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US-Präsident Donald Trump bringt Richtlinie zur Einrichtung einer “Weltraum-Armee” auf dem Weg – doch was ist diese “Space Force”?

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US-Präsident Donald Trump bringt eine Richtlinie zur Einrichtung einer Weltraum-Kampftruppe auf dem Weg (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
US-Präsident Donald Trump bringt eine Richtlinie zur Einrichtung einer Weltraum-Kampftruppe auf dem Weg (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Der US-Präsident Donald Trump plant große Schritte im All. Nicht nur auf dem Mond und Mars sollen zukünftig Amerikaner landen, sondern Trump will auch eine “Space Force” für die USA. Eine “Weltraum-Truppe” als eigenständigen Teil der US-Streitkräfte, die die Vormachtstellung der USA im All sichern soll. So jüngste Medienberichte nach bekannt werden von Trumps Plänen vor wenigen Tagen in Washington. Diese Pläne und Ideen sind allerdings nicht neu, auch nicht für und von Trump. Sie haben auch nichts mit einer Verteidigung gehen eine Alien-Invasion zu tun, wie es in einigen Meldungen heißt. Was genau Donald Trump für diesbezügliche Richtlinien verabschiedet hat und was es mit dieser “Space Force” wirklich auf sich hat, erkläre ich in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Krieg der Sterne gegen Aliens?

Zugegeben, wenn man von der Schaffung einer “Weltraum-Tuppe” oder “Weltraum-Armee” durch die USA hört, denken sicher viele sogleich an einen Schutz gegen Außerirdische. Alien-Invasoren, die uns und unseren Planten nichts Gutes wollen, und gegen die man sich militärisch im All verteidigen muss. Theoretisch denkbar, keine Frage. Doch sollte ein solche “UFO-Invasion” aus den Weiten des Kosmos kommen, wäre unsere Spezies mit Sicherheit so oder so haushoch unterlegen!

Was will also US-Präsident Donald Trump mit einer “Space Force”? Die “Stuttgarter Nachrichten” zum Beispiel am 18. Juni dazu:

Schlechte Zeiten für außerirdische Invasoren: US-Präsident Donald Trump dem Pentagon aufgegeben, unverzüglich mit der Schaffung einer Weltraumarmee zu beginnen.

Das hört sich an, als wolle die USA ganz im Sinne von “STAR WARS” imperiale Sturmtruppen im All stationieren. Dem ist aber nicht so.

Donald Trump und die “Space Force”

Bei einem Treffen am 18. Juni 2018 sagte Präsident Trump, dass die USA als sechsten Zweig der US-Armee diese “Space Force”ins Leben rufen solle. Vor allem soll die USA so im All wieder ihre einstige Größe und Vormachtstellung wieder erlangen, so Trump. Man will sich nicht von China, Russland oder irgendwelche anderen Länder ausbooten lassen, wenn es um die Präsenz im All gehe (s. a. HIER).

Trump dazu vor wenigen Tagen:

Wir werden eine Air Force haben und wir werden eine Space Force haben, eigenständig, aber gleichwertig. Wenn es darum geht, Amerika zu verteidigen, reicht es nicht, nur eine amerikanische Präsenz im All zu haben. Es muss eine amerikanische Dominanz im All geben.

ARTIKEL: Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)
ARTIKEL: Wem gehört eigentlich der Mond? Über (meine!) lunaren Ländereien, irdische Weltraumverträge und Wildwest im All (Bild: gemeinfrei)

Neu sind die derzeit durch die Medien laufenden Aussagen von Trump keineswegs. Schon im Mai 2018 (und in den Jahren davor) berichteten verschiedene Medien anlässlich des “National Defense Authorization Act”(s. a. PDF HIER) über dieses Thema. So zitierte etwa “CNN“:

Wir werden sehr groß im Weltraum werden, sowohl militärisch als auch aus anderen Gründen, und wir denken ernsthaft über eine Space Force nach. “Der Weltraum ist ein Kriegsgebiet, genau wie Land, Luft und Meer.”

Und der Abgeordnete Mike Rogers aus dem Weißen Haus in Washington jubelte damals auf Nachfragen gegenüber “CNN”:

Ich bin begeistert, dass die Idee des Space Corps im Weißen Haus Einzug hält. Der Kongressabgeordnete Jim Cooper und ich haben unermüdlich am Unterausschuss des Strategic Forces Committee des House Armed Services Committee gearbeitet, das seit über zwei Jahren ein Space Corps außerhalb der Air Force benötigt.

Aber was genau will die USA mit ihrer “Weltraum-Armee”?

Die “Weltraum-Armee” der USA

“CNN” zitierte am 18. Juni einen Mitarbeiter des US-Verteidigungsministerium mit den Worten:

Der Weltraum ist eine Kriegsgebiet, daher ist es wichtig, dass unser Militär in diesem Bereich seine Dominanz und seinen Wettbewerbsvorteil behält. Der gemeinsame Stab wird eng mit dem Büro des Verteidigungsministers, anderen Interessengruppen (des Verteidigungsministerium) und dem Kongress zusammenarbeiten, um die Leitlinien des Präsidenten umzusetzen.

Ein “Kriegsgebiet” im klassischen Sinn ist das All sicher nicht. Wohl aber ein wirtschaftliches Kriegsgebiet, in dem in naher, ferner und weiter Zukunft wirtschaftliche Interessen eine immer größere Rolle spielen werden. Und darum geht es bei dieser “Space Force” der USA. Eben um Macht und Einfluss bei einer zukünftigen wirtschaftlichen Ausbeutung des All. Welcher Art und Weise das auch immer eines Tages Realität wird.

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Man darf als Weltmacht hier nicht Anschluss verlieren und müsse frühzeitig handeln, so die Grundaussage von Donald Trump seiner beschlossenen Richtlinie. So sagte auch Scott Pace vom Nationalen Weltraumrat der USA:

Wenn wir die Wirtschaft im Weltraum ausbauen wollen, müssen wir sicherstellen, dass dies auf nachhaltige Weise geschieht.

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Dana White, Sprecherin des Pentagon, ergänze zu diesen beschlossenen Plänen, dass nun in Zusammenarbeit mit dem Kongress viele Beratungen, Beschlüsse und Debatten folgen werden. Immerhin ist es auch und vor allem eine Kostenfrage für die Amerikaner.

In dem Beschluss vom 18. Juni von Trump heißt es auch, dass die USA in Zukunft die Führungsrolle bei der Bereinigung und Vernichtung von Weltraumschrott übernehmen solle. Ein Thema, das in der Raumfahrt aufgrund des praktisch zugemüllten Erdorbit eine immer wichtigere Rolle spielt. Jedes kleine Teil Schrott im All aus Jahrzehnten der Raumfahrt ist eine Gefahr für Mensch und Maschine im All.

Und dass man mit Müllbeseitigung schon hier auf der Erde Milliarden verdienen kann, ist sicher niemanden neu.

Zusätzlich möchte die USA den wachsenden Flugverkehrs im Weltraum koordinieren oder bei dessen Regelung eine führende Rolle übernehmen. Auch das wäre in durchaus absehbarer Zukunft fraglos ein Geschäft für die Vereinigen Staaten. Bekanntlich streben nicht nur immer mehr Länder mit eigenen Raumfahrtprojekten in das All, sondern auch private Firmen und Organisationen. Eine Regelung auf Internationaler Ebene ist hier zwingend erforderlich!

Eigentlich aber gibt es solche Regelungen in Form von “Weltraumverträgen” bereits längst, wie in diesem Blog-Artikel HIER vom 14. Mai 2018 ausgeführt.

Auf zum Mond und Mars!

Donald Trump festigte mit dem neuen Beschluss auch die Absicht der USA wieder bemannt zum Mond zu fliegen. Als weiteres Ziel werde ein bemannter Flug zum Mars angestrebt, so Trump weiter.

Solche Träume – vor allem der Flug des Menschen zum Mars – sind natürlich so alt wie die Raumfahrt selbst. Mindestens. Da aber hierzu erst noch neuen Technologien gebaut, entwickelt, verbessert und neu konstruiert werden müssen, ist das alles Zukunftsmusik. Irgendwann muss man aber hier konkret den Anfang machen, was diverse Zukunftsvisionen im All angeht, was die USA eben wollen. In der Theorie oder besser gesagt in “Absichtserklärungen”.

VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)
VIDEO: Die NASA sucht jemanden, der die Erde vor Aliens beschützt. Aber warum eigentlich? Und was macht dieser Mitarbeiter genau? (Bild: NASA)

Überspitzt könnte man auch sagen mit “beschlossenen Wunschlisten” der US-Regierung. Gewaltige Geldmittel müsste die USA hierfür aufbringen. Von der Realisierung irgendwelcher Basen auf dem Mond ganz zu schweigen. In diesem Zusammenhang hebt Donald Trump aber auch den Konkurrenzkampf zwischen der NASA und privaten Weltraumfirmen wie “SpaceX” hervor. Trump:

Solange es eine amerikanische reiche Person ist, ist es gut, okay? Sie können uns schlagen. Wir sparen etwas Geld, und sie schlagen uns, und wir lassen uns das als unseren Verdienst anrechnen.

Abgesehen von diesen US-Taumzielen ist die “Space Force” also keine Armee im All, wie es einige Medienberichte zu suggerieren scheinen. “Flexibilität bei Startfenstern” von Raketen sowie “schnellere und genauere Informationen darüber, wo sie starten können”, seien auch und vor allem für private Raumfahrtunternehmen wichtig, so Scott Pace. Nicht nur um Weltraumschott auszuweichen. Auch deshalb, damit deren Satelliten “mehr Zeit haben, um Einnahmen-erzeugende Tätigkeiten nachzugehen, anstatt manövrieren zu müssen”.

Eine “Space Force”, die Weltraumschrott beseitigt und Raketenstarts koordiniert, um Kollisionen mit Space-Müll zu vermeiden, klingt natürlich nicht so spannend wie eine “US-Weltraum-Armee” …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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+++YouTube-Video+++ Donald Trump, Hillary Clinton und die UFOs: Hat die UFO-Forschung etwas zu erwarten?

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Donald Trump, Hillary Clinton und die UFOs - Video von Fischinger-Online auf YouTube (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Donald Trump, Hillary Clinton und die UFOs – Video von Fischinger-Online auf YouTube (Bilder: WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Für mehr als großen Wirbel in der medialen Landschaft sorgt derzeit natürlich die wahr von Donald Trump zum nächsten Präsidenten der USA. Hillary Clinton – von den Medien gepuschter Favorit – hat den Sprung wieder nicht geschafft. Ein Rückschlag für die UFO-Forschung? Immerhin hat Clinton während des Wahlkampfes mehrmals verkündet, dass sie als Präsidentin der USA auch das UFO-Thema und deren Geheimhaltung und Vertuschung angehen werde. Sollte sie die Wahl gewinnen, wolle sie beispielsweise UFO-Akten veröffentlichen oder auch den Mythen um die „Area 51“ auf den Grund gehen. Was von all diesen Versprechen zu halten ist, wie ihr Wahlkampfmanager John Podesta damit in Verbindung steht und was unter Donald Trump zu erwarten (oder nicht zu erwarten) ist, erfahrt Ihr in diesem Video.

 

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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Ist die Niederlage von Hillary Clinton bei der Wahl zum „höchsten Amt der Welt“ auch eine Niederlage für die UFO-Forschung? Oder wird es sogar einen Wandel in der UFO-Geheimhaltung unter Präsident Donald Trump geben?

Mehrfach habe ich über Hillary und auch Bill Clinton auf diesem Blog und in Videos bei bei YouTube im Zusammenhang mit UFOs und UFO-Vertuschungen berichtet. Eine Offenlegung aller Informationen zum UFO-Thema durch Hillary Clinton als Präsidentin der USA … das wünschte sich die Mystery-Forschung nach entsprechenden Ankündigungen von ihr.

Doch es kam anders.

Was uns von Clinton in Sachen UFO-Geheimhaltung (angeblich!) erwartet hätte und ob unter Donald Trump als US-Präsident die UFO-Forschung überhaupt auf einen “Wandel” hoffen kann, erfahrt Ihr in meinem neuen Video.

Bleibt also neugierig!

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Konferenz zur Gefahr aus dem All: Auch die ESA will Weltraumschrott und Asteroiden abwehren und kontrollieren (+ Video)

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Gefahr aus dem All - Auch die ESA will Weltraumschrott abwehren und kontrollieren (Bild: PixaBay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)
Gefahr aus dem All. Auch die ESA will Weltraumschrott abwehren und kontrollieren (Bild: Pixabay/gemeinfrei / Bearbeitung: Fischinger-Online)

Seit dem Beginn des Raumfahrtzeitalters hat die Menschheit tausende Raketen, Satelliten und Raumfahrzeuge in das All geschickt. Vor allen in den sehr nahen Erdorbit, wo diese Technologien der Raumfahrt mehr und mehr zu einem Problem werden. Inzwischen wimmelt es im Orbit von Weltraumschrott, der sich dort oben in über fünf Jahrzehnten angesammelt hat. Ein wachsender außerirdischer Schrottplatz umkreist unseren Planeten, der zunehmend zu einem handfesten Problem für die Raumfahrt wird. Während US-Präsident Donald Trump 2018 noch verlacht wurde, als er unter anderem gegen diese Bedrohung eine “Weltraum-Armee” ins Leben rufen wollte, diskutiert aktuell auch die ESA, wie man diese wachsenden Bedrohung im und aus dem All kontrollieren kann. Mehr erfahrt Ihr in diesem Beitrag


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Gefahr aus dem All

Während einst die reale Gefahr aus dem All ausschließlich von Asteroiden und Kometen ausging, sieht das heute ganz anders aus. Nicht nur die Gallier hatten Angst, dass ihnen der “Himmel auf dem Kopf fällt”, sondern auch die heutige Raumfahrt.

International wird in den letzten Jahren verstärkt auf das hausgemachte Problem des Weltraummüll hingewiesen. Durch tausende Raketen mit Satelliten & Co., die wird Menschen inzwischen in das All geschossen haben, haben wir unseren Erdorbit wortwörtlich zugemüllt. Millionen künstliche Objekte umkreisen inzwischen unseren Planeten, die durch Raumfahrt und Weltraumforschung im All zurückgeblieben sind.

Dieser Müll ist eine Gefahr. Für uns Menschen auf der Erde ebenso, wie für Astronauten und Satelliten im Orbit. Die allermeisten Müllteile sind klein und damit keine Gefahr aus dem All hier auf der Erde. Zum Beispiel Schrauben oder Metallstücke. Diese verglühen in der Atmosphäre und treffen nicht die Erde. Auch die meisten defekten oder ausgemusterten Satelliten im Orbit verglühen beim Wiedereintritt und schaffen es deshalb nicht bis zur Erdoberfläche.

Hier kommt es auf Größe, Masse, Material und den Eintrittswinkel der Objekte an, denn hin und wieder schafft es dieser Schrott tatsächlich bis auf die Erde. Beispielsweise machen im Netz nicht selten Fotos von Treibstofftanks die Runde, die plötzlich vom Himmel gefallen sind.

Gefahr im All

Die wirklich Gefahr besteht im All selber. Weltraummüll aller Art und Größe rast mit mehreren zehntausend Stundenkilometern um unseren Planeten. Aufgrund dieser Geschwindigkeiten sind solche Objekte wahre Bomben, wenn sie beispielsweise die Internationale Raumstation ISS oder einen  Satelliten treffen. Schon ein von einem Astronauten versehentlich verlorenes Werkzeug kann bei einer Kollision mit einem Satelliten diesen vollkommen zerstören.

Raketenstufen oder inaktive und defekte Satelliten sind große Objekte im All. Zu tausenden umrunden sie unseren Planeten und werden dabei überaus aufmerksam von den Raumfahrtbehörden beobachtet. Diese Geschosse sind meistens erfasst und ihre Bahnen werden sehr genau verfolgt. So muss etwa auch beim Start einer Rakete in den Orbit erst auf ein Startfenster gewartet werden, damit die Flugbahn frei von derartigen Weltraummüll ist.

Solche Objekte werden mit der Ausweitung der Raumfahrt immer mehr. Nicht nur die USA, China oder die Europäer schicken bekanntlich Raketen ins All, sondern auch die private Raumfahrt nimmt stetig zu. Und damit wächst auch die Müllhalte im All kontinuierlich. Hier muss dringend aufgeräumt werden!

Müllsammeln mit der US-“Space Force”

Die großen Müllteile im All sind nicht unbedingt das Problem. Sie könne beobachtet und deren Bahnen verfolgt werden. Trotzdem müssen auch sie eines Tages von dort oben verschwinden, wenn Raumfahrt nicht irgendwann zu einem vollkommen unkalkulierbaren Risiko werden soll. Hier könnte sich tatsächlich ein ganzer Geschäftszweig einer Müllbeseitigung im All entwickeln. Ein Milliardengeschäft.

Wer aber wird führend bei diesem Geschäft sein? Die USA mit der NASA, eine private Raumfahrfirma wie “SpaceX” oder irgendein anderes Land? Genau das dachte sich auch US-Präsent Donald Trump im Sommer 2018, als dieser die Schaffung einer “Space Force” der USA beschloss. Was darauf folgte war ein allgemeines Kopfschütteln in den Massenmedien über den Präsidenten. Doch nur deshalb, weil sie bei der durchaus ungeschickten Bezeichnung “Space Force” sogleich an Militär, Abwehr von Aliens oder “Krieg der Sterne” dachten.

Genau genommen, wie im Juni 2018 in diesem Blog-Beitrag HIER ausführlich dargelegt, will der US-Präsident damit aber nur den Löwenanteil an der zukünftigen Raumfahrt für sein Land sicher. Dazu zählt neben anderen wirtschaftlichen Interessen im All eben auch das Thema Weltraumschott. Ein Zukunftsgeschäft, das Trump nicht Europa oder Russland überlassen will.

“Weltraumsicherheitskonferenz”

Obwohl eine ganze Reihe von “Weltraumverträgen” existieren, wie in diesem Blog-Artikel HIER vom 14. Mai 2018 ausgeführt, muss beim Thema Weltraumschott gehandelt werden.

Hierzu gibt es seit Jahren verschiedene Überlegungen, die eines gemeinsam haben: Kleine Objekte im Erdorbit sind schon lange außer Kontrolle. Sie sind einfach zu klein, als das man diese registrieren, kontrollieren und notfalls anwehen kann. Leider ist das aber die überwiegende Mehrzahl, aus dem der Weltraumschott besteht. Eine heranrasende kleine Bombe dieser Art bemerkt man erst, wenn es zu spät ist …

Also heißt es im Fall Welttraumschott nicht klein anfangen, sondern groß. Deshalb debattierte die Europäische Weltraumorganisation (ESA) am 21. und 22. Januar genau über dieses Problem auf deren “Weltraumsicherheitskonferenz” in Darmstand. Die ESA erklärte dazu in ihrer Pressemitteilung vom  11. Januar 2019:

Die Weltraumumgebung weist zahlreiche natürliche und menschengemachte Bedrohungen auf, die ein Risiko für Leben und Eigentum darstellen und Infrastrukturen in der Umlaufbahn und auf der Erde beeinträchtigen können.

Die ESA arbeitet an neuen Vorhaben und Missionen wie der Mission Hera zu einem binären Asteroidensystem, der Weltraumwettermission L5 zum Lagrangepunkt L5 und Konzepten für die Überwachung und Entfernung von Weltraumtrümmern, um sich diesen Problemen zu stellen. Führende ESA-Experten in den Bereichen Planetenschutz, Weltraumwetter und Weltraumtrümmer werden eine umfassende Einführung in diese Themenkreise geben.”

Bis zu 1.600 Satelliten sind augenblicklich im Erdorbit unterwegs, so Rüdiger Jehn von der ESA. “Mehrere tausend Objekte” sind es inzwischen oder kommen in den nächsten Jahren hinzu. Die Kollisionsgefahr im All steige deshalb ständig und es muss dringend etwas dagegen getan werden, so Jehn.

Aufräumen im Erdorbit

200 Millionen Euro sind erst vor Kurzem für ein Programm eingeplant worden, um gefährliche Objekte im All abzuwehren. Eine europäische “Space Force”, wenn man so will. Angesichts der Kosten für die Raumfahrt allgemein, ein eher normaler Betrag.

Konzepte für eine Abwehr von Weltraumschrott liegen unlängst in der Schublade. Zum teil sind sie sogar bereits erprobt. So könnte man beispielsweise inaktive, zerstörte oder aufgebrauchte Satelliten mit einem Netz einfangen und so sicher. Auch wenn das fast schon “primitiv” klingen mag, funktioniert diese Methode im All. Sie funktioniert aber nur, wenn man weiß wann und wo sich ein solches Objekt im Orbit befindet. Bekanntermaßen ist das längst nicht bei allen so.

Wie allerdings kleine Objekte Weltraumschott beseitigt werden können, ist bisher vollkommen offen. Auch wenn Kollisionen selten sind, sind sie möglich. Man muss auch bedenken, dass es nicht immer klar ist, wer was genau in eine Umlaufbahn schießt. Schließlich gibt es auch genügend geheime Weltraumprojekte, wenn allein an das Thema Spionage denkt.

Überhaupt keine Kontrolle hat man auch dann, wenn zwei Objekte miteinander kollidieren. Stoßen zwei Satelliten zusammen erzeugen sie geradezu eine Wolke aus aus großen, kleinen und kleinsten Trümmern, die sich unvorhersehbar im All verteilt. Stößt eines dieser Stücke mit der Internationalen Raumstation zusammen, kommt es im schlimmsten Fall zur Katastrophe. Ein faustgroßes Metallteil mit einer Aufprallgeschwindigkeit von rund 30.000 Stundenkilometern ist schlicht und einfach eine Bombe!

Weltraumsicherheit

Weltraumschott ist nicht die einzige Gefahr “da oben”. So schreibt die ESA in ihrer Mitteilung zur “Weltraumsicherheitskonferenz”:

Die Weltraumsicherheit ist mit zahlreichen Themen wie dem Umgang mit Weltraumtrümmern, der rechtzeitigen Warnung vor Auswirkungen des Weltraumwetters oder der Aufspürung und der Bahnablenkung von Asteroiden ein aufstrebendes Gebiet, dem im Vorschlag des ESA-Generaldirektors für die nächste Ministerratstagung ‘Space19+’ im November 2019 Rechnung getragen wird.

Asteroiden sind im All eine Gefahr und selbstverständlich auch hier auf der Erde. Auch diese Bedrohung wird seit Jahren diskutiert, nicht nur von der ESA und nicht erst seit seit dieser Konferenz. Vielmehr ist es so, dass die Gefahr durch Asteroiden wesentlich früher in den Fokus rückte, als Gefahren durch “modernen” Weltraumschott.

Hierfür gibt es ganz einfache Gründe. Einschläge von Asteroiden auf der Erde oder deren Detonation in der Atmosphäre sind um ein Vielfaches verehrender, als der Niedergang von Weltraumschott. Obwohl es bei Asteroiden natürlich ebenfalls auf ihre Größe und Beschaffenheit ankommt. In der Regel sind Asteroiden jedoch wesentlich größer und massiver als ein Stück Weltraumschott, dass es bis zum Erdboden schafft. Im schlimmsten Fall kann so ein Geschoss aus dem All hunderte Meter oder sogar einige Kilometer Durchmesser haben. Eine Gefahr für Millionen Menschen!

Bomben aus dem All

Solchen natürlichen Gefahren stehen wir bisher praktisch wehrlos gegenüber. Erdnahe Asteroiden, sogenannte “Near Earth Objects” (NEO), werden auch überwacht. Ähnlich wie Weltraumschott. Plötzlich ankommenden Asteroiden auf Kollisionskurs sind ein unkalkulierbares Risiko, dass schon Jahrzehnte im Fokus der Weltraumforschung steht.

Theoretische Konzepte zur Asteroiden-Abwehr existieren bereits seit Jahrzehnten. Von einer Bahnablenkung bis zur Sprengung der Objekte wurde dabei bereits gedacht. In der Theorie ist das alles wunderbar durchdacht. Genau deshalb gehören auch diese Bomben aus dem Kosmos zum Thema der “Weltraumsicherheitskonferenz” der ESA bzw. deren Forschungen. Die NASA ist hierzu natürlich ebenfalls aktiv, wie zum Beispiel in diesem Blog-Beitrag HIER bereits im Januar 2016 berichtet.

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Schon zu Beginn der Raumfahrt machten sich Weltraumforscher Gedanken über eine Asteroiden-Abwehr. Und so sind die Konzepte, die wir heute haben, in vielen Teilen identisch mit denen, die schon vor 50 und mehr Jahren erdacht wurden. Beliebt ist dabei in Hollywood vor allem die alte Idee, dass man ein gefährliches Objekt mit Atomraketen zerstört. Von solchen Überlegungen ist man heute weitestgehend ab.

Heute stellt man sich weit weniger zerstörerische Methoden zur Asteroiden-Abwehr vor. Etwa, in dem man ihn einfach ablenkt, in dem man dem Asteroiden einen “Stoß” versetzt.

“Asteroid Impact Mission“

Die ESA selbst hatte in diesem Zusammenhang einst große Pläne, über die HIER berichtet wurde. Sie plante das Projekt “Asteroid Impact Mission” (AIM), mit der Techniken zur Asteroiden-Abwehr entwickelt und erforscht werden sollten. Das Projekt sollte erproben, ob und wie es möglich ist, Asteroiden aus Kollisionskurs abzulenken, um so einen vielleicht sogar verehrenden Einschlag zu verhindern.

Geplant während der “Asteroid Impact Mission“ zwei Mini-Satelliten und ein Lander zu dem Asteroiden “Didymos” zu schicken. Ziel war der 150 Meter kleine Mond mit Namen “Didymoon” des Asteroiden, den man mit AIM ablenken und in “Didymos” einschlagen lassen wollte. Die Wissenschaftler versprachen sich daraus Erkenntnisse, ob und wie sich die Flugbahn des Asteroiden durch diesen Einschlag ändert. So ließen sich Rückschlüsse ziehen, wie man in Zukunft einen Asteroiden auf Erdkurs an unserem Planeten vorbei lenken könnte.

Die Ironie ist mit Blick auf die aktuelle “Weltraumsicherheitskonferenz” der ESA, dass das Projekt Anfang Dezember 2016 gestrichen wurde. Es viel Sparmaßnahmen zum Opfer, obwohl es “nur einige zehn Millionen Euro” gekostet hätte, so der Planetenforscher Patrick Michel vom französischen Zentrum für Wissenschaftliche Forschung in Nizza. Er kommentiere die Streichung der Mission damals unter anderem mit den treffenden Worten:

Ein cooles Projekt wurde gekillt, weil es – auch kurzfristig – an Vision und Mut fehlt. Und das ist wirklich traurig.

Andere Missionen dieser Art werden sicher kommen. Hoffentlich wesentlich eher als ein Asteroid …

Was denkst DU über das Thema? Diskutiere gerne bei Facebook mit.

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Lars A. Fischinger

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“Deutschland hat keine Pläne bei einem Alien-Kontakt”: Alle Fakten und Hintergründe zu den aktuellen Medienberichten

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Deutschland und die nicht vorhandene Alien-Vorbereitung der Bundesregierung: Alle Fakten und Hintergründe (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Deutschland und die nicht vorhandene Alien-Vorbereitung der Bundesregierung: Alle Fakten und Hintergründe (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

In meinem Mystery-Review einer Sendung des WDR-Kinderradios “KiRaKa” zum Thema Leben im All, UFOs und Aliens verwies ich bereits auf den Anlass des WDR, den Kindern diese Themen vorzustellen. Es sind aktuelle Medienberichte über eine Anfrage eines Abgeordneten an die Regierung zum Thema “Alien-Kontakt”. Der Politiker Dieter Janecek (Grüne) wollte darin wissen, ob Deutschland irgendwelche Pläne oder Ähnliches nach erfolgtem Kontakt mit Außerirdische hat. Diese offiziellen Fragen und ebenso offiziellen Antworten der Regierung in Berlin sorgten daraufhin für Schlagzeiten. Vornehmlich in der Boulevardpresse, die dabei die Hintergründe und Fakten praktisch vollkommen außer acht gelassen hat. Die angekündigten Hintergründe und Tatsachen hinter diesen Pressemeldungen lest Ihr deshalb detailliert in diesem Beitrag.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Deutschland und die “UFO-Vorbereitung” der Regierung

In meinem vorherigen Posting über eine Alien-Sendung des WDR-Kinderradio “KiRaKa” wies ich daraufhin hin, dass ich genauer auf den Grund der Sendung eingehen werde bzw. möchte. Denn es war der Grünen-Politiker Dieter Janecek, der in einer Anfrage von der Bundesregierung wissen wollte, ob Deutschland auf Kontakt Aliens irgendwie vorbereitet ist.

In den Medien machte diese Anfrage und die Antwort der Bundesregierung daraufhin Schlagzeilen.

Da andere Länder aktiv und zum Teil intensiv nach Zivilisationen und Leben im All suchen, so hieß es bei “KiRaKa” online weiter, habe der Politiker Dieter Janecek “gefragt, wie weit Deutschland denn da vorbereitet sei”. Und unser Land ist in keinster Weise vorbereitet. Wie es auch schon vor zehn Jahre nicht vorbereitet war, als genau diese Fragen ebenfalls mehrfach an die Regierung gestellt wurden, wie ich es zum Beispiel auch HIER, HIER, HIER , HIER & HIER ausgeführt habe.

Genau die Aussage, dass Deutschland für einen ersten Kontakt mit anderen Intelligenzen “keine Protokolle oder Pläne” habe, wurde dann durch die Presse verbreitet. Allen voran natürlich die Boulevardmedien mit mehr oder weniger “sensationellen Schlagzeilen” dazu. Deutschland muss also bei einem Alien-Kontakt planlos vor einer UFO-Invasion kapitulieren? Eben wie es die Regenbogenpresse gerne auslegte oder subjektiv darlegte?

Im Grunde genommenen ja. Nur mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass der Grünen-Politiker Dieter Janecek überhaupt nicht danach fragte!

Hintergründe und Tatsachen

Wenn die Außerirdischen kommen, sind wir in Deutschland planlos und ratlos. Natürlich wäre wieder Kanzlerin Angela Merkel als Sündenbock der Nation schuld. Könnte man meinen. Allerdings ist es wohl auch bei anderen Nationen so, wenn plötzlich die Aliens nach Hollywood-Art hier auf unserem Planeten erscheinen.

Was aber der Abgeordnete Janecek im Juli 2018 wirklich fragte, und in vielen Presseberichten ausgelassen wurde, ist Folgendes:

Welche Vorkehrungen, Protokolle oder Pläne für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben gibt es auf Seiten der Bundesregierung und der ihr unterstellten Behörden, und in welchen konkreten Fällen war die Möglichkeit eines solchen Kontaktes Gegenstand eines bi- oder multilateralen Gesprächs mit anderen Staaten.”

Janecek fragte hier nach einem “Erstkontakt” und nicht nach einer Art “UFO-Landung” oder der Ankunft von Aliens in unserem Land. Ein enormer Unterschied, den viele Online-Seiten in ihren Berichten dazu wohl übersehen haben. Hier ist kein physischer “Erstkontakt” gemeint, sondern ganz einfach die Situation, dass ein außerirdisches Radiosignal empfangen wird, und was die Regierung dann zu tun gedenkt. Also ein SETI-Projekt eines Tages Erfolg hat.

Die vollständige Antwort der Regierung erfolgte am  7. August 2018. Nur leider macht sie es nicht besser, im Gegenteil:

Für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben gibt es keine Protokolle oder Pläne, da die Bundesregierung einen Erstkontakt auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für äußerst unwahrscheinlich hält. Konkrete Fälle, die Gegenstand eines bi- oder multilateralen Gesprächs mit anderen Staaten hätten sein können, sind nicht bekannt.“

Nach einem “Erstkontakt auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland” – also die Landung von Aliens in unserem Land – hat der Abgeordnete Janecek überhaupt nicht gefragt. Nach Aussage der Regierung sei das “äußerst unwahrscheinlich” und deshalb habe man dafür auch keine Protokolle. Das ist auch vollkommen richtig. Auch Janecek selber schreibt in einem Artikel vom 18. August zu den Antworten der Bundesregierung:

Wenn man den Begriff Erstkontakt so versteht, dass Außerirdische in der Lüneburger Heide landen, muss man ihr mit dieser Einschätzung auch uneingeschränkt Recht geben.”

Eine Invasion von Aliens in ihren Super-Raumschiffen gehört auch nach Meinung von Janecek ins Kino und nicht in die Wissenschaft. Er schreibt weiter:

Die Erde bekommt Besuch von ihr nicht besonders wohlgesinnten Außerirdischen in Raumschiffen und verfällt in Panik und Chaos, während fiktive US-amerikanische Präsidenten für solche Fälle vorgesehene Notfallpläne aus den Schubladen ziehen und zügig schlagkräftige Sondereinheiten mit mindestens einem bühnentauglichen Helden zusammenstellen.

So interessant ein derartiges Szenario aus subjektiver Sicht im Sinne einer unterhaltsamen Abendgestaltung sein kann, so wenig ist es aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse für realistisch zu erachten.

“Die Angst vor Invasionen durch intelligente und übermächtige Aliens ist irrational”, so Dieter Janecek, obwohl “unzählige Verschwörungstheorien die Runde machen”.

Optimistisch oder auch pessimistisch betrachtet, je nachdem, ob die Ankömmlinge Freunde oder Feinde sind, ist eine eche Ankunft von Aliens auf der Erde theoretisch trotzdem möglich. Aber auf der Erde und nicht auf dem Alexanderplatz in Berlin oder auf dem Oktoberfest in München. Warum sollten sie auch Deutschland auswählen, wenn sie die Menschheit kontaktieren (oder auslöschen) wollen? Letztlich würden da eh keine noch so ausgefeilten Pläne in irgendeinem Land der Erde nützen.

Die Bundesregierung beantwortete zwei Fragen

In den vergangenen Tagen haben Medienberichte sich genau auf diese Antwort der Regierung “gestürzt”. Eine Antwort auf eine Frage, die gar nicht gestellt wurde. Doch Dieter Janecek richte diesbezüglich zwei Fragen an die Regierenden in Berlin. Frage Nummer 2 ging dabei wohl unter, da sie wohl zu wenig Potential für irgendwelche Sensations-Schlagzeilen hat:

Von welchen Institutionen oder Programmen auf nationaler oder europäischer sowie internationaler Ebene hat die Bundesregierung Kenntnis, die sich ganz oder teilweise mit der Suche nach außerirdischem Leben beschäftigen, und rechnet die Bundesregierung damit, von diesen Institutionen oder Programmverantwortlichen im falle eines möglichen Erstkontaktes informiert zu werden?

Die Antwort kennen sicher viele an Aliens und Astronomie interessierte Menschen. Vor allem SETI-Astronomen machten und machen sich darüber Gedanken, was zu tun ist, wenn sie ein intelligentes Signal aus dem Kosmos empfangen. Immerhin ist genau das auch Ziel von SETI: Außerirdische im All finden und wissenschaftlich nachweisen.

„Hierzu verweist die Bundesregierung auf die Nr. 2. der Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages ‘Die Suche nach außerirdischem Leben und die Umsetzung der VN-Resolution A/33/426 zur Beobachtung unidentifizierter Flugobjekte und extraterrestrischer Lebensformen’ (AKZ: WD 8 – 3000 – 104/2009).

Inzwischen wurde ein Radioteleskop in Kalifornien, das Allen Telescope Array, zur Suche nach extraterrestrischer Intelligenz (SETI) in Betrieb genommen. Im Falle der Detektion eines künstlichen extraterrestrischen Signals wird die internationale Wissenschaftsgemeinde nach ausreichender Verifikation des Signals informiert.“

Bei dieser Antwort der Deutschen Regierung an den Abgeordneten Janecek fehlt offenkundig das “Schlagzeilen-Potential” für die Massenmedien. Nicht aber unbedingt für grenzwissenschaftlich Interessierte.

Dass SETI-Radioteleskope nach Alien-Signalen suchen, ist selbst Laien durchaus bekannt. Auch, dass ein potentielles Signal von Außerirdischen nach Empfang von anderen Astronomen und Wissenschaftlern bestätigt werden muss. Bei dem im Review-Posting über die Sendung des WDR erwähnten “Wow-Signal” vor ca. 40 Jahren war das beispielsweise nicht so. Es wurde einmal empfangen, konnte aber nicht mehr von anderen Astronomen bestätigt werden …

Das deutsche “UFO-Gutachten”

In der zweiten Antwort wird auch auf die “Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages” verwiesen. Darin könne sich der Grünen-Politiker Janecek quasi weiter bezüglich seiner Anfrage informieren. Und das ist die legendäre “geheime UFO-Akte der Bundesregierung”, die erst auf juristischen Klageweg von dieser freigegeben wurde. Inhaltlich ist sie eher belanglos, wie zum Beispiel HIER und HIER sowie in einem Video HIER erläutert.

Allerdings gibt dieses Dokument auch keine wirklichen Antworten auf die zweite Frage von Janecek. Im Gegenteil, da dieses offizielle “UFO-Gutachten” der Regierung von 2009 gerade mal 10 knappe Seiten umfasst. Der Verweis “auf die Nr. 2. der Ausarbeitung” bezieht sich auf das zweite Kapitel oder besser den zweiten Abschnitt darin. Auf gerade mal grob einer Seite geht es darin um “Suche nach Extraterrestrischer Intelligenz – SETI”, wie die Nr. 2 überschrieben ist.

Inhaltlich sind es allgemein zusammengefasste Informationen zu den SETI-Projekten. Die Geschichte, die Finanzgeber, beteilige Astronomen, Institute und anderes dazu mehr. Bei Wikipedia erfährt man über SETI wesentlich mehr, als in der freigeklagten “Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages”.

Schaut man sich aber die oben zitierten Antworten der Regierung an Dieter Janecek genauer an, findet man sie auch in der Ausarbeitung des Bundestages zu Aliens & Co. Zum Teil scheint es, als habe man einfach Aussagen und Angaben aus der “UFO-Akte der Regierung” entnommen, und als Antworten auf die beiden Fragen dem Grünen-Politiker übersandt. Zum Teil wortwörtlich.

Und hier ist der Abschnitt Nr. 4 der Ausarbeitung durchaus interessant.

Bekannte Antworten auf bekannte Fragen

Dieter Janecek wird die rund zehn Jahre alte “UFO-Akte” der Regierung mit Sicherheit schon vor seinen Anfragen gekannt haben. Davon darf man ausgehen. In Abschnitt 4, “Die VN-Resolution A/33/426”, geht es um “die Erforschung von unidentifizierbaren Flugobjekten (UFO) sowie außerirdischen Lebensformen”. Eben genau das, was die legendäre Resolution der Vereinten Nationen 1978 in “United Nations General Assembly Decision 33/426” beschlossen hat.

Kompakt gesagt heißt es in diesem Beschluss, dass die Generalversammlung der UN “interessierte Mitgliedstaaten” dazu einlädt sich national mit UFOs und Aliens zu beschäftigen, sie zu erforschen und ihre Arbeiten zu koordinieren. “Wissenschaftliche Forschung und Untersuchung außerirdischen Lebens, einschließlich unidentifizierter fliegender Objekte” ist damit konkret gemeint. Diese Anstrengungen und Ergebnisse sollen dann den Vereinten Nationen mitgeteilt werden.

Für die Deutsche Regierung ist diese Resolution nicht bindet. Sie habe “nur empfehlenden Charakter. Sie sind daher rechtlich nicht bindend und verpflichten nicht zu Umsetzungsmaßnahmen”, so heißt es in der UFO-Ausarbeitung von 2009. Die Länder werden nur “eingeladen” solche Forschungen zu betreiben und damit sei “die Bundesrepublik Deutschland zu keinen Zeitpunkt (rechtlich) verpflichtet (…) UFOs oder außerirdischen Lebensformen zu dokumentieren bzw. zu untersuchen” und es der UN mitzuteilen.

Das enttäuscht sicher viele UFO-Forscher oder Mystery-Jäger. Genauso wie die Tatsache, dass in den Jahren 2008 und 2009 insgesamt vier ähnliche Fragen von Abgeordneten an die Regierung gestellt wurden, wie aktuell jene von Janecek. Die damaligen Fragen und Antworten habe ich 2010 an anderer Stelle zitiert und diskutiert.

So stellte als Beispiel der FDP-Abgeordnete Peter Hettlich von den Grünen schon 2009 folgende Frage:

Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Wahrscheinlichkeit der Existenz intelligenter extraterrestrischer Lebewesen ein, und für wie hoch hält sie die Wahrscheinlichkeit, dass Außerirdische auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland landen?

Der Staatssekretär antwortete darauf am 22. Juni 2009 unter anderem mit den Worten:

Eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland hält die Bundesregierung nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen.“

Sinngemäß bekam zehn Jahre später der Grüne Dieter Janecek auch genau diese Antwort, obwohl er, wie wir gesehen haben, danach gar nicht fragte.

Noch mehr Hintergründe

Schaut man sich das Dokument mit den Antworten an Janecek vom 7. August 2018 einmal etwas genauer an, fällt dem ein oder anderen misstrauischen Menschen vielleicht etwas auf: Absender ist das “Bundesministerium für Wirtschaft und Energie” von Peter Altmaier (CDU). Warum von allen deutschen Ministerin gerade das? Warum nicht das Verteidigungsministerium oder das “Bundesministerium für Bildung und Forschung”?

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Auch wenn es verirrend erscheinen mag, gibt das dafür eine recht einfache Erklärung.

Die beiden “Alien-Fragen” von Dieter Janecek sind nur Zusatzfragen einer sogenannten “Kleinen Anfrage” an die Bundesregierung vom August 20018 (Drucksache 19/3745). Darin finden sich insgesamt 39 Fragen mit den entsprechenden Antworten, die die Grünen und natürlich Janecek zum Thema “Ziele und Zeitplan des angekündigten Weltraumgesetzes und weiterer Vereinbarungen im Bereich Raumfahrt” stellten. Irgendwas mit UFOs oder einem Erstkontakt sucht man darin vergeblich, da diese Fragestellungen praktisch rein wirtschaftliche Interessen Deutschlands berühren (s. auch Dokument HIER).

Denn die aktuell zu beobachtende Kommerzialisierung der Raumfahrt verdient nach Ansicht der Fragestellenden deutlich mehr politische Aufmerksamkeit.

(…)

Diese Entwicklung bietet ganz neue Möglichkeiten für die zivile Raumfahrt und Weltraumforschung, fordert aber auch etablierte Strukturen heraus. Und sie lassen nicht zuletzt eine Überprüfung sinnvoll erscheinen, welche aktuellen staatlichen Investitionen in die zivile Raumfahrt mittel- und langfristig zukunftsfähig sind.”

Heißt es einleitend in dem Dokument zum Beispiel. Ganz profan also Fragen, wie die aktuelle Regierung unseres Landes in Zukunft auf dem Sektor der Raumfahrtindustrie wettbewerbsfähig bleiben will. Oder ob sie es überhaupt sein kann und was sie zukünftig dafür plant. Immerhin hat erst jüngst US-Präsident Donald Trump deshalb die Gründung einer “Space Force” bekannt gegeben. Auch das hat nichts mit einer Alien-Invasion zu tun, sondern hat wirtschaftliche Gründe, wie in diesem Blog-Beitrag nachzulesen ist.

Wer anders als das “Bundesministerium für Wirtschaft und Energie” wäre also dafür zuständig solche Fragen der Grünen-Fraktion zu beantworten?

Fassen wir bis hierher zusammen …

  • Mein Mystery-Review, quasi der Teil 1 dieses Postings, behandelte eine “Alien-Kinderradiosendung” des WDR. Darin erklärten die Moderatoren knapp und einfach unter anderem eben auch, was es mit diesen nicht vorhandenen Plänen Deutschland in Sachen Außerirdischen auf sich hat.
  • Die (Boulevard-)Presse bauschte das Thema vielfach auf. Durch sensationelle Headlines, durch fehlende Hintergrundinfos oder auch durch die Auswahl von Zitat-Stücken usw. Mit guten Willen sage ich einfach mal, die Massenmedien haben online auch nicht genug Platz, das Thema genauer zu beleuchten …
  • Ich schon, weshalb ich mein WDR-Review als Mystery-Interessierter aufteilte, um die Hintergründe genauer darzulegen.
  • Der Abgeordnete Dieter Janecek wollte eigentlich nur wissen, ob es in Deutschland irgendwelche Pläne gibt, wenn man ein außerirdisches Signal findet. Auch wenn man direkt in unserem Land nicht oder kaum an irgendwelchen SETI-Projekten arbeitet.
  • Die Antwort an Janecek war irreführend, da in diese direkt von der Landung von Außerirdischen in Deutschland sprach, was er aber so nicht fragte.
  • Für diesen Fall hat Deutschland keinerlei Masterplan.
  • Janecek wollte ich einer zweiten Fragen wissen, ob die Regierung irgendwie von Projekten usw. weiß, die aktiv nach anderen Wesen im All suchen.
  • Die Regierung verwies auf SETI, was Dieter Janecek mit Sicherheit schon im Vorfeld kannte (hoffentlich).
  • Ebenso verwies die Regierung auf ihre “UFO-Ausarbeitung” des Bundestages, in der mehr allgemeine Informationen zu SETI nachzulesen sind.
  • Nachzulesen ist darin auch die Position Deutschlands zur UN-Resolution von 1978, in der es hieß, man möge sich national mit UFOs und außerirdischem Leben befassen.
  • Dieser Beschluss sei nicht bindend sondern nur eine Einladung der UN – und Deutschland mache es deshalb nicht.
  • Es wurde mitgeteilt, dass bei einem bestätigten außerirdischen Erstkontakt dieser Information an die “internationale Wissenschaftsgemeinde” gegeben wird. Was es dann für Pläne gibt, weiß man offensichtlich nicht. SETI-Astronomen indes schon, auch wenn es beim ersehnten Erstkontakt hier sicher international zu “Reibereien” kommen wird …
  • Die aktuellen Fragen wurden so oder so ähnlich schon vor zehn Jahren gestellt und auch von der Regierung beantwortet. Zum Teil nutze man diese Antworten als “Textbausteine” jetzt erneut.
  • Dieter Janecek und seine Partei haben zuvor 39 Fragen an die Regierenden gestellt, die sich um wirtschaftliche Aspekte der Weltraumforschung für unser Nation drehten. Interessanterweise haben diesen Umstand die Massenmedien eigentlich vollkommen ignoriert. Bis auf eine erstaunliche Ausnahme: Das WDR-Kinderradio “KiRaKa” in deren UFO-Sendung am 21. August.
  • Darum antworte auch das “Bundesministerium für Wirtschaft und Energie” auf die beiden Zusatzfragen von Janecek.

Ganz offiziell bleibt eine Sache “seltsam”

Und doch gibt es bei all den vielleicht etwas verwirrend erscheinenden Fakten noch eine weitere interessante Aussage. Zu finden in dem “UFO-Papier” des Bundestages von 2009, dass bekanntlich eher einer Wikipedia-Zusammenfassung ähnelt. Unter der Nr. 4 zu der UN-Einladung zu nationaler UFO-Forschung lesen wir folgenden Abschnitt:

Die Aussage, dass ,der Bundesregierung … keine Erkenntnisse vorliegen, die eine zuverlässige Einschätzung der Wahrscheinlichkeit extraterrestrischen Lebens erlauben würden (und) eine Landung Außerirdischer auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland … nach heutigem wissenschaftlichen Kenntnisstand für ausgeschlossen (hält)’, besagt nichts darüber, ob in der Vergangenheit nicht doch entsprechende Untersuchungen gemacht wurden.”

Und da andere Länder zuvor geheime UFO-Dokumente “sogar via Internet veröffentlicht haben” schreibt die Ausarbeitung weiter:

Die Tatsache (…) legt die Vermutung nahe, dass sich auch deutsche Behörden oder Ministerien mit dieser Fragestellung befasst haben bzw. befassen.

Der “Wissenschaftliche Dienst” des deutschen Bundestages schreibt hier eindeutig an die Abgeordneten, dass sie selber nicht wissen:

  1. Ob in Deutschland trotzdem UFO-Untersuchungen durchgeführt wurden, von denen der Dienst nichts weiß, und die folglich geheim sind.
  2. Ob “sich auch deutsche Behörden oder Ministerien” mit UFO-Forschung und der Frage nach Außerirdischen beschäftigten und sogar weiter beschäftigen, auch wenn die Vermutung nahe liegt.

Nachzulesen auf Seite 7 der “Studie“.

Im Klartext: Den Autoren der Ausarbeitung ist also unbekannt, ob es nicht doch geheime UFO-Forschungen der deutschen Regierung oder zugehöriger Behörden gab oder noch gibt. Aber sie selber vermuten es. Wenn das mal nicht letztlich doch Raum für Spekulationen lässt …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Fake-News im Namen Gottes? Die Fälschung des Markus-Evangelium, die Auferstehung Jesus Christus und Manipulationen in der Bibel

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Die Fälschung des Markus-Evangelium und weitere Manipulation um Jesus Christus - niemanden scheint es zu stören! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Die Fälschung des Markus-Evangelium und weitere Manipulation um Jesus Christus – niemanden scheint es zu stören! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Falschmeldungen, unwahre oder manipulierte Aussagen, erfundene Fakten und Begebenheiten sowie weit verbreitete Irrtümer gab es schon immer und wird es immer geben. Neudeutsch ist all das inzwischen unter dem Sammelbegriff „Fake-News“ weithin bekannt geworden. Kleine und große Unwahrheiten oder Manipulationen, die seit Jahrtausenden die Welt prägen. Was aber, wenn solche Fake-News Milliarden Menschen in ihren religiösen Grundfesten betreffen – und zwar alle gläubigen Christen und Bibelgläubige der Welt? Eine derart weitreichende Manipulation gibt es neben vielen weiteren Irrungen und Wirrungen in der Bibel tatsächlich. Dabei betreffen diese biblischen Fake-News nichts Geringeres als die Auferstehung und die Erscheinung des gekreuzigten Jesus Christus in den Evangelien! Alles über diese manipulierte oder sogar erfundene Aussage und weitere Schwindeleien im Neuen Testament erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Machen wir uns nichts vor, und die Bibelforschung macht es sich auch nicht: Die Bibel ist kein historisches Geschichtsbuch. Diese Ansichten sind – bis auf bei einigen Glaubensgemeinschaften – schon sehr lange veraltet.

Wahrheiten, Widersprüche und geschichtlich durchaus korrekte Angaben geben sich mit religiöser Propaganda, Erfindungen und Unwahrheit in den Büchern der Bibel den Federkiel in die Hand. Zehntausende Korrekturen, Änderungen und Umschreibungen sind in den bisher ältesten Bibelhandschriften heute bekannt. Den Wert des Buches der Bücher schmälert das natürlich nicht. Wohl aber die Art und Weise, wie Menschen die Texte lesen und verstehen (wollen).

An einigen unauslöschlichen Irrtümern sind dabei nicht mal die Bibel bzw. ihre Verfasser schuld. Ehre die Leser oder besser gesagt die Nicht-Leser der Bibel. Und das beginnt schon am Anfang des Buches der Bücher.

Etwa die entzückende Vorstellung, dass Adam und Eva im Garten Eden einen Apfel vom Baum nahmen. Sei es auf religiösen Gemälden, Fresken, Bibelillustrationen oder in Büchern, überall begegnen wir diesem Apfel der Sünde. Im Buch Genesis ist nur leider dieser Apfel gar nicht erwähnt. Es gab ihn überhaupt nicht, sondern nur eine “Frucht”.

Was es aber in diesem Zusammenhang gab, waren zwei Bäume in Eden, die Gott für Adam anpflanzte. Nicht nur einer. Auch das wird gerne überlesen. Einer davon sei der „Baum des Lebens“ gewesen und der andere der berühmte „Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen“ (Gen. 2,9). Und nur von dem letztgenannten Baum durfte Adam nicht essen, wie Gottes es ihnen befohlen hatte. Vom „Lebensbaum“ indes schon, da für diesen im Buch Genesis ein solches Verbot überhaupt nicht ausgesprochen wurde.

Wohin das Verbot, vom „Baum der Erkenntnis“ zu essen, letztlich führte, „wissen“ alle Christen: Zum Sündenfall durch Adams (zweite) Frau Eva. Auch wenn das, wie ich es in diesem Artikel HIER deutlich gemacht habe, eine reine Unterstellung bzw. Erfindung ist.

Vom öffentlichen Irrtum zu echten Fake-News

Dass die ersten Menschen im Garten Eden einen knackigen Apfel eines verbotenen Baumes verspeisten, ist eher als eine öffentliche Legende anzusehen. Weitergetragen durch unzählige sog. „Christen“, die selber die biblischen Schriften nicht aufmerksam genug gelesen habe. Wenn überhaupt. Von einer „Dramatik des nicht vorkommenden Apfel“ kann hier selbstverständlich keine Rede sein.

Dramatischer aber wird es, wenn in der heutigen heiligen Schrift etwas zu lesen ist, was dort ursprünglich gar nicht stand. Also eine nachträgliche Einfügung und wenn man so will ein absichtlicher Betrug an den Gläubigen. Hierbei kann dieser „Schwindel“ kaum schwerwiegender sein, als das, was die Bibelschreiber im Evangelium des Markus machten: Sie erfanden darin Jesus Christus Auferstehung und leibliche Erscheinung nach seinem Tod.

Kann man durch DNA-Untersuchungen tatsächlich Verwandte von Jesus Christus finden? (Bilder: gemeinfrei / Montage L. A. Fischinger)
Wissenschaftler wollen durch DNA-Analysen Verwandte von Jesus Christus finden: Ein Fakten-Check und die Hintergründe (Bilder: gemeinfrei / Montage Fischinger-Online)

Ein reiner Irrtum mit einem Apfel in Eden fällt angesichts einer solchen Tat der Bibelautoren mehr als nur weit in den Hintergrund. Immerhin beten beispielsweise die Gläubigen der römisch-katholischen Kirche in der Messe das sogenannte „Geheimnis des Glaubens“:

Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“

Hergeleitet ist dies aus dem zwischen 80 und 90 nach Christus abgefassten Brief an die Hebräer (4,14-16) des Neuen Testament und die Grundlage aller Christen. Gleich welcher Konfession.

Warum sollte man als Christ daran zweifeln? Weil eifrige Bibelschreiber diese Kernaussage des Glaubens – Tod und Auferstehung – im Markus-Evangelium erfunden haben. Jenes Evangelium, das in diesem Zusammenhang immer zitiert wird und heute als das älteste der vier Evangelien gilt.

Das Markus-Evangelium

Im Neuen Testament in das erste Evangelium das des Matthäus, gefolgt von Markus. Das hat einen einfachen Grund, da früher angenommen wurde, dass die Schrift von Matthäus von allen vier Evangelien die älteste ist. Von dieser Ansicht ist die Bibelforschung unlängst abgewichen, so dass heute Markus als der erste Evangelist angesehen wird, der das Wirken des Jesus von Nazareth dokumentierte. Entstanden ist es etwa 63 bis 70 nach Christus; vielleicht in Rom.

Hierbei ist es natürlich offen bis fraglich, was in dem Markus-Evangelium wirklich authentisch „dokumentiert“ ist. Die Bücher des Neuen Testamentes, wie eben die Evangelien, unterscheiden sich da in Nichts von den Schriften des Alten Testamentes. Historische Wahrheiten sind auch hier mehr oder weniger schwer fassbar. Das gilt natürlich auch für die Identität der Verfasser der Evangelien. Als sicher gilt aber inzwischen, dass andere Evangelisten die Markus-Schrift als Quelle nutzten. Einige Bibelforscher sprechen sogar davon, dass sie Aussagen von Markus einfach in ihre Evangelien übernahmen.

Allerdings ist es unstrittig, dass kein Evangelium als Augenzeugenbericht des Leben Jesu verstanden werden darf. Erstens, weil diese offenkundig über Jahrzehnte nur als mündliche Überlieferung nach dem Tod Jesus weitergegeben wurden, bevor man sie niedergeschrieben hat. Und zweitens, da es unbekannt ist, ob die Evangelisten bzw. Evangelien-Autoren überhaupt Jesus zu Lebzeiten begegnet sind.

Prinzipiell gilt das für alle Überlieferungen der ganzen Welt. Wenn es also niedergeschriebene Erzählungen aus der x-ten Hand vom Leben und Wirken des Jesus von Nazareth sind, was soll man glauben?

Die Auferstehung bei Markus

Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)
Fake-News der Bibel sind zu glauben und Folge zu leisten! Aber wer ist der Urheber und bestimmt das? (Bild: Fischinger-Online / gemeinfrei)

Markus 16,1ff. erzählt von der Auferstehung Jesus. Die weithin bekannte Geschichte von der Entdeckung des leeren Grabes durch Maria Magdalena, Maria und Salome mit dem davor weggerollten Felsen und wie ein „Engel“ ihnen im Grab sagte, sie sollen „Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten“ hier nicht suchen. Er sei auferstanden, so der „mit einem langen, weißen Gewand“ bekleidetet „junge Mann“ im Grab zu den drei Frauen. Sie sollen das Wunder der Auferstehung allen anderen verkünden, heißt es weiter. Niemand aber konnte und wollte das glauben, was die Frauen da behaupteten.

Wer mag es ihnen verübeln?

Erst als Jesus Christus verschiedene Male seinen Anhängern und Jüngern leibhaftig erschienen bzw. „offenbarte“, glauben auch sie alle. „Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung“, so der Auferstandene zu seinen Jüngern. Daraufhin wurde er „aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes“. Seine treuen Gläubigen wiederum folgten dem Auftrag und „gingen hinaus und verkündigten überall“ das Wunder der Auferstehung.

Das alles sind Szenen und Erzählungen vom leeren Grab Jesu, die jeder Christ zumindest vom Hörensagen her kennt. In dem legendären und berühmten Jesus-Monumentalfilm „Die größte Geschichte aller Zeiten“ („The Greatest Story Ever Told“) von 1965 ist dieses Schlüsselereignis sogar die Schlussszene. Epochal in Szene gesetzt von Hollywood.

Bewusst habe ich diese Ereignisse des Markus-Evangeliums hier zusammengefasst, um sie nochmals in Erinnerung zu rufen. Im Evangelium selber umfasst dieser Bericht insgesamt 20 Verse, von Markus 16,1 bis 16,20.

Leider ist fast alles darin eine Erfindung oder religiöse Propaganda.

Betrug im Namen des Herrn

Jeder, der sich eine Bibel zur Hand nimmt, um diese wunderbare Geschichte bei Markus nachzulesen, liest manipulierte Fake-News! Nicht weil uns etwas verschwiegen wird, sondern weil die Redakteure des Markus-Evangeliums sich das einfach ausgedacht und am Ende des Buches ergänzt haben. Eigentlich endet der Text alles andere als glorreich mit dem Vers 8 in Kapitel 16. Also ganze 12 Verse früher, als es in allen heutigen Bibeln zu lesen ist.

Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert - Haben dann er oder ich das Copyright ? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)
Wenn Jesus Christus mir ein Buch diktiert – Haben dann er oder ich das Copyright? (Bilder: gemeinfrei / Montage/Bearbeitung: Fischinger-Online)

Das beweisen die ältesten Niederschriften des Evangeliums, die bisher gefunden wurden.

Zum einen natürlich der weltberühmte in Altgriechisch verfasste „Codex Sinaiticus“, den  Konstantin von Tischendorf 1844 im Katharinenkloster am Sinai gefunden. Eine der bedeutendsten Handschriften der Bibel überhaupt und zugleich die älteste vollständig erhaltene Abschrift des Neuen Testaments. Entstanden ist das unschätzbar kostbare Werk etwa zischen 330 bis 360 nach Christus. Doch von den Versen 9 bis 20 ist darin keine Spur!

Im Katharinenkloster wurde 1892 noch ein weiterer unschätzbarer Codex von Agnes und Margaret Smith entdeckt: Der „Codex Syriacus“, der wie der „Codex Sinaiticus“ auf das vierte Jahrhundert datiert wird. Dieser kostbare Text-Schatz ist die zweitälteste Niederschrift des Neuen Testaments, die wir bis heute kennen. Und auch darin fehlen die  wichtigen Passagen, die heute in jeder modernen Bibel am Ende von Markus-Evangelium stehen.

Bei dem im Vatikan streng gehüteten „Codex Vaticanus“ aus der Zeit von 325 bis 350 nach Christus Endet Markus ebenfalls mit Vers 8. Ebenso fehlen die letzten 12 Verse von Mk. 16,9 bis 20 im „Codex Bobiensis“, der um etwa das Jahr 400 entstand und das Texte des Markus- und Matthäus-Evangelium umfasst.

Die Kirche wäre aber nicht die Kirche, wenn es später nicht zu einem „Wunder“ gekommen wäre. Geschehen beispielsweise in dem in griechischer Handschrift verfassten „Codex Washingtonianus“ aus dem fünften Jahrhundert. In diesem Codex finden wir aus dem Evangelium des Markus die Verse 5,31 bis 16,20.

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Irgendwer hat also am Ende des vierten oder zu Beginn des fünften Jahrhunderts die Erzählung der Auferstehung und Erscheinung von Jesus nach der Kreuzigung einfach hinzugeschrieben. Erfunden quasi, da die älteren Handschriften diese Verse eben nicht enthalten.

Man könnte sagen, all das macht doch nichts. Es ist ja bekannt, dass die Bibel von unzähligen Menschen immer wieder umgeschrieben und verändert wurde. Unsere moderne Bibel wird so schon wohl richtig sein, wie man sie kennt.

Ja und Nein. Denn was hier von einem emsigen Bibelschreiber zum Markus-Evangelium hinzuerfunden wurde, ist inhaltlich nicht gerade belanglos. Anhand der Zusammenfassung weiter oben sollte das klar sein.

Die erfundene Auferstehung bei Markus

Wer nicht bei Markus nachlesen möchte, was exakt im Markus-Evangelium hinzugedichtet wurde, der möge das jetzt nachholen. In den bisher vorliegenden „Ur-Texten“ endet das Evangelium nämlich mit den unrühmlichen Worten:

Die Reliquie der heilige Anna: Auf den Spuren der Großmutter von Jesus Christus (Bild: hessen.de / Bearbeitung:_ Fischinger-Online)
VIDEO: Die Reliquie der heilige Anna: Auf den Spuren der Großmutter von Jesus Christus (Bild: hessen.de / Bearbeitung: Fischinger-Online)

„(Der „Engel“ sagte zu den drei Frauen im Grab) Aber gehet hin, saget seinen Jüngern und dem Petrus, er gehe euch voran nach Galiläa. Daselbst werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft; denn ein Zittern und Entsetzen hatte sie befallen; und sie sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich.“ (Mk. 16,7-8)

Maria Magdalena, Maria (Mutter des Jakobus) und Salome Spezereien flohen entsetzt und zitternd vor Furcht aus dem Jesus-Grab. „Und sie sagten niemand etwas“, dass das Grab leer war und sie darin einen „Jüngling, bekleidet mit einem langen, weißen Gewand“ gesehen haben, wie es heißt. Eben der angebliche „Engel“, wie man diesen deutet. Obwohl sie es eigentlich Petrus und den Jüngern auf Anweisung des Jünglings sagen sollten.

Irgendeinem Redakteur des Evangeliums nach Markus gefiel vor grob 1.500 Jahren das ganz und gar nicht. Ein anders Ende und weitere Ereignissen wurden ausgedacht. Das sehr bekannte christliche Bild, das Jesus letztlich sogar allen Jüngern gleichzeitig erschien, als diese zu Tisch saßen, gehört übrigens auch zu diesen Fake-News bei Markus. Und, wie erwähnt, sogar die mysteriöse Himmelfahrt des Messias selbst!

Tod und Auferstehung des Jesus von Nazareth

Jesus wurde in Jerusalem gekreuzigt, zu Grabe getragen, stand dann von den Toten auf, erschien seinen Anhängern und fuhr daraufhin in den Himmel. Für diese fundamentalen Lehren des Christentums gibt es nicht nur die erfundenen Aussagen im Markus-Evangelium als Quelle. Zum Glück für alle gläubigen Christen, könnte man meinen.

Es ist aber so, dass die drei anderen Evangelien des Neuen Testamentes alle nach Markus verfasst worden sind. Sie enthalten solche Aussagen über Jesus Auferstehung – aber nicht das älteste Evangelium der vier kanonischen Bücher. Zweifellos hat das einen sehr faden Beigeschmack für Bibelgläubige, sofern sie sich darüber überhaupt Gedanken machen.

Doch totgeschwiegen wird die Tatsache nicht, dass man bei Markus ein verlängertes Ende einfach erfand. Im Gegenteil, denn als im 19. Jahrhundert die bisherigen „Ur-Handschriften“ ohne die fraglichen Verse gefunden wurden, entflammten genau darüber hitzige Debatten. Was ist überhaupt authentisch und was ist das „Wort Gottes“ in der Bibel? Eine Diskussion, die eigentlich nie endete.

VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: L.A. Fischinger / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)
VIDEO: Der Vatikan und die Außerirdischen: brauchen wir (eines Tages) Weltraummissionare? (Bild: Fischinger-Online / WikiCommons/gemeinfrei / NASA/JPL-Caltech)

Grundsätzlich sagen die Experten, dass der vermeintliche „Engel“ im leeren Grab zu den drei Frauen ja alles wichtige sagte. Dass Jesus auferstanden sei („er gehe euch voran nach Galiläa“) und der Nazarener alsbald erscheinen werde. Es wäre also kein erfundener Schluss mit weiteren Details aus späteren Evangelien nötig gewesen.

Andere argumentieren, dass das Markus-Evangelium schlicht und einfach nicht fertig geschrieben wurde. Oder, dass das Ende in den Wirren der ersten Christen irgendwie verlorengegangen sei.

Das mag alles richtig und durchaus möglich sein. Ändert aber nichts daran, dass der Markus-Schuss der modernen Bibeln ein Nachtrag ist! „Sekundärer Schluss“ oder „kanonischer Schluss“ nennt man diesen heute wohlklingend in der Bibelforschung. US-Präsident Donald Trump würde es sicher “alternative Fakten” nennen. Gläubige Christen hinterfragen das jedoch nicht.

„Vater vergib ihnen…“

Mindestens 400 Jahre nach dem Leben Jesus wurde der Kirche die „göttliche Inspiration“ gesandt, ein neues Ende des Markus-Evangeliums hinzuzufügen. Doch nicht nur da. Zahlreiche Passagen und Aussagen sind nachträgliche Erfindungen der frühen Christen. Dass das keinen der heutigen Gläubigen (wenn sie denn überhaupt welche sind und nicht nur Christen „aus Tradition“!) stört, ist schon überaus verwunderlich. Vermutlich wissen sie es einfach nicht, obwohl es zum Teil fundamentale Manipulationen sind.

So zu finden auch beim „Vaterunser“, das fraglos das höchste Gebet der Christen ist. Immerhin stammt es ja von Jesus selber, wie es im Lukas-Evangelium ab 11,1 geschildert wird. Nur ist das Ende von Vers 2 in dem Gebet mit der Aussage „dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ ebenfalls erfunden. In diesem Fall muss man aber sagen, dass nicht wenige heute verfügbare Bibelausgaben diese nachträgliche Ergänzung des „Vaterunser“ tatsächlich nicht oder nicht mehr enthalten. Trotzdem beten es täglich unzählige Menschen mit diesem Zusatz in den Kichern rund um den Globus. Warum?

Es wird noch unheimlicher: In Lukas 24,51 lesen wir, wie sich Jesus schlussendlich verabschiedetet und in Himmel aufgefahren sei. Wörtlich heißt es in modernen Bibeln:

Und während er sie (die Jünger, Anm. LAF) segnete, wurde er von ihnen weggenommen und zum Himmel emporgehoben.“

Auch das ist ein Fake. Die ältesten Handschriften wie der „Codex Sinaiticus“ sagen an dieser Stelle nur „und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen“. Keine Rede von einer Himmelfahrt …

ARTIKEL: Das “Jesus-Grab” von Talpiot und die Jäger der Gebeine Jesu (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)
ARTIKEL: Das “Jesus-Grab” von Talpiot und die Jäger der Gebeine Jesu (Bild: L.A. Fischinger & gemeinfrei)

Ebenfalls ist beim Lukas-Evangelium in 22,43 der Nachtrag zu finden: „Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn“, als Jesus bat, dass der Kelch an ihm vorübergehen möge. Eine überaus bekannte Erzählung der Leidensgeschichte Jesu, die aber ursprünglich ohne die erwähnte Hilfe eines himmlischen Engels niedergeschrieben wurde.

Bei Lukas findet sich auch die letzten Worte Jesus „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (23,34), die er bei der Kreuzigung gesagt haben soll. Wohl kein Christ der Welt kennt diese Aussage von Jesus Christus am Kreuz nicht. Im „Codex Sinaiticus“ aber findet sich genau an dieser Stelle der Vermerk, dass diese Worte zweifelhaft seien. Später wurde das von einem anderen Bibel-Redakteur wieder zurück genommen.

Und so finden sich in zahlreichen Bibeln von heute tatsächlich genau an dieser Stelle die letzten Worte Jesus in Klammern eingefügt. Etwa auch in der Luther-Bibel 2017. Oder wir finden teilweise den Vermerk „dieser Halbvers fehlt in einigen der wichtigsten Handschriften“ oder ähnlich. Beispielsweise in der Einheitsübersetzung von 2016 oder der bekannten Zürcher Bibel.

Irgendwie erschreckend!

Heutige Christen sind vielfach nichts weiter als „Karteileichen der Kirche, wie in diesem Posting HIER ausgeführt. Menschen, die halt irgendwie christlich getauft sind, dann und wann mal bei Hochzeiten oder Beerdigungen in die Kirche gehen aber sonst halt nur „irgendwie an Gott“ glauben. Mit der Bibel an sich befassen sich die allerwenigsten. Man ist halt Christ wenn man mal in die Kirche geht, dort dem Prediger zuhört oder irgendwelche (vermeintlich) christlichen Traditionen begeht. Schließlich „macht man das so“.

In meiner Heimat, dem oft streng katholischen Münsterland, ist das nicht anders. Wirklich gläubige Christen, die auch in der Bibel lesen, zweifeln so oder so nicht an dem Text.

Ist es da nicht erschreckend, dass von Anfang an in der Bibel bis zur Auferstehung und Himmelfahrt Jesus so viele Manipulationen, Nachbearbeitungen, Fake-News und Erfindungen stehen? Gerade wenn es fundamentale christliche Lehren und Dogmen betrifft, die alltäglich von den Gläubigen gebetet werden?

Ich finde schon!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Die Flugwagen von König Salomon, die Königin von Saba und die Bundeslade: Spannende Geschichten ohne Wahrheit?

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Die Flugwagen des König Salomon: Angeblich hatte der weise Herrscher aus der Bibel fliegende Wagen (Bilder: Jerusalemer Tempel und fromme Darstellung der Vision des Ezechiel, gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Die Flugwagen des König Salomon: Angeblich hatte der weise Herrscher aus der Bibel fliegende Wagen (Bilder: Jerusalemer Tempel und fromme Darstellung der Vision des Ezechiel, gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

Der biblische König Salomon ist heute vor allem durch seine schier unendliche Weisheit sowie für den Bau des ersten Tempels von Jerusalem bekannt. Jenes Heiligtum, dass in Jerusalem auf dem Tempelberg gestanden haben soll, was bis heute für Streitigkeiten in der Heiligen Stadt sorgt. Über Salomon wird aber auch erzählt, dass ihm einst die Königin von Saba besucht haben soll, die sich von seinem Ruf selber überzeugen wollte. Für Hollywood war diese Geschichte es bereits mehrfach wert verfilmt zu werden. Was aber Hollywood und die vielen Romantiker rund um das Königspaar eher auslassen, sind die seltsamen Ereignisse, die sich aus dieser Beziehung ergaben. Sie handeln von fliegenden Wagen des Salomon, von Diebstahl und Intrigen, Kriege in Äthiopien und der legendären Bundeslade.


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Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

König Salomon

Der sagenumwobenen König Salomon aus dem Alten Testament ist sicher eine der bekanntesten Figuren der Bibel.

Nicht nur ein weiser Prophet und Herrscher sei er laut der Bibel gewesen. Ihm ist es nach der heiligen Schrift auch zu verdanken, dass in Jerusalem der erste große Tempel gebaut worden sein soll. Ein Heiligtum, in dem die nicht minder sagenumwobene Bundeslade aufbewahrt wurde, wie es die Bibel erzählt.

Rund 3.000 Jahre ist das nun her. Dieser Tempel des Salomon soll genau dort gestanden haben, wo heute mitten in Jerusalem der Tempelberg liegt. Genau darum sehen die heutigen Juden diesen Ort als ihr Allerheiligstes und Jerusalem als ihre Hauptstadt, die schon zu biblischen Zeiten dem legendären König David von Gott versprochen wurde.

Erst vor kurzem hat das bekanntlich US-Präsident Donald Trump Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Die Folgen sahen und sehen wir in den Nachrichten.

König Salomon ist eine sprichwörtliche Legende, die bis heute im Judentum wohl eine der schillerten Figuren darstellt. Und doch wissen viele Menschen über ihn nicht mehr als das, was Hollywood in diversen Filmen über ihn in romantisch-verklärter Art zeigte. Vielleicht noch, dass er eben den ersten Tempel von Jerusalem erbaut haben soll. Immerhin bietet seine Person Stoff für eine exotische Liebesgeschichte, die es laut Bibel auch tatsächlich gegeben haben soll.

Die Königin von Saba in der Bibel

Eine der unzähligen Legenden rund um König Salomon und seinen ersten Tempel mit der Bundeslade auf dem Jerusalemer Tempelberg handelt von der Königin von Saba (= Makeba). Salomons Ruhm und seine sprichwörtliche „salomonische Weisheit“ waren auch der Königin von Saba zu Ohren gekommen. Deshalb wollte sie diesen Herrscher im fernen Jerusalem persönlich treffen.

Mit viel Pomp reiste sie eines Tages zu ihm, um König Salomon ihre Aufwartung zu machen. Im 1. Buch der Könige liest sich das ab Vers 1 so:

König Salomon empfängt die Königin von Saba (Bild: gemeinfrei)
König Salomon empfängt die Königin von Saba in seinem Palast in Jerusalem (Bild: gemeinfrei)

Die Königin von Saba hörte vom Ruf Salomons, der zum Ruhm des Herrn gereichte, und kam, um ihn mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen. Sie kam nach Jerusalem mit sehr großem Gefolge, mit Kamelen, die Balsam, eine gewaltige Menge Gold und Edelsteine trugen, trat bei Salomon ein und redete mit ihm über alles, was sie in ihrem Herzen erwogen hatte. Salomon gab ihr Antwort auf alle Fragen. Es gab nichts, was dem König verborgen war und was er ihr nicht hätte sagen können. Als nun die Königin von Saba die ganze Weisheit Salomons erkannte (…) da stockte ihr der Atem.

Sie sagte zum König: Was ich in meinem Land über dich und deine Weisheit gehört habe, ist wirklich wahr. Ich wollte es nicht glauben, bis ich nun selbst gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und wahrlich, nicht einmal die Hälfte hat man mir berichtet; deine Weisheit und deine Vorzüge übertreffen alles, was ich gehört habe.

Mutmaßlich aus einem Land kommend, das wir heute als Äthiopien kennen, war die Herrscherin offensichtlich sprachlos. Der König von Jerusalem verstand es fraglos, die “Königin des Südens”, wie sie im Neuen Testament genannt wird, zu beeindrucken. Das zeigte er auch dadurch, dass sie bei ihrer Abreise mit Kostbarkeiten und Geschenken geradezu überschüttet wurde, wie das das 1. Buch der Könige weiter erzählt.

Von König Salomon reichlich beschenkt, reist die schöne Herrscherin schließlich in ihr Reich zurück. Soweit die Bibel. (Dass nichts davon historisch verifizierbar ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.)

Flugwagen zum Geschenk

Sagen und Legenden rund um die Figur des König Salomon existieren bis heute sehr zahlreich. Sogar uralte Schriften und Bücher über ihn sind bis heute erhalten. Einige dieser Texte sollen sogar von ihm selber stammen, da die unbekannten Autoren seinen Namen als Urheber angaben. Eine gängige Praxis alt-jüdischer Schriften.

Auch in Äthiopien existiert eine solche sagenhafte Schrift, die aber keine Jahrtausende alt ist! Das äthiopische Nationalepos Kebra Nagast („Ruhm der Könige“, auch Kebra Negast) erzählt wesentlich mehr über die Zusammenkunft der beiden Herrscherpersönlichkeiten vor rund 3.000 Jahren in Jerusalem.

Am Ende des 30. Kapitels des Kebra Nagast werden auch ausführlich die Präsente geschildert, die Salomon seiner Besucherin darreichte. Der weise König war hierbei nicht gerade geizig. Das sollte allerdings auch nicht weiter verwundern, da Salomon sich in die exotische Königin verliebte und auch ein Sohn aus ihrer Beziehung entstanden war.

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Allerdings hatten es die Geschenke des Königs des Hauses Israel in sich. Wir erfahren unter anderem:

Da ging er (Salomon, LAF) in seine Wohnung und gab ihr (der Königin von Saba, LAF) alle wünschenswerten Herrlichkeiten und Reichtümer (…), Kamele und Wagen an 6.000, die mit kostbaren, wünschenswerten Geräten beladen waren, Gefährte, in denen man auf dem Land fuhr, ein Fahrzeug, das auf dem Meere fuhr, und einen Wagen, der durch die Lüfte fuhr, den er gemäß der ihm von Gott verliehenen Weisheit angefertigt hatte.“

Der „Wagen, der durch die Lüfte fuhr“, sticht wohl mehr als alles andere bei diesen Geschenken heraus! Salomon soll also aufgrund seines göttlichen Wissens einen fliegenden Wagen erfunden bzw. gebaut und verschenk haben. Ein mehr als erstaunlicher Fuhrpark, da laut Kebra Nagast ja auch noch ganz normale Wagen verschenkt wurden. Um die 6.000 Kamele und Wagen mit Kostbarkeiten, plus je ein Fahrzeug zur Fortbewegung zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

Was könnte es mit diesem „Wagen, der durch die Lüfte fuhr“, auf sich haben? Gab es eine solche Maschine wirklich? Handelte es sich vielleicht um ein „Heißluftschiff, das mit Cherubim und Schwingflügeln auf dem gewünschten Kurs gehalten wurde“, wie Dr. Wolfgang Volkrodt in seinem Buch „Es war ganz anders“ schon 1991 vermutete? Volkrodt ging darin damals der Idee nach, dass fliegende Heißluftschiffe bereits vor Jahrtausenden benutzt wurden.

Hatte Salomon so ein Gerät?

Prinz Menelik – geht in die Lüfte

Obwohl das heutige Kebra Nagast erst zwischen 1314 bis ca. 1322 nach Christus entstanden sein soll, spielen die seltsamen Geschichten darin vor Jahrtausenden. Als eine Art Ursprungslegende der äthiopischen Könige und Herrscher, die sich damit direkt auf Salomon berufen. Denn die Königin war, als sie wieder nach Hause fuhr, nicht nur glücklich, so reich beschenkt worden zu sein, sondern auch schwanger von König Salomon.

Warum hatten die Azteken in Mexiko einst eine Bundeslade wie die Israeliten beim biblischen Exodus aus Ägypten? (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Sogar die Azteken in Mexiko hatten einst eine Bundeslade wie die Israeliten beim biblischen Exodus! (Bild: L. A. Fischinger)

Geboren wurde daraufhin Menelik als eine Art Prinz. Doch als dieser Knabe zu einem jungen Mann heran gewachsen war, hatte er es auf die Bundeslade im Tempel des Salomon abgesehen. Er fuhr nach Jerusalem zu seinem Vater, stahl die Bundeslade und brachte sie daraufhin in sein Reich Saba. Und so kam es, dass die Bundeslade angeblich bis heute in Äthiopien befinden soll.

Eine lange Geschichte, die sicher viele Mystery-Interessierte kennen.

Jedoch war laut der Legende die Heimreise von Menelik und seinem Gefolge mit der heiligen Lade alles andere als gewöhnlich. Sie verlief nämlich schwebend „wie ein Adler, wenn er auf dem Winde leicht dahinfliegt“.

Im 52. Kapitel des Kebra Nagast heißt es über die Abreise der Delegation aus Saba:

Dann beluden sie die Wagen, Pferde und Maultiere zur Abreise, und ihre Abreise verlief glücklich. Sie schlugen nun ihren Weg ein, währen der Engel Michael voran ging. Er ließ sie, indem er die Flügel ausbreitete, auf dem Meere gehen wie auf dem Trockenen, und auf dem Trockenen breite er, indem er den Weg zwischen den Bergen bahnte, eine Wolke wie ein Schleier aus und umhüllte sie damit schützend gegen die Sonnenhitze.“

Ein Engel mit Namen Michael begleitete demnach schützend Menelik und seinen Hofstaat bei ihrer langen Reise. Obwohl sie zuvor die Bundeslade in Jerusalem praktisch dem Volk gestohlen haben sollen, schien das himmlische Wesen darüber nicht erbost z sein. Immerhin, so sagt es das Alte Testament, war die von den Israeliten beim Exodus aus Ägypten getragene Bundeslade das Allerheiligste des Volkes überhaupt. Auch der Tempel des Salomon diente ausschließlich dem Zweck in seinem Kernheiligtum die Bundeslade als Sinnbild Gottes aufzustellen. Und dieses Objekt Gottes nahm nun Menelik einfach mit.

Trotzdem war der Engel Michael deshalb keineswegs ungehalten. Im Gegenteil – er unterstützte die Reise von Menelik mit seinen himmlischen Kräften:

Es war niemand, der ihren Wagenpark gezogen hätte, sondern er selbst (der Engel Michael, LAF) zog den Wagen, indem sich von der Erde eine Elle hoch erhoben sowohl Menschen als Pferde, Maultiere und Kamele; und alle Leute, die auf den Tieren ritten, wurden eine Mannesspanne hoch von ihren Rücken gehoben, aber auch alle die aufgeladenen Arten ihrer Gerätschaften wurden ebenso wie die Leute (…) eine Mannesspanne hoch erhoben, und auch die Tiere wurden eines Mannesspanne hoch erhoben.

Alles eilte auf dem Wagen dahin wie ein Schiff auf dem Meere, wenn es der Wind hebt (…) und wie ein Adler, wenn er auf dem Wind leicht dahinfliegt: So eilten sie auf dem Wagen dahin, ohne nach vorne oder nach hinten, nach rechts oder links zu schwanken.“

Auch wenn hier erzählt wird, dass ein Engel den Wagen und alle anderen in die Lüfte hob, scheint es dennoch mit dem Flugwagen in Zusammenhang zu stehen, denn Salomon der Königin von Saba Jahre zuvor geschenkt haben soll. Zumindest könnte man dies vermuten, da beides aus „einer Quelle“ stammt: König Salomon.

War Gott ein Außerirdischer? Der Prä-Astronautik-Buchklassiker “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger
Der Prä-Astronautik-Buchklassiker “Götter der Sterne” von Lars A. Fischinger, in dem es auch umfangreich um die Bundeslade geht – alles dazu HIER

Allerdings, darauf wird in der Prä-Astronautik hin und wieder verwiesen, könnte sogar dieses Wunder von der Bundeslade selber ausgegangen sein. Das heißt, dass die Lade des Herr der Grund dafür war, dass Menelik und sein Gefolge geflogen oder besser geschwebt sein sollen.

König Salomon nimmt die Verfolgung auf!

Der weise Herrscher Salomon bemerkte natürlich, was sich sein Sohn hier im Tempel von Jerusalem erlaubte. Es herrschte großes Wehklagen angesichts des Verlustes der Lade in der ganzen Stadt. „Weil die Gesetzteslade Gottes von ihnen genommen worden war“, weinte ein jeder in Jerusalem. Der Herrscher war zum Handeln gezwungen. Erbost über den frevelhaften Diebstahl der Lade, schickte er also Menelik seine besten Reiter nach – doch es war längst zu spät:

Die einstigen Gäste um Menelik hatten selbst  Ägypten bereits hinter sich gelassen und waren unauffindbar. Was die berittenen Kundschafter in Ägypten unglaubliches erfuhren, erzählt das 58. Kapitel des Kebra Nagast:

„… und die Bewohner des Landes Ägypten erzählten ihnen: ,Vor langer Zeit sind die Leute von Äthiopien hier vorbeigekommen, indem sie auf einem Wagen fuhren wie die Engel, und sie waren schneller denn die Adler am Himmel.‘ (…) ‚Und als sie ihre Wagen beladen hatten, da ging es nicht auf der Erde hin, sondern sie schwebten im Wagen auf dem Winde, sie waren schneller als die Adler am Himmel, und alle ihre Gerätschaften kamen mit ihnen auf dem Winde in den Wagen.‘“

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Für die Menschen stand fest: Es konnte nur Salomon in seiner Weisheit gewesen sein, der diese wundersamen Wagen erdacht hatte. So heißt es weiter, dass die Zeugen der Flucht der Äthiopier beispielsweise Folgendes erzählten:

„‘Und als sie ihre Wagen beladen hatten, da ging es nicht auf der Erde hin, sondern sie schwebten im Wagen auf dem Winde; sie waren schneller als die Adler am Himmel, und all ihre Gerätschaften kamen mit ihnen auf dem Winde in dem Wagen. Wir aber glaubten, das du ihnen in deiner Weisheit erfunden hättest, in einem Wagen auf dem Winde zu fahren.‘“

Die Vermutung, dass Salomon in seiner göttlichen Weisheit diesen fliegenden Wagen erfand, war für die Beobachter nicht zu weit hergeholt. Immerhin hatte er ja Jahren zuvor seiner Geliebten einen derartigen Flugwagen geschenkt, wie oben zitiert.

VIDEO: Henoch und die Astronautengötter: Nichts als Träumereien eines Fantasten vor Jahrtausenden? (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)
VIDEO: Auch der Prophet Henoch soll von “Gott” auserwählt worden sein – und hat das angeblich alles nicht nur geträumt! (Bild: gemeinfrei / Bearbeitung: L. A. Fischinger)

Aber auch die Ägypter waren sprachlos, was hier geschehen war, wie es ab Kapitel 59 erzählt wird. Ein Gesandter des Pharao wurde zu Salomon geschickt, als dieser noch mitten bei der Verfolgung seines Sohnes war. Der Botschafter des Pharao erzählte ihm, die Flüchtenden „flogen auf Wagen, wie eine Macht der Himmlischen“ und man deshalb bereits vermutetet, dass sie „zu Himmlischen geworden“ waren.

Vorwürfe gegen den weisen Salomon

„Und nicht einmal er fuhr auf so einem Windwagen“, bekam König Salomon über sich zu hören. Und doch sparten die Ägypter nicht an Kritik, denn die seltsamen Transportmittel hatten großen Schaden angerichtet:

Die Bewohner der Städte und Burgen sind Zeugen dafür, dass, als jene das Land Ägypten betraten, unsere Götter und die Götter des Königs umfielen und zerbrachen, und ebenso wurden Obelisken der Götzen zerstört.“

Grund für die Zerstörungen sei die Anwesenheit der Bundeslade bei den fliegenden Äthiopiern gewesen, so die Ägypter laut Kebar Nagast. Es sei eigentlich so oder so die Schuld von König Salomon, der sich anhören musste:

Warum hast du die Gesetzteslade des Herrn, deines Gottes, hergegeben, die deine Väter dir rein erhalten haben?“

Salomons Männer gaben Meneliks Verfolgung auf. Gegen ein Flugwagen hatten sie keine Chance. Der weise Herrscher zog sich in sein Zelt zurück „und weinte bitterlich“ – die sagenhafte Lade des Herrn war verloren!

Ob der König bedauerte, der Königin von Saba seinerzeit einen fliegenden Wagen geschenkt zu haben? Vielleicht war es ja genau dieser, mit dem sein Sohn jetzt unterwegs war? Am Rande ist vielleicht die Tatsache in diesem Zusammenhang interessant, dass es Schriften und Überlieferungen gibt, in denen es heißt, dass Salomon mit “Dämonen” und finsteren Mächten paktierte. Diese haben den laut Bibel gütigen und unendlich weisen Herrscher in vielerlei Hinsicht unterstützt. Sogar beim Bau des Tempel. Nur: Wer waren diese “dämonischen Wesen” …?

Menelik wiederum ging hier klar als Sieger hervor. Er war aus zwei Gründen der Gewinner. Erstens, da ihn sein Vater in Jerusalem zum König salbte (mit Namen David) und zweitens natürlich, da er mit dem Diebstahl des Allerheiligsten davon gekommen ist. So erreichte Menelik mit viel Tamtam seine Heimat, wo er von seinem Volk begeistert empfangen wurde, wie aus dem 84. und 85. Kapitel des Kebra Nagast hervorgeht. Luftfahrzeuge hatte man dort wohl noch nicht so viele gesehen …

VIDEO: Indiana Jones, die Bundeslade und Hollywood: Sah sie wirklich so aus? Was bisher jeder übersah … (Bild: L. A. Fischinger)
VIDEO: Indiana Jones, die Bundeslade und Hollywood: Sah sie wirklich so aus? Was bisher jeder übersah … (Bild: L. A. Fischinger)

Unglaubliches wird übrigens im 94. Kapitel des Epos auch über die Geschwindigkeit des oder der Flugwagen berichtet. So zum Beispiel, als der Herrscher Menelik einstmals in den Krieg zog. Dabei führte er die Bundeslade als eine Art „Waffe Gottes“ mit sich und zog so mit seinem Herr von Sieg zu Sieg. „Und der Schrecken, den der König von Äthiopien verbreitete, war groß“, so dass selbst andere Könige sowie der Pharao Ägyptens Geschenke brachten.

Die Lade „selbst schwächte die Kraft der Feinde“ und niemand konnte Menelik und seine Armee aufhalten oder auch nur einholen:

Der König David (Menelik, LAF) aber samt seinem Heer (…) flogen auf dem Wagen ohne Krankheiten und Leiden, ohne Hunger und Durst, ohne Schweiß und Ermüdung, indem sie an einem Tage eine Wegstrecke von drei Monaten zurücklegten.“

Und nicht einmal selbst bedienen musste Menelik und seine Leute den Flugwagen, denn ein „Engel war ihr Steuermann“ und Gott war durch die Bundeslade bei ihnen …

Mythen sind Reportagen?

Keiner der Protagonisten der hier straff zusammengefassten Geschichte über König Salomon und seine „fliegenden Wagen“ ist historisch belegt. Weder der König, noch die Königin von Saba, noch ihr Sohn Menelik. Auch die Existenz der Bundeslade ist geschichtlich nicht nachgewiesen und nicht mal der legendäre erste Tempel von Jerusalem auf dem heutigen Tempelberg konnte gefunden werden. Selbst das Königreich Saba ist historisch nicht konkret bekannt und lokalisiert.

Letztlich ist es eine Überlieferung, die nach allgemeiner Auffassung erst vor rund 700 Jahren entstanden sein soll. Eine Art Propaganda-Schrift der von 1270 bis 1974 herrschenden Makeda-Könige von Äthiopien, die so ihre Legitimation auf Menelik und damit Salomon zurückführten.

Der Tempel des Salomon für die Lade Gottes soll ab dem Jahr 957 vor Christus erbaut worden sein (1. Kön. 6,1). Keine 400 Jahre später, im Jahr 587 vor Christus, wurde er durch die Eroberung Jerusalems durch die Babylonier unter König Nebukadnezar II. vollständig zerstört du geplündert. So sagt es die Bibel. Sofern die Bundeslade zu diesem Zeitpunkt noch im Tempel stand, gilt sie spätestens seit dem als verschollen oder vernichtet.

Glaubt man aber dem Kebra Nagast, war das Allerheiligste,  „das Heilige der Heiligtümer“, wie das Kernheiligtum mit der Lade im Tempel genannt wurde, 587 vor Christus aber sowieso leer. Schließlich sei die Bundeslade noch zu Lebzeiten Salomons durch seinen eigenen unehelichen Sohn gestohlen worden. „Gottes Heimstätte auf Erden“ war da schon lange nach Äthiopien geflogen, wie es heißt.

Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März 597 v. Chr.? +++YouTube-Video+++
VIDEO: Eines der großen Rätsel der Menschheit: Wohin verschwand die Bundeslade am 16. März 597 v. Chr.? (Bild: L. A. Fischinger)

So wirklich „leer“ war das Allerheiligste dann aber auch wieder nicht. Wiederum das Kebra Nagast erzählt nämlich, dass der Diebstahl der Bundeslade durch Menelik genau geplant wurde. Zu diesem Zweck tauschte er nämlich die echte Lade im Tempel durch eine Kopie aus, um so wohl seine Tat verschleiern zu wollen.

Der Plan ging aber daneben, da der Diebstahl umgehend bemerkt wurde. Das 58. Kapitel des Epos sagt dazu:

Als sich nun der König, seine Würdenträger und Machthaber erhoben, da versammelten sich die Ältesten Israels im Tempel samt den Witwen und Jungfrauen und weinten um Zion (die Bundeslade, LAF), weil die Gesetzteslade Gottes von ihnen genommen worden war.“

Ob diese Mythen wirklich Reportagen sind, weiß niemand! Keiner kann sagen, ob bis heute die echte Bundeslade aus dem Buch Exodus in der Stadt Aksum in Äthiopien liegt, wie es dort behauptet wird. Dutzende Kopien dieser angeblich echten Lade aus der „Kirche der Heiligen Maria von Zion“ von Aksum existieren inzwischen in Äthiopien.

Ob dort aber eben die eine Bundeslade schon Jahrtausende verborgen liegt und diese durch Flugwagen an ihren Platz gelangte – das wissen wohl nur die Götter …

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Wahlkampf in den USA: Hillary Clinton will die UFO-Geheimhaltung beenden, sollte sie Präsidentin werden +++YouTube-Videos+++

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Hillary Clinton will die UFO-Geheimhaltung beenden wenn sie US-Präsidentin wird (Bild: gemeinfrei / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)
Hillary Clinton will die UFO-Geheimhaltung beenden wenn sie US-Präsidentin wird (Bild: gemeinfrei / WikiCommons/gemeinfrei / Montage: L. A. Fischinger)

(Update) In dieser Woche ist es soweit und wir werden wissen, ob Hillary Clinton oder Donald Trump in das Weiße Haus einziehen kann. Doch bereits am 30. Dezember 2015 hat Hillary Clinton in einem Interview während ihres Wahlkampfes auch das Thema UFO-Vertuschungen der USA angesprochen: Gewinne sie die US-Präsidentschaft, werde  sie auch die UFO-Geheimhaltung beenden, die UFO-Akten offen legen und den Legenden um „Area 51“ und den angeblichen Aliens dort auf den Grund gehen. Clintons Wahlkampfleiter hat dies später in einem Interview erneut betont. Es sei keine Wahlkampfmasche – sondern ernsthafter Wille von Hillary Clinton sei. Mehr dazu an dieser Stelle in zwei YouTube-Videos und einem Artikel

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Posting vom 8. März 2016 / Update: 7. November 2016


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Am 14. Januar 2016 habe ich auf meinem YouTube-Video-Kanal das Video “Das Ende der UFO-Geheimhaltung? Hillary Clinton verspricht UFO-Aufklärung und glaubt (scheinbar) auch an Ancient Aliens.” online gestellt.

Damals hatte sich Hillary Clinton während ihres Wahlkampfes zum ersten weiblichen Präsidenten der USA dahingehend geäußert, dass sie bei einem Wahlsieg der UFO-Geheimhaltung ein Ende bereiten wird. Das UFO-Phänomen bzw. das Wissen der US-Regierung darüber wolle sie offen legen. Inklusive der Geheimnisse der Militärbasis „Area 51“ in Nevada.

Das entsprechende Video habe ich am Ende nochmals eingefügt. Ebenso ein Video zu diesen Themen und entsprechenden Aussagen von Ex-Präsident Bill Clinton dazu.

Ob Hillary Clinton,die angeblich nicht mal ein Mensch sondern ein Alien ist, oder Donald Trump die US-Präsidentenwahl gewinnt, wissen wir in wenigen Tagen …

Das Ende der UFO-Geheimhaltung sei für die Menschen wichtig!

John Podesta, Wahlkampfmanager von Hillary Clinton, auf dem ich im unten stehenden Video genauer eingehe, gab jüngst genau zu dieser Aussage von Clinton dem Sender “KLAS TV” in Las Vegas/Nevada ein Interview.

VIDEO: Ex-Präsident Bill Clinton über die Area 51, Leben im All, UFOs und die Ankunft der Außerirdischen – was sagte Clinton tatsächlich in einer TV-Talkshow?(Bild: WikiCommons / L.A. Fischinger)
VIDEO: Ex-Präsident Bill Clinton über die Area 51, Leben im All, UFOs und die Ankunft der Außerirdischen (Bild: WikiCommons / L.A. Fischinger)

In der Nachrichtensendung “8 News NOW Las Vegas” betonte Podesta am 1. März dieses Jahres, dass Hillary Clinton ihre Aussage von Ende 2015 keineswegs als Witz gemeint habe. Beispielsweise hat damals “CNN” am 4. Januar in einem Kommentar auf Twitter geschrieben, dass Clinton das wohl als Scherz meine. UFOs sind für sie jedoch ein ernstes Thema, so Podesta im Interview, und kein Witz. Auch er selber teile die Ansicht und das Interesse. Es könnte vielleicht sogar eine Art Top Secret Akte der Regierung zum Thema UFOs & Co. geben, spekulierte der Wahlkampfmanager bei “KLAS TV” weiter.

Gleichfalls seien aber auch die Bürger der USA durchaus imstande mit der Wahrheit über UFOs umzugehen. Und auch darum sollten und könnte man die UFO-Akten durchaus alle veröffentlichen. John Podesta:

Ich habe mit Hillary darüber gesprochen. Es ist eine kleine Herzensangelegenheit von mir. Die Menschen wollen wissen, was die Regierung tatsächlich weiß.

(…)

Ich glaube, ich habe sie davon überzeugen können, dass wir uns bemühen müssen, so viele dieser Akten wir möglich freizugeben, denn die Menschen sollten auf ihre berechtigten Fragen endlich Antworten bekommen. Unbekannte Himmelsphänomene sollten sehr viel mehr und sehr viel freier öffentlich diskutiert werden, ohne dass Menschen, die im Licht der Öffentlichkeit stehen und dieses machen, dafür diskreditiert werden.

(…)

Ich denke, das amerikanische Volk ist in der Lage, mit der Wahrheit umzugehen.”

Clintons Wollkampfmanager Podesta ist, wie Ihr im Video unten sehen werdet, auch kein “Neuling” in Sachen UFOs und Geheimhaltung der US-Regierung. Selbst ein Vorwort zu einem Buch zum Thema UFO-Enthüllungen hat Podesta bereits geschrieben …

“Das haben schon ganz andere versucht”

Wird Hillary Clinton - wenn sie Präsidentin der USA werden sollte - die UFO-Geheimhaltung wirklich beenden? (Bild: Gemeinfrei/WikiCommons / Montage: L. A. Fischinger)
Wird Hillary Clinton die UFO-Geheimhaltung wirklich beenden? (Bild: Gemeinfrei/WikiCommons / Montage: L. A. Fischinger)

In zahlreichen Kommentaren bei YouTube zu meinem unten stehenden Video zu dieser Aussage von Hillary Clinton kam immer wieder ein Tenor durch: Alles Propaganda und schon andere haben dies versprochen. So sehe ich das auch. Sollte sie tatsächlich in dieser Woche die Wahl gewinnen und erste Präsidentin der USA werden, ist es doch sehr zweifelhaft, ob sich in der UFO-Politik der Amerikaner irgendwas ändern wird!

Die Aussage von John Podesta als Wahlkampfmanager von Hillary Clinton bei “KLAS TV” während des laufenden Wahlkampfes war im März 2016 nur das: eine Aussage bzw. Ankündigung. Mehr nicht.

Man denke zum Beispiel an folgende Aussage unserer Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel von 2008, der wohl eigentlich nichts hinzuzufügen ist:

“Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt, und wir müssen damit rechnen, dass das in in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.”

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Euer Jäger des Phantastischen

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Erderwärmung, Treibhausgase und Klimawandel: Experten warnten bereits vor über 100 Jahren vor dem Treibhaus Erde

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Erderwärmung und Klimawandel: Experten warnten bereits vor mehr als 100 Jahren! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Erderwärmung und Klimawandel: Experten warnten bereits vor mehr als 100 Jahren! (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

US-Präsident Donald Trump hält ihn für eine Erfindung (der Chinesen) oder zumindest für nicht von Menschen verursacht: Den Klimawandel und die Erderwärmung. Endlose Debatten ziehen sich seit Jahren dahin, wie die Menschheit die Erwärmung der Erde stoppen oder verhindern kann. Ein Klimaabkommen hier, eine gute Willenserklärung da –  doch beim Thema Treibhausgase udn Klimawandel steht die Staatengemeinschaft mehr oder weniger still. Dabei haben schon vor über 100 Jahren(!) Experten vor Treibhausgasen durch die Verbrennung von fossiler Brennstoffe gewarnt. Noch vor dem 1. Weltkrieg warnten sie vor einer Treibhaus-Erwärmung der Erde, wie Ihr es hier lesen werdet.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Klimawandel und Erderwärmung

Dass unsere Erde mit ihrem sensiblen Klima und der scheinbar so stabilen Umwelt nicht immer der Planet war, der er heute ist, belegt die Vergangenheit. Unzählige Klimawandel hat es in den vergangenen Millionen und Milliarden Jahren bereits gegeben. Teils drastische Eiszeiten nicht kaum zu zählender Anzahl und nicht minder dramatische Hitzezeiten.

Klima-Experten streiten keinesfalls ab, dass solche Klimawandel vollkommen natürliche Prozesse des Planeten sind. Zahlreiche Faktoren spielen hierbei eine Rolle. Ein sehr neuer Faktor soll aber der Mensch und seine unlebendige Gier nach Energie sein. Billiarden Tonnen Abgase – sogenannte Treibhausgase – wurden bereits in die Umwelt geblasen und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Staatengemeinschaft schachert hier um jedes Zehntel-Grad Erderwärmung, das zu viel ist.

Uneins ist man hingegen durchaus darin, wie weit die Menschheit und ihre Industrie zur Erwärmung unseres Heimatplaneten beiträgt. Einige zweifel sogar zur Gänze an, dass der Mensch überhaupt eine Mitschuld am Klimawandel hat. Hier wird eher eine Klima-Verschwörung vermutet.

Ungeachtet der endlosen Klima-Debatten und -Abkommen unserer modernen Welt gab es diese Diskussionen bereits vor über 100 Jahren. Und das ist ohne Frage mehr als erstaunlich. Im Zeitalter der rasant boomenden Industrialisierung vor dem 1. Weltkrieg machte sich eigentlich niemand über solche Belanglosigkeiten wie Klimawandel und Erderwärmung Gedanken. Fraglich, ob sich überhaupt jemand derart zukünftige Szenarien vorstellen konnte.

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Eine wärmende Decke für die Erde

Anders sah es zum Beispiel am 17. Juli 1912 im “The Braidwood Dispatch and Mining Journal” aus. Da erschien unter der eindeutigen Überschrift die Meldung “Kohleverbrauch beeinflusst das Klima”. In dieser, auch von anderen Zeitungen gebrachten Meldung, hieß es:

Die Öfen der Welt verbrennen momentan etwa 2.000.000.000 Tonnen Kohle pro Jahr. Wenn diese verbrannt wird, indem es sich mit Sauerstoff verbindet, fügt es der Atmosphäre jährlich etwa 7.000.000.000 Tonnen Kohlendioxid hinzu. Dies tendiert dazu, die Luft zu einer effektiveren Decke für die Erde zu machen und ihre Temperatur zu erhöhen. Die Wirkung kann in einigen Jahrhunderten beträchtlich sein.

Auch die Australische Zeitung “Rodney and Otamatea Times” brachte diesen warnenden Beitrag wortgetreu am 14. August 1912. Eine “effektive Decke für die Erde” die einen Temperaturanstieg zur Folge hat, ist nichts anderes als der Treibhauseffekt. Verursacht durch die Verbrennung von Kohle.

Mit Blick auf die derzeitigen Streitigkeiten in Sachen Kohleausstieg oder Braunkohleabbau am Tagebau Hambach, eine Warnung, die aktueller wohl nicht sein könnte. Auch wenn sie 106 Jahre alt ist.

Diese kurze Meldung vom Sommer 1912 hatte aber auch einen Ursprung, der genauer auf die Klimaprognosen damals einging. Es war ein Artikel von Fancis Molena in dem Magazin “Popular Mechanics” vom März 1912. Unter der Überschrift “Bemerkenswertes Wetter von 1911: Die Wirkung der Kohleverbrennung auf das Klima – Was Wissenschaftler für die Zukunft vorhersagen” wird dort auf mehreren Seiten unter anderem eine düstere bzw. warme Zukunft der Erde prophezeit.

Auf Seite 341 findet sich eine Illustration, die die Luftverpestung durch Kohlenutzung drastisch veranschaulicht. Genau diese Bildunterschrift ist es, die von verschiedenen Zeitungen 1912 als eigene Meldung veröffentlicht wurde:

Erderwärmung und Treibhausgase: Wissenschaftler warnten bereits vor über 100 Jahren in dem Magazin "Popular Mechanics"
Erderwärmung und Treibhausgase: Wissenschaftler warnten bereits vor über 100 Jahren in dem Magazin “Popular Mechanics”

Dieser Beitrag ist zwar kein Thema zu Grenzwissenschaft und Mystery Files, zeigt aber eines mehr als deutlich und gehört somit doch dazu: Man kann nur aus der Vergangenheit lernen!

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Jo Wood: “Ich liebe Aliens und habe UFOs gesehen!” Erneut berichtet ein “V.I.P.” von eigenen UFO-Erfahrungen – und was die Anunnaki damit zu tun haben

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Jo Wood: "Ich liebe Aliens und habe UFOs gesehen" (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)
Jo Wood: “Ich liebe Aliens und habe UFOs gesehen” (Bilder: gemeinfrei / Montage: Fischinger-Online)

Immer wieder fallen Prominente, Sternchen und Stars bzw. solche, die es sein wollen oder mal waren, in den Medien dadurch auf, dass sie von ihren eigenen UFO- und Alien-Erlebnisse berichten (s. a. HIER & HIER). So auch aktuell Jo Wood, die Ex-Frau des legendären “Rolling Stones”-Gitarristem Ronnie Wood. Die “TV-Persönlichkeit” (Wikipedia) erzählte in einem Interview von ihren UFO-Sichtungen, die sie zusammen mit ihrem früheren Mann in Brasilien machte. Seit dem sei sie vom Thema Aliens “besessen”, und setzte sich mehr und mehr für die Rettung unserer Erde ein. Was Jo und Ronnie Wood Unheimliches gesehen haben wollen, was die kosmischen Anunnaki und die TV-Serie “Ancient Aliens” damit zu tun haben, erfahrt Ihr hier.


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Jo … wer?!

Die britischen Boulevardzeitung “Mirror” veröffentlichte am 20. Oktober 2018 ein Interview mit Jo Wood, in dem sie “verrät, wie eine bizarre Alien-Begegnung sie dazu brachte, den Planeten zu säubern”. Und das natürlich nicht ohne Grund:

Die Ex-Frau der Rolling Stones-Legende Ronnie Wood hat nach der gruseligen Erfahrung ihren eigenen Podcast namens Jo’s Alien Nation veröffentlicht.”

Jo Wood als Ex-Gitarristen-Frau war als Modell das “Gesicht 1972” der Zeitung “The Sun” und heiratete am 2. Januar 1985 den Musiker Ronnie Wood der “Rolling Stones“. Heute sind beide geschieden. Und wäre Josephine Wood, geborene Karslake, einst nicht mit einer “Rolling Stones”-Legende verheiratet gewesen, würde sie heute wohl niemand mehr kennen.

Heute ist sie jedoch durch diverse TV-Auftritte und Charity-Projekte mehr oder weniger bekannt. Durch diese Wohltätigkeiten und ihr Engagement für die Umwelt erfährt sie durchaus positives Feedback in der Öffentlichkeit.

Aber, so erzählte sie dem “Mirror” im Gespräch, zusammen mit Ronnie Wood habe sie einst etwas mehr als Rätselhaftes in Brasilien gesehen.

“UFO überfällt Brasilien”

Jo ist sicher, dass es etwas Außerirdisches war, das sie und ihre damaliger Noch-Ehemann Ronnie Wood sahen. Wood:

“Ich liebe Aliens. Ich habe in Brasilien ein UFO gesehen. Mit Ronnie war ich dort und eines Nachts sagt er ‘Jo, da sind einige komische Lichter über dem Meer.’ Ich ging raus und dachte ‘Was hat er?’ Dann drehten sich die Lichter nach oben und verschwanden im Himmel. Ich sagte ‘Oh sch…’

In der Zeitung stand am nächsten Tag ‘UFO überfällt Brasilien’. Hunderte von Menschen hatten das Gleiche gesehen, also wusste ich, dass ich nicht verrückt war.

Es wäre mehr als spannend zu erfahren, wann und wo das in Brasilien gewesen sein soll. Wenn hunderte Menschen dieses “komischen Lichter” auch sahen, könnte sicher mehr über diesen UFO-Fall sagen. Zum Beispiel durch eine Recherche in den rund 760 freigegeben brasilianischen UFO-Akten im “Sistema de Informações do Arquivo Nacional” (HIER). Doch dazu gleich mehr.

Das Ehepaar Wood hatte aber noch eine weitere UFO-Begegnung, wie Jo Wood im Interview erzählt:

Ein anderes Mal flogen wir über Brasilien. Ich sah nach unten und diese grünen Himmelskörper kamen direkt hoch und flogen an unserem Fenster vorbei.

Seitdem bin ich von Aliens besessen. Wir können nicht die einzigen Wesen im Universum sein.

Jo Wood hat es sich seit dem zur Aufgabe gemacht, den Planeten zu säubern und zu retten. Im Interview mit dem “Mirror” klingt es fast so, als haben die Aliens ihre quasi dazu den Auftrag erteilt. Aber ist das alles nur Quatsch oder Werbung, um als Ex-Frau eines Superstarts mal wieder in die Medien zu kommen?

“Ich sehe Ancient Aliens jede Nacht im Fernsehen”

Jo Wood “hat eine Leidenschaft für Aliens und hält immer Ausschau nach UFOs”, so hieß es bereits am 14. März 2015 einem Interview mit ihr. In diesem umfangreichen Interview erzählt sie aber auch, warum sie von Aliens und UFOs so begeistert ist. Grund sei nämlich die TV-Serie “Ancient Aliens” des History Channel:

Ich habe eine Leidenschaft für Außerirdische – ich bin besessen von den Annunaki und bin davon überzeugt, dass wir uns nicht weiterentwickelt haben, wir sind auf diesen Planeten gekommen. Ich sehe Ancient Aliens jede Nacht im Fernsehen und in einem Flugzeug habe ich gerne einen Fensterplatz, um ein UFO zu entdecken.

Alles begann vor acht oder neun Jahren, als ich in Recife, Brasilien, ein UFO sah, von dem am nächsten Tag in den Zeitungen berichtet wurde. Ich würde gerne nach Machu Pichu in Peru und nach Bolivien fahren, um noch mehr UFO-Sichtungen zu machen.

Die TV-Dokureihe “Ancient Aliens” ist also die Ursache ihrer Faszination für Außerirdische und UFOs. Und die Anunnaki, die mesopotamischen Götterwesen, die in der Prä-Astronautik meistens als Götter aus dem All angesehen werden. Und natürlich in der TV-Serie “Ancient Aliens”. Beides Themen, die auf Grenzwissenschaft und Mystery Files in zahlreichen Beiträgen und YouTube-Videos Thema waren.

Wenn aber “hunderte von Menschen das Gleiche” wie die Woods am Himmel über Brasilien sahen, kann man davon ausgehen, dass hier nicht der Wunsch Vater des Gesehenen war. Auch wenn Jo Wood offensichtlich ein Fan der Serie “Ancient Aliens” und den rätselhaften Anunnaki ist.

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Hunderte Zeugen?

Im derzeit kursierenden Interview mit Jo Wood über ihre UFO-Begegnungen erfahren wir keine Details. Kein wann und wo zu diesen UFOs. Allerdings sagte sie im britischen Frühstücksfernsehen “The Morning” in einem anderen Interview, dass sich diese UFO-Sichtung in Recife an der Ostküste von Brasilien im Jahr 2007 ereignete.

Zu diesem Zeitpunkt sei sie mit ihrem Mann und den Kindern dort im Urlaub gewesen. Mehrfach haben die Medien zum Beispiel im Mai 2017 über diese Aussagen von Jo Wood berichtet. Für einen Mystery-Jäger sind solche Aussagen und Interviews immer recht interessant.

Ob “echter Promi” oder nur “Sternchen”: Was steckt hinter deren UFO-Sichtungen? Leider kann man das auch im Fall der Woods an dieser Stelle nicht sagen. In den bisher freigegeben brasilianischen UFO-Akten findet such bei einer Online-Suche nichts um das Jahr 2007 bei Recife. Obwohl hunderte Menschen diese Lichter über den Meer gesehen haben sollen, und auch die Presse darüber berichtete.

Da diese Lichter “nach oben” verschwunden sein sollen, war es wohl kein Weltraumschott oder ein Asteroid. So kann man an dieser Stelle Jo Woods Alien-UFO-Überzeugung teilen – oder auch nicht. Doch auch “diese grünen Himmelskörper”, die Wood bei einer zweiten Gelegenheit gesehen haben will, und die von unten herauf geflogen kamen, sollten eigentlich auch andere Flugzeuginsassen beobachtet haben …

Wer mehr weiß, kann sich gerne HIER bei mir melden.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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Seltsames künstliches “Ding” an der Ostküste der USA angeschwemmt: Experten sind (noch) ratlos und bitten um Hilfe

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Seltsames künstliches "Ding" an der Ostküste der USA angeschwemmt: Experten sind (noch) ratlos (Bild: Lowcountry Marine Mammal Network)
Seltsames künstliches “Ding” an der Ostküste der USA angeschwemmt: Experten sind (noch) ratlos (Bild: Lowcountry Marine Mammal Network)

Rätselraten in den USA und den Sozialen Netzwerken: Am Strand von Seabrook Island im US-Bundesstaat South Carolina wurde vor einer Woche ein sonderbares “Etwas” angeschwemmt. Das “Ding” bestünde angeblich aus einem “unbekannten Metall”, wiegt um die 90 Kilogramm und wurde von der Meeresbiologin Lauren Rust im Wasser entdeckt. Vor knapp einer Woche fragte die Direktorin des “Lowcountry Marine Mammal Network” die Netzgemeinde um Rat, um was es sich bei diesem Objekt handeln könnte. Seit dem reißen die Diskussionen und Spekulationen um das “UFO-ähnliche” Strandgut nicht ab. Aber was mag das “Ding aus dem Meer” tatsächlich sein und warum besteht es angeblich aus “unbekannten Metall”?


Liebe Freundinnen & Freunde des Phantastischen!

Das Ding aus dem Meer

Lauren Rust, Direktorin des “Lowcountry Marine Mammal Network” (LMMM) in North Charleston in South Carolina, hat ihre Kernforschungen als Meeresbiologin des LMMM auf Wale, Delphine und andere Säuger der Meere gelegt. Und natürlich auch auf deren Schutz in den Gewässern vor der Ostküste der USA.

Als maritime Forscherin kennt sie quasi alle möglichen und vor allem unmöglichen Dinge, die tagtäglich an den Küsten und Ständen dieser Welt angeschwemmt werden. All den Müll und Schrott, der von unserer Zivilisation achtlos in die Meere und Ozeane des Planeten geschmissen wird, kommt auch immer wieder an  den Küsten der Erde an.

Was Rust jetzt aber vor ihrer Haustür gefunden hat, stellt sie und ihre Kollegen des LMMM vor ein Rätsel: Ein rundliches Etwas, das am 4. Oktober am Strand von Seabrook Island vom Atlantik angeschwemmt wurde. Auf der Webseite des LMMM heißt es knapp zu dem Foto des “Ding aus dem Meer” (s. Titelbild):

Weltraummaterial? Außerirdisches Raumschiff?

Mitarbeiter des LMMN sind am 4. Oktober auf dieses geheimnisvolle Objekt auf Seabrook Island gestoßen. Seitdem geht dieses Bild viral. Mit Kommentatoren, die alles vorschlagen – von einem außerirdischen Raumschiff bis hin zu Weltraummaterialien. Was denkst du, was das ist?

Dazu verweist das LMMM auf ihre Facebook-Seite mit dem Foto, auf der es ebenso heißt:

Seht Euch dieses geheimnisvolle Objekt an, das heute auf Seabrook Island angespült wurde! Was glaubst du, was es ist?

Daraufhin folgten bis jetzt fast 200 Kommentare dort. An die 300 mal wurde das Foto des seltsamen “Etwas” vom Strand bereits geteilt und verschiedene Medien haben das Thema bereits aufgegriffenen. Allen voran die die Zeitungen “The Post and Courier” und “Mail Online” am 8. Oktober. Darin heißt es nicht nur, dass das Objekt “UFO-ähnlich” aussehe, sondern auch die verantwortlichen Behörden von Charleston das seltsame Teil inzwischen abtransportiert hätten.

Angeblich, so die Meldungen, damit es genauer untersucht werden kann.

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Virale Spekulationen

Solche Funde bzw. Fotos gegen oftmals sehr schnell durch die Sozialen Netzwerke. Immer dann, wenn jemand ein sonderbares “Ding” findet und davon Fotos online stellt. Verbunden mit der Frage, was das sein könnte, kommentiert die Netzgemeinde mehr oder weniger ernsthaft den Fund. Bei dem Objekt von Seabrook Island – auf das mich mein Mystery-Kollege “Skallnir” aufmerksam machte – ist es ganz genauso.

So wundert es nicht, dass die Vorschläge an das LMMM, um was es sich bei dem 90 Kilogramm schweren Strandgut handeln könnte, in ungeahnte Höhe schießen. Weltraumschrott, Teil eines Bunkers aus dem 2. Weltkrieg, eine zerstörte Seeboje, etwas von Außerirdischen, irgendwas von einem Containerschiff, Stück einer Pipeline, Flugzeugteil, “der Schwimmring von einer Küstenboje” usw.

Nimmt man Aussagen von Lauren Rust, die “The Post and Courier” zu dem Fundstück von ihr zitiert, befeuern diese die Spekulationen noch weiter:

Da ist kein Metall drauf. Das Ganze besteht nur aus Schaumschichten. Es sieht auch nicht so aus, als wäre es so lange im Wasser. Man würde denken, wenn es (für eine lange Zeit) im Wasser wäre, wäre es in Seepocken und alle Arten von (Meeresleben) bedeckt.”

Joe Cronin von der Stadtverwaltung von Seabrook Island, betont, dass bisher kein Strandgut eine solche Aufmerksamkeit erregt habe, wie dieses. “Im Grunde ist es ein riesiger Schaumbocken”, so Cronin. “Wir werden wahrscheinlich auf die eine oder andere Weise keine Gewissheit haben.” Außer jemand kommt und sagt, dass es sein Eigentum wäre, so Cronin weiter.

Rust wiederum betonte, dass das Fundstück kein Gefahr sei:

Wir haben nichts in der Nähe gesehen (das Objekt), das anzeigen würde, dass irgendetwas unsicher ist.

“UFO-ähnlich”?

“Ein mysteriöses UFO-ähnliches Objekt” nannte am 8. Oktober “Mail Online” das Stück. Mit dieser Bezeichnung ist man heute sehr schnell. Man denke an das “UFO” aus Stein, dass in Russland gefunden wurde, worüber ich unter anderem in diesem Video HIER berichtete. Oder auch an DIESES vier Meter große “Stein-UFO” aus Russland.

Dennoch spekuliert “Mail Online”, dass “die wahrscheinlichste Erklärung” sei, dass es sich um “einen Teil einer Boje handelt”. Oder um einen Schwimmkörper einer Leitung eines Meers-Saugbaggers. Nicht von einem UFO also. Wenn dann eher ein UFO als ein “Unknown floating Object” – im Sinne eines “Unbekannten Schwimmenden Objekt”.

Unerwähnt bliebt in den Berichten auch nicht die Aussage einer Kathy Kinslow Maiy. Sie sagte, dass auf Kawiah Island zeitnah etwas sehr Ähnliches gefunden wurde:

Niemand konnte herausfinden, was es war. Wir dachten schließlich, dass es Teil einer Meeresboje gewesen sein muss.

Und eine Sandy Behrens ergänzte, dass sie “in St. Lucia etwas Ähnliches gesehen habe”.

Nur weil es rund, oval, scheibenartig oder rundlich ist, hat das Ding natürlich nicht sofort irgendwas mit “UFOs” zu tun. Auch nicht, da es angeblich aus “unbekannten Metall” bestehen soll.  Zum Beispiel schreibt das Portal HNA der “Hessische/Niedersächsische Allgemeine” in ihrem Beitrag zu dem Fund am 9. Oktober, dass er “aus unbekanntem Material” bestünde.

Das stimmt so aber nicht.

“Kein Metall” – “unbekanntes Material”

“Da ist kein Metall drauf. Das Ganze besteht nur aus Schaumschichten”, so die Worte von Lauren Rust. Als einen “Schaumbocken” bezeichnete es Joe Cronin. Ein Körper, der aus “Schaum” oder besser gesagt aufgeschäumten Material besteht, ist nun mal ohne Metall und erstmal ein unbekanntest Material. Rätselhaft ist dabei nichts, wie es viele Meldungen suggerieren.

Für eine Schwimmboje gleich welcher Art aber wohl zu erwarten. Allerdings haben diese meist eine Außenhaut aus Metall. Diese könnte jedoch durch eine Kollision mit einem Schiff abgefallen sein. Tatsächlich sieht die Beschädigung an der die Vorderseite im Bild so als, als habe sie Bekanntschaft mit dem Bug eines Schiffes gemacht.

Nicht zu vergessen ist auch die NASA: Cape Canaveral in Florida liegt keine 470 Kilometer Luftlinie südlich von Seabrook Island entfernt. Ebenso an der Ostküste der USA und damit am Atlantik. Das hat unter anderem den einfachen Grund, da die Raketen der NASA über dem offenen Atlantik in den Himmel geschickt werden. Bei einem Zwischenfall sollen so wenig Trümmerteile wie möglich auf das Festland stürzen.

Ich selber besitze Sommer 1996 einige Stücke eines missglückten Raketenstarts eines europäischen Satelliten, die zum Teil in den Sümpfen Floridas niedergingen. Auch sie bestehen aus “Schaumschichten” in einer Art “Wabenstruktur”, die wohl für jeden Laien schlicht und einfach seltsam aussehen …

Wobei es natürlich nicht immer gleich eine explodierte Rakete sein muss, die in Teilen zu Boden stürzt. In weitaus geringerem Umfang erzeugt jeder Start Müll und Trümmer. Meine persönliche Vermutung ist aber bei diesem “Ding aus dem Meer”: Der Rest einer Boje.

Euer Jäger des Phantastischen

Lars A. Fischinger

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