längst nicht alle Menschen der Erde glauben an diesen Gott. Und so tauchte im Netz kürzlich eine scheinbar seltsame Frage auf: Die Frage, ob es Menschen gibt, die Aliens “anbeteten”. Eine kleine Frage, die durchaus Sprengstoff birgt! Warum und was es mit dieser Frage genau auf sich hat, erkläre ich hier.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Netzfundstücke sind grundsätzlich nichts besonders. Je nachdem, wofür sich eine Person im Internet interessiert, findet diese zu seinem Interesse immer interessante Fundstücke im Netz.

Doch auf diesem Blog geht es um die Grenzwissenschaft und die Mystery Files, die bekanntlich auch Mythen, Religionen, Aliens, Götter-Sagen, Sekten und Überlieferungen einschließen. Und so stieß ich bei meinen “Streifzügen auf den Spuren des Unfassbaren” kürzlich wieder auf die Webseite gutefrage.net. Das ist jene Internet-Seite, auf der immer mal wieder auch ein Mystery-Jäger interessante Fragen und dazugehörigen Antworten/Diskussionen findet. Beispielsweise jene, wie man ein UFO erkennt und was man dann machen soll. Oder auch die Frage nach einem “Erich von Däniken-Instiut” und wo man Prä-Astronautik studieren kann.

Obwohl auf dieser Webseite praktisch aus allen erdenklichen Bereichen Fragen an die dortige Community gestellt werden, ist eine vom 2. August 2017 sehr spannend für einen Grenzwissenschaftler:

Gibt es eine Religion, welche Außerirdische anbetet?

Das klingt auf den ersten Blick mehr als bizarr! Aber nur auf dem ersten Blick, da diese Frage wie kaum eine andere in der Mystery-Welt Sprengstoff birgt.

Menschen, die Aliens “anbeten”?

Es gibt viele Götter und Erich von Däniken ist ihr Prophet! Über die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“
ARTIKEL: Die Absurdität von UFO-Sekten und den Vorwürfen gegen die Prä-Astronautik als „Ancient Aliens Sekte“ (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei / NASA/JPL)

Im Jahr 1999 veröffentlichten mein Freund und Autorenkollege Roland M. Horn und ich unser gemeinsames Erfolgsbuch “UFO-Sekten”. Darin schildern wir sehr umfangreich esoterisch-religiöse Strömungen innerhalb der UFO-Szene, in denen (teilweise) tatsächlich Außerirdische angebetet wurden. Und werden. Solche UFO-Sekten waren und sind deshalb auch immer wieder Thema auf diesem BLOG und bei meiner Arbeit als Mystery-Jäger.

Diese sektenartigen UFO-Gruppen sind “ein Irrsinn”, wie ich es bereits 1998/99 in meinem Buch “Begleiter aus dem Universum” in einem entsprechenden Kapitel ausführte. Leider gibt es also tatsächlich Menschen, die Außerirdische quasi “vergöttlichen” und anbeten. Keine Religionen im eigentlich Sinn, aber Gruppen und Menschen, die in solchen Aliens weit mehr als nur Wesen aus Fleisch und Blut sehen.

Ein Problem, dass sich auf die gesamte Szene der UFO-Forschung und Grenzwissenschaft negativ auswirkt. So schrieb ich in einem Artikel für das Magazin “Sagenhafte Zeiten” (Nr. 1/2002) vor über 15 Jahren zu solchen UFO-Sekten warnend:

Die rasant wachsende Anzahl derartiger und zahlreicher anderer Weltanschauungen in den letzten Jahren hat leider zur Folge, dass nicht nur immer mehr Menschen diesen Gruppen verfallen, sondern das die breiten Medien eben vorzugsweise über eben jene Anhänger dieser Lehren berichten. TV-Sendungen und vor allem die Massenprintmedien schildern meist genau diese wirren Thesen.

Die breite Öffentlichkeit muss aufgrund dieser irrationalen Aussagen in den Medien zu der Meinung kommen, die Thesen der UFO-Forschung und der Prä-Astronautik sind nichts als Unfug! Leider ist die Wirkung der Medien auf die Meinungsbildung der Öffentlichkeit enorm. Vor allem deshalb, da es offensichtlich keinerlei Unterscheidung der jeweiligen Redaktionen zwischen seriöser Beschäftigung und esoterischen UFO-Gruppierungen gibt.”

Damit ist klar, dass es Menschen gibt, die in Außerirdischen geradezu “Götter” sehen und sie entsprechend verehren. Jedoch auf den unterschiedlichsten Art und Weisen und dabei selten sogar gefährlich. Aber diese Gruppen sind höchstens Sekten und damit keine “echten” Religionen. Obwohl nicht selten auch Jesus, Moses, Buddha oder welche religiöse Person in deren außerirdischen Weltanschauung integriert sind.

Auch bei gutefrage.net kam eine entsprechende Antwort auf die oben zitierte Frage. Darin heißt es:

Es gibt eine sehr hoch intelligente Spezies,die mit Gott in Verbindung steht,und irgendwann zur seiner Zeit werden sie dabei helfen, die Erde zu evakuieren.”

Damit ist die Lehre der UFO-Sekte Ashtar Command gemeint. Eine mehr fragwürdige UFO-Gruppe, die an göttliche Außerirdische glaubt, die eines Tages die Menschheit retten und über die auf diesen Seiten bereits mehrfach berichtet wurde. Folglich eine Gruppierung, die UFOs, Aliens und Gott/Jesus miteinander vermischt hat.

Dumme Frage? Dumme Antwort?

"Das Alien-Grey-Dämonen-Evangelium" der UFOs und Astronautengötter: Wie Erich von Däniken bin auch ich ein dämonischer Verführer mit meinen Lehren (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Das “teuflische Evangelium der Aliens” und “die dämonischen Lehren der Prä-Astronautik” (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Die Frage nach “Religion, welche Außerirdische anbeteten” in der gutefrage.net-Community mag kindisch klingen. Ist sie aber ganz und gar nicht.

So sind auch die Antworteten dort bisher frei Hohn und Spott gegen den Fragesteller. Eine Antwort nennt beispielsweise “so ziemliche jede” Religion:

Weil alles was da so vorkommt ist doch (außerirdisch) Engel z. B. kommen ja nicht von hier…

Mehrere Antworten nennen die Scientology als eine Religion, deren Mitglieder Aliens anbeten. Ein User ist sogar überzeugt:

Aliens haben die Religionen erfunden, um die Masse zu kontrollieren.

Doch eine Antwort sticht in der dortigen Community heraus. Sie wird von der Online-Plattform derzeit auch als “Hilfreichste Antwort” zu der Frage geführt. Obwohl es darin nur kurz und knapp heißt, dass “alle drei monotheistischen Religionen” Außerirdische anbeten. Folglich, dass gläubige Juden, Christen und Muslime in Wahrheit zu Aliens beten.

Mit Blick auf die Ideen der Prä-Astronautik, der Ancient Aliens-Überlegungen der Astronautengötter, ist das sogar vollkommen – richtig.

Allerdings ist dieser Umstand so etwas wie ein “rotes Tuch” innerhalb der Vertreter der Idee, dass die Götter aus dem All kamen. Zwar ist jedem überzeugten Prä-Astronautiker dies bewusst, aber so wirklich direkt und unmissverständlich beim Namen nennen mag man es dann doch nicht.

Gott ist ein Außerirdischer und Jesus war ein Alien-Mensch-Hybrid

Als in den 1960er Jahren Erich von Däniken mit seinem Manuskript zu seinem ersten Buch “Erinnerungen an die Zukunft” auf der Suche nach einem Verlag war, hagelte es Absagen. Das kennen alle Autoren bis heute. Bekanntlich erschien dieses Buch im Jahr 1968  im ECON Verlag in Düsseldorf letztlich doch noch und wurde ein Erfolg.

+++YouTube-Video+++ Erich von Däniken im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade, Astronauten in der Bibel und seine Suche nach der Wahrheit
VIDEO: EvD im TV-Interview 1978 über die Manna-Maschine, die Bundeslade und Astronauten in der Bibel (Bild: YouTube-Screenshot / Archiv / Montage: L. A. Fischinger)

Das wissen die Fans und Leser von EvD. Weniger bekannt ist aber die Tatsache, dass “Erinnerungen an die Zukunft” damals von einem Redakteur bearbeitet wurde. Dieser hieß Wilhelm Roggersdorf und ist auch vorne in den jeweiligen Büchern namentlich benannt. Das ist also kein Geheimnis. Doch noch weniger bekannt ist, dass ursprünglich in dem Manuskript von Erich von Däniken auch das Thema Jesus Christus und Außerirdische Thema war. Also das Neue Testament als “Spurengeben” auf außerirdische Götter.

“Zu heikel” hieß es damals – und so wurden Jesus und die Astronautengötter gestrichen. Zu vielen Menschen wäre das damals viel zu weit gegangen, da es ein direkter und ungeschönter Angriff auf ihren Glauben gewesen wäre. Jesus…der Sohn von Aliens? Ein beispielloses Sakrileg. Obwohl von Dänikens Erstling  zur Hochzeit der Weltraum-Begeisterung und auch der Hippie-Ära erschien, waren solche Ideen viel heikel. Man denke beispielsweise auch an den Jahrzehnte später erschienenen Roman “Sakrileg” von Dan Brown. Obwohl “Sakrileg” ein Roman ist, was das Echo der Medien und auch der Kirche gewaltig.

Allerdings, dies sei der Vollständigkeit halber erwähnt, veröffentlichte der Prä-Astronautiker Gerhard R. Steinhäuser im Zuge des “Däniken-Boom” 1973 sein Buch “Jesus Christus – Erbe der Astronauten Die Religion aus der Retorte”. Hier war der Titel Programm.

Aber nur weil ein Thema zu irgendeiner Zeit als “zu heikel” angesehen wurde, um es zu publizieren, verschwindet es nicht einfach. Es steht im Raum. Die obige Aussage, dass “alle drei monotheistischen Religionen” Aliens anbeten, ist von Seiten der Prä-Astronautik ganz einfach wahr. Milliarden Menschen auf diesem Planten glauben an einen Gott, der keiner ist.

In den meisten Büchern über vorzeitliche Raumfahrer von den Sternen finden sich Zitate oder Verweise auf Überlieferungen des Alten Testament. Mal mehr und mal weniger umfangreich werden in diesen Veröffentlichungen verschiedene Berichte der Bibel über “Gott” und seine “Engel” als mythologische Zeugen der einstigen Astronautengötter benannt. Der Gott es Alten Testament war demnach nicht der Gott, wie ihn der Großteil der Menschheit heute verehrt. Nein! – er war ein Außerirdischer.

Da “alle drei monotheistischen Religionen” im Alten Testamt wurzeln, die Prä-Astronautik in dem Gott dieser Texte nicht den Gott sieht, beten Juden, Muslime und Christen demzufolge Außerirdische an.

Jesus wiederum, der nach dem Neun Testament auf wundersame Weise von Maria empfangen wurde, war ein Hybridwesen. Das ist ganz einfach die logische Konsequenz, wenn man als Prä-Astronautiker im Alten Testament das Wirken von Astronautengöttern sieht.

VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

Der Jesus aus dem Neuen Testament wurde von einer Menschenfrau geboren, wie es die Weihnachtsgeschichte erzählt. Aber er wurde von Außerirdischen “in” diese Menschenfrau mit Namen Maria “eingepflanzt”. Klar sagt das Neue Testament schließlich, dass sein Vater kein Mensch war.

Jesus war damit eine Kreuzung aus Mensch und Alien. Weltweit gibt es Überlieferungen von Personen, die eine irdische Mutter und einen göttlichen Vater gehabt haben sollen. Frühere Religionen kennen diese Geschichten zu alten Zeiten rund um die Welt. Und das schon Jahrtausendelang. Jesus Christus reiht sich da nur ein.

In der Konsequenz ist der Fall eindeutig: Alle Muslime, Juden, Christen und wer sich sonst noch auf das Alte Testament beruft, beten nicht zu Gott, sie beten zu Außerirdischen. Zum Beispiel preisen auch die Zeugen Jehovas oder die Mormonen in ihren Gebeten einem Alien bzw. Aliens. Und wer zu Engel betet, etwa um von ihren Schutz zu erbitten, bittet in Wahrheit Außerirdische um Beistand, die einst auf der Erde waren.

Das alles setzt natürlich voraus, dass die Spekulationen der Prä-Astronautik um vorzeitliche Besuche von Wesen aus dem All, auch stimmt …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wenn UFO-Sekten wahnsinnig werden und der Alien-Glaube in den Massenselbstmord führt: Die UFO-Sekte “Heavens Gate” 1997 – eine Analyse

Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)
Screenshot der Webseite der UFO-Sekte Heavens Gate von 1997 (Bild: Archiv)

Das spezielle UFO-Randthema der UFO-Sekten im Bereich der “Fliegenden Untertassen” und Außerirdischen ist eigentlich immer aktuell. UFO-Kulte und gewissen UFO-Alien-Esoteriker mit den wildesten Phantastereien bringen mit diesen seit je her auch die Prä-Astronautik und die UFO-Forschung in Verruf, da sich gerade diese Verrückten in den (modernen) Medien tummeln und ggf. Mainstream-Schlagzeilen machen. Besonders erschreckend war dies 1997 mit einer dieser UFO-Sekten: “Heavens Gate”. Hier eine umfangreiche Aufarbeitung der Ereignisse vor 20 Jahren rund um den Massensuizid des Alien-Kultes.

Wenn UFO-Sekten wahnsinnig werden und der Alien-Glaube in den Massenselbstmord führt: Die UFO-Sekte “Heavens Gate” 1997 – eine Analyse weiterlesen

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Das Mysterium von Agartha: Eine versunkene unterirdische Welt der Vorzeit – oder nichts weiter als Legenden? (+++Gast-Artikel+++)

Das Mysterium von Agartha: Eine verlorene Welt oder Stadt aus grauer Vorzeit im Inneren der Erde? Oder nur eine Legende? (Bilder: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)
Das Mysterium von Agartha: Eine verlorene Welt oder Stadt aus grauer Vorzeit im Inneren der Erde? Oder nur eine Legende? (Bilder: NASA/JPL / Montage: L. A. Fischinger)

Nach einer durch tibetanische Lamapriester überlieferten Legende soll es irgendwo an der Nordgrenze Afghanistans einen Eingang zu einer unterirdische Stadt geben, einem ausgedehnten Labyrinth gleich, mit kilometerlangen Tunnels, Gängen, Hallen, Kammern und Sälen in der unbekannten Tiefe der Erde, Agarthi/Agartha genannt. Nach einer indischen Legende soll es irgendwo unter dem Himalaya-Massiv eine unterirdische Stadt oder unterirdische Bibliothek mit dem Namen Agartha geben, die das gesamte Wissen der Menschheit seid Tausenden Jahren verbirgt und hütet.  Was könnte hinter solchen und ähnlichen Sagen und Legenden stecken? Dieser Frage geht der Mystery-Jäger Wilfried Stevens in diesem Gast-Artikel genauer auf den Grund.

 

 

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ein Gast-Artikel von Wilfried Stevens

Legenden über eine unterirdische Welt oder Stadt des Wissens, dessen Eingang sich irgendwo in den Bergen des Himalaja befindet? Tatsächlich erzählen ebenso die Bergleute im Himalaya-Gebiet, das eine alte verborgene Drachenstadt der ersten Menschheit, die noch mit Drachen zusammen lebte, tief unter den Bergen geben soll. Doch der Zugang ist unter einem See versteckt. Im Kaukasus erzählt man die Sage eines Volkes aus dem äußersten Süden, das Zuflucht im äußersten Norden suchte und nie mehr gesehen worden war.

Das Wissen der Menschheit

In dieser Stadt und/oder Bibliothek, so sind sich alle Legenden inhaltlich ähnlich, hätt­en­ sich­ Reste­ einer­ vorsintflutlichen Menschheit erhalten, die noch rechtzeitig von einem versunkenen Kontinent­ geflüchtet­ sei, der vor mehr als 9.000 Jahre unterging. ­Auch­ soll­ dieses Höhlensystem mit anderen Eingängen, in weit entfernten Gegenden, in Verbindung stehen. Das unterirdische Reich Agartha erstreckte sich einst über alle unterirdischen Gänge der Welt, so das Mysterium, doch als sich die Erde wandelte, wurde viele Eingänge verschüttet. In Nepal erklärte mir mal ein Schamane, das im tiefsten Innern das alte Wissen gehütet wird. Das der unbekannten und der bekannten Menschheit/en, das der unbekannten und der bekannten Welten, alle Antworten der unbekannten und der bekannten Fragen, bewacht von Dämonen, Drachen und Kriegern…irgendwann kommen sie zurück zur Oberfläche und werden unsere Richter sein ….

Wie auch immer welche Versionen mit mehr oder weniger Glaubensinhalten es gibt,­ tat­sächlich­ finden­ wir­ auf­ der­ ganzen Welt nicht nur viele unterirdische Anlagen und künstliche Höhlensysteme, sondern auch die vielen Mythen, Legenden und mündlichen Überlieferungen als ständige Begleiter, die das mythische Agartha immer wieder in unserem tiefsten Unbewussten ­aufleben ­lassen.

VIDEO: Im Erdinneren existiert eine uralte Hoch-Zivilisation! Neue Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden oder nur eine Ente? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei/WikiCommons)
VIDEO: Im Erdinneren existiert eine uralte Hoch-Zivilisation! Neue Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden oder nur eine Ente? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei/WikiCommons)

Noch immer gibt es keine endgültige neuen Erkenntnisse bezüglich der vielen Auffassungen und Theorien über Sinn und Zweck der bisher gefundenen Anlagen. Es muss hier wiederum in vieler Hinsicht kritisch differenziert­ werden.­ Vor­läufige­ Interpretationen wie „Schutzbauten“, „Fluchtstätten“, „Geheimbibliotheken“ usw. mögen wohl dem ursprünglichen Sinn solcher Anlagen noch immer am nächsten kommen, wenn man sich die Legenden von Agartha vor Augen führt.

Eine Wiederholung­ oder­ Auflistung­ der teils phantastischen Anlagen, z.B. in Südamerika, in der Türkei, in Südafrika, auf Borneo o.ä. sollte sich erübrigen. Jedermann kann darüber in einem kleinen Sortiment Literatur nach recherchieren. Doch auch dies sollte uns nicht zufrieden stellen. Ebenso wenig kann es uns nicht befriedigen, dass die Gebiete, in denen Agartha am Aussichtsreichsten­ zu­ finden­ wär­e,­ wenn es existiert hatte, noch immer wenig erforschte Gebiete sind: die Tekla-Makan-Wüste, das Altyn-Gebirge, das Kuenlun-Gebirge, die Wüste Gobi, Bhutan, und letztlich das unwirkliche Gebirgsland von Afghanistan. In all dieses Gegenden gibt es ähnliche Geschichten einer unterirdischen vergessenen Welt.

Ortswechsel: Tschufut-Kale

Eine der interessanten Anlagen ist die von Tschufut-Kale auf der Halbinsel Krim.

Die Höhlenstadt Tschufut-Kale gleicht einem Berg, der wie ein Termitenstock von Zellen und Gängen durchlöchert ist. Tschufut-Kale liegt in der Nähe des Ortes Bachtschissarai am Jaila-Gebirge. Zu dem Ort, der als eine urzeitliche Mysterien-Stätte gilt, gelangt man nur unter großer Mühe. Keine Spur von Vegetation scheint die Anlage einer menschlichen Siedlung an dieser Stelle zu rechtfertigen, und doch, so der Volksglaube, soll sich unter der Erde eine Stadt befinden. Nichts spiegelt die einstige zentrale Bedeutung dieses kleinen Areals wider. Sollte Tschufut-Kale nur eine Zufluchtsstätte­ gewesen ­sein,­ obwohl­ die Stadt über Jahrtausende weiter benutzt wurde? Ist Tschufut-Kale ein Vorläufer von Agartha oder gibt es hier einen Zugang?

VIDEO & ARTIKEL: UFO-Basis im Himalaya gefunden? Neues aus den „Google Earth X Akten“ und die Hintergründe. (Bild: Google Earth / L. A. Fischinger)
VIDEO & ARTIKEL: UFO-Basis im Himalaya gefunden? Neues aus den „Google Earth X Akten“ und die Hintergründe. (Bild: Google Earth / L. A. Fischinger)

Tartaren, Avaren, Chazaren, Ostgoten und die nordiranischen arischen Alanen haben hier zeitweise während der letzten beiden vorchristlichen Jahrtausende gehaust. Ebenso die Juden, woran noch der Name des Ortes „Tal Josaphat“ erinnert. Und vor den Juden waren es die Asen (nicht das Göttergeschlecht, mit dem dieses­ Volk­ häufig­ verwechselt­ wird),­ deren Ur-Heimat zu Füßen des Kaukasus am Asowschen Meer gelegen haben sollen. Noch immer ist Tschufut-Kale ein Rätsel und über die Erbauer wissen wir nichts. Selbst die alten Griechen fürchteten die Gegend, herrschte dort doch Totengott Hades.

In der Bibel finden wir einen Hinweis auf das Tal Josaphat. Es ist ein „symbolischer“ Ort, an dem der­ Tag­ des­ Gerichts­ statt finden­ soll.­ Christlich wird er mit dem Kidrontal identifiziert.­ In­ Joel,­ im­ Alten Testament, heißt es ab 3,3:

Ich werde wunderbare Zeichen wirken am Himmel und auf der Erde, Blut und Feuer und Rauchsäulen. Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag des Herrn kommt, der große und schreckliche Tag.  (…) versammle ich alle Völker und führe sie hinab zum Tal Joschafat (ist identisch mit Josaphat). Die Völker sollen aufbrechen und heraufziehen zum Tal Joschafat. Denn dort will ich zu Gericht sitzen über alle Völker ringsum.

Ist dies vielleicht die Erklärung für einen solchen (Schutz-)Bau? Kann Tschufut-Kale das Tal Josaphat sein oder ist das nur die Urerinnerung an eine urzeitliche Katastrophe, die an das „Jüngste Gericht“ im Tal Josaphat erinnert?

Afghanistan – die Steine von Bamian

Aufbruch in die innere Erde: Deutsche Hohle Erde-Expedition in das Erdinnere wollte „Agartha“ finden – doch die Crowdfunding-Finanzierung scheiterte! (Bild: Google Earth / gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)
Aufbruch in die innere Erde: Deutsche Hohle Erde-Expedition in das Erdinnere wollte „Agartha“ finden – doch die Crowdfunding-Finanzierung scheiterte! (Bild: Google Earth / gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)

Wenn wir der Legende folgen, finden­ wir­ unter anderem im­ Norden­ von­ Afghanistan hochinteressante Spuren! In der Provinz Kapisa, nordwestlich von Kabul, befinden­ sich­ die­ Ruinen­ der­ Stadt­ Bamian (auch Bamiyn). Man schätzt, dass dort rund 12.000 Behausungen in den Fels gehauen wurden. In früheren Zeiten soll dieser Ort „Theben des Ostens“ genannt worden sein. Andere Quellen bezeichnen den Ort als „Theben des Orients“ (Ghulghuleh). Im Jahre 1221 wurde er durch Dschingis Khan geplündert und zerstört. Das ganze Tal, in dem die alte Stadt liegt, ist voller Höhlen und Grotten, in denen buddhistische Mönche viele Jahrhunderte gelebt und viele Manuskripte angehäuft haben. Diesen Texten gesteht man – wie vielen buddhistischen Schriften – ein hohes Alter zu.

Noch heute kann man respektvoll (wenn auch stark zerstört) staunend drei aus dem Felsen heraus gehauene Buddha-Kolossalstatuen betrachten. Die Legende berichtet, das diese Figuren einst anders aussahen und als die „Wächter“ der geheimnisvollen Stadt Bamian bezeichnet wurden, wo es eine Eingang zur Unterwelt geben soll. Die größte Statue ist 53 Meter hoch, also etwa zweieinhalb-mal so hoch wie die vertraute Sphinx von Gizeh. Die zweite Figur misst 35 Meter und die dritte Statue „nur“ noch zehn Meter. Angeblich sollen noch zwei weitere Statuen vorhanden gewesen sein; also insgesamt fünf „Wächter“.

Hier soll einst ein Lamapriester mit dem Namen Tourgout gelebt haben, der angeblich die unterirdische Stadt selber gesehen habe. Er erzählte von dieser geheimnisvollen Welt:

“… die große Bibliothek muss man erst durch 3 Tore, 3 Gänge und dann durch 3 Türen finden, aber nur ein wacher Geist schafft es zum tiefen Eingang…dort findest Du eine großen verlassenen Ort, Gänge und Stollen, für die man Tage braucht um sie zu durchgehen…eiserne Wächter durchwandern das alte Reich…das was Du siehst, wird Deinen Geist verwirren und wenn Du nicht schnell umkehrst, wirst Du den Tod finden…”

Das Tal von Bamian/Bamiyan - Eingang in eine verlorene Welt? (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons)
Das Tal von Bamian/Bamiyan – Eingang in eine verlorene Welt? (Bilder: gemeinfrei/WikiCommons)

Die Umgebung von Bamian ist nicht weniger rätselhaft. Das nur wenige Kilometer entfernten Ajdartal birgt das Geheimnis einer 250 Meter langen, 80 Meter hohe und etwa zehn Meter dicke Mauer, die aus dem Fels gehauen wurde, und kaum als künstlich bearbeitet auffällt.

Oben in der Mitte klafft eine etwa 40 Zentimeter breite und sehr tiefe Längsspalte, die oft fälschlicherweise als Erdbebenriss erklärt wird. Tief im Innern der Mauer und außerhalb finden sich viele heiße Springquellen, die die einstigen, uns unbekannten Erbauer von Bamian zu nutzen wussten. Viele Kanäle und Spalten führen tief in die Erde, und niemand weiß, wer sie einst erbaut hatte.

Epilog

Agartha oder Agarthi, das unterirdische Reich, Stadt oder Bibliothek, bleibt­ ein­ Mysterium unserer unverstandenen Vergangenheit.

Doch unter der Berücksichtigung, das man vom Kaukasus, über Afghanistan bis nach Nepal die gleichen Legenden und Sagen hört, trotz mancher Ausschmückung, dann scheint es doch so zu sein, das alle auf einen Ort hinweisen, tief unter Erde, der noch unentdeckt scheint …

 

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Erich von Däniken: “Das unheilige Buch”

Religiöse Mythen und was sich tatsächlich dahinter verbirgt

In diesem Buch geht Erich von Däniken den Ungereimtheiten religiöser Überlieferungen nach und entmystifiziert sie. Mithilfe harter Fakten und vielen – teilweise unglaublichen – Fotos ermöglicht er Ihnen, das Offensichtliche zu erkennen: Vor mehreren tausend Jahren landeten Besucher von fremden Planeten auf der Erde. Sie bestimmten die Geschichte der Menschheit. Unverrückbare Fakten und sensationelle Fotos.

Aus dem Inhalt:

  • Abraham gilt als Urvater der Menschheit. Doch der Blick auf seine Familie bringt Erstaunliches ans Licht: Abrahams Vater Therach lebte in Ur, der “Stadt der Himmlischen”. Priester betrieben dort einen Sternenkult. Sie verehrten “Götter, die vom Himmel gekommen waren”. Stammte Abraham von ihnen ab?
  • König Salomon konnte auf wundersame Weise große Distanzen zurücklegen. Offenbar nutzte er ein Flugobjekt. Dafür sprechen Anlagen, die er errichten ließ. Sie lagen auf Bergen und waren Tausende Kilometer voneinander entfernt. Auf zum Teil über 3.000 Metern Höhe fand man seltsame Bauwerke, die möglicherweise bei der Navigation halfen oder eine Art Bodenstation waren.
  • Die Bundeslade ist gemäß den großen Religionen eines der wichtigsten Heiligtümer. Ein Kasten zur Aufbewahrung der Zehn Gebote? Falsch! Die Bundeslade war ein gefährliches, technisches Gerät. Der Kontakt mit ihr führte zu Haarausfall, Schuppen und Erbrechen. Typische Symptome einer Verstrahlung!
  • In Überlieferungen des Alten Indiens wird über Himmelsschiffe berichtet. Auch hier ist religiöse Mystik fehl am Platz. Präzise Beschreibungen deuten darauf hin, dass es sich um “Space Shuttles” gehandelt haben könnte. Sie waren dreieckig, drei Stockwerke hoch und verfügten über Räder, die eingezogen werden konnten.

Um all diese Dinge geht es im unheiligen Buch.

Erich von Däniken zitiert Belege aus alten Schriften, die zwar kontrollierbar, aber nicht jedermann zugänglich sind. Dabei greift er auch Themen aus seinen früheren Büchern auf und ergänzt sie durch die neuesten Erkenntnisse.Sehen Sie zudem Fotos, die Sie sprachlos machen: Ob es die Buddha-Figur ist, die offenkundig im Cockpit eines Flugapparates sitzt, oder aber ob es sich um die Verzierungen an einem indonesischen Tempel handelt, die an Fliegende Untertassen erinnern…die Aufnahmen machen deutlich:

“Die Zeit ist reif, unseren religiös-psychologischen Blindflug der vergangenen Jahrhunderte zu beenden und die Dinge mit einem befreiten Verstand zu betrachten.”

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Religiöse Mythen und was sich tatsächlich dahinter verbirgt: Neues Buch von Erich von Däniken erschienen: “Das unheilige Buch”

Das neue und unheilige Buch von Erich von Däniken (Bild: Kopp Verlag / E. v. Däniken)
Das neue und unheilige Buch von Erich von Däniken (Bild: Kopp Verlag / E. v. Däniken)

Nach dem jüngst erst erschienen eBook “Das Ende des Schweigens” von Erich von Däniken legt dieser nun ein neues Buch nach: “Das unheilige Buch”. In diesem geht von Däniken den Ungereimtheiten religiöser Überlieferungen nach und entmystifiziert diese. Mithilfe harter Fakten und vielen – teilweise unglaublichen – Fotos ermöglicht er seinen Leserinnen und Lesern, das Offensichtliche zu erkennen: Vor mehreren tausend Jahren landeten Besucher von fremden Planeten auf der Erde. Sie waren es, die die Geschichte der Menschheit bestimmten.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Religiöse Mythen und was sich tatsächlich dahinter verbirgt”, so verspricht es das neue Buch von Erich von Däniken. Das neue Buch von Däniken erschien auch diesmal als Fortsetzung seiner dortigen Buchreihe beim Kopp Verlag.

Und auch diesmal verspricht der Bestsellerautor seinem (auch und vor allem neuen) Publikum:

Unverrückbare Fakten und sensationelle Fotos

  • Abraham gilt als Urvater der Menschheit. Doch der Blick auf seine Familie bringt Erstaunliches ans Licht: Abrahams Vater Therach lebte in Ur, der ,Stadt der Himmlischen’. Priester betrieben dort einen Sternenkult. Sie verehrten ,Götter, die vom Himmel gekommen waren’. Stammte Abraham von ihnen ab?
  • König Salomon konnte auf wundersame Weise große Distanzen zurücklegen. Offenbar nutzte er ein Flugobjekt. Dafür sprechen Anlagen, die er errichten ließ. Sie lagen auf Bergen und waren Tausende Kilometer voneinander entfernt. Auf zum Teil über 3.000 Metern Höhe fand man seltsame Bauwerke, die möglicherweise bei der Navigation halfen oder eine Art Bodenstation waren.
  • Die Bundeslade ist gemäß den großen Religionen eines der wichtigsten Heiligtümer. Ein Kasten zur Aufbewahrung der Zehn Gebote? Falsch! Die Bundeslade war ein gefährliches, technisches Gerät. Der Kontakt mit ihr führte zu Haarausfall, Schuppen und Erbrechen. Typische Symptome einer Verstrahlung!
  • In Überlieferungen des Alten Indiens wird über Himmelsschiffe berichtet. Auch hier ist religiöse Mystik fehl am Platz. Präzise Beschreibungen deuten darauf hin, dass es sich um ,Space Shuttles’ gehandelt haben könnte. Sie waren dreieckig, drei Stockwerke hoch und verfügten über Räder, die eingezogen werden konnten.

Um all diese Dinge geht es im unheiligen Buch. Erich von Däniken zitiert Belege aus alten Schriften, die zwar kontrollierbar, aber nicht jedermann zugänglich sind. Dabei greift er auch Themen aus seinen früheren Büchern auf und ergänzt sie durch die neuesten Erkenntnisse.

Sehen Sie zudem Fotos, die Sie sprachlos machen: Ob es die Buddha-Figur ist, die offenkundig im Cockpit eines Flugapparates sitzt, oder aber ob es sich um die Verzierungen an einem indonesischen Tempel handelt, die an Fliegende Untertassen erinnern...die Aufnahmen machen deutlich:

,Die Zeit ist reif, unseren religiös-psychologischen Blindflug der vergangenen Jahrhunderte zu beenden und die Dinge mit einem befreiten Verstand zu betrachten.‘” (Quelle)

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Vor genau 20 Jahren: Die Katastrophe der “Sonnentempler”-Sekte. Massenmord und Gruppensuizid um in eine neue Welt beim Stern Sirius zu reisen.

Die "Sonnentempler" und der Massenmord in der Schweiz vor 20 Jahren (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)
Die “Sonnentempler” und der Massenmord in der Schweiz, Frankreich und Kanada vor 20 Jahren (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger/bearbeitet)

Genau 20 Jahre ist es nun her, seit dem sich die (UFO-?)Sekte der „Sonnentempler“ das Leben nahm. Ein Suizid im Zeichen des Wahns! Es war im Herbst 1994, da berichteten die Medien in aller Welt von einem Massensuizid, in dem auch Massenmord eine Rolle spielte. Mitglieder einer Sekte mit dem so friedlich klingenden Namen „Sonnentempler“hatten sich sowohl in der Schweiz als auch in Kanada gemeinschaftlich das Leben genommen. Wie kam es dazu? Was war geschehen und spielte auch der Glaube an UFOs und Außerirdische bzw. Überirdische hierbei eine Rolle? Bis heute sind die Details der Ereignisse mit insgesamt über 70 Toten ungeklärt. Eine Zusammenfassung.

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Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der „Orden des Sonnentempels“ mit seinen Symbolen Kreuz und Rose spaltete sich einst von den durchaus bekannten „Rosenkreuzern“ ab, die im 17. Jahrhundert als Reformbewegung des Protestantismus entstanden war. Doch die 1994 die Medien beherrschenden „Sonnentempler“ hingegen haben eine völlig andere Philosophie. Eine Lehre, die letztlich in den Tod führte:

In der Nacht zum 5. Oktober 1994 verbrannten 22 Mitglieder des “Sonnentempler”-Ordens in ihren Häusern in dem Schweizer Dorf Cheiry, und gleichzeitig starben fünf Sonnentempler in Kanada. Darunter auch die Sektenführer Luc Jouret (der Hauptgründer) und Joseph di Mambro selber. Einige Stunden später wurde von der Polizei in Martigny im Wallis ein Feuer über den Rhonetal gemeldet. Der Brand wütete im Dorf Granges-sur-Salvan in einem Chalet am Berghang. Die herbeigeeilte Kripo und Feuerwehr fand auch dort Leichen: 25 Menschen, darunter fünf Kinder.

Was war hier geschehen und wer waren die Toten?

Nach den Polizeiermittlungen sind von allen Toten lediglich fünfzehn Menschen freiwillig aus dem Leben geschieden. Die anderen wurden ermordet, offenbar oder vermutlich von ranghören Mitgliedern der Sekte.(1) Folglich hatte es die Polizei hier nicht nur mit Selbstmorden sondern auch mit zahlreichen Morden zu tun. Denn: Die polizeilichen und medizinischen Untersuchungen ergaben, dass die verkohlten Leichen teilweise sowohl Einschüsse als auch Injektionsspuren von Spritzen aufwiesen(2), also eindeutige Hinweise auf ein unfreiwilliges Dahin scheiden. Die Leichen selber wurden in einer Art Kapelle entdeckt, die mit hell roten Stoffen, einem Bild von Jesus Christus und zahlreichen Wandspiegeln geschmückt war, und in dessen Mitte die Leichen in Form eines Sterns am Boden lagen.

Es waren die sterblichen Überreste einer Sekte. Aber offenkundig starben nicht alle Sonnentempler, denn am 23. Dezember 1995 wurden weiterer 16 tote Sektenmitglieder gefunden – diesmal in den französischen Ostalpen. Ermordet wurden diese Menschen wahrscheinlich bereits am 16. Dezember.(3) Die Leichen wurden in einem Waldstück oberhalb des Weilers St.-Pierre-de Chérennes bei Grenoble entdeckt, waren verbrannt und wiesen sogar Schussverletzungen auf. Die Suchtrupps, alarmiert durch den Jäger Robert Arnaud, der in der Gegend verbranntes Fleisch und Haare gerochen hatte, aber nicht die Quelle des Gestankes ausfindig machen konnte, fanden 14 der 16 toten Jünger auch hier in einer Sternenform liegend. Sie lagen verkohlt um einen erloschenen Scheiterhaufen verteilt.(4) Die bei den Leichen entdeckten zwei Gewehre und zwei Pistolen stellten sich im Nachhinein als die Dienstwaffen zweier Polizisten heraus, die wahrscheinlich ebenfalls unter den Toten waren.(5)

Auch bei dieser zweiten Tat schloss die Polizei einen gemeinschaftlichen Massenselbstmord aus: „Es könnte sich vielmehr um mehrfachen Mord und zwei oder drei Selbstmorde gehandelt haben“, sagte der zuständige Staatsanwalt damals. Da die verkohlten Leichen erneut Schusswunden zeigten und ihnen offenbar zum Teil vor der Ermordung dunkle Plastiksäcke über den Kopf gestülpt wurden, machte auch dieses Verbrehen schnell Schlagzeilen um die Weihnachtszeit. Ebenso stellte sich recht schnell heraus, dass die Sektenmitglieder offenbar alle der Meinung waren, dass der Tod nichts weiter als eine Illusion sei. eigentlich ja eine Kernlehre aller Religionen der Welt, die ihren Gläubigen die eine oder andere Form des „ewigen Lebens“ versprechen. Die „Sonnentempler“ gingen aber einen großen Schritt weiter. Sie waren der Ansicht, dass sie nur durch die gemeinschaftliche Selbsttötung einer unmittelbar bevorstehenden Apokalypse der Welt entziehen können und dadurch einen „Transit zum Sirius“ antreten werden. Bei einer landesweiten Razzia, die Mitte März 1996 durchgeführt wurde, nahm die Polizei 30 Sektenanhänger fest, um einen weiteren bevorstehenden gemeinsamen Suizid zu verhindern.(6)

Mord, Selbstmord und schlampige Ermittlungen?

Nach der für alle – von den Anwohnern der Sekten-Anwesen bis zu Sektenberatern – überraschenden Tat der zuvor als „unauffällig“ und „harmlos“ eingestuften „Sonnentempler“ begann das Rätselraten: Wollen sie freiwillig auf körperlose Art zum „Sirius“ reisen, wie es zuerst hieß? Glaubten sie, dass ihre „Seele“ nach dem Tod den Körper verlässt um irgendwo anders im Weltraum wieder geboren zu werden? Oder steckte hinter dieser Tragödie der Sekte doch ein wohl durchdachter Plan?

Vieles scheint eher für die zweite Möglichkeit zu sprechen, zumal einige der Umgekommenen klar durch Mord aus dem Leben geschieden waren. Da stellt sich natürlich umgehend die Frage, ob diese Menschen überhaupt sterben wollten. Waren es nur einige wenige, die die anderen „verirrten Seelen“ und später dann sich selbst getötet haben? Oder haben sie sich selber erschossen? Aber was war das Motiv der Mörder? Wer waren sie? Hier tappt die Polizei bis heute bei ihren Ermittlungen in Details im Dunkeln, da die Mörder und deren Opfer nicht mehr befragt werden können …

Auch Eric Bergkraut, der versucht hatte, Hintergründe und Ablauf des Dramas näher auszuleuchten, konnte in seiner Dokumentation „Die Sonnentempler – eine Reise in den Tod“ für das Schweizer Fernsehen keine neuen Details vermitteln, da seine Recherchen mehr oder weniger im Sand verlaufen waren. Doch zeigte sich bei der Fallermittlung sehr schnell, dass hier ein wahres Massaker stattfand, da einige der Leichen bis zu neun Einschüsse aufwiesen.
Der Schlussbericht der zuständigen Untersuchungsbehörde fiel entsprechend dünn aus, und zudem wurde er erst verzögert publiziert. Der Staatsanwalt aus dem Schweizer Freiburg musste herbe Kritik an sich hinnehmen, da sich mittlerweile im französischen Vercors bekanntlich während der Untersuchungen ein weiteres Drama nach ähnlichem Muster abgespielt hatte. Vielleicht hätten die Behörden – hätte man sich eingehender mit dem Drama beschäftigt – die Tat verhindern können, so lautete der Kernpunkt der öffentlichen Kritik. Besonders die französischen Behörden und Sektenforscher kritisierten die Arbeit, da die Schweiz diese Sekte nicht schon zuvor als „kriminelle Gruppe“ einschätzte und nicht einmal die Telefone überwachte.

Tatsächlich waren fast alle von den Behörden in Freiburg und im Wallis befragten Personen aus dem Umfeld des Ordens beim zweiten rituell inszenierten Mord am 23. Dezember 1995 umgekommen. Unter ihnen waren auch Patrick Vuarnet, der Sohn eines Olympiameisters von 1960, und seine Frau. Patrick Vuarnet wurde ausgiebig von Untersuchungsrichter André Piller zusammen mit den Polizeibeamten Patrick Rostand und Jean-Pierre Lardanchet vernommen und danach wieder auf freien Fuß gesetzt. Alle drei kamen am 23. Dezember 1994 bei dem neuerlichen Feuertod um. Und der Gendarm Lardanchet war mit einem Gehilfen für dies Drama verantwortlich, bei dem von insgesamt 16 Menschen auch drei Kinder waren. Alle wurden noch am Tag vor der Tragödie von Zeugen gesehen.

Eine Person entkam (obwohl sie durch Freundschaft den „Sonnentemplern“ nahe stand) dem Schicksal ihrer Geistesverwandten: der Komponist und Dirigent Michel Tabachnik, obwohl er im September 1994, also kurz vor der ersten Wahnsinnstat, an einem Treffen der Ordensführer in Avignon teilgenommen hatte. Bei der Befragung der Untersuchungsrichter soll er geweint haben, nachdem er erfahren hatte, was sein Freund Joe di Mambro und andere Mitglieder hinter seinem Rücken getan hatten.

Tabachnik war einer der weniger Informanten, die etwas Konkretes über die Sekte hätten aussagen können. Doch er – der Urheber der esoterisch inspirierten Komposition „Cosmosgonie“ – äußerte sich leider nur überaus vage. Bis heute. Aber es gab noch eine andere Zeugin: die Mutter der Geliebten di Mambros, die ihm das sogenannte heilige oder „kosmische Kind“ Emmanuelle geboren hatte. Diese Zeugin besuchte zwar Di Mambros Stiftung „Golden Way“ mehrmals, um ihre Tochter und ihre Enkelin zu sehen, jedoch ließ sie sich nicht von der Sekte vereinbaren.

Der Dokumentarfilmer Eric Bergkraut erhob den Vorwurf, dass die Untersuchungsbehörden an der Geschichte des „Sonnentempler“-Ordens überhaupt nicht interessiert seien. Er deutete an, dass Luc Jouret und Joe di Mambro die Leitung des Ordens von einem „Priester“ übernommen hätten, der dem Faschismus nahe stand. Der Abenteurer und Gesundheitsapostel Luc Jouret, geboren 1947 im damaligen Belgisch-Kongo, ließ sich nach Bergkraut in der abgespalteten fundamentalistischen Sektion der katholischen Kirche zum Priester weihen. Auch interessierte er sich schon sehr früh für Yoga, Geistheiler, Astrologie, Gurus und Geheimwissenschaften und zog Anfang der 1980er Jahre als angeblicher Heiler durch die Schweiz, Frankreich, Kanada, Belgien und Luxemburg.

Dass in der Sekte rassistische Tendenzen herrschten, wurde auch von einer früheren Anhängerin aus Frankreich bestätigt. Sie sagte aus, dass der Orden die weiße Rasse als überlegen gefeiert habe, während zum Beispiel Schwarze als „weniger entwickelte Leute“ bezeichnet wurden.

In einem in Kanada eingesetzten Werbefilm der Sekte konnte man gut die paranoiden Züge des Ordens erkennen: Sie bezeichneten sich ganz typisch für derartige Sekten als „Auserwählte“, und das im licht durchfluteten und von Kindern bevölkerten Treibhaus gezüchtete Gemüse wurde in einem geweihten, himmlischen „Javelwasser“ gewaschen. Auch im Umgang mit dem erwähntem „kosmischen Kind“ Emmanuelle zeigte sich eine übertriebene Hygieneauffassung: Die Großmutter durfte es nicht berühren.

Eric Bergkraut machte in seiner Reportage, die am 3. Oktober 1996 vom Fernsehsender „DRS“ ausgestrahlt wurde, deutlich, dass die Gruppe die Erde in ihrem heutigen Zustand für nicht mehr bewohnbar hielt. Auch sei die angebliche Unbewohnbarkeit des Planeten nicht das einzige Motiv für die Blutteten gewesen. Licht in die finanziellen Hintergründe und in die Geschäftspraktiken der Führungspersonen konnte Eric Bergkrauts Werk leider nicht bringen. Er beendete seine Reportage jedoch mit einer Sensation, in dem er sagte:

In Kanada wartet man auf Teil drei des Dramas, denn in Quebeck leben noch Anhänger, die bedauerten, beim Transit zum Sirius nicht dabei gewesen zu sein.“(7)

Recherchen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ ergaben damals jedoch auch, dass zu Lebzeiten des Sektenchefs di Mambros 20 Millionen Franken an die „Sonnentempler“ überwiesen worden sein sollen, die sich immer weiter aus der Kasse „verflüchtigten“, je näher die Jahrtausendwende und der damit verbundene Weltuntergang kam.(8)

Die Reporter des „Stern“(9) recherchierten ebenso Informationen, die den Vorwurf rechter Ideologien innerhalb der “Sonnentempler”-Sekte zu bestätigen scheinen. So berichteten sie in dem Artikel „Die Hintermänner laufen frei herum“, dass die Sekte sogar in einem ganzen Netz von konspirativen Gruppen eingebettet war. Die „Sonnentempler“ entstanden teilweise aus der Gruppe „Souveräne und militärische Orden des Tempels von Jerusalem“, Frankreich, in dem ab 1970 Mitglieder des rechtsradikalen und geheimen Bundes „Service d’Action Civique“ (SCA) einstiegen. Der Turiner Sektenexperte Professor Massimo Introvigne vermutet gegenüber dem „Stern“, dass auf diesem eine verschwörerische Gemeinschaft aus rechter Politik und Templern entstand.

Die als gefährlich einzustufende militärische Gruppe SCA hatte, so hieß es im „Stern“ weiter, nachweislich Verbindungen zu rechten Aktivisten. 1972 wurde ihnen bei Gerichtsverfahren Waffenhandel vorgeworfen, in den unter anderem auch die italienische Freimauer-Organisation „P2“ von Licio Gelli verstrickt war. Auch hatte der belgische „Sonnentempler“-Gründer Luc Jouret zwischen 1981 und 1983 regen Kontakt mit dem französischen Neonazi Julien Origas (der Gründer einer eigenen Gruppe) unterhalten. Professor Introvigne sagte, dass die Gründer der „Sonnentempler“ „lange genug mit Origas Orden assoziiert (waren), um in den Einfluss politischer Gruppen und von Geheimdiensten zu geraten“. Erst nach dem Tod Origas im Jahr 1983 wurden die „Sonnentempler“ als Orden an sich geboren. Die „Sonnentempler“ bestanden letztlich aus Polizisten, Managern, Regierungsbeamten, Bürgermeistern, Künstlern und auch Millionären. Sie hatten ihre Hände in Immobiliengeschäften, besaßen ein verschlungenes Firmenimperium und verfügten über dunkle und ungeklärte Geldquellen.

Eine Agenturmeldung vom Frühjahr 1996 scheint wiederum mehr über den Tathergang vom Oktober 1994 zu wissen. Der Fernsehsender „RTL“ meldete am 7. April 1996, dass es im Abschlussbericht der Schweizer Polizei, der Anfang April vorgelegt wurde und in dem es um die Tötungen vom Oktober 1994 ging, hieß, dass nun definitiv bei nur fünfzehn der rund 50 toten Sekten-Mitgliedern von Suizid auszugehen sei. Die restlichen Sektenmitglieder weigerten sich offensichtlich am kollektiven Selbstmord teilzunehmen und wurden definitiv ermordet.(10)

Doch bereits zwei Jahre früher bekundete der Schweizer Sektenkenner Jean-Francois Meyer Zweifel an Dokumenten, die als Abschiedsbriefe und Testamente der „Sonnentempler“ ausgegeben wurden. Die Echtheit der Unterlagen sei zwar nicht anzuzweifeln, aber alle Papiere würden auf Luc Jouret persönlich zurückgehen.(11)

Die „Sonnentempler“ sind und waren nicht allein

Das damalige Sekten-Drama vor 20 Jahren war nicht das erste Selbstmorddrama. Es wird mit Sicherheit auch nicht das letzte bleiben!

  • Ein anderes Sekten-Geschehen fand im November 1978 statt, und ist sicher das dramatischste Beispiel von kollektivem Suizid. Damals begingen 923 Mitglieder der amerikanischen „Volkstempler-Sekte“ in der Siedlung „Jonestown“ im Dschungel Guayanas in Südamerika den vermutlich größten Massenselbstmord der Geschichte.
  • Im April 1993 verbrannten beispielsweise auch mindestens 81 Menschen im Anwesen der „Davidianer“-Sekte im texanischen Waco, USA. Ihr Führer hielt sich für Jesus Christus. Es ist anzunehmen, dass die Sektenmitglieder das Feuer selbst legten, als die Polizei und das FBI das Anwesen nach 51 Tagen Belagerung stürmten. Es war für sie eine Art Endkampf gegen die Antichristen bzw. Gut gegen Böse, was auch 1978 einer der Gründe für den Massensuizid in Südamerika war.
  • Vor allem bekannte im Kreise der UFO-Szene ist auch der Massenselbstmord der UFO-Sekte „Heaven’s Gate“ im Jahr 1997. Diese Sekte um den UFO-Guru Marshall Applewhite glaubte, dass sie durch nach ihren Selbstmord in einem UFO mit Aliens wiedergeboren werden. Dieses außerirdisch-göttliche Raumschiff wäre angeblich auf dem Weg zur Erde und verstecke sich dabei im Schweif des Kometen Hale Bopp, der damals mit bloßem Auge am Himmel zu sehen war. Auch hier herrschte also eine Art „Endzeitstimmung“ der Sekte, die fast 40 Menschen den Tod brachten.

Es gibt aber auch Fälle in der Sektengeschichte, in denen ein möglicher Massenselbstmord verhindert werden konnte.

  • Eine solche von Anhängern einer Endzeitsekte auf den Philippinen geplante Aktion konnte von den Behörden in letzter Minute abgewendet werden. Ponciano Lumboy – der Führer der Sekte, die sich „Pfingstliche Internationale Christengemeinschaft“ nannte (sicherlich hat sie nichts mit der auch in Deutschland verbreiteten evangelischen Freikirche ähnlichen Namens zu tun) – konnte jedoch untertauchen und sich so dem Zugriff der Polizei entziehen. Die Anhänger der Sekte hatten sich am 31. Dezember 1995 auf einem Gelände in Isabela, das 265 Kilometer nördlich von der philippinischen Hauptstadt Manila liegt, eingeschlossen, um den kommenden Weltuntergang zu erwarten. Die Polizei berichtete damals, dass die Sektenmitglieder sogar mit Gewehren bewaffnet waren. In Anbetracht des unmittelbar bevorstehenden Weltunterganges hatten die Gläubigen der Gemeinschaft ihren gesamten Besitz verkauft und ihr Geld dem Sektenführer übergeben, wie so oft in der Geschichte des Sektierertums. Leider ist bisher kein Hinweis darauf zu finden, ob es dem Sektenführer gelungen ist, das ihm ausgehändigte Geld bei seiner Flucht mitzunehmen. Auf jeden Fall aber fand der Weltuntergang nicht statt, der Sektenführer ist fort und die ernüchterten Sektenanhänger stehen nun mittellos dar.
  • Eine ähnliche Tragödie wie die von „Heaven´s Gate“ soll Anfang Januar 1998 von der Polizei auf Teneriffa verhindert worden sein. Ab dem 9. Januar überschlugen sich dazu die Meldungen: Die Sektenführerin, die Hamburger Psychologin Dr. Heide Fittkau-Garthe, hatte laut Polizeiangaben den meist Deutschen Sektenmitgliedern das ewige Leben versprochen und die Landung eines Raumschiffes auf dem Berg Teide prophezeit. Das UFO sollte die Gruppe von 32 Männern, Frauen und Kindern nach dem Suizid durch Gift retten und – zum Stern Sirius bringen! Bereits kurz vor Weihnachten 1997 soll Heide Fittkau-Garthe vom Ende der Welt gesprochen haben. Sie glaubte an einen baldigen „Erdachsensprung“, also den bekannten Polsprung, der ohne Zweifel den Untergang der Welt nach sich ziehen würde. Fittkau-Garthe, die vor 5000 Jahren angeblich schon in Ägypten lebte und mit Gott sprach, stritt eventuelle Suizid-Absichten ihrer Sekte damals in den Medien immer ab. Zum Beispiel sagte sie zu den Vorwürfen bei „RTL Punkt 12“ am 22. Januar 1998:

Dies ist alles total absurd. Es ist für mich erstaunlich, wie erwachsene Menschen so etwas in die Presse setzten können und glauben, es könnte sogar wahr sein. Dies ist für mich so gigantisch, dass ich es gar nicht fassen kann.

Einige Tage später veröffentlichte der „Spiegel“(12) einen Brief der Sektenchefin, der sie offensichtlich schwer belastete. Dem Schreiben, dass als Fax am 8. Dezember 1997 in Deutschland bei einer Freundin im Hamburger Wohnhaus von Fittkau-Garthe einging, sind deutliche Hinweise auf einen Suizid zu entnehmen. So ist etwa unmissverständlich zu lesen:

Ich Gott, die Mutter aller lebendigen Wesen, die einzige Allmacht der Liebe für alle und alles, werde am 8. 1. 1998 um 20 h den Erdplanten verlassen und mit einem Raumschiff (keinem Flugzeug) zu meinen realen Planeten, den ich Aida meinen Himmel nenne, fliegen. Alle Menschen und alle Tiere werde ich mit mir nehmen. Sie werden alle ihren Körper verlassen, d.h. praktisch sterben.“

Scheinbar war auch hier der Sirius das Ziel der fragwürdigen Reise zu den Sternen …

Erst der Tod, dann eine Reise zu den Sternen! Steckt mehr dahinter?

Das „Sonnentempler“-Drama war also nicht das erste seiner Art, und leider sollten die beiden Wahnsinnsaktionen im Oktober 1994 und im Dezember 1995 nicht die letzten ihrer Art bleiben. Die „Sonnentempler“ bzw. einige von ihnen dachten, nach ihrem Tod würden sie zum Stern Sirius reisen. Nur durch das erleiden eines „feurigen Todes“ und der Ausführung der rituellen Tötung eines Säuglings, der als Antichrist galt, sei der körperlose Transit zum Sirius möglich. Diese grausamen und erschreckenden Informationen stammen von der kanadischen Polizei. Dafür wählten die Sektenführer Joseph di Mambro und Luc Jouret den nur drei Monate alten Christopher Emmanuelle Dutoit als Opfer aus – und trieben ihm unter anderem angeblich sogar einen Holzpfahl durch das kleine Herz des Babys! Die Eltern des Säuglings – Antonio Dutoit und Nicky Dutoit – wurden erstochen, danach das Haus abgebrannt. Nicky Dutoit wurde mit acht Messerstichen nieder gemetzelt, möglicherweise symbolisch für die für die acht Regeln des Ordens. Vier der Stiche gingen in den Hals, da die Sonnentempler glaubten, die Empfängnis erfolge durch den Hals einer Frau.(13)

Auch wenn die Fernsehnachrichten und die großen Magazine und Zeitungen nach den Dramen immer davon sprachen, dass die Mitglieder geistig zum Stern oder Sternensystem Sirius schweben wollten, um den Weltuntergang zu entgehen, so haben nähere Recherchen ergeben, dass die Gruppe offensichtlich in verschwommenen Geschäften verwickelt war. Geheimdienste, Waffengeschäfte und nicht nachvollziehbare „Hintermänner“, die nach Professor Introvigne dem Tod entkamen, sowie scheinbar einflussreiche politische Verbindungen legen auch nahe, dass die getöteten „Sonnentempler“ nicht der wirkliche und harte Kern der Sekte waren.

Und doch scheint zumindest der Gründer Luc Jouret von einem kommenden „Wassermannzeitalters“ und dem Untergang der Erde überzeugt gewesen zu sein. So schildert es Thomas Gandow in seiner Zusammenstellung „Das Geheimnis des Sonnentempels“(14) über die Lebensstation von Jouret. So etwa verbreitete Jouret bereits 1987 in Kanada zahlreiche Weltuntergangslehren. Seine Anhänger bauten deshalb einen Atomschutzbunker auf seinem Anwesen, in dem Lebensmittel und 45 Kilogramm Schweizer Schokolade gelagert wurden. Später verkam das rettende Gemäuer zum Lagerraum und Bäckerei.

Jouret gab auch den Befehl an seine Mitglieder, sie sollen sich Waffen kaufen, was die kanadischen Behörden veranlasste, die Gruppe zu überwachen. Am 30. Juni 1993 kam es dort deshalb zu einem Gerichtsverfahren. Da aber die Mitglieder abstritten, der Gruppe überhaupt noch anzugehören, wurde das Verfahren gegen Jourets Orden eingestellt, und er selber gegen 1000 Kanadische Dollar mit einem Jahr auf Bewährung freigelassen. Er reiste daraufhin umgehend in die Schweiz. Ehemalige Sektenmitglieder sagen weiter aus, dass es normal sei, dass die Mitglieder eine Austrittsbestätigung bei sich tragen, die besagt, dass man keine Beziehung mehr zu der Gruppe habe. „In Wirklichkeit“, so heißt es, gehören diese dann aber „einen hören, streng geheimen Rang“ an.(15)

Es ist bei diesem Drama so oder so mehr als schleierhaft, wer die Hintermänner der ganzen Sekte waren und ob tatsächlich alle Gurus der Sekte unter den Toten waren. Spannend ist auch die Frage, in welchem Zusammenhang Michel Tabachnik in das Geflecht der Sekte eingebunden war. Oder sogar ist? In den zweifelhaften „Glanzzeiten“ der apokalyptischen Sekten zählte diese über 500 Mitglieder bzw. Anhänger, die vor allem in Kanada, Schweiz und Frankreich zu hause waren. Insgesamt gab es bei den Dramen vor 20 Jahren 74 Tote. Wo sind die anderen Menschen? Gibt es „Splittergruppen“ der Sekte noch heute, obwohl die Gurus auch eindeutige Betrüger waren? 2001 und 2006 kam es zu Prozessen gegen Tabachnik – noch nachweisen konnte man ihm nichts. Der damalige Untersuchungsrichter André Piller sagte in einem Interview für die Sendung „Kriminalfälle – Schweizer Verbrechen im Visier“ von Felice Zenoni („SWR“ 2013) jedoch noch 2013:

Der Michel Tabachnik hat sicher gewusst und auch formuliert, dass das Endziel von deren Sekte wird eine Reise auf Sirius sein. Ein Übergang in ein anderes Leben.“

Doch inwieweit Tabachnik über Details informiert war, dass konnten die Untersuchungen eben nicht beweisen, so Piller im Interview. Wer genau den Befehl gab, dass nun der „Transit zum Sirius“ stattfinden soll, ist bis heute unklar.

Die „Sonnentempler“ eine UFO-Sekte?

Neuapokalyptische Sekten gab es immer und wird es immer geben. Ob sich gleich alle umbringen, ist natürlich fraglich. Aber was wollten eigentlich die „Sonnentempler“ unbedingt auf dem Stern Sirius? Wieso glaubten sie, dass ein „Transit zum Sirius“ stattfinde wird, und sie als „Auserwählte“ dort ein neues Leben führen würden?

Auf Sirius selber sähe das Leben der Mitglieder erst mal schlecht aus, da es ein Stern und kein Planet ist. Doch Sirius wurde von der Sekte schon von Beginn an als etwas besonders angesehen. Dabei spielte die Mythologie der Alten Ägypter eine bedeutende Roll in den Weltanschauungen der Sekte. Auch mehrfache Reisen nach Ägypten von Mitgliedern und Gurus der „Sonnentempler“ wurden unternommen. Immer auf den Spuren der kosmischen Botschaften und des Sterns Sirius. Dieser wurde einst in Ägypten vergöttlicht und stand bei der Sekte auch als Symbol des Wandels und der Erneuerung. Das bezog sich offenbar auch auf die Mythologie der Pyramidenbauer von einst im Land am Nil. Das Erscheinen des Sterns am Himmel zeigte den Alten Ägypten an, dass bald die Nilflut kommen wird. Diese war für das eigentliche Wüstenland überlebensnotwenig für die Landwirtschaft im ganzen Reich.

Zu diesem heiligen Stern wollten also die Anhänger der Sekte reisen. Freiwillig und/oder unfreiwillig durch ihren irdischen Tod. Auch wurde von den Gurus der Sekte bestimmt, wer innerhalb des Ordens zu einem „kosmischen Paar“ zusammen sein darf. Sogar Partnerschaften wurden deshalb getrennt um die Personen dem „richtigen“ Partner zuzuführen. „Kosmische Paare“ waren auch die altägyptischen Götter Osiris und seine Frau Isis, die das Kind Horus hatten. Der Stern Sirius galt als Verkörperung der Isis (Sopdet), die eben auch als Verkörperung der Wiedergeburt oder dem Kreislauf des Lebens galt. Da erscheint es zumindest verständlicher, dass die Sekte dem Irrglauben unterlag, dass sie zum Sirius reisen werden, wenn sie diese Erde verlassen. Ob tatsächlich die Mitglieder der Gruppe aber alle wussten, dass dieser „Transit zum Sirius“ durch herbeigeführten Tod stattfindet wird, ist bis heute zweifelhaft. Zumindest sind die Gurus der Sekte als große Manipulatoren bekannt, die auch vor Lug und Trug nicht scheuten. Dass ist so oder so eine Voraussetzung eines jeden Sekten-Gurus, wie es die Geschichte zeigt.

Ob und wie die „Sonnentempler“ an UFOs und Außerirdische glaubten, ist unklar. Dass es UFO-Sekten gibt, ist keine Frage. Dass sich solche UFO-Sekten auch Weltbildern der „klassischen Religionen“ und Mythen bedienen, ist ebenso klar. Ebenfalls in der Schweiz etwa tat dies deutlich auch die Sekte „Fiat Lux“, die von Aliens und UFOs gerettet werden wollte und deren Gurus angeblich Kontakte mit Jesus & Co. pflegten. Es ist bei den „Sonnentemplern“, die in ihrem Guru ebenso Jesus sahen (zumindest behauptete er, dass er es sei) und von Gotteswesen aus der Mythologie Ägyptens sprachen, nicht eindeutig. „Gotteswesen“ gleich welcher Herkunft, ob Jesus, Buddha, Satan oder Isis, gehen im Glauben vieler UFO-Sekten jedoch nahtlos in Außerirdische über. Das zeigte oben auch das Beispiel der Gruppe um Fittkau-Garthe auf Teneriffa.

 

Obwohl mein Freund und Kollege Roland M. Horn und ich in unserem 1999 publizierten Buch mit dem unzweideutigen Titel „UFO-Sekten“ auch die „Sonnentempler“ aufnahmen – ist eine klare Verbindung zu UFOs und Aliens meines Wissens nach nicht eindeutig belegt. Auch wenn etwa Isis und Jesus natürlich keine irdischen Wesen und damit natürlich „außerirdisch“ in deren Augen waren, müssen es nicht unbedingt „UFO-Piloten“ alias Aliens in dem Sinne, wie wir alle sie uns heute vorstellen, gewesen sein …

Ich danke Euch Euer Jäger des Phantastischen

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Fußnoten

1 Berliner Zeitung vom 9. Januar 1998
2 Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 31. Oktober 1997
3 Berliner Zeitung vom 9. Januar 1998
4 Stern Nr. 2/1996
5 Westfalen-Blatt vom 27. Dezember 1995
6 Skeptiker Nr. 3/1996, S. 114
7 Neue Züricher Zeitung vom 5. Oktober 1996, S. 39
8 Der Spiegel Nr. 1/1996
9 Stern Nr. 2/1996
10 Skeptiker Nr. 3/1996, S. 114
11 Neue Züricher Zeitung vom 7. Oktober 1994
12 Heide Fittkau-Garthe: Beweise für geplanten Gruppensuizid, in: Der Spiegel Nr. 5/1998, S. 20ff.
13 Fortean Times Nr. 79 (Febr./März 1995) und Der Spiegel Nr. 1/1996
14 http://www.thur.de/religio/dialog/195/195s25.html, bezogen am 17. Oktober 1998
15 Le Soleil, Quebec, Kanada, vom 7. April 1993

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Die UFO-Sekte Rael-Bewegung verspricht genitalverstümmelten Frauen in Afrika im Verein „Clitoraid“ chirurgische Hilfe

Logo der UFO-Sekte "RAEL-Bewegung"
Logo der UFO-Sekte “RAEL-Bewegung” (Bild: WikiCommos / L. A. Fischinger)

Weltweit gibt es laut Schätzungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) bis zu 140 Millionen Frauen, die Opfer von „Beschneidungen“ geworden sind. Diese Verstümmlungen im Vaginalbereich sind vor allem in Afrika stellenweise weit verbreitet und sollen den betroffenen Frauen jegliche sexuelle Lustempfindungen nehmen. Nun hat sich die ominöse UFO-Sekte der Rael-Bewegung (= Raelianer) des Themas angenommen und verspricht chirurgische Hilfe in einem Krankenhaus in Burkina Faso.

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