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Grenzwissenschaft Classics, Folge 43: Das Abenteuer “Leben im All” und die Suche nach Aliens +++ Video +++

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VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 43: Das Abenteuer "Leben im All" und die Suche nach Aliens (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Fischinger-Online)
VIDEO: Grenzwissenschaft Classics, Folge 43: Das Abenteuer “Leben im All” und die Suche nach Aliens (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Fischinger-Online)

Der Mensch auf den Sprung in das Weltall und die Suche nach Leben All – das waren in 1990ger Jahren verstärkt Themen in TV-Dokumentationen. Wann wird der Mensch den Mars besiedeln wurde ebenso diskutiert, wie die Frage, wann wir außerirdische Zivilisationen oder wenigstens Alien-Mikroben finden werden. So wie in Folge Nummer 43 der Grenzwissenschaft Classic Videos. Eine Wissenschafts-Sendung aus dem 1996 voller Träume über die Zukunft der Raumfahrt.


Die Aliens und das Leben im All

Eigentlich fasziniert das Thema Leben im All und die Suche nach Aliens bzw. Außerirdische die Menschheit seit je her.

Das Weltbild der Menschen hat sich nur gewandelt – aus vermeintlichen „Göttern“ im Himmel, All oder Weltraum wurden Außerirdische. Obwohl natürlich in der Welt der Ancient Aliens bzw. Prä-Astronautik Außerirdische und Götter der Vergangenheit ein und dasselbe sind …

Doch mit dem Fortschritt der Naturwissenschaft und auch Technologie wurde das Universum auch mehr und mehr zu einem Forschungsgebiet. Für die bemannte Raumfahrt in den nahen Erdorbit ebenso, wie für Missionen zu anderen Planeten wie Mars, Jupiter, Saturn, Venus usw. Letztlich sogar bis zum Pluto. Und natürlich blickt der Mensch sehr weit über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus. Auch mit Radioteleskopen, mit denen wir nach Signalen von Außerirdischen suchen (SETI).

Längst haben wir auch tausende Exoplaneten weit draußen im Kosmos gefunden. Eine zweite Erde, Leben im All oder Aliens jedweder Art allerdings noch nicht. Noch. Ein neues Zeitalter der Entdeckungen „da draußen“ ist im vollen Gange.

Das war 1996 gerade frisch angebrochen, wie es die Folge 43 der „Grenzwissenschaft Classics Videos“ aus genau diesem Jahr sehr schön zeigt. Damals, vor rund 25 Jahren, blickte man mehr als optimistisch in das Universum.

Damit Euch viel Spaß mit Teil 43 der Grenzwissenschaft und Mystery Files Classics.

Bleibt neugierig …

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Lehrer der Oxford University zum Thema UFO-Entführungen: Aliens züchten eine neue Rasse um die Erde zu besiedeln! +++ YouTube-Video +++

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VIDEO: Lehrer der Oxford University glaubt Aliens züchten eine neue Rasse um die Erde zu besiedeln! (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: Fischinger-Online)
VIDEO: Lehrer der Oxford University glaubt Aliens züchten eine neue Rasse um die Erde zu besiedeln! (Bilder: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung & Montage: Fischinger-Online)

Die UFO-Forschung ist ein Gebiet der Grenzwissenschaft, der sich in eine Reihe einzelner Bereiche unterteilt. Einer davon ist das Thema der UFO-Entführungen. Also der Entführung von Menschen durch mutmaßliche Aliens in UFOs. Ein fraglos auch in den Reihen der UFO-Forscher umstrittenes Thema. Doch kürzlich rückte das Thema der Alien-Entführungen wieder in den Fokus der Medien. Grund war ein Bericht im “Oxford Student” über einen Lehrer der Oxford University, der darin die These vertrat, dass Außerirdische Menschen Entführungen, um eine neue Rasse zu züchten. Eine Rasse von Hybriden als Mischwesen aus Alien und Mensch, die die Erde neu bevölkern sollen! Was genau diese These bzw. Spekulation besagt, woher diese Aussagen stammen und was diese Aliens damit genau beabsichtigen wollen, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Vor Kurzem rückte das (eigentlich uralte) Thema der UFO-Entführungen wieder in den Fokus der Presse.

Auslöser dafür war die Aussage des Akademikers Dr. Young-Hai Chi der Oxford University in einer Zeitung, dass seiner Meinung nach Außerirdische tatsächlich Menschen entführen. Und das nur zu dem Zweck, da diese Aliens im Geheimen eine neue Rasse von Hybriden züchten würden.

Diese Hybride seien eine Mischrasse aus Aliens und Menschen, die nach und nach unsere Erde Bevölkerung sollen. Selbst der Klimawandel stünde nach Dr. Chi damit in direkten Zusammenhang und solche Hybriden würden sogar schon unter uns leben

Was genau diese UFO-These bzw. Alien-Spekulation besagt, woher diese Aussagen stammen und was diese Aliens damit angeblich genau beabsichtigen wollen, erfahrt Ihr in diesem YouTube-Video.

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YouTube-Video vom 17. Mai 2019 von Grenzwissenschaft und Mystery Files

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Samen, Eizellen & “Weltraum-Babys” im All: Die seltsamen Pläne eines Startup zur Rettung der Menschheit +++ YouTube-Video +++

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Samen, Eizellen & Weltraum-Babys im All ... Zur Rettung der Menschheit: Die Pläne eines Start-Up (Bilder: gemeinfrei & spacelifeorigin.com / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)
Samen, Eizellen & “Weltraum-Babys” im All … Zur Rettung der Menschheit: Die Pläne eines Startup (Bilder: gemeinfrei & spacelifeorigin.com / Bearbeitung/Montage: Fischinger-Online)

Wenn die Menschheit als Spezies überleben will, muss sie eines Tages die Erde verlassen und das Weltall besiedeln. Irgendwann wird unsere Erde unbewohnbar oder eine hausgemachte oder natürliche Katastrophe wird unser Ende einleiten. Dies dachte sich auch ein Biotechnologie-Unternehmen aus den Niederlanden, das verschiedene Projekte zur Rettung der Menschheit geplant hat. Vorhaben, die unter anderem dazu dienen sollen, dass die Menschheit lernt sich im All zu reproduzieren. In diesem YouTube-Video erfahrt Ihr, was die Firma mit ihren Projekten genau erreichen will und wie man sich das dort vorstellt. Aber auch, warum das ganze Vorhaben eigentlich vollkommener Unsinn ist.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Sich das Überleben der gesamten Menschheit als Spezies zum Ziel zu setzen, ist sicher kein einfaches Unterfangen. Das dachte sich auch ein Startup-Unternehmen aus den Niederlanden, das im Oktober seine Pläne in San Francisco präsentierte.

Zu diesem Zweck möchte die Biotechnologie-Firma in einem ersten Schritt Eizellen und Samen als Genpool in das All senden. Letztlich ist aber das Ziel des Unternehmens, dass im All “Weltraum-Babys” geboren werden. Damit „die Menschheit zu einer multi-planetarische Spezies werden“ und den Weltraum besiedeln kann, wie es heißt.

In diesem YouTube-Video erfahrt Ihr, was die Firma mit ihren Projekten genau erreichen will und wie man sich das dort vorstellt. Aber auch, dass das ganze Vorhaben eigentlich vollkommener Unsinn ist!

Bleibt neugierig …

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Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich vorher alle selber aus! Tatsächlich?

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Darum werden wir niemals Kontakt mit Aliens haben: Die Außerirdischen löschen sich alle selber aus! (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)
Kontakt mit Aliens? Einigen Thesen nach werden wir niemals Außerirdischen begegnen, weil sie sich vorher alle selber ausgelöscht haben! Eine reine Spekulation, die jedoch von Wissenschaftlern schon vor Jahrzehnten diskutiert wurde … (Bild: L. A. Fischinger / NASA / Montage: L. A. Fischinger)

Obwohl die Menschheit genau genommen schon seit Jahrhunderten nach anderen Intelligenzen im Universum sucht, haben wir bisher keine Außerirdischen gefunden. Obwohl quasi täglich die Anzahl von gefundenen Exoplanten steigt, die Technik um Radiosignale von intelligenten Aliens zu finden sich rasant verbessert und teilweise sogar Millionen von außerirdischen Zivilisationen im All vermutet werden, habe wir bisher nichts gefunden. Absolut nicht. Warum das so ist, dafür gibt es verschiedene Erklärungsversuche. Eine davon sagt, dass sich außerirdische Zivilisationen selber vernichteten und vernichten, bevor wir mit ihnen in Kontakt treten können oder ihnen sogar begegnen. Wie ist das zu verstehen und was gibt es sonst noch für Erklärungen für das Schwiegen im Universums?

 

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Von Lars A. Fischinger

Hallo, liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Jahrzehntelange Suche nach intelligenten Signalen von den Sternen (= SETI) und all die andern Bemühungen außerirdische Zivilisationen nachzuweisen sind bis auf den heutigen Tag erfolglos geblieben. Der Beweis, dass es im All noch andere intelligente  Wesen gibt, lässt auf sich warten. Bisher sind wir Menschen auf unserem blauen Planeten Erde vollkommen allein im Universum.

Irgendwie ist das schon sehr “bedrückend”. Ein Kosmos dieser gigantischen Größe – und nur die Menschheit ist die einzige Intelligente Spezies hier? Kann das sein oder warum haben wir noch keine “Nachbarn im All” gefunden? Derzeit macht erneut eine Überlegung dazu Schlagzeilen, über die ich bereits Anfang Januar 2016 hier berichtet. Nämlich, dass sich die Außerirdischen, bevor sie mit uns Kontakt haben, selber aussterben.

Das ist aber nur eine Idee von einer ganzen Liste von Interpretationen über den Nicht-Kontakt zu einer anderen Intelligenz.

Warum es keinen Kontakt mit Aliens geben wird …

Es gibt einige Hypothesen, die erklären können oder sollen, warum die Menschheit bisher so allein im Universum zu sein scheint. Da wären zum Beispiel folgende fünf Erklärungen, Deutungen oder Lösungen:

  1. Es gibt überhaupt keine Aliens –  und wenn, sind es nur primitive Wesen, die keine von uns auffindbare Spuren im All hinterlassen (etwa Radiosignale)
  2. Die Menschheit ist im Kosmos überhaupt die allererste intelligente bzw. technische Spezies – wir sind damit die Nummer 1
  3. Alle anderen Hochzivilisationen von Außerirdischen verstecken sich dezent vor uns
  4. Sie schon schon sehr lange hier, aber im Verborgenen
  5. Außerirdische Zivilisationen gab es zwar, aber alle haben sich selber vernichtet und wurden ausgelöscht (Kriege, Seuchen, kosmische Katastrophen …)
Rätselhaftes Radiosignal: Haben SETI-Astronomen ein Signal von Außerirdischen bei dem Stern HD 164595 empfangen?(Bild: sao.ru/ratan)
VIDEO: Rätselhaftes Radiosignal: Haben SETI-Astronomen ein Signal von Außerirdischen empfangen?(Bild: sao.ru/ratan)

Alle fünf Punkte klingen zwar nach Science-Fiction, sind aber ausnahmslos auch Teil von wissenschaftlichen Überlegungen und Debatten. Eventuell ergänzt durch weitere Hypothesen oder auch miteinander vermischt. Aber grundsätzlich sind diese fünf Einwände die wichtigsten, weshalb wir sie mal etwas genauer hinterfragen wollen.

Primitive Außerirdische und unsere Einsamkeit

Da wäre der Punkt 1. Es gibt Aliens, die aber alle im Vergleich zu uns “dumm” sind? Das ist sehr leicht zu erklären. Wir Menschen können keine Radiosignale von Außerirdischen empfangen, die keine solchen Signale aussenden bzw. deren Heimatwelt keine abstrahlt. Auf diesem Level der Evolution und Entwicklung befanden wir Menschen uns schließen selber einmal und wissen wie, wovon wir reden.

Weder der Homo Erectus, noch die ersten Siedler Amerikas, noch der Neandertaler, noch Tiere oder Einzeller usw. auf anderen Planten nutzen Technologien, die von der Erde aus aufgespürt werden kann. In den Tagen von Karl des Großen hätten auch keine Fremden im All von der Erde aus “technische Strahlungen” auffangen können. Sind also Außerirdische alle technisch noch nicht so weit – finden wir sie mit den Mitteln von heute schlicht nicht. Auch wenn sie da sind.

Punkt 2 ist hier eigentlich ganz ähnlich. Möglich, dass es im All von Leben wimmelt. Aber Intelligenz entstand bisher in unserem ca. 13,7 Milliarden Jahre alten Kosmos nur hier auf der Erde. Es mag Pflanzen und Tiere anderswo im All geben, aber keine außerirdischen Zivilisationen. Wir Menschheit sind der Anfang dieser Art von Leben.

Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist "wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs" (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Fehlalarm um das mutmaßlich intelligente SETI-Signal aus dem All: es ist “wahrscheinlich terrestrischen Ursprungs” (Bild: Graeme L. White & Glen Cozens [James Cook University] / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
Der 3. Punkt ist ausgesprochen spannend. Es würde quasi im All von intelligenten Aliens wimmeln, aber alle verstecken sich absichtlich vor uns. Sie wollen keinen Kontakt oder warten erst mal ab, bis die Erde “reif” genug ist. Es gäbe demnach unter den anderen All-Bewohnern ein Abkommen oder ähnliches, dass ihnen untersagt mit der Menschheit in Kontakt zu treten.

Obwohl dieser Punkt unglaublich faszinierend klingt, wirft er dennoch mehr Fragen auf, als er beantwortet. Da wäre das Problem, dass wohl kaum anzunehmen ist, dass – wenn es so viele Alien-Völker gibt – die Menschheit die einzige auf einem “primitiven Stand” (in deren Augen) ist. Es müsste demnach von diesen Alien-Zivilisationen verhindert werden, dass wir andere Wesen aufspüren, vor denen sich die Super-Aliens ebenso verstecken. Vielleicht, damit sich diese ungestört entwickeln können. Es ist zwar kaum vorstellbar, dass unsere Gesellschaft die primitivste technische Zivilisation im All ist, aber vielleicht ist das ja tatsächlich so.

Wie können Super-Zivilisationen also verhindern, dass die Menschen Signale von anderen Spezies finden, die von den großen und alten Zivilisationen ebenfalls unter “Kontakt-Quarantäne” stehen? Und sei es nur durch Zufall. Wollen diese zum Beispiel solche Signale”abfangen” bevor diese die Erde erreichen? Angehöriger dieser Super-Zivilisationen wiederum vermeiden dabei natürlich ganz bewusst und in Absprache untereinander jegliche Art von verräterischen Signalen und Hinweisen auf ihre Existenz.

Warum sollten sie das aber überhaupt tun? Warum sollten sie nicht schlicht und einfach an der Erde und ihren Bewohnen kein Interesse haben? Sie könnten zwar von uns wissen uns aber ignorieren. Würde die Menschheit ignoriert, dann kann es aber eigentlich diesen Ignoranten letztlich auch egal sein, ob wir von anderen Welten intelligente Signale empfangen …

Punkt 3 ist offensichtlich eine Hypothese zum Nicht-Kontakt mit den Anderen, die einen überaus weiteren Raum für Spekulationen und Fantasie bietet …

Der Punkt 4 ist durchaus schon in den Bereich der Grenzwissenschaft einzuordnen. Hier speziell der UFO-Forschung, Prä-Astronautik und auch Verschwörungstheorien. Es würde grundsätzlich nichts weiter heißen, als dass Aliens bereits hier auf der Erde sind, und ihre hiesige Präsenz der Menschheit nicht klar ist. Vielleicht schon seit vielen Jahrtausenden (= Prä-Astronautik / Paläo-SETI), vielleicht durch UFOs (= UFO-Forschung) und vielleicht sogar mit dem Wissen einiger weniger Personen wie Regierungsangehörige usw. (= Verschwörungstheorien).

VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: "Der ultimative Beweis für die Astronautengötter - wo lässt er sich finden?" (Bild: L. A. Fischinge
VIDEO: Vortrag von Lars A. Fischinger: “Der ultimative Beweis für die Astronautengötter – wo lässt er sich finden?” (Bild: L. A. Fischinger)

Auch das ist nicht belegt, worauf ich immer wieder hinweise. Obwohl ich ich glaube, dass die einstigen “Götter” in Wahrheit Astronautengötter waren, gibt es dafür keinen unumstößlichen Beweis. Gleiches gilt für die UFO-Forschung oder entsprechende Verschwörungen.

Der definitive Beleg lässt weiter auf sich warten, wenn man sich objektiv und sachlich die vorgeblichen “Beweise” ansieht. Auch wenn nicht wenige Grenzwissenschaft-Interessierte das anders sehen, gibt es also für den 4. Punkt nur Hinweise, keine Beweise.

Selbstzerstörerische Aliens

Als 5. Punkt ist kürzlich wieder die Frage in der Presse aufgekommen, ob nicht alle außerirdischen Zivilisationen schon wieder untergegangen sind. Ihre Erfolgsgeschichte endete demnach bereits, bevor wir sie finden oder sogar mit ihnen in Kontakt treten konnten. Dabei ist es unerheblich, ob diese außerirdischen Zivilisationen vor 5.000 oder einer Millionen Jahren untergingen. Wie sagt man so schön? – “Wenn weg, dann weg”.

Brian Cox, Physiker aus Großbritannien, hat diese Überlegung  nun erneut aufgegriffen. Denn neu ist die Idee, dass Aliens sich selber alle vernichten, nicht. Sie stammt von dem Physikers und Nobelpreisträger Enrico Fermi aus den 1950er Jahren, einem der bedeutendsten Kernphysiker des 20. Jahrhunderts, der maßgebliche an der Spaltung des Atoms beteiligt war. So nennt man das Problem eines Nicht-Kontakt mit Außerirdischen und ihre möglichen/spekulativen Ursache seit dem auch nach ihm das “Fermi-Paradoxon”.

Obwohl es für das “Fermi-Paradoxon” eine ganze Palette an Deutungen gibt, wovon oben nur wenige genannt wurde, hat Brian Cox sich jüngst eben jene heraus gesucht, dass die Fremden alle tot sind. Das zu hohe technisches Niveau, dass die Außerirdischen erreicht haben, führte schlussendlich zu ihrem Ende. Das könne man so auch auf die Menschheit übertragen, da wir uns selber durch einen Atomkrieg oder eine selbst gezüchtete Biowaffe vernichten könnten. Im Umkehrschluss würden nach unserem Ende Außerirdische dann natürlich auch nicht mit uns in Kontakt treten können.

VIDEO: Außerirdische haben die Erde vielleicht schon entdeckt und senden uns Signale: Neue Astronomie-Studie mit konkreten Ortsangaben für SETI (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)
VIDEO: Außerirdische haben die Erde vielleicht schon entdeckt und senden uns Signale: Neue Astronomie-Studie mit konkreten Ortsangaben für SETI (Bild: NASA/JPL / L. A. Fischinger)

Cox dazu:

Möglicherweise hat das Wachstum von Wissenschaft und Technik die Entwicklung der politischen Expertise (der Aliens, Anm. LAF) überflügelt, was zu einer Katastrophe geführt hat.

Dass sich außerirdische Zivilisationen bereits selber vernichtet haben, weshalb wir sie einfach nicht finden können, ist natürlich eine reine Spekulation. Auch wenn wir wohlwollend ihren Untergang beispielsweise durch eine kosmische Katastrophe (also durch die Natur) wie den Einschlag eines riesigen Asteroiden oder Gammerstrahlenausbrüche annehmen möchten.

Das gesamte “Fermi-Paradoxon” an sich ist spekulativer, philosophischer und theoretischer Natur.

Die Kolonisierung der Galaxis

Da Fermi von nur einer einzigen Zivilisation ausging, die die gesamte Mischstraße besiedelt, hat das “Fermi-Paradoxon” grundsätzliche Schwächen. Etwa 10 Milliarden Jahre ist unsere Galaxis alt und nach diesen theoretischen Gedankenspielen hätte eine außerirdische Zivilisation die Milchstraße in 10, 20 oder 40 Millionen Jahren vollständig besiedeln können. Mit nur einen Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit von bis zu 0,1 Prozent und je nachdem, wie lange sich diese kosmischen Kolonisten an den jeweils neuen Planeten aufhalten, bevor es weiter geht.

All das natürlich nur dann, wenn sie sich nicht zuvor selber zerstörten. Doch warum sind sie dann eben nicht hier?

Sämtliche Hypothesen dazu sind aber zum scheitern verurteilt. Man kann annehmen, dass vor Millionen von Jahren Außerirdische die Galaxis begannen zu besiedelten. Man muss es aber nicht. Vielleicht gingen sie vorher unter, vielleicht auch nicht. Vielleicht hatten oder haben sie auch überhaupt kein Interesse daran, das All zu besiedeln. Vielleicht aber gibt es zahllose technisch hoch entwickelte Zivilisationen in unserer Galaxis, von denen die meisten Kolonisten und Entdecker sind. Dann zumindest wäre eine Besiedlung fremder und lebensfreundlicher Welten im All durch diese verschiedenen technischen Völker der Sterne in noch viel kürzerer Zeit möglich. Aber trotzdem haben wir sie immer noch nicht gefunden.

Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann.“ (Bild: Mission zum Saturnmond Europa / NASA)
Wissenschaftler der NASA glauben, dass wir in 10 bis 20 Jahren außerirdisches Leben finden werden: „Die Frage ist nicht ob, sondern wann.“ (Bild: Mission zum Saturnmond Europa / NASA)

Gehen wir von der Voraussetzung aus, dass es nur eine einzige Zivilisation gab, die sich einst aufmachte andere Planten zu besiedeln und zu erkunden, dann sinkt aber auch mit ihrer Ausbreitung die Wahrscheinlichkeit, dass sie ausgestorben ist. Je nachdem, wie viele Welten diese Aliens vielleicht schon vor zehntausenden von Jahren kolonisiert haben, ist es unwahrscheinlich, dass sich alle Kolonien selber unverrichtet haben.

Gibt und gab es eine Vielzahl unterschiedlicher Zivilisationen dieser Art und auch noch zu unterschiedlichen Zeiten, ist die Annahme von vollständig ausgestorbenen Außerirdischen noch unwahrscheinlicher.

Die Überlegungen des Physikers Brian Cox klingen auf den ersten Blick wirklich unheimlich. Eine technische Zivilisation (wir eingeschlossen) erreicht  irgendwann einen Entwicklungsstand, in dem sie sich selber auslöschen wird. Das mag stimmen. Angesichts der irdischer Konflikte der Menschheit und unser Waffentechnologien etc. klingt das sogar stichhaltig. Die Erde ist erst etwa 4,5 Milliarden Jahre und unsere gefeierte Hochtechnologie sagen wir 50 Jahre alt.

Ein Alien-Volk, das sich bereits vor tausenden, zehntausenden oder einer Millionen Jahre sich durch eine Selbstzerstörung auslöschte, mag es gegeben haben. Folgerichtig würden wir mit eben nur dieser einen Zivilisation keinen Kontakt herstellen können.

Wer aber kann guten Gewissens sagen, dass diese nun toten Außerirdischen die einzigen in der Galaxis waren? Wer kann behaupten, dass sie zuvor nicht doch Kolonien gründeten, die es heute noch gibt? Wer will ernsthaften behaupten, dass technische und geistige Evolution im All immer zu Zerstörung führt? Das Verhalten und die Entwicklung der Menschheit als einzige bekannte Spezies auf Außerirdische in der Milchstraße zu übertragen, scheint zumindest mir auch überaus naiv und falsch zu sein.

Hoffentlich …

Ich danke Euch, Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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(Geschäfts-eMail: FischingerOnline@gmail.com)

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Mars-Experte: Wir sind nicht allein im All!

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Wird die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten den Mars besiedeln? Michael McKay von der Weltraumbehörde ESA über das Faszinosum des roten Planeten, die Gefahren einer Erkundungsmission und die Wahrscheinlichkeit für Leben auf anderen Planeten.

Michael McKay über die Suche nach außerirdischem Leben. Moderation: Joachim Scholl

Joachim Scholl: In seinen berühmten Science-Fiction-Erzählungen “Die Mars-Chroniken” hat der amerikanische Schriftsteller Ray Bradbury schon 1950 von einer Besiedelung des Mars geträumt. Dieser Traum wird jetzt wissenschaftlich und öffentlich unterfüttert durch eine interaktive Ausstellung über den Mars, die derzeit auf origineller Wanderschaft durch deutsche Einkaufszentren ist und ab heute in Leipzig Station macht. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt führt hier zusammen mit der ESA die Feder, der Europäischen Weltraumbehörde. Und der Mars-Experte bei der ESA, das ist der Ire Michael McKay, er ist jetzt am Telefon, guten Tag, Mister McKay!

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“Backup der Zivilisation”: Unsere Kultur soll auf Mond und Mars als Bibliothek der Menschheit verwahrt werden – auch für Aliens

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Das Wissen und die Kultur der Menschheit soll für die Zukunft und Außerirdische im All sicher verwahrt werden
Das Wissen und die Kultur der Menschheit soll für die Zukunft und Außerirdische im All sicher verwahrt werden (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Im fast 14 Milliarden Jahre alten Universum existiert die menschliche Zivilisation und Kultur erst wenige Jahrtausende. Mehr als bescheiden, da allein unser Planet bereits 4,5 Milliarden Jahre alt ist. Und ob es in einer unbestimmten Zukunft die Menschheit als Zivilisation auf dieser Welt überhaupt noch geben wird, ist ungewiss. Um aber als Spezies eines Tages nicht spurlos im All verschwunden zu sein, plant die US-Organisation “Arch Mission Foundation” eine mikroskopisch keine “Bibliothek der Menschheit” im Sonnensystem für künftige Außerirdische und Menschheiten zu platzieren. Und das schon ab 2020 mit einem ersten Archiv des Wissens der menschlichen Kultur auf dem Mond. Was genau die Pläne sind, welche Hintergründe diese Weltraum-Bibliotheken haben, warum es sinnvoll und letztlich doch sinnlos ist, lest ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

“Planetenhocker” Menschheit

Rechnen wir einmal in runden Zahlen: Der Kosmos ist 14 Milliarden Jahre alt, auf der Erde gibt es seit 4 Milliarden Leben, eine Menschheit als Zivilisation existiert seit 10.000 Jahren und eine technologische Gesellschaft gibt es seit 100 Jahren.

Das klingt nicht nur bescheiden, dass ist es auch.

Dennoch suchen wir gerade in den letzten 50 Jahren verstärkt und intensiv nach anderen Zivilisationen im All. Wir sehen uns quasi nach Gesellschaft und irgendwie wollen wir nicht die einzige intelligente Spezies im Universum sein. Sind wir sicherlich auch nicht. Was wir aber sind, sind “Planetenhocker”. Vor gerade mal wenigen Jahrzehnten liefen 12 Menschen dieses Planeten auf dem Mond herum und begeisterten dadurch auch die Menschen für das Thema Aliens und Leben im All.

Woanders war die Menschheit nach den Mondladungen nicht mehr. Lediglich Robotersonden und unbemannte Raumfahrzeuge durchstreifen unser Sonnensystem oder landeten auf anderen Himmelskörpern. Und irgendwelche Außerirdische haben wir trotz Jahrzehnte der Suche bisher auch nicht gefunden. Trotz zahlloser Landungen von Raumsonden auf unserem Nachbarplaneten Mars in den letzten 40 Jahren wissen wir nicht einmal, ob es dort einst Leben gab oder noch gibt.

Alles sehr deprimierend für eine “selbstbewusste Menschheit” und die vielen Weltraum-Enthusiasten. Doch kommt noch deprimierender.

Die Menschheit? Spurlos verschwunden!

Irgendwann wird vielleicht der nicht so schöne Tag kommen, an dem die Menschheit als Zivilisation von diesem Planeten verschwinden wird. Hier kann man noch so viel spekulieren, wann und wie das sein wird, aber grundsätzlich sieht es für uns nicht rosig aus. Wir könnten als Spezies das All besiedeln – werden wir meiner Meinung nach auch! – aber die Gefahr, dass wir vorher untergehen, schwebt alltäglich über uns.

VIDEO: Prof. Stephen Hawking warnt in einem Interview vor dem Untergang der Menschheit – Und spekuliert auch, wie wir den Weltuntergang überleben können … (Bild: NASA/JPL / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
VIDEO: Prof. Stephen Hawking warntvor dem Untergang der Menschheit – Und spekuliert, wie wir den Weltuntergang überleben können … (Bild: NASA/JPL / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Es liegt aber zweifellos in der Natur des Menschen, dass er überall seine Spuren hinterlassen will. “Zwanghaft” ist der Homo Sapiens dazu bestimmt, Zeichen seiner Anwesenheit und Existenz der Nachwelt zu vererben. Das fängt bei uralten Höhlenzeichnungen und Handabdrücken an Höhlenwänden an – und reicht bis Flaggen und Plaketten auf dem Mond.

Verschwindet eines Tages die Menschheit und kommen in Milliarden Jahren zufällig Außerirdische in unser Sonnensystem, werde sie nicht mehr viel von uns finden. Ab gesehen von unseren Hinterlassenschaften auf anderen Himmelskörpern. Doch von einer Kultur unserer Spezies wird nichts mehr da sein. Da müssen nicht einmal Milliarden Jahre ins All ziehen.

Und genau gegen diese “Schwarzmalerei” möchte der gemeinnützige Verein “Arch Mission Foundation” mit Sitz in Los Angeles etwas unternehmen.

Bibliotheken auf Mond und Mars

Die “Arch Mission Foundation” sieht eine “Bibliothek der Menschheit” im All als eine ausgezeichnete Lösung für zukünftige Ereignisse. Ereignisse, die uns vernichten könnten, und dadurch von der jetzigen Kultur nichts mehr überlassen. Zwar werden selbst den Einschlag eines riesigen Kometen oder Asteroiden auf der Erde sicher Menschen überleben und sich die Menschheit irgendwann wiederholen – doch unsere Welt wäre eine andere.

Als eine Art moderne Form von Felsbildern oder Handabdrücken auf Höhlenwänden der Vorzeit sieht die Non-Profi-Organisation Hightech im All. Die Geschichte, Kultur, Wissen und unserer Leben als Zivilisation an sich soll in einer “Lunar Library” gespeichert werden. Eine “Mond-Bibliothek” auf unserem  Trabanten. Dazu soll in zwei Jahren der erste Schritt getan werden.

Dokument, Fotos, Textseiten und die gesamte englische Wikipedia werden auf winzige Metallplatten aus Nikel mit einem Laser aufgebrannt und in einer kleinen Box auf den Mond gebracht. Diese Nikelplatten sind winzig, dabei hauchdünn und haben nur 1,7 Zentimeter Kantenlänge. Trotzdem passen auf einer dieser “Speichermedien” bis zu 16.000 Seiten bedrucktes Papier im Mikroformat. Bei 1000-facher Vergrößerung können die Entdecker dieser Weltraum-Achive diese Dokumente problemlos erkennen.

Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All
ARTIKEL: Wem gehört der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)

Bis zu 50 Millionen Seiten mit Text, Bildern und weiteren Informationen sollen in der ersten “Lunar Library” ab Mitte 2020 den Anfang machen. Theoretisch könnte die “Arch Mission Foundation” auf diesen gravierten und so gut wie unzerstörbare Nikelplättchen Milliarden Seiten an Informationen schreiben und sie auf den Mond bringen. Die gesamte Geschichte der Menschheit kann so bis ins Detail dokumentiert werden.

Das ist auch der Plan der Organisation.

Weitere solcher Bibliotheken sollen nach Angaben des Vereins folgen. Nicht nur auf dem Mond, sondern auch auf dem Mars und an anderen Orten des Sonnensystems. Die Möglichkeiten sind dabei genauso unendlich wie das Weltall selbst. Nach und nach würden diese Bibliotheken der Menschheit immer weiter heranwachsen und letztlich wären die Handabdrücke unserer gesamten Zivilisation, Spezies und Welt im All zu finden. Auch noch nach dem Weltuntergang und Ende der Menschheit.

Ein Backup der Zivilisation

Ein Archiv des menschlichen Wissens im All? Nova Spivack, der Mitgründer der “Arch Mission Foundation” hat dazu eine klare Meinung:

Wir dachten an dieses Projekt, um die menschliche Zivilisation rund um das Sonnensystem zu archivieren – um eine permanente externe Sicherung aller unserer kulturellen Errungenschaften zu schaffen. Also unser Wissen, unsere Kunst, unsere Sprachen, unsere Geschichte. Alles das, was der menschliche Geist hervorgebracht hat.

Tatsächlich ist diese Aussage oder der Wunsch von Spivack nachvollziehbar. Wobei eine “permanente externe Sicherung” wohl eher eine Träumerei ist. Eine “Sicherung”, das kennt man von seinem eigenen PC, dient dazu, dass man etwas Verlorenes wiederherstellen kann. Ist aber die Menschheit “verloren” bzw. als Zivilisation untergegangen und benötigt eben diese “externe Sicherung” – wie soll sie an diese auf dem Mond oder sonst wo herankommen, ohne Raumfahrt? 

Für die “Arch Mission Foundation” sind diese zukünftig im ganzen Sonnensystem verteilten Backups der Zivilisation natürlich auch und vor allem für Außerirdische gedacht. Ist unser Planet noch so zerstört und haben Wind, Wetter und Plattentektonik die Abdrücke unserer Kultur noch so zerstört, sind die Nickelplatten im All noch da.

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Natürlich macht es dabei auch und vor allem die Masse der Bibliotheken, die wir in unserem Sonnensystem verteilen. Nova Spivack dazu:

“Nickel ist ein Element, das nicht korrodiert. Im Grunde für immer im Weltraum hält und kosmische Strahlung kann es nicht beschädigen. Wir sind partnerunabhängig, also fliegen wir mit jedem, der uns Raum gibt.

Wir wollen viele Kopien an viele Orte bringen, damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass diese Archive überleben und in ferner Zukunft gefunden werden.

“Astrobotic” ist dabei das erste (private) Unternehmen, dass diesem Projekt “Raum, gibt”, wenn es Mitte 2020 zum Mond fliegt.

Macht das alles Sinn?

Abgesehen vom “Zwang”, dass unsere Spezies überall ihre Spuren hinterlassen muss, fragt man sich natürlich, was das für einen Sinn haben soll. Sinnvoll ist es, wenn man daran glaubt, dass diese Millionen oder Milliarden von Dokumenten etc. eines Tages auch von Aliens gefunden werden. Ob es diese Außerirdischen allerdings interessiert, was aktuell in Wikipedia steht, ist eine ganz andere Frage.

ARTIKEL: “Hallo zusammen” und “Wie geht´s Dir?”: Was für Töne, Bilder und Grüße die Menschheit 1977 mit zwei Raumfahrzeugen der NASA an Außerirdische schickte. (Bild: NASA/JPL/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
ARTIKEL: “Hallo zusammen” und “Wie geht´s Dir?”: Was für Töne, Bilder und Grüße die Menschheit 1977 mit zwei Raumfahrzeugen der NASA an Außerirdische schickte (Bild: NASA/JPL/gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Kritiker sehen hier eher Werbung für die kommerzielle und private Raumfahrt. Man denke hier an Elon Musk und den in eine Erdumlaufbahn geschossenen “Tesla Roadster”. Hier war auch die “Arch Mission Foundation” mit dabei, da sich in dem Auto ein Glasdatenträger von ihnen befand, auf dem Bücher des legendären Science-Fiction-Autoren Isaac Asimov gespeichert waren.

Die Nikel-Datenträger sind winzig, dünn wie ein Haar, können je Seite rund 8.000 Textseiten speichern und sind dabei federleicht. Die Kosten für ein solches Archiv der Menschheit im All sind damit sehr überschaubar, da in der Raumfahrt mit jedem Kilogramm Gewicht gerechnet wird. Der Transport der Platten der “Arch Mission Foundation” fällt da nicht ins Gewicht, wenn die Organisation um eine Mitfluggelegenheit bittet.

Fragt man aber nach dem Nutzen dieser ganzen Pläne, sieht es ganz anders aus. Denn den gibt es ganz einfach nicht für uns als gegenwärtige Menschheit. Lediglich das Wissen um die Tatsache, dass wir irgendwo im All unsere Spuren hinterlassen haben und theoretische Entdecker sich so an uns erinnern könnten. Wobei diese zukünftigen Finder allein durch den Schrott unserer Raumfahrt auf anderen Himmelskörpern von erfahren werden. Jedoch nur, dass es uns gab und wir eben diese Art von Technologien besaßen. Mehr nicht.

Eine mutmaßlich uns in späteren Erdzeitaltern folgende “Menschheit” oder aber eines Tages ankommende Außerirdische wären die Nutznießer der Weltraum-Archive. Gleichgültig, ob diese auch wirklich mit dem, “was der menschliche Geist hervorgebracht hat”, etwas anzufangen wissen. Doch hier muss man positiv denken und auf deren Neugierde, Interesse sowie Forscher- und Entdeckerdrang hoffen …

Weltraum-Archive: Eine alte Idee

In der Science-Fiction ist die Idee von Archiven und Bibliotheken im All nicht neu. Auch bei der beliebten TV-Serie “Star Trek – The Next Generation” war dies schon Thema, als man zufällig ein Millionen Jahre im All umher fliegendes Archiv einer untergegangenen Zivilisation fand.

VIDEO/VORTRAG: Der ultimative Beweis für die Astronautengötter – wie lässt sich die Prä-Astronautik unwiderlegbar beweisen? (Bild: Tatjana Ingold)
VIDEO/VORTRAG: Der ultimative Beweis für die Astronautengötter – wie lässt sich die Prä-Astronautik unwiderlegbar beweisen? (Bild: Tatjana Ingold)

Selbst in der Welt der Wissenschaft hatte man schon die sonderbarsten Ideen, was die Verbreitung unseres Wissens im All angeht. So wurde beispielsweise erst 2015 vorgeschlagen, dass man mittels Radioteleskop das komplette Internet inkl. Wikipedia ins All senden solle. Für potenzielle außerirdische Empfänger, die so auf uns aufmerksam werden und sich dadurch über uns informieren könne. Ob sie wollen, oder nicht.

Auf einen Kongress habe ich selber das Thema in einem Vortrag einmal anders herum darlegt. Nämlich wie Außerirdische, die vor Jahrtausenden einmal hier auf unserer Erde gewesen sein könnte, uns eine Botschaft über tausende von Jahren hinweg in die Zukunft hinterlassen haben könnten. Quasi also deren “Bibliothek”, die wir erst als technologische Spezies entdecken und verstehen können.

Mein Ergebnis könnt Ihr auf diesem Blog HIER nachlesen und den Vortrag findet Ihr bei YouTube als Video HIER.

Den Erhalt von Wissen und Kultur wurde und wird in der Science-Fiction seit Jahrzehnten immer mal wieder thematisiert. Eine echte Garantie für einen Erfolg gibt es pauschal dafür nicht. Außer vielleicht die Ausbreitung einer Spezies durch Raumfahrt im All an möglichst viele verschiedene Orte.

Würden die geplanten Nikel-Datenträger tatsächlich Milliarden Jahre in unserem Sonnensystem erhalten bleiben, ist auch deren Zeit eines Tages abgelaufen: Wenn unsere Sonne stirbt und explodiert und dabei das Sonnensystem zerstört. Hat bis dahin niemand unsere Archive gefunden, war es das mit der Erinnerung an die Menschheit oder einem “Backup” …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Neandertaler: Ein Supercomputer hat jetzt ihr Aussterben simuliert – Hauptschuld an ihrem Verschwinden trägt wohl der Homo sapiens

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Der rätselhafte Neandertaler: Ein Supercomputer hat jetzt ihr Aussterben simuliert - Hauptschuld an ihrem Verschwinden trägt wohl der Homo sapiens (Bilder: A. Timmermann & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)
Der rätselhafte Neandertaler: Ein Supercomputer hat jetzt ihr Aussterben simuliert – Hauptschuld an ihrem Verschwinden trägt wohl der Homo sapiens (Bilder: A. Timmermann & PixaBay / Montage: Fischinger-Online)

Warum starb vor rund 40.000 Jahren der Neandertaler so plötzlich aus? Was waren die genaue Ursachen, dass unser Vetter von der Erde verschwand, nachdem er hunderttausende Jahre allen Widrigkeiten trotzen konnte? Darüber zerbrechen sich Anthropologen seit Jahrzehnte den Kopf. Die Ankunft des modernen Menschen (Homo sapiens) in Eurasien und damit in die Gebiete des Neandertalers steht hier als Ursache schon lange in Verdacht. Diese Vermutung scheinen jetzt Simulationen mit dem Supercomputer “Aleph” zu untermauern, wie Wissenschaftler bekannt gaben. Eine umfangreiche Untersuchung, die aber weiterhin fragen offen lässt, wie Ihr hier erfahrt.


Der rätselhafte Neandertaler

Heute lebt auf diesem Planeten nur eine „Spezies Mensch“: Der Homo sapiens, wir „modernen Menschen“. Sieht man einmal von den Überlegungen aus der Kryptozoologie ab, dass es sich bei „Affenmenschen“ wie Yeti oder Bigfoot um bisher unentdeckte Vetter von und Menschen handelt.

Wir waren aber nicht immer allein auf der Erde. Zahlreiche Menschenarten und „Urmenschen“ lebten bereits auf unserer Welt. Ausgestorbene Cousins und Brüder, von denen zweifellos der Neandertaler die berühmteste Spezies ist.

Diese Verwandte starben erst vor wenigen zehntausend Jahren aus, als der moderne Mensch sich bereits aufmachte, die Welt zu besiedeln. So traf Neandertaler und moderner Mensch an vielen Orten in Europa und dem Nahen Osten auch aufeinander. Sie lebten fortan in einer Koexistenz, nachdem zehntausende von Jahren der Neandertaler diese Gebiet zuvor für sich allein hatte.

Dann verschwand unser Vetter aus der Geschichte. Seine Spezies starb vor rund 40.000 Jahren aus, nachdem er mindestens 300.000 Jahre lang in Europa, Asien und dem Nahen Osten lebte. Warum ist bis heute ein Rätsel der Geschichte, über das seit vielen Jahren diskutiert wird.

Während der Neandertaler in Eurasien den widrigsten klimatischen Bedingungen wie Eiszeiten trotzen konnte, verlief sein Untergang relativ schnell. Ein einschneidendes Ereignis muss deren Ende eingeläutet haben, darin sind sich die Forscher sicher. Vor allem wird hier die Ankunft des modernen Menschen in Europa und anderen Gebieten angeführt, die damit das Ende der Neandertaler einläuteten. Ob durch Vertreibung, Urzeit-Kriege, eingeschleppte Krankheiten, Kampf um die Ressourcen oder andere Faktoren, ist ungewiss.

Ausgerottet durch den modernen Menschen

Sicher hingegen ist, dass auch der heutige Mensch noch Neandertaler-Gene in sich trägt. Es kam also auch zu Vermischungen der Populationen, die zum Beispiel in Europa sehr gut nachzuweisen sind. Doch auch das kann nicht das endgültige Ende der Neandertaler verursacht haben. Auch ein Klimawandel kann nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Schließlich habe unser Verwandter in den hunderttausenden Jahren zuvor weitaus dramatischere Klimawandel mühelos überlebt. Er passte sich an und sicherte so das Überleben seiner Spezies.

Als gesichert gilt jedoch, dass ein Wandel des Klimas, die Ankunft des Homo sapiens in Eurasien und das Ende der Neandertaler zeitlich zu dicht beieinander lagen, als dass dies nur Zufall sein kann. Dieser relativ zügige Zusammenbruch der weit verstreuten Neandertaler-Populationen ist eines der großen Mysterien der Anthropologie. Es muss, so ist sich die Wissenschaft einig, einen Hauptauslöser gegeben haben.

Obwohl der moderne Mensch als dieser Hauptfaktor für den Untergang angesehen wird, fehlt dafür weiterhin der Beweis. Siedlungs- und Wanderungsbewegungen der beiden Menschenarten, Klimaänderungen, vorhandenen Nahrungsgrundlagen, Temperaturschwankungen, die Vermischung beider Arten und andere Parameter müssen hier berücksichtigt werden. Darauf ergibt sich ein überaus komplexes Modell einer Zeit vor ca. 40.000 Jahren.

Axel Timmermann, der Direktor des „IBS Center for Climate Physics“ an der Pusan National Universität in Südkorea hat nun erstmals genau ein solches Modell vorlegt. Mit Hilfe des Supercomputers „Aleph“.

Timmermann fütterte den Supercomputer dazu mit zehntausenden Zeilen EDV-Code und ließ das Superhirn so eine Simulation berechnen. Gletscherbewegungen der Eiszeit, Kreuzungen der Spezies, Vegetation, Temperatur, genetische Daten und archäologische Funde wurden dazu herangezogen. Im Ergebnis zeigte sich, dass der Homo sapiens am Aussterben der Neandertaler die Hauptschuld trägt. Timmermann:

Die neuen Simulationen im Computermodell zeigen deutlich, dass dieses Ereignis die erste größere Ausrottung war, die durch unsere eigene Spezies verursacht wurde“.

Neandertaler vs. Homo sapiens

Dennoch seien Details weiter unklar, wie der Forscher betont. Zum Beispiel, ob der Homo sapiens im Vergleich einfach besser jagen konnte, ein stärkeres Immunsystem hatte oder vielleicht sogar einfach nur fruchtbarer als der Neandertaler war. Auch wollen Timmermann und sein Team nach dieser ersten Simulation weitere Untersuchungen dieser Art durchführen, die zusätzliche Faktoren berücksichtigen sollen. Etwa detaillierte Klimamodelle und die sogenannte Megafaune der damaligen Zeit.

Doch an ein zufälliges Aussterben unserer Verwandten glaubt der Wissenschaftler nicht:

Dies ist das erste Mal, dass wir die Hauptfaktoren quantifizieren können, die zum Aussterben der Neandertaler führten. Im Computermodell kann ich verschiedene Prozesse an- und ausschalten, zum Beispiel abrupte Klimaveränderungen, Kreuzungen oder Konkurrenz.

Die Neandertaler lebten in den letzten 300.000 Jahren in Eurasien und erlebten und passten sich an abrupte Klimaveränderungen an, die noch dramatischer waren als die, die während der Zeit des Verschwindens der Neandertaler auftraten. Es ist kein Zufall, dass die Neandertaler genau zu der Zeit verschwanden, als der Homo sapiens begann, sich in Europa auszubreiten.

Die neuen Simulationen im Computermodell zeigen deutlich, dass dieses Ereignis die erste größere Ausrottung war, die durch unsere eigene Spezies verursacht wurde.“

Eine lang gehegte Vermutung wurde hier durch den Supercomputer „Aleph“ mathematisch untermauert. Die Studien von Axel Timmermann und seinen Kollegen bestätigen damit in der Theorie zweifellos nur das, was seit Jahrzehnten angenommen wurde. Sie belegen diese allerdings nicht.

Fraglich auch, ob die angekündigten weiteren Simulationen mit zusätzlichen Parametern diese Beweise liefern können. Immerhin können wir keine Neandertaler mehr fragen, was und wie damals wirklich geschah.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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„Eine Sternstunde der Paläoanthropologie und ein Paradigmenwechsel“: Forscher entdecken “Missing Link” von Mensch und Affe in Bayern

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"Sternstunde der Paläoanthropologie und ein Paradigmenwechsel": Forscher entdecken ein "Missing Link" zwischen Mensch und Affe in Bayern (Bilder: Nature & PixaBay/gemeinfrei)
“Sternstunde der Paläoanthropologie und ein Paradigmenwechsel”: Forscher entdecken ein “Missing Link” zwischen Mensch und Affe in Bayern (Bilder: Nature & PixaBay/gemeinfrei)

“Danuvius guggenmosi” – so heißt eine neue Menschenaffenart, die Wissenschaftler um Prof. Madelaine Böhme von der Universität Tübingen jetzt in Bayern identifiziert haben. Gelebt hat dieser frühe Vorfahren des Menschen vor fast 12 Millionen Jahren und konnte dabei bereits auf zwei Beinen laufen. Eine Sternstunde für die Paläontologie bei der Erforschung der Entwicklung der Menschheit. Und “ein echtes Übergangsglied, ein Missing Link”, so die begeisterten Forscher, dass die Geschichte umschreibt. Mehr zu unserem neuen Urahnen in diesem Beitrag.


Bindeglied zwischen Mensch und Affe entdeckt

Bei der Suche nach der Herkunft des modernen Menschen gelang Wissenschaftlern ein sensationeller Fund in Bayern.

Im Allgäu entdeckten sie eine neue Urmenschart, die fast 12 Millionen Jahre alt ist. Die gefundenen Überreste der Menschenaffen deuten darauf hin, dass das „Tier“ bereits auf zwei Beinen laufen konnte und die neue Gattung „Danuvius guggenmosi“ als ein Bindeglied zwischen Affe und Mensch verstanden werden kann. Der aufrechte Gang habe sich demnach nicht in Afrika entwickelt, wie bisher meist angenommen, sondern in Europa.

Schon jetzt sprechen die beteiligten Forscher von einer Sternstunde der Paläontologie, und dass die Geschichte der Entwicklung des Menschen umgeschrieben werden muss.

Entdeckte wurde die neue Gattung von der Paläontologin Prof. Madelaine Böhme von der Universität Tübingen und ihrem Team an einem Bach im schwäbischen Kreis Ostallgäu. Zwischen 2015 und 2018 fanden dort die Wissenschaftler 37 einzelne Knochen und Fragmente von mehreren Individuen, die sie auf ein Alter von 11,62 Millionen Jahre datierten.

Wie die Forscher um Böhme in „Nature“ vom 6. November 2019 berichten, haben die entdeckten Knochen sowohl Merkmale eines Menschen wie auch eines Affen bzw. Menschenaffen. Durch den erstaunlich guten Erhaltungszustand der gefundenen Knochen sei es gelungen 15 Prozent des Skelettes dieses Primaten zu rekonstruieren. Vor allem Knochen von Wirbeln, Zehn, Hüfte und Beinen sprechen nach den Untersuchungen dafür, dass dieser Affenmensch bereits vor 12 Millionen aufrecht gehen konnte, so Böhme.

Es sei „praktisch ausgeschlossen“, dass in Afrika ältere Urmenschen mit einem aufrechten Gang gelebt haben können. Denn bisher geht man meistens von der Annahme aus, dass sich der aufrechte Gang bei unseren frühsten Urahnen in Afrika entwickelte. Auch ist die jetzt entdeckte Art „Danuvius guggenmosi“ annähernd doppelt so alt, wie alle bisher nachgewiesenen „Zweibeiner“. Es wäre der gemeinsame Vorfahre der heutigen Menschenaffen und des modernen Menschen.

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Das ist eine Sternstunde der Paläoanthropologie. Dass sich der Prozess des aufrechten Gangs in Europa vollzog, erschüttert die Grundfeste der Paläoanthropologie. Bislang war der aufrechte Gang ein ausschließliches Merkmal von Menschen. Aber Danuvius war ein Menschenaffe. Zu unserem Erstaunen ähnelten einige Knochen mehr dem Menschen als dem Menschenaffen.

So Prof. Böhme über die Tragweite der neu gefundenen Art.

Missing Link der Menschheit?

Für die Wissenschaftler seien die Funde aus Bayern ein „Paradigmenwechsel“ bei der Suche nach dem legendären Missing Link. Dem „fehlenden Glied“ in der Evolution des modernen Menschen. Es wäre der gemeinsame Vorfahre der heutigen Menschenaffen und des modernen Menschen.

Der SWR zitiert Böhme dazu mit den Worten:

Wenn wir solche kompletten Knochen des Skeletts haben, können wir sehr viel über die Bewegungsapparate und über die Lebensweise der Tiere sagen, viel mehr als über Schädelreste und Zähne. Beispielsweise erzählt uns die vergleichsweise lange Elle, dass die Arme deutlich länger waren als die Beine. Das heißt, das ist ein typisches Merkmal, wie wir es von Menschenaffen kennen.

Wir interpretieren daraus also eine Mischform, die auf der einen Seite ein Vorläufer für den zweibeinigen aufrechten Gang von heutigen Menschen sein kann und ein Vorläufer gleichzeitig auch für die baumbewohnende vierfüßige Lebensweise von Menschenaffen. Ein echtes Übergangsglied, ein Missing Link.

Äußerliche Ähnlichkeiten zum homo sapiens bestehen aber nur bedingt.

Nicht anders wie bei den unzähligen anderen primitiven Menschenaffenarten, die bisher entdeckt wurden. Die neue Art sei nur rund einen Meter klein gewesen und habe zwischen 18 und 31 Kilogramm gewogen. Aufgrund der langen Arme, der S-förmig gebogenen Wirbelsäule und der affenähnlichen Greiffüße mit stabilen Gelenken lebte das Wesen ebenso in Bäumen, vermuten die Forscher.

Unser neuer Vorfahr nutze beide Möglichkeiten, so David Begun von der University of Toronto:

Danuvius kombinierte die von den hinteren Gliedmaßen dominierte Zweibeinigkeit mit dem von den vorderen Gliedmaßen dominierten Klettern.

Madelaine Böhme und ihre Kollegen sind sicher, dass die Evolution des Menschen in Europa den aufrechten Gang „erfand“. Von hier aus wanderten unsere frühsten Vorfahren nach Afrika, das sie nach weiteren Stufen der Entwicklung wieder verließen, um den gesamten Planeten zu besiedeln.

Euer Jäger des Phantastischen

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Archäologen und Genetiker auf der Suche nach dem Ursprung unserer Ahnen und ihrer Sprache – mit erstaunlichen Ergebnissen

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Archäologen und Genetiker auf der Suche nach dem Ursprung unserer Sprache - mit erstaunlichen Ergebnissen (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Archäologen und Genetiker auf der Suche nach dem Ursprung unserer Sprache – mit erstaunlichen Ergebnissen (Bild: Google Earth / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Woher stammen und Vorfahren aus der Steinzeit bzw. Eiszeit, die vor bis zu 12.000 Jahren lebten? Wo liegt der Ursprung der indoeuropäischen Sprachen, die heute von Indien bis Großbritannien gesprochen werden? Und wie verliefen die Besiedelungswege der ersten ersten Ackerbauern und frühen  Jäger und Sammler. Solche Fragen kann heute unter anderem die Gen-Forschung weiter aufhellen. Ein internationales Forscherteam aus Genetikern, Anthropologen und Archäologen ist deshalb in der bisher umfangreichsten DNA-Untersuchung dieser Art genau diesen Fragen nachgegangen. Und kam zu erstaunlichen Ergebnisse, die sie jetzt “Science” veröffentlicht haben.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Wissenschaftler auf der Suche nach unseren Ahnen

Mehr als 100 Wissenschaftler aus den verschiedensten Fachgebieten, von Genetik bis Archäologie, veröffentlichten in dem Fachmagazin “Science” am 6. September die Ergebnisse ihrer Studie der menschliche DNA. Dabei bedienten sich die Experten um David Reich von der Harvard Medical School alter und uralter DNA von insgesamt 523 vorzeitlichen Personen, die vor allem in Süd- und Zentralasien lebten.

Der von diesen Vormenschen gewonnene Gencode wurde woraufhin mit der DNA bereits bekannter Untersuchungen anderer Individuen der Steinzeit verglichen. Diese Menschen stellen nach Aussage der beteiligten Forscher “Schlüsselphasen in der Bevölkerungsgeschichte Eurasiens fest, einschließlich der Ausbreitung von Bauernvölkern aus dem Nahen Osten mit Bewegungen sowohl nach Westen als auch nach Osten”.

Ergänzt wurde diese Studie durch archäologische Funde und Forschungen aus der Sprachwissenschaft, die daraufhin alle in einen Kontext gebracht wurden.

Nach Ansicht der Forscher widerlegt ihre Untersuchung bisherige Thesen über die Ausbreitung unserer direkten Vorfahren und vor alle auch der indoeuropäischen Sprachen. “Die Vorfahren aus der Steppe in Südasien haben dasselbe Profil wie in der Bronzezeit in Osteuropa”, schreiben sie in ihrer Veröffentlichung. Diese steinzeitlichen Siedler vermischten sich mit anderen frühen landwirtschaftlichen Kulturen in ganz Europa und Zentral- und Südasien und brachten auch ihre Sprache mit:

Eine massive Bevölkerungsbewegung aus der eurasischen Steppe nach Europa, die wahrscheinlich die indoeuropäischen Sprachen verbreitete. Wir zeigen eine parallele Reihe von Ereignissen, die zur Ausbreitung der Vorfahren aus der Steppe nach Südasien führten, und dokumentieren dabei Bewegungen von Menschen, die wahrscheinlich die Ausbreitung der indoeuropäischen Sprachen begünstigten.

Nach ihren Forschungen sind sich die Autoren der Studie sicher, dass nicht Bauern aus Anatolien ihre Sprache nach Europa und Richtung Asien verbreiteten. Bis heute ist das die übliche Hypothese über den Ursprung der indogermanistischen Sprachfamilie. Die Experten sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die sprachlichen Wurzeln bei Viehzüchtern aus den Steppen Asiens liegen. Vor etwa 5.000 Jahren.

Spuren bei den weisen Brahmanen Indiens

Weiter zeigte die Untersuchung (sowie eine ergänzende Studie, die in “Cell” vom 5. September), dass die Landwirtschaft im Süden Asiens nicht von Siedlern aus dem Westen stammen kann. Auch im heutigen Iran und Zentralasien verlief die Entwicklung der Sprachen anders, als bisher angenommen. Erst rund 1.500 Jahre später machten sich die Nachfahren dieser europäischen Siedler wieder auf den Osten und asiatische Gebiete neu zu besiedeln. David Reich ist deshalb sicher:

Wir können eine Ausbreitung von Bauern mit anatolischen Wurzeln nach Südasien ausschließen.

Besonders bei einer Bevölkerungsgruppe in Südasien bzw. Indien lasse sich noch heute eine eindeutige genetische Spur zu den Steppenvölkern finden, so Reich. Es sind die Brahmanen aus dem Hinduismus. Weise und heilige Männer einer ganz besonderen Kaste, die Lehrer und Priester der alten indischen Schriften “Veden” sind. Verfasst sind diese heiligen Texte Sanskrit, einer uralten indoeuropäischen Sprache.

Eine Kasten-Elite, die über Generationen ihr Wissen weitergibt und sich nach den Untersuchungen der Forscher offensichtlich untereinander ihr genetische Erbe erhalten konnte:

Die Feststellung, dass Brahmanen mehr Steppen-Abstammung haben als andere Gruppen in Südasien, liefert ein faszinierendes neues Argument für einen Steppenursprung für indoeuropäische Sprachen in Südasien.

Dass eine elitäre Elite wie in diesem Fall die Brahmanen über unzählige Generationen lieber unter sich bleibt, ist nicht verwunderlich. Für die Genforscher dieser Untersuchung ein Glücksfall. Die moderne Wissenschaft hat offensichtlich mit der DNA ein einstmals undenkbares Werkzeug zur Erforschung unserer Vorgeschichte in der Hand, von der auch in Zukunft neue Erkenntnisse zu erwarten sind.

Euer Jäger des Phantastischen

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