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Die “geheime UFO-Sekte” der Rael-Bewegung: “Eine der gefährlichsten und angsteinflössesten Sekten der Welt”? (mit Video)

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Die UFO-Sekte Rael-Bewegung: "Eine der gefährlichsten und angsteinflössesten Sekten der Welt"? (Bilder: rael.org & gemeinfrei Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Die UFO-Sekte Rael-Bewegung: “Eine der gefährlichsten und angsteinflössesten Sekten der Welt”? (Bilder: rael.org & gemeinfrei / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Sekten, neu-religiöse Glaubensgemeinschaften und  religiöse Sondergruppen gab es weltweit schon immer und wird es immer geben. Es gibt dabei nichts, was nicht geglaubt, gelehrt oder angebetet wird. Eine dieser Glaubensgruppen ist die UFO-Sekte Rael-Bewegung (= Raelianer), die auch auf Grenzwissenschaft & Mystery Files und an anderen Stellen immer wieder Thema war. Diese Gruppe ist eine Prä-Astronautik- und UFO-Sekte, die in den 1970ger Jahren ausschließlich aus den Themen rund um die Astronautengötter aus dem All entstanden und bis heute sehr aktiv ist. Doch ist sie wirklich eine der “drei gefährlichsten Sekten der Welt”, wie jetzt in einem Video behauptet wurde? Die Raelianer um ihren Alien-Gott-Führer Claude Vorilhon, die Aliens als Götter preisen und die in deren Auftrag unter anderem Menschen als “Auserwählte” klonen wollen, eine Gefahr für die Menschheit? Lassen wir in diesem Beitrag die UFO-Kirche im Dorf – und schauten einmal auf die Fakten.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Erlöser aus dem All

UFO-Sekten aller Art und vor allem Unart gibt es seit vielen Jahrzehnten.

Eigentlich seit den ersten Tagen der “Fliegenden Untertassen” nach dem Zweiten Weltkrieg, als die ersten Menschen behaupteten, Sprecher dieser Aliens in ihren UFOs zu sein. “Kontaktler” wurden diese genannt, da sie eben mit den angeblichen Außerirdischen in Kontakt stünden. In deren Auftrag seien sie auserwählt allerlei “Lehren” und “Weisheiten” der Aliens der gesamten Menschheit zu offenbaren …

Das mag heute fast schon “niedlich” erscheinen, doch das Gegenteil war und ist der Fall!

Jeder am Thema UFOs, Prä-Astronautik oder eben Aliens Interessierte wird sich sicherlich denken können, dass solche “Sprecher der Außerirdischen” sowie deren Anhänger und Gläubige dem Thema in der Öffentlichkeit schaden. Einer der Gründe, warum auf diesem Blog solche UFO-Sekten immer wieder zum Thema gemacht werden. Denn diese Gruppen gibt es in verschieden starken Ausprägungen und mit sehr unterschiedlich großen Anhängerschaften bis heute. Sind sind Teil der Thematik.

Wobei jede dieser UFO-Sekten unterschiedliche Alien-Lehren verbreitet, die sich dabei natürlich alle widersprechen. Ein Grundtenor ist aber, dass diese Fremden von den Sternen in Sorge um die Menschheit und unseren Planten sind. Sie wollen uns helfen oder sogar erlösen.

Eine dieser Sekten ist ist die Gruppe der Raelianer um ihren Guru Claude Vorilhon, die vor allem auch als Real-Bewegung bekannt ist. Sicher eine der bekanntesten Alien-Religionen, die sich in den 1970ger Jahre im Zuge des weltweit ausgebrochenen Prä-Astronautik-Fiebers um die Bücher von Erich von Däniken und anderen gründete. Sehr zum Ärger von EvD selber, wie er immer wieder betont.

Immerhin behauptete der Sekten-Gründer Claude Vorilhon damals, dass diese Ancient Aliens, wie sie heute heißen, mit ihm persönlich Kontakt aufgenommen haben. Mehr noch: Er selber sei am 25. Dezember 1945 von den göttlichen Außerirdischen gezeugt worden. Grund genug für den Auserwählten Weihnachten doppelt zu feiern:

“Natürlich haben wir Weihnachten gefeiert, denn es ist der Tag meiner Zeugung. Meine Mutter empfing mich am 25. Dezember 1945 durch einen Außerirdischen. An Weihnachten feiere ich zugleich meine Zeugung und den Geburtstag meines Bruders Jesus, denn wir haben denselben Vater.

So Claude Vorilhon beispielsweise in einem Interview am 30. Dezember 2002.

Die drei “gefährlichsten und angsteinflössesten Sekten der Welt”?

Als überzeugter Prä-Astronautiker und Mystery-Jäger verfolge ich die Aktivitäten und Tätigkeiten solcher UFO-Gruppen und -Sekten seit nunmehr bald 30 Jahren. Ein Ergebnis war dabei bereits 1999 mein Buch “UFO-Sekten“, das ich zusammen mit dem Kollegen Roland M. Horn veröffentlicht habe. Eine sehr umfangreiche Analyse solcher Alien-Sekten, Kontaktler und UFO-Religionen.

Spätestens nach dem Massenselbstmord der UFO-Sekte “Heavens Gate” 1997 sowie den Massensuizid der (Alien-)Sekte der “Sonnentempler” 1994 und anderer Ereignisse, war das ganz einfach notwendig. Zumindest sahen und sehen das mein Coautor Roland M. Horn und ich so. In meinem Nachwort schrieb ich 1999 dazu unter anderem:

“Wenn die Medien das Thema ‘Sekten’ aufgreifen, werden fast immer die selben Gruppen ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Esoterische UFO-Kulte sind praktisch unbekannt, und doch sind sie in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Sie sind ‘im Hintergrund’ des öffentlichen Interesses vertreten und könnten potentielle Gefahren bergen.

Nicht unbedingt für Leib und Leben, aber dennoch für den gesunden Menschenverstand.”

Das sehe ich bis heute nicht anders als vor 20 Jahren. Und verwundert mich doch, was ein Video mit dem Titel “Geheime UFO-Sekte betet Außerirdische an – Die 3 gefährlichsten Sekten der Welt” vom 31. Oktober 2018 bei YouTube behauptet (s. unten). In diesem möchte der YouTube-Kanal “MULTI” …

Drei Sekten vorstellen, die zu den gefährlichsten und angsteinflössesten Sekten der Welt gehören.

Zu diesen drei Gruppen gehört laut dem YouTube-Channel die Rael-Bewegung, als “geheime UFO-Sekte, die Außerirdische anbetete”. Die anderen beiden Sekten in dem Video sind die Sekte “AUM” (eigentlich “Ōmu Shinrikyō”) aus Japan und “Boko Haram” aus Nigeria.

Die Kirche im Dorf lassen

Ich bin wahrlich kein Freund der UFO-Sekte der Raelianer und ihrer wirren und verrückten Alien-Lehren um ihren “Gott-Guru” Claude Vorilhon. Im Gegenteil. Doch man sollte die Kirche im Dorf lassen, wenn man solche Gruppen zum Thema macht. Das unten eingebundene Video schießt hier bei weitem über das Ziel hinaus und wirft die Rael-Bewegung in einen Topf mit zwei Terror-Sekten, auf deren Konto unzählige Tote gehen.

So wurde die Sekte “AUM” (heute “Aleph”) weltbekannt, als diese Gruppe um ihren Führer Shōkō Asahara am 20. März 1995 in der U-Bahn von Tokio einen Giftgas-Anschlag mit dem Nervengift Sarin verübte. 13 Menschen verloren ihr Leben, über 6.000 wurde verletzt und 12 Führer von “Ōmu Shinrikyō” wurden daraufhin zum Tode verurteilt.

“Boko Haram” aus Nigeria bzw. Afrika wiederum ist eine bis heute immer mal wieder in den Medien erscheinende islamistische Terrororganisation. Eine fundamentalistische Vereinigung des Terrors,der Gewalt und des Hasses auf “Andersgläubige”, die durch zahlreiche (Massen-)Morde und Terroranschläge traurige Berühmtheit erlangt hat.

Die Rael-UFO-Sekte mit den Mördern und Terroristen von “Ōmu Shinrikyō” und “Boko Haram” in einem Atemzug zu nennen, ist in keinster Weise irgendwie gerechtfertigt.

Die “High-Tech-Spinner” der Rael-Bewegung

“Geheim”, wie es das Video unten suggeriert, ist die Rael-Bewegung auch nicht. Im Gegenteil, denn sie pflegt seit Jahrzehnten eine überaus intensive Öffentlichkeitsarbeit. Spektakuläre Behauptungen und Mitteilungen wie jene vom Sommer 2001, dass sie Adolf Hitler und Jesus Christus klonen wollen oder angeblich in ihrem Genlabor “Clonaid” die ersten Klon-Menschen erschaffen haben, gehören dazu. Selbst Dracula sollte nach Meldungen der UFO-Sekte vom Mai 2002 geklont werden.

Hitler sollte übrigens nur aus dem Grund geklont werden, damit man ihn vor Gericht stellen kann. “Ich halte diesen Mann für größenwahnsinnig. Er muss gestoppt werden”, kommentierte dieses Vorhaben damals Michael Fürst, Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Niedersachsens (“Der Spiegel”, 4. August 2001).

Als “High-Tech-Spinner” bezeichnete am 2. August 2001 “Kulturzeit” des Senders 3sat die Vorhaben oder besser Behauptungen der UFO-Sekte und ihre Klon-Phantasien. Denn die Real-Bewegung konnte nicht mal belegen, dass sie wirklich den ersten Menschen namens “Eve” gentechnisch erschaffen haben. “Science-Fiction-Klamauk” von “Monstermachern” nannte es “Der Tagesspiegel” am 14. Juni 2001 und auch die “Bild-Zeitung” berichtete damals in großen Aufmachungen von diesen Klon-Ideen der Alien-Sekte.

Ergänzt durch eine überaus umfangreiche Präsenz im Internet in dutzenden Sprachen und natürlich den Bemühungen ein “Botschaftsgebäude für Außerirdische” bauen zu wollen. Immerhin, so sind sich Claude Vorilhon und seine Gläubigen sicher, sollen die göttlichen Aliens als wahre Schöpfer der Menschheit bis zum Jahr 2035 wieder auf die Erde kommen. Ein angemessenes Botschaftsgebäude der Raelianer zu ihrem Empfang sei deshalb mehr als nötig, glauben sie …

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Nichts als “harmlose” Werbung

Ethische Bedenken einmal außen vorgelassen: Die ganzen Klon-Behauptungen der Sekte waren nichts als PR für deren Alien-Religion. Das bestätigte der Sekten-Chef jubelnd selber, in dem er in einem internen Schreiben seiner “Bischöfin” Brigitte Boisselier (Chefin von “Clonaid”) für ihre PR-Arbeit dankt. Vorilhon schrieb darin unter anderem (“Berliner Zeitung”, 23. Januar 2003):

Wenn ihr das Experiment wirklich gelungen ist, hat sie eine historische Leistung vollbracht, für die sie den Nobelpreis verdient. Wenn es ihr nicht gelungen ist, hat sie auch eine historische Leistung vollbracht, weil der ganze Planet nun über unsere Religion und unsere Botschaften informiert ist. Wir sind in jedem Fall die Gewinner.

Seit dem Tag hatten wir mehr als 30 Millionen Hits auf unserer Webseite. Brigitte und ich haben hunderte von Interviews gegeben. Die Zahl unserer Mitglieder ist in zwei Wochen um zehn Prozent gestiegen. Einem kanadischen Experten zufolge haben wir ein Äquivalent von 500 Millionen Dollar kostenloser Werbung erhalten.

“Wenn” es gelungen ist sagt schon alles. Nichtmal der UFO-Guru selber war demnach informiert, ob das Klonen des ersten Menschen “Eve” überhaupt erfolgreich war.

Ernsthaft an dem UFO- und Alien-Thema interessierte Menschen können über die Rael-Sekte nur müde lächeln. Auch wenn sie dem öffentlichen UFO-Bild ohne Zweifel immer wieder geschadet hat. Aber sie als als eine Gefahr wie die beiden Terror-Sekten “Ōmu Shinrikyō” und “Boko Haram” anzusehen, ist unfair. Selbst der energischste Kritiker sollte das zugestehen.

Geheime UFO-Sekte betet Außerirdische an - Die 3 gefährlichsten Sekten der Welt

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Gen-Analyse: Die Alien-Mumie “Ata” aus Chile ist ein Mensch! Doch niemand spricht von dem verschollenen Bruder aus Peru

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Der "Mini-Alien" aus Chile - und sein verschollener Bruder (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)
“Ata”, der “Mini-Alien” aus Chile – und sein verschollener Bruder (Bilder: A. Kramer / R. Ripley / Montage: Fischinger-Online)

Angebliche “Alien-Mumien“, “Monster-Kadaver” und “Alien-Leichen” gibt es immer wieder in der Grenzwissenschaft und UFO-Forschung. Sie wird es auch immer wieder geben. Gelegentlich schaffen es einige von diesen  seltsamen Leichen auch in die Mainstream- und Boulevardpresse. So auch eine winzige Mumie, die vor rund 15 Jahren in Chile in Südamerika gefunden wurde und über die ich in den letzten zehn Jahren bereits vielfach berichtet habe. Bekannt wurde die kleine Mumie mit dem Namen “Ata” aber erst ab 2012 durch Steven Greer, der den Geheimnissen der vermeintlichen Alien-Mumie medienwirksam auf den Grund gehen wollte. In der Mystery-Community ein viel diskutiertes Thema. Jetzt jedoch hat es “Ata” erneut in die Schlagzeilen geschafft, da Gen-Untersuchungen seine rein irdische Herkunft aufdeckten. Was aber bei alle den Kontroversen um die “Alien-Leiche” bisher übersehen wurde, ist die Tatsache, dass bereits vor ca. 85 Jahren ein Bruder von “Ata” in Südamerika gefunden wurde. Grund genug, diesen “Bruder” an dieser Stelle erneut ins Gedächtnis zu rufen, und seine Geschichte zu erzählen, wie Ihr es hier lesen könnt.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Ata”, die zwergenhafte Alien-Mumie aus Chile

Die Diskussion über die seltsame Mumie “Ata” aus der Atacama-Wüste in Chile, die Dr. Steven Greer in seinem Doku-Film “SIRIUS”  genetisch untersuchen ließ, zieht sich schon einige Jahre dahin. Auch ich habe über diese nur rund 7 Zentimeter kleine “Alien-Leiche” an verschiedenen Stelle schon ab 2002 berichtet (s. z. B. HIER, HIER, HIER und HIER ). Gleichzeit war sie mit anderen sonderbaren Mumien und Leichen aus aller Welt 2010 Thema in einem Buch von mir.

Warum ist nachvollziehbar: Derartige Funde sind für grenzwissenschaftlich Interesse immer spannend, vor allem wenn sie in den Medien ein großes Echo erfahren. Auch wenn bisher nie wirklich irgendwas handfestes dabei heraus kam.

Heraus kam aber jetzt, dass die Mini-Mumie “Ata” aus Südamerika durch und durch ein Mensch ist. Das haben genetische Untersuchungen und Analysen ergeben, von denen in der letzten Woche weltweit berichtet wurde. Erstaunlich viele Meldungen dazu erschienen in der Mainstreampresse. Von “etablierten Medien” bis zur Regenbogenpresse schienen sich die Redaktionen geradezu zu überschlagen, um über diese Ergebnisse der Gen-Untersuchungen zu berichten.

Heute, wo quasi jeder seltsame Leichnam oder Kadaver sogleich ein Außerirdischer oder ein Monster wie der Ziegensauger sein soll, war das mediale Interesse an “Ata” der letzten Tage/Wochen schon verwunderlich. Selbst die unsäglichen Machenschaften um die “Alien-Mumien aus Nazca in Peru” kommen da kaum hinterher ..

Ob die Spekulationen um “Ata” damit beendet sind, steht auf einem anderen Blatt der Grenzwissenschaft und Mystery Files.

“Ata” hat einen Bruder aus Peru!

Am 27. Mai 2013 fragte ich ich in einem Artikel auf diesem Blog, ob der “Atacama Humanoid ‘Ata’ einen Bruder hat”. Denn ebenfalls aus Südamerika, und zwar in Peru, wurde bereits vor rund 85 Jahren eine andere Mumie gefunden, die fraglos große Ähnlichkeiten mit der winzigen Mumie des “Ata” hat. Ihr Name: “Atta-Boy”.

Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / L. A. Fischinger)
VIDEO: Mystery Files Gerüchteküche, Folge #3: Mini Alien Mumien und UFOs in Peru gefunden? (Bild: gemeinfrei / Fischinger-Online)

Zum Beispiel berichtet der Autor Neal Thompson in seinem 2013 erscheinenden Buch “A Curious Man” von dieser winzigen Mumie, die “Ata” so ähnlich sieht (s. Titelbild). Dieser Bruder der winzigen Mumie “Ata” trägt den schon sehr ähnlich klingenden Namen “Atta Boy” und stammt sogar grob aus der gleichen Region. Der Zwerg “Atta Boy” soll jedoch aus Bolivien oder Peru stammen, also nördlich von Chile, der Heimat von “Ata”.

Finder bzw. Besitzer dieser “Alien-Leiche” war der 1949 verstorbenen Reporter, Cartoon-Zeichner und Globetrotter Robert Ripley aus Kalifornien. LeRoy Robert Ripley war schon zu Lebzeiten eine Art Legende, was seltsame Artefakte, Geschichten und Objekte angeht. Er sammelte vor allen in den 1920ger und 30ger Jahren zahlreiche Kuriositäten, die er ab 1933 in einem eigenen Museum der Kuriositäten in Chicago ausstellte. Weitere solcher Ausstellungen folgten.

“Glaube es, oder nicht!”

Gelang es Ripley nicht, eines der von ihm irgendwo in der Welt gefundenen Kuriosa mitnehmen zu können, zeichnete er von diesen Comics und stellte sie in Radioshows vor. “Ripley’s Believe It or Not!” nannte er diese Veröffentlichungen, mit denen er schon 1918 in New York begann. Die TV-Serie „Ripleys unglaubliche Welt“, die hier in Deutschland zum Beispiel einst auf RTL2 lief, beruht darauf.

Und genau unter diesen Sammlungen des Kuriosen und Phantastischen aus der ganze Welt befand sich auch der Bruder der Mumie “Ata” aus Chile. Thompson berichtet zum Beispiel, dass Ripley zeitlebens „fasziniert von der Miniaturisierung von menschlichen Formen“ war. Etwa „in den Kulturen, wo das Schrumpfen von Köpfen praktiziert wurde“. Eben die bekannten „Schrumpfköpfe”, die bis heute in vielen Museen rund um die Erde verstreut zu sehen sind.

Offen sei, so Thompson weiter, ob diese Mumie ein auf diese Art geschrumpfter Fötus oder sogar ein bereits geborener Mensch sei. Wobei man aber auch bedenken muss, dass sich “Schrumpfköpfe” aus dem Gebiet des Amazons im 19. und 20. Jahrhundert in der westlichen Welt einer makaberen Beliebtheit erfreuten. Reisende und Seeleuten kauften sie genau so, wie Museen für Völkerkunde in Nordamerika oder Europa.

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Das hatte zur Folge, dass solche gruseligen Schädel auch absichtlich gefälscht wurden. Gefälscht in dem Sinne, dass man schlicht und einfach Menschen nur deshalb ermordete, um ihre Köpfe zu schrumpfen und dann zu verkaufen. Selbst Europäer in Südamerika waren davor nicht sicher, dass sie als derartige “Kopf-Souvenir” enden. Mit dem ursprünglichen religiösen Brauch dieser Kopftrophäen von einigen Stämmen im Amazonas hatte das nichts mehr zu tun.

Ist auch der “Atta Boy” von Ripley ein solche bizarre “Schrumpf-Mumie”?

Der geschrumpfte “Atta Boy”: Kein Alien

„Es scheint mir eher ein mumifizierter Fötus zu sein, als ein geschrumpften Körper“, glaubt Edward Meyer, der Vizepräsident der Exponate des Sonderbaren und des Ripley-Archiv. „Nachdem wir tatsächliche geschrumpfte Körper gesehen haben“, so Meyer, “sieht dies sehr, sehr unterschiedlich aus”.“

800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)
VIDEO: 800 Mio. Jahre alte Mumie in Sibirien gefunden? Eine Spurensuche (Bild: W. Da-Gang)

Auch seien ihm selber nur drei Fälle bekannt, wo der ganzer Körper eines Menschen geschrumpft wurde. Meyer vermutet, dass jemand einem Deutschen Arzt die Technik der Schrumpfköpfe zeigte, und dieser es dann an einem Fötus ausprobierte …

Die Ähnlichkeit mit der Mumie des “Ata” aus Chile ist schon erstaunlich. Der Zwerg aus Chile wurde immer wieder in den letzten zehn Jahren als “Alien-Mumie” angesehen und hitzig diskutiert. Bei seinem Bruder dem “Atta Boy” ist es eigentlich nicht der Fall. “Ata”, der seinen Namen von der Atacama-Wüste in Chile hat, liegt bekanntlich bis heute vor. Sein Bruder aus dem Besitz von Ripley ist aber spurlos verschollen.

Ob sie ein Deutscher Arzt anfertigte, ist reine Spekulation. Aber schon Ripley selber hat 1931 und 1933 bei der Präsentation seiner Mini-Mumie für Widersprüche gesorgt. So zeichnete er am 8. März 1931 einen Cartoon des “Atta Boy” und nannte es “das bolivianische Baby”, das “geschrumpft und mumifiziert” wurde. Nur 6,5 Inch (ca. 16,5 Zentimeter) groß sei die Mumie, so Ripley 1931.

1933 sah das dann etwas anders aus. Bei der Eröffnung des Kuriositäten-Museums in Chicago entstanden 3 Fotos von Robert Ripley mit dem “Atta-Boy”, von dem eines handschriftlich von ihm beschriftet wurde. Darauf steht, dass die Herkunft der Schrumpf-Mumie sei “Jivaro – Peru”. Kein Wort mehr von Bolivien, wie auf der Zeichnung von 1931, die übrigens die Mumie mit Haaren und einem Lendenschurz zeigt.

“Jivaro” ist allerdings kein Ort in Peru, sondern die Bezeichnung eines Indianer-Volkes, die diesen Namen den spanischen Eroberern verdanken. Eigentlich sind es vier unterschiedliche Stämme aus dem Gebiet des Flusses Marañón in Peru und Ecuador, die man “Jivaroan Leute” nennt. Und diese indigenen Stämme der Shuar, Achuar, Humabisa und Aguaruna waren – Kopfjäger, die Schrumpfköpfe anfertigten!

Angesicht der mutmaßlichen Herkunft des “Atta Boy” bei den “Jivaroan Leuten” in Südamerika, wird wohl die Beschreibung von Ribley als “geschrumpft und mumifiziert” zutreffen. Kein Alien, wie eben auch “Ata” aus Chile, wie wir jetzt wissen.-

Verschollen – oder identisch?

ARTIKEL: Dr. Steven Greer, die angebliche Alien-Mumie “Ata” aus der Wüste von Chile und das UFO-Filmprojekt “Sirius” (Bild: A. Kramer / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Dr. Steven Greer, die angebliche Alien-Mumie “Ata” aus der Wüste von Chile (Bild: A. Kramer / Montage: Fischinger-Online)

Der „Atta Boy“ ist heute verschollen – wohl in irgendeiner privaten Sammlung verborgen. Nur die Fotos von 1933 aus Chicago existieren. Die Mumie selber sei der „persönliche heilige Gral“ von Edward Meyer, wie er sagt, und die Story um sie „ist besser als die des modernen Ata“ …

Aber sind nicht vielleicht bei ein und die selbe Mumie? Ist der “Atta Boy” in Wahrheit “Ata” aus Chile und damit nicht spurlos verschwunden?

Bei zwei derart bizarren und sich so ähnelnden Mini-Mumien, könnte man das vermuten. In der Tat wird es auch hin und wieder. Aber vergleicht man Bilder beider Mumien miteinander, ist das ziemlich sicher ausgeschlossen, wie es auch Meyer glaubt. Trotz aller Ähnlichkeiten und Parallelen, zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen den beiden Zwergen, die sie als zwei Individuen ausweisen.

Dieser Bild-Vergleich von mir soll das verdeutlichen:

"Ata" aus Chile /li.) und der "Atta Boy" aus Peru (re.) im Vergleich: Sie sind nicht identisch! (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)
“Ata” aus Chile /li.) und der “Atta Boy” aus Peru (re.) im Vergleich: Sie sind nicht identisch! (Bilder: A. Kramer / ripleys.com / Montage: Fischinger-Online)

Ich bin sicher, dass es sich hierbei um zwei unterschiedliche Mumien handelt. Der “Ex-Alien” aus dem Doku-Fim “SIRIUS” von Dr. Steven Greer und der verschollenen “Atta Boy” sind nicht die selben Menschen/Föten/Babys.

Hier ein Mystery-Review zu Greer auf meinem YouTube-Kanal Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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von Lars A. Fischinger

 

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UPDATE zum Posting “‘BILD’ berichtet über die ‘größten Alien-Rätsel auf der Erde’ und befragte Experten zum Thema” vom 26. Jan. 2018

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UPDATE: Die BILD ist auf den Spuren der größten Alien-Rätsel auf der Erde (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UPDATE: Die “BILD” ist auf den Spuren der größten Alien-Rätsel auf der Erde (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Ende Januar 2018 veröffentlichte ich einen Beitrag auf diesem Blog, in dem es um einen Artikel zum Thema UFOs und Außerirdische in der “BILD” ging. In diesem stellte die Zeitung die ihrer Meinung nach “größten Alien-Rätsel auf der Erde” vor, zu denen die “BILD” auch verschiedene Alien-Experten befragte. In meinem Artikel dazu vermutetet ich, dass die zitierten Antworten “der jeweiligen Experte zusammengebastelt” wurden. Und zwar aus alten Aussagen der Befragten von der “BILD”-Redaktion bzw. dem Autoren des Artikels selbst. Jetzt hat sich der verantwortliche Redakteur der “BILD-Zeitung” bei mir gemeldet und meine geäußerte Vermutungen bestritten. Wie und warum, erfahrt Ihr in diesem Update.


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Best of Aliens und UFOs der “BILD”

Geht es um die “besten Mysterien der Welt” in den Massenmedien, werde ich als Kenner der Grenzwissenschaft immer sehr schnell hellhörig. Auch und vor allem, wenn es um UFOs und Aliens in einer so weit verbreiteten Boulevardzeitung wie eben die “BILD” geht. So war es auch in meinem Blog-Artikel “‘BILD’ berichtet über die ‘größten Alien-Rätsel auf der Erde’ und befragte Experten zum Thema (um deren Antworten selber zu geben?)” vom 26. Januar 2018.

Darin bezweifelte ich, dass der Autor Ingo Gentner in seinem Artikel “Die größten Alien-Rätsel auf der Erde” tatsächlich die dort genannte vier Experten zum Thema entsprechend befragte oder interviewte. Natürlich war auch Erich von Däniken als Prä-Astronautiker mit von der Partie.

Die zum Teil dort umfangreich zitierten Antworten kamen mir allesamt mehr als sonderbar vor. Ich schrieb dazu:

Als Jäger des Phantastischen kommen mir grundsätzlich alle von ‘BILD’ zitierten Antworten seltsam bzw. seltsam bekannt vor. Sollte der Autor Ingo Gentner sie erfunden oder via “Google” zusammengesucht haben? Oder anders gefragt, hat die Redaktion hier Zitate aus zum Teil viel frühen Aussagen oder Artikeln der jeweiligen Experte zusammengebastelt?”

Und weiter schrieb ich:

Ob die vier Alien-Experten überhaupt wissen, dass sie der ‘BILD’ drei Fragen beantwortet haben, ist zu bezweifeln. Auch wenn sie inhaltlich zur jeweiligen Person stimmen (mögen), sollte so was im Mainstream nicht vorkommen.

Auf Nachfrage der von mir als “Fake-Antworten” bezeichneten Zitate bei Erich von Däniken hieß es, dass “uns die Fragen tatsächlich nicht explizit gestellt wurde”. Jedoch seien sie inhaltlich richtig.

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Aufklärung durch die “BILD”

“BILD” fragt – “BILD” antwortet …?!

So meine Vermutung im oben genannten Posting auf Grenzwissenschaft und Mystery Files. Dem Verdacht der selber zusammengestellten Antworten hat nun der verantwortliche Autor Ingo Gentner entschieden widersprochen.

Er teilte mir mit, dass die von ihm zitierten Antworten der Interviews – “auch das mit Erich von Däniken” – keinesfalls von ihm “gefälscht” wurden. Also nicht von ihm, wie ich es vermutet hatte, zusammengestellt worden sind. Auch sei der Artikel schon recht alt und stamme vom Juni 2013, so Gentner weiter. Das gilt damit natürlich auch für die Interviews. Dies erklärt, warum der Inhalt und die Expertenaussagen so “seltsam” erschienen, da online kein Datum des Artikel zu finden ist. Rund fünf Jahre ist eine lange Zeit …

“BILD”-Autor Gentner schickte mir auch Belege seiner Interviews mit der freundlichen Bitte die “schweren Vorwürfe gegen mich zurückzunehmen”.

Was ich an dieser Stelle gerne mache.

Anhand von E-Mails vom Sommer 2013 zwischen ihm und von Däniken, die ich von Gentner in Kopie bekam, ist klar zu sehen, dass er in der “BILD” richtig zitiert hat. Nach rund 4,5 Jahren geriet das etwas in Vergessenheit.

Mein Dank an dieser Stelle ausdrücklich an Ingo Gentner, der sich die Mühe machte, meine Vermutungen und Vorwürfe zu entkräften. Sicher nicht üblich für große Mainstreammedien gegenüber einen kleinen privaten Mystery-Blog, wie dem diesen hier.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Haben Aliens auf dem Mars einen Atomkrieg geführt – und dabei eine ganze Zivilisation vernichtet? Ein Blick hinter die Schlagzeilen der Regenbogenpresse

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Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Haben Außerirdische auf dem Mars einen Atomkrieg geführt? (Bilder: NASA & gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kein anderer Planet in in unserem Sonnensystem fasziniert die Menschen so sehr, wie unser Nachbar Mars. Kosmologen und Laien sind von unserem “kleinen Bruder im All” ebenso begeistert, wie es einst auch unsere Vorfahren vor Jahrtausenden waren. Aber auch in der Grenzwissenschaft und vor allem der Prä-Astronautik spielt der Mars seit jeher eine große Rolle. Immer wieder wurden und werden auf ihm angebliche “außerirdische Spuren” gefunden, die für eine versunkene Mars-Zivilisation sprechen sollen. Das glaubt auch der Autor und Physiker Dr. John E. Brandenburg aus den USA. Er meint, dass auf dem Mars eine Zivilisation durch eine nukleare Katastrophe absichtlich ausgelöscht wurde und hat es jetzt mit dieser Behauptung bis in die deutsche Boulevardpresse geschafft. Dahinter verbirgt sich aber eine spannende Story mit vielen Fragen, wie ich es für Euch hier zusammenfasse …


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Die Mars-Zivilisation

Eigentlich wurde bereits im 18. und 19. Jahrhundert spekuliert, dass es auf die Mars eine fremde Zivilisation gibt. Selbst etablierte Astronomen nahmen bis vor nicht mal 100 Jahren an, dass unser Nachbar im All bewohnt ist und dort eine technologische Alien-Kultur existiert. Frühe Science-Fiction-Autoren nahmen diese Themen gerne auf. Allen voran natürlich H. G. Wells mit seinem Buch “The War of the Worlds”, “Der Krieg der Welten” aus dem Jahr 1898.

Bei solchen Überlegungen über eine Mars-Zivilisation gab es drei Hauptideen:

Entweder, diese Marsianer existieren als eine ganz normale und “gesunde” Zivilisation und bei ihnen ist alles friedlich und in Ordnung. Oder zweitens, diese Mars-Aliens sind momentan dem Untergang geweiht. Beispielsweise durch das Austrocknen ihres Planeten, wogegen sie mit allen Mitteln ankämpfen. Drittens die Überlegung, dass diese Mars-Zivilisation einst existierte, aber schon lange – sehr lange – vernichtet ist.

Vernichtete Marsianer

Gerade der letzte Punkt ist bis heute weiterhin in der Welt der Grenzwissenschaft und Mystery Files aktuell. Dass es augenblicklich ein außerirdische Zivilisation auf dem Roten Planeten gibt, und kämpfe sie auch gegen ihren eigenen Untergang, vermutet heute praktisch niemand ernsthaft mehr. Außer vielleicht im Bereich der Esoterik.

Hauptgrund für die Annahme einer aus dem Mars vernichteten Zivilisation sind angebliche Spuren dieser Außerirdischen, die immer wieder gerne auf Fotos vom Mars “gefunden” werden. Diese “Mars-Anomalien” sind zum Teil schon legendär geworden. Spätestens als die ersten Bücher über Pyramiden auf dem Mars etc. in den 1980ger Jahren mit entsprechenden NASA-Bildern vom Mars erschienen, erhielt die Frage nach Marsianern neuen Zündstoff.

Ein US-Kongressabgeordner wollte von der NASA wissen, ob es einst eine Zivilisation auf dem Planten Mars gab (Bild: NASA / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)
“Gab es eine Zivilisation auf dem Mars?” US-Abgeordneter fragt die NASA nach Mars-Bewohnern und verwirrt die Medien (Bild: NASA / L. A. Fischinger / Montage: L. A. Fischinger)

Bis heute hält diese Spekulation an, da zahllose neue Mission zum und auf dem Mars unzählige neue und sehr gute Fotos von dem Planten lieferten. Viele glauben, dass diese Bilder der NASA hier und da klare Spuren oder Relikte dieser nicht mehr existierenden Mars-Zivilisation zeigen.

Ein Thema das wohl nie enden wird, da eben aufgrund der Vielzahl der Fotos und der Mars-Missionen ein steter Strom von neuem Material zu Erde kommt. Leider aber sind alle diese “Beweise” für künstliche Mars-Anomalien auch bei noch so gutem Willen eben nicht beweiskräftig, wie vielfach bereits dargelegt (s. z. B. HIER, HIER, HIER oder HIER).

Atomkrieg auf dem Mars?

Beweiskräftig sind solche Spuren auf dem Mars aber durchaus für Dr. John E. Brandenburg aus den USA. Bereits 1988 veröffentlichte er zusammen mit Vincent DiPietro und Gregory Molenaar das Buch “Unusual Mars Surface Features” über anormale oder sogar künstliche Strukturen auf dem Mars. Sie plädierten darin dafür, dass man diese “Gebilde” auf dem Mars unvoreingenommen untersuchen muss.

Molenaar und DiPietro waren jene beiden Mars-Forscher, die das “Marsgesicht” und die “Pyramiden auf dem” Mars damals weltberühmt machten. Brandenburg legte aber 2011 und 2015 zwei Mars-Bücher nach. In “Life and Death on Mars: The New Mars Synthesis” und “Death on Mars: The Discovery of a Planetary Nuclear Massacre” formulierte er seine Ideen aus, dass ein Atomkrieg auf dem Roten Planeten die dortige Zivilisation vollständig vernichtet habe.

In seinem Buch “Death on Mars” von 2015 führte Dr. Brandenburg seine Ideen der zerstörten Mars-Zivilisation weiter aus. Da der Mars einst durchaus lebensfreundlich war, Wasser trug und eine Atmosphäre hatte, so Brandenburg, existierte doch auch eine Zivilisation. Zwar sprechen Mars-Forscher und Kosmologen davon, dass diese “feucht-warme Epoche” des Mars vielleicht sogar Milliarden Jahre zurück liegt, aber Brandenburg sieht das anders.

Nach den Überlegungen von ihm sei diese Mars-Zivilisation erst vor grob 200 Millionen Jahren zugrunde gegangen. Auf unserem Planten war da an Menschen noch nicht zu denken, denn es fällt in die irdische Urzeit. Viele der heute berühmten Dinosaurier gab es da noch nicht mal auf der Erde. Auf dem Mars nach Meinung von Brandenburg aber eine humanoide Zivilisation.

Gewaltige thermonukleare Explosion hätten nach seiner Meinung den Mars verwüstet. Die gesamte Biosphäre des Planeten wurde dabei zerstört und die Atomwaffen hätten den gesamten Planten verwüstet und die Marsianer letztlich vernichtet. Es waren seiner Meinung nach aber nicht die Mars-Bewohner selber, die sich gegenseitig umbrachten und ihren Heimatplaneten verwüsteten, sonder Außerirdische von anderswo. Eine andere Alien-Rasse sei für diese Nuklear-Angriffe verantwortlich, deren Herkunft aber auch Brandenburg nicht kennt …

Phantastische Vergangenheit

Pyramide auf dem Mars entdeckt: Was fotografierte der NASA-Rover “Curiosity” auf dem Roten Planeten? Eine Analyse (Bild: NASA)
Pyramide auf dem Mars entdeckt: Was fotografierte der NASA-Rover “Curiosity” auf dem Roten Planeten? Eine Analyse (Bild: NASA)

John E. Brandenburg schrieb zwar unter Pseudonym auch Science-Fiction-Romane, aber seine Thesen über einen marsianischen Atomkrieg vor Jahrmillionen sind ihm ernst. Dabei geht er soweit, dass er diesen Atomangriff auf die Marsianer auch Auswirkungen auf unsere Erde gehabt haben könnte.

Hier denkt Brandenburg an das gigantische Massensterben am Ende des irdischen Zeitalters des Perm. Eines der größtes Massensterben auf diesem Planten überhaupt, das allerdings laut Datierungen nicht vor 200 Millionen Jahren stattfand. Dies große irdische Sterben ereignete sich vor rund 252 Millionen Jahren, und ist die Grenze der Zeitalter Perm und Trias sowie des Erdaltertum und des Erdmittelalter.

Allerdings ereignete sich im Erdmittelalter, dem Mesozoikum, erneut ein Massensterben, dass auf etwa 201 Millionen Jahren datiert wird. Es bildet die Trias-Jura-Grenze und war ein Massenaussterben, bei dem annähernd 70 bis 75 Prozent der irdischen Arten verschwanden. Nach Brandenburg könnten das Folgen des Atomkrieges auf dem Mars gewesen sein.

Eine derart phantastische Vergangenheit des Mars sind keine neuen Gedanken in der Science-Fiction und auch Grenzwissenschaft. Neu ist aber, dass John E. Brandenburg seit Jahren meint, er habe Belege für seine Atom-Thesen gefunden. Der Boulevardzeitung “BILD”, die bekannt ist, nicht gerade sachlich über Themen der Grenzwissenschaft und Mystery Files zu berichten, war es am 22. Februar trotzdem einen Online-Artikel wert.

Beweise für einen Mars-Atomkrieg?

Die “BILD-Zeitung” schreibt, dass Brandenburg als Beweise für seine spektakulären Behauptungen “physikalischen Daten, die bei den Mars-Missionen der NASA entstanden” habe. Und dabei verweist die “BILD” auch auf die sicher vielen bekannte Webseite Atlantisforschung.de. Ein Seite, deren Macher und Autoren ich gut kenne, und die vor allem bei ihren lexikalischen Begriffen auf der Online-Präsenz sehr wertneutral berichtet.

So ist es auch bei dem Eintrag zu John E. Brandenburg, der seine Mars-Ideen ausgezeichnet zusammenfasst. Denn vor allem kam Brandenburg durch “außergewöhnliche regionale Konzentrationen von radioaktivem Uran, Thorium und Kalium in zwei Gebieten des Mars” diesen angeblichen Atomschlägen auf die Spur.

Weiter heißt es bei Atlantisforschung.de:

Diese Anomalien versuchte er zunächst mit der vormaligen Existenz mindestens eines ‘natürlichen Atomreaktors’ auf dem Mars zu erklären, vergleichbar demjenigen, der 1972 auf der Erde in Gabun entdeckt wurde. Diese Entdeckungen präsentierte er 2011 auf der Lunar and Planetary Science Conference.

Zwei Kerngebiete dieser atomaren Verwüstungen bzw. radioaktiv verseuchten Gebiete will Brandenburg bei seinen Untersuchungen der NASA-Mars-Daten gefunden haben. Eine liegt nahe der Cydonia-Region – dort, wo sich auch das Marsgesicht und die Pyramiden befinden.

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Hier wurde er bei seinen Untersuchungen hellhörig, dass der Mars einen gewaltigen Überschuss von Xenon-129 besitzt. Dieses aber entstehe in einer derartigen Konzentration nur bei Kernexplosionen, wie wir es durch die Atomtests auf der Erde wissen. Schlussfolgerung, so Brandenburg weiter, auf dem Mars muss es gewaltige Atomexplosionen gegeben haben, die in ihrem Ausmaß nur künstlich herbei geführt sein konnten!

Der strahlende Planet

Nach den Ergebnissen von Brandenburg weisen auch andere Isotope auf dem Mars auf derartige Nuklearexplosionen hin. Etwa die Verteilung von Krypton und Argon. Alle diese nuklearen Spuren, deren Zerfallsraten und Verteilungen auf dem Mars seine Belege für einen Atomkrieg auf dem Mars. Anders bzw. natürlich ließe sich das nicht erklären, so Brandenburg.

ARTIKEL: Mars-Rover “Curiosity” fotografierte einen “Knochen” auf dem Mars: Die NASA dementierte aus gutem Grund (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)
ARTIKEL: Mars-Rover “Curiosity” fotografierte einen “Knochen” auf dem Mars: Die NASA dementierte aus gutem Grund (Bild: NASA/JPL-Caltech/MSSS)

Selbst mögliche Orte dieser Detonationen will der Physiker klar auf dem Mars lokalisiert haben. Mein Mystery- und Autoren-Kollege Roland M. Horn, der in einem Artikel Brandenburgs Thesen sehr gut zusammenfasste, schreibt etwa:

Die beobachtete Region konzentrierten Thoriums läge in der nordwestlichen Arcadia-Region des Mars und sei eine dunkle ringförmige Region innerhalb eines großen dunklen Gebiets mit wenig Rückstrahlvermögen. Das Auftreten von einer Region aus erhöhten Mengen an Thorium und radioaktivem Kalium-40 würde auf Abbildungen von kurzlebigen Eisen- und Silizium-Isotopen nicht reflektiert und lege nahe, dass das Ereignis vor einigen Millionen Jahren (…) stattfand.

Das Vorhandensein von Thorium im offensichtlichen Zentrum der Explosion sei besonders aufschlussreich, denn Thorium sei in größeren Mengen vorhanden als Uran, aber wie Uran-238 nur in Gegenwart von 14 MeV Neutronen bemerkbar. (…) Die Explosion müsse eine Luftdetonation gewesen sein, da im Zentrum der radioaktiven Muster keine Krater zu sehen sind.

Der Atomschlag gegen die Mars-Zivilisation hätte nach den Berechnungen von Brandenburg einer Milliarde Megatonnen entsprochen. Eine planetare Katastrophe wäre die Folge gewesen und hätte das Leben auf dem gesamten Mars so gut wie vollständig vernichtet. Natürlich auch die Zivilisation der Mars-Bewohner. Zurück blieb der öde und lebensfeindliche Mars, wie wir ihn alle kennen

Relikte der Mars-Zivilisation

Ein zweifellos unfassbares Szenario, das der Plasmaphysiker Brandenburg in seinen Veröffentlichungen entworfen hat. Leider aber hat es mindestens drei grundsätzliche Probleme:

Als erstes die Alien-Relikte und-Beweise der Mars-Zivilisation, die er benennt. Hier sind eben vor allem die angeblichen Pyramiden und Bauten sowie das nahegelegene Marsgesicht der Cydonia-Region weithin bekannt. Ob diese aber wirklich künstlich sind, ist mehr als zweifelhaft. Vor allem neue Fotos des Marsgesicht nach den ersten NASA-Bildern Mitte der 1970ger Jahre zeigen, dass da eben kein künstliches Gesicht ist. Nur ein Berg, nichts weiter. Wenn man den neuen hochauflösenden Fotos der NASA traut, was bei Weitem nicht jeder Mystery-Interessierte macht.

Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der Mars: Hat die NASA Hinweise auf früheres Leben auf unserem Nachbarplaneten übersehen? (Bild: NASA / L. A. Fischinger/ Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Der zweite Punkt wäre die Entwicklung einer humanoiden Spezies auf dem Mars, die Millionen Jahre vor den ersten menschlichen Urahnen auf der Erde existiert haben soll. Dafür gibt es keine Anhaltspunkte. Zwar gab es sehr wahrscheinlich Meere, Seen und ein erdähnliches Ur-Klima auf dem Mars – doch ob diese Epoche für ein solche komplexe Evolution reichte, ist mehr als fragwürdig.

Natürlich wäre ein Evolution auf dem Roten Planten denkbar, nur wissen wir nicht im Geringsten in welcher Art und Geschwindigkeit diese abgelaufen sein soll. Verglichen mit unserer Erde wäre es auf dem Mars eine “Turbo-Evolution“, wenn dort schon vor 200 Millionen Jahren eine Zivilisation gelebt haben soll. Aber, um es den Marsianer doch noch eine Chance zu geben, vielleicht verlief die Entwicklung dort eben vollkommen anders. Ungestört von Massenaussterben wie auf der Erde und damit eben schneller.

Eine reine Spekulation. Wie es auch der dritte Punkt in Brandenburg seinem Modell der Mars-Bewohner ist: Der nukleare Vernichtungsschlag gegen die Marsianer durch eine fremde Alien-Zivilisation. Nach dieser Annahme gab es folgerichtig nicht nur auf Erde und Mars Leben – beim Mars sogar eine Zivilisation – sondern es waren Außerirdische von “irgendwo her” damals in unserem Sonnensystem.

Brandenburg mutmaßt, dass die Mars-Zivilisation in den Augen dieser Alien-Rasse eine “Bedrohung” oder “Gefahr” darstellte, weshalb man sie nuklear vernichtete.

Science-Fiction vor 200 Millionen Jahren

Es war also nicht vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis, sondern vor unserer Haustüre im All. Hier zeigt sich, dass Dr. Brandenburgs Thesen wohl nicht mal den begeisterten Prä-Astronautik und Grenzwissenschafts-Fan überzeugen können. Warum sollte eine technologische Alien-Zivilisation in unser Sonnensystem kommen und in den Marsianern eine Gefahr sehen, die sogleich beseitigt werden muss?

Gleichzeitig muss man sich fragen, welche Art diese Mars-Kultur überhaupt gewesen sein soll. Brandenburg vermutet anhand der mutmaßlichen Reste diese Aliens auf dem Mars, dass sie der irdischen durchaus ähnlich war. Inklusive aller Probleme und Schwierigkeiten. All das ist aber erneut nur Spekulation. Und selbst wenn diese Marsianer den Stand einer technologischen Gesellschaft hatten, waren sie immer noch keine “Gefahr”. Für wen auch immer.

Auch die Menschheit kann  man wohl kaum als “Bedrohung” für Außerirdische ansehen, so dass diese uns gleich auslöschen wollen oder sogar müssen.

Allerdings ist die “BILD”-Schlagzeile “US-Forscher glaubt an Atomkrieg auf dem Mars” wiedereinmal ein schönes Beispiel dafür, dass sich hinter so manchem Artikel der Regenbogenpresse durchaus spannende Geschichten verbergen können …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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“BILD” berichtet über die “größten Alien-Rätsel auf der Erde” und befragte Experten zum Thema (um deren Antworten selber zu geben?)

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Die "BILD-Zeitung" ist auf den Spuren der größten Alien-Rätsel auf der Erde (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die “BILD-Zeitung” ist auf den Spuren der größten Alien-Rätsel auf der Erde (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

(UPDATE 9. März 2018 HIER) Wenn es in den Medien um die größten Rätsel zu Themen wie Aliens, Mysterien der Vergangenheit, UFOs & Co. geht, werden viele Grenzwissenschaftler hellhörig. Vor allem dann, wenn diese “größten Alien-Rätsel” der Welt in der Mainstreampresse veröffentlicht werden und dadurch eine mediale Reichweite haben. So geschehen jüngst in der Online-Version der Boulevardzeitung “BILD”. Eine Zeitung, die fraglos nicht gerade zu den Fachmagazinen der Grenzwissenschaft & Mystery Files gehört. Was diese Veröffentlichung der “BILD”  jedoch interessant macht, sind “die verblüffenden Antworten” von Experten zu diesen Themen, die das Blatt dazu befragt haben will. Alles zu diesen großen “BILD”-Alien-Rätsel und den durchaus umfangreichen Antworten der Experten, beleuchte ich hier. Und zwar frei nach dem Motto: “BILD” fragt – “BILD” antwortet …?!


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Best of Alien-Rätsel …

Kurz gesagt, und das zeigt die Erfahrung, sind ausnahmslos alle Zusammenfassungen von irgendwelchen “größten Rätsel” zu Mystery- bzw. Alien-Themen sinnlos. Ein solche Auflistung kann überhaupt nicht erfolgen, da jeder hier seine Rätsel-Favoriten hat, die er bevorzugt.

Diese Bevorzugung gilt für Grenzwissenschaftler – wie eben UFO-Forscher – ebenso, wie für Autoren von derartigen Publikationen. Gleiches trifft auch auf die breite Masse der an den Themen interessierten Menschen zu. Auch hier hat jeder seine Lieblinge unter den Rätseln der Welt. Bei Journalisten und Autoren der Presse und Mainstreammedien ist das vollkommen anders, wie es sich immer wieder zeigt.

Journalisten nehmen einfach irgendwelche Themen, die zum geforderten Artikel redaktionell zu passen scheinen. Gerne auch aus dem eigenen Archiv der Redaktion, sofern diese bereits über solche berichtet hat.

Genau das trifft aktuell bei dem Artikel “Die größten Alien-Rätsel auf der Erde” von einem Autoren namens Ingo Gentner aktuell in der “BILD-Zeitung” zu.

Die größten Alien-Rätsel der “BILD”

Gentner leitet seinen Artikel mit den Worten ein:

Unheimlicher Schwindel oder unglaubliche Realität – was steckt dahinter? BILD beschreibt die größten Alien-Rätsel der Menschheits-Geschichte!

Was laut dem Online-Beitrag der “BILD” in der Menschheitsgeschichte so unfassbar ist, soll an dieser Stelle nicht im Detail ausdiskutiert werden. An anderen  Stellen wurden eine Reihe dieser Alien-Rätsel von mir bereits behandelt. Zusammenfassend sind es aber folgende außerirdische Mysterien der Erde, die angeblich zu den Größten zählen:

Das “Wesen von Metepec”, welches vor rund zehn Jahren in Mexiko in eine Rattenfalle getappt ist. Damals war es vor allem eben die “BILD-Zeitung”, die darüber in Deutschland immer wieder berichtete, und so einen Hype um diesen Kadaver schuf. In meinem Buch “Verbotene Geschichte” habe ich ausführlich darüber (über den Affen) berichtet.

ARTIKEL: Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens und UFOs beobachtet werden – gibt es eine solche “Top 3” tatsächlich? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die drei besten Hinweise, dass wir von Aliens und UFOs beobachtet werden – gibt es eine solche “Top 3” tatsächlich? (Bild: WikiCommons/gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Im besagten Buch habe ich auch umfangreich die angebliche Alien-Leiche des Atacama-Humanoiden, “Ata” genannt, diskutiert. Eine winzige Kreatur aus der Atacama-Wüste in Chile, die laut “BILD” ebenso zu den großen Alien-Rätseln gehört.

Mehr zu “Ata” auf diesem Blog, zum Beispiel HIER und in meinem YouTube-Video HIER.

UFOs gehören nach dem Autoren Ingo Gentner ebenfalls in die Liste der best of Alien-Rätsel. Eigentlich vollkommen klar, und so schreibt er denn auch:

Doch nicht immer können Experten schlüssig erklären, was Menschen am Firmament gesehen und fotografiert haben.”

Das sogenannte “WOW!-Signal” aus dem Jahre 1977 findet sich hier auch gelistet. Ein seltsames Funksignal, dass damals vom Radioteleskop der Ohio State University empfangen wurde und in der Tat bis heute Rätsel aufgibt. Immer wieder wird spekuliert, ob es vielleicht dich ein Signal von Außerirdischen war, das zufällig aufgefangen wurde. Schließlich suchen Wissenschaft mittels Radioteleskopen (SETI) schon jahrzehntelang nach derartigen Signalen als Beweis für außerirdische Zivilisationen!

Kornkreise gehören laut “BILD” auch in die Liste des Unfassbaren, zu denen es im Artikel heißt:

Stellen sie etwa Landebahnen für Aliens dar? Wegweiser für außerirdische Raumfahrer? Botschaften aus dem All?

Als letzten Punkt finden sich bei Gentners großen Alien-Rätsel “Mysteriöse Artefakte”. Hier werden beispielhaft drei ominöse und künstliche Objekte genannt, die scheinbar Millionen von Jahren alt sind und damit nicht von Menschen gemacht worden sein können. Woher möglichen sie stammen, fragt der Autor.

“Von früheren Zivilisationen, die auf unserem Planeten lebten”, so Gentner, “bis hin zu Besuchen aus dem All” würden die Spekulationen über deren Herkunft reichen. Nichts davon sei aber zu belegen.

Ein Fall für (Alien-)Experten, also:

Wir haben Experten gefragt, ob es Aliens überhaupt geben kann! Die verblüffenden Antworten!

“BILD” fragt Alien-Experten

Die Aliens sind unter uns! Die “Top Ten” der spektakulärsten Fälle aus Sicht eines deutschen Nachrichtenmagazins (Bild & Bearbeitung: L. A. Fischinger / Archiv)
Die Aliens sind unter uns! Die “Top Ten” der spektakulärsten Fälle aus Sicht eines deutschen Nachrichtenmagazins (Bild & Bearbeitung: L. A. Fischinger / Archiv)

Die größten Alien-Rätsel auf der Erde” von “BILD”-Autor Ingo Gentner sind vielen Menschen aus der Grenzwissenschaft natürlich bekannt. Obwohl sie zum Teil durchaus spannend sind, sind die “verblüffenden Antworten der von der Boulevardzeitung befragten Experten wesentlich interessanter!

Üblicherweise sind irgendwelche Statements, Kommentare, Antworten etc. in der Mainstreampresse zu diesem oder jenem Thema mehr als knapp. Vor allem auch bei der “Online-BILD“.

Nicht aber in diesem Fall, in dem vier Experten auf drei Fragen zum Thema jeweils teilweise recht umfangreiche Antworten gaben. Nicht wie oftmals üblich zwei oder drei “zerstückelte Sätze”, die irgendwie in dem jeweiligen Artikel zitiert werden.

Aus Erfahrung weiß ich, dass genau diese knappen und zerstückelten Zitate gerade in den Mainstreammedien und vor allem in der “BILD” oftmals heftige Kritiken nach sich zogen.

Die Experten sind in diesem Fall:

  • Ex-Astronaut Prof. Dr. Ulrich Walter
  • Prä-Astronautik-Legende Erich von Däniken
  • Planeten-Forscher Prof. Dr. Tilman Spohn
  • Mystery-Autor Hartwig Hausdorf

Namen, die man durchaus kennt.

Die drei Fragen, die jeder der Experten von “BILD” gestellt bekam, kennt man ebenso. Vor allem, da diese derart einfach und zugleich wieder umfangreich sind, dass eigentlich kein Mensch der Welt diese wirklich beantworten kann:

ARTIKEL: Dr. Steven Greer, die angebliche Alien-Mumie “Ata” aus der Wüste von Chile und das UFO-Filmprojekt “Sirius” (Bild: A. Kramer / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Die angebliche Alien-Mumie “Ata” aus der Wüste von Chile (Bild: A. Kramer / Montage: L. A. Fischinger)
  1. Gibt es nun Aliens oder nicht?
  2. Waren Außerirdische etwa schon auf der Erde?
  3. Was wartet auf die Menschheit im Universum?

Wenn an ehrlich ist, kann diese einfachen Fragen niemand definitiv und richtig beantworten. Auch die vier Externen nicht, die sich teilweise gegenüber “BILD” recht ausführlich dazu äußerten. Wenn die Antworten überhaupt in der zitierten Form auf zuvor gestellte Fragen von der Redaktion erfolgt sind (sieh unten).

Nicht unbegründet habe ich da Zweifel, was das zitieren von Statements und Aussagen in der “BILD-Zeitung” angeht.

Was wissen die “BILD-Experten” über Aliens?

Zur ersten Frage:

Der ehemalige Astronaut Ulrich Walter, der auch auf diesem Blog bereits öfter Thema war, zweifelt nicht, dass es Aliens gibt. “Jein”, so Walter. Der Kosmos sei so groß, dass es irgendwo in “vielen Millionen Lichtjahren” Entfernung diese fremden Zivilisationen geben könnte. Nichtmal in unserer eigenen Milchstraße würden wir andere Wesen außer uns finden, glaubt Walter …

Erich von Däniken sieht das naturgemäß vollkommen anders. “Es wimmelt von Zivilisationen dort draußen”, da Astronomen immer mehr Exoplaneten finden, wird EvD ziert. Unter diesen fernen Welten befinden sich eben auch solche, die theoretisch Leben tragen könnten. Theoretisch …

Tilman Spohn vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wiederum wäre “verwundert”, “wenn es nicht irgendwo auch belebte Planeten gäbe”. Im All gibt es so viele Milliarden Sterne, dass es auch möglicherweise intelligente Aliens geben könnte. All das sei aber noch immer nicht bewiesen, wie er betont.

Als vierten Alien-Experten hat die “BILD” Hartwig Hausdorf befragt. Auch er ist ein sehr bekannter Prä-Astronautik-Autor und war in den vergangenen Jahrzehnten nicht selten in der Zeitung selber vertreten. Eines seiner Bücher wurde sogar dank großer Berichte in der Print-“BILD” ein Bestseller.

Hausdorf meint, dass es “mittelalterlich” wäre, “noch zu glauben, wir wären die einzigen Intelligenten im All”.

“Waren Außerirdische etwa schon auf der Erde?”, so die zweite und zumindest mich persönlich mehr interessierende Frage:

“Nein”, da ist sicher Ulrich Walter sicher. “Wenn es andere gäbe, die hier in unserer Milchstraße sind, hätten sie schon hier gewesen sein müssen“, so Walter weiter. Er selber hat jedoch bisher keinen getroffen und außerdem seien die Distanzen im All viel zu weit, als das man diese überwinden könne.

Unsere Erde vom Mond aus gesehene: "In unserer Milchstraße sind wir wahrscheinlich die Einzigen", so der Ex-Astronaut und Wissenschaftler Ulrich Walter im Interview (Bild: NASA)
Prof. Ulrich Walter im Interview: “In unserer Milchstraße sind wir wahrscheinlich die Einzigen” (Bild: NASA)

Warum Walter aber die Frage, ob Aliens schon hier waren, mit “Nein” beantwortet, weil “sie schon hier gewesen sein müssen”, bleibt sein Geheimnis. Er geht nämlich davon aus, dass wir in unserer Galaxis vollkommen allein sind. Also war niemand hier …

Prä-Astronautiker Erich von Däniken ist da natürlich ganz anderer Meinung. “Definitiv waren Außerirdische vor Jahrtausenden auf der Erde”, was er in 30 Büchern “sauber belegt” habe. In der von “BILD online” erstaunlich lang zitierten(?) Antwort von EvD verweist dieser auf Beispiele von Himmelswagen, der Herniederkunft von “Gott” und den Himmlischen, dem religiösen Wiederkunftsgedanken usw.

Beispiele, die sicher von diesem Blog und entsprechenden Interviews bekannt sind. Zum Beispiel aus diesem YouTube-Video-Interview mit von Däniken und mir.

Planeten-Forscher Tilman Spohn verweist in seiner Antwort auf astronomischen Fakten. In diesem Fall, dass wir bis dato keine Signale von Aliens gefunden haben, die sich, gesetzt dem Fall, dass es sie gibt, mit Lichtgeschwindigkeit durch das All bewegen würden. Demzufolge waren auch keine Außerirdischen hier “und es wird auch keiner kommen”, so Spohn.

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Hartwig Hausdorf als Mystery- und Prä-Astronautik-Autor wiederum ist überzeugt, “dass Außerirdische auf der Erde waren”. Dies lies “sich anhand etlicher Artefakte belegen”, die nicht in die jeweilige Kultur passen, von der sie stammen oder stammen könnten. Auch verweist Hausdorf auf genetische Anomalien in uns selbst, die bisher “für die Genetiker absolut unerklärlich sind”. Das heißt, dass hier möglicherweise Alien-DNA in uns allen verborgen ist.

Was auf die Menschheit im All wartet, wollte die “BILD” als dritte Frage beantwortet haben.

Der Alien-Experte Ulrich Walter scheint hier irgendwie nicht ganz bei Sache gewesen zu sein. Denn er, zumindest zitiert die “BILD” ihn so, beantwortet die Frage dadurch, dass er über das theoretische Aussehen möglicher Aliens im Sinne der Biologie spekuliert.

Autor von Däniken scheint ebenfalls bei der Beantwortung nicht in dieser Welt gewesen zu sein. Noch nie habe er persönlich ein UFO gesehen, gibt er zu bedenken, und dennoch weiß er, dass “unsere gute alte Erde von Außerirdischen beobachtet wird”. EvD sein Statement ist übrigens nur ein Satz lang und er hat es in der Vergangenheit immer mal wiederholt.

Wissenschaftler senden eine Radio-Botschaft an Außerirdische – und bitten sie um eine Antwort zum 21. Juni 2043 (Bild: SETI Institute / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Wissenschaftler senden eine Radio-Botschaft an Außerirdische – und bitten sie um eine Antwort zum 21. Juni 2043 (Bild: SETI Institute / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Tilman Spohns Antwort ist vergleichsweise sehr ausführlich. Spohn verweist auf die Vielzahl von Exoplaneten, die bisher gefunden wurden, und einige potentiell irgendwie belebt sein könnten. Man wisse es nicht – und auch nicht, “welche Lebensformen im Weltall möglich wären” oder ob es auf dem Mars Leben gefunden wird.

Für die Menschheit wäre es bedeutsam, da man so beweisen könnte, dass es außerhalb der Erde Leben gibt. Natürlich nur bakterielles, aber immerhin.

Auch Hartwig Hausdorf antwortet dahingehend, dass Astronomen ständig neue Welten im All finden. Wie auch Spohn verweist Hausdorf darauf, dass es unter diesen Exoplaneten auch welche gibt, die in der “bewohnbaren Zone” um ihre Sonne kreisen. Also könnte es dort flüssiges Wasser und damit einfaches Leben geben.

“Ein neues Zeitalter spannender, ja unglaublicher Entdeckungen wartet auf uns”, sagt Hausdorf vollkommen richtig. Er meint, dass es ein der zeit ist, dass “die Verantwortlichen” auch all das öffentlich zugänglich machen müssen, was “bislang geheim gehalten wurde”.

Fake-Antworten in der “BILD-Zeitung”

Vielleicht habe ich die dritte und letzte Frage der “BILD-Zeitung” an die illustre Runde der Alien-Experten falsch verstanden. Trotzdem erscheinen mir ausnahmslos alle hier online zitierten Antworten schon sehr seltsam, um es so zu formulieren. Vor allem eben jene, die auf die Frage “Was wartet auf die Menschheit im Universum?” bei der Boulevardzeitung zu finden sind.

Irgendwie scheinen sicher nicht nur mir die Antworten der Experten gerade bei Nummer 3 vollkommen am Ziel vorbei zu schießen. Sie passen einfach nicht wirklich zur Frage.

Als Jäger des Phantastischen kommen mir grundsätzlich alle von “BILD” zitierten Antworten seltsam bzw. seltsam bekannt vor. Sollte der Autor Ingo Gentner sie erfunden oder via “Google” zusammengesucht haben? Oder anders gefragt, hat die Redaktion hier Zitate aus zum Teil viel frühen Aussagen oder Artikeln der jeweiligen Experte zusammengebastelt?

"Warum wird Erich von Däniken mundtot gemacht?": Interessantes Netzfundstück und das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (Bild: Fischinger-Online)
Erich von Däniken und Lars A. Fischinger im Interview: Wird von Däniken wirklich “mundtot gemacht”? (Bild: Fischinger-Online)

Ich glaube: Ja! (UPDATE beachten!)

Schon, dass hier bei dem Kollegen Hartwig Hausdorf gerade das Buch von ihm erwähnt wurde, mit dem er dank des Massenmediums “BILD” ab 2008 großen Erfolge hatte, spricht dafür. Von Hausdorf erschienen nach diesem Buch vor zehn Jahren noch eine ganze Reihe weiterer.

Grundsätzlich muss das nichts heißen, da beispielsweise in den Medien hin und wieder bei Erich von Däniken sein erstes Buch genannt wird. Und das erschien bekanntlich bereits vor 50 Jahren und diesem folgten dutzende weitere Bücher!

Ob die vier Alien-Experten überhaupt wissen, dass sie der “BILD” drei Fragen beantwortet haben, ist zu bezweifeln. Auch wenn sie inhaltlich zur jeweiligen Person stimmen (mögen), sollte so was im Mainstream nicht vorkommen. Der geflügelte Gag-Slogan “BILD sprach zuerst mit dem Toten” passt hier offenbar erneut vorzüglich.

Zu den Fake-Antworten in dem Artikel erhielt ich heute auf Nachfrage bei Erich von Däniken auch folgende Antwort per E-Mail:

Die Fragen wurden uns tatsächlich nicht explizit gestellt, außer es hat Ihn jemand angerufen, wovon ich nichts wüsste. Aber die Aussagen stimmen grundsätzlich, auch wenn die Antworten schon älter oder aus verschiedenen Interviews zusammengestellt wurden.

“BILD” fragt – “BILD” antwortet …?!

Update 9. März 2018

Wie ich inzwischen durch die “BILD” und den Autoren Ingo Gentner weiß, ich meine oben ausgesprochene Vermutung der “zusammengebastelten Experten-Antworten” wohl falsch! Alles dazu in diesem Update:

UPDATE: Die BILD ist auf den Spuren der größten Alien-Rätsel auf der Erde (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
UPDATE: Die BILD ist auf den Spuren der größten Alien-Rätsel auf der Erde (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Rätsel um den “Bräutigam aus der Anderswelt” und Eure Hilfe: Ein Gefangener zwischen Raum, Zeit und Jenseits – oder woher? +++ Artikel +++

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Der Bräutigam aus der Anderswelt - Ein "Gefangener des Jenseits"? (Bilder: gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)
Der Bräutigam aus der Anderswelt – Ein “Gefangener des Jenseits”? (Bilder: gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)

Paranormale Phänomen kennt jeder Mensch, sei es auch nur vom Hörensagen. Doch selbst wenn man persönlich kein Interesse an der überaus komplexen Welt solcher Phänomene hat, stellt sich jeder Mensch irgendwann mal die Frage, ob es eine Art “Jenseits” gibt. Ein Leben nach dem Tod und damit eine wie auch immer aussehende Weiterexistenz unseres “Ichs” nach dem irdischen Ende. Ob sie nun Paradies, Überwelt, Anderswelt oder Paralleluniversum genannt wird, so hoffen doch die meisten Menschen, dass es “sie” gibt. Hier öffnet sich unter anderem das weite Feld der Paranormalen Erscheinungen und Phänomene, die vielfach in Richtung Leben nach dem Leben gedeutet werden. Einen solchen Fall aus der Anderswelt möchte ich in diesem Artikel erneut aufgreifen und Euch vorstellen. Denn hierbei benötige ich Eure Hilfe!


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Besuch aus dem Jenseits

Als Jäger des Phantastischen befasse ich mich auch gerne mit Mysterien und Berichten aus der Welt des Unfassbaren. Mit Themen aus der Welt der Parapsychologischen Phänomene, die Geistererscheinungen, Phantome, Leben nach dem Tod? und viele andere “gruselige Geschichten” einschließen.

Alle diese und noch mehr Themen haben Berührungspunkte, wie ich es zum Beispiel sehr umfangreich in meinen Büchern “Der Tod: Irrtum der Menschheit” (2013) und “Begleiter aus dem Universum” (1999) geschildert habe. Das heißt, dass es scheinbar eine parallele Überwelt gibt, die auch mit dem Phänomen von Geistern und dem angeblichen Leben nach dem Tod in Zusammenhang steht.

Offenbar können sich diese fremde Anderswelt und unsere bekannte Welt berühren und “überlagern”. Eine der Kernmaussagen vieler Menschen, die sich mit Geistern & Co. beschäftigen, die von diesen gerne als “Seelen Verstorbener” interpretiert werden. Auch wenn empirische Beweise und echte unwiderlegbare Fakten fehlen!

Freuen Sie sich auf Ihren Tod? “Der Tod: Irrtum der Menschheit” – Buch von Lars A. Fischinger: Auszüge & Infos
“Der Tod: Irrtum der Menschheit” aus diesem Buch von mir stammt der online zu findende Artikel dem dem Mystery-Fall (Bilder: WikiCommons / gemeinfrei / Montage. L. A. Fischinger)

Ein solcher Vorfall aus der Welt des Unglaublichen ist folgender Bericht, den ich bereits vor Jahren einmal online publiziert habe. Wie ich gesehen habe, ist dieser Artikel in seiner ursprünglichen Form von einer Reihe Internet-User in den vergangenen Jahren immer weiter 1 zu 1 kopiert und verbreitet worden.

Er findet sich in seiner Ur-Fassung demnach noch immer auf verschiedenen Webseiten und stammt ursprünglich von mir.

Es handelt sich um einen herausgenommenen Teil des Buches “Der Tod: Irrtum der Menschheit“, das bereits 1998/99 begonnen wurde. Diese Tatsachen sind wichtig zu erwähnen, wie Ihr am Ende sehen werdet.

Doch warum geht es genau? Es geht um diesen “paranormalen Fall”, der hier nochmal neu in Worte gefasst werden soll.

Der Bräutigam aus der Vergangenheit: Ein Gefangener zwischen Raum, Zeit und Jenseits?

Es war gegen Mitternacht an einem Tag im Jahr 1933 in der damaligen Sowjetunion, da klopfte es beim Priester von Mischawen an der Kirchenpforte. Verwundert über den nächtlichen Besuch öffnete Pfarrer Litwinow seine Tür und sah sich einem etwa 20 Jahre jungen Mann in recht altertümlicher Kleidung gegenüber.

Litwinow hatte ihn selber nie zuvor gesehen und fragte dem Fremden Besucher nach seinem Namen. In einem sonderbaren Dialekt antwortete ihm der nächtliche Gast, dass er Dimitri Girschkow heiße und hier heute heiraten wolle.

Verwundert über diese Aussage ließ Pfarrer Litwinow den jungen Mann eintreten. Girschkow blickte den Geistlichen daraufhin erstaunt an – und meinte, dass er doch wohl nicht der richtige Pfarrer sei. Litwinow wiederum wurde die Sache mit seinem Besucher jetzt immer unheimlicher. Immerhin sei er bereits seit rund 15 Jahren Pfarrer in dieser Gemeinde, und somit gibt es keinen anderen Geistlichen in dieser Kirche.

Nun schilderte dieser seltsame Dimitri Girschkow die Geschichte seiner Trauung, die er eigentlich hätte heute

VIDEO: Aufruf an alle Freundinnen und Freunde des Phantastischen: Habt Ihr bereits „paranormale Erfahrungen” gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)
VIDEO: Aufruf an alle Freundinnen und Freunde des Phantastischen: Habt Ihr bereits „paranormale Erfahrungen” gemacht? (Bild: S. & L. A. Fischinger)

schließen wollen. Nur war er irgendwie “aus der Zeit gefallen“, wie es heißt:

“Als die Kutsche, die mich zusammen mit meinen Eltern und Verwandten in die Kirche bringen sollte, am Friedhof vorbei fuhr, befiel mich eine Depression, denn auf diesem Friedhof liegt mein guter Freund Alexej begraben. Wir hatten eine wunderbare Kindheit zusammen gehabt. Damals hatten wir uns gegenseitig versprochen, am gleichen Tag zu heiraten.

Nun ließ ich die Kutsche anhalten und begab mich über eine Abkürzung zum Grab meines Freundes. Als ich mich den Gräbern nährte, veränderte sich plötzlich die Landschaft. Ich sah eine unnatürliche Lichtfülle, in die die ganze Umgebung getaucht wurde. Ich sah die Grabsteine nicht mehr, aber ich sah einen Nebel, der über dem nahen Fluss wallte.

Plötzlich, so Girschkow weiter, erblickte er am anderen Ufer des Flusses seinen unlängst verstorbenen Freund Alexej. Und diese seltsame Erscheinung begann ebenso plötzlich der verwirrten Bräutigam zu zuwinken. Mehr noch, denn dieser vermeintliche Alexej rief Girschkow dabei zu, dass er über eine Brücke in der Nähe zu ihm herüber kommen solle, um “über die alten Zeiten zu sprechen”.

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Dimitri Girschkow wusste nicht, was geschah und hatte Bedenken, die Brücke über den Fluss überhaupt nur zu betreten.

Ein Besucher aus der Anderswelt?

Weiter berichtete er dem Pfarrer:

Eigentlich wollte ich gar nicht über die Brücke, aber da war mein Freund, und er lebte plötzlich wieder. Dabei hatte ich mit eigenen Augen gesehen, wie man ihn vor einem Jahr beerdigte. Ich stand an der Brücke, und Alexej war auf der anderen Seite, um mich in die Arme zu schließen. Ich musste hart mit mir ringen, um nicht dem seltsamen Zwang, der von ihm ausging, zu erliegen. Irgendwie spürte ich, dass ich nie wieder zurückkehren würde, wenn ich die Brücke erst einmal überquert hätte.

Leben nach dem Tod? Nach einer Studie glauben bis zu 60 Prozent der Probanden, dass sie “Kontakt” mit ihren verstorbenen Partnern hatten (Bild: L. A. Fischinger)
Leben nach dem Tod? Nach einer Studie glauben bis zu 60 Prozent der Probanden, dass sie “Kontakt” mit ihren verstorbenen Partnern hatten (Bild: L. A. Fischinger)

Ich musste so schnell wie möglich dort weg, um meine Familie, meine Freunde und meine Braut nicht länger warten zu lassen. Plötzlich wurde alles um mich herum dunkel. Dann konnte ich auf einmal wieder die Bäume und die Grabsteine erkennen. Ich rannte in die gleiche Richtung zurück, aus der ich gekommen war, aber der Weg zur Kirche war nicht mehr derselbe. Und das Dorf erst? Was sind das für fremd aussehende Gebäude, und wo sind all die Holzhäuser geblieben? Selbst die Kirche sieht jetzt anders aus. Und wo ist Vater Barnichew, der uns trauen sollte, wo ist meine Braut?

Nach diesen verzweifelten Worten stürmte der junge Mann aus der Kirche in Richtung des besagten Friedhofes. Pfarrer Litwinow eilte ihm direkt nach, konnte Girschkow nicht mehr wieder finden. Der Mann verschwand in einer sonderbaren Nebelbank, die vom Fluss her aufstieg und von einem “seltsamen Leuchten” begleitet wurde.

Dimitri Girschkow war verschwunden, ohne eine Fußspur zu hinterlassen. Als habe er sich sprichwörtlich in Luft aufgelöst …

Den Pfarrer indes ließen dieser rätselhafte Besuch und die erregten Worte des jungen Besuchers keine Ruhe, und so kontaktierte er seinen Bischof. Aber auch der Bischof konnte bei diesem seltsamen Bräutigam nicht weiter helfen. Er ermunterte Pfarrer Litwinow allerdings dazu, die Chroniken seiner Kirchengemeinde einmal genauer zu studieren. Vielleicht finden sich darin Spuren von diesem Dimitri Girschkow und seiner Braut.

Und tatsächlich wurde Litwinow in den alten Aufzeichnungen der Kirche fündig. Allerdings erst, als er diese bis zurück in das Jahr 1746 durchstöberte! Fast 200 Jahre zuvor.

Damals, so verriet es die Kirchenchronik, sei ein Mann mit Namen Dimitri Girschkow auf dem Weg zu seiner Hochzeit an dem besagten Friedhof angehalten und dann spurlos verschwunden. Weiter recherchierte der Gottesmann Litwinow, dass seine Begegnung mit diesem Phantom oder Geist nicht die einzige Erscheinung des verschwundenen Dimitri Girschkow war. Im Laufe der rund 190 Jahre sei dieser junge Bräutigam zwei weiteren Pfarrern der Gemeinde Mischawen und einem lokalen Lehrer erschienen, wie Litwinow den kirchlichen Chroniken entnehmen konnte.

ARTIKEL: Zeitreisen schon vor 2500 Jahren? Wenn ein Mensch unwissentlich mehr als ein halbes Jahrhundert in die Zukunft reist! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: Zeitreisen schon vor 2500 Jahren? Wenn ein Mensch unwissentlich mehr als ein halbes Jahrhundert in die Zukunft reist! (Bild: NASA/JPL / WikiCommons / W.-J. Langbein / Montage: L. A. Fischinger)

Quasi so, als sei dieser junge Mann ein Wanderer oder Gefangenen “zwischen den Zeiten” und “zwischen den Welten” …

Quelle? Unbekannt!

Was war hier im Jahr 1933 in Sibirien gesehenen? Wie lässt sich dieser unheimliche Vorfall mit einem scheinbar lange verstorbenen oder zumindest “in Luft aufgelösten” Menschen erklären? War diese Erscheinung des Dimitri Girschkow ein Geist, ein Phantom aus der Überwelt? Eine “unstete Seele”?

Um diese und viele weitere Fragen zu dem Mystery-Fall wenigstens zum Teil beantworten zu können, stellen sich weitere Fragen. Vor allem jene über die Quelle, die ursprüngliche Herkunft, des Berichtes. Die Ur-Quelle wird sicherlich russisch sein, was bei Recherchen immer ein großes Problem ist. Aber wo wurde sie beispielsweise erstmals in Deutsch oder Englisch veröffentlicht?

In meinem Buch “Der Tod: Irrtum der Menschheit” von 1998/99 zitiere ich den Fall aus einem unveröffentlichten Buch meines Autorenkollegen Roland M. Horn. Übernommen wurde sie darin von dem erfolgreichen Mystery-Autoren Ernst Meckelburg, der bis zu seinem Tode 2008 zahllose Bücher über (paranormale) Phänomene, Leben nach dem Tod, Zeitreisen usw. veröffentlichte. In diesen Bereichen war er seit seinem ersten Mystery-Buch “Der Überraum” von 1978 vor allem in deutschen Raum überaus bekannt.

Eines seiner über 20 Bücher aus der Welt des Unfassbaren hieß 1993 “Traumsprung“, und in diesem findet sich die Geschichte von 1933 wieder. Leider aber fehlen in dem Buch sämtliche Quellenangaben oder Verweise, was eine Recherche der nach der Herkunft mehr als problematisch macht! Nichtmal ein Literaturverzeichnis befindet sich im Anhang dieses Buches, was bei anderen Veröffentlichungen von Meckelburg meistens anders aussieht.

Wo kommt also diese Story um den unheimlichen Dimitri Girschkow her? Hat Ernst Meckelburg, der für seine Bücher und den Geschichten darin vielfach kritisiert wurde, sie erfunden? In keinem seiner anderen Bücher, in denen sich auch Quellen und Register befinden, habe ich diesen Fall nochmal gefunden. Mit Absicht, da Meckelburg dann auch irgendeine Form einer Quelle hätte angeben müssen?

Fragen über Fragen – könnt Ihr helfen?

Das Buch “Traumsprung” und einige ähnliche Titel wie etwa “Transwelt” (1992) oder “Zeittunnel (1991) von Meckelburg waren in jenen Jahren Bestseller. Grund war, dass diese Bücher sehr locker unheimliche und phantastische Berichte aus der Welt des Unerklärlichen schilderten. Ein weiterer Grund für den Erfolg dieser Bücher war die Boulevardzeitung “BILD”. Darin erschienen zeitgleich große Artikelserien mit Fällen und Beispielen aus diesen Büchern, die durch die “BILD” natürlich ein sehr weites Publikum fanden.

Interview mit dem Physiker Meltin Tolan: “Zeitreisen sind theoretisch möglich” (Bild: WikiCommons / NASA/JPL / Bearbeitung: L.A. Fischinger)
Interview mit dem Physiker Meltin Tolan: “Zeitreisen sind theoretisch möglich” (Bild: WikiCommons / NASA/JPL / Bearbeitung: L.A. Fischinger)

Obwohl ich fraglos ein überaus umfangreiches Archiv habe und sich darin auch die Meckelburg-Artikelserien der “BILD-Zeitung” befinden, war bei einer ersten Recherche nichts weiter zu finden. Deshalb benötige ich Eure Hilfe!

Da ich als wohlwollender Mystery-Jäger und -Autor einen absichtlichen Schwindel von anderen Autoren nicht immer direkt voraussetze, könnt Ihr mir vielleicht bei folgenden Fragen helfen:

  • Abgesehen von den von mir stammenden und von anderen kopierten Online-Artikel: Kennt Ihr den Fall aus einer anderen nationalen oder internationalen Veröffentlichung, als Meckelburgs “Traumsprung” von 1993?
  • Habt Ihr diese gruselige Geschichte in einem anderen Buch von Ernst Meckelburg selber gesehen, was mir entgangen ist?
  • Kennt Ihr die Namen der vorkommenden Personen – vielleicht im Zusammenhang mit anderen Berichten des Phantastischen?
  • Habt Ihr in diesem Zusammenhang vielleicht einmal eine ähnlich klingende “Grusel-Geschichte” gelesen, die als Vorlage gedient haben könnte?
  • Ist Euch der Ort oder das Dorf “Mischawen” bekannt, das “in Sibirien” liegen soll? Ich habe den Ort nicht mal online finden können!
  • Oder schreibt man den Ortsnamen wie auch die Personennamen eigentlich anders, da sie eben aus dem Kyrillischen kommen (könnten)?

Wenn Ihr mehr wisst, könnt Ihr es gerne unten in der Kommentarfunktion meines Blog posten. Oder Euch bei mir via E-Mail melden.

Herzlichen Dank – Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Das “Ostsee-UFO” auf dem Meeresgrund, die “BILD” und des Pudels Kern: Naht eine verbindliche Erklärung für die Ostsee-Anomalie? (Artikel)

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Die Ostseeanomalie (Bild: L.A. Fischinger / Ocean X Team/https://www.facebook.com/groups/OceanXteam)
Die sog. “Ostseeanomalie” (Bild: L.A. Fischinger / Ocean X Team/www.facebook.com/groups/OceanXteam)

Seit Jahren weckt die sogenannte Ostsee-Anomalie auf dem Meeresboden vor Schweden immer mal wieder großes Interesse in den Medien und in der Grenzwissenschaft. Dort soll, so wird gemunkelt, vielleicht sogar seit vielen Jahrtausenden ein 60 Meter großes UFO auf dem Grund der Ostsee liegen, das nur durch Zufall von “Schatzjägern” 2011 entdeckt wurde. Nun berichtet auch die “BILD” erneut über das “Ostsee-UFO” und fragte seine Leserinnen und Leser, was sie von dieser Sache halten …

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Fischinger Online Mystery-Kanal bei YouTube abonnierenVon Lars A. Fischinger

Hallo, Ihr Lieben und Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Seit fast fünf Jahren ist die Ostsee-Anomalie nun in der Mystery-Szene bekannt. Wie die Medien und Presse ist auch die grenzwissenschaftliche Community hier sehr geteilter Meinung. einige Sprechen von einem vor vielen Jahrtausenden abgestürztes UFO im Schlamm der Ostsee, andere von irgendwelchen vulkanischen Spuren oder einem Asteroiden. Wieder andere von Atommüll der Russen oder ganz einfach von einer vollkommen natürlichen Struktur (wie ich).

Die Boulevardzeitung “BILD” hat nun am 2. Juli 2015 erneut das Thema der Ostsee-UFOs aufgenommen “Nun wollen Forscher das Rätsel um das ,Ostsee-UFO’ endlich lösen”, berichtet das Blatt. Nun ja – das wollen die Forscher und Taucher rund um das Team der „Ocean Explorer“ eigentlich schon seit Jahren und erst jetzt. Es ist auch eine Frage des Geldes und des Wetters über der Ostsee. Die “BILD” zitiert auch den Taucher und Expeditionsteilnehmer Dennis Åsberg, der der Zeitung gegenüber sagte:

Es gibt sehr viele Menschen, die nach dem Objekt tauchen wollen. Obwohl wir natürlich alles tun, um den genauen Fundort so geheim wie möglich zu halten, sind die ungefähren Koordinaten ja bekannt. Aber das hier ist eines der ganz großen Mysterien dieser Welt, und natürlich wollen wir, dass wir es lösen.

(…)

Wir arbeiten an einer TV-Serie und drehen seit letzten Sommer. Wir haben einige neue Tauchgänge gemacht und haben noch einige sehr interessante Dinge entdeckt, die aber vorläufig geheim bleiben. Ich kann sagen, dass das sehr spannend ist!”

Japan hat noch viele Geheimnisse zu bieten (Bild: Büro E. v. Däniken / GoogleEarth / L.A. Fischinger)
Video: “Verbotene Archäologie” in Japan (Bild: Büro E. v. Däniken / GoogleEarth / L.A. Fischinger)

Tatsächlich gibt es bereits schon länger eine Dokumentation über die Ostsee-Anomalie. Die Dokumentation “Spurensuche am Meeresgrund – Der Sensations-Fund” lief in Deutschland bereits mehrfach auf dem TV-Sender “N-TV”. Natürlich auch mit dem Entdecker der Anomalie Dennis Åsberg. Gleichfalls finden wir auch Neuigkeiten des “Ocean X Teams” online, in denen bereits im Mai 2015 von neuen TV-Produktionen und Forschungen berichtet wurde. Ebenso in deren Facebook-Gruppe inklusive einem YouTube-Video.

Ist die Ostsee-Anomalie geheim oder nicht geheim?

Seltsam: Wieso soll Åsberg zur “BILD” gesagt haben, dass sie bemüht sind, “den genauen Fundort so geheim wie möglich zu halten”? Immerhin haben er und sein Kollege Peter Lindberg die Koordinaten des “Ostsee-UFO” selber online veröffentlicht, worüber auch die Presse berichtetet. Zu finden ist sie hier: 19°47’37.8” O / 60°49’31.4″ N

Auch auf Facebook wurde die Position von Peter Lindberg am 4. Mai 2015 selber veröffentlicht. Auf Nachfrage des Interessierten Peter Nilsson, ob nicht nun andere Neugierige an der Anomalie tauchen werden, antwortetet ihm Lindberg deutlich:

Jeder, der da raus gehen will, wird die gleichen Problemen haben wie wir. Wie du siehst, ist es mitten im Nirgendwo, und du benötigst eine Menge teurer Ausrüstung (…) Ich glaube nicht, dass konkurrierende Wrack-Jäger viel mehr machen können, als weitere Seiten-Scans der Anomalie.”

Natürlich kann man nicht einfach zu den Koordinaten fahren und sofort herunter tauchen. Neugierige mit einem Sonargerät würden aber nach den veröffentlichen Koordinaten das Gebilde sicher leicht aufspüren können. “So geheim wie möglich” ….? Ob das tatsächlich aktuell der Zeitung von Dennis Åsberg so gesagt wurde, bezweifle ich.

Alles in allem – eine “Sensations-BILD-News”, die eigentlich so keine ist. Außer für die Masse der Leser, die eben nicht speziell Themen der Grenzwissenschaft verfolgen! So ist es aber vor allem recht interessant, was die “BILD”-Leser bei einer Umfrage zu der Anomalie sagten. Auf die Frage “Glauben Sie, auf dem Grund der Ostsee liegt ein UFO?” sagten aktuell 64 % “Nein” (= 4653 Stimmen).

Meldungen von Dreieck-UFOs: Ist STAR WARS IV von 1977 schuld? (Bild: L. A. Fischinger / NASA/JPL/ESA)
Video:STAR WARS IV von 1977 als Inspiration für UFO-Sichtungen? (Bild: L. A. Fischinger / NASA/JPL/ESA)

Doch auch wenn es keine “Fliegende Untertasse” von Ancient Aliens ist, zeigt doch das Beispspiel dieser Boulevard-Meldung der “BILD”-Zeitung, dass der Kern deren “Sensationen aus der Grenzwissenschaft” immer mal wieder spannend ist bzw. sein kann. Ob nun die Ostsee-Anomalie vollkommen natürlich ist (was ich bisher denke) oder doch ein künstliches Gebilde unserer Ahnen, bleibt abzuwarten. Es muss ja nicht jedes Mysterium sofort außerirdisch sein. Auch wenn es rundlich oder sogar entfernt nach einem Star Wars-Raumfachter aussieht …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Fischinger-Online

(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

Interessantes zum Thema:

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++YouTube-Video+++ UFO-Alarm am Airport Bremen – Was war da los? UFO-Forscher suchen weiter nach Zeugen

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Das UFO vom Flughafen Bremen
UFO-Alarm am Airport Bremen (Bild: L. A. Fischinger)

Die Medien berichten derzeit von einem “UFO-Alarm” am Flughafen von Bremen, der am 6. Januar 2014 gemeldet wurde. Während sich die Presse online und im Fernsehen mit zum Teil recht sonderbaren Aussagen überschlugen, suchen UFO-Forscher weiterhin nach Zeugen zu diesem Vorfall. Dazu ein neues Video auf meinem YouTube-Kanal des Unglaublichen.

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+++Artikel+++ Dr. Steven Greer, die angebliche Alien-Mumie “Ata” aus der Wüste von Chile und das UFO-Filmprojekt “Sirius”

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Steven Greer das Sirius-Filmprojekt und der Alien "Ata" aus der Atacama-Wüste (Bild: A. Kramer / Montage: L. A. Fischinger)
Steven Greer das Sirius-Filmprojekt und der Alien “Ata” aus der Atacama-Wüste (Bild: A. Kramer / Montage: L. A. Fischinger)

Aliens, Aliens – überall Aliens! Die Erde ist geradezu übersät von Alien-Leichen in allen Größen und Formen. So könnte man meinen, wenn man durch die unendlichen Weiten des Internet streift oder bei YouTube diverse Filme mit angeblichen Außerirdischen schaut. Aktuell ist dabei derzeit natürlich der „Außerirdische des Dr. Steven Greer“ und sein dazugehöriges UFO-Filmprojekt “Sirius” in der Diskussion. Seit rund einem Jahr sorgen dieses Filmprojekt und vor allem die “Ata” genannte Mumie aus Chile unter Grenzwissenschaftlern und UFO-Interessierte für zum Teil hitzige Online-Debatten. Doch ein “neuer Fund” ist die angeblich außerirdische Mumie “Ata” aus der Atacama-Wüste in Chile nicht. Vielmehr regt sie nun neue Diskussionen und Streitigkeiten an. Welche das sind und warum “Ata” unlängst bekannt ist, schildert dieser (Doppel-)Artikel.

 

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BILD-Hetze gegen Hartz-Empfänger und "Alle gegen BILD"?! – Was wir daraus lernen

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Revival der Bild-Kritik? Zum Jubiläum, zu dem jeder Haushalt mit einer Bild-Zeitung beglückt werden soll, regt sich erneut Kritik an der Zeitung mit den großen Buchstaben.

(…)
Am Inhalt von Bild habe sich wenig geändert, meint Schulze mit Verweis auf eine Bild-Schlagzeile, in der Hartz IV-Bezieher wieder einmal als Trickser und Schummler dargestellt werden. In typisch populistischer Manier wird dann “Volkes Stimme” abgefragt.
Erwerbslosengruppen werfen Bild Stimmungsmache gegen Erwerbslose vor. Tatsächlich gibt der Anlass des Bild-Artikels für die Bild-Schlagzeile nichts her. Dabei ging es um vermehrte Sanktionen gegen Erwerbslose trotz des Rückgangs der sogenannten Betrugsfälle. Allerdings hat nicht nur Bild die Gelegenheit genutzt, um Klischees zu verbreiten.
 
Absage an die BILD-“Zeitung” (Pressemitteilung der Kampagne)
Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der BILD-“Zeitung” plant der Springer-Verlag, am 23. Juni 2012 allen deutschen Haushalten eine BILD zu schicken. Die Initiative “Alle gegen BILD” und Campact bieten die Möglichkeit, der Zustellung einfach und rechtswirksam zu widersprechen.
Über die Websites www.alle-gegen-bild.de und www.campact.de kann man per Online-Formular der BILD eine Absage erteilen. Das Ziel der Initiative ist es, der Springer-Werbeaktion öffentlich eine Stimme entgegenzusetzen, die darauf hinweist, dass die BILD keine allgemein akzeptierte Zeitung ist und weiterhin Ziel von Kritik sein muss. Jede Absage wird den logistischen Aufwand für Springer erhöhen sowie die geplante Auflage senken.
Auch außerhalb des Netzes wird die Kampagne ihren Protest gegen die Machenschaften der BILD-“Zeitung” in den nächsten Monaten sichtbar machen. Auf der Kampagnenseite werden alle Aktionen, auch von Gruppen und Einzelpersonen, die sich selbstständig einbringen wollen, dokumentiert.
Es gibt viele Gründe, die BILD als Leitmedium abzulehnen und ihr den Werbeerfolg einer verteilten Auflage von 41 Millionen Exemplaren zu vermiesen. “Als Aktivistinnen und Aktivisten sozialer Bewegungen sind wir die Hetze der BILD-’Zeitung’ gegen alle emanzipatorischen Bewegungen, nationalistische Berichterstattung und ihr Beharren auf einem sexistischen Frauenbild leid”, sagt Nadja Ratkow von der Anti-BILD-Initiative.
Sie fügt hinzu: “BILD spricht nicht, wie manche meinen, einer breiten Bevölkerung nach dem Munde, sondern trichtert ihr ihre eigenen Standpunkte und Sichtweisen mit sensationslüsternen Überschriften ein. Der BILD-Slogan ‚Bild Dir Deine Meinung‘ müsste eigentlich lauten: ‚Bild Dir unsere Meinung‘.”
Berlin, 12. April 2012
“Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht” ?!
Nun ja: wie dem auch sei, ich bin seit Jahrzehnten bekennender BILD-Leser und bleibe es auch.
Aber was wir nun daraus (und an meinem Vor-Posting) wieder für “unsere Themen” lernen können, liebe Freundinnen und Freunde, ist doch klar:
Alles können und sollten wir lesen (wenn es uns überhaupt interessiert) aber nicht einfach hinnehmen bzw. blind glauben und akzeptieren. Das gilt nicht nur für politische Themen, die mich persönlich nicht so sonderlich interessieren (im Gegensatz zu meiner Tochter), sondern und vor allem auch im Bereich RÄTSEL UND MYSTERIEN DER WELT und dem (grenz)wissenschaftlichen Bereich. Fakten, Ideen, Thesen, Spekulationen und Aussagen haben immer zwei Seiten. Wie es das Zitat von 1993 meines geschätzten Freundes und Kollegen Walter-Jörg Langbein oben in der BLOG-Grafik eigentlich auch zeigen soll.
 
Nachtrag: wir werden künftig “politische Themen” auf Wunsch auslassen.
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