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Xavier Naidoo und seine Außerirdischen, die eigentlich ja gar keine sind: Seltsame Verschwörungstheorien und das Buch Henoch (+ Videos)

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Xavier Naidoo und seine Außerirdischen, die eigentlich ja gar keine sind (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Xavier Naidoo und seine Außerirdischen, die eigentlich ja gar keine sind (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Verschwörungstheorien und solche, die es sein sollen, haben immer Konjunktur. Mal mehr, mal weniger. Dabei kann die Hausfrau von nebenan ebenso an diverse Verschwörungsideen glauben, wie ein in den Medien vertretener Prominenten. Und der bekannte deutsche Musiker Xavier Naidoo ist dabei wohl das bekannteste Beispiel, da er es immer wieder schafft mit diversen Aussagen zu Verschwörungen aller Art mediale Aufmerksamkeit zu bekommen. So wie aktuell, in dem er im Internet erneut Aussagen und Thesen verbreitet, die von der Presse nur allzu gern aufgenommen werden. Auch über Außerirdische, die seiner Meinung nach gar keine „echten“ Außerirdische sind. Was genau der Sänger sagte und was offensichtlich das der Community von Fischinger-Online sehr gut bekannte Buch Henoch damit zu tun hat, erfahrt Ihr detailliert hier.


Xavier Naidoo und die Verschwörungen

Xavier Naidoo wurde in seiner bisherigen Karriere als Musiker und Sänger mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, die seinen musikalischen Erfolg belegen.In den letzten Jahren macht Naidoo aber immer wieder Schlagzeilen in den Medien und der Boulevardpresse, die weniger mit seiner Arbeit als Künstler zu tun haben.

Vielmehr verbreitet er im Internet über verschiedene Plattformen diverse Verschwörungstheorien und „alternative Weltsichten“, deren Inhalte in der Presse immer wieder für Aufsehen sorgen. Diese reichen von politischen und religiösen Ansichten über krude Spekulationen um Verschwörungen und Geschichte bis zu Außerirdischen. Inklusive der Trend-Verschwörungstheorie, die die Erde in Wahrheit eine Scheibe sei.

Diesbezüglich scheint er den aus dem TV sehr bekannten Wissenschaftler Harald Lesch zu einer Art „persönlichen Feind“ auserwählt zu haben, wie es diverse Aussagen von  Naidoo auf seinem „Telegram“-Account zeigen. Selbst als „Übel der Menschheit“ und „Dreck“ wird Lesch dort bezeichnet, der „Lügen bis zum Tode“ wird.

Für diverse Magazine im Fernsehen und Online-Portale ein gefundenes Fressen. Sobald der Sänger eine neue „obskure Verschwörungstheorie“ verbreitet, werden seine Aussagen dankend in verschiedene Promi-News diskutiert. Sei es beim Frühstücksfernsehen des Senders Sat1 oder auf der bekannten Musik- und Medien-Webseite rollingstone.de. Kein Wunder, da Xavier Naidoo als Musiker allein auf der Sozial Media-Plattform „Telegram“ rund 750.ooo Follower bzw. „Fans“ hat.

Und genau dort verbreitet er immer wieder seine sonderbaren Ansichten, Postings und Verschwörungstheorien. Aussagen, die in Kreisen grenzwissenschaftlich Interessierter hinlänglich bekannt sind. Man denke an die Trend-These, dass die Erde in Wahrheit keine Kugel sei, sondern eine Scheibe, auf dessen Oberfläche wir leben. Auch dies findet sich in den Texten von Naidoo auf „Telegram“.

Außerirdische sind Dämonen aus dem Inneren der Erde!

Viele der dort gemachten Aussagen des Sängers wird die übliche Gemeinde „der Grenzwissenschaftler“ nicht interessieren. Wenn es um das Thema Außerirdische geht sieht das schon etwas anders aus. Und so postete er am 24. Mai auf „Telegram“:

Aliens sind nicht außerirdischen-, sie sind unterirdischen-Ursprungs. Es gibt keinen Weltraum. Es sind Dämonen und Gefallene. Lasst Euch nicht den nächsten Bären aufbinden.

Dass Außerirdische – besser gesagt: UFOs – Dämonen oder schlicht Handlanger des Satan sein sollen, ist ein alter Hut. Interessant ist, dass Naidoo hier behauptet, dass sie aus dem Inneren der (flachen) Erde kommen sollen und „Gefallene“ sind, womit er wohl die christliche „Hölle“ mein. Aber „Gefallene“? Spätestens hier sollte jeder aufhorchen, der sich für die Prä-Astronautik interessiert. Denn damit meint der Musiker zweifellos die biblischen „gefallenen Engel„, die bekanntlich in der Prä-Astronautik als Außerirdische gedeutet werden.

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Die bisher umfangreichste Veröffentlichung, die zu diesem Thema erhältlich ist, erschien 2015 unter dem Titel „Rebellion der Astronautengötter„. Deshalb soll an dieser Stelle auf die genauen Details dieser Interpretationen verzichtet werden. Immerhin setzte Naidoo nur rund eine halbe Stunde später diesen Post auf „Telegram“ ab:

Als Lektüre: Buch des Enoch (Er ist übrigens nicht gestorben). Seltsam, dieses Buch hat es nicht in ‚unsere‘ Bibel geschafft. Warum wohl?

Damit ist klar, was er gelesen hat, als ihm diese Gedanken kamen. Das außerbiblische Buch Henoch, das den Namen des Propheten Henoch aus dem Alten Testament trägt. Eine rätselhafte biblische Figur, über die in diesem Blog-Artikel HIER alle Hintergründe und mehr erfahrt. Die Behauptung, dass Henoch nicht gestorben sei, stimmt dabei sogar. Zumindest laut Bibel und ähnlicher Überlieferungen, da Henoch lebendig nach seiner Erdenmission vor der Sintflut in den Himmel geholt worden sein soll. So ist es dort nachzulesen.

Spätestens hier zeigt sich der Unsinn, den Naidoo verbreitet hat. Er sagt zwar nicht, welches Buch Henoch er mit seinem Lesetipp meint (es gibt mindestens drei), aber hätte er diese Texte wirklich gelesen, wüsste er, dass er seinen „Fans“ Falschaussagen vorsetzte.

„Gefallene“ – vom Himmel

„Gefallene“ sind in den Bücher Henoch die „gefallenen Gottessöhne“. Auch „Wächter“ oder „Himmlische“ darin genannt. Wesen, die sich im Himmel gegen ihren Führer, den „Höchsten“, auflehnten, und so von dort zur Erde kamen. Aussage, die sich in wenigen Worten auch im Buch Genesis finden. Diese „Gefallenen“ wandten sich von ihrem himmlische Chef ab, dessen Hofstaat sie einstmals angehörten. So kamen sie auf unseren Planeten, ins unsere Welt, hernieder.

Das Christentum hat sie später zu Dämonen gemacht, aus der die Tradition der „gefallenen Engel“ entstand.

In der Deutung der prä-astronautik waren es Außerirdische,m die vor Jahrtausenden zur Erde kamen. Die Bücher Henochs sprechen ausnahmslos in unzähligen Versen davon, dass diese „Gefallenen“ aus dem Reich des „Höchsten“ kamen und damit eindeutig der Himmel gemeint war. Auch Henoch selber hat nach diesen Schriften, die Naidoo immerhin seinen Followern als Lektüre empfiehlt, mehre Reisen in diesen Himmel angetreten, um dort mit dem Höchsten und seinen Getreuen zu sprechen. Bis er letztlich für immer dort aufgenommen wurde.

Wie können sie dann „unterirdischen-Ursprungs“ sein, wie Naidoo behauptet? Nur um zu seiner Aussage „es gibt keinen Weltraum“ zu passen?

Es ist kein Geheimnis, dass der Musiker seine religiösen Ansichten ebenso verbreitet. „Christen, die an einen Globus glauben, lesen am falschen Ende der Bibel“, beteuerte er zum Beispiel am 23. Mai in einem Posting. Denn die „Alien-Agenda funktioniert nur wenn Du an ein Weltall glaubst“, propagierte er nur einen Tag später. Darum sollen man sich vor dem Alien-Thema „hüten“, da „all dieser Kram von Betrügern“ kommt,  wie Naidoo am 18. Mai auf „Telegram“ schrieb.

Ob die abtrünnigen „Gottessöhne“ aus dem Buch Genesis, den Büchern Henochs und anderen Texten nun reale Wesen waren oder nicht: Sie sollen vom Himmel und nicht aus der Erde gekommen sein. Egal ob sie jetzt eine Scheibe ist, die von einer „Glocke“ umgeben ist und es damit keinen Weltraum geben würde …

Video-Auswahl zum Thema auf Fischinger-Online

Mehr Videos dazu findet Ihr auf meinem YouTube-Kanal HIER. Lasst gerne ein Abo & Daumen hoch da …

YouTube-Video vom 3. Nov. 2016 auf Fischinger-Online

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YouTube-Video vom 24. Jan. 2015 auf Fischinger-Online

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Was wissen wir eigentlich über Henoch, dem Auserwählten der Astronautengötter vor der Sintflut, außerhalb seiner Bücher? (Artikel + Videos)

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ARTIKEL: Was wissen wir eigentlich über Henoch, dem Schreiber der Gerechtigkeit der Astronautengötter vor der Sintflut? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
ARTIKEL: Was wissen wir eigentlich über Henoch, dem Schreiber der Gerechtigkeit der Astronautengötter vor der Sintflut? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In der Bibel wimmelt es von Namen. Von Protagonisten, die mal mehr oder weniger wichtig sind und mal häufig und teilweise sehr selten vorkommen. Vor allem im Alten Testament. Hier kennen der Karteikarten-Christ kaum irgendwelche Namen, die über Adam und Eva, Noah, Salomon oder Moses hinausgehen. Und falls die Bibel sogar selber gelesen wird, werden unzählige andere Namen überlesen und sehr schnell vergessen. Im Neuen Testament ist das etwas anders, aber durchaus ähnlich. Eine diese Personen, die der Mainstreamchrist kaum kennen wird, ist der Prophet Henoch. Einer der zehn Patriarchen vor der Sintflut im Buch Genesis, dem sogar einige Bücher außerhalb der Bibel zugeschrieben wurden. Ein Prophet, der sich in der Bibel ausgesprochen rar macht, obwohl er eigentlich eine herausragende Stellung in den Mythen der Bibel einnimmt. Was aber wissen wir über diesen Henoch? Was steht in der Heilige Schrift über ihn und was sagen Überlieferungen außerhalb der Bibel über ihn? Und zwar explizit solche, die nicht als Henochbücher bekannt sind. Das und mehr erfahrt Ihr in diesem Artikel, denn diese zeigen einmal mehr, warum Henoch in der Prä-Astronautik eine besondere Rolle zuteil wird.


Wer kennt Henoch?

Die seltene Spezies der normalen Bibelleser kennt ihn wahrscheinlich nicht. Ein Karteikarten-Christ wird nie von ihm oder jemals seinen Namen gehört haben. Und all jene, die nur zu Weihnachten als „Gläubige“ in die Kirche gehen, sowieso nicht. Doch jeder Prä-Astronautiker oder an Ancient Aliens-Themen Interessierte wird zumindest schon mal etwas über ihn gehört oder gelesen haben: Von dem Propheten Henoch aus dem Alten Testament.

Eigentlich ist das kein Wunder. In der Bibel sucht man vergeblich nach einem Buch des Propheten. Unter all den Büchern darin trägt keines den Namen Henoch als angeblicher Autor. Weder im Alten noch im Neuen Testament der Christen. Dass die biblische Figur Henoch (auch Enoch) deshalb niemand kennt, ist von daher nicht verwunderlich. Auch wenn er mehrfach in der Bibel genannt wird.

Nur ein Name unter unzähligen in der Heiligen Schrift. Könnte man meinen. Vor allem ist Henoch nämlich bei all jenen Mystery-Jägern, die sich intensiven mit der Prä-Astronautik beschäftigen, ein fester Begriff. Mal mehr, mal weniger.

Aber was genau ist über diesen Henoch eigentlich wirklich bekannt? Diese Frage ist sehr schnell beantwortet: Fast nichts! Sofern man sich nur den Schriften der bei uns geläufigen Bibel bedient. Dort findet sich der Prophet schon sehr früh im Buch Genesis genannt. In der Auflistung der zehn Patriarchen vor der Sintflut lesen wird dort knapp über ihn als siebten Patriarchen:

Jared war 162 Jahre alt, als er den Henoch zeugte; und Jared, nachdem er den Henoch gezeugt, lebte 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter (…) Henoch war 65 Jahre alt, als er den Methusalah zeugte; und Henoch, nachdem er den Methusalah gezeugt, wandelte er mit Gott 300 Jahre lang und zeugte Söhne und Töchter; also dass Henochs ganzes Alter 365 Jahre betrug. Und Henoch wandelte mit Gott und war nicht mehr, weil Gott ihn zu sich genommen hatte.“ (Gen. 5,18-24)

Das sind nicht viele Informationen über diesen Henoch. Ein direkter Nachfahre von Seth, dem dritten Sohn von Adam und Eva, also. Schaut man aber genauer hin, sind die Aussagen über ihn in der Geschlechterfolge von Adam bis Noah schon verblüffend. Sie unterscheiden sich stark von allen anderen aufgelisteten Patriarchen und enthalten weit mehr Informationen, wie es zuerst scheint.

Henoch: Kaum war er da, war er wieder weg

Beim Alter des Patriarchen fängt es bereits an. Dieser sei angeblich „nur“ 365 Jahre alt geworden, was in diesem Zusammenhang wirklich kein Alter ist. Sein Vater Jared beispielsweise starb mit 962 Jahren. Sein Sohn Methusalem bzw. Methusalah mit 969 Jahren und Noah als letzter der Patriarchen und Held der Sintflut mit 950 Jahren. Was sind da schon 365 Jahre?

Eine kleine und dennoch sehr bedeutende Aussage wird in dieser kurzen Erzählung über Henoch gleich zweimal erwähnt: Er sei mit „Gott gewandelt“, heiß es da, und das sogar 300 Jahre lang. Bis der Herr „ihn zu sich genommen hatte“.

„Zu sich genommen“ ist hierbei wörtlich zu nehmen. Denn im Stammbaum vor und nach Henoch wird bei jedem Patriarchen betont, dass er im Alter XY „starb“. Nur Henoch starb nicht – da Gott ihn quasi in jungen Jahren geholt haben soll. Grenzwissenschaftler der Prä-Astronautik werden bei derartigen Behauptungen hellhörig. Ein Mann, der mit dem Herrn „Umgang pflegte“, wie es andere Übersetzungen wiedergeben, wird nach nur relativ wenigen Jahren von genau diesem geholt. Folglich in den „Himmel“ aufgenommen. „Er war nicht mehr“, heißt es dazu.

In anderen Übersetzungen und Bibelausgaben liest sich diese Behauptung beispielsweise wie folgt:

  • Henoch hatte beständig mit Gott gelebt, und dann war er plötzlich nicht mehr da, weil Gott ihn weggenommen hatte.“
  • Und dieweil er ein göttliches Leben führte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen.“
  • „Henoch hatte in enger Verbindung mit Gott gelebt. Dann war er plötzlich nicht mehr da; denn Gott hatte ihn von der Erde weggenommen.“
  • Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn hinweg.“
  • Sein ganzes Leben führte Henoch in enger Gemeinschaft mit Gott. Er wurde 365 Jahre alt. Dann war er plötzlich nicht mehr da – Gott hatte ihn zu sich genommen!
  • Und Henoch wandelte mit Gott und ward nicht mehr gesehen, denn Gott hatte ihn entrückt.“
  • Auf einmal war er nicht mehr da, denn Gott hatte ihn zu sich geholt, weil er in enger Gemeinschaft mit ihm gelebt hatte.“

Usw.

Missverstehen, was das Buch Genesis hier über den Propheten behauptet, kann man nicht: Aufgrund seines Umgang und Kontakt mit dem Herrn nahm dieser seinen Schützling Henoch eines Tages sehr plötzlich von diesem Planeten. Zumindest für alle anderen Menschen kam dies unerwartet. Niemand auf Erden sah ihn je wieder.

Henoch als Vorbild aller Gottesgläubigen!

Der durch Gottes Gnade von der Erde geholte Henoch wurde dadurch fraglos zu einer (religiösen) Legende. Über Jahrtausende hinweg gedachte man ihn und ehrte seine Frömmigkeit. Dies wird durch weitere Hinweise und Spuren zu seiner Person – wenn er denn je in der überlieferten Form und in jener Zeit lebte – in der Bibel belegt. Und zwar im Neuen Testament, wo im Brief an die Hebräer über die „Vorbilder des Glaubens“ oder „Glaubenszeugen des alten Bundes“ berichtet wird.

Dort wird er, je nach Übersetzung, in 11,5 mit den Worten gepriesen:

Weil Henoch glaubte, nahm Gott ihn zu sich, so dass er nicht sterben musste; er war plötzlich nicht mehr da. Die Heilige Schrift bestätigt, dass Henoch so gelebt hat, wie es Gott gefiel.“

Aufgrund des Glaubens wurde Henoch entrückt und musste nicht sterben; er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; vor der Entrückung erhielt er das Zeugnis, dass er Gott gefiel.“

Durch den Glauben ward Henoch weggenommen, dass er den Tod nicht sähe, und ward nicht gefunden, darum dass ihn Gott weg nahm; denn vor seinem Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt, dass er Gott gefallen habe.“

Diese Lobpreisung auf den vorsintflutlichen Henoch wurde gegen Ende des 1. Jahrhunderts nach Christus niedergeschrieben (60 bis spätestens 90 nach Christus). Wenige Jahrzehnte nach der Kreuzigung Jesus, der zweifellos der wichtigste Protagonist der gesamten Bibel ist. Zumindest für die Christen. Und seine frühen Anhänger kannten im 1. Jahrhundert natürlich auch Henoch, wie es im Brief des Judas nachzulesen ist.

Henoch und Jesus

In diesem werden die Jesus-Anhänger von einem „Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus“ vor gottlosen Irrlehren in der Welt gewarnt. „Es hat aber auch Henoch, der siebte von Adam, von diesen geweissagt und gesagt …“ ist dort in 1,14 zu erfahren. In Neuen Testament wird Henoch im Evangelium des Lukas in 3,37 auch eindeutig als Vorfahre von Jesus dessen Stammbaum, zugeordnet.

Im Buch Jesus Sirach aus der Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus, das nicht Teil des allgemeingültigen Kanons der Bibel ist, lesen wir über Henoch:

Henoch gefiel dem Herrn und wurde hinweg genommen, um für die Welt ein Beispiel der Buße zu sein.

Niemand ist auf Erden geschaffen, der Henoch gleich wäre; denn er ist von der Erde hinweg genommen worden.“ (44,16 & 49,16)

Damit ist die Spurensuche nach diesem mythischen Mann der Vorzeit in der Bibel bereits erschöpft. Bis auf einige Aussagen, die als Anspielungen auf Henoch gedeutet werden können, schweigt sich unsere heutige Heilige Schrift über ihn aus.

Die spärlichen Spuren belegen jedoch eindrücklich, dass er als eine ganz besondere Person angesehen wurde. Vor allem auch von den ersten Christen, was der Kontext des Stammbaums von Adam bis Noah zur Sintflut sehr schön zeigt. Hinzu kommt, dass im Brief des Judas im Neuen Testament ab 1,14 sogar fast wortwörtlich aus einem Buch Henoch (1. Hen. 1,9) zitiert wird!

Solche Bücher, die dem Propheten Henoch zugeschrieben werden, gibt es tatsächlich. Nur nicht in der Bibel, da sie als Apokryphen gelten. Man nennt sie heute der Einfachheit halber oft nur 1., 2. und 3. Henoch. Gemeint sind damit das äthiopische, slawische und hebräische Buch Henoch. Hinzu kommen Fragmente eines ansonsten unbekannten „Buch der Riesen“ des Propheten, die den Höhlen von Qumran am Toten Meer ab 1947 gefunden wurden (Texte 1Q23, 1Q24, 4Q203, 4Q530, 4Q531, 4Q532, 4Q556, 4Q206 und 6Q8). Ebenso entdeckt wurden unter den Qumran-Rollen Textpassagen aus dem äthiopischen Henochbuch.

Henochbücher und Apokryphen

Diese Henochbücher sind es, die in der Prä-Astronautik seit Jahrzehnten für Diskussionen und Spekulationen sorgen. Denn sie beinhalten umfangreiche Schilderungen über die Verbindung der himmlischen Gottessöhne/Göttersöhne und den Frauen der Menschen, über deren Kinder bzw. über Riesen und den Ereignissen vor der Sintflut. Eine Rebellion vermeintlicher „Engel“ gegen Gott.

Die umfangreichste und detaillierteste Betrachtung dieser Überlieferungen im Sinne der Prä-Astronautik, die bisher erhält ist, erschien bereits vor wenigen Jahren (s. a. HIER & HIER). Deshalb soll im Rahmen dieses Artikels absichtlich nicht näher auf die Bücher Henochs selbst eingegangen werden. Obwohl naturgemäß in den Büchern Henochs die meisten Informationen über ihn und seine Erlebnisse zu finden sind, gibt es weitere, wenig beachtete Quelle, die deshalb hier thematisiert werden sollen.

Tatsächlich ist es sogar so, dass in der Bibel selbst über den darin als Vorbild für alle Menschen verehrten Propheten die wenigsten Angaben über ihn zu finden sind.

Geradezu in den Himmel gepriesen wird der vorsintflutliche Patriarch im Jubiläenbuch, das man auch „Kleine Genesis“ nennt. Ebenfalls ein Apokryph, das unter anderem die Existenz der oben genannten drei Henochbücher belegt bzw. sie rechtfertigt. Wobei anzumerken ist, dass Henoch, als dieser im Himmel beim „Höchsten“ weilte, hunderte Bücher in Gottes Auftrag geschrieben haben soll. „Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben“, notiert 2. Hen. 23,6 zu dieser Leistung.

Prophet unendlicher Weisheit

Im Jubiläenbuch wiederum wird der wundersame Patriarch mit den Worten geehrt:

Dieser ist von den erdgeborenen Menschenkindern der erste, der Schrift, Wissenschaft und Weisheit lernte und die Himmelszeichen nach der Ordnung ihrer Monate in ein Buch schrieb, damit die Menschenkinder die Jahreszeiten nach der Ordnung ihrer einzelnen Monate wüssten.

Er schrieb auch zuerst ein Zeugnis auf und gab den Menschenkindern unter den Erdengeschlechtern ein Zeugnis; und er verkündete die Jahrwochen der Jubiläen, machte die Zahl der Jahre kund, ordnete die Monate und bekundete die Sabbate der Jahre, wie wir ihm kundgetan.

Er sah in einem Traumgesicht die Vergangenheit und Zukunft, wie es den Menschenkindern in ihren Geschlechtern bis zum Gerichtstag ergeht; er sah und verstand alles, schrieb sein Zeugnis nieder und legte es zum Zeugnis für alle Menschen und ihre Nachkommen auf Erden nieder.

(…)

Er war bei den Engeln Gottes sechs Jahrjubiläen, und sie zeigten ihm alles auf Erden und im Himmel, die Herrschaft der Sonne, und er schrieb alles auf.

Er zeugte gegen die Wächter, die mit den Menschentöchtern sündigten. Denn jene begannen, den Menschentöchtern beizuwohnen, so dass sie befleckt wurden, und Henoch zeugte gegen sie alle.

Dann ward er von den Menschenkindern hinweggenommen, und wir führten ihn in Edens Garten zu Hoheit und Ehre, und nun schrieb er dort das Gericht und das Urteil über die Welt und alle Bosheiten der Menschen nieder.

Und deshalb brachte Gott die Sintflut über das ganze Lande Eden; denn er ward dort zum Zeichen gegeben und sollte gegen alle Menschenkinder zeugen, damit er alles Tun der Geschlechter bis auf den Gerichtstag vermelde.

Er brachte auch im Heiligtum ein wohlriechendes Rauchopfer dar, das vor dem Herrn auf dem Berg des Südens angenommen ward.“ (4,17-25)

Auch hier zeigt der Kontext im Buch der Jubiläen, dass Henoch eine ganz besondere Stellung eingeräumt wurde. Niemand anders wird in dem dort niedergeschriebenen Stammbaum derart ausführlich erwähnt. Vor allem werden dort keinem anderen der Urväter derart viele Leistungen und Taten zugeschrieben. Selbst die Fähigkeit „der Schrift, Wissenschaft und Weisheit“, den Kalender und die Lehre der „Himmelszeichen“ stamme von ihm, heiß es da. Dies wiederum lehrnte er bei den „Engeln“ im Himmel.

Henoch, vollkommener als alle anderen!

Und, nachdem er die abtrünnigen „Engel“ aus Gottes Reich umfassend im Auftrag seines Höchsten über ihre Abstrafung für die Rebellion informierte (Sintflut), wurde er auch hier „von den Menschenkindern hinweggenommen“. Weiter heißt es im Jubiläenbuch, dass nicht mal Noah, der Überlebende der Sintflut, diesen Henoch in seiner Gottgefälligkeit übertraf und Henoch einen eindeutigen Auftrag hatte:

„(Noah), der in seinem Leben auf Erden die Menschenkinder an Gerechtigkeit, worin er vollkommen war, übertraf, ausgenommen Henoch.

Denn Henochs Werk war geschaffen zum Zeugnis für die Geschlechter der Welt, auf dass er all den Geschlechtern ihre Taten bis zum Gerichtstag aufzähle.“ (10,17 – detailliert dazu HIER)

Henoch war der „Schreiber der Gerechtigkeit“, wie ihn die „Himmelswächter“ selber nannten (z. B. 1. Hen. 15,1f.). Er sollte im Auftrag der Himmlischen alles Wissen in Büchern niederschreiben, um es den Generationen nach der Sintflut zu überliefern. Umfangreich finden sich diese Erzählung im slawischen Buch Henoch (ab 33,1ff.). So entstanden insgesamt 360 Bücher, die er im Himmel verfasst haben soll, bevor er wieder für kurze Zeit auf die Erde zurück kam. Vor seinem endgültigen Abschied von diesem Planeten sei das gewesen.

Folglich unterstreicht das Buch der Jubiläen mit der zitierten Aussage diese Überlieferung der Vermittlung und Verwahrung von Wissen durch den Propheten. Ob es den Tatsachen entspricht, beweist dies natürlich nicht. Laut Jubiläenbuch existierten zumindest einige dieser Bücher des Henoch noch Abrahams Zeiten. Denn dieser, so sagt er es seinem Sohn Isaak, habe selber darin gelesen:

Denn so fand ich es im Buch meiner Ahnen aufgeschrieben, ebenso in den Worten Henochs und in Noes Worten.“ (Jubi. 21,10)

Ungeachtet der heute in keiner Bibel zu findenden Henoch-Texte, genossen sie in der Vergangenheit offensichtlich großes Ansehen in der Bevölkerung. Bei den Juden ebenso wie bei den frühen Christen. Selbst Zitate des Propheten sind in der Bibel enthalten, worauf beispielsweise der angesehene Theologe und Bibelforscher Professor Robin Lane Fox in „Im Anfang war das Wort“ (1995) umfangreich hinweist. So finden sich in der Offenbarung des Johannes insgesamt 21 Henoch-Zitate und in den vier Evangelien ein Dutzend.

Henoch und die frühen Christen

Da die heute bekannten Henochbücher – und vielleicht bisher noch unbekannten Schriften von ihm – vor fast 2.000 Jahren viel gelesen wurden, finden sich weitere Spuren in anderen Texten. Und zwar in den Apokryphen zum Neuen Testament, die man zum Teil auch „Pseudepigraphen“ nennt. Es sind jene nicht-biblischen Bücher und Schriften, über die bereits zahlreiche „Enthüllungsbücher“ veröffentlicht wurden. Aus dem einfachen Grund, da diese unter anderem „geheime“ und der Bibel zum Teil widersprechende Aussagen über Jesus Christus enthalten. Man denke hier an diverse Evangelien, die nicht im Neuen Testament aufgenommen wurden.

Viele dieser christlichen Werke sind Apokalypsen, werden zumindest als „apokalyptische Werke“ angesehen. Da Henoch laut Genesis als Gerechter Mann lebendig von Gott in den Himmel „entrückt“ wurde, ist seine Person auch Teil dieser christlichen Werke (s. a. Videos unten). Ein solches Buch ist zum Beispiel „Die Himmelfahrt des Jesaja“, in dem wir über den Propheten erfahren:

Und er ließ mich aufsteigen in den siebenten Himmel, und daselbst sah ich ein wunderbares Licht und Engel ohne Zahl. Und daselbst sah ich alle Gerechten von Adam an, und daselbst sah ich den heiligen Abel und alle Gerechten. Und daselbst sah ich Henoch und alle, die mit ihm waren, entkleidet des fleischlichen Gewandes, und ich sah sie in ihren höheren Gewändern, und sie waren wie die Engel, die daselbst in großer Herrlichkeit stehen.

Aber auf ihren Thronen saßen sie nicht, noch waren die Kronen ihrer Herrlichkeit auf ihrem Haupte.“ (9,6-10)

Es ist nur allzu verständlich, dass geglaubt wurde, dass im „Reich Gottes“ der von der Erde genommenen Henoch auf die Gläubigen wartet. Dies unterstreicht auch ein weiteres Apokryph zum Neuen Testament. In der „Apokalypse des Paulus“ steht geschrieben:

Und als ich in das Innere der Pforte des Paradieses eingetreten war, ging mir ein alter Mann entgegen, dessen Angesicht wie die Sonne leuchtete. (…) Und ich fragte den Engel und sagte: Wer ist dieser? Und er sagte zu mir: Dieser ist Henoch, der Schreiber der Gerechtigkeit.“ (Abschnitt 20)

Nach Paulusapokalypse wurde er daraufhin von dem Propheten Elias in Empfang genommen. Einem der ganz großen Propheten, der laut Bibel am Ende seiner irdischen Mission von Gott von der Erde abgeholt wurde. In einem „Wagen von Feuer“ und einem „Sturmwind auf gen Himmel“ sei dieser damit geflogen, heißt es im Alten Testament (2. Kön. 2,11).

Der göttliche Geschichtsschreiber

In diesen himmlischen Gefilden des Höchsten und seiner „Engel“ sollen bekanntlich nach christlicher Tradition zahlreiche „Heilige“, „Märtyrer“ und Propheten aufgenommen worden sein. Angefangen von Adam. Von dort sollen diese auch über die Menschen wachen, wie es auch der äthiopische Text der ebenfalls nicht-biblischen „Offenbarung des Petrus“ in Abschnitt 2 unterstreicht. Hier heißt es, dass Henoch und Elias eines Tages vom Himmel kommen werden, um gegen falsche Propheten und Verführer zu kämpfen:

Henoch und Elias werden gesandt werden, um sie zu belehren, dass das der Verführer ist, der in die Welt kommen und Zeichen und Wunder tun muss, um zu verführen.“

Auch der „Pseudo-Titus-Brief“ kennt den weisen Henoch und bringt ihn mit Elias in Zusammenhang. Dabei bezieht sich dieses neutestamentarische Apokryph unter anderem klar auf die Himmelfahrt des Elia in diesem „Sturmwind“ auf dem „feurigen Wagen“ mit seltsamen „feurigen Rossen“, wie sie im 2. Buch der Könige (2,1ff.) überliefert wurde.

Vor allem erkennt man diese Tatsache an dem genannten Diener, dem der Prophet bei seiner Reise in den Himmel (versehentlich) seinen Mantel als Andenken hinterlassen haben soll. Gemeint ist damit eindeutig Elisa, der Helfer des Elias, der Zeuge wurde, als Gott seinen Meister im „Sturmwinde gen Himmel auffahren ließ“. Denn die Abreise und der Ort der Himmelfahrt waren exakt geplant, wie es die Bibel schildert. Und bei seinem Abflug fiel dem Propheten sein Mantel herunter, den sein Diener Elisa an sich nahm. Eine spannende Geschichte, die hier nur am Rande erwähnt werden soll, denn dem „Pseudo-Titus-Brief“ entnehmen wir dazu:

So nahm sich Elias, ein edler Mann, der noch im Leibe lebt, einen Jungen zum Diener, dem er auch seinen eigenen Mantel als heiliges Andenken hinterließ, als er von dem Feuerwagen in das Paradies emporgefahren wurde. Da lebt auch Enoch im Leibe, der im ersten Zeitalter (dorthin) entrückt wurde.

O heilige Fügung Gottes, der für das kommende Zeitalter gesorgt hat: Enoch, der Gerechte, aus dem ersten Volk, wird damit betraut, die Geschichte der ersten Menschen nieder zu schreiben, und der heilige Elias (bekommt den Auftrag), die neuen Taten dieses späteren Volkes zu verzeichnen!“ (Quelle, S. 98f.)

Auch hier wird die ruhmreiche Tat des Henoch gepriesen, dass er die Geschichte der Menschheit vor der Sintflut dokumentiert habe. Der Verfasser des christlichen „Pseudo-Titus-Brief“ hat entweder von diesen Henochbüchern gehört oder sie selber gelesen.

Wann der Titusbrief verfasst wurde, ist unklar. Vielleicht sogar erst im 8. Jahrhundert, was bedeuten würde, dass die Henochbücher da noch allgemein bekannt oder im Umlauf waren. Da aber „deren Lektüre erhebliche sprachliche Schwierigkeiten bietet, ist es noch nicht möglich, ein letztes Wort über die Entstehung des Titusbriefes zu sagen“, so A. de Santos Otero in seiner Analyse des Textes („Neutestamentliche Apokryphen in deutscher Übersetzung“, II. Band: „Apostolisches, Apokalypsen und Verwandtes“, herausgegeben von Wilhelm Schneemelcher, Tübingen 1964).

Henoch im „Himmel“

Im „Himmel“, „Reich Gottes“, „Paradies“ oder wie man es auch immer bezeichnen mag, tummelten sich den alten Texten nach die Heiligen und Propheten. Und mitten unter ihnen auch und vor allem Henoch, dessen vermeintliches Ableben schon im Alten Testament so wundersam geschildert wurde. So sollte es auch nicht weiter verwundern, dass gerade über Henoch allerlei Geschichten und Erzählungen im Umlauf waren. Nicht nur in christlichen und jüdischen außerbiblischen Schrifttum, sondern auch in vermeintlichen Märchen.

Und der Umfang dieser Geschichten, Aussagen und Überlieferungen ist enorm, weshalb an dieser Stelle nur einige wenige herausgesucht werden sollen (alle nach: Micha Josef bin Gorion: „Die Sagen der Juden“, Frankfurt a. M. 1919).

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Zum Beispiel jene angebliche „Sagen“, die davon berichten, dass Henoch nach seiner Abreise von der Erde im Reich Gottes eine geradezu steile Karriere machte. Das stellte schon Ismael bei seiner Himmelfahrt fest:

Als der Hohepriester Ismael, der Sohn Elisas, in den Himmel gestiegen war, schickte ihm der Herr Matatron, seinen inneren Fürsten, entgegen.“

Dieser Mataron ist kein geringerer als Henoch selbst. „Ich bin es, der vorher Henoch, der Sohn Jareds, war“, so berichtete er Ismael. Daraufhin schilderte Mataron alias Henoch, dass „das Geschlecht der Sintflut Sünde tat und sie fehlgingen in ihrem Tun“ und er so von dem Herrn auserwählt wurde. Also Zeuge gegen die rebellierenden „Engel“ und Schreiber. Hierbei betont Henoch selber, dass er lebendig von der Erde abgeholt worden sei – und im vermeintlichen „Paradies“ auch einen militärischen Posten bekam:

Darum eben hat der Herr mich noch bei Lebzeiten in den Himmel  genommen, auf dass ich  wider sie zeugen sollte, und er setzte  mich zum Fürsten und zum Befehlshaber über alle seine Heerscharen.“

Nicht allen gefiel die Gottes-Entscheidung, den Menschen aus dem sündigen Geschlecht vor der Sintflut zum Heerführer zu ernennen. Aza und Azael vom Hofstaat des Herrn beschwerten sich deshalb bei ihrem Höchsten, der sie schnell in ihre Schranken wies: „Was seid ihr, die ihr mir dazwischen redet?“ Er wolle lieber Henoch als die beiden himmlischen Gottessöhne zum Anführer machen, so der Herr. Und da Henoch „unter den Heerscharen der jüngste an Tagen, Monden und Jahren“ war, bekam er dort den Spitznamen „Knaben“.

Widersacher unter den „Engeln“

Hierzu sollte angemerkt werden, dass Aza und Azael laut diesem Märchen einen sehr guten Grund hatten, sich gegen den irdischen Henoch zu stellen. Denn sie selber waren verantwortlich für den Verfall der Menschen auf der Erde vor der Flut, wie es heißt:

Wo hatten sie aber die Kraft her, um sie auf die Erde herunterzubringen? Ja, Aza und Azael brachten ihnen die Zauberkunst bei, dass sie die Gestirne herunterbringen konnten und sie sich dienstbar machten; ohne diese beiden hätten sie es nicht zu tun vermocht.“

Kein Wunder, dass sie nicht wollten, dass Henoch zu ihrem Widersacher im Himmel wird …

Mit der Beförderung zu einem Heerführer und Fürsten sowie dem Erhalt eines neuen Namens waren die Ehrungen des Henoch in Gottes Gefilde aber noch nicht am Ende. Noch sehr lange nicht.

In der Folge überschüttete er ihn mit „Weisheit auf Weisheit, Verstand  auf  Verstand, Klugheit auf Klugheit, Wissen auf Wissen, Macht auf Macht, Schönheit auf Schönheit“ und vielen weiterem mehr. Derart von Gott ausgestattet und versorgt wurde Henoch „zum Diener seines Thrones“ ernannt. Später sogar von ihm selbst gekrönt und, man glaubt es kaum, zum Stellvertreter des Höchsten im Himmel. Seine Aufgaben waren unter anderem:

Und der Herr bestimmte auch über Henoch, dass er den Stuhl seiner Herrlichkeit täglich bedienen sollte. (…)

Und jeglicher Engel, so ein Anliegen an mich hat, soll erst vor ihn, vor den  Matatron treten und mit ihm sprechen. Und jedes Wort, das er zu euch spricht in meinem Namen, sollt ihr hüten und befolgen, denn der Fürst der Weisheit und der Fürst der Vernunft stehen ihm zur Seite (…)

Mehr Privilegien kann ein Mensch wohl kaum vom Höchsten erhalten. Henoch wurde zum 1. Sekretär Gottes in seinem „Vorzimmer“, der gleichfalls in seinem Namen sprechen konnte und durfte. Ganz nebenbei ernannte ihn der Herr noch „zum Aufseher über alle Kostbarkeiten der Hallen des Araboth und über alle Schätze des Lebens“. Nicht jedoch bevor er ihn „alles Verborgene der Schrift und alle Geheimnisse der Weisheit“ offenbarte, wie sie Überlieferung es schildert.

„Araboth“ ist nichts anders als der höchste Himmel als das Zentrum von Gottes Reich (Talmud, Chagigah Bab. S. 12.b.). Besser bekannt als der „7. Himmel“, zu dem in vielen Überlieferungen Propheten geflogen sein sollen. Nicht nur Henoch, der dort übrigens auch in der Grenzwissenschaft geschult wurde, wenn man es so bezeichnen mag:

Und auch alle Rätsel der Welt und alle Geheimnisse der Schöpfung lagen vor ihm offen, wie sie dem Schöpfer aller Dinge offen sind.“

Henochs Flug von der Erde

Henoch selber bekam auch einen Thron von seinem Herrn. Einen Thronwagen, den man aus der Bibel kennt, und mit dem dort bekanntlich Gott flog. Eben ein solches Gerät, mit dem Henoch nach der Tradition gen Himmel aufgefahren sein soll. „Er machte ihm einen Stuhl, ähnlich wie der Stuhl  seiner Herrlichkeit war.“

Wie Henoch von der Erde in dem Himmel kam, berichtete die Geschichte auch. „Da nahm der Herr mich, Henoch, den Sohn Jareds, von ihnen hin weg“, erzählte er dazu dem oben genannten Ismael bei dessen Ankunft im Himmel. Weiter erfahren wir:

Als der Herr Henoch gen Himmel bringen wollte, schickte er nach ihm den Fürsten Amphiel aus, der nahm ihn vor den Augen der Menschen hinweg und ließ ihn fahren mit großen Ehren in feurigem Wagen mit feurigen Rossen; die  Diener des Herrn liefen voran, und Henoch stieg in den obersten Himmel, wie die Herrlichkeit des Herrn selber.“

Eine Erscheinung, die buchstäblich meilenweit zu riechen war, denn sie „rochen sein Kommen schon in einer Entfernung von 65.300 Meilen“.

Fraglos eine sehr spannende Himmelfahrt, die sich aber in einem Detail stark von anderen dieser Art unterscheidet. Denn in der weiteren Erzählung heißt es, dass der Höchste selber zu dieser Zeit auf Erden weilte, diese jedoch verlassen wollte. „Alle Menschenkinder sind mir abtrünnig“ geworden „und sie dienten fremden Göttern“, klagte er. Es war an der Zeit, die Erde zu verlassen, so Gott. Nicht ohne Henoch zuvor noch mitzunehmen:

„(…) da nahm ich meine Herrlichkeit hinweg von ihnen und kam nun wieder  nach oben. Nur dieser hier (Henoch, Anm. LAF), den ich von ihnen emporhob, der ist von allen ausersehen, und er übertrifft sie alle durch seinen Glauben, durch seine Gerechtigkeit und durch seiner Taten Gabe; und dies ist der Entgelt, den allein ich von der Welt da unter dem Himmel habe.

(…) da trug er ihn auf den Flügeln seiner Herrlichkeit in das oberste Gewölbe und brachte ihn in die Mitte des großen Palastes, der in den Höhen des Araboth steht; dort ist der Stuhl seiner Herrlichkeit, dort ist sein Wagen, dort sind zornige Heere und grimmige Truppen, dort lagern feurige Engel und Cherubim gleich Fackeln und Räder wie glühende Kohlen und flammende Diener und strahlende Chasmalim und blitzhelle Seraphim.

Es mag zwar verstörend erscheinen, dass im Reich Gottes „zornige Heere und grimmige Truppen“ stationiert waren, aber das soll an dieser Stelle nicht weiter verwundern (s. a. Artikel HIER & Video HIER). Interessanter ist die Himmelfahrt Henochs an sich. Wie sie hier erzählt wird, war es eine „klassische Himmelfahrt“, wie man sie aus vielen Schriften in diesem Zusammenhang kennt. Fraglos nur detaillierter und mit weit mehr Ausschmücken. Immerhin war der Prophet ein ganz besonderer Auserwählter – und Gott „liebte ihn mehr denn alle Himmelskinder“, wie es die Sage formuliert.

Die Himmelfahrt: Ein Spektakel für die Schaulustigen

Ganz so einfach und nach Plan verlief die Himmelfahrt des Henoch dann aber doch nicht.

Zumindest behauptet das eine andere jüdische Sage, in der wir weitere Informationen über den Patriarchen finden. Nach dieser war die Himmelsreise des Henoch ein riesen Spektakel, das sich hunderttausende Schaulustige ansehen wollten. Eine unglaubliche Anzahl von 800.000 Personen habe den Propheten am Tag seiner Entrückung zum Abholungsort begleitet. Sie wollten Zeuge des Wunders werden. Trotz mehrfacher Warnungen von Henoch selbst, dass sie umkehren mögen, da die Herniederkunft von Gottes Thronwagen große Gefahren mit sich bringen würde.

Sie waren einfach zu neugierig.

Die Menschen wussten ganz genau, dass der Abflug von Henoch bevor steht, da er es ihnen selber mitgeteilt hatte. Immerhin hatte er, nachdem er erfuhr, „dass er in den Himmel komme“, sie zusammengerufen, um sie ein letztes Mal zu unterweisen und zu belehren. Schon bei dieser Ansprache des Propheten sahen die Anwesenden „die Gestalt eines Rosses im Sturme vom Himmel herunter steigen“, als sie „ihre Augen erhoben“. Es sei wegen ihm ihn hier, so Henoch, und „der Tag ist gekommen, da ich von euch gehe“.

Der Erwählte bestieg dieses feurige Pferd und „ritt von dannen“. Offensichtlich aber noch nicht auf direkten Weg in den Himmel zu Gott. 800.000 Mann folgten ihm nämlich einen Tag lang. Zum Missfallen von Henoch, der in den folgen Tagen die Neugierigen und Schaulustigen immer wieder aufforderte, sie sollen in ihre Zelte zurückkehren. „Folgt mir nicht, sonst müsst ihr sterben“, ermahnte er sie mehrfach.

Offensichtlich durch diese Warnungen verunsichert, setzten sich in den Folgetagen mehr und mehr Menschen ab. So wurden nicht alle der anfänglichen 800.000 Menschen Zeugen der Himmelfahrt. Die übrigen haben sich „noch enger an Henoch angeschlossen“ und bestanden darauf auch dorthin zu gehen, wohin ihr Prophet gehen werde. Wo immer das auch sein wird.

Katastrophe bei der Himmelfahrt!

Nach sechs Tagen der Warnungen und Aufforderungen zur Umkehr war es Henoch allerdings auch leid:

Da sie darauf beharrten, mit ihm zu gehen, redete er nicht mehr auf sie sein, und sie folgten ihm.“

Damit war ihr Ende besiegelt. Alle, die die Himmelfahrt selber beobachten wollten, ließen nie mehr etwas von sich hören. Um deren Schicksal aufzuklären, wurde daraufhin von den Hinterbliebenen eine Suchmannschaft ausgesandt. Was sie am Ort der Himmelfahrt vorfanden waren nur noch ihre Leichen. In der Sage liest sich das grausige Ende der Menschen so:

Am siebenten Tage aber fuhr Henoch im Wetter in den Himmel auf feurigen Rossen in feurigem Wagen.

Aber die Könige, die zurückgekehrt waren, wollten die Zahl derer wissen, die bei Henoch geblieben waren. Sie gingen nach dem Orte, von dem aus Henoch in den Himmel gefahren war, und fanden die Erde daselbst voll Schnee, und auf dem Schnee waren große Steine von der Art der Schneesteine. So sprachen sie zueinander: Lasst uns den Schnee wegscharren, wir wollen sehen, ob nicht die Menschen, die mit Henoch gegangen sind, unter dem Schnee liegen. Sie scharrten den Schnee weg und fanden die Menschen, die mit Henoch waren, tot daliegen. Sie suchten auch nach Henoch, der war aber nicht da, denn er war in den Himmel gefahren.“

Eine Himmelfahrt, eine Aufnahme ins „Paradies Gottes“, die offensichtlich in einer Katastrophe für die Zuschauer endeten. Nur „Henoch kam lebendig im Garten Eden“ an, wo er „lustwandeltete 300 Jahre“ lang. Während er von den „Engeln Gottes“ in Astronomie unterrichtet wurde und die Weisheiten der Welt erlernte …

Nur ein Märchen, keine Frage. Aber ein sehr verstörendes.

Alles nur „Phantastereien“?

Schon die ersten Kritiker dieser Sagen und Märchen, die der jüdische gelehrte Micha Josef Bin Gorion 1919 veröffentlichte, sahen diese (und andere) Geschichten sehr skeptisch. „Phantastereien“ mit vielen „Spuren der heidnischen Umwelt“ und damit „fast eine Art Volksbuch für Liebhaber jüdischer Folklore“, schrieb beispielsweise Salcia Landmann in einer Rezension. Die von bin Gorion gesammelten Sagen, beginnend mit der der Schöpfung und weiter durch die gesamte Geschichte des Alten Testament hinweg, würden „manchmal anmuten wie wirre Fiebertraume“. „Ein wundervoll anregendes und aufregendes Buch“ sei des trotzdem, so die Journalistin Landmann 1976 („Zeitschrift für Religions- und Geistesgeschichte“, Nr. 3/1976).

Wie an diesen Sagen zu erkennen ist – ob über Adam, Henoch, König David, die Babylonier oder den weisen Herrscher Salomon – nehmen sie klaren Bezug auf das Alte Testament. Mal sehr deutlich, und mal werden entsprechende Episoden daraus weiter ausgeschmückt. Mit „Phantastereien“, wie Landmann es nannte. Wie weit diese gehen, kann man nicht sagen.

Zum Ende dieser Spurensuche nach Informationen und Aussagen über Henoch abseits der Bibel und vor allem der Henochbücher, wollen wir uns aber den oben zitierten „Schnee“ ansehen.

„Aussatz“ und „Schnee“

Nach der tödlichen Himmelfahrt lag am Ort des Geschehens „die Erde daselbst voll Schnee, und auf dem Schnee waren große Steine von der Art der Schneesteine“. Der Suchtrupp musste diesen weg scharren, um die darunter liegenden Leichen zu bergen. Insgesamt 6 Mal erwähnt die Sage diesen „Schnee“ bzw. einmal „Schneesteine“ in diesen wenigen Sätzen. Es ist wohl klar, dass hier kein normaler Schnee gemeint sein kann, der im Winter vom Himmel fällt (durchaus auch im Nahen Osten, dem Schauplatz der Katastrophe).

Was aber mag dieser „Schnee“ dann gewesen sein? Rückstände der Antriebsaggregate von Gottes Luftschiff, wie man mit Blick auf die Prä-Astronautik spekulieren kann?

Auch die ominösen Steine, die aussahen wie Schneesteine, folglich also keine waren, sind rätselhaft. Was soll das gewesen sein? Eis? Leider ist es unmöglich festzustellen, was dies für „Steine“ gewesen sein mögen. Alles das ist schon sehr sonderbar. Oder haben wir hier nichts weiter als eine Art Gleichnis vorliegen? Der weiße „Schnee“ als Sinnbild der Unschuld und Güte des reinen Henoch, zum Beispiel?

Zumindest ist das keine reine Erfindung dieses Märchens, wie ein Blick in das Alte Testament beweist. Auch das Buch Numeri (12.1ff.) enthält einen ähnlichen Vorfall. Dort heißt es, dass sich Aaron und Mirjam beim Exodus gegen Moses auflehnten und ihn und Gott kritisierten. So machte der Herr mit den Kritikern kurzen Prozess und bestrafte sie. In seiner „Wolkensäule“, die beim Exodus vor dem Volk her flog, erhob er sich in den Himmel:

Und der Zorn des Herrn entbrannte über sie, und er ging; und die Wolke wich von der Hütte. Siehe, da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam, und siehe, sie war aussätzig.“ (Num. 12,9-10)

Nach Bitten von Moses und Aaron um Heilung befahl der Herr die Aussätzige sieben Tage außerhalb des Lagers von der Gemeinschaft auszuschließen. Sie musste in Quarantäne. „Und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam wieder aufgenommen ward“, überliefert Num. 12,15. Es ging für Mirjam also glimpflich aus, dass sie mit „Schnee“ als Aussatz bestraft wurden.

Der „strahlende Moses“ – ein Zusammenhang?

Vergleichbar mit einer Erfahrung, die Moses selber machen musste. Als dieser die Tafeln mit den Zehn Geboten von seinem Gott auf dem Berg bekam und zu seinem Volk brachte, strahlte sein Gesicht. So erzählt es das Buch Exodus ab 34,29. Unter Rauch, Donner, Lärm und Beben war zuvor der Herr in seiner Feuer- und Wolkensäule dort oben gelandet und das Volk Israel durfte auf keinen Fall zu nahe kommen. Sie schauten sich das ganze Spektakel am Fuß des Berges an (s. z. B. Videos HIER & HIER).

In sicher Entfernung, da Gott selber zuvor sogar befahl einen Zaun darum zu errichten. Sonst würde das Volk seine Niederkunft nicht überleben. Wie die Schaulustigen bei Henoch?

Im Buch Exodus finden dazu folgende Worte:

Als nun Mose vom Berge Sinai hinabstieg und die beiden Tafeln des Zeugnisses in der Hand hielt, als er vom Berge herabstieg, da wusste er nicht, dass die Haut seines Angesichts strahlte davon, dass er mit Ihm geredet hatte. Und Aaron und alle Kinder Israel sahen Mose, und siehe, die Haut seines Angesichtes strahlte; da fürchteten sie sich, ihm zu nahen.

Aber Mose rief sie; da wandten sie sich zu ihm, Aaron und alle Obersten der Gemeinde; und Mose redete mit ihnen. (…) Als nun Mose aufhörte mit ihnen zu reden, legte er eine Decke auf sein Angesicht. Und wenn Mose hineinging vor den Herrn (vor die Bundeslade, Anm. LAF), mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. (…)

Und die Kinder Israel sahen das Angesicht Moses, dass die Haut desselben strahlte, und Mose tat die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er wieder hineinging, mit Ihm zu reden.“ (Ex. 34,29-35)

Es sei die Herrlichkeit und Göttlichkeit gewesen, die Moses Gesicht „strahlen“ ließ, sagt die Bibelforschung. Schließlich habe er Gott persönlich gesehen. Wie es im Buch „Ezechiel der Tragiker“, ein Apokryph, heißt, wurde Moses damals sogar vom Berg Sinai mit einem feurigen Thronwagen in den Himmel entrückt. 40 Tage lang.

„Schnee“ und „Aussatz“ als Wunder des Herrn

Seine erste Erfahrung mit dieser Art von schneeweißem Aussatz hatte Moses allerdings schon bei seiner allerersten Gottesbegegnung. Jene am „Brennenden Dornbusch“, als ihn ein Engel bzw. Gott berufen hatte. Unter anderem soll sich bei dieser Begegnung folgendes ereignet haben, wie es das Buch Exodus erzählt:

Dann befahl Jahwe ihm: ‚Steck deine Hand in dein Gewand!‘ Mose tat es, und als er die Hand wieder hervorzog, war sie voller Aussatz, weiß wie Schnee. Da befahl er ihm: ‚Steck deine Hand noch einmal ins Gewand!‘ Mose tat es, und als er sie hervorzog, war sie wieder gesund. ‚Wenn sie dir auf das erste Zeichen (die „Schlange“, die sich in einen „Stab“ verwandeln konnte, Anm. LAF) hin nicht glauben, werden sie sich durch das zweite überzeugen lassen.‘“ (Ex. 4,6-8)

Im 2. Buch der Könige (5,1ff.) findet sich die Erzählung über „Naaman, der Feldhauptmann des Königs von Aram“. Er sei „ein trefflicher Mann vor seinem Herrn“ gewesen, der „jedoch aussätzig“ war. Um ihn zu heilen schickte der Prophet Elisa seinen Diener Gehasi im Namen des Herrn zu Naaman. Gehasi bereicherte sich bei dieser Mission aber materiell, was umgehend eine Strafe Gottes nach sich zog:

Aber der Aussatz Naamans wird dir anhangen und deinen Nachkommen allezeit. Da ging Gehasi von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.“ (2. Kön. 5,27)

Wirklich zufriedenstellend deuten kann man solche Aussagen nicht. Denn, dass diese Art von göttlichen oder wundersamen Aussatz mit „Schnee“ verglichen wurde, verwirrt. Was natürlich auch für den „Schnee“ bei Henochs Reise in den Himmel gilt. Denn eigentlich wurde das Aussehen der Himmlischen, der Wächter, der Gottessöhne, der „Engel“ oder Gott selbst mit diesem Attribut verglichen. Vor allem die Haare, die immer wieder als „weiß wie Wolle, leuchtend weiß wie Schnee“ (Off. 1,14) und ähnlich beschrieben wurden.

Ein Wesen mit einem „Leib weiß wie Schnee“ und „Haupthaar weiß wie Wolle“, sei zum Beispiel laut Henoch Noah gewesen (1. Hen. 106,2). Und im himmlischen Gottesreich sah Henoch persönlich Gottessöhne, dessen Antlitz „leuchtete wie Schnee“ (1. Hen. 71,1). Nach solchen und vielen ähnlichen Texten trugen die Himmlischen sowie Gott selber gerne schneeweiße und geradezu leuchtende Kleidung. Im Himmel traf Henoch zum Beispiel den Höchsten, den Führer aller Wächter. In „einem großen, aus Krystallsteinen gebauten Hause“ saß dieser auf einem feurigen Thron und „sein Gewand war glänzender als die Sonne und weißer als lauter Schnee.“, notiert das 1. Buch Henoch in 14,20 dazu.

Wächter des Himmels und Gottessöhne

Solchen Wächtern des Himmels begegnete auch Abraham, bevor er in das all flog, wie es die „Apokalypse des Abraham“ schildet (s. Video und Artikel dazu HIER). „Seines Hauptes Haar (glich) dem Schnee“, notiert das Apokryph in Vers 11,2.

Schnee im Sinne von Wasser war es in keiner einzigen dieser Beschreibungen. Sehr gut zu erkennen im slawischen Buch Henoch, in dem der Prophet seine Begegnung im Himmel mit dem Wächter Tartarus schildert:

Dieser Engel sah aus wie Schnee, und seine Hände waren wie Eis, und er fühlte mein Antlitz ab; denn ich konnte die große Hitze nicht ertragen und nicht den Schrecken.“ (2. Hen. 37,1)

Solche phantastischen Geschichten und Beschreibungen sind in und außerhalb der Bibel überliefert. So etwa steht im Buch Daniel folgendes Abenteuer bzw. folgende „Vision“ des Propheten niedergeschrieben:

Ich sah immer noch hin: da wurden Throne aufgestellt, und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron, und dessen Räder waren loderndes Feuer. Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm Platz, und es wurden Bücher aufgeschlagen.“ (Dan. 7,9-10)

Wenn aber, und das sollten diese Beispiele verdeutlichen, „Schnee“ oder weiß wie Schnee immer mit Göttlichem und den Himmlischen assoziiert wurde, warum dann auch eindeutig mit Aussatz? Was ist oder war ein solcher schneeweißer Aussatz? Und warum konnte er nach der der Sage über Henochs Himmelfahrt scheinbar unzählige Menschen töten?

Henoch – ein unscheinbarere Name in der Bibel und doch der außergewöhnlichste Patriarch vor der Sintflut, wie man in der Genesis knapp erfährt. Selbst wenn man die Schriften mit seinem Autorennamen beiseite lässt, ist über diesen Propheten praktisch nur Erstaunliches zu erfahren. Ein kleiner Teil dessen sollte hier zusammengefasst werden. Warum diese biblische Figur gerade für die Prä-Astronautik interessant ist, sollte wohl niemanden verwundern.

Auch nicht, warum Erich von Däniken ihn schon 1977 in seinem Buch „Beweise“ seinen Lesern mit den Worten vorstellte: „Dieser Henoch ist mein Freund“ …

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Henoch und seine Reisen in den Himmel: Beschreibt ein über 2000 Jahre alter Text die rotierende, „ruhelose“ Sonne im All? (+ Videos)

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Henoch und die Reisen in den Himmel: Beschreibt ein über 2000 Jahre alter Text die rotierende, wilde Sonne im All? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Henoch und die Reisen in den Himmel: Beschreibt ein über 2000 Jahre alter Text die rotierende, wilde Sonne im All? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Könnten Jahrtausende alte Schriften und Überlieferungen vermeintlich „modernes“ Wissen beinhalten? Zum Beispiel über Technologien oder die Beschaffenheit der Welt und darüber hinaus, wie in einigen Beiträgen auf Mystery Files bereits mehrfach berichtet wurde? Und so könnte man vielleicht auch einen (in Teilen) über 2000 Jahre alten Text modern interpretieren. Denn das erste Buch Henoch enthält eine Passage während einer angeblichen Reise mit einem Himmelswesen, die ein sonderbares „Feuer“ erwähnt. Schaut man genau hin, scheint hier die Sonne als rotierender Stern im Zentrum des Sonnensystems beschrieben worden zu sein. Davon aber konnte der Schreiber des Textes damals nichts wissen.


Unsere ruhelose Sonne

Die Erde dreht sich in rund 24 Stunden einmal um sich selbst. Das ist Allgemeinwissen und jemdem bekannt. Weniger bekannt ist da schon, dass auch auch die Sonne im Zentrum unseres Sonnensystems um ihre Achse rotiert.

Anders als Planeten rotiert diese aber ausgesprochen unruhig. Als Feuerball im All unterscheidet sich die Rotationsgeschwindigkeit der Sonne je nach ihrer Region sogar um mehrere Tage. In der Nähe der Pole benötigt sie etwa 31 Tage für einen Umlauf und am Bereich ihres Äquators ganze 6 Tage weniger. Es ist ein ruheloser Gasball, der noch dazu unter seiner Oberfläche schneller rotiert.

Diese Ruhelosigkeit unseres Sterne betrifft demnach nicht nur die allseits bekannten Eruptionen an der Oberfläche, die wohl jeder schon mal auf entsprechen Satellitenaufnahmen gesehen hat. Anhand der dunklen Sonnenflecken auf der Sonnenoberfläche wurde schon vor rund 200 Jahren vermutet, dass die Sonne sich ähnlich wie Planeten um ihre Achse dreht. Allerdings dauert es bis 1863, bis durch Beobachtung dieser Flecken zwei Astronomen diese Rotation nachweisen und berechnen konnten.

Um diese Drehung der Feuerkugel anhand ihrer Flecken sehen zu können, benötigt man Spezial-Teleskope. Heute kann jeder Interessierte diese Rotation im Internet anhand von Satellitenaufnahmen und Filmen sehen. Und so haben Astronomen solche Technologien längst zur Beobachtung unseres Fixsterns im All selber zur Verfügung stehen. Hierbei ist das 1995 gestartete Sonnenobservatorium „Solar and Heliospheric Observatory“, besser bekannt unter dem Kürzel SOHO, sicher die bekannteste Sonnen-Forschungssonde.

Moderne Erkenntnisse der Astronomie und der Wissenschaft – könnte man meinen. Denn es gibt einen alten jüdisch-christlichen Text, der „zwischen den Zeilen gelesen“ vielleicht schon die Rotation und „Unruhe“ der Sonne beschrieben hat.

Henoch, der Sonderling

Es ist das äthiopische Buch Henoch (auch 1. Henoch genannt), das nach dem vorsinflutlichen Patriarchen Henoch aus dem Buch Genesis bekannt ist. Eine Schrift, die sich nicht im Kanon der Bibel findet, und die ich HIER bereits detailliert im „modernen Sinne“ diskutiert habe. Dieses Buch soll in seinen ältisten Textabschnitten bereits im dritten Jahrhundert vor Christus niedergeschrieben worden sein.

Der Prophet Henoch als mythische Person in der biblischen Urzeit des Buch Genesis (5,18ff.) ist dort ein wahrhaftiger Sonderling. Er entsprach laut Bibel der 7. Generation nach Adam und Eva und starb nicht auf der Erde in einem wahrhaftig biblischen Alter. Während beispielsweise sein Vater Jared laut Genesis betagt mit 962 Jahre starb, wurde Henoch mit „nur“ 365 Jahren von Gott von diesem Planeten geholt. Denn „er wandelte mit Gott“, wie es die Bibel erzählt.

Und so wurde er nach verschiedenen Missionen, Reisen in den Himmel, Unterrichtungen durch Himmlische und nach seinem Einsatz als Vermittler zwischen den sogenannten „Wächtern des Himmels“ auf der Erde und im Himmel quasi also Belohnung zu ihnen geholt. Dies berichten zumindest die verschiedenen Henoch-Bücher, die in dem oben verlinkten Buch „Rebellion der Astronauten-Wächter“ durchleuchtet wurden. Deshalb soll dies an dieser Stelle nicht erneut wiederholt werden.

Bei einem seiner Abenteuer im Himmel zusammen mit dem Höchsten und seiner Wächter, die auch Engel, Diener oder Gottessöhne genannt werden, zeigten ihm die Himmlischen allerlei kosmische Geheimnisse. Es werden Reisen beziehungsweise Flüge mit diesen Wesen geschildert, die ihm dabei offensichtlich in die Mysterien der Welt und des Kosmos einweihen wollten. Recht ähnlich wie auch den legendären Stammvater Abraham später ebenfalls (mehr zum Beispiel in diesem Video HIER und HIER).

Ein rätselhaftes Feuer

Doch sah Henoch bei diesen Reisen auch die Sonne aus der Nähe?

Hierzu heißt es in ersten Buch Henoch, dass er in den Gefilden der himmlischen Wächter und des Höchsten von diesen zahlreiche Dinge offenbart bekam. Es liest sich fast schon wie eine Schulungsreise, bei der immer wieder Stopps eingelegt wurden, um ihm dieses oder jenes Geheimnis zu zeigen. Und einer dieser Aufenthalte war „gegen Westen“ am „Ende der Erde“, wo Henoch folgendes erblickt haben will:

Ich sah ein loderndes Feuer, das rastlos [hin und her] lief und von seinem Laufe weder bei Tag noch bei Nacht abließ, sondern sich gleichlieb. Da fragte ich, in dem ich sagte: ‚Was ist dies da, das kein Ruhe hat?‘

Darauf antwortete mit Reguel, einer von den heiligen Engeln, der bei mir war, und sagte zu mir: ‚Dieses rotierende ‚Feuer‘, das du in Richtung nach Westen gesehen hast, ist das Feuer, das alle Lichter des Himmels in Bewegung setz.‘“ (1. Hen. 23,2-4)

Daraufhin ging die Reise auch schon direkt weiter zu einem anderen Ort. Doch was war dieses Feuer? Der Text oben wurde nach Emil Kautzsch zitiert, der das erste Buch Henoch 1900 in seinem zweiten Band „Die Apokryphen und Pseudepigraphen des Alten Testaments“ veröffentlichte. Es war ein Feuer „das lodert“, wie Kautzsch zum letzten Vers anmerkte. Denn es gibt Variationen in den Übersetzungen, wie man es auch von biblischen Texten her kennt.

So übersetzte Paul Rießler in seinem Werk „Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel“ diese Aussage 1928 folgendermaßen:

Ich sah, wie ein loderndes Feuer rastlos hin und herlief und von seinem regelmäßigen Lauf weder bei Tag noch bei Nacht abließ, sondern sich gleich blieb. Ich fragte: Was ist dieses ruhelose Ding?

Da antwortete mir Raguel, der heiligen Engel einer bei mir, und sprach zu mir: Dieses laufende Feuer, das du im Westen sahest, ist das Feuer, das alle Himmelslichter versorgt.

Die Sonne aus der Nähe?

Schauen wir hier genau hin, zeigt sich etwas Spannendes. Was beschreibt dieser Text – die Sonne im All?

Die in einfachen Worten erfolgte Beschreibung kann tatsächlich auf diese zutreffen: Ein rotierendes Feuer mit regelmäßigem Lauf, das immer gleich bleibt und „alle Himmelslichter versorgt“ Oder nach einer anderen Übersetzung , dass „alle Lichter des Himmels in Bewegung setzt“, was astronomisch absolut (für unser Sonnensystem!) zutreffend ist.

Könnte die Sonne in treffenderen Worten beschrieben werden?

Ebenso stellt sich die Frage, woher wusste der Schreiber, dass sich die Sonne (um die eigene Achse) dreht und auch in der Nacht scheint? Auch fragte Henoch nicht, „was ist das für ein ruheloses Feuer„, sonder „was ist das für ein ruheloses Ding“ – er wird kaum ein gewöhnliches „Feuer“ einfach mit „Ding“ bezeichnen, wenn es nicht auf die ein oder andere Art „fest“ und natürlich ihm völlig fremd gewesen ist.

Der Lauf der Sonne ist „regelmäßig“ und dennoch ist sie zweifellos an ihrer Oberfläche mehr als nur „ruhelos“. Und glauben wir der zuerst zitierten Aussage, „rotierte“ diese seltsame Feuer sogar. Welcher Mensch konnte vor Jahrtausenden wissen, dass unser Stern rotiert, ruhelos ist aber dennoch regelmäßig Tag und Nacht brennt und die anderen Himmelslichter versorgt? Also die Planeten und Monde anstrahlt oder sogar „alle Lichter des Himmels in Bewegung setz“?

Solche alten Schriften sind immer eine Fundgrube, um diese mit „moderner Brille“ und Phantasie zu deuten. Von einer „Sonnenscheibe“, eine weit verbreitete Vorstellung in der Antike, spricht der Text leider nicht. Leider auch nicht von einer Kugelgestalt dieses ominösen „Feuers“. Und deshalb bleiben leider nur Spekulationen oder theologische Interpretationen.

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Ein moderner Henoch? Mormonen-Religionsgründer Joseph Smith Jr. und seine Kontakte mit „Lichtwesen“ und dem außerirdischen Engel Moroni

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Der moderne Henoch - Joseph Smith Jr. und sein erster Kontakt mit dem außerirdischen Engel Moroni (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Der moderne Henoch – Joseph Smith Jr. und sein erster Kontakt mit dem außerirdischen Engel Moroni (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Seit tausenden von Jahren berichten Menschen, dass sie seltsame Erscheinungen hatten. Fremde Wesen vom Himmel oder aus anderen Sphären, die mal als Engel, mal als Feen, mal schlicht als Lichtwesen und mal auch gleich als Gott gedeutet werden. vielfach überbringen diese Fremden dabei auch Botschaften und erteilen den Auserwählten Aufträge. So wie bei Joseph Smith Jr., dem Gründer der Religion der Mormonen. Seine Erfahrungen und angeblichen Kontakte mit fremden Wesen sind auch für die Prä-Astronautik und UFO-Forschung überaus interessant, wie Ihr es in diesem Artikel erfahrt.


Der „moderne Henoch“

Ein guter Prä-Astronautiker schaut bei alten Überlieferungen und Texten aller Art immer zweimal hin. Mindestens. Denn nicht selten verbergen sich „zwischen den Zeilen“ Hinweise darauf, dass hier „die Fremden“ am Werk gewesen sein könnten. Spuren jener überirdischen Erscheinungen und Wesenheiten, die als antike Raumfahrer interpretiert werden. Ein faszinierendes Betätigungsfeld in den Tiefen uralter Mythologien und Aufzeichnungen , die dabei mal schnell viele tausend Jahre in die Vergangenheit reichen können.

Im Zusammenhang mit diesen Überlieferungen ist eine andere Geschichte durchaus sehr interessant. Vor allem deshalb, da sie sich in einem Punkt klar von den zahllosen Mythen der Vergangenheit um Götter, Himmelswesen, Lehrmeister aus dem All oder Engel unterscheidet. In diesem Fall kennen wir den Protagonisten. Wir wissen ganz genau, wer er war, wann er erlebte, was dieser zu Lebzeiten tat und auch, dass er seine angeblichen Kontakte mit fremden bzw. außerirdischen Wesen selber niederschrieb.

Die Rede ist natürlich von Joseph Smith Jr., dem Gründer der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Mormonen), der 1844 in den USA starb. Hierzulande wird ihn kaum jemand kennen, doch Millionen Menschen bekennen sich heute vor allem in den USA zum „Mormonentum“. Eine vom Christentum hergeleitete Religion, die auf angebliche Kontakte des Gründers Smith mit außerirdischen Wesen zurück geht. Für ihn waren es Engel, keine Aliens. Denn auch „Religionen“, UFO-Sekten, die konkret auf reale Kontakte mit uns überlegenden Aliens gründen, gibt es bis heute.

Joseph Smith und das „Buch Mormon“

Smith ist der unangefochtene Gründer der Mormonen, wie man die Glaubensrichtungen dieser Religionen zusammenfassen nennt. Er ist zugleich der Verfasser des „Buch Mormon“, die als Bibel dieser Religionsgemeinschaft gilt. Angeblich habe nicht Smith dieses Werk selber geschrieben, sondern nur übersetzt. In Wahrheit, so die Lehre dieser Kirche, sei das Werk auf rätselhaften „goldenen Platten“ in einer unbekannten Schrift vor langer, langer Zeit geschrieben und versteckt worden. Erst Smith  konnte sie mit Hilfe himmlischer Wesen wiederfinden. Sie wollten, dass er sie übersetzt, wozu ihm entsprechende Instrumente zur Übersetzung ebenfalls von den Engeln überlassen wurden.

Das Titelbild dieses Beitrages zeigte dieser Übergabe durch einen Engel namens „Moroni“.

Auf diesen Goldplatten, deren Existenz Zeugen schriftlich in eidesstattlichen Erklärungen bestätigten, habe das „Buch Mormon“ gestanden. Ein Werk mit fraglos faszinierenden Inhalten, dessen Kernaussagen auf der Bibel beruhen. Etwa, dass in Zeiten des Alten Testamentes Hebräer nach Amerika kamen. Oder auch, dass Jesus nach der Wiederauferstehung in Amerika war. Grund dafür, dass Smith diese Überlieferungen und Erzählungen übersetzten sollte, war laut Aussage der Fremden des Himmels die Wiederherstellung des wahren Christentums. So erschien 1830 das „Buch Mormon“ und Smith gründete mit einigen Weggefährten seine Kirche.

Bis heute sind die Mormonen überaus aktiv wenn es darum geht wissenschaftlich Belege für deren Geschichte(n) zu finden. Ganze Armeen von eigenen Historikern forschen und publizieren hierzu wissenschaftlich mehr oder weniger plausible Untersuchungen, Studien und Erkenntnisse. Setzt man sich mit diesen Veröffentlichungen und Forschungen intensiv auseinander, ist man schnell angesichts dieser Hartnäckigkeit beeindruckt.

Wenige Forscher der Prä-Astronautik haben sich bisher mit Smith und den zahlreichen Schilderungen rund um ihn, seine angeblichen Kontakte und seine Kirche auseinandergesetzt. Meistens wurde sich dabei auf die „Hauptkontakte“ des Smith  mit den angeblichen Gottesboten konzentriert. Andere Schriften von Smith und rund um die Kirche wurden dabei praktisch nie beachtet. Ebenso wenig wie der Inhalt der Mormonen-Bibel. Bis auf Auszüge, von denen ich auch einige 1998 in „Götter der Sterne“ anführte.

Die „Vision“ des Joseph Smith

Als „Hauptkontakt“ gelten vor allem die Erscheinungen, bei denen Smith angeblich die Gegenstände und Goldplatten bekam. Die Grundlage des „Buch Mormon“. Dabei hatte er nach eigenen Bekunden bereits am 21. September 1823 eine Begegnung mit einer fremden Erscheinung, die bis heute bei den Mormonen hoch angesehen ist. Bei den Anhängern dieser Kirche heißt sie schlicht „Vision“. Sie sei das „Zeugnis“ des Joseph Smith, dass heute dem „Buch Mormon“ meistens voran gestellt ist.

Widerfahren sei ihm während eines „flehentlichem Gebet“ demnach angeblich unter anderem:

Am Abend des … 21. Septembers (1823) … wandte ich mich in flehentlichen Gebet an Gott den Allmächtigen…

Während ich so im Begriff war, Gott anzurufen, bemerkte ich, wie in meinem Zimmer ein Licht erschien, das immer stärker wurde, bis der Raum schließlich heller war als am Mittag. Gleich darauf wurden an meinem Bett eine Gestalt sichtbar, und der Betreffende stand in der Luft, denn seine Füße berührten den Boden nicht.“

Er hatte ein loses Gewand von außergewöhnlicher Weiße an. Es war weißer als alles, was ich auf Erden je gesehen hatte; auch glaube ich nicht, dass irgendetwas Irdisches derart gemacht werden kann, dass es so überaus weiß und hell leuchtend erscheint. Seine Hände waren unbedeckt, auch seine Arme bis knapp über dem Handgelenk; ebenso waren seine Füße nackt und auch die Beine bis knapp über den Knöcheln. Sein Haupt und sein Hals waren auch nicht bedeckt. Ich konnte erkennen, dass er außer diesem Gewand keine andere Kleidung trug, denn es war offen, sodass ich seine Brust sehen konnte.

Nicht nur sein Gewand war überaus weiß, sondern seine ganze Gestalt war unbeschreiblich herrlich und sein Antlitz leuchtend wie ein Blitz. Im Zimmer war es überaus hell, aber doch nicht so hell wie in seiner unmittelbaren Nähe. Als ich ihn erblickte, fürchtete ich mich zuerst; aber bald verließ mich die Furcht. Er nannte mich beim Namen und sagte zu mir, er sein ein Bote, aus der Gegenwart Gottes zu mir gesandt, und heiße Moroni; Gott habe eine Arbeit für mich (…)“

Der Prophet Henoch

Eine schwebende Lichtgestalt von einem geradezu leuchtenden Weiß sahen auch zahllose andere Menschen erscheinen oder vom Himmel kommen. Juan Diego, der Seher der Marienerscheinungen von Guadalupe in Mexiko 1531 ebenso, wie auch die Kinder von Fatima in Portugal vor rund 100 Jahren. Alle diese Boten kamen, da sie oder Gott eine „Arbeit“ oder „Aufgabe“ für den jeweiligen Menschen hatten.

Bei Smith war es nicht anders. Seine Aufgabe bestand unter anderem in der „Schaffung“ des „Buch Mormon“

Jahrtausende bevor Smith diese Erscheinung an seinem Bett sah, erging es einem anderen Auserwählten allerdings bereits sehr ähnlich. Und zwar dem biblischen Propheten Henoch, dessen Bücher in der Prä-Astronautik seit Jahren zitiert werden. Nur wurde dabei häufig die eigentliche Berufung des Henoch überlesen, worauf ich kürzlich in diesem Artikel HIER verwies. Gerade mit Blick auf Joseph Smith ist diese aber besonders spannend. So erfahren wir im Slawischen Buch Henoch dazu:

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Ich war in großer Kümmernis und weinte; dann schlief ich ein. Da erschienen mit zwei sehr große Männer, wie ich nie auf Erden gesehen. Ihr Antlitz leuchtete wie die Sonne, ihr Augen wie brennende Fackeln; aus ihrem Munde sprühte Feuer: ihre Kleidung und ihr Gesang waren herrlich, ihre Arme wie goldene Flügel. Sie standen zu Häupten meines Bettes und riefen mich mit Namen.

Ich erwachte vom Schlaf und stand von meinem Lager auf; dann verneigte ich mich vor ihnen, mein Antlitz bleich vor Schrecken. Da sprachen die zwei Männer zu mir: Sei getrost, Henoch! Fürchte dich nicht! Der ewige Herr hat uns zu dir gesandt. Du sollst mit uns heute in den Himmel gehen. Gib deinen Söhnen und deinen Gesinde Anweisung für das, was sie in deinem Haus tun sollen! Keiner soll dich suchen, bis der Herr dich ihnen wieder zuführt!“ (1,1-9)

Die Parallelen zu der Geschichte vom Smith sind zu augenfällig, als dass sie bloß Zufall sein können.

Hat Smith abgeschrieben?

Hat Joseph Smith etwa bei Henoch abgeschrieben? Wollte er so seiner phantastischen Geschichte mehr Glaubwürdigkeit verleihen? Studierte er die Texte von Henoch aufmerksam und fand dabei, dass dies auch gut in seine Vita als Religionsgründer passen würde? Gedanken, die aufgrund der Ähnlichkeit durchaus sehr nahe liegen. Aber doch wohl eher unwahrscheinlich sind.

Heute kann jeder das Slawische Henochbuch zum Beispiel in deutscher Übersetzung kaufen. Die ersten Ausgaben erschienen 1900 und 1928 durch Emil Kautzsch und Paul Rießler. Ein paar Klicks bei einem Online-Buchhändler oder der Besuch einer entsprechenden Bibliothek reichen aus, und schnell hat man diese Schriften selber vorliegen. Anders war es in Tagen des des Smith.

Zu seinen Lebzeiten Anfang des 19. Jahrhundert war dieser Text in der westlichen (englischen) Welt noch unbekannt. Es gab zwar im 10. oder 11. Jahrhundert wahrscheinlich Übersetzungen aus dem griechischen Original ins Bulgarische, aber der Rest der Welt erfuhr erst Ende des 19. Jahrhunderts von diesem Henochbuch. So dokumentiert es Christfried Böttrich in seiner Untersuchung des Slawischen Buch Henoch, die 1995 in „Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit“ (Bd. V, Lieferung 7: „Das slavische Henochbuch“, S. 800ff.) erschien.

Da lebte Joseph Smith schon nicht mehr und seine „Bibel“ und sein „Zeugnis“ erschienen bereits erstmals 1830. Es ist sehr fraglich, aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen, dass er Bulgarische Übersetzungen des „2. Henoch“ hatte oder diese beschaffen konnte.

Wer aber waren dann dieses leuchtenden Wesen? Vielleicht gibt der weitere Verlauf der Ereignisse hierzu mehr Auskunft.

Riss in der Zeit?

Smith schreibt in seinem „Zeugnis“ weiter:

Nach dieser Mitteilung sah ich, wie das Licht im Zimmer um ihn, der zu mir gesprochen hatte, sogleich zusammenzog, bis es im Raum wieder finster war, außer ganz nahe um ihn herum. In diesem Augenblick sah ich gleichsam einen Schacht sich bis in den Himmel öffnen, und der Besucher fuhr in die Höhe auf, bis er ganz verschwunden war; im Zimmer war es wieder so wie vorher, bevor das himmlische Licht sich gezeigt hatte.“

Und in seiner „Lebensgeschichte“ beschreibt Smith das Wesen ergänzend mit folgenden Worten:

Nicht nur sein Gewand war überaus weiß, sondern seine ganze Gestalt war unbeschreiblich herrlich und sein Antlitz leuchtend wie ein Blitz. Im Zimmer war es überaus hell, aber doch nicht so hell wie in seiner unmittelbaren Nähe. Als ich ihn erblickte, fürchtete ich mich zuerst; aber bald verließ mich die Furcht.“ (1,32)

Noch zutiefst beeindruckt von diesem Besuch, „stand derselbe Himmelsbote wieder an meinem Bett“, schreibt Smith weiter. Danach sogar direkt noch ein drittes Mal. „Ohne die geringste Abweichung“ habe der leuchtende Himmlische ihm dabei dreimal dieselbe Botschaft überbracht. Als seien die drei direkt hintereinander erfolgten Besuche nicht erstaunlich genug, notierte Smith im Anschluss folgende spannende Bemerkung über diese:

Aber kaum war der Himmelsbote zum dritten Male von mir aufgefahren, da krähte der Hahn, und ich wurde gewahr, dass es Tag wurde. Diese Besuche mussten somit die ganze Nacht gedauert haben.“

Was hier beschrieben ist, ist ein offensichtlicher Zeitverlust. Smith selber erkannte erst bei Tagesanbruch, dass plötzlich „die ganze Nacht“ um war. Während der Kontaktaufnahme durch den Boten war ihm das nicht klar. Ihm fehlte Zeit – was in der UFO-Forschung ein überaus bekanntes Phänomen ist. Geprägt als „Missing Time“, als „Fehlende Zeit“, von der zahllose UFO-Zeugen sprechen. Nicht nur beim Thema UFO-Entführungen. Zugleich ist es auch ein sehr häufiges Motiv in der Welt der Sagen, Mythen und Märchen, in denen von Begegnungen mit Wesen aus der Anderswelt gesprochen wird. Etwa mit Feen, Zwergen oder anderen überirdischen Wesen.

Seltsame Nachwirkungen der Begegnung

In derartigen phantastischen Geschichten „verloren“ Menschen auf unerklärliche Weise Zeit, nachdem diese solchen Erscheinungen begegnet sind. Oder sogar von ihnen entführt wurden. Auf diesem Blog und in einer Reihe von Büchern habe ich dazu in den letzten Jahrzehnten zahllose Beispiele veröffentlicht und diskutiert. Ein gemeinsames Merkmal dieser nur scheinbar unterschiedlichen Phänomene, Erfahrungen und Erscheinungen sind auch die Nachwirkungen. Sie reichen von „Verwirrtheit“ bis „Schwäche“. Bei Smith war es nicht anders, nachdem er plötzlich den Hahn krähen hörte:

Kurz darauf erhob ich mich von meinem Bett und ging wie gewöhnlich an die notwendige Tagesarbeit; als ich aber zu arbeiten anfing, war ich derart erschöpft, dass ich zu nichts fähig war. Mein Vater, der mit mir zusammen arbeitete, bemerkte, dass mit mir etwas nicht in Ordnung war, und schickte mich nach Hause. Ich machte mich auf und wollte zum Haus hingehen; als ich aber am Rande des Ackers, auf dem wir arbeiteten, den Zaun übersteigen wollte, verließen mich die Kräfte, und ich fiel hilflos zu Boden; eine Zeit lang war ich gänzlich bewusstlos.“

Jahrzehnte später erging es den Seher-Kinder von Fatima ebenso, als diese eine leuchtende Erscheinung hatten. Die „Jungfrau Maria“, wie bis heute geglaubt wird, die strahlend über den Boden schwebte, ohne ihn mit den Füßen zu berühren. Auch sie brachten vor Erschöpfung von ihrem „normalen Tagwerk“ anschließend „kaum etwas zustande“, wie es der bekannte UFO-Forscher Dr. Jacques Vallée in seinem Buch „Dimensionen“ vergleicht. Auch die indianische Seherin Odschi Wein Akwot Okwä, deren erstaunliche Berichte über Begegnungen mit fremden Wesen ich zum Beispiele HIER bereits darlegte, erging es ebenso. Auch sie war vollkommen matt, schwach oder, wie man heute sagen würde, ausgelaugt.

Ob Henoch irgendetwas in diese Art erlebt haben soll, ist hingegen unbekannt. Bekannt sind hingegen solche Lichtwesen durchaus bei nordamerikanischen Indianern. „Diese Leuchtenden Wesen erschienen den Indianern bei geheimen Ritualen, die an hochgelegenen Stellen oder auf heiligen Bergen abgehalten wurden“, schreibt etwa Jacques Vallée. „Solche Visionssuchen sind bei allen Indianern Amerikas bekannt, auch wenn sie bei manchen Stämmen auf die Priester und Initianden beschränkt sind.“

„Das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit“

Ob Lichtwesen aus der spirituellen Welt der nordamerikanischen Indianer (und anderer Völker) oder eine außerirdische Intelligenz, Smith sah darin Boten des biblischen Gottes. Wobei das eine das andere eigentlich nicht ausschließt! Man muss sich fragen, wo eigentlich genau der Unterschied liegt oder liegen soll? Sicherlich im berühmten „Auge des Betrachters“. Was die Mormonen natürlich bei ihren Religionsgründer ebenso sehen.

Die bei den Mormonen als „erste Vision“ verehrte Begegnung des Smith – dazu gleich mehr –  wird von dieser Kirche als welthistorisch angesehen. Über dieses wichtigste Ereignis im Leben des Kirchenvaters Smith schrieb etwa Sonntagszeitung „Church News“ der Mormone in Salt Lake City am 7. April 1990 bescheiden:

Die erste Vision – nicht die Landung von Menschen auf dem Mond – ist das größte Ereignis in der Geschichte der Menschheit seit der Auferstehung Christi.

Mit Sicherheit sehen das Andersgläubige mitnichten so, wie es die Mormonen lehren. Auch wenn man Zweifel an Smith Geschichten hat, seine Berufung und Erscheinungen stehen auf gleicher Ebene, wie all jene, die man aus anderen Religionen kennt. Davon ist unter anderem auch Vallée überzeugt, wenn er schreibt:

Der Wendepunkt im Leben dieses Mannes, die Sichtung des seltsamen Lichts und der Kontakt mit einem Wesen im Licht, steht meiner Ansicht nach gleichrangig neben den Berichten, die wir in anderen Religionen und in anderen Ländern finden können.

Die „Verwandlung eines gewöhnlichen Bauernjungen (…) in den unangefochtenen Anführer vieler Menschen“, sei eine „ungewöhnliche Tatsache“, so Vallée, „die unsere Aufmerksamkeit verdient“. Ich als Prä-Astronautiker und Mystery-Jäger sehe das genauso. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick auf diese „erste Vision“ des Joseph Smith.

Die „erste Vision“

Offizielles Mormonen-Dogma dieser Erscheinung ist, dass Gott Vater und Jesus Christus an diesem Tage vom Himmel erschienen sind, da Smith an den Konfessionen zweifelte. Niedergelegt ist dieser anerkannte Bericht in der „Lebensgeschichte“ von Smith in dem Buch „Die köstliche Perle„. Obwohl es verschiedene Darstellungen dieser Begegnung gibt, die zum Teil erheblich variieren. Auch von Smith selber sowie von verschiedenen Weggefährten. Die von den Mormonen anerkannte Version in Textform dieser Begegnung mit dem Unfassbaren stammt aus dem Jahr 1838.

Doch erst 1965 fand ein Student der Mormonen von der Brigham-Young-Universität in Provo in den „Church Archives“ in Salt Lake City eine weitere Version der „Ersten Vision“. Das Dokument stammt aus dem Jahre 1832 und beinhaltet eine bis dato unveröffentlichte Fassung in der Handschrift von Smith. Sie wurde also von ihm persönlich verfasst und ist damit die bisher älteste Aussage über seine erste Begegnung mit himmlischen Mächten. Von den Historikern der Mormonen ist dieses Smith-Dokument als „echt“ anerkannt.

In der fünfseitigen Handschrift findet sich keine Silbe davon, dass die Lehren der Kirchen „ein Gräuel“ in Gottes Augen wären, wie es in anderen Versionen steht. Es heißt hier nur vorwurfsvoll, dass die Menschen sich nicht mehr als die Gebote Gottes halten. Grundsätzlich eine Aussage aller derartiger Erscheinungen christlicher bzw. biblischer Prägung, vom Alten Testament bis modernen Marienerscheinungen.

Des Weiteren berichtet Smith in dem Dokument nur von der Erscheinung von Jesus Christus. Kein Wort davon, das angeblich auch „Gott Vater“ dabei war; also zwei „Personen“ ihn kontaktierten. Diese gewaltige Diskrepanz verschweigen die Mormonen-Gläubigen jedoch nicht:

Die Mormonen bestätigen inzwischen die Tatsache, dass es mehrere inhaltlich nicht identische Schilderungen der ‚Ersten Vision‘ gibt, die J. Smith teils selbst verfasst, teils anderen diktiert habe. Sie erklären dies damit, dass er sein ‚Erlebnis‘ mehrfach und verschiedenen Adressaten mit unterschiedlichen Betonungen und anderen Schwerpunkten dargelegt habe.

So beispielsweise Hand Rech und Matthias Kleiminger im „Handbuch Religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen“ (6. Auflage, 2006). Bezeichnend an den handschriftlichen Ausführungen von Smith ist, dass er selber aufgrund seiner Sünden an sich zweifelte. Deshalb habe er „die heiligen Schriften durchsucht“ und festgestellt, dass die Menschheit „vom wahren und lebendigen Glauben abgefallen waren“.

„Eine Säule aus Licht“

Er selber – und nicht Gott und Jesus, wie in der offiziellen Version der Ereignisse dargelegt, beklagte also den Abfall vom „wahren Evangelium“. Ein im wahrsten Sinne des Wortes himmelweiter Unterschied. Auch wenn die „Erste Vision“ nach Erscheinen ihn in dieser Ansicht beipflichtete. So widerfuhr Smith damals an diesem schicksalhaften Tag:

„(…) da kam eine Säule aus Licht über die Helligkeit der Sonne am Mittag von oben herab und ruhte auf mir, und ich war erfüllt vom Geist Gottes und der (Herr) öffnete den Himmel über mir und ich sah den Herrn und er sprach zu mir und sagte: Joseph (mein Sohn), deine Sünden sind dir vergeben. (…) ich bin der Herr der Herrlichkeit. Ich wurde für die Welt gekreuzigt, damit alle, die an meinen Namen glauben, ewiges Leben haben. (Siehe), die Welt liegt in Sünde und zu dieser Zeit und niemand tut Gutes, niemand, dem sie sich vom Evangelium abgewandt haben, und hält sich an (meine) Gebote (…).“

Die leuchtende Erscheinung gab sich als Jesus aus. Nicht namentlich, aber da sie „für die Welt gekreuzigt“ worden sein soll, ist das deutlich. Wie genau dieses „Wesen“ aus dem geöffneten Himmel kam, war Smith 1832, als er diesen Text niederschrieb, wohl nicht mehr ganz klar. Wie an der Handschrift zu erkennen ist, hatte er zuvor von „Feuer“, also eine Feuersäule, geschrieben. Das Wort strich er daraufhin durch und ersetzte es durch das Wort „Licht“.

Für die Mormonen ist das das alles kein Problem, da diese fünf Seiten handschriftlicher Text bei ihren eigenen Historikern natürlich Gegenstand der Forschung ist. Bei den Mormonen wird alles erforscht und analysiert, was irgendwie mit ihrem Glauben zu tun hat. So kann diese Gemeinschaft inzwischen auf eine ganz erstaunliche Fülle an entsprechenden Publikationen zu ihren entsprechenden Analysen blicken. So auch zu diesem Dokument.

Smith war nicht der erste – sagen die Mormonen

Dem „Institute for Religious Research“ (IRR), einem Forschungsinstitut der Mormonen, entging dabei nicht, dass Joseph Smith längst nicht der erste war, der von solchen Begegnungen geschrieben hat. Unter dem Titel „Inventing Mormonism“ erschien dazu von H. Michael Marquardt und Wesley P. Walters 1994 sogar eine entsprechende Veröffentlichung. „Traditionen und historische Aufzeichnungen“ wurden darin untersucht und mit entsprechenden Beispielen aufgeführt.

So bemerkt auch das IRR in der Veröffentlichung „Changing First Vision Accounts – 1832 First Vision Account by Joseph Smith, Jr.“ vom 26. Juli 2011:

„Viele Aspekte dieses Berichts entsprechen anderen visionären Berichten, die von jungen Männern veröffentlicht wurden, die aus Überzeugung der Sünden behaupteten, eine übernatürliche Begegnung mit Jesus Christus zu haben, in der ihnen Vergebung zugesichert wurde. Diese Berichte wurden in lokalen Nachrichtenquellen veröffentlicht und wären Joseph Smith zugänglich gewesen.“

Ein, wie ich finde, überaus beachtliches Eingeständnis der Mormonen-Kirche! Dazu schreibt der Mormonen-Historiker Dan Vogel in seiner Analyse „Early Mormon Documents“ (Vol. 1, 1996) der frühsten Texte von Smith:

Es handelt sich also nicht nur um eine autobiografische Fassung, sondern um eine entschuldigende Einstellung, in der Smiths Referenzen als Führer der Kirche dargelegt werden. Die Geschichte (von Josephs Leben) enthält daher den frühesten Bericht über das, was als seine ‚erste Vision‘ bekannt ist, und die früheste Erwähnung von Priesterweihen des Engels.“

Somit hatte Smith nach eigenen Angaben nur Kontakt mit dem angeblichen Jesus. Dieser wurde später von dem himmlischen Boten Moroni abgelöst, dessen Erscheinungen grundsätzlich ähnlich lichtvoll und hell wie die „Erste Vision“ verliefen.

Die Dogmatische „Erste Vision“

Keine Kirche ohne Dogma, festgelegte Glaubensbekenntnisse, grundlegende Lehren oder prinzipielle „Kernwahrheiten“ deren Glauben. Die katholische Kirche hat neben der Bibel beispielsweise den „Katechismus der katholischen Kirche„. Und auch die Mormonen haben solche „Heiligen Schriften“, wie sie sie nennen, wozu auch das Werk „Die Köstliche Perle“ gehört. Die darin in „Joseph Smith Lebensgeschichte“ enthaltene Erzählung der „Erste Vision“ gilt als Glaubensgrundsatz. Als wahres Dogma und damit Fundament dieser Religionsgemeinschaft.

Auch wenn verschiedene Versionen dieses Ereignisses bei den Mormonen bekannt sind – und von diesen auch in einer kaum überschaubaren Anzahl an Veröffentlichungen diskutiert werden. Anerkannt sind von dieser Kirche grundsätzlich (fast) alle. Variationen werden auf die unterschiedlichen Niederschriften zurückgeführt, die aber alle im Kern dasselbe besagen. So der Mormonen-Forscher Steven C. Harper in seiner Arbeit „Die erste Vision: Eine Schilderung anhand der Berichte von Joseph Smith“ vom 27. April 2016. Demnach erlebte Smith etwas sehr Sonderbares:

Ich nahm aber alle Kraft zusammen und rief Gott an, er möge mich aus der Macht dieses Feindes befreien, der mich gepackt hatte; und gerade in dem Augenblick, als ich in Verzweiflung versinken und mich der Vernichtung preisgeben wollte – und nicht etwa einem eingebildeten Verderben, sondern der Macht eines wirklichen Wesens aus der Welt des Unsichtbaren, das eine so unglaubliche Macht hatte, wie ich sie nie zuvor bei irgendeinem Wesen verspürt hatte –, eben in diesem Augenblick höchster Angst sah ich gerade über meinem Haupt, heller als das Licht der Sonne, eine Säule aus Licht, die allmählich herab kam, bis sie auf mich fiel.

Kaum war sie erschienen, da fand ich mich auch schon von dem Feind befreit, der mich gebunden gehalten hatte. Als das Licht auf mir ruhte, sah ich zwei Personen von unbeschreiblicher Helle und Herrlichkeit über mir in der Luft stehen. Eine von ihnen redete mich an, nannte mich beim Namen und sagte, dabei auf die andere deutend: Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ (1,16-17)

Die ist das unerschütterliche, offizielle Fundament der Gläubigen, das genau in dieser Form gelehrt wird. In der handschriftlichen Version aus dem Sommer 1832 von Smith selber, archiviert in den „The Church Historian’s Press: The Joseph Smith Papers“ der Mormonen, erfahren wir:

Und der Herr hörte mein Rufen in der Wildnis, und als ich in meinem sechszehnten Lebensjahr zu ihm rief, kam eine Säule aus Licht herab, heller als die Mittagssonne, und ruhte auf mir; und ich wurde vom Geist Gottes erfüllt. Und der Herr öffnete mir die Himmel und ich sah den Herrn.

Sah Joseph Smith ein UFO?

Andere Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche nennen hier einen „Lichtbalken“ der „langsam herab kam“, bis Smith dann die strahlenden Wesen „über mir in der Luft schweben“ sah. Gedeutet werden von Smith seinen Anhängern alle Variationen der Lichtwesen als Gott und/oder Jesus Christus. Hollywood würde hier mit Sicherheit ein strahlendes UFO mit einem hellen Licht oder Lichtstahl sehen, in dem Aliens einem Zeugen erscheinen, um diesen Botschaften zu überbringen. Oder diesen zu entführen.

Film und Fernsehen haben das in den letzten Jahrzehnten auch in einem riesigen Ausmaß genauso dargestellt. Inspiriert durch die UFO-Forschung. Nicht etwa durch Smith und andere Propheten, Marienerscheinungen oder Erzählungen aus vermeintlichen „Märchen“ mit dem Feenvolk. Smith selber konnte bei diesem Erlebnis mit irgendwelchen Außerirdischen in UFOs natürlich nichts anfangen. Das Thema lag zu seiner Zeit noch über 100 Jahre in der Zukunft. Wie anders sollte er also ein derartiges Phänomen interpretieren, das ihm genau dann erschien, als er im innigen Gebet zum biblischen Gott verbrachte?

Joseph Smith wurde durch diese fremden vom Himmel berufen. Nicht anders als all die zahllosen Propheten der Vergangenheit. Mit dem Unterschied, dass deren Lehren oder Schriften meistens von der Kirche als „Gotteswerk“ anerkannt sind. Ich sehe da nun wirklich keinen Unterschied zu Smith. Gott oder Astronautengötter beriefen laut den Texten und Berichten aber (wahrscheinlich) nicht einfach so aus Spaß irgendwelche Menschen „zu Höherem“. Ausnahmslos allen wurde von den Himmlischen dabei eine Aufgabe gegeben, die sie fortan zu erfüllen haben. Die genaue Art dieser erteilten Aufgaben, Missionen oder für sie von dem Auserwählten zu erledigten Aufträge kann dabei vielfältiger nicht sein.

Aufgaben der Himmlischen

Angenommen, dass hinter Phänomenen der Erscheinungen von Engeln, Lichtwesen, Gott, Göttern, Aliens oder der Mutter Gottes tatsächlich eine außerirdische Intelligenz steckt, scheinen diese zu glauben, dass unsere Erde ein Planet von Verrückten ist. Das sage ich absichtlich überspitzt und voller Ironie, denn wer sich (wie ich) mit solchen „Wundern“ intensiv auseinander gesetzte hat, stellt schnell die Sinnlosigkeit und vor allem Widersprüchlichkeit solcher „Aufgaben“ fest.

Beispiele dafür würden Büchern füllen. So reichen die Aufträge, die übernatürliche Erscheinungen den von ihnen ausgesuchten Menschen erteilen, von „Baue mir genau hier eine Kapelle“ über „warne die Menschheit vor der Apokalypse“ bis „schreibe die Geheimnisse, die ich dir offenbare werde, in Büchern nieder und gibt sie der Nachwelt“. Hinzu kommen „Standard-Forderungen“ wie, dass der Auserwählte die Menschen mahnend an den „rechten Weg des Glaubens“ erinnern soll. Oder, dass er gleich eine ganze neue Religion etablieren müsse. Nicht erwähnt sind hier all die angeblichen UFO-Kontaktler, die plötzlich irgend eine Art „neue Physik“ erfinden oder „Antigravitations-Warp-Triebwerke“ und ähnliches konstruieren wollen …

Da habe ich es lieber mit den Befehlen der Fremden, dass die kontaktierten Propheten Bücher mit (angeblichen) Wissen und Weisheit für kommenden Generationen niederschreiben sollen. So wie es es unzählige Propheten der jüdisch-christlichen Schriften angeblich taten. So schrieb laut dem Apokryph „4. Buch Esdra“ (12,38ff.) der Prophet Esdra 94 Bücher, nachdem er von himmlischen Wesen „Einsicht“ und „Weisheit“ verliehen bekam. Durch einen magischen Trank übrigens, den auch andere Propheten erwähnen. Ezechiel (Ez. 40,4) und Johannes (Off. 1,11 und Off. 1,19) hatten diese Mission ebenfalls. Und natürlich Henoch, wie es im Slawischen Henochbuch (22,11ff.) geschrieben steht. Mehr dazu erfahrt Ihr umfangreich HIER.

Hier ist zu erfahren, dass der „Höchste“, wie er genannt wird, dem Engel Bretil befahl, dass er im Himmel „die Bücher aus den Behältern“ nehmen und Henoch diktieren soll. So tat es der himmlische Diener des „Höchsten“ auch und Henoch schrieb alle Weisheiten und Dinge der Welt und des Universums nieder. „Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben“, heißt es dazu im zweiten Buch Henoch.

Die 360 Bücher des Henoch

Nach dieser gewaltigen Arbeitsleistung war der Oberste der Himmlischen überaus zufrieden mit dem Werk des Henoch. Sein Auftrag war erledigt. Und so heißt es in „2. Henoch“ weiter:

Henoch! Ich habe dir alles gesagt, und du hast alles auf Erden gesehen, und alles hast du in diese Bücher geschrieben. Ich habe die Erschaffung von all dem ersonnen; ich schuf vom Höchsten bis zum Niedrigsten. Mein Ratgeber war dabei (…)

Nimm dich zusammen, Henoch, und erkenne den, der mit dir spricht! Nimm die Bücher, die du geschrieben! Ich gebe dir die Engel Semiel und Rafuel und den, der dich zu mir gebracht. Seh auf die Erde hinab und sag deinen Söhnen alles, was ich dir erzählte, und alles was du gesehen vom unteren Himmel bis zu meinem Thron!“ (33,3-6)

Die Worte des „Höchsten“ besagen hier sogar deutlich, dass Henoch sich nicht auf der Erde befand, sondern darüber. Er soll auf die Erde herunter schauen, doch gleichzeitig auch erkennen, wer da mit ihm sprach. So als wolle „Gott“ dem Erdling über seine wahre Identität aufklären. Nun bekam Henoch von diesem Himmelswesen einen Engel eingeteilt, die ihn wieder zur Erde bringen sollten. Dabei wurde ihm geboten, alles, was er erlebte und erfahren hatte, an seine Kinder weitergeben:

Gib ihnen die Bücher mit deiner Handschrift und die Kinder sollen sie den Kindern geben, die Verwandten den Verwandten, das Geschlecht dem Geschlecht! Henoch! Sei der Mittler meines Heerführers Michael! Denn deine Handschrift und die deiner Väter Adam und Seth werden nicht vernichtet bis zum Ende der Zeiten.“ (33,8-11)

Wir wissen natürlich nicht, ob es diese 360 Bücher mit Geheimwissen des Himmels jemals gab oder wo sie heute sind. Hier öffnet sich sehr viel Spielraum für weitreichende Spekulationen. Wir wissen aber, dass Joseph Smith von seinem himmlischen Wesen grundsätzlich einen identischen Befehl oder Auftrag bekam.

„Gottes“ Auftrag für die letzten Tage

Nach den Lehren der Mormonen und der überlieferten Entstehungsgeschichte des „Buch Mormon“ entstand das Werk ebenfalls mit „übernatürlichen“ Mitteln. Abgesehen davon, dass es auf mysteriösen Goldplatten in einer fremden Sprache geschrieben gewesen sein soll, die Smith übersetzte. Dazu nutze er magische „Steine“ und eine seltsame „Brille“, die es ihm erst ermöglicht haben sollen, diese fremdartige Schrift zu lesen und zu verstehen. Sie habe, so damaligen Zeugen, ähnlich wie Hieroglyphen ausgesehen.

Die „Berufung“ des Smith in jener Nacht, als er sich am folgenden Tag nicht mehr auf den Beinen halten konnte, verlief durchaus ungewöhnlich. Der „Bote“, wie Smith ihn nennt, sei ihm dreimal nachts am Bett erschienen. Am Folgetag kam das Wesen sogar nochmal vom Himmel. Smith sagte über die nächtliche Begegnung unter anderem in seinem „Zeugnis“:

Nach dieser Mitteilung sah ich, wie das Licht im Zimmer begann, sich unmittelbar um die Person dessen, der zu mir gesprochen hatte, zusammenzuziehen, und das setzte sich fort, bis es im Zimmer wieder finster war, außer ganz nahe um ihn herum. In diesem Augenblick sah ich gleichsam einen Schacht sich bis in den Himmel öffnen, und der Besucher fuhr in die Höhe auf, bis er ganz verschwunden war; und im Zimmer war es wieder so wie zuvor, ehe das himmlische Licht sich gezeigt hatte.

Diese „Mitteilung“ bestand darin, dass bald die Zeit kommen werde, in dem seine göttliche Mission beginnt. Fortan wurde er angeblich regelmäßig von dieser Erscheinung geschult. Er „empfing von ihm bei jeder Unterredung Anweisungen und Auskunft darüber, was der Herr vorhabe und wie und auf welche Weise sein Reich in den letzten Tagen zu leiten sei“, so behauptete Smith. „Gott habe sie bereitet, damit das Buch übersetzt werden könne“, so der Mormonen-Prophet in seiner „Lebensgeschichte“ (1,35) über die Hilfsmittel zur Übersetzung der Tafeln.

Der Auserwählte durfte fortan „keinen anderen Beweggrund haben als den, sein Reich aufzubauen“, so Smith weiter („Lebensgeschichte“, 1,46). Nur die kommende Übergabe, Übersetzung und Verbreitung des „Buch Mormon“ war fortan wichtig und bestimmend.

Machenschaften des Satan

Das „Buch Mormon“ erschien im März  1830 in einer ersten, noch sehr kleinen Auflage. Finanziert durch einen Sponsor.Hierbei spielt die Person Oliver Cowdery eine entscheide Rolle. Ein Lehrer, der von den Platten in Smith seinem Besitz erfuhr, und der sich am 5. April 1829 erstmals bei Smith vorstelle. Schon am 7. April 1829 begannen Smith und Cowdery mit der Übersetzungsarbeit am „Buch Mormon“, wie es seine „Lebensgeschichte“ (1,66f.) verrät. Smith übersetze, Cowders schrieb es nieder.

Ein gutes Team, wie es offenbar das Himmelswesen empfand. Denn angeblich kam schon am 15. Mai 1829 „ein Bote vom Himmel in einer Lichtwolke herab“ und berief beide zu „Priestern“. Unter anderem durch eine Art neue Taufe, da sich der Bote als Johannes der Täufer aus dem Neuen Testament den beiden Männern vorstellt („Lebensgeschichte“, 1,68ff.). Das war auch dringend notwendig, denn Joseph Smith erlitt zuvor einen schweren Rückschlag bei seiner Schreibarbeit. Sein frühere Schreiber, der Unterstützer Martin Harris, nahm das in Arbeit befindliche Manuskript mit heim, wo er es seiner Frau zeigen wollte. Da habe der Text des Buches bereits 116 Seiten umfasst.

Harris Frau war mit dem religiösen Treiben ihres Mannes und Smith ganz und gar nicht einverstanden. So soll, wie in „Lehre und Bündnis“, Abschnitt 10, der Mormonen gelehrt wird, das Manuskript „verloren gegangen“ sein. „Der Satan stachelt schlechte Menschen dazu auf, sich dem Werk des Herrn zu widersetzen“, wie es darin heißt, womit die Frau von Harris gemeint ist. Angeblich habe sie das Manuskript beseitigt.

Schlimmer noch, denn nach dieser satanischen Untat habe Smith die Gabe und den Verstand zur Übersetzung der rätselhaften Schriften verloren. Die Arbeit an der „neuen Bibel“ musste vorerst ruhen. Da kam Cowdery zur rechten Zeit …

Übersetzung aus dem Nichts?

Am 7. April 1829 begann die Übersetzung des religiösen Bestsellers von Smith und seinem neuen Schreiber Oliver Cowdery. Im Juni 1829 waren sie damit fertig, tippten eine Kopie für die Druckerei und im März 1830 erschien das Werk in New York.

Das sind gerade mal rund zwei Monate. Angesichts des Umfanges und des Inhaltes des „Buch Mormon“ ist das überaus beachtlich! Zumal man sich vor Augen führen muss, dass der Inhalt zumindest von der Story her ein sehr komplexes und in sich stimmiges Ganzes ergibt. Auch wenn historisch, archäologisch oder auch theologisch darin natürlich zahlreiche Aussagen zu finden sind, die nicht dem Strand der Wissenschaft entsprechen. Etwa, dass es zu biblischen Zeiten Pferde in Amerika gab oder diverse Orte bis heute unbekannt sind. Grundsätzlich aber geht die Geschichte auf – wenn man sie als „Roman“ ansehen würde.

Natürlich haben sich die zahllosen Wissenschaftler bzw. Historiker der Mormonen bereits mehrfach auch Gedanken über die eigentliche Niederschrift ihrer Bibel durch Smith und Cowdery gemacht. Sie untersuchen, analysieren und erforschen ausnahmslos alles, was irgendwie mit ihrem Glauben und ihrem Prophet zu tun hat. So etwa in der Analyse „Timing the Translation of the Book of Mormon: ‚Days [and Hours] Never to Be Forgotten'“ des Moronen-Forschers John W. Welch. Darin untersucht Welch bis ins Detail wann die beiden was schrieben. Wie viele Worte die einzelnen Bücher des „Buch Mormon“ haben, welche Leistung hier zugrunde liegen muss und an welchen Tagen diese erfolgt sein könnten. Grundlage sind auch hier wieder die zahlreichen archivierten Dokumente dieser Kirche.

269.510 Wörter umfasst das Werk, so Welch, und sei am 30. Juni 1829 fertig gewesen. Da ungefähr wurde auch das Vorwort verfasst, wie seine Untersucht ergab. Ohne die wundersamen Gegenstände, die der Engel Moroni leihweise übergeben haben soll, seiner Meinung nach kaum vorstellbar.

Götter vs. Glauben

Religion ist eine Sache des Glaubens. Das will niemand leugnen. Und schaut man auf die Thesen und Spekulationen der Prä-Astronautik, die hinter Kulten und solchen Religionen das Wirken von Außerirdischen vermuten, ergeben sich zahlreiche Fragen und Probleme. Vor allem dann, wenn diese außerirdischen Intelligenzen scheinbar ganz bewusst und nach Plan derartige „Bewegungen“ etablieren.

Wenn bei den Mormonen solche Kontakte stattfanden: Was wollten die Fremden damit erreichen? Welche Ziele mögen diese Götter des Alls damit verfolgen? Was bringt es diesen Außerirdischen, dass sie einigen Auserwählten Botschaften übermitteln, die sich in sehr vielen Fällen auch untereinander widersprechen? Und das seit tausenden von Jahren.

Diese Probleme sind Forschern aus dem Bereich UFOs und Prä-Astronautik nicht neu. Eine Lösung hat bisher niemand wirklich liefern können. Höchstens für jene mutmaßlichen Kontakte, die von den Zeugen selber als religiöse Erfahrung gedeutet wurden. Eine Art „Masterplan“ vermuten die allermeisten Autoren hinter diesen vollkommen undurchdringlichen Verhaltensmustern der Fremden. Die Frage ist nur, wann und ob wir diesen erkennen werden.

Ob die Erlebnisse und Aussagen des Joseph Smith und seines Buches, die hier natürlich nicht alle dargelegt wurden, der Wahrheit entsprechen, wissen wir letztlich nicht definitiv zu sagen. Warum aber sollten sie nicht?

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Henoch und die außerirdischen Wächter des Himmels: Alles nur geträumt? (+ Videos)

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Henoch und die außerirdischen Wächter des Himmels: Alles nur geträumt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Henoch und die außerirdischen Wächter des Himmels: Alles nur geträumt? (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Alles, was die Propheten der Schriften innerhalb und außerhalb der Bibel mit himmlischen Wesen erlebten, waren nichts als Träume. Im besten Fall Visionen, da einige Überlieferungen diese selber so nennen. Für den Propheten Henoch und seine außerbiblischen Bücher gelte das damit natürlich ebenso. So sagen es viele Kritiker. Dabei besagt das weniger beachtete „2. Buch Henoch“ das genaue Gegenteil – und betont sogar, dass es kein Traum war. Es sei real gewesen. Was wir dort erfahren, und in welchem Zusammenhang dies zu sehen ist, erfahrt Ihr hier.


Henoch und die Außerirdischen

Mit dem Buch „Rebellion der Astronautenwächter“ (2015) erschien die bisher umfangreichste Betrachtung, Analyse und auch Spekulation rund um den Propheten Henoch. Jener biblische Held der vorsintflutlichen Patriarchen, der laut Buch Genesis dem Herrn so treu ergeben und dienlich war, dass er von ihm vor seinem Tod in den Himmel geholt wurde. Er starb damit nicht auf der Erde. Ein Privileg, dass keiner der Patriarchen für sich beanspruchen konnte.

Da Henoch vor allem in der Prä-Astronautik aufgrund dieser biblische Behauptung seit jeher viel Beachtung findet, ist er immer wieder Thema. Vor allem aber deshalb, da es Legenden und außerbiblische Bücher gibt, die seinen Namen als Autor tragen. Spannende Erzählungen rund um „Wächter des Himmels“, Gottessöhne, von denen sich interessante Überlegungen über Astronauten der Antike ableiten lassen. Vor allem drei „Kern-Thesen“ oder Aussagen, die deshalb im oben genannten Buch genau beleuchtet wurden.

In der Prä-Astronautik scheint die Meinung zu herrschen, dass diese Schriften mit Henochs Namen tatsächlich von ihm verfasst wurden. Ein absurder Gedanke. Nicht nur deshalb, da die ältesten bisher vorhandenen Texte dieser Bücher erst in christlicher Zeit entstanden. Vor allem aber, da die aus den Texten der Bibel abzulesende Lebenszeit des Propheten vor der Sintflut gewesen sein soll. Wann immer das auch genau gewesen sein mag – vielleicht vor 5.000, vielleicht vor 12.000 Jahren -, es ist kaum vorstellbar, dass aus dieser Zeit bis heute ganze Bücher enthalten sind. Auch ist der christliche Einfluss auf die erstaunlichen Aussagen dieser Überlieferungen unverkennbar!

Dennoch verweisen „die“ Prä-Astronautiker gerne darauf, dass die Werke in der „Ich-Form“ geschrieben wurden. Eigentlich nichts besonders, da wir sogar altjüdisches Schriftgut haben, sogenannte Apokryphen, in denen Adam und Eva selber berichten. Zum Beispiel Eva über die Ereignisse nach dem Tod ihres Gatten, als dieser mit einem göttlichen Fluggerät abgeholt wurde. Mehr dazu in diesem Video HIER.

Wer schrieb Henoch?

Verwiesen wird aber auch auf den Umstand, dass in den Henoch-Büchern gewisse Aussagen doppelt betont werden. Im Sinne von „Ich sah und schaute“, was die „Anhänger der Prä-Astronautik“ sehr gut aus dem biblischen Buch des Propheten Ezechiel kennen.

Mit Sicherheit wurden die Geschichten über Henoch schon lange, sehr lange, vor der Niederschrift der heute vorhandenen Henoch-Bücher mündlich weitergegeben. Seine Abenteuer mit den außerirdischen Wächtern des Himmels usw. vor der Sintflut finden sich in Legenden und Mythen. Eines Tages wurden sie aufgeschrieben. Nicht anders als bei all den zahllosen anderen Büchern innerhalb und außerhalb der Bibel. Durchaus ein sehr großes Problem für all jene, die in solchen Überlieferungen die Spuren der Ancient Aliens suchen.

Was ist Fakt und was ist Fiktion um die Raumfahrer des Altertums in solchem Schriftgut? Niemand weiß es. Was man aber sicher weiß und was durch die alten Schriften bewiesen ist, ist der Umstand, dass von solchen Außerirdischen gesprochen wird. Zwar als Wesen Gottes, meinetwegen Engel, aber auch sie sind außerirdisch. Selbst wenn sie aus einer „metaphysischen Welt“ oder eben dem „Himmel“ stammen, wie es die Theologie sagt. Auch diese Welten sind außerirdisch.

Überlesen wird bei Henoch aber immer wieder eine Aussage, die ich in einigen Büchern bereits unterstrichen habe. So wie auch in dem ersten YouTube-Video unten von 2016. Denn während gerne hochgehalten wird, dass in den Henoch-Büchern betont wird, dass er „sah und schaute“ oder ähnlich, und damit nicht irgendwie träumte, schloss „er“ einen Traum selber aus. Er in Anführungszeichen. So, als wolle der Verfasser doppelt unterstreichen, dass diese Kontakte mit den Himmlischen real stattfanden. Und das tat der Autor so deutlich, dass es an der Aussage nichts zu deuten gibt.

Henoch und die Wächter

Was man über Henoch außerhalb seiner Bücher weiß, fasst dieser Artikel HIER zusammen. Sicherlich aber sind die Bücher mit seinen Namen die Hauptquelle von Erzählungen über ihn. Studiert man das 1. Buch Henoch (äthiopisches Buch Henoch), so wird dort über Henoch stolz notiert:

Vorher war Henoch verborgen worden, und niemand von den Menschenkinder wusste, wo er verborgen war (…) Was er tat, das tat er mit den Wächtern, und seine Tage verbrachte er mit den Heiligen.“ (12,1-2)

Diese Aussage finden wir mehrfach auch in den anerkannten Texten der Bibel. Sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament. Er „ging seinen Weg mit dem Herrn “ (Sir. 44,16) heißt es dort. Und natürlich als die Hauptaussage von allem im Buch Genesis:

Nach der Geburt Metuschelach ging Henoch seinen Weg mit Gott noch dreihundert Jahre lang und zeugte Söhne und Töchter. Die gesamte Lebenszeit Henochs betrug dreihundertfünfundsechzig Jahre. Henoch war seinen Weg mit Gott gegangen, dann war er nicht mehr da; denn Gott hatte ihn aufgenommen.“(5,22-24)

Wie in „Rebellion der Astronautenwächter„aufgezeigt, verschwand Henoch im angeblich „perfekten“ Alter von 365 Jahren (ein Sonnenjahr = 365 Tage) aber nicht für immer und ewig von der Erde. Hier ist der Beginn der umfangreichen Kontakte und damit verbundenen Missionen mit den Himmlischen (auch außerhalb der Erde) zu datieren.

Diese Berichte sind im 2. Buch Henoch zu finden. Es spielt damit eigentlich vor dem allseits bekannten äthiopischen Buch des Propheten. Dort lesen wir von einer rätselhaften Begegnung des Henoch mit Alter von „jungen“ 365 Jahren:

Als ich 365 Jahre alt geworden war, war ich an einem Tag des zweiten Monats alleine zu Hause. Ich war in großer Kümmernis und weinte; dann schlief ich ein. Da erschienen mit zwei sehr große Männer, wie ich nie auf Erden gesehen. Ihr Antlitz leuchtete wie die Sonne, ihr Augen wie brennende Fackeln; aus ihrem Munde sprühte Feuer: ihre Kleidung und ihr Gesang waren herrlich, ihre Arme wie goldene Flügel. Sie standen zu Häupten meines Bettes und riefen mich mit Namen.“ (1,1-5)

Kein Traum

Nichts weiter als eine bizarrer Traum eines traurig eingeschlafenen, frommen Propheten, könnte man meinen. Schließlich heißt es ja, dass er einschlief. Also doch eine „Vision“? Nicht wenn man den Kontext beachtet. Zwar kennen Prä-Astronautik-Autoren wie Erich von Däniken die Aussagen über große Wesen, die Henoch nie zuvor auf diesem Planeten sah, und dennoch seinen Namen kannten – aber es heißt weiter:

Ich erwachte vom Schlaf und stand von meinem Lager auf; dann verneigte ich mich vor ihnen, mein Antlitz bleich vor Schrecken. Da sprachen die zwei Männer zu mir: Sei getrost, Henoch! Fürchte dich nicht! Der ewige Herr hat uns zu dir gesandt. Du sollst mit uns heute in den Himmel gehen. Gib deinen Söhnen und deinen Gesinde Anweisung für das, was sie in deinem Haus tun sollen! Keiner soll dich suchen, bis der Herr dich ihnen wieder zuführt.“ (1,6-9)

Hier beginnt die Überlieferung über Henochs erste Kontakte mit Wächtern oder Engeln, durch die er die Geheimnisse des Himmels und der Erde erfahren haben will. Entstanden seine hierbei übrigens nicht weniger als 360 Bücher, die der Prophet von einem Himmlischen diktiert bekommen haben will. Henoch erwies sich als gelehriger und friedlicher Schüler der Himmelssöhne, so dass er später sogar mit der Aufgabe eines Botschafters der Fremden beauftragt wurde. Klar und deutlich wird bei all dem betont, dass es kein Traum war. Henoch „erwachte vom Schlaf“, stand erschrocken auf und begann eine Unterredung mit den Abgesandten des Himmels.

Kritiker wenden gerne ein, dass Propheten alles nur geträumt haben. Oder sie eben ein „Vision“ hatten, da beispielsweise auch Ezechiel im Alten Testament bei seiner Begegnung mit dem „Raumschiff des Ezechiel“ selber von einer „Vision“ (je nach Übersetzung) spricht. Sofern überhaupt Kritiker hier reale Hintergründe zulassen, und nicht alles als Fiktion und Phantasie anlehnen.  Diese Verse beweisen, dass herausgestellt wurde, dass die Person wach war. Sie beweisen natürlich nicht, dass hier reale Außerirdische vom Himmel kamen und Kontakt aufnahmen.

Dies gilt auch für eine Art „modernen Henoch“ und seine angeblichen Kontakte mit Himmelswesen. Diesen Religionsgründer sehen wir uns in einen späteren Artikel auf diesem Blog deshalb einmal genauer an.

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Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer +++ Artikel +++

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Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher der Pyramiden-Bauer (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Geheimnis Cheops-Pyramide: Die verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer (Bilder: L. A. Fischinger & gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Keine Bauwerke der Vergangenheit regen so sehr zu Spekulationen, Thesen und immer neuen Überlegungen über deren Sinn und Zweck an, wie die Pyramiden von Gizeh in Ägypten. Mächte Monumente einer längst versunkenen Zeit, die noch heute Archäologen, „Laien-Forscher“, Autoren und Besucher faszinieren. Allerlei Geheimnisse sagt man den Bauwerken nach, die laut einigen Berichten sogar schon vor der Sintflut erbaut worden sein sollen. Und man vermutet in ihrem Inneren immer wieder „geheime Dinge“, die hier vor Jahrtausenden verborgen wurden. Was bei diesen Hypothesen allerdings kaum bis gar nicht beachtet wird, ist die Tatsache, dass die Pyramiden-Bauer in ihren Monumenten angeblich auch hunderte von geheimen Büchern versteckt haben. Schriften, die teilweise sogar von den Bauherren selber geschrieben wurden. Und ein berühmter und viel zitierter Geschichtsschreiber will sogar Jahrtausende später noch ein solches Buch persönlich besessen haben. Die Quelle seines Wissens, wie es heißt. In diesem Blog-Artikel soll den Spuren und Aussagen über diese verschollenen Bücher und Schriften der Pyramiden-Bauer einmal genauer nachgegangen werden. Denn diese sind mehr als erstaunlich,wie Ihr hier lesen werdet!


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Schatzkammern in den Pyramiden

In den vergangenen Jahrtausenden haben sich eine Fülle an Sagen, Legenden, Mythen, Spekulationen und Geheimnisse um die Pyramiden in  Ägypten angesammelt. Vor allem um die Pyramiden von Gizeh – und hier speziell um die Cheops-Pyramide. Wohl auch deshalb, dass sie mit ihren rund 147 Metern Höhe die größte ihrer Art in ganz Ägypten ist.

Nicht nur über den Sinn und Zweck oder die Erbauung an sich kursieren verschiedene Überlieferungen, wie man sie von dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot (490 – 430 vor Christus) oder aus dem mittelalterlichen „Hitat“ des arabischen Historikers Muhammad Al-Makrizi (1364 – 1442 nach Christus) kennt. Auch zahlreiche Geschichten wurden überliefert, die nicht nur davon erzählen, dass allerlei wundersame und wertvolle Dinge in der Pyramide verborgen wurden. Sie berichten auch davon, dass innerhalb der Cheops-Pyramide (oder allgemein in den Gizeh-Pyramiden) geheime Bücher und Schriften versteckt worden sein sollen.

Legendär wurde hierbei längst eine Behauptungen des „Hitat“, die hier nur zusammengefasst wiedergegeben soll. Denn darin heißt es, dass ein König mit Namen Saurid 300 Jahre vor der Sintflut in Träumen die nahe Katastrophe kommen sah. Wasser und Feuer werde die Erde vernichten, so seien Vision. So ließ er daraufhin die 130 „Obersten seiner Wahrsagen aus allen Provinzen Ägyptens“ zu sich kommen, um seine Träume zu interpretieren.

In einer „geheimen Besprechung“ mit König Saurid wurde untereinander diskutiert, was zu tun sei. Einstimmig habe man daraufhin den Bau der Pyramiden zur Rettung von Wissen und Weisheit beschlossen. Und so lesen wir im „Hitat“ über das Ergebnis dieser geheimen Tagung der Weisen mit dem König unter anderem:

Darauf ließ er in der westlichen Pyramide 30 Schatzkammern aus farbigen Granit angelegen; die wurden angefüllt mir reichen Schätzen, mit Geräten und Bildsäulen aus kostbaren Edelsteinen, mit Geräten aus vortrefflichen Eisen, wie Waffen, die nicht rosten, mit Glas, das sich zusammenfalten lässt, ohne zu zerbrechen, mit seltsamen Talismanen, mit verschiedenen Arten der einfachen und der zusammengesetzten Heilmittel und mit tödlichen Giften.“

In kaum einen „alternativen Geschichtsbuch“ über die Rätsel der Pyramiden fehlt diese Aussage. Ob sie in irgendeiner Form der Wahrheit entspricht, weiß niemand. Ebenso wenig kann niemand sagen, ob die Araber im 9. Jahrhundert irgendwas davon gefunden haben. Denn sie sollen es unter dem Kalifen Al-Mamun um 820 nach Christus gewesen sein, die „erstmals“ die Cheops-Pyramide  aufbrachen. In der Tat, wie umfangreich in meiner Artikel-Serie HIER aufgezeigt, machten sie dabei eine ganze Reihe von Funden.

Von den so wundersamen Dingen, wie oben zitiert, fanden sie aber scheinbar nichts.

Zauber- und Geheimbücher

Für Archäologen klingen diese Aussagen verständlicherweise so oder so viel zu phantastisch. Obwohl der Gesamtkontext noch weitaus phantastischer ist. Was im Zusammenhang mit dieser Geschichte häufig übersehen wird, ist aber eine spätere Aussage in dieser „Hitat“-Überlieferung:

In die farbige Pyramide endlich ließ er die Leichname der Wahrsager in Särgen aus schwarzem Granit bringen; neben jedem Wahrsager lag ein Buch, in dem seien wunderbaren Künste und Werke, sein Lebenslauf, was er zu seiner Zeit verrichtet hatte, und was vom Anfang bis zum Ende der Zeiten war und sein wird, beschrieben war. (…) Auch gab es keine Wissenschaft, die er (Saurid, Anm. LAF) nicht niederschreiben und aufzeichnen ließ.“

Letztlich wurde für die nachfolgenden Generationen noch eine Art „Bedienungsanleitung“ für alle diese Wissenschaften beigelegt:

Dazu kam eine Beschreibung jeder Fähigkeit, sowie der Art ihrer Ausführung und dessen, was sich dafür brauchen lässt.“

Demzufolge hat der Baumeister von Gizeh – in diesem Fall Saurid – mindestens 130 Bücher mit Geheimwissen in nur einer Pyramide verstecken lassen. Gut behütet von den Mumien ebenso vieler Weissager, denen noch dazu „die Schätze der Gestirne, die diesen als Geschenk dar gebracht worden waren“, mit ins Grab gelegt wurden.

Wo sind all diese Zauber- oder Geheimbücher der Pyramiden-Bauer? Wer hat den Weisen des Saurid „Schätze der Gestirne“ geschenkt – und was soll das gewesen sein? Gerade dies verlockt heute durchaus zu vielen Interpretationen und Deutungen, die von Meteoren bis außerirdischen Dingen reichen könnten …

Obwohl verschiedene Chronisten im „Hitat“ behaupten, dass innerhalb der Cheops-Pyramide unter Al-Mamun Schriftrollen oder Schriften gefunden worden sein sollen, schweigt es in Details. Die Ägyptologie kennt ebenso keine authentischen „Original-Funde“ dieser Art.

Eine gefundene Schriftrolle

Zumindest eines dieser Bücher wurde aber nach den Erzählungen des „Hitat“ tatsächlich gefunden. Oder besser gesagt, es soll erhalten geblieben sei. Im Laufe der Jahre sei dieses ominöse Werk aus der Pyramide immer wieder abgeschrieben und kopiert worden, so dass es die Zeiten überdauerte. Ursprünglich stamme die erste Kopie sogar von einem ägyptischen Überlebenden der Sintflut. So haben man die Schrift „in ununterbrochener Folge von ihm geerbt“, vermerkt der Historiker Kadi Abu Abdallah al-Kuda im „Hitat“.

Eines Tages dann habe ein Ägypter, der „eifrig nach den alten Büchern und Schatzquellen dort forscht“, das geheime Buch wiedergefunden. Ursprünglich stamme es nämlich tatsächlich aus der Cheops-Pyramide, die an dieser „Hitat“-Stelle dem Hermes zugeschrieben wird:

Was die Pyramiden betrifft, so gruben Leute ein Grab im Kloster von Abu Hirmis und fanden darin ein einen Toten in Leichentücher eingehüllt. Auf seiner Brust lag eine Papyrusrolle, die in ein Stück Zeug gewickelt war, als sie die aus dem Stück Zeug heraus nahmen, erblickten sie eine ihnen unbekannte Schrift.“

Was auf dieser Papyrusrolle gestanden haben soll, wird in der arabischen Chronik ebenfalls umfangreich rezitiert. Es war eben die Geschichte des Herrschers Saurid, der von einer Sintflut träumte und daraufhin die Pyramide(n) erbaute. Angefüllt mit Wissen, Weisheit, heiligen Büchern und Schätzen.

„Er habe die beiden Pyramiden in einem Zeitraum von sechs Monaten erbaut“, heißt es im „Hitat“ unter anderem zu dieser gewaltigen Leistung. Für die Ewigkeit war das ganze Projekt allerdings gar nicht gedacht. Nach den Legenden sollten die Pyramiden bzw. ihre „von oben bis unten mit eng zusammenstehenden, parallel laufenden Zeilen in der Schrift ihres Erbauers beschrieben“ Außenverkleidungen „in 600 Jahren zerstört werden“.

All diese angeblichen Bücher oder Schriften und geheimnisvollen Dinge sind heute lange verschollen. Ebenso wie die Außenverkleidungen der Pyramiden. Wobei es interessant ist, dass Ägyptologen wie Mark Lehner in diesen nicht zu entziffernden Inschriften „wahrscheinlich Graffiti von Besuchern, zum Teil sogar aus pharaonischer Zeit“ vermuten.

Es würde an dieser Stelle zu weit führen, all die überlieferten Geschichten über das Pyramiden-Inventar und andere derartige Mysterien umfangreich zu durchleuchten. Das wir an einer anderen Stelle nachgeholt, denn hier soll sich auf die geheimem Schriften und Bücher konzentriert werden. Immerhin waren sie ein fester und zugleich wichtiger Teil dieser Schätze.

Die Pyramiden-Baumeister

Bezeichnungen wie „Zauberbücher“ oder „Bücher der Weisheit“ sind eigentlich vollkommen nichtssagend. Wie will man sagen, was in ihnen stand oder wer sie überhaupt geschrieben hat? Bis auf die oben zitierte Ausnahme, wissen wir davon nichts. Es gibt jedoch noch ein Ausnahme-Buch in den alten Überlieferungen, das angeblich sogar vom Erbauer der Pyramiden persönlich geschrieben wurde.

Und hier wird es kompliziert.

Es finden sich in der mittelalterlichen Chronik „Hitat“ sowie in anderen Quellen eine ganze Palette an Namen des Pyramiden-Baumeisters genannt. Einige scheinen dieselbe (mythische?) Person zu meinen, andere verwirren mehr, als das sie nutzen. Eine Auswahl aus dem „Hitat“ und anderer Chroniken:

  • Cheops
  • Henoch
  • Saurid b. Sahluk (Saurid b. Sahluk b. Sarjak)
  • („der erste“) Hermes
  • Gannad
  • Idris
  • „Die Ägypter“
  • Agathodaimon
  • Saddad b. Ad
  • Utarid
  • „Die Amalekiter“
  • Souphis

Dass im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende immer mehr Geschichten und damit Namen mit den Pyramiden in Verbring gebracht werden, ist nicht verwunderlich. „Märchenonkel“ Herodot war im 5. Jahrhundert vor Christus mit seinen „Historien“ einer der ersten Chronisten, der bekanntlich Cheops als Auftraggeber nennt. Obwohl er (heute) nachweislich Unwahrheiten über diesen Pharao überliefert hat. Man denke hier an das Heer der Sklaven-Arbeiter, die angeblich die Pyramide bauten. Heute ist das längst widerlegt.

Alle anderen Namen erschienen zum Teil 1.500 und mehr Jahre nach Herodot auf der geschichtliche Bühne der Mythen.

Wusste Manetho mehr?

Schon kurz nach Herodot widersprach ihm jedoch schon ein anderer Geschichtsschreiber mit Namen Manetho. Er lebte um die Mitte des 3. Jahrhundert vor Christus und gilt bis heute als ein ausgezeichneter Chronist, der zu Lebzeiten Zugang zu einem enormen Fundus an Quellenmaterialien gehabt haben muss. Auch wenn seine vollständigen Texte und Werke als verschollen gelten.

In seinem von vielen Historikern kopiertem und zitiertem Werk „Aegyptiaca“ wiederum findet sich auch eine interessante Chronologie der ägyptischen Dynastien. Inklusive der Herrschaft von Göttern und Halbgöttern. Zur 4. Dynastie schreibt er, dass die große Pyramide von Gizeh von einem König mit Namen Souphis erbaut wurde. Dies sei 4.300 Jahre vor dem Perserkönig Kambyses II. (558 bis 522 vor Christus) gewesen. Damit grob zwischen 2838 bis 2802 vor Christus. Ein Unterschied zur Regierungszeit von Cheops von mehreren Jahrhunderten, die von ca. 2620 bis 2580 vor Christus datiert wird. Dieser König Souphis habe auch nicht etwa 23 Jahre wie Cheops regiert, sondern 63 Jahre, wie Manetho schreibt.

Trotzdem setzt die Ägyptologie diesen Souphis mit Cheops gleich. Kleine Abweichungen seien Geschichtsschreibern wie Manetho halt gestattet. So lange sie nicht gleich alles vor die Sintflut verlegen, wie wir es im „Hiat“ gesehen haben, könnte man denken.

Es gibt hierbei ein Problem. Zu finden in der Manetho-Abschrift über die „Vierte Dynastie von acht Königen von Memphis, aus einer anderen Linie“ von dem byzantinischer Mönch und Geschichtsschreiber Georgios Synkellos aus dem 8. Jahrhundert. In seiner Weltchronik „Ekloge chronographias“ lesen wir über Souphis:

Er errichtete die Große Pyramide, die laut Herodotos unter Cheops erbaut wurde.

Er wurde auch gottverachtend und verfasste das heilige Buch. Dies habe ich in Ägypten erworben, weil es ein großer Schatz war.“

Allerhand!

Nicht nur deshalb, da offenbar Cheops und Souphis eben nicht als ein und dieselbe Person beschrieben sind. Zumindest kann man die Aussage zu Herodot so interpretierten. Nein, dieser Bauherr habe auch noch ein Buch verfasst, dass Manetho selber „in Ägypten erworben“ haben will. Kein Wunder also, dass man bis heute dem Geschichtsschreiber ein umfangreiches Quellenwissen zugesteht. Trotz chronologischer Fehler.

Ein Buch von Cheops selbst

Auch wenn Souphis = Cheops entspricht, was war das heilige Buch des „gottverachtenden“ Herrschers? Welche Informationen standen in dem „großen Schatz“ des Manetho niedergeschrieben? Oder hat er sich dieses uralte Buch des Pharao nur als Quelle ausgedacht, um seiner Geschichtsschreibung einen weiteren Anstrich von Seriosität zu verleihen?

Zumindest den berühmten jüdisch-römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus (ca. 37 bis 100 nach Christus) beeindruckte er damit sehr. Josephus, der wichtigste Autor über die jüdische und frühe christliche Geschichte des 1. Jahrhundert, wollte Manetho in Sachen Quellenstudium in nichts nachstehen. Wie sein Vorbild wollte auch er Quellen aus erster Hand. In „Chronologie des Manetho“ (1867) schreibt Georg F. Unger über diese Bemühungen:

„Seine Berühmtheit als Historiker bei den Bibelgelehrten verdankt Manetho dem Josephus (… von dem) sich der Besitz und die Benutzung seines Werkes mit Grund behaupten lässt. (…) Dieselben Motive und der Vorgang des Josephus, in dessen Fußtapfen Africanus als Geschichtsschreiber der Juden trat, machten diesen auf Manetho aufmerksam und bewogen ohne Zweifel den wissbegierigen Sammler, der seinen Aufenthalt in Ägypten, wie er sich rühmt, dazu benutzte, das berühmte Werk des Königs Cheops zu erwerben, auf Manethos Werk zu fahnden. Die Chronographen nach ihm kannten Manetho wahrscheinlich nur aus Africanus. Dies und die Entstehung mehrerer unächter Auszüge und Schriften beweist, dass sein Werk selten und frühzeitig verschollen war.

Trotz alledem sind die dürftigen Auszüge aus Manetho, schon bei dem Mangel eines zweiten vollständigen Kanons der ägyptischen Geschichte, von höchstem Wert. (…) im Ganzen und Großen hat er die Vorzuge, welche man von einem Geschichtsschreiber aus dem Lande, das die Wiege der Historie ist, erwarten darf, vermehrt durch andere, welche er dem Vorbild des Berosus verdankte.“

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Der Erbauer der Großen Pyramide ist damit wohl der einzige ägyptischer Herrscher in all den Jahrtausenden gewesen, der selber ein Buch – ein „heiliges Buch“ – geschrieben hat oder haben soll. Wo es heute ist, weiß natürlich niemand mehr.

Oder vielleicht doch?

Pharao Cheops, wenn wir ihm die Autorenschaft des ominösen Buches zubilligen wollen, starb vor rund 2.600 vor Christus. Etwa 2.300 Jahre später (Manethos Lebzeiten sind nicht bekannt, man datiert ihn zwischen 285 – 246 vor Christus) soll folglich noch ein Buch aus seiner Feder existiert haben, dass Manetho schließlich „in Ägypten erworben“ habe. Und das, obwohl angeblich erst über 1.000 Jahre nach ihm die Cheops-Pyramide durch die Araber „erstmals“ geöffnet und geplündert wurde.

Wer hat wo das Buch des Pyramiden-Bauers so lange verwahrt?

Der Prophet Henoch als „König von Ägypten“

Es geht in diesem Zusammenhang aber noch länger, sehr viel länger. In der Sammlung „Hitat“ des Al-Mamun wird bekanntlich von einigen (wenigen) Chronisten bzw. an verschiedenen Stellen der Bau der Gizeh-Pyramiden vor der Sintflut angenommen. Durch den vor allen in der Grenzwissenschaft viel zitierten Propheten Henoch, zu dem sich folgende Aussage findet:

Es gibt Leute, die sagen: Der erste Hermes, welcher der ‚dreifache‘ in seiner Eigenschaft als Prophet, König und Weiser genannt wurde (es ist der, den die Hebräer Henoch, den Sohn des Jared, des Sohnes des Mahalalel, des Sohnes des Henan, des Sohnes des Enos, des Sohnes Seths, des Sohnes Abraham – über ihm sei Heil – nennen, und das ist Idris), der las in den Sternen, dass die Sintflut kommen werden. Da ließ er die Pyramiden bauen und in ihnen Schätze, gelehrte Schriften und alles, worum er sich sorgte, dass es verloren gehen und verschwinden könnte, bergen, um die Dinge zu schützen und wohl zu bewahren.

Die ist die einzige Stelle im „Hitat“, in der Henoch explizit als Hermes und Baumeister genannt wird. Wobei nicht übersehen werden darf, dass über 30 weitere Historiker in dieser Chronik zu finden sind. Und bei ihnen kommt eine direkte und unmissverständliche Gleichsetzung der vorsintflutliche Personen Henoch und König Saurid nicht vor. Auch wenn König Saurid mehrfach als Herrscher vor der Sintflut bekannt wurde.

Hermes ist bekanntermaßen eine Gottheit. Auch der in Auflistung oben genannte Baumeister „Utarid“ entspricht diesem Gott Hermes. Nach dem „Hitat“-Historiker al-Warrak ist Utarid der, der „in der Sprach der Chaldäer Hermes genannt wurde“. Utarid sei „einer der sieben Torwächter gewesen, die zur Hut der sieben Planeten-Häuser bestellt waren“ und wurde aus „irgendwelchen Gründen“ König von Ägypten.

Demzufolge wäre Henoch alias Hermes einst König von Ägypten gewesen?! Das klingt nicht sehr glaubhaft.

Die Kopten

Obwohl die Mehrzahl der arabischen Historiker vollkommen uneins sind, wer letztlich die Pyramiden erbaut habe (die meisten nennen sogar den arabischen Herrscher Saddad b. Ad, der natürlich Jahrtausende nach Cheops lebte!) sprechen sie immer wieder von diesen „geheimen Büchern“. Wäre Henoch eine reale Person vor der Sintflut gewesen, die die Pyramiden erbaute, müsste er der Autor des von Manetho in Ägypten gefundenen Buches sein.

Tatsächlich gibt es alte Bücher, die Henoch als Autor nennen. Der Prophet lebte laut Bibel vor der Sintflut und schrieb laut den Henoch-Büchern tatsächlich unzählige Bücher auf Anweisungen des „Höchsten“ und seiner „Engel“. Historiker datieren diese Bücher Henochs natürlich lange nach dem Bau der Pyramiden. Sie wurden bereits unter christlichen Einfluss verfasst und stammen in den vorliegenden Fassungen mit Sicherheit nicht aus dem Zeitalter der Pyramiden-Bauer.

Manetho war wohl der letzte, der ein echtes Buches dieser Epoche besaß. Sofern er die Wahrheit sagte. Allerdings beruft sich das „Hitat“ an nicht wenigen Stellen auf die Kopten in Ägypten. Eine christliche Strömung, die naturgemäß erst nach Christus nach Ägypten kam. Im 3. Jahrhundert entstand das Koptische aus dem Ägyptischen heraus, und angeblich seien einige „Hitat“-Überlieferungen Übersetzungen aus koptischen Texten. Der christliche oder biblische Einfluss auf das gesamte „Hitat“ ist zumindest unverkennbar. Auch die in einem „Grab im Kloster von Abu Hirmis“ gefundene Schriftrolle soll in koptisch verfasst gewesen sein.

Sie aber können nicht die Autoren „Bücher der Pyramiden-Bauer“ gewesen sein. Ein koptischer Text, den man in einem Grab in der Cheops-Pyramide, dem Kloster Hermes („Abu Hirmis“), gefunden haben will, kann unmöglich Jahrtausende alt sein. Zumal an einigen Stellen von nicht zu lesenden Schriften gesprochen wird.

In der arabischen Zeit Ägyptens und vor allem in den Tagen der „Hitat“-Historiker waren das alte Ägyptisch und die Hieroglyphen unlängst in Vergessenheit geraten. Nicht ausgeschlossen, dass einige Gelehrte diese Sprache noch lesen und übersetzen konnten. Waren sie es, die alte Bücher und Schriften übersetzten bevor die Ur-Quellen verloren gingen? Stammen diese Quellen wirklich aus den großen Pyramiden und haben eine derart lange Zeit überstanden? Sind damit die gefunden Texte nur Beigaben wesentlich späterer Bestattungen? Ist deren Inhalt in irgendeiner Form korrekt?

Die Geheimbücher des Propheten

Die alten Chronisten sind sich dahingehend einig, dass sie sich nicht einig sind. Zusammenfassend gesagt erzählen sie, man habe die Pyramiden von Gizeh irgendwann zwischen den Tagen vor der Sintflut und Noah mit seiner Arche und Saddad b. Ad errichtet. Saddad b. Ad. ist eine literarische Figur der frühen Araber bei der der Eroberung Ägyptens, der zu einem mythischen Helden wurde. Dementsprechend ist dieser Held vor erst ca. 1.400 Jahre im Land der Pyramiden aktiv gewesen. Der Einfall der Muslime in Ägypten begann schließlich erst ab 640 nach Christus.

Wohl niemand will bestreiten, dass zu diesem Zeitpunkt die Pyramiden alle schon Jahrtausende standen.

Obwohl der Prophet Henoch, der schon laut Bibel „Umgang mit Gott pflegte“, als Bauherr im „Hitat“ die absolute Ausnahme ist, ist er der einzige, von dem bis heute Bücher vorliegen. Geschrieben wurden sie laut Bibelforschung zwischen dem 3. Jahrhundert vor und dem 1. Jahrhundert nach Christus. Auch da standen die Pyramiden schon längst. Die Sintflut, vor der Henoch gelebt haben soll, war da auch schon eine gefühlte Ewigkeit vorbei. Egal ob man sie jetzt 10.000 oder 5.000 vor Christus datiert, als lokales Ereignis (zum Beispiel in Mesopotamien), als Hirngespinst oder als globale Katastrophe.

Es existieren bis heute keine derart alte Schriften/Bücher oder Ur-Quellen, die man den Pyramiden-Baumeistern zusprechen könnte. Auch nicht von Henoch. Obwohl der Autor des slawischen Buch Henoch im 1. Jahrhundert über ihn Spannendes wusste:

Da rief der Herr den Bretil, einen seiner Erzengel, ihn, der weise ist und alle Werte des Herrn aufschreibt. Und der Herr sprach zu Bretil: Nimm die Bücher aus den Behältern! Gib Henoch eine Feder und diktiere ihm die Bücher an! Da brachte mit Bretil eilends die Bücher, die nach Myrrhen duften, und gab mit seine Feder.

Und er beschrieb mir alle Dinge im Himmel, auf Erden und im Meer, die Läufe und Orte aller Elemente, die Jahreszeiten, der Tage Läufe und Änderungen, die Gebote und die Lehren. Und Bretil sprach zu mir dreißig Tage und Nächte; seine Lippen redeten unaufhörlich. Auch ich schrieb, ohne auszuruhen, den ganzen Inhalt nieder. Als ich fertig war, hatte ich 360 Bücher geschrieben.“ (slawisches Buch Henoch, 22,11-23,6)

Da der vorsintflutliche Patriarch Henoch für die Bibelforschung nur ein mythische und keine reale Person war, hat er auch dies gerade mal knapp 2.000 Jahre alte Buch nicht selber geschrieben. Auch wenn hier in der 1. Person gesprochen wird. Von den 360 Büchern mit himmlischem Wissen will die Bibelforschung schon gar nichts hören. Auch dies sei reine Phantasie eines frühchristlichen Autors, der nur Henoch als Urheber nannte, um seinen Werken eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen. Man denke hier an die fünf Bücher Moses des Alten Testament, die ebenso nicht von Moses geschrieben wurden. (detailliert zu den Überlieferungen und Büchern von Henoch HIER)

Noch mehr Widersprüche

Historisch authentisch ist das mittelalterliche „Hitat“ in keinem Fall. Dafür sind die Widersprüche der einzelnen Chronisten bzw. deren Überlieferungen viel zu gravierend. Wer aber mag Fakt und Fiktion darin zu unterscheiden, da auch offenkundige Tatsachen darin zu finden sind. Beispielsweise wird darin auch von dem Versuch des Sultan von Ägypten berichtet, eine Pyramide von Gizeh abzureisen. Wie heute jeder an der Nordseite der Mykerinos-Pyramide sehen kann, wurde das auch versucht.

Übeltäter und Verursacher der 8 Meter tiefen Beschädigung war Al-Aziz Uthman bin-Yusuf (1171 bis 1198), der eigentlich ganz Gizeh abreißen wollte. Als er aber acht Monate lang kaum Fortschritte machte, seine Arbeiter nur ein bis zwei Steine pro Tag fortschaffen konnten und die Kosten für die Zerstörung explodierten, ließ er von seinem Vorhaben ab. Was ihm aber gelungen sein soll, war die Zerstörung von Nebenpyramiden und der Verkleidungssteine der großen Pyramiden.

Was das „Abrisskommando“ des Sultans aber nicht überlieferte ist die Art der Inschriften eben auf diesen Außenverkleidungen. Ob die „von oben bis unten mit eng zusammenstehenden, parallel laufenden Zeilen in der Schrift ihres Erbauers“ angebrachten Texte wirklich nur Besucher-Graffiti waren, ist eine reine Vermutung der Archäologie. Ausschließen, dass Besucher auf den Pyramiden herum schmierten, kann wohl niemand. Waren das aber wirklich die einzigen „unlesbaren Texte“?

Sehr interessant ist eine weitere Aufzeichnung der arabischen „Hitat“-Chronisten. Es heißt in dieser, dass die Wände der Pyramiden „mit griechischer Schrift bedeckt waren“. Einige berichten, sie seien Gräber, doch die sind nichts Derartiges“, heißt es. Man habe sie zum Schutz vor der Flut gebaut, dass alles, „was nicht Schutz in solchen Bauwerken fände“ auf Erden vernichtet werden würde. Also ließ der Baumeister „seine Schätze und seinen Besitz“ in die Pyramiden schaffen.

Als sich schließlich die Sintflut wieder „verlaufen hatte“ wurden die Kostbarkeiten – was immer es auch gewesen sein mag – wieder aus den Pyramiden genommen und einer Person mit Namen Bisir oder Bisar übergeben. Es sei der „Sohn Miriams, des Sohnes Harns, des Sohnes Noah“ gewesen. Demnach wohl ein Enkel bzw. Nachkomme Noahs, die wir im 1. Buch Moses in Kapitel 10 finden.

Pyramiden-Schätze in Kornspeichern?

Wo aber sind diese Dinge dann hingekommen? „Spätere Könige brachten sie in ihren Kornspeichern unter“, sagt das „Hitat“ über deren Verbleib. „Und Gott weiß es am besten“. Informationsgehalt ist hier wieder einmal Mangelware. Eher scheint es sich hierbei um eine verschwommene Aussage zu handeln, die sich um den biblischen Stammvater Josef und seinem Aufenthalt in Ägypten dreht. Nachzulesen im 1. Buch Moses ab Kapitel 37. Josef habe einst laut Buch Genesis dem Pharao Träume gedeutet, dass sieben Jahre des Wohlstandes kommen, denen sieben Jahre des Hungers folgen werden.

Also ließ der Pharao vorsorglich dank der Traumdeutung des Josefs in den sieben „fetten Jahren“ einen Teil des Getreides für die Jahre des Hungers einlagern. Wie angeblich von Gott beschlossen brach daraufhin die Hungersnot über Land und Volk herein, und so „öffnete Josef alle Speicher und verkaufte Getreide an die Ägypter“ (Genesis, Kapitel 41).

Auch wenn es kaum zu glauben ist, aber genau diese Kornspeicher des Josef sollen die Pyramiden gewesen sein. Ein Märchen, das man sich jahrhundertelang über diese Monumente auch in Ägypten selber erzählte. Vor allem nachdem der römische Autor Julius Honorius (um 500 nach Christus) in „Cosmographia“ und der französische Bischof und Historiker Gregory von Tours in „History of the Franks“ (594 nach Christus) dies behaupteten.

Die Ägypter hätten einfach von oben durch ein Loch in der Spitze das Getreide in die Pyramiden gefüllt. Ein Mythos, der wohl erst durch den frommen deutschen Pilger Bernhard von Breydenbach nach einem persönlichen Besuch 1484 in Gizeh endgültig beendet wurde. In seinem mittelalterlichen Besteller „Peregrinatio in terram sanctam“ schrieb er nämlich 1486, dass diese Idee „eindeutig falsch ist, da diese Pyramiden innen nicht hohl sind“.

Obwohl heute jedem klar sein sollte, dass diese „Kornspeicher-Hypothese“ vollkommener Nonsens ist, vertrat sie beispielsweise der US-Präsidentschaftskandidat Dr. Ben Carson 2015 noch immer.

Die „Kern-Information“ dieser Legende erscheint letztlich recht dürftig. Sie könnte darin bestehen, dass nach der Flut die Nachfahren der Überlebenden (hier Noah), diese Schätze und damit wohl auch Schriften an sich nahmen. Diese „späteren Könige“ hüteten daraufhin das kostbare Erbe, in dem sie es an unbekannten Orten (hier Kornspeicher) verbargen …

Der Vollständigkeit halber sei hier noch einmal Henoch genannt. Die Henoch-Bücher sowie jüdische Sagen über ihn berichten, dass er seine Schriften seinen Nachfahren übergab. Dazu zählt natürlich auch Noah. Sie sollten sie sicher verwahren, da die große Flut naht. So kamen diese Werke mit auf die Arche und überstanden auf diesem Weg die Vernichtung.

Diese und weitere Überlieferungen führten auch zu der Überlegung, dass die Cheops-Pyramide in Wahrheit die Arche Noah war. Dazu finden Ihr HIER auch ein Video auf YouTube.

Fragen, Fragen, Fragen

In diesem Beitrag sollte der Fokus der seltsamen „Hitat“-Erzählungen auf die verschollenen Bücher der Pyramiden-Bauer oder „Weisen“ gerichtet werden. Diese mittelalterlichen Erzählungen sind, wie auch HIER gezeigt, natürlich weitaus komplexer. Und so ergeben sich zusammenfassend viele „Solls“ und „Wenns“, die sich ausnahmslos alle nicht belegen lassen:

  • Die über 30 Chronisten des „Hitat“ sowie andere Historiker widersprechen sich, wer die Gizeh-Pyramiden baute.
  • Wenige sagen, dass sie vor der Flut erbaut wurden und in ihnen Bücher und geheime Schriften verborgen waren.
  • Die Araber sollen im Zuge der „ersten“ Öffnung der Cheops-Pyramide im 9. Jahrhundert tatsächlich Texte oder Schriftrollen gefunden haben.
  • Wenn dem so ist, kann niemand sagen woher sie stammen oder wie alt sie waren.
  • Es soll auch ein Grab (im „Hermes-Kloster“) gefunden worden sein, in dem man eine Schriftrolle fand.
  • Diese sei in Koptisch verfasst gewesen (und von König Saurid und der Sintflut etc. berichtet haben).
  • Das Koptische ist eine relativ „moderne“ Schrift in Ägypten. Damit können die geheimnisvollen Bücher in ihrer Ur-Version nicht in koptisch verfasst worden sein.
  • Der Historiker Manetho soll der letzte Mensch gewesen sein, der angeblich ein authentisches Buch vom Baumeister der Pyramide in seinem Besitz hatte. Mutmaßlich geschrieben von Pharao Cheops selber.
  • Der Prophet Henoch wird mit einem Gott (Hermes) gleichgesetzt, wird allerdings (nur) einer „Hitat“-Stelle konkret als Pyramiden-Bauer (Saurid) genannt.
  • Mindestens 130 geheime Bücher mit Weisheiten sollen in der Pyramide im Auftrag von Saurid vor der Sintflut versteckt worden sein.
  • Henoch schrieb nach einem Buch mit seinem Namen aus dem 1. Jahrhundert nach Christus sogar 360 Bücher mit göttlichen Weisheiten und Wissen. Auch vor der Flut.
  • Wenn irgendwelche Bücher davon jemals existieren, sind sie ausnahmslos alle verschollen. Ob vor der Flut geschrieben oder „klassisch“ in der 4. Dynastie von Pharao Cheops, spielt dabei keine Rolle.
  • Wenn diese Schriften angeblich in koptisch verfasst gewesen sind, warum waren dann andere nicht zu entziffern?

Verschollen, versteckt, vernichtet – wer kann das schon mit reinem Gewissen sagen? Die Suche nach den Mysterien der Vergangenheit wird wohl noch dann faszinieren, wenn das heute bereits lange Vergangenheit ist.

Video-Auswahl zum Thema auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Video vom 26. Aug. 2019 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Video vom 28. Sep. 2017 auf Grenzwissenschaft und Mystery Files

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+++YouTube-Video+++ Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden?

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Der Prophet Henoch. Nur ein Fantast und Träumer, der "Engel" (Astronautengötter) vor Jahrtausenden nur im Schlaf sah? YouTube-Video von Fischinger-Online (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der Prophet Henoch. Nur ein Fantast und Träumer, der „Engel“ (Astronautengötter) vor Jahrtausenden nur im Schlaf sah? YouTube-Video von Fischinger-Online (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Die Suche nach Hinweisen auf Astronautengötter, auf Spuren der Raumfahrer der Antike der Prä-Astronautik, führt die Jäger des Phantastischen durch die Jahrtausende der Geschichte. Durch Mythen, Schriften und Überlieferungen aus aller Welt und aus allen Zeiten der Menschheit. Dabei sagen Skeptiker sehr gerne, dass solche Berichte vielleicht nur geträumt und dann aufgeschrieben wurden. Etwa bei den Propheten der Bibel und ähnlicher Texte. Einer dieser Propheten, der vorsintflutliche und Gott gefällige Henoch aus dem Buch Genesis, scheint diese Skepsis geahnt zu haben. Zumindest als er erstmals Kontakt mit den Astronauten aus dem All bzw. „Engeln“ gehabt haben will. Denn das Buch Henoch enthält eine Passage, in der der Autor selber diesen Einwand der Kritiker scheinbar widerlegen will. Und zwar unmissverständlich, wie es dieses neue Video bei YouTube zeigt …

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Prophet Henoch war schon seit Bestehen der Bibel ein Sonderling. Er wurde, so sagt es das 1. Buch Mose, vor der Sintflut mit „nur“ 365 Jahren lebendig von Gott in den Himmel geholt. Nur er allein starb nicht im hohen Alter auf der Erde, wie alle anderen Patriarchen vor der Flut.

Henoch pflegte intensiven, vielfältigen und überaus erfolgreichen Umgang mit Gott und seinen Helfern/“Engeln“, wie es zumindest die Bücher mit seinem Namen erzählen. Und wie es das Buch Genesis andeutet. Dabei ist ein oft übersehender Bericht sehr spannend, denn in diesem betont Henoch klipp und klar, dass er all das nicht nur geträumt hat. Und das tat der Autor so deutlich, dass es an der Aussage nichts zu deuten gibt …

Im folgenden Video auf meinem YouTube-Kanal stelle ich Euch Henoch und dies fragliche Aussagen genauer vor.

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War Gott ein Außerirdischer? Der Prä-Astronautik-Buchklassiker „Götter der Sterne“ von Lars A. Fischinger als E-Book erschienen! (+++Plus YouTube-Video+++)

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"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger als eBook erschienen! (Bild: Reichel Verlag / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
„Götter der Sterne“ von Lars A. Fischinger als E-Book erschienen! (Bild: Reichel Verlag / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Auch und eigentlich vor allem die „Götter der Sterne“ machen nicht vor dem Fortschritt der modernen Technologie halt. Doch wie „modern“ unsere Techniken von heute sind, das fragen sich Prä-Astronautik-Autoren und -Forscher seit Jahrzehnten. So auch ich in meinem Buch „Götter der Sterne – Bibel, Mythen und kosmische Besucher“ aus dem Jahr 1997. Damals mein zweites Sachbuch zu den Rätseln der Welt überhaupt und ein Klassiker der Thematik. Nun ist es dank des Reichel Verlages, der damals auch die Papierausgabe verlegt hat, genau 20 Jahre nach der 1. Ausgabe als E-Book erschienen. Im neuen Gewand aber noch immer auf den Spuren der Ancient Aliens des Alten Testamentes und paralleler Überlieferungen.

 

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Beginnen wir mit einer Geschichte aus dem Leben eines Mystery-Autoren.

Astronautengötter sind ko(s)misch …

Bei der Arbeit an „Götter der Sterne“ bastelte ich vor nun rund 20 Jahren mit Bildmaterial der NASA auch die Idee des Buchcovers. Bildmaterial übrigens, das ich dank meines gepflegten Archivs für das leicht veränderte und mir sehr gut gefallene E-Book-Cover dem Reichel Verlag natürlich zwei Jahrzehnte später umgehend erneut liefern konnte …

Auch den Titel und Untertitel des Buches überlegte ich mir, und faxte meinen entsprechenden Vorschlag voller Begeisterung zum Verlagshaus. Die Antwort auf meine brillant erdachte Titel-Idee kam via Telefonanruf von meiner Verlegerin Frau G. Reichel. Doch dieser Anruf verwirrte mich!

Ob ich sie mit dem Buchtitel auf den Arm nehmen wolle, fragte sie mich höflich aber bestimmt am Telefon. Keineswegs, entgegnete ich natürlich – denn als Jungautor der Prä-Astronautik war ich auf mein kommendes zweites Sachbuch und selbstverständlich auf meinen mühsam erdachten Buchtitel mehr als stolz. Wie konnte da der Verlag bzw. meine Verlegerin Frau Reichel nur behaupten, ich wolle sie angesichts meines sorgsam ausgearbeiteten Titelvorschlages verschaukeln wollen?!

"Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger 1997
„Götter der Sterne“ von Lars A. Fischinger 1997

In Anbetracht dieser „verlegerischen Ungeheuerlichkeit“ mir gegenüber war der Groschen während des Telefonats jedoch schnell gefallen: Es hatte sich der Fehlerteufel in meinen Untertitel von „Götter der Sterne“ eingeschlichen. Statt richtigerweise „Bibel, Mythen und kosmische Besucher“ schlug ich dem Reichel Verlag in meiner schreibenden Unachtsamkeit den Untertitel „Bibel, Mythen und komische Besucher“ vor. Der Fehlerteufel schien den fehlenden Buchstaben „s“ in ein Paralleluniversum gesogen zu haben …

Ein kosmisch-komischer Irrtum, über den langjährige Weggefährten von mir und ich immer wieder gerne lachen. Sicher hat jeder Autor so seine Geschichten und Erfahrungen sammeln können, die auf Tagungen/Meetings immer wieder für Heiterkeit sorgen.

Doch nun zu den sogenannten „Göttern“ – den „Götter der Sterne“

Auf diesen Internetseiten oder auch auf meinem Kanal bei YouTube nenne ich die Ancient Aliens, Astronautengötter, Lehrmeister des Himmels etc. immer mal wieder auch „Götter der Sterne“. Grund ist eben diese Buchveröffentlichung von 1997, zu der thematisch 2015 eine sehr detaillierte weitere Veröffentlichung erschien.

Das Thema des E-Book ist schnell umrissen: „Gott und seine Helfer waren Außerirdische!“

Eine Spekulation, die schon seit den ersten Jahren der Prä-Astronautik im Raume steht. Bis „Götter der Sterne“ 1997 erschien standen diese Ideen jedoch zusammenhanglos und ohne den legendären „roten Faden“ im weiten Feld der Astronautengötter-Überlegungen, was ich eben mit diesem Buch ändern wollte. „,Götter der Sterne‘ – meine 2. Arbeit – ist überfällig gewesen“, schrieb ich genau deshalb damals. Und weiter:

Cover: "Götter der Sterne" von Lars A. Fischinger als E-Book 2016
Cover: „Götter der Sterne“ von Lars A. Fischinger als E-Book 2016

„Es behandelt in sehr detaillierter und analytischer Form das Alte Testament und viele andere Texte. Was ist der Sinn dieser Mythen? Viele Autoren der Grenzwissenschaft haben behauptet, die Bibel würde von Außerirdischen sprechen, aber keine lieferte hierzu eine detaillierte Arbeit. Ich denke, diese habe ich mir Götter der Sterne nun endlich vorgelegt!

 

Im Verlagstext liest sich das wie folgt:

Dieses Buch enthält genaue und kritische Untersuchungen der Aussagen und Rätsel der Bibel und der Apokryphen von der Schöpfung bis zu den Propheten. Lars A. Fischinger analysiert hier detailliert die alttestamentarischen Schriften und andere uralte Mythen. Erstaunliche Entdeckungen werden offenbart und liefern uns ein neues, phantastisches Bild der Bibel und der frühen Menschheit. Besucher aus dem All kamen als „Götter“ zur Erde, schufen den Menschen und vollbrachten hier Dinge, die uns zwar detailliert überliefert, aber bislang unverstanden geblieben sind.

Bibeltexte, Mythen und entsprechende Überlieferungen sind zum Teil uralt. Deshalb ist auch der Inhalt des E-Book „zeitlos aktuell“ bei der Jagt nach den Mysterien und Göttern der Vorzeit.

Einblick in die „Götter der Sterne„: Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Prolog

Teil I Mythen der Schöpfung, Überlieferungen der Urzeit

Kapitel I Genesis: Das Buch der Ursprünge

Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Sah schon die biblische Eva ein UFO? (Bild: L.A. Fischinger / gemeinfrei)

I.1 Im Anfang war Etwas

I.2 Monotheismus oder Polytheismus in der Genesis?
I.3 Die Schöpfung der Himmel
I.4 „Lasset uns den Menschen machen…“ – die zweite Schöpfung
I.5 Adam und seine „Rippe“ Eva
I.6 Als der Mensch wie „Götter“ wurde
I.7 Die Vertreibung aus dem Garten der „Götter“
I.8 Lag das Paradies in Südmesopotamien?
I.9 Das himmlische Paradies und weitere Paradies-Schriften

Kapitel II Schöpfungsmythen anderer Völker

II.1 Mesopotamische Überlieferungen wissen mehr
II.2 Der Mensch aus dem Himmel
II.3 Parallelen in globalen Schöpfungslegenden!
II.4 Adams Kinder und erste Frau
II.5 Himmlische Schwangerschaften – sonderbare Abstammungen
II.6 „Monster“ – genetische Fehlversuche?
II.7 Adam und Eva – Mythos oder Wahrheit?
II.8 Problematische Überlieferungen

Kapitel III Als die Sintflut kam

III.1 Zeit der himmlischen Sünde – Sex mit den Gottessöhnen
III.2 Der „Herr“ greift ein
III.3 Die Arche des Helden Noah – ein unmögliches Projekt
III.4 Sintflut in mesopotamischen Mythen – die Urquellen
III.5 Die Welt trocknet
III.6 Turmbau zu Babel – ein neuer Anfang, der „Gott“ missfällt

Das uralte Buch "Die Apokalypse des Abraham" erzählt: Engel brachten Abraham in das "All". (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)
VIDEO: Die „Apokalypse des Abraham“ erzählt: Engel brachten Abraham in das „All“. (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger / WikiCommons)

Kapitel IV Die Abraham-Apokryphe

IV.1 Abraham der Normade
IV.2 Engelkontakte
IV.3 „…bis an der Feuerflammen Grenzen“
IV.4 Der Thron „Gottes“
IV.5 Abraham sah „Verborgenes“
IV.6 Die Erde aus dem All
IV.7 Weitere Offenbarungen „Gottes“

Kapitel V Vernichtender Zorn „Gottes“

V.1 Spione der Zerstörung
V.2 Himmlische Reize
V.3 Der Countdown der Zerstörung läuft
V.4 Atomare Vernichtung vor Jahrtausenden?
V.5 Hinweise moderner Waffen in anderen Quellen
V.6 Archäologische Indizien

Kapitel VI Mose, ein Mann Gottes

VI.1 Ein Kind namens Mose
VI.2 Mord und Flucht in die Wüste
VI.3 Moses Berufung am Brennenden Dornbusch
VI.4 Ein Pharao wird erpresst
VI.5 Der Auszug – die Israeliten plündern Ägypten
VI.6 Marsch der „Wunder“
VI.7 Sinai – wichtige Ereignisse am heiligen Berg
VI.8 Israels Rückfall zum Götzendienst

VIDEO: Indiana Jones und der „Jäger des verlorenen Schatzes“ – ist das Aussehen der Bundeslade à la Hollywood eigentlich korrekt? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)
VIDEO: Indiana Jones und der „Jäger des verlorenen Schatzes“ – ist das Aussehen der Bundeslade à la Hollywood eigentlich korrekt? (Bild: L. A. Fischinger / gemeinfrei)

VI.9 Die Lade Jahwes – eine bemerkenswerte Konstruktion
VI.10 Eigenschaften und Geschichte der Bundeslade

Teil II Propheten und himmlische Erscheinungen

Kapitel VII Die unverstandenen Worte Henochs

VII.1 Henoch – kein Prophet der Bibel
VII.2 Der Fall der Engel – wertvolle Ergänzungen zum Genesis!
VII.3 Diplomat zwischen Himmel und Erde
VII.4 Von Himmel zu Himmel zum „Herrn“
VII.5 Henoch starb nicht auf Erden

Kapitel VIII Elija, ein treuer Diener Jahwes

VIII.1 Elija, der wundersame Prophet ohne Vorleben
VIII.2 Ein Mann mit himmlischen Verbindungen
VIII.3 Flucht in Berge – Begegnung mit Jahwe
VIII.4 Der Mörder im Namen „Gottes“
VIII.5 Elijas Auftrag ist beendet – die Himmelfahrt
VIII.6 Abstecher zu anderen Himmelfahrtsberichten

Kapitel IX Der perfekte Berichterstatter: Ezechiel

IX.1 Historische Daten und ihre Probleme
IX.2 „Und ich sah, und siehe“ den Thronwagen Jahwes
IX.3 „Gott Gütiger“…?
IX.4 Ein Prophet mit Auftrag

Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Zeitreise vor 2500 Jahren?! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Teil III Weitere Geschehnisse

III.1 Jesaja schaut den „Thronwagen Gottes“
III.2 Jakob, Hiob, Sacharja und Jeremia – alles Träumer?
III.3 Baruch, ein biblischer und apokrypher Prophet
III.4 Esdras himmlische Gesichte
III.5 Daniel, der visionierende Prophet
III.6 Politik des Todes
III.7 Johannes´ geheimnisvolle Offenbarungen
III.8 Fehlende Zeit

Teil IV Anhang

• Epilogische Schlußbetrachtung: Gott nur ein Wunschtraum?
• Nachwort von Dr. Johannes Fiebag
• Ein Dankeswort
• Quellen (Bibeln, allgemeine Quellen, Fachartikel und Zeitungen)
• Zeitschriften und Magazine zum Thema
• Bildnachweis (Abbildungen im Text und Bildteil)
• Namen- und Sachregister
• Biblisches Stellenregister
• Apokryphes Stellenregister
• Übriges Stellenregister (Koran, Gilgamesch-Epos, Sohar, Enuma Elisch und Mormon)

Alles weitere zum neuen E-Book plus YouTube-Video hier:

  • Produktform: E-Book
  • Auflage: 1. Auflage der EPUB Ausgabe
  • Seiten der gedruckten Ausgabe: 375
  • Verlag: Reichel Verlag
  • Erschienen: 23.02.2016
  • Format: 21,0 x 14,5 cm
  • ISBN-13: 978-3-946433-12-5
  • GTIN: 9783946433125

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Neues Video auf YouTube: Jahwe der Kriegsherr! Das geheime „Buch der Kriege Gottes“: Verschollen oder versteckt?

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Wo ist "Das Buch der Kriege Gottes"? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Wo ist „Das Buch der Kriege Gottes“? (Bild: gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Das Alte Testament gilt seit den ersten Büchern über die Rätsel der Welt und der Prä-Astronautik als eine wahre Fundgrube an Hinweisen auf die Ancient Aliens. Zum Beispiel das Buch Exodus oder (natürlich) das Buch Genesis. Doch nicht alle der einst geschriebenen Bücher sind heute Bestandteil der Bibel – es gibt auch die Apokryphen, „die verborgenen Bücher der Bibel“. Aber auch sie sind unvollständig? So wird in der Bibel ein Text mit dem erstaunlichen Namen „Buch der Kriege Gottes“ zitiert. Was hat es damit auf sich? Dieser Frage gehe ich in diesem neuen Video des Phantastischen auf meinem YouTube-Kanal nach.

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Apokryphe Texte kennen die Leserinnen und Leser von Prä-Astronautik-Büchern mit Sicherheit zumindest in Auszügen einige. Texte „von“ Henoch und Abraham sind dabei schon Klassiker außerhalb der Bibel.

Doch das 4. Buch Moses zitiert ein Buch mit dem Titel „Das Buch der Kriege Gottes“ um die Kriegskunst des Herrn zu huldigen. Nur: Dieses Buch ist nirgendwo zu finden! Nicht in den Apokryphen und nicht in der Bibel. Warum nicht, wo es doch konkret ziertet wird?

Was mag in diesem „geheimen Buch“ über die Schlachten und Kriege des Herrn drin stehen? Ist es tatsächlich nur verschollen oder wird es uns aufgrund seiner Brisanz (Gott als Krieger) vorenthalten.

Mehr dazu in diesem YouTube-Video auf den Spuren des Phantastischen!

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